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Investitionsstopp? Chemie im Osten hadert mit dem Standort

Ob Düngemittel, Kunststoffe oder chemische Grundstoffe für zahlreiche Industrieprodukte: Die Chemieindustrie liefert Produkte für viele Bereiche des Alltags.
Nach einer aktuellen Mitgliederumfrage des Verbands der Chemischen Industrie will jedes zweite ostdeutsche Unternehmen seine Investitionen in Deutschland 2026 und 2027 zurückfahren. Mehr als jedes dritte plant, Investitionen ganz oder teilweise ins Ausland zu verlagern.
An der bundesweiten Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge rund 250 Chemie- und Pharmaunternehmen. Der Verband vertritt insgesamt etwa 2.000 Unternehmen.

Kritik an Bundesregierung und EU

Für die regionale Auswertung wurden die Antworten von gut 20 ostdeutschen Teilnehmern gesondert betrachtet. Welche Unternehmen Investitionen kürzen oder verlagern wollen, teilte der Verband nicht mit. Die Befragung fand vor wenigen Wochen statt.
Auch die Wirtschaftspolitik bewerten viele ostdeutsche Teilnehmer kritisch. 65 Prozent geben der Bundesregierung die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“, bei der EU-Kommission sind es 75 Prozent.
„Deutschland kann sich im internationalen Wettbewerb dauerhaft hohe Standortkosten nicht leisten“, sagt Schmidt-Kesseler. Politik müsse Investitionen ermöglichen statt behindern.

Krise trifft die Branche unterschiedlich

Die Ergebnisse passen zu Entwicklungen, die sich in Teilen der ostdeutschen Chemieindustrie bereits seit längerem abzeichnen.
Der Düngemittelhersteller SKW Piesteritz warnt etwa, dass die besonders energieintensive Düngemittelproduktion in Deutschland wegen hoher Energiepreise an Wettbewerbsfähigkeit verliert.
Auch in Leuna bleibt die Lage angespannt: Die als Auffanggesellschaft für die insolventen Domo-Werke gegründete Polyamid GmbH kämpft nach ihrer eigenen Insolvenz weiter um eine langfristige Zukunft des Standorts.
Nicht alle Teile der Branche sind jedoch gleichermaßen von der Krise betroffen. Vergleichsweise robust zeigt sich die Pharmasparte. So kündigte der Pharmakonzern Merz jüngst an, mehr als 100 Millionen Euro in seinen Standort Dessau-Roßlau zu investieren und dort rund 150 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

Hohe Kosten bremsen Investitionen

Die unterschiedlichen Beispiele spiegeln die Lage der Branche wider. Während einzelne Unternehmen investieren, sehen viele Betriebe hohe Hürden. Als größtes Investitionshemmnis nennen die Unternehmen in der Umfrage die hohen Kosten in Deutschland.
Neun von zehn bewerten sie als eher oder stark negativen Einfluss, drei Viertel sehen auch die Energie- und Klimapolitik kritisch. Nur jedes zehnte Unternehmen möchte seine Investitionen im Inland ausweiten.
„Unsere Unternehmen verlieren nicht den Mut zu investieren – sie verlieren das Vertrauen in die Standortbedingungen“, sagt Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des Chemieverbandes Nordost. Um Investitionen in Deutschland zu halten, seien verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und wettbewerbsfähige Energiepreise notwendig.

Bürokratie belastet, Erwartungen bleiben verhalten

Laut Umfrage empfinden 85 Prozent der Unternehmen Bürokratie und Regulierung als schwere oder sehr schwere Belastung. Sieben von zehn sehen darin zugleich das größte Innovationshemmnis.
Jeweils 60 Prozent nennen hohe Rohstoffkosten sowie Steuern und Abgaben, 55 Prozent die Genehmigungspraxis und 50 Prozent die Energiekosten.
Entsprechend bleiben auch die Geschäftserwartungen verhalten. Die Hälfte rechnet mit sinkenden Erträgen, nur jedes fünfte Unternehmen mit einer Verbesserung. Bei den Umsätzen erwarten jeweils 45 Prozent einen Anstieg oder einen Rückgang.
Ein ähnlich schwieriges Bild zeigt sich auch bundesweit. Nach Angaben des Verbandes lag die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie im ersten Halbjahr drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Investitionen gingen bereits das dritte Jahr in Folge zurück. (dpa/red)
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26.07.2026 | Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten | West-Nil-Fieber in Italien

HEUTE6:42 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen fünf Bundeswehrsoldaten. Sie werden verdächtigt, während der Evakuierungsmission in Afghanistan am Flughafen in Kabul Diebstähle begangen zu haben. Ein erster Verdacht auf Plünderung wurde ausgeräumt.

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HEUTE6:27 Uhr

Deutlicher Anstieg der Fälle von West-Nil-Fieber

Die Europäische Gesundheitsbehörde registrierte 2026 bis 22. Juli 81 in Europa erworbene West-Nil-Fälle, davon 46 in Italien. Dort sind 20 Regionen betroffen. In Deutschland wurden zwei Fälle nach Auslandsreisen erfasst. Das Virus wird laut WHO meist zwischen Mücken und Vögeln übertragen.

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HEUTE6:18 Uhr

USA: So viele Masern-Fälle wie seit 35 Jahren nicht mehr

In diesem Jahr sind in den USA bereits mehr als 2.300 Masernfälle in 45 Bundesstaaten dokumentiert – mehr als im gesamten Jahr 2025. Mehr als die Hälfte betraf Kinder und Jugendliche. Auch Kanada verzeichnet eine deutliche Zunahme der Krankheit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Lieferketten und Kosten: Wie ist Rheinmetall von Chinas Sanktionen betroffen?


In Kürze:

  • China reagiert auf das 21. EU-Sanktionspaket gegen Russland mit Exportkontrollen gegen 14 europäische Unternehmen, darunter Rheinmetall sowie zwei weitere deutsche Firmen.
  • Die Maßnahmen betreffen Dual-Use-Güter und könnten die Versorgung der betroffenen Unternehmen mit wichtigen Rohstoffen und Technologien aus China erheblich erschweren.
  • Experten erwarten zunehmenden Druck auf europäische Lieferketten, da Unternehmen ihre Abhängigkeit von chinesischen Vorprodukten und strategischen Rohstoffen weiter reduzieren müssen.

 
Das 21. Sanktionspaket der EU gegen Russland vom Donnerstag, 23. Juli, trifft neben russischen Unternehmen auch mehrere aus Drittstaaten. Betroffen sind unter anderem Unternehmen aus China, einschließlich Hongkong, Indien, Kasachstan und Kirgisistan. Es ist damit zu rechnen, dass aus den betroffenen Staaten Gegensanktionen kommen – und China hat den Anfang gemacht. Von diesem sind offenbar auch deutsche Unternehmen wie Rheinmetall betroffen.

China begründet Gegensanktionen mit „Schutz nationaler Interessen“

Insgesamt 51 Unternehmen und Einrichtungen sind neu auf der Sanktionsliste. Diese sollen künftig Exportbeschränkungen für Dual-Use-Güter und Technologien unterliegen. Die EU zufolge unterstützt diese Russlands Militär- und Rüstungsindustrie durch die Lieferung entsprechender zivil und militärisch verwendbarer Güter.
Schon tags darauf, am Freitag reagierte die Führung in Peking mit der Ankündigung von Exportkontrollen. Diese begründet China mit dem „Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen“ – und setzt sie mit sofortiger Wirkung in Kraft. Betroffen sind auch drei deutsche Unternehmen.
Bei diesen handelt es sich um Rheinmetall, die Duisburger Antraco Chemie-Handelsgesellschaft und Sindlhauser Materials aus Kempten. Die übrigen betroffenen Unternehmen kommen aus Italien, Frankreich, Polen, den Niederlanden und weiteren europäischen Staaten.

Auch ausländische Partner chinesischer Unternehmen sind daran gebunden

Für chinesische Unternehmen bedeutet dies, dass sie den betroffenen Firmen keine Dual-Use-Güter mehr liefern dürfen. Darüber hinaus sind ausländische Unternehmen durch ihre chinesischen Geschäftspartner vertraglich dazu angehalten, keine Waren chinesischen Ursprungs mit Dual-Use-Eigenschaft an diese Firmen weiterzugeben.
Die Gegensanktionen können sich auch auf bereits vereinbarte oder laufende Lieferungen auswirken oder diese erschweren. Chinesische Unternehmen können diese unter Verweis auf die Maßnahmen stoppen. Eine detaillierte Begründung, warum man ausgerechnet diese Unternehmen belangt, gibt es aus Peking noch nicht. Der Zusammenhang ergibt sich jedoch aus dem Sanktionspaket der EU.
Bei Dual-Use-Gütern handelt es sich um Produkte, Software oder Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können. Beispiele dafür sind etwa Güter aus dem Bereich der Mikroelektronik, Sensoren, Spezialchemikalien, Maschinen, Materialien für Luft- und Raumfahrt und bestimmte Fertigungstechnologien. Sowohl die EU als auch China verfügen über darauf ausgerichtete Exportkontrollsysteme.

Wie sich die Gegensanktionen auf Rheinmetall auswirken könnten

Rheinmetall könnte angesichts der Gegensanktionen in mehrerlei Hinsicht vor erheblichen Herausforderungen stehen. Dies betrifft in erster Linie kritische Rohstoffe, wie sie bei der Fertigung von Rüstungsgütern benötigt werden. So ist Antimon für die Herstellung von Munition relevant oder Wolfram für jene von Panzerung und Penetratoren.
Für die Verwendung von Elektronik, Magneten und Sensoren für militärische Güter ist Rheinmetall auf Seltene Erden angewiesen. Im Bereich Leichtbau benötigen Unternehmen wie der Düsseldorfer Rüstungshersteller Magnesium, dazu Gallium und Germanium für Halbleiter. In mehreren dieser Bereiche ist China ein wichtiger Player auf dem Weltmarkt.
Absehbare Folgen sind unterbrochene Lieferketten und steigende Kosten für Beschaffung und die Suche nach alternativen Lieferanten. Die Produktionszeiten könnten sich verlängern, die Lagerhaltungskosten steigen und die Fertigstellung von Rüstungsprojekten könnte sich verzögern. Gleiches gilt auch für andere europäische Rüstungsunternehmen.

Bereits im April verhängte China Sanktionen gegen Taiwan-Lieferanten

Chinesische oder sonstige betroffene Unternehmen haben zwar grundsätzlich die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen zu beantragen. Diese gelten allerdings als bürokratisch, zeitaufwendig und der Ausgang des Unterfangens ist ungewiss. Über Ausnahmegenehmigungen entscheiden letztlich die zuständigen chinesischen Behörden.
Die Entwicklung illustriert die nach wie vor erhebliche Abhängigkeit europäischer Unternehmen von Lieferketten, die nach China reichen. Diese betreffen vor allem Industriegüter und strategische Rohstoffe. Für europäische Industrieunternehmen dürfte der Druck, Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von chinesischen Vorprodukten zu reduzieren, weiterwachsen.
China hat seit 2020 sein Instrumentarium, Sanktionen gegen Unternehmen und Einheiten, die man als Risiko für die eigene Sicherheit betrachtet, kontinuierlich erweitert. Erst im April 2026 hat China den deutschen Rüstungselektronikhersteller Hensoldt auf eine Exportkontrollliste gesetzt. Dazu kamen sechs weitere EU-Unternehmen. Das Handelsministerium begründete den Schritt mit der Lieferung von Radarsystemen durch die betroffenen Unternehmen an Taiwan. Die nunmehrigen Gegensanktionen sind die ersten Maßnahmen Chinas gegen die EU im Kontext des Ukrainekriegs.
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Auto rast in Menschenmenge – Tatverdächtiger aus „islamistischem Milieu“

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD sucht die Polizei einen Tatverdächtigen aus dem „islamistischen Milieu“.
Der Mann sei identifiziert worden und „polizeibekannt“, aber noch nicht festgenommen, sagte ein Polizeisprecher Florian Nath gegen 2:20 Uhr in der Nacht vor Journalisten am Tatort. Die Fahndung laufe auf Hochtouren. Der Sprecher kündigte an, dass wahrscheinlich in Kürze eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet werde.
Vorübergehend setzte die Polizei bei der Suche auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, dabei soll dem Vernehmen nach auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen sein.

Ein Auto fährt bei CSD in Menschenmenge am 26.07.2026.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Ein Toter und 16 Verletzte

Nach letzten Angaben waren am Samstagabend eine Person getötet und 16 weitere verletzt worden, als eine Person gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten raste, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten. Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Die Veranstaltung wurde abgebrochen.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“.
Vertreter der Bundesregierung zeigten sich unterdessen betroffen. „Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in der Nacht.
Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, Dobrindt stehe „in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und des Landes Berlin“, er lasse sich „fortlaufend über die Lage in Berlin berichten und hat dem Land Berlin die volle Unterstützung des Bundes angeboten“. Zuvor sprach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) von einer „abscheulichen Tat“.
Rettungskräfte versorgten die Verletzten.

Rettungskräfte versorgten die Verletzten.

Foto: Andreas Rabenstein/dpa

Was wir wissen:

  • Kurz vor 22:00 Uhr wurde das Fest abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kam es im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz zu einem größeren Polizeieinsatz.
  • Wie ein Polizeisprecher berichtete, war ein weißer Wagen dort über den Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren und fuhr mehrere Menschen an oder um, bevor er einen Baum rammte.
  • Eine Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzungen. Laut Feuerwehr wurden von den 16 Verletzten 3 lebensbedrohlich und 8 schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.
  • Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh.
  • „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
  • In der Nacht teilte die Polizei mit, sie habe einen mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert. Sprecher Florian Nath: „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet.“ Nach dem 21-Jährigen soll mit einem Foto öffentlich gefahndet werden.
  • Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine „zweite Tatphase“ gab, während der Menschen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von am Boden liegenden Opfern mit Stichverletzungen berichtet, sagte Nath.

Was wir nicht wissen:

  • Der genaue Ablauf des Geschehens und die Hintergründe der Tat inklusive des Motivs waren am Morgen noch unklar.
  • „Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches“, sagt ein Polizeisprecher kurz vor Mitternacht.
  • Offen ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gibt und ob aktuell noch von einer konkreten Gefahr auszugehen ist. Laut der Polizei machten Zeugen unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt.
  • Ob eine Stichwaffe zum Einsatz kam, wird laut der Polizei geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt.
Der Christopher Street Day ist ein Festtag von Lesben, Schwulen und anderen „queeren“ Personen, der seit Jahrzehnten zu verschiedenen Terminen begangen wird. Die größten Umzüge anlässlich des CSD gibt es jedes Jahr in Berlin und Köln. (dts/dpa/red)
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Lieferwagen fährt bei Berliner CSD in Menschenmenge – Mindestens ein Toter

Am Rande des Christopher Street Day in Berlin hat ein Lieferwagenfahrer mindestens eine Person getötet. 14 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath am Abend. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei im Bereich des Tiergartens. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen.
„Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Nath in einem veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.
Polizisten leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie suchten nach Spuren.
„Wir haben eine Polizeilage“, sagte der Polizeisprecher. „Bitte meiden Sie den Bereich und umfahren ihn weiträumig“, hieß es von der Polizei.
Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf.
Gegen 22.00 Uhr wurde das Fest dann abrupt abgebrochen. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. Der Bereich direkt am Brandenburger Tor war abgesperrt. (dpa/red)
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Auto fährt bei Berliner CSD in Menschenmenge – Mehrere Verletzte

Der Christopher Street Day in Berlin ist am Samstag Abend abgebrochen worden. Nach Angaben der Polizei gibt es eine Lage mit mehreren Verletzten.

