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„Genug gearbeitet“ – Politik und Rahmen: Wenn äußere Zumutungen innere Ordnung brauchen

Viele Unternehmer sind müde. Nicht von Arbeit allein, sondern von der Summe äußerer Zumutungen: neue Vorschriften, wechselnde politische Signale, unklare wirtschaftliche Rahmenbedingungen, steigende Kosten, Fachkräfteengpässe, Berichtspflichten und gesellschaftliche Erwartungen.
Man kann darüber klagen. Manchmal muss man es auch. Aber Führung beginnt nicht bei der Klage. Führung beginnt bei der Frage: Was liegt trotz allem in unserem Einfluss?
Dieser Satz ist nicht naiv. Er blendet äußere Belastungen nicht aus. Er verhindert nur, dass sie innerlich alles beherrschen.
Ein Geschäftsführer sagte: „Ich weiß manchmal gar nicht mehr, worauf ich mich verlassen kann.“ Das ist ein zentraler Punkt. Wenn der äußere Rahmen unsicher wird, braucht das Unternehmen innen umso mehr Verlässlichkeit: klare Prioritäten, saubere Entscheidungen, ruhige Kommunikation und stabile Werte.
Genug gearbeitet. Genug so getan, als könne man äußere Unsicherheit durch noch mehr hektische Reaktion beherrschen.
Führung unter schwierigen Rahmenbedingungen braucht vier Ebenen:
  • Einordnung: Was betrifft uns wirklich und was ist nur Lärm?
  • Entscheidung: Was tun wir jetzt, was beobachten wir, was lassen wir?
  • Kommunikation: Was sagen wir dem Team, damit keine Fantasie entsteht?
  • Selbstschutz: Welche Energie dürfen äußere Themen nicht dauerhaft verbrauchen?
Ein Unternehmen führte ein monatliches „Rahmenradar“ ein. 30 Minuten. Keine Grundsatzdebatten. Nur drei Fragen: Was verändert sich außen? Was bedeutet das für uns? Was entscheiden wir daraus? Das Format nahm Druck aus Flurgesprächen, weil Themen einen Ort bekamen.
Gerade politische und bürokratische Themen werden gefährlich, wenn sie nur emotional im Raum hängen. Dann entsteht Zynismus. Und Zynismus ist teuer, weil er Gestaltungskraft frisst.
Natürlich darf man sich ärgern. Die Frage ist nur: Bleibt es beim Ärger oder entsteht daraus Handlung?
Ein hilfreicher Satz lautet: „Wir können den Rahmen nicht allein ändern, aber wir können entscheiden, wie wir darin führen.“ Das ist kein Rückzug. Das ist Führungsrealismus.
Beim b-steps summit 2026 gehört auch diese Ebene dazu: Unternehmer brauchen keine Durchhalteparolen, sondern Arbeitsformen, mit denen aus Belastung wieder Struktur wird.
Genug gearbeitet. Welches äußere Thema bindet bei Ihnen zu viel innere Energie, ohne dass daraus eine Entscheidung entsteht?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit
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TICKER Landtagswahl | 65,3 Prozent: Wahlbeteiligung schon höher als 2021 | Linke Demonstranten versammeln sich am Hauptbahnhof Magdeburg

In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent. Erste Prognosen zur Landtagswahl werden um 18 Uhr erwartet.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
 
HEUTE16:30 Uhr

Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.
HEUTE16:26 Uhr

Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent

Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
 
HEUTE15:17 Uhr

Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert – Einheiten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen sind vor Ort.
Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren. Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.

Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.

Foto: Omer Messinger/Getty Images

HEUTE14:46 Uhr

Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr

SPD-Kandidat wählte im Harz

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE12:25 Uhr

Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr

Vorwahl-Daten

Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: 
  • AfD 41 Prozent, 
  • Union 23 Prozent, 
  • Linke 11,5 Prozent. 
  • SPD 8,5 Prozent, 
  • BSW 4 Prozent, 
  • Grüne 6 Prozent,
  • FDP 3 Prozent,
  • Sonstige Parteien 3 Prozent.

Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.

Foto: Epoch Times

Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.

Foto: Epoch Times

HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr

Merz: „Wohlstand für alle Generationen“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr

Welche Koalitionen sind denn denkbar?

Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.

Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.

Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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TICKER Landtagswahl | Rekord-Wahlbeteiligung von 65 Prozent | Linke Demonstranten versammeln sich am Hauptbahnhof Magdeburg

In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent. Erste Prognosen zur Landtagswahl werden um 18 Uhr erwartet.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
 
HEUTE16:30 Uhr

Linke Demonstranten versammeln sich am Magdeburger Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof in Magdeburg versammeln sich die ersten linken Demonstranten. Sie hielten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Sozialismus oder Barbarei“ oder „Faschismus bekämpfen“ hoch.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Demonstration ist Medienberichten zufolge nicht angemeldet.
Die Polizei meldet auf X: „Im Stadtgebiet von Magdeburg finden derzeit 4 Versammlungen im Zusammenhang mit der Landtagswahl statt, welche von unseren Einsatzkräften begleitet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen.
HEUTE16:26 Uhr

Wahlbeteiligung bisher bei über 65 Prozent

Es zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Zum gleichen Zeitpunkt lag sie 2021 bei 41,0 Prozent, am Ende waren es 60,3 Prozent.
HEUTE15:17 Uhr

Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde auch Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert. Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren.
Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet.
Die Polizei teilte auf X mit: „Der Wahlsonntag verläuft im Zuständigkeitsbereich der PI Magdeburg bislang ruhig. Uns liegen keine Erkenntnisse zu Störungen des Wahlgeschehens vor.

Die Polizei sichert den Landtag von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 in Magdeburg, Deutschland.

