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Tagebuchschreiben: 4 Methoden, die Ihr Gehirn positiv verändern können


In Kürze:

  • Tagebuchschreiben kann uns helfen, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und unseren Kopf frei zu bekommen.
  • Vier Techniken sind hilfreich, um den größtmöglichen Nutzen aus dem Tagebuchschreiben zu ziehen.
  • Dazu zählen Emotionen benennen, Details aufs Papier auslagern, über uns in der dritten Person schreiben und schwierige Situationen in eine Geschichte verwandeln.
  • Wer mit dem Schreiben eines Tagebuchs anfangen möchte, kann neben den vier Techniken auch auf einige Tricks zurückgreifen.

 
Nehmen Sie sich heute Abend 10 Minuten Zeit und schreiben Sie darüber, was Sie gerade belastet. Diese ganz gewöhnlich klingende Sache kann eine außergewöhnliche Wirkung haben.
Laut einer Studie, die mehrere Untersuchungen zusammenfasst, suchten Menschen, die drei Tage lang ausführlich über ihre traumatischen Erlebnisse geschrieben hatten, in den folgenden Monaten seltener einen Arzt auf als Personen, die über belanglose Themen geschrieben hatten. Niemand änderte seine Ernährung. Niemand begann, Sport zu treiben. Das Einzige, was sich änderte, war das, was sie zu Papier brachten.
Wie können also ein Stift und ein leeres Blatt Papier einen solchen Unterschied bewirken? Hier sind vier Wege, wie das Tagebuchschreiben dem Geist zugutekommt.

1. Gefühle und Empfindungen benennen

Wenn ein unangenehmes Gefühl aufkommt, versuchen viele von uns, es zu verdrängen, es sich auszureden oder es durch Geschäftigkeit zu betäuben. Der bessere Ansatz ist jedoch, dieses Gefühl stattdessen beim Namen zu nennen.
Man könnte annehmen, dass das Benennen oder das Verharren bei einer negativen Emotion diese verstärkt. Forscher der University of California-Los Angeles stellten jedoch das Gegenteil fest.
Ihnen zufolge beruhigt es das Alarmsystem des Gehirns, die Amygdala, wenn wir unsere Emotionen benennen. Auch aktiviert es eine Region hinter der Stirn, die das logische Denken und die Rationalität reguliert.
Mit anderen Worten: Wenn wir eine Emotion in Worte fassen, ermöglicht es dem rationalen Verstand, die Emotion besser zu kontrollieren. Wissenschaftler bezeichnen dies als „Affekt-Labeling“: Man fühlt etwas, benennt es, und dieses Gefühl lässt nach.
Die Forschungsergebnisse stehen im Einklang mit einer langjährigen Tradition zahlreicher Philosophien und Religionen, die zur Selbstbeobachtung aufrufen. Wenn man etwas fühlt, sollte man innehalten, darüber nachdenken und es identifizieren. Das hilft, die Emotion zu verarbeiten.
Das ist der Kern des Tagebuchschreibens. In vielerlei Hinsicht ist das Tagebuchschreiben Affekt-Labeling auf einer ganzen Seite, statt komprimiert in einem einzigen Wort.

2. Unerledigtes aufschreiben

Das Gehirn tut sich schwer damit, Dinge unvollendet zu lassen. Die Nachricht, auf die man antworten muss. Die Rechnung, die man immer wieder vergisst. Das, was man hätte sagen sollen, aber es nicht tat. Diese unvollendeten Aufgaben beschäftigen uns im Hintergrund, laufen in einer Endlosschleife und konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit.
In einer Studie aus dem Jahr 2011 baten Forscher die Teilnehmer, an Aufgaben zu denken, die ihnen wichtig waren und in den nächsten Tagen erledigt werden mussten. Dieses Nachdenken lenkte die Teilnehmer stark ab. Das führte dazu, dass die Probanden bei einem Lesetest, der nichts mit ihren unerledigten Aufgaben zu tun hatte, schlechter abschnitten.
Das war jedoch nur die Hälfte des Experiments. Später ließen die Forscher die Teilnehmer einen klaren Plan aufschreiben, in dem sie festhielten, wann, wo und wie sie jede Aufgabe erledigen würden. Dabei zeigte sich, dass die ablenkenden, aufdringlichen Gedanken durch das Aufschreiben des Plans abnahmen oder verschwanden.
Der Effekt war am stärksten, wenn die Personen Pläne machten, die sie auch wirklich umsetzen wollten – ein vager Plan führte nicht zu derselben Erleichterung. Deshalb fühlt es sich so befreiend an, seine Sorgen zu Papier zu bringen. Das Problem ist zwar noch nicht gelöst, aber man muss es nicht im Kopf behalten. Psychologen nennen dies „kognitives Auslagern“.
Dabei hilft es, die Notiz so präzise wie möglich aufzuschreiben. Denn eine allgemeine Erinnerung wie „das Problem mit der Rechnung nachverfolgen“ kann immer wieder durch den Kopf kreisen. Hingegen gibt der Eintrag „Dienstag um 10 Uhr die Bank wegen der Zahlung anrufen“ der Aufgabe einen klaren Zeitpunkt, Ort und nächsten Schritt.