Was wir wissen:

  • Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
  • Gegen 22.00 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten.
  • Die Polizei berichtet, ein Fahrzeug habe mehrere Menschen angefahren. Man behandele mehrere verletzte Personen.
  • Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, den Bereich zu verlassen.
  • „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, erklärt Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
  • Die Polizei ist mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz.
(dpa/dts)
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25.07.2026: CSD abgebrochen, offenbar Auto in Menge gefahren | Bayreuther Festspiele eröffnet | Bolsonaros Sohn tritt bei Präsidentenwahl an

HEUTE22:54 Uhr

Verletzte am Rande von CSD in Berlin – Möglicherweise Auto in Menge gefahren

Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist offenbar ein Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat mehrere Menschen verletzt. Es gibt mehrere Verletzte. Die Polizei sei mit „starken Polizeikräften im Einsatz“ und fahnde nach möglichen Tatverdächtigen. Die Veranstalter brachen den CSD ab.

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HEUTE21:12 Uhr

Taifunwarnung in China: 340.000 Menschen evakuiert

Wegen des Taifuns „Noul“ hat China mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen die höchste Taifunwarnstufe Rot aus. „Noul“ sollte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Wind bis zu 173 Stundenkilometern in der Provinz Guangdong zwischen Shenzhen und Haifeng an Land treffen. Die Warnung gilt auch für Hongkong.

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HEUTE20:27 Uhr

Ansah sprintet 100 Meter in 10,0 Sekunden

Der deutsche 100-Meter-Rekordler Owen Ansah (25) siegte trotz des Wirbels um ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur bei den Leichtathletik-Titelkämpfen die 100 Meter in 10,00 Sekunden. Seinen nationalen Rekord hatte er jüngst auf 9,98 Sekunden gesteigert. Zweiter wurde Heiko Gussmann mit 10,06 Sekunden.

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HEUTE19:51 Uhr

Bolsonaros Sohn tritt bei Präsidentenwahl an

Der brasilianische Politiker Flávio Bolsonaro ist von seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden. Der älteste Sohn des früheren Staatschefs Jair Bolsonaro wird bei den Wahlen am 4. Oktober gegen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva antreten.

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HEUTE19:08 Uhr

INSA: Grüne deutlich vor SPD – AfD bleibt stärkste Kraft

Im INSA-„Sonntagstrend“ für die „Bild am Sonntag“ legen die Grünen um einen Prozentpunkt zu und erreichen 14 Prozent. Damit liegen sie zwei Punkte vor der SPD, die auf 12 Prozent kommt (-1). Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). Die Union stagniert bei 21 Prozent. Die Linke (11 Prozent) und das BSW legen je um einen Punkt zu.

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HEUTE18:58 Uhr

Ein Toter bei Waldbrand im Osten Spaniens nahe Valencia

Nahe der Großstadt Valencia im Osten Spaniens ist bei Waldbränden ein Mensch ums Leben gekommen. Das Rathaus der westlich von Valencia gelegenen Gemeinde Manises erklärte im Kurzbotschaftendienst X, die Feuerwehr habe den Brand unter Kontrolle bringen können.

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HEUTE18:35 Uhr

Polit-Prominenz und Beethoven-Symphonie: Bayreuther Festspiele eröffnet

Zur Eröffnungsfeier der Bayreuther Festspiele im 150. Jahr ihres Bestehens waren auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Altkanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor Ort. Aufgeführt wurde Beethovens neunter Symphonie – das Werk spielte im Leben Richard Wagners eine besondere Rolle.
HEUTE17:22 Uhr

Tour de France wegen Waldbränden verkürzt

Wegen der heftigen Waldbrände im Südwesten Frankreichs wird die Schlussetappe der Tour de France am Sonntag 44 Kilometer verkürzt. Aus „nationaler Solidarität mit den betroffenen Gebieten und Gemeinden“ sei beschlossen worden, die „Route der letzten Etappe von Thoiry nach Paris anzupassen“, erklärten die Organisatoren.

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HEUTE16:34 Uhr

Kasachischer Präsident fordert Putin zum Stopp des Ukrainekriegs auf

Bei einem russisch-kasachischen Gipfeltreffen im sibirischen Omsk schlug der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew im Beisein Putins ein „Einfrieren” des Konflikts mit der Ukraine vor. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat jedoch nie seine Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.

Kassym-Schomart Tokajew (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE16:03 Uhr

Erstmals wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien

Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. Er sei zu einem „Solidaritätsbesuch“ in Damaskus, schrieb António Guterres auf der Plattform X. Dort kommt er mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zusammen. Geplant sind noch Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft.

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HEUTE15:13 Uhr

Indische „Kakerlaken“-Bewegung beendet Proteste

Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen „akzeptiert“, erklärte CJP-Sprecher heute. Davor hatte der indische Bildungsminister seinen Rücktritt erklärt.
HEUTE14:47 Uhr

Mindestens 35 Tote bei Busunglück in Syrien

Bei einem Busunglück in Syrien sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Reisebusse stießen in einer Wüstenregion im Osten des Landes zusammen, wie die Nachrichtenagentur Sana berichtete. Weitere 30 Menschen seien bei dem Unfall verletzt worden.

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HEUTE13:54 Uhr

Chip-Lieferung an die USA im Wert von 950 Milliarden Dollar

Die südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix wollen US-Technologieunternehmen Halbleiter und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar (ca. 835 Milliarden Euro) liefern. Entsprechende Vereinbarungen sind mit Unternehmen wie Nvidia und Broadcom geplant.

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HEUTE13:16 Uhr

Polizei ermittelt nach Fund von zwei Toten in Südbrandenburg

Heute gegen 2:30 Uhr wurde die Polizei nach Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Südbrandenburg gerufen. Die Einsatzkräfte fanden in einem „Nebengebäude eines Wohngrundstücks“ einen 57 Jahre alten Mann und eine 45-jährige Frau – beide tot, einen 80-Jährigen schwer verletzt. Die Mordkommission ist eingeschaltet.

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HEUTE12:39 Uhr

Indiens Bildungsminister tritt nach Protesten zurück

Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan ist zurückgetreten. Er habe großen Respekt vor den berechtigten Erwartungen der Jugend dieses Landes, schrieb Pradhan auf X. Der Schritt war eine Kernforderung der jungen „Kakerlaken“-Partei und ihren Anhängern.

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HEUTE12:35 Uhr

Kleinflugzeug stürzt in Wohnhaus

Ein Kleinflugzeug ist in Ganderkesee in Niedersachsen in ein Einfamilienhaus gestürzt. Ob es bei dem Unglück nahe Bremen Verletzte oder Tote gab, konnte ein Sprecher der Polizei zunächst nicht gesichert sagen.
HEUTE12:15 Uhr

Rumänien schießt zweiten Tag in Folge Drohne ab

Rumänien hat am zweiten Tag in Folge eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen. Ein F-16-Kampfjet fing das Fluggerät nahe der Grenze zur Ukraine ab. Bereits am Freitag war erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine Drohne über Rumänien zerstört worden.

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HEUTE10:55 Uhr

UN-Generalsekretär Guterres besucht Syrien erstmals seit 15 Jahren

UN-Generalsekretär António Guterres besucht erstmals seit mehr als 15 Jahren Syrien. In Damaskus trifft er Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sowie Vertreter der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau des Landes.

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HEUTE10:40 Uhr

Blockade iranischer Häfen: US-Armee beschießt Tanker

Die US-Armee hat einen Tanker beschossen, der laut CENTCOM die Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Nachdem die Besatzung mehrfach Warnungen ignoriert hatte, wurde der Maschinenraum unter Beschuss genommen. Das Schiff wurde außer Gefecht gesetzt.
Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

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HEUTE10:20 Uhr

Venezuela tritt aus Internationalem Strafgerichtshof aus

Venezuela hat den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angekündigt. Die Regierung wirft dem Gericht politische Voreingenommenheit vor. Der Schritt erfolgt während laufender Ermittlungen zu mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter dem Maduro-Regime.

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HEUTE9:50 Uhr

DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert

Trotz des starken Anstiegs der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs sieht das DIW die Versorgung mit Rohöl, Benzin und Diesel in Deutschland und Europa als gesichert an. Sorgen bereitet vor allem Kerosin. Mit sinkenden Ölpreisen wird vorerst nicht gerechnet.

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HEUTE9:10 Uhr

Taifun „Noul“: Über 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Vor dem Taifun „Noul“ haben die Behörden im Süden Chinas mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Zugverkehr wird eingeschränkt, Schulen bleiben geschlossen und Fischerboote liegen in den Häfen. Der Wirbelsturm soll bis Sonntag auf Land treffen.

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HEUTE8:24 Uhr

Weimer fordert europäisches TikTok – Plattform soll in EU-Hände

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert eine europäische Eigentümerstruktur für TikTok. Damit sollen Datenschutz, Medienregeln und Jugendschutz besser durchgesetzt werden. Zudem verlangt er eine finanzielle Beteiligung großer Plattformen an der Medienlandschaft.

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HEUTE7:40 Uhr

Autofahrer aus Deutschland stirbt in Tunnel in Österreich – Beifahrerin stoppt Wagen

Ein 74-jähriger Autofahrer aus Deutschland ist in einem Tunnel in Vorarlberg während der Fahrt bewusstlos geworden und gestorben. Seine Beifahrerin konnte das Lenkrad übernehmen und das Fahrzeug stoppen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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HEUTE7:27 Uhr

DHL will für schwere Pakete branchenweit Zustellung zu zweit

DHL fordert gesetzliche Regeln für schwere Pakete und will Sendungen über 23 Kilogramm nur noch durch zwei Zusteller ausliefern lassen. Der Konzern begründet den Vorstoß mit dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Konkurrenten lehnen eine neue Gewichtsgrenze ab.
Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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HEUTE7:20 Uhr

Sozialverband fordert von Linnemann Überdenken der Gesundheitsreform

Der Sozialverband Deutschland fordert vom neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann eine Neuausrichtung der Gesundheits- und Pflegepolitik. Der Verband warnt vor Leistungskürzungen und verlangt Entlastungen für Versicherte sowie eine stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger.

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HEUTE7:14 Uhr

Mandat von UN-Menschenrechtskommissar Türk um vier weitere Jahre verlängert

Die UN-Generalversammlung hat die Amtszeit von Menschenrechtskommissar Volker Türk bis 2030 verlängert. Eine große Mehrheit stimmte für den Vorschlag von UN-Generalsekretär António Guterres. Die USA, Russland und Israel lehnten die Verlängerung ab.

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HEUTE6:33 Uhr

Studie warnt vor steigenden Heizkosten durch neue Gasheizungen

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft warnt, dass neue Gas- oder Ölheizungen in bestehenden Wohngebäuden die jährlichen Heizkosten bis 2040 deutlich erhöhen könnten. Wärmepumpen würden demnach Kostenrisiken senken und langfristig günstiger bleiben. Das IW sieht im neuen Heizungsgesetz zudem mögliche Fehlanreize.

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HEUTE6:30 Uhr

Verfassungsschutz warnt vor rechtsextremen „Active Clubs“

Der Verfassungsschutz beobachtet die Ausbreitung rechtsextremer „Active Clubs“ in Deutschland. Die Sportgruppen sollen laut Behörden gezielt junge Männer über Kampfsport und eine Ideologie „weißer Überlegenheit“ radikalisieren. Sicherheitsbehörden sehen Verbindungen ins rechtsextreme Spektrum und warnen vor einem steigenden Gewaltpotenzial.

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HEUTE6:15 Uhr

Kanada weiht Grenzbrücke zu USA im Alleingang ein

Kanada hat die neue Gordie-Howe-Brücke zwischen Windsor und Detroit ohne gemeinsame Feier mit den USA eingeweiht. Die ursprünglich geplante bilaterale Eröffnung war nach einem neuen Zollstreit abgesagt worden. Die rund vier Milliarden Euro teure Hängebrücke soll den Verkehr ab Montag aufnehmen und den grenzüberschreitenden Handel stärken.
Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Foto: Jonathan Hayward/The Canadian Press/AP/dpa

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HEUTE6:06 Uhr

Verbraucherschützer: Zuckersteuer für Prävention nutzen

Die Verbraucherzentralen fordern, Einnahmen aus einer möglichen Zuckersteuer gezielt für Prävention zu nutzen. VZBV-Chefin Ramona Pop verlangt eine ressortübergreifende Gesundheitsförderung unter Leitung des Kanzleramts. Auch höhere Tabak- und Alkoholsteuern seien als Finanzierung denkbar.

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HEUTE6:00 Uhr

Historischer Rückblick: Was geschah am 25. Juli

2025 – Der Chiphersteller Intel stoppt die geplanten Großfabriken in Magdeburg. Damit entfällt eine angekündigte Investition von rund 30 Milliarden Euro und mehrere Tausend Arbeitsplätze.
2001 – Das Rabattgesetz von 1933 tritt außer Kraft. Händler dürfen fortan frei mit Preisnachlässen und Werbegeschenken werben, Kunden können Preise stärker aushandeln.
1996 – Das Hamburger Oberlandesgericht verurteilt den Burda-Verlag wegen falscher Berichte über Prinzessin Caroline von Monaco zu einer Entschädigung von 180.000 Mark – damals ein Rekord im deutschen Presserecht.
1966 – Ein belgischer Reisebus stürzt bei Limburg an der Lahn von einer Autobahnbrücke auf eine Landstraße. 30 Kinder und drei Erwachsene kommen ums Leben.
1961 – Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm eröffnet den Kanaltunnel Rendsburg unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Die 1.280 Meter lange Verbindung ersetzt eine frühere Drehbrücke.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Polit-Prominenz, Beethoven und kritische Töne: Bayreuther Festspiele eröffnet

Politiker im feinen Zwirn, Musik von Beethoven und kritische Töne: Die Bayreuther Festspiele sind am Samstagabend im 150. Jahr ihres Bestehens mit vielen prominenten Gästen eröffnet worden.
An der Jubiläumsveranstaltung auf dem Grünen Hügel nahmen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz, Altkanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teil.
Die Politik spricht mit bei den Bayreuther Festspielen.

Die Politik spricht mit bei den Bayreuther Festspielen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

9. Sinfonie von Beethoven zur Eröffnung

Anders als üblich gab es zur Festspieleröffnung im Jubiläumsjahr keine Inszenierung einer Wagner-Oper, sondern eine Aufführung von Beethovens neunter Symphonie. Die musikalische Leitung hatte Dirigent Christian Thielemann.
Das Werk spielte nach Angaben der Stadt Bayreuth im Leben Richard Wagners eine besondere Rolle und wurde etwa bei der Grundsteinlegung des Festspielhauses gespielt.
Mit der Jubiläumsspielzeit erinnern die Bayreuther Festspiele an ihre Gründung im Jahr 1876, als Richard Wagner im eigens errichteten Festspielhaus erstmals den vollständigen „Ring des Nibelungen“ aufführen ließ und damit Musikgeschichte schrieb.
Das Werk bildet auch einen der Schwerpunkte der diesjährigen Festspiele. Unter der musikalischen Leitung von Thielemann geht die Inszenierung neue Wege: Mithilfe Künstlicher Intelligenz, die auf 150 Jahren Rezeptionsgeschichte des Werks basiert, sollen nach Angaben der Festspiele für jede Aufführung „neue visuelle Assoziationen und Bildwelten“ entstehen.
Katharina Wagner und Michel Friedmann stehen vor dem Start der Festspiele am Königsportal.

