BSW-Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt Claudia Wittig (l.) und AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel gemeinsam in einer Wahlsendung am Wahlabend in Magdeburg am 6. September 2026. - Foto: Jan Woitas/dpa
In Kürze:
Die AfD will einer Zusammenarbeit mit dem BSW nur zustimmen, wenn ihr Spitzenkandidat Ulrich SiegmundzumMinisterpräsidenten gewählt wird.
Das BSW favorisiert weiterhin einen unabhängigenMinisterpräsidenten und will zunächst mit allen Parteien sprechen.
SPDundGrüne zeigen sich offen für einen überparteilichen Regierungschef als Ausweg aus einer möglichen Blockade.
Alle Parteien außer dem BSW lehnenSondierungsgespräche mit dem AfD ab.
In Sachsen-Anhalt hat die AfD betont, nicht für die Wahl eines unabhängigen Ministerpräsidenten zur Verfügung zu stehen. Wie der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Thomas Tillschneider am Mittwoch, 9. September, gegenüber dem Portal „The Pioneer“ äußerte, sei Voraussetzung für jede Zusammenarbeit, dass „Ulrich Siegmund im ersten Wahlgang als Ministerpräsident gewählt und unterstützt wird“.
Dies gelte auch für den Fall einer Zusammenarbeit mit dem BSW.
AfD beharrt auf Siegmund – BSW will erst im dritten Wahlgang seine Wahl ermöglichen
Die Wagenknecht-Partei hatte erklärt, zu Sondierungsgesprächen mit der AfD bereit zu sein. Allerdings gibt es innerhalb des BSW Vorbehalte bezüglich des Eintritts in eine Regierungskoalition. Außerdem will man nach derzeitigem Stand eine Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Siegmund zum Ministerpräsidenten erst durch eine Enthaltung im dritten Wahlgang ermöglichen.
Die konstituierende Sitzung des neugewählten Landtags muss spätestens bis zum 6. Oktober erfolgen.
Erste Präferenz bleibt für das BSW die Wahl eines unabhängigen Ministerpräsidenten, der keiner Partei angehört und die Bereitschaft zeigt, mit allen Fraktionen zusammenzuarbeiten. Verfassungsmäßige Hindernisse gibt es für eine solche Lösung nicht. Der Ministerpräsident muss weder einer Partei angehören noch selbst Mitglied des Landtags sein.
Im Jahr 2020 hatte es einen ähnlichen Vorstoß angesichts der damaligen Regierungskrise in Thüringen gegeben. Der mithilfe von AfD-Stimmen als Ministerpräsident abgewählte Bodo Ramelow (Linke) hatte vorgeschlagen, seine Amtsvorgängerin Christine Lieberknecht zur Interims-Regierungschefin zu wählen.
Die gehörte zwar der CDU, aber nicht mehr dem Landtag an. Da ihre eigene Partei gegen schnelle Neuwahlen war, zog Lieberknecht ihre anfängliche Bereitschaft zur Kandidatur jedoch zurück.
SPD und Grüne wollen unabhängigen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt nicht ausschließen
In Sachsen-Anhalt gewinnt die Idee des BSW unterdessen an Anhängern. Am Wahlabend hatte SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann den Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten zwar „nicht für das allererste Mittel der Wahl“ bezeichnet. Als mögliche Notmaßnahme solle man ihn jedoch nicht ausschließen, äußerte Willingmann. Er fügte hinzu:
„Wenn es zur Auflösung einer Blockade führen könnte, sollte man das auch nicht a priori ablehnen.“
Auch der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, hegt gewisse Sympathien für das Modell. Gegenüber der „Rheinpfalz“ erklärte er:
„Eine von allen anderen Fraktionen getragene Expertenregierung könnte das Szenario eines AfD-Ministerpräsidenten noch abwenden.“
Die Grünen wollen eine Lösung dieser Art ebenfalls nicht ausschließen. Ihre Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz nannte den Vorschlag in der „taz“ eine „sehr ungewöhnliche Idee“.
An ihrer Fraktion solle die Lösung jedoch nicht scheitern. Der überparteiliche Kandidat wäre eine Option, „wenn wir sowohl eine faschistische Regierung als auch eine Blockade im Land verhindern wollen“. Auch Bundeschef Felix Banaszak erhob gegenüber „t-online“ keine Einwände gegen ein mögliches Vorgehen dieser Art.
Absagen an die AfD: SPD, Grüne, CDU und Linke weisen Gesprächsangebot zurück
Unterdessen haben die ersten Parteien die Einladung der AfD zu Sondierungsgesprächen abgelehnt. So erklärte Sziborra-Seidlitz, es sei „absurd, anzunehmen, dass wir mit der rechtsextremen AfD Gespräche über die Zukunft unseres Landes führen werden“. Aus der SPD kam ebenfalls eine Bestätigung, dass ein Gesprächsangebot eingetroffen sei. Man werde es jedoch nicht annehmen, äußerte ein Sprecher.
Die CDU in Sachsen-Anhalt erklärte nur, sie lehne „eine Zusammenarbeit mit der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei ab“.
Die Landesvorsitzenden der Linkspartei, Janina Böttger und Hendrik Lange, erteilten der AfD ebenfalls eine Absage. In einem Antwortbrief äußerten sie, es gebe für die Linke keine Gesprächsbasis mit einer Partei, die „Menschen nach Herkunft, vermeintlicher Zugehörigkeit und Überzeugung aussortiert“. Die AfD wolle Positionen normalisieren, die die Gleichwertigkeit aller Menschen infrage stellten, hieß es weiter: „Genau das ist der unüberbrückbare Unterschied zwischen uns und Ihnen.“
Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, erklärte in dem Podcast von Constantin Schreiber, dass das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ein „Glücksfall“ sei. Die AfD habe eine absolute Mehrheit verfehlt, und jetzt gebe es die Chance, auszuprobieren, was tatsächlich passiere, wenn diese Partei den Ministerpräsidenten stelle.
Boris Palmer sieht im Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt einen „Glücksfall“
Palmer erklärte, eine Wahl Siegmunds zum Ministerpräsidenten mithilfe des BSW könne eine „Konstellation der kontrollierten Inverantwortungsnahme mit der AfD ohne Maximalrisiko“ schaffen. Er müsse sich dann für jedes einzelne Vorhaben Unterstützer im Parlament suchen. Siegmund hatte jedoch erklärt, eine Minderheitsregierung abzulehnen und nur im Fall einer stabilen Mehrheit als Ministerpräsident zur Verfügung zu stehen.
Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag deutlich mit 43,8 Prozent gewonnen. Die Partei verpasste aber eine absolute Mehrheit knapp. Für eine absolute Mehrheit von 42 Sitzen fehlen ihr 3.
Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund reklamiert den Regierungsauftrag für sich. Ob und wie er gegebenenfalls Ministerpräsident werden könnte, ist noch offen.
Das BSW, das mit fünf Abgeordneten im neuen Landtag vertreten sein wird, hat bisher signalisiert, mit allen Parteien einschließlich der AfD reden zu wollen. Allerdings ist die Bereitschaft, in eine Koalition einzutreten, gering. Auch Gründerin Sahra Wagenknecht lehnte dies ab.
In Thüringen regierte das BSW nach den Landtagswahlen 2024 in einer Koalition mit der CDU und der SPD, in Brandenburg zunächst nur mit der SPD.
Mittlerweile sind die Fraktionen der Wagenknecht-Partei dort, wo das BSW mitregiert hatte, zerbrochen. In Brandenburg wechselten einige Abgeordnete zur SPD und diese regiert mittlerweile in einer Koalition mit der CDU. In Thüringen haben frühere BSW-Abgeordnete vor wenigen Tagen die Partei verlassen und eine neue Partei „Thüringen gerecht“ gegründet, Dieses regiert weiterhin mit der CDU – und mithilfe eines Konsultationsmechanismus mit der Linken, um Stimmenmehrheiten zu sichern.
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BSW skizziert Zusammenarbeit mit AfD
Nach der gestrigen Landtagswahl hat sich der Spitzenkandidat des BSW in Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, erste Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der AfD als stärkste Partei skizziert. Vor allem bei den Themen Russlandpolitik und billige Energie sei das BSW mit AfD auf einer Linie, wie er gegenüber WELT sagte. Eine Koalition mit der AfD schloss Thomas Schulze jedoch aus und betonte zugleich, dass ein Ministerpräsident der CDU nach der Wahlniederlage nicht infrage käme.
Vom gestrigen Wahlabend in Magdeburg berichteten über 70 ausländische Medien. Zum Wahlerfolg der AfD folgten Glückwünsche von US-Präsident Donald Trump, dem Multimilliardär Elon Musk, dem ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und dem FPÖ-Chef Herbert Kickl.
In Berlin-Mitte hat letzte Nacht ein Umspannwerk gebrannt. Die Stromversorgung war nicht betroffen, aber dutzende Ampeln fielen aus. Die Polizei geht nach aktuellem Stand von einem Kurzschluss aus. Zuvor gab es Anschläge auf Umspannwerke in Brandenburg, NRW und Sachsen – hier fahndet die Polizei nach einem 48-Jährigen.
VW verkauft sein Werk in Osnabrück. Käufer sind das Land Niedersachsen, der Investor Aurelius und der israelische Rüstungskonzern Rafael. Ab 2027 sollen dort statt Autos Luftabwehrsysteme wie Komponenten für den „Iron Dome“ gebaut werden. Von 1.800 Jobs sollen rund 1.400 erhalten bleiben.
