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Flutkatastrophe in Guangxi: Dammbrüche, behördliche Mängel und die Not der Bevölkerung

Anhaltende starke Regenfälle haben in der südchinesischen Region Guangxi verheerende Überschwemmungen ausgelöst. Die Wassermassen führten an mehreren Stauseen zu kritischen Sicherheitsmängeln und Dammbrüchen, die flussabwärts gelegene Gemeinden schwer beschädigten und die Bevölkerung in eine existenzielle Krise stürzten.

Dammversagen und Sturzfluten in Hengzhou

Besonders kritisch ist die Lage in der Stadt Hengzhou. Am Damm des Liulan-Stausees – der größten mittelgroßen Anlage der Stadt aus dem Jahr 1960 – entstanden zwei gewaltige Brüche mit einer Gesamtlänge von etwa 50 Metern. Zuvor waren die Hochwasserentlastungsschleusen des Reservoirs vollständig geöffnet worden.
Die daraus resultierenden Sturzbäche überfluteten das direkt angrenzende Dorf Dutian innerhalb von weniger als einer halben Stunde. Viele Häuser wurden mitgerissen, die Strom- und Wasserversorgung brach zusammen, und ältere Dorfbewohner wurden in ihren Häusern eingeschlossen. Auch an drei weiteren Stauseen der Stadt (Yunbiao, Sancha und Chayuan) traten ernsthafte Sicherheitsprobleme auf.

Anhaltende Starkregenfälle haben in Guangxi schwere Überschwemmungen ausgelöst. Viele Betroffene waren auf Selbsthilfe angewiesen.

Foto: Zusammengestellt aus Video-Screenshots

Die fatale Zangenbewegung in Fangchenggang

Südlich von Hengzhou, in der Küstenstadt Fangchenggang, kollidierten die heftigen Regenfälle mit den natürlichen Gezeiten. Betroffene Einwohner berichten, dass mehrere flussaufwärts gelegene Stauseen gleichzeitig Wasser abließen, während zeitgleich die Flut das Meerwasser ins Landesinnere drückte.
Da das Flusswasser dadurch nicht ins Meer abfließen konnte, entstand eine Zangenbewegung aus zwei Richtungen. Im Stadtzentrum stieg der Pegel in kürzester Zeit bis nahe an das zweite Stockwerk an. Keller, Geschäfte und Tiefgaragen wurden geflutet, Fahrzeuge weggeschwemmt und die lokale Landwirtschaft, Viehzucht sowie Aquakulturen nahezu vollständig vernichtet.

Betroffene Bürger ohne staatliche Unterstützung

Die Opfer der Katastrophe sind weitgehend auf Eigeninitiative und Selbsthilfe angewiesen. Berichten zufolge wurden von Regierungsseite weder Unterkünfte noch Hilgsküter zur Verfügung gestellt. Da die Sturzfluten extrem plötzlich kamen, blieb den Menschen kaum Zeit zur Evakuierung. Augenzeugen berichten von zahlreichen Ertrunkenen.
Zusätzlich geraten Infrastrukturprojekte in die Kritik: Die Anwohner verbinden die Häufung der Überschwemmungen mit einem künstlichen Kanalprojekt, das den Flusslauf umleitet und die Region anfälliger für Überflutungen macht.

Systemversagen und Informationskontrolle

Wasserwirtschaftsexperten weisen darauf hin, dass die Katastrophe neben dem Extremwetter vor allem hausgemachte, strukturelle Mängel offenbart. Guangxi gehört zu den chinesischen Regionen mit den weitreichendsten künstlichen Veränderungen von Flussläufen.
Große Teile ehemaliger natürlicher Überschwemmungsgebiete wurden in den vergangenen Jahrzehnten zu städtischen Zonen ausgebaut, was das Hochwasserrisiko massiv erhöht hat. Zudem gelten viele der über 1.700 Wasserspeicheranlagen der Region als veraltet.
Obwohl auf politischer Ebene Pläne zur Katastrophenminderung existieren, mangelt es an der praktischen Umsetzung vor Ort. Stattdessen reagieren die Behörden mit einer strikten Informationskontrolle: Berichte über Todesopfer und das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung werden in den sozialen Medien extrem schnell zensiert und systematisch unterdrückt.

 
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel: „ 广西防城港严重洪灾 灾民指多座水库泄洪“. (Deutsche Bearbeitung: vm)
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Le Pen nach Berufungsurteil: Kandidatur 2027 wieder möglich

 

In Kürze:

  • Das Berufungsgericht in Paris bestätigte den Schuldspruch gegen Marine Le Pen, reduzierte jedoch Haftstrafe und Dauer des Kandidaturverbots.
  • Das verkürzte Verbot könnte Le Pen eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2027 ermöglichen.
  • Der RN verfügt mit Parteichef Jordan Bardella weiterhin über einen aussichtsreichen Ersatzkandidaten.
  • Aktuelle Umfragen sehen den RN unabhängig von der Personalfrage in einer starken Ausgangsposition.

 
Die langjährige Vorsitzende des rechtsgerichteten Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, wird möglicherweise ein weiteres Mal bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich kandidieren können. Das Berufungsgericht in Paris hielt am Dienstag, 7. Juli, die Verurteilung durch das Erstgericht bezüglich des Missbrauchs von EU-Mitteln aufrecht. Allerdings reduzierte es die Dauer der Haftstrafe und des Entzugs des passiven Wahlrechts.
Das Gericht kürzte die Haftstrafe für Le Pen auf drei Jahre. Zwei davon bleiben zur Bewährung ausgesetzt, das dritte ist mittels elektronischer Fußfessel zu verbüßen. Die Dauer der Unwählbarkeit wurde auf 15 Monate reduziert – mit der Folge, dass sich die 2012, 2017 und 2022 gescheiterte Präsidentschaftskandidatin im nächsten Jahr erneut um das höchste Amt Frankreichs bewerben könnte.
Allerdings würde ein Wahlkampf durch die Fußfessel logistisch erheblich erschwert. Zudem hatte Le Pen zuvor ausdrücklich ausgeschlossen, mit einer elektronischen Fußfessel bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2027 anzutreten. Sie hat die Absicht, sich am Abend in einem TV-Interview zur Kandidatenfrage zu äußern.
Die Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro hielt das Gericht aufrecht.

Vorwürfe gegen Le Pen im Kern aufrechterhalten

Im März 2025 hatte ein Pariser Gericht Le Pen zu einer Haftstrafe von vier Jahren für die Veruntreuung von Mitteln des Europäischen Parlaments zur Bezahlung der Mitarbeiter ihrer Partei verurteilt.
Von diesen seien zwei mit elektronischer Fußfessel zu verbüßen, zwei weitere setzte das Gericht zur Bewährung aus. Außerdem verhängte das Gericht ein fünfjähriges Verbot für Le Pen, sich um ein öffentliches Amt zu bewerben.
Sie persönlich wurde auch mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro belegt. Die Partei muss zudem 2 Millionen Euro bezahlen – 1 Million dabei ist dabei ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht sprach die Partei und Le Pen als der Anklage zufolge Organisatorin der Veruntreuung schuldig.
Le Pen und der RN sollen ein Komplott geschaffen haben, mittels dessen sie mehr als 4 Millionen Euro an Geldmitteln des EU-Parlaments entgegen dem Verwendungszweck gebraucht hätten. Gedacht waren die Gelder zur Bezahlung von Mitarbeitern im EU-Parlament und für Zwecke, die mit dessen Tätigkeit in Verbindung stehen. Neben Le Pen selbst verurteilte das Gericht acht frühere EU-Abgeordnete und zwölf parlamentarische Mitarbeiter.
Für Le Pen ist das Urteil eine Niederlage, auch wenn es für sie schlimmer hätte kommen können.

Für Le Pen ist das Urteil eine Niederlage, auch wenn es für sie schlimmer hätte kommen können.

Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa

RN hat bisher 1 Million Euro zurückbezahlt

Marine Le Pen und ihr Umfeld haben dem Gericht zufolge die Gelder stattdessen für die Finanzierung der Parteiarbeit verwendet. Bei den Assistententätigkeiten habe es sich um Scheinbeschäftigungen gehandelt. Das System soll in der Zeit von 2004 bis 2016 bestanden haben. Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung OLAF hatte die Ermittlungen aufgenommen und diese später der französischen Justiz übertragen.
Eine Anzeige hatte der damalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) erstattet. Eine Anklage erhob die Staatsanwaltschaft in Paris erst Ende 2023. Es soll insgesamt 46 zum Schein eingegangene Assistentenverträge gegeben haben. Eine Million Euro hatte der RN im Vorfeld des Prozesses in Paris bereits zurückbezahlt.
Marine Le Pen hatte damals „Schludrigkeit“ hinsichtlich des damaligen Abrechnungssystems eingeräumt. Allerdings gab sie auch zu bedenken, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch kaum schriftlich festgelegte Regeln oder exakte Jobbeschreibungen für Assistenten von EU-Abgeordneten gegeben habe. Es habe „stets eine flexible Auslegung“ der Regeln gegeben. Es habe einen gemeinsamen Pool für die Bezahlung der Assistenten gegeben, den man gemeinsam genutzt habe.

Mehrere Mitarbeiter kaum in Brüssel oder Straßburg angetroffen

Die Anklage hatte unter anderem Stempelkarten und die Intensität des SMS- sowie E-Mailverkehrs über Dienstgeräte als Beweismittel herangezogen. Diese hätten zutage gefördert, dass einige Assistenten nicht mehr als eineinhalb Tage in Brüssel oder Straßburg gewesen seien. Der ehemalige Abgeordnete Louis Aliot soll mit seinem „Assistenten“ überhaupt lediglich eine SMS und keine einzige E-Mail ausgetauscht haben.
Schulz legte bei seiner Anzeige ein Organigramm aus den Reihen der Partei vor. Auch dieses habe einige Funktionsträger und Mitarbeiter in Positionen ausgewiesen, die mit einer Assistententätigkeit im EU-Parlament nur bedingt vereinbar gewesen seien.
Im Jahr 2014 hatte zudem der damalige Schatzmeister Wallerand de Saint-Just geschrieben, der damalige Front National habe sich auf nationaler Ebene in einer erheblichen finanziellen Notlage befunden. Diese habe man nur überwinden können, weil man „dank des EU-Parlaments erhebliche Einsparungen“ machen konnte.

Kritik am Ersturteil aus anderen Parteien: Wähler sollen über Amtswürdigkeit entscheiden

Im RN selbst, aber auch in anderen Parteien war in Anbetracht der erstinstanzlichen Verurteilung Kritik an der Entscheidung laut geworden, Le Pen für unwählbar zu erklären.
Zudem hatte das Gericht diese Sanktion mit sofortiger Wirkung angeordnet. Sowohl der damalige Premierminister François Bayrou als auch der damalige Justizminister Gérald Darmanin erklärten, die Justiz dürfe sich nicht herausnehmen, zu entscheiden, wer sich den Bürgern zur Wahl stelle. Auch der Abgeordnete Éric Coquerel protestierte. Der Politiker der linken Partei La France Insoumise betonte, er sei „nicht damit einverstanden, dass wir Dinge vor Gericht entscheiden, die an der Wahlurne entschieden werden müssen“.
Im Jahr 2024 waren zwei Mitglieder von Modem, der früheren Partei von Präsident Emmanuel Macron, wegen ähnlicher Vorwürfe zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Bayrou stand ebenfalls im Verdacht, von einem „betrügerischen System“ dieser Art gewusst zu haben. Allerdings sei der Nachweis nicht gelungen.
Bardella ist der politische Ziehsohn von Le Pen. (Archivbild)

Bardella ist der politische Ziehsohn von Le Pen. (Archivbild)

Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

Bardella in Umfragen beliebter als Le Pen

Ob ein Kandidaturverbot für Marine Le Pen den Machtambitionen des RN geschadet hätte, ist unterdessen ungewiss. Die Partei hat sich spätestens seit der erstinstanzlichen Verurteilung einen Plan B für den Fall einer Aufrechterhaltung desselben zurechtgelegt.
Seit 2021 ist der erst 30-jährige Jordan Bardella Vorsitzender des RN, für den er auch im EU-Parlament sitzt. Bardella ist dort Fraktionsvorsitzender der „Patrioten für Europa“, der drittgrößten Fraktion im EU-Parlament. Für die Präsidentenwahlen im nächsten Jahr gilt er auch als möglicher Kandidat.
Die Beliebtheitswerte Bardellas übersteigen mittlerweile jene von Marine Le Pen. In der jüngsten Ipsos-Umfrage für die „Tribune Dimanche“ äußerten sich 21 Prozent der befragten Franzosen als „sehr zufrieden“ mit seiner politischen Arbeit und 16 als „eher zufrieden“. Immerhin 12 Prozent stehen ihm indifferent gegenüber. Le Pen ist mit 35 Prozent, die eher oder sehr zufrieden sind, auf Platz 2 des Politikerrankings – noch vor ihrer Nichte Marion Maréchal, die auf 24 Prozent Zufriedenheit kommt.

