Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, verschiebt sich. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
HEUTE13:15 Uhr
Erdoğan verteilt bei NATO-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk
Der türkische Präsident hat beim NATO-Gipfel allen anwesenden Staatschefs einen Revolver überreicht. Bundeskanzler Friedrich Merz übergab die Waffe für den Transport nach Berlin der deutschen Botschaft in Ankara, so eine Regierungssprecherin. Die Waffe soll in die Sammlung von Staatsgeschenken kommen. Belgiens Premier öffnete sein Geschenk erst nach seiner Rückkehr nach Belgien. Er war sehr überrascht, einen silbernen, personalisierten und funktionstüchtigen Revolver samt Munition zu finden.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE12:56 Uhr
Bafög-Erhöhung verzögert sich um ein halbes Jahr
Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, verschiebt sich um ein halbes Jahr. Das teilten die zuständigen Fachpolitiker von Union und SPD mit. Ursprünglich sollte die Anhebung von 380 auf 440 Euro bereits zum Wintersemester erfolgen, nun ist sie erst für das Sommersemester 2027 vorgesehen. Grund ist eine verzögerte Einigung über die Bafög-Reform.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:55 Uhr
Bundeswehr will zunächst 8 ehemalige Kasernen reaktivieren
Die Bundeswehr hat bisher acht frühere Kasernen ausgewählt, um sie für den neuen Wehrdienst zu nutzen: die Rantzau-Kaserne in Boostedt (AH), die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven (Niedersachsen), die Kurpfalz-Kaserne in Speyer (RLP), Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel (RLP), die Kanaal-van-Wessem-Kaserne in Soest (NRW), das NATO-Hauptquartier in Mönchengladbach (NRW), die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen (BaWü) und die Ray Barracks in Friedberg (Hessen). Die finale Entscheidung steht noch aus, nun werde „mit allen relevanten Akteuren gesprochen“.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:39 Uhr
SPD fordert Abzug deutscher Soldaten von Hormus-Mission
Die SPD fordert das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ wegen der Lage im Nahen Osten nach Deutschland zurückzuholen. Die beendete Waffenruhe lasse eine neue Eskalation befürchten. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte SPD-Außenpolitikerin Siemtje Möller. Die Grünen forderten zuvor ähnliches.
Die walisische Sängerin Bonnie Tyler ist im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Portugal gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Im Mai hatte Tyler eine Notoperation am Darm durchlaufen müssen. Sie war in ein Krankenhaus in Faro gebracht und in ein künstliches Koma versetzt worden, um ihre Genesung zu unterstützen.
EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos
Streamingdienste wie Sky dürfen das Widerrufsrecht für ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht generell ausschließen. Das geht nach EU-Regeln nur bei „digitalen Inhalten“ – bei einem Streaming-Abo handelt es sich laut den Richtern jedoch um eine „digitale Dienstleistung“, wenn das Angebot sich am Nutzerverhalten orientiert und daran angepasst wird. Ausschlaggebend sind personalisierte Empfehlungen und das Widerrufsrecht.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:00 Uhr
Überschwemmungen verhelfen Zootieren zur Flucht
Überschwemmungen im Südwesten Chinas haben Dutzenden Zootieren zur Flucht verholfen, meldet der Zoo von Guigang in der Provinz Guangxi. Weg sind unter anderem zwei Waschbären, vier Stachelschweine und 30 Pfauen, Alpakas, Zebras und Strauße. Zuvor hatten sich im Internet bereits Videos von Menschen verbreitet, die versuchen, mit bloßen Händen und Netzen schwimmende Schlangen einzufangen – auch eine Schlangenfarm in der Stadt Hengzhou wurde vom Hochwasser zerstört.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:33 Uhr
Schrottberg in Salzgitter brennt seit Stunden
Der Brand eines Schrottbergs auf dem Gelände der Salzgitter AG hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften seit Mittwochabend die Flammen, die eine dichte, dunkle Rauchwolke verursachten. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr geht davon aus, die Einsatzstärke gegen Mittag deutlich reduzieren zu können. Anwohner sollten zunächst weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:12 Uhr
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft
Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Der Fall löste bundesweit eine Debatte über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr aus. (Archivbild)
Bierkisten auf der Fahrbahn: Kamener Kreuz teilweise gesperrt
Von einem Lastwagen auf die Fahrbahn gefallene volle Bierkisten sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen am stark befahrenen Kamener Kreuz in NRW. Der Lkw verlor laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in einer Kurve 100 bis 150 volle Bierkisten. Diese verteilten sich auf der Fahrbahn der Autobahn A1. Der Kreisel Oberhausen im Kamener Kreuz sei deshalb wohl bis Mittag gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, kam aber dennoch ins Krankenhaus.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:06 Uhr
Ipsos: Union fällt auf tiefsten Stand seit 2022
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent (+1) der Stimmen. Das besagt eine neue Umfrage des Institut Ipsos. Dahinter folgen: Union 22 Prozent (-1 Prozentpunkt, der niedrigste Stand seit Januar 2022), Grüne 14 Prozent, SPD 13 Prozent, Linke 13 Prozent (+1), FDP 4 Prozent, BSW 3 Prozent. Ipsos befragte 1.000 Wahlberechtigte vom 4. bis 6. Juli.
Ein vierjähriges Mädchen ist in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt mehrmals von einem Hund gebissen worden und gestorben. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, kommt der Hund aus dem familiären Umfeld. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht.
USA wollen Syrien von der Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als „staatlicher Sponsor von Terrorismus“. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen.
Russland verurteilt Zusagen an Ukraine als „verantwortungslos“
Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Den NATO-Staaten warf Moskau „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“ und kritisierte die Militarisierung Europas. Zuvor hatte die NATO Unterstützung für die Ukraine von 70 Milliarden Euro für 2026 sowie mindestens ebenso viel für 2027 beschlossen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:53 Uhr
Hochwasser vernichten mehr Kapital als früher
Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro – zwischen 2000 und 2019 betrug der Wert rund 100 Millionen Euro. Das teilt der Kreditversicherer Allianz Trade mit. Die Anzahl der Hochwasser in Europa hat sich kaum verändert und liegt seit dem Jahr 2000 etwa bei 50. Allerdings vernichteten diese deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten. Sie empfehlen, in den Hochwasserschutz zu investieren.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:31 Uhr
Schweden und Deutschland vertiefen Luftverteidigung
Die Verteidigungsminister von Deutschland und Schweden unterzeichneten während des NATO-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“. Das teilte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Es geht dabei auch um unbemannte Systeme. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Ein Kampfflugzeug der Saab-Gripen-E-Serie am Himmel über dem Flughafen von Linköping in Schweden (22. Oktober 2025).
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:17 Uhr
Bei VW: Aktionstag und Aufsichtsrat
Der VW-Aufsichtsrat berät heute ab 14:30 Uhr, IG Metall und Betriebsrat machen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen weitere Sparpläne mobil. Konzernchef Oliver Blume erklärte, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten. Das bisherige Geschäftsmodell – in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen – funktioniere nicht mehr. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, das wären doppelt so viele wie bisher geplant.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:57 Uhr
Vorwürfe von Paris Hilton – Internat verliert Lizenz
Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem US-Sängerin Paris Hilton (45) nach eigenen Worten als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, berichten US-Medien. In ihrer Dokumentation „This is Paris“ (2020) hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:37 Uhr
Rückflug mit Flugzeugwechsel
US-Präsident Donald Trump reiste nach dem NATO-Treffen mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte ab. Diese landete für einen Zwischenstopp in Großbritannien, dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte in Ankara, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“.
Mit dieser Air Force One war US-Präsident Donald Trump (oben) am 7. Juli 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut vor dem NATO-Treffen gelandet.
Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:36 Uhr
Trump: Truppenabzug aus Europa hängt viel von Grönland ab
US-Präsident Donald Trump hat einen noch größeren Truppenabzug aus Europa in Aussicht gestellt und das von einer Vereinbarung zur Zukunft Grönlands abhängig gemacht. „Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vieles wird von Grönland abhängen“, entgegnete er auf die Frage, ob er weitere Truppen abziehen werde. „Vielleicht werde ich es tun.“
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:22 Uhr
Unfälle mit E-Rollern
Damit Geschädigte nach Unfällen mit E-Rollern nicht leer ausgehen, wirbt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für neue Regeln. Heute ist eine abschließende Beratung über eine Regelung zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen geplant. Bisher haftet nur der Fahrer, künftig sollen Betroffene ihre Schadenersatzansprüche auch gegenüber dem Anbieter geltend machen können.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:13 Uhr
Wolkenkratzer in New York wieder „stabil“
Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder „stabil“. Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, provisorische Stützen und Verstärkungsträger wurden eingezogen. Das Gebäude wird gerade in ein Wohngebäude umgebaut. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden.
Arbeiter vor dem ehemaligen Pfizer-Hauptsitz in New York City am 8. Juli 2026. Ein Sicherheitsbeauftragter meldete, dass ein Stahlträger im 21. Stock beschädigt sei, die Feuerwehr teilte mit, dass zwei Stützpfeiler im Inneren des Gebäudes nachgaben und mehrere obere Stockwerke durchhingen.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE5:51 Uhr
Urteil erwartet: Prozess wegen Angriff auf Zugbegleiter
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird heute gegen 10:00 Uhr im Landgericht Zweibrücken das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Anders als die Staatsanwaltschaft, die den 26-Jährigen Griechen wegen Mordes angeklagt hatte, wertet das Landgericht Zweibrücken die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser an einer Hirnblutung starb.
Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, verschiebt sich. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
HEUTE13:49 Uhr
Brand auf Nordseeinsel: Vogelwart gerettet
Wegen eines Feuers auf der kleinen Nordseeinsel Trischen ist deren einziger zeitweiliger Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Der 33-jährige Vogelwart wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung gerettet, teilt die DSRG mit. Feuerwehrleute zur Bekämpfung des Brands wurden von Marinehubschraubern eingeflogen. Der Brand brach in der Hütte des Vogelwarts aus, er flüchtete an die Nordspitze der kleinen Insel und wartete im Wasser auf die Helfer.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE13:39 Uhr
Verfassungsgericht gegen Stopp von Kassenreform und Heizungsgesetz
Der Bundestag kann noch in dieser Woche über die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung abstimmen. Eilanträge des Grünen-Gesundheitspolitikers Janosch Dahmen und des Linken-Politikers Ates Gürpinar scheiterten vor dem Bundesverfassungsgericht. Auch für eine mögliche Entscheidung über das neue Heizungsgesetz gab Karlsruhe grünes Licht.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE13:15 Uhr
Erdoğan verteilt bei NATO-Gipfel Revolver als Gastgebergeschenk
Der türkische Präsident hat beim NATO-Gipfel allen anwesenden Staatschefs einen Revolver überreicht. Bundeskanzler Friedrich Merz übergab die Waffe für den Transport nach Berlin der deutschen Botschaft in Ankara, so eine Regierungssprecherin. Die Waffe soll in die Sammlung von Staatsgeschenken kommen. Belgiens Premier öffnete sein Geschenk erst nach seiner Rückkehr nach Belgien. Er war sehr überrascht, einen silbernen, personalisierten und funktionstüchtigen Revolver samt Munition zu finden.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE12:56 Uhr
Bafög-Erhöhung verzögert sich um ein halbes Jahr
Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, verschiebt sich um ein halbes Jahr. Das teilten die zuständigen Fachpolitiker von Union und SPD mit. Ursprünglich sollte die Anhebung von 380 auf 440 Euro bereits zum Wintersemester erfolgen, nun ist sie erst für das Sommersemester 2027 vorgesehen. Grund ist eine verzögerte Einigung über die Bafög-Reform.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:55 Uhr
Bundeswehr will zunächst 8 ehemalige Kasernen reaktivieren
Die Bundeswehr hat bisher acht frühere Kasernen ausgewählt, um sie für den neuen Wehrdienst zu nutzen: die Rantzau-Kaserne in Boostedt (AH), die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven (Niedersachsen), die Kurpfalz-Kaserne in Speyer (RLP), Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel (RLP), die Kanaal-van-Wessem-Kaserne in Soest (NRW), das NATO-Hauptquartier in Mönchengladbach (NRW), die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen (BaWü) und die Ray Barracks in Friedberg (Hessen). Die finale Entscheidung steht noch aus, nun werde „mit allen relevanten Akteuren gesprochen“.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:39 Uhr
SPD fordert Abzug deutscher Soldaten von Hormus-Mission
Die SPD fordert das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ wegen der Lage im Nahen Osten nach Deutschland zurückzuholen. Die beendete Waffenruhe lasse eine neue Eskalation befürchten. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte SPD-Außenpolitikerin Siemtje Möller. Die Grünen forderten zuvor ähnliches.
Die walisische Sängerin Bonnie Tyler ist im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Portugal gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Im Mai hatte Tyler eine Notoperation am Darm durchlaufen müssen. Sie war in ein Krankenhaus in Faro gebracht und in ein künstliches Koma versetzt worden, um ihre Genesung zu unterstützen.
EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos
Streamingdienste wie Sky dürfen das Widerrufsrecht für ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht generell ausschließen. Das geht nach EU-Regeln nur bei „digitalen Inhalten“ – bei einem Streaming-Abo handelt es sich laut den Richtern jedoch um eine „digitale Dienstleistung“, wenn das Angebot sich am Nutzerverhalten orientiert und daran angepasst wird. Ausschlaggebend sind personalisierte Empfehlungen und das Widerrufsrecht.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:00 Uhr
Überschwemmungen verhelfen Zootieren zur Flucht
Überschwemmungen im Südwesten Chinas haben Dutzenden Zootieren zur Flucht verholfen, meldet der Zoo von Guigang in der Provinz Guangxi. Weg sind unter anderem zwei Waschbären, vier Stachelschweine und 30 Pfauen, Alpakas, Zebras und Strauße. Zuvor hatten sich im Internet bereits Videos von Menschen verbreitet, die versuchen, mit bloßen Händen und Netzen schwimmende Schlangen einzufangen – auch eine Schlangenfarm in der Stadt Hengzhou wurde vom Hochwasser zerstört.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:33 Uhr
Schrottberg in Salzgitter brennt seit Stunden
Der Brand eines Schrottbergs auf dem Gelände der Salzgitter AG hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften seit Mittwochabend die Flammen, die eine dichte, dunkle Rauchwolke verursachten. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr geht davon aus, die Einsatzstärke gegen Mittag deutlich reduzieren zu können. Anwohner sollten zunächst weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:12 Uhr
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft
Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Der Fall löste bundesweit eine Debatte über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr aus. (Archivbild)
Bierkisten auf der Fahrbahn: Kamener Kreuz teilweise gesperrt
Von einem Lastwagen auf die Fahrbahn gefallene volle Bierkisten sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen am stark befahrenen Kamener Kreuz in NRW. Der Lkw verlor laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in einer Kurve 100 bis 150 volle Bierkisten. Diese verteilten sich auf der Fahrbahn der Autobahn A1. Der Kreisel Oberhausen im Kamener Kreuz sei deshalb wohl bis Mittag gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, kam aber dennoch ins Krankenhaus.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:06 Uhr
Ipsos: Union fällt auf tiefsten Stand seit 2022
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent (+1) der Stimmen. Das besagt eine neue Umfrage des Institut Ipsos. Dahinter folgen: Union 22 Prozent (-1 Prozentpunkt, der niedrigste Stand seit Januar 2022), Grüne 14 Prozent, SPD 13 Prozent, Linke 13 Prozent (+1), FDP 4 Prozent, BSW 3 Prozent. Ipsos befragte 1.000 Wahlberechtigte vom 4. bis 6. Juli.