Die Thüringer BSW-Fraktion löst sich auf. Nach Austritten verbleiben nur noch zwei der zuvor zwölf Abgeordneten BSW-Mitglieder. Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf gründete eine neue Partei, „Thüringen.Gerecht“. Damit soll die Brombeer-Koalition mit CDU und SPD erhalten bleiben.
Sven Schulze am 06.09.2026 nach der Wahl. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf 43,8 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit 17,2 Prozent Platz 2. Das BSW kommt über die 5-Prozent-Hürde und ist im Landtag vertreten.
HEUTE3:21 Uhr
Rund 99 Prozent der Wahlbezirke sind ausgezählt
Vorläufige Ergebnisse: Nach Auszählungen von 2.661 Wahlbezirken liegt um 03:21 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes vorläufige Ergebnisse vor:
AfD 43,8 Prozent
CDU 17,2 Prozent
Linke 8,6 Prozent
SPD 9,3 Prozent
BSW 5,3 Prozent
Grüne 8,9 Prozent
FDP 2,6 Prozent
Sonstige Parteien 4,4 Prozent
HEUTE1:38 Uhr
2661 Wahlbezirke sind ausgezählt
Zwischenergebnisse: Nach Auszählungen von 2.652 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 01:38 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
AfD 43,9 Prozent
CDU 17,2 Prozent
Linke 8,6 Prozent
SPD 9,3 Prozent
BSW 5,3 Prozent
Grüne 8,9 Prozent
FDP 2,6 Prozent
Sonstige Parteien 4,4 Prozent
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Jubel bei der AfD am Wahlabend.
Foto: Michael Kappeler/dpa
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Hans-Georg Maassen (m), ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Sven Schulze am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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Der SPD-Generalsekretär kommentierte im Willy-Brandt-Haus die Hochrechnungen. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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BSW-Wahlparty am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE0:28 Uhr
Ministerpräsident Schulze verpasst Direktmandat in Magdeburg
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat das Direktmandat in seinem Wahlkreis nicht gewonnen. Im Wahlkreis Magdeburg III kam Schulze laut vorläufigem Ergebnis auf 31,7 Prozent und lag damit hinter dem erstplatzierten AfD-Kandidaten Christian Mertens, der 35,2 Prozent erreichte, wie das Statistische Landesamt in Halle an der Saale in der Nacht zum Montag mitteilte.
HEUTE0:10 Uhr
Rund 98 Prozent der Wahlbezirke sind ausgezählt
Zwischenergebnisse: Nach Auszählungen von 2.618 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 00:10 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
AfD 44,2 Prozent
CDU 17,0 Prozent
Linke 8,5 Prozent
SPD 9,2 Prozent
BSW 5,2 Prozent
Grüne 8,9 Prozent
FDP 2,6 Prozent
Sonstige Parteien 4,4 Prozent
GESTERN22:46 Uhr
Rund 94 Prozent der Wahlbezirke sind ausgezählt
Zwischenergebnisse: Nach Auszählungen 94 Prozent von 2.660 Wahlbezirken liegt um 22:46 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
AfD 44,8 Prozent
CDU 16,8 Prozent
Linke 8,4 Prozent
SPD 9,1 Prozent
BSW 5,2 Prozent
Grüne 8,8 Prozent
FDP 2,5 Prozent
Sonstige Parteien 4,4 Prozent
GESTERN22:24 Uhr
Landesparteien in Mecklenburg-Vorpommern warnen vor Rückenwind für AfD
Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern blicken die Parteien teils mit Sorge auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. „Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik haben Rechtsextremisten sehr deutlich eine Landtagswahl gewonnen“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). „Das ist gefährlich, für Sachsen-Anhalt und Deutschland.“ In Mecklenburg-Vorpommern „kann und muss verhindert werden, dass die AfD stärkste Kraft wird“, ergänzte Schwesig.
Der AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm äußerte sich nach der Wahl erwartungsgemäß erfreut und sprach von einer „Zeitenwende“. Der AfD in Mecklenburg-Vorpommern gebe dieser „Triumph enormen Rückenwind“, erklärte Holm im Onlinedienst X. „Die blaue Welle“ schwappe weiter nach Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte er.
GESTERN21:48 Uhr
Rund 85 Prozent der Wahlbezirke sind ausgezählt
Zwischenergebnisse: Nach Auszählungen von 2.273 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 21:23 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
Die Spitzengremien der Parteien im Bund beraten am Montag in Berlin über den Ausgang der Landtagswahl. Den Auftakt machen die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (10:15 Uhr).
Es folgt Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner (12:45 Uhr). Danach tritt CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze vor die Presse (13:30 Uhr).
SPD-Chef Lars Klingbeil hält darauf eine Pressekonferenz gemeinsam mit Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann (14:00 Uhr). Zeitgleich tun dies auch Grünen-Parteichef Felix Banaszak und die Spitzenkandidatin der Landes-Grünen, Suse Sziborra-Seidlitz. Schon am Vormittag (11:00 Uhr) äußert sich auch FDP-Chef Wolfgang Kubicki.
GESTERN21:03 Uhr
Siegmund will auch einzelnen Abgeordneten „die Hand ausstrecken“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat seinen Regierungsanspruch bekräftigt. Man werde die Hand ausstrecken, „sollte es irgendjemanden hier in diesem neuen Landtag geben, ob es eine Fraktion oder ein Abgeordneter ist, der gemeinsam mit uns die Grundprobleme in diesem Land lösen möchte“, sagte Siegmund bei der AfD-Wahlparty in Magdeburg.
Es sei auch klar, dass die gewonnene Wahl ein „Vertrauensvorschuss der Menschen“ im Land sei. „Wir werden uns nicht verbiegen. Wir werden uns nicht selbst aufgeben“, so Siegmund.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am 6. September 2026 in Magdeburg im Studio des MDR.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
GESTERN20:48 Uhr
CDU-Politiker Müller sieht Auftrag für Regierungsbildung in Magdeburg bei AfD
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei der AfD. „Wir haben keinen Regierungsbildungsauftrag, der liegt jetzt bei der AfD“, sagte Müller am Sonntagabend im ZDF. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bleibe zunächst geschäftsführend im Amt.
Der Fraktionsvize bezeichnete das Abschneiden seiner Partei als „historische Niederlage“ und sprach von einem „schwarzen Tag“ für die CDU. Für seine Partei könne es nun „kein Weiter-so geben“, sagte Müller, der zugleich Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen-Anhalt im Bundestag ist.
Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, forderte Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Kurswechsel auf.
Das Wahlergebnis sei „eine Zäsur für die CDU und die politische Mitte in unserem Land“, sagte Radtke. Es gehe nun darum, Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und dafür zu sorgen, „dass der Staat seine Aufgaben vernünftig erledigt“.
GESTERN20:39 Uhr
Zwischenergebnisse: AfD bei über 47 Prozent, BSW im Landtag
Nach Auszählung von 1.703 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 20:20 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
Es deutet sich nun ein möglicher Einzug des BSW in den Landtag an. In der Hochrechnung von Infratest für die ARD von 20:27 Uhr kommt das BSW jetzt auf 5,1 Prozent. Beim ZDF steht die Partei weiter bei 4,8 Prozent (Stand 19:54 Uhr).
Die AfD kommt laut den jüngsten Hochrechnungen auf 44,3 Prozent, die CDU auf 18,2 Prozent, die Linke auf 9,1 Prozent, die SPD auf 8,8 Prozent, die Grünen auf 8,5 Prozent. Die FDP fliegt mit 2,4 Prozent aus dem Landtag, die Sonstigen kommen auf 3,9 Prozent.
GESTERN20:28 Uhr
Lydia Hüskens kündigt Rücktritt von FDP-Landesvorsitz an
Sachsen-Anhalts FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens hat ihren Rücktritt angekündigt. „Wir müssen jetzt morgen einfach schlicht darüber reden, wie wir es machen, ob wir es mit sofortiger Wirkung machen oder den Landesparteitag im April nehmen dafür, um da den Wechsel zu machen“, sagte sie dpa.
FDP-Chef Wolfgang Kubicki wertete das Ausscheiden seiner Partei als persönliche Niederlage. Die Freien Demokraten regieren in Sachsen-Anhalt bislang in einer Dreierkoalition mit CDU und SPD. Sie verlören Regierungsverantwortung und hätten eine weitere Wahl in diesem Jahr verloren, sagte Kubicki.
Die Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt werde die FDP jedoch nicht auf ihrem Weg abhalten, die Partei „wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu machen“, sagte Kubicki.
Nach der heftigen Niederlage der CDU werden Rufe nach einem Rückzug von Ministerpräsident und Landeschef Sven Schulze laut. Die Junge Union forderte den gesamten Landesvorstand zum Rücktritt auf. Den Regierungsauftrag sieht der Parteinachwuchs bei der AfD.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann räumte ein, dass es eine „Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“ sei. Bundespolitische Konsequenzen soll es aber nicht geben.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sieht im deutlichen AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ebenfalls keinen Grund, vom Reformkurs der Koalition abzuweichen.
„Dieses schwierige Wahlergebnis ändert nichts am Reformbedarf unseres Landes“, sagte Hoffmann der „Rheinischen Post“. Zugleich nannte er den Wahlausgang einen „ganz bitteren Wahlabend für die CDU in Sachsen-Anhalt“, der auch Berlin beschäftigen müsse.
GESTERN20:10 Uhr
Wenig Veränderung bei neuer Hochrechnung
Die neue Hochrechnung 19:54 ergibt laut der Forschungsgruppe Wahlen:
AfD 44,4 Prozent
Union 18,3 Prozent
Linke 9,2 Prozent
SPD 8,6 Prozent
BSW 4,8 Prozent
Grüne 8,4 Prozent
FDP 2,4 Prozent
Sonstige Parteien 3,9 Prozent.