Deutlicher Vorsprung – aber auch hohe Antipathiewerte

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron darf nach zwei Amtszeiten nicht direkt wieder antreten. Aus seinem Lager wollen die beiden Ex-Premierminister Edouard Philippe und Gabriel Attal antreten.
Mit 23 beziehungsweise 21 Prozent sind Philippe und Ex-Premier Attal die bestplatzierten Politiker der Mitte im Ranking. Philippe hat seine Kandidatur für 2027 angekündigt. Der beliebteste Politiker der Linken – Raphaël Glucksmann – liegt mit jeweils 17 Prozent deutlich dahinter.
Allerdings sind ihre Antipathiewerte deutlich geringer als jene der RN-Politiker. Sowohl über Bardella als auch über Le Pen äußern sich jeweils 48 Prozent „sehr unzufrieden“ oder „unzufrieden“. Diese könnten ein Mobilisierungspotenzial für einen möglichen Gegenkandidaten in einer Stichwahl darstellen.
Derzeit sehen alle Umfragen einen klaren Vorsprung für Bardella in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl. Dabei bewegen sich seine Werte zwischen 35 und 37 Prozent. Als aussichtsreichster Gegenkandidat in einer Stichwahl gilt Philippe, der mit um die 14 Prozent gehandelt wird.
Als nächstbester und stärkster Kandidat der Linken gilt Jean-Luc Mélenchon von La France Insoumise, der stabil bei etwa 13 Prozent liegt. Allerdings wären das deutlich weniger als die fast 22 Prozent, die Mélenchon bei der Präsidentenwahl 2022 eingefahren hatte.
Zudem ist Mélenchon mit 58 Prozent „sehr unzufrieden“ und 11 Prozent „eher unzufrieden“ votierenden Befragten der unbeliebteste Politiker des Landes – noch vor dem Ultrarechten Éric Zemmour mit einem Unzufriedenheitswert von 67 Prozent.

Linke Kandidaten gelten wegen Zersplitterung als chancenlos

Die Linke hatte sich bei den Parlamentswahlen 2024 durch eine strategische Bündnispolitik eine eigene relative Mehrheit in der Großen Nationalversammlung gesichert. Gleichzeitig hatte sie einen Durchmarsch des RN gestoppt, der nach der ersten Runde noch einen deutlichen Vorsprung zu verzeichnen hatte.
Bei den Präsidentschaftswahlen dürfte die Linke hingegen chancenlos bleiben, weil voraussichtlich jede Formation ihren eigenen Kandidaten aufstellen wird.
Die wesentlichsten inhaltlichen Unterschiede zwischen Le Pen und Bardella liegen in der Wirtschaftspolitik, wo Bardella deutlich marktwirtschaftlicher ausgerichtet ist. Darüber hinaus galt er zumindest zu Beginn des Ukrainekrieges als Unterstützer Kiews – eine Position, die er in jüngster Zeit jedoch deutlich abgeschwächt hat.
Zuletzt hatte Bardella sich offen für eine Debatte über eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters gezeigt. Dies hatte innerhalb des RN allerdings für Irritationen gesorgt.
Marine Le Pen plant, sich um 20 Uhr zur Frage der Kandidatur zu äußern.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Kürzere Bezugsdauer, mehr „Vätermonate“: Was sich beim Elterngeld ändern könnte

Das Ressort von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) muss wie alle Ministerien Einsparungen erzielen – und tut das nun unter anderem mit einer Reform des Elterngelds. Die Familienleistung ist der mit Abstand größte Posten im Etat des Ministeriums. Nun sollen den Plänen zufolge die maximale Bezugsdauer gekürzt und die sogenannten Vätermonate erhöht werden. Zugleich sollen aber die Beträge leicht steigen.

Was soll sich bei der Dauer ändern?

Prien möchte die maximale Bezugsdauer des Elterngelds von derzeit 14 auf zwölf Monate senken. Dass es mindestens ein Jahr ist, war ihr deshalb wichtig, weil dann erst der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz greift.
Derzeit kann die volle Dauer des Elterngelds nur dann ausgeschöpft werden, wenn ein Elternteil mindestens zwei Monate nimmt. Da das meist die Väter sind, wird umgangssprachlich von Vätermonaten gesprochen. Diese Mindestzeit soll nun auf drei Monate angehoben werden.
Im Gesetzentwurf heißt es dazu: „Drei Monate sind zukünftig für jedes Elternteil reserviert. Sechs weitere Monate können zwischen den Eltern flexibel aufgeteilt werden.“ Alleinerziehende sind von dieser Regel aber ausgenommen. Auch das ElterngeldPlus soll weiterhin möglich sein; damit können Eltern die Dauer der Zahlungen verlängern, bekommen monatlich dann aber weniger Geld.

Wie verändern sich die Beträge?

Seit der Einführung des Elterngelds 2007 sind die monatlich gezahlten Beträge nicht erhöht worden. Sie sollen nun leicht steigen – der Mindestbetrag von 300 auf 330 Euro und der Höchstbetrag von 1800 auf 1900 Euro. Die grundsätzliche Regelung, dass das Elterngeld bei 65 Prozent des Nettoeinkommens gedeckelt wird, soll bestehen bleiben. Schon bekannt ist, dass der Antrag auf Elterngeld einfacher und digitaler werden soll.

Welche Einsparungen bringt das?

Priens Ministerium soll allein beim Elterngeld einen jährlichen Betrag von 500 Millionen Euro einsparen. Das dürfte auf Anhieb bei weitem nicht gelingen: Im ersten Jahr, voraussichtlich 2027, ergeben sich Einsparungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro, die volle Wirkung soll das Gesetz erst 2030 entfalten – dann aber mit einem Betrag von 1,6 Milliarden Euro.

Wie ist der zeitliche Rahmen?

Geplant ist, dass das Gesetz ab November kommenden Jahres gilt – daher auch die geringe Einsparwirkung im ersten Jahr. Das würde also bedeuten, dass alle Schwangeren sowie alle, die ihre Kinder bis Ende Oktober kommenden Jahres auf die Welt bringen, noch von der alten Regelung profitieren. Allerdings ist unklar, ob es im Zuge der parlamentarischen Beratungen des Gesetzes noch zu Änderungen kommt.

Wer hat überhaupt Anspruch auf Elterngeld?

Die Familienleistung soll den Wünschen der Mutter nach einer baldigen Rückkehr in den Beruf ebenso Rechnung tragen wie den Wünschen der Väter nach mehr Zeit mit der Familie. Elterngeld beantragen können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie Beamte, Selbständige und Erwerbslose. Wer vor der Geburt kein Einkommen hatte oder bei dem keines wegfällt, weil er nach der Geburt in unverändertem Umfang in Teilzeit arbeitet, bekommt den Mindestbetrag von derzeit 300 Euro.
Ein Elternteil, dessen Einkommen vor der Geburt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben mehr als 2770 Euro betrug, bekommt den Höchstbetrag von derzeit 1800 Euro. Paare und Alleinerziehende mit einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 175.000 Euro haben keinen Anspruch auf Elterngeld. Auch Pflegeeltern sind von der Leistung ausgeschlossen, da diese bislang an biologische oder adoptierende Eltern gebunden ist. Pflegeeltern erhalten stattdessen vom Jugendamt ein Pflegegeld und weitere Zuschüsse bei Bedarf.

Welche Kritik gibt es an den Plänen?

Aus der Opposition sowie von gewerkschaftlicher Seite kam umgehend Kritik daran, die Bezugsdauer auf zwölf Monate zu verkürzen. Argumentiert wurde, dass Familien damit belastet würden und außerdem die 14 Monate häufig schon deshalb nötig seien, damit das Kind umfassend in die Kita eingewöhnt ist, bevor der Job weitergeht. Auch die SPD tut sich mit der geplanten Kürzung bei der Bezugsdauer schwer.
Kritik kommt außerdem an den nur leicht steigenden monatlichen Beträgen. Im Koalitionsvertrag hatte es noch geheißen, dass der Mindest- und Höchstbetrag „spürbar“ angehoben werden soll. (afp/red)
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2.150 Drogentote – jeder vierte unter 30 Jahre

Für 2.150 Menschen in Deutschland hatte der Konsum von Drogen im vergangenen Jahr tödliche Folgen – dabei ist jeder vierte Drogentote jünger als 30. Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck sprach von einer Totenzahl auf Rekordniveau. 2024 hatte es 2.137 Drogentote gegeben.
„Besonders erschüttert mich, dass die Opfer immer jünger werden“, sagte Streeck. Seit 2021 sind die Todesfälle unter 30 um mehr als die Hälfte gestiegen, bei den unter 20-Jährigen haben sie sich nahezu verdoppelt. 106 der Toten waren unter 20 Jahre, 422 waren 20 bis 29 Jahre alt. Mit 1.777 Opfern war die überwiegende Zahl der Toten männlich.
Streeck machte für die vielen jungen Opfer auch Mischkonsum von Medikamenten, Alkohol und anderen Substanzen verantwortlich – tödliche Kombinationen. „Viele dieser jungen Menschen können die Risiken noch nicht oder nicht vollständig überschauen.“

Warum junge Menschen tödliche Drogen nehmen

Der Drogenbeauftragte und Mediziner nannte als Gründe junger Menschen, Drogen zu nehmen: psychische Belastung und Krisen – aber auch Neugier und Übermut.
„Sucht und Drogenabhängigkeit entstehen selten aus einer einzigen Ursache und so gut wie nie ausschließlich aus der Substanz.“ Ursachen seien fehlende Bindung, Sicherheit oder Perspektive, auch wachsende Einsamkeit. Die Verfügbarkeit aller möglichen Drogen sei hoch. Interventionen kämen oft zu spät.
Junge Drogentote hätten insbesondere Medikamente konsumiert. Oft beteiligt: Benzodiazepine, opioidhaltige Schmerzmittel und andere psychoaktive Arzneimittel. Den in den allermeisten Fällen zugrunde liegenden Konsum mehrerer Substanzen nannte Streeck „hochgefährlich“.

Aufruf zu mehr Hilfe

Nur rund die Hälfte der Betroffenen bekämen die nötigen Hilfen, sagte der Berliner Substitutionsarzt Thomas Peschel, in dessen Praxis Streeck die Zahlen vorstellte. Es gebe nicht genug ärztlichen Nachwuchs. Grund: Oft sei die Behandlung Abhängiger nach wie vor stigmatisiert.
„Für Streeck ist die Frage, „warum wir als Gesellschaft nicht aus diesen Drogentoten-Zahlen lernen.“ Er sagte: „Die Drogenproblematik wird oft als Problem des Stadtbilds beschrieben, sie wird als Problem des Bahnhofs beschrieben.“
Für Streeck ist das Kernproblem aber, dass Hilfe „an vielen Stellen schwer erreichbar, zu langsam und sehr unterfinanziert“ sei.
Er verlangte: „Wenn fast jeder vierte Drogentote unter 30 ist, dann darf unsere Antwort nicht Betroffenheit sein, sondern es braucht auch Konsequenzen: mehr Prävention, frühere Hilfe und ein Hilfesystem, das Menschen rechtzeitig erreicht.“
Angesichts der knappen Haushalte beim Bund, aber auch den Kommunen mit ihren Hilfeeinrichtungen forderte Streeck: „Wir haben in Deutschland ein gutes Suchthilfesystem, aber wir dürfen es nicht kaputtsparen.“
Gerade Jugendliche bräuchten ausreichend Entzugs- und Therapieplätze. Es müsse Begleitung für Familien geben. Streeck forderte „Angebote, die sie erreichen, bevor aus Risiko ein Todesfall wird“.

