Polens Parlament hat im März eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach Benzin und Diesel künftig geringer besteuert werden. Wird nun wieder mehr im Ausland getankt? - Foto: Patrick Pleul/dpa
Nach zwei Monaten läuft der sogenannte Tankrabatt heute aus. Der Preis für Benzin und Diesel dürfte dadurch morgen deutlich steigen.
Denn für Sprit, der am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, gilt dann wieder die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus.
Der Tankstellenverband bft erwartet, dass sich das an den Zapfsäulen erst morgen Mittag bemerkbar macht. Denn die Preise dürfen nur um 12:00 Uhr mittags angehoben werden, nicht um Mitternacht, wenn der Steuerrabatt endet.
Er war eingeführt worden, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs stark angestiegen waren. Autofahrer sollten entlastet werden.
Den Bund kostete der Tankrabatt rund 1,6 Milliarden Euro – das war eine Schätzung des Finanzministeriums. Wie viel die Steuerentlastung am Ende wirklich gekostet hat, wird erst in mehreren Monaten klar sein, heißt es von dort. (dpa/red)
Sieben Kanzlerporträts hängen bereits in der Regierungszentrale. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Blazer ist blau, die Raute fehlt und die frühere Kanzlerin soll ein wenig mitgenommen aussehen: Viel mehr ist über das Porträt von Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU), das heute Abend (18:00 Uhr) im Berliner Bode-Museum feierlich enthüllt werden soll, noch nicht bekannt.
Gemalt hat es der bisher weitgehend unbekannte Künstler Jérémie Queyras, ein erst 28 Jahre alter Deutsch-Franzose aus einer Freiburger Musikerfamilie.
Bestimmt ist es für die Kanzlergalerie im ersten Stock der Berliner Regierungszentrale, wo bereits Porträts der sieben Vorgänger Merkels hängen. Dort ist ein Platz neben Jörg Immendorffs Porträts von Gerhard Schröder reserviert.
Vorher wird das Queyras Werk drei Monate im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen sein – nur einen Steinwurf von Merkels Wohnung entfernt.
Dass sie nun zu einem Kunstwerk erstarrt, behagt der einst mächtigsten Frau der Welt offenbar nicht so ganz. „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird“, sagte sie einem Journalisten der „Zeit“, der die Entstehung des Gemäldes begleitete. „Da häng ich dann eben.“
Merkel hat sich viel Zeit gelassen, bis sie sich malen ließ. Nach dem Ausscheiden aus dem Amt vor knapp fünf Jahren hatte sie zunächst anderes im Sinn. Sie nahm sich eine Auszeit, schrieb ihre mehr als 700 Seiten starken Memoiren, ging auf Lesetour. Als ausgeprägte Kunstliebhaberin ist sie nicht bekannt. Das Porträt stand auf ihrer Prioritätenliste offenbar nicht besonders weit oben.
Künstler bewarb sich handschriftlich
Schon früh hatten sich etliche Künstler bei ihr beworben. Queyras schrieb einen handschriftlichen Brief, aus dem die „Zeit“ zitiert. „Obwohl meine Kunst hauptsächlich abstrakt ist, kehre ich des Öfteren zur klassischen Malerei zurück. Sie ahnen nun bestimmt schon, weshalb ich Ihnen schreibe.“
Der junge Freiburger musste aber eine ganze Weile auf Antwort warten. Erst im April 2025 lud Merkel ihn zu einem Gespräch ein. Sie habe sofort einen guten Eindruck gehabt, zitiert die „Zeit“ die Ex-Kanzlerin. „Ein lebensoffener Mensch.“
Das Bild entstand in einem Atelier in der Nähe von Merkels Wohnung am Pergamonmuseum. Öffentlich gezeigt wurde es noch nicht.
Der Journalist der „Zeit“ beschreibt es so: „Ein leuchtendes Porträt ist es geworden. (…) Ihr Blick ist hell, aber allzu begütigend will die Altkanzlerin nicht wirken.“
Bis Anfang Oktober wird das Porträt einem breiten Publikum präsentiert. Danach geht es in den ersten Stock des Kanzleramts, wo unter anderem die Pressekonferenzen der Regierungschefs stattfinden.
Scholz hat sich noch nicht entschieden
Neben Merkel gibt es noch einen weiteren Ex-Kanzler, der noch gemalt werden muss.
Olaf Scholz hatte bereits während seiner Amtszeit im April 2024 in einer Fragerunde mit Schülerinnen im Kanzleramt verraten, dass er sich schon Gedanken über den Künstler gemacht habe.
Er habe „auch schon eine erste Idee“, die er aber nicht ausplaudern wolle, sagte er damals. Entschieden hat er sich nach Angaben seines Büros aber bis heute nicht.
Um sein Porträt unterzubringen, muss wahrscheinlich die ganze Galerie neu organisiert werden. Wenn Merkel dort hängt, ist kein Platz mehr. Vorschläge „zu einer alternativen Hängung“ der Porträts seien in Prüfung, heißt es dazu aus dem Kanzleramt. (dpa/red)
Julian Nagelsmann im Interview - und Jürgen Klopp hört zu. - Foto: Tom Weller/dpa
Nach dem nächsten deutschen WM-Desaster rückt automatisch Julian Nagelsmann bei der Suche nach dem Verantwortlichen in den Fokus.
Der Bundestrainer zog nach der größten Niederlage seiner Trainer-Laufbahn spontan keine persönlichen Konsequenzen. Rücktritt nach dem viel zu frühen WM-K.o.? Nein. Der 38-Jährige, der in Amerika Fußball-Weltmeister werden wollte, will das Amt auch weiterhin ausüben.
„Ich möchte es weiter machen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte er nach dem Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay. DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte ihm vor der Abreise aus Foxborough den Rücken.
„Ich bin immer noch überzeugt davon, dass er der Richtige ist.“ Ist Nagelsmann das wirklich noch? Und ist das auch noch Völler (66) für die Zeit des Neuaufbaus für die Europameisterschaft 2028? So lange laufen beide Verträge beim DFB.
Julian Nagelsmann nach der Niederlage gegen Paraguay am 29. Juni 2026 in Foxborough, Massachusetts.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Warum Nagelsmann Bundestrainer bleiben sollte?
Liegen Misserfolge im Fußball wirklich immer vor allem am Trainer? Joachim Löw, seines Zeichens Weltmeister-Coach, erlebte 2018 in Russland mit etlichen Titelgewinnern von 2014 und den jungen Confed-Cup-Siegern von 2017 das historische erste deutsche Vorrunden-Aus bei einer WM.
Hansi Flick war der Sechs-Titel-Trainer beim FC Bayern München und flog bei der WM 2022 in Katar ebenfalls nach der Vorrunde raus. Jetzt holt er als Vereinscoach wieder Titel mit dem FC Barcelona.
Nagelsmann, der als dritter DFB-Coach nacheinander das WM-Achtelfinale verpasst hat, sieht tiefere Ursachen, auch beim Blick auf seine Vorgänger: „Es war immer so, bei Hansi oder Jogi, die haben immer etwas probiert, haben einen gewissen Stamm gleich gelassen und der Outcome ist sehr ähnlich.“
Wer kann garantieren, dass unter einem anderen Coach alles besser würde. Liegt es nicht eher an der (fehlenden) Qualität der Spieler? Wer im DFB-Kader verkörpert denn Weltklasse? Hatte Nagelsmann dazu nicht auch noch Pech mit Verletzungen (Gnabry, Karl, Schlotterbeck).
Was sind die Alternativen? Klar, Jürgen Klopp ist für viele vermutlich jetzt der Wunschkandidat, der Messias, der Retter in der Not. Wäre er zu bekommen? Billig würde das nicht. Der DFB könnte sich dagegen bei einem ‚Weiter so‘ mit Nagelsmann eine teure Abfindung sparen.
Julian Nagelsmann sitzt nach der Niederlage enttäuscht auf der Trainerbank.
Foto: Tom Weller/dpa
Das stärkste Pro für Nagelsmann kam aus dem Spielerkreis, zumindest von denen, die sich nach dem Ausscheiden den Journalisten stellten und sprachen.
Er hoffe, dass Nagelsmann nicht hinschmeiße, sondern „weiter an sich und seine Fähigkeiten glaubt“, sagte Kapitän Joshua Kimmich: „Und weil er keine Mannschaft in der Kabine sitzen hat, die mit dem Finger auf ihn zeigt. Das ist von vielen Trainern ein Problem, dass – wenn es sportlich nicht läuft – die Spieler die Ausrede beim Trainer suchen. Das ist bei uns nicht der Fall.“
Joshua Kimmich am 8. Juni 2026 in Winston-Salem.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Der langjährige Abwehrchef Antonio Rüdiger, der erst durch die Verletzung von Nico Schlotterbeck wieder in die erste Elf rutschte, sagte: „Er ist ein Toptrainer. Wir müssen dankbar sein, dass wir so einen haben.“ Wenn man bei drei WM-Turnieren „kläglich“ ausscheide, müsse man mehr hinterfragen – und zwar „alles“.
Darum sollte Nagelsmann nicht Bundestrainer bleiben?
Augen zu und durch? Diesen Kardinalfehler darf der DFB mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze nicht ein drittes Mal wiederholen. 2018 und 2022 – beim zweiten Mal war Neuendorf schon im Amt – wurde versucht, an Löw bzw. Flick festzuhalten. Beide Male ging’s schief. Der Ballast war zu groß.
Wertvolle Zeit wurde dazu vertan. Löws Ära war vorbei, auch wenn er erst nach dem EM-Achtelfinal-Aus 2021 ging. Bei Flick dauerte es nur neun Monate. Nach einem 1:4 gegen Japan wurde er entlassen – übrigens von Völler.
Jeder hat eine zweite (Turnier-)Chance verdient. Aber auch eine dritte? Das unglückliche Viertelfinal-Aus nach Verlängerung gegen Spanien bei der Heim-EM 2024 wurde noch als achtbar gewertet. Die Stimmung im Land war pro Team und durchaus auch pro Nagelsmann. Der letzte Platz beim Final Four der Nations League ein Jahr später säte dann erste Zweifel.
Julian Nagelsmann (l) will seinen Vertrag bis zur EM 2028 erfüllen.
Foto: Federico Gambarini/dpa
Zur Erinnerung: Nagelsmann wollte Weltmeister werden. Das Ziel hat er nicht knapp, sondern um Längen verfehlt. Alleine das reicht als Trennungsgrund. Ein „Toptrainer“ (Völler) muss viel mehr richtig als falsch machen. Die wichtigsten Fehler: Kapitän Kimmich hätte nicht erst in der Endphase gegen Paraguay ins Mittelfeld gehört. Stattdessen setzte der Bundestrainer im Zentrum des Spiels auf zwei Turnier-Neulinge.
Die Rolle rückwärts mit Manuel Neuer ging nicht auf. Weder kommunikativ noch sportlich. Auch wenn Neuer im vierten WM-Spiel gut war. Die Rollenprofile, wie bei Joker Deniz Undav, waren in einer Leistungsgesellschaft fragwürdig.
Das Prinzip Hoffnung funktionierte auch nicht, Beispiel Jamal Musiala. Und als es eng wurde gegen Paraguay, sollten plötzlich zuvor Verschmähte wie Leon Goretzka und Nick Woltemade die Retter in der Not sein. Das klappte nicht.
Neuanfang und Neuaufbau
Ein Neuanfang und Neuaufbau Richtung EM 2028 und WM 2030 braucht zwingend neue, unvorbelastete Köpfe. Nagelsmann hat zu viel Kredit verspielt, gerade auch bei den Fans. „Es würde nicht jeder unterschreiben, dass ich Bundestrainer bleibe“, sagte er selbst.
Ein DFB-Entscheider glaubt weiter an eine erfolgreiche Zukunft mit seinem Wunschtrainer, obwohl er zugab: „Wenn man in so einer Form ausgeschieden ist, werden es viele nicht verstehen.“ Die harte Frage, die gestellt werden muss, lautet: Ist der 66 Jahre alte Völler selbst noch einer für den Aufbruch?
Der Weltmeister von 1990, Ex-Teamchef und jetzige Sportdirektor hat große Verdienste um den deutschen Fußball. Aber für einen radikalen Umbruch kann er nicht mehr stehen.
Als Völler 2004 als Teamchef bei der EM in Portugal mit der Nationalmannschaft in der Vorrunde scheiterte, bewies er Spürsinn wie einst als Stürmer vor dem Tor. Er erkannte, dass er mit dieser Hypothek nicht mehr der Richtige auf dem Weg zur Heim-WM 2006 gewesen wäre.
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig und Rudi Völler haben beim Training viel zu bereden.