Foto: Omer Messinger/Getty Images

HEUTE14:46 Uhr

Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr

SPD-Kandidat wählte im Harz

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
 
HEUTE12:25 Uhr

Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr

Vorwahl-Daten

Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: 
  • AfD 41 Prozent, 
  • Union 23 Prozent, 
  • Linke 11,5 Prozent. 
  • SPD 8,5 Prozent, 
  • BSW 4 Prozent, 
  • Grüne 6 Prozent,
  • FDP 3 Prozent,
  • Sonstige Parteien 3 Prozent.

Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.

Foto: Epoch Times

Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.

Foto: Epoch Times

HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:42 Uhr

Merz: „Wohlstand für alle Generationen“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich am 5. September zur Landtagswahl und zeigte sich dabei auch selbstkritisch. „Ich gebe zu, angesichts der Umfrageergebnisse und der zu befürchtenden Wahlergebnisse hat das, was wir bisher getan haben, nicht ausgereicht“, sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung zur nächste Woche anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl in Langenhagen bei Hannover. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen.“
Er kündigte eine grundsätzliche Diskussion in der CDU nach der Landtagswahl an über „die Erzählung, das große Design, das Narrativ“ für Deutschland. Als Beispiel nannte er das Buch „Wohlstand für alle“ des ehemaligen Wirtschaftsministers und Kanzlers Ludwig Erhard von 1957. Erhard habe damit „die Erzählung gesetzt“, die das sogenannte Wirtschaftswunder ausgelöst habe.
Merz schlug in Anlehnung daran den Satz „Wohlstand für alle Generationen“ vor. Es gehe darum, auch der nächsten und übernächsten Generation die Chance zu geben, „in Freiheit, Frieden, Wohlstand und mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit zu leben“, sagte er.
HEUTE7:19 Uhr

Welche Koalitionen sind denn denkbar?

Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.

Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.

Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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Goldrausch: Zentralbanken haben im Juli 23 Tonnen Gold gekauft


In Kürze:

  • Zentralbanken, besonders aus China, haben zuletzt mehr Gold aufgekauft.
  • Das kostbare Edelmetall gilt besonders in unsicheren Zeiten als wichtige Bankreserve.
  • Laut Goldman Sachs fördern die riesigen Goldkäufe den Anstieg des Goldpreises.

 
Laut dem World Gold Council (WGC) haben Zentralbanken weltweit im Juli netto 23 Tonnen Gold gekauft. Das entspricht dem allgemeinen Jahrestrend. Der größte Käufer im vergangenen Monat war China, das laut einem WGC-Bericht vom 3. September 20 Tonnen erwarb.
„Insbesondere die Aktivitäten der People’s Bank of China (PBoC) haben in den vergangenen Monaten an Fahrt gewonnen, mit zweistelligen monatlichen Goldkäufen seit Mai 2026“, heißt es in dem Bericht. Polen kaufte acht Tonnen und war damit der zweitgrößte Käufer.
Russland war mit sechs verkauften Tonnen der größte Nettoverkäufer. Dahinter folgten die Türkei, Usbekistan und Jordanien, die jeweils eine Tonne verkauften.

Wichtige Bankreserve

Seit Jahresbeginn meldeten die Zentralbanken weltweit den Kauf von 130 Tonnen Gold, was einem Rückgang gegenüber den rund 160 Tonnen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht. Polen hat in diesem Jahr 90 Tonnen hinzugewonnen, während China 60 Tonnen gekauft hat. Die Türkei hat 85 Tonnen verkauft, während sich die Verkäufe Russlands auf 50 Tonnen belaufen.
Laut dem WGC entfallen rund 20 Prozent des gesamten historisch geförderten Goldes auf Zentralbanken.
Goldbarren dienen als wichtige Bankreserve und werden wegen ihrer Liquidität, Sicherheit und potenziellen Renditen geschätzt. In Zeiten der Unsicherheit steigt die Nachfrage nach Gold tendenziell an.
Laut einem WGC-Bericht vom 16. Juni ergab eine Umfrage unter Zentralbanken, dass 89 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die weltweiten Goldreserven der Zentralbanken im Laufe des Jahres steigen werden.
Was die Finanzierung angeht, gab die Hälfte der Befragten an, dass sie das Gold vor Ort unter Verwendung der jeweiligen Landeswährung beschaffen würden. 38 Prozent gaben an, sie würden andere Reserveanlagen verkaufen, um Gold zu kaufen.

Goldkäufe stützen Goldpreisanstieg

„Mit 74 Prozent rechnet die Mehrheit der Befragten in den nächsten fünf Jahren mit einem moderaten oder deutlich geringeren Anteil des US-Dollars an den globalen Reserven“, heißt es in dem Bericht.
„Die Befragten gehen zudem davon aus, dass der Anteil anderer Währungen wie des Euro und des Renminbi im gleichen Zeitraum unverändert bleiben wird, während die Goldbestände zunehmen werden.“
Goldman Sachs prognostiziert laut einem Bericht vom 28. August, dass die Käufe der Zentralbanken den Anstieg der Goldpreise stützen werden. Diese Käufe werden durch die Notwendigkeit getrieben, ihre Reserven zu diversifizieren.
Im Jahr 2022 froren die G-7-Staaten Russlands in Europa gehaltene Vermögenswerte aufgrund des Einmarsches Moskaus in die Ukraine ein. Seitdem kaufen die Zentralbanken laut Goldman Sachs in verstärktem Maße Gold.
Der Spotpreis für Gold schloss am Freitag bei rund 4.430 US-Dollar (3.812 Euro) pro Unze, nach etwa 4.329 US-Dollar (3.726 Euro) zu Jahresbeginn. Ende Januar erreichte Gold einen Höchststand von rund 5.595 US-Dollar (4.815 Euro).

Gold kann nicht abgehoben werden

Der WGC-Bericht vom 3. September erwähnt einen Konflikt zwischen Venezuela und der Bank of England bezüglich der Goldreserven.
Die venezolanische Regierung hat bei der Bank Gold im Wert von rund 4 Milliarden US-Dollar (3,44 Milliarden Euro) gelagert und versucht, dieses abzuheben. Da das Vereinigte Königreich sich jedoch weigert, die sozialistische Regierung Venezuelas anzuerkennen, ist es dem Land nicht gelungen, seine Goldreserven in Besitz zu nehmen.
Laut dem WGC-Bericht vom 16. Juni diversifizieren die Zentralbanken weiterhin die Standorte ihrer Goldreserven. Während die Bank of England weiterhin die erste Wahl war, lag die Lagerung im Inland knapp an zweiter Stelle, gefolgt von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich auf Platz drei.

