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Diesel erstmals wieder billiger als E10

Diesel ist zum ersten Mal seit Anfang März wieder billiger als die günstigste gängige Benzinsorte E10. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Samstags kostete ein Liter Diesel 1,990 Euro, ein Liter E10 1,994 Euro, wie der ADAC mitteilt. Diesel verbilligte sich dabei um 0,9 Cent im Vergleich zu Freitag. E10 blieb unverändert.
Noch Anfang April – zur Zeit der Höchststände bei den Spritpreisen – war Diesel zwischenzeitlich mehr als 25 Cent teurer als E10 – obwohl der Kraftstoff niedriger besteuert wird.
Seither ist Diesel um gut 45 Cent pro Liter billiger geworden. Super E10 verbilligte sich um knapp 20 Cent. Der Tankrabatt spielt zwar bei der Verbilligung einer Rolle, hat den Preisabstand von Diesel und E10 nicht direkt geändert. Er beträgt bei beiden Kraftstoffen 16,7 Cent pro Liter.

Diesel ist krisensensibler

Diesel gilt beim Preis als krisensensibler als Benzin, unter anderem weil Deutschland bei Diesel teilweise auf Importe angewiesen ist. Auch zu Beginn des Ukrainekrieges hatte sich Diesel sehr viel schneller verteuert als Benzin und monatelang mehr gekostet.
Im langjährigen Schnitt vor Beginn des Ukrainekrieges war Diesel mehr als 15 Cent billiger als E10. Auf dieses Niveau ist der Abstand seither nicht mehr über längere Zeit gestiegen – möglicherweise, weil bis 2022 auch viel relativ günstiger Diesel aus Russland importiert wurde. In den Jahren 2024 und 2025 war Diesel im Schnitt etwas mehr als 8 Cent billiger als E10.
Grundsätzlich wird in Deutschland deutlich mehr Diesel als E10 verbraucht, was insbesondere daran liegt, dass die große Mehrheit aller Lastwagen mit dem Kraftstoff betrieben werden.
Bei Privatpersonen sind allerdings Autos mit Benzinmotor deutlich verbreiteter. Die beiden wichtigsten Superbenzinsorten sind E5 und E10. Letzteres zeichnet sich durch einen höheren Anteil an Biosprit aus und war zuletzt meist etwa 6 Cent billiger als E5. E5 wird insgesamt noch häufiger getankt – obwohl die allermeisten Autos das günstigere E10 vertragen. (dpa/red)
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kultur

Traumwelt in der Manege – 50 Jahre Circus Roncalli

Artisten fliegen durch die Luft, Clowns tröten schräge Melodien, bunte Kostüme entfalten sich zu riesigen Blumen – und über allem liegt ein Duft von Popcorn: Im Circus Roncalli kann das Publikum für zweieinhalb Stunden in eine heile Welt entfliehen.
„Dies ist einer der wenigen Orte, wo Kleinkinder und Intellektuelle gemeinsam lachen können“, sagt Direktor Bernhard Paul, der die Zuschauer in Köln begrüßt. Dort, an seinem Stammsitz, gastiert der Zirkus auch während seines 50-jährigen Jubiläums.
Ein paar Tage zuvor sitzt Paul an dem mächtigen dunklen Tisch in seinem mit allerlei Nippes und Kuriositäten ausgestatteten Haus, das sich auf dem Gelände des Zirkus-Winterquartiers in Köln-Mülheim befindet. Im Gespräch mit dpa blickt der Mann mit der wilden Mähne zurück auf den 18. Mai 1976, als der Circus Roncalli seine Welturaufführung in Bonn feierte.
„Ich wollte immer ein Clown sein“, sagt Paul.

„Ich wollte immer ein Clown sein“, sagt Paul.

Foto: picture alliance / dpa

Noch am Premierentag den Kassenwagen gestrichen

„Ich kann mich noch an alles genau erinnern, jedes Detail, die Gesichter der Menschen, den Geruch von Sägemehl“, schwärmt der 78-Jährige. „Es war unwirklich. Ich habe seit meiner Kindheit davon geträumt Zirkus zu machen – und dann ist es tatsächlich passiert.“
Alles sei erst auf den letzten Drücker fertig geworden – am Premierentag habe er noch den Kassenwagen gestrichen. „Ich hatte so viele Gefühle, die haben mich fast erschlagen.“
Als kleiner Junge sei er wegen seines Aussehens mit roten Haaren, Sommersprossen und Brille oft gehänselt worden, erzählt er. Ein Lichtblick sei es für ihn immer gewesen, wenn in seiner österreichischen Heimatstadt ein Zirkus Station machte.
Die Zirkuskinder gingen für ein paar Tage mit ihm zur Schule. „Sie luden mich zu sich zum Essen ein, und der Vater saß als Clown geschminkt am Tisch. Ich habe mich auf einmal Zuhause gefühlt und wusste: Da gehöre ich eigentlich hin.“

Nach einer Durststrecke gelingt in Köln der Neustart

Nach seinem Grafikdesign-Studium schmeißt Paul seinen Job als Art Director und setzt seinen Kindheitstraum um. Zusammen mit dem Multimedia-Künstler André Heller entwirft er ein neuartiges Konzept aus konventionellen Zirkus-Elementen, Poesie und absurdem Theater. Doch schon kurz nach dem verheißungsvollen Auftakt in Bonn trennen sich die beiden Macher im Streit.
Für Paul beginnt eine längere Durststrecke, bis ihm der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger als Geldgeber zu Hilfe kommt. Mit der Premiere des Programms „Reise zum Regenbogen“ gelingt Roncalli 1980 in Köln der Neustart.
Paul hat den Circus Roncalli vor 50 Jahren gegründet.

Paul hat den Circus Roncalli vor 50 Jahren gegründet.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Als erster westlicher Zirkus Gastspiel in Moskau

Anders als viele Konkurrenten setzt Paul verstärkt auf Nostalgie und Romantik. Er verziert Zirkuswagen mit goldenen Schnörkeln, überlegt sich ein Lichtkonzept, verpasst den Artisten maßgeschneiderte Kostüme und stellt Orchestermusiker ein.
Im Programm gibt es neben Action auch verträumte Elemente: So ist der Schweizer Pantomime Pic mit seiner „Seifenblasen-Poesie“ jahrelang der Star des Zirkus.
Roncalli wird schnell größer und macht sich auch international einen Namen. 1986 gastiert er als erster westlicher Zirkus in Moskau. Später folgen Stationen in Sevilla, Brüssel, Amsterdam und schließlich New York. Eine Metropole steht noch auf Pauls Wunschliste: „Ich würde gerne mal in Paris spielen.“
Von Anfang an zieht es immer wieder Prominente zu Roncalli – nicht nur als Zuschauer, sondern teils auch in die Manege. Schauspieler Heinz Rühmann etwa singt dort 1984 sein „Lied vom Clown“.
1986 tritt die damalige Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU) als Clown auf, nachdem sie in der TV-Show „Wetten, dass…?“ eine Wette verloren hat. Ex-FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß mimt 2010 im Zirkusrund einen Ritter.
Auch Prominente traten über die Jahre in der Manege auf, wie Uli Hoeneß im Jahr 2010.

Auch Prominente traten über die Jahre in der Manege auf, wie Uli Hoeneß im Jahr 2010.

Foto: picture alliance / dpa

Seit 2018 gibt es bei Roncalli keine Tier-Nummern mehr

Anfangs gehören noch Löwen oder Tiger zum Programm. Doch schon in den 1990er Jahren schafft Roncalli Raubtiere und 2018 auch Pferde und Ponys ab. „Tiere im Zirkus – das war irgendwann aus der Zeit gefallen“, meint Paul. „Es gab dauernd Proteste von Tierschützern, das war einfach nichts mehr.“
Die meisten seiner Kollegen dagegen setzen nach wie vor auf Tier-Dressuren. „Tiere gehören zum klassischen Zirkus einfach dazu“, sagt Ralf Huppertz, Vorsitzender des Verbands deutscher Circusunternehmen.
Das Tierwohl sei gesichert: „Das Veterinäramt kommt auf jeden Platz und kontrolliert.“ Bundesweit gibt es nach Schätzung von Huppertz noch etwa 250 Zirkus-Unternehmen.
Vor einigen Jahren hat Roncalli alle Tiere abgeschafft.

Vor einigen Jahren hat Roncalli alle Tiere abgeschafft.

Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa

Direktor Paul wollte immer ein Clown sein

Roncalli – der offizielle Name lautet seit einiger Zeit Circus-Theater Roncalli – konzentriert sich seit Abschaffung der Tiere noch stärker auf Artisten und natürlich Clowns. Diese bildeten von Anfang an einen Schwerpunkt – wohl auch, weil der Chef ein besonderes Faible dafür hat: „Ich wollte immer ein Clown sein“, sagt Paul, der früher oft selbst als Clown „Zippo“ auftrat.
Der italienische Star-Clown Francesco Caroli spielte bis kurz vor seinem Tod mehrere Jahre bei Roncalli, Weißclown „Gensi“ (Fulgenci Mestres) ist seit mehr als 20 Jahren dabei.
Aus dem Zirkus ist inzwischen längst ein großes Eventunternehmen mit mehreren Standbeinen geworden, etwa dem Düsseldorfer „Apollo“-Varieté. Roncalli veranstaltet Weihnachtsmärkte unter anderem in Hamburg und Hannover sowie Shows mit anderen Künstlern.
Zur Ruhe setzen will der umtriebige Paul sich absehbar nicht. „So lange ich klar denken kann und gesund bin, mache ich weiter“, sagt er. Die Nachfolge ist gesichert: Seine drei Kinder Adrian, Vivian und Lili sind bereits mit im Geschäft und sollen irgendwann ganz in die großen Fußstapfen ihres Vaters treten. (dpa/red)
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deutschland

Mehrheit zweifelt an Regierungskurs – 74 Prozent wollen Volksentscheide

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wächst bei einem Großteil der Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage Sorge und Unzufriedenheit über deren Politik.

