Im Juni gab es bundesweit mindestens 98 Badetote - so viele wie seit 2003 in keinem Juni mehr. (Archivbild) - Foto: Helmut Fricke/dpa
HEUTE10:25 Uhr
Züge auf Strecke Köln-Düsseldorf fahren wieder
Nach einem Brand in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn bei Leverkusen fahren die Züge auf der betroffenen Strecke wieder. Die Reparaturen wurden am frühen Samstagabend beendet und die Strecke ist seitdem wieder freigegeben. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall wegen eines möglichen Anschlags, da im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht wurde.
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HEUTE10:02 Uhr
99 Badetote im Juni – vor allem Männer
Mindestens 99 Menschen sind im Juni in Deutschland ertrunken – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Mehr als 90 Prozent von ihnen waren männlich, 35 von ihnen älter als 50, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die meisten tödlichen Badeunfälle passierten in Seen (55 Tote) und Flüssen (21).
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HEUTE9:33 Uhr
Tod von britischer Ex-Ministerin – 28-Jähriger festgenommen
Nach dem Tod der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe (78) ist ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 28-jährigen Briten, teilte die Polizei mit. Er sei in South Yorkshire festgenommen worden. Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Parlament, 2019 schloss sie sich der Partei Reform UK an.
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HEUTE9:00 Uhr
US-Senator Lindsey Graham gestorben
US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats. Er kehrte nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurück und vertrat eine harte Linie gegenüber Russland sowie dem Iran.
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HEUTE8:09 Uhr
Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände
Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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HEUTE7:22 Uhr
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.
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HEUTE7:02 Uhr
Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU
Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).
Foto: Patrick Pleul/dpa
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HEUTE6:29 Uhr
Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft
Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .
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HEUTE6:15 Uhr
US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“
Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
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HEUTE5:35 Uhr
Schüsse bei Salsa-Festival
Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Der US-Senator Lindsey Graham am 15. Februar 2025 in München bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der 61. Münchner Sicherheitskonferenz. - Foto: Johannes Simon/Getty Images
Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der eng mit US-Präsident Donald Trump verbündete republikanische Politiker sei am Samstagabend (Ortszeit) mit 71 Jahren nach „kurzer und plötzlicher Krankheit“ gestorben, teilte sein Büro mit.
Seine Familie bedanke sich „bei allen, die für sie beten“. Sie bitte „um Respekt für ihr Privatleben in dieser extrem schwierigen Zeit“.
Trump würdigt Graham
Trump würdigte den aus South Carolina stammenden Graham als „einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe“. Er sei ein „wahrer amerikanischer Patriot“ gewesen, schrieb der US-Präsident im Onlinedienst Truth Social. Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bezeichnete Graham als „unersetzlich“.
Der israelische Präsident Isaac Herzog äußerte sich erschüttert über den Tod des US-Senators. Graham sei einer der führenden Verfechter „der US-israelischen Partnerschaft“ gewesen.
Graham galt als erfahrener Außenpolitiker (Archivbild).
Foto: Greg Nash/Pool The Hill/AP/dpa
Graham wurde 1994 erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. 2002 zog er in den Senat ein und wurde seitdem drei Mal wiedergewählt. Zuletzt war er Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats.
Graham war auch häufig bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast. Im Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Graham vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. (afp/red)
Die Freiwillige Selbstkontrolle für die Filmwirtschaft hat dem Film „Citizen Vigilante“ eine Ab-18-Freigabe für Kinos erteilt. (Symbolbild) - Foto: Marijan Murat/dpa
In Kürze:
Die FSK hat „Citizen Vigilante“ für Kinovorführungen ab 18 Jahren freigegeben.
Für die Veröffentlichung im Home-Entertainment-Bereich erhielt der Film kein Kennzeichen, da eine Jugendgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte.
Regisseur Uwe Boll kritisiert die Entscheidung.
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat dem 2026 erschienenen Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll ein Kennzeichen für die Kinoauswertung erteilt. Wie das Gremium Anfang der Woche entschied, dürfen deutsche Kinos die Produktion einem Publikum ab 18 Jahren zeigen. Bolls Unternehmen hatte zuvor eine entsprechende Freigabe für die Veröffentlichung im Kino beantragt.
FSK: Jugendgefährdung bei „Citizen Vigilante“ nicht auszuschließen
Wie die FSK mitteilt, hat der Appellationsausschuss für den Bereich Home Entertainment jedoch kein Kennzeichen erteilt. Dafür ist ein separates Prüfverfahren erforderlich. Streaming-Anbieter können Erwachsenen Filme ohne Kennzeichnung auf eigenes rechtliches Risiko zugänglich machen. Erst bei einer möglichen Indizierung durch die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz würden weitergehende Abgabe-, Werbe- und Vertriebsbeschränkungen gelten.
Eine Einstufung für den Home-Entertainment-Bereich erhielt „Citizen Vigilante“ nicht, weil der Appellationsausschuss eine einfache Jugendgefährdung durch den Film nicht ausschließen konnte. Nach Paragraf 14 des Jugendschutzgesetzes wird zwischen einfacher und schwerer Jugendgefährdung unterschieden.
Für Kinofilme ist grundsätzlich nur dann kein Kennzeichen vorgesehen, wenn sie aufgrund entsprechender Fachgutachten als schwer jugendgefährdend eingestuft werden müssten. Im Bereich Home Entertainment gelten aus Sicht des Jugendschutzes strengere Maßstäbe. Da Filme dort leichter in den privaten Bereich gelangen können, reicht bereits eine einfache Jugendgefährdung aus, um kein Kennzeichen zu erhalten.
Produktion könnte „Desensibilisierung oder Desorientierung Jugendlicher“ bewirken
Der Appellationsausschuss der FSK konnte eine einfache Jugendgefährdung nicht ausschließen. Begründet wurde dies damit, dass „Citizen Vigilante“ nach Einschätzung des Gremiums „Gewaltsequenzen eindrücklich bebildert und vertont und Selbstjustiz als probates Mittel gegen kriminelle Gewalt inszeniert“. Dadurch könne eine Desensibilisierung oder Desorientierung Jugendlicher nicht ausgeschlossen werden.
Der in Kroatien gedrehte Film „Citizen Vigilante“ wird vielfach als Adaption bekannter Selbstjustiz-Thriller wie „Death Wish“ eingeordnet. Der US-Verleiher Quiver vertreibt die Produktion in den USA. Der nach Vorwürfen psychischer und sexueller Gewalt öffentlich umstrittene US-Schauspieler Armie Hammer spielt darin einen wohlhabenden Amerikaner. Dieser kommt zu der Überzeugung, dass der Rechtsstaat nicht mehr in der Lage sei, Kriminalität und Korruption ausreichend zu bekämpfen. Daraufhin entscheidet er sich, Selbstjustiz gegen Kriminelle und korrupte Beamte auszuüben.
Auffällig ist, dass schwere Gewaltkriminalität im Film überwiegend Einwanderern zugeschrieben wird. Regisseur Boll erklärte selbst, dass diese Darstellung aus seiner Sicht nicht zufällig sei. In einem offenen Brief an mehrere Selbstkontrollorgane der Filmbranche nahm er Bezug auf einen Vergewaltigungsfall an einer durch Alkohol in ihrer Urteilsfähigkeit beeinträchtigten 15-Jährigen in Hamburg. Im anschließenden Prozess erhielten mehrere Angeklagte, von denen einige keine deutsche Staatsangehörigkeit besaßen, Bewährungsstrafen.
Regisseur Boll macht „alte woke Liberale“ für teilweise Freigabe-Verweigerung verantwortlich
Boll betrachtet diesen Fall offenbar als beispielhaft für die Situation in Europa. In einer Einblendung widmet er „Citizen Vigilante“ den „tausenden Opfern von Mord und Vergewaltigung in Europa“, die „von unseren Politikern, unserer Polizei und unseren Gerichten betrogen werden“. Zudem stellt der Regisseur eine mögliche Fortsetzung mit einem Schwerpunkt auf Europa in Aussicht.
Eine Anleitung oder Inspiration für rassistisch motivierte Gewalttaten sieht Boll in seinem Film dennoch nicht. Der Hauptcharakter werde nicht als klassische Identifikationsfigur dargestellt. Stattdessen erscheine er als „ein egoistischer und sehr reicher Geschäftsmann, der quasi aus Langeweile anfängt, die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen“.
Der Regisseur zeigt sich trotz der Freigabe für Kinoaufführungen weiterhin unzufrieden. Er kritisiert die Entscheidung der Kommission und macht auf X deren Mitglieder dafür verantwortlich, dass der Film keine Freigabe für den Home-Entertainment-Bereich erhalten hat. Der Weg zu Streaming, Fernsehen und Blu-ray bleibt für „Citizen Vigilante“ in Deutschland damit weiterhin erschwert.
Auf Fachportalen wie „Rotten Tomatoes“ gehen die Einschätzungen weiterhin deutlich auseinander. Unter professionellen Filmkritikern erhielt „Citizen Vigilante“ mit 6 Prozent eine der niedrigsten Bewertungen der dort besprochenen Filme.
Vince Mancini vom „Content Report“ schreibt beispielsweise, den Film als „faschistische Propaganda“ zu bezeichnen, würde eine „Herabwürdigung kompetenter Propagandisten“ darstellen. Historische Werke wie „The Birth of a Nation“ oder „Triumph des Willens“ hätten trotz ihrer problematischen Botschaften einen künstlerischen Anspruch gehabt.
Kritiken von „Citizen Vigilante“ gehen weit auseinander
Demgegenüber erreicht der Film unter mehr als 2.500 Publikumsrezensionen eine Bewertung von 92 Prozent. Viele der positiven Bewertungen beziehen sich vor allem auf die politische Botschaft des Films und weniger auf künstlerische Kriterien. Zudem gibt es keine Rezension aus der sogenannten Verified Audience – also von Nutzern, deren Kinobesuch nachweislich bestätigt wurde. Möglich ist daher, dass sich unter den Rezensenten auch Personen befinden, die den Film über das Angebot Elon Musks 48 Stunden lang auf X ansehen konnten.
Doch auch im rechtskonservativen Spektrum selbst polarisiert „Citizen Vigilante“. Auf X feiern Nutzer den Film, weil er aus ihrer Sicht „die Wahrheit“ ausspreche oder eine realistische Beschreibung gesellschaftlicher Entwicklungen liefere. David Boos vom „Leo Magazin“ ordnet den Film hingegen kritisch ein und stellt ihn in eine Reihe mit den „Ausländer raus“-Gesängen von Sylt oder Hitler-Provokationen von Kanye West. Er argumentiert, der Film könne der konservativen Rechten eher schaden. Boos schreibt auf seinem Blog:
„Das Einfache, das Niedrige, das Geschmacklose, das Hässliche – das kommt nicht von Gott. Das alles ist abstoßend, und es kann keinen überraschen, wenn speziell junge Menschen, die nach Sinn und Schönheit im Leben suchen, sich von dieser Rechten in Abscheu abwenden.“
Der Iran hat die Straße von Hormus wieder geschlossen. - Foto: AFP via Getty Images
Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche hat das US-Militär in der Nacht militärische Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff „GFS Galaxy“ in der Straße von Hormus. Das teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.
Irans Revolutionsgarden erklärten zuvor, Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben zu haben, das die maritime Sicherheit gefährdet habe. Mehrere Schiffe hätten versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren, teilten diese auf Telegram mit. Daher werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben. Die Durchfahrt sei verboten.
Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar wurde am Sonntag Alarm ausgelöst. Die VAE wurden nach eigenen Angaben mit Raketen angegriffen. In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.
In Jordanien sind am Sonntagmorgen nach Armeeangaben drei iranische Raketen eingeschlagen. Es sei niemand verletzt worden, teilte das Militär mit. Entstanden sei nur ein geringer Sachschaden.
Schäden an Containerschiff – Besatzungsmitglied vermisst
Ein ziviles Besatzungsmitglied der „GFS Galaxy“ wird laut CENTCOM vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde das Containerschiff östlich des Omans in der Straße von Hormus beschädigt. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei von Bord gegangen und in ein Rettungsboot gestiegen, ein indisches Crewmitglied wird vermisst. Der iranische Angriff erfolgte demnach etwa 17 Kilometer vor der Küste des Oman.
Das indische Außenministerium nannte den Vorfall „zutiefst beunruhigend“ und forderte ein Ende der Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.
CENTCOM: Iran verstößt gegen Rahmenabkommen
Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hieß es in der Mitteilung von CENTCOM weiter. Teheran habe versagt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. „Jetzt muss er dafür bezahlen.“
Iranische Medien wie der englischsprachige Sender „Press TV“ berichteten über Explosionen in der Hafenstadt Buschehr und anderen Orten im Süden des Landes entlang des Persischen Golfs.
Vertreter aus Washington und Teheran einigten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe.
Verhandlungen Oman-Iran über Schifffahrtstraße
Vertreter des Irans und des Omans verhandeln in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.
Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet. (dpa/afp/red)
Der Iran hat die Straße von Hormus wieder geschlossen. - Foto: AFP via Getty Images
Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche hat das US-Militär in der Nacht militärische Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff „GFS Galaxy“ in der Straße von Hormus. Das teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.
Irans Revolutionsgarden erklärten zuvor, Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben zu haben, das die maritime Sicherheit gefährdet habe. Mehrere Schiffe hätten versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren, teilten diese auf Telegram mit. Daher werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben. Die Durchfahrt sei verboten.
Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar wurde am Sonntag Alarm ausgelöst. Die VAE wurden nach eigenen Angaben mit Raketen angegriffen. In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.
Schäden an Containerschiff – Besatzungsmitglied vermisst
Ein ziviles Besatzungsmitglied der „GFS Galaxy“ wird laut CENTCOM vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Containerschiff östlich des Omans in der Straße von Hormus beschädigt. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden untersuchten den Fall. Ob es sich bei dem Schiff um die „GFS Galaxy“ handelt, war zunächst unklar.