Ein vierjähriges Mädchen ist in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt mehrmals von einem Hund gebissen worden und gestorben. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, kommt der Hund aus dem familiären Umfeld. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht.
USA wollen Syrien von der Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als „staatlicher Sponsor von Terrorismus“. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen.
Russland verurteilt Zusagen an Ukraine als „verantwortungslos“
Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Den NATO-Staaten warf Moskau „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“ und kritisierte die Militarisierung Europas. Zuvor hatte die NATO Unterstützung für die Ukraine von 70 Milliarden Euro für 2026 sowie mindestens ebenso viel für 2027 beschlossen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:53 Uhr
Hochwasser vernichten mehr Kapital als früher
Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro – zwischen 2000 und 2019 betrug der Wert rund 100 Millionen Euro. Das teilt der Kreditversicherer Allianz Trade mit. Die Anzahl der Hochwasser in Europa hat sich kaum verändert und liegt seit dem Jahr 2000 etwa bei 50. Allerdings vernichteten diese deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten. Sie empfehlen, in den Hochwasserschutz zu investieren.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:31 Uhr
Schweden und Deutschland vertiefen Luftverteidigung
Die Verteidigungsminister von Deutschland und Schweden unterzeichneten während des NATO-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“. Das teilte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Es geht dabei auch um unbemannte Systeme. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Ein Kampfflugzeug der Saab-Gripen-E-Serie am Himmel über dem Flughafen von Linköping in Schweden (22. Oktober 2025).
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:17 Uhr
Bei VW: Aktionstag und Aufsichtsrat
Der VW-Aufsichtsrat berät heute ab 14:30 Uhr, IG Metall und Betriebsrat machen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen weitere Sparpläne mobil. Konzernchef Oliver Blume erklärte, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten. Das bisherige Geschäftsmodell – in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen – funktioniere nicht mehr. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, das wären doppelt so viele wie bisher geplant.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:57 Uhr
Vorwürfe von Paris Hilton – Internat verliert Lizenz
Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem US-Sängerin Paris Hilton (45) nach eigenen Worten als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, berichten US-Medien. In ihrer Dokumentation „This is Paris“ (2020) hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:37 Uhr
Rückflug mit Flugzeugwechsel
US-Präsident Donald Trump reiste nach dem NATO-Treffen mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte ab. Diese landete für einen Zwischenstopp in Großbritannien, dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte in Ankara, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“.
Mit dieser Air Force One war US-Präsident Donald Trump (oben) am 7. Juli 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut vor dem NATO-Treffen gelandet.
Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:36 Uhr
Trump: Truppenabzug aus Europa hängt viel von Grönland ab
US-Präsident Donald Trump hat einen noch größeren Truppenabzug aus Europa in Aussicht gestellt und das von einer Vereinbarung zur Zukunft Grönlands abhängig gemacht. „Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vieles wird von Grönland abhängen“, entgegnete er auf die Frage, ob er weitere Truppen abziehen werde. „Vielleicht werde ich es tun.“
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:22 Uhr
Unfälle mit E-Rollern
Damit Geschädigte nach Unfällen mit E-Rollern nicht leer ausgehen, wirbt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für neue Regeln. Heute ist eine abschließende Beratung über eine Regelung zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen geplant. Bisher haftet nur der Fahrer, künftig sollen Betroffene ihre Schadenersatzansprüche auch gegenüber dem Anbieter geltend machen können.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:13 Uhr
Wolkenkratzer in New York wieder „stabil“
Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder „stabil“. Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, provisorische Stützen und Verstärkungsträger wurden eingezogen. Das Gebäude wird gerade in ein Wohngebäude umgebaut. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden.
Arbeiter vor dem ehemaligen Pfizer-Hauptsitz in New York City am 8. Juli 2026. Ein Sicherheitsbeauftragter meldete, dass ein Stahlträger im 21. Stock beschädigt sei, die Feuerwehr teilte mit, dass zwei Stützpfeiler im Inneren des Gebäudes nachgaben und mehrere obere Stockwerke durchhingen.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE5:51 Uhr
Urteil erwartet: Prozess wegen Angriff auf Zugbegleiter
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird heute gegen 10:00 Uhr im Landgericht Zweibrücken das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Anders als die Staatsanwaltschaft, die den 26-Jährigen Griechen wegen Mordes angeklagt hatte, wertet das Landgericht Zweibrücken die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser an einer Hirnblutung starb.
Das EU-Parlament hat der Wiedereinsetzung der sogenannten Chatkontrolle zugestimmt. Eine Ablehnung der entsprechenden Ausnahmeverordnung erzielte am Donnerstag nicht die nötige absolute Mehrheit.
Das Europäische Parlament hatte am 7. Juli den Weg für eine kurzfristige Abstimmung freigemacht.
Mit einer knappen Mehrheit von 331 zu 304 Stimmen bei elf Enthaltungen stimmten die Abgeordneten für einen Dringlichkeitsantrag, den Parlamentspräsidentin Roberta Metsola auf Betreiben der Mitgliedsstaaten und der EVP-Fraktion kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt hatte.
Damit konnte das Parlament in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Donnerstag erneut über das umstrittene Vorhaben abstimmen.
Ziel des Schachzugs war es, die im April ausgelaufene Übergangsregelung zur Chatkontrolle wieder in Kraft zu setzen.
Diese Ausnahmeverordnung erlaubte es Tech-Konzernen wie Meta, Google oder Microsoft, private Chats, E-Mails und Messenger-Dienste freiwillig und ohne konkreten Verdacht nach Material über sexuellen Kindesmissbrauch zu durchsuchen.
Das Parlament hatte einer erneuten Verlängerung nicht zugestimmt, weshalb die Regelung im April ausgelaufen war.
IT-Sicherheitsforscher hatten in Brandbriefen immer wieder vor unakzeptabel hohen Fehlerquoten der eingesetzten KI-Scans gewarnt, die die Privatsphäre unbescholtener Bürger gefährdeten. (dts/red)
Die Bundeswehr wird massiv gestärkt. (Archivbild) - Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa
HEUTE12:56 Uhr
Bafög-Erhöhung verzögert sich um ein halbes Jahr
Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, verschiebt sich um ein halbes Jahr. Das teilten die zuständigen Fachpolitiker von Union und SPD mit. Ursprünglich sollte die Anhebung von 380 auf 440 Euro bereits zum Wintersemester erfolgen, nun ist sie erst für das Sommersemester 2027 vorgesehen. Grund ist eine verzögerte Einigung über die Bafög-Reform.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:55 Uhr
Bundeswehr will zunächst 8 ehemalige Kasernen reaktivieren
Die Bundeswehr hat bisher acht frühere Kasernen ausgewählt, um sie für den neuen Wehrdienst zu nutzen: die Rantzau-Kaserne in Boostedt (AH), die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven (Niedersachsen), die Kurpfalz-Kaserne in Speyer (RLP), Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel (RLP), die Kanaal-van-Wessem-Kaserne in Soest (NRW), das NATO-Hauptquartier in Mönchengladbach (NRW), die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen (BaWü) und die Ray Barracks in Friedberg (Hessen). Die finale Entscheidung steht noch aus, nun werde „mit allen relevanten Akteuren gesprochen“.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:39 Uhr
SPD fordert Abzug deutscher Soldaten von Hormus-Mission
Die SPD fordert das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ wegen der Lage im Nahen Osten nach Deutschland zurückzuholen. Die beendete Waffenruhe lasse eine neue Eskalation befürchten. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte SPD-Außenpolitikerin Siemtje Möller. Die Grünen forderten zuvor ähnliches.
Die walisische Sängerin Bonnie Tyler ist im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Portugal gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Im Mai hatte Tyler eine Notoperation am Darm durchlaufen müssen. Sie war in ein Krankenhaus in Faro gebracht und in ein künstliches Koma versetzt worden, um ihre Genesung zu unterstützen.
EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos
Streamingdienste wie Sky dürfen das Widerrufsrecht für ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht generell ausschließen. Das geht nach EU-Regeln nur bei „digitalen Inhalten“ – bei einem Streaming-Abo handelt es sich laut den Richtern jedoch um eine „digitale Dienstleistung“, wenn das Angebot sich am Nutzerverhalten orientiert und daran angepasst wird. Ausschlaggebend sind personalisierte Empfehlungen und das Widerrufsrecht.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:00 Uhr
Überschwemmungen verhelfen Zootieren zur Flucht
Überschwemmungen im Südwesten Chinas haben Dutzenden Zootieren zur Flucht verholfen, meldet der Zoo von Guigang in der Provinz Guangxi. Weg sind unter anderem zwei Waschbären, vier Stachelschweine und 30 Pfauen, Alpakas, Zebras und Strauße. Zuvor hatten sich im Internet bereits Videos von Menschen verbreitet, die versuchen, mit bloßen Händen und Netzen schwimmende Schlangen einzufangen – auch eine Schlangenfarm in der Stadt Hengzhou wurde vom Hochwasser zerstört.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:33 Uhr
Schrottberg in Salzgitter brennt seit Stunden
Der Brand eines Schrottbergs auf dem Gelände der Salzgitter AG hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften seit Mittwochabend die Flammen, die eine dichte, dunkle Rauchwolke verursachten. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr geht davon aus, die Einsatzstärke gegen Mittag deutlich reduzieren zu können. Anwohner sollten zunächst weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:12 Uhr
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft
Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Der Fall löste bundesweit eine Debatte über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr aus. (Archivbild)
Bierkisten auf der Fahrbahn: Kamener Kreuz teilweise gesperrt
Von einem Lastwagen auf die Fahrbahn gefallene volle Bierkisten sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen am stark befahrenen Kamener Kreuz in NRW. Der Lkw verlor laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in einer Kurve 100 bis 150 volle Bierkisten. Diese verteilten sich auf der Fahrbahn der Autobahn A1. Der Kreisel Oberhausen im Kamener Kreuz sei deshalb wohl bis Mittag gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, kam aber dennoch ins Krankenhaus.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:06 Uhr
Ipsos: Union fällt auf tiefsten Stand seit 2022
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent (+1) der Stimmen. Das besagt eine neue Umfrage des Institut Ipsos. Dahinter folgen: Union 22 Prozent (-1 Prozentpunkt, der niedrigste Stand seit Januar 2022), Grüne 14 Prozent, SPD 13 Prozent, Linke 13 Prozent (+1), FDP 4 Prozent, BSW 3 Prozent. Ipsos befragte 1.000 Wahlberechtigte vom 4. bis 6. Juli.
Ein vierjähriges Mädchen ist in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt mehrmals von einem Hund gebissen worden und gestorben. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, kommt der Hund aus dem familiären Umfeld. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht.
USA wollen Syrien von der Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als „staatlicher Sponsor von Terrorismus“. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen.
Russland verurteilt Zusagen an Ukraine als „verantwortungslos“
Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Den NATO-Staaten warf Moskau „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“ und kritisierte die Militarisierung Europas. Zuvor hatte die NATO Unterstützung für die Ukraine von 70 Milliarden Euro für 2026 sowie mindestens ebenso viel für 2027 beschlossen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:53 Uhr
Hochwasser vernichten mehr Kapital als früher
Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro – zwischen 2000 und 2019 betrug der Wert rund 100 Millionen Euro. Das teilt der Kreditversicherer Allianz Trade mit. Die Anzahl der Hochwasser in Europa hat sich kaum verändert und liegt seit dem Jahr 2000 etwa bei 50. Allerdings vernichteten diese deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten. Sie empfehlen, in den Hochwasserschutz zu investieren.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:31 Uhr
Schweden und Deutschland vertiefen Luftverteidigung
Die Verteidigungsminister von Deutschland und Schweden unterzeichneten während des NATO-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“. Das teilte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Es geht dabei auch um unbemannte Systeme. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Ein Kampfflugzeug der Saab-Gripen-E-Serie am Himmel über dem Flughafen von Linköping in Schweden (22. Oktober 2025).
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:17 Uhr
Bei VW: Aktionstag und Aufsichtsrat
Der VW-Aufsichtsrat berät heute ab 14:30 Uhr, IG Metall und Betriebsrat machen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen weitere Sparpläne mobil. Konzernchef Oliver Blume erklärte, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten. Das bisherige Geschäftsmodell – in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen – funktioniere nicht mehr. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, das wären doppelt so viele wie bisher geplant.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:57 Uhr
Vorwürfe von Paris Hilton – Internat verliert Lizenz
Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem US-Sängerin Paris Hilton (45) nach eigenen Worten als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, berichten US-Medien. In ihrer Dokumentation „This is Paris“ (2020) hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:37 Uhr
Rückflug mit Flugzeugwechsel
US-Präsident Donald Trump reiste nach dem NATO-Treffen mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte ab. Diese landete für einen Zwischenstopp in Großbritannien, dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte in Ankara, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“.
Mit dieser Air Force One war US-Präsident Donald Trump (oben) am 7. Juli 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut vor dem NATO-Treffen gelandet.
Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:36 Uhr
Trump: Truppenabzug aus Europa hängt viel von Grönland ab
US-Präsident Donald Trump hat einen noch größeren Truppenabzug aus Europa in Aussicht gestellt und das von einer Vereinbarung zur Zukunft Grönlands abhängig gemacht. „Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vieles wird von Grönland abhängen“, entgegnete er auf die Frage, ob er weitere Truppen abziehen werde. „Vielleicht werde ich es tun.“
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:22 Uhr
Unfälle mit E-Rollern
Damit Geschädigte nach Unfällen mit E-Rollern nicht leer ausgehen, wirbt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für neue Regeln. Heute ist eine abschließende Beratung über eine Regelung zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen geplant. Bisher haftet nur der Fahrer, künftig sollen Betroffene ihre Schadenersatzansprüche auch gegenüber dem Anbieter geltend machen können.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:13 Uhr
Wolkenkratzer in New York wieder „stabil“
Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder „stabil“. Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, provisorische Stützen und Verstärkungsträger wurden eingezogen. Das Gebäude wird gerade in ein Wohngebäude umgebaut. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden.
