Month: May 2026
Gewalt in Pakistan nimmt zu – Anschläge auf chinesische Projekte
In Kürze:
- Nahezu Einigung auf Friedens-Memorandum zwischen USA und Iran
- Streitpunkte: Atomprogramm, Urananreicherung, Sanktionen
- Vermittlerstaaten berichten von Fortschritten, Lage bleibt angespannt
Internationale Gespräche und Vermittlerrolle
Gespräche mit Israel und weitere Diplomatie
Weiter bestehende Spannungen
Rubio: Keine Maut in der Straße von Hormus
„Axios“: Verlängerung der Waffenruhe
In Kürze:
- 1966 erschuf der deutsche Informatiker Joseph Weizenbaum mit ELIZA den ersten Chatbot der Welt.
- Sein Programm generierte auf Basis bestimmter Schlüsselwörter scheinbar verständnisvolle Antworten.
- Der KI-Pionier war schockiert, wie leicht seinem „Spielzeug“ menschliche Eigenschaften zugewiesen wurden und sah darin eine Gefahr für die Menschheit, schlimmer als der Nationalsozialismus, vor dem er in die USA geflohen war.
- Damals weitgehend ignoriert, zeigen ChatGPT & Co heute, wovor Weizenbaum schon vor über 60 Jahren warnte:
- Das Problem liegt nicht in der Maschine, sondern in unserem Umgang mit ihr und der Verleugnung der menschlichen Natur.
ELIZA – Die Entstehung des Chatbots

Joseph Weizenbaum auf dem Balkon seiner Wohnung in Berlin am 11. Februar 2005. Der emeritierte Professor für Informatik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, veröffentlichte 1966 mit ELIZA den ersten Chatbot der Welt.
Ein Taschenrechner als Therapeut
„Es [das Menschnbild] basiert auf der Vorstellung, der Mensch sei eine Maschine, die man im Prinzip und in naher Zukunft verstehen und entschlüsseln könne, um sie dann entsprechend zu korrigieren und zu verbessern. Das zentrale Dogma dieses Menschenbildes ist die Idee, dass jeder Aspekt des Lebens computable sei, dass er sich in berechenbare und formalisierbare Vorgänge auflösen ließe.“
Die Wissenschaft als Weltreligion
„Für mich ist die Naturwissenschaft lediglich die heute vorherrschende Weltreligion mit Novizen (Studenten), Kirchen und Kathedralen (Universitäten), Priestern und Häretikern; auch die Kardinäle (die Nobelpreisträger) und ganz bestimmte Rituale, um das Ausmaß der eigenen Hingabe und Loyalität zu beweisen, fehlen nicht.“
Eine Bedrohung für die Menschheit
„Wir können aus der Geschichte dieses Jahrhunderts, vielleicht des brutalsten Jahrhunderts, lernen, welche entscheidende Rolle das Menschenbild in den Verbrechen der Vergangenheit spielte. Und wir müssen uns daran erinnern, dass die grausamsten Verbrechen möglich wurden, weil die Täter das Menschsein der Opfer leugneten.“

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Maschinen warnte Joseph Weizenbaum, dass die eigentliche Gefahr nicht nur in ihrer Macht liege, sondern darin, wie wir uns im Vergleich zu ihnen sehen. Hier ein (weiblicher) Roboter-Croupier auf der Global Gaming Expo Asia in Macau am 12. Mai 2026.
Foto: Eduardo Leal/AFP via Getty Images
Feste Überzeugungen, konsequente Warnungen
Mehr als Sprache
„Als meine Kinder noch klein waren, stand ich zuweilen zusammen mit meiner Frau über das Bett gebeugt, in dem sie schliefen. Wir sprachen miteinander, ohne zu reden; es war die Wiederholung einer Szene, so alt wie die Menschheit selbst.“