CENTCOM: Iran verstößt gegen Rahmenabkommen
Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hieß es in der Mitteilung von CENTCOM weiter. Teheran habe versagt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. „Jetzt muss er dafür bezahlen.“
Iranische Medien wie der englischsprachige Sender „Press TV“ berichteten über Explosionen in der Hafenstadt Buschehr und anderen Orten im Süden des Landes entlang des Persischen Golfs.
Vertreter aus Washington und Teheran einigten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe.
Verhandlungen Oman-Iran über Schifffahrtstraße
Vertreter des Irans und des Omans verhandeln in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs. Auf omanischer Seite führte Außenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Außenminister Abbas Araghtschi.
Das omanische Außenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet. (dpa/afp/red)
Lindsey Graham (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE9:00 Uhr
US-Senator Lindsey Graham gestorben
US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach „kurzer und plötzlichen Krankheit“ gestorben, teilt sein Büros mit. Er strebte im November eine fünfte Amtszeit an. Graham war eines der bekanntesten Mitglieder des Senats und galt als wichtige Stimme der Republikaner in Fragen der Verteidigung und internationalen Angelegenheiten.
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HEUTE8:09 Uhr
Feuerwehren: Brauchen mehr Technik gegen Waldbrände
Feuerwehren in Deutschland dringen auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. Insbesondere Spezialfahrzeuge wie Löschroboter sowie Löschflugzeuge seien notwendig. Das fordert der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse.
Dieser Löschroboter wurde von einer deutschen Firma entwickelt (Symbolbild).
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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HEUTE7:22 Uhr
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Bei Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie der Björn Steiger Stiftung zufolge die Zahl der Unfallopfer um 70 bis 90 pro Jahr gesenkt werden. Das entspricht 3 Prozent aller Unfalltoten. Autobahnen sind laut ADAC-Einschätzung die sichersten Straßen in Deutschland.
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HEUTE7:02 Uhr
Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU
Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild).
Foto: Patrick Pleul/dpa
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HEUTE6:29 Uhr
Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft
Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .
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HEUTE6:15 Uhr
US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“
Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
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HEUTE5:35 Uhr
Schüsse bei Salsa-Festival
Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Gibt es einen Tempo-Sonderstatus auch für Simson-Reimporte? Thüringen führt Gespräche (Symbolbild). - Foto: Patrick Pleul/dpa
HEUTE7:02 Uhr
Gespräche über Simson-Sonderstatus mit der EU
Bisher können in der DDR-Zeit gebaute Simson-Mopeds – Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 – mit Tempo 60 fahren, weil eine Sonderregelung im Einigungsvertrag das ermöglicht. Simson-Reimporte dürfen nur 45 Kilometer pro Stunde fahren. Ministerpräsident Mario Voigt plädiert bei der EU für eine Anpassung an 60 Stundenkilometer.
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Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft
Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .
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HEUTE6:15 Uhr
US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
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HEUTE6:00 Uhr
Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“
Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
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HEUTE5:35 Uhr
Schüsse bei Salsa-Festival
Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Der Tatverdächtige im Kirk-Fall: Tyler Robinson. - Foto: Uncredited/Utah Governor's Office/AP/dpa
<hr />
In Kürze:
Die Voranhörung im Mordfall Charlie Kirk ist beendet. Richter Tony Graf Jr. entscheidet nach den Schlussvorträgen am 1. September, ob der Fall zum Hauptverfahren zugelassen wird.
Ein früherer Lebensgefährte des Angeklagten, Tyler Robinson, belastete diesen schwer. Zudem präsentierte die Staatsanwaltschaft Überwachungsvideos, DNA-Spuren und Textnachrichten als Beweismittel.
Die Anklage sieht ein ideologische Motive für die Tat. Die Verteidigung bestreitet die Aussagekraft mehrerer Beweise und wendet sich gegen die Verwendung von Aussagen vom Hörensagen.
In der Voranhörung zur Anklage gegen den 23-jährigen Tyler Robinson hat dessen früherer Zimmergenosse und Lebensgefährte Lance Twiggs diesen schwer belastet. Robinson steht unter Verdacht, am 10. September des Vorjahres den konservativen Influencer Charlie Kirk während einer Veranstaltung an der Utah Valley University ermordet zu haben.
Am Freitag, 10. Juli, ist die Beweisaufnahme im sogenannten “Preliminary Hearing” (Voranhörung) im Utah County Historic Courthouse in Provo, Utah, zu Ende gegangen. Für 1. September 2026 ist ein weiterer Termin für die Schlussvorträge angesetzt. Anschließend soll Richter Tony Graf Jr. darüber entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird.
Lebensgefährte: Robinson hat Schüsse auf Charlie Kirk gestanden
Dann erst können eine formelle Anklage und das eigentliche Verfahren stattfinden, in dem es um Schuld oder Unschuld des Angeklagten geht. Derzeit entscheidet der Richter lediglich um eine hinreichende Beweisdichte für eine Anklage – also einen „Probable Cause“. Die mehrtägige Voranhörung vor dem Fourth District Court in Provo diente demnach ausschließlich der Prüfung, ob genügend Beweise für ein Hauptverfahren gegen Tyler Robinson vorliegen. Robinson selbst hat sich bislang noch nicht zu den Tatvorwürfen geäußert.
Der bisherige Anklagevorwurf lautet auf erschwerten Mord. Im Fall einer Verurteilung droht Robinson die Todesstrafe. Er soll – was in der Anhörung zur Sprache gekommen ist – gegenüber Dritten die Tat gestanden haben. Einer davon soll sein Vater gewesen sein, der ihn auf Videoaufnahmen erkannt und dazu überredet haben soll, sich zu stellen.
Ein anderer sei Lance Twiggs selbst. Im Zuge der Beweisaufnahme nahm das Gericht ein Video in Augenschein, in dem dieser sich gegenüber der Polizei geäußert hatte. Robinson habe Twiggs nach der Tat weinend erklärt, er bereue diese und wünschte, er hätte sie nicht begangen. Auch präsentierte die Staatsanwaltschaft Textnachrichten, die das Paar miteinander ausgetauscht hatte.
Tatverdächtiger soll „zu viel Hass“ als Tatmotiv genannt haben
In einer davon hatte Twiggs Robinson mit dem mutmaßlichen Mord an Kirk die Frage gestellt: „Du warst doch nicht der, der das getan hat, oder?!“ Daraufhin habe dieser geantwortet: „Ich war es. Es tut mir leid.“ Auch seinem Vater gegenüber soll er die Tat eingeräumt und darüber gesprochen haben, sich das Leben zu nehmen. Dieser konnte seinen Sohn mithilfe eines Geistlichen davon abbringen.
Seinem Vater gegenüber soll Robinson als Begründung geäußert haben, es gebe „zu viel Böses“ und Kirk verbreite „zu viel Hass“. Auch in den Nachrichten an Twiggs habe der Angeklagte geschrieben:
„Ich habe genug von diesem Hass. Mancher Hass kann nicht wegverhandelt werden.“
Kirk galt als vehementer Gegner identitätspolitischer Anliegen der LGBTQ*-Community. Bei Robinsons Lebensgefährten handelt es sich um eine Transgender-Person im Übergangsprozess, bisweilen nannte Lance Twiggs sich auch „Luna“. Derzeit ist der frühere Lebensgefährte von Robinson an einem entfernten Ort untergebracht. Obwohl es keine Hinweise darauf gibt, dass Twiggs in die Planungen des mutmaßlichen Mordes eingeweiht war, gilt er in seiner früheren Umgebung als nicht sicher.
Robinson soll LGBTQ*-Themen kaum angesprochen haben
Die Staatsanwaltschaft sieht ein mögliches ideologisches Motiv für die Tat. Twiggs erklärte, Robinson habe vor der Tat kaum über Politik oder LGBTQ*-Themen gesprochen. Auch Charlie Kirk habe er nie in besonderer Weise erwähnt. Die Aussagen von Twiggs gelten als Zeugenaussagen „vom Hörensagen“. Im Voranhörungsverfahren können solche in Utah im Vorverfahren verwertet werden, wenn sie als „verlässlich“ erscheinen. Im Hauptverfahren müsste die Staatsanwaltschaft jedoch auch andere Beweise präsentieren.
Dazu gehören Aufnahmen von Überwachungsvideos, welche die Anklage erstmals in diesem Verfahrensstadium vorlegte. Diese sollen Robinson am Tattag im zeitlichen Umfeld der tödlichen Schüsse zeigen. Eines lasse den Verdächtigen bei seiner Ankunft auf dem Campus erkennen. Spätere dokumentierten dessen Aufenthalt, einen Kleidungswechsel, einen Aufenthalt auf dem Dach des Losee Centers kurz vor der Tat sowie dessen Flucht.
Robinson soll nach der Tat in ein Waldstück gelaufen sein. Dort hatten Einsatzkräfte später ein Gewehr gefunden. An mehreren Gegenständen seien auch DNA-Spuren gefunden worden, die mit Robinson und Twiggs übereinstimmen. Eines davon sei ein Handtuch gewesen, das um das sichergestellte Gewehr gewickelt gewesen sei. Dazu komme ein Schraubenzieher in der Nähe des mutmaßlichen Schützenstandes auf dem Dach. Die Verteidigung versuchte, die Aussagekraft der DNA-Analysen anzuzweifeln und verwies auf modernere Untersuchungsmethoden.
Gravuren auf Patronen als mögliche Indizien für ideologisches Motiv für Mord an Charlie Kirk
Am Tatort fanden die Ermittler auch Patronen mit eingravierten Botschaften. Diese enthielten unter anderem antifaschistische Bezüge wie Anspielungen auf das Lied „Bella Ciao“. Dazu kamen Hinweise auf das Computerspiel „Hell divers 2“ und provokante Texte. Auch diese wertete die Anklagebehörde als Hinweis auf eine mögliche ideologische Motivation des Täters. Die Schüsse fielen, als Kirk gerade eine Frage nach „transsexuellen Tätern bei Amokläufen mit Waffen“ gestellt wurde.
Die Verteidigung wandte sich gegen die DNA-Beweise und die Verwendung von Aussagen „vom Hörensagen“. Zudem verlangte sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit von Teilen der Aussage. Der Richter folgte den meisten Anträgen nicht. Allerdings untersagte er die Übertragung weiterer Beweisstücke, als es versehentlich einen persönlichen Brief Robinsons in den Livestream schaffte.
Ein älterer Fabrikarbeiter bei der Arbeit. - Foto: dusanpetkovic/iStock
Renten und Pensionen in Deutschland unterscheiden sich erheblich – nicht nur hinsichtlich der durchschnittlichen Höhe. Eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags für die Linke zeigt die großen Unterschiede.
Der durchschnittliche Zahlbetrag bei den rund 20 Millionen Altersrentnern lag Ende 2024 bei 1.154 Euro im Monat. Die 1,4 Millionen Pensionäre des öffentlichen Dienstes erhielten Anfang 2025 ein durchschnittliches Ruhegehalt von 3.416 Euro brutto im Monat.
Beide Systeme seien so unterschiedlich, dass ein Vergleich von Beamtenversorgung und der Rentenversicherung „nur schwer möglich“ sei, stellt der Parlamentsdienst fest.
Die von der Linken-Rentenexpertin Sarah Vollath erbetene Aufstellung gibt einen Überblick über die Rentenansprüche von Beschäftigten und die Versorgungsleistungen des öffentlichen Dienstes.
Die Zahlen zeigen: Rund 60 Prozent der gut 1,3 Millionen ehemaligen Beamten und Richter kommen auf monatliche Ruhegehaltsbezüge von mindestens 3.000 Euro brutto. Brutto heißt dabei vor Steuern sowie vor den eigenen Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung.
8 Prozent, 111.206 Menschen, bekommen über 5.000 Euro brutto monatlich. Nur rund 7 Prozent landen bei maximal 2.000 Euro (Stand 2025).
Dagegen liegen rund 37 Prozent der Altersrenten der gesetzlichen Versicherten unter 900 Euro (2025). Etwa 17 Prozent der Rentenzahlbeträge liegen zwischen 900 und 1.200 Euro – die mit 3,2 Millionen größte Gruppe.
Rund 16 Prozent machen Beträge zwischen 1.200 und 1.500 Euro pro Monat aus, knapp 13 Prozent 1.500 bis 1.800 und 17 Prozent 1.800 Euro und mehr. Diese Werte ergeben sich vor Steuern, aber nach Abzug von Krankenkassen- und Pflegebeitrag.
Gutachter: Leistungen nicht vergleichbar
Die unabhängigen Gutachter des Bundestags weisen unter Berufung auf das Bundessozialgericht darauf hin, dass wegen der großen Unterschiede zwischen den beiden Systemen von vornherein keine „leistungsbezogene Vergleichbarkeit“ bestehe.
Beamte haben demnach in der Regel einen vollständigen Erwerbslebenslauf. Anders viele Rentner: In den Zahlen sind beispielsweise auch die Renten ehemaliger Minijobber oder von Müttern mit Job-Unterbrechungen enthalten.
Heterogene Erwerbsbiografien führten „zu systematisch niedrigeren Durchschnittswerten“, so die Wissenschaftlichen Dienste. Einem „steuerfinanzierten Vollversorgungssystem“ stehe ein beitragsfinanziertes Solidarsystem gegenüber. Mögliche weitere Einkünfte von Menschen mit Minirenten gehen dabei nicht in die genannten Rentenhöhen ein.
Die Linke-Politikerin Vollath kritisierte „das Privileg der Beamtenversorgung“. Die Rentenkommission hätte die „Gerechtigkeitslücke“ zwischen Beamten und Beschäftigten schließen müssen.
Das Gremium hatte im Auftrag der schwarz-roten Bundesregierung eine Blaupause für eine große Rentenreform vorgelegt. Die Kommission tritt zwar für das Leitbild einer Erwerbstätigenversicherung ein, aber gegen eine baldige Einbeziehung der Beamten.