Arbeiter vor dem ehemaligen Pfizer-Hauptsitz in New York City am 8. Juli 2026. Ein Sicherheitsbeauftragter meldete, dass ein Stahlträger im 21. Stock beschädigt sei, die Feuerwehr teilte mit, dass zwei Stützpfeiler im Inneren des Gebäudes nachgaben und mehrere obere Stockwerke durchhingen.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE5:51 Uhr
Urteil erwartet: Prozess wegen Angriff auf Zugbegleiter
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird heute gegen 10:00 Uhr im Landgericht Zweibrücken das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Anders als die Staatsanwaltschaft, die den 26-Jährigen Griechen wegen Mordes angeklagt hatte, wertet das Landgericht Zweibrücken die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser an einer Hirnblutung starb.
Sängerin Bonnie Tyler ist gestorben. (Archivbild) - Foto: Jörg Carstensen/dpa
Mit „Holding out for a Hero“ und „Total Eclipse of the Heart“ sang Bonnie Tyler zwei Hymnen für die Ewigkeit. In ihrer langen Karriere hatte sie noch viele weitere Hits. Sie war das, was man eine Rockröhre nannte.
Nun ist die Sängerin mit der markanten rauchigen Stimme gestorben. Tyler, die zuletzt an der Algarve in Portugal lebte, wurde 75 Jahre alt.
Mehr als 80 Singles und 18 Studioalben hat die Waliserin mit den blonden Haaren während ihrer langen Karriere veröffentlicht. Ihr letztes Album, „The Best Is Yet To Come“, erschien 2021.
Mit eingängigen Melodien und markanten Gitarren- und Synthesizer-Sounds erinnerte es an die Musik der 80er Jahre. In dem Jahrzehnt feierte Tyler ihre größten Erfolge.
Unerwarteter Tod
Einem Statement auf ihrer offiziellen Webseite zufolge kam Tylers Tod unvermittelt. „Bonnie Tylers Familie und ihr Team sind zutiefst erschüttert, mitteilen zu müssen, dass Bonnie gestern Abend unerwartet in einem Krankenhaus in Portugal an den Folgen der Krankheit verstorben ist, wegen der sie behandelt wurde“, heißt es darin.
Zuletzt lag die walisische Sängerin über Wochen im künstlichen Koma, zwischenzeitlich wurde sie wieder wach. Ende April musste Tyler im portugiesischen Faro am Darm operiert werden.
Bis in die 90er Jahre hatte Bonnie Tyler eine wilde Lockenmähne. (Archivbild)
Foto: picture alliance / dpa
Karrierestart dank Irrtum eines Talentsuchers
Den Beginn ihrer Karriere verdankte Tyler, die eigentlich Gaynor Hopkins hieß, einem Irrtum des Londoner Talentsuchers Roger Bell. Der hatte sich auf den Weg nach Südwales gemacht.
„Er kam in diesen Club, in dem ich aufgetreten bin, weil er von einem Jungen gehört hatte, der im Obergeschoss mit seiner Band spielt“, erzählte Tyler 2021 im dpa-Interview in London. „Aber er kam im falschen Stockwerk rein und hat mich singen gehört.“
Kurz darauf wurde sie nach London eingeladen, um eine Single aufzunehmen. „Lost In France“ wurde 1976 veröffentlicht und war der Beginn einer Weltkarriere. Ein Jahr später wurde „It’s A Heartache“ ein noch größerer Hit und toppte in mehreren Ländern die Charts.
„Viele Leute dachten, ich sei Amerikanerin“
Tyler stammt aus einer musikalischen Familie mit drei Schwestern und zwei Brüdern. Sie verbrachte ihre Kindheit in der walisischen Kleinstadt Skewen. In der Familie wurde viel gesungen. „Mein Vater hat sonntags „Top Of The Pops“ für mich aufgenommen, die Top 40“, sagte sie. „Ich habe die Texte aufgeschrieben, um mitzusingen. In meine Haarbürste, kein Mikrofon.“
Bei einem Gesangswettbewerb im örtlichen Rugbyclub wurde sie Zweite. Ihre Tante hatte sie angemeldet. „Ich war damals sehr, sehr schüchtern, das glaubt man kaum.“ Als Background-Sängerin für lokale Musiker lernte sie dazu, bevor sie mit ihrer eigenen Band in den Pubs auftrat.
Ihren Geburtsnamen Gaynor Hopkins legte sie ab, um Verwechslungen mit Sängerin Mary Hopkin zu vermeiden.
„Ich bin die Zeitung durchgegangen und habe alle Vornamen und alle Nachnamen aufgeschrieben. Dann habe ich probiert, welche Kombination gut klingt“, erzählte sie. „Es gab damals nicht viele Tylers in der Gegend. Lange Zeit dachten viele Leute, ich sei Amerikanerin. Aber ich bin definitiv Waliserin.“
Ihre Markenzeichen waren die markante rauchige Stimme und die blonden Haare. (Archivbild)
Foto: Vít Èerný/CTK/dpa
Welterfolge mit Rockproduzent Jim Steinman
Mit den großen Erfolgen und den Hitsingles der frühen Jahre konnten das dritte und vierte Album nicht mithalten. Als Bonnie Tylers erster Plattenvertrag Anfang der 80er auslief, lehnte sie einen neuen ab. „Ich hatte keine Lust mehr, diese Country-Rock-Musik zu machen“, sagte sie. „Ich wollte mehr in Richtung Rock gehen.“
Bei ihrem neuen Plattenlabel beharrte sie darauf, mit Jim Steinman zu arbeiten, der sich als Songwriter von Rocksänger Meat Loaf („Bat Out Of Hell“) einen Namen gemacht hatte. „Und der Rest ist Geschichte!“, sagte sie der dpa über die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die von Steinman geschriebene und produzierte Powerballade „Total Eclipse Of The Heart“ wurde ihr größter Hit, erreichte Platz 1 in Großbritannien und den USA und brachte ihr eine Grammy-Nominierung ein. Das Album „Faster Than The Speed of Night“, das überwiegend aus wuchtigen Coverversionen bestand, wurde ebenfalls ein großer Erfolg.
Von Steinman stammt auch die Kulthymne „Holding Out For A Hero“. Der theatralische Rocksong war 1984 im Kinofilm „Footloose“ zu hören. Die Szene, in der Kevin Bacon eine Mutprobe auf einem Traktor ablegt, wirkt heute unfreiwillig komisch, aber Tylers bombastisches Lied ist ein Klassiker. Natürlich durfte „Holding out for a Hero“ bei keinem ihrer Konzerte fehlen.
Ab Sommer hatte Bonnie Tyler wieder auf große Tournee gehen wollen. (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Ein rätselhafter Misserfolg und drei Alben mit Dieter Bohlen
Warum ihr 1988 erschienenes Album „Hide Your Heart“ kein Erfolg wurde, ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Starproduzent Desmond Child (Kiss, Bon Jovi) schrieb für Tyler „Save Up All Your Tears“, das aber erst als Coverversion von Robin Beck und dann von Cher erfolgreich wurde. Ihre kaum beachtete Single „The Best“ wurde ein Jahr später ein Welthit für Tina Turner.
In den 90ern konzentrierte sich Tyler zeitweise auf den europäischen Markt. Die Britin unterschrieb beim deutschen Label Hansa Records. Dieter Bohlen produzierte für sie drei Alben. „Es hat Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten“, sagte sie.
2013 nahm Tyler für Großbritannien am Eurovision Song Contest teil. Mit ihrem Song „Believe in Me“ belegte sie zwar nur den 19. Platz, fand das Erlebnis aber trotzdem „wundervoll“.
Tyler plante eine große Europa-Tournee
Tyler hinterlässt ihren Ehemann Robert Sullivan. Mit dem britischen Judoka und früheren Olympia-Teilnehmer war sie seit 1973 verheiratet. „Wir reisen überall zusammen hin“, sagte Tyler über das Geheimnis ihrer langen Ehe. „Er liebt das Reisen wahrscheinlich noch mehr als ich. Er steht gern an der Seite der Bühne und singt mit.“ Das Paar lebte abwechselnd an der Südküste von Wales und an der Algarve. Kinder hatten sie nicht.
In über vier Jahrzehnten als Künstlerin hatte sich ihre rauchige Stimme kaum verändert. Dreimal pro Woche arbeitete die Nichtraucherin mit einem Stimmtrainer. Und vor jedem Auftritt gönnte sich Tyler einen Schluck Jack-Daniel’s-Whisky mit Red Bull. „Nur ein kleiner Schuss, das ist alles“, betonte sie im dpa-Interview. „Aber wenn ich von der Bühne komme und meine Show vorbei ist, dann mag ich gern Rotwein.“
Im März 2026 stand Bonnie Tyler zuletzt auf der Bühne. Ab Mai hatte sie eigentlich auf ausgedehnte Europa-Tournee gehen und insgesamt 18 Konzerte in Deutschland geben wollen. „Ich liebe es auf der Bühne zu stehen.“ (dpa/red)
Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. - Foto: Boris Roessler/dpa
Das Europaparlament hat für die Einführung eines digitalen Gelds in Europa gestimmt.
Die Abgeordneten beschlossen am Dienstag in Straßburg einen Entwurf für den nötigen Rechtsrahmen, über den sie nun mit den 27 EU-Staaten verhandeln müssen.
Über die Einführung des sogenannten digitalen Euro muss danach die Europäische Zentralbank entscheiden.
Alle Geschäfte sollen digitale Euros annehmen müssen
Digitale Euros sollen in einer App gespeichert werden und wie Bargeld vom Bankkonto abgehoben werden können. Alle Geschäfte sollen nach der Einführung sowohl Bargeld als auch digitale Euros annehmen müssen.
Bürger sollen sich außerdem digitale Euros hin- und herschicken können. Europa würde damit unabhängiger von Kreditkartenanbietern wie Visa und Mastercard sowie Bezahldiensten wie Paypal und Klarna.
Einführung Anfang 2029 angestrebt
Die EZB strebt eine Einführung Anfang 2029 an. In den anstehenden Verhandlungen sind noch einige Streitpunkte auszuräumen, etwa die Gebühr, die Händler für die Nutzung des digitalen Euros entrichten müssen.
Auch die Höchstmenge an digitalem Geld, die im digitalen Geldbeutel mitgeführt werden darf, ist umstritten. Zudem fordern die Parlamentarier einen stärkeren Datenschutz. (afp/red)
Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. - Foto: Boris Roessler/dpa
Das Europaparlament hat für die Einführung eines digitalen Bargelds in Europa gestimmt.
Die Abgeordneten beschlossen am Dienstag in Straßburg einen Entwurf für den nötigen Rechtsrahmen, über den sie nun mit den 27 EU-Staaten verhandeln müssen.
Über die Einführung des sogenannten digitalen Euro muss danach die Europäische Zentralbank entscheiden.
Alle Geschäfte sollen digitale Euros annehmen müssen
Digitale Euros sollen in einer App gespeichert werden und wie Bargeld vom Bankkonto abgehoben werden können. Alle Geschäfte sollen nach der Einführung sowohl Bargeld als auch digitale Euros annehmen müssen.
Bürger sollen sich außerdem digitale Euros hin- und herschicken können. Europa würde damit unabhängiger von Kreditkartenanbietern wie Visa und Mastercard sowie Bezahldiensten wie Paypal und Klarna.
Einführung Anfang 2029 angestrebt
Die EZB strebt eine Einführung Anfang 2029 an. In den anstehenden Verhandlungen sind noch einige Streitpunkte auszuräumen, etwa die Gebühr, die Händler für die Nutzung des digitalen Euros entrichten müssen.
Auch die Höchstmenge an digitalem Bargeld, die im digitalen Geldbeutel mitgeführt werden darf, ist umstritten. Zudem fordern die Parlamentarier einen stärkeren Datenschutz. (afp/red)
Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr mehr Gewaltdelikte an Bahnhöfen und anderen Orten, wo sie für die Sicherheit zuständig ist, festgestellt. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr mehr Gewaltdelikte an Bahnhöfen und anderen Orten, wo sie für die Sicherheit zuständig ist, festgestellt. Wie aus ihrem Jahresbericht für 2025 hervorgeht, stieg die Zahl der Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf rund 35.400 Fälle.
Gemäß der Eingangsstatistik der Bundespolizei zählen zur Gewaltkriminalität sämtliche Körperverletzungs- und Raubdelikte, Straftaten gegen das Leben, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie Taten, die sich gegen die öffentliche Ordnung richten. Sexualdelikte werden separat erfasst.
Über 3.100 Polizisten angegriffen
Bei Gewaltdelikten mit bekannten Tatverdächtigen lag der Anteil deutscher Staatsangehöriger demnach bei 53 Prozent. Ein Messer wurde bei 3,9 Prozent aller Gewaltdelikte mitgeführt.
3.185 Einsatzkräfte der Bundespolizei wurden den Angaben nach angegriffen – ein Anstieg um 7,4 Prozent. Dabei schlugen, traten, bissen oder bespuckten Angreifer die Beamten.
Verletzt wurden den Angaben zufolge 818 Polizisten – ein Anstieg um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 53 Prozent derjenigen, die Einsatzkräfte angriffen, standen laut Bundespolizei unter dem Einfluss berauschender Mittel.
Dass die Zahl der im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei – also vor allem auf dem Gebiet der Bahnanlagen, an 13 Flughäfen und an den Grenzen – registrierten Straftaten 2025 insgesamt um 5,8 Prozent auf rund 604.700 Straftaten gesunken ist, hat vor allem damit zu tun, dass weniger Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt wurden.
An allen deutschen Landesgrenzen gibt es seit dem 16. September 2024 Grenzkontrollen bei Einreisen, zuvor war das bereits teilweise der Fall. Die Zahl der Menschen, die in Deutschland erstmals Asyl beantragt haben, ist seit 2023 deutlich gesunken.
Im Mai 2025 wurden die Grenzkontrollen intensiviert. Seither werden – abgesehen von Ausnahmen etwa für Kranke und Schwangere – auch Asylsuchende zurückgewiesen.
Bis zu 14.000 Beamte sind bei Grenzkontrollen eingesetzt. (Archivbild)
Foto: Peter Kneffel/dpa
Werden die Grenzkontrollen weiter verlängert?
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat in Aussicht gestellt, die Binnengrenzkontrollen zu lockern, sollte die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) so funktionieren, wie erhofft.
Kern der Reform, deren Regeln seit dem 12. Juni gelten, ist eine Registrierungspflicht für alle Asylsuchenden an den Außengrenzen. Menschen, die aus Staaten stammen, bei denen eine Anerkennung als schutzbedürftig wenig wahrscheinlich ist, sollen dort ein schnelles Asylverfahren durchlaufen.
Im Schengen-Raum sind Kontrollen an den Binnengrenzen eigentlich nicht vorgesehen. Wenn Mitgliedstaaten sie dennoch vorübergehend einführen, müssen sie die EU-Kommission darüber vorab informieren und die Maßnahme begründen. Die Kontrollen an den deutschen Landgrenzen gelten bis September 2026.