Katharina Wagner und Michel Friedmann warten vor dem Start der Festspiele am Königsportal.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Merz äußert sich zu Wagner

Kanzler Merz setzte sich am Samstag in seiner Eröffnungsrede kritisch mit der Person Wagner (1813 bis 1883) auseinander – der Komponist war Antisemit.
„Richard Wagners Person und Werk stehen beispielhaft für Größe und Abgründigkeit der deutschen Verhältnisse in Kunst und Geschichte“, sagte der Kanzler laut Redetext. „Sie stehen für die sehr deutsche Kombination von höchst Bewunderungswürdigem und höchst Fragwürdigem in unserer Vergangenheit.“
Wagners Werk sei „vom Antisemitismus seines Schöpfers nicht zu trennen“ – das bedeute aber nicht, sich dieser Kunst nicht auszusetzen, sagte Merz. „Canceln ist jedenfalls auch hier keine Lösung.“
Ähnlich äußerte sich Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU). Er wies wies auf die ambivalente Geschichte der Festspiele hin: „150 Jahre Bayreuther Festspiele erzählen von den größten Sternstunden der Oper und sie erzählen von den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte – beides gehört untrennbar zu Bayreuth“, erklärte Blume. Richard Wagner sei „ein musikalisches Genie, zugleich aber ein erbitterter Antisemit“ gewesen.
„Sein antisemitisches Denken ging in Teilen weit über die Vorurteile seiner Zeit hinaus“, erklärte Blume. „Bei aller Bewunderung für sein Werk dürfen wir davor niemals die Augen verschließen.“
Die Bayreuther Festspiele gehören zu den bekanntesten Opernfestivals der Welt und ziehen Jahr für Jahr viel Prominenz an. (afp/red)
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Frankreich: Über 200.000 Menschen evakuiert – Flammen nähern sich Großstadt Bordeaux

In Frankreich und Spanien versuchen die Behörden weiterhin mit aller Kraft, die beispiellosen Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Frankreichs Regierung setzte am Samstag weitere 500 Soldaten sowie ein Militärflugzeug vom Typ A400M für die Löscharbeiten ein. Im Südwesten des Landes mussten 200.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, im Nachbarland Spanien 60.000.
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu warnte am Abend wegen sich verschlechternder meteorologischer Bedingungen vor „schwierigen Stunden“.

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Spaniens Premier Pedro Sánchez sagte. „Wir stehen vor einigen schwierigen Stunden, denn auch wenn die Temperaturen gesunken sind, wissen wir nicht genau, wie sich der Wind entwickeln wird, wie stark er sein wird“, sagte Sánchez bei einem Besuch im Dorf Cenicientos in der Brandzone nahe Madrid. Priorität sei es, „Leben zu retten“.
 

Rauchwolken der Brände in Madrid und Bordeaux verbinden sich

Das war auf Satellitenbildern des spanischen Wetterdienstes Aemet zu sehen, die im Onlinedienst X veröffentlicht wurden. Darauf ist zu erkennen, wie die Spitze der durch die Waldbrände in Spanien entstandenen Rauchwolke die Rauchwolken der Brände in der südwestfranzösischen Region erreicht.

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Der Wetterdienst rechnet weiterhin mit heißen Winden aus Afrika, die in der kommenden Woche auch Deutschland erreichen sollen. Auch das behindert die Löscharbeiten.

Evakuierungen nahe Madrid

Wegen der Brände nahe Madrid mussten nach Angaben des Innenministeriums rund 60.000 Menschen ihre Häuser verlassen – 30.000 in der Region Madrid und 30.000 in der Provinz Ávila. Zuvor hatte Madrid die Zahl der Evakuierten mit 70.000 beziffert. 8000 Menschen in Madrid und 20.000 in Ávila wurden zudem angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
Die Menschen aus den von Evakuierungen betroffenen Dörfern wurden mit Bussen in Sporthallen und Notunterkünfte rund um die Hauptstadt gebracht. Im Zentrum Madrids herrschte am Samstagmorgen Brandgeruch. Das Gesundheitsministerium forderte die Menschen im Onlinedienst X auf, sich wegen der schlechten Luft nicht zu lange im Freien aufzuhalten.
Zwei von drei Bränden westlich von Madrid waren nach Behördenangaben zuvor zu einem Großfeuer verschmolzen, das sich mit einem weiteren Waldbrand in der benachbarten Region Kastilien und León verbinden könnte. Der größte Brand in Spanien in der Provinz Guadalajara nordöstlich von Madrid loderte am Samstag weiter. Dort vernichteten die Flammen bislang etwa 32.000 Hektar Land.
Das dortige Großfeuer sei „auf seinem Höhepunkt“ und derzeit „nicht zu löschen“, sagte der Leiter des Katastrophenschutzes der Regionalregierung, Carlos Novillo. Wegen starken Winds könne sich der Brand weiter ausbreiten.
Bei einem mittlerweile unter Kontrolle gebrachten Waldbrand nahe der Großstadt Valencia im Osten Spaniens kam derweil ein Mensch ums Leben. „Leider ist bei dem Feuer ein Mensch ums Leben gekommen“, erklärte das Rathaus der westlich von Valencia gelegenen Gemeinde Manises bei X.

Frankreich: 1.500 Soldaten sollen helfen

In ganz Frankreich waren laut Innenminister Laurent Nuñez mehrere Brände weiter nicht unter Kontrolle. Besonders stark war weiter der Südwesten betroffen, wo sich die Flammen auf Bordeaux zubewegten. Aber auch im Département Var im Südosten loderten Flammen.
Die 500 zusätzlichen Soldaten sollten unter anderem bei der Evakuierung der bedrohten Regionen helfen und von Anwohnern verlassene Häuser sichern, teilte das französische Verteidigungsministerium mit. Damit steigt die Zahl der eingesetzten Soldaten auf 1.500.
Auch französische Landwirte helfen:

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Für Reisende gibt es Erleichterungen: Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, dass die Eisenbahngesellschaft SNCF angesichts der Brände eine Sonderregelung für Reisen in die betroffenen Gebiete einführt. Fahrten in die Region Bordeaux und andere betroffene Zonen können demnach kostenlos verschoben oder storniert werden.
Unterschiedliche Angaben gab es zunächst zur Lage am Flughafen Bordeaux-Mérignac: Während Innenminister Laurent Nuñez wegen der starken Rauchentwicklung von einer Schließung gesprochen hatte, teilte der Flughafen mit, der Betrieb laufe weiter. Einschränkungen gibt es demnach lediglich beim öffentlichen Nahverkehr zum Flughafen.

Großstadt Bordeaux in Gefahr

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez betonte, das Land habe noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt, und versprach, „alles zu tun“, um die Stadt Bordeaux zu schützen.
Ein örtlicher Vertreter warnte, das Feuer bewege sich auf Bordeaux zu. Die dortigen Behörden ordneten die Evakuierung von Orten in der Nähe der Stadt „aus Vorsicht“ vor den herannahenden Flammen an. Viele der Bewohner strömen nach Bordeaux und werden dort von Helfern versorgt.
Die Verkehrsinformationsseite Bison Futé forderte Autofahrer auf, Straßen in dem Gebiet zu meiden, um die Zufahrten für Rettungsdienste freizuhalten.
Auch in anderen Regionen Frankreichs, darunter im Département Var und auf der Insel Korsika, kämpfen Feuerwehrleute gegen weitere Brände.

Erstmals A400M als Löschflugzeug eingesetzt

Im Kampf gegen die Flammen kam am Samstag erstmals ein speziell umgerüstetes militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M zum Einsatz. Der Airbus kann 20 Tonnen Löschmittel abwerfen – etwa doppelt so viel wie ein Löschflugzeug vom Typ Dash.
Der A400M-Einsatz war wegen technischer Vorbereitungen und Tests ursprünglich erst für Ende dieses Monats vorgesehen.
In Südwestfrankreich brannte im Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab, wie Innenminister Nuñez sagte. In Südwestfrankreich mussten sich demnach 167.000 Menschen im Département Gironde in Sicherheit bringen, außerdem etwa 30.000 im benachbarten Département Landes. Unter den Betroffenen waren viele Urlauber.
Im Département Gironde wurden nach Angaben der Behörden 140 Häuser zerstört. Am Samstagabend gab es für 3.000 evakuierte Bewohner des Départements Entwarnung – sie dürfen in ihre Häuser zurückkehren.

Am 24. Juli 2026 liegen vor einem ausgebrannten Geschäft im Industriegebiet von Biscarrosse im Südwesten Frankreichs ausgebrannte Haushaltsgeräte, nachdem es in der Region zu einem Waldbrand gekommen war.

Foto: Romain Perrocheau/AFP via Getty Images

Macron verspricht Wiederaufbau

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron versprach derweil einen Wiederaufbau der verwüsteten Gegenden: „Wir werden wiederaufbauen, wir werden reparieren, und wir werden so lange vor Ort bleiben, wie es nötig ist“, schrieb Macron am Samstag auf X. In diesen schwierigen Zeiten zeige Frankreich, was es sei: „Ein vereintes Volk, das zusammenhält.“
Regierungschef Sébastien Lecornu berief für den späten Abend einen interministeriellen Krisenstab ein.

Deutschland steht für Hilfe bereit

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bot Frankreich, Spanien und Italien die Unterstützung Deutschlands bei Löscharbeiten an. Die Bundesrepublik stehe zu entsprechender Hilfe „bereit“, erklärte er im Onlinedienst X. „In Krisenzeiten hält Europa zusammen.“
Spanien und Frankreich haben bereits Unterstützung aus anderen europäischen Ländern in Form von Flugzeugen erhalten.
Auch in Italien kämpften Einsatzkräfte weiter gegen zahlreiche Brände. Besonders betroffen waren Sizilien und Kalabrien. Allein auf Sizilien wurden am Freitag Dutzende Feuer gemeldet. (afp/dpa/red)
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Das Geheimnis vom Navigationssystem der Tauben


In Kürze:

  • Tauben finden ihre Heimat auch aus Hunderten Kilometern Entfernung, selbst wenn sie noch nie am Ausgangsort waren.
  • Das Geheimnis ihres Orientierungssinns vermuten Forscher in einem Organ, an das viele Menschen höchstens nach dem Weihnachtsessen denken.
  • Demnach liegt die Antwort möglicherweise nicht im Gehirn oder in den Augen der Vögel, sondern in der Leber verborgen.
  • Berge von verkrustetem Taubenkot auf öffentlichen Plätzen haben dem Ruf der Taube nicht gerade geholfen. Doch nicht nur ihr Orientierungssinn ist außergewöhnlich.
  • Tauben wurden für ihre Dienste im Krieg mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet, können Picasso und Monet unterscheiden und Brustkrebs erkennen.

 
Tauben haben dem Menschen etwas voraus, und das kann durchaus frustrierend sein. Setzt man eine Taube Hunderte Kilometer von ihrem Heimatschlag entfernt aus, findet sie in den meisten Fällen trotzdem wieder zurück. Wissenschaftler vermuten inzwischen, dass ein Teil dieses erstaunlichen Orientierungssinns an einer unerwarteten Stelle verborgen liegt: in der Leber.
So deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass spezialisierte Immunzellen in der Leber das Erdmagnetfeld wahrnehmen könnten. Dadurch besäßen Tauben gewissermaßen einen eingebauten Kompass und wären weitaus raffinierter, als ihr Ruf als gefiederte Brotkrümelpicker vermuten lässt.

Kann die Leber der Taube das Erdmagnetfeld wahrnehmen?

Aktuelle Untersuchungen des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in Konstanz legen nahe, dass eisenhaltige Immunzellen in der Leber von Tauben bei der Wahrnehmung des Erdmagnetfelds eine wichtige Rolle spielen. Diese Zellen, sogenannte Makrophagen, beseitigen normalerweise alte rote Blutkörperchen – ein Vorgang, bei dem sie Eisen einlagern, was ihnen wiederum Quanteneigenschaften verleiht.
Die Forscher stellten fest, dass diese Zellen außerdem ausgeprägte magnetische Eigenschaften besitzen. Das eröffnet die Möglichkeit, dass Tauben einen Teil ihres Navigationssystems in einem Organ tragen, an das die meisten Menschen höchstens nach dem Weihnachtsessen denken.
Mit anderen Worten: Der Mensch hat Satelliten ins All geschossen, den Planeten mit Mobilfunkmasten überzogen und nutzt kleine, mehr oder weniger zuverlässige Geräte, um sich zurechtzufinden. Die Taube dagegen hat einfach eine Leber und es scheint, als hätte die Natur darin einen Quantenkompass eingebaut.
Um die Bedeutung dieser Zellen zu untersuchen, wurden die Makrophagen von den Wissenschaftlern gezielt deaktiviert. Anschließend beobachtete man das Orientierungsvermögen der Vögel erneut. An sonnigen Tagen fanden die Tauben dennoch erstaunlich gut nach Hause, vermutlich mithilfe der Sonne als Orientierungshilfe. An bewölkten Tagen dagegen verloren sie deutlich häufiger die Orientierung. Offenbar verfügen selbst Tauben über einen Plan B, allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt.
Außerdem fanden die Forscher die eisenreichen Zellen in unmittelbarer Nähe von Nervenfasern. Das deutet darauf hin, dass Informationen über das Erdmagnetfeld von der Leber an das Gehirn weitergeleitet werden könnten.
Wie dieser Informationsaustausch genau aussieht, weiß bislang niemand. Vermutlich sagt die Leber: „Nordosten.“ Darauf antwortet das Gehirn: „Bist du sicher?“ Glücklicherweise verbringt die Taube, anders als so manches Ehepaar im Mietwagen, anschließend keine 40 Minuten damit, darüber zu diskutieren, wessen Idee die landschaftlich reizvolle Umleitung war.

Mehr Genie, als ihr Aussehen vermuten lässt

Das größte Problem bei der Wertschätzung von Tauben besteht darin, dass sie nicht gerade wie verborgene Genies aussehen. Beim Laufen wippen ihre Köpfe vor und zurück, als wären sie erst einige Minuten nach dem übrigen Körper montiert worden. Sie halten sich bevorzugt auf Plätzen und Denkmälern auf, wo Berge von verkrustetem Taubenkot ihrem Ruf nicht gerade geholfen haben.
Und doch ist dieser kleine graue Störenfried zu Leistungen fähig, die umso erstaunlicher wirken, je genauer man sich mit ihnen beschäftigt.

Tauben erkennen menschliche Gesichter

Tauben können Menschen tatsächlich wiedererkennen. In einem Experiment lernten sie, einer Forscherin aus dem Weg zu gehen, die sie schlecht behandelt hatte. Selbst nachdem sie ihre Kleidung gewechselt hatte, erkannten die Vögel sie weiterhin zuverlässig.
Man sollte sich das merken. Irgendwo in der Stadt könnte eine kleine graue Taube mit erstaunlicher neurologischer Präzision noch eine Rechnung mit Ihnen offen haben.

Tauben unterscheiden Monet von Picasso

Tauben lassen sich darauf trainieren, Gemälde von Claude Monet und Pablo Picasso auseinanderzuhalten. Manche Menschen beschäftigen sich jahrelang mit Kunstgeschichte und geraten dennoch ins Schwitzen, wenn sie ein Bild ohne Namensschild identifizieren sollen.
Eine Taube kann dagegen lernen, visuelle Muster zu erkennen und die Werke des einen Künstlers von denen des anderen zu unterscheiden.
Forscher haben Tauben sogar darauf trainiert, medizinische Aufnahmen auszuwerten. In Studien mit Brustgewebe lernten die Vögel, gutartige von bösartigen Gewebeproben mit bemerkenswerter Genauigkeit zu unterscheiden.

Tauben produzieren „Milch“

Sowohl männliche als auch weibliche Tauben füttern ihre Jungen mit der sogenannten Kropfmilch. Diese eiweiß- und fettreiche Nahrung sorgt dafür, dass die Küken schnell wachsen. Beide Eltern kümmern sich gemeinsam um Brut und Nachwuchs.
An diesem Punkt verfügt die Taube also über ein funktionierendes Navigationssystem, gleichberechtigte Kinderbetreuung und ein Verständnis für moderne Kunst. Langsam wird es unangenehm.