Foto: Christian Charisius/dpa
Völler trat noch in der Nacht nach dem Ausscheiden zurück. Damals kam in Jürgen Klinsmann ein Revolutionär zum DFB, ein Motivator, ein Sonnyboy. Der Richtige zur richtigen Zeit. Es folgte das Sommermärchen.
Jetzt könnte sich der Verband um Klopp bemühen. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte der 59-Jährige bei „MagentaTV“.
Dort analysierte er messerscharf das deutsche WM-Aus. Vor dem ersten deutschen WM-Spiel hatte Klopp für Aufsehen gesorgt mit einem Satz – und besonders einem Wort. „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch.“ (dpa/red)
Ein deutscher Fan reagiert auf die Niederlage seiner Mannschaft im Elfmeterschießen während des Fußballspiels der Runde der letzten 32 der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Deutschland und Paraguay im Boston Stadium in Foxborough am 29. Juni 2026. - Foto: Franck Fife/AFP via Getty Images
Die einstmals große Fußball-Nation Deutschland sucht nach Erklärungen. Dem Aus im Elfmeter-Drama von Foxborough gegen Paraguay folgt nach dem ersten Schock die Frage nach dem Warum.
2018, 2022, 2026. Der schmerzhafte Dreiklang des WM-Scheiterns der Nationalmannschaft muss tieferliegende Gründe haben. Tatsächlich sind es für das aktuelle Turnier in Amerika gleich mehrere.
„Wenn du in der ersten K.o.-Runde ausscheidest bei so einem großen Turnier mit 48 Mannschaften, ist das deutlich zu wenig für den deutschen Fußball“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Mauricio Magalhaes Prado (#11) aus Paraguay feiert,, nachdem Jose Canale (#13) im Elfmeterschießen zwischen Deutschland und Paraguay am 29. Juni 2026 im Boston Stadium in Foxborough, Massachusetts, den entscheidenden Elfmeter verwandelt hat.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Abwehrspieler Antonio Rüdiger sieht den Zeitpunkt für eine grundlegende Aufarbeitung der Defizite gekommen. „Wenn man dreimal so kläglich ausscheidet, muss man alles hinterfragen.“
Vier Dinge werden derzeit als die wesentlichen Gründe für das erneute Turnier-Aus gesehen.
Zwei Wörter gehören jetzt auf den Index, wenn es um die DFB-Elf geht. Qualität und Potenzial. Immer wieder wurden der Nationalmannschaft in den letzten Jahren diese wesentlichen Attribute zugeschrieben. Doch jetzt gibt es kein Herumreden mehr.
Der deutsche Fußball gehört nicht mehr zur Weltspitze. Das ist ein unumstößlicher wie schmerzhafter Fakt – den auch alle Beteiligten einräumen.
„Es wäre vermessen, wenn wir nach dem dritten großen Turnier sagen, wir gehören noch zur Weltspitze, das tun wir einfach nicht“, sagte Nagelsmann. Mit seinem Titelziel hatte er schon vor zwei Jahren die Messlatte viel zu hoch gelegt.
Julian Nagelsmann, Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft, nach der Niederlage gegen Paraguay am 29. Juni 2026 in Foxborough, Massachusetts.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Einzelspieler sind sicherlich auf Topniveau, auch in ihren Clubs aber von besseren internationalen Akteuren umgeben. Die Bayern sind mit Englands Harry Kane, Frankreichs Michael Olise und Kolumbiens Luis Díaz das beste Beispiel.
Bei den vergangenen Turnier-Enttäuschungen wurde immer noch vom Potenzial gesprochen, das nur nicht abgerufen wurde. Irgendwann werde das Talent schon Erfolg bringen. Es klang wie eine Versicherung für die Zukunft. Diese Police ist abgelaufen. Sie zahlt im Schadensfall nicht aus.
Die Mentalität
Wer Leistung bringt, muss leiden können. Doch die ganze WM-Kampagne stand von Anfang an unter einem von Nagelsmann formulierten Leitmotto. Der Familiengedanke wurde großgeschrieben.
Und damit war nicht gemeint, dass Partnerinnen und Kinder nach jedem Spiel ins Teamhotel The Graylyn Estate einfliegen durften. Das ist noch ein anderes Kapitel einer übertriebenen Wohlfühl-Gesellschaft.
Kai Havertz (#7), nachdem er den ersten Elfmeter verschossen hat.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
„Wir müssen wie eine Familie sein, in der jeder für den anderen da ist“, hatte der Bundestrainer in der Turniervorbereitung gesagt. Nagelsmann setzte unter seinen Spielern auf Harmonie statt Konkurrenzkampf. Die von ihm verteilten Rollen waren die Vorgabe, sie waren ein Mantra. Das sollte Sicherheit geben, lähmte aber auch. Und passte nicht zum ultraharten Profi-Geschäft.
Auch streitbare Spieler wie Antonio Rüdiger, der nicht als Harmoniebolzen gilt, akzeptierten die Vorgabe. Jeder lobte jeden, auch den direkten Stammplatz-Konkurrenten. Es entstand der Eindruck, dass jede Reibung vermieden werden soll. Nur warum? Aus Angst vor Konflikten? Wem hätten sie wehgetan?
Durch Reibung entsteht Energie. Nur wer sich puscht, kommt weiter. Gerade, wenn er dann auf Widerstände stößt – wie gegen vor Ehrgeiz und Aggressivität strotzende Teams aus Südamerika. Eiapopeia funktioniert nicht einmal in der Kreisliga, in der Fußballer nur Kumpels sein dürfen. Joshua Kimmich sagte einen Satz, der passt:
„Am Ende geht es nur über den Erfolg – und nicht über Friede, Freude, Eierkuchen.“
Die Trainerentscheidungen
Julian Nagelsmann ist immer noch ein junger Trainer. Er war der jüngste WM-Trainer aller 48 Teams. Doch als Bundestrainer muss man Fehler vermeiden.
Der 38-Jährige lieferte durch seine Entscheidungen zu viele Angriffsflächen, wirkte trotz eines Heers an Beratern beratungsresistent. Er hielt lange, vielleicht zu lange an seinen Überzeugungen fest.
Kimmich nicht im Zentrum zu platzieren, war der Kardinalfehler. Man muss eine Elf von den wichtigen Positionen her denken. Im Zentrum brachten die Turnierneulinge Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović keine Stabilität.
Kapitän Joshua Kimmich würde bei der WM 2030 einen neuen Anlauf wagen.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
Die Rückholaktion von Manuel Neuer führte zwar nicht zum Turnieraus. Doch gemessen am Ertrag war die Unruhe, die durch das Torwartthema entstand, nicht produktiv. Und Deniz Undav? Den wollte Nagelsmann erst gar nicht, reizte ihn dann zu Topleistungen als Joker. Doch als er in der Startelf stand, war die Magie verpufft.
Das Pech
Es ehrt alle Beteiligten von Nagelsmann über Kimmich bis zu Rüdiger: Keiner suchte eine Ausrede. Es hätte sie gegeben.
Die VAR-Entscheidung gegen Jonathan Tahs vermeintlichen Siegtreffer zum 2:1 in der Verlängerung, die nicht nur Nagelsmann als „Vollskandal“ empfand. Oder die Verletzungen, die auch sinnbildlich richtig weh taten.
Serge Gnabry vor der Nominierung, Lennart Karl kurz nach der Ankunft in Amerika. Und besonders Nico Schlotterbeck als einziger Innenverteidiger mit einem linken Fuß. Drei Spieler, die aus verschiedenen Gründen durch ihre individuellen Qualitäten den besonderen WM-Input hätten liefern können, fehlten.
Eine Elfmeterparade war Manuel Neuers bester WM-Moment.
Foto: Tom Weller/dpa
Dass drei Ausfälle zum Komplett-Einsturz ihren Teil beitragen, führt aber wieder zur Qualitätsfrage. Andere Fußball-Nationen – gerade die Franzosen – haben ein schier unerschöpfliches Reservoir an gleichwertigen Ersatzleuten.
Dass Nagelsmann diese nicht zur Verfügung hat, ist ein riesiges Pech, aber vor allem ein strukturelles Problem des deutschen Fußballs. (dpa/red)
Einsatzkräfte und Spurensicherung stehen auf einer Straße in Stade. - Foto: Fabian Höfig/NEWS5/dpa
Nach dem Schusswaffenangriff mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade liegt das Motiv nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einem Sorgerechtsstreit.
Bei dem kurz nach der Tat festgenommenen mutmaßlichen Schützen handle es sich um einen 45-jährigen Deutschen mit türkischen Wurzeln, dessen drei Monate alte Tochter mitsamt der 34-jährigen Kindsmutter in der Einrichtung untergebracht gewesen sei.
Das teilte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol am Montag vor Journalisten in Stade mit. Die Getöteten waren demnach Mitarbeiter eines Jugendhilfeträgers und des Jugendamts.
Schuol sprach von einem „Sorgerechtsstreit“ als mutmaßlichem Hintergrund des Verbrechens.
Niedersachsens Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD) bezeichnete dieses als „kaltblütige Gewalttat ohne politische oder wirtschaftliche Hintergründe“, die aus mutmaßlich „familiären Motiven“ begangen worden sei. Die Tat werde weit über die unmittelbar Betroffenen und die Stadt Stade hinaus „Spuren hinterlassen“, fügte Behrens hinzu.
Nach Angaben Schuols gab es in der Sorgerechtsangelegenheit am Montag einen Termin in der Einrichtung, zu der neben mehreren Getöteten auch der im Raum Hannover wohnhafte Verdächtige geladen war.
Die Einrichtung eines privaten Trägers, in der sich Mutter-Kind-Wohnungen befinden, wird demnach vom Jugendamt Hannover genutzt. Bei den getöteten Mitarbeitenden handelte es sich um vier Frauen und zwei Männer. Die Kindsmutter und das Kind des Tatverdächtigen blieben bei dem Geschehen demnach unverletzt.
Polizeibeamte stehen zusammen mit Mitarbeitern einer Jugendhilfeeinrichtung und Zeugen in der Nähe des Tatorts, an dem am 29. Juni 2026 bei einer Schießerei in Stade sechs Menschen ums Leben kamen.
Foto: Ibrahim Ot/AFP via Getty Images
Vier Menschen waren sofort tot
Erste Notrufe über Schüsse in der Einrichtung erreichten die Polizei in der Stadt unweit von Hamburg gegen Mittag. Den eintreffenden Einsatzkräften habe sich ein „grausames Bild“ geboten, sagte Schuol.
Vier Opfer seien sofort tot gewesen, ein fünftes trotz Reanimation noch vor Ort verstorben. Ein weiterer Mensch starb später im Krankenhaus an seinen Schussverletzungen.
Der Verdächtige flüchtete laut Polizei zunächst in einem von einer 65-jährigen Frau gesteuerten Auto, das Beamte nach kurzer Zeit bei großangelegten Fahndungs- und Einsatzmaßnahmen stoppten.
Dabei fielen auch Schüsse, der mutmaßliche Schütze und die Fahrerin des Fluchtwagens blieben demnach unverletzt. Beide wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stade will am Dienstag über die Beantragung von Haftbefehlen entscheiden.
Verdächtige war amtsbekannt
Auch die mutmaßliche Tatwaffe ist beschlagnahmt. Woher der Verdächtige sie hatte, war zunächst unklar. Eine waffenrechtliche Erlaubnis habe er nicht besessen, sagte Schuol.
Ihren Angaben zufolge war der Mann bereits wegen Bedrohung amtsbekannt, galt laut polizeilichen Auskunftssystemen aber nicht als „absolut gewalttätig“. Bei der ebenfalls festgenommenen mutmaßlichen Fluchtautofahrerin handelte es sich laut Ermittlern um eine Frau aus dem erweiterten Familien- oder Bekanntenkreis des 45-Jährigen.
Zunächst befand sich außerdem ein weitere Mensch in Polizeigewahrsam, wie die Polizeipräsidentin am Montagabend weiter sagte. Deren „Status“ ist aktuell noch in Klärung.
Die Kindsmutter werde von der Polizei betreut und befragt. Warum diese mit ihrer Tochter in der Einrichtung war, war zunächst ebenfalls noch offen. Zur Unterbringungssituation könnten die Ermittler aktuell konkret noch nicht sagen, betonte Schuol.
Bundeskanzler Merz dankt den Polizisten
Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. „Die Nachricht aus Stade erschüttert bis ins Mark“, schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Onlinedienst X.
„Viele Menschen, die helfen und schützen wollten, haben ihr Leben verloren oder wurden verletzt. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen.“ Merz dankte zudem den Polizisten für ihren schnellen Einsatz.
Die Polizei setzt einen Hund ein, während sie am 29. Juni 2026 in der Nähe des Tatorts in Stade ermittelt.