Niederlande verlagert 86 Tonnen

Diese Woche verlagerte die niederländische Zentralbank rund 86 Tonnen Gold aus den Vereinigten Staaten und Kanada nach London. Diesen Schritt begründete sie mit geopolitischen Risiken und um schneller auf die Reserven zugreifen zu können.
Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei der ING Bank, hob in einem Kommentar vom 4. September auf der Website des Unternehmens das Risiko hervor, dem bestimmte Nationen ausgesetzt sind, die Gold im Ausland lagern, und verwies dabei auf die Unfähigkeit Venezuelas, sein Gold von der Bank of England zurückzuerhalten.
„Dieser Fall ist zwar außergewöhnlich, aber er zeigt, dass die Gerichte des Gastlandes und politische Anerkennungsentscheidungen den Zugang zu den Reserven beeinträchtigen können“, sagte Manthey.
„Das bei der Bank of England gelagerte Gold bleibt Eigentum der ausländischen Zentralbank, befindet sich jedoch physisch im Vereinigten Königreich und unterliegt daher der britischen Gerichtsbarkeit.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Central Banks Bought 23 Tonnes of Gold in July“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: mf)
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Hackerangriff könnte größere Folgen haben als bisher gedacht

Es ist von einem „echten Daten-Super-GAU“, von einem Datenabfluss „von gravierendem Ausmaß“ die Rede: Der Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung könnte viel weitreichendere Folgen haben als zunächst bekannt, weit über die Hauptstadt hinaus.
Seit Freitag sind rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Ein Terabyte entspricht rund 1.000 Gigabyte.
Zunächst schienen nur personenbezogene Daten betroffen zu sein: gescannte Reisepässe, Arbeitsverträge, Bewerbungsunterlagen, Krankmeldungen. Laut mehreren Medienberichten und der Einschätzung von IT-Experten könnten allerdings auch hochsensible Daten geleakt worden sein, die für den Schutz kritischer Infrastruktur und die Sicherheit von Bund und Ländern relevant sind. Dabei geht es etwa um den Zivilschutz oder Rüstungsunternehmen.
Von einem „echten Daten-Super-GAU“ sprach der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz im „Handelsblatt“. „Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden und der dringend notwendige Geheimschutz nicht gewährleistet war, wären auch personelle Konsequenzen unausweichlich“, sagte der Grünen-Politiker der Zeitung.

„Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld.“

Er wirft der Bundesregierung „massive Versäumnisse“ vor. Seiner Einschätzung nach könnte es sich um den schwersten bislang bekanntgewordenen IT-Sicherheitsfall auf Landesebene handeln – mit möglicherweise erheblichen finanziellen Folgen, so von Notz: „Der jüngste Fall in Berlin wird die Steuerzahler Millionen kosten. Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld.“
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Dieser Datenabfluss ist von gravierendem Ausmaß und gefährdet unsere nationale Sicherheit.“

Hacker forderten umgerechnet rund zwei Millionen Euro

Die Hacker hatten sich vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft und Daten abgeschöpft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die Verwaltung bemerkte den Angriff am 14. August und machte ihn drei Tage später öffentlich.
Die Hacker-Gruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, was umgerechnet rund zwei Millionen Euro entspricht. Der Senat zahlte nicht und die Täter veröffentlichten die Daten nach Ablauf ihres Ultimatums. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die Gruppierung gelte als und handle aus finanziellen Gründen.
Ein vollständiger Überblick über die geleakten Daten ist wegen der gewaltigen Menge bislang kaum möglich. Außerdem könne man nicht einfach per STRG+F nach bestimmten Begriffen suchen, erklärte Jochim Selzer, Sprecher des Chaos Computer Clubs.
Seinen Recherchen zufolge sind unter den Dateien neben personenbezogenen Daten auch sensible Informationen über die Berliner Wasserversorgung zu finden. Dem „Tagesspiegel“ zufolge sollen sich darunter zudem Daten zu Heizkraftwerken, Tanklagern, Notstromanlagen, Umspannwerken, Gefängnissen, Wasserwerken sowie Rüstungsunternehmen und der Bundeswehr befinden.

IT-Experte wirft Berlin grobe Fahrlässigkeit vor

Für Betroffene besteht die Gefahr von Identitätsdiebstahl und gezielten Phishing-Angriffen, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert. Sicherheitsrelevante Informationen könnten zudem von fremden Mächten oder Terroristen missbraucht werden.
Das BSI warnt, dass Angaben zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen je nach Sensibilität die Bedrohungslage erhöhen könnten.
Der IT-Experte Manuel Atug wirft dem Land Berlin schwere Versäumnisse vor. „Das Land Berlin hat grob fahrlässig gehandelt und vorsätzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
„Ich bin darüber wirklich schockiert und sprachlos.“ Atug sagte, er sei 2023 und 2025 als Sachverständiger in den Berliner Innenausschuss geladen worden und habe damals schon auf eklatante Sicherheitslücken hingewiesen.