Tauben im Kriegseinsatz

Tauben dienten außerdem in Kriegen als Nachrichtenüberbringer, wenn andere Kommunikationswege versagten. Sie flogen durch Kugelhagel und unter schlimmsten Bedingungen und retteten dabei mitunter zahlreichen Menschen das Leben. Einige wurden sogar mit militärischen Ehren für ihre Tapferkeit ausgezeichnet.
Es ist bezeichnend für den Menschen, wie wir mit diesem Erbe umgehen. Eine Generation verleiht einer Taube eine Tapferkeitsmedaille. Wenige Generationen später scheucht man ihren Urenkel vor einer Bäckerei davon.
Die Beziehung zwischen Mensch und Taube ist seit Jahrhunderten eng und zugleich widersprüchlich. Einst galten Tauben als Statussymbol und wurden von wohlhabenden Familien in prächtigen Taubenschlägen gehalten. Mit der Französischen Revolution gerieten sie jedoch in den Strudel der Wut gegen die wohlhabende Oberschicht.

Bekannte Taubenliebhaber: Walt Disney, Elvis Presley und Mike Tyson

Tauben faszinierten zahlreiche berühmte Persönlichkeiten. Charles Darwin untersuchte sie eingehend, während er seine Evolutionstheorie entwickelte. Auch Walt Disney war ein begeisterter Taubenliebhaber und der frühere Boxchampion Mike Tyson züchtete bereits als Kind Tauben.
Vielleicht ist das die erstaunlichste Tatsache überhaupt, denn es dürfte nur wenige Themen geben, bei denen Charles Darwin, Walt Disney und Mike Tyson einer Meinung gewesen wären.
Vielleicht unterschätzen wir Tauben einfach deshalb, weil es so viele von ihnen gibt. Wenn also das nächste Mal eine Taube entschlossen auf Ihr Sandwich zustapft, sollten Sie einen Moment innehalten, bevor Sie sie als „Ratte mit Flügeln“ abtun.
Sie erkennt vielleicht Ihr Gesicht. Ihre Leber liest womöglich gerade still das Magnetfeld unseres Planeten. Und während Sie noch auf dem Parkplatz überlegen, wo Sie Ihr Auto eigentlich abgestellt haben, weiß die Taube längst ganz genau, wohin sie fliegt.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Secret Science of Pigeon Navigation“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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Zwei Tote: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus im Landkreis Oldenburg

Auch die vermisste Person ist nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus tot aufgefunden worden. Bei dem Unglück im niedersächsischen Landkreis Oldenburg starben insgesamt zwei Männer.
Nach Abschluss der „aufwendigen und komplexen Bergungsmaßnahmen des Flugzeugwracks“ stehe fest, dass bei dem Absturz zwei Menschen ums Leben gekommen seien, erklärte die Polizeiinspektion Delmenhorst. „Bei den Verstorbenen handelt es sich um die beiden Insassen des Leichtflugzeugs, einen 65-jährigen und einen 77-jährigen Mann.“ Beide stammten demnach aus Bremen.
Die Maschine soll kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet sein, dann verlor sie in einer Wohnsiedlung in Ganderkesee an Höhe. Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr waren im Großeinsatz. Spezialkräfte der Berufsfeuerwehr Bremen unterstützten die Aktion.
Die Bergung des Flugzeugwracks aus dem Dach des Wohnhauses gestaltete sich nach Angaben der Polizei „aufgrund der Umstände an der Einsatzörtlichkeit im Wohngebiet äußerst aufwendig“.
Das Flugzeug konnte schließlich aber „vollständig“ aus dem Dach geborgen werden. Die evakuierten Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren, der direkt betroffene Bereich um die Unglücksstelle blieb aber gesperrt.
Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort.

Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort.

Foto: Jörn Hüneke/dpa

Die Bewohner waren nicht zu Hause, als das Flugzeug in das Dach ihres Hauses krachte. Weitere Verletzte gab es demnach nicht.

Zeugen werden betreut

Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Menschen in der Wohnsiedlung, die das Unglück unmittelbar miterlebt oder sich in der Nähe befunden hatten. Für Anwohner wurde eine Anlaufstelle eingerichtet.
Um den Einsatzort wurden zunächst im Radius von hundert Metern die Häuser evakuiert. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um eine vorsorgliche Maßnahme. Es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit, hieß es.
Am Samstagvormittag war die Feuerwehr zu dem Absturz gerufen worden.

Am Samstagvormittag war die Feuerwehr zu dem Absturz gerufen worden.

Foto: Fotoreport-DB/NWM-TV/dpa

Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Stromversorgung der Straße vorübergehend unterbrochen. Polizei und Feuerwehr sicherten auslaufende Betriebsstoffe und kümmerten sich um die aufwendige Bergung des Wracks aus dem Dach. Für die Dauer des Einsatzes wurde der Luftraum über dem Bereich gesperrt.
Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen waren der Polizei zufolge äußerst komplex und zogen sich über mehrere Stunden hin. Die weiteren Ermittlungen sollen in Abstimmung mit der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung geführt und in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. (dpa/afp/red)
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25.07.2026: Tour de France wegen Waldbränden verkürzt | INSA: Grüne deutlich vor SPD | Bayreuther Festspiele eröffnet

HEUTE19:08 Uhr

INSA: Grüne deutlich vor SPD – AfD bleibt stärkste Kraft

Im INSA-„Sonntagstrend“ für die „Bild am Sonntag“ legen die Grünen um einen Prozentpunkt zu und erreichen 14 Prozent. Damit liegen sie zwei Punkte vor der SPD, die auf 12 Prozent kommt (-1). Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 28 Prozent (-1). Die Union stagniert bei 21 Prozent. Die Linke (11 Prozent) und das BSW legen je um einen Punkt zu.

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HEUTE18:58 Uhr

Ein Toter bei Waldbrand im Osten Spaniens nahe Valencia

Nahe der Großstadt Valencia im Osten Spaniens ist bei Waldbränden ein Mensch ums Leben gekommen. Das Rathaus der westlich von Valencia gelegenen Gemeinde Manises erklärte im Kurzbotschaftendienst X, die Feuerwehr habe den Brand unter Kontrolle bringen können. Madrid und Valencia liegen rund 300 Kilometer weit entfernt voneinander.

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HEUTE18:35 Uhr

Polit-Prominenz und Beethoven-Symphonie: Bayreuther Festspiele eröffnet

Zur Eröffnungsfeier der Bayreuther Festspiele im 150. Jahr ihres Bestehens waren auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Altkanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor Ort. Aufgeführt wurde Beethovens neunter Symphonie – das Werk spielte im Leben Richard Wagners eine besondere Rolle.

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HEUTE17:22 Uhr

Tour de France wegen Waldbränden verkürzt

Wegen der heftigen Waldbrände im Südwesten Frankreichs wird die Schlussetappe der Tour de France am Sonntag 44 Kilometer verkürzt. Aus „nationaler Solidarität mit den betroffenen Gebieten und Gemeinden“ sei beschlossen worden, die „Route der letzten Etappe von Thoiry nach Paris anzupassen“, erklärten die Organisatoren.

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HEUTE16:34 Uhr

Kasachischer Präsident fordert Putin zum Stopp des Ukrainekriegs auf

Bei einem russisch-kasachischen Gipfeltreffen im sibirischen Omsk schlug der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew im Beisein Putins ein „Einfrieren” des Konflikts mit der Ukraine vor. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat jedoch nie seine Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.

Kassym-Schomart Tokajew (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE16:03 Uhr

Erstmals wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien

Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. Er sei zu einem „Solidaritätsbesuch“ in Damaskus, schrieb António Guterres auf der Plattform X. Dort kommt er mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zusammen. Geplant sind noch Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft.

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HEUTE15:13 Uhr

Indische „Kakerlaken“-Bewegung beendet Proteste

Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen „akzeptiert“, erklärte CJP-Sprecher heute. Davor hatte der indische Bildungsminister seinen Rücktritt erklärt.
HEUTE14:47 Uhr

Mindestens 35 Tote bei Busunglück in Syrien

Bei einem Busunglück in Syrien sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Reisebusse stießen in einer Wüstenregion im Osten des Landes zusammen, wie die Nachrichtenagentur Sana berichtete. Weitere 30 Menschen seien bei dem Unfall verletzt worden.

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HEUTE13:54 Uhr

Chip-Lieferung an die USA im Wert von 950 Milliarden Dollar

Die südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix wollen US-Technologieunternehmen Halbleiter und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar (ca. 835 Milliarden Euro) liefern. Entsprechende Vereinbarungen sind mit Unternehmen wie Nvidia und Broadcom geplant.

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HEUTE13:16 Uhr

Polizei ermittelt nach Fund von zwei Toten in Südbrandenburg

Heute gegen 2:30 Uhr wurde die Polizei nach Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Südbrandenburg gerufen. Die Einsatzkräfte fanden in einem „Nebengebäude eines Wohngrundstücks“ einen 57 Jahre alten Mann und eine 45-jährige Frau – beide tot, einen 80-Jährigen schwer verletzt. Die Mordkommission ist eingeschaltet.

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HEUTE12:39 Uhr

Indiens Bildungsminister tritt nach Protesten zurück

Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan ist zurückgetreten. Er habe großen Respekt vor den berechtigten Erwartungen der Jugend dieses Landes, schrieb Pradhan auf X. Der Schritt war eine Kernforderung der jungen „Kakerlaken“-Partei und ihren Anhängern.

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HEUTE12:35 Uhr

Kleinflugzeug stürzt in Wohnhaus

Ein Kleinflugzeug ist in Ganderkesee in Niedersachsen in ein Einfamilienhaus gestürzt. Ob es bei dem Unglück nahe Bremen Verletzte oder Tote gab, konnte ein Sprecher der Polizei zunächst nicht gesichert sagen.

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HEUTE12:15 Uhr

Rumänien schießt zweiten Tag in Folge Drohne ab

Rumänien hat am zweiten Tag in Folge eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen. Ein F-16-Kampfjet fing das Fluggerät nahe der Grenze zur Ukraine ab. Bereits am Freitag war erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine Drohne über Rumänien zerstört worden.

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HEUTE10:55 Uhr

UN-Generalsekretär Guterres besucht Syrien erstmals seit 15 Jahren

UN-Generalsekretär António Guterres besucht erstmals seit mehr als 15 Jahren Syrien. In Damaskus trifft er Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sowie Vertreter der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau des Landes.

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HEUTE10:40 Uhr

Blockade iranischer Häfen: US-Armee beschießt Tanker

Die US-Armee hat einen Tanker beschossen, der laut CENTCOM die Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Nachdem die Besatzung mehrfach Warnungen ignoriert hatte, wurde der Maschinenraum unter Beschuss genommen. Das Schiff wurde außer Gefecht gesetzt.
Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

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HEUTE10:20 Uhr

Venezuela tritt aus Internationalem Strafgerichtshof aus

Venezuela hat den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angekündigt. Die Regierung wirft dem Gericht politische Voreingenommenheit vor. Der Schritt erfolgt während laufender Ermittlungen zu mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter dem Maduro-Regime.

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HEUTE9:50 Uhr

DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert

Trotz des starken Anstiegs der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs sieht das DIW die Versorgung mit Rohöl, Benzin und Diesel in Deutschland und Europa als gesichert an. Sorgen bereitet vor allem Kerosin. Mit sinkenden Ölpreisen wird vorerst nicht gerechnet.

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HEUTE9:10 Uhr

Taifun „Noul“: Über 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Vor dem Taifun „Noul“ haben die Behörden im Süden Chinas mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Zugverkehr wird eingeschränkt, Schulen bleiben geschlossen und Fischerboote liegen in den Häfen. Der Wirbelsturm soll bis Sonntag auf Land treffen.

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HEUTE8:24 Uhr

Weimer fordert europäisches TikTok – Plattform soll in EU-Hände

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert eine europäische Eigentümerstruktur für TikTok. Damit sollen Datenschutz, Medienregeln und Jugendschutz besser durchgesetzt werden. Zudem verlangt er eine finanzielle Beteiligung großer Plattformen an der Medienlandschaft.

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HEUTE7:40 Uhr

Autofahrer aus Deutschland stirbt in Tunnel in Österreich – Beifahrerin stoppt Wagen

Ein 74-jähriger Autofahrer aus Deutschland ist in einem Tunnel in Vorarlberg während der Fahrt bewusstlos geworden und gestorben. Seine Beifahrerin konnte das Lenkrad übernehmen und das Fahrzeug stoppen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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HEUTE7:27 Uhr

DHL will für schwere Pakete branchenweit Zustellung zu zweit

DHL fordert gesetzliche Regeln für schwere Pakete und will Sendungen über 23 Kilogramm nur noch durch zwei Zusteller ausliefern lassen. Der Konzern begründet den Vorstoß mit dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Konkurrenten lehnen eine neue Gewichtsgrenze ab.
Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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HEUTE7:20 Uhr

Sozialverband fordert von Linnemann Überdenken der Gesundheitsreform

Der Sozialverband Deutschland fordert vom neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann eine Neuausrichtung der Gesundheits- und Pflegepolitik. Der Verband warnt vor Leistungskürzungen und verlangt Entlastungen für Versicherte sowie eine stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger.

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HEUTE7:14 Uhr

Mandat von UN-Menschenrechtskommissar Türk um vier weitere Jahre verlängert

Die UN-Generalversammlung hat die Amtszeit von Menschenrechtskommissar Volker Türk bis 2030 verlängert. Eine große Mehrheit stimmte für den Vorschlag von UN-Generalsekretär António Guterres. Die USA, Russland und Israel lehnten die Verlängerung ab.

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HEUTE6:33 Uhr

Studie warnt vor steigenden Heizkosten durch neue Gasheizungen

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft warnt, dass neue Gas- oder Ölheizungen in bestehenden Wohngebäuden die jährlichen Heizkosten bis 2040 deutlich erhöhen könnten. Wärmepumpen würden demnach Kostenrisiken senken und langfristig günstiger bleiben. Das IW sieht im neuen Heizungsgesetz zudem mögliche Fehlanreize.

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HEUTE6:30 Uhr

Verfassungsschutz warnt vor rechtsextremen „Active Clubs“

Der Verfassungsschutz beobachtet die Ausbreitung rechtsextremer „Active Clubs“ in Deutschland. Die Sportgruppen sollen laut Behörden gezielt junge Männer über Kampfsport und eine Ideologie „weißer Überlegenheit“ radikalisieren. Sicherheitsbehörden sehen Verbindungen ins rechtsextreme Spektrum und warnen vor einem steigenden Gewaltpotenzial.

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HEUTE6:15 Uhr

Kanada weiht Grenzbrücke zu USA im Alleingang ein

Kanada hat die neue Gordie-Howe-Brücke zwischen Windsor und Detroit ohne gemeinsame Feier mit den USA eingeweiht. Die ursprünglich geplante bilaterale Eröffnung war nach einem neuen Zollstreit abgesagt worden. Die rund vier Milliarden Euro teure Hängebrücke soll den Verkehr ab Montag aufnehmen und den grenzüberschreitenden Handel stärken.
Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Foto: Jonathan Hayward/The Canadian Press/AP/dpa

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HEUTE6:06 Uhr

Verbraucherschützer: Zuckersteuer für Prävention nutzen

Die Verbraucherzentralen fordern, Einnahmen aus einer möglichen Zuckersteuer gezielt für Prävention zu nutzen. VZBV-Chefin Ramona Pop verlangt eine ressortübergreifende Gesundheitsförderung unter Leitung des Kanzleramts. Auch höhere Tabak- und Alkoholsteuern seien als Finanzierung denkbar.