Foto: Ibrahim Ot/AFP via Getty Images
„Ich bin tief erschüttert über das Ausmaß der Gewalt in einem Raum, der Schutz geben soll“, erklärte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin. „Meine Anteilnahme gilt den Angehörigen der Toten und Verletzten, die so viel Schmerz ertragen müssen.“ Sein Dank gehe an alle Einsatzkräfte und Ärzte.
Als „erschütternd“ bezeichnete Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) das Geschehen. Die Tat mache „die gesamte Landesregierung tief betroffen“, erklärte er in Hannover.
Zugleich bat er darum, „jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben“. Es sei „die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung“. (afp/red)
Die Deutsche Nationalmannschaft verlässt mit hängenden Köpfen und als Verlierer das Spielfeld, Boston und die Fußball-WM 2026. - Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Sechzehntelfinale gegeneinander an:
03:00 Uhr: Niederlande gegen Marokko in Monterrey, Mexiko
19:00 Uhr: Elfenbeinküste gegen Norwegen in Dallas, USA (Übertragung: ARD)
23:00 Uhr: Frankreich gegen Schweden in New York, USA
Bei der Fußball-WM hat Marokko das Sechzehntelfinale gegen die Niederlande mit 3:2 im Elfmeterschießen gewonnen. Das Spiel begann zunächst mit einem leichten Vorteil für die Niederländer. Marokko fand jedoch schnell ins Spiel und erarbeitete sich durch Hakimi und El Khannouss einige gefährliche Chancen. Letztendlich endete die erste Halbzeit torlos, wobei Marokko insgesamt die besseren Möglichkeiten hatte.
In der zweiten Halbzeit drängte Marokko weiter auf die Führung, scheiterte jedoch immer wieder an der niederländischen Defensive und Torhüter Verbruggen. Die Niederlande nutzten unterdessen eine ihrer wenigen Chancen zur Führung durch Cody Gakpo (72.). Das hätte auch fast gereicht, aber in der Nachspielzeit sorgte dann Issa Diop doch noch für den Ausgleich (90.+1).
In der Verlängerung neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Dort behielt das Team aus Nordafrika die etwas besseren Nerven – auch wenn beide Mannschaften mehrere Elfmeter vergaben. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Ismael Saibari. Im Achtelfinale treffen die Marokkaner am Samstag um 19 Uhr in Houston auf Co-Gastgeber Kanada.
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Brian Brobbey (#19, Niederlande) im Deikampf mit dem marokkanischen Torschützen Issa Diop (#14) und seinem Teamkollegen Chadi Riad (#18, Marokko).
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Ismael Saibari (#11, Marokko) und Jan-Paul van Hecke (#6, Niederlande) streiten um den Ball im Sechzehntelfinale.
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Bart Verbruggen (#1), Torwart der Niederlande verhindert erfolgreich einen zweiten Treffer der marokkanischen Elf. Auch nach Verlängerung bleibt es beim 1:1.
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Aus der Begegnung mit Ismael Saibari (#11, Marokko, nicht im Bild) geht der Niederländer Jan-Paul van Hecke (#6) mit einer blutenden Kopfwunde hervor, die noch auf dem Spielfeld behandelt wird.
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Issa Diop (#14, Marokko) erköpft den Ausgleich (90+1.).
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Der niederländische Torhüter kassierte im Elfmeterschießen ein Tor zu viel. Seine Teamkollegen konnten Marokkos drei Treffern nur zwei entgegensetzten.
Foto: Alfredo Estrella/AFP via Getty Images
Spielbaum der WM 2026 (Stand 30.6.). Beide europäischen Mannschaften, die bisher gespielt haben – Deutschland und Niederlande – sind im nach 1:1-Unentschieden und Elfmeterschießen ausgeschieden.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
HEUTE5:23 Uhr
Nagelsmann und Kimmich wollen bleiben
Julian Nagelsmann will auch nach dem frühen WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige erklärte noch im Stadion von Foxborough nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay und dem damit verpassten Einzug ins Achtelfinale seine Bereitschaft, den bis nach der EM 2028 laufenden Vertrag erfüllen zu wollen.
„Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen“, erklärte Nagelsmann bei MagentaTV. „Ich stehe zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.“
Trotz Niederlage möchte Julian Nagelsmann Bundestrainer bleiben – wenn er darf.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Der Verband mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze muss sich nun intern beraten, ob Nagelsmann bleibt. Als Top-Kandidat für eine mögliche Nachfolge dürfte zumindest öffentlich Jürgen Klopp gehandelt werden. Der 59-Jährige ist als sehr erfolgreicher Trainer bei Borussia Dortmund dem FC Liverpool bekannt. Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er die Champions League.
Auch Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach seinem dritten frühen WM-Aus in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben“, sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV.
„Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade. Gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem guttun würde in Deutschland, wenn wir was haben, worauf man stolz sein kann. Die Nationalmannschaft ist es leider gerade nicht“, so Kimmich.
Kapitän Joshua Kimmich würde bei der WM 2030 einen neuen Anlauf wagen.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
HEUTE1:45 Uhr
Bitteres Aus für die Elf
Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Paraguay nach einem 3:4 im Elfmeterschießen ausgeschieden. Die Partie begann mit klarer technischer Überlegenheit der Deutschen, doch stattdessen gab es mit dem Tor von Julio Enciso (42.) einen herben Rückschlag für die Deutsche Elf.
Nach der Halbzeitpause erhöhte Deutschland den Druck und wurde belohnt. Kai Havertz glich per Kopf aus, nachdem Florian Wirtz eine präzise Flanke aus dem Halbfeld geschlagen hatte (54.). Die deutsche Mannschaft versuchte, das Spiel zu kontrollieren, doch Paraguay verteidigte kompakt und ließ nur wenige klare Chancen zu.
Das Spiel ging als erste Partie bei dieser WM in die Verlängerung und Paraguay zeigte sich auch dort als zäher Gegner. Nach einer Ecke in der 102. Minute wuchtete Tah den Ball per Kopf in Paraguays Tor, aber der Treffer wurde nach Begutachtung der Videoaufnahmen zurückgenommen, weil Waldemar Anton den gegnerischen Torhüter zu Boden brachte – eine umstrittene Entscheidung.
Im Elfmeterschießen hatte Paraguay schließlich die besseren Nerven. Kai Havertz und Nick Woltemade verschossen ihre Versuche, während Jonathan Tah das Tor verfehlte. Damit trifft Paraguay im Achtelfinale am 4. Juli um 23:00 Uhr auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.
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Die erste Halbzeit spielte sicht gößtenteils in der Hälfte von Paraguay ab. Chancen erspielte sich die Elf von Julian Nagelsmann dennoch nur wenige.
Foto: Frank Fife/AFP via Getty Images)
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Felix Nmecha (#23, Deutschland) und Andres Cubas (#14, Paraguay) im Zweikampf.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
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Julio Enciso (#19) köpft Paraguay vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung kurz vor der Halbzeit.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
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Paraguays Torwart Orlando Gill (#12) konnte den Kopfball von Havertz (nicht im Bild) nicht kontrollieren.
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Kai Havertz (#7) verwandelt eine Flanke von der linken Außenlinie zum 1:1 in der 54. Minute.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Der Ball liegt die größte Zeit auf den Fuß der Deutschen.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Florian Wirtz (#17) bereitete gegen Ende der regulären Spielzeit mehrere Abschlüsse. Zu Erfolg führten sie nicht.
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Jonathan Tah (#4, Deutschland) köpfte den Ball ins Netz. Nach Beschwerde von Paraguay und Videobeweis wurde das Tor zurückgenommen.
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Stehen im gleichen Tor: Orlando Gill (#12, Paraguay) und Manuel Neuer (#1, Deutschland) beim Elfmeterschießen vor der deutschen Fankurve.
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Orlando Gill (#12, Paraguay) hat großen Anteil am Weiterkommen seiner Mannschaft, in dem er zwei von sechs Elfmetern hielt.
Foto: Robert Cianflone/Getty Images
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Manuel Neuer (#1) hält den „Matchball“ von Fabian Balbuena (#5, Paraguay, nicht im Bild) im Elfmeterschießen und sorgte dafür, dass auch dieses in die Verlängerung geht – mit dem besseren Ende für Paraguay.
Foto: Robert Cianflone/Getty Images
HEUTE1:30 Uhr
Paraguay gewinnt das Elfmeterschießen mit 4:3
Deutschland ist nach einem spannenden Elfmeterschießen ausgeschieden. Damit steht Paraguay im Achtelfinale. Erstmals verliert Deutschland ein Duell im Elfmeterschießen und scheidet zum dritten Mal hintereinander in der Fußball-Weltmeisterschaft aus.
HEUTE1:12 Uhr
Jetzt fällen die Torhüter die Entscheidung
Auch die Verlängerung ist beendet. Weil Deutschlands Tor durch Jonathan Tah nicht zählt, steht es nach rund 130 Minuten immer noch 1:1. Jetzt geht es ins Elfmeterschießen vor dem Tor der deutschen Fans.
HEUTE0:46 Uhr
Schiedsrichter verhindert 2:1 für Deutschland
Die 13. Ecke führt Deutschland zum Erfolg: Jonathan Tah köpft den Ball in der 102. Minute ins Tor. Doch Paraguay lässt das Tor überprüfen und bekommt Recht: Ein angebliches Foul macht das deutsche Tor ungültig und es steht wieder 1:1.
Jonathan Tah (#4, Deutschland) köpfte den Ball ins Netz. Nach Beschwerde von Paraguay und Videobeweis wurde das Tor zurückgenommen.
Foto: Robert Cianflone/Getty Images
HEUTE0:29 Uhr
Deutschland gegen Paraguay 1:1
Nach 90 Minuten steht es in der Partie zwischen Deutschland und Paraguay unentschieden. Nach einer kurzen Pause wird es in die Verlängerung gehen.
GESTERN23:48 Uhr
Tor für Deutschland
Nach einer Flanke von Florian Wirtz erzielt Kai Havertz per Kopf den Ausgleich. Es ist schon sein dritter Turniertreffer.
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Kai Havertz (#7) verwandelt eine Flanke von der linken Außenlinie zum 1:1 in der 54. Minute.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Paraguays Torwart Orlando Gill (#12) konnte den Kopfball von Havertz (nicht im Bild) nicht kontrollieren.
Foto: Jewel Samad/AFP via Getty Images
GESTERN23:41 Uhr
Anpfiff zur zweiten Halbzeit
Für Deutschland geht es in die zweite Halbzeit – doch ohne Felix Nmecha. Dieser wird durch Leon Goretzka ersetzt.
GESTERN23:12 Uhr
1:0 für Paraguay zur Halbzeitpause
Mit einem Kopfball vom Elfmeterpunkt erzielte Julio Enciso in der 42. Minute das Tor zum 1:0 gegen Deutschland. Obwohl die Deutsche Elf die erste 45 Minuten dominierte, sprang bislang kein Tor dabei heraus. Nach der Halbzeitpause muss das Team um Bundestrainer Julian Nagelsmann zulegen, sondern Platzt der Traum vom Weltmeistertitel.
Felix Nmecha (#23, Deutschland) und Andres Cubas (#14, Paraguay) im Zweikampf.
Foto: Michael Reaves/Getty Images
Julio Enciso (#19) köpft Paraguay vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung kurz vor der Halbzeit.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
GESTERN22:30 Uhr
Spiel Deutschland vs. Paraguay beginnt
Das Spiel zwischen Deutschland und Paraguay hat begonnen. Als Favorit der Partie gilt die Deutsche Elf, die mit folgenden Spielern in der Startaufstellung beginnen: Manuel Neuer im Tor, Kapitän Joshua Kimmich, Nathaniel Brown, Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha, Florian Wirtz, Deniz Undav, Leroy Sané und Kai Havertz.
GESTERN21:07 Uhr
Brasilien schlägt Japan in letzter Minute
Brasilien hat sich im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft mit 2:1 gegen Japan durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer starken Defensivleistung der Japaner, die es den Brasilianern schwer machten, zu klaren Chancen zu kommen. Wenig später nutzte Kaishu Sano einen Ballgewinn an der Mittellinie und traf nach einem Solo aus 18 Metern zur Führung für Japan (29.). Brasilien tat sich schwer, die kompakte Abwehr der Japaner zu durchbrechen, und ging mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Brasilien den Druck und kam durch Casemiro zum Ausgleich (56.). Japan hielt weiter kämpferisch dagegen, doch die Brasilianer blieben das dominierende Team und drängten auf den Siegtreffer. In der Nachspielzeit war es schließlich Gabriel Martinelli, der den Sieg für Brasilien sicherte (90.+5). Trotz einer starken Leistung konnte Japan den Angriffen der Brasilianer letztlich nicht standhalten und schied aus dem Turnier aus.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 29.6.). Bei einem Sieg gegen Paraguay, käme der nächste Gegner aus einem unserer Nachbarländer.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
GESTERN15:08 Uhr
Mehrere Tierorakel tippen auf deutschen Sieg gegen Paraguay
Vor dem ersten K.o.-Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko am Montagabend haben mehrere Tierorakel auf einen deutschen Sieg gegen Paraguay getippt. Nachdem der Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo bislang alle Deutschland-Spiele richtig getippt hatte, entschied sich das viereinhalb Tonnen schwere Rüsseltier am Montag für einen Sieg der deutschen Elf, wie der Zoo mitteilte.