GESTERN20:00 Uhr
Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis in Sachsen-Anhalt
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigte sich schockiert: „Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt“, sagte Schuster am Sonntagabend der Zeitung „Welt“.
Die AfD sei in dem Bundesland „eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei“ und es sei „klar ersichtlich, welche Ziele die AfD verfolgt. Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele – trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“
GESTERN19:33 Uhr
Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt eine Minderheitsregierung unter Führung seiner Partei ab, falls diese nicht die absolute Mehrheit der Mandate gewinnt. Nach dem Wahlsieg werde es „keine Konstellationen geben mit Minderheitsregierung oder sowas“, sagte Siegmund am Sonntagabend im ZDF.
Prinzipiell wäre die AfD zwar offen für eine Koalition mit einer Partei, die einen neuen Kurs in der Migrations- und Energiepolitik umsetzen wolle, einen derartigen Partner sehe er aber derzeit nicht.
Die neue Hochrechnung 19:26 ergibt laut ZDF Medien:
AfD 44,4 Prozent, 41 Sitze
Union 18,2 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,6 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,7 Prozent.
GESTERN19:10 Uhr
BSW-Spitzenkandidatin Wittig offen für Kooperation bei Sachfragen mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD gezeigt. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig am Sonntagabend in der ARD. Da gebe es Themen wie die Energiepreispolitik, „das kann man mit der AfD zusammen machen“, bei anderen Themen gebe es „vielleicht nicht so große Schnittmengen“.
Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sprach sich Wittig weder für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch für CDU-Amtsinhaber Sven Schulze aus. „Wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten“, sagte sie stattdessen.
Wittig sagte allerdings auch, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.
GESTERN19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
GESTERN19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „auch ein Signal an Berlin“. Im ZDF deutete Klingbeil Konsequenzen für den Kurs der Bundesregierung an: „Das ist ein Grund auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung. Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Details zu möglichen Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.
GESTERN18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
GESTERN18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
GESTERN18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
GESTERN18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
GESTERN18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
GESTERN18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
GESTERN18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
GESTERN18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
GESTERN18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
GESTERN18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 70 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
GESTERN17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
GESTERN16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
GESTERN16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
GESTERN15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
GESTERN14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
GESTERN13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
GESTERN12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
GESTERN12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
GESTERN11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
GESTERN11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
GESTERN8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
GESTERN7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
GESTERN7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
5. Sep.17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
5. Sep.8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
5. Sep.7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Sven Schulze am 06.09.2026 nach der Wahl. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf über 44 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit unter 20 Prozent Platz 2. In einigen Wahlkreisen liegt die AfD über der 50-Prozent-Marke.
Der 20-Uhr-Hochrechnung zufolge erhält die AfD im Landtag mit 83 Sitzen voraussichtlich 41 (49 Prozent), die CDU 16 oder 17 (20 Prozent). Das BSW liegt laut ARD-Prognose bei 5 Mandate – falls es die Partei über die 5-Prozent-Hürde schafft.
HEUTE21:48 Uhr
Rund 85 Prozent der Wahlbezirke sind ausgezählt
Zwischenergebnisse: Nach Auszählungen von 2.273 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 21:23 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
Die Spitzengremien der Parteien im Bund beraten am Montag in Berlin über den Ausgang der Landtagswahl. Den Auftakt machen die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (10:15 Uhr).
Es folgt Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner (12:45 Uhr). Danach tritt CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze vor die Presse (13:30 Uhr).
SPD-Chef Lars Klingbeil hält darauf eine Pressekonferenz gemeinsam mit Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann (14:00 Uhr). Zeitgleich tun dies auch Grünen-Parteichef Felix Banaszak und die Spitzenkandidatin der Landes-Grünen, Suse Sziborra-Seidlitz. Schon am Vormittag (11:00 Uhr) äußert sich auch FDP-Chef Wolfgang Kubicki.
HEUTE21:03 Uhr
Siegmund will auch einzelnen Abgeordneten „die Hand ausstrecken“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat seinen Regierungsanspruch bekräftigt. Man werde die Hand ausstrecken, „sollte es irgendjemanden hier in diesem neuen Landtag geben, ob es eine Fraktion oder ein Abgeordneter ist, der gemeinsam mit uns die Grundprobleme in diesem Land lösen möchte“, sagte Siegmund bei der AfD-Wahlparty in Magdeburg.
Es sei auch klar, dass die gewonnene Wahl ein „Vertrauensvorschuss der Menschen“ im Land sei. „Wir werden uns nicht verbiegen. Wir werden uns nicht selbst aufgeben“, so Siegmund.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am 6. September 2026 in Magdeburg im Studio des MDR.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
HEUTE20:48 Uhr
CDU-Politiker Müller sieht Auftrag für Regierungsbildung in Magdeburg bei AfD
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei der AfD. „Wir haben keinen Regierungsbildungsauftrag, der liegt jetzt bei der AfD“, sagte Müller am Sonntagabend im ZDF. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bleibe zunächst geschäftsführend im Amt.
Der Fraktionsvize bezeichnete das Abschneiden seiner Partei als „historische Niederlage“ und sprach von einem „schwarzen Tag“ für die CDU. Für seine Partei könne es nun „kein Weiter-so geben“, sagte Müller, der zugleich Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen-Anhalt im Bundestag ist.
Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, forderte Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Kurswechsel auf.
Das Wahlergebnis sei „eine Zäsur für die CDU und die politische Mitte in unserem Land“, sagte Radtke. Es gehe nun darum, Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und dafür zu sorgen, „dass der Staat seine Aufgaben vernünftig erledigt“.
HEUTE20:39 Uhr
Zwischenergebnisse: AfD bei über 47 Prozent, BSW im Landtag
Nach Auszählung von 1.703 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 20:20 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
Es deutet sich nun ein möglicher Einzug des BSW in den Landtag an. In der Hochrechnung von Infratest für die ARD von 20:27 Uhr kommt das BSW jetzt auf 5,1 Prozent. Beim ZDF steht die Partei weiter bei 4,8 Prozent (Stand 19:54 Uhr).
Die AfD kommt laut den jüngsten Hochrechnungen auf 44,3 Prozent, die CDU auf 18,2 Prozent, die Linke auf 9,1 Prozent, die SPD auf 8,8 Prozent, die Grünen auf 8,5 Prozent. Die FDP fliegt mit 2,4 Prozent aus dem Landtag, die Sonstigen kommen auf 3,9 Prozent.
HEUTE20:28 Uhr
Lydia Hüskens kündigt Rücktritt von FDP-Landesvorsitz an
Sachsen-Anhalts FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens hat ihren Rücktritt angekündigt. „Wir müssen jetzt morgen einfach schlicht darüber reden, wie wir es machen, ob wir es mit sofortiger Wirkung machen oder den Landesparteitag im April nehmen dafür, um da den Wechsel zu machen“, sagte sie dpa.
FDP-Chef Wolfgang Kubicki wertete das Ausscheiden seiner Partei als persönliche Niederlage. Die Freien Demokraten regieren in Sachsen-Anhalt bislang in einer Dreierkoalition mit CDU und SPD. Sie verlören Regierungsverantwortung und hätten eine weitere Wahl in diesem Jahr verloren, sagte Kubicki.
Die Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt werde die FDP jedoch nicht auf ihrem Weg abhalten, die Partei „wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu machen“, sagte Kubicki.
Nach der heftigen Niederlage der CDU werden Rufe nach einem Rückzug von Ministerpräsident und Landeschef Sven Schulze laut. Die Junge Union forderte den gesamten Landesvorstand zum Rücktritt auf. Den Regierungsauftrag sieht der Parteinachwuchs bei der AfD.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann räumte ein, dass es eine „Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“ sei. Bundespolitische Konsequenzen soll es aber nicht geben.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sieht im deutlichen AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ebenfalls keinen Grund, vom Reformkurs der Koalition abzuweichen.
„Dieses schwierige Wahlergebnis ändert nichts am Reformbedarf unseres Landes“, sagte Hoffmann der „Rheinischen Post“. Zugleich nannte er den Wahlausgang einen „ganz bitteren Wahlabend für die CDU in Sachsen-Anhalt“, der auch Berlin beschäftigen müsse.
HEUTE20:10 Uhr
Wenig Veränderung bei neuer Hochrechnung
Die neue Hochrechnung 19:54 ergibt laut der Forschungsgruppe Wahlen:
AfD 44,4 Prozent
Union 18,3 Prozent
Linke 9,2 Prozent
SPD 8,6 Prozent
BSW 4,8 Prozent
Grüne 8,4 Prozent
FDP 2,4 Prozent
Sonstige Parteien 3,9 Prozent.
HEUTE20:00 Uhr
Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis in Sachsen-Anhalt
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigte sich schockiert: „Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt“, sagte Schuster am Sonntagabend der Zeitung „Welt“.
Die AfD sei in dem Bundesland „eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei“ und es sei „klar ersichtlich, welche Ziele die AfD verfolgt. Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele – trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“
HEUTE19:33 Uhr
Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt eine Minderheitsregierung unter Führung seiner Partei ab, falls diese nicht die absolute Mehrheit der Mandate gewinnt. Nach dem Wahlsieg werde es „keine Konstellationen geben mit Minderheitsregierung oder sowas“, sagte Siegmund am Sonntagabend im ZDF.
Prinzipiell wäre die AfD zwar offen für eine Koalition mit einer Partei, die einen neuen Kurs in der Migrations- und Energiepolitik umsetzen wolle, einen derartigen Partner sehe er aber derzeit nicht.