Vollath hat auch nachgerechnet, wie lange ein Beschäftigter für eine monatliche Rente in Höhe des durchschnittlichen Beamtenruhegehalts arbeiten müsste, wenn er durchschnittlich verdient – Ergebnis: 80 Jahre. (dpa/red)
Systemsprenger, sind Kinder und Teenager, die „durch keine pädagogische oder therapeutische Maßnahme erreichbar erscheinen“. - Foto: klebercordeiro/stock
Fünf vor sechs müssen sie aufstehen. Dann gibt es erst mal Frühsport. In erster Linie Liegestützen und Kniebeugen. Die Rede ist von Kindern und Jugendlichen im sogenannten „Trainingscamp“ im hessischen Diemelstadt.
Die Pädagogen dieser stationären Jugendhilfeeinrichtung sagen über die jungen Menschen, die zu ihnen kommen: Sie reagieren „auf Einmischungen von Eltern, Lehrern oder Erziehern misstrauisch, verängstigt, aggressiv und ablehnend“. Sie hätten „eine Richtung eingeschlagen, die sie selbst und andere in große Schwierigkeiten gebracht haben“. Dazu zählen Raubüberfälle, Drogen, Alkoholdelikte, Lügen, Erpressung von Mitschülern, Schule schwänzen und teils schwere Körperverletzungen an anderen.
Wenn alle Versuche scheitern
Für diese Gruppe Kinder und Jugendliche hat sich der Begriff „Systemsprenger“ eingebürgert. Inspiriert hat ihn der Erziehungswissenschaftler Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, der im Jahr 2010 das Buch „Kinder, die Systeme sprengen“ veröffentlichte. Der Untertitel des Buches sagt schon alles über den Inhalt aus: „Wenn Jugendliche und Erziehungshilfe aneinander scheitern“.
Es geht um Kinder und Teenager, die „durch keine pädagogische oder therapeutische Maßnahme erreichbar erscheinen“ und die somit das therapeutische System „sprengen“.
Nicht immer richtet sich der Zorn und die Frustration der Jugendlichen gegen andere, sondern auch gegen sich selbst. Baumann schildert in seiner Studie einen besonders extremen Fall der Selbstverletzung, den ihm eine Gruppenleiterin einer Kinder- und Jugendwohngruppe berichtet hat.
Ein Junge hatte sich das Bein gebrochen. „Eines Tages stand er – wir haben da hinten einen Anbau mit einem Flachdach – und da stand er oben auf dem Dach. Und dann haben wir gesagt: ‚Komm runter‘, ne, ‚wir stellen dir jetzt ne Leiter wieder ran, und ich möchte, dass du hier wieder runter kommst,‘ und dann ist er mit einem Doppelsalto mit dem gebrochenen Bein im Gips vom Dach gesprungen. So nach dem Motto: ‚Ihr könnt mir gar nichts!‘“
Foto: mactrunk/iStock
Angststörungen, Depression, Überaktivität
„Puzzle Inklusion“, ein privater pädagogischer Dienstleister in Hannover für Kinder, junge Erwachsene und deren Eltern, erklärt das Phänomen folgendermaßen: „Systemsprenger“ hätten „oft tiefe Bindungsprobleme, geringe Frustrationstoleranz und zeigen Ablehnung gegenüber Autoritäten.“
Als mögliche Gründe und Hintergründe für deren Verhalten führen die Pädagogen an: familiäre Belastungen wie häusliche Gewalt, Vernachlässigung oder Suchterkrankungen. Hinzu kämen Missbrauch, Trennung von Bezugspersonen, ADHS, Depressionen, geringe Kontakte zu anderen und fehlende Freizeitangebote.
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) berichtet in einem Faktenpapier aus dem Jahr 2020 zu „Psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“ davon, dass in dieser Altersgruppe am häufigsten Angststörungen, Depression, Überaktivität sowie dauerhaft aufsässiges und aggressives Verhalten auftrete.
Die BPtK verweist zudem auf eine nicht näher genannte deutsche Studie mit 2.500 Befragten. Diese habe ergeben, dass „fast die Hälfte der Jugendlichen über 14 Jahre ein belastendes Kindheitserlebnis“ gehabt hätten, „zum Beispiel die Scheidung der Eltern oder Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch in der Familie“. Etwa 10 Prozent der Befragten hätten „von mehr als vier belastenden Erfahrungen in der Kindheit“ berichtet.
Jungen vor dem 15. Lebensjahr seien häufiger psychisch krank als Mädchen. Sie erkrankten „viereinhalbmal so häufig an ADHS, sie neigen stärker zu aggressivem und oppositionellem Verhalten, sie schwänzen häufiger die Schule oder laufen von zu Hause weg. Sie sind auch häufiger suchtkrank“, so die Psychotherapeutenkammer.
Billy the Kid in den Jahren 1879–80.
Foto: Gemeinfrei
„Billy the Kid“ und „Schinderhannes”
Systemsprenger sind keine Erscheinung der Neuzeit. Sie hat es offenbar schon immer gegeben. Die bekanntesten Beispiele dafür sind die Wildwest-Banditen „Bill the Kid“ und „Sundance Kid“ aus dem 19. Jahrhundert. Alleine der Zusatz „Kid“ verweist schon darauf, dass es sich bei diesen Gesetzlosen um Jugendliche gehandelt hat.
„Billy the Kid“ wurde nach zahlreichen Raubüberfällen und Morden mit rund 21 Jahren aus einem Hinterhalt erschossen. „Sundance Kid“ wurde zwar etwa 40 Jahre alt, verbüßte seine erste Haftstrafe aber bereits mit 20 Jahren.
Als deutsches Beispiel kann Johannes Bückler, besser bekannt unter dem Beinamen „Schinderhannes“, angeführt werden. Er wurde 1803 mit rund 24 Jahren hingerichtet, nachdem er zuvor im Hunsrück mindestens 211 Straftaten – von Diebstählen, Erpressungen bis zu mörderischen Raubüberfällen – begangen hatte. Er wurde mit etwa 16 Jahren erstmals wegen Diebstahls verhaftet.
Zurück in die Gegenwart. Baumann zufolge stellt die Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen „den mit Abstand größten Block“ unter den Systemsprengern. Er habe aber bereits für seine 2010-Studie mit 11- bis 13-jährigen Jugendlichen zu tun gehabt.
Für den Professor sei der Begriff „Systemsprenger“ keine Bezeichnung für ein Kind oder einen Jugendlichen mit bestimmten Eigenschaften. Sondern es ginge vielmehr um das „Prozessgeschehen“.
„Der Kinder- und Jugendhilfe gelingt es nicht, mit einem jungen Menschen ein Angebotsformat zu finden, das von allen Beteiligten als hilfreich angesehen wird“, so Baumann.
Wenn das System aber das Problem sein soll, was muss sich dann nach Meinung des Experten ändern?
Überraschenderweise nennt Baumann im Gespräch mit LOOP Kinderhilfe nicht an erster Stelle die Betroffenen, sondern die Pädagogen:
„Wir müssen in der Jugendhilfe viel, viel mehr in Mitarbeitersicherung, in emotionalen und psychologischen Support unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investieren. Das muss der wesentliche Schwerpunkt sein“, so der Pädagoge. Die Fachberatung und das Coaching müssten „anders werden“, damit die Betreuer „in ihrer psychischen Gesundheit und ihrer Belastbarkeit“ erhalten werden.
Yuliia Kaveshnikova/iStock
Kein „Export“ von Problemfällen
Und es bedürfe Baumanns Aussage nach einer „stärkeren Regionalisierung“. Er kritisiert, dass etwa im Jahr 2022 in Schleswig-Holstein für 6.500 Heimplätze 5.500 Kinder aus anderen Bundesländern zugewiesen wurden.
Er sagt: „Lasst uns den Import-/Export-Wahnsinn beenden und lasst uns stärker in die Regionalisierung gehen, zumindest in der Verantwortung. Es kann Sinn machen, ein Kind auch mal weiter weg unterzubringen, aber die Verantwortlichkeit muss in der Region bleiben“, so der Wissenschaftler. Dafür brauche es bessere Strukturen bei Jugendämtern und Jugendhilfeträgern.
Individuelle Betreuung oder Gemeinschaft?
Und er fügt hinzu: „Wir brauchen nicht mehr Spezialangebote, die bestimmte Phänomene bearbeiten.“ Vielmehr würden Pädagogen gebraucht, die bereit seien, „sich auf diesen einen Menschen einzulassen, der da vor ihnen steht. Wir brauchen mehr Individualität für den einzelnen Menschen“, fordert Baumann.
Das privat betriebene „Trainingscamp“ Diemelstadt verfolgt laut ihrer Website einen einzigartigen Ansatz mit jenen Jugendlichen, die oft nur noch die Wahl haben: Gefängnis oder Diemelstadt. Die Einrichtung in Nordhessen befindet sich abseits von größeren Ortschaften und ist umgeben von Wald und landwirtschaftlichen Flächen. „Diese Lage entlastet von vielen negativen Versuchungen und Gelegenheiten größere Städte“, beschreiben die Betreiber ihr Bootcamp.
Zwanzig Therapieplätze gibt es dort, ausschließlich für männliche Jugendliche, die für sechs Monate an dem Trainingsprogramm teilnehmen. Unterricht gibt es nicht, aber ein straffes Sportprogramm, Arbeitsprojekte, Gemeinschaftsleben sowie „Rituale“, mit denen Grenzen gesetzt werden.
So sollen etwa mittels Boxen und Mannschaftssportarten Disziplin und Fair Play vermittelt werden. Die „aggressiven Impulse“ der Jugendlichen sollen dadurch abgebaut werden. Als weiteres Ziel wird angegeben, „lernen Regeln einzuhalten, diszipliniert zu trainieren“ und sportliche Gegner zu respektieren.
Und dann? Viele der Jugendlichen hätten am Ende der Zeit im Trainingscamp „das Gefühl, fit und leistungsfähig zu sein. Sie sind motiviert, sich weiteren Herausforderungen zu stellen, ihre Schule wieder aufzunehmen, eine Ausbildung zu machen, die Situation in der Familie wieder zu verbessern“, beschreiben die Betreiber ihre Arbeit.
Foto: Yuliia Kaveshnikova/iStock
„Erfolg ist eine Treppe, keine Tür“
Und dennoch werden laut einem Bericht von „RTL Hessen“ 50 Prozent rückfällig, wenn sie das Camp verlassen haben. Aber eine Rückfallquote von 50 Prozent ließe sich unterschiedlich bewerten: als Erfolg angesichts der Schwere der Fälle, mit denen die Einrichtung arbeitet, oder als Hinweis auf die Grenzen des Ansatzes.
Und in keiner Gesellschaft dieser Welt gelingt es, alle „verhaltensauffälligen“ Kinder und Teenager entsprechend ihren Bedürfnissen erfolgreich zu betreuen oder zu therapieren. Weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart oder in der Zukunft.
Wie mit dieser offenbar unlösbaren Situation umgegangen werden kann, dazu hatte etwa die 2007 verstorbene amerikanische Motivationstrainerin Dottie Walters eine klare Meinung: „Erfolg ist eine Treppe, keine Tür.“
Kummertelefon für Eltern:
Unter 0800 111 0550 erhalten Eltern kostenlose Beratung bei Erziehungsfragen.
Kummertelefon für Kinder und Jugendliche:
Unter 116 111 finden Kinder und Jugendliche ein offenes Ohr, wenn sie zu Hause Gewalt erleben oder andere Sorgen haben. Kostenlos und anonym.
Die Polizei bleibt zunächst vor Ort. - Foto: Keito Newman/The Canadian Press/AP/dpa
HEUTE6:29 Uhr
Sonntagstrend: Union legt leicht zu – AfD bleibt stärkste Kraft
Die Union hat im aktuellen Sonntagstrend leicht zugelegt. Laut INSA, das die Umfrage wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt, steigerten sich CDU/CSU um einen Punkt auf 22 Prozent. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). SPD und Grüne folgen mit je 12 Prozent (-1), die Linke liegt bei 11 Prozent (+1). BSW und FDP bleiben jeweils bei 4 Prozent .
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HEUTE6:15 Uhr
US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
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HEUTE6:00 Uhr
Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“
Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
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HEUTE5:35 Uhr
Schüsse bei Salsa-Festival
Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Polizei bleibt zunächst vor Ort. - Foto: Keito Newman/The Canadian Press/AP/dpa
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US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen
Die US-Armee hat bei neuen Attacken auf den Iran rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
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Iran schließt Straße von Hormus „bis auf Weiteres“
Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Dies gelte „bis auf Weiteres“. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden. Die Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.
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Schüsse bei Salsa-Festival
Bei einem Schusswaffenvorfall in Toronto bei einem Salsa-Festival sind zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter sei auf der Flucht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Teilnehmer liefen teils im Gleisbett. - Foto: Uli Deck/dpa
111 Menschen haben gemeinsam eine Diesellok samt zwei Waggons 111 Meter weit an Seilen gezogen. Der kollektive Kraftakt während des Brezelfests in Speyer hat nach Angaben der Organisatoren unfallfrei geklappt.
Auch andernorts in Deutschland gab es kuriose Veranstaltungen: Im hessischen Witzenhausen spuckten Hunderte Teilnehmer Kirschkerne um die Wette und in Plau am See kämpften 22 Teams um den Titel der kreativsten „Badewanne“.
Muskelkraft gegen Lok
„In gut zwei Minuten war die Lok im Ziel. Jeder war überrascht, wie schnell das Ganze funktioniert hat“, berichtete der Vorsitzende des Verkehrsvereins Speyer, Uwe Wöhlert, dpa.
Mit dabei waren 19 Teams aus der Region, von Gewichthebern und Ringern bis zu Stadtwerken und Verwaltung. Die Lok und die Waggons zusammen wogen den Angaben zufolge 111 Tonnen.
Es gab zwei je 50 Meter lange Seile, die über den Schultern der Teilnehmer lagen. Die 111 Menschen liefen teils im Gleisbett. Es sei niemand gestürzt oder gestolpert, sagte Wöhlert.