Tarak musste sich demnach zwischen zwei Fußbällen entscheiden – einem schwarz-rot-goldenen für Deutschland und einem für Paraguay. Dabei habe Tarak den Deutschland-Ball nach einer Ehrenrunde zielstrebig angesteuert, hieß es weiter. Dies sei als zäher Beginn der deutschen Elf zu deuten, die sich letztlich aber durchsetzen werde.
Elefantenbulle Tarak im Kölner Zoo hat bislang alle Deutschland-Spiele richtig getippt. (Symbolbild)
Foto: MORRIS MAC MATZEN/AFP via Getty Images
Im Leipziger Zoo fiel die Entscheidung der dortigen Aras am Montag ebenfalls zugunsten Deutschlands aus. Die Papageien hatten die Wahl zwischen zwei Weidenbällen mit den Flaggen der beiden Mannschaften. Wie der Zoo mitteilte, hoben ein Bechsteinara und ein Grünflügelara schließlich den deutschen Ball an – allerdings erst spät, was für ein enges Spiel mit vielen Toren und am Ende einen deutschen Sieg spreche.
Auch im Tierpark Chemnitz orakelten Tiere vor dem K.o.Spiel: Die Stachelschweine tippten bei einer Art Ballspiel nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls auf Deutschland.
Der Ameisenbär Taio im Allwetterzoo Münster entschied sich am Montag hingegen nach Angaben des Zoos für Paraguay. Bei seinen bisherigen Tipps lag der Ameisenbär aber bislang konstant daneben.
GESTERN12:25 Uhr
Nagelsmann: Bei Niederlage gegen Paraguay ist „alles shit“
Julian Nagelsmann ist sich der großen Bedeutung des K.-o.-Spiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen Paraguay bewusst. „Im Fußball geht es nur ums Gewinnen. Wenn du gewinnst, ist alles perfekt. Wenn du verlierst, ist alles shit. Also müssen wir gewinnen“, sagte der Bundestrainer bei der Pressekonferenz vor der Partie der WM-Zwischenrunde heute (22:30 Uhr/Übertragung ZDF) in Foxborough auf die Frage eines brasilianischen Journalisten auf Englisch.
Die DFB-Elf hat bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden. Dennoch gab es nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador viel Kritik an der Spielweise und der Einstellung. Nagelsmann will die Kommentare von außen nun möglichst ausblenden.
Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, beobachtet eine Trainingseinheit der deutschen Mannschaft einen Tag vor dem Sechzehntelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Deutschland und Paraguay an der Winston-Salem State University am 28. Juni 2026 in Winston-Salem, North Carolina.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendeine Beweispflicht habe gegenüber anderen als Bundestrainer. Wir freuen uns, wenn alle Fans uns unterstützen. Wir freuen uns auch, wenn die Experten, die Kritiker, nach dem Spiel sagen, es war gut. Aber in erster Linie geht es darum, dass wir uns so präparieren, dass wir in der Lage sind, ein gutes Spiel zu machen“, sagte der 38-Jährige.
GESTERN0:05 Uhr
Spiele am Montag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Sechzehntelfinale gegeneinander an:
19:00 Uhr: Brasilien gegen Japan in Houston, USA (Übertragung: ZDF)
22:30 Uhr: Deutschland gegen Paraguay in Boston, USA (Übertragung: ZDF)
28. Juni23:16 Uhr
Kanada erreicht WM-Achtelfinale
Kanada hat sich im ersten Sechzehntelfinale der Fußball-WM 2026 mit 1:0 gegen Südafrika durchgesetzt. Damit sicherte sich Kanada erstmals den Einzug ins Achtelfinale, wo sie auf den Sieger der Partie zwischen den Niederlanden und Marokko treffen werden.
Das Spiel begann gemächlich, wobei Kanada die aktivere Mannschaft war. In der ersten Halbzeit gab es einige Chancen für die Kanadier, doch weder Jonathan David noch Cornelius konnten ihre Möglichkeiten nutzen. Südafrika hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und kam nur selten gefährlich vor das kanadische Tor.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel zunächst zerfahren, doch Kanada erhöhte den Druck, ohne wirklich gefährlich zu werden. Alphonso Davies, der in der 75. Minute eingewechselt wurde, brachte frischen Wind in die Partie. Trotz einiger Chancen blieb es bis zur Nachspielzeit torlos, bevor Stephen Eustaquio schließlich den Siegtreffer erzielte (90.+2). Damit hat Kanada erstmals die Gruppenphase einer Fußball-WM überstanden – und steht nun sogar im Achtelfinale.
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Die Südafrikaner Ime Okon (l., #21) und Khuliso Mudau (r., #20) verteidigen mit vollem Körpereinsatz den Kanadier Tani Oluwaseyi (m., #12).
Foto: Emilee Chinn/Getty Images
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Die Spieluhr zeigte 90+2 als Stephen Eustaquio (#7) von Kanada das entscheidende Tor schoss.
Foto: Harry How/Getty Images
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Die Kanadische Nationalmannschaft jubelt über das Last-Minute-Tor.
Foto: Fran Santiago/Getty Images
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Die Fans haben allen Grund zur Freude: Ihre „Ahornblätter“ (der Spitzname der Mannschaft) überstanden erstmals die erste Phase der K.o.-Runden.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
28. Juni20:26 Uhr
Brown bereit für Paraguay
Die Deutsche Elf ist zumindest personell bestens gewappnet für den Start in die entscheidende WM-Phase. Außenverteidiger Nathaniel Brown stand auch beim letzten Training vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay (Montag, 22:30 Uhr) in Winston-Salem auf dem Platz. Auch er dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann damit für die Partie in Foxborough zur Verfügung stehen.
„Wir hoffen alle, dass es funktioniert“, hatte Sportdirektor Rudi Völler bereits am Vortag gesagt, als der 23 Jahre alte Brown nach Adduktorenproblemen zum Start der kurzen Vorbereitung auf Paraguay ins Teamtraining zurückgekehrt war.
„Jetzt geht die WM richtig los“, sagte Völler zur K.-o.-Phase. Der 66-Jährige verbreitete Zuversicht auf das Weiterkommen. „Der Glaube ist da.“ Gegner im Achtelfinale wäre dann am kommenden Samstag in Philadelphia Frankreich oder Schweden.
Nathaniel Brown beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
28. Juni20:00 Uhr
Gruppenplatzierungen und weiterer Turnierverlauf
Die Vorrunde der Fußball-WM 2026 ist offiziell zu Ende gegangen. Von den 48 Teilnehmern mussten 16 das Turnier verlassen – unter anderem Fan-Liebling Schottland, der zweimalige Weltmeister Uruguay (1930, 1950) und Debütant Curaçao.
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A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter. Letztere bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea musste für das Weiterkommen vergeblich auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.
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B: Schweiz, Kanada sowie Bosnien und Herzegowina sind weiter. Für Katar ist die WM 2026 spielerisch beendet.
Foto: ts/Epoch Times
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C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland musste hoffen und nun doch abreisen. Für Haiti war das Aus sicher.
Foto: ts/Epoch Times
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D: Die USA sicherten sich als eine der ersten Nationen den Einzug ins Sechzehntelfinale. Australien belegt dank des besseren Torverhälnit Rang 2 der Gruppe D. Auch Paraguay ist weiter und trifft im 3. Spiel der K.o.Phase auf Deutschland.
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E: Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter. Ecuador zog als einer der acht besten Gruppendritten ebenfalls in die K.o.-Phase ein.
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F: Zwei Siege und ein Unentschieden sicherten den Niederlanden den Gruppensieg, Japan und Schweden folgen der Oranje ins Sechzehtelfinale. Für Tunesien ist die WM auf dem Rasen beendet.
Foto: ts/Epoch Times
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G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Für Iran war die Hoffnung vergebens.
Foto: ts/Epoch Times
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H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.
Foto: ts/Epoch Times
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I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hatte es nicht selbst in der Hand, ist aber weiter. Für den Irak ist die WM beendet.
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J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.
Foto: ts/Epoch Times
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K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.
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L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.
Foto: ts/Epochtimes
Den Beginn in der K.-o.-Phase machen heute Südafrika und Kanada um 21:00 Uhr (MESZ). Ab sofort geht es für die Teams nur noch mit einem Sieg in die nächste Runde – dafür sind ab sofort Verlängerung und im Elfmeterschießen möglich, um den Sieger zu ermitteln.
Der Energieexperte und YouTuber Stefan Spiegelsperger spricht über die Hitzebelastungen in unserem Stromsystem. - Foto: Darren Staples/AFP via Getty Images; Montage: mf/Epoch Times
In Kürze:
Die vergangenen Tage haben gezeigt: Hitze ist ein Problem für unsere Stromnetze.
Der Energieexperte Stefan Spiegelsperger verrät im Interview, warum das so ist.
Gründe sind etwa der höhere Strombedarf und der hinterherhinkende Netzausbau.
Laut Spiegelsperger müssen die Menschen mit mehr und längeren Stromausfällen rechnen.
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Das vergangene Wochenende, 27. und 28. Juni, brachte Temperaturen von teilweise rund 40 Grad Celsius mit sich. Eine seltene Belastung – nicht nur für die Menschen.
Auch unsere Strominfrastruktur geriet mancherorts an ihre Grenzen. Im Westen Deutschlands mussten nach Bränden an mehreren Trafostationen viele ohne Strom auskommen.
Für einen tieferen Einblick in die Geschehnisse und zur Frage der Hitzebeständigkeit unserer Netze stand der Energieexperte und YouTuber Stefan Spiegelsperger der Epoch Times Rede und Antwort.
Herr Spiegelsperger, welche nennenswerten Vorfälle gab es jetzt unter diesen heißen Bedingungen?
Es gab sehr viele Stromausfälle, über das ganze Land verteilt. Ich habe gerade die Deutschlandkarte vor mir, mit den Störungen der letzten 24 Stunden. Es kam auch zu Stromausfällen größerer Art, bei denen dann 20.000 oder 30.000 Haushalte betroffen sind, eben wegen Trafos.
In den meisten Fällen lag es daran, dass Stromleitungen kaputtgegangen sind, die in der Erde liegen. Der Grund war meistens eine Überlastung.
Ich nehme gerne das Beispiel Rüsselsheim. Dort gab es letztes Jahr genau um diese Zeit drei Stromausfälle in einer Woche. Jetzt war dort wieder ein Stromausfall, und zwar genau am Donnerstag zum Deutschlandspiel, was natürlich viele nicht sehr gefreut haben dürfte. Das Spiel war zwar nicht so gut, aber trotzdem.
Es ist dort wieder das Gleiche passiert. Mehrere Muffen sind gleichzeitig kaputtgegangen. Das ist die Verbindung von zwei Stromleitungen und das schwächste Glied in der Kette. Die Folge davon waren diese Stromausfälle.
Bildschirmfoto des Störmeldeportals störungsauskunft.de am 29. Juni 2026 um 09:52 Uhr mit den gemeldeten Stromausfällen der vergangenen 24 Stunden in Deutschland.
Auf der Deutschlandkarte für die letzten 24 Stunden sehe ich jetzt hier bei Mönchengladbach einen Haufen Ausfälle. Ich sehe in Berlin einen Haufen Ausfälle. Ich sehe in Baden-Württemberg einen Haufen Ausfälle. Wir haben in Köln am Donnerstag einen Ausfall gehabt. Wir haben in Baden-Baden Ausfälle gehabt. Das ging durchs ganze Land.
Es betraf aber nicht nur Deutschland, sondern auch Wien und Zürich. Überall kam es zu diesen Ausfällen, weil die Sicherung eben flog, weil das Stromnetz überlastet war.
Das kann man sich so vorstellen: Vielleicht laufen Klimaanlagen, am Donnerstagabend die Fernseher, so berichtet es der Stromversorger von Rüsselsheim. Wenn alle gleichzeitig fernsehen, kommt es doch zu höheren Lasten. Auch die Kühlschränke haben mehr Strom verbraucht als normalerweise. Und das überlastet das Netz.
Wenn das Netz ohnehin bereits am Limit läuft, genügt schon eine Kleinigkeit. Wenn die erste Leitung wegbricht, muss der Strom über die anderen Leitungen umgeleitet werden. Die sind aber vielleicht selbst schon kurz vor dem Limit. Fahren die über ihr Limit, fällt schon mal die Sicherung oder es brennt eine Leitung durch oder es kommt zu Trafobränden.