Bürger wollen über wichtige Fragen abstimmen dürfen

Eine klare Mehrheit von 74 Prozent der Befragten wünschte sich, dass die Bürger künftig über wichtige Fragen abstimmen dürfen. Nur 17 Prozent sprachen sich gegen bundesweite Volksentscheide aus.
Das ergab die vom Meinungsforschungsinstitut INSA wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhobenen repräsentativen Umfrage.
84 Prozent der Befragten äußerten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent der Befragten waren demnach der Ansicht, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen. Nur 11 Prozent machten sich demnach geringe Sorgen.

41 Prozent für ein Ende der Brandmauer

Für die Schwäche der Regierung machten 42 Prozent der Befragten die Koalitionsparteien gleichermaßen verantwortlich, 37 Prozent sahen die Hauptschuld bei der Union, 14 Prozent bei der SPD. Die befragten Bürger hielten dabei sowohl CDU/CSU als auch die SPD zu 50 Prozent für Blockadeparteien.
Einer Regierungsbeteiligung der AfD stand eine relative Mehrheit der befragten Deutschen ablehnend gegenüber: 41 Prozent der Befragten waren für ein Ende der Brandmauer, 47 Prozent dagegen. Bei den Unionswählern lehnen 67 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.

Merz, Pistorius, Söder

Falls die derzeit geplanten großen Reformprojekte der Bundesregierung bei Steuern und Sozialem scheitern sollten, wünschten sich 67 Prozent der Befragten, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Kanzler ausgetauscht werden soll. Selbst unter den Unionswählern wären in einer solchen Situation 46 Prozent für einen Kanzlerwechsel.
Von den in der Umfrage genannten Kanzler-Alternativen schnitt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten ab. 29 Prozent sagten, er könne Reformen besser durchsetzen als Merz.
25 Prozent glaubten dies von CSU-Chef Markus Söder, 13 Prozent von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. 33 Prozent sagen, keiner der Vorgeschlagenen könne es besser machen als Merz.
Für den Sonntagstrend befragte INSA 1.001 Teilnehmer im Zeitraum vom 13. Mai bis zum 15. Mai. Die maximale Fehlertoleranz wurde mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten angegeben.(afp/red)
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gesellschaft

TICKER | Buckelwal „Timmy“ ist tot – Backhaus verteidigt den Versuch der privaten Rettungsinitiative

Am Donnerstag, 14. Mai, wurde ein toter Wal vor der dänischen Küste gefunden. Nun herrscht Gewissheit: Das Tier, das in Richtung Nordsee geschleppt wurde, hat es nicht geschafft.

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HEUTE10:37 Uhr

Backhaus bedauert den Tod

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus bedauerte den Tod des Wals. Die dänischen Experten hätten „zweifelsfrei festgestellt“, dass es sich bei dem vor der Insel Anholt angespülten Buckelwal um „Timmy“ handele, erklärte er. „Letzte Sicherheit hat heute der Fund eines Trackers an dem Wal gegeben.“
Er habe die Hoffnung vieler Menschen geteilt, „dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen“, erklärte Backhaus. Leider habe das Tier seine Chance nicht nutzen können. Der Minister verteidigte den Versuch der privaten Initiative zur Rettung von „Timmy“. Es sei „absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen“.
„Es ging immer darum abzuwägen, welche Option die schlechteste ist: Den sicheren Tod des Tieres unter Qualen abzuwarten oder ihm eine letzte Chance zu geben und ihn dabei möglichem Stress auszusetzen“, fügte Backhaus hinzu.
Backhaus kündigte an, es werde nun mit den dänischen Behörden geklärt, was mit dem Walkadaver geschehen soll. Dazu seien auch Gespräche mit der privaten Rettungsinitiative geplant.
Die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, erklärte, es gebe derzeit „keine konkreten Pläne“ für eine Bergung des Wals oder eine Autopsie. Ihre Behörde erklärte, auch wenn sie das „beträchtliche öffentliche Interesse an diesem speziellen Wal“ verstehe, sollten Menschen einen „Sicherheitsabstand“ zu dem toten Wal einhalten.
Der Kadaver könne „Träger von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten sein“, hieß es weiter. Aufgrund der Gase, die bei der Zersetzung des meterlangen Meeressäugers freigesetzt werden, bestehe zudem „Explosionsgefahr“.
Backhaus erklärte, jetzt gehe es darum, „aus dem Geschehen die bestmöglichen Lehren zu ziehen und unser Handeln in Zukunft danach auszurichten“. „Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur, Artenschutz und Klimaschutz noch ernster zunehmen“, fügte der Umweltminister hinzu.
 
HEUTE6:19 Uhr

Ein besserer Plan für ähnliche Fälle

Thilo Maack von Greenpeace sagte, es wäre sinnvoll, für Deutschland ein standardmäßiges Protokoll zu entwickeln, wie in Zukunft damit umzugehen ist, wenn Wale stranden. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon der Walforscher Boris Culik geäußert.
Länder wie Dänemark, die Niederlande oder auch Großbritannien haben etwa Pläne festgelegt, wie im Fall von Wal-Strandungen vorzugehen ist.
Maack erhofft sich von dem Einzelschicksal mehr Aufmerksamkeit und Energie für den Schutz der Meere.
 
GESTERN16:26 Uhr

Behörden: Toter Wal vor Dänemark ist Timmy

Bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich nach Angaben der Behörden um den als „Timmy“ bekannten, zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. An dem Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde mitteilten.
Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche Tierärztin hatten sich heute erneut ein Bild von dem Wal gemacht und waren dabei auch unter das Tier getaucht.
Am Freitag hieß es von der Behörde zunächst, es sei kein Sender an dem Tier gefunden worden. Morten Abildstrøm von der Behörde erklärte später, dass ein an der Rückenflosse angebrachter Sender gar nicht hätte entdeckt werden können, weil der tote Wal zunächst auf der Seite und mittlerweile auf dem Rücken lag. Die erneute Begutachtung brachte nun die Klarheit.
Unklar ist, ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak, Nordsee, transportiert worden wurde.

Unklar ist, ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak, Nordsee, transportiert worden wurde.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

 
GESTERN14:34 Uhr

Tierärztin war vor Ort, hat sich aber nicht geäußert

Zwei Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche Tierärztin machten sich ein Bild von dem vor der Insel Anholt liegenden toten Wal. Dabei tauchten sie teils auch unter das Tier.
Tierärztin Dr. Anne Herrschaft gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte.
 
GESTERN13:14 Uhr

Toter Wal vor Dänemark – Kadaver treibt ostwärts entlang der Küste ab

Vor der dänischen Insel Anholt wurde ein toter Wal durch die Meeresströmung bewegt. Innerhalb etwa einer Stunde trieb er rund 300 Meter parallel zur Küste in östlicher Richtung ab, wie ein BILD-Reporter vor Ort beobachtete.
Die dänische Naturschutzbehörde äußerte sich zurückhaltend zur Identität des Tieres. Ein Vertreter erklärte gegenüber RTL, das unklar sei, ob es sich um das Tier Timmy handelt.
Außerdem stellte er klar, dass er nie behauptet habe, es handele sich bei dem toten Wal sicher um Timmy.
 
GESTERN12:14 Uhr

Tierärztin will toten Wal vor dänischer Insel begutachten

Ein Vertreter der dänischen Naturbehörde will am Mittag zusammen mit einer deutschen Tierärztin den vor der Insel Anholt liegenden toten Wal nochmals begutachten. Das sagte Morten Abildstrøm von der Behörde Naturstyrelsen.
Möglicherweise könne die Tierärztin herausfinden, ob es sich bei dem verendeten Tier um den zuvor mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal handle, sagte Abildstrøm.
Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten.
Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Foto: Marcus Golejewski/dpa

 
GESTERN9:44 Uhr

Toter Buckelwal vor Anholt: Kadaver vermutlich Timmy

Der vor der Insel Anholt angespülte Walkadaver soll sehr wahrscheinlich Buckelwal Timmy sein, berichtet die BILD. Laut dem dänischen Walmonitoring-Programm NOVANA wurde im vergangenen Jahr kein weiterer Buckelwal im Kattegat nachgewiesen.
Timmy war demnach der einzige bekannte Großwal, der Anfang 2026 in das Gebiet zwischen Nord- und Ostsee gelangte. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
 
GESTERN6:44 Uhr

Weitere Untersuchungen geplant

Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde?
Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Wal-Kadaver – doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist nicht genau zu erkennen.
Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren.
 
Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Ein toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

 
 
Die Entwicklungen am 15. Mai:
15. Mai15:44 Uhr

Dänische Behörden: Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass der tote Wal Timmy ist

Es gibt offenbar keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der tote Wal bei Anholt Timmy-Hope ist.
Die dänische Umweltschutzbehörde teilte am Freitagnachmittag dem dänischen Medienhaus Ritzau mit, dass keine eindeutigen Merkmale festgestellt wurden, die bestätigen könnten, dass es sich um Timmy handelt. Diese Möglichkeit könne man aber auch nicht ausschließen.
 
15. Mai13:38 Uhr

Probe vom Wal entnommen

Dem Wal wurden inzwischen Proben entnommen, wie das dänische Medium TV2 Østjylland berichtet.

Vor der Insel Anholt wurde ein Stück des Wals abgetrennt und für Forschungszwecke sichergestellt – unter anderem, um zu klären, ob es sich um den Wal Timmy handelt.

 
15. Mai11:55 Uhr

Walter Gunz: Ebenfalls keine Klarheit – Einsatz dennoch richtig gewesen

Walter Gunz, einer der beiden Finanziers der Rettungsaktion, konnte ebenfalls nicht sagen, ob es sich um Timmy-Hope handelt.