Betroffene sollen per Brief oder E-Mail kontaktiert werden

In Berlin koordiniert inzwischen eine zusätzliche Steuerungseinheit die Sichtung und Bewertung der Daten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) an der Aufarbeitung beteiligt. Im Gemeinsamen Cyberabwehrzentrum würden alle Erkenntnisse zusammengetragen und geteilt.
Betroffene Bürgerinnen und Bürger, Beschäftigte und Unternehmen sollen nach Angaben der Senatskanzlei risikobasiert per Brief oder E-Mail kontaktiert und beraten werden.
Konkrete Angaben dazu, welche Daten genau veröffentlicht wurden, machte die Senatskanzlei zunächst nicht. Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen dauern an. Die Bundeswehr kündigte an, nach der Analyse möglicher Sicherheitsrisiken Maßnahmen zum Schutz der militärischen Sicherheit einzuleiten.
Auch die Berliner Landesregierung hat die Sicherheitsmaßnahmen nach eigenen Angaben erhöht. In zwei Wochen wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die Wahlumgebung sei nach derzeitigem Stand nicht betroffen, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler. (dpa/red)
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TICKER Landtagswahl | Schon mehr als jeder Zweite im Bundesland war bis 14 Uhr wählen

In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: AfD 41 Prozent, Union 23 Prozent, Linke 11,5 Prozent. SPD 8,5 Prozent, BSW 4 Prozent, Grüne 6 Prozent und FDP 3 Prozent.
Alle wichtigen Entwicklungen im Epoch-Times-Liveticker:
 
 
HEUTE15:17 Uhr

Polizei ist mit allen Kräften im Einsatz

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Es wurde auch Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert. Zum einen ist die Polizei laut Innenministerium flächendeckend präsent, um die per Grundgesetz garantierte freie und unbeeinflusste Ausübung des Wahlrechts zu garantieren.
Zudem waren für den Sonntag mehrere Demonstrationen angemeldet, ab dem Nachmittag in Magdeburg beispielsweise auf dem Domplatz unter dem Motto „Sachsen-Anhalt juckt mich! Sachsen-Anhalt bleibt weltoffen!“.
Auch müssen Wahlpartys der Parteien sowie die zentrale Veranstaltung des Landtags in den Magdeburger Messehallen abgesichert werden. Für die Berichterstattung sind laut Landtagsverwaltung mehrere Hundert Medienvertreter angemeldet, viele auch aus dem Ausland.
HEUTE14:46 Uhr

Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr

SPD-Kandidat wählte im Harz

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
 
HEUTE12:25 Uhr

Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE12:12 Uhr

Vorwahl-Daten

Die AfD wird in Wahlumfragen vor der Wahl bei bis zu 41 Prozent gesehen, das könnte im Landtag bis zu 45 Prozent der Sitze ausmachen. Laut dem ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 tendieren die Wähler zu: 
  • AfD 41 Prozent, 
  • Union 23 Prozent, 
  • Linke 11,5 Prozent. 
  • SPD 8,5 Prozent, 
  • BSW 4 Prozent, 
  • Grüne 6 Prozent,
  • FDP 3 Prozent,
  • Sonstige Parteien 3 Prozent.

Daten des ZDF-Politbarometer vom 4. September 2026 – zwei Tage vor der Wahl.

Foto: Epoch Times

Mögliche Sitzverteilung im Magdeburger Landtag lt. den Daten vom 3. September 2026.

Foto: Epoch Times

HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.
HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
Die erste Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt muss spätestens am 30. Tag nach der Wahl stattfinden, das ist der 6. Oktober. Dann enden auch die Amtszeiten der Minister und des Regierungschefs.
Sie sind laut Verfassung verpflichtet, die Geschäfte weiterzuführen, bis ihre Nachfolger übernehmen. Es gibt keine Frist, bis wann ein neuer Regierungschef gewählt sein muss, aber Fristen für mögliche weitere Wahlgänge, sollten der erste und weitere scheitern.
HEUTE7:19 Uhr

Welche Koalitionen sind denn denkbar?

Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Allerdings will keine der anderen Parteien mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
Wenn die AfD dieses Ziel verpasst, könnte eine CDU-geführte Minderheitsregierung ins Spiel kommen. Diese könnte allerdings auf Stimmen der Linken angewiesen sein – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen.
Das Problem: Die CDU lehnt für sich in einem Parteitagsbeschluss eine Koalition und „ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit den Linken ebenso ab wie mit der AfD. Ministerpräsident Sven Schulze’s (CDU) Wunschszenario einer Mehrheit für die sogenannten Parteien der Mitte – etwa für CDU, SPD und Grüne – erscheint angesichts der Umfragen sehr unwahrscheinlich.

Wahlplakate zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, September 2026.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.

Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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TICKER Landtagswahl | Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021

In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
 
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
 
 
HEUTE14:46 Uhr

Wahlbeteiligung um 14:00 Uhr doppelt so hoch wie 2021

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 14:00 Uhr am Sonntag lag sie bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte.
Das war ein doppelt so hoher Wert wie bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 14:00 Uhr 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken, wie die Landeswahlleiterin erklärte. Die Briefwahl ist nicht eingerechnet.
HEUTE13:52 Uhr

SPD-Kandidat wählte im Harz

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE11:15 Uhr

Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
 
HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.

Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab

Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab.

Foto: Michael Kappeler/dpa

HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.

Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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TICKER Landtagswahl | Wahlbeteiligung um 12 Uhr bei fast 35 Prozent – deutlich höher als 2021

Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
 
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
 
HEUTE13:52 Uhr

SPD-Kandidat wählte im Harz

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz. „Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen“, sagte der Politiker dpa anschließend. Eine Alleinregierung der AfD wäre „ein schwerer Schaden fürs Land“.
HEUTE11:15 Uhr

Bei Landtagswahl zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12:00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze.
„Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.

Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026

Foto: via dts Nachrichtenagentur

HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab

Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab

Foto: Michael Kappeler/dpa

HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz.
Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „BILD“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.

Am 5. September 2026, einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, versammeln sich Menschen bei einem Festival der Demokratie in Magdeburg, um für eine offene, auf Solidarität basierende Gesellschaft zu demonstrieren.