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HEUTE6:00 Uhr

Historischer Rückblick: Was geschah am 25. Juli

2025 – Der Chiphersteller Intel stoppt die geplanten Großfabriken in Magdeburg. Damit entfällt eine angekündigte Investition von rund 30 Milliarden Euro und mehrere Tausend Arbeitsplätze.
2001 – Das Rabattgesetz von 1933 tritt außer Kraft. Händler dürfen fortan frei mit Preisnachlässen und Werbegeschenken werben, Kunden können Preise stärker aushandeln.
1996 – Das Hamburger Oberlandesgericht verurteilt den Burda-Verlag wegen falscher Berichte über Prinzessin Caroline von Monaco zu einer Entschädigung von 180.000 Mark – damals ein Rekord im deutschen Presserecht.
1966 – Ein belgischer Reisebus stürzt bei Limburg an der Lahn von einer Autobahnbrücke auf eine Landstraße. 30 Kinder und drei Erwachsene kommen ums Leben.
1961 – Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm eröffnet den Kanaltunnel Rendsburg unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Die 1.280 Meter lange Verbindung ersetzt eine frühere Drehbrücke.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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25.07.2026: Tour de France wegen Waldbränden verkürzt | Kasachischer Präsident fordert Putin zum Stopp des Ukrainekriegs auf

HEUTE17:22 Uhr

Tour de France wegen Waldbränden verkürzt

Wegen der heftigen Waldbrände im Südwesten Frankreichs wird die Schlussetappe der Tour de France am Sonntag 44 Kilometer verkürzt. Aus „nationaler Solidarität mit den betroffenen Gebieten und Gemeinden“ sei beschlossen worden, die „Route der letzten Etappe von Thoiry nach Paris anzupassen“, erklärten die Organisatoren.

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HEUTE16:34 Uhr

Kasachischer Präsident fordert Putin zum Stopp des Ukrainekriegs auf

Bei einem russisch-kasachischen Gipfeltreffen im sibirischen Omsk schlug der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew im Beisein Putins ein „Einfrieren” des Konflikts mit der Ukraine vor. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat jedoch nie seine Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.

Kassym-Schomart Tokajew (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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HEUTE16:03 Uhr

Erstmals wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien

Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. Er sei zu einem „Solidaritätsbesuch“ in Damaskus, schrieb António Guterres auf der Plattform X. Dort kommt er mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zusammen. Geplant sind noch Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft.

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HEUTE15:13 Uhr

Indische „Kakerlaken“-Bewegung beendet Proteste

Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen „akzeptiert“, erklärte CJP-Sprecher heute. Davor hatte der indische Bildungsminister seinen Rücktritt erklärt.
HEUTE14:47 Uhr

Mindestens 35 Tote bei Busunglück in Syrien

Bei einem Busunglück in Syrien sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Reisebusse stießen in einer Wüstenregion im Osten des Landes zusammen, wie die Nachrichtenagentur Sana berichtete. Weitere 30 Menschen seien bei dem Unfall verletzt worden.

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HEUTE13:54 Uhr

Chip-Lieferung an die USA im Wert von 950 Milliarden Dollar

Die südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix wollen US-Technologieunternehmen Halbleiter und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar (ca. 835 Milliarden Euro) liefern. Entsprechende Vereinbarungen sind mit Unternehmen wie Nvidia und Broadcom geplant.

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HEUTE13:16 Uhr

Polizei ermittelt nach Fund von zwei Toten in Südbrandenburg

Heute gegen 2:30 Uhr wurde die Polizei nach Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Südbrandenburg gerufen. Die Einsatzkräfte fanden in einem „Nebengebäude eines Wohngrundstücks“ einen 57 Jahre alten Mann und eine 45-jährige Frau – beide tot, einen 80-Jährigen schwer verletzt. Die Mordkommission ist eingeschaltet.

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HEUTE12:39 Uhr

Indiens Bildungsminister tritt nach Protesten zurück

Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan ist zurückgetreten. Er habe großen Respekt vor den berechtigten Erwartungen der Jugend dieses Landes, schrieb Pradhan auf X. Der Schritt war eine Kernforderung der jungen „Kakerlaken“-Partei und ihren Anhängern.

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HEUTE12:35 Uhr

Kleinflugzeug stürzt in Wohnhaus

Ein Kleinflugzeug ist in Ganderkesee in Niedersachsen in ein Einfamilienhaus gestürzt. Ob es bei dem Unglück nahe Bremen Verletzte oder Tote gab, konnte ein Sprecher der Polizei zunächst nicht gesichert sagen. Medienangaben zufolge kam der Pilot ums Leben.
Aus bislang ungeklärter Ursache verlor das Kleinflugzeug an Höhe.

Aus bislang ungeklärter Ursache verlor das Kleinflugzeug an Höhe.

Foto: Jörn Hüneke/dpa

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HEUTE12:15 Uhr

Rumänien schießt zweiten Tag in Folge Drohne ab

Rumänien hat am zweiten Tag in Folge eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen. Ein F-16-Kampfjet fing das Fluggerät nahe der Grenze zur Ukraine ab. Bereits am Freitag war erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine Drohne über Rumänien zerstört worden.

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HEUTE10:55 Uhr

UN-Generalsekretär Guterres besucht Syrien erstmals seit 15 Jahren

UN-Generalsekretär António Guterres besucht erstmals seit mehr als 15 Jahren Syrien. In Damaskus trifft er Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sowie Vertreter der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau des Landes.

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HEUTE10:40 Uhr

Blockade iranischer Häfen: US-Armee beschießt Tanker

Die US-Armee hat einen Tanker beschossen, der laut CENTCOM die Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Nachdem die Besatzung mehrfach Warnungen ignoriert hatte, wurde der Maschinenraum unter Beschuss genommen. Das Schiff wurde außer Gefecht gesetzt.
Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Erneut wurde ein Schiff im Roten Meer attackiert. (Archivbild)

Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

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HEUTE10:20 Uhr

Venezuela tritt aus Internationalem Strafgerichtshof aus

Venezuela hat den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angekündigt. Die Regierung wirft dem Gericht politische Voreingenommenheit vor. Der Schritt erfolgt während laufender Ermittlungen zu mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter dem Maduro-Regime.

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HEUTE9:50 Uhr

DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert

Trotz des starken Anstiegs der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs sieht das DIW die Versorgung mit Rohöl, Benzin und Diesel in Deutschland und Europa als gesichert an. Sorgen bereitet vor allem Kerosin. Mit sinkenden Ölpreisen wird vorerst nicht gerechnet.

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HEUTE9:10 Uhr

Taifun „Noul“: Über 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Vor dem Taifun „Noul“ haben die Behörden im Süden Chinas mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Zugverkehr wird eingeschränkt, Schulen bleiben geschlossen und Fischerboote liegen in den Häfen. Der Wirbelsturm soll bis Sonntag auf Land treffen.

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HEUTE8:24 Uhr

Weimer fordert europäisches TikTok – Plattform soll in EU-Hände

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert eine europäische Eigentümerstruktur für TikTok. Damit sollen Datenschutz, Medienregeln und Jugendschutz besser durchgesetzt werden. Zudem verlangt er eine finanzielle Beteiligung großer Plattformen an der Medienlandschaft.

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HEUTE7:40 Uhr

Autofahrer aus Deutschland stirbt in Tunnel in Österreich – Beifahrerin stoppt Wagen

Ein 74-jähriger Autofahrer aus Deutschland ist in einem Tunnel in Vorarlberg während der Fahrt bewusstlos geworden und gestorben. Seine Beifahrerin konnte das Lenkrad übernehmen und das Fahrzeug stoppen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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HEUTE7:27 Uhr

DHL will für schwere Pakete branchenweit Zustellung zu zweit

DHL fordert gesetzliche Regeln für schwere Pakete und will Sendungen über 23 Kilogramm nur noch durch zwei Zusteller ausliefern lassen. Der Konzern begründet den Vorstoß mit dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Konkurrenten lehnen eine neue Gewichtsgrenze ab.
Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Ein Paketbote schleppt in einem DHL-Standort ein schweres Paket. (Archivbild)

Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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HEUTE7:20 Uhr

Sozialverband fordert von Linnemann Überdenken der Gesundheitsreform

Der Sozialverband Deutschland fordert vom neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann eine Neuausrichtung der Gesundheits- und Pflegepolitik. Der Verband warnt vor Leistungskürzungen und verlangt Entlastungen für Versicherte sowie eine stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger.

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HEUTE7:14 Uhr

Mandat von UN-Menschenrechtskommissar Türk um vier weitere Jahre verlängert

Die UN-Generalversammlung hat die Amtszeit von Menschenrechtskommissar Volker Türk bis 2030 verlängert. Eine große Mehrheit stimmte für den Vorschlag von UN-Generalsekretär António Guterres. Die USA, Russland und Israel lehnten die Verlängerung ab.

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HEUTE6:33 Uhr

Studie warnt vor steigenden Heizkosten durch neue Gasheizungen

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft warnt, dass neue Gas- oder Ölheizungen in bestehenden Wohngebäuden die jährlichen Heizkosten bis 2040 deutlich erhöhen könnten. Wärmepumpen würden demnach Kostenrisiken senken und langfristig günstiger bleiben. Das IW sieht im neuen Heizungsgesetz zudem mögliche Fehlanreize.

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HEUTE6:30 Uhr

Verfassungsschutz warnt vor rechtsextremen „Active Clubs“

Der Verfassungsschutz beobachtet die Ausbreitung rechtsextremer „Active Clubs“ in Deutschland. Die Sportgruppen sollen laut Behörden gezielt junge Männer über Kampfsport und eine Ideologie „weißer Überlegenheit“ radikalisieren. Sicherheitsbehörden sehen Verbindungen ins rechtsextreme Spektrum und warnen vor einem steigenden Gewaltpotenzial.

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HEUTE6:15 Uhr

Kanada weiht Grenzbrücke zu USA im Alleingang ein

Kanada hat die neue Gordie-Howe-Brücke zwischen Windsor und Detroit ohne gemeinsame Feier mit den USA eingeweiht. Die ursprünglich geplante bilaterale Eröffnung war nach einem neuen Zollstreit abgesagt worden. Die rund vier Milliarden Euro teure Hängebrücke soll den Verkehr ab Montag aufnehmen und den grenzüberschreitenden Handel stärken.
Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)

Foto: Jonathan Hayward/The Canadian Press/AP/dpa

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HEUTE6:06 Uhr

Verbraucherschützer: Zuckersteuer für Prävention nutzen

Die Verbraucherzentralen fordern, Einnahmen aus einer möglichen Zuckersteuer gezielt für Prävention zu nutzen. VZBV-Chefin Ramona Pop verlangt eine ressortübergreifende Gesundheitsförderung unter Leitung des Kanzleramts. Auch höhere Tabak- und Alkoholsteuern seien als Finanzierung denkbar.

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HEUTE6:00 Uhr

Historischer Rückblick: Was geschah am 25. Juli

2025 – Der Chiphersteller Intel stoppt die geplanten Großfabriken in Magdeburg. Damit entfällt eine angekündigte Investition von rund 30 Milliarden Euro und mehrere Tausend Arbeitsplätze.
2001 – Das Rabattgesetz von 1933 tritt außer Kraft. Händler dürfen fortan frei mit Preisnachlässen und Werbegeschenken werben, Kunden können Preise stärker aushandeln.
1996 – Das Hamburger Oberlandesgericht verurteilt den Burda-Verlag wegen falscher Berichte über Prinzessin Caroline von Monaco zu einer Entschädigung von 180.000 Mark – damals ein Rekord im deutschen Presserecht.
1966 – Ein belgischer Reisebus stürzt bei Limburg an der Lahn von einer Autobahnbrücke auf eine Landstraße. 30 Kinder und drei Erwachsene kommen ums Leben.
1961 – Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm eröffnet den Kanaltunnel Rendsburg unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Die 1.280 Meter lange Verbindung ersetzt eine frühere Drehbrücke.
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Manipulation im Alltag – Teil 1


In Kürze:

  • Manipulation ist der Versuch, das Denken, Fühlen oder Handeln eines anderen gezielt zu beeinflussen, ohne dass dieser es vollständig erkennt.
  • Dabei ist Manipulation kein ausschließlich negatives Verhalten und keiner bleibt davon verschont.
  • Menschen werden selten Opfer spektakulärer Täuschungsversuche. Viel häufiger entwickeln sich manipulative Beziehungen langsam.
  • Manipulation funktioniert nicht trotz unserer sozialen Fähigkeiten, sondern gerade wegen ihnen.
  • Welche Werkzeuge der Manipulation es gibt und wie wir sie erkennen können, lesen Sie im zweiten Teil.

 
„Ich wollte doch nur helfen.“ – „Das habe ich nur zu deinem Besten gesagt.“ – „Du übertreibst wieder.“ Solche Sätze begegnen uns nahezu täglich. Meist schenken wir ihnen kaum Beachtung. Schließlich erscheinen sie harmlos, manchmal sogar fürsorglich. Doch genau hier beginnt ein Phänomen, das Verhaltensanalytiker seit Jahrzehnten beschäftigt: Manipulation geschieht selten laut oder offensichtlich. Sie beginnt oft mit kleinen Verschiebungen der Realität – mit einer Auslassung, einer geschickten Formulierung oder einer scheinbar belanglosen Lüge.
Dabei ist Manipulation kein ausschließlich negatives Verhalten. Aus psychologischer Sicht beschreibt sie zunächst den Versuch, das Denken, Fühlen oder Handeln eines anderen Menschen gezielt zu beeinflussen, ohne dass dieser den Einfluss vollständig erkennt.
Jeder Mensch manipuliert – bewusst oder unbewusst. Eltern motivieren ihre Kinder, Lehrkräfte versuchen, Lernverhalten zu fördern, Verkäufer möchten Kaufentscheidungen beeinflussen, Führungskräfte ihre Mitarbeiter motivieren und Partner versuchen, Konflikte möglichst günstig für sich zu lösen.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Absicht. Dient die Beeinflussung dem gemeinsamen Wohl und erfolgt sie transparent, sprechen wir eher von Überzeugung oder Motivation. Wird sie jedoch eingesetzt, um eigene Vorteile auf Kosten anderer zu erzielen oder Informationen gezielt zu verschleiern, beginnt der Bereich problematischer Manipulation.
Positive Manipulation ist zum Beispiel, wenn Eltern ihren Kindern beim Lernen gut zu reden

Positive Manipulation ist zum Beispiel, wenn Eltern ihren Kindern beim Lernen gut zureden.

Foto: gpointstudio/iStock

Warum unser Gehirn manipulierbar ist

Viele Menschen glauben, rationale Entscheidungen zu treffen. Tatsächlich zeigt die moderne Psychologie jedoch, dass der überwiegende Teil unserer Entscheidungen unbewusst vorbereitet wird. Unser Gehirn arbeitet mit Abkürzungen, sogenannten Heuristiken. Diese mentalen Faustregeln ermöglichen schnelle Entscheidungen, machen uns aber gleichzeitig anfällig für gezielte Beeinflussung.
Aus biologischer Sicht war dies sinnvoll. Unsere Vorfahren mussten innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob eine Situation gefährlich oder sicher war. Für langes Nachdenken blieb oft keine Zeit. Deshalb bevorzugt unser Gehirn einfache Muster, vertraute Personen und emotionale Signale.
Genau diese Mechanismen nutzen Manipulatoren aus. Sie argumentieren selten ausschließlich mit Fakten. Stattdessen erzeugen sie Gefühle wie Sicherheit, Angst, Schuld, Mitleid oder Hoffnung. Emotionen verändern unsere Wahrnehmung schneller als logische Argumente.
Hinzu kommt ein weiterer psychologischer Effekt: Menschen möchten innere Widersprüche vermeiden. Die Kognitionspsychologie bezeichnet dies als das Streben nach Konsistenz. Haben wir uns einmal entschieden oder öffentlich positioniert, neigen wir dazu, an dieser Entscheidung festzuhalten – selbst dann, wenn neue Informationen dagegensprechen. Manipulation nutzt dieses Bedürfnis geschickt aus.

