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NASA-Bilder zeigen Krater von Einschlag von SpaceX-Schrottteil auf dem Mond

Zwei Wochen nach dem Einschlag eines vier Tonnen schweren Schrottteils einer SpaceX-Rakete auf dem Mond hat die NASA neue Aufnahmen von dem dadurch entstandenen Krater veröffentlicht.
Dieser habe einen Durchmesser von etwa 18 Metern und sei knapp knapp drei Meter tief, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Dienstag mit. Sie berief sich dabei auf ihre Berechnungen auf Grundlage des Krater-Schattenwurfs.
Die von der NASA veröffentlichten Aufnahmen wurden von der den Mond umkreisenden US-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) den Angaben zufolge am 11. und 12. August gemacht.
Sie zeigen den Einschlag, der entstand, als die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete am 5. August auf die Mondoberfläche traf. Die NASA will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig.

Falscher Kurs eine „Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“

Eine SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All.
Durch „eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“ sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, so dass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, hatte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall erklärt.

Kollissionen mit dem Mond sind eher selten

Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.
Die von der NASA nun veröffentlichten Aufnahmen sind nicht die ersten von der Einschlagstelle auf dem Mond: Die südkoreanische Raumfahrtbehörde hatte bereits am 6. August Bilder veröffentlicht. (afp/red)
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19.08.2026 | Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada aus | Frankreich erlaubt Sterbehilfe | OpenAI startet Werbung bei ChatGPT

HEUTE9:12 Uhr

OpenAI startet Werbung bei ChatGPT

OpenAI aktiviert am 24. August in 31 europäischen Märkten, darunter auch Deutschland, Werbung für ChatGPT. Anzeigen sollen klar von Antworten getrennt sein. Werbetreibende sollen keinen Zugriff auf Chatverläufe erhalten. Wer keine Werbung will kann auf ChatGPT Plus (monatlich 23 Euro) oder Pro (229 Euro) umsteigen.

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HEUTE9:04 Uhr

Schwertransporterunfall: Gesperrte Autobahn A2 wieder frei

Die A2 bei Kamen in NRW ist nach fast 30 Stunden wieder für den Verkehr freigegeben worden. Alle Bergungs- und Reparaturarbeiten nach einem Unfall eines Schwertransporter seien bis Mittwochmorgen um 6 Uhr beendet worden. Die Arbeiten waren laut Polizei kompliziert.

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HEUTE8:55 Uhr

Sozialverband fordert geringere Stromsteuer

Der Sozialverband Deutschland fordert wegen hoher Energiepreise eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. Vorstandschefin Michaela Engelmeier sagte, es müsse endlich ein funktionierender staatlicher Direktzahlungsmechanismus geschaffen werden.

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HEUTE8:40 Uhr

ADAC: Gelockertes Lkw-Fahrverbot hat kaum Auswirkungen auf Verkehr

Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen wegen des Niedrigwassers hatte laut ADAC kaum Auswirkungen auf den Verkehr.  Auch im Vergleich zum Sonntag des Vorjahres gebe es keine Auffälligkeiten. Auch der Speditionsverband BGL sieht keine großen Folgen im Verkehr. 

Der ADAC sah bisher kaum größere Staus wegen dem teilweise aufgehobenen Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen des Niedrigwassers.

Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa

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HEUTE8:24 Uhr

Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München

Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines berührte am 15. August beim Start die Piste und hob spät ab, es wurden mögliche Reifenspuren gefunden. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung untersuchen derzeit den Flugschreiber. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist noch unklar. 

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HEUTE8:09 Uhr

Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit

Laut einer ifo-Befragung im Juli fürchtet jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent), auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. 17 Prozent sehen eine Verschlechterung innerhalb der EU. Die einzige positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie – sie konnte ihre Position bei beidem verbessern.

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HEUTE7:55 Uhr

OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
HEUTE7:41 Uhr

Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen. 

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HEUTE7:18 Uhr

Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen

Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.

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HEUTE7:09 Uhr

Entlassener ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste. 

Mychajlo Fedorow (Archivbild).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE7:04 Uhr

Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen. 

Klimageräte auf einem Dach. Mit der Zahl der Hitzetage in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Klimaanlagen kräftig gewachsen.

Foto: Martin Gerten/dpa/dpa

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HEUTE6:25 Uhr

Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab. 

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HEUTE6:17 Uhr

Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus

US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. 

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HEUTE6:01 Uhr

US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant

Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.

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HEUTE5:24 Uhr

Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen

In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.

In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.

Foto: Arsenio Zurita/EUROPA PRESS/dpa

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HEUTE5:08 Uhr

Kfz-Versicherung kosten etwas mehr als 2025

Die Preise für Auto-Versicherungswechsler liegen laut Verivox im Mittel 1,3 Prozent über dem Vorjahr; verglichen wurden 33 Versicherungsgesellschaften ohne Marktführer HUK Coburg. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist demnach aktuell drei Prozent günstiger als im Vorjahr, Haftpflicht mit Teilkasko minimal teurer, Haftpflicht mit Vollkasko stieg um 2,5 Prozent. Die HUK Coburg rechnet auch 2026 mit steigenden Preisen.

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HEUTE5:00 Uhr

UN warnen vor Langzeitfolgen des Irankriegs für Hunger

Das UN-Welternährungsprogramm und das SIPRI fürchten, der Irankrieg könne Krisenregionen nachhaltig beeinträchtigen. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seien auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie forderten die Bundesregierung auf, die Ausgaben für die Bekämpfung von Hunger in der Welt deutlich zu erhöhen. 
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen

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19.08.2026 | Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada aus | Frankreich erlaubt Sterbehilfe | Sozialverband fordert geringere Stromsteuer

HEUTE8:55 Uhr

Sozialverband fordert geringere Stromsteuer

Der Sozialverband Deutschland fordert wegen hoher Energiepreise eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. Vorstandschefin Michaela Engelmeier sagte, es müsse endlich ein funktionierender staatlicher Direktzahlungsmechanismus geschaffen werden.

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HEUTE8:40 Uhr

ADAC: Gelockertes Lkw-Fahrverbot hat kaum Auswirkungen auf Verkehr

Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen wegen des Niedrigwassers hatte laut ADAC kaum Auswirkungen auf den Verkehr.  Auch im Vergleich zum Sonntag des Vorjahres gebe es keine Auffälligkeiten. Auch der Speditionsverband BGL sieht keine großen Folgen im Verkehr. 

Der ADAC sah bisher kaum größere Staus wegen dem teilweise aufgehobenen Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen des Niedrigwassers.

Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa

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Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München

Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines berührte am 15. August beim Start die Piste und hob spät ab, es wurden mögliche Reifenspuren gefunden. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung untersuchen derzeit den Flugschreiber. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist noch unklar. 

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Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit

Laut einer Ifo-Befragung im Juli fürchtet jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent), auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. 17 Prozent sehen eine Verschlechterung innerhalb der EU. Die einzige positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie – sie konnte ihre Position bei beidem verbessern.

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OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
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Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen. 

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HEUTE7:18 Uhr

Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen

Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.

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HEUTE7:09 Uhr

Entlassener ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste. 

Mychajlo Fedorow (Archivbild).

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen. 

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Foto: Martin Gerten/dpa/dpa

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Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab. 

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Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus

US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. 

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US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant

Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.

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Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen

In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.

In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.

Foto: Arsenio Zurita/EUROPA PRESS/dpa

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HEUTE5:08 Uhr

Kfz-Versicherung kosten etwas mehr als 2025

Die Preise für Auto-Versicherungswechsler liegen laut Verivox im Mittel 1,3 Prozent über dem Vorjahr; verglichen wurden 33 Versicherungsgesellschaften ohne Marktführer HUK Coburg. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist demnach aktuell drei Prozent günstiger als im Vorjahr, Haftpflicht mit Teilkasko minimal teurer, Haftpflicht mit Vollkasko stieg um 2,5 Prozent. Die HUK Coburg rechnet auch 2026 mit steigenden Preisen.

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HEUTE5:00 Uhr

UN warnen vor Langzeitfolgen des Irankriegs für Hunger

Das UN-Welternährungsprogramm und das SIPRI fürchten, der Irankrieg könne Krisenregionen nachhaltig beeinträchtigen. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seien auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie forderten die Bundesregierung auf, die Ausgaben für die Bekämpfung von Hunger in der Welt deutlich zu erhöhen. 
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen

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Zwei Flug-Zwischenfälle am Airport München geben Rätsel auf

Zwei Zwischenfälle kurz hintereinander am Flughafen München binnen zwei Tagen – und das an derselben Start- und Landebahn. Nach dem Beinahe-Unfall eines Boeing-Dreamliners der Vietnam Airlines beim Start setzt ein Airbus A380 der Lufthansa bei der Landung an der Südbahn zu früh auf.
In beiden Fällen sind viele Fragen offen. Beide Fälle untersucht die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) – und in beiden Fällen wurden die Flugschreiber sichergestellt.

Gefährlicher Start

Bei dem Vorfall mit der vietnamesischen Boeing 787-9 entgingen die rund 270 Passagiere und die Crew nach Expertenansicht am Samstagnachmittag nur knapp einer Katastrophe.
Die Maschine nahm auf dem Rollfeld nicht die nötige Geschwindigkeit auf – doch für einen Abbruch des Starts war es nach Angaben der vietnamesischen Luftfahrtbehörde auf Basis des Berichts der Piloten zu spät.
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 15. August. Crew und Passagiere entgingen laut Experten knapp einer Katastrophe. (Archivbild)

Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 15. August. Crew und Passagiere entgingen laut Experten knapp einer Katastrophe. (Archivbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Pilot zog die Flugzeugnase hoch, so dass das Flugzeug in einer Staubwolke jenseits der Startbahn gerade noch abhob, die Beleuchtung an der Bahn wurde beschädigt. Bei der Landung zwei Stunden später in München war am Fahrwerk Qualm zu sehen, Reifen waren geplatzt.
Passagiere und Besatzung blieben unverletzt, sie kamen mit dem Schrecken davon. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist unklar. Die Airline sprach bereits kurz nach dem Vorfall von einem technischen Problem.

Zu früh aufgesetzt

Die mit 351 Passagieren besetzte Lufthansa-Maschine wiederum setzte nach Angaben der Airline auf dem Beton, aber vor der mit weißen Blockstreifen markierten Landebahnschwelle auf.
Auch hier wurde die Beleuchtung beschädigt. Das Flugzeug, das in San Francisco an der US-Westküste gestartet war, sei sicher gelandet, sagte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage.
Zuvor hatten RTL und „aero.de“ berichtet. Die Fluggäste verließen das Flugzeug regulär. Warum die Maschine so früh aufsetzte, ist unklar. (dpa/red)
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Erdbeerwasser und Arsen: Wie man einen vornehmen Teint erhält

Sonnenbrand, Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung. Um derartige Schäden zu vermeiden, ist das Auftragen von Sonnencreme für viele Frauen längst zur Routine geworden. Angesichts jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung sind sie sich der Risiken der UV-Strahlung bewusst und können aus Tausenden Produkten wählen.
Früher war das anders. Den viktorianischen Frauen fehlte diese wissenschaftliche Basis. Dennoch mieden auch sie die Sonne bewusst. Das hatte jedoch weniger mit Gesundheit zu tun. Zu jener Zeit galt helle Haut als Statussymbol. Ein blasser Teint, der nicht von der Arbeit im Freien geprägt war, stand für Eleganz und Muße. Auf der Suche nach diesem Schönheitsideal rüsteten sich die Frauen mit einem ganzen Arsenal gegen die Sonneneinstrahlung. Ihre Pflege umfasste altbewährte Hausmittel, moderne Kosmetika und experimentelle Anwendungen, die von harmlos bis giftig alles umfassten.