Bundespolizeipräsident Dieter Romann sagte: „Die flexiblen und smarten Grenzkontrollen haben auch 2025 ihre Wirkung gezeigt.“ Ob und wie lange sie fortgesetzt würden, hänge auch vom Gelingen und der Wirkung der Geas-Reform ab.
In den ersten Wochen nach Inkrafttreten der Reform hat die Bundespolizei zwar etliche unerlaubte Einreisen festgestellt, die an den Außengrenzen nicht registriert worden waren. Jedoch ist gut möglich, dass die Menschen bereits vor dem 12. Juni in die EU gekommen waren.
Gründe für den Rückgang irregulärer Migration
Die Bundespolizei führt den Rückgang der irregulären Migration auf mehrere Faktoren zurück. Zum einen habe die geänderte Zurückweisungspraxis eine „Signalwirkung“ gehabt, zum anderen kämen weniger Migranten aus wichtigen Herkunftsländern wie Afghanistan, Syrien, der Türkei und der Ukraine nach Deutschland.
Vor allem die Grünen hatten sich bei den Verhandlungen über das sogenannte Rückführungsverbesserungsgesetz der Ampel-Koalition für den Anspruch auf einen Pflichtanwalt bei Abschiebehaft und Ausreisegewahrsam eingesetzt. (Archivfoto)
Foto: Boris Roessler/dpa
Viele Rückführungen scheitern
Von den 58.795 Rückführungen, die im vergangenen Jahr geplant wurden, scheiterten 34.848 – in mehr als 33.000 Fällen bereits vor der Übergabe der Ausreisepflichtigen durch die Länder an die Bundespolizei.
In 1.353 Fällen seien Rückführungen nach Übernahme durch die Bundespolizei abgesagt worden, vor allem weil Transportunternehmen die Beförderung verweigerten, sich der Zielstaat querstellte, der Abzuschiebende passiven Widerstand leistete oder wegen eines Verwaltungsgerichtsbeschlusses in letzter Minute.
Mehr Personal
Wie bereits in den Jahren zuvor stieg die Zahl der Beschäftigten der Bundespolizei 2025 an – um 0,7 Prozent auf 55.369 Mitarbeiter (Stichtag 31. Dezember). Neue Aufgaben kamen etwa bei der Drohnenabwehr hinzu.
Die Zahl der Einsatzstunden sank laut Jahresbericht im gleichen Zeitraum um rund 6,4 Prozent – die für Grenzschutz-Aufgaben stieg jedoch um 5,2 Prozent. In seinem Grußwort im Jahresbericht dankt Dobrindt den Polizisten für ihren Einsatz an den Grenzen.
Dieser trage dazu bei, „dass wir das Migrationsgeschehen neu ordnen konnten“. Seit Mai 2025 seien „über 32.000 illegale Einreisen unmittelbar verhindert, Schleuserkriminalität eingedämmt und das Asylsystem entlastet worden“. (dpa/red)
Die Gewalttat in Stade hat zu viel Anteilnahme geführt. (Archivbild vom 4.7.) - Foto: Carsten Neff/dpa
In Kürze:
Eine 65-jährige Zeugin gilt Medienberichten zufolge als Person von besonderem polizeilichem Interesse und soll nicht mehr erreichbar sein.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen drei Personen, sieht bislang aber nur gegen den mutmaßlichen Todesschützen einen dringenden Tatverdacht.
Mögliche Erkenntnisse aus der Türkei zur Vorgeschichte des Tatverdächtigen werden im Rahmen internationaler Rechtshilfe geprüft.
Im Zusammenhang mit dem mehrfachen Tötungsdelikt vom 29. Juni in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, Niedersachsen, soll eine wichtige Zeugin derzeit nicht erreichbar sein. Der „Hamburger Morgenpost“ zufolge handelt es sich um die 65-jährige Erika Sch., die als Person von besonderem polizeilichem Interesse gilt. Demnach sei sie auch an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr erschienen.
Dem Bericht zufolge handelt es sich um die Frau, die sich als „Patentante“ der drei Monate alten Tochter des in Untersuchungshaft sitzenden Tatverdächtigen Fatih G. vorgestellt hatte. Sie soll den 45-Jährigen zudem mit dem Auto zum Kinder- und Jugendhaus Stade gebracht haben, wo ein sogenanntes Hilfeplangespräch angesetzt war.
Rolle von Erika Sch. bei Tötungsdelikt von Stade weiterhin ungeklärt
Bei diesem Gespräch, bei dem auch die drei Monate alte Tochter und ihre Mutter anwesend sein sollten, zog der Tatverdächtige offenbar eine mitgebrachte Waffe. Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen soll G. anschließend sechs Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung erschossen haben. Die Waffe, eine Beretta Modell 70, soll er etwa eine Woche zuvor illegal in Berlin am Kurfürstendamm erworben haben.
Erika Sch. soll G. nach dem Termin mit dem Wagen wieder abgeholt haben. Als sich der mutmaßliche Todesschütze vom Tatort entfernte, soll sie am Steuer des Fahrzeugs gesessen haben. Die Polizei stoppte den Wagen schließlich durch Schüsse auf die Reifen und nahm Fatih G. fest.
Neben G. brachten die Beamten auch Sch. zur Vernehmung auf das Revier. Die Frau wurde jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, da bislang kein hinreichender Tatverdacht bestand, dass sie an der Tat beteiligt war oder von der Bewaffnung von G. vor dem Treffen wusste.
Staatsanwaltschaft veröffentlicht vorerst keine weiteren Details
In der vorerst letzten öffentlichen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Stade hieß es am Montag, dem 6. Juli, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt andauerten. Seit der Einleitung des Ermittlungsverfahrens werde gegen drei Personen wegen des Tatvorwurfs des Mordes ermittelt. Neben dem Tatverdächtigen selbst dürften damit nach Medienberichten auch dessen Ehefrau und die 65-Jährige gemeint sein.
Allerdings sei noch nicht abzusehen, ob und welche Tatvorwürfe gegen welche Verdächtigen erhoben werden. Auch im Hinblick auf eine mögliche Tatbeteiligung der Ehefrau und der 65-Jährigen seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Ein dringender Tatverdacht bestehe gegen Erika Sch. bislang nicht, weshalb am vergangenen Dienstag auch kein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt worden sei.
Bislang liegen zudem keine Erkenntnisse über frühere Verurteilungen von Fatih G. vor. Einige Medien hatten in der Vorwoche berichtet, dass im türkischen Justizinformationssystem UYAP Einträge zu G. vorhanden sein sollen, die auf offene Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen hindeuten könnten. G. hat familiäre Verbindungen in die Türkei. Die Staatsanwaltschaft werde diese Informationen „auf den dafür vorgesehenen offiziellen Wegen der internationalen Zusammenarbeit in Strafsachen“ überprüfen.
Fatih G. soll auf Ärzte aggressiv reagiert haben
Um die laufenden Ermittlungen und ein etwaiges Hauptverfahren nicht zu gefährden, möchte die Staatsanwaltschaft bis auf Weiteres von weiteren Auskünften absehen. Erst wenn es aufgrund der Ermittlungen spruchreife neue Informationen gebe, wolle man sich über das polizeiliche Presseportal erneut an die Öffentlichkeit wenden.
Bei dem Termin im Kinder- und Jugendhaus soll es bisherigen Erkenntnissen zufolge um das Sorgerecht für die drei Monate alte Tochter gegangen sein. Die Tochter und ihre Mutter waren seit dem 26. Mai infolge einer Intervention des Jugendamtes in der Einrichtung untergebracht. Das Amt hatte das Kind aus der Familie genommen, nachdem es mit dem Verdacht auf ein Schütteltrauma ins Krankenhaus eingeliefert worden war.
Die Ärzte sollen eine Misshandlung des Kindes durch den Vater für möglich gehalten haben. Die Eltern hätten sich jedoch gegen einen medizinischen Eingriff ausgesprochen. Dabei soll sich der 45-Jährige gegenüber den Ärzten auch aggressiv verhalten haben. Fatih G. soll anschließend Anzeige gegen die behandelnden Ärzte erstattet haben. Im Umgang mit Behörden galt er als schwierig, jedoch nicht als „absolut gewalttätig“.
„Patentante“ wandte sich vor Termin an Medien
Erika Sch. soll sich im Vorfeld des Termins in Stade mit einem 20-seitigen Schreiben an mehrere Medien gewandt und Fatih G. darin in Schutz genommen haben. Sie habe versucht, die Empfänger davon zu überzeugen, dass die Verletzung des Babys auf einen unbeabsichtigten Zusammenstoß im gemeinsamen Elternbett zurückzuführen sei.
Fatih G. soll sie zudem als „ruhigen und besonnenen Mann“ beschrieben haben. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Bonnie Tyler starb im Alter von 75 Jahren. (Archivbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa
HEUTE11:55 Uhr
Bundeswehr will zunächst 8 ehemalige Kasernen reaktivieren
Die Bundeswehr hat bisher acht frühere Kasernen ausgewählt, um sie für den neuen Wehrdienst zu nutzen: die Rantzau-Kaserne in Boostedt (AH), die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven (Niedersachsen), die Kurpfalz-Kaserne in Speyer (RLP), Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel (RLP), die Kanaal-van-Wessem-Kaserne in Soest (NRW), das NATO-Hauptquartier in Mönchengladbach (NRW), die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen (BaWü) und die Ray Barracks in Friedberg (Hessen). Die finale Entscheidung steht noch aus, nun werde „mit allen relevanten Akteuren gesprochen“.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:39 Uhr
SPD fordert Abzug deutscher Soldaten von Hormus-Mission
Die SPD fordert das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ wegen der Lage im Nahen Osten nach Deutschland zurückzuholen. Die beendete Waffenruhe lasse eine neue Eskalation befürchten. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte SPD-Außenpolitikerin Siemtje Möller. Die Grünen forderten zuvor ähnliches.
Die walisische Sängerin Bonnie Tyler ist im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Portugal gestorben. Das teilte ihre Familie mit. Im Mai hatte Tyler eine Notoperation am Darm durchlaufen müssen. Sie war in ein Krankenhaus in Faro gebracht und in ein künstliches Koma versetzt worden, um ihre Genesung zu unterstützen.
Ab Sommer hatte Bonnie Tyler wieder auf große Tournee gehen wollen.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:15 Uhr
EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos
Streamingdienste wie Sky dürfen das Widerrufsrecht für ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht generell ausschließen. Das geht nach EU-Regeln nur bei „digitalen Inhalten“ – bei einem Streaming-Abo handelt es sich laut den Richtern jedoch um eine „digitale Dienstleistung“, wenn das Angebot sich am Nutzerverhalten orientiert und daran angepasst wird. Ausschlaggebend sind personalisierte Empfehlungen und das Widerrufsrecht.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE11:00 Uhr
Überschwemmungen verhelfen Zootieren zur Flucht
Überschwemmungen im Südwesten Chinas haben Dutzenden Zootieren zur Flucht verholfen, meldet der Zoo von Guigang in der Provinz Guangxi. Weg sind unter anderem zwei Waschbären, vier Stachelschweine und 30 Pfauen, Alpakas, Zebras und Strauße. Zuvor hatten sich im Internet bereits Videos von Menschen verbreitet, die versuchen, mit bloßen Händen und Netzen schwimmende Schlangen einzufangen – auch eine Schlangenfarm in der Stadt Hengzhou wurde vom Hochwasser zerstört.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:33 Uhr
Schrottberg in Salzgitter brennt seit Stunden
Der Brand eines Schrottbergs auf dem Gelände der Salzgitter AG hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften seit Mittwochabend die Flammen, die eine dichte, dunkle Rauchwolke verursachten. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehr geht davon aus, die Einsatzstärke gegen Mittag deutlich reduzieren zu können. Anwohner sollten zunächst weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE10:12 Uhr
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft
Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Der Fall löste bundesweit eine Debatte über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr aus. (Archivbild)
Bierkisten auf der Fahrbahn: Kamener Kreuz teilweise gesperrt
Von einem Lastwagen auf die Fahrbahn gefallene volle Bierkisten sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen am stark befahrenen Kamener Kreuz in NRW. Der Lkw verlor laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in einer Kurve 100 bis 150 volle Bierkisten. Diese verteilten sich auf der Fahrbahn der Autobahn A1. Der Kreisel Oberhausen im Kamener Kreuz sei deshalb wohl bis Mittag gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, kam aber dennoch ins Krankenhaus.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:06 Uhr
Ipsos: Union fällt auf tiefsten Stand seit 2022
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent (+1) der Stimmen. Das besagt eine neue Umfrage des Institut Ipsos. Dahinter folgen: Union 22 Prozent (-1 Prozentpunkt, der niedrigste Stand seit Januar 2022), Grüne 14 Prozent, SPD 13 Prozent, Linke 13 Prozent (+1), FDP 4 Prozent, BSW 3 Prozent. Ipsos befragte 1.000 Wahlberechtigte vom 4. bis 6. Juli.
Ein vierjähriges Mädchen ist in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt mehrmals von einem Hund gebissen worden und gestorben. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, kommt der Hund aus dem familiären Umfeld. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht.
USA wollen Syrien von der Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als „staatlicher Sponsor von Terrorismus“. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen.
Russland verurteilt Zusagen an Ukraine als „verantwortungslos“
Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Den NATO-Staaten warf Moskau „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“ und kritisierte die Militarisierung Europas. Zuvor hatte die NATO Unterstützung für die Ukraine von 70 Milliarden Euro für 2026 sowie mindestens ebenso viel für 2027 beschlossen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:53 Uhr
Hochwasser vernichten mehr Kapital als früher
Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro – zwischen 2000 und 2019 betrug der Wert rund 100 Millionen Euro. Das teilt der Kreditversicherer Allianz Trade mit. Die Anzahl der Hochwasser in Europa hat sich kaum verändert und liegt seit dem Jahr 2000 etwa bei 50. Allerdings vernichteten diese deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten. Sie empfehlen, in den Hochwasserschutz zu investieren.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:31 Uhr
Schweden und Deutschland vertiefen Luftverteidigung
Die Verteidigungsminister von Deutschland und Schweden unterzeichneten während des NATO-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“. Das teilte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Es geht dabei auch um unbemannte Systeme. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Ein Kampfflugzeug der Saab-Gripen-E-Serie am Himmel über dem Flughafen von Linköping in Schweden (22. Oktober 2025).