Die neue Hochrechnung 19:26 ergibt laut ZDF Medien:
AfD 44,4 Prozent, 41 Sitze
Union 18,2 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,6 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,7 Prozent.
HEUTE19:10 Uhr
BSW-Spitzenkandidatin Wittig offen für Kooperation bei Sachfragen mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD gezeigt. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig am Sonntagabend in der ARD. Da gebe es Themen wie die Energiepreispolitik, „das kann man mit der AfD zusammen machen“, bei anderen Themen gebe es „vielleicht nicht so große Schnittmengen“.
Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sprach sich Wittig weder für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch für CDU-Amtsinhaber Sven Schulze aus. „Wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten“, sagte sie stattdessen.
Wittig sagte allerdings auch, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.
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Jubel bei der AfD am Wahlabend.
Foto: Michael Kappeler/dpa
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Hans-Georg Maassen (m), ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Sven Schulze am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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Der SPD-Generalsekretär kommentierte im Willy-Brandt-Haus die Hochrechnungen. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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BSW-Wahlparty am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
HEUTE19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „auch ein Signal an Berlin“. Im ZDF deutete Klingbeil Konsequenzen für den Kurs der Bundesregierung an: „Das ist ein Grund auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung. Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Details zu möglichen Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.
HEUTE18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
HEUTE18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 70 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Sven Schulze am 06.09.2026 nach der Wahl. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf über 44 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit unter 20 Prozent Platz 2. In einigen wenigen Wahlkreisen liegt die AfD über der 50-Pr0zent-Marke.
Der 20-Uhr-Hochrechnung zufolge erhält die AfD im Landtag mit 83 Sitzen voraussichtlich 41 (49 Prozent), die CDU 16 oder 17 (20 Prozent). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate. Ob das BSW in den Landtag kommt, ist ungewiss.
HEUTE20:48 Uhr
CDU-Politiker Müller sieht Auftrag für Regierungsbildung in Magdeburg bei AfD
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei der AfD. „Wir haben keinen Regierungsbildungsauftrag, der liegt jetzt bei der AfD“, sagte Müller am Sonntagabend im ZDF. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bleibe zunächst geschäftsführend im Amt.
Der Fraktionsvize bezeichnete das Abschneiden seiner Partei als „historische Niederlage“ und sprach von einem „schwarzen Tag“ für die CDU. Für seine Partei könne es nun „kein Weiter-so geben“, sagte Müller, der zugleich Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen-Anhalt im Bundestag ist.
Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, forderte Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Kurswechsel auf.
Das Wahlergebnis sei „eine Zäsur für die CDU und die politische Mitte in unserem Land“, sagte Radtke. Es gehe nun darum, Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und dafür zu sorgen, „dass der Staat seine Aufgaben vernünftig erledigt“.
HEUTE20:39 Uhr
Zwischenergebnisse: AfD bei über 47 Prozent, BSW im Landtag
Nach Auszählungen von 1.703 von 2.660 Wahlbezirken liegt um 20:20 Uhr laut der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt folgendes Zwischenergebnis vor:
Es deutet sich nun ein möglicher Einzug des BSW in den Landtag an. In der Hochrechnung von Infratest für die ARD von 20:27 Uhr kommt das BSW jetzt auf 5,1 Prozent. Beim ZDF steht die Partei weiter bei 4,8 Prozent (Stand 19:54 Uhr).
Die AfD kommt laut den jüngsten Hochrechnungen auf 44,3 Prozent, die CDU auf 18,2 Prozent, die Linke auf 9,1 Prozent, die SPD auf 8,8 Prozent, die Grünen auf 8,5 Prozent. Die FDP fliegt mit 2,4 Prozent aus dem Landtag, die Sonstigen kommen auf 3,9 Prozent.
HEUTE20:28 Uhr
Lydia Hüskens kündigt Rücktritt von FDP-Landesvorsitz an
Sachsen-Anhalts FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens hat ihren Rücktritt angekündigt. „Wir müssen jetzt morgen einfach schlicht darüber reden, wie wir es machen, ob wir es mit sofortiger Wirkung machen oder den Landesparteitag im April nehmen dafür, um da den Wechsel zu machen“, sagte sie dpa.
FDP-Chef Wolfgang Kubicki wertete das Ausscheiden seiner Partei als persönliche Niederlage. Die Freien Demokraten regieren in Sachsen-Anhalt bislang in einer Dreierkoalition mit CDU und SPD. Sie verlören Regierungsverantwortung und hätten eine weitere Wahl in diesem Jahr verloren, sagte Kubicki.
Die Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt werde die FDP jedoch nicht auf ihrem Weg abhalten, die Partei „wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu machen“, sagte Kubicki.
HEUTE20:19 Uhr
Rufe nach Schulze-Rücktritt nach Wahldesaster
Nach der heftigen Niederlage der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt werden Rufe nach einem Rückzug von Ministerpräsident und Landeschef Sven Schulze laut. Die Junge Union forderte den gesamten Landesvorstand zum Rücktritt auf. Den Regierungsauftrag sieht der Parteinachwuchs bei der AfD.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann räumte unterdessen ein, dass es eine „Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“ sei. Bundespolitische Konsequenzen soll es aber nicht geben.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sieht im deutlichen AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ebenfalls keinen Grund, vom Reformkurs der Koalition abzuweichen.
„Dieses schwierige Wahlergebnis ändert nichts am Reformbedarf unseres Landes“, sagte Hoffmann der „Rheinischen Post“. Zugleich nannte er den Wahlausgang einen „ganz bitteren Wahlabend für die CDU in Sachsen-Anhalt“, der auch Berlin beschäftigen müsse.
HEUTE20:10 Uhr
Wenig Veränderung bei neuer Hochrechnung
Die neue Hochrechnung 19:54 ergibt laut der Forschungsgruppe Wahlen:
Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis in Sachsen-Anhalt
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigte sich schockiert: „Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt“, sagte Schuster am Sonntagabend der Zeitung „Welt“.
Die AfD sei in dem Bundesland „eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei“ und es sei „klar ersichtlich, welche Ziele die AfD verfolgt. Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele – trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“
HEUTE19:33 Uhr
Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt eine Minderheitsregierung unter Führung seiner Partei ab, falls diese nicht die absolute Mehrheit der Mandate gewinnt. Nach dem Wahlsieg werde es „keine Konstellationen geben mit Minderheitsregierung oder sowas“, sagte Siegmund am Sonntagabend im ZDF.
Prinzipiell wäre die AfD zwar offen für eine Koalition mit einer Partei, die einen neuen Kurs in der Migrations- und Energiepolitik umsetzen wolle, einen derartigen Partner sehe er aber derzeit nicht.
Die neue Hochrechnung 19:26 ergibt laut ZDF Medien:
AfD 44,4 Prozent, 41 Sitze
Union 18,2 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,6 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,7 Prozent.
HEUTE19:10 Uhr
BSW-Spitzenkandidatin Wittig offen für Kooperation bei Sachfragen mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD gezeigt. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig am Sonntagabend in der ARD. Da gebe es Themen wie die Energiepreispolitik, „das kann man mit der AfD zusammen machen“, bei anderen Themen gebe es „vielleicht nicht so große Schnittmengen“.
Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sprach sich Wittig weder für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch für CDU-Amtsinhaber Sven Schulze aus. „Wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten“, sagte sie stattdessen.
Wittig sagte allerdings auch, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.
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Jubel bei der AfD am Wahlabend.
Foto: Michael Kappeler/dpa
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Hans-Georg Maassen (m), ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Sven Schulze am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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Der SPD-Generalsekretär kommentierte im Willy-Brandt-Haus die Hochrechnungen. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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BSW-Wahlparty am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
HEUTE19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „auch ein Signal an Berlin“. Im ZDF deutete Klingbeil Konsequenzen für den Kurs der Bundesregierung an: „Das ist ein Grund auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung. Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Details zu möglichen Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.
HEUTE18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
HEUTE18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 nach Bekanntgabe der ersten Prognosen des Wahltags. - Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf 44 bis 44,5 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit 18,2 Prozent Platz zwei.
Der aktuellen Hochrechnung zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). 83 Sitze sind zu verteilen, 42 wäre die Mehrheit. Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate. Ob das BSW in den Landtag kommt, ist ungewiss.
Die neue Hochrechnung 19:26 ergibt laut ZDF Medien:
AfD 44,4 Prozent, 41 Sitze
Union 18,2 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,6 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,7 Prozent.
HEUTE19:10 Uhr
BSW-Spitzenkandidatin Wittig offen für Kooperation bei Sachfragen mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD gezeigt. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig am Sonntagabend in der ARD. Da gebe es Themen wie die Energiepreispolitik, „das kann man mit der AfD zusammen machen“, bei anderen Themen gebe es „vielleicht nicht so große Schnittmengen“.
Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sprach sich Wittig weder für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch für CDU-Amtsinhaber Sven Schulze aus. „Wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten“, sagte sie stattdessen.
Wittig sagte allerdings auch, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.
HEUTE19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
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Jubel bei der AfD am Wahlabend.
Foto: Michael Kappeler/dpa
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Hans-Georg Maassen (m), ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Sven Schulze am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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Der SPD-Generalsekretär kommentierte im Willy-Brandt-Haus die Hochrechnungen. (Archivbild)
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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BSW-Wahlparty am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „auch ein Signal an Berlin“. Im ZDF deutete Klingbeil Konsequenzen für den Kurs der Bundesregierung an: „Das ist ein Grund auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung. Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Details zu möglichen Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.
