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Flüge ins Ausland im ersten Halbjahr deutlich teurer – Ausnahme: Afrika

Die Preise für Flugtickets und Pauschalreisen ins Ausland sind zuletzt stark gestiegen. Tickets für internationale Flüge verteuerten sich im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte.
Betrachtet man die Preise für Auslandsflüge in der Economy-Class, gab es die größten Steigerungen bei Flügen nach Mittelamerika (+12,5 Prozent). Für Flüge ins europäische Ausland zahlten Flugreisende im 1. Halbjahr 2026 rund 11,5 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2025, nach Asien und Australien 4,9 Prozent mehr.

Afrika-Tickets günstiger

Langstreckenflüge nach Nordamerika verteuerten sich um 3,7 Prozent, nach Südamerika um 0,3 Prozent. Günstiger geworden sind hingegen Flugtickets nach Afrika (-12,0 Prozent).
Ebenfalls deutlich stiegen die Ticketpreise für Flüge innerhalb Deutschlands: 9,5 Prozent mehr kosteten Inlandsflüge im 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Pauschalreisen um 3,0 Prozent teurer

Auch für Pauschalreisen mussten Urlauber tiefer in die Tasche greifen: Pauschalreisen ins Ausland waren im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 3,0 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum. Preissteigerungen gab es für Pauschalreisen nach Ägypten (+5,2 Prozent), auf die Kanaren (+4,6 Prozent) und Balearen (+3,6 Prozent).
Die Preise für Pauschalreisen in die Türkei (+1,3 Prozent) stiegen moderat gegenüber dem 1. Halbjahr 2025. Bei Pauschalreisen nach Griechenland veränderten sich die Preise für Verbraucher kaum (+0,2 Prozent).
Bei Pauschalreisen innerhalb Deutschlands fiel der Preisanstieg zuletzt ähnlich wie bei den Auslandsreisen aus: Heimische Pauschalreisen verteuerten sich im 1. Halbjahr 2026 um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (dts/red)
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Der Freund – von Joseph Freiherr von Eichendorff

Der Freund

Der auf den Wogen schliefe,
ein sanft gewiegtes Kind,
kennt nicht des Lebens Tiefe,
vor süßen Träumen blind.
Doch wen die Stürme fassen
zu wildem Tanz und Fest,
wen hoch auf dunklen Straßen
die falsche Welt verläßt:
Der lernt sich wacker rühren,
durch Nacht und Klippen hin
lernt er das Steuer führen
mit sichrem ernsten Sinn.
Der ist vom echten Kerne,
erprobt zu Luft und Pein,
der glaubt an Gott und Sterne,
der soll mein Schiffmann sein!
 
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788–1857)
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USA und Iran am Rand eines größeren Krieges? Neue Angriffe erschüttern Nahost


In Kürze:

  • Die USA greifen iranische Militärziele an und wollen die Fähigkeit des Iran einschränken, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu bedrohen.
  • Iranische Revolutionsgarden melden Angriffe auf US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten.
  • Die internationale Gemeinschaft warnt vor einer weiteren Eskalation des Konflikts.

 
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich erneut deutlich verschärft. Nach einer neuen Angriffswelle des US-Militärs gegen iranische Ziele und iranischen Vergeltungsschlägen in der Region wächst die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die strategisch wichtige Straße von Hormus, eine der bedeutendsten Handels- und Energierouten der Welt.

USA führen neue Angriffe gegen iranische Ziele durch

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine umfangreiche Angriffswelle gegen den Iran durchgeführt. Die Operation wurde von US-Präsident Donald Trump angeordnet. Ziel der Angriffe sei es gewesen, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen und den internationalen Schiffsverkehr zu gefährden.
Nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom wurden Dutzende Ziele mit Präzisionswaffen getroffen. Angegriffen wurden unter anderem Luftabwehrsysteme, Radarstationen, Raketenstellungen, Drohnenstandorte, Kommunikationsanlagen, Munitionslager und weitere militärische Einrichtungen.
Die USA erklärten, dass die Angriffe notwendig gewesen seien, um die Sicherheit des internationalen Schiffsverkehrs zu gewährleisten. Nach Angaben des Militärs kamen Kampfflugzeuge, Drohnen, Marschflugkörper und erstmals auch schwimmende Drohnen zum Einsatz.
Die US-Streitkräfte veröffentlichten Aufnahmen von startenden Kampfjets und abgefeuerten Raketen. Die Angaben konnten jedoch nicht unabhängig überprüft werden.
Neben Kampfflugzeugen wurden auch Marschflugkörper eingesetzt. (Archivbild)

Neben Kampfflugzeugen wurden auch Marschflugkörper eingesetzt. (Archivbild)

Foto: Seaman Daniel Kimmelman/US Navy/AP/dpa

Angriffe treffen mehrere Regionen im Iran

Nach Angaben iranischer Staatsmedien richteten sich die US-Angriffe gegen mehrere Gebiete im Süden und Westen des Landes. Zu den genannten Zielgebieten gehörten die strategisch wichtige Golfinsel Keschm in der Straße von Hormus, die Hafenstadt Bandar Abbas sowie die Provinz Chusestan im Südwesten des Iran.
Bei einem Angriff auf die Stadt Mahschahr in Chusestan wurde nach iranischen Angaben ein Mensch getötet. Vier weitere Menschen seien verletzt worden.
Der Iran verurteilte die Angriffe scharf und warf den USA vor, die Sicherheitslage in der Region weiter zu verschärfen und diplomatische Bemühungen der vergangenen Monate zerstört zu haben.

Iranische Revolutionsgarden melden Vergeltungsangriffe

Als Reaktion auf die US-Angriffe erklärten die iranischen Revolutionsgarden, amerikanische Militärziele in mehreren Ländern der Region angegriffen zu haben.
Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurden US-Einrichtungen in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Genannt wurden unter anderem ein Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain sowie weitere militärische Stützpunkte in Kuwait.
Die Revolutionsgarden erklärten außerdem, Logistikzentren und Versorgungseinrichtungen des US-Militärs in der Region getroffen zu haben. Eine Bestätigung durch das US-Militär lag zunächst nicht vor.
In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Sirenenalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben.

Streit um die Straße von Hormus

Ein zentraler Punkt der aktuellen Krise ist die Kontrolle über die Straße von Hormus. Die strategisch wichtige Wasserstraße verbindet den Persischen Golf mit dem offenen Meer und ist eine der bedeutendsten Handels- und Energierouten der Welt. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls wird normalerweise durch diese Meerenge transportiert.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Straße von Hormus bleibe bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in der Region gesperrt. Eine iranische Stelle erklärte, dass eine Durchfahrt wegen der militärischen Aktivitäten der USA derzeit nicht möglich sei.
Die USA widersprachen dieser Darstellung. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, die Straße von Hormus sei weiterhin offen, der Schiffsverkehr laufe und der Iran kontrolliere die internationale Wasserstraße nicht. Washington betonte, die US-Streitkräfte seien bereit, die freie Schifffahrt zu schützen.
Die erneute Eskalation folgte nach Angaben der USA auf Angriffe des Iran gegen Handelsschiffe in der Region. Daraufhin starteten die Vereinigten Staaten ihre Militäraktionen gegen iranische Einrichtungen. Bereits zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in mehreren Golfstaaten, in denen sich US-Militärkräfte befinden.

Trump spricht von gescheiterten Verhandlungen

US-Präsident Trump erklärte, dass zuvor Gespräche zwischen Washington und Teheran stattgefunden hätten. Nach seiner Darstellung habe es die Möglichkeit einer Vereinbarung gegeben, bei der der Iran weitreichende Zugeständnisse gemacht hätte.
Trump erklärte jedoch, dass der Iran nach den Gesprächen erneut militärisch gehandelt habe. Daraufhin hätten die USA mit massiven Angriffen reagiert.
Gleichzeitig ließ der US-Präsident die Möglichkeit weiterer Verhandlungen offen.

Donald Trump (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Iran warnt vor neuen Konsequenzen

Mohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments und wichtiger Verhandlungsführer, erklärte, die Zeit einseitiger Abkommen sei vorbei. Er machte deutlich, dass der Iran auf weitere Maßnahmen der USA reagieren werde und forderte, dass Vereinbarungen eingehalten werden müssten.
Die zunehmende Eskalation hat bereits Auswirkungen auf die internationalen Märkte. Die Ölpreise stiegen nach Beginn der neuen Angriffe deutlich an.
Eine mögliche längerfristige Einschränkung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus könnte erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft haben. Experten warnen vor steigenden Energiepreisen, höheren Transportkosten und möglichen Auswirkungen auf die globale Versorgung.

UN fordert Ende der Kämpfe

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich angesichts der erneuten Eskalation äußerst besorgt. Er warnte vor den Folgen einer weiteren Ausweitung des Konflikts für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft.
Guterres rief die USA und den Iran dazu auf, die Angriffe zu beenden und die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Nach Ansicht der Vereinten Nationen könnte eine weitere militärische Eskalation schwerwiegende Folgen für die gesamte Region haben.
Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt angespannt. Während Washington erklärt, die internationale Schifffahrt schützen zu wollen, wirft Teheran den USA Aggression und die Zerstörung diplomatischer Bemühungen vor. Ob es zu einer weiteren Eskalation oder einer Rückkehr zu Verhandlungen kommt, bleibt offen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen sowie der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
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Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird

Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest – weit weg von Stuttgart. Und doch rollen dort, wie an anderen Orten Ungarns, Fahrzeuge vom Band, die das Geschäft der deutschen Autoindustrie tragen.
An diesem Montag bekommt das eine neue Dimension: Denn Mercedes-Benz hat in das dortige Werk gut eine Milliarde Euro investiert – und es so nach eigenen Angaben zur größten Autofabrik des Landes ausgebaut. Zur Eröffnung (10:15 Uhr) wird auch der neue ungarische Premierminister Peter Magyar erwartet.
Produziert werden in der Provinzstadt bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Und weitere Produktionsaufträge dürften folgen. Dafür wurden unter anderem zwei Hallen für Karosserie- und Montagelinien, eine Lackiererei und eine Batteriemontage gebaut. Durch die Erweiterung können in Kecskemet nun potenziell bis zu 400.000 Fahrzeuge jährlich hergestellt werden. Dann wäre das Autowerk nicht nur das größte in Ungarn, sondern auch die größte Mercedes-Fabrik Europas.
Dahinter steckt eine Strategie des Managements um Chef Ola Källenius: Der Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern soll von 15 auf 30 Prozent verdoppelt werden. In Deutschland schrumpft die maximal mögliche Produktion in den nächsten Jahren hingegen weiter – auf 900.000 Fahrzeuge.