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:17 Uhr
Bei VW: Aktionstag und Aufsichtsrat
Der VW-Aufsichtsrat berät heute ab 14:30 Uhr, IG Metall und Betriebsrat machen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen weitere Sparpläne mobil. Konzernchef Oliver Blume erklärte, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten. Das bisherige Geschäftsmodell – in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen – funktioniere nicht mehr. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, das wären doppelt so viele wie bisher geplant.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:57 Uhr
Vorwürfe von Paris Hilton – Internat verliert Lizenz
Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem US-Sängerin Paris Hilton (45) nach eigenen Worten als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, berichten US-Medien. In ihrer Dokumentation „This is Paris“ (2020) hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:37 Uhr
Rückflug mit Flugzeugwechsel
US-Präsident Donald Trump reiste nach dem NATO-Treffen mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte ab. Diese landete für einen Zwischenstopp in Großbritannien, dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte in Ankara, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“.
Mit dieser Air Force One war US-Präsident Donald Trump (oben) am 7. Juli 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut vor dem NATO-Treffen gelandet.
Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:36 Uhr
Trump: Truppenabzug aus Europa hängt viel von Grönland ab
US-Präsident Donald Trump hat einen noch größeren Truppenabzug aus Europa in Aussicht gestellt und das von einer Vereinbarung zur Zukunft Grönlands abhängig gemacht. „Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vieles wird von Grönland abhängen“, entgegnete er auf die Frage, ob er weitere Truppen abziehen werde. „Vielleicht werde ich es tun.“
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:22 Uhr
Unfälle mit E-Rollern
Damit Geschädigte nach Unfällen mit E-Rollern nicht leer ausgehen, wirbt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für neue Regeln. Heute ist eine abschließende Beratung über eine Regelung zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen geplant. Bisher haftet nur der Fahrer, künftig sollen Betroffene ihre Schadenersatzansprüche auch gegenüber dem Anbieter geltend machen können.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:13 Uhr
Wolkenkratzer in New York wieder „stabil“
Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder „stabil“. Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, provisorische Stützen und Verstärkungsträger wurden eingezogen. Das Gebäude wird gerade in ein Wohngebäude umgebaut. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden.
Arbeiter vor dem ehemaligen Pfizer-Hauptsitz in New York City am 8. Juli 2026. Ein Sicherheitsbeauftragter meldete, dass ein Stahlträger im 21. Stock beschädigt sei, die Feuerwehr teilte mit, dass zwei Stützpfeiler im Inneren des Gebäudes nachgaben und mehrere obere Stockwerke durchhingen.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE5:51 Uhr
Urteil erwartet: Prozess wegen Angriff auf Zugbegleiter
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird heute gegen 10:00 Uhr im Landgericht Zweibrücken das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Anders als die Staatsanwaltschaft, die den 26-Jährigen Griechen wegen Mordes angeklagt hatte, wertet das Landgericht Zweibrücken die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser an einer Hirnblutung starb.
MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronikfachhändler und nach Amazon, Otto und Zalando viertgrößter Onlineshop in Deutschland. - Foto: Creativebird/iStock
Trotz eines stark ausgedünnten Filialnetzes der Elektronikmarktkette Saturn will der Mutterkonzern Ceconomy an der Marke festhalten, online und stationär.
Ab 2027 sind Saturn-Showrooms in MediaMarkt-Filialen und an ausgewählten Standorten geplant, teilte das Unternehmen mit.
Saturn soll neu ausgerichtet werden – als Untermarke für Technik-Begeisterte. Der Schwerpunkt liege auf Trends sowie hochwertigen Produkten mit exklusivem Zugang, sagte eine Sprecherin. Ziel sei es, neue Kundengruppen zu erschließen.
Wie viele Showrooms es geben soll, sei noch offen. „Wir können uns auch vorstellen, Saturn im Ausland zu testen“, so die Sprecherin. Saturn gibt es derzeit nur noch in Deutschland.
Vor einigen Jahren gab es in Deutschland noch etwa 150 Saturn-Filialen, inzwischen sind es nur noch 27. Zahlreiche Standorte wurden geschlossen und als MediaMarkt wiedereröffnet.
Das habe in den betroffenen Geschäften zu einem Umsatzanstieg von 10 Prozent geführt, teilte Ceconomy mit. Beide Ketten gehören zur selben Unternehmensgruppe.
Künftig sollen weitere Saturn-Filialen als MediaMarkt weiterbetrieben werden, einige jedoch eigenständig bestehen bleiben. Wie viele und welche, ist noch unklar. Ceconomy begründete die Entwicklung in der Vergangenheit damit, dass die Kunden immer weniger zwischen den Marken unterscheiden würden.
Das Filialnetz von MediaMarktSaturn umfasst in Deutschland derzeit gut 400 Standorte und soll in den kommenden Jahren stabil bleiben.
Insgesamt ist der Konzern laut Geschäftsbericht von 2025 in elf Ländern mit mehr als 1.000 Filialen vertreten und damit Europas größter Elektronik-Fachhändler. Ceconomy beschäftigte im vergangenen Jahr weltweit 50.000 Menschen, davon knapp 20.000 hierzulande.
Der chinesische E-Commerce-Riese JD.com steht vor der Übernahme von Ceconomy. Das Unternehmen hatte sich im vergangenen Jahr die Mehrheit der Aktien gesichert.
Behörden in mehreren Ländern prüfen den Deal. Frankreich, Italien und Deutschland haben bereits grünes Licht gegeben.
Die Entscheidungen aus Spanien und Österreich stehen noch aus. Die Europäische Kommission äußerte nach einer ersten Untersuchung „vorläufige Bedenken“ und prüft den Fall nun genauer.
JD.com und Ceconomy rechnen mit einer vollständigen Freigabe in der zweiten Jahreshälfte.
Ceconomy erwartet von der Übernahme einen Schub für das eigene Geschäft. Ziel ist es, den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 auf 800 Millionen Euro zu steigern.
Das entspräche einem Plus von etwa 60 Prozent gegenüber 2025/2026. Der Umsatz soll auf etwa 24 Milliarden Euro wachsen. (dpa/red)
Ravensburger übernimmt die Mehrheit beim Plüschtierhersteller Steiff. (Archivbild) - Foto: Marijan Murat/dpa
2026 wird mit weiteren Insolvenzen gerechnet. Ökonomen erwarten in diesem Jahr auch einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. „In manchen Branchen geht es mittlerweile nur noch ums reine Überleben“, sagt Jonas Eckhardt von der Restrukturierungsberatung Falkensteg.
Auch unseren Insolvenz-Ticker 2026 ergänzen wir fortlaufend. Die vorherigen Meldungen von 2025 finden Sie hier und hier.
HEUTE10:30 Uhr
Behörde erlaubt Steiff-Übernahme durch Ravensburger
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Plüschtierfirma Steiff durch den Spielehersteller Ravensburger genehmigt. „Wettbewerbliche Bedenken ergeben sich nicht, da sich die Produktportfolios der Unternehmen nicht überschneiden“, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt in Bonn. „Zudem verfügen die Unternehmen im Spielwareneinzelhandel über hinreichend starke Abnehmer, sodass auch sonst keine nachteiligen Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten waren.“
Ravensburger gehören künftig 60 Prozent der Anteile von Steiff. Die Verkäufer sind die Erben der Gründerin Margarete Steiff. Die Firma aus Giengen an der Brenz (Baden-Württemberg) soll weiterhin eigenständig geführt werden.
Ravensburger ist vor allem für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt. Steiff gilt als Erfinder des Teddybären und steht seit mehr als 140 Jahren für hochwertige Plüschtiere – erkennbar am markanten Knopf im Ohr.
6. Juli9:43 Uhr
Zwei Matratzenhersteller in Insolvenz
Der Matratzenhersteller Bönnig + Sommer in Ostwestfalen hat Anfang Juli Insolvenz angemeldet. 109 Mitarbeiter des Familienunternehmens sind betroffen. In der Branche treffen hohe Personalkosten auf steigende Energiepreise und billige Importe. Bönnig + Sommer stellt Schaumstoffe für Matratzen her.
Auch einer der größten Hersteller in Deutschland, das Breckle Matratzenwerk Weida GmbH in Thüringen, ist insolvent. Das 1932 gegründete Unternehmen meldete im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung an. Derzeit beschäftigt Breckle rund 270 Mitarbeiter und stellt Matratzen, Polstermöbel und Boxspringbetten her. Künftig plant Geschäftsführer Gerd Bröckle, seine Unternehmen mehr auf Medizinprodukte und Hotellerie auszurichten.
Jährlich werden rund 8 Millionen Matratzen in Deutschland verkauft.
Foto: Reimphoto/iStock
25. Juni7:42 Uhr
TSG München 1860 fehlt das Geld
Der TSG 1860 München ist insolvent, das Verfahren unter vorläufiger Leitung von Insolvenzverwalter Max Liebig wurde am 25. Juni veröffentlicht. Die Profi-Fußballgesellschaft fehlen nach der Kündigung von Darlehen durch Investor Ismaik 2,3 Millionen Euro, um weiterhin in der 3. Liga spielen zu können. Es wurde der Zwangsabstieg verordnet
16. Juni18:40 Uhr
Corona-Heimwerkerboom abgeflaut – Hellweg ist pleite
Die Baumarktkette Hellweg Die Profi-Bau & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Zuständig ist das Amtsgericht Essen, der Sitz des Unternehmens ist in Dortmund. Der Betrieb mit den rund 2.900 Mitarbeitern soll zunächst weitergehen, übergangsweise erhalten sie Insolvenzgeld.
Neben dem Online-Shop bleiben alle 68 Märkte geöffnet. Einige Schließungen von Filialen wurden angekündigt, darunter in Münster-Loddenheide, Berlin-Weißensee, Bonn-Duisdorf, Oberhausen, Werl und Duisburg (NRW), Halle/Saale.
Das Gericht hat Rechtsanwalt Stefan Denkhaus als vorläufigen Sachverwalter bestellt, der die Interessen der Gläubiger überwachen soll. Zwei Rechtsanwälte wurden laut dem Unternehmen als Sanierungsexperten in die Geschäftsführung berufen.
Ein Grund für die Schwierigkeiten ist, dass der Heimwerker-Boom während der Corona-Pandemie deutlich abgeflaut ist – während seither gleichzeitig die Kosten steigen.
2. Juli8:58 Uhr
Autohausgruppe Autolöwen vor dem Aus
Anfang Mai meldete die Autohausgruppe Autolöwen mit Sitz in Schwäbisch Hall Insolvenz an. Nun schließen sieben Standorte, da keine Investoren gefunden wurden. Nur für einen davon, in Aalen, fand sich eine Lösung, er wird von der Autohaus-Widmann-Gruppe übernommen.
Die Häuser in Schwäbisch Hall, Ludwigsburg, Crailsheim, Öhringen und Heilbronn schließen. Das Unternehmen vertrieb seit mehr als 30 Jahren Neu- und Gebrauchtfahrzeuge vor allem von Peugeot, Citroen, Opel, Fiat und Jeep und bot entsprechenden Service an.
„Wir haben alles getan, was unter den gegebenen Umständen möglich war, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte der zuständige Insolvenzverwalter Markus Schuster in der „Automobilwoche“. Über 200 mögliche Interessenten seien als mögliche Investoren angeschrieben worden. Insgesamt sind rund 180 Mitarbeiter von der Schließung betroffen.
1. Juli10:45 Uhr
Winzergenossenschaft vor Restrukturierungen
Anfang Juli und damit rund zehn Wochen vor Beginn der Weinlese will die Winzergenossenschaft „Winzer von Baden eG“ nahe Heidelberg Insolvenz einreichen. Betroffen sind in Wiesloch und der Region Rhein-Neckar rund 900 Winzer und ihre Familien.
Eine tiefe Restrukturierung sei unumgänglich, um „das Unternehmen neu auszurichten und die Marke Winzer von Baden zu erhalten“, sagte Matthias Göhring, geschäftsführender Vorsitzende, dem Fachportal Weinwirtschaft.
Der Weinbau in Deutschland steckt in der Krise, neben steigenden Lohn- und Energiekosten ist der Absatz eingebrochen. Der Absatz von Weinen sinkt, die Preise liegen oft unter den Herstellungskosten.
Winzergenossenschaften umfassen meist kleinere Weinbaubetriebe, die ihre Trauben bei der Kooperative abliefern. Diese übernimmt den weiteren Ausbau des Weins, die Abfüllung, Marketing und Vertrieb.
Foto: Rostislav_Sedlacek/iStock
29. Juni11:06 Uhr
Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen
Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine entsprechende Liste. „Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind“, sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur.
Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen. Zuvor hatten andere Medien über die Schließungen berichtet.
Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.
24. Juni9:50 Uhr
Playmobil schließt Werk bei Nürnberg
Im deutschen Werk von Playmobil ruht bereits die Produktion, offiziell wird das Werk in Dietenhofen bei Nürnberg zum 30. Juni geschlossen. Es sind rund 350 Mitarbeiter betroffen, wie „InFranken“ berichtet. Als Grund gibt das Unternehmen an, dass die Kosten in Deutschland zu hoch sind, vor allem Löhne und Energie.
Der Playmobil-Hersteller Horst-Brandstätter-Group hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024/2025 erneut Umsatzverluste einstecken müssen (Archivbild).
Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Produktion wird in Malta und Tschechien fortgeführt, in Deutschland bleiben die Marke sowie die Abteilungen Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik.
23. Juni11:02 Uhr
12.900 Pleiten – Insolvenzen auf neuem Höchststand
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Laut einer Studie des Verbands der Vereine Creditreform gab es 12.900 Pleiten und damit 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
„Die steigenden Insolvenzzahlen offenbaren eine tiefe strukturelle Krise bei unseren Unternehmen, die durch den Konflikt im Nahen Osten noch mal verschärft wurde“, sagte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrick-Ludwig Hantzsch.
An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.
Hantzsch sieht den Pleite-Höhepunkt noch nicht erreicht. „Diese Entwicklung wird sich erst dann wieder stabilisieren, wenn die Wirtschaft endlich wächst. Nach jetzigem Stand also frühestens 2027.“
Insolvenzgläubiger, darunter Lieferanten, Kreditgeber und Sozialversicherungsträger, mussten den Angaben zufolge „überdurchschnittlich hohe Ausfälle“ hinnehmen. Die Schadenssumme infolge von Unternehmensinsolvenzen belief sich demnach im ersten Halbjahr auf rund 28,5 Milliarden Euro. Rund 165.000 Arbeitsplätze waren betroffen.
21. Juni13:48 Uhr
Hofbrauhaus Wolters geht in Insolvenz
Die Brauerei Wolters hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht in Braunschweig gestellt. Das teilte die Hofbrauhaus Wolters GmbH mit. Als Grund für den Schritt nannte das Unternehmen eine anhaltende Absatzschwäche und deutlich gestiegene Kosten.
Man wolle den Geschäftsbetrieb grundlegend sanieren und sich wirtschaftlich neu aufstellen. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ darüber berichtet.
Der Geschäftsbetrieb werde trotz des Insolvenzantrags „unter zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortgeführt“, teilte das Unternehmen mit. Löhne und Gehälter der gesamten Belegschaft seien gesichert.