Der Teint als Zeichen vornehmer Herkunft

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich Schönheit zunehmend zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. In jene Zeit fällt der Beginn des viktorianischen Zeitalters, benannt nach Königin Victoria, die von 1837 bis 1901 regierte.
„Keine Frau war jemals glücklicher als unsere junge Königin, was die Reinheit und zarte Rosigkeit ihres strahlenden Teints angeht“, hieß es damals.
Die Vorliebe für helle Haut spiegelte nicht nur Schönheitsideale wider, sondern stand auch für Klasse, Identität und soziale Hierarchie.
In dem viktorianischen Schönheitsratgeber „Handbook of the Toilette“ von 1841 hieß es: „Ein guter Teint, ganz gleich, ob die Haut hell oder braun ist, lässt sich weder mit körperlicher oder geistiger Arbeit noch mit einem Übermaß an Vergnügungen und Ausschweifungen vereinbaren.“
Zeitungen, Frauenzeitschriften und Werbeanzeigen versprachen seitenweise eine glattere Haut, weniger Sommersprossen und ein gepflegteres Aussehen. Porträtmaler und Modedesigner trugen dazu bei, dieses Idealbild zu festigen: In ihren Bildern und Modeentwürfen erschienen Frauen mit blassen, glatten Gesichtern. Ein krasser Gegensatz zu den Frauen, deren Aussehen durch die Arbeit im Freien deutlich geprägt war.
Die viktorianische Kleidung war in erster Linie von Sittsamkeit und Traditionsbewusstsein geprägt, schränkte aber auch die Sonneneinstrahlung ein. Im Sommer trugen Frauen lange Ärmel, hohe Kragen, bodenlange Röcke, Handschuhe sowie Kopfbedeckungen mit breiter Krempe. Sonnenschirme, oft mit Seide bezogen, schützten vor direkter Sonneneinstrahlung.

Modestich, 1880, veröffentlicht in der Modezeitschrift „La Saison“, Nr. 666.

Das Arsenal einer Frau

Über die Kleidung hinaus griffen modebewusste Frauen auf eine Vielzahl von Mitteln zurück, die einen glatten, ebenmäßigen Teint bewahren sollten. Einige Rezepte beruhten auf Wissen, das über Generationen hinweg weitergegeben wurde, während andere in kommerziellen Schönheitsratgebern erschienen oder als Markenprodukte verkauft wurden.
Verschiedene Schönheitsratgeber widmeten sich ausführlich der Behandlung von Sommersprossen, Rötungen und ungleichmäßiger Pigmentierung. Unter den Rezepten fanden sich Buttermilchkompressen, Gurkenlotionen, Zitronencremes und Blütenwasserextrakte.
Zu den sanftesten Behandlungen gegen Sommersprossen im 19. Jahrhundert gehörte Erdbeerwasser. Es wurde in der Regel bei einem Parfümeur oder Apotheker gekauft, wo es neben Rosenwasser, Orangenblütenwasser und anderen destillierten Kosmetikwässern für den Schminktisch angeboten wurde.

Eine farbige Illustration zu „Glycerin- und Gurkencreme“ aus der Ephemera-Sammlung der 1890er-Jahre. Wellcome Library, London. Foto: Wellcome Images/CC-BY-4.0

Eines der beliebtesten Hautpflegeprodukte jener Zeit war die „Cold Cream“. Hergestellt aus Ölen, Wachsen und Rosenwasser, versorgte sie die Haut mit Feuchtigkeit und bildete gleichzeitig einen Schutz vor Wind und Wetter. Ein typisches Rezept aus dem 19. Jahrhundert kombinierte Wachse, Süßmandelöl und Rosenwasser, die miteinander verschmolzen und zu einer glatten Creme verrührt wurden.
Eine weitere wesentliche Komponente der Schönheitspflege jener Zeit war Gesichtspuder. Ihm wurde nicht nur eine verschönernde Wirkung zugeschrieben. Man ging auch davon aus, dass das Puder nach der Hautreinigung Feuchtigkeit aufnahm und die Haut vor Witterungseinflüssen und den Belastungen des Alltags schützte. Zu den üblichen Rezepturen gehörten Inhaltsstoffe wie Zinkoxid, Talkum, Stärke, Kreide, Iriswurzel und geringe Mengen Parfüm. Einige Rezepturen enthielten zusätzlich antiseptische Substanzen wie Salicylsäure.

Puderdose, 1830–1870, vermutlich hergestellt in Bennington, Vermont. Parian-Porzellan; 10,8 cm × 12,1 cm, Metropolitan Museum of Art, New York City.

In der Literatur wurde davor gewarnt, dass zu viel Puder ein künstliches Aussehen erzeugen könnte. Es wurde Wert darauf gelegt, den sanften, natürlichen „Pfirsichglanz“ zu betonen, der mit gesunder Haut assoziiert wurde. Eine häufige Empfehlung lautete, die Haut vor dem Auftragen von Kosmetika vorzubereiten und diese sodann sparsam und möglichst unauffällig einzusetzen.
Einige beliebte „Pearl“-Puder enthielten Wismutverbindungen, die der Haut ein helleres, strahlendes Aussehen verliehen. Bestimmte Hautcremes, darunter Gourauds „Oriental Cream“ und Hagans „Magnolia Balm“, enthielten zudem Zinkoxid, das in erster Linie zur kosmetischen Aufhellung und Vorbehandlung der Haut und weniger als wissenschaftlich fundierter Sonnenschutz verwendet wurde.

Hagans „Magnolia Balm“ wurde zur Verschönerung des Teints sowie zur Beseitigung von Sommersprossen, Ausschlägen, Sonnenbrand und Bräune verwendet. National Museum of American History, Smithsonian Institution.

Der Preis der Perfektion

Nicht jedes Schönheitsmittel war harmlos. Einige Hautpflegeprodukte enthielten Inhaltsstoffe, die heute als gefährlich eingestuft werden, darunter Blei, Arsen und Quecksilberverbindungen.
Quecksilbersublimat, eine hochgiftige Quecksilberverbindung, tauchte in einigen Schönheitsrezepten als Mittel gegen Sommersprossen und Hautunreinheiten auf. Frauen konnten es in Apotheken und Drogerien erwerben, wo es nicht als Kosmetikprodukt, sondern als Arzneimittel und Haushaltsmittel angeboten wurde.
Ein Rezept für eine Hautlotion aus dem viktorianischen Zeitalter, veröffentlicht in „Beeton’s Dictionary of Practical Recipes and Every-Day Information“ von 1871, empfahl eine Mischung aus 1,5 Gran (knapp 0,1 Gramm) Quecksilberdichlorid und 1 Unze Bittermandelemulsion (28–30 ml). Die Anwendung sollte mit einem weichen Schwamm erfolgen. Zugleich warnte das Rezept ausdrücklich: Quecksilberdichlorid müsse mit Vorsicht verwendet werden, da es sich um ein Gift handle.
Obwohl Rezepte wie diese darauf hinwiesen, dass Quecksilber gefährlich war, erklärten sie nur selten das ganze Ausmaß seiner Gefahren. Eine längere Anwendung konnte zu einer Vielzahl schwerwiegender Gesundheitsprobleme führen, darunter Depressionen, abnormale Schwellungen des Körpergewebes, Nierenschäden und Gedächtnisverlust. Statt vor der Anwendung zu warnen, rieten Schönheitsratgeber den Frauen lediglich, Quecksilberverbindungen vor dem Auftragen mit Rosenwasser, Alkohol oder Mandelemulsionen zu verdünnen.
Trotz bekannter Risiken erfreuten sich diese Rezepte, die einen helleren Teint und eine ebenmäßigere Hautfarbe versprachen, einer großen Beliebtheit.

Dr. Campbells Arsen-Hautpflegeblätter, um 1890. National Museum of American History, Smithsonian Institution.

Der viktorianische Ansatz zur Hautpflege lässt sich weder als grundlegend falsch noch vollkommen ausgereift bezeichnen. Im Fokus der viktorianischen Schönheitskultur stand damals der schlichte Gedanke, das Aussehen zu verbessern. Denn, wie die zeitgenössische Zeitschrift „The Girl’s Own Paper“ schrieb, handelt es sich bei Schönheit niemals um eine „feste Größe“.
Auch heute, mehr als ein Jahrhundert später, entwickeln sich Schönheitsideale immer noch weiter. Trotzdem sind einige viktorianische Schönheitspraktiken bis in die Gegenwart erhalten geblieben. Inhaltsstoffe wie Rosenwasser und Zinkoxid werden nach wie vor in modernen Hautpflege- und Kosmetikprodukten verwendet.
Eine Lehre jedoch, die sich aus diesen historischen Schönheitsrezepten ziehen lässt, liegt auf der Hand: Wenn eine Rezeptur Gift enthält, sollte man sie lieber nicht in seine Hautpflege übernehmen, sondern lediglich als historische Erscheinung betrachten.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem TitelStrawberry Water and Arsenic: A Victorian Guide to Staying Pale“ veröffentlicht. Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung (sua)
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19.08.2026 | Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada aus | Frankreich erlaubt Sterbehilfe | Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern

HEUTE7:55 Uhr

OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
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Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen. 

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Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen

Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.

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Entlassener ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste. 

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Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen. 

Klimageräte auf einem Dach. Mit der Zahl der Hitzetage in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Klimaanlagen kräftig gewachsen.

Foto: Martin Gerten/dpa/dpa

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Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab. 

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Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus

US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. 

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US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant

Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.

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Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen

In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
 
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Brand im Hohen Venn soll eingedämmt werden

In Belgien hoffen die Einsatzkräfte auf eine Eindämmung des seit Tagen brennenden Feuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn.
„Ziel ist, die Brände zurückzudrängen und die Bereiche, die wir bis jetzt gerettet haben, weiterhin feuerfrei zu halten“, sagte Tobias Schell, Feuerwehrsprecher in der Nachbarstadt Monschau. Ein Lichtblick sei der Regen, der auch für Mittwoch angesagt sei. „Das spielt uns auf jeden Fall in die Karten.“

Die nordöstliche Flanke des Feuers ist der kritische Punkt

Die Lage sei aber noch nicht unter Kontrolle. Das größte Problem sei die nordöstliche Flanke des Feuers, die besonders schwer erreichbar sei. „Das ist unser kritischer Punkt“, sagte Schell. Diese Brandlinie sei 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
„Solange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben“, sagte er mit Blick auf die etwa 30 Bürger aus Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend ihre Häuser hatten verlassen müssen.
Es gebe dazu anderslautende Gerüchte im Internet, aber die seien falsch, betonte Schell.
Die Geruchsbelästigung reicht bis nach Köln und Wuppertal.

Die Geruchsbelästigung reichte teilweise bis nach Köln und Wuppertal.

