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Tatort Internet: LKA warnt vor Identitätsdiebstahl im Netz


In Kürze:

  • Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor Identitätsdiebstahl.
  • Etwa jeder Zehnte ist in Deutschland davon betroffen.
  • Durch den bewussten Umgang mit Passwörtern, TANs und anderen Zugangsdaten kann man sich schützen.

 
Um sich finanziell zu bereichern, wenden Kriminelle immer wieder den sogenannten Identitätsdiebstahl an. Vor dieser Methode warnen jetzt das Landeskriminalamt und der Weiße Ring, Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität, in Schleswig-Holstein.
Demnach kann sich der Identitätsdiebstahl auf verschiedene Arten bemerkbar machen. Es können unbekannte Abbuchungen auf dem Bankkonto auftauchen oder Inkassoschreiben für Waren, die man nie bestellt hat. Im schlimmsten Fall können den Opfern Straftaten vorgeworfen werden, die sie nicht begangen haben.
Die Täter missbrauchen dabei die gestohlenen persönlichen Daten anderer Menschen. Hierzu zählen Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Telefonnummern oder Bankverbindungen. An solche Daten können Kriminelle unter anderem über das Darknet gelangen. Je umfangreicher ein Datensatz ist, desto größer sind die Möglichkeiten für Betrug und weitere Straftaten.
In Deutschland wurden laut einer YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2024 bereits rund 11 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Opfer von Identitätsdiebstahl. Somit war bereits fast jeder neunte Bürger davon betroffen.

Wie stehlen Kriminelle Ihre Daten?

Ob Bankaktivität, Einkäufe im Internet oder Online-Kommunikationswege: Unsere Handlungen im Alltag haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend digitalisiert. Im Zuge dessen hat sich auch die Cyberkriminalität stark weiterentwickelt. Die Methoden werden immer professioneller und schwerer zu erkennen.
Ein heute gängiger Weg des Datendiebstahls sind laut dem Kriminalhauptkommissar Henning Dibbern von der Zentralstelle Cybercrime im Landeskriminalamt (LKA) die sogenannten Phishing-Angriffe. Diese können die Verbraucher per E-Mail, SMS oder Kurznachricht auf Messenger-Diensten erreichen.
Auf den ersten Blick stammen sie angeblich von Banken, Paketdiensten, Online-Shops oder Behörden. Diese Nachrichten wollen die Nutzer dazu bewegen, dem Absender ihre Zugangsdaten, Passwörter, TANs oder Kreditkarteninformationen mitzuteilen. „Das läuft häufig über Links, die man per E-Mail oder SMS zugeschickt bekommt“, teilt Dibbern mit.
Ergänzt werden die Daten einer Person durch Informationen, die unter anderem durch Datenlecks bei Unternehmen oder durch Schadsoftware auf Computern abgegriffen werden. „Man kann mit echten Daten quasi eine Person herstellen und im Namen dieser Person Straftaten begehen“, erklärt der Kriminalhauptkommissar.

Welche Betrugsmaschen treten besonders häufig auf?

Die Behörde nennt dabei die aktuell häufigsten Formen des Identitätsdiebstahls. Dazu zählen:
  • Phishing-E-Mails und SMS mit gefälschten Internetseiten.
  • Übernahme von E-Mail- und Social-Media-Konten durch gestohlene Passwörter.
  • Fake-Shops oder gefälschte Verkaufsplattformen, auf denen persönliche Daten abgegriffen werden.
  • Bestellungen oder Vertragsabschlüsse unter fremdem Namen.
Die Vorgehensweisen der kriminellen Datenjäger folgen dabei häufig ähnlichen Mustern. Die Nachrichten sind so aufgebaut, dass sie beim Empfänger entweder Zeitdruck erzeugen oder vor angeblichen Sicherheitsproblemen warnen. Inzwischen sind die Nachrichten oftmals so gestaltet, dass sie einen seriösen Eindruck erwecken.