Die Brauerei Wolters stellt Antrag auf Insolvenz in Eigenregie. (Archivfoto)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
3. Juni11:22 Uhr
Festivalveranstalter insolvent
Der Veranstalter Waldfrieden-Events GmbH in Stemwede/Wehdem ist insolvent. Das vom 6. bis 9. August geplante Festival „Wonderland“ im NRW-Kurort Waldfrieden fällt aus. Bereits im Mai wurde das Festival „Hai“ kurzfristig abgesagt. Die Hauptmusikrichtungen sind elektronische und psychedelische Musik, teilweise auch Goa, Techno sowie Drum & Bass.
Die Rückerstattung der Ticketpreise ist schwierig, diese werden in die Insolvenzmasse des Unternehmens eingerechnet. Karteninhaber müssen sich rechtzeitig an das zuständige Amtsgericht in Bielefeld werden, um eventuell ihr Geld zurückzuerhalten. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich am 1. September 2026 eröffnet, erst dann ist eine unaufgefordert Forderungsanmeldung möglich.
Als Begründung gibt der Veranstalter an, dass eine vollständige Artenschutzprüfung verlangt werde, die bis August nicht fertig sein kann.
Das ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus hat keinen Investor gefunden und schließt Ende August 2026. Bis dahin sollen noch bestehende Kundenaufträge abgearbeitet werden. Rund 100 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Ende Mai wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Als Grund wurden die strukturellen Veränderungen in der Branche und die Kostensteigerungen für energie, Papier und Logistik genannt. Das Unternehmen ist 175 Jahre alt und spezialisierte sich auf Kataloge, Magazine, Mailings und Werbesendungen.
Auch bei der deutschen Feinkostkette Oil & Vinegar läuft nun ein Insolvenzverfahren. Das ordnete das Amtsgericht Cochem am 21. Mai an. Oil & Viengar betreibt in Deutschland 19 Fachgeschäfte und mehrere Franchise-Unternehmer – mit hochwertigen Ölen, Essig, Dip, Dressings und Spezialitäten.
Die niederländische Muttergesellschaft mit Sitz in Oosterhout stellte im April 2026 einen Involvenzantrag in den Niederlanden. Sie betreibt mehrere Ketten in Europa, den USA und Brasilien. Die Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaft der Assisi BV ist eine Folge der niederländischen Insolvenz.
In Deutschland sind rund 80 Mitarbeiter betroffen. Die Filialen sollen derzeit weiterhin weiterlaufen, der Onlineshop wurde geschlossen. Es laufen Gespräche zur Stabilisierung und Fortführung des Unternehmens.
Oil & Viengar-Läden gibt es nicht nur in den Niederlanden.
Foto: Pixelbizz/iStock
1. Juni8:26 Uhr
Dekohändler Depot erneut insolvent
Die Deko-Kette Depot beantragte erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am Amtsgericht Aschaffenburg. Alle 155 Filialen sowie der Onlineshop bleiben vorläufig geöffnet, die rund 1.200 Mitarbeiter erhalten weiterhin ihre Löhne. Retouren sind beim Onlinekauf mittlerweile ausgeschlossen, es ist kein Umtausch mehr möglich.
Wie viele Standorte geschlossen werden müssen, ist noch offen. Vor einigen Jahren betrieb das Unternehmen bundesweit noch rund 400 Geschäfte.
31. Mai11:50 Uhr
Glasfaser-Anbieter Metrofibre
Die Metrofibre GmbH hat am 26. Mai beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Betroffen ist sowohl Düsselfibre als auch das Schwesterunternehmen Ruhrfibre.
Das Unternehmen ist als Anbieter von Glasfaserprojekten bekannt. Als Grund wird angegeben, dass sich bisherige Finanzierungspartner „kurzfristig und überraschend“ zurückgezogen haben. Nun sollen die laufenden Bauarbeiten „vorübergehend pausieren“. Grundsätzlich soll der Geschäftsbetrieb weitergeführt werden.
Glasfaser-Kabel an einem Schaltschrank.
Foto: Jan Woitas/dpa
31. Mai8:00 Uhr
TV-Sender meldet Insolvenz an
Der Teleshopping-Sender „Channel 21“ ist insolvent, am Amtsgericht Hannover wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Wie mit Bestellungen, Ratenzahlungen oder offenen Lieferungen umgegangen wird, ist unklar. Betroffene können sich an das Amtsgericht oder den Insolvenzverwalter wenden.
Am 31. Mai endet das Programm für immer. Grund sind fehlende wirtschaftliche Perspektiven.
Der Sender startete 2001 als „RTL Shop“ und fuhr stetig Verluste ein. 2024 hatte Channel 21 einen Umsatz von 54 Millionen Euro – bei einem Verlust von 4,3 Millionen Euro. Beschäftigt waren zuletzt 166 Mitarbeiter.
23. Mai20:47 Uhr
Confiserie-Spezialist „DreiMeister“
Feine Pralinen und Schokoladen: Der Traditionsbetrieb „DreiMeister“ Spezialitäten GmbH & Co. KG hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Es wird nun geprüft, ob das Unternehmen fortgeführt und wirtschaftlich rentabel bleiben kann.
Die Firma aus dem westfälischen Werl stellt exklusive Confiserie-Spezialitäten her. Sie beliefert renommierte Hotels, Kreuzfahrtschiffe, Sterne-Restaurants, Airlines, Konditoreien und andere Unternehmen weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen 1973.
Die Gründe sind wie so oft hohe Rohstoffpreise und Ernteausfälle, hinzu kommen laut „BILD“ auch Insolvenzen von Kunden von DreiMeister.
23. Mai20:41 Uhr
Lada-Importeur stellt Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH ist insolvent. Die Firma aus Buxtehude importiert die russische Automarke Lada und muss nun nach 50 Jahren den Vertrieb beenden. Das bedeutet auch, dass Ersatzteile und Serviceleistungen für bestehende Fahrzeuge ein Problem werden könnten.
2024 und 2025 wurden in Deutschland nur noch 36 Ladas zugelassen, zuvor lagen die Neuzulassungen bei über Tausend pro Jahr. Der Unternehmer in Buxtehude importierte Anfang der 1990er Jahr auch den ersten Kia aus Südkorea offiziell nach Deutschland.
Ein Lada Niva: russisch und unverwüstlich.
Foto: DarthArt/iStock
20. Mai10:02 Uhr
Maschinenbauer Schuler will Gemmingen aufgeben
In Gemmingen steht die Produktion des Maschinenbauers Schuler vor dem Aus, es sollen 90 von 200 Stellen wegfallen. Die Schuler Group GmbH firmiert seit 2025 unter dem Namen ANDRITZ und gilt als weltweit führender Hersteller von Anlagen in der Blechumformung.
Hergestellt werden unter anderem Pressen, Biegemaschinen, Platinenschneidanlagen oder Stanzautomaten – auch für die Kunststoffindustrie. Das Tradiitionsunternehmen wurde 1839 gegründet.
Entwicklungsabteilungen, die auf Automatisierungskomponenten spezialisiert sind, sollen an einen anderen Standort verlagert werden. Die Produktion in Gemmingen sei nicht mehr wirtschaftlich, der Standort soll offenbar im Ganzen aufgegeben werden.
20. Mai9:45 Uhr
Der Hammer ist gefallen
Auch die Fachmarktkette Hammer stellt ihren Betrieb ein, die letzten 21 Filialen schließen. Es hat sich kein Investor gefunden, der das Unternehmen weiterführt.
Die Hammer Raumstylisten GmbH, zu der die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte gleichnamige Kette gehört, hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Die Hammer-Fachmärkte waren im Herbst von einem Investorenkonsortium namens Rethink übernommen worden. Wer dahintersteht, blieb unklar.
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hatte zu Jahresbeginn etwa 90 Standorte. Im März und im April schlossen bereits zahlreiche Filialen, auch diese in Hamm.
Foto: Max Lametz/dpa
18. Mai9:46 Uhr
Industrieofenbauer ELIOG macht dicht
Der Industrieofenbauer ELIOG in Thüringen meldet Insolvenz an. ELIOG ist ein mittelständischer Weltmarktführer für Spezialöfen, die unter anderem in der Metallurgie und der Auto- und Glasindustrie zum Einsatz kommen.
Der Spezialmaschinenbauer wurde 1924 in Düsseldorf gegründet und verlagerte seine Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg nach Römhild in Südthüringen. Zu DDR-Zeiten firmierte er als VEB Elektro Industrieofen- und Gerätebau Meinigen/Römhild. Seit 2011 gehört er zur Rupprecht-Gruppe. Betroffen von der Insolvenz sind 74 Mitarbeiter.
12. Mai15:00 Uhr
Discounter Mac Geiz insolvent
Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen. Schließungen sind jedoch möglich. Das teilte das Unternehmen mit, das in Landsberg in Sachsen-Anhalt beheimatet ist und knapp 1.200 Menschen beschäftigt.
Die Lage für Discounter ist schwierig: Auch die Unternehmensgruppe Brüder Schlau, zu der die Fachmarktkette Hammer gehört, stellte im Juni 2025 einen Insolvenzantrag und Anfang 2026 erneut.
Der Discounter Pepco und der Dekohändler Depot machten 2025 insolvenzbedingt jeweils einen großen Teil ihrer Filialen dicht.
Zuvor traf es unter anderem den Non-Food-Discounter Kodi, der Mäc Geiz kürzlich übernommen hat, und die Warenhauskette Galeria.
In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz.
Foto: Elisa Schu/dpa
7. Mai11:34 Uhr
Elektonik-Zulieferer IAV schließt Werk in Berlin
Der Automobilzulieferer IAV will den Standort Berlin weitgehend schließen. Das Unternehmen teiltemit, dass das Betriebsgelände in Berlin „bis spätestens 2027“ veräußert werde, da die Wertschöpfung „an den Standorten Gifhorn und Stollberg fokussiert werden“ solle.
Insgesamt ist der Abbau von 1.400 Stellen in Deutschland geplant, „um Überkapazitäten abzubauen und die Organisation an veränderte Marktbedingungen anzupassen“.
Der Zulieferer, der unter anderem Software und Elektronik- und Fahrzeugarchitekturen entwickelt und nach eigenen Angaben weltweit rund 6.600 Mitarbeiter an 25 Standorten beschäftigt, hatte bereits im Februar angekündigt, die Zahl der Stellen in Deutschland deutlich zu reduzieren.
5. Mai13:12 Uhr
BioNTech will sparen
Das Biotechnologieunternehmen BioNTech will mehrere Standorte schließen.
„BioNTech plant, die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie an den Standorten von CureVac zu schließen, wovon insgesamt bis zu rund 1860 Stellen betroffen sein könnten“, erklärte das Mainzer Pharmaunternehmen. Das soll jährlich Einsparungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro bringen.
BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci scheiden aus dem Unternehmen aus. (Archivbild)
Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
22. Apr.11:20 Uhr
Druckmaschinenhersteller Manroland schließt in Offenbar
Der Druckmaschinenhersteller Manroland schließt sein Werk in Offenbach. Ab 31. Mai werden keine neuen Maschinen mehr gebaut, so die IG Metall. Nach dem 1. Juni werden noch letzte Aufträge abgearbeitet und der Betrieb abgewickelt. Gespräche mit möglichen Käufern im Rahmen des Ersatzteilgeschäfts dauern an.
Ein Großteil der 750 Beschäftigten muss zum 1. Juni gehen,84 Mitarbeiter bleiben für die weiteren Arbeiten übergangsweise im Werk. Das 1871 gegründete Unternehmen stellte Bogenoffsetdruckmaschinen her. 2012 wurde das Unternehmen von der Langley Holding plc übernommen.
16. Apr.11:21 Uhr
Autozulieferer meldet Insolvenz an
Steckverbindungen, insbesondere hochwertige System für die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie, hat die Firma Erich Jaeger GmbH entwickelt und seit über 90 Jahren produziert. Nun muss das hessische Unternehmen im Wetteraukreis mit weltweit rund 1.000 Mitarbeitern, davon 200 in Deutschland, ein Insolvenzverfahren eröffnen.
Das Verfahren läuft am Amtsgericht Friedberg. Global gibt es vier Produktionsstandorte: Deutschland, Mexiko, Tschechien und China sowie mehrere Vertriebsbüros. Gesucht werden neue Investoren, der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter.
12. Apr.10:06 Uhr
72 Feneberg-Filialen im Süden in Insolvenz
Die Supermarktkette Feneberg ist insolvent, sie beantragte am 9. Januar ein Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Kempten. Am 1. April wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung planmäßig eröffnet. Der Betrieb in den Filialen geht uneingeschränkt weiter.
Feneberg ist der größte selbstständige Edeka-Händler und betreibt mit rund 3.000 Beschäftigten 72 Filialen im Süden Bayerns. Filialen gibt es vor allem im Allgäu, Oberbayern, Schwaben, Oberschwaben und der Bodenseeregion. Laut dem „Bayerischen Rundfunk“ habe die Kette angeblich rund 200 Millionen Euro Schulden.
9. Apr.17:06 Uhr
Spedition Betz International hat Insolvenz angemeldet
Die Spedition Betz International GmbH hat Insolvenz angemeldet. Am Amtsgericht Tübingen wurde das Insolvenzverfahren am 7. April eingeleitet.
Derzeit wird geprüft, wie das Unternehmen weitergeführt werden kann, es gebe Interessenten. Betroffen sind 140 Mitarbeiter. Die Spedition wurde 1979 gegründet und gehört zur Willi Betz-Gruppe.
15. März8:39 Uhr
Tegut verlässt Deutschland
Die Supermarktkette Tegut verlässt Deutschland, das teilt der Schweizer Mutterkonzern Migros mit. Tegut gehört seit 2012 dem Schweizer Unternehmen. Es sind rund 7.400 Mitarbeiter betroffen. Die Marke soll nicht weitergeführt werden, Tegut sei „langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig“.
Einen Teil der knapp 300 Filialen übernimmt Edeka, ebenso das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger Bäckerei und die Smart Retail Solutions. Es fehlt noch die Zustimmung des Kartellamtes.
Der Eingang eines tegut-Geschäfts am 19. Mai 2015 in Schweinfurt.
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images
18. Feb.9:15 Uhr
Kinderwagenhersteller insolvent
Der ostdeutsche Kinderwagenhersteller Zekiwa geht ins Insolvenzverfahren. Der Hersteller in Kretzschau (Sachsen-Anhalt) stellte Mitte Februar beim zuständigen Gericht einen Insolvenzantrag.
Das Unternehmen galt zu DDR-Zeiten und bis in die 1990er-Jahre hinein als einer der größten Kinderwagenhersteller Europas. Es werden auch Puppenwagen produziert. Als Gründe nennt die Geschäftsführung vor allem rückläufigen Umsatz, steigende Kosten – und den Geburtenrückgang in Deutschland.
Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter, es wird ein Investor gesucht.