Warum gerade in Ungarn?

Die Schwaben stehen unter immensem Druck: Insbesondere die Zölle und der intensive Wettbewerb in China belasten. Absatz, Umsatz und Gewinn waren zuletzt rückläufig. Zunehmend beklagt sich Mercedes über die strukturellen Kosten in Deutschland, vor allem für Arbeit. Diese seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. „Jede Vergabe neuer Produkte und jede Zuweisung von Aufgaben an deutsche Standorte verschlechtert die relative Kostenposition“, hieß es kürzlich in einem Brief an die Beschäftigten.
Anders in Ungarn: Die Produktionskosten liegen Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm zufolge rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Eine Zahl, die Helena Wisbert, Professorin für Automobilwirtschaft an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg, für plausibel hält: „Die Produktionskosten in Deutschland sind in der Automobilindustrie die höchsten der Welt.“
Gelockt werden die Konzerne dabei nicht nur mit niedrigen Lohnkosten. Ungarn tue viel, um für Zulieferer und Hersteller attraktiv zu sein, sagt die Expertin. Das Land biete Förderprogramme und unterstütze bei Ansiedlung, Genehmigungen und dem Aufbau der Infrastruktur. Die zentrale Lage in Europa ist der Expertin zufolge aber nicht nur für deutsche Hersteller interessant. Ungarn sei auch Zielland für Werke von BYD oder dem Batteriehersteller CATL.

Ein deutsches Cluster mitten in Europa

Mercedes ist dementsprechend nicht allein. Zweieinhalb Autostunden entfernt, im ostungarischen Debrecen, hat BMW erst im Herbst ein hochmodernes Werk eröffnet – und dafür gut zwei Milliarden Euro investiert. Ausgelegt ist die Fabrik auf Elektroautos. Den Anfang machte der neue SUV iX3.
Fast am anderen Ende des Landes, im Westteil, ist der Volkswagen-Konzern vertreten. In Györ produziert Audi unter anderem den SUV Q3, aber auch ein Modell der Marke Cupra wird dort hergestellt. 2025 liefen dort gut 200.000 Fahrzeuge vom Band. Außerdem fertigt Audi dort Karosseriebauteile und 2025 fast 1,6 Millionen Benzin- und Dieselmotoren sowie E-Antriebe. Angesichts der Umbaupläne von VW-Konzernchef Oliver Blume dürfte das Werk – zusammen mit dem im nahen Bratislava in der Slowakei – weiter an Bedeutung gewinnen.

Auch Zulieferer schätzen Ungarn

Hinzu kommt ein ganzes Ökosystem deutscher Autozulieferer, das sich um die Fabriken herum gebildet hat. „Üblicherweise siedeln sich die Zulieferer, die eine langjährige Historie mit einem Hersteller haben, auch im Ausland an, um dort gleichfalls von den neuen Werken zu profitieren“, erklärt der Branchenexperte Frank Schwope von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM).
So auch in Ungarn. Bosch produziert dort unter anderem Komponenten für E-Autos. Außerdem steht das größte europäische Bosch-Entwicklungszentrum in Budapest. ZF Friedrichshafen fertigt unter anderem Getriebe und – gemeinsam mit Foxconn – E-Achsen. Und auch die Conti-Abspaltung Aumovio unterhält in der Hauptstadt unter anderem ein KI-Entwicklungszentrum.

„Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende“

Die Eröffnung fällt in eine Zeit, in der es in der deutschen Autobranche gehörig brodelt. Zehntausende bangen um ihre Jobs, Gehälter werden gekürzt, die 35-Stunden-Woche steht unter Beschuss – und auch Werksschließungen sind kein Tabu mehr. Aktuell werden dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge knapp sieben von zehn Pkw deutscher Hersteller im Ausland produziert. Seit 2022 geht dorthin auch die Mehrheit der Investitionen der Konzerne.
Wisbert ist sich sicher: „Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende.“ Es sei betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, dass die elektrische C-Klasse nun in Ungarn gefertigt werde. Aber: „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es ein negatives Signal, wenn jetzt auch die Premiummarken wie Mercedes, die ja etwas mehr Spielraum in der Preisgestaltung haben als die Volumenmarken, anfangen, die neuen E-Autos nicht mehr in Deutschland zu produzieren.“

Kostenvorteil mit Verfallsdatum?

In Ungarn haben deutsche Auto-Konzerne im vergangenen Jahr laut VDA gut 300.000 Autos gefertigt. Mehr Produktion gab es nur in Tschechien, Spanien und der Slowakei. Noch. Denn mit dem Hochlauf der neuen Werke dürfte das Land künftig noch weiter nach oben rücken. Wie weit, muss sich zeigen. Denn auch in Ungarn dürften die Löhne steigen. „Aber bis das Niveau in Deutschland erreicht ist – was ja auch weiter steigt – muss viel passieren“, sagt Wisbert.
Hinzu kommt der politische Faktor: Die Verlagerungen standen auch wegen der zunehmend autoritären Regierung von Viktor Orban unter Beschuss. Kritiker warfen den Konzernen vor, antidemokratische Haltungen in Kauf zu nehmen, um Subventionen und Steuervorteile abzugreifen. Schwope erwartete, dass Ungarn durch den Regierungswechsel für die deutschen Autobauer nun noch interessanter werden könnte. (dpa/red)
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Social-Media-Verbot: Fachleute übergeben EU-Bericht an von der Leyen

Experten überreichen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute (10:00 Uhr) einen Bericht mit wegweisenden Ratschlägen zur möglichen Einführung eines Mindestalters für soziale Netzwerke. Die Empfehlungen könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche entscheidend sein.
Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was sollten die Experten klären?

Kommissionspräsidentin von der Leyen will von den Fachleuten wissen, wie Kinder und Jugendliche online besser geschützt werden können. Sie hatte den großen Online-Plattformen vorgeworfen, Kinder aus Profitinteressen abhängig von ihren Produkten zu machen.
Die deutsche Politikerin sprach sich daher für strengere Altersgrenzen aus und nannte Australien als mögliches Vorbild. Dort gilt seit Dezember ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige.
Das im März von der EU-Kommission einberufene Expertengremium soll also eine Empfehlung dazu abgeben, ob ein solches gesetzliches Mindestalter für Social Media auch in der EU nötig ist und wenn ja, wie die Brüsseler Behörde es gestalten sollte.

Warum sind die Vorschläge wichtig?

Der Bericht könnte von der Leyen nun weitere Argumente an die Hand geben, die eine Altersgrenze und damit auch einen Eingriff in die Rechte von Minderjährigen begründen. Auch gegenüber den Mitgliedsländern könnte die Expertenmeinung als Argumentationsstütze dienen. Denn auch wenn Länder wie Frankreich, Österreich oder Spanien sogar schon nationale Gesetze planen, sind andere EU-Staaten skeptisch, wie viel ein Verbot bringt.
In Brüssel ist man aber interessiert daran, keine übermäßige Fragmentierung zuzulassen – also keine unterschiedlichen Regeln in den 27 Mitgliedsländern zu haben. Auch hier könnten die Empfehlungen der Experten wegweisend sein und eine EU-weite Lösung in Aussicht stellen. Letztlich bleibt es die Entscheidung der EU-Kommission und ihrer Präsidentin, inwiefern man den Ratschlägen der Fachleute folgt. Mit einem Gesetzesvorschlag aus Brüssel wird spätestens im Herbst gerechnet.

Kann Deutschland ein eigenes Social-Media-Verbot aussprechen?

Der Bevölkerung vorzuschreiben, ab welchem Alter Social Media erlaubt ist, darf Deutschland grundsätzlich. Dann müssten Eltern kontrollieren, ob sich ihre Kinder an die Regeln halten. Viele Politiker in den Mitgliedsländern wollen aber ja eben die großen Plattformen wie TikTok, Snapchat, Instagram und Co. in die Verantwortung nehmen – ihnen die Rolle der Türsteher geben.
Doch von Online-Riesen eine Alterskontrolle zu verlangen, kann per Gesetz nur die EU. Die Europäische Kommission setzt die Digitalgesetze ihnen gegenüber durch. Nationale Gesetze dürfen sich deshalb nicht mit den EU-Regeln überlappen. Erst vergangene Woche beanstandete die Europäische Kommission den französischen Plan eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 15. Der Gesetzesvorschlag stand mit EU-Regeln im Konflikt und muss nun geändert werden.

Wie sind die Experten zu ihrer Einschätzung gekommen?

Über die vergangenen vier Monate tauschten die Autoren des Berichts sich mit Wissenschaftlern, Juristen und Interessenvertretern verschiedener Disziplinen aus – darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT. Dabei sollten auch junge Menschen selbst zu Wort kommen. Zudem wurden Beweise aus laufenden Verfahren gegen die großen Online-Plattformen wegen möglicher Verstöße gegen EU-Digitalregeln in der Analyse berücksichtigt.
Die beiden Autoren des Berichts sind der deutsche Forscher Jörg Fegert, ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm, sowie die französische Wissenschaftlerin Maria Melchior. Sie ist Epidemiologin an einer staatlichen Einrichtung in Frankreich und beschäftigt sich ebenfalls mit der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Wie könnte ein Social-Media-Verbot technisch klappen?

Hier dürfte eine App der EU eine große Rolle spielen. Die digitale Brieftasche EUDI-Wallet soll Anfang 2027 auch in Deutschland verfügbar sein. Darin soll es dann eine Möglichkeit der Altersverifikation geben. Nutzerinnen und Nutzer sollen ein bestimmtes Mindestalter nachweisen können, ohne dabei persönliche Daten wie Name oder Geburtsdatum zu speichern oder an die großen Online-Plattformen weiterzugeben. Diese Möglichkeit der Altersverifikation könnte auch für die Durchsetzung bestehender Regeln wichtig sein.