Wenn es so sei, dann habe höhere Gewalt zum Tod geführt, betonte er im Gespräch mit Epoch-Times-Reporter Erik Rusch. Auch wenn sich herausstelle, dass es sich um den Wal handle, sei es richtig gewesen, sich für dessen Rettung eingesetzt zu haben.

Timmy-Hope wurde nach Angaben Beteiligter am Samstagmorgen, dem 2. Mai, rund 60 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen aus dem speziellen Lastenkahn herausgezogen und damit in die Nordsee freigelassen.
Der Wal war mit einem Peilsender versehen, der ab dem 7. Mai keine Signale mehr sendete. Vorher funktionierte der Sender nur eingeschränkt, weshalb keine Ortung möglich gewesen sein soll.
 
15. Mai11:39 Uhr

Backhaus: „Keine Beteiligung an Spekulationen“

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um Timmy-Hope handelt – den Meeressäuger, der in einer spektakulären Hilfsaktion aus der Ostsee geholt worden war.
„Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren“, erklärte Backhaus am Freitag, 15. Mai, in Schwerin. Er sei in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde.
„Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden – bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen“, fügte der Minister hinzu.
 
15. Mai10:40 Uhr

Dänische Behörde: Auf dem Weg zur Untersuchung

Morten Abildstrøm, Leiter der dänischen Naturschutzbehörde, sagte am Freitagmorgen gegenüber TV2 Østjylland, dass er sich auf dem Weg zu dem toten Buckelwal befinde, um Untersuchungen durchzuführen.
Es soll eine Gewebeprobe entnommen werden. Er erklärte, dass es sich nach Aussagen dänischer und deutscher Forscher höchstwahrscheinlich um Timmy-Hope handle.
 
15. Mai7:10 Uhr

Toter Wal vor dänischer Insel Anholt entdeckt

Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.
Unklar war zunächst, ob es sich um den Wal Timmy alias Hope handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland.
Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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gesellschaft

Flugzeugabsturz in Limburgerhof: Polizei berichtet von möglichem Explosionsgeräusch

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in einem Wohngebiet südlich von Mannheim will die Polizei weitere Zeugen befragen.
Für Anwohner wurde im Albert-Schweitzer-Haus in Limburgerhof eine Anlaufstelle eingerichtet, die auch am Sonntag (10:00 Uhr bis 14:00 Uhr) geöffnet ist, wie die Polizei mitteilte. In dem Ort war es am Samstag zu dem Unglück gekommen, bei dem zwei Menschen starben.
Weiter hieß es, noch nicht alle Trümmerteile hätten dokumentiert und erfasst werden können. An Anwohner richteten die Ermittler die Bitte: „Bitte belassen Sie Trümmerteile an Ort und Stelle. Sie werden von Einsatzkräften abgeholt und sichergestellt.“

Zwei Tote, eine verletzte Anwohnerin

Bei den tödlich Verunglückten handele sich um Männer, sagte ein Sprecher. Hinweise auf verletzte Anwohner durch Trümmerteile gebe es aktuell nicht, teilte die Polizei mit. Eine 66 Jahre alte Frau habe sich leicht verletzt, als sie vor den Trümmerteilen geflüchtet und gestürzt sei.
Das Flugzeug sei am Samstagvormittag in Aachen gestartet, teilte die Polizei mit. „Die Flugroute und das Ziel des Fluges sind Gegenstand der Ermittlungen.“

Flugzeug liegt in Garten

Das Kleinflugzeug sei gegen 11:30 Uhr auf einem Grundstück am Ortsrand abgestürzt. „Im größeren Umkreis der Absturzstelle liegen zahlreiche Trümmerteile verteilt“, schrieb die Polizei. Sie beschädigten mehrere Gebäude. Die Absturzstelle sei weiträumig abgesperrt.
Ein Polizeisprecher sagte, der Hauptteil des Flugzeugs liege in einem Garten eines Wohnhauses. Laut Zeugenaussagen soll es in der Luft „einen Knall oder ein Explosionsgeräusch“ gegeben haben.
Ein Teil des Flugzeugs steckte in einem Gartenzaun, andere Teile waren auf Wegen und vor Häusern verteilt. Die Polizei dokumentiere die Absturzstelle und die Stellen der Trümmerteile und suche nach Zeugen, die den Vorfall etwa gefilmt haben, sagte der Sprecher.
Limburgerhof ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis im Süden von Rheinland-Pfalz. Der Ort hat rund 11.600 Einwohner. Der Chemiekonzern BASF hat dort ein Agrarzentrum, das den Ort auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. (dpa/red)
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gesellschaft

29.000 mal: Falscher Alarm bei der Feuerwehr

Feuerwehren in Deutschland müssen jährlich zu Zehntausenden Einsätzen ausrücken, die keine Notfälle sind. Weil Brandmeldeanlagen Alarm schlagen, werden Feuerwehrleute zum Beispiel zu Betrieben gerufen, obwohl es dort nicht brennt oder eine Gefahr droht.
Die Rede ist dann von einem Falschalarm. Das bindet Einsatzkräfte und kann schlimmstenfalls dazu führen, dass bei einem Unfall oder tatsächlichen Brand Hilfe erst später eintrifft, wie Feuerwehren übereinstimmend warnen. Dagegen regt sich Unmut.
Wie groß das Problem ist, zeigt die Statistik aus den Bundesländern: In Baden-Württemberg zählte die Feuerwehr im vergangenen Jahr 29.494 Einsätze, die vor Ort laut Landesinnenministerium als Fehlalarm eingestuft wurden.
60 Prozent davon seien durch automatische Brandmeldeanlagen verursacht worden, weil sie zum Beispiel wegen Wasserdampf oder Staub anschlugen.

Wie ist die Lage in anderen Teilen Deutschlands?

In Frankfurt am Main kommt es laut Feuerwehr jährlich zu etwa 4.800 Alarmierungen von Brandmeldeanlagen – in nur drei Prozent der Fälle habe es tatsächlich gebrannt. Die Feuerwehr im thüringischen Stadtroda verzeichnete 2025 insgesamt 32 Fehleinsätze – bei 136 Einsätzen insgesamt.
In Bayern gab es dem Landesfeuerwehrverband zufolge 2024 etwa 19.200 Fehlalarme. In der Landeshauptstadt München schlugen vor zwei Jahren den dortigen Behörden zufolge die 4.696 Brandmeldeanlagen insgesamt 8.547-mal wegen möglicher Brände an – in 1.375 Fällen sei ein Feuer bekämpft worden. Vielerorts liegen noch keine Daten für das vergangene Jahr vor.

Um welche Anlagen geht es genau?

Konkret geht es um Brandmeldeanlagen, die in der Regel angebracht werden müssen, weil es die Bauordnung oder Versicherung vorschreibt.
Sie sind im Gegensatz zu den Rauchmeldern in Wohngebäuden meist mit der Rettungsleitstelle verbunden, sodass sofort bei der Feuerwehr Alarm geschlagen wird. Sie rückt aus, um zu überprüfen, ob es wirklich brennt.
Meist fahren die Feuerwehrleute umsonst los. „Das Problem ist sehr groß“, sagte Jonas Schwering, Abteilungsleiter für Vorbeugenden Brandschutz in Frankfurt am Main. „Wir wissen, dass die überwiegende Anzahl der Alarmierungen ungefähr zu 96 bis 97 Prozent Falschalarme sind.“

Mehr Anlagen, mehr Falschalarme?

Die Zahl dürfte weiter steigen, vermutet Jürgen Weiß vom Landesfeuerwehrverband Bayern. „Die Zahl der Brandmeldeanlagen steigt nicht nur in Bayern täglich, sondern wegen neuer Bauvorhaben bundesweit.“ Diese verursachten dann auch mehr Alarme aus den unterschiedlichsten Gründen.
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes, die sich als Netzwerk von Experten für mehr Sicherheit und Schutz versteht, teilte mit: „Die meisten Gebäude und Anlagen funktionieren ohne Auffälligkeiten.“
Etwa fünf Prozent der Gebäudeanlagen produzierten rund 30 Prozent der Falschalarme. Sie seien insgesamt – ebenso wie echte Brände – seltene Ereignisse.

Wie wirkt sich das auf Feuerwehrleute aus?

Jürgen Weiß denkt bei den Falschalarmen in erster Linie an die überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die Tag und Nacht bereitstehen für die Hilfe im Ernstfall.
„Wenn sie vor Ort feststellen, dass ein Eingreifen nicht notwendig ist, kann sich das negativ auf die Motivation auswirken“, sagte er. „Je häufiger das passiert, desto größer könnte der Motivationsschwund sein.“ Zudem fehle Arbeitgebern in der Zeit von Feuerwehr-Einsätzen das Personal.
Je nach Bundesland drohen unterschiedlich hohe Gebühren, sollte die Feuerwehr umsonst ausgerückt sein. Laut Gesetz sind die Eigentümer zur Wartung der Brandmeldeanlagen verpflichtet.
„Insbesondere bei größeren Liegenschaften scheint die Höhe der Gebühren oftmals kein entscheidender Anreiz zu sein, die Ursache von Falschalarmen konsequent anzugehen“, sagte Schwering. „In unserer Wahrnehmung nimmt man in vielen Fällen lieber in Kauf, sie zu zahlen, als sich vielleicht anderweitig Gedanken zu machen.“
Das Landesinnenministerium in Stuttgart sieht es so: Es liege „im betriebswirtschaftlichen Interesse von Betrieben, die Anzahl an Fehlalarmen gering zu halten, um beispielsweise Ausfälle durch Räumungen zu vermeiden und Kosten durch Feuerwehreinsätze verhindern“.