Für Weizenbaum besitzt die menschliche Verbindung – Gespräch, Empathie, gemeinsame Erfahrung – eine Tiefe, die kein Algorithmus nachbilden konnte.
Foto: AndreyPopov/iStock
„Was als elementarste Einsicht hervorgeht, ist, dass wir, da wir derzeit keine Möglichkeiten haben, Computer weise zu machen, Computern derzeit keine Aufgaben übertragen sollten, die Weisheit erfordern.“
Zahl der Fälle wahrscheinlich deutlich höher
Ausbruch blieb wochenlang unentdeckt
Bislang weder Impfung noch Therapie für seltene Ebola-Variante
Erstmals für ein ganzes Jahr auf der Station
In Kürze:
- Früher wie heute gibt es zahlreiche Bibliotheken, in denen kluge Köpfe Texte studieren, Entdeckungen machen und Neuheiten entwickeln.
- In der Antike gab es neben der Bibliothek von Alexandria vier weitere große Einrichtungen, die zu Geburtsstätten für Neuerungen wurden.
- Ihre Geschichten blieben erhalten, weil bestimmte Menschen die Vergangenheit vor der Vernichtung bewahren wollten.
Das königliche Archiv der Hethiter

Fragmente der Tontafel, auf der der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag geschrieben steht.
Foto: Iocanus, Wikimedia Commons | CC BY 3.0
Die königliche Sammlung von Assurbanipal

Assyrisches Relief des Banketts von Assurbanipal aus Ninive.

Tafel mit dem Gilgamesch-Epos.
Foto: gemeinfrei
Die Bibliothek von Alexandria

Künstlerische Darstellung der großen Bibliothek von Alexandria.
Foto: gemeinfrei
Pergamon und Pergament

Blick auf die Überreste der Bibliothek von Pergamon im heutigen Bergama in der Türkei.
Foto: resulmuslu/iStock
Rom und die erste öffentliche Bibliothek

Die Bibliothek von Gaius Asinius Pollio musste im 2. Jh. n. Chr. dem Trajansforum weichen, dessen bauliche Überreste noch heute in Rom zu sehen sind.
Foto: ABBPhoto
Die Bewahrung der Vergangenheit
Was „trainiert“ Immunsysteme?
Desinfektion über den Wolken
Streichelzoo und Dreck
ARD-Studio und Deutsche-Welle-Büro in Kiew nach russischem Angriff beschädigt
Selenskyj kritisiert Oreschnik-Einsatz als „unverantwortlich“
Tote und Dutzende Verletzte in Kiew
EU: Abscheuliche Terrorakte Russlands
Medwedew fordert noch härtere Schläge gegen Kiew
Selenskyj reagiert mit Häme auf Putin-Auftritt
Grisebachs Film und seine Würdigung
Weitere internationale Preisträger
Ehrenpreise und Festival-Abschluss
Gegenproteste und Kritik
Karlspreis an Milan Uhde
Berührende Rede
Söder erzählt von seinem Onkel
In Kürze:
- Am Pfingstmontag erwartet die Netzbetreiber erneut viel Sonne bei wenig Stromverbrauch.
- Über die Mittagszeit muss ein Großteil der Solaranlagen abgeregelt werden.
- Es werden erneut Kosten für den Steuerzahler im Hundert-Millionen-Bereich erwartet.
- Die Netzbetreiber haben nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten.
Großteil der Solaranlagen werden kurzfristig abgeschaltet