HEUTE18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
HEUTE18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 nach Bekanntgabe der ersten Prognosen des Wahltags. - Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Prognosen und der ersten Hochrechnung mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf 44 bis 44,5 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit 18,5 Prozent Platz zwei.
Der aktuellen Hochrechnung zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate. Ob das BSW in den Landtag kommt, ist ungewiss.
BSW-Spitzenkandidatin Wittig offen für Kooperation bei Sachfragen mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD gezeigt. „Wir werden immer in der Sache entscheiden“, sagte Wittig am Sonntagabend in der ARD. Da gebe es Themen wie die Energiepreispolitik, „das kann man mit der AfD zusammen machen“, bei anderen Themen gebe es „vielleicht nicht so große Schnittmengen“.
Mit Blick auf die Führung der neuen Landesregierung sprach sich Wittig weder für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch für CDU-Amtsinhaber Sven Schulze aus. „Wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten“, sagte sie stattdessen.
Wittig sagte allerdings auch, es wäre angesichts des Wahlerfolgs der AfD aus ihrer Sicht „völlig undemokratisch, sie nicht in irgendeiner Weise an der Regierung zu beteiligen“.
HEUTE19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
HEUTE19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
HEUTE19:00 Uhr
SPD: Kein Rücktritt von Klingbeil und Bas
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „auch ein Signal an Berlin“. Im ZDF deutete Klingbeil Konsequenzen für den Kurs der Bundesregierung an: „Das ist ein Grund auch nachzudenken über Politik hier in Berlin, über den Reformkurs der Bundesregierung. Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Details zu möglichen Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.
HEUTE18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
HEUTE18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 nach Bekanntgabe der ersten Prognosen des Wahltags. - Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Prognosen und der ersten Hochrechnung mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf 44 bis 44,5 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit 18,5 Prozent Platz zwei.
Der aktuellen Hochrechnung zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate. Ob das BSW in den Landtag kommt, ist ungewiss.
HEUTE19:03 Uhr
Hochrechnung 19 Uhr
Die aktuelle Hochrechnung 19:00 ergibt laut ZDF Medien. Im Landtag sind 83 Sitze zu verteilen, 42 bedeuten die Mehrheit.
AfD 44,3 Prozent, 41 Sitze
Union 18,3 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,7 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent,
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent,
Sonstige Parteien 3,6 Prozent.
HEUTE19:01 Uhr
CDU gegen Zusammenarbeit mit Linken
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat eine Zusammenarbeit mit der Linken in Sachsen-Anhalt nach Schließung der Wahllokale erneut abgelehnt. Bei ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gehe es der CDU nicht um „Arithmetik oder Rechengrößen, sondern um wirklich fundamentale inhaltliche Fragen“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
„Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismus-Problem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen?“, fragte Hoppermann. „Unsere Linien sind da klar: Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.“
HEUTE19:00 Uhr
SPD: Kein Rücktritt von Klingbeil und Bas
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt keine Debatte über die SPD-Spitze. Die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas die Parteiführung abgeben sollten, „das ist wirklich gar keine Frage, die ich mir jetzt gerade stelle“, betonte Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus.
Das Wahlergebnis der AfD bedeute eine Zäsur. Das Ergebnis der SPD werte er als „wichtiges Zeichen der Stabilität“.
HEUTE18:47 Uhr
Übersicht zu den Wahlergebnissen
Auf der Webseite der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt sind ab jetzt die Auszählungsstände der Landtagswahl freigeschaltet.
Die Ergebnisse der 41 Wahlkreise können hier verfolgt werden: Wahlergebnisse.
HEUTE18:41 Uhr
Linke: „Schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt“
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat sich entsetzt über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Dies sei „ein schwarzer Tag für Sachsen Anhalt“, sagte die Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern am Sonntagabend in der ARD. Sie zeigte sich bereit, auch eine CDU-geführte Regierung zu unterstützen. Allen sei „bewusst, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen“, sagte von Angern. Die Linke wolle „diese Demokratie verteidigen, weil sie schützt eben Minderheiten“.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die CDU aufgefordert, Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden in Sachsen-Anhalt zu ziehen. „Die Politik der Bundesregierung macht den Menschen Angst“, sagte Schwerdtner am Sonntag im ZDF.
„Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, können sich ihr Leben nicht mehr leisten – und die CDU wurde dafür ja auch heute abgestraft.“ Es liege nun bei der CDU zu sagen, „wer übernimmt jetzt hier Verantwortung“.
Schwerdtner nannte zudem klare Bedingungen für eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt. Das ist ganz eindeutig für uns.“
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg – Rücktritt gefordert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
Sven Schulze am 6. August 2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen. Bekannt ist mittlerweile, das die AfD 250.000 Menschen hinzugewinnen konnte, die aus dem Lager der Nichtwähler stammen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026. - Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Prognosen und der ersten Hochrechnung mit großem Abstand vor der CDU gewonnen: Die AfD kommt auf 44 bis 44,5 Prozent der Stimmen, die CDU erreichte mit 18,5 Prozent Platz zwei.
Der ersten Hochrechnung zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate. Ob das BSW in den Landtag kommt, ist ungewisse.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE18:37 Uhr
Schulze gratuliert AfD zum Wahlsieg
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat in einer ersten Reaktion nach der klaren Niederlage seiner Partei der AfD zu ihrem klaren Wahlsieg gratuliert.
„Zuallererst – wir leben in einer Demokratie – möchte ich dem Wahlsieger gratulieren“, sagte er am Sonntagabend vor CDU-Anhängern. „Die AfD ist jetzt stärkste Kraft im Landtag von Sachsen-Anhalt. Wir werden auch als CDU mit diesem Ergebnis umgehen müssen.“ Zu möglichen persönlichen Konsequenzen äußerte sich Schulze zunächst nicht.
Erste Rücktrittsrufe kamen aber bereits. So sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem „Stern“: „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. Das geht gar nicht anders.“
Ähnlich äußert sich der Stadtratsvorsitzende von Merseburg und langjährige Kreischef des Saalekreises, Michael Hayn, gegenüber dem „Stern“: „Der Spitzenkandidat muss für den Wahlkampf die Verantwortung übernehmen“. Das erwarte er jetzt auch von Sven Schulze. „Er tut gut daran, in die zweite Reihe zurückzutreten und dort gegebenenfalls neue Stärke zu sammeln.“
HEUTE18:34 Uhr
CDU-Generalsekretärin schließt nach CDU-Pleite Debatten über Merz aus
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bundespolitische Konsequenzen ausgeschlossen. Es beginne nun keine Diskussion über Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung, sagte Hoppermann am Sonntag in der ARD. „Die Bundesregierung und der deutsche Bundestag sind für vier Jahre gewählt“, dies habe in Sachsen-Anhalt nicht zur Debatte gestanden.
Hoppermann räumte die Niederlage der CDU ein, die nach den ersten Prognosen ihr historisch schlechtestes Ergebnis geholt hat. „Das ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten“, sagte die CDU-Generalsekretärin.
Eine Koalition mit der AfD, die mit Abstand stärkste Kraft werden wird, schloss Hoppermann kategorisch aus. „Wir arbeiten nicht mit Extremen und vor allem Dingen nicht mit Rechtsextremen zusammen.“
Aus Sicht von Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) muss die Bundesregierung trotz des schlechten Wahlergebnisses an den Reformplänen festhalten. „Wir müssen den Kurs, den wir da angefangen haben, jetzt fortsetzen“, sagte Warken.
HEUTE18:30 Uhr
Erste Hochrechnung
Die erste Hochrechnung von 18:25 Uhr ergibt laut der Forschungsgruppe Medien.
AfD 44,1 Prozent, 41 Sitze
Union 18,5 Prozent, 17 Sitze
Linke 9,2 Prozent, 9 Sitze
SPD 8,8 Prozent, 8 Sitze
BSW 4,8 Prozent – nicht im Landtag
Grüne 8,7 Prozent, 8 Sitze
FDP 2,4 Prozent – nicht im Landtag
Sonstige Parteien 3,5 Prozent.
Im Landtag sind 81 Sitze zu verteilen.
HEUTE18:30 Uhr
Klüssendorf beurteilt AfD-Ergebnis als „wirklich dramatisch“
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erschrocken über das starke Abschneiden der AfD gezeigt. Im ZDF sprach der SPD-Politiker von einem „wirklich dramatischen Ergebnis für die AfD“. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass die SPD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl halten konnte, auch wenn dies „jetzt kein riesiger Erfolg“ sei.
Ersten Prognosen zufolge kann die SPD mit acht bis neun Prozent rechnen. Im Magdeburger Landtag werde die SPD ihren Beitrag dazu leisten, „eine demokratische Mehrheit zu bilden gegenüber der AfD“, sagte Klüssendorf weiter. Er erwarte eine „sehr schwierige Regierungsbildung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
HEUTE18:30 Uhr
Grüne sind zufrieden
Die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zufrieden zum Abschneiden ihrer Partei geäußert.
„Die Zahlen heute, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll“, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Zugleich sei das starke Abschneiden der AfD „besorgniserregend“. Das Ergebnis ihrer Partei wertete sie als Auftrag der Zivilgesellschaft, eine Alleinregierung der AfD zu verhindern.
Ob dies gelinge, könne sie am frühen Abend zunächst noch nicht sagen. „Aber den Menschen, die Hoffnung in uns gesetzt haben, denen verspreche ich schon heute: Diese Hoffnung ist nicht umsonst“, sagte sie weiter.
HEUTE18:22 Uhr
Siegmund: „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. „Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD. Das Ergebnis sei „ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein“.