Was künftig getan werden kann

Schwering und weitere Experten wollen nun Vorschläge ausarbeiten, wie in Deutschland gegengesteuert werden könnte. So sollte zum Beispiel geprüft werden, ob jede Brandmeldeanlage mit der Feuerwehrleitstelle verbunden werden sollte oder nur bestimmte Objekte wie Krankenhäuser oder Altenheime.
„Bei Objekten, die rund um die Uhr durch Personal besetzt sind, wie Verkaufsstätten oder Hotels, kann man schon in Frage stellen, ob eine automatische Aufschaltung auf die Feuerwehr benötigt wird oder man nicht erst einmal den Betreiber erkunden lässt und im Ereignisfall die Feuerwehr alarmiert“, sagte Schwering.
„Wir merken aus den Einsätzen heraus, dass die Feuerwehr als Erkundungseinheit verwendet wird. Wir fahren hin und gucken für den Betreiber, ob es brennt.“ Das sei nicht Aufgabe der Feuerwehr.
Schwering sprach sich zugleich dafür aus, Anlagen technisch weiterzuentwickeln, damit sie weniger anfällig sind für falsche Alarme – zum Beispiel mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Er betonte: „Eine Brandmeldeanlage ist per se ein sehr, sehr wichtiges Instrument bei vielen Liegenschaften, weil sie sehr früh die Alarmkette in Gang setzt.“
Das Landesinnenministerium von Baden-Württemberg appellierte: „Im Bezug auf Fehlalarmierungen in gutem Glauben gilt jedoch unbedingt: Lieber einmal zu oft den Notruf wählen, als einmal zu wenig.“ (dpa/red)
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kultur

Bulgarien gewinnt überraschend Eurovision Song Contest

Europa hat Lust auf „Bangaranga“: Überraschend konnte Bulgarien in der Nacht zum Sonntag mit dem gleichnamigen Titel von Sängerin Dara den Eurovision Song Contest (ESC) deutlich vor Israel gewinnen.
Für Deutschland endete der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb mit einer Enttäuschung – die deutsche Starterin Sarah Engels erreichte nur den drittletzten Platz.
Die Wettbüros hatten seit Wochen Finnland als Sieger des ESC prognostiziert, doch das finnische Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen konnte weder die Jury noch das Publikum voll überzeugen und schaffte es lediglich auf Platz sechs.
Das wie im Vorjahr zweitplatzierte Israel profitierte von einem starken Ergebnis in der Publikumsabstimmung, Dritter wurde ebenfalls durch viele Publikumsstimmen Rumänien. Das von den Wettbüros hoch gehandelte Australien landete auf dem vierten Platz vor dem fünftplatzierten Italien.

„Bangaranga“ steht für „alles ist möglich“

Bulgarien war nach dreijähriger Pause erst in diesem Jahr wieder zum Eurovision Song Contest zurückgekehrt. Es ist der erste Sieg für das osteuropäische Land in dem Wettbewerb. Sängerin Dara konnte bei der Abstimmung sowohl die Jury- als auch die Publikumsabstimmung gewinnen.
Die 27 Jahre alte Sängerin kam so auf 516 Punkte und ließ den Israeli Noam Bettan mit 343 Punkten deutlich hinter sich. Damit schaffte Dara auch den größten Vorsprung auf einen Zweitplatzierten in der 70-jährigen ESC-Geschichte – sie löste damit den Norweger Alexander Rybak ab.
Auf die Frage, was „Bangaranga“ bedeute, sagte Dara im ESC-Finale, es stehe für ein Gefühl. Es gehe um spezielle Energie und den Gedanken, „alles ist möglich“. Das Wort soll aus dem jamaikanischen Dialekt stammen und dort Revolution bedeuten.

ESC 2027 findet in Sofia statt

Wie die bulgarische Delegation erklärte, soll das ESC-Finale im nächsten Jahr in Sofia stattfinden. Dara sagte, sie hoffe darauf, dass das Finale dann die Länder wieder verbinden könne und das ESC-Motto „United by Music“ – vereint durch Musik – wahr werde.
Wegen eines Streits um die Teilnahme Israels hatten in diesem Jahr fünf Länder den Wettbewerb boykottiert. Sie kritisieren Israels Vorgehen im Gazastreifen. Anders als im ersten Halbfinale am Dienstag wurde der Auftritt von Noam Bettan im Finale aber nicht durch Störer beeinträchtigt.

Deutschland bekam nur 12 Punkte

Während Bulgarien mit dem Sieg allen Grund zum Feiern hat und im nächsten Jahr den ESC austragen wird, endete der Wettbewerb für Deutschland mit einer Enttäuschung. Die deutsche Sängerin Sarah Engels landete auf dem drittletzten Platz.
Die 33-Jährige bekam insgesamt nur zwölf Punkte, wie die Auszählung in der Nacht zum Sonntag ergab. Das reichte lediglich zu Platz 23 von 25 Startern. Letzter wurde Großbritannien, Vorletzter der Vorjahressieger Österreich.
Engels bekam nur von der Jury Punkte, beim Publikum ging sie leer aus. Für Deutschland bedeutet das einen deutlichen Rückschlag. Im vergangenen Jahr war das deutsche Duo Abor & Tynna immerhin auf Platz 15 gelandet, im Jahr davor wurde Isaak für Deutschland sogar Zwölfter. Der Südwestrundfunk verantwortete innerhalb der ARD in diesem Jahr zum ersten Mal den ESC, in den Jahren davor war der Norddeutsche Rundfunk zuständig.

SWR ist enttäuscht

Engels hatte einen ordentlichen, fehlerfreien Auftritt hingelegt. Allerdings war ihr Lied „Fire“ bereits nach dem deutschen Vorentscheid als zu gewöhnlich kritisiert worden. Trotz des schlechten Abschneidens reagierte Engels gelassen auf ihre Platzierung.
„Für Deutschland beim weltweit größten Musikwettbewerb zu singen, ist eine Ehre – ganz unabhängig davon, wie am Ende die Platzierungen ausfallen“, erklärte Engels in einer vom Südwestrundfunk verbreiteten Erklärung. Es sei für sie „ein großes Fest“ gewesen. „Deshalb habe ich mir über Platzierungen von Beginn an nicht den Kopf zerbrochen.“
Anders als die deutsche Starterin zeigte sich SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler enttäuscht von der Platzierung. Engels habe mit großer Leidenschaft, hoher Professionalität und enormer Bühnenpräsenz einen überzeugenden Auftritt hingelegt.
„Wir wollten beweisen, dass Deutschland eine Performance auf hohem Niveau an den Start bringt. Trotzdem sind wir natürlich enttäuscht über die Platzierung, auch wenn für uns diese eine Zahl nicht im Fokus stand.“

Rund 9 Millionen Zuschauer

Das Finale hat der ARD hohe Einschaltquoten beschert. Im Ersten und im Spartensender One schauten insgesamt rund 8,9 Millionen Menschen die Übertragung der Show aus Wien, wie sich aus den Zahlen der AGF-Videoforschung ergibt. Im Vergleich zum ESC-Finale vor einem Jahr bedeutete dies einen kleinen Rückgang, die Sendung war mit Abstand die erfolgreichste des Samstags.
Herausragend war die Einschaltquote in der für die Werbung relevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von insgesamt 64,5 Prozent. Vor einem Jahr schaffte das ESC-Finale in dieser Altersgruppe einen Marktanteil von fast 80 Prozent und holte damals damit einen neuen Allzeitrekord bei den Einschaltquoten. (afp/red)
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kultur

Eurovision Song Contest hat begonnen – Finnland und Australien Favoriten

In der österreichischen Hauptstadt Wien hat am Samstagabend das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) begonnen. Insgesamt 25 Länder treten in dem weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb gegeneinander an, der Gewinner wird mit einem gläsernen Mikrofon ausgezeichnet.
In den Wettbüros gilt schon seit Wochen Finnland als Favorit. Kurz vor dem Finale konnten allerdings Australien und Bulgarien aufholen. Über den Sieger entscheiden je zur Hälfte Jurys und Publikum. Mit einem Ergebnis wird erst nach Mitternacht gerechnet.

70 Jahre ESC

Für Deutschland startet Sarah Engels mit der Popnummer „Fire“ beim ESC. Die 33-Jährige wurde kurz vor dem Finale auf einem der hinteren Plätze gesehen. Wien ist Gastgeberstadt, weil im vergangenen Jahr der österreichische Sänger JJ den Wettbewerb gewinnen konnte.
Der ESC feiert in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen. Getrübt wird das Jubiläum von einem Streit über die Teilnahme Israels. Mit den Niederlanden, Spanien, Irland, Slowenien und Island boykottieren fünf Länder den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen.
Am Rande des ESC kam es am Samstagnachmittag zu einer Kundgebung und Demonstration gegen die Teilnahme Israels. Einige hundert Menschen protestierten, dabei wurden zahlreiche palästinensische Flaggen gezeigt. Die Proteste blieben ohne größere Zwischenfälle. Die Teilnehmerzahlen lagen deutlich unter den Erwartungen der Veranstalter.

Neue Regeln

Vergangenes Jahr in Basel gewann der österreichische Countertenor JJ die weltweit größte Musikshow. Deshalb tragen Österreich und seine Rundfunkanstalt ORF diesmal die Show aus.
Moderiert wird der ESC von der „Let’s Dance“-Moderatorin Victoria Swarovski und dem Schauspieler Michael Ostrowski.
Für den ESC 2026 wurden die Regeln angepasst. Neu war etwa, dass in den Halbfinalen über das Weiterkommen nicht mehr allein das Publikum entschied. Die Hälfte der Punkte vergaben wieder die nationalen Jurys – ein Regelwerk, das zuletzt nur im Finale gegolten hatte.
Außerdem: Die maximale Anzahl der Stimmen des Publikums via App, SMS und Anruf wurde von 20 auf 10 reduziert. Damit reagierte die Europäische Rundfunkunion (EBU) auf das Ergebnis des ESC 2025.  (afp/dpa/red)
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ausland

Schlägereien und geschlossene Läden: Chaotische Szenen vor Swatch-Geschäften

Gedränge, Schlägereien, beschädigte Türen und außerplanmäßig geschlossene Läden: Der Verkaufsstart für eine Sonderkollektion von Swatch-Uhren in Zusammenarbeit mit der Schweizer Luxusuhrenmarke Audemars Piguet hat heute in New York und mehreren europäischen Städten für chaotische Szenen gesorgt.
Da die Kollektion „Royal Pop“ nur in ausgewählten Swatch-Läden verkauft wurde, bildeten sich vor den betroffenen Geschäften lange Warteschlangen.