So können Sie sich schützen

Betrügerische Nachrichten kann man meist beim genauen Blick etwa auf die Absendeadresse erkennen. Vorsicht ist geboten, wenn diese nicht erkennbar vom angegebenen Unternehmen oder der Behörde stammt.
Generell sollten Verbraucher mit digitalen Nachrichten stets kritisch umgehen. Ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten, auch in den sozialen Medien, ist ein wichtiger Schutz vor Identitätsdiebstahl.
Im Folgenden sind wichtige Sicherheitsvorkehrungen aufgeführt, auf die Verbraucher achten sollten:
  • Geben Sie Passwörter, TANs oder Sicherheitscodes niemals auf Aufforderung per E-Mail, SMS oder Telefon weiter.
  • Prüfen Sie Internetadressen sorgfältig und öffnen Sie Links nur, wenn deren Echtheit zweifelsfrei feststeht.
  • Verwenden Sie für verschiedene Online-Dienste unterschiedliche, starke Passwörter und aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Installieren Sie Sicherheitsupdates zeitnah auf all Ihren Geräten.
  • Seien Sie misstrauisch bei Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen oder ungewöhnliche Forderungen enthalten.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Kontoauszüge und Online-Konten auf unberechtigte Aktivitäten.

Was Nutzer im Verdachtsfall tun sollten

Wer vermutet, Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden zu sein, sollte unverzüglich seine Passwörter ändern. Bei dringendem Verdacht ist zudem gegebenenfalls ratsam, betroffene Konten sperren zu lassen und die jeweilige Bank oder den betroffenen Dienst zu informieren.
„Auch wenn die Daten weg sind, ist nicht zwangsläufig ein finanzieller Schaden entstanden“, betont Dibbern. „Oft kann man den durch überlegtes Handeln verhindern.“
Der Kriminalhauptkommissar rät Betroffenen, verdächtige Nachrichten zu dokumentieren. Anschließend sollte Anzeige bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle oder über die Online-Wache der Landespolizei erstatt werden.

Welche Folgen hat Identitätsdiebstahl für Betroffene?

Zu bedenken ist auch, dass die Täter lange Zeit nach einem Datendiebstahl noch Identitäten missbrauchen können. Stellt das Opfer Unregelmäßigkeiten fest, sind ebenfalls Konten zu sperren, Passwörter zu ändern und Strafanzeige zu erstatten. Ebenso sollten Betroffene ihre Bonität überprüfen.
Oftmals müssen Geschädigte nachweisen, dass sie abgeschlossene Verträge oder Bestellungen nicht selbst getätigt haben. „Das Perfide ist auch, dass Daten als eine Art wiederverwertbarer Rohstoff gehandelt werden“, bestätigt Dibbern. „Wir kennen Fälle, wo Daten gestohlen und Jahre später erneut für die Erstellung eines Fake-Accounts benutzt wurden.“
Ein solches Erlebnis sorgt nicht nur für einen organisatorischen Aufwand. Der Nutzer verliert zudem das Vertrauen in digitale Angebote und Dienste.
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Japan: Mindestens 13 Tote und „umfangreiche Schäden“ nach Erdbeben


In Kürze

  • Behörden heben eine Tsunamiwarnung wieder auf, Menschen sollen sich aber von der Küste fernhalten.
  • Der Flughafen Kumamoto ist nach Schäden vorläufig außer Betrieb, der Zugverkehr ist eingeschränkt.
  • Atomkraftwerke bleiben offenbar unbeschädigt.
  • Die Region war 2016 von zwei starken Beben betroffen.
  • Japan wird jährlich von etwa 1.500 Erdbeben erschüttert.

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 13 gestiegen. Dies teilte Regierungschefin Sanae Takaichi am Mittwoch mit. Es seien zudem „umfangreiche Schäden“ gemeldet worden, darunter eingestürzte Gebäude, Brände und Schäden an Straßen. Mehr als 9.000 Menschen harrten am Mittwoch in Notunterkünften aus.
Zwei der Todesopfer wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes in einem Einkaufszentrum in der Stadt Kashima entdeckt, in dem durch das Beben eine Etage eingestürzt war. Bei ihnen handelt es sich laut Medienberichten um zwei junge Frauen.
Es wurde befürchtet, dass die Opferzahl im Laufe des Tages noch steigt, weil vor allem in dem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum in Kashima noch Menschen vermutet werden.
Die genaue Zahl der Vermissten sei unklar, teilte die Polizei laut dem Fernsehsender NHK mit. „Es gilt aber als sicher, dass noch Angestellte verschüttet sind.“ Ob auch Kunden noch vermisst werden, sei dagegen unklar. Rettungskräfte suchten in dem Einkaufszentrum und an vielen anderen Orten fieberhaft nach Vermissten.