12. Feb.12:03 Uhr
Atlas wird saniert
Die Atlas-Gruppe hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Bei dieser Variante der Insolvenz, die auf den Erhalt des Unternehmens abzielt, bleibt das Management im Amt, während es durch externe Sanierungsberater und einen vom Gericht eingesetzten Sachwalter unterstützt wird.
Grund für das Verfahren soll eine seit „längerem andauernde, branchenweite Marktschwäche in der Baumaschinen- und Bauwirtschaft, die zu deutlich rückläufigen Auftragseingängen und einer niedrigeren Auslastung geführt hat“, sein, so der Baumaschinenhersteller.
Das Unternehmen produziert seit über 100 Jahren Bagger, Ladekrane und anderes schweres Baugerät. Der Umsatz lag zuletzt bei etwa 150 Millionen Euro. Rund 400 Mitarbeiter sind in den betroffenen Gesellschaften der Gruppe beschäftigt.
Baumaschinenbranche in der Krise. Die Atlas-Gruppe ist nun auch betroffen.
Die Hammer Raumstylisten GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel sei die Fortführung und nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens.
Zu der Firma gehört die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Fachmarktkette Hammer. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortgeführt werden, alle Standorte bleiben demnach geöffnet.
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. Die Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium übernommen worden. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals, bei dem die Vermögenswerte auf die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH übergingen.
Die August Bruns Landmaschinen GmbH in Cloppenburg hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die Firma vertreibt und vermietet Landmaschinen und bietet zudem technischen Service für Land- und Baumaschinen an.
Das Unternehmen ist auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vertreten. Es stehen 170 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Als Ursache wird die allgemeine Lage angegeben: Die Nachfrage nach Landmaschinen sei eingebrochen, auch die Zulassungen sinken. Landwirte verschieben Neuanschaffungen.
Hoffnung wird in neuen strategischen Partnerschaften und im Ausbau des technischen Service gesehen. Das familiengeführte Unternehmen wurde 1948 gegründet.
24. Jan.21:30 Uhr
Hotelbetreiber insolvent
Der Hotelbetreiber Revo Hospitality hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Davon betroffen sind rund 140 Gesellschaften im deutschsprachigen Raum – darunter Hotels in Rostock (Vienna House Sonne am Neuen Markt), Stralsund (Hotel Baltic) und auf Rügen (Aedenlife Hotel in Trent). Ebenso zwei Holiday Inn in München, der Pullman Schweizerhof in Berlin und einige Mercure Hotels in verschiedenen Städten.
Insgesamt hat das Unternehmen in zwölf Ländern Europas 250 Hotels. Der Betrieb läuft zunächst weiter, das Insolvenzgeld ist bis März gesichert. Als Ursachen wurden gestiegene Lohnkosten, die Anhebung der Mindestlöhne und höhere Ausgaben für Mieten, Energie und Lebensmittel genannt. Bis 2025 firmierte die Gruppe unter dem Namen HR-Group.
10. Jan.10:11 Uhr
Hersteller von Papierschneidemaschinen insolvent
Das Perfect Schneidemaschinenwerk GmbH Bautzen meldete Insolvenz in Eigenregie an. Das Traditionsunternehmen stellt in Sachsen Papierschneidemaschinen für die grafische Industrie her und bezeichnet sich als den weltweit ältesten Hersteller dieser Maschinen.
Derzeit sind 86 Mitarbeiter betroffen, der Geschäftsbetrieb wird über das Insolvenzgeld bis Februar abgesichert. Ziel ist derzeit, einen passenden Investor zu finden. Das Unternehmen beliefert Kunden in über 70 Ländern.
8. Jan.11:34 Uhr
Zalando schließt Standort Erfurt
Der deutsche Modeversandhändler Zalando schließt Ende September sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Beschäftigten. Das teilte der DAX-Konzern mit Hauptsitz in Berlin mit. Aktuell würden die Beschäftigten über die Pläne informiert.
Grund ist eine Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzwerks nach der Übernahme des Online-Modehändlers About You 2025. Die Erfurter Betreibergesellschaft des Standorts und Konzerntochter stelle demnach zum Jahresende den Betrieb ein. Bis dahin laufe die Arbeit unverändert weiter.
Zalando-Mitarbeiter nach dem Börsengang 2014 vor der Frankfurter Börse – das Unternehmen schließt 2026 sein einziges großes Logistikzentrum im Osten, 2.700 Menschen bangen in Erfurt um ihren Job. (Symbolbild)
Foto: Hannelore Foerster/Getty Images
Das Logistikzentrum Erfurt wurde 2012 eröffnet, es ist der einzige konzerneigene Logistikstandort in dieser Größe in Ostdeutschland. Weitere große Logistikzentren betreibt Zalando in Gießen, in Lahr im Schwarzwald und in Mönchengladbach. Insgesamt sollen nach dem geplanten Umbau 14 Logistikzentren in sieben Ländern verbleiben.
Zum Prozessauftakt hatte Ioanni V. (r), der zuletzt in Luxemburg wohnte, Fragen zur Person auf Griechisch beantwortet. (Archiv) - Foto: Uwe Anspach/dpa POOL/dpa
Das Landgericht Zweibrücken hat im Prozess um den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter eine langjährige Freiheitsstrafe verhängt.
Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Haft verurteilt, teilten die Richter am Donnerstag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da eine Revision zum Bundesgerichtshof möglich ist.
Der Vorfall ereignete sich am 2. Februar 2026 in einem Regionalexpress auf dem Weg von Landstuhl nach Homburg. Der 36-jährige Zugbegleiter aus Ludwigshafen wurde von einem Schwarzfahrer mit massiven Faustschlägen angegriffen, die eine tödliche Hirnblutung verursachten.
Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft gefordert und sah keine Anzeichen für Totschlag oder Mord. Die Verteidigung sprach von einem minderschweren Fall der Körperverletzung mit Todesfolge und argumentierte mit einem Notwehr-Exzess.
Die Familie des Opfers forderte eine Verurteilung wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen und blieb der Urteilsverkündung aus Protest fern. (dts/red)
Die ältere „Air Force One“ des US-Präsidenten vor dem Abflug aus der Türkei am 8. Juli 2026. - Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
HEUTE10:12 Uhr
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft
Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.
Der Fall löste bundesweit eine Debatte über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr aus. (Archivbild)
Foto: Uwe Anspach/dpa POOL/dpa
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:33 Uhr
Bierkisten auf der Fahrbahn: Kamener Kreuz teilweise gesperrt
Von einem Lastwagen auf die Fahrbahn gefallene volle Bierkisten sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen am stark befahrenen Kamener Kreuz in NRW. Der Lkw verlor laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in einer Kurve 100 bis 150 volle Bierkisten. Diese verteilten sich auf der Fahrbahn der Autobahn A1. Der Kreisel Oberhausen im Kamener Kreuz sei deshalb wohl bis Mittag gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, kam aber dennoch ins Krankenhaus.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE9:06 Uhr
Ipsos: Union fällt auf tiefsten Stand seit 2022
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 28 Prozent (+1) der Stimmen. Das besagt eine neue Umfrage des Institut Ipsos. Dahinter folgen: Union 22 Prozent (-1 Prozentpunkt, der niedrigste Stand seit Januar 2022), Grüne 14 Prozent, SPD 13 Prozent, Linke 13 Prozent (+1), FDP 4 Prozent, BSW 3 Prozent. Ipsos befragte 1.000 Wahlberechtigte vom 4. bis 6. Juli.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE8:52 Uhr
Grüne rechnen mit Abzug von Bundeswehr-Schiffen aus Iran-Region
Angesichtes der Lage im Nahen Osten erwarten die Grünen eine Rückverlegung der beiden Bundeswehr-Schiffe. Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, rechnet damit, dass die Besatzungen des Minenjagdboots Fulda und des Versorgungsschiffs Mosel den Sommer in Deutschland verbringen. Bis September müssten die Crews ohnehin zurück. Bis dahin sei weder ein tragfähiges Abkommen noch ein Bundestagsmandat zu erwarten. Auch SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hält einen Abzug für möglich.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE8:46 Uhr
Von Hund gebissen – vierjähriges Mädchen stirbt
Ein vierjähriges Mädchen ist in der Gemeinde Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt mehrmals von einem Hund gebissen worden und gestorben. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, kommt der Hund aus dem familiären Umfeld. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht.
USA wollen Syrien von der Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress über die beabsichtigte Aufhebung der Einstufung Syriens als „staatlicher Sponsor von Terrorismus“. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird das Land damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE8:14 Uhr
Russland verurteilt Zusagen an Ukraine als „verantwortungslos“
Die europäischen Staaten bereiteten sich „auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Den NATO-Staaten warf Moskau „verantwortungslose Entscheidungen vor, die in eine Katastrophe münden könnten“ und kritisierte die Militarisierung Europas. Zuvor hatte die NATO Unterstützung für die Ukraine von 70 Milliarden Euro für 2026 sowie mindestens ebenso viel für 2027 beschlossen.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:53 Uhr
Hochwasser vernichten mehr Kapital als früher
Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro – zwischen 2000 und 2019 betrug der Wert rund 100 Millionen Euro. Das teilt der Kreditversicherer Allianz Trade mit. Die Anzahl der Hochwasser in Europa hat sich kaum verändert und liegt seit dem Jahr 2000 etwa bei 50. Allerdings vernichteten diese deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten. Sie empfehlen, in den Hochwasserschutz zu investieren.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:31 Uhr
Schweden und Deutschland vertiefen Luftverteidigung
Die Verteidigungsminister von Deutschland und Schweden unterzeichneten während des NATO-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“. Das teilte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Es geht dabei auch um unbemannte Systeme. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Ein Kampfflugzeug der Saab-Gripen-E-Serie am Himmel über dem Flughafen von Linköping in Schweden (22. Oktober 2025).
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE7:17 Uhr
Bei VW: Aktionstag und Aufsichtsrat
Der VW-Aufsichtsrat berät heute ab 14:30 Uhr, IG Metall und Betriebsrat machen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen weitere Sparpläne mobil. Konzernchef Oliver Blume erklärte, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten. Das bisherige Geschäftsmodell – in Europa zu entwickeln und zu produzieren und weltweit zu verkaufen – funktioniere nicht mehr. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, das wären doppelt so viele wie bisher geplant.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:57 Uhr
Vorwürfe von Paris Hilton – Internat verliert Lizenz
Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem US-Sängerin Paris Hilton (45) nach eigenen Worten als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, berichten US-Medien. In ihrer Dokumentation „This is Paris“ (2020) hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:37 Uhr
Rückflug mit Flugzeugwechsel
US-Präsident Donald Trump reiste nach dem NATO-Treffen mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte ab. Diese landete für einen Zwischenstopp in Großbritannien, dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte in Ankara, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“.
Mit dieser Air Force One war US-Präsident Donald Trump (oben) am 7. Juli 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut vor dem NATO-Treffen gelandet.
Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:36 Uhr
Trump: Truppenabzug aus Europa hängt viel von Grönland ab
US-Präsident Donald Trump hat einen noch größeren Truppenabzug aus Europa in Aussicht gestellt und das von einer Vereinbarung zur Zukunft Grönlands abhängig gemacht. „Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vieles wird von Grönland abhängen“, entgegnete er auf die Frage, ob er weitere Truppen abziehen werde. „Vielleicht werde ich es tun.“
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:22 Uhr
Unfälle mit E-Rollern
Damit Geschädigte nach Unfällen mit E-Rollern nicht leer ausgehen, wirbt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für neue Regeln. Heute ist eine abschließende Beratung über eine Regelung zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen geplant. Bisher haftet nur der Fahrer, künftig sollen Betroffene ihre Schadenersatzansprüche auch gegenüber dem Anbieter geltend machen können.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:13 Uhr
Wolkenkratzer in New York wieder „stabil“
Ein Wolkenkratzer in New York, der wegen zwei verformter tragender Säulen Großalarm ausgelöst hatte, ist nach den Worten von Bürgermeister Zohran Mamdani wieder „stabil“. Es seien keine weiteren Bewegungen des Gebäudes mehr festgestellt worden, provisorische Stützen und Verstärkungsträger wurden eingezogen. Das Gebäude wird gerade in ein Wohngebäude umgebaut. Die Zahl der evakuierten Gebäude sei reduziert worden.
Arbeiter vor dem ehemaligen Pfizer-Hauptsitz in New York City am 8. Juli 2026. Ein Sicherheitsbeauftragter meldete, dass ein Stahlträger im 21. Stock beschädigt sei, die Feuerwehr teilte mit, dass zwei Stützpfeiler im Inneren des Gebäudes nachgaben und mehrere obere Stockwerke durchhingen.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE5:51 Uhr
Urteil erwartet: Prozess wegen Angriff auf Zugbegleiter
Fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird heute gegen 10:00 Uhr im Landgericht Zweibrücken das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Anders als die Staatsanwaltschaft, die den 26-Jährigen Griechen wegen Mordes angeklagt hatte, wertet das Landgericht Zweibrücken die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser an einer Hirnblutung starb.
Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mädchens feststellen. (Symbolbild) - Foto: Lino Mirgeler/dpa
Ein Familienhund hat ein vier Jahre altes Mädchen in der Gemeinde Osternienburger Land beim Spielen angegriffen und tödlich verletzt. Der American Stafford habe das Mädchen gebissen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das Tier habe der Familie gehört.
Als der Hund das Mädchen angriff, hätten mehrere Personen versucht, das Tier von dem Kind zu trennen, hieß es. Dennoch habe die Vierjährige schwerste Verletzungen erlitten.
Ein Notarzt konnte den Angaben nach vor Ort nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der Vorfall ereignete sich demnach am Mittwochnachmittag.
Ermittlungen gegen die Mutter und einen Bekannten
Nach dem Vorfall seien Ermittlungen gegen die 32 Jahre alte Mutter und einen 30 Jahre alten Bekannten der Familie wegen fahrlässiger Tötung zur Aufklärung des Geschehens eingeleitet worden. Sie dauerten derzeit noch an, so Polizei und Staatsanwaltschaft.
Notfallseelsorger kümmerten sich laut Polizei um die Mutter des Mädchens. Beamte der Polizei seien von einem Kriseninterventionsteam betreut worden.
Weitere Angaben dazu, wie es zu dem Vorfall kam, machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht, wie es hieß. (dpa/red)
Soll ich dich einem Sommertag vergleichen? Er ist wie du so lieblich nicht und lind; Nach kurzer Dauer muß sein Glanz verbleichen, Und selbst in Maienknospen tobt der Wind.
Oft blickt zu heiß des Himmels Auge nieder, Oft ist verdunkelt seine goldne Bahn, Denn alle Schönheit blüht und schwindet wieder, Ist wechselndem Geschicke untertan.