Kaufen und weiterverkaufen

Am Eingang des Swatch-Stores am New Yorker Times Square habe es „Geschubse und Gedränge in alle Richtungen“ gegeben, sagte der 44-jährige New Yorker John McIntosh. „Das war wie ein Mosh-Pit.“ Er habe sich bereits am 13. Mai in die Warteschlange vor dem Geschäft eingereiht.
McIntoshs Ziel und das der meisten anderen Kunden, von denen einige bis zu eine Woche lang vor dem Geschäft ausharrten: Die 400 bis 420 Dollar teuren Taschenuhren kaufen, um sie dann umgehend mit einer beträchtlichen Gewinnmarge weiterzuverkaufen.

Die Aktion fand im Rahmen einer Werbekampagne für die Uhren in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet statt.

Foto: Dimitar Dilkoff/AFP via Getty Images

In Deutschland herrschte laut WDR großer Andrang vor den Swatch-Läden in Düsseldorf und Köln. Am frühen Morgen war die Schlange in Düsseldorf demnach mehr als 300 Meter lang, zwischenzeitig musste die Polizei für Ordnung sorgen.
Ähnlich war es demnach in Köln. Später hieß es auf dem deutschen Instagram-Account von Swatch, „unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit“ würden die Läden in Köln und Düsseldorf geschlossen.

Frankreich: Spannungen und lange Warteschlangen

In Frankreich bildeten sich in mehreren Städten in der Nacht zum Samstag lange Warteschlangen. Dabei kam es mancherorts zu Spannungen, Sicherheitskräfte hatten gut zu tun.
In einem Einkaufszentrum im Großraum Paris strömten rund 300 Menschen am Morgen zu einem Swatch-Laden, in dem die „Royal Pop“-Uhren verkauft werden sollten. Die Menge sei mit Tränengas auseinandergetrieben worden, hieß es.
Dort seien ein Metallrollladen und zwei Sicherheitstüren beschädigt und Polizisten und Sicherheitskräfte angegriffen worden, hieß es weiter. Der Verkauf sei ohne Angabe eines neuen Termins gestoppt worden. „Der Sicherheitsbedarf wurde von den Organisatoren unterschätzt.“

Der Swatch Megastore auf der Avenue des Champs-Élysées und die Menschenmenge aus Schaulustigen und interessierten Käufern, die während der weltweiten Markteinführung der Royal Pop-Kollektion am 16. Mai 2026 in Paris stundenlang Schlange standen.

Foto: Laurent Caron/Hans Lucas/AFP via Getty Images

Swatch schloss einige Läden aus Sicherheitsgründen

Swatch wollte auf Anfrage von AFP nicht Stellung nehmen. Auf Instagram erklärte Swatch Frankreich, die Geschäfte unter anderem in Lyon, Deauville und Saint-Tropez blieben aus Sicherheitsgründen am Samstag geschlossen.
In der italienischen Metropole Mailand begann laut Medienberichten bei der Geschäftsöffnung am Morgen eine Schlägerei. Vor einem anderen Store in Mailand brach Unmut aus, als die Verkäufer mitteilten, dass alle Uhren der Kollektion verkauft worden seien.
Aus Sorge um die „Sicherheit“ von Kunden und Angestellten schloss Swatch auch in Großbritannien alle Läden in London, Liverpool, Manchester und weiteren Städten. (afp/red)
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deutschland

Zwei Millionen Beamte sind zu viel: Steuerzahlerbund für Umbau des Staatsdienstes

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, hat einen drastischen Kurswechsel beim Berufsbeamtentum in Deutschland gefordert.
„Die hohe Anzahl von Beamtinnen und Beamten in Deutschland ist aus meiner Sicht falsch. Sie muss gedrosselt werden – und zwar auf deutlich unter eine Million“, sagte Holznagel den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Er forderte zudem Einschnitte bei Subventionen und Steuervergünstigungen.

Holznagel: Zu viele Verbeamtungen

In den vergangenen Jahren habe die Verbeamtung „sehr stark zugenommen“, kritisierte Holznagel. Das betreffe auch Bereiche, „in denen der klassische Beamte eigentlich gar nichts oder nichts mehr zu suchen hat – zum Beispiel im Bildungsbereich, auch in der Bürokratie“.
Derzeit gibt es in Deutschland knapp zwei Millionen Staatsbedienstete einschließlich Justiz und Bundeswehr.
Der Beamtenstatus werde genutzt, „um den Staatsdienst attraktiver zu machen, aber auch, um einen Kostenvorteil für den Staat zu realisieren – denn am Anfang sind Beamte günstiger als Angestellte“. Später komme jedoch „der Bumerang in Form von hohen Versorgungslasten unweigerlich“.

Für grundlegende Reform: Nur noch bei hoheitlichen Aufgaben

Holznagel sprach sich deshalb für eine grundlegende Reform des Berufsbeamtentums aus. „Wir brauchen unbedingt eine Reform und dazu dringend einen Mentalitätswechsel in der öffentlichen Hand.“ Verbeamtet werden solle künftig „nur noch dort, wo es aus hoheitlicher Sicht unbedingt notwendig ist“.
Als Beispiele nannte der Präsident des Steuerzahlerbundes Polizei, Justiz sowie Teile des Finanzwesens. „Doch darüber hinaus, etwa im Bereich der Lehrerinnen und Lehrer, sollte man zurückhaltend damit sein.“
Eine vollständige Eingliederung von Beamten in die gesetzlichen Sozialversicherungen sieht Holznagel hingegen skeptisch. „Die Integration von Beamten in die gesetzlichen Sozialversicherungen ist keine Einbahnstraße“, warnte er.
Mehr Einzahler bedeuteten zugleich „mehr Ansprüche und Auszahlungen, vor allem bei den Pensionen“. Die Vorstellung, „mehr Einzahler in die Sozialsysteme zu holen und schon ist alles gut, funktioniert einfach nicht“.

Steuerzahlerbund: 10 Prozent aller Subventionen kürzen

Den Vorschlag unter anderem von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU), Subventionen und Steuervergünstigungen pauschal um fünf Prozent zu kürzen, hält Holznagel für nicht ausreichend.
„Fünf Prozent, das reicht nicht. Wir müssen zehn Prozent machen“, sagte er. Zugleich sprach er sich für ein automatisches Auslaufen staatlicher Hilfen aus. „Am Ende muss es für alle Subventionen eine zeitliche Begrenzung geben – sie müssen automatisch auslaufen.“
Deutschland habe sich bei Förderungen „völlig vergaloppiert“, sagte Holznagel. Je nach Berechnung gebe der Staat dafür jährlich „40 bis 50 Milliarden Euro“ aus. „Da müssen wir energisch ran. Damit wäre jede Steuerreform finanzierbar.“ (afp/red)
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gesellschaft

Zwei Tote bei Absturz eines Kleinflugzeuges in Wohngebiet

Bei einem Absturz eines Kleinflugzeuges in einem Wohngebiet in Limburgerhof südlich von Mannheim sind zwei Insassen ums Leben gekommen. Hinweise auf verletzte Anwohner gebe es aktuell nicht, teilte die Polizei mit. Details zur Identität der Toten gab die Polizei nicht bekannt.
Das Kleinflugzeug sei gegen 11.30 Uhr auf einem Grundstück am Ortsrand abgestürzt. „Im größeren Umkreis der Absturzstelle liegen zahlreiche Trümmerteile verteilt“, schrieb die Polizei. Die Absturzstelle sei weiträumig abgesperrt.

Anlaufstelle für Anwohner

Für Anwohner wurde demnach eine Anlaufstelle eingerichtet. Die Kriminalpolizei ermittle zur Absturzursache. Auch ein Polizeihubschrauber sei vor Ort, um Luftbilder von der Absturzstelle anzufertigen, hieß es.
Limburgerhof ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis im Süden von Rheinland-Pfalz. Der Ort hat rund 11.600 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Chemiekonzern BASF hat dort ein Agrarzentrum, das den Ort auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. (dpa/red)
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wirtschaft

Mercedes schließt Einstieg in Rüstungsproduktion nicht aus

Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz schließt einen Einstieg in die Rüstungsproduktion nicht aus. Konzernchef Ola Källenius sagte dem „Wall Street Journal“ am Freitag, die Welt sei unvorhersehbarer geworden. Er denke daher, dass Europa sein „Verteidigungsprofil“ erweitern müsse. „Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, sind wir bereit dazu.“

Kooperation mit Partnerfirmen

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte Mercedes-Benz, „Frieden, Sicherheit und Freiheit“ seien „die Grundlagen unserer Gesellschaft“. Sie zu schützen sei eine gemeinsame Aufgabe. „Wir leisten als Unternehmen unseren Beitrag dazu.“
Mit modifizierbaren Fahrzeugen für Sicherheits- und Verteidigungseinsätze stärke Mercedes „seit Jahrzehnten die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Europas und der NATO“, erklärte das Unternehmen weiter. Seit vielen Jahren würden „auch Fahrgestelle an spezialisierte Unternehmen“ geliefert, „die diese in eigener Verantwortung und unter eigener Marke für militärische Anwendungen ausbauen und vermarkten“. Alle Lieferungen erfolgten „im Einklang mit Sanktions- und Exportkontrollvorschriften“. (afp/red)
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gesellschaft

TICKER | Toter Wal vor Dänemark – Kadaver treibt ostwärts entlang der Küste ab

Am Donnerstag, 14. Mai, wurde ein toter Wal vor der dänischen Küste gefunden. Seitdem wird spekuliert, ob es sich um den zuvor geretteten Wal Timmy-Hope handeln könnte.
Alle Entwicklungen hier im Epoch-Times-Ticker.