Siegmund kündigte an, er wolle nun „allen Kräften die Hand ausstrecken, die mit uns eine grundlegende Politikwende herbeiführen wollen“. Er werde sich aber nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen.
Er werde sich nicht „verbiegen“, um Mehrheiten zu erreichen, sagte Siegmund weiter. „Wir werden nicht unsere Grundposition, die Deutschland gerade dahin gebracht hat, wo es ist, aufgeben für irgendwelche Machtoptionen.“ Konkret nannte er dabei die Themen Migration und Innere Sicherheit sowie „die verrückte Energiepolitik“. Das seien Themen, „die sind nicht verhandelbar“.
„Die Menschen haben ein ganz klares politisches Zeichen hier in Sachsen-Anhalt ausgesprochen“, sagte Siegmund weiter. Dies sei „auch ein Zeichen in Richtung Berlin“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei „ein sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD gewesen, spottete der Spitzenkandidat. Merz sei „jeden Tag einer zu viel im Kanzleramt“. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich zufrieden: „Wir haben genau das geschafft, was wir schaffen wollten.“
HEUTE18:14 Uhr
Weidel sieht Regierungsauftrag für AfD
Nach dem Wahlsieg der AfD sieht Bundesvorsitzende Alice Weidel den Regierungsauftrag bei ihrer Partei. „Das ist ein historisches Ergebnis, und es ist ein ganz klarer Regierungsauftrag“, sagte Weidel am Sonntagabend im ZDF. In welcher Form die AfD in Sachsen-Anhalt regieren werde – „durch eine Tolerierung oder durch eine Koalition, das wird sich einfach noch zeigen“, fügte sie hinzu.
„Unsere Hand ist immer ausgestreckt“, sagte Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner. Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt sei bei seiner Entscheidung „völlig unabhängig“ von der Bundespartei. „Der Landesverband hat gezeigt, dass er es kann.“
„Wir gehen hier durch die Decke, wir werden in ganz Ostdeutschland durch die Decke gehen, auch im Bund“, sagte die AfD-Chefin weiter. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen.“
Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit den aktuellen Prognosen ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene.
Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten. Das ZDF rechnet mit einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent (-6,7)
Den Prognosen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Prognose 5 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland. Die bisherige Höchstmarke lag bei 71,1 Prozent im Jahr 1998. Bei der letzten Wahl am 6. Juni 2021 hatten 60,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026. - Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Prognosen mit großem Abstand vor der CDU gewonnen – ob es für eine absolute Mehrheit reicht, war aber zunächst unklar. Die AfD kommt auf 44 bis 44,5 Prozent der Stimmen, die Christdemokraten von Ministerpräsident Sven Schulze erreichten mit 18,5 Prozent Platz zwei.
Auch die Linke mit 9,0 bis 9,5 Prozent, die SPD mit 8,0 bis 9,0 Prozent und die Grünen mit 8,5 bis 9,0 Prozent schafften es demnach wieder in den Magdeburger Landtag, während das BSW mit 4,8 bis 5,0 Prozent um den Einzug zittern musste und die FDP mit 2,0 bis 2,5 Prozent ausschied – bei einer Rekordwahlbeteiligung von 80,0 Prozent laut ZDF.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE18:02 Uhr
Die erste Prognose von 18:00 Uhr
Die erste Prognose der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist da: Die AfD liegt bei 44 Prozent, die Union bei 18,5 Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab – um 16:00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent. Das waren bereits mehr Bürger, als 2021 insgesamt gewählt hatten.
Die 18-Uhr-Prognose von ZDF ergibt für die Parteien (ohne Briefwahl):
AfD 44,0 Prozent. (+23,2)
Union 18,5 Prozent (-18,6)
Linke 9 Prozent (-2,0)
SPD 9 Prozent (+0,6)
BSW 4,8 Prozent (+4,8)
Grüne 8,5 Prozent (+2,6)
FDP 2,5 Prozent (-3,9)
Sonstige Parteien 3,7 Prozent.
HEUTE17:39 Uhr
Medieninteresse an zentraler Wahlveranstaltung ist riesig
Die zentrale Wahlveranstaltung des Landtags findet in der Messe Magdeburg statt. In einer Halle treffen sich die Fraktionen und Parteien, in einer anderen die Medien. Viele Politiker sind bereits vor Ort. 500 Medienvertreter sind akkreditiert, Journalisten haben keinen Zutritt zur Halle der Fraktionen. Im Zwischenbereich sind Interviews und Gespräche möglich.
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Auf dem Domplatz versammelte sich die DGB-Jugend sowie Greenpeace; eine riesige Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Die Polizei sichert die Veranstaltung ab.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
1 / 13
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
2 / 13
Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
3 / 13
Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
4 / 13
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
5 / 13
Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
6 / 13
Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
7 / 13
Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
8 / 13
Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
10 / 13
Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
11 / 13
In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
12 / 13
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
13 / 13
In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026. - Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent. Erste Prognosen zur Landtagswahl werden um 18 Uhr erwartet.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
3 / 13
Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
4 / 13
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
5 / 13
Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
6 / 13
Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
7 / 13
Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
8 / 13
Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
10 / 13
Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
11 / 13
In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
13 / 13
In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026. - Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent. Erste Prognosen zur Landtagswahl werden um 18 Uhr erwartet.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE16:30 Uhr
Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof
Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.“
HEUTE16:26 Uhr
Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent
Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde auch Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert. Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren.
Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.“
Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
1 / 13
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
2 / 13
Polizei am 6. September 2026 in Magdeburg bei den Absperrungen rund um den Magdeburger Chappellplatz.
Foto: Omer Messinger/Getty Images
3 / 13
Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat bei der Stimmabgabe.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
4 / 13
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, war mit seiner Frau in Tangermünde wählen.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
5 / 13
Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
6 / 13
Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) und Ulrich Siegmund (m) während einer Wahlkampfveranstaltung am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
7 / 13
Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
10 / 13
Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
11 / 13
In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
12 / 13
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
13 / 13
In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr
Merz: „Wohlstand für alle Generationen“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wähler verlassen während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Tangermünde ein Wahllokal. - Foto: Sean Gallup/Getty Images
In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE11:15 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
2 / 12
Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat der konservativen gibt am 6. September 2026 in Magdeburg, Sachsen-Anhalt, an der Seite seiner Frau seine Stimme ab.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD und seine Frau gaben am 6. September 2026 in Tangermünde ihre Stimmen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4 / 12
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
5 / 12
Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l), die beiden AfD-Vorsitzenden, zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund (m) während der Wahlkampfveranstaltung am Vorabend der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
6 / 12
Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
7 / 12
Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
8 / 12
Am 5. September 2026 vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
9 / 12
Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
10 / 12
In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
11 / 12
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
12 / 12
In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab.
Foto: Michael Kappeler/dpa
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wähler verlassen während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Tangermünde ein Wahllokal. - Foto: Sean Gallup/Getty Images
In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE15:17 Uhr
Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz
Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde auch Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert. Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren.
Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind laut Landtagsverwaltung mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet, viele auch aus dem Ausland.
HEUTE14:46 Uhr
Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
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Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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Sven Schulze (r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Spitzenkandidat der konservativen gibt am 6. September 2026 in Magdeburg, Sachsen-Anhalt, an der Seite seiner Frau seine Stimme ab.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD und seine Frau gaben am 6. September 2026 in Tangermünde ihre Stimmen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
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AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und seine Ehefrau Julia kamen zur Stimmabgabe auf einer Simson Schwalbe – einem Kult-Moped aus der DDR.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l), die beiden AfD-Vorsitzenden, zusammen mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund (m) während der Wahlkampfveranstaltung am Vorabend der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 5. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Alice Weidel (r) , Ulrich Siegmund (m) und Tino Chrupalla (l) bereiteten sich und die AfD auf die Wahlen vor.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Am 5. September 2026 vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Magdeburg.
Foto: Jens Schlueter/Getty Images
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Bei verschiedenen Demos in Magdeburg wurden Tausende Menschen erwartet. (Archivbild)
Foto: Peter Gercke/dpa
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In Kroppenstedt bei Magdeburg sind am 3. September 2026 verunstaltete Wahlplakate zu sehen.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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In Magdeburg haben Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund am 31. August 2026 gestreikt.
Foto: Peter Gercke/dpa
HEUTE12:25 Uhr
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr
Vorwahl-Daten
Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu:
AfD 41 Prozent,
Union 23 Prozent,
Linke 11,5 Prozent.
SPD 8,5 Prozent,
BSW 4 Prozent,
Grüne 6 Prozent,
FDP 3 Prozent,
Sonstige Parteien 3 Prozent.
Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.
Foto: Epoch Times
Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.
Foto: Epoch Times
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:19 Uhr
Welche Koalitionen sind denn denkbar?
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.
Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wähler verlassen während der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Tangermünde ein Wahllokal. - Foto: Sean Gallup/Getty Images
Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE13:52 Uhr
SPD-Kandidat wählte im Harz
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE11:15 Uhr
Bei Landtagswahl zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab
Foto: Michael Kappeler/dpa
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.
Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Wahllokal für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE11:15 Uhr
Bei Landtagswahl zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12.00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze. „Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab
Foto: Michael Kappeler/dpa
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab - Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE11:15 Uhr
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt
Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze. „Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab - Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE11:00 Uhr
AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet
In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr
15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival
Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr
Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr
Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr
Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD
Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr
Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt
Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
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Anschläge in Deutschland
Heute morgen explodierte eine Handgranate in der Nähe des Bahnhofs Augsburg. Zudem gab es innerhalb kurzer Zeit zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland, erst in Brandenburg, dann in NRW. Unbekannte hatten nahe eines Umspannwerks am Kohlekraftwerk Jänschwalde versucht, eine Höchstspannungsleitung zu beschädigen. Stunden nach dem Angriff in Brandenburg kam es zu einer Störung an einem Umspannwerk bei Köln, wo wegen verfassungsfeindlicher Sabotage ermittelt wird. Landesinnenminister Jan Redmann sprach von Parallelen bei den Anschlägen an den Umspannwerken.