Auf Luftaufnahmen sind enorme Schäden an einem Gebäude zu sehen.

Foto: kyodo/dpa

Offenbar keine Schäden an Atomreaktoren

Wegen Schäden an den Start- und Landebahnen ist der kleine Verkehrsflughafen der Stadt Kumamoto bis auf Weiteres geschlossen, teilt die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo News“ mit. In einigen Gebieten sei zudem der Strom ausgefallen. Das Ausmaß der Verletzungen und Schäden werde noch ermittelt, fuhr Takaichi fort.
Das Beben erreichte der japanischen Wetterbehörde zufolge auf der japanischen Erdbebenskala ein 7,1. Eine Tsunamiwarnung wurde herausgegeben, später aber wieder aufgehoben. Laut „Kyodo News“ fordern die Behörden Menschen dennoch dazu auf, sich von Küstengebieten fernzuhalten, da es Nachbeben gibt.
Bei den Atomkraftwerken wurden der Atomaufsichtsbehörde zufolge zunächst keine Auffälligkeiten festgestellt. Nach Angaben des Energieversorgers Kyushu Electric Power hatten rund 45.000 Haushalte und Einrichtungen in der Region Kumamoto keinen Strom. Drei zu dem Zeitpunkt in der Region in Betrieb befindliche Atomreaktoren setzten demnach ihren normalen Betrieb fort.
Rund eine halbe Stunde nach dem Beben berichtete ein Mitarbeiter des Rundfunks NHK, das Beben halte an und sei so heftig, dass es schwer sei, sich auf den Beinen zu halten.
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.

Region war bereits 2016 von starken Beben betroffen

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Uki, südlich der Stadt Kumamoto, in etwa 10 Kilometer Tiefe, schreibt die „Japan Times“. Ein Beamter der meteorologischen Behörde Japans sagte dazu, dass ein Beben mit einem auf dem Festland gelegenen Epizentrum in geringer Tiefe auf anhaltende seismische Aktivitäten hindeute. Zahlreiche Nachbeben seien daher möglich.
In der Stadt Kashima stürzte die zweite Etage eines Einkaufszentrums ein. Dabei wurden laut Behörden zahlreiche Besucher eingeschlossen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf den japanischen Radiosender TBS von einer „beträchtlichen Zahl“ an Todesopfern. 200 Menschen konnten sich laut „Japan Times“ auf dem Parkplatz in Sicherheit bringen. Videoaufnahmen zeigten, dass Teile der Fassade des Einkaufszentrums offenbar zerstört wurden und Stahlträger freilagen. Nach Behördenangaben wurden in der Stadt Hikawa mindestens 50 Verletzte in Krankenhäuser gebracht.
Es war das erste Beben, das die höchste Stufe (Shindo 7) seit dem Erdbeben auf der Noto-Halbinsel im Januar 2024 erreichte. In mehreren Städten der Region erreichten die Erschütterungen Stärken von mehr als 6 auf der Messskala. Auch in benachbarten Präfekturen wie Nagasaki oder Fukuoka zeigten die Pegel noch mehr als Stärke 5 an.
Wie „Kyodo News“ schreibt, war die Region Kumamoto bereits vor zehn Jahren von zwei aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben der Stärke 6,5 und 7,3 betroffen. Etwa 270 Menschen kamen damals ums Leben, 2800 wurden verletzt.

Nach Erdbeben im Dezember 2025 in Japan: große Schäden an Straße in Tohoku, Präfektur Aomori.

Foto: Kyodo/dpa

Das stärkste Beben löste die Katastrophe von Fukushima aus

Das stärkste, jemals in Japan gemessene Erdbeben, ereignete sich 2011 in Fukushima. Es hatte die Stärke 9,0 und löste einen gewaltigen Tsunami aus, der mehr als 18.000 Tote und Vermisste forderte. Außerdem löste es den nuklearen Unfall im dortigen Kernkraftwerk aus.
Mehr als 6.400 Tote sowie den Zusammenbruch der örtlichen Infrastruktur – so die Bilanz eines Bebens der Stärke 7,3 im Jahr 1995 in Kobe. In den japanischen Geschichtsbüchern steht auch das sogenannte „Große Kantō-Erdbeben“ der Stärke 7,9 von 1923. Dabei wurden große Teile von Japans Hauptstadt Tokio sowie Yokohama durch verheerende Brände als Folge des Bebens zerstört. Mehr als 105.000 Menschen starben.
Einen der verheerendsten Tsunamis löste das Meiji-Sanriku-Erdbeben im Jahre 1896 aus. Es erreichte eine Stärke von 8,2 und kostete etwa 22.000 Menschen das Leben.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Starkes Erdbeben in Japan fordert Tote und Verletzte