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Die Entwicklungen am 16. Mai:
HEUTE13:14 Uhr

Vor der dänischen Insel Anholt wurde ein toter Wal durch die Meeresströmung bewegt. Innerhalb etwa einer Stunde trieb er rund 300 Meter parallel zur Küste in östlicher Richtung ab, wie ein BILD-Reporter vor Ort beobachtete.
Die dänische Naturschutzbehörde äußerte sich zurückhaltend zur Identität des Tieres. Ein Vertreter erklärte gegenüber RTL, das unklar sei, ob es sich um das Tier Timmy handelt. Außerdem stellte er klar, dass er nie behauptet habe, es handele sich bei dem toten Wal sicher um Timmy.
 
HEUTE12:14 Uhr

Ein Vertreter der dänischen Naturbehörde will am Mittag zusammen mit einer deutschen Tierärztin den vor der Insel Anholt liegenden toten Wal nochmals begutachten. Das sagte Morten Abildstrøm von der Behörde Naturstyrelsen der Deutschen Presse-Agentur. Möglicherweise könne die Tierärztin herausfinden, ob es sich bei dem verendeten Tier um den zuvor mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal handle, sagte Abildstrøm.
Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten.
Der tote Wal war am Donnerstag etwa 75 Meter vor der dänischen Ostsee-Insel Anholt gestrandet. Am Freitag wurde ein Stück seiner Schwanzflosse abgetrennt. Die dänische Umweltbehörde Miljøstyrelsen teilte der Nachrichtenagentur Ritzau mit, dass die Gewebeproben in Dänemark analysiert werden sollten. Es könne demnach „einige Zeit“ dauern, bis die Ergebnisse vorliegen. Die Proben könnten eventuell zur Identifizierung des Tieres beitragen, hieß es.
Ob ein Gewebestück des Wals auch nach Deutschland geschickt werden solle, sei bislang nicht bekannt, sagte der dänische Behördenvertreter Abildstrøm. Er sagte, dass es momentan keine Pläne gebe, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, meinte er und fügte hinzu, dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier satt äßen.
Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Foto: Marcus Golejewski/dpa

 
HEUTE9:44 Uhr

Der vor der Insel Anholt angespülte Walkadaver soll sehr wahrscheinlich Buckelwal Timmy sein, berichtet die BILD. Laut dem dänischen Walmonitoring-Programm NOVANA wurde im vergangenen Jahr kein weiterer Buckelwal im Kattegat nachgewiesen. Timmy war demnach der einzige bekannte Großwal, der Anfang 2026 in das Gebiet zwischen Nord- und Ostsee gelangte. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

 
HEUTE6:44 Uhr

Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich in einer aufwendigen Aktion Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde? Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Wal-Kadaver – doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen. Journalisten nahmen die Fluke am Abend mit einer Drohne aus der Luft aus verschiedenen Blickwinkeln auf.

Wal vermutlich seit einiger Zeit tot

Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.
Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.

Was ist mit dem GPS-Sender?

Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Das Schweriner Umweltministerium bekam nach eigenen Angaben keine Daten von der Initiative geliefert. Nach dänischen Angaben wurde bei dem vor Anholt entdeckten Kadaver kein Sender gefunden.
 
Die Entwicklungen am 15. Mai:
GESTERN15:44 Uhr

Dänische Behörden: Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass der tote Wal Timmy ist

Es gibt offenbar keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der tote Wal bei Anholt Timmy-Hope ist.
Die dänische Umweltschutzbehörde teilte am Freitagnachmittag dem dänischen Medienhaus Ritzau mit, dass keine eindeutigen Merkmale festgestellt wurden, die bestätigen könnten, dass es sich um Timmy handelt. Diese Möglichkeit könne man aber auch nicht ausschließen.
 
GESTERN13:38 Uhr

Probe vom Wal entnommen

Dem Wal wurden inzwischen Proben entnommen, wie das dänische Medium TV2 Østjylland berichtet.

Vor der Insel Anholt wurde ein Stück des Wals abgetrennt und für Forschungszwecke sichergestellt – unter anderem, um zu klären, ob es sich um den Wal Timmy handelt.

 
GESTERN11:55 Uhr

Walter Gunz: Ebenfalls keine Klarheit – Einsatz dennoch richtig gewesen

Walter Gunz, einer der beiden Finanziers der Rettungsaktion, konnte ebenfalls nicht sagen, ob es sich um Timmy-Hope handelt.

Wenn es so sei, dann habe höhere Gewalt zum Tod geführt, betonte er im Gespräch mit Epoch-Times-Reporter Erik Rusch. Auch wenn sich herausstelle, dass es sich um den Wal handle, sei es richtig gewesen, sich für dessen Rettung eingesetzt zu haben.

Timmy-Hope wurde nach Angaben Beteiligter am Samstagmorgen, dem 2. Mai, rund 60 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen aus dem speziellen Lastenkahn herausgezogen und damit in die Nordsee freigelassen.
Der Wal war mit einem Peilsender versehen, der ab dem 7. Mai keine Signale mehr sendete. Vorher funktionierte der Sender nur eingeschränkt, weshalb keine Ortung möglich gewesen sein soll.
 
GESTERN11:39 Uhr

Backhaus: „Keine Beteiligung an Spekulationen“

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um Timmy-Hope handelt – den Meeressäuger, der in einer spektakulären Hilfsaktion aus der Ostsee geholt worden war.
„Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren“, erklärte Backhaus am Freitag, 15. Mai, in Schwerin. Er sei in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde.
„Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden – bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen“, fügte der Minister hinzu.
 
GESTERN10:40 Uhr

Dänische Behörde: Auf dem Weg zur Untersuchung

Morten Abildstrøm, Leiter der dänischen Naturschutzbehörde, sagte am Freitagmorgen gegenüber TV2 Østjylland, dass er sich auf dem Weg zu dem toten Buckelwal befinde, um Untersuchungen durchzuführen.
Es soll eine Gewebeprobe entnommen werden. Er erklärte, dass es sich nach Aussagen dänischer und deutscher Forscher höchstwahrscheinlich um Timmy-Hope handle.
 
GESTERN7:10 Uhr

Toter Wal vor dänischer Insel Anholt entdeckt

Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.
Unklar war zunächst, ob es sich um den Wal Timmy alias Hope handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland.
Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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deutschland

CSU-Landesgruppenchef: Minderheitsregierung wäre Signal der Schwäche an die Welt

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hat Diskussionen über eine mögliche Minderheitsregierung mit Duldung durch die AfD scharf verurteilt. „Es wäre überhaupt nicht möglich, die größte Volkswirtschaft in Europa mit einer Minderheitsregierung zu regieren“, sagte Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagsausgaben). „Wir wären von jetzt auf gleich der große Unsicherheitsfaktor Europas – mit allen möglichen Folgen, auch auf den Finanzmärkten. Das wäre ein dramatisches Signal an die Welt.“
Jegliche Zusammenarbeit mit der AfD sei nicht nur wegen der „radikalen Köpfe“ ausgeschlossen, sondern auch wegen der Inhalte. „Sollen wir dann ernsthaft über einen Nato- oder EU-Austritt diskutieren, oder über eine Hinwendung zu Putin? Das kommt absolut nicht infrage.“

Warnung vor Instabilität

Wenn die Menschen den Eindruck hätten, dass die demokratische Mitte die Herausforderungen des Landes nicht mehr lösen könne, wüchsen die radikalen Ränder, sagte der CSU-Politiker. „Das war das Problem der Weimarer Demokratie und diesen Fehler sollten die Parteien der Mitte heute nicht wiederholen.“ Die schwarz-rote Koalition müsse „halten und liefern“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte kürzlich zum Jahrestag der schwarz-roten Koalition sowohl eine Minderheitsregierung als auch Neuwahlen kategorisch ausgeschlossen. In einer Rede beim CDU-Wirtschaftsrat sagte der Kanzler Anfang Mai: „Ich sage hier sehr klar und deutlich: Eine Minderheitsregierung ist für mich keine Option und ich werde sie nicht eingehen und ich werde sie nicht auslösen.“

Wachsende Unzufriedenheit im Land

Laut einer Umfrage haben fast die Hälfte der Bürger in Deutschland die Geduld mit der kriselnden Bundesregierung verloren. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der „Welt am Sonntag“ sprachen sich 47 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Koalition aufgelöst werden sollte.
Bei der Frage, was nach einem vorzeitigen Ende von Schwarz-Rot passieren sollte, sprachen sich 38 Prozent für Neuwahlen aus, nur neun Prozent würden die Bildung einer Minderheitsregierung aus CDU/CSU vorziehen. Für eine Fortführung des schwarz-roten Bündnisses sind 30 Prozent der Befragten. Jeder Vierte konnte sich für keines der drei Szenarien entscheiden.
Das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition hat im Osten Deutschlands erheblich stärker gelitten als im Westen der Republik. So sprachen sich in der Umfrage 46 Prozent der Ostdeutschen für ein vorzeitiges Ende von Schwarz-Rot und für anschließende Neuwahlen aus, in den westdeutschen Ländern waren es 35 Prozent. Einen Fortbestand des Regierungsbündnisses wollten 22 Prozent im Osten und 31 Prozent im Westen. Eine Minderheitsregierung wird in Ost wie West nur von neun Prozent gewünscht.