Die Todesfälle durch Drogen

Vergiftungen in Verbindung mit Opiaten/Opioiden machen mit 1.316 Toten die meisten Todesfälle aus – gefolgt von Vergiftungen mit Kokain/Crack (769), mit Heroin/Morphin (708), psychoaktiven Medikamenten (696) und mit Opiat-Substituten wie Methadon (611). Vergiftungen in Verbindung mit Amphetaminen lagen 602 Mal vor.
Synthetische Opioide hätten sich ausgebreitet: So gab es etwa auch 118 Todesfälle mit Beteiligung von Fentanyl, einem hochpotenten Schmerzmittel, das als Droge in den USA eine tödliche Epidemie ausgelöst hatte.
„Wir sehen auf dem Markt Tabletten, die aussehen wie bekannte Medikamente, aber mit hochpotenten synthetischen Opioiden wie Nitazenen versetzt sind“, sagte Streeck zudem.
Dabei handelt es sich um hochwirksame synthetische Opioide, viel stärker als Morphin und hochgradig gefährlich. „Schon kleinste Mengen können tödlich sein.“

Trends über die Jahre

Bereits seit Jahren fordern die Drogenbeauftragten entschlossenes Handeln gegen steigende Opferzahlen. „Wir müssen schneller, systematischer und konsequenter reagieren auf neue, immer gefährlichere Drogen“, hatte Streeck im vergangenen Jahr gesagt.
Streeck kündigte Maßnahmen zur Eindämmung neuer Drogenprobleme an, die die Bundesregierung derzeit ressortübergreifend erarbeite. Ein Teil davon sollen ausgebaute Frühwarnsysteme für synthetische Opioide sein.
Der Beauftragte wies aber auch darauf hin, dass die Entwicklung kein rein deutsches Problem sei. Weltweit sei der Drogenkonsum zuletzt weiter gestiegen, besonders bei Kokain und synthetischen Drogen.
„Drogen, gefälschte Medikamente und hochriskante Mischungen sind heute oft nur wenige Klicks entfernt“. Der „Dealer an der Straßenecke“ sei längst nicht das einzige Problem.
Tendenziell steigen die Opferzahlen seit einigen Jahren bis auf Ausnahmen an. Vor zehn Jahren, 2016, gab es beispielsweise 1.333 Drogentote in Deutschland.
Die Experten hatten damals von einer Zunahme des Konsums von neuen psychoaktiven Substanzen berichtet. Die meisten Todesfälle waren auf Heroinkonsum zurückzuführen, mit immer älteren Heroin-Konsumenten.
Dadurch steige die Gefahr, die Droge körperlich nicht zu verkraften, hieß es damals. Bis 2012 war die Opferzahl zurückgegangen. (dpa/red)
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„Kommunen am Limit“: Protestaktion vorm Kanzleramt – 32 Milliarden Minus in 2025

32 Milliarden Minus haben Deutschlands Kommunen im Jahr 2025 eingefahren, sagt der Organisator des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte”, der heute eine Protestaktion vor dem Kanzleramt organisiert hatte. „Das ist wirklich historisch, und wenn sich die Bundesregierung und die Landesregierung hier nicht bald was einfallen lassen, dann werden richtig viele Kommunen wirklich vor …
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Krankenkassenbeiträge: Grüne wollen Absetzung der Abstimmung zu Reform beantragen

Die Grünen wollen aus Protest gegen kurzfristige Änderungen die Abstimmung im Bundestag über die Reform zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge verhindern.
Die Koalition wolle mit „einem chaotischen Verfahren den Deutschen Bundestag überfahren“, sagte die Fraktionschefin Katharina Dröge am Dienstag, den 7. Juli, in Berlin. Wenn Union und SPD tatsächlich auf der Abstimmung beharrten, „werden wir die Absetzung beantragen“.

Grüne wollen Abstimmung über Krankenkassen-Reform blockieren

Die Grünen hätten am Montag 300 Seiten Änderungsanträge zu der Reform bekommen, sagte Dröge. Heute sei dann aufgefallen, dass darin auch ein Fehler gewesen sei, weshalb alles nochmals überarbeitet werden müsse.
Das Ganze sei „schlampig und chaotisch“ verlaufen, kritisierte die Grünen-Fraktionschefin. Sie forderte die Koalition angesichts der Tragweite der Reform auf, das Gesetz „noch einmal ganz gründlich zu prüfen“ und es erst nach der Sommerpause im September zur Abstimmung zu stellen.
Über einen Antrag auf Absetzung von der Tagesordnung in dieser Woche würde wahrscheinlich zum Auftakt der Plenarsitzung am Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) in einer Geschäftsordnungsdebatte abgestimmt. Bekommen die Grünen keine Mehrheit für ihren Antrag, würde die Abstimmung wie geplant am Freitag erfolgen.
Am selben Tag soll auch der Bundesrat über die Reform befinden. Dazu liefen am Dienstag noch Verhandlungen mit den Ländern, die Nachbesserungen bei der Krankenhausfinanzierung fordern.

Krankenkassen vor riesigem Defizit

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steckt tief in den roten Zahlen: Im kommenden Jahr wird ohne Reformen ein Defizit von über 15 Milliarden Euro erwartet. 2030 könne die Lücke auf rund 40 Milliarden Euro ansteigen.
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“ sieht deshalb massive Einschnitte sowie zusätzliche Kosten für Versicherte vor. (afp/red)
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Wie ein Erinnerungskrieg Polen und die Ukraine zu entzweien droht

Die Gespräche über die Unterstützung der Ukraine während des NATO-Gipfels könnten eine mögliche Komplikation erfahren – und die kommt ausgerechnet von einem der bisher stärksten Verbündeten.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte am 3. Juli, er habe seine Delegation für den Gipfel in der türkischen Hauptstadt angewiesen, „bei jeglichen Erklärungen über weitere finanzielle Unterstützung seitens Polens Vorsicht walten zu lassen“. Dies berichteten zahlreiche polnische Medien.
Auslöser dieser Zurückhaltung ist ein historischer Streit über die „Ehrung“ des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an eine ukrainische Spezialeinheit. Ende Mai hatte Selenskyj per Dekret dem Operationszentrum „Nord“ der ukrainischen Spezialkräfte den Titel „Helden der UPA“ verliehen. Diese Umbenennung wurde in Polen als politische Provokation aufgefasst und über alle Parteien hinweg verurteilt.
Es ist der jüngste Vorfall in einer Reihe von Symbolpolitik seitens Kiews, der nun zu einer deutlichen Verschlechterung der Beziehungen beider Länder beigetragen hat. Beide Staaten offenbaren ein grundverschiedenes Verständnis von der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Osteuropa.

Die UPA: Partisanen wie auch Mörder

Die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) war eine Partisaneneinheit ukrainischer Nationalisten. Sie wurde 1942 gegründet und kämpfte gegen die Wehrmacht und bis 1950 auch gegen die Sowjetarmee und gegen polnische Einheiten.
Im derzeitigen Streit zwischen Polen und der Ukraine geht es in erster Linie um das Jahr 1943, in dem UPA-Partisanen Massenmorde an Polen in der Region Wolhynien verübt haben. Die Anzahl der Getöteten lässt sich nicht mehr genau feststellen. Es sollen zwischen 30.000 und 60.000 Polen gewesen sein.
Auf einer Website des polnischen Präsidialamtes heißt es: „Der 11. Juli 1943 war der Höhepunkt der Massaker. An diesem schrecklichen Tag […] wurden polnische Einwohner von fast hundert Ortschaften angegriffen und grausam ermordet. An diesem einen Tag starben 8.000 Polen. Rund 100.000 unserer Landsleute wurden während der Massaker in Wolhynien getötet – Männer und Frauen, Kinder und ältere Menschen. Dies ist eines der tragischsten und schmerzhaftesten Kapitel der polnischen Geschichte während des Zweiten Weltkrieges.“
Im vergangenen Jahr hat das polnische Parlament den 11. Juli als Gedenktag erklärt und im Jahr 2016 die Massaker als Völkermord anerkannt.
Wolhynien gehörte bis 1939 zu Polen. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde die Region der ukrainischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Heute liegt sie in der Westukraine.
Ungeachtet dieser unbestrittenen Vergangenheit der ukrainischen UPA-Partisanen blicken viele Ukrainer heute mit Stolz auf deren Vergangenheit. Sie würdigen deren Kampf als heldenhaft, sowohl gegen die Wehrmacht als auch gegen die Rote Armee, „als Beispiel für patriotischen Widerstand, Aufopferungsbereitschaft und unerschütterliches Engagement für die nationale Sache“, wie der ukrainische Analyst Mykola Riabchuk am 30. Juni in einem Beitrag für die niederländische Plattform RAAM, einen Partner des renommierten Clingendael-Instituts der Universität Leiden, ausführte. Die rot-schwarze Flagge der Organisation wird heute häufig von ukrainischen Truppen an der Front verwendet.

Lech Wałęsa verweigert Selenskyj „die Unterstützung“

Ministerpräsident Tusk appellierte an beide Seiten, die Spannungen zu entschärfen. Allerdings gab auch er Kiew die Schuld an der diplomatischen Krise.
Währenddessen nannte der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz Anfang Juni das „Gedenken an die Opfer von Wolhynien“ als „nicht verhandelbar“. Es gebe Grenzen, „die nicht überschritten werden dürfen“, so Kosiniak-Kamysz.
Die Galionsfigur des polnischen Widerstandes gegen den Kommunismus, der frühere Präsident Lech Wałęsa, äußerte polnischen Medien zufolge Ende Mai: „Indem er die UPA-Banditen geehrt hat, hat der Präsident der Ukraine mich und alle unsere ermordeten Landsleute beleidigt.“
Wałęsa wird weiterhin mit den Worten zitiert: „Daher habe ich die ukrainische Flagge öffentlich von meiner Brust entfernt.“ Er würde der ukrainischen Nation zwar weiterhin in ihrem Kampf gegen Russland beistehen, aber: „Ich weigere mich, Präsident Selenskyj zu unterstützen“, wird der Ex-Präsident zitiert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) und der damalige polnische Präsident Andrzej Duda geben sich während einer Begrüßungszeremonie vor dem Präsidentenpalast in Warschau, Polen, am 5. April 2023 die Hand.

Foto: Wojtek Radwanski/AFP via Getty Images

Höchste Auszeichnung Polens zurückgezogen

Der im Juni 2025 ins Amt gewählte polnische Präsident Karol Nawrocki ging noch weiter und erkannte Selenskyj am 19. Juni den polnischen „Weißen-Adler-Orden“ ab, die höchste Auszeichnung des Landes, den dieser im Jahr 2023 verliehen bekommen hatte.
Als Begründung führte Nawrocki, der auch ein promovierter Historiker ist, unter anderem an: Die Entscheidung der Ukraine, „die UPA zu verherrlichen“, sei „nicht nur empörend. Sie ist auch unverständlich und zutiefst enttäuschend“, so der Präsident in einer Stellungnahme.
Und weiter: Die ukrainische Entscheidung „untergräbt auch das Vertrauen, das über die Jahre und in den vergangenen Monaten aufgebaut wurde. Es rüttelt an den Grundfesten der Versöhnung. Es untergräbt den Glauben daran, dass die Wahrheit als gemeinsame Sprache für unsere Nationen dienen kann“, so Nawrocki.
Selenskyj gab einen Tag später den polnischen Orden zurück. In einer Erklärung in den sozialen Medien sagte Selenskyj, die Ukraine werde „weiterhin offen für alle sinnvollen Formen der Zusammenarbeit mit Polen bleiben, um widersprüchliche Interpretationen der schwierigen und schmerzhaften Kapitel unserer gemeinsamen Vergangenheit zu vermeiden“.

Blockade von Ukraines EU-Beitritt angekündigt

In einem Interview mit polnischen Journalisten beklagte Nawrocki des Weiteren: „Präsident Selenskyj hat bewiesen, dass die Ukraine mental noch nicht bereit ist, Teil der europäischen Familie zu sein, da sie Banditen und Mörder der Ukrainischen Aufstandsarmee verherrlicht“, wird der polnische Präsident von „300Polityka“ Ende Mai zitiert.
Die Entscheidung Selenskyjs sei außerdem „ein Beweis dafür, dass diejenigen, die sagten, die Ukraine solle ohne jegliche Erwartungen der EU beitreten, sich sehr geirrt haben“, so der Präsident.

Wie du mir, so ich dir

In Polen findet die Empörung über Selenskyjs Festhalten an der Ehrung der UPA trotz einiger Deeskalationsversuche auf beiden Seiten kein Ende. Wohl um die vermeintliche Undankbarkeit der Ukraine gegenüber polnischen Hilfen nachzuweisen, hat der polnische Verteidigungsminister am 5. Juli die Aufhebung der Geheimhaltung der Militärhilfe für die Ukraine seit dem russischen Angriff angeordnet. Dies berichtete Kosiniak-Kamysz auf seinem X-Kanal.
Vor dem Hintergrund des diplomatischen Eklats wurde Anfang Juli bekannt, dass sich Warschau und Kiew polnischen Angaben zufolge nicht auf einen Tausch polnischer Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 gegen ukrainische Drohnentechnologien verständigen könnten.
Polens Verteidigungsminister machte Kiew für das Scheitern des Plans verantwortlich. Die Ukraine habe seinem Vorschlag zugestimmt, ihn aber nicht umgesetzt, betonte Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Es werde somit „keine MiGs für die Ukraine geben, da es keine Drohnen oder drohnenbezogenen Fähigkeiten für Polen gibt“, fügte der Minister hinzu.