Foto: John MacDougall/AFP via Getty Images

4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
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Experte: VW-Werke Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm konkurrieren ums Überleben

Die jüngsten Beschlüsse des VW-Aufsichtsrates verschärfen nach Einschätzung des Autobranchen-Experten Werner Olle die Konkurrenz zwischen den bedrohten Standorten. „Das Wettrennen ums Überleben hat begonnen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Olle sieht nicht nur den Vorstand gefordert, Lösungen für deren Erhalt zu finden, sondern auch Gewerkschaft und Betriebsrat. Sie könnten mit einer individuellen Zukunftsvereinbarung für den Standort Zwickau die Arbeitskosten senken und so das Überleben sichern. „Das war in den 1990er Jahren in einer ähnlichen Situation erfolgreich.“
Zwar wird in Zwickau derzeit neben der Autoproduktion der neue Bereich Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Dieser biete aber nur für einen Bruchteil der bisherigen Beschäftigten eine Perspektive und habe weit weniger Effekte für Zulieferer. Auch Rüstung sieht Olle für das auf Großserie ausgerichtete Werk nicht als Alternative. Der einzig sinnvolle Weg sei, weiter Autos zu bauen.
Wie das gehen kann, zeige VW-Konkurrent Stellantis, zu dem Marken wie Opel, Peugeot, Fiat und Citroën gehören. Das Unternehmen kämpfe wie Volkswagen mit Überkapazitäten und baue Beschäftigung ab. Neben der Öffnung hiesiger Autofabriken für die Produktion chinesischer Modelle könnte analog zu Stellantis die Entwicklung neuer Modelle mit chinesischen Partnern ein Weg sein. So soll künftig in Saragossa (Spanien) ein von Opel und Leapmotor entwickeltes vollelektrisches SUV vom Band laufen.

Neue Modelle mit chinesischen Partnern entwickeln

„Das wäre ein neuer Weg für VW und Audi“, betonte Olle. Bis 2030 sei dafür noch ausreichend Zeit. Solche eine Partnerschaft verringere Entwicklungszeit und Produktkosten. Aus seiner Sicht ist das besser als Fahrzeuge chinesischer Partner in den eigenen Fabriken zu bauen. Und das VW-Werk in Zwickau sei für einen solchen Schritt sehr gut geeignet. „Es hat gezeigt, dass es in der Lage ist, ganz neue Herausforderungen zu stemmen“, sagte der Experte: „Es war Pilotwerk für E-Mobilität, ist Pilotwerk für Circular Economy – warum nicht auch für so einen Ansatz.“
Volkswagen hat mit einer gesunkenen Nachfrage nach Autos und Konkurrenz chinesischer Autobauer zu kämpfen. Der Aufsichtsrat gab daher jüngst grünes Licht für den Abbau von weiteren 50.000 Stellen weltweit – zusätzlich zu den schon vereinbarten Einsparungen von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030 in Deutschland. Ende 2025 hatte der Konzern weltweit knapp 663.000 Beschäftigte, davon etwa 284.000 in Deutschland.

Zukunft für Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm unklar

Besonders groß ist die Sorge an den Standorten Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm, die immer wieder als Schließungskandidaten genannt werden. Der Aufsichtsrat hatte demnach zur Kenntnis genommen, dass in Europa eine Produktionsüberkapazität von 500.000 Fahrzeugen besteht und für die vier Werke aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung – gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 – gewährleistet werden kann. Als Alternativen waren zuletzt im Gespräch, Werke zeitweise für die Rüstungsproduktion zu nutzen, oder chinesische VW-Modelle in Deutschland zu bauen.
VW habe den großen Fehler gemacht, die Kapazitäten für E-Autos auszubauen, ohne die Marktentwicklung abzuwarten, konstatiert Olle, der Mitbegründer des Chemnitz Automotive Institute (CATI) ist, ihm aber nicht mehr angehört. So sei neben Zwickau auch Emden zu einer E-Auto-Fabrik umgebaut worden. Zudem wird in Wolfsburg entsprechende Fertigung aufgebaut. Olle: „Bei einer Nachfrage, die weit von dem entfernt ist, was ursprünglich geplant war, hat man jetzt mehrere Standorte, die darum kämpfen.“ (dpa/red)
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US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen. Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten.
Witkoff und Kushner wollten in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beraten. Es ist der erste Besuch der US-Gesandten in der ukrainischen Hauptstadt seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022. In Moskau waren sie zuvor schon mehrfach zu Besuch.

Vorangegangener Besuch in Moskau

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag mitgeteilt, die beiden würden mit einem Vorschlag „zur Beendigung des Kriegs“ am Wochenende Kiew und Moskau besuchen. In der russischen Hauptstadt waren Kushner und Witkoff am Samstag. Nach ihrem Treffen mit Putin teilte das Weiße Haus mit, die beiden hätten mit dem Kreml-Chef „konkrete Pläne“ für die nächsten Schritte erörtert. Die erörterten Pläne würden in den kommenden Wochen bekannt gegeben, erklärte die US-Regierung weiter.

Kreml äußert sich zufrieden

Aus Moskau hieß es, die Gespräche seien „äußerst ehrlich“ gewesen. „Das Gespräch war konstruktiv, äußerst offen und vertrauensvoll“, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow. Die russische Seite habe den US-Vertretern mitgeteilt, Moskau sei „zuversichtlich“, seine militärischen Ziele – die Eroberung des restlichen Ostens der Ukraine – erreichen zu können.

Waffenruhe für Hauptstädte während der Gespräche

Der Besuch der US-Gesandten in Russland und der Ukraine soll die stockenden Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs wieder beleben. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben verkündet, drei Tage lang die jeweiligen Hauptstädte nicht anzugreifen, um die Gespräche zu ermöglichen. (afp/red)
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Ticker Landtagswahl | Bei Landtagswahl zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab

Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
 
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
 
HEUTE11:15 Uhr

Bei Landtagswahl zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich zum Mittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 12.00 Uhr am Sonntag hatten 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent.
Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet. Die Abstimmung in Sachsen-Anhalt könnte Signalwirkung für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in zwei Wochen und auch für die Bundespolitik haben.
HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze. „Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.

Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026

Foto: via dts Nachrichtenagentur

HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab

Ulrich Siegmund gibt seine Stimme ab

Foto: Michael Kappeler/dpa

HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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Neue Woche bringt wechselhaftes und kühleres Wetter

Sonne und Regen wechseln sich in der neuen Woche beim Wetter ab, dabei wird es vielerorts nur noch mäßig warm. Bei wechselnder und im Südosten zunächst geringer Bewölkung fallen zum Wochenstart am Montag vor allem im Süden und in der Mitte mancherorts kurze Schauer, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Im südlichen Schwarzwald und am Alpenrand kann es auch einzelne starke Gewitter geben. Abends nehmen die Wolken im Nordwesten zu. Die Temperaturen erreichen 20 bis 26 Grad im Norden und im übrigen Land 25 bis 33 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein.
Am Dienstag zeigen sich viele Wolken, von Nordwesten bis in die Mitte hinein erwarten die Meteorologen Regen bei 19 bis 24 Grad, während es im Südosten zunächst trocken und sonnig und mit 25 bis 29 Grad deutlich wärmer wird. Am Abend ziehen aber auch im Südosten Schauer und Gewitter auf, die mit Sturmböen und Hagel einhergehen können.

Nur noch um oder knapp über 20 Grad

Der Mittwoch bringt im Südosten weiteren Regen, der an den Alpen auch länger andauert. Auch in Küstennähe sind Schauer zu erwarten, an der Nordsee kann es kurze Gewitter mit Sturmböen geben. In den übrigen Landesteilen fallen nur selten Schauer, dabei wird es mit 17 bis 21 Grad merklich kühler als zuvor.
Am Donnerstag bleibt es bei wechselnder Bewölkung weitgehend trocken, lediglich an den Küsten wird mit Schauern gerechnet. Wolkenlücken gibt es am ehesten im Süden abseits der Alpen. Dort und an der Nordsee erreichen die Temperaturen um 17 Grad, sonst 18 bis 22 Grad. Es weht ein mäßiger, im Norden frischer Wind, an der See soll es stürmische Böen geben.
Mit Wolken, Schauern und Regen dürfte die Woche dann am Freitag auch vielerorts ausklingen, im Osten bleibe es wahrscheinlich noch trocken und die Wolken lockern auf. Die Höchsttemperaturen sollen nur noch bei 16 bis 20 Grad liegen. (dpa/red)
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Ticker Landtagswahl | AfD-Spitzenkandidat Siegmund und Ministerpräsident Schulze haben gewählt

Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
 
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HEUTE11:15 Uhr

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat gewählt

Nach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Er machte sein Kreuz am Sonntagvormittag in einem Wahllokal beim AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt.
Schulze verwies vor seiner Stimmabgabe darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung zu erwarten sei. Das habe die Briefwahl schon gezeigt. „Sachsen-Anhalt hat viele Aufgaben zu lösen in den nächsten Wochen“, so Schulze. „Heute schaut jeder auf Sachsen-Anhalt, aber morgen wird nicht jeder auf Sachsen-Anhalt warten.“ Deswegen sei es ein wichtiger Tag für das ganze Bundesland, für Deutschland, und auch für Europa.

Sven Schulze bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl am 06.09.2026

Foto: via dts Nachrichtenagentur

HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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Ticker Landtagswahl | Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Der Wahlkampf ist vorbei, nun fällt die Entscheidung: In Sachsen-Anhalt wird heute ein neuer Landtag gewählt. Wie nie zuvor fanden der Wahlkampf und die möglichen Bündnisoptionen über das kleine Bundesland hinaus Beachtung. In den Umfragen liegt die AfD deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
 
Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie im Epoch-Times-Liveticker:
HEUTE11:00 Uhr

AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.
Die AfD liegt in den Umfragen weit vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Siegmund hat als Wahlziel „45 Prozent plus X“ ausgerufen.
HEUTE8:00 Uhr

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahllokale geöffnet

In Sachsen-Anhalt haben die Wahllokale für die Landtagswahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.
GESTERN17:52 Uhr

15.000 Teilnehmer bei Demokratiefestival

Am Samstag haben sich in Magdeburg mehrere tausend Menschen zu einem Demokratiefestival des Bündnisses Sachsen-Anhalt weltoffen versammelt. Sie zogen vom Hauptbahnhof zum Domplatz. Die Polizei war wegen insgesamt acht Versammlungen im Großeinsatz. Auf dem Domplatz versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 8000 Menschen. Der Veranstalter teilte mit, mehr als 15.000 Menschen seien dem Aufruf gefolgt.
GESTERN8:47 Uhr

Siegmund lässt Ministerpräsidenten-Wahl offen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt offen, ob er sich im Fall einer absoluten Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen lassen will.
Auf die Frage, ob er bei einer Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag das Ministerpräsidentenamt anstrebe, sagte Siegmund der „Bild“: „Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.“
Siegmund sagte, es gehe ihm um eine „stabile Mehrheit“ im Landtag. „Was mache ich, wenn mal ein oder zwei oder drei Abgeordnete im Krankenhaus sind? Soll ich die dann mit der Trage in den Landtag reintragen zum Abstimmen?“, sagte Siegmund. Es dürfe nicht so sein, dass der „Fortschritt des Landes gelähmt“ sei, „weil ein oder zwei Abgeordnete gesundheitsbedingt ausfallen“.
GESTERN7:48 Uhr

Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

Am Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt werden mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen erwartet. Neben einem Dutzend Veranstaltungen in Magdeburg und Kundgebungen für Demokratie in Halle findet die größte Demo mit rund 8.000 Teilnehmern auf dem Magdeburger Domplatz statt, organisiert von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft. Zeitgleich hält die in Umfragen führende AfD dort ihren Wahlkampfabschluss ab.
4. Sep.18:36 Uhr

Bei Wahlsieg: CDU-Politiker sieht Auftrag für Regierungsbildung bei AfD

Ein möglicher Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt in der Bundes-CDU für Diskussionen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller (CDU), sah die Verantwortung für eine Regierungsbildung nach den bisherigen Umfragen bei der AfD.
Müller widersprach zudem Berichten, wonach einige CDU-Landtagsabgeordnete bereit sein könnten, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Also ich glaube, das ist eher eine Ente“, sagte er. Die CDU-Abgeordneten würden den aktuellen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) unterstützen.
4. Sep.17:40 Uhr