Die Organisatoren hatten das Muskelkraft-Event als Weltrekordversuch angemeldet. Geplant ist ein Eintrag beim Rekordinstitut für Deutschland (RID). Ein Notar hat das Geschehen verfolgt.
30 Meter lange Spuckebahn in Hessen gebaut
Ähnlich ambitioniert, aber unter ganz anderen Vorzeichen traten im hessischen Witzenhausen Hunderte Kinder, Frauen und Männer im Kirschsteinweitspucken gegeneinander an. Die Sieger dürfen sich Deutsche Meister in der Disziplin nennen.
Das Reglement sieht vor, dass das Spucken „ausschließlich mit dem bloßen Mund“ erfolgt. „Jegliche Hilfsmittel oder Veränderungen am Kirschstein sind nicht gestattet“, heißt es dort.
Der verwendete Kirschstein muss aus den zur Verfügung gestellten Kirschen stammen. Jeder Teilnehmer hat drei Spuckversuche. Es zählt nicht das erste Aufkommen, sondern der Punkt, an dem der Stein liegenbleibt.
Das Reglement sieht vor, dass das Spucken „ausschließlich mit dem bloßen Mund“ erfolgt.
Foto: Kai Moorschlatt/dpa
Seit 1985 finden die Deutschen Meisterschaften im Kirschsteinweitspucken schon in Witzenhausen im Rahmen der jährlichen Kesperkirmes statt. Den Titel als Deutsche Meisterin beim Kirschsteinweitspucken verteidigte Frederike Brübach – mit mehr als zwölf Metern.
Buntes Badewannen-Rennen in Plau am See
Deutlich bunter ging es in Plau am See (Mecklenburg-Vorpommern) zu, wo sich die Elde wieder in eine Rennstrecke für auffällig geschmückte Boote verwandelte.
Bei sommerlichen Temperaturen bis zu 29 Grad traten 22 Teams mit ihren „Badewannen“, meist schwimmfähigen Plattformen, gegeneinander an und kämpften unter anderem um den Titel der kreativsten Kreation.
Die Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury.
Foto: Philip Dulian/dpa
Die Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich dabei sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury. Die Rallye fand in diesem Jahr zum 32. Mal statt.
Gepaddelt wurde auf einer Strecke von etwa 500 Metern zwischen der Plauer Schleuse und der historischen Hubbrücke. Am Abend sollten die Teilnehmer dann noch ausgezeichnet werden. (dpa/red)
Das 3. Viertelfinale beginnt 23 Uhr MEZ, es spielt Norwegen gegen England. Tagsüber versammelten sich norwegische Fußballfans zum „Ro“ auf dem Ocean Drive:
Miami Beach just got a taste of Norway’s matchday tradition 🇳🇴👏 (via IG/clubeleven) pic.twitter.com/8hplkKCJHq
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HEUTE16:48 Uhr
DFB-Führung grundsätzlich einig mit Klopp
Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Südafrikanischer Profi-Fußballer Adams kurz nach WM-Teilnahme gestorben
Der südafrikanische Profi-Fußballer Jayden Adams ist kurz nach seiner Teilnahme an der derzeitigen Weltmeisterschaft gestorben. Die Nachricht vom Tod des 25-Jährigen am Samstag habe ihn schwer getroffen, erklärte der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie.
„Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren.“ Die Todesursache nannte McKenzie nicht. Der afrikanische Fußballverband CAF brachte im Onlinedienst X ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck.
Die südafrikanische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf, nachdem im Raum Kapstadt die Leiche eines 25-jährigen Mannes gefunden worden war. „Die Umstände dieses Vorfalls werden untersucht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mittelfeldspieler Adams hatte bei allen drei Gruppenspielen Südafrikas in der laufenden WM gespielt. Im K.-o.-Spiel gegen Kanada, bei dem Südafrika aus dem Wettbewerb ausschied, stand Adams nicht auf dem Platz.
HEUTE11:52 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens WM-Fußballer Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
Drohungen nach Fehlschuss gegen die Schweiz: Jaminton Campaz. (Archivbild)
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
GESTERN23:02 Uhr
Spanien gewinnt 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale auf Frankreich
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien im Viertelfinale gegen Belgien mit 2:1 durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer dominanten Phase der Spanier, die in der 30. Minute durch Fabián Ruiz in Führung gingen. Belgien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich in der 41. Minute durch Charles De Ketelaere aus.
In der zweiten Halbzeit drängte Spanien auf die erneute Führung, während Belgien sich auf Konterchancen konzentrierte. Die Spanier erhöhten den Druck, doch es dauerte bis zur 88. Minute, bis der eingewechselte Mikel Merino nach einem abgewehrten Schuss von Pau Cubarsí zur Stelle war und den Ball zum 2:1-Endstand einschob.
Damit trifft Spanien im Halbfinale am Dienstag in Dallas auf Frankreich.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Spanien gewinnt dank einem späten 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale am Dienstag auf Frankreich. Als nächstes Spielen Norwegen und England um den Einzug in die Runde der letzten Vier.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
GESTERN22:15 Uhr
Spanien und Belgien gehen mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden in die Kabine
Das Drama begann für Belgien bereits beim Aufwärmen: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich unerwartet und musste extrem kurzfristig passen. Für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf – ein herber mentaler Rückschlag für das Team von Rudi Garcia, das sich davon aber nicht einschüchtern ließ.
Nach einer halben Stunde belohnte sich die Selektion für ihren Aufwand: Der für Pedri in die Startelf rotierte Fabián Ruiz nutzte eine seltene Lücke in der belgischen Hintermannschaft eiskalt aus und hämmerte den Ball in der 30. Spielminute zur 1:0-Führung in die Maschen!
Wer dachte, die Belgier würden nun einbrechen, sah sich komplett getäuscht. Angetrieben von einem unermüdlichen Manchester-City-Wirbelwind Jérémy Doku, der die spanische Abwehr über die linke Seite immer wieder vor logistische Probleme stellte, schlugen die Roten Teufel noch vor der Pause zurück.
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Die vergoldete Bronzeskulptur des Prometheus und eine 27 Fuß hohe Nachbildung des Weltmeisterschaftspokals, die von der LEGO-Gruppe erbaut wurde, blicken am 10. Juli 2026 im „NYNJ World Cup 26 26 Fan Village“ im Rockefeller Center in New York auf die Fans herab, die das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Belgien auf Großbildschirmen verfolgen.
Foto: TIMOTHY A. CLARY / AFP via Getty Images
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Der Belgier Charles De Ketelaere (Nr. 17) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium am 10. Juli 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere (Mitte), erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Frederic J. Brown / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, und der spanische Verteidiger Nr. 14, Aymeric Laporte, kämpfen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood um den Ball während des Viertelfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien.
Foto: Etienne LAURENT / AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Nr. 08, Fabian Ruiz, jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Patrick T. Fallon / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: ETIENNE LAURENT / AFP via Getty Images
GESTERN18:37 Uhr
Spanischer Beton gegen Belgiens Offensiv-Wucht
Die Auswahl von Luis de la Fuente hat in diesem Turnier Maßstäbe gesetzt. Spanien ist das defensivstärkste Team dieser Weltmeisterschaft und hat im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert.
Torhüter Unai Simón steht mit 609 Minuten ohne Gegentreffer über zwei Weltmeisterschaften hinweg mittlerweile bei einer historischen Marke. Mit einer eingespielten Viererkette um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte erstickt La Roja gegnerische Umschaltmomente im Keim.
Kurz vor seinem 19. Geburtstag brennt der 18-jährige Wunderknabe Lamine Yamal darauf, diesem Viertelfinale seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken.
Belgien reist mit massivem Rückenwind und einer gehörigen Portion Euphorie nach Los Angeles. Nach einem holprigen Turnierstart fegten die Männer von Rudi Garcia die US-amerikanischen Gastgeber im Achtelfinale mit 4:1 aus dem Stadion. Leandro Trossard präsentiert sich als genialer Geist und hat im bisherigen Turnierverlauf bereits 17 Großchancen kreiert.
Romelu Lukaku lauert als physische Naturgewalt auf der Bank, um in der Schlussphase müde gespielte Spanier zu knacken. Die Belgier müssen den verletzungsbedingten Ausfall von Amadou Onana (Kreuzbandriss) verkraften. Dies hat die Mannschaft jedoch mental noch enger zusammengeschweißt.
Fans strömen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, vor dem Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien ein.
Foto: Luke Hales/Getty Images
GESTERN11:29 Uhr
DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet.
Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten.
GESTERN5:38 Uhr
Mbappé nicht verletzt
Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab hinterher Entwarnung, ein Ausfall im Halbfinale droht wohl nicht. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid, der bei der Feier vor den Fans scheinbar problemlos wieder hüpfen konnte.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé nicht nur „einen Schmerz“ an der Ferse verspürt, sondern auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach: „Aber wir konnten sehr gut auswechseln.“
Tat sich weh gegen Marokko: Kylian Mbappé.
Foto: Tom Weller/dpa
GESTERN0:30 Uhr
Spiele am Freitag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Spanien gegen Belgien in Los Angeles, USA (Übertragung: ZDF)
GESTERN0:14 Uhr
Titelfavorit erreicht wieder Halbfinale
Frankreich hat das WM-Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 gewonnen. Die Franzosen dominierten das Spiel von Beginn an und hätten bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, doch Kylian Mbappé verschoss einen Elfmeter.
In der zweiten Halbzeit erreichten die Tricolore schließlich die ersehnte Führung durch Mbappé (60.). Ousmane Dembélé erhöhte wenig später auf 2:0 (66.). Marokko hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und konnte dagegen nur wenige gefährliche Aktionen verzeichnen. Die Nordafrikaner versuchten in der zweiten Halbzeit, mehr Druck aufzubauen, doch die Franzosen blieben die spielbestimmende Mannschaft.
Mit diesem Sieg hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Ihre nächste Partie wird am Dienstag gegen den Gewinner des Spiels Spanien-Belgien sein.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Frankreich hat sich mit einem 2:0 gegen Marokko den ersten Platz im Halbfinale gesichert. Wer der Gegner wird entscheidet sich heute Abend im Spiel Spanien gegen Belgien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
1 / 5
1:0 – für den Torhüter: Yassine Bounou (#1, Marokko) hält den Foul-Elfmeter von Kylian Mbappe (#10, Frankreich) und verhindert die Führung in der ersten Halbzeit.
Foto: Lars Baron/Getty Images
2 / 5
Falsche Sportart? Bilal El Khannouss (#23, Marokko) scheint Volleyball zu spielen, hat den Fußball aber unter Kontrolle.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Noussair Mazraoui (#3, Marokko) spielt den Ball, während Ayyoub Bouaddi (#6, Marokko) versucht einen Lutballon zu Zerplatzen.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
4 / 5
In der zweite Hälfte (60.) versenkt Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe (#10) den Ball in den Maschen und bringt Frankreich in Führung.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
5 / 5
Nur sechs Minuten später erhöht Ousmane Dembele (#7, Frankeich) auf den 2:0-Endstand.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
9. Juli19:14 Uhr
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
9. Juli8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Foto: Martin Meissner/AP/dpa
9. Juli7:00 Uhr
Spiele am Donnerstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Marokko gegen Frankreich in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Welche wirtschaftlichen Folgen die Corona-Pandemie und die staatliche Pandemiepolitik hatten, und wie effektiv die staatlichen Branchenhilfen in der Corona-Zeit waren, das waren am Donnerstag (09.07.2026) die Themen der Corona-Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag.
Als Sachverständige wurden unter anderem Prof. Dr. Friedrich Heinemann vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsfo…
Förderbänder werden in vielen Industrien benötigt, unter anderem im Bergbau. Im Bild ein Förderband, das Gestein im Mangan-Tagebau in Südafrika transportiert (Symbolbild). - Foto: Sunshine Seeds/iStock
2026 wird mit weiteren Insolvenzen gerechnet. Ökonomen erwarten in diesem Jahr auch einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. „In manchen Branchen geht es mittlerweile nur noch ums reine Überleben“, sagt Jonas Eckhardt von der Restrukturierungsberatung Falkensteg.
Auch unseren Insolvenz-Ticker 2026 ergänzen wir fortlaufend. Die vorherigen Meldungen von 2025 finden Sie hier und hier.
HEUTE18:58 Uhr
Maschinenbauer in Wurzen insolvent
Die WUTRA Fördertechnik GmbH aus Wurzen (Sachsen) hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen stellt unter anderem Förderschnecken, Becherwerke und Gurtförderer her. Die Insolvenz findet in Eigenverwaltung statt, die Produktion läuft vorerst weiter. 120 Mitarbeiter sind betroffen, sie erhalten Insolvenzgeld.
Derzeit wird versucht, Neukunden zu gewinnen. Problematisch für den rund 130 Jahre alten Maschinenbauer sind die starke gesunkenen Aufträge seit 2025, steigende Material-, Arbeits- und Energiekosten sowie Störungen in der Lieferkette.
9. Juli10:30 Uhr
Behörde erlaubt Steiff-Übernahme durch Ravensburger
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Plüschtierfirma Steiff durch den Spielehersteller Ravensburger genehmigt. „Wettbewerbliche Bedenken ergeben sich nicht, da sich die Produktportfolios der Unternehmen nicht überschneiden“, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt in Bonn. „Zudem verfügen die Unternehmen im Spielwareneinzelhandel über hinreichend starke Abnehmer, sodass auch sonst keine nachteiligen Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten waren.“
Ravensburger gehören künftig 60 Prozent der Anteile von Steiff. Die Verkäufer sind die Erben der Gründerin Margarete Steiff. Die Firma aus Giengen an der Brenz (Baden-Württemberg) soll weiterhin eigenständig geführt werden.
Ravensburger ist vor allem für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt. Steiff gilt als Erfinder des Teddybären und steht seit mehr als 140 Jahren für hochwertige Plüschtiere – erkennbar am markanten Knopf im Ohr.