3. Über sich in der dritten Person schreiben

Wenn man über seine Emotionen oder Schwierigkeiten schreibt, hilft es, sich mit dem Namen anzusprechen, anstatt in der ersten Person über sich selbst zu schreiben.
Das ist so, als würde man über einen Freund sprechen. Anstatt „Ich war wegen des Treffens nervös“, schreibt man „[Der eigene Name] war wegen des Treffens nervös“.
Es ist nur eine kleine Änderung in der Wortwahl, aber Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Wechsel vom „Ich“ zu dem eigenen Namen die Perspektive verändern kann.
Der Psychologe Ethan Kross testete dies in sieben Experimenten. In einem davon mussten die Teilnehmer eine Rede halten, ohne sich vorher darauf vorbereiten zu können – für die meisten Menschen ein Albtraum. Dieser Versuchsaufbau ist ein klassischer und sicherer Weg, Stress auszulösen. Interessanterweise waren diejenigen, die sich selbst mit ihrem Namen ansprachen, gelassener, zeigten eine bessere Leistung und verbrachten anschließend weniger Zeit damit, sich selbst Vorwürfe zu machen.
Eine weitere Studie ergab, dass in dem Moment, in dem die Probanden von „ich“ zu ihrem eigenen Namen wechselten, das Stresssignal im Gehirn innerhalb von etwa einer Sekunde abfiel. Es kostete sie keinerlei zusätzliche geistige Anstrengung, sondern lediglich ein wenig Selbstdistanzierung.

4. Eine Geschichte erzählen

Wenn wir an unser Leben denken, steigt uns nicht eine Liste von Fakten in den Kopf. Vielmehr erinnern wir uns an unser Leben, als sei es eine Geschichte. Und wie wir uns diese Geschichte erzählen, spielt eine Rolle.
Das ermittelte der Psychologe Dan McAdams von der US-amerikanischen Northwestern University in einer Untersuchung aus dem Jahr 2013. Demnach sind Personen, die Geschichten über Lebensereignisse erzählen, die sich von negativ zu positiv entwickeln – wie zum Beispiel ein Misserfolg, aus dem sie etwas gelernt haben, oder ein Tiefpunkt, der zu etwas geführt hat –, tendenziell glücklicher und gesünder.
Personen, die ihre Geschichten umgekehrt erzählen, bei denen gute Dinge in schlechte übergehen, geht es tendenziell schlechter.
Das bedeutet nicht, dass man beim Tagebuchschreiben ein schmerzhaftes Ereignis künstlich in ein glückliches verwandeln oder so tun sollte, als sei alles in Ordnung. Vielmehr geht es darum, sich zu erlauben, über das reine emotionale Ventilieren hinauszugehen und zu fragen, was das Ereignis bedeutet.
Indem man eine schwierige Erfahrung in eine Geschichte verwandelt, kann man Ursachen und Folgen miteinander verknüpfen und der Erfahrung einen Sinn geben.

Was Sie heute Abend schreiben könnten

Wir haben gerade vier Techniken besprochen – Benennen, Auslagern, Distanzieren und narrative Struktur. Man kann sie alle in einem kurzen Eintrag vor dem Schlafengehen nutzen.
Und je nachdem, was man braucht, könnte man heute Abend wie folgt vorgehen.