Foto: Oliver Berg/dpa

Am Dienstag war die Brandbekämpfung durch Rauchentwicklung behindert worden. Löschhubschrauber konnten deshalb nicht aufsteigen. „Es gab einen Erkundungsflug, der ist aber ziemlich zeitnah abgebrochen worden, weil es einfach keinen Sinn machte“, so Schell.
Der Brandgeruch war am Dienstag noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung in Nordrhein-Westfalen wahrnehmbar gewesen.
Am Abend meldete die Feuerwehr Köln, dass die „Geruchslage“ nicht mehr bestehe. Wie sich der Rauch am Mittwoch entwickle, könne man noch nicht absehen, sagte Schell.
Rauchschwaden ziehen über den großen Waldbrand im Hohen Venn hinweg.

Rauchschwaden ziehen über den großen Waldbrand im Hohen Venn hinweg.

Foto: Kevin Schößler/dpa

Im Hohen Venn sind 3.000 Hektar Naturgebiet in Flammen aufgegangen. Seit Anfang der Woche unterstützt Nordrhein-Westfalen die belgischen Einsatzkräfte auch mit einem seiner beiden „Fire Fighter“ – einer Art Mischung zwischen Forstfahrzeug und Löschpanzer.
Diese geländegängigen Fahrzeuge könnten auch dort eingesetzt werden, wo herkömmliche Feuerwehrautos an ihre Grenzen kämen, teilte das NRW-Landwirtschaftsministerium mit.
Pro Stunde könnten sie rund 30.000 Liter Wasser ausbringen. Gerade im schwer zugänglichen Moorgebiet des Hohen Venn seien sie eine wichtige Unterstützung.

WWF: Natur im Hohen Venn braucht Jahrzehnte zur Erholung

Die Umweltorganisation WWF sieht einen enormen ökologischen Schaden durch das Feuer. „Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Natur sich erholt hat“, sagte Corentin Rousseau vom WWF Belgien der belgischen Zeitung „Het Laatste Nieuws“. „Durch die große Menge Asche ist das Gleichgewicht im Boden gestört.“
Auch ein Wiederansiedlungsprojekt für seltene Auerhühner ist nach Einschätzung von Fachleuten akut gefährdet, wenn nicht gescheitert. 35 der Tiere waren im Frühjahr im Hohen Venn ausgesetzt worden, wie die Zeitung „De Standaard“ berichtete.
Der Biologe Tobias Ceulemans von der Universität Antwerpen sagte, er rechne nicht damit, dass die Kolonie überlebe: „Ihr Lebensraum lag mitten in dem 3.000 Hektar-Gebiet, das im Hohen Venn in Flammen aufgegangen ist.“
Regen hilft, auffrischender Wind ist ungünstig.

Regen hilft, auffrischender Wind ist ungünstig.

Foto: Oliver Berg/dpa

Lage im Hürtgenwald entspannt sich weiter

Der Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel ist dagegen unter Kontrolle. Einsatzkräfte kämpfen dort aber noch gegen Glutnester. „Was hier im Hürtgenwald und in Monschau unter schwierigsten Bedingungen geleistet wird, verdient höchsten Respekt“, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) am Dienstag bei einem Besuch.
„Die aktuellen Waldbrände führen uns mit aller Deutlichkeit vor Augen, wie verletzlich unsere Wälder angesichts von Hitze, Trockenheit, Stürmen und Schädlingen sind. Die Schäden sind immens und werden uns noch lange beschäftigen.“ (dpa/red)
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Fast 9.000 Abschiebungen in Deutschland gescheitert

In diesem Jahr sind bisher fast 9.000 Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern gescheitert. Das berichtet die „BILD“ unter Berufung auf Zahlen aus Regierungskreisen.
Im ersten Halbjahr 2026 sind demnach 8.034 Abschiebungen fehlgeschlagen. Bis Mitte August waren es insgesamt 8.826 gescheiterte Abschiebungen und Rückführungen.
Als Grund wird genannt, dass die zuständigen Bundesländer die ausreisepflichtigen Migranten nicht zum Flughafen bringen konnten, weil diese beispielsweise zuvor untergetaucht waren. 2025 waren laut Angaben aus Sicherheitskreisen insgesamt knapp 18.000 Abschiebungen gescheitert.

9.663 Menschen wurden abgeschoben

Die Zahl der erfolgreichen Abschiebungen lag im ersten Halbjahr 2026 bei über 9.663. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 11.807 gewesen. Das besagt eine Antwort auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm an das Bundesinnenministerium.
In den vergangenen Jahren war die Zahl der Abschiebungen gestiegen. 2025 wurden laut Innenministerium knapp 22.800 Menschen abgeschoben. 2024 waren es knapp 20.100 Menschen, im Jahr davor rund 16.400, und 2022 knapp 13.000 Menschen.
Das Bundesinnenministerium sieht keinen Rückgang der Zahlen, bezieht sich dabei aber sowohl auf Abschiebungen als auch geförderte Ausreisen.
Ein Sprecher verwies auf AFP-Anfrage darauf, dass im ersten Halbjahr 2026 18.939 Menschen aus Deutschland „rückgeführt“ worden seien – sowohl mittels erzwungener Ausreise, also Abschiebung, als auch geförderter Ausreise.
Im Vorjahreszeitraum waren es demnach 19.170 Menschen. „Die Zahl der rückgeführten Personen im ersten Halbjahr 2026 ist somit auf gleichem Niveau wie im ersten Halbjahr 2025.“ (dts/afp/red)
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Umweltministerium plant Millionenhilfe für Reparatur von Tschernobyl-Hülle

Das Bundesumweltministerium plant, die Ukraine bei der Reparatur der Schutzhülle des Kernkraftwerks in Tschernobyl mit bis zu 50 Millionen Euro zu unterstützen.
Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, über den der Newsletter „Energie und Klima“ des „Politico“ berichtet.
Demnach beantragt das Haus von Minister Carsten Schneider die Erteilung einer außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung im Haushaltsjahr 2026 in entsprechender Höhe. Die Zahlung soll 2027 fällig werden.

Schneider besucht derzeit die Ukraine

Schneider befindet sich aktuell auf einer mehrtägigen Reise in der Ukraine. Dabei ist auch ein Besuch von Tschernobyl geplant.
2025 war der Schutzschirm über dem zerstörten Atomreaktor in Tschernobyl durch einen Drohneneinschlag beschädigt worden. „Eine Reparatur ist zwingend erforderlich, um dauerhaft mögliche Freisetzungen von radioaktivem Material in die Umgebung zu verhindern“, heißt es in dem Schreiben.
Die Reparaturkosten würden auf mindestens 500 Millionen Euro veranschlagt, welche die Ukraine voraussichtlich nicht aufbringen könne. (dts/red)
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Grünen-Chef räumt Mitschuld am AfD-Aufstieg ein

Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak hat eine Mitschuld seiner Partei am Aufstieg der AfD eingeräumt.
Keine demokratische Partei könne sich von dieser Verantwortung freisprechen, sagte Banaszak der „BILD“. Auch die Grünen seien Teil eines Kulturkampfes gewesen, der das Land weiter gespalten habe.
Mit Blick auf die AfD warnte Banaszak zugleich vor Übertreibungen. Auf die Frage, ob AfD-Politiker Ulrich Siegmund der „gefährlichste Mann Deutschlands“ sei, sagte er: „Ich glaube, wenn man in so eine Art Grusel-Porno geht und sagt: `Oh Gott, mal gucken, was da passiert`, dann spielt man am Ende im Zweifel den Falschen in die Hände.“

Banaszak: Hauptverantwortung liegt bei Merz

Stattdessen müssten die Menschen in Sachsen-Anhalt entscheiden, ob sie von einer Partei regiert werden wollten, die ihr Verhältnis zum staatlichen Gewaltmonopol nicht klar habe.
Die Hauptverantwortung für die aktuelle Stärke der AfD sieht der Grünen-Chef bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dieser habe versprochen, die AfD zu halbieren.
„Mittlerweile ist das genau umgekehrt der Fall“, sagte Banaszak. Merz habe seinen Wahlkampf mit den gegenteiligen Versprechen davon geführt, was er jetzt mache. Er habe sich entschieden, den Deutschen Unwahrheiten zu erzählen. (dts/red)
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Diskriminierung auf dem Klo: Wienerin klagt gegen WC-Gebühren für Frauen

Die Ungerechtigkeit fiel Melanie Gradik bei einem Spaziergang auf: „Ich war mit einem Freund im Stadtpark und wir mussten beide auf die Toilette. Er konnte kostenlos urinieren, ich musste 50 Cent bezahlen“, erzählt die Wienerin.
Das verstoße gegen das Antidiskriminierungsgesetz der österreichischen Hauptstadt, ist die 27-Jährige überzeugt – und verklagte die Stadtverwaltung von Wien.
Wie auch in vielen deutschen Städten, sind in Wien Pissoirs für Männer oft frei zugänglich, während Frauen die WC-Kabinen nur gegen Gebühr benutzen können.
„Es ist eine Kleinigkeit, aber auch ein Beispiel dafür, wie Frauen im Alltag ungleich behandelt werden“, sagt Gradik beim Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP im Wiener Augarten. „Warum können Toiletten nicht für alle kostenlos sein oder für alle 50 Cent kosten? Das ist ungerecht.“

Möglicher Präzedenzfall für Österreich

Das sieht auch Gradiks Anwältin Petra Laback so: Die Tatsache, dass manche öffentliche Einrichtungen kostenlose Urinale für Männer anbieten, führe zu einer Ungleichbehandlung der Geschlechter.
„Männer haben eine zusätzliche kostenlose Alternative, Frauen nicht“, sagt sie. Sollte Gradik einen Prozess in dem Streit gewinnen, könnte dies einen Präzedenzfall für ganz Österreich schaffen, hofft die Juristin: „Das wird sicherlich Auswirkungen auf andere Gemeinden haben.“

Ein Blick auf Wien, im Vordergrund das Rathaus.

Foto: Dirk Van Geel/iStock

In Wien gibt es derzeit 168 öffentlich betriebene Toilettenanlagen, von denen 139 kostenlos genutzt werden können. Nach Angaben der Stadtverwaltung erheben die 29 kostenpflichtigen Anlagen eine Gebühr, weil dort Toilettenpersonal beschäftigt ist.
Das sei an stark frequentierten Orten mit intensiver Nutzung notwendig, um Sauberkeit und die ordnungsgemäße Nutzung sicherzustellen, erklärt Sandra Holzinger von der Wiener Stadtverwaltung.
Doch auch bei diesen Einrichtungen sind die Pissoirs kostenlos zugänglich. Das solle verhindern, dass Männer in der Öffentlichkeit urinieren, begründet die Sprecherin.