Unser Stromnetz ist nicht für das gebaut, was wir seit Jahren damit machen. In meiner Lehrzeit habe ich noch gelernt, dass der Staubsauger nicht 1.400 Watt haben darf, sondern nur 950 Watt, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Das gleiche Stromnetz haben wir heute immer noch – mit leichten Verbesserungen.
Jetzt will man plötzlich E-Lader fürs E-Auto haben mit 11.000 Watt. Wir wollen eine Wärmepumpe haben, die 4.000 oder 5.000 Watt braucht – dauerhaft. Wir wollen Solaranlagen, wir wollen Windräder bauen. All das sind Dinge, die das Stromnetz vorher nicht kannte und für die das Stromnetz erst mal umgebaut werden müsste.
Nur unser Stromnetz wurde in 60 Jahren gebaut. Wenn ich das jetzt umbauen würde, müsste ich alle Straßen aufreißen. Um beim Beispiel Rüsselsheim zu bleiben, würde das bedeuten: Wir reißen jetzt 50 Straßen gleichzeitig auf und verlegen dort Leitungen. Dann ist das Geschrei groß, wenn die ganze Stadt dadurch im Verkehrschaos versinkt. Das ist nicht so einfach, wie sich viele das vorstellen. Das dauert mindestens 10 bis 15 Jahre, bis dieser Netzumbau dafür geeignet ist, für das, was wir jetzt damit machen.
Das heißt, mit der Energiewende sind die Ströme viel höher geworden als früher. Kann man das so verstehen?
Das ist eine sehr vereinfachte Zusammenfassung. Die stimmt aber genau. Dadurch werden natürlich die Netze mehr belastet. Ein Netz, das früher 40 Jahre hielt, hält jetzt nur noch 30 Jahre, aber turnusmäßig wird es erst nach 40 Jahren erneuert. Ein Problem entsteht, weil wir alle bestehenden Netzausbaukapazitäten nutzen. Einer will Photovoltaik angeschlossen haben, der nächste seinen E-Lader und der nächste die Wärmepumpe.
Für all das sind Kapazitäten nötig, und die fehlen, um das normale Stromnetz umzubauen. Das ist das große Problem, das wir derzeit in Deutschland haben: Unser Stromnetz hinkt mit dem ganzen Ausbau so zehn Jahre hinterher.
Wie kann man diese Netze nun hitzebeständiger machen? Gibt es dazu schon Pläne von den Behörden oder Energieunternehmen?
Man müsste mehr Leitungen verlegen, sodass diese nicht zu überlastet sind. Man müsste die Leitungen teilweise erneuern. Das kostet zum einen sehr viel Geld und zweitens fehlen uns dafür schlichtweg die Kapazitäten.
Das heißt, man müsste sofort jeden Zubau von Solar, von E-Auto-Ladern, von Wärmepumpen und so weiter stoppen, bis das Netz vor Ort richtig ausgebaut ist. Erst dann dürfte man wieder zubauen.
Ich nehme immer gerne ein Beispiel bei mir vor Ort: Wir haben hier vier Häuser, die gemeinsam eine Tiefgarage haben. Das heißt, das sind 24 Wohneinheiten. Und der Erste wollte jetzt für sein E-Auto einen E-Lader in diese Tiefgarage legen. Der Netzbetreiber hat aber gesagt, dass für die Tiefgarage maximal einer möglich ist. Mehr lässt die Leitung einfach nicht zu. Solche Fälle haben wir im ganzen Bundesgebiet, dass die Leitungen dafür nicht gebaut wurden.
Das heißt, wir müssten zuerst den Netzausbau machen und dann erst den Zubau. Das wäre eigentlich Schritt 1 und 2, aber wir machen erst den zweiten Schritt.
Wie wirkt sich die Hitze auf das Stromsystem aus?
Es geht darum, dass mehr Leistung bei dieser Hitze verbraucht wird. Der Kühlschrank hat an so einem Tag das Doppelte verbraucht wie normalerweise. Die Lüfter laufen, Wärmepumpen werden zu Klimaanlagen oder Klimaanlagen laufen zusätzlich.
Ich kenne das mit Klimaanlagen mehr aus dem südländischen Raum. Dort ist es ganz normal, dass das Netz zusammenbricht, weil zu viele Klimaanlagen angeschaltet sind. Aber scheinbar macht das jetzt in Deutschland bei dieser Rekordhitze langsam Schule.
Was bedeutet es für die Menschen, wenn bei Hitze der Strom ausfällt? Wie können sie sich darauf vorbereiten?
Als Erstes müssen wir uns daran gewöhnen, dass in Zukunft öfter mal der Strom für mehrere Stunden weg ist. Das ist mittlerweile fast das neue Normal.
Wir haben ohnehin 170.000 Stromausfälle pro Jahr in Deutschland. Ungefähr 100.000 davon sind geplant, 70.000 ungeplant. Das heißt, damit muss man ohnehin immer rechnen. Wenn bei dieser Hitze der Strom ausfällt, funktionieren der Kühlschrank und die Gefriertruhe nicht mehr. Die Sachen da drin musst du ja dann alle wegwerfen.
Hier wäre es sinnvoll, wenn man sich eine kleine Powerbank zulegt, ein kleines Notstromaggregat, damit ich den Kühlschrank über diese Zeit weiter betreiben kann oder bei der Hitze den Lüfter, dass ich nicht ganz zerfließe. Das wären ein paar Maßnahmen.
Ebenso kann man dafür sorgen, dass man immer Vorräte daheim hat, weil es ja auch mal länger dauern kann. Dann funktioniert kein Supermarkt, keine Tankstelle, nichts. Und was ich dann nicht daheim habe, das bekomme ich auch erst mal nicht.
Ein Pro-Ukraine-Demo. (Archivbild) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Von der geplanten Aufhebung des automatischen Schutzstatus für ukrainische Männer in einer bestimmten Altersklasse wären in Deutschland mehr als eine Viertelmillion Personen betroffen.
Die Anzahl der in Deutschland „aktuell aufhältigen“ ukrainischen Männer im Alter zwischen 23 und 60 betrage zum Stichtag 31. Mai genau 265.804 Personen, teilte das Bundesinnenministerium am Montag, 29. Juni, mit.
Öffentlich bekannt war bislang nur die Zahl der Männer im Alter zwischen 18 und 63 Jahren, die zum Stichtag 9. März bei 349.520 lag und binnen zwölf Monaten um rund 52.000 gestiegen war. Außerdem lebten zu diesem Zeitpunkt 500.393 ukrainische Frauen im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland.
Die EU-Kommission will auf Bitte der ukrainischen Regierung den automatischen Schutzstatus für ukrainische Männer zwischen 23 und 60 Jahren beenden. Die Mitgliedstaaten müssen noch zustimmen, für Deutschland hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bereits klar gemacht, dass er dafür ist.
Nachdem Russland 2022 den Krieg gegen die Ukraine gestartet hatte, war das Kriegsrecht im Land ausgerufen worden – inklusive eines Ausreiseverbotes für alle wehrpflichtigen Männer im Alter 23 und 60 Jahren. Trotzdem schafften es viele ins Ausland. Zum Einsatz an der Front dürfen in der Ukraine nur Männer ab 25 Jahren verpflichtet werden. (dts/red)
Johann Wadephul. (Archivbild) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zusammengekommen. Rubio empfing Wadephul am Montag, 29. Juni, mit Handschlag im Außenministerium, wie ein AFP-Reporter berichtete.
Der CDU-Politiker hatte erklärt, er wolle mit dem US-Außenminister vor dem NATO-Gipfel in der Türkei Anfang Juli über eine neue Lastenteilung im Bündnis und eine langfristige Unterstützung für die Ukraine beraten.
Die USA wollen ihre Truppenpräsenz in Europa reduzieren und 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Dennoch seien die USA für die Bundesrepublik der „wichtigste Partner außerhalb Europas“, hatte Wadephul vor seiner Abreise erklärt.
Ukraine und Iran auf der Agenda
Als weitere Themen des Gesprächs nannte er den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs.
Der NATO-Gipfel findet kommende Woche Dienstag und Mittwoch in der türkischen Hauptstadt Ankara statt. Das Verhältnis zwischen den USA und ihren Verbündeten ist angespannt. Washington dringt seit langem darauf, dass die europäischen NATO-Staaten mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisgebiets übernehmen.
US-Präsident Donald Trump warf den Europäern zudem mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg vor. Er drohte mehrfach, die NATO-Partner im Ernstfall nicht gegen Russland zu unterstützen. (afp/red)
Eine Frau kühlt sich am 27. Juni 2026 in Berlin an einem Brunnen ab. In Teilen des Landes und in der deutschen Hauptstadt wurden Temperaturen von über 40 Grad Celsius gemessen. - Foto: Maryam Majd/Getty Images
In Kürze:
Feuerwehr, Rettungsdienste und THW verzeichneten während der Hitzewelle deutlich mehr Einsätze als üblich.
Medizinische Notfälle, Vegetationsbrände sowie Schäden an Strom- und Verkehrsinfrastruktur belastetendenBevölkerungsschutz gleichzeitig.
Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser gerieten regional an ihre Kapazitätsgrenzen.
Karl Lauterbach und Verbraucherschützer sprechen sich für einen stärkeren Einsatz moderner Klimaanlagen aus.
Die Hitzewelle im letzten Junidrittel 2026 erwies sich nicht nur für Bürger ohne voll klimatisierte Wohn- und Arbeitsräumlichkeiten, sondern auch für den Bevölkerungsschutz als flächendeckender Belastungstest. Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, Krankenhäuser und Leitstellen mussten eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Einsatzlagen bewältigen.
In einer Dankesbotschaft an seine Einsatzkräfte meldete sich der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, zu Wort. Die große Hitze führe, so Banse, nicht nur zu verstärkten Alarmierungen, sondern bedeute auch eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte.
Hitzewelle bringt Einsatzkräfte an ihre Grenzen
Insbesondere in den größeren Städten machte sich dies in Form eines signifikanten Anstiegs des Einsatzaufkommens bemerkbar. So kam es allein am Samstag, 27. Juni, in Dresden zu 318 Alarmierungen des Rettungsdienstes, was einen neuen Jahresrekord bedeutete. Auch am Sonntag war das Einsatzaufkommen mit 278 noch weit überdurchschnittlich hoch.
In Karlsruhe waren bis zu 2.500 Notrufe und knapp 750 Einsätze pro Tag zu verzeichnen, in Berlin an Spitzentagen über 2.000 Alarmierungen. Auch Stuttgart meldete ungefähr doppelt so viele Einsätze der Feuerwehr wie üblich, in Köln waren die Feuerwehren zeitweise an der Kapazitätsgrenze.
Ein erheblicher Teil der Einsätze war auf medizinische Gesundheitsprobleme zurückzuführen. Zu den typischen Einsatzanlässen gehörten Kreislaufzusammenbrüche, Flüssigkeitsmangel, Bewusstlosigkeit, Ohnmacht oder Hitzschläge.
Zudem bedurften zahlreiche ältere Menschen einer notfallmedizinischen Behandlung oder mussten reanimiert werden. In einigen Fällen gerieten auch Angehörige der Einsatzkräfte selbst an ihre Grenzen und mussten behandelt werden.
Brände in Trafostationen – evakuierte Pflegeheime
Insbesondere in nicht klimatisierten Alten- und Pflegeheimen spielten sich fallweise dramatische Szenen ab. In einer Einrichtung in Krefeld kollabierten mehrere Bewohner, in Dormagen mussten 30 Bewohner ein überhitztes Pflegeheim evakuiert werden.
Der Vorsitzende der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte einen besseren Schutz älterer Menschen in Pflegeheimen.
Feuerwehr, THW und Rettungsdienste mussten vielfach auch gemeinsam ausrücken – etwa dort, wo es infolge der anhaltenden Trockenheit zu zahlreichen Bränden kam. Die anhaltende Trockenheit hatte diese begünstigt. Zu einem Großeinsatz kam es beispielsweise in der Gohrischheide im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Brandenburg.
Die Hitze verursachte auch Schäden an der Infrastruktur. In Reislingen kam es zu einem vermutlich durch Wärmestau ausgelösten Brand einer 20-Kilowatt-Leitung in einem Trafohaus. Diese hatte sogar kurzfristige Stromausfälle in der Umgebung zur Folge.
Es war nicht das einzige Ereignis dieser Art. Ähnliche Fälle wurden etwa aus Köln, Itzehoe, Kerpen, Bonn, Kerpen, Brilon, Mönchengladbach und Jülich gemeldet. In Deutschland gibt es insgesamt etwa 600.000 Trafostationen.