Welche Regeln gibt es schon?

Die beliebten Plattformen YouTube, Instagram, Tiktok, Snapchat und Co. fallen unter das europäische Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act – DSA). Artikel 28 („Online-Schutz Minderjähriger“) des DSA verpflichtet die Online-Riesen „geeignete und verhältnismäßige Maßnahmen“ zu ergreifen, um Minderjährige zu schützen.
Zudem verlangt die EU-Kommission von den Online-Diensten, dass sie ihre eigenen Nutzungsbedingungen einhalten. Die sehen aus Datenschutzgründen oft erst einen Zugang zu den Plattformen ab 13 Jahren vor. Gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta läuft deshalb bereits ein Verfahren. Ganz neu wären Altersgrenzen faktisch also nicht. (dpa/red)
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Feuer im Wald von Fontainebleau südlich von Paris – zwei Löschflugzeuge unterwegs

Im Wald von Fontainebleau rund 50 Kilometer südlich von Paris ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen und hat sich schnell ausgebreitet. Nach Angaben der Feuerwehr wurden erstmals zwei Löschflugzeuge aus Südfrankreich in die Hauptstadtregion entsandt. Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, wegen des Feuers habe die Autobahn 6 – eine wichtige Verkehrsader in Richtung Süden – teilweise gesperrt werden müssen.
Am ersten Ferienwochenende war auch der Bahnverkehr auf der Schnellzugstrecke in den Südosten Frankreichs „gestört“, wie Tabarot sagte. Die französische Bahngesellschaft SNCF teilte am Sonntagabend auf ihrer Website mit, Züge vom oder zum Pariser Bahnhof Gare de Lyon hätten bis zu sechs Stunden Verspätung.

400 Feuerwehrleute im Einsatz: Ausmaß „außerordentlich“

Das Feuer im Wald von Fontainebleau war am späten Sonntagnachmittag neben der A6 ausgebrochen und breitete sich dann im Wald aus. Die Feuerwehr sprach von einem „sehr heftigen“ Feuer. Das Ausmaß des Brandes sei „außerordentlich“. sagte der stellvertretende Präfekt der Region, Yannis Bouzar.
Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die bis kurz vor 23:00 Uhr bereits mehr als 300 Hektar Vegetation zerstört hatten und sich weiterhin ausbreiteten, wie Bouzar vor Journalisten in Arbonne-la-Forêt im Département Seine-et-Marne sagte. Aus Bordeaux und Nîmes wurden zwei Löschflugzeuge geschickt, um die Löscharbeiten zu unterstützen.
Eric Brocardi von der französischen Feuerwehr-Vereinigung sagte, es sei das erste Mal, dass Löschflugzeuge aus dem normalerweise trockeneren und heißeren Süden des Landes in die Pariser Region geschickt würden. Zudem seien bereits zwei Feuerwehr-Hubschrauber und ein Überwachungsflugzeug im Einsatz. (afp/red)
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13.07.2026 | Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland | Tour de France: Pressewagen fährt in Absperrung

HEUTE6:53 Uhr

Weiterer amerikanischer Ebola-Patient jetzt in Deutschland

Knapp zwei Monate nach der ersten Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners ist ein zweiter mit dem Virus infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden. Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen.

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HEUTE5:50 Uhr

Venezuela: Zahl der Toten auf mehr als 4400 gestiegen

Rund zweieinhalb Wochen nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf 4.490 Todesopfer gestiegen. Das erklärte die venezolanische Regierung am Sonntag. 16.740 Menschen wurden demnach verletzt. Zur Zahl der Vermissten macht die Regierung keine Angaben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte sie aber bei bis zu 50.000 liegen.

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HEUTE4:36 Uhr

Tour de France: Pressewagen fährt in Absperrung – acht Menschen verletzt

Am Etappenziel der Tour de France hat am Sonntag der Fahrer eines Pressefahrzeugs eine Absperrung durchbrochen und Behördenangaben zufolge acht Menschen verletzt, einen von ihnen schwer. Wie die Präfektur des Départements Corrèze mitteilte, hatte der Fahrer eines Wagens der Sportzeitung „L’Equipe“ etwa 500 Meter vor der Ziellinie in Ussel einen „Schwächeanfall“ erlitten.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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KI in der Schule: Das Problem ist nicht Schummeln, sondern die Illusion von Lernen

Die aktuelle Debatte über Kinder und Künstliche Intelligenz (KI) wird allzu oft auf das Thema Schummeln reduziert, insbesondere in der Schule. Diese Sorge ist verständlich. Aber sie ist nicht das eigentliche Problem. Das tiefere Problem ist die menschliche Persönlichkeitsbildung.
Als ich 1984 in der achten Klasse im Englischunterricht saß, hatte ich eine Lehrerin, Mrs. Garman, die sowohl sehr fürsorglich als auch unangenehm anspruchsvoll war. Jeden Freitag erwartete sie von uns, dass wir einen zweiseitigen, handgeschriebenen Aufsatz in Schreibschrift einreichten, der ausschließlich mit blauer Tinte geschrieben sein musste.
Damals graute es mir davor.
Die leeren Seiten verspotteten mich. Meine Hand schmerzte vom Festhalten des BIC-Stifts. Ich hasste es, einen nur halb ausgereiften Gedanken in einen sinnvollen Satz zu verwandeln. Es gab keine Abkürzung, keinen einfacheren Weg, keinen Knopf, den man drücken konnte. Es gab nur den Küchentisch, die blaue Tinte und die Arbeit, einen Satz nach dem anderen auf das Blatt zu bringen.
Damals dachte ich, bei dieser Aufgabe ginge es um Handschrift, Grammatik und Noten. Heute sehe ich das anders, vor allem nach all den Jahren, in denen ich eine Schule geleitet habe.
Dieser wöchentliche Aufsatz brachte mir nicht nur das Schreiben bei. Er brachte mir das Denken bei. Er zwang mich dazu, mich mit meiner Verwirrung auseinanderzusetzen, meine Gedanken zu ordnen, treffende Worte zu wählen und so lange weiterzuarbeiten, bis mir etwas innerlich klarer wurde. Die Arbeit, die ich jeden Freitag abgab, war nicht das Wesentliche. Der eigentliche Zweck war das Denken, das erforderlich war, um das zu schreiben – und Mrs. Garman verlangte genau dieses Denken.
Diese Erinnerung ist mir heute wichtiger denn je.
Wenn ein Kind KI nutzt, um eine Antwort zu generieren, ohne den Denkprozess selbst zu durchlaufen, erleben wir möglicherweise nicht nur die Zukunft des „Augmented Learning“. Wir erleben möglicherweise den Aufstieg der „Fake Intelligence“: den Anschein von Kompetenz ohne die Entwicklung tatsächlicher Fähigkeiten.
Ich sehe diese Spannung bereits im Schulalltag. Ein Schüler, der früher Schwierigkeiten hatte, einen Absatz zu strukturieren, kann nun einen sauberen, gut aufgebauten Text abgeben. Ein Lehrer spürt vielleicht, dass die Arbeit nicht vollständig vom Schüler selbst stammt – kann aber nicht immer nachweisen, in welchem Umfang Hilfe in Anspruch genommen wurde. Eltern sehen die bestandene Note und sind erleichtert. Das Kind sieht das Ergebnis und lernt womöglich eine gefährliche Lektion: Ich kann mir die Anstrengung sparen und trotzdem erfolgreich erscheinen.
Das ist das Problem. Nicht, dass es KI gibt. Nicht, dass Kinder sie nutzen werden. Das werden sie. Die Frage ist, ob sie weiterhin den Denkprozess einüben werden, den Intelligenz erfordert – wenn ein Werkzeug diese Anstrengung in Sekundenschnelle beseitigen kann.
Menschen haben schon immer Werkzeuge genutzt, um ihr Leben sicherer und einfacher zu machen. Das ist Teil der Zivilisation. Wir haben daran gearbeitet, körperliche Gefahren zu verringern, sauberes Wasser bereitzustellen, unsere Häuser zu schützen, die Medizin zu verbessern, den Zugang zu Informationen zu erweitern und Probleme zu lösen, die einst enorme menschliche Energie verschlungen haben. Ein Großteil dieses Fortschritts ist gut.
Doch möglicherweise nähern wir uns nun einem kulturellen Kipppunkt der Bequemlichkeit. Bequemlichkeit beseitigt nicht mehr nur unnötige Härten. Zunehmend besteht die Gefahr, dass sie genau jene Reibung beseitigt, die Kindern bei ihrer Entwicklung hilft.
Wir geben Kindergartenkindern keine Taschenrechner in die Hand, bevor sie verstehen, was Zahlen bedeuten. Wir wollen, dass sie zwei Äpfel mit dem Symbol 2 in Verbindung bringen. Wir wollen, dass sie Mengen sehen, anfassen, zählen und damit hantieren, bevor ein Hilfsmittel die Antwort liefert. Die Antwort ist wichtig, aber in diesem Entwicklungsstadium ist der Prozess dorthin noch wichtiger.
Beim Schreiben ist es nicht anders. Schüler sollten schreiben lernen, bevor sie eine Maschine bitten, ihre Texte zu polieren. Sie sollten sich mit einem Problem auseinandersetzen, bevor die KI sofort eine Lösung anbietet. Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Urteilsvermögen, Geduld, Überarbeitung und Verantwortung müssen geübt werden, bevor Bequemlichkeit zum Normalzustand wird.
Dies ist kein Plädoyer für den Verzicht auf KI. Richtig eingesetzt, kann KI als Nachhilfelehrer, Lektor, Übersetzer und Ideengeber dienen. Sie kann einem Schüler mit Schwierigkeiten helfen, ein Konzept zu verstehen, ein Kind mit Behinderungen unterstützen und einem Lehrer dabei helfen, den Unterricht für ein Kind individuell zuzuschneiden.
Das Werkzeug selbst ist nicht der Feind.
Das Problem entsteht erst, wenn das Ergebnis vorliegt, bevor das Kind die Arbeit geleistet hat, die diesem Ergebnis überhaupt erst Bedeutung verleiht.
Ein Schüler, der KI bittet, einen Aufsatz zu schreiben, erstellt vielleicht etwas, das besser formuliert ist, als er es alleine hätte schaffen können. Wenn dieser Schüler jedoch nie vor einem leeren Blatt gesessen hat, nie darum gerungen hat, eine Argumentation zu entwickeln, nie gelernt hat, wie man einen Absatz aufbaut, nie einen schwachen Satz überarbeitet hat und nie entdeckt hat, dass aus Verwirrung durch Anstrengung Klarheit entstehen kann, dann ist etwas Wichtiges ausgelassen worden.
Die Aufgabe mag erledigt sein. Sie mag sogar eine Eins einbringen. Aber die Entwicklung ist es vielleicht nicht.
Kinder brauchen sowohl Unterstützung als auch Herausforderungen.
Genau das hat uns Frau Garman gegeben. Sie ließ uns bei diesen Freitagsaufsätzen nicht im Stich. Sie ermutigte uns. Sie korrigierte uns. Sie stellte Erwartungen an uns. Sie gab uns genug Unterstützung, um weiterzumachen, und genug Herausforderungen, um daran zu wachsen. Das ist die Art von Zuhause und Klassenzimmer, die Liebe mit Weitblick bietet.
Wenn sie heute unterrichten würde, wäre ihr Rat zum Thema KI wohl ganz einfach: Erst denken. Dann KI nutzen. Danach reflektieren.
Bevor sie KI einsetzen, sollten Schüler gefragt werden: Was weiß ich bereits? Was habe ich schon ausprobiert? Wie sieht mein bester erster Versuch aus?
Der erste Schritt gehört dem Kind. Erst danach kann KI helfen. Sie kann anleiten, verdeutlichen, hinterfragen, strukturieren oder Vorschläge machen. Sie kann dem Lernenden zur Seite stehen. Sie sollte den Lernenden jedoch nicht ersetzen.
Nach dem Einsatz von KI sollte Reflexion unverzichtbar sein: Was habe ich gelernt? Könnte ich das auch ohne das Tool leisten? Hat mich das stärker gemacht oder nur schneller? Die Kinder von heute werden in einer von KI geprägten Welt leben. Sie sollten lernen, wie man sie nutzt. Aber sie sollten den Umgang mit einem leistungsstarken Werkzeug nicht damit verwechseln, ein fähiger Mensch zu werden.
Das Ziel ist es nicht, Kinder von der KI fernzuhalten. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass KI Kindern hilft, sich zu vollwertigen Menschen zu entwickeln – und nicht lediglich fähiger zu erscheinen, als sie sind.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Real Problem With AI in Schools Isn’t Cheating—It’s the Illusion of Learning“. (deutsche Bearbeitung ks)
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„Genug gearbeitet“ – Mitarbeiter: Wenn Menschen Systeme spiegeln