In Kürze

  • Behörden heben eine Tsunamiwarnung wieder auf, Menschen sollen sich aber von der Küste fernhalten.
  • Der Flughafen Kumamoto ist nach Schäden vorläufig außer Betrieb, der Zugverkehr ist eingeschränkt.
  • Atomkraftwerke bleiben offenbar unbeschädigt.
  • Die Region war 2016 von zwei starken Beben betroffen.
  • Japan wird jährlich von etwa 1.500 Erdbeben erschüttert.

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat den Südwesten Japans erschüttert. Es gibt Berichte über Tote und Verletzte, eingestürzte Gebäude und Brände, sagte Japans Regierungschefin Sanae Takaichi am Dienstag, 28. Juli. Auch Straßen und Brücken seien beschädigt worden, der Bahnverkehr war beeinträchtigt.

Auf Luftaufnahmen sind enorme Schäden an einem Gebäude zu sehen.

Foto: kyodo/dpa

Offenbar keine Schäden an Atomreaktoren

Wegen Schäden an den Start- und Landebahnen ist der kleine Verkehrsflughafen der Stadt Kumamoto bis auf Weiteres geschlossen, teilt die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo News“ mit. In einigen Gebieten sei zudem der Strom ausgefallen. Das Ausmaß der Verletzungen und Schäden werde noch ermittelt, fuhr Takaichi fort.
Das Beben erreichte der japanischen Wetterbehörde zufolge auf der japanischen Erdbebenskala die höchstmögliche Stufe sieben. Eine Tsunamiwarnung wurde herausgegeben, später aber wieder aufgehoben. Laut „Kyodo News“ fordern die Behörden Menschen dennoch dazu auf, sich von Küstengebieten fernzuhalten, da es Nachbeben gibt.
Bei den Atomkraftwerken wurden der Atomaufsichtsbehörde zufolge zunächst keine Auffälligkeiten festgestellt. Nach Angaben des Energieversorgers Kyushu Electric Power hatten rund 45.000 Haushalte und Einrichtungen in der Region Kumamoto keinen Strom. Drei zu dem Zeitpunkt in der Region in Betrieb befindliche Atomreaktoren setzten demnach ihren normalen Betrieb fort.
Rund eine halbe Stunde nach dem Beben berichtete ein Mitarbeiter des Rundfunks NHK, das Beben halte an und sei so heftig, dass es schwer sei, sich auf den Beinen zu halten.
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.

Region war bereits 2016 von starken Beben betroffen

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Uki, südlich der Stadt Kumamoto, in etwa zehn Kilometer Tiefe, schreibt die „Japan Times“. Ein Beamter der meteorologischen Behörde Japans sagte dazu, dass ein Beben mit einem auf dem Festland gelegenen Epizentrum in geringer Tiefe auf anhaltende seismische Aktivitäten hindeute. Zahlreiche Nachbeben seien daher möglich.
In der Stadt Kashima stürzte die zweite Etage eines Einkaufszentrums ein. Dabei wurden laut Behörden zahlreiche Besucher eingeschlossen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf den japanischen Radiosender TBS von einer „beträchtlichen Zahl“ an Todesopfern. 200 Menschen konnten sich laut „Japan Times“ auf dem Parkplatz in Sicherheit bringen. Videoaufnahmen zeigten, dass Teile der Fassade des Einkaufszentrums offenbar zerstört wurden und Stahlträger freilagen. Nach Behördenangaben wurden in der Stadt Hikawa mindestens 50 Verletzte in Krankenhäuser gebracht.
Es war das erste Beben, das die höchste Stufe (Shindo 7) seit dem Erdbeben auf der Noto-Halbinsel im Januar 2024 erreichte. In mehreren Städten der Region erreichten die Erschütterungen Stärken von mehr als 6 auf der Messskala. Auch in benachbarten Präfekturen wie Nagasaki oder Fukuoka zeigten die Pegel noch mehr als Stärke 5 an.
Wie „Kyodo News“ schreibt, war die Region Kumamoto bereits vor zehn Jahren von zwei aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben der Stärke 6,5 und 7,3 betroffen. Etwa 270 Menschen kamen damals ums Leben, 2800 wurden verletzt.