Leitstellen überlastet – auch öffentliche Verkehrsmittel von Temperaturen betroffen
Schäden infolge der Hitze traten jedoch auch an Straßenbelägen und Bahnstrecken auf. In Leipzig wurde zeitweise der gesamte Straßenbahnverkehr eingestellt. Auf mehreren Autobahnen wurden fallweise Streifen gesperrt.
Neben den Einsatzkräften selbst arbeiteten häufig auch die Leitstellen am Limit. Aufgrund der hohen Auslastung durch außergewöhnlich viele Notrufe verlängerten sich die Dispositionszeiten. Außerdem kam es zu mehr Fehlalarmen an Brandmeldeanlagen, dazu wurden technische Hilfsleistungen und manchmal auch Suchaktionen an Badeseen erforderlich. Die Vielzahl gleichzeitiger Einsätze erschwerte dabei die Koordination.
Das THW und weitere Organisationen übernahmen während der Hitzewelle zahlreiche zusätzliche Aufgaben. Sie leisteten Unterstützung bei Vegetationsbränden, in der Logistik, bei der Löschwasserversorgung und in technischen Bereichen. Da das THW auch andere Einsatzorganisationen unterstützte, wurden Ehrenamtliche deutlich häufiger eingebunden als im normalen Einsatzgeschehen.
Die Hitze der vergangenen Tage belastete auch die medizinische Versorgung. Häufig waren die Notaufnahmen der Krankenhäuser überlastet. Einige Einrichtungen appellierten an die Menschen, die Notaufnahmen nur bei echten Notfällen aufzusuchen. Krankenhäuser verzeichneten deutlich steigende Patientenzahlen infolge hitzebedingter Erkrankungen.
Auf diesem Foto sind Klimaanlagen zu sehen, aufgenommen am 26. Juni 2026 bei heißem Wetter in Magdeburg.
Foto: Ronny Hartmann/AFP via Getty Images
Lauterbach zur Hitzewelle: „Vorbehalte gegen Klimaanlagen sind falsch“
Die Ereignisse haben zugleich eine politische Debatte darüber neu entfacht, wie sich Bevölkerung und kritische Infrastruktur besser gegen zunehmende Hitzeperioden schützen lassen. Dazu gehört auch die Frage, welche Rolle Klimaanlagen künftig spielen sollen.
Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat einen Wandel in der Einstellung gegenüber Klimaanlagen eingefordert. Auf X äußerte er, Befürchtungen wegen des Stromverbrauchs seien ebenso unangebracht wie deren Einordnung als Luxusartikel:
„Vorbehalte gegen Klimaanlagen sind falsch. Sie werden im Sommer gerade für ärmere Menschen in heißen kleinen Wohnungen Leben retten. Im Zeitalter erneuerbarer Energien ist ihr Stromverbrauch an heißen Tagen kein Hindernis im Kampf gegen den Klimawandel.“
Rückendeckung bekam der frühere Minister dabei auch von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Deren Energieexpertin Meike Militz erklärte gegenüber der „tagesschau“, moderne Split-Klimaanlagen würden jährlich etwa 40 bis 140 Euro an Stromkosten verursachen.
Die MediaMarktSaturn Retail Group gehört heute zum Handelsunternehmen Ceconomy. (Archivbild) - Foto: Armin Weigel/dpa
Das Bundeswirtschaftsministerium hat grünes Licht gegeben für die Übernahme von Europas größtem Elektronik-Fachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen Konzern JD.com – allerdings nur unter Auflagen. Das teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Auflagen sollen demnach gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten der Kunden in Deutschland geschützt bleiben. Zudem räumten sie der Bundesregierung starke Überwachungs- und Kontrollrechte ein und ermöglichten ihr, die Genehmigung im Fall von Verstößen zu widerrufen, hieß es in einer Mitteilung. Im Investitionsprüfverfahren wurde untersucht, ob die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik beeinträchtigt.
JD.com teilte mit: „Wir begrüßen die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.“ Das Unternehmen rechnet mit einer Gesamt-Freigabe in der zweiten Jahreshälfte.
EU-Kommission prüft Marktverzerrung
Besiegelt ist die Übernahme noch nicht. Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung „vorläufige Bedenken“ und prüft den Fall nun genauer. „Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren“, teilte die Brüsseler Behörde Ende Mai mit.
Chinesische Subventionen könnten es JD.com ermöglicht haben, ein höheres Übernahmeangebot für Ceconomy, die MediaMarkt- und Saturn-Mutter, abzugeben. Dies könnte den Prozess verzerrt haben. Die Kommission will außerdem prüfen, ob die Übernahme den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren würde. Nach EU-Recht hat sie bis zum 2. Oktober Zeit für eine endgültige Entscheidung. Die Zustimmung der Kommission ist eine der Voraussetzungen für einen Eigentümerwechsel.
Behörden prüfen nach Kartellrecht und Sicherheit
JD.com hatte im vergangenen Sommer ein Übernahmeangebot abgegeben und sich wenige Monate später die Mehrheit der Ceconomy-Aktien gesichert. Behörden in mehreren Ländern prüfen die Übernahme. Je nach nationalen Anforderungen wird die Transaktion kartellrechtlich geprüft. In anderen Ländern wird untersucht, ob der Einstieg eines ausländischen Investors sicherheits- oder ordnungspolitisch unbedenklich ist.
Frankreich, Italien und Deutschland haben bereits grünes Licht für die Übernahme gegeben. Die Entscheidungen aus Spanien und Österreich stehen noch aus. Das Bundeskartellamt hatte den Erwerb bereits im vergangenen September freigegeben. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, da JD.com bislang nur in sehr geringem Umfang in Deutschland aktiv sei.
Einer der größten Handelskonzerne weltweit
MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronik-Fachhändler und nach Amazon, Otto und Zalando viertgrößter Onlineshop in Deutschland. Das Handelsunternehmen Ceconomy, zu dem die MediaMarktSaturn Retail Group heute zählt, entstand 2017 als Abspaltung von Metro.
JD.com ist mit einem Jahresumsatz von knapp 159 Milliarden US-Dollar (2024) laut dem Forschungsinstitut EHI größter chinesischer Handelskonzern und zählt auch weltweit zu den zehn größten. Die Gruppe, die etwa 570.000 Beschäftigte hat, ist unter anderem auch in den Bereichen Technologie, Logistik und Gesundheit tätig. In Deutschland ist das Engagement bislang überschaubar. Im März dieses Jahres startete JD.com den Onlineshop Joybuy.
Ceconomy ist laut Geschäftsbericht mit mehr als 1.000 Märkten in elf europäischen Ländern aktiv, rund 400 davon hierzulande. Filialen der Kette Saturn gibt es nur noch in Deutschland. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr machte das Unternehmen einen Umsatz von 23,1 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigte der Konzern im Jahr 2024 rund 50.000 Menschen, davon knapp 20.000 in Deutschland.
Die erste Saturn-Filiale wurde 1961 in Köln eröffnet, der erste MediaMarkt 1979 in München. Die Einzelhandelskette übernahm den Wettbewerber Saturn 1990. Einige Jahre später besaß die Metro AG die Mehrheit an beiden Marken. (dpa/red)
Der Bundestag hat die Bürgergeld-Reform mit der Mehrheit von Union und SPD beschlossen. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa
Ab Mittwoch wird aus dem Bürgergeld die neue Grundsicherung: Dann treten die entsprechenden Änderungen schrittweise in Kraft. Auf die rund 5,5 Millionen Leistungsempfänger kommen damit verschärfte Mitwirkungspflichten und härtere Sanktionen vor. Die schwarz-rote Koalition setzt mit dieser umfassenden Sozialreform zugleich eines ihrer Kernvorhaben um. Ein Überblick:
Was ist das Ziel der Reform?
Die Reform soll das „Verhältnis zwischen Unterstützung und Mitwirkung, zwischen Solidarität und Eigenverantwortung“ neu austarieren, heißt es in dem neuen Gesetz. Ziel ist es, mehr Menschen in Arbeit zu bringen und den Missbrauch von Sozialleistungen zu unterbinden.
Für beide Regierungspartner – CDU/CSU und SPD – ist das Vorhaben sensibel: Die Union setzt damit ein zentrales Wahlversprechen um, die SPD stimmt der Rückabwicklung ihres eigenen Projekts aus der Vorgängerregierung zu – auch gegen Widerstände aus der eigenen Parteijugend, die sogar ein Mitgliederbegehren gegen die Reform angestrengt hat. Die Beteiligung daran war jedoch gering.
Was ändert sich?
Die so genannte Arbeitsverweigerer-Regelung soll „wirkungsvoller und praxistauglicher“ ausgestaltet werden: Lehnt ein Empfänger ein Arbeitsangebot willentlich ab, etwa wenn er nach Unterschreiben eines Arbeitsvertrags den Job nicht antritt, können Leistungen für mindestens einen Monat gestrichen werden. Dieser enge Anwendungsbereich wurde durch das Bundesverfassungsgericht vorgegeben. Mit Beginn des zweiten Monats muss das Jobcenter die Möglichkeit der Arbeitsaufnahme fortlaufend prüfen, um den Wegfall der Leistungen weiter aufrecht zu erhalten.
Mitwirkungspflichten werden stärker eingefordert: Wer zwei Termine beim Jobcenter ohne wichtigen Grund versäumt, bekommt künftig 30 Prozent weniger Geld. Beim dritten versäumten Termin werden die Zahlungen vorerst gestrichen, die Miete wird direkt an den Vermieter überwiesen.
Auch wer eine Fördermaßnahme abbricht oder sich nicht bewirbt, muss mit einer stärkeren Kürzung seiner Leistungen rechnen als bislang. Der Regelbedarf kann um 30 Prozent für jeweils drei Monate gemindert werden.
Wie soll verhindert werden, dass es die Falschen trifft?
Alle, die mit den Jobcentern zusammenarbeiten oder Termine aus wichtigen Gründen nicht wahrnehmen können, müssen nicht mit Kürzungen rechnen – dies betont Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) immer wieder. Bei Kindern und Jugendlichen wird nicht gekürzt. Auch sollen Schutzmechanismen bei Leistungsminderungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen gestärkt werden.
Bekommen Bedürftige also künftig weniger Geld?
Nicht direkt, die Sätze sinken nicht. Das Arbeitsministerium betont, dass die allermeisten Bürgergeldempfänger kooperativ sind und Termine wahrnehmen. Als sogenannte Totalverweigerer galten zuletzt weniger als ein Prozent der Bürgergeldempfänger. Die Verschärfungen zielen vor allem auf diese Gruppe ab.
Wer bekommt überhaupt Bürgergeld?
Alle Erwerbsfähigen, die ihren Lebensunterhalt nicht komplett aus eigenem Einkommen decken können. Das sind derzeit etwa 5,5 Millionen Menschen, davon rund 800.000 sogenannte Aufstockerinnen und Aufstocker, deren Gehalt unter Bürgergeld-Niveau liegt. Wer seinen Job verliert, erhält ein Jahr lang Arbeitslosengeld und danach Bürgergeld. Unter den 5,5 Millionen Menschen sind etwa 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche. Der Ausländeranteil im Bürgergeld liegt bei knapp 48 Prozent.
Wie viel Geld bekommen Bürgergeldempfänger?
Alleinstehende oder Alleinerziehende bekommen 563 Euro, Menschen in einer Partnerschaft 506 Euro, Minderjährige zwischen 357 und 451 Euro plus 20 Euro Sofortzuschlag. Miete inklusive Nebenkosten und – in angemessener Höhe – Heizkosten werden übernommen. Die Sätze sind seit Januar 2024 stabil, nachdem sie zuvor innerhalb eines Jahres um rund zwölf Prozent gestiegen waren.
Was kostet das Bürgergeld den Steuerzahler?
In den vergangenen Jahren immer mehr. Die Ausgaben lagen 2024 bei einem Rekordwert von 51,7 Milliarden Euro. Darunter entfielen auf die Zahlung der Regelsätze 29,2 Milliarden Euro, auf Miet- und Heizkosten 12,4 Milliarden Euro und auf Leistungen zur Arbeitsintegration 3,7 Milliarden Euro. 6,5 Milliarden Euro waren Verwaltungskosten.
Und wie viel soll die Reform nun einsparen?
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verwies ursprünglich auf Einsparpotenziale im Milliardenbereich. Der Gesetzentwurf aus dem Haus von Arbeitsministerin Bas erwartet hingegen „keine nennenswerten Einsparungen“ allein durch die Reform.
Die Koalition hofft allerdings, durch Sanktionsverschärfungen mehr Menschen in Arbeit zu bringen. 100.000 Menschen, die kein Bürgergeld mehr bekommen, sollen rund 850 Millionen Euro einsparen, rechnet das Arbeitsministerium vor.