Altersgruppen und politische Stimmung

Besonders stark ausgeprägt ist die Präferenz für baldige Neuwahlen in den mittleren Altersgruppen quer durchs Land. 46 Prozent der Befragten im Alter zwischen 50 und 59 Jahren äußerten diesen Wunsch. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen waren es 41 Prozent. In der jüngsten Wählergruppe im Alter von 18 bis 29 Jahren wird das Neuwahl-Szenario indes nur von 27 Prozent bevorzugt.
Für die Umfrage befragte YouGov zwischen dem 8. und dem 11. Mai 2353 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. (afp/red)
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gesellschaft

TICKER | Tierärztin will toten Buckelwal vor Anholt begutachten – Möwen fressen am Kadaver

Am Donnerstag, 14. Mai, wurde ein toter Wal vor der dänischen Küste gefunden. Seitdem wird spekuliert, ob es sich um den zuvor geretteten Wal Timmy-Hope handeln könnte.
Alle Entwicklungen hier im Epoch-Times-Ticker.

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Die Entwicklungen am 16. Mai:
HEUTE12:14 Uhr

Ein Vertreter der dänischen Naturbehörde will am Mittag zusammen mit einer deutschen Tierärztin den vor der Insel Anholt liegenden toten Wal nochmals begutachten. Das sagte Morten Abildstrøm von der Behörde Naturstyrelsen der Deutschen Presse-Agentur. Möglicherweise könne die Tierärztin herausfinden, ob es sich bei dem verendeten Tier um den zuvor mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal handle, sagte Abildstrøm.
Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten.
Der tote Wal war am Donnerstag etwa 75 Meter vor der dänischen Ostsee-Insel Anholt gestrandet. Am Freitag wurde ein Stück seiner Schwanzflosse abgetrennt. Die dänische Umweltbehörde Miljøstyrelsen teilte der Nachrichtenagentur Ritzau mit, dass die Gewebeproben in Dänemark analysiert werden sollten. Es könne demnach „einige Zeit“ dauern, bis die Ergebnisse vorliegen. Die Proben könnten eventuell zur Identifizierung des Tieres beitragen, hieß es.
Ob ein Gewebestück des Wals auch nach Deutschland geschickt werden solle, sei bislang nicht bekannt, sagte der dänische Behördenvertreter Abildstrøm. Er sagte, dass es momentan keine Pläne gebe, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, meinte er und fügte hinzu, dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier satt äßen.
Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Gewebeproben des toten Wals sollen in Dänemark analysiert werden.

Foto: Marcus Golejewski/dpa

 
HEUTE9:44 Uhr

Der vor der Insel Anholt angespülte Walkadaver soll sehr wahrscheinlich Buckelwal Timmy sein, berichtet die BILD. Laut dem dänischen Walmonitoring-Programm NOVANA wurde im vergangenen Jahr kein weiterer Buckelwal im Kattegat nachgewiesen. Timmy war demnach der einzige bekannte Großwal, der Anfang 2026 in das Gebiet zwischen Nord- und Ostsee gelangte. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

 
HEUTE6:44 Uhr

Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich in einer aufwendigen Aktion Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde? Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Wal-Kadaver – doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen. Journalisten nahmen die Fluke am Abend mit einer Drohne aus der Luft aus verschiedenen Blickwinkeln auf.

Wal vermutlich seit einiger Zeit tot

Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.
Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.

Was ist mit dem GPS-Sender?

Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Das Schweriner Umweltministerium bekam nach eigenen Angaben keine Daten von der Initiative geliefert. Nach dänischen Angaben wurde bei dem vor Anholt entdeckten Kadaver kein Sender gefunden.
 
Die Entwicklungen am 15. Mai:
GESTERN15:44 Uhr

Dänische Behörden: Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass der tote Wal Timmy ist

Es gibt offenbar keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der tote Wal bei Anholt Timmy-Hope ist.
Die dänische Umweltschutzbehörde teilte am Freitagnachmittag dem dänischen Medienhaus Ritzau mit, dass keine eindeutigen Merkmale festgestellt wurden, die bestätigen könnten, dass es sich um Timmy handelt. Diese Möglichkeit könne man aber auch nicht ausschließen.
 
GESTERN13:38 Uhr

Probe vom Wal entnommen

Dem Wal wurden inzwischen Proben entnommen, wie das dänische Medium TV2 Østjylland berichtet.

Vor der Insel Anholt wurde ein Stück des Wals abgetrennt und für Forschungszwecke sichergestellt – unter anderem, um zu klären, ob es sich um den Wal Timmy handelt.

 
GESTERN11:55 Uhr

Walter Gunz: Ebenfalls keine Klarheit – Einsatz dennoch richtig gewesen

Walter Gunz, einer der beiden Finanziers der Rettungsaktion, konnte ebenfalls nicht sagen, ob es sich um Timmy-Hope handelt.

Wenn es so sei, dann habe höhere Gewalt zum Tod geführt, betonte er im Gespräch mit Epoch-Times-Reporter Erik Rusch. Auch wenn sich herausstelle, dass es sich um den Wal handle, sei es richtig gewesen, sich für dessen Rettung eingesetzt zu haben.

Timmy-Hope wurde nach Angaben Beteiligter am Samstagmorgen, dem 2. Mai, rund 60 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen aus dem speziellen Lastenkahn herausgezogen und damit in die Nordsee freigelassen.
Der Wal war mit einem Peilsender versehen, der ab dem 7. Mai keine Signale mehr sendete. Vorher funktionierte der Sender nur eingeschränkt, weshalb keine Ortung möglich gewesen sein soll.
 
GESTERN11:39 Uhr

Backhaus: „Keine Beteiligung an Spekulationen“

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um Timmy-Hope handelt – den Meeressäuger, der in einer spektakulären Hilfsaktion aus der Ostsee geholt worden war.
„Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren“, erklärte Backhaus am Freitag, 15. Mai, in Schwerin. Er sei in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde.
„Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden – bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen“, fügte der Minister hinzu.
 
GESTERN10:40 Uhr

Dänische Behörde: Auf dem Weg zur Untersuchung

Morten Abildstrøm, Leiter der dänischen Naturschutzbehörde, sagte am Freitagmorgen gegenüber TV2 Østjylland, dass er sich auf dem Weg zu dem toten Buckelwal befinde, um Untersuchungen durchzuführen.
Es soll eine Gewebeprobe entnommen werden. Er erklärte, dass es sich nach Aussagen dänischer und deutscher Forscher höchstwahrscheinlich um Timmy-Hope handle.
 
GESTERN7:10 Uhr

Toter Wal vor dänischer Insel Anholt entdeckt

Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.
Unklar war zunächst, ob es sich um den Wal Timmy alias Hope handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland.
Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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gesellschaft

Köln: Polizisten auf Kirmes in Köln-Zündorf angegriffen und verletzt

Zwei Polizisten sind auf einer Kirmes in Köln angegriffen und verletzt worden. Auf die Beamten sei eingeschlagen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Sie seien ambulant in einem Krankenhaus behandelt worden. Zwei 18-Jährige und einen 17-Jährigen nahm die Polizei in Gewahrsam.

Platzverweis missachtet

Ausgangspunkt sei ein Streit zwischen zwei Gruppen auf dem Inselfest in Köln-Zündorf kurz nach 21.00 Uhr am Freitagabend gewesen. Die Streife der Polizei sei darauf aufmerksam gemacht worden. Die Beamten hätten den Streit erst einmal geschlichtet. Einem 18-Jährigen sei ein Platzverweis erteilt worden.
Der 18-Jährige sei dem Platzverweis aber nicht nachgekommen. Dann seien die Beamten bei der Durchsetzung des Platzverweises angegriffen worden. Wer wie genau an der Tat beteiligt gewesen sei – das müsse noch geklärt werden. Die beiden 18-Jährigen seien in der Nacht in Gewahrsam geblieben. Der 17-Jährige sei an die Erziehungsberechtigten übergeben worden, hieß es.

Hubschrauber unterstützt Polizeieinsatz

Der Angriff löste einen größeren Polizeieinsatz mit zahlreichen Beamten aus. Wie der Sprecher sagte, wurden zunächst Solidarisierungseffekte nicht ausgeschlossen, die es schließlich nicht gab. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, um einen Überblick über die Lage zu gewinnen. (dpa/red)
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SPD-Fraktionschef Miersch stellt Tankrabatt infrage: Ruf nach langfristiger Steuerreform

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat eine längerfristige Zukunft des auf zwei Monate begrenzten Tankrabatts in Frage gestellt. „Mobilität muss bezahlbar bleiben, aber die Gießkanne ist keine Dauerlösung“, sagte Miersch der Zeitung „Augsburger Allgemeinen“ (Samstagsausgabe). Es sei zwar „erst einmal gut“, dass die Anfang des Monats in Kraft getretene Mineralölsteuersenkung wirke und bei den Verbrauchern ankomme. Doch angesichts unsicherer außenpolitischer Entwicklungen seien zielgenaue Entlastungen vonnöten.
„Wir wissen nicht, was Donald Trump und Benjamin Netanjahu im Nahen Osten anrichten und welche Folgen das für den Ölpreis und die heimischen Lieferketten hat“, sagte Miersch mit Blick auf den Iran-Krieg. Darum müsse sich die Bundesregierung auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Fokus auf Steuerreform

An die Stelle des Tankrabatts könnten Miersch zufolge strukturelle Entlastungen treten, etwa durch eine Steuerreform. Diese solle insbesondere „den unteren und mittleren Einkommen mehr Luft verschaffen als kurzfristige Prämien“, betonte der SPD-Fraktionschef. Gleichzeitig könnten Haushalte mit kleineren und mittleren Einkommen „ab Dienstag die E-Auto-Förderung“ beantragen.
Bei der Debatte um die Steuerreform bekräftigte Miersch die SPD-Forderung nach einer höheren Besteuerung von Spitzenverdienern: Diejenigen, „die sehr viel haben, müssen auch zur Entlastung der Mitte beitragen“. Diese Haltung werde „von einer Mehrheit der CDU-Wähler geteilt“, erklärte der SPD-Fraktionschef. „Ich bin guten Mutes, dass uns ein Kompromiss gelingt.“

Tankrabatt bringt 16,7 Cent Entlastung pro Liter

Der Anfang Mai eingeführte staatliche Tankrabatt beträgt knapp 17 Cent je Liter. Die Energiesteuer auf Diesel und Benzin wurde dabei um 14 Cent gesenkt. Einschließlich des darauf anfallenden Umsatzsteueranteils ergibt sich eine Steuersenkung von 16,7 Cent. (afp/red)
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gesellschaft

TICKER | BILD: Toter Buckelwal vor Anholt wahrscheinlich Timmy

Am Donnerstag, 14. Mai, wurde ein toter Wal vor der dänischen Küste gefunden. Seitdem wird spekuliert, ob es sich um den zuvor geretteten Wal Timmy-Hope handeln könnte.
Alle Entwicklungen hier im Epoch-Times-Ticker.