Nach Erdbeben im Dezember 2025 in Japan: Große Schäden an Straße in Tohoku, Präfektur Aomori.

Foto: Kyodo/dpa

Das stärkste Beben löste die Katastrophe von Fukushima aus

Das stärkste, jemals in Japan gemessenes Erdbeben, ereignete sich 2011 in Fukushima. Es hatte die Stärke 9,0 und löste einen gewaltigen Tsunami aus, der mehr als 18.000 Tote und Vermisste forderte. Außerdem löste es den nuklearen Unfall im dortigen Kernkraftwerk aus.
Mehr als 6.400 Tote sowie den Zusammenbruch der örtlichen Infrastruktur – so die Bilanz eines Bebens der Stärke 7,3 im Jahr 1995 in Kobe. In den japanischen Geschichtsbüchern steht auch das sogenannte „Große Kantō-Erdbeben“ der Stärke 7,9 von 1923. Dabei wurden große Teile von Japans Hauptstadt Tokio sowie Yokohama durch verheerende Brände als Folge des Bebens zerstört. Mehr als 105.000 Menschen starben.
Einen der verheerendsten Tsunamis löste das Meiji-Sanriku-Erdbeben im Jahre 1896 aus. Es erreichte eine Stärke von 8,2 und kostete etwa 22.000 Menschen das Leben.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Bhakdi zu mRNA-Impfungen: „Ich merke, wie die Menschen wirklich geistig verändert sind“

Der renommierte und für seine Forschungsarbeiten mehrfach ausgezeichnete emeritierte Professor für Mikrobiologie und Immunologie Sucharit Bhakdi gehört zu den schärfsten Kritikern der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland.
Insbesondere die auf der mRNA-Technologie beruhenden COVID-Impfstoffe, sieht der in Schleswig-Holstein lebende Mediziner kritisch.
Epoc…
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Trump kündigt dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und Ukraine an – Kiew und Moskau bestätigen

US-Präsident Donald Trump hat für Samstag, 9. Mai, den Beginn einer dreitägige Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet.
Die beiden Länder hätten die dreitägige Feuerpause sowie den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen vereinbart, erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Er hoffe, dies sei „der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart geführten Krieges“, erklärte der US-Präsident.

Kiew und Moskau bestätigen

Wie unmittelbar danach bekannt wurde, ordnete der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj per Dekret an, dass sein Land die für Samstag geplante russische Parade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren nicht unter Beschuss nimmt.
Selenskyj bestätigte überdies, dass die Feuerpause am Samstag, Sonntag und Montag gelte und dass Russland einem Gefangenenaustausch zugestimmt habe.
Auch der außenpolitische Berater von Russlands Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, bestätigte Feuerpause und Gefangenenaustausch.
Die russische Führung hatte für Freitag und Samstag bereits einseitig eine Feuerpause ausgerufen. Dennoch überzogen sich Russland und die Ukraine am Freitag gegenseitig mit Angriffen.
Am Samstag gedenkt Russland des Siegs über Nazi-Deutschland vor 81 Jahren. Zur Feier des Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs ist in Moskau eine Militärparade geplant.
Anders als in den vergangenen Jahren sollen aber keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät auffahren. Außerdem wurden Internetsperren verhängt. Auch die Zahl der ausländischen Gäste ist geringer als üblich – laut Kreml werden lediglich die Staatschefs von Belarus, Malaysia und Laos anwesend sein.
Überschattet wurde die Parade von möglicherweise drohenden ukrainischen Angriffen auf Moskau. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte vorab ausländische Politiker gewarnt vor der Teilnahme an der Militärparade in der russischen Hauptstadt.
„Wir haben auch Meldungen aus einigen an Russland angrenzenden Staaten erhalten, wonach deren Vertreter vorhaben, nach Moskau zu reisen“, sagte er am Donnerstag. „Ein seltsamer Wunsch, gerade in diesen Tagen. Wir raten davon ab.“
Das russische Verteidigungsministerium hatte mit einem Vergeltungsangriff gedroht, sollte die Ukraine das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai attackieren. Moskau rief die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ausländische Diplomaten auf, die Stadt „rechtzeitig“ zu verlassen. (afp/red)