Rechtsprofessorin: Benachteiligung für Frauen

Die Rechtsprofessorin Anna Gamper von der Universität Innsbruck hält diese Regelung mit Blick auf die Geschlechter-Gleichstellung für fraglich. Nach österreichischem Recht „darf zwischen Männern und Frauen nur unterschieden werden, wenn dafür eine besondere sachliche Rechtfertigung besteht“, sagt sie.
Bei öffentlichen Toilette scheine eine solche „nicht vorzuliegen“, da die Kosten für den Bau, die Instandhaltung und die Reinigung von Kabinen und Pissoirs letztlich gleich seien.
Selbst wenn die Instandhaltung von Kabinen etwas teurer wäre oder diese mehr Wasser verbrauchten, reiche das nicht unbedingt aus, um einen Preisunterschied gegenüber Urinalen zu rechtfertigen, urteilt die Professorin.
„Frauen dürfen nicht allein deshalb finanziell benachteiligt werden, weil sie eine andere Anatomie haben und auch aus Sicherheitsgründen auf eine Kabine angewiesen sind.“ Das Argument, dass auch Männer für eine Kabine bezahlen müssen, lässt Gamper nicht gelten. Schließlich hätten sie im Gegensatz zu Frauen eine kostenlose Option.
Frauen in Österreich hätten im Alltag im Vergleich zu Männern ohnehin zusätzliche Kosten, beispielsweise für Periodenprodukte, sagt der Sprecher der Wiener Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch, Stefan Hayden.

Koalitionsvertrag: Öffentliche Toiletten prüfen und ausbauen

In ihrem Koalitionsvertrag verpflichteten sich die in Wien regierenden Sozialdemokraten und Liberalen, das Angebot an öffentlichen Toiletten auszubauen und zu prüfen, ob sie für alle Geschlechter kostenlos werden können.
Im Augarten gibt es seit dem vergangenen Jahr neue öffentliche Toiletten – ein Modell ganz im Sinn von Melanie Gradik. Die WC-Häuschen fügen sich mit ihren geschwungenen weißen Keramikfassaden nicht nur harmonisch in den historischen Barockpark ein, sondern sind auch kostenlos – für Männer und Frauen. (afp/red)
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Panne bei „Afrika-Training“ der Luftwaffe macht Wirbel

Die auf den Seychellen gestrandete Regierungsmaschine der Flugbereitschaft wird ihren Heimflug wohl erst in einigen Tagen antreten. Der Start sei nun für Freitag geplant, auch wenn Ersatzteile für die Behebung der Panne bereits auf der Insel im Indischen Ozean seien, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.
Grund für den Startzeitpunkt seien noch ausstehende Überfluggenehmigungen („Diplomatic Clearances“). Diese müssen von anderen Nationen erst erteilt werden. Deswegen benötigen Militärflüge in der Regel zeitlichen Vorlauf.
Die Bombardier Global 5000 war auf einem Trainingsflug von Ägypten zur französischen Insel Réunion wegen eines technischen Problems außerplanmäßig auf dem Inselstaat zwischengelandet. Für die Reparatur brachte ein französisches A400M-Transportflugzeug das Material mit, darunter eine Hydraulikpumpe.
Die Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft

Die Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft.

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Landung im Urlaubsparadies hatte Fragen aufgeworfen, nachdem der AfD-Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann ein Foto der Maschine auf der Plattform X veröffentlicht hatte. Der Politiker, der sich nach eigenen Angaben im Urlaub auf den Seychellen aufhält, vermutete eine unangekündigte Urlaubsreise des Kanzlers oder eines Ministers.

Verteidigungsministerium äußert sich zum Übungsflug

Das Verteidigungsministerium wies dies zurück. Vielmehr habe die Crew ein sogenanntes Afrika-Training absolviert, bei dem Verfahren für das Fliegen über unkontrolliertem Luftraum geübt würden, insbesondere Anflugverfahren sowie der Flugbetrieb unter besonderen klimatischen Bedingungen.
„Der Flugbetrieb in Afrika unterscheidet sich grundlegend von dem in Europa oder Nordamerika“, sagte ein Sprecher dazu.
Während der Flugverkehr in Europa größtenteils auf das auf Satelliten basierende GPS-Anflugverfahren setzt, werde in Afrika sehr häufig noch das Funkfeuerverfahren verwendet.
Zudem gebe es dort sogenannte Hot-and-High-Bedingungen, also heiße Temperaturen und Höhenlagen. Beispiel sei das Äthiopische Hochland. Beides könne die Luftfahrzeugleistung beeinflussen. Er verwies auch auf Wetter- und klimatische Bedingungen, die in Europa nicht vorherrschen („Innertropische Konvergenzzone“).

Flugstrecke quer durch Afrika bis nach Europa geplant

Die Crew hatte einen Langstreckenflug vor. Der geplante Flugweg sollte laut Verteidigungsministerium von der Ostküste auf Äquatorhöhe quer durch Afrika bis zur Westküste und dann zurück nach Europa führen.
Dabei hätten die besonderen Bedingungen „vielfältig erfahren werden können“. Der Sprecher sagt: „Aufgrund des technischen Defektes musste dann der Flug an der Ostküste auf den Seychellen beendet werden.“
Das Training sei für junge und noch unerfahrene Crewmitglieder ein wichtiger Baustein in ihrer fliegenden Laufbahn. „Diese Eindrücke, die nicht im Simulator vermittelt werden können, müssen selbst erlebt und vor Ort trainiert werden.
Wenn Flüge für verschiedene Ressorts, den Bundeskanzler oder den Bundespräsidenten in diese Regionen durchgeführt werden, ist es unser Anspruch, dass unsere Crews bestens ausgebildet sind und sich mit den Begebenheiten der jeweiligen Region auskennen“, so das Ministerium.
Allerdings ist diese militärische Ausbildungspraxis selbst in Fachkreisen der Zivilluftfahrt nicht allgemein bekannt. So sagt ein Sprecher der Lufthansa Aviation Training GmbH in München auf dpa-Anfrage: „In den vom Luftfahrtbundesamt vorgeschriebenen Trainings gibt es kein spezielles Afrika-Modul.“
Besonderheiten dort könnten fehlende Flugsicherung vom Boden (ATC) oder spezielle Anflugverfahren für einzelne Flughäfen sein, erklärt er. Das lasse sich beides im Simulator trainieren und werde nach Bedarf eingestreut. Bei fehlender Flugsicherung greife ein System, über das Flugzeuge in der Luft untereinander Kontakt halten und sich mit Informationen versorgen.
Die Flugbereitschaft bringt Regierungsmitglieder ins Ausland

Die Flugbereitschaft bringt Regierungsmitglieder ins Ausland

Foto: Soeren Stache/dpa

Linke kritisiert Leerflüge der Flugbereitschaft

Die Regierungsflieger der Bundeswehr haben unterdessen nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ersten Halbjahr rund die Hälfte ihrer Flüge ohne Passagiere absolviert. 308 Teilstrecken seien für Dienstreisen mit Mitgliedern der Bundesregierung absolviert worden, 305 Teilstrecken hingegen zur Bereitstellung der Luftfahrzeuge, teilte das Ministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch mit.
Die Leerflüge kommen oft dadurch zustande, dass die Regierungsflieger in Köln stationiert sind, die Passagiere ihre Dienstreisen aber in der Hauptstadt Berlin antreten.
Bartsch nannte die Zahlen eine „Bruchlandung“ für die Bundesregierung. „Wenn die Flugbereitschaft der Bundeswehr in sechs Monaten rund 600 Mal abhebt, aber in der Hälfte der Fälle ohne Passagiere, dann bleibt das ein inakzeptables Missverhältnis und ein teures Ärgernis“, meinte der Linken-Politiker.
Ursprünglich sollten die Regierungsmaschinen bereits 2012 ganz nach Berlin umziehen. Es gab mehrere Verzögerungen. Der Berlin-Brandenburger Flughafen BER wurde später eröffnet als erwartet. Immer noch fehlt Infrastruktur für die Flugbereitschaft. Neue Planungen sehen einen Gesamtumzug erst in der zweiten Hälfte der 30er Jahre vor. (dpa/red)
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19.08.2026 | Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada aus | Emirate stoppen alle Handels- und Finanzgeschäfte mit dem Iran

HEUTE6:25 Uhr

Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab. 

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HEUTE6:17 Uhr

Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus

US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. 

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HEUTE6:01 Uhr

US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant

Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.

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HEUTE5:24 Uhr

Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen

In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen

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Social-Media-Sucht: Schwere Vorwürfe gegen Meta

Im womöglich wegweisenden US-Prozess um Social-Media-Sucht durch Instagram und Facebook hat die Staatsanwaltschaft dem Meta-Konzern schwere Vorwürfe gemacht. Meta habe Kinder und Jugendliche abhängig gemacht, die Funktionsweise ihrer Gehirne „ausgenutzt“ und die Öffentlichkeit in die Irre geführt, sagte Kaliforniens stellvertretende Generalstaatsanwältin Megan O’Neill in ihrem Eröffnungsplädoyer.
Meta muss sich vor einem Gericht in Oakland wegen des Vorwurfs verantworten, seine Online-Netzwerke so gestaltet zu haben, dass Minderjährige abhängig und dadurch psychisch krank werden.
„Metas Geschäftsmodell lässt sich auf vier einfache Punkte reduzieren: Nutzer an sich binden, sie so lange wie möglich halten, ihre Daten abschöpfen und dann die Wahrheit vor der Öffentlichkeit verbergen“, sagte O’Neill.

Protest vor dem Gericht

Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten Mütter gegen Meta. Sie erklärten, ihre Kinder hätten infolge der Nutzung der Onlinedienste Suizid begangen. „Kein Unternehmen – ganz gleich, wie reich, einflussreich oder vermeintlich unangreifbar es sich fühlt – darf über der Wahrheit, dem Gesetz und unseren Kindern stehen“, sagte die Mutter Lori Schott.

Jason Slothouber (Mitte), leitender Staatsanwalt aus Colorado, trifft am 18. August 2026 am Bundesgericht in Oakland ein.

Foto: Godofredo A. VÁSQUEZ / AFP via Getty Images

Milliardenstrafe und neue Regeln

Mehrere US-Bundesstaaten fordern Einschränkungen bei Instagram- und Facebook-Funktionen sowie eine massive Strafzahlung von rund 200 Milliarden Dollar (etwa 173 Milliarden Euro). Die Summe ergibt sich aus mehreren tausend Dollar, die die Generalstaatsanwaltschaften für jeden betroffenen Heranwachsenden ansetzen. Meta selbst hatte in einem Gerichtsdokument sogar erklärt, die Gesamtstrafe könne mehr als eine Billion Dollar betragen.
Im Mittelpunkt stehen Funktionen wie Endlos-Scrollen, häufige Benachrichtigungen und das Zählen von „Gefällt mir“-Reaktionen. Die Kläger kritisieren damit vor allem die Gestaltung der Netzwerke und nicht deren Inhalte. Für diese genießen Online-Plattformen nach US-Recht weitgehende Immunität.

Prozess könnte weitreichende Folgen haben

In den USA laufen bereits zahlreiche Verfahren gegen Online-Netzwerke. Der Prozess in Kalifornien könnte für Meta jedoch besonders folgenreich sein, da erstmals eine Entscheidung auf Bundesebene ansteht.
Die Anklage will auch Meta-Chef Mark Zuckerberg zu den Vorwürfen befragen. Seine Anhörung ist für Ende September geplant. Auch Instagram-Chef Adam Mosseri ist vorgeladen. Mit einem Urteil von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers wird Anfang Oktober gerechnet.