Ukraine: Keine Zeit für „Emotionen“

Inzwischen hat der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha bei einem Treffen mit dem polnischen Außenminister am 3. Juli „Maßnahmen zur Krisenbewältigung“ für die gegenseitigen Beziehungen vorgeschlagen.
Auf X wiederholte Sybiha dazu die seit Jahren bekannte offizielle Haltung der Ukraine: Polen und die Ukraine hätten „einen gemeinsamen Feind – Russland – und stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung: der russischen Aggression. Heute verteidigt die Ukraine nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern auch die Sicherheit Polens und ganz Europas.“
Er habe dem polnischen Außenminister zudem versichert, dass die Namensbenennung für die ukrainische Militäreinheit „keinerlei antipolnische Absicht beinhaltet“ habe. Es sei nun „an der Zeit, Emotionen beiseitezulassen“, forderte der Außenminister und verwies darauf: „Die Ukraine führt mit der Unterstützung unserer Verbündeten und Partner einen Kampf um ihre Existenz.“
Das polnische Außenministerium forderte derweil „eine Deeskalation der Spannungen und die Schaffung nachhaltiger Mechanismen, die auf einem gegenseitigen Verständnis der Geschichte beruhen“.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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07.07.2026 | Le Pen zu 15 Monaten Ämtersperre verurteilt | „Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos

HEUTE13:57 Uhr

Le Pen verurteilt

Marine Le Pen ist im Berufungsverfahren wegen der Veruntreuung von EU-Geldern zu einer dreijährigen Haftstrafe und zu einem 15-monatigen Kandidaturverbot verurteilt worden. Die Richter verurteilten sie in Paris zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einem Jahr in Form einer elektronischen Fußfessel. Le Pen wollte sich gegen 20:00 Uhr äußern, ob sie zu der im Frühjahr 2027 in Frankreich stattfindenden Präsidentschaftswahl antritt.
 

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HEUTE13:47 Uhr

Trump ist in der Türkei angekommen

US-Präsident Donald Trump wurde vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf dem Flugplatz Etimesgut empfangen. Begleitet wird Trump bei dem zweitägigen NATO-Gipfel unter anderem von Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Mitte, unten) empfängt US-Präsident Donald Trump (oben) bei dessen Ankunft mit der „Air Force One“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut in der Nähe von Ankara am 7. Juli 2026, als dieser zur Teilnahme am 36. NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs anreist.

Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images

 

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HEUTE13:20 Uhr

Israels Außenminister vor Gesprächen mit Libanon

Der israelische Außenminister Gideon Saar hat für den 15. und 16. Juli eine neue Runde von Friedensgesprächen mit dem Libanon angekündigt. Damit werden die Treffen zum Rahmenabkommen zwischen den USA, Israel und dem Libanon fortgesetzt – als Ort wurde Rom beschlossen. Italiens Außenminister bestätigte das Vorhaben.
 

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HEUTE12:57 Uhr

Keine „ausgeprägte Hitzewelle“ in Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst sieht keine kommende „ausgeprägte Hitzewelle“ mehr für Deutschland. Der Schwerpunkt des Hochs liege bei den Britischen Inseln, Frankreich und Spanien würden jedoch erneut von großer Hitze erfasst. Am Wochenende soll es etwas wärmer und sonniger werden, die „Nächte bleiben angenehm kühl“. Regen sei nicht in Sicht.

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HEUTE12:54 Uhr

Flughafen Catania nach Ätna-Asche wieder in Betrieb

Nach der Sperrung wegen des Ascheregens am Vulkan Ätna ist der Flugbetrieb am Flughafen Catania wieder aufgenommen worden. Der Flughafen war zuvor wegen anhaltenden Ascheregens infolge vulkanischer Aktivität geschlossen worden. Nahezu alle Verbindungen fielen aus, darunter auch nach Deutschland. Seit dem Wochenende rumorte der Ätna wieder.
Der Ätna spuckt Aschewolken.

Der Ätna spuckt Aschewolken.

Foto: Francesco Enriquez/IPA via ZUMA Press/dpa

 

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HEUTE12:44 Uhr

Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD

Das Europaparlament hat wegen mutmaßlicher Verstöße gegen EU-Werte ein Prüfverfahren gegen die europäische Parteienfamilie der AfD, die ESN (Europa Souveräner Nationen), angeordnet. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg für das Verfahren. Am Ende des Verfahrens könnte die Behörde der ESN Fördergelder entziehen. Die ESN wies die Vorwürfe zurück und kritisierte das Verfahren als politisch motiviert.
 

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HEUTE12:33 Uhr

„Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos

Die FSK hat dem Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll nun doch eine Freigabe erteilt. Kinos dürfen den Film mit der Altersfreigabe FSK 18 demnach zeigen. Der Spielfilm thematisiert Gewalt durch Migranten und hatte zunächst keine Freigabe erhalten. Elon Musk veröffentlichte den Film anschließend vollständig auf X.
 

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HEUTE12:27 Uhr

NATO bereitet Initiative „Drone Edge“ vor

In den kommenden fünf Jahren will die NATO mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, sagt Generalsekretär Mark Rutte in der Türkei. Zudem verpflichteten sich Alliierte, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden. Die Initiative trägt den Namen „Drone Edge“.
 

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HEUTE12:10 Uhr

Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde

Spezialeinheiten haben in Frankfurt mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Die Einsatzkräfte nahmen am 3. Juli fünf Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren „vor einer möglichen Tatausführung“ am selben Tag fest, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilten. Es wurden auch zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Zwei der Festgenommenen hätten eine deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammten aus Polen, Bulgarien und Kroatien.
 

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HEUTE11:45 Uhr

VW baut 50.000 Stellen ab – Gewerkschaft plant Aktionstag

Bis 2030 hat Volkswagen den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung. Die IG Metall ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 9. Juli auf, es handle sich nicht um einen Arbeitskampf.
 

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HEUTE11:39 Uhr

Tschechien darf Liebich an Deutschland ausliefern

Tschechien darf die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das Oberlandesgericht in Prag habe die Beschwerden der 55-Jährigen gegen die Auslieferung abgewiesen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Sie seien nicht begründet gewesen. Liebich gab an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Ihr Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde ebenso abgewiesen.
Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

 

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HEUTE11:32 Uhr

Samsung erwartet massives Gewinnplus

Der südkoreanische Konzern Samsung erwartet für das zweite Quartal ein Gewinnplus: 89,4 Billionen Won (51 Milliarden Euro). Die Chip-Sparte von Samsung profitiert besonders von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern. Angesichts des Gewinnanstiegs reichte der Konzern außerplanmäßige Börsenunterlagen ein. Der Umsatz dürfte demnach um 129 Prozent auf 171 Billionen Won steigen.
 

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HEUTE10:46 Uhr

Wie die Tabaksteuer steigt

Die Bundesregierung hat eine Erhöhung der Tabaksteuer auf den Weg gebracht. Ab 1. Januar 2027 sind jährliche Erhöhungen vorgesehen, die den Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf über 11,01 Euro steigen lassen könnten. Dann seien 4,44 für eine Packung allein für diese Steuer fällig – laut Finanzministerium ergibt das einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 8,77 Euro je Schachtel im Jahr 2027.
 

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HEUTE10:38 Uhr

12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

Wegen des schweren Waldbrands in den Pyrenäen sind 12.000 Menschen aus 20 gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Der Feuerwehr gelang in der Nacht, vor allem durch Gegenfeuer eine weitere Ausbreitung in der Nähe von Perpignan zu verhindern. Etwa 800 Feuerwehrleute sind aktiv, 4.900 Hektar brannten ab. Es gab offiziell 16 Verletzte. heute kommen weitere Löschflugzeuge aus der EU hinzu und helfen.
 

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HEUTE10:21 Uhr

NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei neuen AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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HEUTE10:03 Uhr

Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron (l) und der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa am 7. Juli 2026 vor ihrem Treffen im Volkspalast in Damaskus.

Foto: Ludovic Marin/POOL/AFP via Getty Images

 

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HEUTE9:44 Uhr

Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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HEUTE9:07 Uhr

Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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HEUTE8:27 Uhr

411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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HEUTE7:49 Uhr

Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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HEUTE7:29 Uhr

Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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HEUTE7:02 Uhr

Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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HEUTE6:44 Uhr

„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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HEUTE6:27 Uhr

Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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HEUTE5:33 Uhr

ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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Angriffe auf Journalisten bei AfD-Protesten: Politiker verurteilen Gewalt


In Kürze:

  • Beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt kam es am Rande von Gegendemonstrationen zu mehreren Angriffen auf Journalisten.
  • Betroffen waren unter anderem Reporter von „Apollo News“, der „Jungen Freiheit“ und der „Epoch Times“.
  • Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei verurteilten die Gewalt und betonten die Bedeutung der Pressefreiheit.
  • Das Bündnis „Widersetzen“ distanzierte sich nicht von den Übergriffen; die Thüringer Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

 
Der Bundesparteitag der AfD in Erfurt konnte am Wochenende trotz massiver Gegenaktionen ohne nennenswerte Beeinträchtigungen stattfinden. Dennoch blieben nicht alle Proteste friedlich. Neben vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei überschatteten vor allem Angriffe auf Medienvertreter das von Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt so bezeichnete „Fest der Demokratie“.

Mehrere Übergriffe auf Journalisten bei „Widersetzen“-Protesten

Am Samstag, dem 4. Juli, dem ersten Tag des Parteitages, kam es zu mehreren Übergriffen auf Journalisten, die für ihre Berichterstattung Filmaufnahmen von Gegenprotesten machen wollten. In allen Fällen gingen die Angriffe von Gruppen aus, die im Umfeld des Bündnisses „Widersetzen“ auftraten. Auch ein Reporter der „Epoch Times“ wurde am Rande einer Blockade an der A7 bedrängt. Dabei beschädigten Unbekannte ein Kamerastativ.
Auf X dokumentierte „Zeit“-Journalistin Mariam Lau einen dieser Angriffe. Dieser richtete sich offenbar gegen einen Reporter der „Jungen Freiheit“ und endete mit der Entwendung eines Handys.

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Weniger glimpflich endete ein Übergriff auf ein Reporterteam von „Apollo News“ in der Erfurter Innenstadt. Dieses wurde zunächst beschimpft und bedrängt und anschließend auch körperlich attackiert. Dabei ist es auch zu Tritten gegen den Kopf eines Reporters gekommen.

SPD-Vertreter verurteilen Übergriffe – Polizei rechnet mit Ermittlungserfolgen

Mehrere Vertreter von Parteien, die zu friedlichen Demonstrationen gegen den Parteitag aufgerufen hatten, verurteilten die Gewalttaten. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf machte in einer Pressekonferenz deutlich, dass er Gewalt in jeder Form der politischen Auseinandersetzung ablehne. Er fügte hinzu: „Ich finde auch, dass das, was man auf dem Video sieht, erschreckend ist, und ich will nicht in einem Land leben, in dem das der Umgang miteinander ist, in dem Menschen sich so miteinander politisch streiten. Das ist nämlich kein Streit, das ist einfach Gewalt, und deshalb lehne ich das ab.“
Gleichzeitig zeigte er sich zufrieden damit, dass die Demonstrationen des Bündnisses „Zusammenstehen“, zu dem neben Kirchen, Gewerkschaften und anderen Parteien auch die SPD gehört, friedlich verlaufen seien.
Thüringens Innenminister Georg Maier erklärte gegenüber „BILD“, die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen. Er äußerte sich ebenfalls deutlich zu den Vorfällen: „Gewalt darf niemals das Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Ich verurteile die Attacken auf die Medienvertreter.“
Gegenüber der „ZEIT“ sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Thüringen, er gehe von erfolgreichen Ermittlungen aus. Es gebe „reichliches Bildmaterial“ zu den Angriffen und zahlreiche Hinweise.

Auch Grüne und Linke verurteilen Übergriffe

Die Co-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, lobte ebenfalls die friedlichen Demonstrationen, zu denen sich Zehntausende Menschen am Wochenende zusammengefunden hatten. Auch sie ging auf die Gewalt gegen Journalisten ein und erklärte: „Wir lehnen jede Form von Gewalt auf solchen Demonstrationen ab. Wir bedauern diesen Einzelfall und wünschen gute Genesung. Die Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht.“
Ähnlich äußerte sich der Co-Sprecher der Linkspartei, Luigi Pantisano. Gegenüber „ZDF heute“ erklärte er: „Grundlegend bin ich froh um alle 50.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten, die am Wochenende auf der Straße waren und friedlich demonstriert haben gegen den Parteitag einer demokratiefeindlichen Partei wie der AfD. Dennoch muss ich klar machen und auch wir als Partei auch deutlich feststellen, dass Angriffe auf Journalisten selbstverständlich zu verurteilen sind.“
Im Bündnis „Widersetzen“ fiel die Reaktion anders aus. Auf einer Pressekonferenz wurden Organisatoren des Bündnisses auf die Vorfälle angesprochen, wollten sich jedoch nicht von den Angriffen distanzieren. Stattdessen erklärte Sprecherin Noa Sander in Richtung eines anwesenden „Apollo News“-Reporters: „Wir sind nach Erfurt gekommen, um Faschisten zu blockieren. Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten. Ich weiß nicht, was Sie nicht verstanden haben. Sie sind auf unseren Aktionen nicht willkommen. Sie können auch gerne jetzt gehen.“
Im Vorfeld hatte das Bündnis als „Aktionskonsens“ formuliert, dass von den Teilnehmern an den Protesten „keine Eskalation“ ausgehen solle.
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07.07.2026 | „Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos | Trump ist zum NATO-Treffen angekommen

HEUTE13:47 Uhr

Trump ist in der Türkei angekommen

US-Präsident Donald Trump wurde vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf dem Flugplatz Etimesgut empfangen. Begleitet wird Trump bei dem zweitägigen NATO-Gipfel unter anderem von Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Mitte, unten) empfängt US-Präsident Donald Trump (oben) bei dessen Ankunft mit der „Air Force One“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Etimesgut in der Nähe von Ankara am 7. Juli 2026, als dieser zur Teilnahme am 36. NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs anreist.