6. Juli9:43 Uhr
Zwei Matratzenhersteller in Insolvenz
Der Matratzenhersteller Bönnig + Sommer in Ostwestfalen hat Anfang Juli Insolvenz angemeldet. 109 Mitarbeiter des Familienunternehmens sind betroffen. In der Branche treffen hohe Personalkosten auf steigende Energiepreise und billige Importe. Bönnig + Sommer stellt Schaumstoffe für Matratzen her.
Auch einer der größten Hersteller in Deutschland, das Breckle Matratzenwerk Weida GmbH in Thüringen, ist insolvent. Das 1932 gegründete Unternehmen meldete im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung an. Derzeit beschäftigt Breckle rund 270 Mitarbeiter und stellt Matratzen, Polstermöbel und Boxspringbetten her. Künftig plant Geschäftsführer Gerd Bröckle, seine Unternehmen mehr auf Medizinprodukte und Hotellerie auszurichten.
Jährlich werden rund 8 Millionen Matratzen in Deutschland verkauft.
Foto: Reimphoto/iStock
25. Juni7:42 Uhr
TSG München 1860 fehlt das Geld
Der TSG 1860 München ist insolvent, das Verfahren unter vorläufiger Leitung von Insolvenzverwalter Max Liebig wurde am 25. Juni veröffentlicht. Die Profi-Fußballgesellschaft fehlen nach der Kündigung von Darlehen durch Investor Ismaik 2,3 Millionen Euro, um weiterhin in der 3. Liga spielen zu können. Es wurde der Zwangsabstieg verordnet
16. Juni18:40 Uhr
Corona-Heimwerkerboom abgeflaut – Hellweg ist pleite
Die Baumarktkette Hellweg Die Profi-Bau & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Zuständig ist das Amtsgericht Essen, der Sitz des Unternehmens ist in Dortmund. Der Betrieb mit den rund 2.900 Mitarbeitern soll zunächst weitergehen, übergangsweise erhalten sie Insolvenzgeld.
Neben dem Online-Shop bleiben alle 68 Märkte geöffnet. Einige Schließungen von Filialen wurden angekündigt, darunter in Münster-Loddenheide, Berlin-Weißensee, Bonn-Duisdorf, Oberhausen, Werl und Duisburg (NRW), Halle/Saale.
Das Gericht hat Rechtsanwalt Stefan Denkhaus als vorläufigen Sachverwalter bestellt, der die Interessen der Gläubiger überwachen soll. Zwei Rechtsanwälte wurden laut dem Unternehmen als Sanierungsexperten in die Geschäftsführung berufen.
Ein Grund für die Schwierigkeiten ist, dass der Heimwerker-Boom während der Corona-Pandemie deutlich abgeflaut ist – während seither gleichzeitig die Kosten steigen.
2. Juli8:58 Uhr
Autohausgruppe Autolöwen vor dem Aus
Anfang Mai meldete die Autohausgruppe Autolöwen mit Sitz in Schwäbisch Hall Insolvenz an. Nun schließen sieben Standorte, da keine Investoren gefunden wurden. Nur für einen davon, in Aalen, fand sich eine Lösung, er wird von der Autohaus-Widmann-Gruppe übernommen.
Die Häuser in Schwäbisch Hall, Ludwigsburg, Crailsheim, Öhringen und Heilbronn schließen. Das Unternehmen vertrieb seit mehr als 30 Jahren Neu- und Gebrauchtfahrzeuge vor allem von Peugeot, Citroen, Opel, Fiat und Jeep und bot entsprechenden Service an.
„Wir haben alles getan, was unter den gegebenen Umständen möglich war, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte der zuständige Insolvenzverwalter Markus Schuster in der „Automobilwoche“. Über 200 mögliche Interessenten seien als mögliche Investoren angeschrieben worden. Insgesamt sind rund 180 Mitarbeiter von der Schließung betroffen.
1. Juli10:45 Uhr
Winzergenossenschaft vor Restrukturierungen
Anfang Juli und damit rund zehn Wochen vor Beginn der Weinlese will die Winzergenossenschaft „Winzer von Baden eG“ nahe Heidelberg Insolvenz einreichen. Betroffen sind in Wiesloch und der Region Rhein-Neckar rund 900 Winzer und ihre Familien.
Eine tiefe Restrukturierung sei unumgänglich, um „das Unternehmen neu auszurichten und die Marke Winzer von Baden zu erhalten“, sagte Matthias Göhring, geschäftsführender Vorsitzende, dem Fachportal Weinwirtschaft.
Der Weinbau in Deutschland steckt in der Krise, neben steigenden Lohn- und Energiekosten ist der Absatz eingebrochen. Der Absatz von Weinen sinkt, die Preise liegen oft unter den Herstellungskosten.
Winzergenossenschaften umfassen meist kleinere Weinbaubetriebe, die ihre Trauben bei der Kooperative abliefern. Diese übernimmt den weiteren Ausbau des Weins, die Abfüllung, Marketing und Vertrieb.
Foto: Rostislav_Sedlacek/iStock
29. Juni11:06 Uhr
Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen
Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine entsprechende Liste. „Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind“, sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur.
Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen. Zuvor hatten andere Medien über die Schließungen berichtet.
Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.
24. Juni9:50 Uhr
Playmobil schließt Werk bei Nürnberg
Im deutschen Werk von Playmobil ruht bereits die Produktion, offiziell wird das Werk in Dietenhofen bei Nürnberg zum 30. Juni geschlossen. Es sind rund 350 Mitarbeiter betroffen, wie „InFranken“ berichtet. Als Grund gibt das Unternehmen an, dass die Kosten in Deutschland zu hoch sind, vor allem Löhne und Energie.
Der Playmobil-Hersteller Horst-Brandstätter-Group hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024/2025 erneut Umsatzverluste einstecken müssen (Archivbild).
Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Produktion wird in Malta und Tschechien fortgeführt, in Deutschland bleiben die Marke sowie die Abteilungen Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik.
23. Juni11:02 Uhr
12.900 Pleiten – Insolvenzen auf neuem Höchststand
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Laut einer Studie des Verbands der Vereine Creditreform gab es 12.900 Pleiten und damit 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
„Die steigenden Insolvenzzahlen offenbaren eine tiefe strukturelle Krise bei unseren Unternehmen, die durch den Konflikt im Nahen Osten noch mal verschärft wurde“, sagte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrick-Ludwig Hantzsch.
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Hantzsch sieht den Pleite-Höhepunkt noch nicht erreicht. „Diese Entwicklung wird sich erst dann wieder stabilisieren, wenn die Wirtschaft endlich wächst. Nach jetzigem Stand also frühestens 2027.“
Insolvenzgläubiger, darunter Lieferanten, Kreditgeber und Sozialversicherungsträger, mussten den Angaben zufolge „überdurchschnittlich hohe Ausfälle“ hinnehmen. Die Schadenssumme infolge von Unternehmensinsolvenzen belief sich demnach im ersten Halbjahr auf rund 28,5 Milliarden Euro. Rund 165.000 Arbeitsplätze waren betroffen.
21. Juni13:48 Uhr
Hofbrauhaus Wolters geht in Insolvenz
Die Brauerei Wolters hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht in Braunschweig gestellt. Das teilte die Hofbrauhaus Wolters GmbH mit. Als Grund für den Schritt nannte das Unternehmen eine anhaltende Absatzschwäche und deutlich gestiegene Kosten.
Man wolle den Geschäftsbetrieb grundlegend sanieren und sich wirtschaftlich neu aufstellen. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ darüber berichtet.
Der Geschäftsbetrieb werde trotz des Insolvenzantrags „unter zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortgeführt“, teilte das Unternehmen mit. Löhne und Gehälter der gesamten Belegschaft seien gesichert.
Die Brauerei Wolters stellt Antrag auf Insolvenz in Eigenregie. (Archivfoto)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
3. Juni11:22 Uhr
Festivalveranstalter insolvent
Der Veranstalter Waldfrieden-Events GmbH in Stemwede/Wehdem ist insolvent. Das vom 6. bis 9. August geplante Festival „Wonderland“ im NRW-Kurort Waldfrieden fällt aus. Bereits im Mai wurde das Festival „Hai“ kurzfristig abgesagt. Die Hauptmusikrichtungen sind elektronische und psychedelische Musik, teilweise auch Goa, Techno sowie Drum & Bass.
Die Rückerstattung der Ticketpreise ist schwierig, diese werden in die Insolvenzmasse des Unternehmens eingerechnet. Karteninhaber müssen sich rechtzeitig an das zuständige Amtsgericht in Bielefeld werden, um eventuell ihr Geld zurückzuerhalten. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich am 1. September 2026 eröffnet, erst dann ist eine unaufgefordert Forderungsanmeldung möglich.
Als Begründung gibt der Veranstalter an, dass eine vollständige Artenschutzprüfung verlangt werde, die bis August nicht fertig sein kann.
Das ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus hat keinen Investor gefunden und schließt Ende August 2026. Bis dahin sollen noch bestehende Kundenaufträge abgearbeitet werden. Rund 100 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Ende Mai wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Als Grund wurden die strukturellen Veränderungen in der Branche und die Kostensteigerungen für energie, Papier und Logistik genannt. Das Unternehmen ist 175 Jahre alt und spezialisierte sich auf Kataloge, Magazine, Mailings und Werbesendungen.
Auch bei der deutschen Feinkostkette Oil & Vinegar läuft nun ein Insolvenzverfahren. Das ordnete das Amtsgericht Cochem am 21. Mai an. Oil & Viengar betreibt in Deutschland 19 Fachgeschäfte und mehrere Franchise-Unternehmer – mit hochwertigen Ölen, Essig, Dip, Dressings und Spezialitäten.
Die niederländische Muttergesellschaft mit Sitz in Oosterhout stellte im April 2026 einen Involvenzantrag in den Niederlanden. Sie betreibt mehrere Ketten in Europa, den USA und Brasilien. Die Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaft der Assisi BV ist eine Folge der niederländischen Insolvenz.
In Deutschland sind rund 80 Mitarbeiter betroffen. Die Filialen sollen derzeit weiterhin weiterlaufen, der Onlineshop wurde geschlossen. Es laufen Gespräche zur Stabilisierung und Fortführung des Unternehmens.
Oil & Viengar-Läden gibt es nicht nur in den Niederlanden.
Foto: Pixelbizz/iStock
1. Juni8:26 Uhr
Dekohändler Depot erneut insolvent
Die Deko-Kette Depot beantragte erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am Amtsgericht Aschaffenburg. Alle 155 Filialen sowie der Onlineshop bleiben vorläufig geöffnet, die rund 1.200 Mitarbeiter erhalten weiterhin ihre Löhne. Retouren sind beim Onlinekauf mittlerweile ausgeschlossen, es ist kein Umtausch mehr möglich.
Wie viele Standorte geschlossen werden müssen, ist noch offen. Vor einigen Jahren betrieb das Unternehmen bundesweit noch rund 400 Geschäfte.
31. Mai11:50 Uhr
Glasfaser-Anbieter Metrofibre
Die Metrofibre GmbH hat am 26. Mai beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Betroffen ist sowohl Düsselfibre als auch das Schwesterunternehmen Ruhrfibre.
Das Unternehmen ist als Anbieter von Glasfaserprojekten bekannt. Als Grund wird angegeben, dass sich bisherige Finanzierungspartner „kurzfristig und überraschend“ zurückgezogen haben. Nun sollen die laufenden Bauarbeiten „vorübergehend pausieren“. Grundsätzlich soll der Geschäftsbetrieb weitergeführt werden.
Glasfaser-Kabel an einem Schaltschrank.
Foto: Jan Woitas/dpa
31. Mai8:00 Uhr
TV-Sender meldet Insolvenz an
Der Teleshopping-Sender „Channel 21“ ist insolvent, am Amtsgericht Hannover wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Wie mit Bestellungen, Ratenzahlungen oder offenen Lieferungen umgegangen wird, ist unklar. Betroffene können sich an das Amtsgericht oder den Insolvenzverwalter wenden.
Am 31. Mai endet das Programm für immer. Grund sind fehlende wirtschaftliche Perspektiven.
Der Sender startete 2001 als „RTL Shop“ und fuhr stetig Verluste ein. 2024 hatte Channel 21 einen Umsatz von 54 Millionen Euro – bei einem Verlust von 4,3 Millionen Euro. Beschäftigt waren zuletzt 166 Mitarbeiter.
23. Mai20:47 Uhr
Confiserie-Spezialist „DreiMeister“
Feine Pralinen und Schokoladen: Der Traditionsbetrieb „DreiMeister“ Spezialitäten GmbH & Co. KG hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Es wird nun geprüft, ob das Unternehmen fortgeführt und wirtschaftlich rentabel bleiben kann.
Die Firma aus dem westfälischen Werl stellt exklusive Confiserie-Spezialitäten her. Sie beliefert renommierte Hotels, Kreuzfahrtschiffe, Sterne-Restaurants, Airlines, Konditoreien und andere Unternehmen weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen 1973.
Die Gründe sind wie so oft hohe Rohstoffpreise und Ernteausfälle, hinzu kommen laut „BILD“ auch Insolvenzen von Kunden von DreiMeister.
23. Mai20:41 Uhr
Lada-Importeur stellt Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH ist insolvent. Die Firma aus Buxtehude importiert die russische Automarke Lada und muss nun nach 50 Jahren den Vertrieb beenden. Das bedeutet auch, dass Ersatzteile und Serviceleistungen für bestehende Fahrzeuge ein Problem werden könnten.
2024 und 2025 wurden in Deutschland nur noch 36 Ladas zugelassen, zuvor lagen die Neuzulassungen bei über Tausend pro Jahr. Der Unternehmer in Buxtehude importierte Anfang der 1990er Jahr auch den ersten Kia aus Südkorea offiziell nach Deutschland.
Ein Lada Niva: russisch und unverwüstlich.