1. Zum Einstieg: Sich eine positive Zukunft vorstellen

Es gibt ein Stichwort namens „das bestmögliche Ich“. Dabei schreibt man darüber, wie das eigene Leben so gut wie realistisch möglich verlaufen kann. Demnach kann man über die Arbeit, seine Beziehungen und seine Gesundheit schreiben. 
Es geht aber nicht um magisches Denken, sondern darum, sich eine sinnvolle und erreichbare Zukunft vorzustellen. Das steigert zuverlässig den Optimismus und das Wohlbefinden.

2. Bei emotionaler Belastung: Exzessives Schreiben nutzen

Wenn einen etwas belastet, kann Pennebakers Methode helfen. Dabei schreibt man an vier aufeinanderfolgenden Tagen 15 bis 20 Minuten lang, ohne innezuhalten, um Rechtschreibfehler zu korrigieren oder den Text schöner klingen zu lassen. Man geht einfach direkt auf das ein, was einen beschäftigt. 
Am ersten Tag fühlt man sich vielleicht zunächst schlechter. Das ist jedoch normal. In den darauffolgenden Tagen steigen der Durchblick und die Erkenntnisse. 
Am letzten Tag sollte man versuchen, alles zusammenzufassen. Denn Personen, die zu dem Schluss kommen: „Das ist der Grund, warum es passiert ist, und das hat sich dadurch verändert“, sind diejenigen, denen es besser geht.

3. Um gut einzuschlafen: Eine Aufgabenliste aufschreiben

Wenn man nach einem anstrengenden Tag einfach nur einschlafen möchte, sollte man die Gefühle beiseite schieben und eine Aufgabenliste für den darauffolgenden Tag aufschreiben. Dabei sollte man sich fünf Minuten Zeit nehmen und so konkret sein wie möglich. Das Papier bewahrt die Details über Nacht für einen auf.

Muster: Wie ein Eintrag aussehen könnte

Hier ist eine Vorlage, an der Sie sich orientieren können. Nehmen Sie sich 5 bis 10 Minuten Zeit, um eine Seite zu füllen:
  • Ein paar Zeilen über ein Ereignis Ihres Tages, eher wie eine Szene als wie eine Zusammenfassung geschrieben.
  • Ein Gefühl, das Sie erlebt haben, und Ihre Vermutung, warum es da ist.
  • Fünf Dinge, die Sie morgen erledigen müssen, jedes davon so konkret, dass Sie sich den Ablauf klar vorstellen können.
  • Eine Sache, und sei sie noch so klein, die gut gelaufen ist – als Übung in Dankbarkeit.
 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Journaling Can Change Your Brain—Here Are 4 Ways to Do It“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Meditation: Positive Wirkung auf Gehirn, Herz und Schmerz – so funktioniert sie


In Kürze:

  • Meditation hilft nicht nur bei Stress, sondern hat auch positive Wirkungen auf den ganzen Körper.
  • Das Gehirn profitiert davon, wobei sich unter anderem Konzentration, Gedächtnis und emotionale Regulation verbessern.
  • Ähnlich wie Beten erfüllt Meditation einen Menschen mit einem Gefühl der Ehrfurcht und Demut, was eine positive Einstellung zum Leben fördert.
  • Es gibt einige Tipps, die Anfängern helfen können, sich die heilende Wirkung der Meditation leichter zunutze zu machen.

 
Ob Sokrates oder Laotse: Seit Jahrtausenden praktizieren Menschen Meditation, um geistige Klarheit zu erlangen. 
Die Forschung bestätigt diese Praxis. Täglich ein paar Minuten in Meditation zu sitzen, hilft beim Stressabbau. Doch es gibt noch mehr Vorteile, die auch die moderne Forschung Schritt für Schritt entschlüsselt.