Foto: Saul Loeb/AFP via Getty Images

 

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HEUTE13:20 Uhr

Israels Außenminister vor Gesprächen mit Libanon

Der israelische Außenminister Gideon Saar hat für den 15. und 16. Juli eine neue Runde von Friedensgesprächen mit dem Libanon angekündigt. Damit werden die Treffen zum Rahmenabkommen zwischen den USA, Israel und dem Libanon fortgesetzt – als Ort wurde Rom beschlossen. Italiens Außenminister bestätigte das Vorhaben.
 

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Keine „ausgeprägte Hitzewelle“ in Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst sieht keine kommende „ausgeprägte Hitzewelle“ mehr für Deutschland. Der Schwerpunkt des Hochs liege bei den Britischen Inseln, Frankreich und Spanien würden jedoch erneut von großer Hitze erfasst. Am Wochenende soll es etwas wärmer und sonniger werden, die „Nächte bleiben angenehm kühl“. Regen sei nicht in Sicht.

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Flughafen Catania nach Ätna-Asche wieder in Betrieb

Nach der Sperrung wegen des Ascheregens am Vulkan Ätna ist der Flugbetrieb am Flughafen Catania wieder aufgenommen worden. Der Flughafen war zuvor wegen anhaltenden Ascheregens infolge vulkanischer Aktivität geschlossen worden. Nahezu alle Verbindungen fielen aus, darunter auch nach Deutschland. Seit dem Wochenende rumorte der Ätna wieder.
Der Ätna spuckt Aschewolken.

Der Ätna spuckt Aschewolken.

Foto: Francesco Enriquez/IPA via ZUMA Press/dpa

 

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Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD

Das Europaparlament hat wegen mutmaßlicher Verstöße gegen EU-Werte ein Prüfverfahren gegen die europäische Parteienfamilie der AfD, die ESN (Europa Souveräner Nationen), angeordnet. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg für das Verfahren. Am Ende des Verfahrens könnte die Behörde der ESN Fördergelder entziehen. Die ESN wies die Vorwürfe zurück und kritisierte das Verfahren als politisch motiviert.
 

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„Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos

Die FSK hat dem Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll nun doch eine Freigabe erteilt. Kinos dürfen den Film mit der Altersfreigabe FSK 18 demnach zeigen. Der Spielfilm thematisiert Gewalt durch Migranten und hatte zunächst keine Freigabe erhalten. Elon Musk veröffentlichte den Film anschließend vollständig auf X.
 

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NATO bereitet Initiative „Drone Edge“ vor

In den kommenden fünf Jahren will die NATO mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, sagt Generalsekretär Mark Rutte in der Türkei. Zudem verpflichteten sich Alliierte, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden. Die Initiative trägt den Namen „Drone Edge“.
 

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Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde

Spezialeinheiten haben in Frankfurt mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Die Einsatzkräfte nahmen am 3. Juli fünf Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren „vor einer möglichen Tatausführung“ am selben Tag fest, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilten. Es wurden auch zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Zwei der Festgenommenen hätten eine deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammten aus Polen, Bulgarien und Kroatien.
 

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VW baut 50.000 Stellen ab – Gewerkschaft plant Aktionstag

Bis 2030 hat Volkswagen den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung. Die IG Metall ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 9. Juli auf, es handle sich nicht um einen Arbeitskampf.
 

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Tschechien darf Liebich an Deutschland ausliefern

Tschechien darf die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das Oberlandesgericht in Prag habe die Beschwerden der 55-Jährigen gegen die Auslieferung abgewiesen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Sie seien nicht begründet gewesen. Liebich gab an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Ihr Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde ebenso abgewiesen.
Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

 

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Samsung erwartet massives Gewinnplus

Der südkoreanische Konzern Samsung erwartet für das zweite Quartal ein Gewinnplus: 89,4 Billionen Won (51 Milliarden Euro). Die Chip-Sparte von Samsung profitiert besonders von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern. Angesichts des Gewinnanstiegs reichte der Konzern außerplanmäßige Börsenunterlagen ein. Der Umsatz dürfte demnach um 129 Prozent auf 171 Billionen Won steigen.
 

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Wie die Tabaksteuer steigt

Die Bundesregierung hat eine Erhöhung der Tabaksteuer auf den Weg gebracht. Ab 1. Januar 2027 sind jährliche Erhöhungen vorgesehen, die den Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf über 11,01 Euro steigen lassen könnten. Dann seien 4,44 für eine Packung allein für diese Steuer fällig – laut Finanzministerium ergibt das einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 8,77 Euro je Schachtel im Jahr 2027.
 

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12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

Wegen des schweren Waldbrands in den Pyrenäen sind 12.000 Menschen aus 20 gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Der Feuerwehr gelang in der Nacht, vor allem durch Gegenfeuer eine weitere Ausbreitung in der Nähe von Perpignan zu verhindern. Etwa 800 Feuerwehrleute sind aktiv, 4.900 Hektar brannten ab. Es gab offiziell 16 Verletzte. heute kommen weitere Löschflugzeuge aus der EU hinzu und helfen.
 

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NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei neuen AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron (l) und der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa am 7. Juli 2026 vor ihrem Treffen im Volkspalast in Damaskus.

Foto: Ludovic Marin/POOL/AFP via Getty Images

 

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Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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HEUTE8:27 Uhr

411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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HEUTE7:49 Uhr

Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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HEUTE7:29 Uhr

Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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HEUTE7:02 Uhr

Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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HEUTE6:44 Uhr

„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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HEUTE6:27 Uhr

Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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HEUTE5:33 Uhr

ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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ausland ticker wirtschaft

NATO-Chef fordert „Revolution“ in der Verteidigungsindustrie

NATO-Generalsekretär Mark Rutte fordert angesichts der Bedrohungen durch Länder wie Russland, China und Nordkorea eine „Revolution“ in der transatlantischen Verteidigungsindustrie.
„Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden“, sagte der Niederländer am Rande des diesjährigen Bündnisgipfels in der Türkei. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.
Als konkrete Schritte für die Revolution nannte Rutte unter anderem weitere langfristige Bestellungen, Investitionen und Bürokratieabbau. Gleichzeitig müsse aber die Industrie bereit sein, mehr Risiken einzugehen. „Die Nachfrage ist da, und das wissen Sie“, sagte er an Vertreter der Verteidigungsindustrie gerichtet.

2.000 Fußballfelder Produktionsfläche

Zugleich verwies Rutte auf in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte. „Allein im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass 37 Milliarden Dollar in die Stärkung unserer verteidigungsindustriellen Basis investiert wurden“, erklärte er. So gebe es zusätzliche Produktionsfläche in der Größe von mehr als 2.000 Fußballfeldern.
Als ein konkretes Positivbeispiel nannte Rutte die Munitionsproduktion. „Unseren Prognosen zufolge wird das Bündnis bis zum kommenden Jahr in der Lage sein, jährlich rund vier Millionen Artilleriegeschosse zu produzieren“, sagte er. Dies entspreche fast einer Verdopplung im Vergleich zum vergangenen Jahr.
Den Wert von am Rande des Gipfels angekündigten Rüstungsprojekten bezifferte Rutte auf mehrere Dutzend Milliarden Dollar.

Rutte: Kooperation von China und Russland „sollte uns beunruhigen“

Zu den Bedrohungen sagte Rutte, Russland stecke fast die Hälfte seines Staatshaushalts in seine Kriegsmaschinerie, und die Verteidigungsindustrie arbeite rund um die Uhr.
Zudem bauten China und Nordkorea ihre nuklearen Fähigkeiten aus, und auch beim Iran müsse man trotz der Angriffe der USA wachsam bleiben. „Diese Länder arbeiten zunehmend zusammen“, sagte Rutte. „Das sollte uns alle beunruhigen.“ (dpa/red)
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EU-Parlament stimmt für neue Fluggastrechte

Das Europaparlament hat neuen europäischen Fluggastrechten zugestimmt. Die Mehrheit von 646 Abgeordneten stimmte für die Reform, die unter anderem vorsieht, dass Eltern im Flugzeug künftig kostenlos Sitzplätze neben ihren Kindern reservieren können und Ticketpreise übersichtlich dargestellt werden müssen.
Die Regeln für Entschädigungen bei verspäteten Flügen sollen im Wesentlichen unverändert bleiben. Das hatten Vertreter des Parlaments in langen Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten durchgesetzt. Nun müssen auch die EU-Staaten der Änderung noch formell zustimmen. Das gilt als Formalie.

Flug verspätet?

Die EU-Staaten wollten ursprünglich, dass Fluggäste künftig erst bei größeren Verspätungen entschädigt werden und je nach Entfernung auch mit weniger Geld. Nach einer Einigung im Juni bleibt es aber dabei.
Fluggäste haben Anspruch auf eine Entschädigung, wenn ihr Flug mindestens drei Stunden Verspätung hat. Gestaffelt nach Entfernung sind es 250 Euro (bei 1.500 Kilometer Entfernung), 400 Euro (bei bis zu 3.500 Kilometer Entfernung), 600 Euro (bei mehr als 3.500 Kilometer Entfernung, wenn der Flug nicht nur innerhalb der EU stattfindet).
Diese Schwellen sollen auch gelten, wenn der Flug ganz gestrichen wurde – solange dies weniger als 14 Tage vor Abflug passiert ist. Voraussetzung ist stets, dass die Airline die Verspätung oder den Ausfall zu verschulden hat.
Nicht zu verschulden haben Fluggesellschaften nach den vorgesehenen neuen Regeln zum Beispiel Vorfälle mit randalierenden Fluggästen, Wetterbedingungen, Naturkatastrophen oder Streiks von Flughäfen oder Bodenabfertigungsdienstleistern.
Die Airline soll Passagiere innerhalb von 96 Stunden nach Ende der Reise schriftlich darüber informieren müssen, was deren Rechte sind und wie sie diese geltend machen können. Die Reisenden sollen neun Monate Zeit haben, ihre Ansprüche geltend zu machen.
Im Anschluss muss die Fluggesellschaft innerhalb von 30 Kalendertagen auszahlen oder den Reisenden mitteilen, warum sie in diesem Fall keine Entschädigung zahlt.

Anders ans Ziel kommen

Fluggäste sollen außerdem bei Problemen in vielen Fällen das Recht darauf haben, anders befördert zu werden. Das kann auch zu einem anderen Flughafen nah am Zielort, über eine andere Strecke, mit einer anderen Airline oder sogar zum Beispiel per Bahn passieren.
Die Reisebedingungen müssen vergleichbar sein – also beispielsweise Fluggäste, die einen Direktflug gebucht hatten, dürfen nicht gezwungen werden, mehrere Anschlussflüge zu nehmen.
Die Airline muss ihnen innerhalb von drei Stunden eine solche Alternative anbieten, andernfalls können Fluggäste selbst organisieren, wie sie ans Ziel kommen. Die Fluggesellschaft muss bis zu 400 Prozent des ursprünglichen Preises erstatten. Bisher ist die Höhe nicht gedeckelt.
Die Regeln betreffen Flüge von EU-Fluggesellschaften sowie solche von außereuropäischen Unternehmen, deren Maschinen in der EU abheben. Wenn sie in Kraft treten, haben die Fluggesellschaften zunächst zwölf Monate Zeit, sie umzusetzen. (dpa/red)
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07.07.2026 | „Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos | Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD

HEUTE12:54 Uhr

Flughafen Catania nach Ätna-Asche wieder in Betrieb

Nach der Sperrung wegen des Ascheregens am Vulkan Ätna ist der Flugbetrieb am Flughafen Catania wieder aufgenommen worden. Der Flughafen war zuvor wegen anhaltenden Ascheregens infolge vulkanischer Aktivität geschlossen worden. Nahezu alle Verbindungen fielen aus, darunter auch nach Deutschland. Seit dem Wochenende rumorte der Ätna wieder.
 

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HEUTE12:44 Uhr

Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD

Das Europaparlament hat wegen mutmaßlicher Verstöße gegen EU-Werte ein Prüfverfahren gegen die europäische Parteienfamilie der AfD, die ESN (Europa Souveräner Nationen), angeordnet. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg für das Verfahren. Am Ende des Verfahrens könnte die Behörde der ESN Fördergelder entziehen. Die ESN wies die Vorwürfe zurück und kritisierte das Verfahren als politisch motiviert.
 