Deutschland macht Russland offiziell für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Moskau hingegen beklagt mangelnde Beweise, weist die Vorwürfe zurück und kündigt Gegenmaßnahmen an. Die NATO und EU stärkten Deutschland den Rücken.
Die drei BSW-Abgeordneten Stefan Wogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt verlassen Fraktion und Partei, behalten aber ihre Mandate. Sie gründen eine neue Partei mit dem Namen: „Deine Stimme zählt“. Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU führt damit künftig eine Minderheitsregierung. Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke fordert Neuwahlen.
In Deutschland sollen zahlreiche neue Gaskraftwerke gebaut werden. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die staatliche Förderung mit bis zu 35 Milliarden Euro. Ziel ist es, die Stromversorgung auch in Dunkelflauten zu sichern, also wenn weder Sonne noch Wind genügend Energie liefern. Verbraucher sollen über eine neue Umlage ab 2031 die Förderung mitfinanzieren.
Die Gewerkschaft IG Metall weist zurück, dass der VW-Vorstand das Aus für vier Werke in Deutschland bereits beschlossen hat. Für solche Entscheidungen sei stets die Zustimmung des Aufsichtsrats notwendig. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet, dass die Produktion in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm ab 2031 eingestellt werden könnte. Grund seien fehlende neue Aufträge.
Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt Sven Schulze (CDU) und sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD). - Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times, Ralf Roletschek / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE; Montage: Epoch Times
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Rund eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen deutlich vor der CDU. In einer aktuellen Projektion für das ZDF-Politbarometer kommt die AfD auf 40 Prozent und die CDU auf 23 Prozent. Bei der Frage nach dem bevorzugten Ministerpräsidenten liegt Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) allerdings vor seinem Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD).
Am 6. September entscheiden die Wähler über die Zusammensetzung des neuen Landtags. Im Wahlkampf geht es unter anderem um die wirtschaftliche Entwicklung, Zuwanderung, Bildung und die Frage, welche Parteien nach der Wahl gemeinsam regieren könnten.
Epoch Times stellte Schulze und Siegmund in getrennten Interviews dieselben Fragen zu Wirtschaft, Migration, Bildung und einer möglichen Regierungsbildung. Dabei wurden deutliche Unterschiede zwischen den politischen Positionen der beiden Kandidaten sichtbar.
Arbeitslosigkeit und Unternehmensinsolvenzen belasten weiterhin die wirtschaftliche Situation. Was würden Sie als Ministerpräsident nach der Wahl konkret tun, damit in Sachsen-Anhalt wieder mehr Unternehmen investieren und mehr Arbeitsplätze entstehen?
Sven Schulze (CDU):
Mir geht es gar nicht darum, was ich nach der Wahl mache, sondern darum, was ich in den letzten Jahren als Landesminister für Wirtschaft, aber auch als Ministerpräsident gemacht habe, nämlich Investitionen ins Land zu holen. In meiner Zeit als Wirtschaftsminister hatten wir so viele Investitionen wie in einem vergleichbaren Zeitraum nie. Ich möchte Daimler Truck erwähnen. UPM und Avnet beispielsweise tätigen Großinvestitionen in Milliardenhöhe.
Gleichzeitig ist es die Aufgabe eines Ministerpräsidenten, in der aktuellen Zeit, auch Unternehmen zu unterstützen, die in Schwierigkeiten sind. Und das machen wir. Das haben wir bei DOMO gemacht, das machen wir bei TRIMET und vielen anderen.
Also, mir geht es nicht darum, was ich nach der Wahl mache, sondern was ich permanent mache, nämlich durch meine Arbeit. Manchmal belächelt man mich ja, wenn ich sage, ich habe die ganzen Telefonnummern, die wichtig sind, im Handy. Aber es ist oft so, dass eine Lösung manchmal nur einen Telefonanruf entfernt ist.
Und ich werde auch weiterhin die Wirtschaft zur Priorität Nummer 1 in der Staatskanzlei machen.
Ulrich Siegmund (AfD):
Also erst mal ist die Arbeitslosigkeit mit 8,1 Prozent, glaube ich, aktuell nicht gleichmäßig verteilt. Es gibt viele Branchen, in denen wir einen riesengroßen Bedarf haben, gerade in den letzten Jahren. Das betrifft das Handwerk, die Pflege und alle Bereiche, in denen tatsächlich ein großer Bedarf an Mitarbeitern besteht. Ich rede ja nicht nur von Arbeitslosigkeit, sondern auch von einem Überbedarf, weil wir aktuell gar nicht alle Stellen besetzen können. Von daher ist das ungleichmäßig verteilt, das heißt, man kann nicht immer alles pauschalisieren.
Wir möchten uns langfristig erst einmal wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Wir möchten in der Verwaltung sparen und damit viel Geld freimachen, indem wir beispielsweise Ministerien reduzieren und vieles mehr. Diese Mittel wollen wir dann sinnvoll investieren.
Und jetzt sind wir auch bei der Wirtschaftsförderung. Warum lässt sich ein Unternehmen in Sachsen-Anhalt nieder? Es möchte schlanke Strukturen, kurze Wege und so viel Freiheit wie möglich. Und es möchte auch eine Leistungskultur, eine Leistungsgesellschaft. Genau das können wir wirtschaftspolitisch auf Landesebene schaffen, indem wir Sinnvolles erhalten und Unsinniges streichen.
Wir werden für jede Verordnung und jedes Gesetz, das neu eingeführt wird, mindestens zwei alte streichen. Wir werden stärker mit Genehmigungsfiktionen arbeiten. Das heißt: Wenn Anträge gestellt werden und innerhalb eines gewissen Zeitraums nicht beantwortet werden, müssen sie automatisch als bewilligt gelten. Damit ein Unternehmer sich darauf verlassen kann, zum Beispiel bei einer Änderung der Nutzungsrichtlinien für Gebäude und vielem mehr. Das heißt, wir möchten wieder eine Leistungskultur.
Und da spanne ich den Bogen zur Arbeitslosigkeit. Ich glaube, das wird sich in den nächsten Jahren noch einmal deutlich ändern, gerade weil einige Branchen nach noch mehr Mitarbeitern rufen, insbesondere im medizinischen Bereich, in der Pflege und im Gesundheitswesen. Das wird eine große Herausforderung für dieses Land.
Weitere Punkte: Wir müssen unbedingt ausgewanderte deutsche Fachkräfte zurückholen. Sie gehen zu Hunderttausenden in die ganze Welt, auch aus Sachsen-Anhalt. Denen möchten wir hier in Sachsen-Anhalt wieder ein Angebot machen. Es gibt 20 bis 30 Prozent der gut qualifizierten, ausgewanderten deutschen Fachkräfte, die das aus politischen Gründen machen. Und denen wollen wir hier in Sachsen-Anhalt natürlich auch eine neue Heimat geben.
Die Zahl der Asylzugänge ist stark gesunken. Gleichzeitig fehlen Sachsen-Anhalt Arbeits- und Fachkräfte. Welche Zuwanderung braucht das Land noch? Und wie wollen Sie diese steuern?
Schulze:
Wir brauchen keine Zuwanderung ins Sozialsystem, sondern Zuwanderung in den Arbeitsmarkt. Wir machen das als Land, indem wir beispielsweise Programme mit anderen Bundesländern und anderen Ländern auf der Welt haben, zum Beispiel mit Vietnam. Darüber holen wir junge Menschen hierher, in den Arbeitsmarkt und in den Ausbildungsmarkt hinein. Aber, wie gesagt: in den Arbeitsmarkt, nicht ins Sozialsystem.
Wir brauchen diese Zuwanderung, weil wir im Moment für zwei Menschen, die den Arbeitsmarkt verlassen, nur einen neuen aus Sachsen-Anhalt, aus Deutschland nachbekommen. Das betrifft die Pflege, alle medizinischen Berufe, aber auch ganz normale metallverarbeitende Unternehmen. Überall brauchen wir Fachkräfte, auch aus dem Ausland. Und deswegen sind wir dafür offen.
Siegmund:
Erst einmal müssen wir Zuwanderung ordnen. Man schmeißt hier aktuell alles in einen Topf. Wer wirklich einwandern will, mit dem Gedanken, hier mit anzupacken, wer eine Qualifikation hat, wer auch einen Rechtsanspruch darauf hat, wer etwas mitbringt – da haben wir überhaupt kein Problem mit.
Aber jemand, der herkommt, um unser System zu missbrauchen, um hier nur aufgrund monetärer Anreize herzukommen? Das möchten wir nicht. Da möchten wir die Anreize abdrehen. Diese Menschen müssen die Heimreise antreten.
Das heißt, wir wollen genau zwischen diesen beiden Gruppen trennen. Und auch beim Thema Asyl müssen wir sagen: Asyl ist Schutz auf Zeit. Nach Entfall des Schutzgrundes ist es einfach, die Heimreise anzutreten. Das wird nicht konsequent hier in Sachsen-Anhalt, in Deutschland, umgesetzt.