„Warum denken die nicht mit?“ Diese Frage klingt nach Ärger. Manchmal ist sie berechtigt. Häufig ist sie unvollständig. Denn Menschen denken nicht im luftleeren Raum mit. Sie denken in Rahmenbedingungen, Rollen, Erlaubnissen, Erfahrungen und Konsequenzen.
Wenn Mitarbeiter passiv wirken, kann das viele Ursachen haben: zu wenig Klarheit, zu viel Kontrolle, schlechte Erfahrungen mit Vorschlägen, fehlende Entscheidungsspielräume oder eine Kultur, in der Fehler schneller bestraft werden als Lernen belohnt wird.
Das bedeutet nicht, dass Verhalten egal ist. Es bedeutet nur: Führung sollte Verhalten nicht zu früh als Charakterfrage behandeln.
Ein Unternehmer beklagte, dass sein Team keine Verantwortung übernehme. Im Gespräch stellte sich heraus: Jede Entscheidung musste am Ende doch noch einmal über seinen Tisch – nicht offiziell, aber praktisch. Das Team hatte gelernt: Selbstständigkeit lohnt sich nur begrenzt. Am Ende entscheidet ohnehin der Chef.
Der Wendepunkt war unbequem. Nicht das Team musste zuerst anders werden, sondern der Rahmen. Es wurden drei Entscheidungsräume definiert:
  • Das entscheidet das Team allein.
  • Hier wird informiert, aber nicht gefragt.
  • Hier braucht es vorher Abstimmung.
Nach wenigen Wochen wurde klar: Die Menschen waren nicht grundsätzlich unselbstständig. Sie waren trainiert auf Rückversicherung.
Genug gearbeitet. Genug daran gearbeitet, Symptome zu korrigieren, ohne das System anzusehen.
Führung bedeutet, die Wechselwirkung ernst zu nehmen. Was erzeugt unser System? Welche Verhaltensweisen belohnen wir unbewusst? Was bestrafen wir, obwohl wir es offiziell wollen?
Wenn Sie mehr Eigenverantwortung wollen, prüfen Sie:
  • Gibt es echte Entscheidungsspielräume?
  • Wird ein guter Versuch anerkannt, auch wenn er nicht perfekt war?
  • Sind Fehler Lernstoff oder Beweismaterial?
  • Wird Verantwortung wirklich übergeben oder nur Arbeit verteilt?
Gerade im Mittelstand ist diese Frage entscheidend. Viele Unternehmen sind aus der Kraft einzelner Personen gewachsen. Das ist eine Stärke. Aber ab einer bestimmten Größe wird dieselbe Stärke zum Engpass. Wenn alles am Inhaber hängt, lernen andere, danebenzustehen.
Der Satz „Die Menschen müssen mehr mitdenken“ ist erst dann fair, wenn das System Mitdenken auch zulässt.
Genug gearbeitet. Welches Verhalten Ihres Teams ist vielleicht weniger Widerstand als eine logische Reaktion auf Ihren Rahmen?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit
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Prien will Unterhaltsvorschuss nur bis zum 16. Geburtstag

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will den staatlichen Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag von Kindern zahlen. Die Ministerin wolle dazu einen Gesetzentwurf zur Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes vorlegen, sagte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums in Berlin.
„Hintergrund sind die Sparvorgaben an den Bundeshaushalt. Die Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss haben sich seit der Reform 2017 vervierfacht und der Unterhaltsvorschuss hat sich zu einem der größten Kostenfaktoren für die Kommunen entwickelt“, erklärte er dazu.
Zugleich bleibe das Ziel, Alleinerziehende verlässlich zu unterstützen – insbesondere Menschen mit jüngeren Kindern, bei denen der Betreuungsaufwand besonders hoch ist.

Bis 2017 gab es Unterhaltsvorschuss bis zum 12. Geburtstag

Zudem soll der Unterhaltsrückgriff verbessert werden, damit säumige Unterhaltspflichtige konsequenter in die Verantwortung genommen werden, sagte der Sprecher.
Alleinerziehende Elternteile können vom Staat Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil – in der Praxis oftmals die Väter – nicht oder nicht in ausreichendem Maße Unterhalt zahlt.
Der Staat kann sich dieses Geld dann von den säumigen Elternteilen zurückholen. In der Praxis gelingt das aber nur in einer Minderheit der Fälle. Die Kosten für den Vorschuss trägt zu 40 Prozent der Bund.
Vor der im Jahr 2017 wirksam gewordenen Reform bestand der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss nur für Kinder bis 12 Jahren und für maximal 72 Monate. Seit dem 1. Juli 2017 fließt das Geld hingegen bis zum 18. Geburtstag des Kindes und ohne zeitliche Begrenzung.

Warnung: Armutssituation könnte sich weiter verschärfen

Kritik kam vom Deutschen Kinderhilfswerk. „Das reiht sich ein in die gerade vollzogene Kürzung des Kinderzuschlags. Beides trägt dazu bei, die Armutssituation von vielen Kindern und Jugendlichen noch weiter zu verschärfen“, erklärte Sprecher Uwe Kamp.
Bereits jetzt sei der Alltag von Kindern, die in Armut leben, von Verzicht und vielfach von Scham geprägt. In allen Bereichen können von Armut betroffene Kinder und Jugendliche ihre Potenziale nicht ausschöpfen.
Kamp forderte: „Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und im Gegensatz zu den jetzigen Plänen zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die Kinderarmut in Deutschland signifikant reduziert und die soziale Infrastruktur insgesamt massiv gestärkt werden kann.“ (dpa/red)
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VW-Krise ohne Schließungen? Blume: „Intelligentere Lösungen“

Nach den Medienberichten über die Streichung von mehr als 100.000 Stellen geht in der Belegschaft von Volkswagen die Angst vor der Schließung von ganzen Standorten um.
Nun meldete sich Konzernchef Oliver Blume im Ringen um die Zukunft von Deutschlands größtem Automobilhersteller zu Wort: Er sieht Alternativen zu Fabrikschließungen. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“.
Ein Sparprogramm an den deutschen Produktionsstandorten zeige bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt“, sagte er.
Die Äußerungen kommen wenige Tage nach der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag, bei der Blume einem Medienbericht zufolge mit einem weitergehenden Sparpaket gescheitert sein soll.

Vorstand will weiter umbauen

Was konkret im abgelehnten Sparpaket steht, ist bisher nur aus Medienberichten bekannt. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut „Bild“ könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werke des VW-Konzerns in Deutschland sind zudem von Schließung bedroht: Hannover, Emden, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm.
VW äußerte sich am Freitag nicht zu einzelnen Abstimmungen im Aufsichtsrat. Blume betonte aber, der Vorstand treibe die Transformation weiter voran. „Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf.“

Zukunft Elektroflotte, aber schlechte Weltlage

Hoffnung mache die neue Elektroflotte, sagte Blume der „Bild am Sonntag“: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.“
Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“
Blume fordert weitere Einschnitte und eine Verkleinerung der Produktpalette des Konzerns: „Unsere Produkte sind sehr beliebt – wir verdienen nur zu wenig Geld damit. Deshalb müssen wir unsere Kosten weiter reduzieren. In allen Kostenarten.“ Zukünftig wolle man den Absatz pro Modell steigern.
„Dafür straffen wir konsequent unser Produkt-Portfolio.“ Gleichzeitig nimmt er die Politik in die Pflicht: „Uns geht es dabei immer auch um den Industriestandort Deutschland. Alle müssen anpacken.“ Transformation sei eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe.