Meditation – ein Balsam fürs Gehirn

Meditation aktiviert die Kommandozentrale des Gehirns: den Frontallappen, insbesondere den präfrontalen Kortex. Ist dieser Bereich aktiver, verbessern sich unsere Aufmerksamkeit, emotionale Regulierung und Selbstwahrnehmung.
Darüber hinaus führt regelmäßige Meditation zu strukturellen Veränderungen im Gehirn und steht in Zusammenhang mit einem verlangsamten Verfall von Nervenzellen. So war die Hirnrinde bei Personen im Alter von 40 bis 50 Jahren, die regelmäßig meditierten, laut einer Studie aus dem Jahr 2005 ähnlich dick wie die von Nicht-Meditierenden, die 20 Jahre jünger waren. Diese zusätzliche Dicke könnte laut den Forschern als eine Form der kognitiven Reserve dienen.
In einer anderen kleinen Studie mit Personen, die zuvor noch nie meditiert hatten, zeigte sich bereits nach acht Wochen Meditation eine Zunahme der grauen Substanz im Gehirn. Ihr Volumen nimmt normalerweise mit zunehmendem Alter ab. Die graue Substanz nahm insbesondere in Gehirnregionen zu, die fürs Lernen und Gedächtnis sowie für die Selbstwahrnehmung und Empathie zuständig sind.
Ferner wirkt Meditation auf die Neuroplastizität des Gehirns, also seine Fähigkeit, zu wachsen und sich zu verändern, sagte Dr. Andrew Newberg gegenüber Epoch Times. Je mehr man sich der Meditation widme, desto „größer sei die Wirkung“, so Newberg, ein Pionier der spirituellen Neurowissenschaften und Forschungsdirektor am Marcus Institute of Integrative Health am Thomas Jefferson University Hospital in Philadelphia.
Zudem schütte das Gehirn während einer Meditation „Glückshormone“ aus, fügte der Neurologe hinzu. So setzt ein Teil des Belohnungs- und Motivationszentrums im Gehirn bei der tiefen Meditation 65 Prozent mehr Dopamin frei. Bei langjährigen Meditierenden kann der Serotoninspiegel im Blut laut Untersuchungen um etwa 26 Prozent höher sein.

Mit Antidepressiva vergleichbar

Meditation kann außerdem ähnlich wie Medikamente wirken. Das zeigte beispielsweise eine Studie aus dem Jahr 2022 zum Thema Angstzustände. Dabei verglichen die Forscher eine auf Achtsamkeit basierende Behandlung zur Stressreduktion mit dem Medikament Escitalopram, einem Mittel gegen Angstzustände und Depressionen. Demnach war Achtsamkeit bei der Behandlung von Angstzuständen „Escitalopram nicht unterlegen“, hieß es in der Untersuchung.
Das zeige, dass meditative Praktiken eine „Alternative mit weniger Nebenwirkungen“ bei Angststörungen darstellen, sagte Dr. Elizabeth A. Hoge zu Epoch Times. Hoge ist Fachärztin für Psychiatrie und Leiterin des Forschungsprogramms für Angststörungen am Georgetown University Medical Center.

Beruhigt das Herz und lindert Schmerzen

Meditation beruhigt den Körper zusätzlich, indem sie die Herzfrequenz verlangsamt und Schmerzen lindert.
Da Meditation Stresshormone und Entzündungen senke sowie Ruhe und Erholung im Körper fördere, mindere sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sagte Dr. V. S. Prakash gegenüber Epoch Times. Prakash ist leitender interventioneller Kardiologe und Herz-Elektrophysiologe am Manipal Hospital in Bengaluru, Indien. 
Seinen Angaben zufolge hilft das Meditieren, den Körper von einem „Kampf-oder-Flucht“-Zustand in einen „Ruhe-und-Verdauung“-Zustand zu versetzen. Das senkt die Herzfrequenz und erhöht die Herzratenvariabilität.
Eine höhere Herzratenvariabilität verbessert Ihre Reaktion auf Stress, da sie die Fähigkeit unterstützt, von einer Stresssituation schneller wieder den Ruhemodus zu erreichen.
Die beruhigende Wirkung der Meditation auf Körper und Geist lindert zudem Schmerzen. Wie eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, ist Achtsamkeitsmeditation bei starken chronischen Rückenschmerzen mit der kognitiven Verhaltenstherapie vergleichbar.
Achtsamkeit bringe den Menschen bei, innezuhalten und körperliche Empfindungen wahrzunehmen, meinte Dr. Aleksandra Zgierska zu Epoch Times. Achtsamkeit helfe den Menschen zu erkennen, dass Schmerzen oft schwanken und bewältigt werden können – eine Einsicht, die das Leiden verringern könne, so die Hauptautorin der Studie und stellvertretende Vorsitzende für Forschung am Fachbereich Familien- und Gemeindemedizin am Penn State College of Medicine.
„Menschen verfallen oft in eine sogenannte ‚Schmerzkatastrophisierung‘. Sie erwarten, dass sich der Schmerz verschlimmert und vermeiden deshalb bestimmte Aktivitäten“, sagte sie. „Dies kann einen Teufelskreis auslösen. Achtsamkeit hilft, diesen Kreislauf zu durchbrechen.“