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HEUTE12:33 Uhr

„Citizen Vigilante“ erhält Freigabe für Kinos

Die FSK hat dem Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll nun doch eine Freigabe erteilt. Kinos dürfen den Film mit der Altersfreigabe FSK 18 demnach zeigen. Der Spielfilm thematisiert Gewalt durch Migranten und hatte zunächst keine Freigabe erhalten. Elon Musk veröffentlichte den Film anschließend vollständig auf X.
 

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HEUTE12:27 Uhr

NATO bereitet Initiative „Drone Edge“ vor

In den kommenden fünf Jahren will die NATO mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, sagt Generalsekretär Mark Rutte in der Türkei. Zudem verpflichteten sich Alliierte, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden. Die Initiative trägt den Namen „Drone Edge“.
 

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HEUTE12:10 Uhr

Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde

Spezialeinheiten haben in Frankfurt mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Die Einsatzkräfte nahmen am 3. Juli fünf Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren „vor einer möglichen Tatausführung“ am selben Tag fest, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilten. Es wurden auch zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Zwei der Festgenommenen hätten eine deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammten aus Polen, Bulgarien und Kroatien.
 

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HEUTE11:45 Uhr

VW baut 50.000 Stellen ab – Gewerkschaft plant Aktionstag

Bis 2030 hat Volkswagen den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung. Die IG Metall ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 9. Juli auf, es handle sich nicht um einen Arbeitskampf.
 

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HEUTE11:39 Uhr

Tschechien darf Liebich an Deutschland ausliefern

Tschechien darf die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das Oberlandesgericht in Prag habe die Beschwerden der 55-Jährigen gegen die Auslieferung abgewiesen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Sie seien nicht begründet gewesen. Liebich gab an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Ihr Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde ebenso abgewiesen.
Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

 

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HEUTE11:32 Uhr

Samsung erwartet massives Gewinnplus

Der südkoreanische Konzern Samsung erwartet für das zweite Quartal ein Gewinnplus: 89,4 Billionen Won (51 Milliarden Euro). Die Chip-Sparte von Samsung profitiert besonders von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern. Angesichts des Gewinnanstiegs reichte der Konzern außerplanmäßige Börsenunterlagen ein. Der Umsatz dürfte demnach um 129 Prozent auf 171 Billionen Won steigen.
 

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HEUTE10:46 Uhr

Wie die Tabaksteuer steigt

Die Bundesregierung hat eine Erhöhung der Tabaksteuer auf den Weg gebracht. Ab 1. Januar 2027 sind jährliche Erhöhungen vorgesehen, die den Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf über 11,01 Euro steigen lassen könnten. Dann seien 4,44 für eine Packung allein für diese Steuer fällig – laut Finanzministerium ergibt das einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 8,77 Euro je Schachtel im Jahr 2027.
 

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HEUTE10:38 Uhr

12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

Wegen des schweren Waldbrands in den Pyrenäen sind 12.000 Menschen aus 20 gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Der Feuerwehr gelang in der Nacht, vor allem durch Gegenfeuer eine weitere Ausbreitung in der Nähe von Perpignan zu verhindern. Etwa 800 Feuerwehrleute sind aktiv, 4.900 Hektar brannten ab. Es gab offiziell 16 Verletzte. heute kommen weitere Löschflugzeuge aus der EU hinzu und helfen.
 

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HEUTE10:21 Uhr

NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei neuen AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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HEUTE10:03 Uhr

Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron (l) und der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa am 7. Juli 2026 vor ihrem Treffen im Volkspalast in Damaskus.

Foto: Ludovic Marin/POOL/AFP via Getty Images

 

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HEUTE9:44 Uhr

Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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HEUTE9:07 Uhr

Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro lag.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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Wenn das Gehirn wieder Rhythmus findet: Wie Tanzen das Leben mit Parkinson verändert

Parkinson schleicht sich in das Leben der Betroffenen. Es beginnt mit einem leisen Zittern, führt zu steifen Muskeln und lässt oft mitten in der Bewegung die Füße wie am Boden festfrieren. Doch auf der Tanzfläche passiert manchmal ein kleines Wunder: Wenn die Musik einsetzt, finden verloren geglaubte Bewegungen plötzlich ihren Fluss wieder.

Neurologen empfehlen das Tanzen heute als „Neurorehabilitation“. Der Grund ist simpel, aber genial: Tanz fordert uns ganzheitlich.

„Er verbindet gleichzeitig körperliche Bewegung, kognitive Herausforderungen, Musikwahrnehmung, Rhythmus, emotionale Beteiligung und soziale Interaktion auf eine Weise, wie es allgemeine Übungen wie das Gehen auf dem Laufband einfach nicht können“, sagte die Neurologin Dr. Fiona Gupta aus New York.

Der Takt, der die Blockade bricht

Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in der Musik. Das menschliche Gehirn liebt Rhythmus. Bei Parkinson-Patienten sind die Basalganglien – jene tief im Gehirn liegenden Nervenknoten, die für die automatische Bewegungssteuerung zuständig sind – beschädigt. Die Musik wirkt hier wie ein externer Taktgeber. Eine Studie zeigt, dass Melodien weitaus besser helfen als das monotone Klicken eines Metronoms, weil sie zusätzlich Emotionen wecken.

  • Tango trainiert gezielt das Gleichgewicht und die Schrittlänge.
  • Gemischte Tanzprogramme reduzieren das gefürchtete „Freezing“, das plötzliche Einfrieren mitten im Gehen.
Das Beste daran: Das Gehirn lernt um. Durch das Einstudieren neuer Choreografien werden neue Nervenbahnen geknüpft. Das Gehirn umgeht die beschädigten Areale mittel Neuroplastizität – ein Effekt, den keine Tablette der Welt nachahmen kann.

Geschichten von der Tanzfläche

David Leventhal ist einer der Gründer von „Dance for PD“ bei der Mark Morris Dance Group in Brooklyn. Sein Programm, das Tanz als Hilfsmittel für Menschen mit Parkinson einsetzt, begann nicht in einem Labor, sondern mit einem Gespräch.
„Es rührt eigentlich daher, dass Parkinson uns gewissermaßen ausgewählt hat“, erzählte er der englischsprachigen Epoch Times.
Das Programm startete im Jahr 2001, als Olie Westheimer, Gründer der Brooklyn Parkinson Group, mit einer Idee an die Mark Morris Dance Group herantrat: einen echten Tanzkurs für Menschen mit Parkinson zu schaffen.
Westheimer war überzeugt, dass das Verständnis von Tänzern für Gleichgewicht, Rhythmus, Koordination, Bewegungsabläufe und ausdrucksstarke Bewegung Menschen mit motorischen Herausforderungen auf eine Weise helfen könnte, wie es Medizinern nicht möglich ist.
„Ich habe nach dem ersten Kurs miterlebt, wie die Kombination aus Tanz und Musik die körperliche und emotionale Erfahrung unserer Parkinson-Tänzer im Laufe von nur einer Stunde verändern konnte“, bemerkte Leventhal. „Es war beeindruckend.“

Mehr als nur Bewegung

Fragt man Menschen mit Parkinson, warum sie immer wieder zum Kurs kommen, geht das Gespräch schnell über Mobilität und Gleichgewicht hinaus.
Ein Teilnehmer, ein ehemaliger Marine und New Yorker Prozessanwalt, von dem man auf den ersten Blick kaum angenommen hätte, dass er sich in den Tanz verlieben würde, kam nach seiner Parkinson-Diagnose in den Kurs und entdeckte den Stepptanz.
Er führte schließlich ein Solo auf, an dem er monatelang gearbeitet hatte. „Der Stolz und die Freude in seinem Gesicht waren unvergesslich“, sagte Leventhal.
Eine andere Teilnehmerin fand das Selbstvertrauen und die Ausdauer, um auf einer Familienhochzeit zu tanzen – etwas, das sie sich sehnlichst gewünscht hatte.
„Das mag für viele vielleicht nichts Besonderes sein, aber für Menschen, die mit Parkinson leben, kann es von enormer Bedeutung sein, diese Art von Selbstvertrauen, Freude und Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen“, fügte er hinzu.
Parkinson beeinträchtigt oft weit mehr als nur die Bewegung: Selbstvertrauen, Identität, Sprache und soziale Bindungen werden häufig gestört. Die sogenannte „Gesichtsmaske“ – die Tendenz der Krankheit, den sichtbaren emotionalen Ausdruck zu verringern – kann enge Beziehungen belasten.
In diesem Zusammenhang bietet der Tanz etwas, was die Medizin nicht leisten kann: einen Raum für Kreativität, Selbstentfaltung und echte zwischenmenschliche Verbundenheit.
„Wir wollten etwas schaffen, das den Menschen als Ganzes anspricht, anstatt uns nur auf die Symptome zu konzentrieren“, dies sagte Elaine Harvey, Leiterin von Moving Minds und Hauptmoderatorin von „Finding Flow“, dem Parkinson-Tanzprogramm der Organisation, gegenüber der englischsprachigen Epoch Times.
Die Vorteile erstrecken sich auch auf Pflegekräfte und Familienangehörige. Gemeinsame kreative Erlebnisse können Beziehungen über reine Pflegerollen hinaus erweitern und Momente der Freude und Partnerschaft ermöglichen, die die Krankheit sonst verdrängen würde, fügte Harvey hinzu.
Viele Teilnehmer kommen mit ihren Partnern, was durch die gemeinsamen Aktivitäten und die erlebte Verbundenheit zusätzliche positive Effekte hat.
In Großbritannien beschreibt Keith Wilson, der mit Parkinson lebt und sich für andere Betroffene einsetzt, seinen wöchentlichen Tanzkurs als ein echtes Highlight: „Vor meiner Diagnose habe ich gern Gesellschaftstanz getanzt, aber meine Körperhaltung ist nicht mehr so stabil“, sagte er. „Trotzdem ist der Parkinson-Tanzkurs für mich einer der schönsten Momente der Woche“.

So sieht ein Kurs aus

Zwar können Tanzkurse je nach Lehrer und Umgebung leicht variieren, doch folgen sie in der Regel einem ähnlichen Ablauf und sind so konzipiert, dass sie für Menschen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus zugänglich sind.
Ein typischer „Dance for PD“-Kurs beginnt im Sitzen, damit sich alle aufwärmen und bewegen können, ohne sich Gedanken um das Gleichgewicht machen zu müssen.
Von dort aus können die Teilnehmer je nach ihren Fähigkeiten und ihrem Wohlbefinden zu Übungen im Stehen, Bewegungen mit Stuhlunterstützung, Barre-Übungen oder Schrittfolgen und Gruppentänzen übergehen. Dabei stehen stets Optionen im Sitzen zur Verfügung.
Einzigartige Einheiten kombinieren ausdrucksstarke Bewegung, Rhythmus und Improvisation – alles begleitet von sorgfältig ausgewählter Musik. Die Atmosphäre ist genauso wichtig wie die Bewegung. In den Einheiten herrscht ein Gefühl der Verbundenheit und gegenseitigen Unterstützung.
„Wo auch immer die Einheiten stattfinden, das Ziel ist niemals Perfektion; es geht darum, den Menschen zu helfen, sich mit mehr Selbstvertrauen, Fantasie, Musikalität und Freude zu bewegen und dabei starke soziale Bindungen aufzubauen“, sagte Leventhal.
Kreative Gesundheitsansätze werden manchmal unterschätzt, weil sie nicht immer nahtlos in klassische medizinische Modelle passen, so Harvey. Doch die wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen deutet darauf hin, dass sie genau dort hingehören.
„Tanz bietet gleichzeitig körperliche, kognitive, emotionale und soziale Stimulation auf eine Weise, die motivierend und zutiefst menschlich wirkt“, sagte sie. „Die Wirkung kann unglaublich groß sein.“

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Dance Does Something Parkinson’s Medication Cannot“. (deutsche Bearbeitung: vm)  
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07.07.2026 | Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde | VW baut 50.000 Stellen ab – IG Metall vor Aktionstag

HEUTE12:10 Uhr

Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde

Spezialeinheiten haben in Frankfurt mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Die Einsatzkräfte nahmen am 3. Juli fünf Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren „vor einer möglichen Tatausführung“ am selben Tag fest, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilten. Es wurden auch zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Zwei der Festgenommenen hätten eine deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammten aus Polen, Bulgarien und Kroatien.
 

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HEUTE11:45 Uhr

VW baut 50.000 Stellen ab – Gewerkschaft plant Aktionstag

Bis 2030 hat Volkswagen den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung. Die IG Metall ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 9. Juli auf, es handle sich nicht um einen Arbeitskampf.
 