Wenn Menschen einmal eine Entscheidung getroffen haben, bleiben sie oft dabei und lehnen andere Vorschläge ab, auch wenn diese besser sind.

Foto: fizkes/iStock

Die kleine Lüge als sozialer Schmierstoff

Nicht jede Lüge ist böswillig. Tatsächlich wären zwischenmenschliche Beziehungen ohne kleine Unwahrheiten oft erheblich konfliktreicher. Wenn jemand fragt: „Wie gefällt dir meine neue Frisur?“, antworten viele Menschen höflicher als ehrlich. Wenn Kollegen sagen: „Kein Problem, ich mache das gern“, obwohl sie innerlich genervt sind, handelt es sich ebenfalls um eine Form sozialer Anpassung.
Psychologen unterscheiden deshalb häufig zwischen prosozialen und eigennützigen Lügen. Prosoziale Lügen sollen Gefühle schützen oder Beziehungen stabilisieren. Eigennützige Lügen verfolgen dagegen persönliche Vorteile.
Die Grenze zwischen beiden Formen ist allerdings fließend. Aus einer kleinen Notlüge kann schleichend ein dauerhaftes Manipulationsmuster entstehen.

Manipulation beginnt selten mit einer großen Täuschung

In der Beratungspraxis fällt immer wieder auf, dass Menschen selten Opfer spektakulärer Täuschungsversuche werden. Viel häufiger entwickeln sich manipulative Beziehungen langsam.
Zu Beginn wirkt alles freundlich: ein kleiner Gefallen, ein kleines Kompliment, ein wenig Verständnis, ein gemeinsames Geheimnis. Nach und nach entstehen Verpflichtungsgefühle. Der Manipulator investiert wenig und erhält später deutlich mehr zurück.

Ein kleines Kompliment kann positiv sein, aber auch der Anfang manipulativer Beziehungen.

Foto: Moon Safari/iStock

Diese Entwicklung geschieht selten bewusst. Viele Menschen manipulieren, weil sie es im Laufe ihres Lebens gelernt haben. Wer beispielsweise erfahren hat, dass direkte Bedürfnisse regelmäßig zurückgewiesen wurden, entwickelt möglicherweise indirekte Strategien, um dennoch Aufmerksamkeit oder Anerkennung zu erhalten.
Manipulation ist deshalb nicht zwangsläufig Ausdruck eines schlechten Charakters. Häufig handelt es sich um erlernte Verhaltensmuster, die sich über viele Jahre verfestigt haben.

Die Macht der Sprache

Kaum ein Werkzeug beeinflusst unser Denken stärker als Sprache. Bereits einzelne Wörter verändern unsere Wahrnehmung. Vergleichen wir folgende Aussagen: „Sie haben noch die Möglichkeit, sich zu entscheiden“ oder „Sie müssen sich jetzt entscheiden“.
Beide Aussagen beschreiben dieselbe Situation. Dennoch löst die zweite erheblich mehr Druck aus.
Verhaltensanalytiker sprechen hierbei vom sogenannten Framing. Informationen werden in einen bestimmten Bedeutungsrahmen eingebettet. Nicht die Fakten verändern sich, sondern ihre Interpretation.
Ein weiteres Beispiel: „90 Prozent fettfrei“ wirkt deutlich attraktiver als „10 Prozent Fett“, obwohl beide Aussagen mathematisch identisch sind. Unser Gehirn reagiert stärker auf den emotionalen Rahmen als auf objektive Zahlen.

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Akzeptanz bedeutete über Jahrtausende das Überleben innerhalb einer Gemeinschaft. Ablehnung hingegen konnte lebensbedrohlich sein. Diese historische Prägung wirkt bis heute nach.
Deshalb orientieren wir uns häufig an der Mehrheit. Wenn viele Menschen ein Produkt kaufen, erscheint es automatisch hochwertiger. Sind viele Kollegen einer Meinung, zweifeln wir eher an unserer eigenen Einschätzung. Wenn in sozialen Netzwerken Tausende Menschen einen Beitrag liken, gewinnt dieser an Glaubwürdigkeit – unabhängig davon, ob die Inhalte tatsächlich korrekt sind.
Dieses Phänomen bezeichnet die Sozialpsychologie als sozialen Beweis. Manipulation nutzt diesen Mechanismus gezielt. Aussagen wie „Alle machen das“, „Jeder vernünftige Mensch sieht das so“ und „Niemand hat sich bisher beschwert“ sollen weniger informieren als vielmehr sozialen Druck erzeugen.

Weil Akzeptanz über Jahrtausende Überleben bedeutete, orientieren wir uns häufig an der Mehrheit, was nicht immer richtig sein muss.

Foto: Teamjackson/iStock

Warum intelligente Menschen ebenfalls manipulierbar sind

Ein weitverbreiteter Irrtum besteht darin, dass Manipulation ausschließlich mit mangelnder Intelligenz in Verbindung stehe. Tatsächlich zeigt die Forschung das Gegenteil. Gerade intelligente Menschen entwickeln häufig besonders raffinierte Begründungen für bereits getroffene Entscheidungen. Sie hinterfragen weniger ihre eigenen Überzeugungen als vielmehr die Argumente anderer.
Hinzu kommt, dass gerade Experten ihrem eigenen Fachgebiet häufig übermäßig vertrauen. Dieser sogenannte Overconfidence-Bias führt dazu, Risiken zu unterschätzen.
Manipulation trifft deshalb nicht die „Dummen“, sondern den Menschen. Sie nutzt universelle Eigenschaften unseres Gehirns, nämlich Vertrauen, Kooperation, Empathie und das Bedürfnis nach Orientierung. Genau darin liegt ihre eigentliche Stärke. Manipulation funktioniert nicht trotz unserer sozialen Fähigkeiten, sondern gerade wegen ihnen.
Welche Werkzeuge der Manipulation es gibt und wie wir sie erkennen können, lesen Sie im zweiten Teil.
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„Kein herkömmliches Feuer“: Brand an Stromspeicher in Bautzen


In Kürze:

  • In Bautzen hat sich bundesweit erstmalig ein Batteriecontainer entzündet.
  • Es dauerte über 30 Stunden, bis die Einsatzkräfte das Feuer löschen konnten.
  • Die Container müssen weiter überwacht werden, um auf eine mögliche Neuentzündung reagieren zu können.
  • Die Forschung hat bereits Methoden zur Senkung des Brandrisikos entwickelt.

 
In der ostsächsischen Stadt Bautzen sorgten am Dienstagnachmittag, den 21. Juli, plötzlich emporsteigende Rauchwolken für einen Ausnahmezustand. Auf dem Schliebenparkplatz entzündete sich eine Batteriespeicheranlage.
Was folgte, war ein Großeinsatz. Rund 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und weiteren Rettungsdiensten waren am Ort des Geschehens. Aus Sicherheitsgründen mussten 42 Anwohner in direkter Umgebung ihre Wohnungen verlassen. Es bestand die Gefahr des Austritts giftiger Gase. Zudem gab es eine Sperrzone von 500 Metern.
Es gelang den Einsatzkräften erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den außergewöhnlichen Brand zu löschen, also nach über 30 Stunden. Am Donnerstagnachmittag durften die Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Luft- und Wassermessungen der Feuerwehr ließen keine Auffälligkeiten erkennen.

Brand eines Batteriespeichers am Schliebenparkplatz in Bautzen am 22. Juli 2026.

Foto: Stadt Bautzen

Warum der Brand so lange loderte

Bei einer Löschaktion ist der Feuerwehr klar, dass ein Feuer drei Dinge benötigt: Brennstoff, Sauerstoff und hohe Temperaturen. Wenn eines davon fehlt, kann kein Feuer brennen.
Ein Batteriebrand verlangt von den Einsatzkräften jedoch ein anderes Vorgehen als ein normaler Gebäudebrand. „Man kann ihn nicht löschen wie ein herkömmliches Feuer“, sagte der Oberbürgermeister Karsten Vogt. Da das Feuer in geschlossenen Containern lodert, kann die Feuerwehr das Feuer zunächst gar nicht direkt löschen. Das ist der eine Grund.
Daher hat sie anfangs die Container mit sechs Wasserwerfern abgekühlt. Dafür benötigte sie zunächst rund 3.000 Liter Wasser pro Minute, später waren es sogar 5.000 Liter pro Minute. Die Ziele der Abkühlung waren, eine weitere Erwärmung zu verhindern und eine mögliche Explosion zu vermeiden. Diese Option besteht bei brennenden Batterien.
Am späten Mittwochabend setzten sie schließlich weitere technische Geräte ein. Zunächst öffnete ein Bagger den brennenden Container. Anschließend brachte ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug gezielt Löschwasser hinein. Der Brandherd konnte dadurch eingedämmt und letztlich gelöscht werden.

Das Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60 der Berufsfeuerwehr Dresden ist am 22. Juli 2026 am brennenden Batteriespeicher von Bautzen im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Bautzen, Stadt Bautzen

Nur vier Container

Was gebrannt hat, ist kein riesiger Batteriepark mit dutzenden Containern. Die besagte Batteriespeicheranlage mit einer Leistung von 1,5 Megawatt (MW) besteht lediglich aus vier kleinen Überseecontainern. Darin befinden sich Lithium-Ionen-Akkus, die verbreitetste Form von Batteriesystemen.
Somit nimmt die Anlage in etwa so viel Platz in Anspruch wie vier nebeneinander parkende, größere Autos. Große Batterieparks haben oft eine Leistung von mehr als 100 MW. Dennoch hat diese eher kleine Batterieanlage solch einen Großeinsatz ausgelöst.
Eine Speicheranlage soll Über- und Untererzeugungen im Stromnetz ausgleichen. Wenn vor allem Solar- und Windkraftanlagen in der Region mehr Strom produzieren als gerade benötigt wird, fließt der Überschuss oder ein Teil davon in die Riesenakkus. Bei Strommangel, der oftmals abends und nachts auftritt, geben die Batterien den Strom wieder ab.

Brandursache noch unklar

Was genau den Brand ausgelöst hat, haben die Ermittler bisher nicht herausfinden können. Sie gehen jedoch von einem technischen Defekt aus. Eine Fremdeinwirkung wie Brandstiftung schließen sie aus. Dafür gebe es keinerlei Hinweise.
Am wahrscheinlichsten ist, dass ein sogenannter Thermal Runaway, also ein „thermisches Durchgehen“ aufgetreten ist. Dabei nimmt eine einzelne Speicherzelle einer Batterie durch zu hohe mechanische, thermische oder elektrische Belastung Schaden. Es entsteht eine sich selbst verstärkende Reaktion, wobei brennbare, sogenannte Venting-Gase austreten.
Zudem kommt es zu einer starken Erwärmung. Dieser Thermal Runaway ist der zweite Grund, warum ein Batteriebrand kein gewöhnlicher Brand ist, den die Feuerwehr auf normale Art löschen kann. Er produziert alle nötigen Faktoren selbst.
Nach Aussage der Stadtverwaltung von Bautzen sollte die Batterieanlage direkt nach der Löschung des Feuers aus Sicherheitsgründen nicht unbeaufsichtigt bleiben. Für weitere fünf Tage, also bis Dienstag, 28. Juli, soll eine Überwachung stattfinden. So soll schnell reagiert werden können, falls sich die Anlage erneut entzünden sollte.

Kann so etwas öfter passieren?

Wie der MDR unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet, war der Speicherbrand in Bautzen der erste Stromspeicherbrand hierzulande in dieser Größenordnung. Dabei hängen in der Bundesrepublik bereits Großspeicher mit insgesamt mehr als 3.800 MW am Netz. Addiert man die Gewerbe- und Heimspeicher noch hinzu, beläuft sich die gesamtdeutsche Speicherleistung auf 19.600 MW.
Die Bundesregierung hat kein konkretes Ausbauziel genannt, befürwortet jedoch den Speicherzubau. Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert hingegen, dass die Speicherkapazität von aktuell 30,2 Gigawattstunden (GWh) bis zum Jahr 2030 auf 100 GWh ansteigen soll. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Stromspeicherleistungen und -kapazitäten sind häufiger werdende Brände dieser Art nicht auszuschließen.
Bundesverband Solarwirtschaft Ausbauziel Batteriepark Bautzen

Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert ein verbindliches Ausbauziel bis 2030.

Bei Heimspeichern in Deutschland kam es in den vergangenen Jahren hingegen schon mehrfach zu Bränden. Zwischen 2022 und 2024 entzündeten sich Speicher des Herstellers Senec in mehreren Kellern von Wohnhäusern an verschiedenen Standorten. Doch auch Speicher von LG, Marstec oder Zendure sollen sich schon entzündet haben oder explodiert sein.
Das Portal pvsafety.de listet zahlreiche Störereignisse von Heimspeichern auf. Der erste Brand in Deutschland trat demnach im Jahr 2013 auf. Danach folgten mindestens ein paar Dutzend weitere Brand- oder Explosionsvorfälle. In Anbetracht der Tatsache, dass es hierzulande inzwischen mehr als 2,5 Millionen Heimspeicher gibt, ist die Zahl der Vorfälle aber noch niedrig.
Wenn die Speicher explodieren, können sie das Gebäude massiv beschädigen. Im Februar 2025 hat ein explodierter Heimspeicher in Schönberg bei Hamburg fast eine komplette Hauswand weggesprengt.

Wie lässt sich so ein Brand verhindern?

Um die Wahrscheinlichkeit solcher Brände künftig weiter zu reduzieren, haben Forscher das Projekt SUVEREN2use erschaffen. Seit Ende 2025 führen sie Brandversuche in einem realistischen Szenario durch, um neue Erkenntnisse in der Brandbekämpfung und -prävention zu gewinnen.
Hierbei haben sie bereits verschiedene Methoden entwickelt. Eine davon ist der Einsatz von Gasdetektoren in den Containern. Sie sollen austretende Venting-Gase erkennen und Alarm schlagen, bevor der Thermal Runaway eintrit, sich die Zellen erhitzen und die Gase entzünden.
Eine sinnvolle Ergänzung dazu seien Hochdruck-Wassernebel-Anlagen im Container. Wenn ein Gasdetektor anschlägt, können sich diese aktivieren und die Zellen ihrerseits kühlen.
Zusätzlich bestünde die Möglichkeit, Speicher mit Metallbarrieren in einzelne Brandabschnitte aufzuteilen. Das hätte den Effekt, dass ein entstehender Brand eine viel geringere Ausbreitungsmöglichkeit hätte.
In Deutschland fehlen jedoch bisher einheitliche, bundesweite Brandschutzrichtlinien für Großspeicher. Die Anforderungen der Behörden variieren je nach Anlage und Region. Oftmals genügt ein einfacher Brandschutznachweis oder ein projektspezifisches Brandschutzkonzept. Der Speicherbrand in Bautzen könnte diesbezüglich die Aufmerksamkeit und Anforderungen erhöhen.
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Die wahre Suche nach dem Heiligen Gral


In Kürze:

  • Bis heute gibt es die Debatte, ob es den Heiligen Gral – jenen Kelch, aus dem Jesus während des letzten Abendmahls trank – jemals gab.
  • Zahlreiche Legenden und Geschichten lieferten bislang Einblicke rund um den bedeutungsvollen Gegenstand.
  • Bei einer in der Kathedrale von Valencia ausgestellten Reliquie soll es sich um dieses Gefäß handeln.