Das Gebet ist eine Form der Meditation

Personen, die beten, weisen ähnliche neurophysiologische Mechanismen auf wie Personen, die meditieren. Das zeigten bildgebende Hirnuntersuchungen des Neurologen Newberg.
Sowohl Meditation als auch Gebet steigern die Aufmerksamkeit und Konzentration im Gehirn, während sie gleichzeitig die Aktivität im Parietallappen verringern. Der Parietallappen ist daran beteiligt, uns ein räumliches Selbstbewusstsein zu vermitteln. Ist er weniger aktiv, führt es dazu, dass Menschen, die regelmäßig meditieren oder beten, „ihr Selbstgefühl verlieren oder eine tiefe Verbundenheit mit dem Universum oder Gott empfinden“, so Newberg.
Er fügte hinzu: „Meditieren oder Beten erfüllt einen Menschen zudem mit einem Gefühl der Ehrfurcht und Demut, das mit jeder solchen Erfahrung stärker wird.“
Sich im tiefen Einklang mit dem Universum zu fühlen, führe zu einem tiefen Gefühl innerer Geborgenheit, sagte Margaret Trey, eine Forscherin mit einem Doktortitel in Psychotherapie. Es sei „wohltuend und heilend“, sagte sie zu Epoch Times.
Dies steigere letztendlich den Optimismus sowie das Gefühl für Sinn und Zweck.

In die Stille: Tipps für Anfänger

Wie können wir die heilende Wirkung der Meditation nutzen? Erst einmal beinhaltet Meditation traditionell
  • kontrolliertes Atmen,
  • das schrittweise Ausblenden abschweifender Gedanken,
  • das Erreichen eines ruhigen, klaren Geisteszustands.
„Meditation ist keine Darbietung – sie ist Übung“, sagte dazu die Psychotherapeutin Trey. Für Meditationsanfänger empfiehlt sie, täglich fünf Minuten lang still zu sitzen und die Dauer schrittweise zu verlängern. 
Man sollte sich nicht zwingen, seinen Geist von Anfang an zu leeren. Stattdessen damit beginnen, seine Gedanken wahrzunehmen. Wenn ein negativer oder ängstlicher Gedanke auftauche, könne man ihn beobachten und vorbeiziehen lassen, anstatt sich in ihm zu verstricken. 
Wenn der Geist abschweift, könne man ihn einfach zurückbringen – man sitze genau hier, so Trey, die seit mehr als 20 Jahren Forschung zu den Vorteilen der Meditationspraxis Falun Gong betreibt und drei Bücher verfasst hat. Ihr zufolge hat Falun Gong ihr geholfen, das ständige „innere Geschwätz“ ihres Geistes zu beruhigen.
Ihrer Meinung nach werden wir in unserem Alltag von Emotionen getrieben. Emotionen würden oft wie ein Feuer ausbrennen und einen erschöpften Körper und Geist zurücklassen. Im Gegensatz dazu „kann geistige Stille zutiefst erholsam sein“, sagte sie.
„Der ruhende Geist ist ein Geist, der endlich frei ist, das zu empfangen, was das Denken allein niemals erreichen könnte.“
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Meditation Changes Your Brain—Here’s How“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Merz: „Es liegen sehr gute Jahre vor uns“


In Kürze:

  • Kanzler Merz zu Gast bei der Unternehmerkonferenz Ostdeutsches Wirtschaftsforum
  • Der Regierungschef erhofft sich Bereitschaft aller Bürger zur konstruktiven Begleitung der anstehenden Reformen
  • Reform-Gipfel mit Interessenvertretern im Kanzleramt für den 10. Juni geplant
  • Kabinett soll kurz nach Beginn der Sommerpause zusammenkommen, um über Streichung von Gesetzen zu beraten