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HEUTE11:39 Uhr

Tschechien darf Liebich an Deutschland ausliefern

Tschechien darf die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das Oberlandesgericht in Prag habe die Beschwerden der 55-Jährigen gegen die Auslieferung abgewiesen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Sie seien nicht begründet gewesen. Liebich gab an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Ihr Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde ebenso abgewiesen.
Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Das Landgericht in Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

 

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HEUTE11:32 Uhr

Samsung erwartet massives Gewinnplus

Der südkoreanische Konzern Samsung erwartet für das zweite Quartal ein Gewinnplus: 89,4 Billionen Won (51 Milliarden Euro). Die Chip-Sparte von Samsung profitiert besonders von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern. Angesichts des Gewinnanstiegs reichte der Konzern außerplanmäßige Börsenunterlagen ein. Der Umsatz dürfte demnach um 129 Prozent auf 171 Billionen Won steigen.
 

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HEUTE10:46 Uhr

Wie die Tabaksteuer steigt

Die Bundesregierung hat eine Erhöhung der Tabaksteuer auf den Weg gebracht. Ab 1. Januar 2027 sind jährliche Erhöhungen vorgesehen, die den Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf über 11,01 Euro steigen lassen könnten. Dann seien 4,44 für eine Packung allein für diese Steuer fällig – laut Finanzministerium ergibt das einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 8,77 Euro je Schachtel im Jahr 2027.
 

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HEUTE10:38 Uhr

12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

Wegen des schweren Waldbrands in den Pyrenäen sind 12.000 Menschen aus 20 gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Der Feuerwehr gelang in der Nacht, vor allem durch Gegenfeuer eine weitere Ausbreitung in der Nähe von Perpignan zu verhindern. Etwa 800 Feuerwehrleute sind aktiv, 4.900 Hektar brannten ab. Es gab offiziell 16 Verletzte. heute kommen weitere Löschflugzeuge aus der EU hinzu und helfen.
 

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HEUTE10:21 Uhr

NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei neuen AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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HEUTE10:03 Uhr

Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron (l) und der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa am 7. Juli 2026 vor ihrem Treffen im Volkspalast in Damaskus.

Foto: Ludovic Marin/POOL/AFP via Getty Images

 

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HEUTE9:44 Uhr

Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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HEUTE9:07 Uhr

Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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HEUTE8:27 Uhr

411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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HEUTE7:49 Uhr

Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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HEUTE7:29 Uhr

Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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HEUTE7:02 Uhr

Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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HEUTE6:44 Uhr

„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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HEUTE6:27 Uhr

Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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HEUTE5:33 Uhr

ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro lag.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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07.07.2026 | NATO setzt nicht mehr auf AWACS-Flugzeuge | 12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

HEUTE10:38 Uhr

12.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

Wegen des schweren Waldbrands in den Pyrenäen sind 12.000 Menschen aus 20 gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Der Feuerwehr gelang in der Nacht, vor allem durch Gegenfeuer eine weitere Ausbreitung in der Nähe von Perpignan zu verhindern. Etwa 800 Feuerwehrleute sind aktiv, 4.900 Hektar brannten ab. Es gab offiziell 16 Verletzte. heute kommen weitere Löschflugzeuge aus der EU hinzu und helfen.
 

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HEUTE10:21 Uhr

NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei neuen AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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HEUTE10:03 Uhr

Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.
 

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HEUTE9:44 Uhr

Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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HEUTE9:07 Uhr

Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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HEUTE8:27 Uhr

411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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HEUTE7:49 Uhr

Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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HEUTE6:27 Uhr

Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro lag.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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07.07.2026 | NATO setzt nicht mehr auf AWACS-Flugzeuge der USA | Deutsche Produktion legt im Mai zu

HEUTE10:21 Uhr

NATO setzt bei Aufklärung nicht mehr auf US-Flugzeuge

Die NATO will laut Generalsekretär Mark Rutte bei der Erneuerung ihrer Flotte von AWACS-Aufklärungsflugzeugen nicht mehr auf US-Maschinen von Boeing setzen. Am Rande des NATO-Treffens in Ankara sagte er, es sollen bis zu zehn Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier gekauft werden. Diese sind mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye von Saab ausgerüstet. Hauptstützpunkt der Flotte ist der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.
 

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HEUTE10:03 Uhr

Berichte: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – es explodierten zwei Bomben in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein soll. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus syrischen Sicherheitskreisen. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit 2024 besucht. Er wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Elysée-Palast bestätigte, dass Macron sicher und wohlauf sei, er werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen.
 

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Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim Sanfermin-Fest im spanischen Pamplona teil.

Läufer nehmen am traditionellen Stierlauf beim San-Fermín-Fest im spanischen Pamplona teil.

Foto: Ruben Albarran/ZUMA Press Wire/dpa

 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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HEUTE5:33 Uhr

ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro lag.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger.
„Schon jetzt reicht selbst ein bayerisches 1,0-Abitur nicht mehr aus, um über die Leistungsschiene sicher einen Medizinstudienplatz zu ergattern“, sagte er im Interview mit der Mediengruppe Bayern.

Spitzenschüler schwerer zu finden

„Letztendlich wird dieser Weg zu einer massiven Entwertung des Abiturs und allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen führen.“ Es werde zunehmend schwieriger, „in dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“.
Meidingers Kritik ist nicht neu. Schon 2014 sagte er dpa als damaliger Vorsitzender des Philologenverbands: „Die eigentlich Gelackmeierten der Bestnoten-Inflation sind die Spitzenschüler, weil deren Spitzenleistung in der Einser-Schwemme untergeht.“

Abgehängt: Meidingers Schulenglisch

Meidinger sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern, der nur gestoppt werden könne, „wenn es ein bundesweit vergleichbares Abitur gibt mit gleichen Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien“.
Damals wie heute warf er Schulpolitikern vor, Reformen wie die Verkürzung oder Verlängerung der Gymnasialzeit dafür zu nutzen, dass danach bessere Noten vergeben werden und die Reformen als Erfolg gelten.
Der Gymnasiallehrer räumte ein, dass sich Schüler in manchen Bereichen auch tatsächlich verbessert hätten: „Mit meinem eigenen Schulenglisch kann ich mit heutigen Absolventen in keiner Weise mehr mithalten“, sagte er in dem aktuellen Interview. (dpa/red)
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Warum 900 Fahrräder in einer Kirche stehen

Jülich ist eine 35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im westlichen Nordrhein-Westfalen. Allein an den vielen Neubauten kann man erkennen: Die Gemeinde erlebt als Standort eines Energieforschungszentrums stetigen Zuzug – allerdings nicht von gläubigen Christen. Diese nehmen kontinuierlich ab.
Deshalb hat das katholische Bistum Aachen im Jahr 2022 beschlossen, eine der vier katholischen Kirchen des Ortes aufzugeben.

Unauffälliger Waschbetonbau

Die Wahl fiel auf die im Jahr 1961 errichtete St.-Rochus-Kirche. Sie liegt im Stadtteil Heckfeld in einem Wohngebiet. Nähert man sich ihr von außen, kommt man nicht auf die Idee, dass das Gotteshaus nicht mehr im Dienst der Kirche steht.

Die ehemalige St.-Rochus-Kirche in Jülich, Nordrhein-Westfalen.

Foto: Tom Goeller

Weithin sichtbar ist der hohe, vom Kirchengebäude abgesetzte Glockenturm. Auch auf dem ehemaligen Kirchenvorplatz sieht alles nach Kirche aus. Man muss schon sehr genau hinsehen, um herauszufinden, dass sich hier keine Gläubigen mehr versammeln.
Im Glaskasten rechts neben dem Eingang, in dem früher Gemeindenachrichten ausgehängt wurden, steht nun in schwarzer Schrift auf weißem Papier unauffällig: „Toms Bike Center“. Dazu die Öffnungszeiten.
Das schmucklose, funktionale Stahl-Glas-Portal hätte schon immer auch der Eingang zu einem Fabrikgebäude sein können. Betritt man es heute, bietet sich dem Betrachter aufgrund der Waschbeton- und Ziegelsteinarchitektur eher der Eindruck einer Turnhalle, vollgestellt mit Fahrrädern, soweit das Auge reicht.

Thomas Oellers hat 2023 sein Geschäft „Toms Bike Center“ in dem Kirchengebäude eröffnet.

Foto: Tom Goeller

Dazwischen bewegen sich ein paar Kunden mit Schutzhelmen auf dem Kopf. Andreas L. (62) ist gläubiger Christ, sagt aber: „Für mich ist das Fahrradgeschäft hier ein ganz normaler Raum.“ Er kommt, um sein Bike reparieren zu lassen. „Irgendwo knackt es und ich finde den Fehler nicht“, sagt er.
Im Eingangsbereich steht eine Mutter mit einem Kind auf einem Fahrradsitz. Sie sucht nach einem Anhänger mit Netzverdeck. Beraten wird sie von einem jungen Mann, ganz in schwarz gekleidet. Er ist der Sohn des Bike-Center-Besitzers. Er zeigt mir, wo ich seinen Vater finde, mit dem ich verabredet bin.
Im linken vorderen Eck der Halle ist eine kleine Glaskastenkonstruktion eingebaut. Das Büro von Tom Oellers. Er telefoniert gerade, als ich eintrete.

Fahrradshop mit Spezialrädern

Bevor wir das Gespräch beginnen können, platzt noch ein Kunde ins Büro. Er kommt vom Forschungszentrum in Jülich. Der Mann braucht ein Lasten-E-Bike. Das ist ein Dreirad mit einem vorne auf zwei Rädern befestigten Kasten, präzise „CB1“ genannt. Die Besonderheit daran: Das Bike verfügt über eine Neigungslenkung. Bei dem bisherigen Lasten-Bike sind einige Speichen der Räder gebrochen.
Diese Speichen hat Oellers aber gerade nicht vorrätig. Die Reparatur wird etwas dauern. Für die Zwischenzeit braucht das Forschungszentrum einen Ersatz. Oellers kann ein solches Rad sofort zur Verfügung stellen. Laut Auskunft eines Mitarbeiters des Forschungszentrums verfüge dieses über „etwa tausend Fahrräder“. Jetzt verstehe ich, warum sich in dem kleinen Ort Jülich ein großes Fahrradgeschäft mit Werkstatt lohnt.

„Ich habe nicht im Internet geguckt“

Endlich kommen Oellers und ich ins Gespräch. Warum hat er als Fahrradtechniker eine Kirche gekauft? Oellers berichtigt:
„Die erste Frage, die man stellen muss, ist: ‚Wie kommt man überhaupt an ein Kirchengebäude?‘ Ich habe nicht im Internet geguckt, sondern die Kirchengemeinde ist damals zu mir gekommen und hat mich gefragt. Es war ein Bekannter, der Mitglied des Kirchenvorstands war.“
Dieser habe über die Platzprobleme von Oellers bisherigem Geschäft Bescheid gewusst und sich gedacht, dass das große Kirchengebäude „etwas“ für ihn sei.

Tom Oellers, der Inhaber des Fahrradgeschäftes.

Foto: Tom Goeller

Auch die Lage habe gepasst. Bei der Kauferwägung sei ihm außerdem wichtig gewesen, dass es genügend Parkplätze gibt. Es kämen viele Kunden mit dem Auto, an dem sie Fahrräder mit Heckträgern befestigt haben. Sein Standort würde solchen Kunden, denen es um Reparaturen gehe, den Besuch der Werkstatt erleichtern. Auch zur Innenstadt sei es nicht weit.

Erscheinungsbild erhalten

Wie aber finden Kunden den Weg zum Fahrradshop? Nirgends gibt es ein Hinweisschild. Selbst das typische Firmenschild über der Eingangstür fehlt. Keine Werbung weit und breit. Oellers sagt, die Kunden würden ihn entweder kennen oder übers Internet finden. Beim Erwerb der Kirche habe er sich selbst ein paar Auflagen gestellt.
Er findet Werbeposter an dem ehemaligen Kirchengebäude unpassend. Er möchte den Gesamteindruck und das äußere Erscheinungsbild von vorher bewahren. Deshalb habe er auch keine Container für die Müllentsorgung aufgestellt. Allein durch die Anlieferung neuer Fahrräder entstehe eine große Menge an Papp- und Folienmüll. Diesen entsorge er über sein altes Ladengeschäft. Auch innerhalb seines Geschäfts verzichte er „bewusst“ auf Werbung.
Im Laden befindet sich weiterhin ein großes Orgelprospekt. Funktioniert die Orgel noch? Oellers: „Die Orgel kann nach wie vor gespielt werden.“ Im Kaufvertrag sei vereinbart gewesen, dass die ehemalige Gemeinde ein Jahr Zeit hatte, die Orgel an einen Interessenten zu übergeben. Als dieser das Kircheninstrument abbauen wollte, war der Zeitpunkt aber für das Fahrradgeschäft ungünstig. Ein neuer Termin sei nicht zustande gekommen.