Anklage will Meta-Chef Zuckerberg Ende September befragen (Archivbild)

Foto: Kevin Dietsch/Getty Images

Ausgangspunkt: die „Facebook Files“

Der Prozess geht auf die sogenannten „Facebook Files“ zurück, die die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen Ende 2021 veröffentlichte. Die tausenden Seiten enthielten Ergebnisse konzerninterner Untersuchungen zu den Auswirkungen der Meta-Netzwerke auf die psychische Gesundheit minderjähriger Nutzerinnen.
Den Unterlagen zufolge waren dem Konzern mögliche schädliche Auswirkungen des Social-Media-Konsums bekannt. Öffentlich habe Meta entsprechende Bedenken und Warnungen jedoch zurückgewiesen. Stattdessen soll der Konzern seine Netzwerke bewusst so gestaltet haben, dass sie Suchtverhalten fördern.

29 Bundesstaaten klagen

Nach den Enthüllungen leiteten dutzende US-Bundesstaaten eine gemeinsame Untersuchung ein. Zwei Jahre später reichten 29 von ihnen Klage gegen Meta ein.
Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey führen nun stellvertretend einen Pilotprozess. Sollte Meta unterliegen, soll der Konzern anschließend mit allen klagenden Bundesstaaten eine Vereinbarung schließen.

Meta weist Vorwürfe zurück

Meta betont, ausreichend Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzerinnen und Nutzer zu ergreifen. Zudem argumentiert der Konzern, die psychische Gesundheit von Jugendlichen könne nicht durch einen einzelnen Onlinedienst beeinträchtigt werden.
Einige der beanstandeten Funktionen müssten außerdem aufgrund des verfassungsrechtlich geschützten Rechts auf freie Meinungsäußerung unangetastet bleiben, argumentiert Meta. (afp/red)
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1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt

Bei archäologischen Ausgrabungen in der peruanischen Hauptstadt Lima sind die rund 1.400 Jahre alten Überreste eines möglichen Menschenopfers entdeckt worden.
Der Fund wurde in der Ruinenstätte Huaca Pucllana der Lima-Kultur gemacht, die zwischen 450 und 650 nach Christus errichtet wurde, wie das Kulturministerium des südamerikanischen Landes mitteilte.
Ein archäologisches Team fand die Überreste eines vermutlich erwachsenen Mannes. Sie sollen als Opfergabe bei der rituellen Schließung eines unterirdischen Wasserkanals deponiert worden sein, der mit einem zeremoniellen Brunnen in Verbindung steht. Die Archäologen fanden dort außerdem einen Schlangenkopf aus Keramik.

Beeindruckende Pyramide aus handgefertigten Lehmziegeln

Das Skelett sei entlang des Kanals liegend gefunden worden. Es sei in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet gewesen und habe auf der linken Seite gelegen. Der Schädel sei nach Westen gerichtet gewesen, der Blick auf die Pyramide und das Meer. Dies deute „auf eine absichtliche Anordnung im Zusammenhang mit der rituellen Einweihung des Bauwerks“ hin, teilte das Kulturministerium mit.
Die Entdeckung liefert laut den Kulturbehörden neue Erkenntnisse über die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana. Die Stätte im Viertel Miraflores ist für ihre Stufenpyramide bekannt, die aus Millionen handgefertigten Lehmziegeln besteht. (dpa/red)
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Belgien: Feuerwehr will Brand im Hohen Venn einkreisen

In Belgien hat die Feuerwehr am Dienstag, den 18. August, einen möglicherweise entscheidenden Vorstoß gestartet, um den größten Brand in dem Land seit mehr als 100 Jahren vollständig unter Kontrolle zu bringen.
Die Feuerwehrleute versuchten, das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn „vollständig einzukreisen“, sagte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, im Einsatzgebiet im Osten Belgiens.
Unterdessen warnte die nordrhein-westfälische Gemeinde Monschau vor „gesundheitlichen Gefahren“ infolge der Rauchentwicklung durch den Brand im Nachbarland.

Hoffnung auf Einkreisung des Feuers

Sollte eine Einkreisung des Feuers gelingen, könne „man hoffen, dass es unter Kontrolle gebracht werden kann“, erläuterte Hosmans, der von einem möglicherweise „entscheidenden Tag“ bei der Brandbekämpfung sprach.
Voraussetzung sei allerdings, dass das Wetter sich nicht „radikal ändert“, betonte Hosmans. Regen verlangsamte am Dienstag die weitere Ausbreitung des Feuers.

Rückkehr der Einwohner nach Sourbrodt

Die Einwohner des Dorfes Sourbrodt in der belgischen Gemeinde Weismes konnten ab Montagabend in ihre Häuser zurückkehren. Unter den Rückkehrern war am Dienstag auch Monika Schieren aus dem rund 40 Kilometer Luftlinie entfernten Eschweiler.
Die 62-Jährige und ihre Familie waren am Samstagnachmittag aus ihrer Urlaubsunterkunft in Sourbrodt evakuiert worden. „Wir konnten nichts mitnehmen“, sagte Schieren der Nachrichtenagentur AFP. „Deswegen sind wir nochmal zurückgekommen, zum Packen.“
Trotz der Aufhebung der Evakuierungsanordnung wolle die Familie ihren Urlaub nicht fortsetzen. „Wir haben Angst, das Feuer ist noch nicht bekämpft“, betonte Schieren.

Evakuierung in Sourbrodt: Als sich das Feuer im Hohen Venn ausbreitete, standen die Flammen am 15. August 2026 direkt vor den Haustüren der Dorfbewohner. (Archivbild)

Foto: Valentin Bianchi / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Ausmaß und besondere Gefahr durch Torf

Das Feuer im bei Wanderern und Radfahrern beliebten Hohen Venn vernichtete seit Freitag rund 3000 Hektar Vegetation – das entspricht in etwa der Fläche der Nordseeinsel Borkum. Das Gebiet besteht aus sumpfigen Torfmooren und Kiefernwäldern.
Torfbrände sind problematisch, weil das Feuer sich unterirdisch über mehrere Torfschichten verbreiten und über Jahre hinweg unentdeckt weiter schwelen kann.
Der Feuerwehrmann David Covens sagte am Einsatzort, das Feuer stecke „teils ziemlich tief“ im Boden. Behördensprecher Nicolas Yernaux sagte, es würden „vermutlich hunderttausende Liter“ Wasser nötig sein, um das Gelände zu fluten.
„Nur weil man keine Flammen mehr sieht, ist das Feuer trotzdem da“, sagte er. Wegen des Torfs könne es „wirklich Wochen, sogar Monate“ dauern, bis der Brand gelöscht ist. Zunächst gehe es aber darum, „eine letzte kleine Lücke zu schließen“, bis das Feuer eingekreist ist.
Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen. Ein Brand im Hochmoor birgt besondere Gefahren.

Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen. Ein Brand im Hochmoor birgt besondere Gefahren.

Foto: Thomas Banneyer/dpa

Größter Waldbrand seit 1911 und Auswirkungen in Deutschland

Bei dem Feuer in dem Naturschutzgebiet an der Grenze zu Deutschland handelt es sich um den größten Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911. Im deutschen Eifelort Monschau mussten wegen des Brandes zeitweise zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden.
Die Gemeinde Monschau teilte mit, als Folge des Waldbrandes im Hohen Venn komme es in Monschau und den Gemeinden Roetgen und Simmerath zu erheblichen Geruchsbelästigungen und möglicher Schadstoffbelastung.
Die Einwohner der betroffenen Orte wurden aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten sowie Fenster und Türen zu schließen. Auch in Köln, Leverkusen und Aachen wurden Warnungen vor Geruchsbelästigung verbreitet.

Klimawandel als Brandbeschleuniger

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände. (afp/red)
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Cicero: Fünf Schritte zu einem guten Gespräch

Wir alle kennen das: Wir treffen uns mit Freunden, unterhalten uns nach dem Gottesdienst oder nehmen an einer Netzwerkveranstaltung teil, doch trotz aller Bemühungen verläuft das Gespräch im Sande. Dafür kann es viele Gründe geben, aber im Allgemeinen liegt es entweder daran, dass unsere Gesprächspartner ins Stocken geraten, oder daran, dass uns selbst nichts einfällt, worüber wir reden könnten.
Solche Erfahrungen können entmutigend sein – vor allem für Menschen, die wissen, wie sehr ein gutes Gespräch das Leben verändern kann. Schließlich kann eine simple Unterhaltung jemanden ermutigen oder zu einem Umdenken bewegen, aber leider auch das Ansehen einer Person ruinieren.
Wie können wir gute Gesprächspartner sein, die mit ihren Worten etwas Positives bewirken? Der römische Philosoph und Staatsmann Marcus Tullius Cicero hat sich in seinem Werk „Von den Pflichten“ („De officiis“) mit einer ähnlichen Frage auseinandergesetzt und die folgenden fünf Tipps gegeben, die wir in unsere verbalen Interaktionen mit anderen einfließen lassen sollten:
„Der junge Cicero beim Lesen“ von Vincenzo Foppa (Fresko, 1464), heute in der Wallace Collection in London. Foto: Vincenzo Foppa, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

„Der junge Cicero beim Lesen“ von Vincenzo Foppa, Fresko, 1464, heute in der Wallace Collection in London.

Foto: gemeinfrei

Zuerst an andere denken

Es passiert unglaublich leicht, dass man im Gespräch in Selbstbezogenheit verfällt, sich auf Themen konzentriert, die einen selbst interessieren, oder – oft auf umständliche Weise – von den eigenen jüngsten Aktivitäten berichtet. Cicero riet jedoch dazu, langatmige und wortreiche Reden zu vermeiden, und betonte die Notwendigkeit von Höflichkeit im Gespräch. Das bedeutet, „andere nicht um ihr Wort zu bringen, als hätte man das alleinige Recht, gehört zu werden; sondern, wie in allen anderen Dingen auch […] den Wortwechsel nicht als ungerecht anzusehen.“
Wenn Sie also das nächste Mal in einem Gespräch sind, hören Sie sich selbst zu. Beurteilen Sie, ob Sie nur vor sich hin plappern oder ob Sie sich tatsächlich Zeit nehmen, Ihrem Gesprächspartner Fragen zu stellen und echtes Interesse an dem zeigen, was er zu sagen hat.

Klatsch und Tratsch vermeiden

Aus irgendeinem Grund neigen Gespräche oft dazu, in Gerede über andere abzugleiten. Eine solche Praxis ist in Ordnung, solange die Diskussion über andere lobenswert ist. Aber Gespräche, die andere herabsetzen, müssen laut Cicero um jeden Preis vermieden werden. Dies geschieht sowohl zum Wohl der anderen als auch um unseres eigenen Rufes willen. Menschen, die andere hinter deren Rücken verleumden oder diffamieren, so Cicero, „zeigen einen Mangel an moralischem Charakter“.