 
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) warb angesichts der wirtschaftlichen Probleme und schwierigen Reformvorhaben um mehr Zuversicht in Deutschland.
„Wir müssen die Potenziale nutzen, die wir in unserem Land haben“, forderte Merz am Dienstag, 2. Juni, auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow.
Während seiner knapp halbstündigen Rede betonte der Kanzler wiederholt, dass die Bundesregierung „keine leichten Aufgaben“ zu lösen habe:
„Wir sind bedrängt von ganz links und von ganz rechts. Darunter sind viele, die ganz grundsätzlich in Frage stellen, ob unser Staat denn überhaupt noch handlungsfähig sei.“

Alle gesellschaftlichen Kräfte gefragt

Es treffe zu, dass sowohl der Staat als auch die Parteien in den vergangenen Jahren „nicht mehr gut genug“ gewesen seien, räumte Merz in seiner „Keynote“ ein. Es existiere auch eine „berechtigte Enttäuschung über verschleppte Entscheidungen auf vielen Ebenen“, sagte Merz, ohne ins Detail zu gehen.
Nun gelte es eben, „besser zu werden“, Vertrauen zurückzugewinnen und zu „zeigen, dass es geht“.
„Ich will dafür keinen Vertrauensvorschuss, aber ich will sehr wohl die Bereitschaft aller Bürgerinnen und Bürger in Anspruch nehmen, daran konstruktiv mitzuarbeiten“, sandte Merz einen Appell aus. „Das betrifft die Belegschaften, das betrifft die Unternehmen, das betrifft die Verbände, das betrifft die Gewerkschaften, das betrifft große gesellschaftliche Institutionen.“
Der Kanzler fuhr fort:
„Wir wollen jetzt und müssen gemeinsam zeigen, dass wir in der Lage sind, die Probleme unseres Landes zu lösen.“

Eine gute Woche bis zum Reform-Gipfel im Kanzleramt

Wie vor wenigen Tagen bekannt geworden war, soll es am 10. Juni einen Reform-Gipfel im Kanzleramt geben, an dem neben Regierungsvertretern auch Arbeitgeber und Gewerkschaften teilnehmen werden. Nach Informationen von ntv tauschten sich kurz vor dem vergangenen Wochenende bereits Interessenvertreter aus, ohne ihre Zwischenergebnisse zu offenbaren.
Am 30. Juni plant dann zudem der Koalitionsausschuss erneut zusammenzutreffen, um die Reformthemen Arbeitsmarkt, Bürokratieabbau, Einkommensteuer und Rente möglichst abschließend zu beraten. Bis zum Beginn der parlamentarischen Sommerpause am 10. Juli wolle sich die schwarz-rote Koalition auf ein großes Reformpaket verständigen.

Merz will „hausgemachte“ Probleme durch „Fortschrittssprünge“ lösen

Zu Beginn seiner Ausführungen in Bad Saarow hatte Merz die hohe Innovationskraft Deutschlands mit seinen Start-up-Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen hervorgehoben.
Gerade der Osten des Landes besitze mit den Technologie- und Forschungsstandorten viele „Innovationstreiber“ und darüber hinaus „reichhaltige Erfahrungen“ mit Transformationsprozessen, erklärte Merz vor einem Publikum, das überwiegend aus regionalen Unternehmern bestand (Video ab ca. 2 Min. auf YouTube).
Der Halbleiterstandort Sachsen sei etwa „eines der bedeutendsten Mikroelektronikcluster ganz Europas“, so der Kanzler. Jeder dritte in Europa gefertigte Chip stamme mittlerweile aus Sachsen. Die erfreuliche Entwicklung werde verstärkt durch die Ansiedlung der neuen Chipfabrik von TSMC und die Eröffnung eines neuen Werkes von Infineon, sagte Merz. Die beiden Investitionsvorhaben entstehen in Dresden.
Konkret gehe es aber nicht nur in Ostdeutschland darum, die „hausgemachten Wachstumshindernisse“ abzubauen, indem man den mittlerweile zu teuer gewordenen Standort Deutschland wieder bezahlbar und damit wettbewerbsfähiger mache.
Merz sprach zudem davon, auf Leistungsgerechtigkeit, unternehmerischen Mut und ein „gutes Miteinander in der Gesellschaft“ setzen zu wollen. Dazu bedürfe es jedoch verschiedener weiterer „Fortschrittssprünge“ im Bereich der Unternehmensbesteuerung, der Energiekosten, der Bürokratie, der Lohnzusatzkosten, der Digitalisierung und der Infrastruktur.