Bekommen Menschen auch Bürgergeld, wenn sie noch Erspartes haben?
Ja, aber eingeschränkt. Seit der Bürgergeldreform von 2003 dürfen im ersten Jahr im Bezug sogenannte Schonvermögen bis 40.000 Euro und weitere 15.000 Euro für Lebenspartner behalten werden. Nach Ablauf dieser Karenzzeit wird zum Beispiel die Verhältnismäßigkeit von Mietkosten geprüft, die das Jobcenter übernimmt.
Die neue Grundsicherung sieht nun die komplette Abschaffung der Karenzzeit vor: Vermögen wird vom ersten Tag an angerechnet. Das betrifft aber nur das Bürgergeld und nicht das Arbeitslosengeld. Wer den Job verliert, muss also nicht sofort ans Ersparte.
Wie stehen Verbände und Gewerkschaften zur Reform?
Sie halten die Reform für sozial ungerecht. Die IG Metall kritisiert, der verschärfte Druck richte sich an einer „verschwindend kleinen Gruppe sogenannter Totalverweigerer“ aus, gleichzeitig würden „Millionen Menschen und ihre Familien unter Generalverdacht gestellt, ohne ihnen realistische Chancen auf Qualifizierung und existenzsichernde Arbeit zu eröffnen“.
Der Sozialverband VdK kritisiert insbesondere die geplante Deckelung der Wohnkosten. Dies berge das Risiko von Mietschulden und könne „im schlimmsten Fall Wohnungslosigkeit nach sich ziehen“. Ähnlich äußern sich der Sozialverband SoVD und die Diakonie Deutschland. (afp/red)
Die Gluthitze weicht in Deutschland, die Abkühlung wird aber von Gewittern begleitet. - Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Hitzewelle ist für den Großteil Deutschlands erst einmal vorbei. Von Westen und Südwesten ziehen am Montag Gewitter in Richtung Nordosten, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Die Kaltfront eines Tiefs bei Island greife auf Deutschland über, etwas kühlere und trockenere Luft fließe ein.
Im Bereich der Gewitter kann es demnach Starkregen und Sturmböen geben, auch Hagel schloss der Wetterdienst nicht aus. Im Osten und Süden bleibe es dagegen vorerst noch schwül und warm bis heiß. In der Nacht zum Dienstag sollen die Gewitter dann im Osten abziehen, für den Süden werden örtlich kräftige Gewitter erwartet.
Die Höchsttemperaturen liegen am Montag bei 29 Grad Celsius, im Osten und Südosten kann es bis zu 32 Grad warm werden. Für den Dienstag erwartet der Wetterdienst 25 bis 30 Grad für den Großteil des Landes. Im Südwesten könne es bis zu 32 Grad warm werden, im äußersten Norden werden dagegen nur 21 bis 25 Grad erwartet.
In einer ersten Zwischenbilanz sprach der Wetterdienst am Sonntag von einem Extremereignis. „Noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es in Deutschland, aber auch in vielen Teilen von Europa, eine solch lange und intensive Hitzewelle so früh im Sommer gegeben“, teilte er mit. In einigen Regionen habe sie elf Tage angehalten. (afp/red)
Manche Kleidung bei Shein ist stark mit Chemikalien belastet - zu diesem Ergebnis kommen Tests im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe. (Archivbild) - Foto: Monika Skolimowska/dpa
Auf der Online-Plattform Shein verkaufte Kleidung ist zum Teil stark mit Chemikalien belastet – und reißt damit europäische Grenzwerte. Das geht aus Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor.
Die Testergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 7 von 18 getesteten Kleidungsstücken verstießen demnach gegen EU-Grenzwerte.
Shein will Produkte vorerst aus Sortiment nehmen
„Wir nehmen die von der DUH vorgebrachten Vorwürfe sehr ernst“, erklärte Shein auf dpa-Anfrage. Man prüfe den Sachverhalt nun. „Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, nehmen wir die betroffenen Produkte, entsprechend unseren Produktsicherheitsrichtlinien weltweit aus dem Angebot. Gleichzeitig führen wir eine unsere gesamte Seite umspannende Prüfung vergleichbarer Produkte durch.“
Nicht nur Shein fällt bei Tests von Verbraucherschützern negativ auf. Das betrifft auch andere Online-Billigplattformen wie Temu. Die EU-Kommission brummte Temu zuletzt eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro auf, unter anderem wegen Sicherheitsbedenken bei Ladegeräten und zu viel Chemikalien in Kinderspielzeug.
Temu kritisierte die Strafe in einem Statement als unproportional. Zudem beziehe sich die Entscheidung auf die Risikoabwägung von 2024 und spiegele nicht den aktuellen Stand der Systeme wider.
„Wir haben in letzter Zeit häufig Grenzwertüberschreitungen, auch gerade was die PFAS angeht“, sagt Ulrike Siemers, Co-Geschäftsführerin des Umweltinstituts. „Häufig auch bei Plattformen, wo man die Textilien und die Produkte eben auch online bestellen kann.“
„Bunter Cocktail an Chemikalien“
Bei den aktuellen Labor-Untersuchungen der Shein-Produkte wurden laut Labor teils erhebliche Überschreitungen von Grenzwerten festgestellt. „Wir haben in den Produkten eine Vielzahl von verschiedenen Chemikalien gefunden, von den Schwermetallen über die Weichmacher, über einige PFAS“, so Siemers. „Das ist ein bunter Cocktail an Chemikalien, auch welche, die eben vielleicht nicht unbedingt reglementiert sind, aber trotzdem eben auch ein gesundheitsgefährdendes Potenzial aufweisen können.“
So wurde in einer getesteten Kinderjacke ein Grenzwert für eine Chemikalie aus der PFAS-Gruppe um mehr als das 1.100-Fache überschritten, in einer für Teenager angebotenen Jacke sogar um mehr als das 12.000-Fache. PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Diese Stoffe werden eingesetzt, um unter anderem Kleidung wasser-, fett- und schmutzabweisend zu machen.
Massive Überschreitungen von Grenzwerten
Als sogenannte Ewigkeitschemikalien reichern sich PFAS in Mensch und Umwelt an. Manche PFAS können laut Umweltbundesamt Effekte auf Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem haben, manche stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
In einem Paar Damen-Schnürstiefel wiederum wurde eine Konzentration von 179.000 Milligramm pro Kilogramm des Weichmachers DEHP gefunden. Erlaubt wären allenfalls Werte von unter 1.000 Milligramm. Die Stiefel enthalten also das 179-Fache des zugelassenen Wertes.
Was Phthalate auslösen können
Sogenannte Phthalate – dazu gehört DEHP – haben hormonähnliche Eigenschaften und können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Insgesamt verstießen von 18 untersuchten Produkten 7 gegen EU-Grenzwerte. Shein vertreibt sowohl eigene Produkte als auch Waren von anderen Anbietern. Alle getesteten Kleidungsstücke sind nach Angaben der DUH Shein-Produkte.
Shein betonte, Händler und Lieferanten seien verpflichtet, sich an interne Produktsicherheitsstandards sowie die jeweils geltenden Produktsicherheitsstandards zu halten. Zudem arbeite man mit international anerkannten Prüf- und Inspektionsunternehmen zusammen, darunter der TÜV Süd.
Umwelthilfe schickt Abmahnung an Shein
Die Deutsche Umwelthilfe hat Shein nun eine Abmahnung geschickt. „Das bedeutet erstens, dass wir eine Unterlassungserklärung einfordern, also diese ganzen gefährlichen Chemikalien und Produkte müssen vom Markt, und zwar weltweit“, sagt Viola Wohlgemuth, Textilexpertin von der DUH. Zudem werde man der EU-Kommission die Testergebnisse zur Verfügung stellen.
Hintergrund ist ein Verfahren, das die EU-Kommission im Februar gegen Shein einleitete. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen, nicht genug gegen den Vertrieb illegaler Produkte auf seiner Plattform zu tun und den Verbraucherschutz zu vernachlässigen.
EU-Untersuchung läuft
Für Aufsehen hatte der Verkauf kindlich aussehender Sexpuppen gesorgt, auch genehmigungspflichtige Waffen sowie Medikamente konnte man auf dem Online-Marktplatz erwerben. Das Unternehmen hatte die Angebote nach Kritik selbst von seiner Seite genommen.
Grundlage für das Verfahren der EU-Kommission ist das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA). Große Online-Plattformen müssen sich wegen des DSA an deutlich strengere Vorschriften halten, die vor allem die Internetnutzer in der EU schützen sollen.
Die Verfahren ziehen sich oft über Jahre. Gegen Shein laufen die Ermittlungen noch. Im nächsten Schritt würde die EU-Kommission vorläufige Ergebnisse präsentieren und erst danach – sollte Shein nicht einlenken und sich bessern – würde Brüssel eine Strafe verhängen.
Privatpersonen und Organisationen können auf Missstände hinweisen
Umweltaspekte stehen zwar nicht direkt im Fokus des DSA. Der Verkauf von Produkten, die nicht dem EU-Recht oder dem nationalen Recht eines Mitgliedslandes entsprechen, aber schon. Als illegal können also auch Produkte verstanden werden, die gegen Umweltvorschriften verstoßen.
Das Gesetz sieht dabei explizit auch vor, dass Privatpersonen oder zivilgesellschaftliche Organisationen die EU-Kommission auf Missstände hinweisen können. Die Bremer Laborergebnisse will die Umwelthilfe nun der EU-Kommission für ihr weiteres Vorgehen gegen Shein als eben ein solches Beweismittel an die Hand geben.
Verbraucherschützer haben immer wieder etwas zu bemängeln
Auch Stiftung Warentest stellte bei Tests von Spielzeug, Schmuck und elektronischen Geräten, die bei Temu und Shein verkauft wurden, fest, dass 110 von 162 Produkten EU-Standards nicht erfüllten. Oekotest fand bei Tests von über Shein verkaufter Kleidung bedenkliche Chemikalien. Die Arbeiterkammer Oberösterreich kam bei von Temu und Shein verkaufter Kleidung zu ähnlichen Ergebnissen.
Auch Tests, die die Verwaltung der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in Auftrag gab, fanden fragwürdige Substanzen bei Produkten, die unter anderem über Temu und Shein vertrieben wurden. Zu all diesen Tests äußerte sich Shein in seiner Antwort an die dpa nicht.
Was Fachleute raten
Online-Shoppern rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen zu besonderer Vorsicht beim Einkaufen auf Online-Marktplätzen, auf denen vor allem chinesische Händler Produkte anbieten. Bei sicherheitsrelevanten Waren wie Spielzeug, Elektrogeräten und Kosmetika raten die Experten zum Kauf in der EU. Zudem solle man auf komplette Angaben zu Hersteller, Importeur und Sicherheitskennzeichen wie das CE-Zeichen achten. Bei extrem günstigen Angeboten könnten schlechte Qualität oder mangelnde Sicherheit dahinterstecken.
Die Umwelthilfe wünscht sich generell ein stärkeres Vorgehen gegen Fast Fashion, also gegen sehr günstige Mode mit extrem schnell wechselnden Kollektionen. Bei der anstehenden Reform des Textilgesetzes sollten Umweltkriterien eine Rolle spielen. Nach den bisher bekannten Plänen von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sollen sich Hersteller künftig an Organisationen für Herstellerverantwortung beteiligen, die sich aus Beiträgen der Hersteller finanzieren und um Sammlung und Verwertung von Alttextilien kümmern sollen.
„Wenn Unternehmen giftige, kurzlebige und schwer recycelbare Fast-Fashion-Produkte auf den Markt bringen, dann sollten diese drastisch höhere Beiträge zahlen müssen als Hersteller langlebiger, schadstoffarmer und kreislauffähiger Textilien“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. (dpa/red)
VW-Werk (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Volkswagen-Konzern will nach Informationen der „Bild“-Zeitung seine Partnerschaft für autonomes Fahren mit dem Zulieferer Bosch beenden. Die Zeitung berichtete am Sonntag unter Berufung auf „voneinander unabhängige Quellen“, dieser Schritt sei Teil des Konzernumbaus, der das Überleben des deutschen Autobauers sichern soll.
Die Allianz mit Bosch habe nach interner Einschätzung nicht den erwarteten Entwicklungsstand erreicht, berichtete die Zeitung weiter. „Interne Fachbereiche“ hielten die Technik aktuell nicht für wettbewerbsfähig. Insbesondere beim autonomen Fahren ohne Hände am Lenkrad auch in der Stadt (Level 2++) sehe Volkswagen eine erhebliche Lücke zur Konkurrenz.
Trotz Investitionen von 1,5 Milliarden Euro
Bosch und die VW-Software-Tochter CARIAD sollten ursprünglich gemeinsam den Baukasten für Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren entwickeln. Die Allianz galt als Antwort auf die Konkurrenz durch den US-Autobauer Tesla und aus China. Die Reißleine würde jetzt gezogen, obwohl bereits 1,5 Milliarden Euro investiert worden seien, berichtete „Bild“ weiter.