Vertrauensverlust bei Beschäftigten

Einen großen Vertrauensverlust in der Belegschaft hat unterdessen der Betriebsrat nach dem Verstreichen eines Ultimatums an die Konzernspitze ausgemacht.
Man habe registrieren müssen, dass Blume am Freitag das Management über Details sowohl zum wahrscheinlichen Aus für deutsche Fabriken als auch zu einem massiv ausgeweiteten Stellenabbauziel informiert habe. „Wir verurteilen scharf, dass er gleichzeitig den zehntausenden betroffenen Beschäftigten außerhalb des Managements diese Informationen weiterhin vorenthält“, hieß es am Samstag.
Der Betriebsrat hatte Blume ein Ultimatum bis Freitag gestellt, Stellung gegenüber der Belegschaft zu beziehen. In der Konsequenz werde der Konzernchef nach der Sommerpause in Betriebsversammlungen direkt vor den Kolleginnen und Kollegen nicht nur im Stammwerk Rede und Antwort stehen müssen.
„Dabei wird das Hauptaugenmerk der Belegschaft darauf liegen, ob der Vorstand diese Krise mit notwendigen Maßnahmen überhaupt gemeinsam mit den Beschäftigten meistern will oder gegen sie“, hieß es weiter. Schon am Donnerstag hatte es zahlreiche Protestaktionen gegeben.
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, stimmten die Vertreter der Arbeitnehmer und des Landes Niedersachsen gegen das Sparpaket. Da derzeit ein Sitz der Kapitalseite unbesetzt ist, haben Arbeitnehmer und Niedersachsen zusammen eine Mehrheit von zwölf zu sieben Stimmen im Aufsichtsrat.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass das Land keiner Entwicklung zustimmen werde, „die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt“.
Die jüngsten Äußerungen des VW-Chefs habe man zur Kenntnis genommen, hieß es von einem Sprecher des Betriebsrates am Sonntag.
Für Beschäftigte, Zulieferer, Dienstleister und ganze Standortregionen, die am größten Industriekonzern Deutschlands hingen, sei inzwischen eine schwer erträgliche Situation entstanden: „Insbesondere für unsere mehr als 40.000 Kolleginnen und Kollegen an den namentlich seit Wochen bekannten fünf Standorten Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau, deren früher oder später drohendes Aus seit Wochen die Schlagzeilen beherrscht, ist dieser Zustand schlicht nicht mehr auszuhalten“.

Schlechtere Verkaufszahlen – Sorge um Absatz in China

Die Absatzzahlen des Konzerns zeigen, wie schwer es der Konzern derzeit hat. Weltweit verkaufte der Konzern aus Wolfsburg im zweiten Quartal 2,08 Millionen Autos. Das waren fast 9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Der Rückgang beschleunigt sich damit: Von Januar bis März stand noch ein Minus von 4 Prozent. Vor allem in China lief es schlecht: Dort brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel ein – auf nur noch 424.300 Fahrzeuge.
Zudem sorgt sich die deutsche Autoindustrie, dass die Chinesen auch bald auf dem europäischen Markt Wirbel machen. Angesichts des derzeit schwachen Marktumfelds in der Volksrepublik versuchen die dortigen Hersteller, ihre Autos verstärkt im Ausland abzusetzen – zuletzt hatten sie sich schon in Märkten wie Italien, Spanien und Großbritannien mit Plug-in-Hybriden zunehmend breitgemacht. (dpa/red)
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Taifun „Bavi“ schwächt sich über China ab – Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen

Der Taifun „Bavi“ hat sich nach seiner Ankunft im Osten Chinas am Sonntag zu einem schweren Tropensturm abgeschwächt, aber weiter für heftige Regenfälle und starke Verkehrsbehinderungen gesorgt. Fast zwei Millionen Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden. Berichte über Todesopfer oder Verletzte in China lagen zunächst nicht vor.
„Bavi“ war am späten Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde bei Yuhuan in der Provinz Zhejiang auf Land getroffen. Danach zog der Sturm über Yueqing in Richtung der Provinzhauptstadt Hangzhou. Am Sonntagvormittag wurden in der Nähe Hangzhous noch Windgeschwindigkeiten von rund 108 Kilometern pro Stunde gemessen.
In Yueqing wurden durch den Sturm nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders CCTV mehr als 1300 Bäume entwurzelt oder umgerissen. Feuerwehrleute, Rettungskräfte und städtische Beschäftigte waren damit beschäftigt, Straßen freizuräumen. Bilder aus der fast zehn Millionen Einwohner zählenden Stadt Wenzhou zeigten überflutete Straßen.
Die Behörden warnten vor Sturzfluten, über die Ufer tretenden Flüssen und überschwemmten Feldern. Bis Montag wurden in mehreren ostchinesischen Provinzen weiterhin starke bis außergewöhnlich heftige Regenfälle erwartet. Der Sturm sollte anschließend in Richtung Gelbes Meer ziehen und sich bis Dienstag in ein außertropisches Tiefdruckgebiet verwandeln.
In Zhejiang waren bis Samstag rund 1,72 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden. Schulen und Arbeitsstätten wurden geschlossen, der Straßenverkehr unterbrochen und Veranstaltungen im Freien ausgesetzt. Mehr als 300 Flüge fielen in der Provinz aus. Am Flughafen Hangzhou wurden 327 Verbindungen gestrichen.
Auch in Shanghai kam es zu massiven Einschränkungen: Dort wurden nach Angaben des Nachrichtenportals „The Paper“ 684 Flüge und 1620 Zugverbindungen gestrichen. In den Küsten- und Hochrisikogebieten der Wirtschaftsmetropole verließen rund 34.000 Menschen vorsorglich ihre Häuser. In der weiter südlich liegenden Provinz Fujian wurden mehr als 130.000 Menschen evakuiert.
Weiter nördlich brachten sich in Peking wegen starker Regenfälle mehr als 100.000 Menschen in Sicherheit. Schwere Unwetter hatten im Süden und im Zentrum Chinas in der vergangenen Woche bereits mindestens 39 Menschen das Leben gekostet. Dutzende Flüsse traten über die Ufer, zudem brach ein Staudamm.
Vor China hatte „Bavi“ Taiwan und abgelegene Inseln im Südwesten Japans getroffen. In Taiwan wurden mehr als 14.000 Menschen evakuiert, mehr als 170.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Auf der japanischen Insel Okinawa waren mehr als 18.000 Haushalte und Einrichtungen von Stromausfällen betroffen.
Auf den Philippinen stieg die Zahl der Toten durch Erdrutsche und andere von den Regenfällen ausgelöste Unglücke auf mindestens 18. Fast 11.000 Menschen verließen vorsorglich ihre Häuser, zahlreiche Häfen blieben geschlossen.
In den Weltmeeren wurden nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus im Juni die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen Temperaturen festgestellt. Wärmere Ozeane können Tropenstürme verstärken und ihnen mehr Feuchtigkeit zuführen – die später als Starkregen niedergeht.(afp/red)
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Krall: Goldpreis teilweise manipuliert – Russland und China im Kaufrausch

Nach dem Rekordhoch Anfang März lässt der Goldpreis nach, wobei es vereinzelt zu rasanten Preisabstürzen kommt. Was sind die Ursache dafür und was bedeutet dies für Goldbesitzer oder potenzielle Anleger? Ist Gold noch der sichere Hafen für den es von Experten und Analysten jahrzehntelang gehalten wurde? Darüber haben wir mit dem Unternehmer und Publizisten Markus Krall gesprochen.
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Mehr Strom: EU will Länder schneller elektrifizieren


In Kürze:

  • Die EU-Kommission will den Anteil an Strom beim gesamten Endenergieverbrauch deutlich erhöhen.
  • In den nächsten 4 Jahren soll dieser von 23 auf 32 Prozent ansteigen.
  • Die EU plant, ihren Elektrifizierungsplan voraussichtlich in den nächsten Tagen vorzustellen.
  • Der EU-Energiekommissar spricht von einer Elektrifizierungsrevolution und fordert unter anderem mehr Wind- und Solarparks.

 
Die EU-Kommission strebt in den Mitgliedsländern in allen verschiedenen Sektoren eine Erhöhung des Anteils von Strom aus „erneuerbaren“ Energiequellen an. Damit soll sichergestellt werden, dass die EU ihre Klima- und Energieziele erreicht.
Der Fortschritt ist aktuell jedoch langsam. Im vergangenen Jahr stammten 47,3 Prozent des in der Europäischen Union erzeugten Stroms von den Erneuerbaren. Dies entspricht nur einem minimalen Anstieg gegenüber 2024, wo der Anteil bei 47,2 Prozent lag. Zu den Erneuerbaren zählen vor allem die Windkraft und die Solarenergie, aber auch Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.

Von 23 auf 32 Prozent in vier Jahren?

Beim Endenergieverbrauch, also der gesamten Energie, die private Haushalte, Industrie und Gewerbe sowie Verkehr für Heizung, Strom oder Kraftstoffe beziehen, dominieren weiterhin fossile Brennstoffe. Hier beträgt die Verstromung insgesamt 23 Prozent.
Statt mit Strom in Form von Elektrofahrzeugen fahren die meisten Fahrzeuge in der EU noch mit Benzin oder Diesel. Bei der Wärmeerzeugung dominieren im Bestand weiterhin Gas- und Ölheizungen. Auch im Stromerzeugungssektor selbst füllen die fossilen Quellen die Lücken, wenn die wetterabhängigen Stromquellen Windkraft und Solar zu wenig Energie bereitstellen.
Milliarden-Misere durch Erneuerbare: So teuer war die EEG-Vergütungen für den Steuerzahler

Windkraft und Photovoltaik spielen beim EU-Elektrifizierungsplan weiterhin eine wichtige Rolle.

Foto: lovelyday12/iStock

Schon bis 2030 plant die EU diesen Verstromungsanteil auf 32 Prozent zu erhöhen. Das will die EU vor allem mit dem Deal für eine saubere Industrie und dem Aktionsplan für erschwingliche Energie erreichen. Ersterer hat zum Ziel die Industrie der EU auf möglichst saubere Energien umzustellen und zu dekarbonisieren sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Der Aktionsplan für erschwingliche Energie dient als Ergänzung und soll die Energiewende beschleunigen und die Energiepreise senken.