Woran die Regierung gerade arbeitet

Eine neue Kraftwerkstrategie sei im Bundeskabinett beschlossen worden, erklärte Merz. Es handele sich um einen „Plan für grundlastfähige Stromerzeugung“ mittels Reserve-Gaskraftwerken, der allerdings keineswegs den „Ausstieg aus den Regenerativen“ oder einen „Wiedereinstieg in die Fossilen“ bedeuten würde.
Ferner arbeite die Bundesregierung gerade an einer „Work-and-Stay-Agentur“, die das Gesamtverfahren zur Fachkräfteeinwanderung innerhalb einer zentralen Onlineplattform ermöglichen solle. „Wir trennen die beiden Verfahren – Asyl und Fachkräfteeinwanderung“, versprach Merz.
Auch an der „lange überfälligen“ Reform der sozialen Sicherungssysteme werde derzeit im Hintergrund weiter gearbeitet.
Für den 15. Juli kündigte der Kanzler eine Kabinettssitzung an, bei der es möglichst ausschließlich um die Abschaffung von Gesetzen gehen solle. Auch die Bürger könnten jederzeit unter „Einfach-Machen.gov.de“  entsprechende Vorschläge zum Bürokratieabbau einreichen, die dann von KI ausgewertet werden, kündigte Merz an.

Auf der Suche nach neuen Handelspartnern

Angesichts der sicherheitspolitischen Lage benötige Deutschland zudem „neue Handelspartnerschaften, zum Beispiel für sichere Lieferketten, für neue Absatzmärkte und für Fachkräfte“, gab Merz zu bedenken.
Das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und mehreren Staaten Südamerikas sei in Kraft getreten, betonte der Kanzler. Ein bereits getroffenes Handelsabkommen mit Indien befinde sich noch im Ratifizierungsprozess, ein weiteres Abkommen mit Mexiko sei „auf dem Weg“. Bei der Suche nach weiteren Handelspartnern sei für ihn die Frage entscheidend, wer die „Überzeugung von regelbasierter globaler Ordnung“ teile, mahnte Merz.
Davon abgesehen dränge er darauf, so Merz, dass sich die EU auf ihre Kernaufgaben zurückbesinnen solle, nämlich auf die gemeinsame Verteidigungsbereitschaft und die Handelspolitik. „Überreglementierung“ gehöre nicht zu den EU-Kernaufgaben.

Merz wünscht sich positivere Stimmung

Gegen Ende seiner Rede betonte Merz, dass er „überhaupt keinen Grund“ für „grundlegende Zweifel an der Problemlösungsfähigkeit unserer Gesellschaft“ sehe.
„Es liegen nicht die besten Jahre unseres Landes hinter uns, sondern es liegen sehr gute Jahre vor uns.“
Dafür müsse man allerdings gemeinsam und nicht gegeneinander arbeiten und die „sehr deutschen Reflexe des Schlechtredens“ sowie „parteipolitische Spielchen“ hinter sich lassen. Einen „Big Bang“, also einen „großen Befreiungsschlag“, werde es aber nicht geben.
Während der anschließenden Podiumsrunde zum Thema „Technologie, Energie und Industrie im Standortwettbewerb“, sagte Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing, der persönliche Beauftragte von Merz für Investitionen, er sei viel unterwegs und viele Investoren im Ausland blickten positiver auf Deutschland als die Deutschen selbst.
Die Debatte um einen möglichen Kanzlersturz, die sich in den vergangenen Tagen vor dem Hintergrund der schwachen Umfragewerte des Regierungschefs vorwiegend in den Medien abgespielt hatte, erwähnte Merz selbst mit keinem Wort.
Angesprochen auf sein aktuelles Verhältnis zum Koalitionspartner, stellte Merz klar: „Ich suche keinen anderen. Und ich habe auch keinen anderen.“ Es gebe einen ganz einfachen Grund, sich nicht der AfD zuzuwenden: „Diese Partei will in die Zeit vor Adenauer zurück“, so Merz.
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gilt nach Darstellung der Bundesregierung als „eine der wichtigsten Plattformen für alle Themen rund um den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland“.