 
Der Heilige Gral ist seit jeher Inspiration für Legenden, Mythen und Gedichte. Nur wenige Gegenstände haben das literarische und kulturelle Bewusstsein des Westens so tiefgreifend geprägt wie er.
So ist er der Mittelpunkt von fantasievollen Romanzen wie „Perceval“ des mittelalterlichen Schreibers Chrétien de Troyes oder eines üppigen Gemäldes von Dante Rossetti. Sie alle scheinen die Grenzen zwischen der natürlichen und der übernatürlichen Welt zu verwischen.
In unserer kollektiven Vorstellung gilt der Gral als Symbol für moralische Prüfungen und spirituelle Sehnsucht an der Grenze zwischen den Welten. Was jedoch nur wenige wissen, ist, dass die Geschichten über die Suche nach ihm nicht gänzlich fiktiv sind.
„Die Jungfrau vom Heiligen Gral“ (1874) von Dante Gabriel Rossetti (1828–1882)

„Die Jungfrau vom Heiligen Gral“ (1874) von dem britischen Maler und Dichter Dante Gabriel Rossetti (1828–1882).

Ein Ritter als Zeuge

Die ursprüngliche Vorstellung von einer Suche nach dem Heiligen Gral wird oft der blühenden Fantasie eines mittelalterlichen Autors und Sängers zugeschrieben: Chrétien de Troyes (um 1140–1190). Einigen wird er vielleicht durch seine Werke über König Artus und Ritter Lancelot bekannt sein. Doch die letzte Geschichte, die er schrieb, handelte vom Heiligen Gral.
In „Perceval“, auch „Li Contes del Graal“ genannt, geht es um den jungen Ritter Perceval, der auf der Burg des „Fischerkönigs“ verweilt. Dort wird er Zeuge einer seltsamen Prozession prächtiger Gegenstände, darunter ein aufleuchtender goldener Gral oder Kelch.
Perceval versucht, herauszufinden, für wen und wozu der geheimnisvolle Gral bestimmt ist. Eine Antwort erhält der Leser jedoch nicht, denn Troyes starb, bevor er seine Erzählung vollenden konnte.

Fiktion oder Geschichte?

Andere Schreiber versuchten, die Geschichte zu vervollständigen, wodurch die heutige Gral-Literatur entstand. Diese prägte wiederum die uns heute geläufige Artus-Sage. Der spanische Kunsthistoriker Joan Duran-Porta von der Universität Barcelona stellte fest:
„Die Suche nach dem Gral, sei er nun physisch oder symbolisch, spielt seitdem eine große Rolle in diesem lebendigen Literaturkanon über magische Abenteuer.“
Durch die verschiedenen Weiterentwicklungen der Geschichte setzten viele Menschen im Laufe der Zeit diesen geheimnisvollen Kelch mit dem Gefäß gleich, das Jesus Christus beim letzten Abendmahl benutzte.
Aber ist das schon die ganze Geschichte? Ist der Gral, wie Duran-Porta argumentiert, einfach „ein literarisches Objekt“ und damit „das Produkt der Fantasie eines Dichters“?

Der Gral hinter dem Mythos

Zugegebenermaßen sind die Erzählungen von britischen Rittern, die auf der Suche nach dem schwer fassbaren Kelch magische, nebelverhangene Moorlandschaften durchqueren, reine Erfindung.
Andererseits gibt es jedoch stichhaltige historische Belege dafür, dass eine „Suche“ nach dem Gral oder, um einen korrekteren Begriff zu verwenden, nach dem Heiligen Kelch tatsächlich stattgefunden hat. Mehr noch: Sie soll erfolgreich gewesen sein.
Nur ging es hier weniger darum, den Gral zu finden, als vielmehr darum, ihn Jahrhundert für Jahrhundert vor den Gefahren von Krieg, Tyrannen und Katastrophen zu bewahren. Dies ist die Geschichte des Heiligen Kelches von Valencia.
In einem Buntglasfenster ist der Heilige Gral dargestellt

In einem Buntglasfenster in der Kathedrale Saint-Corentin, Frankreich, ist der Heilige Gral dargestellt.

Eine religiöse Grundlage

Die Evangelien berichten davon, wie Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung und seinem Tod mit seinen Jüngern das Passahfest feierte.
„Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“ (Matthäus 26, 26–28)
Der Überlieferung zufolge brachte der heilige Petrus († um 64–67) oder sein Nachfolger, der heilige Markus, den Kelch von Jerusalem nach Rom, wo er Teil der päpstlichen Liturgie wurde. Immer wieder taucht in den Gebeten und Messen dieser Zeit, die sich auf das Abendmahl beziehen, die Zeile „hoc praeclarum calicem“ („Ich nehme diesen herrlichen Kelch“) auf.
Aus anderen Zeiten und Orten ist dieser lobende Ausdruck dagegen nicht bekannt, womit er spezifisch für Rom zu sein scheint. Für viele deutet dies daher darauf hin, dass sich der Kelch Christi in Rom befand.
„Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci

„Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci.

Rettung vor den Römern

Einer Legende zufolge blieb der Heilige Kelch bis zur Zeit von Papst Sixtus II. († 258) im Besitz der frühen Päpste. Sixtus II. soll den Kelch sogar mehr als sein eigenes Leben geschätzt haben. Während der Christenverfolgung durch Kaiser Valerian schmiedete er einen Plan, damit der Kelch nicht in die Hände der Römer fiel. Einen derartigen Rettungsversuch unternahm er für sich selbst nicht und er starb später den Märtyrertod.
Sixtus vertraute die kostbare Reliquie seinem Diakon, dem heiligen Laurentius, an. Sein Auftrag: den Kelch außer Reichweite des römischen Kaisers zu bringen. Der aus Spanien stammende heilige Laurentius folgte der Anweisung und brachte den Kelch nach Huesca im Norden Spaniens.
Doch einige Jahrhunderte später geriet das heilige Relikt erneut in Gefahr. Als die Muslime 713 in Spanien einfielen, wurde der Kelch im Kloster San Juan de la Peña in den spanischen Pyrenäen versteckt. Erst 1399 übergaben die Mönche das Gefäß an König Martin I. von Aragon (1356–1410). Dieser bewahrte ihn zunächst in seinem Palast in Saragossa und später im Palast in Barcelona auf.

Replik des Heiligen Kelches von Valencia im Kloster San Juan de la Peña.

Sein zweiter Nachfolger, König Alfons der Großmütige (1396–1458), brachte den Kelch schließlich nach Valencia. Um seinen Krieg zu finanzieren, lieh sich der König Geld von der Kirche und gab den Kelch 1437 als Teil der Rückzahlung an die Kathedrale von Valencia.
Obwohl seine Reise 1437 endete, war der Kelch noch nicht außer Gefahr. Er überstand einen Sturz am Karfreitag 1744 und die Schändung der Kathedrale während des Spanischen Bürgerkriegs. Heute ruht der Kelch für alle sichtbar in dieser Kathedrale.

Der Heilige Kelch

Dieser Heilige Kelch besteht aus zwei Teilen: einem goldenen Sockel mit Henkeln und einem Becher. Der Becher selbst gilt als die Reliquie, die Jesus verwendet hat. Er besteht aus rotbraunem Achat, dessen natürliches Muster der gebänderten und mit Wirbeln versehenen Oberfläche des Jupiters ähnelt.
Eine archäologische Untersuchung aus den 1960er-Jahren ergab, dass der Kelch aus dem 1. oder 2. Jahrhundert v. Chr. stammt. Zudem sei er in der Nähe von Palästina und Ägypten – der einzigen Region, in der diese Art von Achat vorkommt – von Hand gefertigt worden. Er hat dieselbe Größe wie ein traditioneller jüdischer Kiddusch-Kelch (ein Segenskelch), und genau ein solcher sei beim letzten Abendmahl verwendet worden.
Der goldene Ständer ist dagegen deutlich jünger und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Heute gehen Forscher davon aus, dass man im Mittelalter einen angemessenen Rahmen schaffen wollte, um den Kelch, den man als Reliquie betrachtete, zu präsentieren. Heute ruht er still im kühlen, schattigen Inneren einer besonderen Kapelle in der Kathedrale von Valencia und schimmert sanft in einer Kristallvitrine.

Der 17,5 Zentimeter hohe Kelch in seiner Vitrine.

Foto: Catalin Daniel Ciolca/iStock

Jahrhundert für Jahrhundert, von einem Hüter zum nächsten weitergereicht, immer wieder die Gefahren von Verfolgung und Krieg bestehend, ist der Kelch bis in unsere Tage erhalten geblieben. Für viele ist er damit eine greifbare Verbindung zur Zeit Jesu und eines der bestgehüteten Geheimnisse Valencias.
„Wenn es einen Kelch gibt, der der Überlieferung zufolge in den Händen Jesu war, dann ist der Heilige Kelch der Kathedrale von Valencia zweifellos der einzige, der alle Anforderungen erfüllt […]“, so die Kunsthistorikerin Dr. Ana Mafé.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Real Quest for the Holy Grail“. (redaktionelle Bearbeitung: kms)
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Nachgeholter Dinner: Trump teilt gegen Medien aus und sorgt für Lacher


In Kürze:

  • Donald Trump sprach beim nachgeholten Dinner der White House Correspondents’ Association in Washington.
  • Der Präsident kritisierte Medien, scherzte über eine Kandidatur 2028 und lobte teilweise Journalisten.
  • Das Ereignis war nach einem Schusswaffenangriff im April verschoben worden.

 
US-Präsident Donald Trump hat beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses in Washington mit einer Mischung aus Kritik gegen die Medien und versöhnlichen Tönen für Aufmerksamkeit gesorgt. Die ursprünglich für den 25. April geplante Veranstaltung war nach einem Attentatsversuch auf Trump kurzfristig abgesagt worden und wurde nun im Hotel Waldorf Astoria in Washington nachgeholt.
„Ich freue mich sehr, hier zu sein“, sagte Trump zu Beginn seiner einstündigen Rede.
„Erstaunliche Menschen, viele Menschen, die ich mag. Einige mag ich überhaupt nicht, aber die meisten respektiere ich. Ich muss sagen, dass Sie großartige Arbeit leisten, eine erstaunliche Arbeit, und es ist eine Ehre. Wie ich vor drei Monaten gesagt habe: Die Show muss weitergehen.“
Mit gewohnt provokanten Aussagen und mehreren Scherzen setzte Trump seine Rede fort. Dabei bezeichnete er die anwesenden Gäste als „die größte Gruppe von Menschen mit Trump-Derangement-Syndrom, die jemals zusammengebracht wurde“.

Trump kritisiert Medien und scherzt über dritte Amtszeit

Während seiner Rede teilte Trump erneut gegen die Medien aus. Er bezeichnete sich selbst als den transparentesten Präsidenten der Geschichte und sagte scherzhaft voraus, dass viele Medienunternehmen nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus vor finanziellen Problemen stehen würden.
„Wenn ich weg bin, werdet ihr alle pleite sein. Euer Geschäftsmodell wird beendet sein“, sagte der Präsident.
Gleichzeitig nahm Trump die Diskussion um eine mögliche weitere Kandidatur mit Humor. Um die Medien zu „retten“, kündigte er scherzhaft an, für eine vierte Amtszeit als US-Präsident antreten zu wollen.
„Deshalb möchte ich heute Abend zeigen, wie sehr mir die Presse am Herzen liegt“, sagte Trump. „Ich freue mich, meine Absicht anzukündigen – und das ist gewissermaßen eine exklusive Nachricht – meine Absicht, für eine vierte Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten zu kandidieren.“
Anschließend setzte er eine „Trump 2028“-Mütze auf, was beim Publikum für Lachen sorgte.

US-Präsident Donald Trump spricht beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Ballsaal des Waldorf Astoria in Washington.

Foto: Eric Lee/Getty Images

Besonderes Verhältnis zu Journalisten

Abgesehen von der Veranstaltung im April, die nach einem Schusswaffenangriff unmittelbar außerhalb des Hauptsaals abgesagt worden war, war es Trumps erster Besuch des Dinners als amtierender Präsident.
Trump nahm auch die Veranstaltung selbst mit Humor und sagte, das Dinner sei „viel schlimmer“ gewesen, als er erwartet habe. Gleichzeitig betonte er, dass er und die anwesenden Journalisten beim April-Termin „eine Zeit des Traumas durchgemacht“ hätten, die eine besondere Verbindung zwischen ihnen geschaffen habe. Er kündigte an, auch im kommenden Jahr wieder an der Veranstaltung teilnehmen zu wollen.
Während seiner einstündigen Rede fand Trump jedoch nicht nur kritische Worte für die Medien. Er erklärte, er respektiere die meisten Reporter und möge einige von ihnen. Gleichzeitig warf er den Medien vor, seine Regierung und seine politischen Entscheidungen häufig unfair dargestellt zu haben.
Darüber hinaus griff der Präsident politische Gegner an, kritisierte einzelne Journalisten und wandte sich anschließend gegen Demokraten sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Trump weist Obama-Erzählung zurück

Trump widersprach außerdem der weitverbreiteten Darstellung, dass ihn die Spottreden des damaligen Präsidenten Barack Obama beim Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Jahr 2011 dazu bewogen hätten, selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigenen Angaben hätten Obamas Bemerkungen keine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt, 2016 ins Rennen einzusteigen.
„Ich habe einfach entschieden, dass ich Amerika wieder großartig machen wollte. Das hatte nichts mit diesem Dinner zu tun“, sagte Trump.
Nach seiner Rede übernahm der Mentalist Oz Pearlman die Bühne und unterhielt das Publikum mit Gedankenlese-Tricks. Damit endete die Veranstaltung.

US-Präsident Donald Trump spricht beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Ballsaal des Waldorf Astoria in Washington.

Foto: Eric Lee/Getty Images

„Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“

Die scheidende Präsidentin der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses, Weijia Jiang, eröffnete den Abend mit einer Ansprache.
„Was auch immer uns trennen mag, wir stehen gemeinsam gegen politische Gewalt“, sagte sie.
Mit Blick auf den Attentatsversuch auf Trump erklärte Jiang: „Ein Attentatsversuch auf unseren Präsidenten ist ein Angriff auf die Demokratie selbst.“ Ihre Worte wurden vom Publikum mit Applaus aufgenommen.
„Unsere Botschaft heute Abend lautet: Wir sind zurück. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“, sagte Jiang abschließend.

Schusswaffenangriff führte zu Absagen im April

Das Dinner im Washington Hilton am 25. April wurde unterbrochen, nachdem außerhalb des Ballsaals Schüsse gefallen waren. Der 31-jährige Kalifornier Cole Tomas Allen soll mit einer Schrotflinte die Sicherheitskontrollen überwunden und auf einen mit einer kugelsicheren Weste ausgestatteten Beamten des Secret Service geschossen haben. Die Sicherheitskräfte reagierten umgehend und nahmen Allen fest. Der Beamte blieb unverletzt, weitere Verletzte gab es nicht.
Der Secret Service brachte Trump, First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance sowie mehrere Kabinettsmitglieder umgehend aus dem Veranstaltungsort in Sicherheit.
Die Anklage wirft Allen vor, bei der Veranstaltung versucht zu haben, Trump zu ermorden. Darüber hinaus werden ihm der Transport einer Schusswaffe über Bundesstaatsgrenzen hinweg mit der Absicht, eine Straftat zu begehen, sowie das Abfeuern einer Schusswaffe im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen zur Last gelegt. Allen hat auf nicht schuldig plädiert.