Die Stromerzeugungsdaten vom 18. bis24. Mai 2026.
Foto: Bildschirmfoto /energy-charts.info/Fraunhofer ISE
Wenn zu viel Strom zum Problem wird
„Erstens: Der Staat verbrennt Geld. Denn alle bis Ende Februar vergangenen Jahres installierten Solaranlagen erhalten auch in jenen Stunden die Erneuerbaren-Einspeisevergütung nach dem EEG, in denen ihr Strom dem System überhaupt nichts nützt oder ihm sogar schadet.“
Was die Netzbetreiber tun können
Lücke zwischen Pilotprojekt und Arbeitsalltag
Zu selten messbare Ziele
IT-Verantwortliche sehen KI nicht als Jobkiller
Darum geht es bei dem Rahmenabkommen
Was Trump und Rubio sagen:
- Der US-Präsident schrieb auf seiner Plattform Truth Social, ein Rahmenabkommen sei „weitestgehend“ ausgehandelt. Letzte Aspekte und Details würden derzeit besprochen und sollen „in Kürze“ bekanntgegeben werden.
- Trump erwähnte explizit die Öffnung der Straße von Hormus, ohne die genauen Umstände zu beschreiben. Die faktische Blockade der Meerenge belastet die Weltwirtschaft massiv – und ist für den Iran das Druckmittel schlechthin in den Verhandlungen.
- Zudem zählte Trump etliche Vermittler auf, unter anderem die Staatsführer aus Saudi-Arabien, Pakistan, der Türkei und den Emiraten. Im Gegensatz zu früheren Beiträgen auf seiner Plattform verzichtete der US-Präsident auf Drohungen und Beleidigungen. Auch das iranische Atomprogramm erwähnte der US-Präsident dieses Mal nicht.
- Dafür erinnerte Rubio daran, worum es in dem Konflikt „eigentlich geht“. Das übergeordnete Ziel sei, „dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen“ dürfe. Niemand auf der Welt ginge so strikt dagegen vor wie der US-Präsident.
- Der Außenminister betonte, die Straße von Hormus gehöre nicht dem Iran. „Wenn wir zulassen würden, dass dies zur Normalität wird, würden wir einen inakzeptablen Status quo normalisieren“, sagte er. Das Rahmenabkommen würde zu einer „vollständig offenen Meerenge“ führen, „und ich meine, offene Meerenge ohne Gebühren“.
- Rubio sprach von Fortschritten, die er nicht kleinreden wolle. Aber es gebe noch viel zu tun. Möglicherweise gebe es später am Sonntag mehr dazu zu sagen.
Was der Iran sagt:
- Wenige Stunden nach Trumps Aussagen kamen aus dem Iran eher einschränkende Reaktionen – insbesondere zur Straße von Hormus. Ein Militärsprecher schrieb auf der Plattform X, Teheran behalte auch im Falle eines Abkommens die Kontrolle. Die Meerenge werde „unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben“.
- Die iranische Nachrichtenagentur Fars schrieb, der Iran habe zwar zugestimmt, die Anzahl der passierenden Schiffe wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben. Dies bedeute jedoch keine Rückkehr zur „freien Durchfahrt“ wie vor dem Krieg. Trumps Behauptung sei daher „unvollständig“ und entspreche nicht der Realität.
- Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigte sich zwar laut dem Präsidialamt in Teheran offen für eine diplomatische Lösung, betonte jedoch Irans tiefes Misstrauen gegenüber Washington. „Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht“, sagte Peseschkian.
Was Israel sagt:
- Israel hat Medienberichten zufolge große Sorge, dass Trump einen „schlechten Deal“ mit Teheran abschließen könnte. „Während Israel ursprünglich darauf abzielte, Veränderungen in vier zentralen Bereichen zu erreichen – einen Regimewechsel, (einen Stopp) des iranischen Atomprogramms, des ballistischen Raketenprogramms sowie der Unterstützung von regionalen Verbündeten Teherans – muss es seine Anstrengungen nun allein auf das Atomprogramm konzentrieren“, schrieb ein Kommentator der Zeitung „Israel Hajom“.
- Das „absolute Minimum, das noch als Erfolg gelten könnte“, wäre die Entfernung sämtlichen angereicherten Urans aus dem Iran sowie die Verhinderung einer Urananreicherung für viele Jahre, schrieb er. Dies könne zwar wie eine Kopie des 2015 geschlossenen Atomabkommens unter Federführung des früheren US-Präsidenten Barack Obama wirken. Trump und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, die gemeinsam die Entscheidung zum Ausstieg aus dem Abkommen getroffen hätten, könnten jedoch „kaum mehr als genau das erreichen“.
- Sollte Israel im Rahmen des US-Deals mit dem Iran zudem seine Truppen aus dem Südlibanon zurückziehen müssen, wären dies „sehr schlechte Nachrichten für die Bewohner Nordisraels und für den Libanon – und sehr gute Nachrichten für die Hisbollah-Miliz, die dadurch ihre Bemühungen um eine Erholung und Neuformierung beschleunigen könnte“, schrieb der Kommentator.(dpa/red)





























