Neue internationale Plattform gegründet

Die EU-Kommission hat zusammen mit nicht-europäischen Staaten, der Internationalen Energieagentur und der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien am 23. Juni 2026 die weltweite Initiative „Electrify Now“ gestartet.
Dabei handelt es sich um eine globale Plattform mit dem Ziel, die Elektrifizierung an die Spitze der internationalen Agenda zu bringen. Das tangiert die Klimafrage, aber ebenso die Energiesicherheit, die Wettbewerbsstrategie und die wirtschaftlichen Potenziale.
Das Ziel der teilnehmenden Staaten ist die Erhöhung der Elektrifizierung auf 35 Prozent des Endenergiebedarfs bis zum Jahr 2035. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern eine höhere Elektrifizierung den Bedarf an fossilen Energiequellen tatsächlich reduzieren kann. Denn ein höherer Strombedarf kann eine höhere Verstromungsintensität von Kohle und Erdgas bedeuten, sofern die Erneuerbaren nicht in höherem Maß zulegen.

Wie kann die Umsetzung aussehen?

Die EU plant, ihren Elektrifizierungsplan voraussichtlich in den nächsten Tagen vorzustellen. Wie genau die Umsetzung aussieht, soll wohl dann ersichtlicher werden.
In der Praxis bedeutet der EU-Elektrifizierungsplan die Ausweitung von Wärmepumpen und E-Fahrzeugen. Zwar sind ihre Absatzzahlen inzwischen auf konkurrenzfähigem Niveau mit fossilen Varianten, im Gesamtbestand spielen sie allerdings noch eine Nebenrolle.
Im Weiteren ist für die EU-Kommission auch das Preisverhältnis zwischen Strom und Gas ein Thema. Aktuell ist die Stromsteuer pro Kilowattstunde (kWh) in den meisten EU-Mitgliedsländern höher als die Gassteuer. So auch in Deutschland: Beim Gas beträgt die Energiesteuer oder Gassteuer 0,55 Cent pro kWh, die Stromsteuer liegt hingegen bei 2,05 Cent, also rund dem 3,7-Fachen.
Unklar ist zudem, in welchem Bereich sich der Stromanteil bis 2040 befinden soll.

EU-Energiekommissar spricht von Elektrifizierungsrevolution

„Es ist an der Zeit, dass Europa seinen Kurs ändert“, schrieb EU-Energiekommissar Dan Jørgensen in einem Gastbeitrag im „Handelsblatt“. „Wenn es eine Lehre aus der derzeitigen Krise zu ziehen gibt, dann die, dass Europa ohne Energieunabhängigkeit nicht wirklich unabhängig sein kann.“ Damit meinte er die durch den Irankrieg und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormus gestiegenen Energiepreise.
Einen entscheidenden Anteil auf dem Weg zu einer Energieunabhängigkeit sprach er der europäischen Bevölkerung zu. Durch ihre Entscheidung zu einem E-Auto oder einer Wärmepumpe sinke der direkte Bedarf an fossilen Brennstoffen.
„In ganz Europa sehen wir die ersten Anzeichen einer Elektrifizierungsrevolution“, sagte er. Dabei verwies er darauf, dass im ersten Quartal 2026 EU-weit mehr als 500.000 Elektroautos zugelassen wurden. Im selben Zeitraum lag allein in Frankreich, Deutschland und Polen der Absatz von Wärmepumpen bei über 400.000.
Als konkrete Schritte fordert er den Bau weiterer Wind- und Solarparks und in Ländern mit Kernenergie die Entwicklung der nächsten Generation von Kernkraftwerken. Darüber hinaus müsste es laut dem Energiekommissar Investitionen für den Ausbau der Stromnetze sowie Stromspeichersysteme geben.
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DFB einig mit Klopp – aber Red Bull kürt den Bundestrainer

Spätestens nach der Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen beim New Yorker Gipfeltreffen erklärt Jürgen Klopp die Fußball-WM in der Finalwoche nicht mehr als TV-Experte, sondern schon als Bundestrainer.
Als „Fortbildung in Sachen Weltklassefußball“ hatte der 59-Jährige seinen Job bei MagentaTV beschrieben. Jetzt ist sie zur idealen Vorbereitung für die große Aufgabe geworden, die Nationalmannschaft wieder auf Weltniveau zu hieven.
Dass Klopp als DFB-Chefcoach mit deutlich mehr Macht als Vorgänger Julian Nagelsmann die Zukunft gestalten kann, ist seit dem Wochenende klar. Wenn auch mit einem Vorbehalt: Der Deutsche Fußball-Bund und Klopp sind sich bis auf Detailfragen über eine Zusammenarbeit bis zur WM 2030 einig – aber den nächsten Bundestrainer kürt Red Bull. Und das in Person von Oliver Mintzlaff.

DFB-Bosse erzielen Einigung auf potenziellen Vertrag

In heller Hose, Sneakern, braungebrannt und die Sonnenbrille ins Shirt gesteckt – so lässig und energiegeladen zugleich kam Klopp mit Berater Marc Kosicke zur bahnbrechenden Gesprächsrunde mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) in einem Hotel am John F. Kennedy Airport.
Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Bilder. Über vier Stunden dauerte das offensichtlich intensive Meeting. Als Ergebnis sehen sich beide Parteien kurz vor der Ziellinie. „Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt“, teilte der DFB mit. Und: „Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt.“
Der Zug zur Nagelsmann-Nachfolge scheint nicht mehr zu bremsen. Oder? „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können“, stand noch in der Sieben-Zeilen-Mitteilung.

Red Bull und Mintzlaff am Zug: Geht mehr Publicity?

Klopp ist als „Head of Global Soccer“ bis 2029 an den Getränke-Multi gebunden. Der DFB hat Druck aufgebaut. Die andere Lesart der Mitteilung ist: Klopp wird zum Bundestrainer von Red Bulls Gnaden. Kann es mehr Publicity und Anerkennung für die Österreicher und Geschäftsführer Mintzlaff geben?
Der Mann, den in Deutschland alle als langjährigen Macher bei RB Leipzig kennen, nimmt nun eine Schlüsselrolle ein. Alle Augen auf ihn. „Ich weiß, dass ihm der deutsche Fußball am Herzen liegt“, sagte Klopp über Mintzlaff.
Der war übrigens nach dem WM-Flop 2022 ein Mitglied jener namhaften Task Force, die Neuendorf und Watzke anschließend im DFB installierten. Jetzt könnte der mächtige Entscheider bei Red Bull einen wertvollen Beitrag nachreichen.

Klopp als Markenbotschafter – da murrt die Amateur-Basis

Ein Lösungsansatz lautet, dass Klopp als Markenbotschafter mit Red Bull verbunden bleibt. Ein Konstrukt, das den Amateurvertretern im DFB nicht behagt. Sie wollen Red Bull nicht die Tür zur Nationalmannschaft öffnen.
Entscheidend ist aber die Haltung in der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG, die eine Klopp-Anstellung letztendlich absegnen muss.
Maßgebliche Landesverbandspräsidenten wie etwa Ralph-Uwe Schaffert (Norddeutscher Verband), Peter Frymuth (Westdeutscher Verband), Hermann Winkler (Sachsen) oder auch Christoph Kern (Bayern) gehören dem Gremium an. Und sie stehen weiter fest zu Neuendorfs Klopp-Plänen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
Der Präsident informiert die DFB-Gremien „fortlaufend“. In einer Sitzung wurde Neuendorf ein erheblicher Verhandlungsspielraum für einen Deal mit Klopp eingeräumt, wenn auch „nicht um jeden Preis“, wie zu hören war.
Das wie auch immer ausgestaltete Go von Red Bull wird zeitnah erwartet. Auch Mintzlaff soll nach New York reisen, wo Klopp gerade residiert. Und dann hätte sich am Ende Geschichte wiederholt. Wieder hätte bei der Verpflichtung eines Jürgen K. als Bundestrainer ein Hauptakt in New York gespielt.
Als 2004 nach dem Vorrunden-Aus bei der EM in Portugal die Nachfolge von Rudi Völler zu regeln war, flogen der damalige DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder und Generalsekretär Horst R. Schmidt – wie jetzt Neuendorf und Watzke – aus Frankfurt in die US-Metropole zu Geheimverhandlungen mit Jürgen Klinsmann.

Jürgen K. erklärt Jürgen K. den Bundestrainer-Job

Das Anforderungsprofil für einen Nationaltrainer skizzierte in diesen WM-Tagen nun ausgerechnet Klinsmann. Der 61-Jährige, verantwortlich für das deutsche WM-Sommermärchen 2006, benannte unter anderem ein Leitmotiv für den Nationaltrainer-Posten: „Im Grunde bist du ein Menschen-Manager.“
Genau das gilt als eine große Gabe des Trainers Klopp. Dieser hat bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Vereinscoach bewiesen, dass er Teams zu Titeln führen kann und insbesondere auch aus Spielern alles herausholt.

EM-Perspektivkader, Kapitän, Torwart, Pressing-Fußball

Bis Klopp mit der Nationalmannschaft loslegen kann, dauert es freilich noch zehn Wochen. Dann startet in Herzogenaurach die Vorbereitung auf die ersten Länderspiele nach der WM; ein knackiges Programm mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen gegen die Niederlande, Serbien und zweimal Griechenland.
Dann wird sich weisen, welche Schlüsse Klopp aus seiner Tätigkeit als TV-Experte bei der WM für den Wiederaufbau der DFB-Auswahl gezogen hat. Wie sieht sein Perspektivkader für die EM 2028 aus? Welche Ü30-Akteure haben noch eine Zukunft? Joshua Kimmich? Antonio Rüdiger? Serge Gnabry?
Wer wird sein Kapitän? Wer ist die Nummer eins im Tor? Welchen Fußball lässt Klopp spielen? Power-Pressing und Umschalten statt eines statischen Ballbesitzfußballs? „Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern“, sagte Klopp nach dem WM-Aus der deutschen Titelträumer gegen Paraguay. Da sprach noch der TV-Experte zum Publikum – und nicht der nächste Bundestrainer.(dpa/red)
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12.07.2026 | Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche | Katar verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

HEUTE13:46 Uhr

Evers plant Krisenzentrum für Berlins Stromsicherheit

Der designierte Spitzenkandidat der Berliner CDU zur Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, will künftigen Brandanschlägen auf die Berliner Stromversorgung mit einem Lagezentrum für Krisenfälle vorbeugen und für Umschichtungen im Haushalt eintreten. „Ich werde alles tun, eine linksgrüne Regierung in Berlin zu verhindern.“

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HEUTE13:30 Uhr

Katar verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

Katar hat die jüngsten iranischen Angriffe auf das Golfemirat und andere Länder in der Region „auf das Schärfste“ verurteilt. Die Angriffe stellten eine „gefährliche Eskalation“ dar, so das Außenministerium in Doha. Die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss genommen hatten.