„Hier habe ich geheiratet“

Wie fühlt er sich selbst damit, in einer ehemaligen Kirche seine Räder auszustellen und zu verkaufen? Oellers: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Je häufiger ich hierherkomme, desto normaler empfinde ich das. Die Ehrfurcht der ersten Tage und Monate ist teilweise gewichen.“
Seine Erfahrung mit seinen Kunden sei, dass diejenigen, die zum ersten Mal sein Geschäft betreten, erstaunt seien. „Für die, die öfter kommen, sind das Geschäft und die Werkstatt total normal“, sagt er. Allerdings gebe es auch eine Reihe von Kunden, die sich daran erinnern, wie sie als Kinder hier zur Kirche gegangen sind oder in dem Raum geheiratet haben und die darüber sprechen.
„Für mich war das Ergreifendste, als die Mutter eines einstigen Klassenkameraden ins Geschäft kam, um ein Fahrrad zu erwerben. Wir standen hier vorne auf dem Podest, wo früher die Heilige Messe zelebriert wurde und sie sagte plötzlich auf Jülicher Platt:
„‚Hör mal Tom, kannste Dir det fürstelln, hier hob ich jehürot – hier habe ich geheiratet.‘ Die war mit ihren Gedanken mehr bei ihrer Hochzeit als beim Kauf.“
Andere erzählten davon, dass sie hier getauft worden oder zur ersten heiligen Kommunion gegangen seien, genauso, wie er selbst. In seiner Wahrnehmung fallen solche Äußerungen jedoch nicht in einem bedauernden Ton. Es seien zumeist einfach Feststellungen.

Respektvoller Umgang mit dem Gebäude

Grundsätzlich gestattet Oellers, dass sich Gläubige in einem Nebenraum, einer ehemaligen Kapelle, treffen und beten können, wenn sie das möchten. Im Verkaufsraum befinden sich auch nach wie vor einige alte Kirchenbänke. Oellers sagt: „Wem danach ist, der kann sich gerne hier hinsetzen und seinen Gedanken freien Lauf lassen.“
Aufgrund seines Gesamtumgangs bei der Übernahme des Gebäudes sei der „Aufschrei in der Bevölkerung weitgehend ausgeblieben“. In den sozialen Netzwerken habe es zwar einige negative Kommentare gegeben, da man ihn aber im Ort kenne – schließlich sei er hier geboren und aufgewachsen –, habe sich die Kritik in Grenzen gehalten. Er habe den Eindruck, dass viele Menschen verstehen, dass der Verkauf an ihn „das Beste für dieses Kirchengebäude“ gewesen sei, da er nachweislich respektvoll damit umgehe.
Auch im Innenraum hat Oellers von massiven Umbaumaßnahmen Abstand genommen. Die Werkzeuge sind entlang der Außenmauern in nicht fest installierten Schränken untergebracht. Deshalb könne „rein theoretisch das Fahrradgeschäft ohne großen Aufwand jederzeit wieder in eine Kirche umgewandelt werden“, sagt er.
Heiztechnisch stellt das ehemalige, hohe Kirchengebäude in den Wintermonaten ein Problem dar. „Dann frieren wir“, sagt Oellers grinsend. Denn wenn er dauerhaft eine Temperatur von 18 Grad plus erreichen wollte, könnte er sich dies finanziell nicht leisten.

„Am Anfang haben wir nur geflüstert“

In der kleinen Werkstatt in der ehemaligen Sakristei sind drei Mitarbeiter mit der Reparatur von Fahrrädern beschäftigt. Alen (42) arbeitet schon seit fast 20 Jahren für Oellers. „Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß.“ Nach dem Einzug in die Kirche sei es am Anfang „spannend und aufregend“ gewesen.
„Wir haben in den ersten Wochen nur geflüstert.“

Alen (42) arbeitet für Oellers schon seit fast 20 Jahren.

Foto: Tom Goeller

Und wenn er im privaten Umfeld von seiner Arbeitsstätte spricht, dann nennt er das Geschäft nach wie vor „Kirche“. Freunde und Verwandte fänden die Umwidmung des Gebäudes „alle ganz gut“.
In einem anderen Teil der Werkstatt setzt Amr gerade ein Fahrrad instand. Er stammt aus Syrien und ist Muslim. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass in seinem Herkunftsland eine Moschee in eine Werkstatt umgewandelt würde, antwortet Amr: „Eigentlich nicht.“ Denn eine Moschee sei ein „Haus von Gott“.

Amr setzt in der Werkstatt ein Fahrrad instand.

Foto: Tom Goeller

„Eine besondere Fügung“

Bevor wir auseinandergehen, erzählt mir Oellers noch zwei besondere Begebenheiten aus der Zeit, als es um den Kauf des Gebäudes ging, die ihn bis heute bewegen: Seine Bank hatte zunächst der Finanzierung des Kredits für den Kauf zugestimmt. Einen Tag vor dem Notartermin habe der Vorstand der Bank seine Meinung jedoch geändert, obwohl die Finanzierung zuvor über den Bodenrichtwert als Sicherheit errechnet worden sei.
Er habe sich daraufhin dennoch entschieden, den Kaufvertrag zu unterschreiben – mit allen Konsequenzen, die dieser Schritt für ihn hätte nach sich ziehen können. Wenig später habe ein Freund eine andere Bank für ihn ausfindig gemacht, die ihm den Kredit zur Verfügung stellte.
Ob dabei Gott im Spiel gewesen sein könnte, so weit will Oellers nicht gehen, obwohl er nach seinen eigenen Worten „sehr gläubig“ sei. Er sagt aber, er empfinde das Zustandekommen der Finanzierung nach dem Kauf als „Fügung“, also als ein schicksalhaftes Ereignis, bei dem Umstände auf wundersame Weise zusammenwirkten.

Daumenschrauben von Behörden

Und er weist auf ein weiteres damaliges Problem hin: „Wenn ein solches Gebäude wie dieses eine Umwidmung erfährt, dann legen einem die Behörden gewisse Daumenschrauben an“, sagt er. So hätte beispielsweise ein Brandschutzkonzept vorgelegt werden müssen. Die Behörden verlangten, dass eine Rauchabzugsanlage installiert werden müsse. Diese wäre zum einen „sehr teuer geworden“, zum anderen hätte sie den Raum optisch verunstaltet.
Seinem Architekten, der ihn bei der Umwidmung begleitet habe, sei indes aufgefallen, dass die vorhandenen Kirchenfenster „genau zu dem Luftvolumen passten“. Deshalb habe die Anlage nicht installiert werden müssen. Oellers mokiert sich nun darüber:
Vor dem Verkauf der Kirche habe es im Kirchenraum aufgrund der vielen Kerzen zahlreiche offene Flammen gegeben, ohne dass die Behörden auf eine Rauchabzugsanlage bestanden hätten. Sobald man aber gewerblich tätig werde, gebe es plötzlich „wahnsinnige Auflagen“.

Ein Blick auf die Kirchenfenster.

Foto: Tom Goeller

Hohes Maß an Wertschätzung

Wieder im Freien, geht mir durch den Kopf, was aus anderen aufgegebenen Kirchen geworden ist: im besten Fall eine Bibliothek, in anderen Fällen aber ein Restaurant, ein Freizeitzentrum, in dem man Skateboard fahren kann, oder gar eine Urnenbegräbnisstätte.
Der Innenarchitekt Felix Hemmers betreut seit 2025 für den Verein „Baukultur Nordrhein-Westfalen“ das Projekt „Zukunft-Kirchenräume“, das sich mit der Umwidmung von Kirchen in profane Räume befasst. Er bescheinigt der neuen Nutzung in Jülich: „Durch die Biografie des Unternehmers wurde dem Gebäude […] trotz der kommerziellen Nutzung ein hohes Maß an Wertschätzung entgegengebracht.“ Diese Einschätzung teile ich.
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07.07.2026 | Deutsche Produktion legt im Mai zu | Lebenserwartung steigt auf Höchststand

HEUTE10:03 Uhr

Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch

Im syrischen Damaskus gab es Explosionen – laut Medienberichten sollen Sprengsätze in der Nähe eines Hotels explodiert sein, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein sollte. Nach der Explosion wurden Straßen abgesperrt und Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Macron ist der erste hochrangige EU-Staatschef, der Syrien seit dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad besucht.
Macron wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Gespräche sollen sich unter anderem um mögliche Investitionen in Syrien und den Wiederaufbau des Landes nach dem Bürgerkrieg drehen.
 

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HEUTE9:44 Uhr

Lebenserwartung auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren (+2 Monate), so das Statistische Bundesamt. Männer liegen bei 79,1 Jahren (+3 Monate gegenüber 2024). Bei den jetzt 65-Jährigen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung bei Frauen auf 21,2 Jahre (+ etwa ein Monat) und bei Männern auf 18,2 Jahre (plus2 Monate).
 

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HEUTE9:07 Uhr

Fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der ersten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona im Norden Spaniens wurden fünf Läufern verletzt. Sie erlitten vor allem Prellungen, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen gab es nicht. Täglich werden sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gejagt.
 

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HEUTE8:47 Uhr

Deutsche Produktion legt im Mai zu

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Im Vergleich von März bis Mai war die Produktion um 0,1 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, sagt das Statistische Bundesamt. Vor allem legte die Automobilindustrie zu (+3,6 Prozent) und das Baugewerbe (+0,9 Prozent).
 

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HEUTE8:27 Uhr

411 Millionen für Fusionsreaktor

Das Start-up Proxima Fusion hat 411 Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. Der Freistaat Bayern stellt weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende der 2030er Jahre will das Unternehmen in Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 30er Jahre in Garching der Demonstrationsreaktor „Alpha“ entstehen. Der erste Magnet des „Stellarators“ soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden.
 

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HEUTE7:49 Uhr

Materialengpässe in der Industrie nehmen zu

Im Juni hatten 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. In der chemischen Industrie sprechen 29,5 Prozent der Unternehmen von Engpässen. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
 

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HEUTE7:29 Uhr

Mindestes 15 Tote durch Gewitter und starke Stürme

Tornados, Gewitter und starke Stürme haben in China mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt. Zehntausende Menschen seien evakuiert worden, neun Menschen würden vermisst. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden nach sintflutartige Regenfälle in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms.
Große Verwüstungen in der Provinz Hubei.

Verwüstungen in der Provinz Hubei.  

Foto: Wu Zhizun/XinHua/dpa

 

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HEUTE7:02 Uhr

Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL halten 55 Prozent der Bundesbürger eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig. Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei CDU/CSU-Anhängern aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung bei Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.
 

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HEUTE6:44 Uhr

„Handelsblatt“: Bundeswehr plant Satelliten-Flotte mit bis zu 1.200 Einheiten

Die Bundeswehr plant laut „Handelsblatt“ eine der größten Satelliten-Flotten der Welt nach Starlink: Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen ins All. Der Großteil der Satelliten sei für das Aufklärungssystem „Spock 2“ vorgesehen. Radar und Spezialkameras sollen Militärs ein möglichst präzises Lagebild von Gefechtsfeldern liefern. Details bespricht die Bundeswehr derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Pläne sind noch nicht offiziell bestätigt.
 

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HEUTE6:27 Uhr

Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen belagert

Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“
 

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HEUTE6:12 Uhr

USA reagieren mit „großer Besorgnis“ auf chinesischen Raketentest

Die USA reagieren besorgt auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum am 6. Juli. Peking sagte, die mit einem „Übungsgefechtskopf“ ausgestattete Rakete sei „erfolgreich“ von einem Atom-U-Boot aus gestartet und „präzise im vorgesehenen Seegebiet“ im Pazifik eingeschlagen. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
 

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HEUTE5:33 Uhr

ADAC: Autobahntankstellen im Schnitt um 33 Cent je Liter teurer

An deutschen Autobahntankstellen sind die Kraftstoffpreise im Schnitt um 33 Cent je Liter höher als anderswo. Das ermittelte der ADAC, der die Preise von Super E10 und Diesel an über 14.000 Tankstellen, darunter rund 360 Autobahntankstellen, verglich. Zwischen dem 6. bis 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahnen im Schnitt 2,43 Euro je Liter, sonst 2,10 Euro. Diesel kostete an der Autobahn 2,61 Euro je Liter – sonst 2,28 Euro lag.

Preisunterschiede je nach Tankstelle sind laut Kartellamt momentan sehr stark (Archivbild).

Foto: Pia Bayer/dpa

 

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HEUTE4:53 Uhr

Lehrerverband: Zu gute Abiturnoten schaffen Probleme

Die Notenschnitte der Abiturienten sind zu gut – findet der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Das führe zu einer massiven Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen. „In dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“ sei schwieriger geworden. Er sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern.
 

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HEUTE4:40 Uhr

Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus

Ein „unbekanntes Projektil“ hat einen Öltanker unweit der Straße von Hormus getroffen. Auf dem Schiff sei ein Feuer ausgebrochen. Das teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli vor der Küste Omans, rund acht Seemeilen östlich von Limah. UKMTO schreibt: „Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.“
 
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)

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