Demnach will Volkswagen die Hardware und Software künftiger Systeme zukaufen und weiterenwickeln statt sie mit Bosch selbst aufzubauen.
Nach Informationen des „Manager Magazin“ soll der Konzernumbau bei Volkswagen mit einem noch stärkeren Stellenabbau als bisher geplant und Werkschließungen in Deutschland einhergehen. Unter Verweis auf Insider berichtete das Magazin von weltweit bis zu 100.000 geplanten Stellenstreichungen.
Wegen eines Waldbrandes am Chiemsee wurde die A8 gesperrt. - Foto: Wolfgang Gasser/Kreisfeuerwehrverband Traunstein/dpa
Weil am Chiemsee in Bayern Tausende Quadratkilometer Wald und Moor in Flammen stehen, ist die nahegelegene A8 komplett gesperrt. Durch den aufsteigenden Rauch komme es zu Sichtbehinderungen, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr warnt auch die Bevölkerung und bittet, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Wie lange die Sperrung der Autobahn zwischen Übersee und Bernau noch dauert, war zunächst unklar. Das hänge vor allem von der Windrichtung und der Geschwindigkeit der Löscharbeiten ab, so der Sprecher weiter. Am Morgen soll auch ein Hubschrauber der Polizei bei den Löscharbeiten helfen und Wasser über dem brennenden Gebiet abwerfen. Auf beiden Seiten der Sperrung bildeten sich am Morgen laut Kartendienst Google Maps längere Staus.
Seit dem späten Sonntagabend versuchen rund 200 Feuerwehrleute, den Flammen Einhalt zu gebieten. Bei den Löscharbeiten wurde demnach ein Feuerwehrmann leicht verletzt.
Laut der Feuerwehr stehen 5,5 Hektar Wald und Moor in Flammen, das entspricht einer Fläche von knapp acht Fußballfeldern. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Was den Brand verursacht hat, blieb zunächst unklar. (dpa/red)
Die Polizei fahndete nach dem Täter. - Foto: Hüneke/dpa
Nach der Tötung zweier Menschen in Bremen hat die Polizei am Sonntag einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Im Zuge ihrer Großfahndung spürten Spezialeinsatzkräfte den 22-Jährigen am Abend in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede auf und nahmen ihn fest, wie die Polizei mitteilte.
Hinweise aus der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit mit der Polizei in Niedersachsen hätten die Einsatzkräfte zum Aufenthaltsort des Mannes geführt. Der Tatverdächtige wurde demnach mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden, von den Beamten wiederbelebt und dann in ein Krankenhaus gebracht.
Am Freitag waren im Bremer Stadtteil Vegesack ein Mann und eine Frau getötet worden. Die Polizei entdeckte den durch Stiche und Schnitte schwer verletzten Mann auf der Straße; er erlag seinen Verletzungen. Im Keller eines nahegelegenen Mehrfamilienhauses entdeckten die Beamten eine tote Frau. Die Hintergründe der Gewalttat blieben zunächst unklar. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Bremer Staatsanwaltschaft dauerten an. (afp/red)
Die Polizei fahndete nach dem Täter. - Foto: Hüneke/dpa
Nach der Tötung zweier Menschen in Bremen hat die Polizei am Sonntag einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Im Zuge ihrer Großfahndung spürten Spezialeinsatzkräfte den 22-Jährigen am Abend in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede auf und nahmen ihn fest, wie die Polizei mitteilte.
Hinweise aus der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit mit der Polizei in Niedersachsen hätten die Einsatzkräfte zum Aufenthaltsort des Mannes geführt. Der Tatverdächtige wurde demnach mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden, von den Beamten wiederbelebt und dann in ein Krankenhaus gebracht.
Am Freitag waren im Bremer Stadtteil Vegesack ein Mann und eine Frau getötet worden. Die Polizei entdeckte den durch Stiche und Schnitte schwer verletzten Mann auf der Straße; er erlag seinen Verletzungen. Im Keller eines nahegelegenen Mehrfamilienhauses entdeckten die Beamten eine tote Frau. Die Hintergründe der Gewalttat blieben zunächst unklar. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Bremer Staatsanwaltschaft dauerten an. (afp/red)
Vorfreude auf das nächste Spiel? Schon morgen tritt die Deutsche Elf gegen Paraguay im „Alles-oder-nichts-Spiel“ an. - Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Sechzehntelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Südafrika gegen Kanada in Los Angeles, USA (Übertragung: ARD)
Das nächste Spiel der Deutschen Nationalmannschaft findet am morgigen Montag, den 29. Juni, um 22:30 Uhr gegen Paraguay statt.
Die Deutsche Elf ist zumindest personell bestens gewappnet für den Start in die entscheidende WM-Phase. Außenverteidiger Nathaniel Brown stand auch beim letzten Training vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay (Montag, 22:30 Uhr) in Winston-Salem auf dem Platz. Auch er dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann damit für die Partie in Foxborough zur Verfügung stehen.
„Wir hoffen alle, dass es funktioniert“, hatte Sportdirektor Rudi Völler bereits am Vortag gesagt, als der 23 Jahre alte Brown nach Adduktorenproblemen zum Start der kurzen Vorbereitung auf Paraguay ins Teamtraining zurückgekehrt war.
„Jetzt geht die WM richtig los“, sagte Völler zur K.-o.-Phase. Der 66-Jährige verbreitete Zuversicht auf das Weiterkommen. „Der Glaube ist da.“ Gegner im Achtelfinale wäre dann am kommenden Samstag in Philadelphia Frankreich oder Schweden.
Nathaniel Brown beim Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. Mai 2026.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
HEUTE20:00 Uhr
Gruppenplatzierungen und weiterer Turnierverlauf
Die Vorrunde der Fußball-WM 2026 ist offiziell zu Ende gegangen. Von den 48 Teilnehmern mussten 16 das Turnier verlassen – unter anderem Fan-Liebling Schottland, der zweimalige Weltmeister Uruguay (1930, 1950) und Debütant Curaçao.
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A: Mexiko und Südafrika sind sicher weiter. Letztere bestreiten am 28. Juni um 21:00 Uhr in Los Angeles das erste Sechzehntelfinale. Südkorea musste für das Weiterkommen vergeblich auf Schützenhilfe aus anderen Gruppen hoffen. Von zwölf Gruppendritten kommen nur acht weiter.
Foto: ts/Epoch Times
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B: Schweiz, Kanada sowie Bosnien und Herzegowina sind weiter. Für Katar ist die WM 2026 spielerisch beendet.
Foto: ts/Epoch Times
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C: Brasilien und Marokko stehen sicher im Sechzehntelfinale. Schottland musste hoffen und nun doch abreisen. Für Haiti war das Aus sicher.
Foto: ts/Epoch Times
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D: Die USA sicherten sich als eine der ersten Nationen den Einzug ins Sechzehntelfinale. Australien belegt dank des besseren Torverhälnit Rang 2 der Gruppe D. Auch Paraguay ist weiter und trifft im 3. Spiel der K.o.Phase auf Deutschland.
Foto: ts/Epoch Times
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E: Deutschland konnte das Momentum aus dem 7:1 gegen Curacao nicht mitnehmen, bleibt aber Gruppenerster. Die Elfenbeinküste ist ebenfalls sicher weiter. Ecuador zog als einer der acht besten Gruppendritten ebenfalls in die K.o.-Phase ein.
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F: Zwei Siege und ein Unentschieden sicherten den Niederlanden den Gruppensieg, Japan und Schweden folgen der Oranje ins Sechzehtelfinale. Für Tunesien ist die WM auf dem Rasen beendet.
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G: Belgien und Ägypten sind sicher weiter, Neuseeland sicher ausgeschieden. Für Iran war die Hoffnung vergebens.
Foto: ts/Epoch Times
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H: Spanien und Kap Verde schaffen den Einzug in die K.o-Phase. Uruguay und Saudi-Arabien sind ausgeschieden.
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I: Frankreich überholt Norwegen dank einen 4:1 gegen die Skandinavier. Beide Mannschaften sind weiter. Senegal hatte es nicht selbst in der Hand, ist aber weiter. Für den Irak ist die WM beendet.
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J: Argentinien sichert sich mit drei Siegen Tabellenplatz 1. Österreich dank des besseren Torverhältnisses Platz 2. Algerien ist ebenfalls weiter.
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K: Ein torloses Unentschieden gegen Portugal hält Kolumbien auf Tabellenplatz 1. Außerdem weiter sind Portugal und die Demokratische Republik Kongo.
Foto: ts/Epoch Times
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L: England, Kroatien und Ghana sichern sich den Einzug ins Sechzehntelfinale. Panama verlässt sieg- und torlos das Turnier.
Foto: ts/Epochtimes
Den Beginn in der K.-o.-Phase machen heute Südafrika und Kanada um 21:00 Uhr (MESZ). Ab sofort geht es für die Teams nur noch mit einem Sieg in die nächste Runde – dafür sind ab sofort Verlängerung und im Elfmeterschießen möglich, um den Sieger zu ermitteln.
Spielbaum der WM 2026. Bei einem Sieg gegen Paraguay, käme der nächste Gegner aus einem unserer Nachbarländer.
Thomas Röwekamp sieht die Vorraussetzungen für einen Einsatz vorerst nicht erfüllt. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), rechnet nicht mit einem baldigen Beschluss für einen möglichen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus. „Wir haben im Moment viele Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt sind“, sagte Röwekamp der Nachrichtenagentur AFP. Neben der Frage, ob die vereinbarte Waffenruhe halten werde, brauche es auch die Zustimmung des Iran für den Einsatz und eine ausreichende Rechtsgrundlage für das Bundestagsmandat.
Es komme nun „entscheidend darauf an, wie tragfähig der Waffenstillstand ist und wie es gelingt, eine Akzeptanz für einen solchen Einsatz zu finden“, sagte Röwekamp. „Im amerikanisch-iranischen Abkommen ist die Verantwortung für die Sicherheit in der Straße von Hormus eindeutig an den Iran und den Oman adressiert. Sie müssen entscheiden, wie sie den Auftrag zur Freiheit der Straße von Hormus und zur Räumung von Seeminen umsetzen wollen.“
Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs in der Golfregion unterzeichnet. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen. Die vereinbarte Waffenruhe erwies sich allerdings zuletzt als brüchig.
Der von Frankreich und Großbritannien angeregte internationale Marine-Einsatz hätte das Ziel, die dauerhafte Wiedereröffnung der für den Öl- und Flüssiggas-Export wichtigen Straße von Hormus abzusichern. Deutschland hat seine Bereitschaft erklärt, sich daran zu beteiligen und bereits zwei Marine-Schiffe in Richtung des ostafrikanischen Dschibuti entsandt. Ziel der Mission wäre insbesondere die Räumung von Minen, die durch den Iran während des Konflikts gelegt wurden.
„Auf der Grundlage des heutigen Erkenntnisstandes zu den amerikanisch-iranischen Verhandlungen in der Schweiz rechne ich nicht damit, dass das jetzt so vorzeitig passiert“, sagte Röwekamp zu der Marine-Mission. „Falls doch, haben wir die deutschen Marineschiffe vorverlegt. Wir sind dann innerhalb von 14 Tagen in der Lage, sie in den Einsatz zu schicken.“
Auf Kooperation des Irans angewiesen
Röwekamp sah neben der notwendigen Zustimmung des Iran auch praktische Schwierigkeiten. „Wir hoffen, dass der Iran weiß, wo die Minen liegen“, sagte er. „Aber das ist etwas, wo wir derzeit im Trüben fischen. Denn der Iran setzt auf eine dezentralisierte Kriegsführung, und wir wissen nicht, ob auch die Hierarchie weiß, wo jetzt welche Bedrohung durch Seeminen besteht.“
„Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass sie zwar Minen verlegen, aber nicht räumen können“, sagte der CDU-Verteidigungspolitiker. „Deswegen gibt es viele Punkte, wo sich der Iran kooperativ zeigen müsste. Aber letztlich ist es auch in seinem Interesse, denn auch er profitiert von der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus.“
Offen ist auch noch die Frage, auf welche internationale Rechtsgrundlage ein Bundestagsmandat für den Marine-Einsatz gestützt werden könnte. „Ich würde mir wünschen, dass es gelänge, ein eindeutiges Mandat entweder der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen zu haben“, sagte Röwekamp. Allerdings habe das Auswärtige Amt im Verteidigungsausschuss die Auffassung vertreten, dass eine bestehende UN-Resolution vom März und der Text des Seerechtsübereinkommens „eine ausreichende völkerrechtliche Grundlage sind für eine international geführte Mission“. (afp/red)