Themen mit Bedacht wählen

Wenn es tabu sein sollte, schlecht über andere zu reden, welche Themen sind dann erlaubt? Cicero schlug die Themen „private Angelegenheiten, Politik oder die Theorie und Praxis der Künste“ vor. Anders ausgedrückt: Wenn wir – selbstverständlich mit Bedacht – etwas über uns selbst preisgeben, sind aktuelle Nachrichten oder Filme, Sport, Bücher, Theaterstücke und andere Formen der Unterhaltung allesamt würdige Gesprächsthemen.
„Man muss jedoch Rücksicht auf die anwesenden Personen nehmen“, mahnte Cicero, „denn wir interessieren uns nicht alle zu jeder Zeit und in gleichem Maße für dieselben Dinge.“ Mit anderen Worten: Schätzen Sie Ihren Gesprächspartner ein und langweilen Sie ihn nicht mit Informationen, die ihn nicht interessieren.
Gutes Zuhören, das Vermeiden von Klatsch, die Wahl bedeutungsvoller Themen und das Wissen, wie man ein Gespräch beendet, können alltägliche Begegnungen in dauerhafte Verbindungen verwandeln. Foto: deepblue4you/iStock

Gutes Zuhören, das Vermeiden von Klatsch, die Wahl bedeutungsvoller Themen und das Wissen, wann ein Gespräch zu beenden ist, können aus alltäglichen Begegnungen dauerhafte Verbindungen machen.

Foto: deepblue4you/iStock

Das Gesprächsende nicht verpassen

Manche von uns sind Experten des „langen Abschieds“ – eine nette Umschreibung dafür, dass wir nie wissen, wie wir ein Gespräch beenden und taktvoll und würdevoll gehen sollen. Cicero ermahnte uns: „Beachtet stets […] die Dauer, über die sich die Freude am Gespräch erstreckt, und so wie es einen Grund für den Beginn gab, so soll es auch eine Grenze geben, an der ein Ende gesetzt wird.“ Das bedeutet, dass wir die Körpersprache unserer Gesprächspartner beobachten müssen. Wenn sie desinteressiert wirken oder es eilig haben, lassen Sie sie bereitwillig mit anderen sprechen, indem Sie sich verabschieden und jemanden anderen suchen, mit dem Sie sich unterhalten können.

Emotionen im Zaum halten

Auch wenn wir im Gespräch schnell erkennen, dass andere desinteressiert sind, sollten wir darauf achten, solches Desinteresse nicht in unserer eigenen Körpersprache preiszugeben. Cicero rät uns zudem, im Gespräch „übermäßige Emotionalität zu meiden“ – vor allem Emotionen wie Zorn. Denn, so Cicero, „mit Zorn lässt sich nichts richtig tun und nichts besonnen“.
Ciceros Schriften werden oft als Einflussquelle der amerikanischen Gründerväter angesehen, die neue Wege beschritten und eine Nation voller Würde, Respekt und Weisheit ins Leben riefen. Angesichts der derzeitigen Tendenz unserer Gesellschaft, gegeneinander zu wettern und sich nur auf sich selbst zu konzentrieren – sei es in Onlinedebatten oder in persönlichen Gesprächen –, scheinen seine Ratschläge für die Amerikaner von heute ebenso nützlich zu sein. Wir müssten uns nur die Zeit nehmen, sie zu studieren und uns zu Herzen zu nehmen.
Dieser Artikel erschien im Original auf „1819 News“  und theepochtimes.com unter dem Titel „Cicero’s 5 Steps to a Good Conversation“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Totgesagte leben länger – Gold ist zurück!

Die Warteschlangen an der Klagemauer wurden in den vergangenen Wochen immer länger – die Edelmetalle, insbesondere Gold und Silber, erlebten nach monatelanger Rallyephase starke Rücksetzer.
Im vergangenen Jahr war Gold noch einer der großen Überflieger und rückte in den Fokus vieler Anleger. Hätte man nun doch auf die Verbraucherzentrale hören sollen, die Gold nicht als sichere Geldanlage einstufte? Und Gold bringt ja ohnehin keine Zinsen und Renditen.
Zur Einordnung: Mit einem Plus von rund 60 Prozent lieferte der Goldpreis 2025 eine herausragende Performance. Vom Allzeithoch, das das Edelmetall Ende Januar 2026 mit 5.586,20 US-Dollar erreichte, liegt Gold aktuell circa 21 Prozent entfernt.
Aber ist dies die Anlegerrealität? Sicher nicht! Denn auf 12-Monats-Basis liegen wir im Euro bei einem satten Plus von knapp 34 Prozent. Also doch nicht so schlecht, wie es viele Aktienjunkies dem Edelmetall zurechnen wollen. Dabei werden auch die weiteren Anlagemetalle nicht vergessen. Silber verzeichnet mehr als 72 Prozent, Platin 32 Prozent und Palladium 19 Prozent auf Jahresbasis.
In den vergangenen 30 Tagen ist sich der Goldkurs um 9 Prozent gestiegen. Ist es nun kurzfristige Stärke oder langfristige Konsolidierung?
Die langfristigen Prognosen der globalen Banken zeigen, wie uneinig sich die Analysten über die Bandbreite und die weitere Richtung sind. So hat JPMorgan seine Prognose für das vierte Quartal von 6.000 auf 4.500 Dollar pro Feinunze gesenkt. Morgan Stanley prognostiziert für das zweite Halbjahr 5.200 Dollar. Goldman Sachs sieht Gold zum Jahresende bei 4.900 Dollar, die Commerzbank bei 4.500 Dollar.

An den Notenbanken orientieren?

Viele Einflussfaktoren spielen bei der Preisbildung eine Rolle. Aktuell ist die physische Nachfrage in China eingebrochen – die Zahl der Käufer von Investmentbarren hat laut „Börse Global“ um rund 60 Prozent abgenommen.
Anders soll sich das Bild bei der chinesischen Zentralbank darstellen: Laut chinesischen Medien hat die Chinesische Volksbank ihre Goldreserven im Mai um 320.000 Unzen aufgestockt. Das soll der 19. Monat in Folge mit Zukäufen gewesen sein. Der Goldanteil an Chinas Devisenreserven lag laut den Berichten somit Ende Mai bei 3,44 Billionen Dollar (2,97 Billionen Euro).
Zusätzlich berichtet die Europäische Zentralbank laut „Financial Times“, dass Gold US-Staatsanleihen als größten Bestandteil der offiziellen Reserven der Notenbanken Ende 2025 überholt hat. 27 Prozent bei Gold, 22 Prozent bei US-Staatsanleihen. Ein Jahr zuvor lag das Verhältnis noch bei 20 Prozent Gold und 25 Prozent Staatsanleihen.
Im zweiten Quartal 2026 kauften die Notenbanken der Welt laut dem World Gold Council 289 Tonnen Gold netto zu. Satte 62 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ausgerechnet in einem Zeitraum des stärksten Rücksetzers im Goldpreis seit einem Jahrzehnt.
Also an den Privatkäufern orientieren oder an den Notenbanken? Die globale Ebene bestimmt den Goldpreis!
Die London Bullion Market Association führte im Juli eine Umfrage zur Lage des Goldpreises durch. Die befragten 16 Marktexperten sehen beim Goldpreis weiteres Potenzial bis zum Jahreswechsel 2026. So berichte „Kitco News“.
Einige Experten sahen optimistisch nach vorn und erwarteten den Preis bei bis zu 5.100 Dollar – im Mittel lagen die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 bei 4.604 Dollar pro Feinunze. Der Jahresdurchschnitt lag im Jahr 2025 bei rund 3.439,37 Dollar. Das würde wiederum ein Plus von mehr als 33 Prozent bedeuten.
Auf globaler Ebene sind auch weiterhin viele Faktoren maßgeblich. An erster Stelle sind da die geopolitischen Krisenherde zu nennen. Aber auch der Inflationsverlauf und die Arbeitsmarktdaten aus den USA und die Entscheidungen der US-Notenbank. Und nicht zuletzt die künftigen Goldkäufe der Zentralbanken und die globale Staatsverschuldung.

Schuldenorgie läuft ungebremst weiter

Anleger sollten immer im Fokus haben, dass Gold nach wie vor der sichere Anlagehafen in Phasen wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit ist. Die Schuldenorgie mit dem Sumpf der Defizite sollte uns allen Schweiß auf die Stirn treiben. In Frankreich und den USA wächst die Staatsverschuldung ungebremst weiter.
Die USA zahlen erstmals pro Tag 3 Milliarden Dollar (2,59 Milliarden Euro) Zinsen. Bei der Gesamtverschuldung – also Bundesstaat, Kommunen, Unternehmen und private Haushalte – ist die 50-Billionen-Dollar-Schulden-Marke (43 Billionen Euro) laut „FinanzNachrichten.de“ in Sichtweite. Das Land des omnipräsenten Präsidenten Donald Trump ist in die Schuldenfalle geraten. Das Land kann es sich nicht mehr leisten, die Zinsen anzuheben, um die Inflation zu bekämpfen.
Die Spirale von explodierenden Schulden und gefährlicher Gebundenheit an kurzfristige Finanzierungen kann das gesamte Finanzsystem ins Wanken bringen. Viele meiner Expertenkollegen sehen die USA ohne den KI-Boom in einer tiefen Rezession.
Die Vorzeichen für Gold sind weiterhin positiv. Anleger sollten aber auch die anderen Anlagemetalle wie Silber, Platin, Palladium und Technologiemetalle mit den Seltenen Erden nicht außer Acht lassen.
Die Prognosen für den weiteren Preisverlauf sehen bei Silber Kursziele von bis zu 150 Dollar.
Kein Wunder – die wachsende Nachfrage wird durch Photovoltaik, Elektrifizierung, Stromnetze, moderne Elektronik und zunehmend auch die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz befeuert. Gleichzeitig kann das Minenangebot die Nachfrage nicht decken. Seit mehreren Jahren sehen wir im Silber strukturelle Angebotsdefizite. Platin und Palladium profitieren vom allgemeinen Edelmetalltrend und ihrer industriellen Nutzung.
Für Gold sollten wieder Preise von 5.000 Dollar möglich sein. Allein im Juli sammelten laut dem World Gold Council weltweit mit Gold hinterlegte börsengehandelte Fonds (ETFs) 3 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) ein. Mit einer Bestandssteigerung um 23 Tonnen halten sie inzwischen 4.068 Tonnen.
Schwächephasen können sich als Gelegenheit zum Aufbau und zur Erweiterung eines strategischen Portfolios erweisen. Eine nennenswerte Volatilität (Schwankungsbreite) ist inzwischen regelmäßiger Begleiter des Preises.
Wie bei vielen Anlageklassen bleibt laut „Plattform J“ die Entwicklung des Goldpreises letztlich von einer Vielzahl an Faktoren abhängig: „Physische Nachfrage, der Wunsch nach Sicherheit, die Entwicklung des Dollars sowie Inflation und Zinslandschaft werden den Preis weiter bestimmen.“
Weiterhin wird der Preis nachhaltig von den Zentralbanken beflügelt. Eine Umfrage durch das Investmenthaus Invesco weist aus, dass ein Drittel der Zentralbanken in den kommenden drei Jahren ihre Goldbestände weiter aufstocken wollen. Die drei Jahre zuvor waren es noch rund 50 Prozent der Zentralbanken.
Im Wettbewerb der Währungen hat das Edelmetall ohnehin den entscheidenden Vorteil: Es ist als einziges Zahlungsmittel physisch hinterlegt. Und mehr noch: Es ist ein effizienter Diversifikationsbaustein und bietet zusätzlich Enteignungsschutz.