Auszeichnungen für Sicherheitskräfte

Bei der Veranstaltung zeichnete die Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses den Secret-Service-Beamten Victor Gonzales sowie die Mitarbeiter des Washington Hilton für ihren außergewöhnlichen Einsatz während des Schusswaffenangriffs aus. Zugleich kündigte die Vereinigung an, das Dinner im kommenden Jahr erneut im Washington Hilton auszurichten.
Das Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses ist eine festliche Gala in der Abendgarderobe, an der Medienvertreter, Wirtschaftsführer, Prominente, Kongressabgeordnete und Kabinettsmitglieder teilnehmen. Die Veranstaltung würdigt die Rolle der Vierten Gewalt sowie die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten, die aus dem Weißen Haus berichten.

Weniger Gäste wegen organisatorischer Herausforderungen

Die Korrespondentenvereinigung erklärte, die organisatorischen Herausforderungen bei der Planung eines zweiten Dinners hätten dazu geführt, dass die Veranstaltung in einem kleineren Rahmen stattfinden musste. Entsprechend sei auch die Gästeliste deutlich reduziert worden. Der Ballsaal des Washington Hilton bietet Platz für rund 3.000 Personen, während das Waldorf Astoria lediglich etwa 700 Gäste aufnehmen kann.
Wie ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times mitteilte, nahm der Großteil von Trumps Kabinett an der nachgeholten Veranstaltung teil. First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance und Rubio blieben wegen anderer Verpflichtungen fern.
Nach Angaben des Weißen Hauses gehörten zu den Vertretern der Trump-Regierung beim Dinner der amtierende Justizminister Todd Blanche, FBI-Direktor Kash Patel, Bildungsministerin Linda McMahon, die Leiterin der Small Business Administration Kelly Loeffler, Innenminister Doug Burgum, Energieminister Chris Wright, Heimatschutzminister Markwayne Mullin, Kriegsminister Pete Hegseth, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, Gesundheits- und Sozialminister Robert F. Kennedy Jr., der amtierende Arbeitsminister Keith Sonderling, NASA-Administrator Jared Isaacman, der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, Armeeminister Dan Driscoll, der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen Mike Waltz sowie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.

Strenge Sicherheitskontrollen

Im Rahmen der verschärften Sicherheitsmaßnahmen musste jeder Gast beim Einlass einen personalisierten QR-Code sowie einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.
Anschließend passierten die Gäste mehrere Sicherheitskontrollen, bevor sie Zugang zum Ballsaal erhielten.
Die Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses wurde 1914 gegründet, um die Pressefreiheit zu schützen und den Zugang von Journalisten zum Weißen Haus zu sichern. Ihr erstes Dinner veranstaltete sie 1921. Der erste amtierende US-Präsident, der an der Veranstaltung teilnahm, war Calvin Coolidge im Jahr 1924.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „‘Show Must Go On’: Trump Delivers Remarks at Correspondents’ Dinner“. (Deutsche Bearbeitung: zk)
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Nachgeholtes Dinner: Trump teilt gegen Medien aus und sorgt für Lacher


In Kürze:

  • Donald Trump sprach beim nachgeholten Dinner der White House Correspondents’ Association in Washington.
  • Der Präsident kritisierte Medien, scherzte über eine Kandidatur 2028 und lobte teilweise Journalisten.
  • Das Ereignis war nach einem Schusswaffenangriff im April verschoben worden.

 
US-Präsident Donald Trump hat beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses in Washington mit einer Mischung aus Kritik gegen die Medien und versöhnlichen Tönen für Aufmerksamkeit gesorgt. Die ursprünglich für den 25. April geplante Veranstaltung war nach einem Attentatsversuch auf Trump kurzfristig abgesagt worden und wurde nun im Hotel Waldorf Astoria in Washington nachgeholt.
„Ich freue mich sehr, hier zu sein“, sagte Trump zu Beginn seiner einstündigen Rede.
„Erstaunliche Menschen, viele Menschen, die ich mag. Einige mag ich überhaupt nicht, aber die meisten respektiere ich. Ich muss sagen, dass Sie großartige Arbeit leisten, eine erstaunliche Arbeit, und es ist eine Ehre. Wie ich vor drei Monaten gesagt habe: Die Show muss weitergehen.“
Mit gewohnt provokanten Aussagen und mehreren Scherzen setzte Trump seine Rede fort. Dabei bezeichnete er die anwesenden Gäste als „die größte Gruppe von Menschen mit Trump-Derangement-Syndrom, die jemals zusammengebracht wurde“.

Trump kritisiert Medien und scherzt über dritte Amtszeit

Während seiner Rede teilte Trump erneut gegen die Medien aus. Er bezeichnete sich selbst als den transparentesten Präsidenten der Geschichte und sagte scherzhaft voraus, dass viele Medienunternehmen nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus vor finanziellen Problemen stehen würden.
„Wenn ich weg bin, werdet ihr alle pleite sein. Euer Geschäftsmodell wird beendet sein“, sagte der Präsident.
Gleichzeitig nahm Trump die Diskussion um eine mögliche weitere Kandidatur mit Humor. Um die Medien zu „retten“, kündigte er scherzhaft an, für eine vierte Amtszeit als US-Präsident antreten zu wollen.
„Deshalb möchte ich heute Abend zeigen, wie sehr mir die Presse am Herzen liegt“, sagte Trump. „Ich freue mich, meine Absicht anzukündigen – und das ist gewissermaßen eine exklusive Nachricht –, meine Absicht, für eine vierte Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten zu kandidieren.“
Anschließend setzte er eine „Trump 2028“-Mütze auf, was beim Publikum für Lachen sorgte.

US-Präsident Donald Trump spricht beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Ballsaal des Waldorf Astoria in Washington.

Foto: Eric Lee/Getty Images

Besonderes Verhältnis zu Journalisten

Abgesehen von der Veranstaltung im April, die nach einem Schusswaffenangriff unmittelbar außerhalb des Hauptsaals abgesagt worden war, war es Trumps erster Besuch des Dinners als amtierender Präsident.
Trump nahm auch die Veranstaltung selbst mit Humor und sagte, das Dinner sei „viel schlimmer“ gewesen, als er erwartet habe. Gleichzeitig betonte er, dass er und die anwesenden Journalisten beim April-Termin „eine Zeit des Traumas durchgemacht“ hätten, die eine besondere Verbindung zwischen ihnen geschaffen habe. Er kündigte an, auch im kommenden Jahr wieder an der Veranstaltung teilnehmen zu wollen.
Während seiner einstündigen Rede fand Trump jedoch nicht nur kritische Worte für die Medien. Er erklärte, er respektiere die meisten Reporter und möge einige von ihnen. Gleichzeitig warf er den Medien vor, seine Regierung und seine politischen Entscheidungen häufig unfair dargestellt zu haben.
Darüber hinaus griff der Präsident politische Gegner an, kritisierte einzelne Journalisten und wandte sich anschließend gegen Demokraten sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Trump weist Obama-Erzählung zurück

Trump widersprach außerdem der weit verbreiteten Darstellung, dass ihn die Spottreden des damaligen Präsidenten Barack Obama beim Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Jahr 2011 dazu bewogen hätten, selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigenen Angaben hätten Obamas Bemerkungen keine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt, 2016 ins Rennen einzusteigen.
„Ich habe einfach entschieden, dass ich Amerika wieder großartig machen wollte. Das hatte nichts mit diesem Dinner zu tun“, sagte Trump.
Nach seiner Rede übernahm der Mentalist Oz Pearlman die Bühne und unterhielt das Publikum mit Gedankenlese-Tricks. Damit endete die Veranstaltung.

US-Präsident Donald Trump spricht beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses im Ballsaal des Waldorf Astoria in Washington.

Foto: Eric Lee/Getty Images

„Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“

Die scheidende Präsidentin der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses, Weijia Jiang, eröffnete den Abend mit einer Ansprache.
„Was auch immer uns trennen mag, wir stehen gemeinsam gegen politische Gewalt“, sagte sie.
Mit Blick auf den Attentatsversuch auf Trump erklärte Jiang: „Ein Attentatsversuch auf unseren Präsidenten ist ein Angriff auf die Demokratie selbst.“ Ihre Worte wurden vom Publikum mit Applaus aufgenommen.
„Unsere Botschaft heute Abend lautet: Wir sind zurück. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“, sagte Jiang abschließend.

Schusswaffenangriff führte zu Absagen im April

Das Dinner im Washington Hilton am 25. April wurde unterbrochen, nachdem außerhalb des Ballsaals Schüsse gefallen waren. Der 31-jährige Kalifornier Cole Tomas Allen soll mit einer Schrotflinte die Sicherheitskontrollen überwunden und auf einen mit einer kugelsicheren Weste ausgestatteten Beamten des Secret Service geschossen haben. Die Sicherheitskräfte reagierten umgehend und nahmen Allen fest. Der Beamte blieb unverletzt, weitere Verletzte gab es nicht.
Der Secret Service brachte Trump, First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance sowie mehrere Kabinettsmitglieder umgehend aus dem Veranstaltungsort in Sicherheit.
Die Anklage wirft Allen vor, bei der Veranstaltung versucht zu haben, Trump zu ermorden. Darüber hinaus werden ihm der Transport einer Schusswaffe über Bundesstaatsgrenzen hinweg mit der Absicht, eine Straftat zu begehen, sowie das Abfeuern einer Schusswaffe im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen zur Last gelegt. Allen hat auf nicht schuldig plädiert.

Auszeichnungen für Sicherheitskräfte

Bei der Veranstaltung zeichnete die Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses den Secret-Service-Beamten Victor Gonzales sowie die Mitarbeiter des Washington Hilton für ihren außergewöhnlichen Einsatz während des Schusswaffenangriffs aus. Zugleich kündigte die Vereinigung an, das Dinner im kommenden Jahr erneut im Washington Hilton auszurichten.
Das Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses ist eine festliche Gala in der Abendgarderobe, an der Medienvertreter, Wirtschaftsführer, Prominente, Kongressabgeordnete und Kabinettsmitglieder teilnehmen. Die Veranstaltung würdigt die Rolle der Vierten Gewalt sowie die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten, die aus dem Weißen Haus berichten.

Weniger Gäste wegen organisatorischer Herausforderungen

Die Korrespondentenvereinigung erklärte, die organisatorischen Herausforderungen bei der Planung eines zweiten Dinners hätten dazu geführt, dass die Veranstaltung in einem kleineren Rahmen stattfinden musste. Entsprechend sei auch die Gästeliste deutlich reduziert worden. Der Ballsaal des Washington Hilton bietet Platz für rund 3.000 Personen, während das Waldorf Astoria lediglich etwa 700 Gäste aufnehmen kann.
Wie ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times mitteilte, nahm der Großteil von Trumps Kabinett an der nachgeholten Veranstaltung teil. First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance und Rubio blieben wegen anderer Verpflichtungen fern.
Nach Angaben des Weißen Hauses gehörten zu den Vertretern der Trump-Regierung beim Dinner der amtierende Justizminister Todd Blanche, FBI-Direktor Kash Patel, Bildungsministerin Linda McMahon, die Leiterin der Small Business Administration Kelly Loeffler, Innenminister Doug Burgum, Energieminister Chris Wright, Heimatschutzminister Markwayne Mullin, Kriegsminister Pete Hegseth, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, Gesundheits- und Sozialminister Robert F. Kennedy Jr., der amtierende Arbeitsminister Keith Sonderling, NASA-Administrator Jared Isaacman, der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, Armeeminister Dan Driscoll, der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sowie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.

Strenge Sicherheitskontrollen

Im Rahmen der verschärften Sicherheitsmaßnahmen musste jeder Gast beim Einlass einen personalisierten QR-Code sowie einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.
Anschließend passierten die Gäste mehrere Sicherheitskontrollen, bevor sie Zugang zum Ballsaal erhielten.
Die Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses wurde 1914 gegründet, um die Pressefreiheit zu schützen und den Zugang von Journalisten zum Weißen Haus zu sichern. Ihr erstes Dinner veranstaltete sie 1921. Der erste amtierende US-Präsident, der an der Veranstaltung teilnahm, war Calvin Coolidge im Jahr 1924.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „‘Show Must Go On’: Trump Delivers Remarks at Correspondents’ Dinner“. (Deutsche Bearbeitung: zk)
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Wann kommt Teil zwei der Regierungsumbildung?

Nach der Bekanntgabe der ersten Personalveränderungen im Bundeskabinett ist weiter offen, wie es mit der Regierungsumbildung weitergeht. Verkehrsminister Patrick Schnieder hatte seine geplante Entlassung bereits am Freitag in einer SMS an Abgeordnete bekanntgegeben, ohne dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sie anschließend bestätigt hat. Die Suche nach einer Nachfolgelösung läuft nach der kurzfristigen Absage des Bundestagsabgeordneten und Finanzexperten Fritz Güntzler weiter.
Der einzige Name, über den bisher in der Union spekuliert wurde, ist wegen seiner Verkehrsexpertise Steffen Bilger. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion saß von 2009 bis 2018 im Verkehrsausschuss des Parlaments und war anschließend bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium.

Auch eine Staatsministerin soll gehen

Neben dem Verkehrsminister soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch die Staatsministerin für Sport im Kanzleramt, Christiane Schenderlein, abgelöst werden. Die 44-jährige Sächsin soll bereits über den geplanten Schritt informiert worden sein. Ihr solle möglichst eine Sportlerin nachfolgen, heißt es.
Merz hatte am Freitag nur gesagt, dass es weitere Veränderungen im Kabinett geben werde, über die er „zu gegebener Zeit“ informieren werde. Zuvor hatte er Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als künftige Kanzleramtschefin, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als künftigen Gesundheitsminister und Digital-Staatssekretär Philipp Amthor (CDU) als künftigen Bund-Länder-Staatsminister im Kanzleramt vorgestellt. Wann er die noch ausstehenden Personalien bekanntgibt, ist offen.

Wird Hoppermann CDU-Generalsekretärin?

Fest steht dagegen, dass Merz am Montag um 12.00 Uhr in seiner Funktion als Parteichef in der CDU-Zentrale die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Generalsekretär Carsten Linnemann vorstellt, der Gesundheitsminister wird. Dafür ist schon seit einigen Tagen die bisherige Schatzmeisterin Franziska Hoppermann im Gespräch. Ganz sicher soll das aber noch nicht sein. Sollte sie es werden, müsste auch der Schatzmeister-Posten neu besetzt werden.
Offen ist außerdem, wer Amthor als Parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium nachfolgt.

Kanzler hat Termine in Bayreuth und Paderborn

Am Wochenende hat Merz Termine außerhalb Berlins. Heute ist er beim Festakt zum 150. Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth, wo er auf CSU-Chef Markus Söder trifft. Und am Sonntagabend nimmt er am traditionellen Libori-Mahl mit Unternehmern in Paderborn teil, wo er auch seinem künftigen Gesundheitsminister Linnemann begegnen wird, der aus Paderborn stammt. (dpa/red)
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Kleinflugzeug stürzt in Haus: Mindestens ein Mensch tot

Beim Absturz eines Leichtflugzeugs in ein Einfamilienhaus in Niedersachsen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. In dem Flugzeug in Ganderkesee nahe Bremen wurde ein toter Mensch gefunden, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Ob sich in dem Flugzeug noch jemand befand, war zunächst unklar. Suchmaßnahmen der Feuerwehr liefen am Mittag noch. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Die Bewohner waren nicht zu Hause, als das Flugzeug in das Dach stürzte. Zur Ursache machte die Polizei noch keine Angaben.
Um die Einsatzörtlichkeit waren im Radius von hundert Metern die Bewohner aus ihren Häusern evakuiert worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Polizei war mit vielen Kräften vor Ort. (dpa/red)