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HEUTE12:59 Uhr

Mehrere Paragleitunfälle

In den Alpen ist es zu mehreren, teilweise tödlichen Unfällen mit Gleitschirmen gekommen. Im österreichischen Tirol krachte eine junge Frau aus Hessen gegen einen Baum und starb. In Südtirol kam ein italienischer Pilot während eines Tandemflugs ums Leben. Außerdem verunfallten zwei junge deutsche Paragleitpiloten in Österreich sowie einer bei Garmisch-Partenkirchen.

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HEUTE12:24 Uhr

Waldbrand in Andalusien weitgehend unter Kontrolle – erste Evakuierte kehren zurück

Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr den Waldbrand im Süden Spaniens unter Kontrolle gebracht. Etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeuge waren im Einsatz.  Es gab 12 Tote, rund 6.600 Hektar Land sind verbrannt. Ursache war möglicherweise eine abgerissene Stromleitung, die in ausgetrocknete Vegetation fiel.

Vor Häusern in Almocaizar in der Provinz Almería. Die Behörden halten die Zahl der Todesopfer weiterhin bei 12 und wiesen darauf hin, dass die Zahl der Vermissten erst dann feststeht, wenn die Obduktionen und die Identifizierung abgeschlossen sind.

Foto: Jose Jordan/AFP via Getty Images

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HEUTE11:51 Uhr

Im Südwesten wieder warm

Für den Sonntag sagte der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von 25 bis 31 Grad Celsius für den Norden und Nordosten und 29 bis 35 Grad für den Rest des Landes voraus. Am wärmsten sollte es im Südwesten werden. Am Montag und Dienstag sollte es in den Tallagen im Südwesten sogar bis zu 36 Grad warm werden. Vereinzelte Gewitter und Schauer seien zum Wochenende hin nicht ausgeschlossen.

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HEUTE11:19 Uhr

Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert größere Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland – auch von Arbeitnehmern. „Die 35-Stunden-Woche passt nicht mehr in diese Zeit“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. „Gleiches Geld, aber ein paar Stunden mehr arbeiten in den kommenden fünf Jahren, ist doch viel besser, als den Arbeitsplatz zu verlieren.“

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HEUTE11:13 Uhr

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

23,4 Prozent der Haushalte verfügten über eine Klimaanlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage von Verivox. Vor einem Jahr waren es knapp 18 Prozent. Fast 25 Prozent planen einen Kauf. Mobile Geräte dominierten: 69,2 Prozent nutzten einen „Monoblock“, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.

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HEUTE10:57 Uhr

Vorbehalte in Ost-SPD gegen Rentenpläne der Bundesregierung

In der SPD vor allem in Ostdeutschland gibt es weiterhin massive Vorbehalten gegen die Rentenpläne der Bundesregierung. Vor allem der Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, wird kritisiert.

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HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

Nach dem Brand war die Bahnstrecke gesperrt.

Foto: Patrick Schüller/dpa

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HEUTE10:02 Uhr

99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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US-Senator Lindsey Graham gestorben – Merz: Er war ein Freund Deutschlands

Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der eng mit US-Präsident Donald Trump verbündete republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach „kurzer und plötzlicher Krankheit“ gestorben, teilte sein Büro mit.
Seine Familie bedanke sich „bei allen, die für sie beten“. Sie bitte „um Respekt für ihr Privatleben in dieser extrem schwierigen Zeit“.

Trump, Rutte und Merz würdigen Graham

Trump würdigte den aus South Carolina stammenden Graham als „einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe“. Er sei ein „wahrer amerikanischer Patriot“ gewesen, schrieb der US-Präsident im Onlinedienst Truth Social. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als „unersetzlich“.
Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).

Foto: Greg Nash/Pool The Hill/AP/dpa

NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach den Angehörigen und Mitarbeitern Grahams sein Mitgefühl aus. Auch er selbst werde den US-Politiker „innigst vermissen“. „So traurig, vom plötzlichen Tod von meinem Freund Lindsey Graham zu hören“, erklärte Rutte am Sonntag im Onlinedienst X.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte den Senator als Unterstützer Deutschlands und der NATO. „US-Senator Lindsey Graham war ein wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis“, erklärte Merz am Sonntag im Onlinedienst X.
„Mehr als vier Jahrzehnte haben wir Seite an Seite gestanden. Ich werde ihn vermissen“, fügte der Kanzler hinzu. Merz veröffentlichte seine Kondolenz-Botschaft sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Dazu stellte er ein Schwarz-Weiß-Foto, das ihn lachend im Austausch mit Graham zeigt.
Der israelische Präsident Isaac Herzog äußerte sich erschüttert über den Tod des US-Senators. Graham sei einer der führenden Verfechter „der US-israelischen Partnerschaft“ gewesen.

Reaktionen von EU und Ukraine

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte den verstorbenen US-Senator für seinen Einsatz für die Ukraine. „Senator Graham hat bis zum Schluss gekämpft, um den Kampf der Ukraine für Freiheit zu unterstützen und die Kosten von Russlands Angriffskrieg in die Höhe zu treiben“, erklärte von der Leyen am Sonntag im Onlinedienst X.
So habe der US-Senator sich „unermüdlich“ für schärfere Sanktionen gegen Moskau eingesetzt und sich dabei eng mit der Europäischen Union abgestimmt. Die Kommissionschefin erklärte weiter, mit Graham sei ein „entschlossener und furchtloser Anführer“ gestorben. „Er wird sehr vermisst werden“, fügte von der Leyen hinzu.
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußerte sich „zutiefst betrübt“ über den Tod des US-Senators Lindsey Graham. Er würdigte seinen Einsatz für die Ukraine. „Amerika und die Welt haben einen entschlossenen Anführer verloren.“ Selenskyj hatte Graham vor zwei Tagen noch in Kiew empfangen.

Graham war ein langjähriger Politiker

Graham wurde 1994 erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. 2002 zog er in den Senat ein und wurde seitdem drei Mal wiedergewählt. Zuletzt war er Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats.
Graham war auch häufig bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast. Im Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Graham vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. (afp/red)
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Schwermetalle in Boden und Gärten: Wie viel Metall ist „zu viel“?


In Kürze:

  • Zahlreiche Böden sind durch Schwermetalle belastet, auch in Deutschland. Teils stammen sie aus der Natur, teils vom Menschen.
  • Einige Stoffe wie Eisen und Kupfer sind in geringen Mengen für unsere Gesundheit wichtig. Andere, wie Arsen oder Cadmium, sind schon in kleinen Mengen schädlich.
  • Im Regelfall werden die Gesamtkonzentrationen gemessen, doch nicht alles, was im Boden ist, kann freigesetzt werden.
  • Teure Sanierungen, etwa durch Bodenaustausch, könnten durch Beachtung der sogenannten Bioverfügbarkeit reduziert werden.
  • Im Garten kann die Auswahl der richtigen Obst- und Gemüsesorten die Belastung für den Menschen senken.

 
In vielen Köpfen hat sich festgesetzt: Schwermetalle sind böse und müssen weg. Boden wird ausgetauscht und als Sondermüll deklariert. Es wird teuer saniert, was mit Cadmium oder Blei, Kobalt oder Arsen, Kupfer oder Zink belastet sind. Dabei sind Kupfer und Zink sogar in geringen Mengen lebenswichtig für den menschlichen Körper. Kobalt auch.
Die Frage, die gestellt werden muss, ist daher: Wie viel Metall ist „zu viel“? Denn entscheidend ist nicht nur die bloße Masse der Metalle, sondern ihre biologische Verfügbarkeit.
Zu diesem Ergebnis kam der Professor Willie Peijnenburg von der Universität Leiden und dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt in den Niederlanden. Er sagte:
„Metallverschmutzung im Boden ist ein echtes globales Problem, aber Entscheidungen über Lebensmittelsicherheit, Aufräumarbeiten und Wiederverwendung von Land müssen auf dem Teil der Metalle basieren, den Organismen wirklich aufnehmen können, nicht nur auf den Zahlen in den Schlagzeilen.“
Im Boden würden Schwermetalle oft in großen Mengen gemessen. Deutschland ist hier keine Ausnahme. Doch das Risiko, das Menschen, die Umwelt und Feldfrüchte dadurch tatsächlich haben, werde oft überschätzt, so der Chemiker und Umwelttoxikologe.

Bodenchemie rückt ins Zentrum

An vielen Orten gebe es hohe Belastungswerte, so Peijnenburg. Jedoch sei die biologische Gefahr gering, da die Metalle fest an Bodenpartikel gebunden seien, auf die Organismen nicht leicht zugreifen können. Teilweise seien sie auch in mineralischen Formen eingeschlossen.
An anderen Orten könnten hingegen bereits geringe Schwermetallbelastungen zum Thema werden, wenn die Bodenchemie Metalle mobil macht und diese leicht von Nutzpflanzen oder Bodenlebewesen aufgenommen werden.
Das Risiko hängt stark vom pH-Wert des Bodens, seiner mineralischen Zusammensetzung, organischen Substanzen, den Sauerstoffbedingungen und der Aktivität der Mikroorganismen ab. Dabei agieren Humusböden anders als Sand-, Ton- oder Lehmboden.
Der Forscher durchforstete die Fachliteratur zu zahlreichen chemischen und biologischen Methoden, um diese komplexe Chemie in praktikable Daten zu verwandeln. Anhand der Ergebnisse früherer Pflanzenwachstumstests, Regenwürmern, mikrobiellen und auch Enzymaktivitätsmessungen ordnete er ein, welche Bodenmetalle tatsächlich aufgenommen werden.

Was sind Schwermetalle?