Edelmetalle gehören ins Zollfreilager

Edelmetalle gehören nicht in den Garten. Depot statt Garten ist das Motto! Auch nicht in den Banktresor. Ich meine hier nicht Gelsenkirchen – ich meine die Enteignungsgelüste eines Staates im Verschuldungsstrudel.
In einem Zollfreilager, etwa in der Schweiz, können neben Gold auch Weißmetalle steuerfrei erworben und gelagert werden. Außerhalb der EU und der Brüssel-Regulierungen, zudem zugriffsgeschützt. Ein Metalldepot eignet sich besonders für alle, die Edelmetalle als Vermögensschutz, Wertspeicher und Depotbestandteil sicher lagern möchten. Es bietet vollen Versicherungsschutz und höchstmögliche Sicherheitsstandards. Somit ist ein optimaler Kundenschutz gewährleistet. Die Lagerung erfolgt professionell als „insolvenzgeschütztes Sondervermögen“.
Nur wenige Anbieter bieten im Idealfall auch Portfoliofunktion. Das bedeutet, dass die Metalle innerhalb des Lagers getauscht werden können – ohne zusätzliche Zahlungsströme. Somit kann die Allokation jederzeit verändert und neu gewichtet werden. Täglich liquide, diskret und im Bestfall analog durchgeführt – so muss ein Metalldepot ausgestattet sein!
Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 besitzen die privaten Haushalte in Deutschland zusammen mehr als 9.000 Tonnen Gold. Das ist fast dreimal so viel wie der Bestand der Deutschen Bundesbank, die mit rund 3.400 Tonnen die zweitgrößten offiziellen Goldreserven der Welt verwaltet. Wie „FinanzNachrichten.de“ berichtet, sind das nach einer Studie der Reisebank mit dem Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin annähernd 6 Prozent aller weltweit vorhandenen Goldvorräte.
Wäre doch schade, wenn der Staat hier zugreift, wenn die Staatsschulden aus dem Ruder laufen und die politischen Akteure nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen.
Und zusätzlich fügen sich die Zutaten für eine gigantische Finanzkrise mehr und mehr zusammen. Vielleicht kaschiert – ich sage sogar verstärkt – durch die KI-Blase. Ich sehe fundamentale Fehlentwicklungen in den Märkten. Und viele Warnzeichen. Die Risiken im System wachsen dynamisch an. In diesem brandgefährlichen Umfeld mit erhöhten geopolitischen Risiken sollten Anleger mit langfristigem Anlagehorizont bei der Portfoliozusammensetzung zunehmend physische Elemente wie die Edel- und Technologiemetalle zugriffsgeschützt einsetzen.
Absicherung vor Gier ist angesagt. Wer sein Portfolio gegen geopolitische Risiken und Marktschwankungen absichern möchte, kommt an Gold und den Edelmetallen jedenfalls nicht vorbei. Es bringt keine laufenden Erträge, aber es bringt Sicherheit – und das ist in unsicheren Zeiten unbezahlbar.
Der physische Besitz ermöglicht Ihnen eine große Unabhängigkeit von der Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte genauso wie von Emittenten und Finanzintermediären. Wahre Werte entstehen nicht durch Buchungssysteme oder Zahlungsversprechen, sondern durch ihre physische Masse. Machen Sie es einfach wie die Zentralbanken, die offen ihr Misstrauen in die Finanzmärkte zeigen.
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Zhu Rongji: Warum sein Tod in China politische Brisanz birgt


In Kürze:

  • Zhu Rongji, früherer Ministerpräsident Chinas, starb am 12. August im Alter von 97 Jahren.
  • Bei den Menschen im Land war er als „guter Premierminister“ beliebt.
  • Der ehemalige Ministerpräsident widersprach dem damaligen Partei- und Staatschef Jiang Zemin sowie dem heutigen Xi Jinping teilweise deutlich.
  • Zhu Rongjis Tod fällt in die Zeit der Vorbereitung eines möglichen Machtumbaus in Peking.

 
„Für Xi Jinping ist Zhu Rongjis Tod eine gute Nachricht“, sagte der politische Kommentator Chen Pokong der Epoch Times. „Zhu Rongji war eine politische Führungspersönlichkeit und zudem ein Reformer. Xi Jinping fürchtet politische Führungspersönlichkeiten, und Reformer fürchtet er noch mehr.“
Zhu, der frühere Ministerpräsident Chinas, starb am 12. August im Alter von 97 Jahren. Sein Tod löste in China große Anteilnahme aus – und könnte für die Führung in Peking zugleich politisch schwierig werden.
Die Nachricht seines Todes erreichte im chinesischen Onlinedienst Weibo binnen weniger Stunden über 190 Millionen Aufrufe. „Ruhe in Frieden, guter Premierminister des Volkes“, schrieb ein Nutzer unter die Nachricht. Allein dieser Beitrag erhielt mehr als 17.000 „Gefällt mir“-Reaktionen.
Analysten erwarten ein Staatsbegräbnis auf höchster offizieller Ebene, während gleichzeitig öffentliche Gedenkveranstaltungen, die zu Protesten führen könnten, eingeschränkt werden. Ein Blick auf Zhus politische Botschaft hilft zu verstehen, warum sein Tod für die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) so sensibel ist.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (2. v. r.) überreichte Zhu Rongji (3. v. l.) während seines China-Besuchs am 7. Dezember 2004 in Peking den Europäischen Preis für kleine und mittlere Unternehmen.

Foto: China Photos/Getty Images

Wer war Zhu Rongji?

Zhu war von 1998 bis 2003 Ministerpräsident von China.
Geboren 1928 in Changsha in der Provinz Hunan, lernte Zhu seinen Vater nie kennen, seine Mutter starb früh. Mit der Staatsgründung 1949 durch Mao Zedong trat er in die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ein. Nach einem Studium der Elektrotechnik an der Eliteuniversität Tsinghua in Peking begann seine Karriere in der staatlichen Planungskommission.
Als er Ende der 1950er-Jahre Maos Wirtschaftspolitik kritisierte, wurde er als „Rechter“ gebrandmarkt, aus der Partei ausgeschlossen und aufs Land geschickt. Während Maos Kulturrevolution widerfuhr ihm erneut ein ähnliches Schicksal. Nach diesen zehn Jahren, in denen die chinesische Kultur und Tradition zerstört werden sollten, trat er 1976 der Partei wieder bei.
Über verschiedene Stationen als Vizeminister einer Wirtschaftskommission, Bürgermeister, stellvertretender Parteisekretär und Parteisekretär der Stadt Shanghai arbeitete er sich wieder nach oben.
1991 wurde er stellvertretender Ministerpräsident. Ein Jahr später zog er in das Ständige Komitee des Politbüros ein, das höchste Entscheidungsgremium der KPCh. Zwei Jahre später übernahm er die Leitung der Zentralbank und bremste die galoppierende Inflation. 1997 rückte Zhu zur Nummer drei in der Machthierarchie auf. Schließlich wurde er im März 1998 Ministerpräsident und somit für die Wirtschaftspolitik des Landes verantwortlich.
Zhu wurde zu einem der einflussreichsten Wirtschaftsreformer Chinas. Er verlagerte Steuerbefugnisse von den Provinzen auf die Zentralregierung, ließ defizitäre Staatsbetriebe schließen oder privatisieren und förderte den Erwerb von Wohneigentum. Sein Aufstieg wurde vom ehemaligen KP-Führer Deng Xiaoping unterstützt, der in den 1970er-Jahren nach der Kulturrevolution die ersten Wirtschaftsreformen in China eingeleitet hatte.

Zhus Beitrag zu Chinas Wirtschaftsentwicklung

Chinas wirtschaftlicher Umbau und der Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) gehören zu Zhus größten politischen Vermächtnissen. Er war maßgeblich daran beteiligt, das Land von einer geschlossenen, abgeschotteten Wirtschaft nach Mao-Prinzipien zu einem stärker marktorientierten Wirtschaftssystem zu führen. Chinesische Unternehmen öffneten sich stärker für den internationalen Markt und ausländische Investitionen flossen ins Land.
Am 8. April 1999 gaben der damalige US-Präsident Bill Clinton und Zhu eine gemeinsame Pressekonferenz. Dabei sagte Zhu, dass das chinesische Volk genieße „beispiellos umfassende demokratische und politische Rechte“ und dass China „keinerlei Bedrohung für die Vereinigten Staaten“ darstelle.
Nach langen Verhandlungen erfolgte der endgültige Beitritt Chinas zur WTO schließlich am 11. Dezember 2001. Zhus Kurs stieß allerdings nicht überall in der Kommunistischen Partei auf Zustimmung. Insbesondere die Zugeständnisse gegenüber den USA sorgten innerhalb der Führung für Spannungen. Angesichts der innerhalb der Kommunistischen Partei aufgeworfenen Fragen zu diesen Zugeständnissen sagte Zhu einmal: „Regeln sind festgezurrt, aber Menschen sind flexibel.“

US-Präsident Bill Clinton (r.) und der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji am 8. April 1999 während einer staatlichen Begrüßungszeremonie für Zhu im Weißen Haus in Washington, D.C.

Foto: Tim Sloan/AFP via Getty Images

Viele internationale Weggefährten schätzten Zhu für seinen pragmatischen Reformkurs. Dazu gehörten unter anderem der frühere US-Außenminister und China-Kenner Henry Kissinger und Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Spannungen zwischen den beiden mächtigsten Männern Chinas

In Peking machten ihn seine Zugeständnisse bei Staats- und Parteichef Jiang Zemin, der von 1993 bis 2002 regierte, unbeliebt.
Zwischen den beiden mächtigsten Männern des Landes kam es zu Spannungen. Obwohl Zhu als Jiangs rechte Hand fungierte, zählte er einer Analyse der Jamestown Foundation aus dem Jahr 2014 zufolge nicht zu Jiangs „bevorzugten Protegés“. 
China-Experte Chen Pokong fasste es gegenüber Epoch Times wie folgt zusammen: „Er und Jiang standen politisch im Gegensatz zueinander.“
Der wirtschaftlich erfolgreiche Ministerpräsident bot dem Parteichef noch in einer ganz anderen Angelegenheit die Stirn: dem Umgang mit Falun Gong (auch als Falun Dafa genannt).
Als Jiang Ende der 1990er-Jahre vorschlug, die buddhistische Meditationsbewegung Falun Gong zu unterdrücken, lehnten Zhu und das gesamte Ständige Komitee des Politbüros diese Entscheidung laut Insiderberichten ab.
Falun Gong war damals in China beliebt und zog mindestens 70 Millionen Menschen an. Die spirituelle Praxis basiert auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Sie wurde 1992 der chinesischen Öffentlichkeit vorgestellt.
Zhu wies darauf hin, dass ein Verbot von Falun Gong dem Ansehen des Landes schaden würde. Das Regime sollte die Praktizierenden von Falun Gong in Ruhe lassen. Jiang entgegnete, dass dies den Untergang der Partei bedeuten würde. Dieses Gespräch soll am 26. April 1999 während einer internen Sitzung stattgefunden haben.
Am Tag zuvor hatten sich Tausende Falun-Gong-Praktizierende vor dem Regierungssitz Zhongnanhai in Peking versammelt. Sie traten friedlich für die Freilassung inhaftierter Praktizierender in einer anderen Stadt ein. Zhu lud fünf Vertreter der Falun-Gong-Praktizierenden auf das Regierungsgelände ein, um mit ihnen zu sprechen und ihre Anliegen anzuhören. Kurz nach dem Treffen wurden die Verhafteten freigelassen.
Am 20. Juli 1999 leitete Jiang Zemin – über die Köpfe und Ratschläge des Politbüros und seiner Minister hinweg – eine Kampagne zur Verfolgung von Falun Gong ein.
Bao Tong, ehemaliger Berater des inzwischen verstorbenen ehemaligen KPCh-Chefs Zhao Ziyang, sagte 2015 der Epoch Times, Jiang habe „die Worte des Ministerpräsidenten untergraben, als würde man ein Stück Altpapier zerreißen“.
Und: „Jiangs Verfolgung von Falun Gong ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Unter Ausnutzung seiner Position als Staatschef leitete er die Unterdrückung einer Glaubensgemeinschaft ein, einer [Meditations-]Praxis, die der Fitness und dem Wohlbefinden dient.“

Der chinesische Staatschef Jiang Zemin während eines Gesprächs mit Premierminister Zhu Rongji (r.) in der Großen Halle des Volkes am 6. März 2002.