Dein ew’ger Sommer doch soll nie verrinnen, Nie fliehn die Schönheit, die dir eigen ist, Nie kann der Tod Macht über dich gewinnen,
Wenn du in meinem Lied unsterblich bist! Solange Menschen atmen, Augen sehn, Lebt mein Gesang und schützt dich vor Vergehn!
von William Shakespeare (1564–1616)
in einer Übersetzung von Max Joseph Wolff (1868–1941)
Von Januar bis Juni hat Porsche erneut weniger Fahrzeuge verkauft. (Archivbild) - Foto: Marijan Murat/dpa
Porsche im Abwärtssog: Der Sportwagenbauer hat im ersten Halbjahr in allen Märkten Abstriche machen müssen – und daher erneut weniger Autos verkauft. Von Januar bis Juni setzen die Schwaben weltweit gut 122.300 Fahrzeuge ab, wie das Unternehmen aus Stuttgart mitteilte.
Das waren 16 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Auch im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Situation damit leicht verschlechtert.
Steuervergünstigungen fielen weg
Wesentliche Gründe sind demnach entfallene Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge in den USA sowie die hohe Nachfrage nach dem vollelektrischen Macan im Vorjahreszeitraum. Damals kam das Modell auf den Markt.
Hinzu komme das Produktionsende von Cayman und Boxster mit Verbrennungsmotor im Oktober 2025. Die Modellreihe lief unter anderem wegen Cybersicherheitsregeln aus. Direkte Nachfolger gibt es nicht.
Im ersten Halbjahr liege man unter dem Vorjahreszeitraum, aber im Bereich der eignen Erwartungen, teilte Vertriebsvorstand Matthias Becker mit.
„Seit Ende Juni liefern wir den Cayenne Electric an unsere Kundinnen und Kunden aus und freuen uns über die positive Resonanz aus dem Handel.“
Auf welches Niveau sich der Absatz 2026 einpendeln wird, ließ Becker offen. Er verwies stattdessen auf einen Kapitalmarkttag im Oktober, bei dem der neue Porsche-Chef Michael Leiters seine Strategie für Unternehmen und Modellpalette vorstellen will.
Minus in allen Weltregionen
Besonders deutlich fiel der Rückgang in China aus: Dort übergab die VW-Tochter rund 14.500 Autos an ihre Kunden – und damit 32 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.
Vor allem in China sanken die Zahlen deutlich. (Archivbild)
Foto: Marijan Murat/dpa
Wesentliche Gründe für den Rückgang blieben das weiter herausfordernde Marktumfeld und der Fokus auf einen wertorientierten Absatz, hieß es. Letzteres bedeutet unter anderem, dass sich Porsche nach eigenen Angaben nicht an Preiskämpfen in China beteiligt.
Aber auch in allen anderen Weltregionen läuft es nicht rund: Nach China am deutlichsten verloren hat Porsche in den Übersee- und Wachstumsmärkten – dazu gehören zum Beispiel Afrika, Lateinamerika, Australien, Südkorea und Japan (minus 18 Prozent).
In der größten Vertriebsregion Nordamerika sanken die Zahlen um 13 Prozent auf gut 37.700 Auslieferungen. Ebenfalls abwärts ging es in Deutschland (minus 6 Prozent) und im Rest Europas (minus 14 Prozent).
Der SUV Cayenne war im ersten Halbjahr das bestverkaufte Modell – trotz eines Rückgangs von 9 Prozent. Porsche verkaufte davon mehr als 38.100 Stück.
Das Minus dürfte auch an der Einführung des E-Modells liegen, die aktuell an erste Kunden ausgeliefert wird. Auch bei anderen Baureihen ging es bergab:
Macan: rund 35.300 Fahrzeuge (minus 22 Prozent)
Panamera: rund 9.300 Fahrzeuge (minus 38 Prozent)
718 (Boxster und Cayman): rund 2.800 Fahrzeuge (minus 73 Prozent)
Taycan: rund 6.200 Fahrzeuge (minus 25 Prozent).
Einzig der Sportwagenklassiker 911 legte um 19 Prozent zu. Insgesamt wurden mehr als 30.500 Fahrzeuge an Kunden verkauft. Wie hoch der Anteil der reinen Stromer am Gesamtabsatz war, wies Porsche nicht mehr gesondert aus.
Absatz in der Abwärtsbewegung
Die Verkaufszahlen waren bereits 2024 und 2025 rückläufig. Im vergangenen Jahr setzten Porsche gut 279.400 Sport- und Geländewagen ab.
Das war ein Zehntel weniger als 2024 und der niedrigste Stand seit dem Corona-Jahr 2020. Besonders schwierig war und ist die Situation China. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen dort mehr als halbiert.
Beobachter und Experten rechnen nicht damit, dass sich der chinesische Markt in absehbarer Zeit erholt. Im Gegenteil.
Porsche muss sich anpassen – und die eigenen Strukturen schrumpfen. Ende Juli soll ein zweites Sparpaket stehen, dass auch einen weiteren Stellenabbau umfassen dürfte. (dpa/red)
Bundeskanzler Friedrich Merz hält am 9. Juli 2026 im Bundestag eine Rede zur aktuellen politischen Lage. - Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die bisherige Bilanz seiner schwarz-roten Regierungskoalition im Bundestag verteidigt.
„Es ist sehr viel geschehen in diesem ersten Jahr, das für unser Land einen wirklichen Aufbruch bedeutet“, sagte Merz in einer Regierungserklärung am Donnerstag. Ziel sei „ein wirtschaftlich starkes, sozial gerechtes und nach innen wie nach außen verteidigungsfähiges Deutschland. Wir liefern, was es dazu braucht.“
Die schwarz-rote Koalition habe sich „als Regierung der Erneuerung auf den Weg“ gemacht, sagte Merz.
Er höre „immer wieder den Vorwurf, die politische Mitte liefere nicht, sie blockiere nur und sie blockiere sich selbst“, sagte der Kanzler. „Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit erwidern: Die Mitte liefert, sie arbeitet und sie erfüllt vor allem den Auftrag aus unserem Grundgesetz.“
Radikale Kräfte wollten hingegen „das Land schlechtreden“, sagte Merz. „Die Antworten radikaler Parteien, ob nun von links oder von rechts, mögen verführerisch klingen. Aber sie gestalten nicht, sie zerstören. Sie spalten unser Land und würden es, sollten sie politische Verantwortung in Deutschland übernehmen, in den Abgrund führen.“
Die US-Regierung hat dem Verkauf von weitreichenden Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt.
Sie würden von der Bundesregierung erworben und in Deutschland stationiert, sagte Merz. Darauf hätten sich beide Seiten am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara geeinigt.
Ein Deutz-Mitarbeiter in der Kölner Motorenproduktion. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Der Kölner Motorenbauer Deutz peilt den größten Zukauf seiner gut 160-jährigen Firmengeschichte an. Wie das Unternehmen in Köln mitteilte, hat es eine Vereinbarung zur Übernahme des Rüstungskonzerns FFG Flensburger Fahrzeugbau GmbH aus Schleswig-Holstein geschlossen.
Der Kaufpreis liege bei rund 1,6 Milliarden Euro. Er soll teilweise in Aktien bezahlt werden, die Deutz neu ausgibt. Die bisherige Eigentümerfamilie der FFG soll künftig 29,9 Prozent der Deutz-Anteile halten.
Für die Transaktion steht noch die Zustimmung der Hauptversammlung aus, außerdem fehlt noch die Zustimmung von Kartellbehörden. Die Übernahme soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein. Zu den aktuell rund 6.000 Deutz-Beschäftigten kämen an 1.100 Beschäftigte der FFG hinzu.
„Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen“, sagt Deutz-Chef Sebastian Schulte.
FFG-Messestand bei der Waffenmesse Eurosatory im Juni, hier ist ein Militärjeep zu sehen.
Foto: Wolf von Dewitz/dpa
Geschäft mit Militärfahrzeugen
Die Flensburger Firma produziert, wartet und modernisiert Schützenpanzer, Mannschaftstransporter und andere Militärfahrzeuge. Ein Kunde ist die Bundeswehr.
2025 kam die Firma den Angaben zufolge auf einen Umsatz von 760 Millionen Euro, sie ist profitabel. Mit dem Zukauf stärkt Deutz seine noch kleine Rüstungssparte, die Motoren für einen polnischen Truppentransporter und Hilfsmotoren für Panzer herstellt.
Im vergangenen Jahr kaufte Deutz einen Drohnen-Zulieferer. Dessen Elektroantriebe und Steuerantriebe sind in Drohnen verbaut, die von der ukrainischen Armee genutzt werden.
Deutz stellt vor allem Verbrennungsmotoren für schweres Gerät her, etwa für Kräne, Hebebühnen und Landmaschinen.
Die Firma gilt als ein Profiteur der geplanten Milliardeninvestitionen des Bundes in die Infrastruktur. Auch Generatoren und Notstromanlagen sind im Sortiment, auch diesen Bereich stärkte Deutz mit Zukäufen.
Wie es Deutz geht
Deutz ist der älteste Motorenbauer der Welt, seine Ursprünge gehen bis 1864 zurück. Die Kölner Firma ist auf einem steilen Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr kam die Firma auf einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und damit 13 Prozent mehr als 2024.
Für dieses Jahr rechnete die Firma im Mai mit einem Umsatz von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro. 2030 sollten es vier Milliarden sein, nach dem Zukauf der FFG soll dieses Jahr aber schon früher erreicht werden.
Die Mitarbeiterzahl lag Ende März bei 6.014 und damit etwa 500 mehr als ein Jahr zuvor. (dpa/red)
US-Streitkräfte patrouillieren nahe der M/V Touska, nachdem sie laut US-Angaben auf das unter iranischer Flagge fahrende Schiff geschossen hatten. Die USA warfen dem Schiff vor, eine Seeblockade nahe der Straße von Hormus verletzt zu haben. 20. April 2026. - Foto: US Navy via Getty Images
In Kürze:
Die USA führen weitere Angriffe gegen iranische Ziele durch und begründen dies mit der Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Trump spricht von einem möglichen Abkommen, äußert aber Zweifel an der Verlässlichkeit Irans.
Iran reagiert mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar sowie Drohungen gegen weitere Unterstützer der USA.
Die USA haben den Iran am Mittwoch, dem 8. Juli, den zweiten Tag in Folge angegriffen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die Waffenruhe zwischen beiden Ländern sei beendet.
Nach den Angriffen sagte Trump Reportern an Bord der Air Force One, iranische Vertreter hätten Kontakt aufgenommen und wollten „unbedingt ein Abkommen schließen“. Zugleich äußerte der US-Präsident Zweifel daran, dass der Iran eine Vereinbarung einhalten würde. Er sagte, das Land sei nicht „würdig“, ein Abkommen zu schließen, und machte die iranische Regime für die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verantwortlich.
„Wir haben militärisch bereits gewonnen. Sie haben nur noch sehr wenig übrig, und sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen“, sagte Trump. „Sie haben erst vor Kurzem angerufen. Sie wollen unbedingt ein Abkommen. Ich weiß nur nicht, ob sie es verdient haben, eines zu schließen.“
Washington und Teheran verschärfen die Konfrontation
Das US-Zentralkommando bestätigte am Mittwoch auf X die Angriffe auf iranische Ziele zum zweiten Tag in Folge.
„Auf Anweisung des Oberbefehlshabers haben die Kräfte des US-Zentralkommandos begonnen, weitere Angriffe gegen den Iran durchzuführen, um dessen Fähigkeiten einzuschränken, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen“, teilte das Kommando auf X mit.
Die USA machten den Iran für die jüngste „ungerechtfertigte Aggression“ gegen Handelsschiffe und zivile Besatzungen auf der wichtigen internationalen Wasserstraße verantwortlich.
Nach den US-Angriffen reagierte der Iran mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar.
Bereits zuvor hatte Trump erklärt, er gehe davon aus, dass die Waffenruhe beendet sei. „Für mich ist sie vorbei“, sagte er Reportern. Zugleich äußerte er Zweifel an möglichen Verhandlungen mit dem Iran: „Sie können reden, aber ich denke, sie verschwenden ihre Zeit.“
Auf Truth Social veröffentlichte der Präsident mehrere Fotos und Videos, die die Folgen der US-Angriffe zeigen. Einige Beiträge zeigen Explosionen in der Ferne, andere massive Brände und Rauchwolken. „Dies ist die Vergeltung für die gestrige Bombardierung von Schiffen durch den Iran. Wenn es erneut passiert, wird es viel schlimmer werden!“, schrieb Trump dazu.
Vance verteidigt US-Angriffe – Streit um Schifffahrt eskaliert
Bei einer Veranstaltung zur Betrugsbekämpfung am Mittwoch in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin äußerte sich Vizepräsident JD Vance zu den jüngsten Eskalationen. Das Abkommen mit dem Iran sei „sehr einfach“, sagte Vance.
„Das grundlegende Abkommen, das wir geschlossen haben, war: Wir heben unsere Blockade auf, wenn ihr aufhört, auf Schiffe zu schießen. Aber wenn ihr auf Schiffe schießt, werden wir zurückschlagen – und wir werden härter zurückschlagen als je zuvor. Sie sagten, sie würden aufhören, auf Schiffe zu schießen. Und was geschah vor 24 Stunden? Sie fingen wieder an, auf Schiffe zu schießen.“
Bereits am Dienstag, dem 7. Juli, hatten US-Streitkräfte Ziele im Iran angegriffen. Nach Angaben der USA waren die Angriffe eine Reaktion auf Attacken gegen Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Der Iran hat keine direkte Verantwortung für die Angriffe vom 7. Juli oder andere jüngste Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus übernommen. Allerdings verbreiteten iranische Staatsmedien Warnungen, wonach eine sichere Durchfahrt durch die Wasserstraße nur über von iranischen Behörden kontrollierte Routen möglich sei.
Eskalation nach US-Angriffen auf den Iran
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf die US-Angriffe mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait. Zudem drohten iranische Streitkräfte damit, auch Akteure anzugreifen, die sie als Unterstützer der US-Aggression gegen den Iran betrachten.
Trump hatte die Angriffe bereits angedeutet, als er gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs der anderen NATO-Mitgliedstaaten an einem Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara teilnahm.
Angesichts der jüngsten Gefechte äußerte der US-Präsident Zweifel an einer Fortsetzung der Waffenruhe und an weiteren Verhandlungen mit dem Iran. Während einer Pressekonferenz sagte Trump, er werde sich zunächst mit seinem Verhandlungsteam beraten, bevor er eine endgültige Entscheidung treffe. Zugleich erklärte er, Verhandlungen seien „eine Zeitverschwendung“.
Bei seiner abschließenden Pressekonferenz vor der Abreise aus Ankara spielte Trump die möglichen Folgen eines Zusammenbruchs der Waffenruhe herunter. „Ich denke, was auch immer passiert, wird sehr schnell vorbei sein, und wir werden es nur sicherer machen“, sagte Trump.
Zu diesem Bericht haben Tom Ozimek und Troy Myers beigetragen.