Chemisch gesehen sind Schwermetalle Stoffe mit relativ hoher Dichte, von, in der Regel, über 5 Gramm pro Kubikzentimeter. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Im Zusammenhang mit Medizin und Umwelt sind hingegen oft Metalle gemeint, die in höheren Mengen gesundheitsschädlich oder belastend sein können.
Im Allgemeinen werden Blei, Cadmium, Chrom, Kobalt, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink sowie Arsen als Schwermetalle betrachtet. Chemisch gesehen ist Arsen ein Halbmetall, wird aber oft im gleichen Atemzug mit Schwermetallen genannt. Auch Gold, Eisen, Uran und Bismut werden hinzugezählt.
Forscher vieler Nationen und Institute beschäftigen sich mit diesen Themen, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit den gesundheitlichen Wirkungen, die Giftstoffagentur der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde mit den toxikologischen Profilen, die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO mit der Krebsrisikoeinstufung, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in Bezug auf Ernährung und zulässige Grenzwerte sowie die US-Umweltbehörde mit der industriellen Nutzung und der Exposition.
Nicht alle Schwermetalle sind dabei grundsätzlich schädlich, einige sind sogar essenziell für den Menschen: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Kobalt werden in kleinen Mengen vom menschlichen Körper benötigt. Problematischer sind Blei, Quecksilber und Cadmium, die bereits in geringen Mengen als gesundheitlich bedenklich gelten.

Intelligente Sanierung soll Kosten sparen

Peijnenburg kam zu dem Fazit, dass die Konzentration auf die Bioverfügbarkeit zu intelligenterer Sanierung führen kann. Er sieht die Vorteile auch in realistischeren Bodenstandards, einem besseren Schutz der Ernährungssicherheit und der Gesundheit des Ökosystems.
Er plädiert für den Einsatz von Bioverfügbarkeitstests, um unnötigen Bodenaushub bei Projekten zur städtischen Flächenentwicklung zu vermeiden. Ein von ihm erstellter Entscheidungsbaum soll Praktikern und Politikern die künftigen Risikobewertungen erleichtern.
„Ziel war es, jahrzehntelange Forschung in eine praktische Toolbox zu übersetzen, die Wissenschaftler, Berater und Regulierungsbehörden tatsächlich in diesem Bereich anwenden können“, sagt er.

Blei auf Salat, Arsen im Reis

Welche Auswirkungen sind bekannt? Cadmium ist im Boden relativ mobil, in sauren Böden stärker löslich und für Pflanzen verfügbar. Blei wird hingegen nur sehr gering von Pflanzenwurzeln aufgenommen. Das Problem von bleibelasteten Nahrungsmitteln ist oft eher ein Staubproblem und damit ein Luftproblem. So können etwa Blattsalate durch Staub höher mit Blei belastet sein. Das hat auch historische Gründe.
In Deutschland wurde verbleites Benzin 1988 und bleihaltiges Superbenzin 1996 verboten, in der EU kam das endgültige Verbot im Jahr 2000. Seither hat sich die Belastung vor allem für städtische Kleingärtner verringert.
Kupfer bindet sich seinerseits stark an Humus, ist dann aber nur gering mobil. Von Pflanzen wird Kupfer nur geringfügig aufgenommen, allerdings schädigt es in hohen Mengen Bodenmikroorganismen und Regenwürmer. Blei und Kupfer werden überwiegend im Oberboden fest gebunden und verbleiben dort über eine lange Zeit, teils Jahrzehnte.
Gefährlich bleibt Arsen, das sich einerseits an Eisenoxide bindet und andererseits bei Sauerstoffmangel aktiver werden kann. Es ist stark abhängig von Redoxbedingungen, Phosphat und dem Wasserstand. Das Problem ist besonders im Reisanbau bekannt, wo Felder längere Zeit unter Wasser stehen. Dort kann es von Pflanzen aufgenommen werden oder auch ins Grundwasser gelangen.

Drei konkrete Beispiele: Cadmium, Blei, Arsen

Was tun, wenn man einen Garten hat? Ein Blick auf drei belastende Schwermetalle.
Cadmium als Lebensmittelproblem
Cadmium nehmen Menschen am häufigsten über Tabakrauch auf. Es ist aber auch in Farben und Akkus enthalten. Es wird nur sehr langsam ausgeschieden und reichert sich im Körper an. Es schädigt Nieren und führt langfristig zur Entkalkung von Knochen (Osteoporose, Knochenbrüche).
Prinzipiell können fast alle Pflanzen Cadmium aufnehmen. Viele Pflanzen „halten“ das Cadmium jedoch in den Wurzeln fest und transportieren es nur begrenzt in die Früchte. Eine der Pflanzen, die am stärksten Cadmium aufnimmt, ist Tabak. Es folgen Blattgemüse wie Salat oder Spinat, Kohlarten, Sellerie – und auch Sonnenblumen. Bei Getreide und Obst sind die Cadmiumgehalte meist sehr niedrig.
Obwohl die Bioverfügbarkeit von Cadmium in sauren Böden höher ist, sind so auch Kulturheidelbeeren kaum betroffen. Die Beeren enthalten in der Regel nur geringe Mengen. In den Blättern ist mehr zu finden.
Tipp für den Garten: Höhere Cadmiumwerte im Boden können durch Untersuchungen von Bodenproben in einem Umwelt- oder Landwirtschaftslabor festgestellt werden. Wenn gegeben, lohnt es sich, am Boden-pH-Wert anzusetzen. Ein pH-Wert im neutralen Bereich von etwa 6,5 bis 7 und eine passende Bepflanzung können das gesundheitliche Risiko reduzieren.
Blei – mögliche Altlast in Stadtgärten
Blei, das in alten Wasserleitungen vorkommt, in Batterien, Farben und auch Munition, ist giftig für das Nervensystem und das Gehirn. Es kann bei Kindern zu Entwicklungsschäden im Gehirn führen.
Humus und Tonminerale binden Blei sehr gut, das bedeutet aber nicht, dass Kompost grundsätzlich Blei enthält. Nur dann, wenn das Ausgangsmaterial belastet war – durch Straßenstaub, Industrie oder belastete Pflanzenreste –, kann auch der Kompost erhöhte Bleigehalte haben.
Pflanzen können geringe Mengen Blei aufnehmen, allerdings wird es stark in der Wurzel zurückgehalten und nur schlecht über das Leitgewebe der Pflanze transportiert. Höhere Gehalte finden sich in Salaten und Kräutern, hier jedoch vor allem aufgrund Staubbelastung über die Luft, mittlere in Möhren, Rote Bete oder Sellerie, sehr geringe in Früchten wie Äpfeln, Birnen, Tomaten oder Gurken.
Tipp für den Garten: In älteren innerstädtischen Gärten oder in der Nähe ehemaliger Industrieanlagen gibt es häufig noch erhöhte Bleigehalte. Sie stammen aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Der Gemüseanbau ist hier nur bedingt empfehlenswert, ein Obstgarten ist weniger empfindlich.
Arsen und das Sauerstoffproblem
Arsen kommt natürlich in manchen Gesteinen sowie im Grundwasser vor und ist sehr giftig. Zu Arsenvergiftungen kommt es eher in der Industrie oder bei der Verarbeitung von Erzen. Es kann auch in historischen Holzschutzmitteln vorkommen.
Arsen reagiert stark auf Sauerstoffverhältnisse und damit anders als andere Schwermetalle. Es bindet sich zeitweise vor allem an Eisen- und Aluminiumoxide. Mobiler wird es, wenn ein Boden längere Zeit überflutet ist. Dann werden Eisenoxide chemisch reduziert und das gebundene Eisen wird frei. Daher spielt Arsen in Reisfeldern eine besondere Rolle. Auch bei starker Düngung mit Phosphor kann Arsen verdrängt werden, dann steigt ebenfalls die Konzentration im Boden.
Pflanzen wie Kartoffeln, Weizen, Mais oder Obst nehmen meist deutlich weniger auf. In Früchte gelangt Arsen nur selten. Im Boden hemmt Arsen Enzyme und Bakterien, Pilze und Regenwürmer.
Tipp für den Garten: Auf dauerhaft feuchten Böden baut sich schlecht Gemüse und Obst an. Wer damit zu kämpfen hat, könnte mit Hochbeeten und anderer Erde arbeiten oder überlegen, ob er den Boden trockenlegen kann.
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12.07.2026 | Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche | Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

HEUTE11:19 Uhr

Sachsens Ministerpräsident gegen 35-Stunden-Woche

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert größere Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland – auch von Arbeitnehmern. „Die 35-Stunden-Woche passt nicht mehr in diese Zeit“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. „Gleiches Geld, aber ein paar Stunden mehr arbeiten in den kommenden fünf Jahren, ist doch viel besser, als den Arbeitsplatz zu verlieren.“

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HEUTE11:13 Uhr

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

23,4 Prozent der Haushalte verfügten über eine Klimaanlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage von Verivox. Vor einem Jahr waren es knapp 18 Prozent. Fast 25 Prozent planen einen Kauf. Mobile Geräte dominierten: 69,2 Prozent nutzten einen „Monoblock“, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.

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HEUTE10:57 Uhr

Vorbehalte in Ost-SPD gegen Rentenpläne der Bundesregierung

In der SPD vor allem in Ostdeutschland gibt es weiterhin massive Vorbehalten gegen die Rentenpläne der Bundesregierung. Vor allem der Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, wird kritisiert.

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HEUTE10:25 Uhr

Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder

Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.

Nach dem Brand war die Bahnstrecke gesperrt.

Foto: Patrick Schüller/dpa

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HEUTE10:02 Uhr

99 Badetote im Juni – vor allem Männer

Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).

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HEUTE9:33 Uhr

Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.

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HEUTE9:00 Uhr

US-Senator Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.

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HEUTE8:09 Uhr

Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände

Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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HEUTE7:22 Uhr

Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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HEUTE7:02 Uhr

Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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HEUTE6:29 Uhr

Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:15 Uhr

US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen

Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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HEUTE5:35 Uhr

Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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12.07.2026 | Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder | 99 Badetote im Juni – vor allem Männer | Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

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Foto: Patrick Schüller/dpa

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Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen

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Der Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt.

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Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.

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Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU

Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte?

Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul/dpa

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Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft

Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1).  SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .

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HEUTE6:00 Uhr

Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“

Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

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Schüsse bei Salsa-Festival

Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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