Foto: DarthArt/iStock
20. Mai10:02 Uhr
Maschinenbauer Schuler will Gemmingen aufgeben
In Gemmingen steht die Produktion des Maschinenbauers Schuler vor dem Aus, es sollen 90 von 200 Stellen wegfallen. Die Schuler Group GmbH firmiert seit 2025 unter dem Namen ANDRITZ und gilt als weltweit führender Hersteller von Anlagen in der Blechumformung.
Hergestellt werden unter anderem Pressen, Biegemaschinen, Platinenschneidanlagen oder Stanzautomaten – auch für die Kunststoffindustrie. Das Tradiitionsunternehmen wurde 1839 gegründet.
Entwicklungsabteilungen, die auf Automatisierungskomponenten spezialisiert sind, sollen an einen anderen Standort verlagert werden. Die Produktion in Gemmingen sei nicht mehr wirtschaftlich, der Standort soll offenbar im Ganzen aufgegeben werden.
20. Mai9:45 Uhr
Der Hammer ist gefallen
Auch die Fachmarktkette Hammer stellt ihren Betrieb ein, die letzten 21 Filialen schließen. Es hat sich kein Investor gefunden, der das Unternehmen weiterführt.
Die Hammer Raumstylisten GmbH, zu der die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte gleichnamige Kette gehört, hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Die Hammer-Fachmärkte waren im Herbst von einem Investorenkonsortium namens Rethink übernommen worden. Wer dahintersteht, blieb unklar.
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hatte zu Jahresbeginn etwa 90 Standorte. Im März und im April schlossen bereits zahlreiche Filialen, auch diese in Hamm.
Foto: Max Lametz/dpa
18. Mai9:46 Uhr
Industrieofenbauer ELIOG macht dicht
Der Industrieofenbauer ELIOG in Thüringen meldet Insolvenz an. ELIOG ist ein mittelständischer Weltmarktführer für Spezialöfen, die unter anderem in der Metallurgie und der Auto- und Glasindustrie zum Einsatz kommen.
Der Spezialmaschinenbauer wurde 1924 in Düsseldorf gegründet und verlagerte seine Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg nach Römhild in Südthüringen. Zu DDR-Zeiten firmierte er als VEB Elektro Industrieofen- und Gerätebau Meinigen/Römhild. Seit 2011 gehört er zur Rupprecht-Gruppe. Betroffen von der Insolvenz sind 74 Mitarbeiter.
12. Mai15:00 Uhr
Discounter Mac Geiz insolvent
Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen. Schließungen sind jedoch möglich. Das teilte das Unternehmen mit, das in Landsberg in Sachsen-Anhalt beheimatet ist und knapp 1.200 Menschen beschäftigt.
Die Lage für Discounter ist schwierig: Auch die Unternehmensgruppe Brüder Schlau, zu der die Fachmarktkette Hammer gehört, stellte im Juni 2025 einen Insolvenzantrag und Anfang 2026 erneut.
Der Discounter Pepco und der Dekohändler Depot machten 2025 insolvenzbedingt jeweils einen großen Teil ihrer Filialen dicht.
Zuvor traf es unter anderem den Non-Food-Discounter Kodi, der Mäc Geiz kürzlich übernommen hat, und die Warenhauskette Galeria.
In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz.
Foto: Elisa Schu/dpa
7. Mai11:34 Uhr
Elektonik-Zulieferer IAV schließt Werk in Berlin
Der Automobilzulieferer IAV will den Standort Berlin weitgehend schließen. Das Unternehmen teiltemit, dass das Betriebsgelände in Berlin „bis spätestens 2027“ veräußert werde, da die Wertschöpfung „an den Standorten Gifhorn und Stollberg fokussiert werden“ solle.
Insgesamt ist der Abbau von 1.400 Stellen in Deutschland geplant, „um Überkapazitäten abzubauen und die Organisation an veränderte Marktbedingungen anzupassen“.
Der Zulieferer, der unter anderem Software und Elektronik- und Fahrzeugarchitekturen entwickelt und nach eigenen Angaben weltweit rund 6.600 Mitarbeiter an 25 Standorten beschäftigt, hatte bereits im Februar angekündigt, die Zahl der Stellen in Deutschland deutlich zu reduzieren.
5. Mai13:12 Uhr
BioNTech will sparen
Das Biotechnologieunternehmen BioNTech will mehrere Standorte schließen.
„BioNTech plant, die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie an den Standorten von CureVac zu schließen, wovon insgesamt bis zu rund 1860 Stellen betroffen sein könnten“, erklärte das Mainzer Pharmaunternehmen. Das soll jährlich Einsparungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro bringen.
BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci scheiden aus dem Unternehmen aus. (Archivbild)
Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
22. Apr.11:20 Uhr
Druckmaschinenhersteller Manroland schließt in Offenbar
Der Druckmaschinenhersteller Manroland schließt sein Werk in Offenbach. Ab 31. Mai werden keine neuen Maschinen mehr gebaut, so die IG Metall. Nach dem 1. Juni werden noch letzte Aufträge abgearbeitet und der Betrieb abgewickelt. Gespräche mit möglichen Käufern im Rahmen des Ersatzteilgeschäfts dauern an.
Ein Großteil der 750 Beschäftigten muss zum 1. Juni gehen,84 Mitarbeiter bleiben für die weiteren Arbeiten übergangsweise im Werk. Das 1871 gegründete Unternehmen stellte Bogenoffsetdruckmaschinen her. 2012 wurde das Unternehmen von der Langley Holding plc übernommen.
16. Apr.11:21 Uhr
Autozulieferer meldet Insolvenz an
Steckverbindungen, insbesondere hochwertige System für die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie, hat die Firma Erich Jaeger GmbH entwickelt und seit über 90 Jahren produziert. Nun muss das hessische Unternehmen im Wetteraukreis mit weltweit rund 1.000 Mitarbeitern, davon 200 in Deutschland, ein Insolvenzverfahren eröffnen.
Das Verfahren läuft am Amtsgericht Friedberg. Global gibt es vier Produktionsstandorte: Deutschland, Mexiko, Tschechien und China sowie mehrere Vertriebsbüros. Gesucht werden neue Investoren, der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter.
12. Apr.10:06 Uhr
72 Feneberg-Filialen im Süden in Insolvenz
Die Supermarktkette Feneberg ist insolvent, sie beantragte am 9. Januar ein Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Kempten. Am 1. April wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung planmäßig eröffnet. Der Betrieb in den Filialen geht uneingeschränkt weiter.
Feneberg ist der größte selbstständige Edeka-Händler und betreibt mit rund 3.000 Beschäftigten 72 Filialen im Süden Bayerns. Filialen gibt es vor allem im Allgäu, Oberbayern, Schwaben, Oberschwaben und der Bodenseeregion. Laut dem „Bayerischen Rundfunk“ habe die Kette angeblich rund 200 Millionen Euro Schulden.
9. Apr.17:06 Uhr
Spedition Betz International hat Insolvenz angemeldet
Die Spedition Betz International GmbH hat Insolvenz angemeldet. Am Amtsgericht Tübingen wurde das Insolvenzverfahren am 7. April eingeleitet.
Derzeit wird geprüft, wie das Unternehmen weitergeführt werden kann, es gebe Interessenten. Betroffen sind 140 Mitarbeiter. Die Spedition wurde 1979 gegründet und gehört zur Willi Betz-Gruppe.
15. März8:39 Uhr
Tegut verlässt Deutschland
Die Supermarktkette Tegut verlässt Deutschland, das teilt der Schweizer Mutterkonzern Migros mit. Tegut gehört seit 2012 dem Schweizer Unternehmen. Es sind rund 7.400 Mitarbeiter betroffen. Die Marke soll nicht weitergeführt werden, Tegut sei „langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig“.
Einen Teil der knapp 300 Filialen übernimmt Edeka, ebenso das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger Bäckerei und die Smart Retail Solutions. Es fehlt noch die Zustimmung des Kartellamtes.
Der Eingang eines tegut-Geschäfts am 19. Mai 2015 in Schweinfurt.
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images
18. Feb.9:15 Uhr
Kinderwagenhersteller insolvent
Der ostdeutsche Kinderwagenhersteller Zekiwa geht ins Insolvenzverfahren. Der Hersteller in Kretzschau (Sachsen-Anhalt) stellte Mitte Februar beim zuständigen Gericht einen Insolvenzantrag.
Das Unternehmen galt zu DDR-Zeiten und bis in die 1990er-Jahre hinein als einer der größten Kinderwagenhersteller Europas. Es werden auch Puppenwagen produziert. Als Gründe nennt die Geschäftsführung vor allem rückläufigen Umsatz, steigende Kosten – und den Geburtenrückgang in Deutschland.
Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter, es wird ein Investor gesucht.
12. Feb.12:03 Uhr
Atlas wird saniert
Die Atlas-Gruppe hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Bei dieser Variante der Insolvenz, die auf den Erhalt des Unternehmens abzielt, bleibt das Management im Amt, während es durch externe Sanierungsberater und einen vom Gericht eingesetzten Sachwalter unterstützt wird.
Grund für das Verfahren soll eine seit „längerem andauernde, branchenweite Marktschwäche in der Baumaschinen- und Bauwirtschaft, die zu deutlich rückläufigen Auftragseingängen und einer niedrigeren Auslastung geführt hat“, sein, so der Baumaschinenhersteller.
Das Unternehmen produziert seit über 100 Jahren Bagger, Ladekrane und anderes schweres Baugerät. Der Umsatz lag zuletzt bei etwa 150 Millionen Euro. Rund 400 Mitarbeiter sind in den betroffenen Gesellschaften der Gruppe beschäftigt.
Baumaschinenbranche in der Krise. Die Atlas-Gruppe ist nun auch betroffen.
Die Hammer Raumstylisten GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel sei die Fortführung und nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens.
Zu der Firma gehört die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Fachmarktkette Hammer. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortgeführt werden, alle Standorte bleiben demnach geöffnet.
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. Die Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium übernommen worden. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals, bei dem die Vermögenswerte auf die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH übergingen.
Die August Bruns Landmaschinen GmbH in Cloppenburg hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die Firma vertreibt und vermietet Landmaschinen und bietet zudem technischen Service für Land- und Baumaschinen an.
Das Unternehmen ist auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vertreten. Es stehen 170 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Als Ursache wird die allgemeine Lage angegeben: Die Nachfrage nach Landmaschinen sei eingebrochen, auch die Zulassungen sinken. Landwirte verschieben Neuanschaffungen.
Hoffnung wird in neuen strategischen Partnerschaften und im Ausbau des technischen Service gesehen. Das familiengeführte Unternehmen wurde 1948 gegründet.
24. Jan.21:30 Uhr
Hotelbetreiber insolvent
Der Hotelbetreiber Revo Hospitality hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Davon betroffen sind rund 140 Gesellschaften im deutschsprachigen Raum – darunter Hotels in Rostock (Vienna House Sonne am Neuen Markt), Stralsund (Hotel Baltic) und auf Rügen (Aedenlife Hotel in Trent). Ebenso zwei Holiday Inn in München, der Pullman Schweizerhof in Berlin und einige Mercure Hotels in verschiedenen Städten.
Insgesamt hat das Unternehmen in zwölf Ländern Europas 250 Hotels. Der Betrieb läuft zunächst weiter, das Insolvenzgeld ist bis März gesichert. Als Ursachen wurden gestiegene Lohnkosten, die Anhebung der Mindestlöhne und höhere Ausgaben für Mieten, Energie und Lebensmittel genannt. Bis 2025 firmierte die Gruppe unter dem Namen HR-Group.
10. Jan.10:11 Uhr
Hersteller von Papierschneidemaschinen insolvent
Das Perfect Schneidemaschinenwerk GmbH Bautzen meldete Insolvenz in Eigenregie an. Das Traditionsunternehmen stellt in Sachsen Papierschneidemaschinen für die grafische Industrie her und bezeichnet sich als den weltweit ältesten Hersteller dieser Maschinen.
Derzeit sind 86 Mitarbeiter betroffen, der Geschäftsbetrieb wird über das Insolvenzgeld bis Februar abgesichert. Ziel ist derzeit, einen passenden Investor zu finden. Das Unternehmen beliefert Kunden in über 70 Ländern.
8. Jan.11:34 Uhr
Zalando schließt Standort Erfurt
Der deutsche Modeversandhändler Zalando schließt Ende September sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Beschäftigten. Das teilte der DAX-Konzern mit Hauptsitz in Berlin mit. Aktuell würden die Beschäftigten über die Pläne informiert.
Grund ist eine Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzwerks nach der Übernahme des Online-Modehändlers About You 2025. Die Erfurter Betreibergesellschaft des Standorts und Konzerntochter stelle demnach zum Jahresende den Betrieb ein. Bis dahin laufe die Arbeit unverändert weiter.
Zalando-Mitarbeiter nach dem Börsengang 2014 vor der Frankfurter Börse – das Unternehmen schließt 2026 sein einziges großes Logistikzentrum im Osten, 2.700 Menschen bangen in Erfurt um ihren Job. (Symbolbild)
Foto: Hannelore Foerster/Getty Images
Das Logistikzentrum Erfurt wurde 2012 eröffnet, es ist der einzige konzerneigene Logistikstandort in dieser Größe in Ostdeutschland. Weitere große Logistikzentren betreibt Zalando in Gießen, in Lahr im Schwarzwald und in Mönchengladbach. Insgesamt sollen nach dem geplanten Umbau 14 Logistikzentren in sieben Ländern verbleiben.
Sowohl Raupen als auch Schmetterlinge des Braunen Bären sind selten zu beobachten. Letztere, weil sie nachtaktiv sind, erstere, weil es immer weniger von ihnen gibt. - Foto: Frank Leo
In Kürze:
Schmetterlinge tun zwar keinem Blatt etwas zuleide, doch mitunter verursachen Raupen große Schäden.
In der Natur regeln normalerweise Fressfeinde und Nahrungsangebot, wie viele Exemplare überleben.