Und demzufolge: Migration neu ordnen und eine Kultur schaffen, in der niemand ein Problem damit hat, mit Menschen, die etwas machen wollen, die mit anpacken wollen. Aber diese Menschen machen aktuell, so traurig es auch ist, einen großen Bogen um Deutschland, weil sie nicht in ein Land mit gigantischen Abgabenlasten und einer Leistungsfeindlichkeit wollen. Auch sie gehen in die USA, in die Schweiz, sonst wohin – und das ist ein riesengroßes Problem. Und deswegen: Migration neu ordnen.
Was ist die eine Maßnahme, mit der Sie Lehrermangel und Unterrichtsausfall in Sachsen-Anhalt spürbar verringern wollen?
Schulze:
Die eine Maßnahme gibt es nicht. Wir haben viele Maßnahmen. Zum einen haben wir in diesem Jahr wieder mehr Lehrer eingestellt, als uns aus Altersgründen verlassen haben. 1.300 neue Lehrer haben wir zum neuen Schuljahr eingestellt.
Das Zweite ist: Wir bauen unser Schulsystem ein kleines bisschen um. Wir haben zum Beispiel das Vier-plus-eins-Modell eingeführt, das heißt vier Tage Schule, ein Tag Praxis im Unternehmen. Wir haben den Lehrern an Gymnasien die Möglichkeit eröffnet, auch an Sekundarschulen zu arbeiten. Dann können wir so ein bisschen auch ausgleichen.
Also es sind verschiedene Maßnahmen, die wir auf den Weg gebracht haben. Das Ziel ist, dass der Unterrichtsausfall verringert wird bzw. komplett auf null gefahren wird. Das schaffen wir auch nicht im nächsten Jahr, aber in den nächsten Jahren.
Siegmund:
Wir haben viel Unterrichtsausfall, weil wir auch einen extrem hohen Krankenstand bei Lehrern haben. Lehrer erkennen, dass das, was sie aktuell machen müssen, wenig mit dem Job zu tun hat, für den sie einmal Lehrer geworden sind.
Und wir wollen Lehrern damit die Freude am Beruf zurückgeben. Wir wollen alles, was nichts mit Unterricht zu tun hat und eigentlich nicht zur Arbeit eines Lehrers gehört, zurückfahren, damit sich Lehrer wieder auf ihren Beruf konzentrieren können, damit sie wieder gerne unterrichten, damit sie wieder Spaß daran haben.
Das würde die Krankenstände minimieren. Das würde dem Unterrichtsausfall auch deutlich vorbeugen. Und das würde auch Lehrer für diesen Beruf begeistern. Demzufolge sagen wir: weniger erziehen, mehr bilden, mehr aufs Leben vorbereiten.
Auch die Stimme der Lehrer wollen wir mehr hören und Kinder und Schüler individuell betrachten und nicht immer pauschal, beispielsweise im Rahmen der Inklusion. Jedes Kind ist anders, jedes Kind mit einer Behinderung. Und demzufolge sollte jeder Mensch, jeder Schüler, jedes Kind die individuelle Förderung bekommen, die es braucht, um bestmöglich später am Leben teilzuhaben. Das wäre gut für Schüler, Lehrer und Eltern.
Nach aktuellen Umfragewerten hätte weder die bisherige Regierungskoalition noch die AfD allein eine Mehrheit. Mit wem würden Sie eine Regierung bilden und welchen politischen Preis wären Sie dafür bereit zu zahlen?
Schulze:
Zum einen: Ich habe mich noch nie von irgendjemandem in der Politik abhängig gemacht. Das werde ich auch in Zukunft nicht machen. Es geht immer um das Land Sachsen-Anhalt.
Und zum anderen kann ich Ihnen sagen, dass in meinem Kabinett, in meiner Regierung kein Minister der AfD und keine Ministerin der Linkspartei sitzen wird. Am Ende entscheiden aber die Menschen am 6. September, welche Möglichkeiten wir haben. Und das möchte ich jetzt natürlich auch abwarten.
Siegmund:
Natürlich gar keinen. Weil ich möchte, dass endlich nach der Wahl der Wähler wieder das bekommt, was er vorher gewählt hat. Wir haben seit Jahrzehnten die Problematik, dass die Regierung genau das Gegenteil von dem macht, was sie vorher versprochen hat. Das ist das Problem, warum Leute wenig Vertrauen in die Politik haben.
Und deswegen sagen wir ganz klar: Ich kann Sachsen-Anhalt nicht mit den Kräften retten, die es dahin gebracht haben, wo es ist. Wir möchten es aus eigener Kraft schaffen. Wir möchten es als Alleinregierung schaffen.
Wenn es irgendwann mal wieder einen Partner geben sollte, mit dem man die entscheidenden Punkte umsetzen kann, um unser Land wieder auf Erfolgskurs zu bringen, dann habe ich überhaupt kein Problem damit. Aber die gibt es aktuell überhaupt nicht. Alle verstecken sich hinter irgendwelchen Brandmauern.
Wir kümmern uns um Deutschland, um Sachsen-Anhalt, und wir sagen deswegen: Alleinregierung. 45 Prozent.
Wie wollen Sie nach diesem polarisierten Wahlkampf Ministerpräsident für alle Bürger von Sachsen-Anhalt sein? Was ist Ihre Botschaft an die Mehrheit der Bürger, die Sie nicht wählen werden?
Schulze:
Das ist ja auch jetzt schon der Fall, dass man als Ministerpräsident nicht alle Menschen bei einer Wahl hinter sich hat. Und deswegen bin ich aber trotzdem auch jetzt schon Ministerpräsident aller Menschen, auch der Menschen, die die CDU beim letzten Mal nicht gewählt haben.
Und das wird mir also nicht schwerfallen. Ich unterhalte mich ja jetzt auch schon mit vielen Menschen, die sagen: „Mensch, Herr Schulze, wir haben eine andere Partei gewählt.“ Aber das heißt ja nicht, dass diese Menschen für mich weniger wert sind.
Das unterscheidet mich, denke ich, auch von meinem Wettbewerber von der AfD, der sich ausschließlich auf seine Partei und seine Themen konzentriert und alle anderen Parteien diskreditiert, damit auch die Wählerinnen und Wähler, die andere Parteien gewählt haben.
Ich bin jemand, der gezeigt hat, dass er ausgleichen kann. Ich möchte, dass wir kein gespaltenes Land sind, sondern dass wir weiter zusammenhalten. Und das werde ich auch schaffen.
Siegmund:
Das ist eine berechtigte Frage. So oder so sind wir aktuell ein gespaltenes Land. Und das muss ein Ende haben. Ich möchte die Gräben zuschütten.
Ich höre mir gerne die Perspektive dieser Menschen an, die aktuell noch nicht auf eine AfD-Regierung vertrauen. Ganz einfach, weil es viele Vorurteile im Raum gibt. „Ihr wollt ja die Schulpflicht abschaffen.“ So ein Blödsinn.
Und es gibt so viele Vorurteile, warum Leute sagen: „Ich will nicht AfD.“ Wenn man sich aber damit auseinandersetzt, sind sie falsch. Und da reiche ich jedem gerne die Hand.
Wir müssen mehr miteinander reden. Wir müssen zusammen denken. Wir sind ein gemeinsames Volk, und das sollte uns bewusst sein. Und diesen Anspruch würde ich als AfD-Ministerpräsident künftig haben.
Was ist das Erste, das Sie im Amt als Ministerpräsident umsetzen würden?
Schulze:
Als Erstes umsetzen? Hört sich immer einfach an. Die größten Herausforderungen, das sind ganz profane Dinge: einen Haushalt für das nächste Jahr aufzustellen, also die Finanzen für das nächste Jahr auf den Weg zu bringen. Viele Kommunen genauso wie Vereine sind davon abhängig, dass wir einen Haushalt haben. Das ist mit Sicherheit nicht wahlentscheidend. Aber das ist entscheidend für dieses Land.
Wichtiger sind mir aber drei Punkte. Erstens hat weiterhin Priorität: Jobs und Arbeitsplätze. Jobs erhalten, Jobs schaffen, Arbeitsplätze erhalten, neue Arbeitsplätze auch hier schaffen.
Das Zweite ist die innere Sicherheit. Wir werden die Polizei weiter unterstützen und aufbauen. Ich möchte nicht wie die AfD eine Bürgerwehr, sondern ich möchte unsere Polizei sowohl personell als auch mit der Ausstattung, mit den nötigen materiellen Dingen, die sie brauchen, gut ausstatten.
Und das Dritte ist die Bildungspolitik. Da haben wir schon einige Dinge auf den Weg gebracht: mehr Praxis in die Schulen.
Insgesamt aber möchte ich eines nicht, nämlich dass das Land auf den Kopf gestellt wird. Ich möchte, dass wir weiter auf den Füßen stehen, dass wir weiter unseren Weg gehen. Und dafür steht Sven Schulze hier in Sachsen-Anhalt.
Siegmund:
Sehr schnell geht natürlich die Kündigung des Medienstaatsvertrages – weg mit dieser Rundfunkzwangsabgabe. Wir möchten den ersten Schritt einleiten. Das wird juristisch kompliziert, das wissen wir.
Aber diese Desinformation auf Zwangsfinanzierungsbasis muss ein Ende finden.
Und das Zweite ist natürlich eine sofortige Ordnung der Migration, weil das viel Geld freimachen würde, weil das unsere innere Sicherheit wieder auf Kurs bringen würde und weil wir darauf aufbauen können. Wir hätten die Mittel, um in Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und vieles mehr zu investieren.
Und demzufolge: Kündigung des Medienstaatsvertrages, Neuordnung der Migration und natürlich die Heimreise derjenigen, die hier illegal sind, die hier Straftaten begehen und die sehr, sehr viel Geld aktuell binden.