Wagenknecht sieht Manöver vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen sieht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein bewusstes Manöver, um ihrer Partei vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zu schaden.
Zehn Abgeordnete der BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt und dies vor allem mit der Einmischung der Parteispitze im Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD begründet. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
 
Mit Material von Nachrichtenagenturen
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Bei E-Zigaretten steht die nächste Teuerung an – Krebsforscher warnen vor Vaping

Deutschlands Vaper müssen sich auf etwas höhere Preise einstellen, wenn sie ihre Flüssigkeiten für E-Zigaretten kaufen. Grund dafür ist die geplante Erhöhung der Tabaksteuer, die in der Bundespolitik weitgehend Konsens ist. Strittig ist aber, wie stark der Steuersatz steigen soll: Nachdem die Bundesregierung eine eher moderate Anhebung vorgeschlagen hat, peilen die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD im Bundestag einen stärkeren Steueraufschlag an. Das wiederum sorgt nun für Unruhe in der Branche: Der Verband Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) befürchtet eine sinkende Nachfrage des legalen Geschäfts und eine Zunahme des Schwarzmarktes.
Der Verbandsvorsitzende Dustin Dahlmann weist darauf hin, dass die Tabaksteuer auf Liquids erst dieses Jahr um 6 auf 32 Cent pro Milliliter angestiegen ist. Wegen der damit verbundenen Preiserhöhungen sei der Schwarzmarktanteil von schätzungsweise 40 auf 50 Prozent gestiegen. „Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, wenn erneut stark an der Steuerschraube gedreht wird“, sagt Dahlmann.

Wie teuer es werden könnte

Das Bundesfinanzministerium schlug eine Anhebung um einen Cent auf 33 Cent pro Milliliter zum Januar 2027 vor, die Koalitionsfraktionen sind nun für einen Aufschlag um drei Cent auf 35 Cent. Auf diesen Steueraufschlag wird noch die Mehrwertsteuer berechnet – je höher der Steueraufschlag ist, desto höher fällt die Mehrwertsteuer aus. Ein typisches 10-Milliliter-Fläschchen, das im Handel derzeit grob gesagt 12 Euro kostet, könnte steuerbedingt 36 Cent teurer werden, heißt es von dem Branchenbündnis. Das wäre ein Preisanstieg um drei Prozent bei den Vaping-Liquids.
Branchenvertreter Dahlmann rechnet zudem damit, dass der Fiskus deutlich weniger Steuereinnahmen bekäme als erwartet. „Das war schon 2022 bei der Novelle des Tabaksteuer-Gesetzes so: Damals ging das Bundesfinanzministerium von 520 Millionen Euro Tabaksteuer-Einnahmen durch den Verkauf von E-Zigaretten im Jahr 2025 aus, tatsächlich wurden es nur 403 Millionen Euro.“ Der Konsum habe zwar angezogen, aber der Schwarzmarkt eben auch. „Diesen Fehler droht der Bund nun zu wiederholen.“

Krebsforscher warnen vor Vaping

Bei E-Zigaretten werden Flüssigkeiten (Liquids) erhitzt, ihr Dampf wird inhaliert. Laut einer Umfrage der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität, der Debra-Studie, greifen rund drei Prozent der Ab-14-Jährigen in Deutschland zur E-Zigarette. Die Vaping-Branche betont, dass ihre Produkte viel weniger Schadstoffe freisetzten als Tabakzigaretten und dass sich Vapes daher als Alternativprodukte für Tabakraucher eigneten.
Dass beim Vaping deutlich weniger Schadstoffe freigesetzt werden als beim Verbrennen von Tabakzigaretten, ist unstrittig. Wegen des Mangels an Langzeitstudien ist aber unklar, wie schädlich die verbliebenen Stoffe für den Körper sind. Die Substanzen könnten erheblich schaden, warnen Krebsforscher und Mediziner und weisen darauf hin, dass das in den meisten E-Zigaretten enthaltene Nikotin abhängig mache. Dass Vaping besonders unter Teenagern und jungen Erwachsenen beliebt ist, beobachtet auch die Politik mit Argusaugen. (dpa/red)
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Xiaomi startet 2027 mit E-Autos in Deutschland


In Kürze:

  • Xiaomi will seine E-Autos ab der zweiten Jahreshälfte 2027 in Europa verkaufen – Deutschland soll als Einstiegsmarkt dienen.
  • Die Modelle SU7 und YU7 könnten in Europa deutlich teurer werden als in China.
  • Chinesische Autobauer gewinnen in Deutschland und weltweit Marktanteile, während deutsche Marken besonders in China unter Druck geraten.
  • Chinas Vorteile bei Batterien, Lieferketten und Produktionskosten verschärfen den Wettbewerb für Europas Autoindustrie.

 
Die Autosparte des chinesischen Multikonzerns Xiaomi will ihre E-Autos ab 2027 auch auf dem europäischen Markt verkaufen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch Deutschland. Auf der IFA 2026 in Berlin hat Xiaomi Absichtserklärungen zum Aufbau von Vertrieb und Kundendienst unterzeichnet.
Wie es aus dem Konzern heißt, soll die reale Marktpremiere der E-Modelle von Xiaomi voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte von 2027 stattfinden. Dabei nennt der Anbieter Deutschland explizit als Einstiegsland in den europäischen Markt insgesamt. Seit 2024 ist der Xiaomi-Konzern, der zuvor eher für Smartphones und Unterhaltungselektronik bekannt war, auch in den Segmenten E-Mobilität und KI tätig. Seit Ende August 2026 gibt es auch eine globale Website der Autosparte.