Manchmal benötigt die Natur Unterstützung, sowohl zum Schutz vor dem übermäßigen Appetit der Raupen als auch um ihr Überleben zu sichern.
Fast jeder kann zur Erhaltung der Schmetterlinge beitragen, egal ob im eigenen Garten oder am Fensterbrett in der Stadt.
„Lebet wie die Schmetterlinge, die nur von den Blumen naschen, aber weder ihren Duft rauben noch ihr Gewebe zerstören.“ Das gut gemeinte Zitat Buddhas drückt leider eine Illusion aus, denn jeder Schmetterling hat sich in seinem Raupenstadium (Larve) an seiner Wirtspflanze schadlos gehalten.
Sofort nach dem Schlüpfen aus den vom Schmetterling an der Pflanze angehefteten Eiern beginnt die Raupe mit dem Fressen. Es ist ihre einzige Lebensaufgabe. In nur wenigen Wochen kann sie ihr Körpergewicht vertausendfachen. Dabei muss sie mehrmals ihre Haut wechseln, da diese nicht mitwächst. Wenn sie satt ist, schafft sie sich eine feste Schale, in der sie als sogenannte Puppe ihre Verwandlung zum Schmetterling – Zoologen sprechen bei voll ausgebildeten Insekten vom Entwicklungsstadium „Imago“ – vollzieht. Das dauert bei den verschiedenen Arten von nur wenigen Wochen bis zu acht Jahren.
Die sattgefressene Raupe hinterlässt oft eine ramponierte Wirtspflanze, die entweder wieder neu austreibt oder daran zugrunde geht. Doch auch für die Raupe ist noch nicht gesichert, dass sie zu einem Schmetterling wird, der für neue Nachkommen sorgen kann. Der komplexe Verwandlungsprozess hat unglaublich vielfältige Störanfälligkeiten. Davon drei Beispiele:
Schwammspinner (Lymantria dispar)
Der Schwammspinner, ein wärmeliebender Nachtfalter, legt seine Eier an Blätter von Bäumen und ist dabei nicht wählerisch. Die Eier überwintern und im Frühjahr schlüpfen die Raupen. Sie fressen enorme Mengen an Blättern. Die meisten Bäume überleben den Kahlfraß durch Neuaustrieb noch im selben Sommer.
Schwammspinner können ganze Bäume kahl fressen, die oft noch im selben Sommer neue Blätter austreiben.
Foto: Frank Leo
Die Raupen haben eine große Anzahl natürlicher Feinde, wie Krankheitserreger (Bakterien, Pilze) und Schmarotzer (Brackwespen, Raupenfliegen), außerdem Laufkäfer, Baumwanzen, Weichkäfer, Ameisen, Kröten, Eidechsen, Vögel und Mäuse. So kommt es größtenteils zur Selbstregulierung, die eine Massenvermehrung minimieren kann.
Wiederholt sich jedoch der Befall jedes Jahr, hat das negative Folgen für die Bäume. Kommerziell genutzte Baumbestände müssen deshalb mit chemischen Mitteln unterstützt werden. Das beschädigt oder tötet nicht nur die Raupen, sondern auch alle Lebewesen, die sich von ihnen ernähren. So werden die Fressfeinde erheblich dezimiert, sodass einige Arten beim nächsten Raupenbefall nicht mehr ausreichend für eine natürliche Regulation vorhanden sind.
Wählerisch dagegen sind die Raupen des Tagpfauenauges. Sie können ausschließlich Brennnesseln fressen, was den Brennnesseln nichts ausmacht.
Raupen des Tagpfauenauges sind wählerisch. Auf ihrem Speiseplan stehen ausschließlich Brennnesseln, die daran aber keinen Schaden nehmen.
Foto: Frank Leo
Es gibt jedoch zwei Probleme für die Raupen: Zum einen, ihre Pflanzen zu finden, die es kaum in aufgeräumten Gärten, Parks und früh gemähten Feldrändern gibt. Zum anderen werden die Brennnesseln meist beseitigt, bevor die Raupen sattgefressen sind und sich verpuppen.
Der Nachtfalter Brauner Bär und seine Raupen haben beide ein beeindruckendes Äußeres. Leider können wir sie kaum bewundern, da sie selten geworden sind. Bei dieser Art ist es der Falter, der Probleme hat. Ursache sind unsere vielen Lampen.
Dem Nachtfalter Brauner Bär werden Lampen zum Verhängnis. Oft flattern sie so lange um künstliche Lichtquellen, dass sie das Fressen oder die Paarung vergessen und vor Erschöpfung sterben.
Foto: Frank Leo
Der Falter fliegt nachts und orientiert sich, wie die meisten Nachtfalter, am Mondlicht. Inzwischen gibt es für Nachtfalter aber so viele „Mondlichter“ in Form von Lichtverschmutzung, dass sie orientierungslos um Lampen flattern, bis sie erschöpft sterben oder zumindest ihre Hauptaufgabe, die Paarung, nicht erfüllen.
Es wäre enorm wichtig für die Falter, Lampen, besonders in unseren Gärten, auf Balkonen und Terrassen, auszuschalten, wenn wir schlafen. Dies nützt auch allen anderen nachtaktiven Lebewesen – einschließlich Glühwürmchen – bis hin zu Igel und Fledermaus.
Die Raupen ihrerseits fressen, wie viele andere Raupen auch, an verschiedenen Bäumen und Sträuchern, ohne sie zu gefährden. Fehlende Raupen-Futterpflanzen sind jedoch ein immer stärker werdendes Problem für die meisten unserer Schmetterlinge.
Es gibt kaum Gärten und öffentliche Flächen, die geeignete Sträucher und Bäume für sie anbieten. Stattdessen sieht man vielerorts gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neophyten, wie Forsythie (kein Nektar, keine Pollen, kein Raupenfutter), Flieder (kein Nektar, keine Pollen, kein Raupenfutter), Schmetterlingsstrauch (kein Raupenfutter), Kirschlorbeer, Japanischer Spindelstrauch, viele Spierstraucharten, Koniferen und viele andere.
Obwohl manche von ihnen mit ihren Blüten Futter für einige Falter anbieten, gibt es nichts für die Raupen. Laut Bundesamt für Naturschutz gibt es aktuell in Deutschland 441 Pflanzen, die bei uns gebietsfremd sind. 46 Arten wurden 2026 von der EU sogar als gefährlich für die Artenvielfalt Europas eingestuft.
Aber auch heimische Sträucher und Kleinbäume werden viel zu früh und zu stark zurückgeschnitten. Denn die meisten Raupengenerationen benötigen den ganzen Sommer zum Fressen.
Also nicht vergessen: Alle Raupen brauchen Futter, Nachtfalter Dunkelheit. Oder um es mit den Worten von Albert Schweitzer zu sagen: „Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel!“
Selbstporträt an der Staffelei, 1556, von Sofonisba Anguissola. Öl auf Leinwand, 66 × 57 cm. Schloss Łańcut, Polen. - Foto: gemeinfrei
Lange bevor das erste „Selfie“ entstand, gab es bereits das Selbstporträt. Seine Geschichte reicht Jahrhunderte zurück und entspringt denselben Impulsen, die auch heute noch digitale Schnappschüsse antreiben: die eigene Existenz festzuhalten, den eigenen Beruf hervorzuheben und den eigenen Platz in der Welt zu erkunden.
Diese Motivation ist über die Zeit erstaunlich konstant geblieben. Von den Werkstätten der Renaissance über die Ateliers des Barock bis weit darüber hinaus nutzten Künstlerinnen und Künstler ihr eigenes Abbild sowohl als Motiv als auch als Studienobjekt. Das Selbstporträt in all seinen Formen ist eine weltweit bedeutende Praxis künstlerischer Selbstreflexion, die sowohl die Persönlichkeit der Schaffenden als auch den historischen Moment, in dem sie lebten, offenbart.
Albrecht Dürer
Selbstbildnis im Pelzrock, 1500, von Albrecht Dürer. Öl auf Lindenholz, 67,1 × 48,9 cm. Alte Pinakothek, München.
Nach einer Ausbildung zum Goldschmied avancierte Albrecht Dürer (1471–1528) zu einem der einflussreichsten Künstler und Kunsttheoretiker seiner Zeit. Sein vielseitiges Werk umfasst Kupferstiche, Altargemälde, Porträts, Aquarelle und Bücher. Dürer pflegte Kontakte zu führenden italienischen Künstlern seiner Epoche, darunter Raphael, Giovanni Bellini und Leonardo da Vinci, was seine intensive Auseinandersetzung mit zentralen Ideen der Renaissance widerspiegelt.
In diesem eindrucksvollen Selbstporträt aus dem Jahr 1500 zeigt sich Dürer dem Betrachter frontal zugewandt, gekleidet in einen pelzbesetzten Mantel. Diese Komposition vermittelt Autorität und Selbstbewusstsein. Mit diesem Bild betont er nicht nur seine künstlerische und intellektuelle Identität, sondern auch seinen gehobenen gesellschaftlichen Status. Damit sichert er sich seinen Platz als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der nordischen Renaissance.
„Porträt eines Mannes in roter Kreide“, 1517–1518, von Leonardo da Vinci. Rote Kreide auf Papier, 33,3 × 21,6 cm. Königliche Bibliothek Turin, Italien.
Leonardo da Vinci (1452–1519) gilt oft als Inbegriff des universalen Künstlers der Renaissance. Er hinterließ ein einzigartiges Werk von nahezu 2.500 Zeichnungen aus den Bereichen Kunst, Anatomie und Ingenieurwesen. Unter ihnen befindet sich eine Rötelzeichnung, die allgemein als sein Selbstporträt akzeptiert wird.
Das „Porträt eines Mannes in roter Kreide“ zeigt da Vinci als alten Mann mit langem Bart und tief gezeichneten Gesichtszügen. Auch wenn die Zuschreibung dieser Selbstskizze aus jüngerer Zeit ungewiss bleibt, wurde das Bild zu seinem bekanntesten Porträt. Es spiegelt seine gründlichen Studien der menschlichen Anatomie und Mimik wider.
Catharina van Hemessen
Selbstporträt an der Staffelei, 1548, von Catharina van Hemessen. Öl auf Eichenholz, 32,4 × 25,2 cm. Kunstmuseum Basel, Schweiz.
Dieses kleine Selbstporträt zeigt die flämische Malerin Catharina van Hemessen (1528 bis nach 1567), wie sie mit Pinsel und Palette an ihrer Staffelei sitzt. Bemerkenswert ist ihr dunkles Samtkleid, das zum Malen ungeeignet gewesen wäre und vermutlich ihren gesellschaftlichen Status betonen sollte.
Das Werk gehört zu den frühesten Gemälden, die eine Künstlerin aktiv beim Malen zeigen. Van Hemessen war als professionelle Malerin anerkannt und arbeitete häufig für wohlhabende Auftraggeber in Nordeuropa.
Im Jahr 1554 forderte Michelangelo die damals 22-jährige italienische Malerin Sofonisba Anguissola auf, ein Werk zu schaffen, das Emotionen überzeugend vermittelt. Nachdem sie ihr Können unter Beweis gestellt hatte, begann eine etwa zweijährige informelle Lehrzeit bei ihm.
Gegen Ende dieser Zeit vollendete sie ein Selbstporträt, das sie an einer Staffelei zeigt (1556). Ihr sorgfältig geflochtenes Haar, ihre geschmackvolle Kleidung und ihr fester Blick strahlen Selbstbewusstsein und Würde aus. Das in Arbeit befindliche Gemälde unterstreicht ihre Identität und Autorität als Künstlerin.
Als ihr Ruf wuchs, wurde Anguissola im Jahr 1559 an den Hof Philipps II. von Spanien in Madrid eingeladen. Dort malte sie Porträts und diente als Begleiterin der Infantin Isabella Clara Eugenia sowie als Hofdame von Elisabeth von Valois. Sie malte bis ins hohe Alter weiter und wurde stolze 93 Jahre alt.
Rembrandt van Rijn
Selbstporträt, 1660, von Rembrandt. Öl auf Leinwand, 114,3 × 94 cm. Kenwood House, London.
Rembrandt van Rijn (1606–1669) nutzte das Selbstporträt wie ein visuelles Tagebuch, in dem er sein Leben dokumentierte. Über Jahrzehnte hinweg kehrte er immer wieder zu seinem eigenen Abbild zurück. Seine Werke zeichnen eine Entwicklung von Selbstsicherheit hin zu tiefer Selbstreflexion nach.
In diesem Selbstporträt vermittelt er mit seinem direkten Blick und seiner selbstbewussten Haltung sowohl Präsenz als auch innere Tiefe, was einen starken Kontrast zu seiner schlichten Arbeitskleidung bildet. Seine meisterhafte Beherrschung des Chiaroscuro, bei dem Figuren aus tiefem Schatten durch eine einzelne konzentrierte Lichtquelle hervortreten, verleiht seinen Porträts eine eindringliche emotionale Intensität.
Sir Godfrey Kneller
Selbstporträt, 1685, von Godfrey Kneller. Öl auf Leinwand, 75,5 × 62,9 cm. National Gallery, London.
Sir Godfrey Kneller (1646–1723) war als Hofmaler englischer und britischer Monarchen des 17. Jahrhunderts, darunter König Charles II. und König George I., eine zentrale Figur in der Entwicklung aristokratischer Porträtkunst.
In seinem Selbstporträt aus dem Jahr 1685 präsentiert er sich kultiviert und gefasst. In mehreren Selbstbildnissen, die im Laufe seines Lebens entstanden, formte Kneller sein eigenes Abbild bewusst als Ausdruck seines gesellschaftlichen Status. Er stellte sich so dar, wie er gesehen werden wollte: als angesehener und erfolgreicher Künstler.
Marie-Gabrielle Capet
Selbstporträt, um 1783, von Marie-Gabrielle Capet. Öl auf Leinwand, 77,5 × 59,5 cm. National Museum of Western Art, Tokio.