Foto: Frederic J. Brown/AFP via Getty Images

Seitdem sind Millionen Menschen in China, die Falun Gong folgen und ihren Glauben nicht aufgeben, Überwachung, willkürlicher Inhaftierung, Zwangsarbeit und Folter ausgesetzt. Das berichten Überlebende und Menschenrechtsorganisationen.

Zhu: „Ohne Zögern vorangehen“

Zhu Rongjis Tod fällt in eine politisch komplexe Zeit: Die KPCh bereitet sich auf ihr Fünftes Plenum des 20. Zentralkomitees der KPCh im Oktober in Peking vor. Dafür kommen zurzeit hochrangige Führungskräfte im Badeort Beidaihe nahe Peking zu einem informellen Sommertreffen zusammen. Es wird erwartet, dass bei den Treffen der Machtumbau der Parteispitze ein Thema sein wird.
Ob Xi im Amt bleibt oder ob eine Anti-Xi-Fraktion die Gedenkveranstaltungen nutzt, um eine politische Bewegung auszulösen, sei schwer einzuschätzen, sagte Shen Ming-shih, wissenschaftlicher Mitarbeiter am taiwanischen Institut für nationale Sicherheit und Verteidigungsforschung.
Gegenüber Epoch Times sagte er, dass Zhu „stets als jemand angesehen wurde, der sich gegen Xi Jinping stellte“. In den vergangenen Jahren habe es laut Shen Berichte gegeben, denen zufolge Zhu die Wirtschaftspolitik von Xi kritisiert habe.
Wie für hochrangige KP-Kader üblich, zog sich Zhu in seinem Ruhestand aus dem Rampenlicht zurück. Zu seinen seltenen öffentlichen Auftritten gehörten Besuche an der Tsinghua-Universität. 
Den Studenten gab er laut Medienberichten jenen Rat mit auf den Weg, der ihn bei seiner Amtsübernahme im Jahr 1998 antrieb: „Egal, was vor euch liegt, seien es Minenfelder oder tiefe Abgründe, man sollte ohne zu zögern vorangehen und sich bis zuletzt für etwas Gutes einsetzen.“
Mit Material von theepochtimes.com und der Nachrichtenagenturen
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Neuer Vorfall nach Vietnam-Boeing setzt zu früh auf

Nach dem Beinahe-Unglück einer Boeing 787-9 von Vietnam Airlines am Münchner Flughafen läuft noch die Klärung der Ursache, da gibt es schon einen neuen Zwischenfall. Ein Airbus A380 der Lufthansa setzte am Montagabend bei der Landung zu früh auf und beschädigte an der Landebahnschwelle die Beleuchtung.
Das mit 351 Passagieren besetzte Flugzeug sei aber sicher gelandet, sagte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage. Zuvor hatten RTL und „aero.de“ berichtet. Nur zwei Tage zuvor war auf derselben Bahn der Boeing-Dreamliner der Vietnam Airlines beim Start über das Pistenende hinausgeschossen.
Hier entgingen Passagiere und Crew nur knapp einem Unglück – die Maschine konnte in letzter Sekunde doch noch abheben.

Was ist zum Vorfall mit dem Lufthansa-Jet bekannt?

Sicher ist nur, dass die Maschine zu früh aufsetzte. Dabei wurden erneut – wie bei dem Start der vietnamesischen Maschine – Lampen der Bahnbefeuerung beschädigt. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt. Laut Lufthansa hat die A380 bereits auf dem Beton, aber vor der mit weißen Blockstreifen markierten Landebahnschwelle aufgesetzt.
Die rund 13 Jahre alte Lufthansa-Maschine mit dem Kennzeichen D-AIML war am Vorabend in im US-amerikanischen San Francisco gestartet.
Nach der Landung in München rollte sie zu ihrer Position am Terminal, die Gäste verließen das Flugzeug regulär, wie Lufthansa berichtete. Die Gründe für den Zwischenfall werden wie der Fall der Vietnam Airlines untersucht. Laut Lufthansa hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) eine Untersuchung eingeleitet.
BFU-Mitarbeiter seien vor Ort und hätten die Flugschreiber sichergestellt, bestätigte ein BFU-Sprecher auf Anfrage.

Wie kam es zu dem gefährlichen Start der Vietnam-Boeing?

Die Boeing-Dreamliner war auf dem Rollfeld zu langsam, rollte über das Ende der Startbahn hinaus – und schaffte es in einer Staubwolke gerade noch in die Luft. Bei der Landung zwei Stunden später in München war am Fahrwerk Qualm zu sehen, Reifen waren geplatzt. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt, sie kamen mit dem Schrecken davon.
Nach einem vorläufigen Bericht der vietnamesischen Luftfahrtbehörde zu dem Vietnam-Airlines-Flug VN34 geht aus Angaben der Piloten hervor, dass die Geschwindigkeit des Flugzeugs beim Startvorgang zwischenzeitlich abnahm.
Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt. Danach habe die Maschine zunächst bis zur erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen.
Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden gewesen sei, um den Start sicher abzubrechen, habe der Pilot den Startvorgang fortgesetzt, heißt es weiter im Bericht der Luftfahrtbehörde vom Dienstag. Der Pilot habe die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase hochgezogen – sodass das Flugzeug doch noch abhob.

Wie reagierte die Besatzung dann?

Nach dem Start erhielt die Besatzung dem Bericht zufolge Warnungen, die darauf hindeuteten, dass das Heck des Flugzeugs die Startbahn berührt oder gestreift hatte. Außerdem wurde eine Reifendruckwarnung ausgelöst. Bei vier der acht Reifen an den beiden Hauptfahrwerken war demnach der Reifendruck abgefallen.
Die Besatzung informierte die Flugsicherung und entschied, für eine technische Überprüfung zum Münchner Flughafen zurückzukehren, wie aus dem Bericht der Piloten gemäß vietnamesischer Luftfahrtbehörde hervorgeht.
Eine solche Entscheidung fällt grundsätzlich im Cockpit, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) erläuterte. Die DFS ist dann zuständig, den Luftraum entsprechend freizuräumen und einen Slot für die Landung vorzubereiten.

Wie reagierte Vietnam Airlines?

Die Airline sprach bereits am Samstag von einem technischen Problem und verwies auf Warnmeldungen, die kurz nach dem Vorfall beim Start abgesetzt wurden. Sie entschuldigte sich bei den Passagieren „aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten“ und betonte, die Flugzeugbesatzung habe alle vorgeschriebenen Verfahren eingehalten.

Eine Boeing 787-9 Dreamliner von Vietnam Airlines (Archivbild)

Foto: Miguel Medina /AFP via Getty Images

Was wird weiter zur Aufklärung getan – und wann gibt es Ergebnisse?

Zuständig für die Untersuchung beider Vorfälle ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. Deren Experten stellten auch bei der vietnamesischen Maschine Flugdatenschreiber und Voicerekorder sicher.
Bei der BFU rechnet man mit mehreren Wochen, bis ein Zwischenbericht vorgelegt werden kann. Bis zum Abschlussbericht dürften jedoch Monate vergehen.

Wie gefährlich war der Start?

Flughafen und Airline haben sich dazu nicht geäußert. Nach Meinung eines Luftfahrtexperten entging der Flughafen allerdings nur haarscharf einer Katastrophe.
„Das hätte einen Feuerball mit Hunderten Todesopfern geben können, wenn die Piloten die Maschine nicht noch hochgezogen hätten“, sagt Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt der Deutschen Presse-Agentur.

Wie gefährlich war die Landung?

Nach Einschätzung des Luftsicherheitsexperten Harald Hanke hat die Besatzung des Dreamliners alles getan, um eine risikoarme Sicherheitslandung hinzubekommen. In der gebotenen Ruhe wurden demnach Kerosin abgelassen und die technischen Systemhinweise nach dem fehlerhaften Start bewertet.
Vor der Landung musste das Flugzeug zweimal knapp über den Flughafen fliegen, um mögliche Schäden an den Fahrwerken vom Boden aus zu erkennen.
Nicht zuletzt waren ja nach dem Start Probleme am Reifendruck angezeigt worden. Letztlich platzten zwei von vier Reifen am linken Fahrwerk, die möglicherweise schon vorgeschädigt waren. Der Flieger kam dennoch sicher zum Stehen.

Wie verhält sich Vietnams Regierung?

Die vietnamesische Regierung setzt auf Kooperation und Transparenz. Sie habe die Luftfahrtbehörde und die staatliche Fluggesellschaft angewiesen, dringend mit den deutschen Behörden zusammenzuarbeiten und zugleich die Aufsicht über die Sicherheitsverfahren im Luftverkehr zu verstärken, berichteten staatliche Medien am Dienstag.
Zudem sei die vietnamesische Luftfahrtbehörde aufgefordert worden, die Sicherheitsaufsicht über die Ausbildung von Luftfahrtpersonal sowie über den Flugbetrieb und die Wartung von Flugzeugen durch vietnamesische Fluggesellschaften zu verstärken.

Wie haben Fluggäste den Start der Boeing-Dreamliner erlebt?

Passagiere beschrieben einen Schlag, es habe einen richtigen Knall gegeben, als der Flieger über die Landebahn herausschoss. Einige, so berichtet ein Fluggast, hätten offensichtlich dem keine besondere Bedeutung gegeben oder gar nichts mitbekommen – sie hätten während des etwa zweistündigen Fluges geschlafen.
Er selbst und sein Begleiter hingegen hätten sich zunehmend Sorgen gemacht. „Hoffentlich kommen wir da wieder runter.“ Er habe vor Angst geschwitzt und gefroren zugleich, berichtet ein anderer Fluggast. Kritik gab es an der Kommunikation.
„Wir hatten keinerlei Informationen während des Flugs, wir waren im Ungewissen“, sagte der Fluggast.
Schließlich seien die Fluggäste aufgefordert worden, die Sicherheitshaltung einzunehmen: den Kopf nach vorne geneigt und mit den Händen geschützt. „Gott sei Dank“ habe der Pilot die Maschine am Ende relativ sanft auf den Boden gebracht. (dpa/red)