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Die Entwicklungen am 16. Mai:
HEUTE9:44 Uhr

Der vor der Insel Anholt angespülte Walkadaver soll sehr wahrscheinlich Buckelwal Timmy sein, berichtet die BILD. Laut dem dänischen Walmonitoring-Programm NOVANA wurde im vergangenen Jahr kein weiterer Buckelwal im Kattegat nachgewiesen. Timmy war demnach der einzige bekannte Großwal, der Anfang 2026 in das Gebiet zwischen Nord- und Ostsee gelangte. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Ein Toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.

Foto: Jonas Walzberg/dpa

 
HEUTE6:44 Uhr

Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich in einer aufwendigen Aktion Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde? Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Wal-Kadaver – doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen. Journalisten nahmen die Fluke am Abend mit einer Drohne aus der Luft aus verschiedenen Blickwinkeln auf.

Wal vermutlich seit einiger Zeit tot

Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.
Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar.

Was ist mit dem GPS-Sender?

Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Das Schweriner Umweltministerium bekam nach eigenen Angaben keine Daten von der Initiative geliefert. Nach dänischen Angaben wurde bei dem vor Anholt entdeckten Kadaver kein Sender gefunden.
 
Die Entwicklungen am 15. Mai:
GESTERN15:44 Uhr

Dänische Behörden: Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass der tote Wal Timmy ist

Es gibt offenbar keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der tote Wal bei Anholt Timmy-Hope ist.
Die dänische Umweltschutzbehörde teilte am Freitagnachmittag dem dänischen Medienhaus Ritzau mit, dass keine eindeutigen Merkmale festgestellt wurden, die bestätigen könnten, dass es sich um Timmy handelt. Diese Möglichkeit könne man aber auch nicht ausschließen.
 
GESTERN13:38 Uhr

Probe vom Wal entnommen

Dem Wal wurden inzwischen Proben entnommen, wie das dänische Medium TV2 Østjylland berichtet.

Vor der Insel Anholt wurde ein Stück des Wals abgetrennt und für Forschungszwecke sichergestellt – unter anderem, um zu klären, ob es sich um den Wal Timmy handelt.

 
GESTERN11:55 Uhr

Walter Gunz: Ebenfalls keine Klarheit – Einsatz dennoch richtig gewesen

Walter Gunz, einer der beiden Finanziers der Rettungsaktion, konnte ebenfalls nicht sagen, ob es sich um Timmy-Hope handelt.

Wenn es so sei, dann habe höhere Gewalt zum Tod geführt, betonte er im Gespräch mit Epoch-Times-Reporter Erik Rusch. Auch wenn sich herausstelle, dass es sich um den Wal handle, sei es richtig gewesen, sich für dessen Rettung eingesetzt zu haben.

Timmy-Hope wurde nach Angaben Beteiligter am Samstagmorgen, dem 2. Mai, rund 60 Kilometer nördlich vom dänischen Skagen aus dem speziellen Lastenkahn herausgezogen und damit in die Nordsee freigelassen.
Der Wal war mit einem Peilsender versehen, der ab dem 7. Mai keine Signale mehr sendete. Vorher funktionierte der Sender nur eingeschränkt, weshalb keine Ortung möglich gewesen sein soll.
 
GESTERN11:39 Uhr

Backhaus: „Keine Beteiligung an Spekulationen“

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um Timmy-Hope handelt – den Meeressäuger, der in einer spektakulären Hilfsaktion aus der Ostsee geholt worden war.
„Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren“, erklärte Backhaus am Freitag, 15. Mai, in Schwerin. Er sei in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde.
„Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden – bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen“, fügte der Minister hinzu.
 
GESTERN10:40 Uhr

Dänische Behörde: Auf dem Weg zur Untersuchung

Morten Abildstrøm, Leiter der dänischen Naturschutzbehörde, sagte am Freitagmorgen gegenüber TV2 Østjylland, dass er sich auf dem Weg zu dem toten Buckelwal befinde, um Untersuchungen durchzuführen.
Es soll eine Gewebeprobe entnommen werden. Er erklärte, dass es sich nach Aussagen dänischer und deutscher Forscher höchstwahrscheinlich um Timmy-Hope handle.
 
GESTERN7:10 Uhr

Toter Wal vor dänischer Insel Anholt entdeckt

Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen.
Unklar war zunächst, ob es sich um den Wal Timmy alias Hope handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland.
Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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wirtschaft

Bosch verteidigt Stellenabbau mit Robert Boschs Werten

Bosch-Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer hat mit Blick auf die Krise in der Industrie und den Stellenabbau beim Autozulieferer und Technologiekonzern die Werte des Unternehmers Robert Bosch hervorgehoben. „Im Hinblick auf unser Wertegerüst ist wichtig, dass für Robert Bosch immer das langfristige Überleben des Unternehmens im Mittelpunkt stand“, sagte Asenkerschbaumer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Für dieses Ziel habe er keine Opfer gescheut. „Denn das Überleben des Unternehmens sichert alles andere.“
Bosch, der 1886 in Stuttgart mit der „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ den Grundstein für die heutige Robert Bosch GmbH legte, sei immer sozial orientiert gewesen. „Aber eben immer mit dem Fokus darauf, dass sich das Unternehmen weiterentwickeln muss“, sagte Asenkerschbaumer. Die Maßgabe sei gewesen, fair und offen, aber auch konsequent mit Krisen umzugehen. „Insofern ist die aktuelle Krise eine Herausforderung, aber wir haben dabei nicht unser Wertegerüst verloren.“
Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. Milliardenkosten für den Stellenabbau, US-Zölle und eine hohe Steuerbelastung drückten den Technologiekonzern Bosch im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen.

Bosch will kräftig sparen

Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, spart das Management kräftig an Personal und Strukturen. Allein im Zulieferbereich will der Konzern aus Gerlingen bei Stuttgart in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Der Konzern setzt dabei insbesondere auf freiwillige Programme wie Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen, um den Abbau möglichst sozialverträglich umzusetzen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen, etwa bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge.
Die Stellenabbau-Pläne hatten Bosch bei Arbeitnehmervertretern teils heftige Kritik beschert. Robert Bosch würde im Grab rotieren, warf IG-Metall-Chefin Christiane Benner dem Management des Unternehmens im September vergangenen Jahres in einer Mitteilung vor. „Sie treten die Werte mit Füßen, die Bosch erfolgreich gemacht haben: Zuverlässigkeit, Verantwortung und ein faires Miteinander“, so Benner. (dpa/red)
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deutschland

Pflegereform verzögert sich bis Ende Mai – Kritik von Pflegebetreiber-Verband

Die geplante Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verzögert sich laut einem Medienbericht um mindestens eine Woche. Die ursprünglich für Mitte Mai angekündigte Vorlage des Gesetzesentwurfs zur Neuordnung der Pflegeversicherung soll nun am 27. Mai vom Kabinett beschlossen werden, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine aktuelle Kabinettszeitplanung. Die Verzögerung wurde daraufhin von Seiten des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) kritisiert.
Die Verschiebung zeige deutlich, dass der Entwurf der Pflegereform offenbar noch mehr Abstimmungs- und Beratungszeit benötige als ursprünglich angenommen, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Funke-Zeitungen. „Gleichzeitig wird das Zeitfenster, die Reform noch vor der Sommerpause zu verabschieden, immer kleiner. Die Pflegebranche wartet dringend auf verbindliche Entscheidungen, um für die Zukunft planen und die Versorgung sichern zu können“, sagte Knieling weiter.

Heime unter wirtschaftlichem Druck

Insbesondere für die Betreiber vieler Pflegeheime ist die Lage Knieling zufolge bereits jetzt sehr angespannt: „Für viele Einrichtungen wird es zunehmend schwieriger, die Versorgung sowohl personell als auch wirtschaftlich sicherzustellen, während die Kosten für Pflegebedürftige und Sozialhilfeträger stetig steigen.“
Laut dem VDAB-Chef sind die zentralen Fragen seid Langem bekannt: Wie kann eine generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung gewährleistet werden und trotz Fachkräftemangel eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden? „Es braucht endlich konkrete Schritte, um die Pflegeversicherung nachhaltig aufzustellen“, forderte Knieling. Eine echte Pflegereform müsse darum „starre Versorgungsstrukturen aufbrechen, regulatorische Hürden abbauen und den Einrichtungen mehr Flexibilität ermöglichen“. Spätestens mit dem Kabinettsbeschluss Ende Mai müsse die Bundesregierung auf diese Fragen Antworten liefern.

Milliardenloch in der Pflegeversicherung

Gesundheitsministerin Warken wollte ursprünglich bis Mitte Mai einen Gesetzentwurf für eine Pflegereform vorlegen. Die Ministerin verwies kürzlich auf ein erwartetes Defizit der Pflegeversicherung von insgesamt 22,5 Milliarden Euro für 2027 und 2028. Es würde damit höher ausfallen als zunächst gedacht. (afp/red)