Marie-Gabrielle Capet (1761–1818) war eine französische Malerin aus einfachen Verhältnissen, über deren formale Ausbildung nur wenig bekannt ist. Dennoch entwickelte sie eine vielseitige Praxis im neoklassizistischen Stil und arbeitete mit Pastell-, Aquarell- und Ölmalerei.
In ihrem um 1783 entstandenen Selbstporträt zeigt sich Capet entsprechend den verfeinerten Schönheitsidealen ihrer Zeit: mit porzellanartiger Haut, zart geröteten Wangen und eleganter Kleidung. Mit zurückhaltender Selbstsicherheit hält sie einen Zeichenstifthalter in der Hand und schenkt dem Betrachter ein sanftes, wissendes Lächeln.
Capets Fähigkeiten verschafften ihr einen ausgezeichneten Ruf als Porträtistin und Historienmalerin. Zu ihrem Werk gehört eine große Anzahl von Miniaturporträts, von denen sich heute viele im Louvre befinden.
Joseph Ducreux
Selbstporträt, um 1790, von Joseph Ducreux. Öl auf Leinwand, 91 × 73 cm.
Joseph Ducreux (1735–1802) ist bekannt für seine Porträts aristokratischer Persönlichkeiten wie Marie Antoinette. Er verlieh seinen Werken jedoch häufig eine starke persönliche und humorvolle Note. So schuf er eine Reihe spielerischer Selbstporträts, die bewusst mit den formellen Konventionen seiner Zeit brachen.
Seine Faszination für die Physiognomik prägte seine Kunst maßgeblich. Sie schärfte seinen Blick für Details und half ihm, Porträts von großer Individualität und psychologischer Feinfühligkeit zu schaffen. Dies wird besonders in seinem „Selbstporträt als Spötter“ deutlich, in dem sein übertriebener Gesichtsausdruck durch eine lebhafte Pose verstärkt wird – der ausgestreckte Finger scheint den Betrachter neckisch direkt anzusprechen. Gerade dieser humorvolle Charakter ließ das Werk bis heute fortleben und verhalf ihm sogar zu neuer Popularität als weitverbreitetes Internetmeme.
„Selbstporträt als Spötter“, um 1793, von Joseph Ducreux. Öl auf Leinwand, 91 × 72 cm. Louvre, Paris.
Charles Willson Peale (1741–1827) malte dieses Selbstporträt im Alter von 81 Jahren. Darin präsentiert er das Vermächtnis, an das sich die Welt erinnern sollte: das eines US-amerikanischen Malers, Wissenschaftlers und hingebungsvollen Familienvaters. Im Laufe seiner Karriere porträtierte Peale zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten, darunter Benjamin Franklin, John Hancock, Thomas Jefferson, Alexander Hamilton und George Washington. Zudem gründete er zwei Kunstakademien, darunter die Pennsylvania Academy of the Fine Arts, sowie das erste Museum der USA.
In diesem Selbstporträt aus dem Jahr 1822 zieht Peale einen dramatischen roten Vorhang beiseite und gibt seine Sammlungen aus den Bereichen Kunst und Naturgeschichte frei. Der Blick fällt auf Reihen präparierter Tiere, das Skelett des Mastodons, dessen Ausgrabung er selbst unterstützt hatte, sowie auf Wände voller Porträts bedeutender US-amerikanischer Persönlichkeiten.
Über Jahrhunderte und Kulturen hinweg bot das Selbstporträt Kunstschaffenden die Möglichkeit, auszudrücken, wer sie in einem bestimmten Moment ihres Lebens waren. Durch Entscheidungen bezüglich Kleidung, Komposition und Lichtführung sind Selbstporträts – ebenso wie Selfies – sorgfältig inszenierte Darstellungen einer bestimmten Version des eigenen Selbst. Wenn Sie also das nächste Mal jemanden ein Selfie machen sehen, lohnt es sich, daran zu denken, dass diese Person Teil einer jahrhundertealten Tradition der visuellen Selbstdarstellung ist.
Wer SEIN Kissen gefunden hat, lässt es sich im Reich der Träume gut gehen. Doch Kissen haben noch eine weitere großartige Verwendungsmöglichkeit – und zwar als Trainingsgerät. Und das dank folgender Eigenschaften:
man kann sie nicht kaputt machen;
sie richten keinen Schaden an, wenn sie herunterfallen;
sie lassen sich leicht halten und handhaben;
so gut wie jeder von uns hat zu Hause mehrere davon zur Auswahl.
Übungen mit Kissen können ein erstaunliches Training bieten. Die Übungen, die ich für Sie ausgewählt habe, sind sinnvoll, effektiv und können Ihnen echte Fortschritte bringen. Das Beste daran? Wer nach dem Training müde ist, kann sich das Kissen einfach unter den Kopf legen und ein Nickerchen machen.
Fünf einfache Übungen mit Kissen, die die Gesundheit auf Vordermann bringen
Ich finde die folgenden Übungen sehr praktisch. Auch sorgen sie für ein sicheres und effektives Training. Sie funktionieren gut bei meinen Patienten und ich mache sie ebenfalls regelmäßig.
Ich empfehle, für diese Übungen normale Kissen und keine langen Körperkissen zu verwenden – obwohl ich unweigerlich schmunzeln muss, wenn ich mir vorstelle, wie jemand während des Trainings mit einem solchen Kissen ringt. Die meisten Kissen sind geeignet, solange sie nicht zu groß und unhandlich sind, so auch Zierkissen oder Dekokissen. Das beste Kissen ist das, das für Sie am besten funktioniert.
1. Knie mit dem Kissen berühren und Beine nach oben strecken
Das ist eine großartige Übung für den Start in den Tag. Sie ist nicht übermäßig anstrengend und bietet zudem ein hervorragendes Aufwärmtraining für die folgenden Übungen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine stützende Unterlage legen und die Arme gerade in Richtung Kopfteil oder Wand hinter sich ausstrecken. Das Kissen zwischen den Händen halten. Die Oberschenkel befinden sich senkrecht zum Boden, die Knie sind gebeugt.
Schritt 2: Den Kopf auf die Unterlage drücken und die Arme in Richtung der Beine führen. Gleichzeitig die Beine strecken und in einem etwa 75-Grad-Winkel zum Boden halten.
Schritt 3: Mit dem Kissen die Knie berühren und wieder in die Ausgangsposition zurückkehren. Das Berühren der Knie mit dem Kissen zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit jeweils 15 Wiederholungen absolvieren.
2. Kissen zwischen Händen und Füßen hin- und herreichen
Nun haben wir uns aufgewärmt und können zu einer Übung übergehen, die den Körper vom Kopf bis zu den Knien noch stärker fordert.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich flach auf den Rücken legen und ein Kissen zwischen beiden Händen halten. Die Arme so weit wie möglich gerade in Richtung Kopfteil oder Wand hinter sich ausstrecken; die Beine liegen gestreckt auf der Unterlage.
Schritt 2: Arme und Beine gleichzeitig zueinanderführen und das Kissen von den Händen zu den Füßen reichen. Das Kissen zwischen den Füßen halten und Arme und Beine sofort wieder in die Ausgangsposition absenken.
Schritt 3: Arme und Beine erneut anheben. Das Kissen diesmal zurück zu den Händen reichen und Arme und Beine wieder absenken. Eine Übergabe des Kissens zwischen Händen und Füßen zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit je zwölf Wiederholungen durchführen.
Abwandlungen: Wem es schwerfällt, Arme und Beine über den gesamten Bewegungsbogen zu führen, kann sie einfach so weit bewegen, wie es ihm möglich ist. Mit der Zeit wird er den Bewegungsbogen möglicherweise vergrößern können.
3. Gesäßbrücke mit Kissen
Eine Gesäßbrücke, auch glute bridge genannt, ist eine großartige Übung, die den Rumpf hervorragend stärkt. Ein Kissen verleiht der Übung Pep und beansprucht zusätzlich die Beinadduktoren, die oft zu kurz kommen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf einer ebenen Fläche liegen. Die Arme liegen neben dem Körper, die Knie sind auf etwa 90 Grad gebeugt und die Füße flach auf dem Boden. Ein Kissen zwischen die Knie legen.
Schritt 2: Das Kissen fest mit den Knien zusammendrücken und langsam die Hüften anheben, bis der Körper eine gerade Linie zwischen Knien und Schultern bildet. Diese Position 15 Sekunden lang halten und in die Ausgangsposition zurückkehren. Das Anheben und anschließende Absenken zählt als eine Wiederholung.
Schritt 3: Drei Sätze mit jeweils fünf Wiederholungen durchführen.
Abwandlung: Wer seinen Oberkörper nicht ganz nach oben bewegen kann, kann ihn einfach so weit anheben, wie es ihm möglich ist.
4. Auf dem Rücken liegen und ein Kissen um die Beine führen
Nachdem wir uns nun gründlich mit dynamischen Auf- und Abwärtsbewegungen aufgewärmt haben, probieren wir eine Halteübung aus. Diese fördert die Rumpfstabilität und erfordert umfangreiche Armbewegungen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine Unterlage hinlegen. Die Oberschenkel befinden sich senkrecht zum Boden und die Knie sind in einem 90-Grad-Winkel gebeugt.
Schritt 2: Die Schultern vom Boden heben, die Position halten und das Kissen um die Oberschenkel herum von einer Hand zur anderen reichen. Wenn das Kissen die Beine einmal umrundet, zählt das als eine Wiederholung.
Schritt 3: Drei Sätze zu je 15 Wiederholungen ausführen.
Abwandlung: Wer seine Beine nicht ganz auf 90 Grad Hüft- und Kniebeugung anheben kann, hebt sie einfach so weit an, wie es geht.
5. Bauchtwist (Russian Twist) mit Kissen
Ein Kissen verleiht dieser klassischen Bauchmuskelübung einen zusätzlichen Elan, macht sie aber auch etwas umständlich – und genau das ist eigentlich beabsichtigt. Keine Sorge, je öfter man diese Übung macht, desto besser wird man.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf den Boden setzen und die Knie auf etwa 45 Grad anwinkeln. Der Oberkörper ist aufrecht, die Füße sind auf dem Boden und das Kissen wird mit beiden Händen auf dem Schoß gehalten.
Schritt 2: Das Kissen nach rechts bewegen und gleichzeitig den Oberkörper in die gleiche Richtung drehen. Mit dem Kissen den Boden neben sich berühren.
Schritt 3: Danach den Oberkörper sofort nach links drehen und mit dem Kissen den Boden links neben sich berühren. Sich einmal drehen und den Boden berühren, zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit jeweils 20 Wiederholungen absolvieren.
Abwandlungen: Wer sich nicht sehr weit drehen kann, dreht sich einfach so weit, wie es ihm möglich ist. Man kann auch die Sätze und Wiederholungen gern so anpassen, wie sie für einen optimal funktionieren. Wer die Übung etwas anspruchsvoller gestalten möchte, kann seine Füße während der Bewegung vom Boden heben.
Motiviert in den Tag starten
Werden diese Kissenübungen regelmäßig durchgeführt, können sie mehr Kraft, Flexibilität und Ausdauer wecken und dazu beitragen, Ihre Lebensqualität zu verbessern. Ich empfehle, sie mindestens dreimal pro Woche zu machen, idealerweise fünfmal.
Ich finde, fünf Tage pro Woche sind ein leicht zu erreichendes Ziel, da man im Grunde jeden Tag mit einem Kissen in Reichweite aufwacht. Und wenn man es sofort für die Übungen nutzt, braucht man später keine Kraft mehr aufzuwenden, um sich zu motivieren. Viel Erfolg, und ich hoffe, diese Übungen helfen Ihnen weiter.
Über das Fitnessmodel: Aerowenn Hunter ist Gesundheitsredakteurin und Fitnessmodel für die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times. Sie ist seit 30 Jahren zertifizierte Yogatherapeutin.
«Die Leute möchten den politischen Wandel», sagt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. - Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Mehr Abschiebehaftplätze, flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber, Förderung von Führerscheinen – der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat in Magdeburg ein 100-Tage-Programm vorgestellt. Zehn zentrale Punkte möchte die AfD unmittelbar nach der Landtagswahl am 6. September umsetzen.
„Die Leute möchten den politischen Wandel“, sagte Siegmund. „Alle anderen Parteien beschäftigen sich nur noch mit uns, haben keine eigenen Positionen.“ Die AfD habe Politik wieder lebendig gemacht. „Wir geben den Ton an.“
Diese Punkte stehen im 100-Tage-Programm:
Rundfunkstaatsverträge kündigen
Mehr Abschiebungen: Geplant sind mehr Abschiebehaftplätze und eine neue Arbeitsgruppe von Land und Kommunen
Flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber
Weniger Geld für parteinahe Stiftungen
Führerscheinförderung: Vor allem Auszubildende sollen profitieren
Sonderklassen für Kinder von Asylbewerbern und Wachschutz an Problemschulen
Schwarz-Rot-Gold an Schulen: Regenbogenflaggen sollen verboten werden, stattdessen soll an jedem Schultag die Bundesflagge wehen
Neue Landeskampagne: Aus „#moderndenken“ soll „#deutschdenken“ werden
Weniger Ministerien: Siegmund will ein bis zwei Ministerien einsparen
Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag zur Aufarbeitung der Pandemie
Kritik an CDU und Ministerpräsident
AfD-Landeschef Martin Reichardt hatte die CDU zuvor scharf kritisiert und Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vorgeworfen. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe, sagte Reichardt zu Beginn des Landesparteitags. „Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten.“
In Umfragen hatte die AfD mit ihrem 35-jährigen Spitzenkandidaten Siegmund zuletzt deutlich vor der CDU gelegen. Die Koalition aus CDU, SPD und FDP könnte ihre Mehrheit im September verlieren. Die AfD strebt eine Alleinregierung an. Alternativ kommt eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Betracht, die gegebenenfalls punktuell mit den Linken zusammenarbeiten müsste.
„Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern“, sagte Reichardt.
In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Der Landesverband hat rund 3.500 Mitglieder. (dpa/red)