Xiaomi äußert sich noch nicht zu Modellen

Genau Angaben darüber, welche Modelle der Konzern in Deutschland verkaufen will, gibt es noch nicht. Die bisherige Stärke chinesischer E-Autos auf dem deutschen Markt lag jedoch im unteren bis mittleren Preissegment – dem zuletzt am stärksten wachsenden Zielmarkt. Die hohen Treibstoffpreise der vergangenen Monate und neue Förderprogramme des Bundes haben den Absatz von reinen E-Autos und Hybridmodellen deutlich ansteigen lassen.
Auf dem chinesischen Markt ist die Elektrolimousine SU7 derzeit die meistverkaufte. Xiaomi spricht von mehr als 700.000 abgesetzten Modellen seit dem Verkaufsstart im Frühjahr 2024. Die Basisversion ist dort ab rund 200.000 Yuan (etwa 24.000 Euro) erhältlich. Für die höhere Preisklasse hat der Konzern mit dem SU7 Ultra ein Vorzeigemodell im Angebot, das in China ab umgerechnet etwa 64.000 Euro gehandelt wird. Das SUV YU7 positioniert sich preislich im mittleren Segment bei umgerechnet rund 30.000 Euro.
Die Strafzölle auf chinesische Importe von E-Autos werden zur Folge haben, dass dieses Preisniveau auf dem europäischen Markt nicht zu halten sein wird. Diese belaufen sich auf bis zu 38 Prozent des Listenpreises. Abhängig von Zoll, Logistik und Zulassungsmodalitäten ist zu erwarten, dass der Einstiegspreis für den SU7 in Europa deutlich über 45.000 Euro liegen könnte. Beim YU7 wird mit einem Einstiegspreis im Bereich von 45.000 bis 55.000 Euro gerechnet.

In welcher Marktlage Xiaomi nach Deutschland strebt

Damit würde sich Xiaomi nicht wie andere chinesische Anbieter schwerpunktmäßig auf das Billigsegment konzentrieren. Das Zielpublikum wäre – ausgehend von den beiden Leitmodellen – eher im Premium- und Technologiesegment mit starkem Ökosystem angesiedelt. Dabei handelt es sich um wohlhabendere Kunden, die Wert auf Vernetzung ihres E-Autos mit Smartphone und Smart-Home-Anwendungen legen.
Chinesische Marken hatten zuletzt auf dem deutschen Automarkt deutlich an Boden gewonnen. Diese Entwicklung vollzog sich parallel zur Krise deutscher Automobilhersteller, die vor zum Teil massiven Sparprogrammen und in einigen Fällen sogar Standortschließungen stehen. Der Marktanteil chinesischer Marken an Pkws aller Antriebsarten lag in Deutschland zuletzt bei etwa 8 Prozent. Im batterieelektrischen Segment (BEV) allein stieg er zuletzt von 10,4 auf 14 Prozent.
Im Bereich der bewilligten Förderanträge liegt der Anteil chinesischer Marken laut Bundesumweltministerium bei weniger als 15 Prozent und damit ebenfalls über dem Gesamtmarktanteil dieser Marken. Dies zeigt, dass Chinas Autoindustrie vor allem im förderfähigen Preissegment eine erhebliche Bedeutung erlangt hat. Weltweit ist die Dominanz Chinas im BEV-Bereich noch massiver: Insgesamt stammen dem „Industrie-Magazin“ zufolge mittlerweile drei Viertel aus chinesischer Produktion.

China expandiert mit E-Autos – Deutsche Konzerne mit Absatzproblemen

Während die chinesischen Anbieter weltweit expandieren, verlieren deutsche Autobauer in China massiv an Boden. Im ersten Halbjahr 2026 büßte die Volkswagen Group auf dem zuletzt mit Sättigungserscheinungen kämpfenden Markt 25,9 Prozent seiner Auslieferungen ein. Bei Porsche waren es sogar 32 Prozent. Aber auch Audi, BMW und Mercedes-Benz hatten zuletzt dort enttäuschende Zahlen zu verzeichnen.
In insgesamt 26 Schwellenländern sieht die Situation ähnlich aus: Chinas E-Auto-Exporte boomen, während deutsche Marken mit Absatzproblemen zu kämpfen haben. Damit hat China mit einer Strategie Erfolg, die zuvor eher die deutschen Anbieter stabilisiert hatte – nämlich drohender Stagnation auf dem Heimatmarkt mit einer Exportoffensive zu begegnen.
Der technologische Vorteil, den europäische Marken lange Zeit auf dem chinesischen Markt hatten, ist über die Zeit geringer geworden. Die zunehmende Umstellung auf E-Mobilität war für China und seine Autobauer die Chance, eigene strategische Vorteile auszuspielen. Mehr als 80 Prozent aller Batteriezellen weltweit werden in China produziert.

Marktbereinigung auch in China zu erwarten

Auch bei dafür erforderlichen Seltenen Erden kann China seine Vorteile beim Zugang und in der Lieferkette voll ausspielen. Der Export chinesischer Autos ist von 2024 auf 2025 nochmals deutlich gewachsen, von rund 6,4 auf 8,3 Millionen Fahrzeuge. Dazu kommen Kostennachteile vor allem in Ländern wie Deutschland, wo nicht nur hohe Kosten für Produktion und Energie durchschlagen, sondern auch die Verbraucher nach multiplen Krisen Konsumzurückhaltung üben.
Mittlerweile entwickeln chinesische Anbieter ihre E-Autos schneller, integrieren digitale Dienste und bieten die Fahrzeuge zu niedrigeren Preisen an. Zudem profitieren sie von großen Stückzahlen in der Produktion, neuen Werken und eingespielten Lieferketten. Faktoren wie Subventionen, künstliche Marktbarrieren und Industriespionage spielen ebenfalls eine Rolle – wobei es häufig schwierig ist, konkrete Fälle nachzuweisen.
Die Gewinnmargen der chinesischen Anbieter sind allerdings nach wie vor gering. Dazu kommen Überkapazitäten und Preiskriege auch auf dem heimischen Markt. Es könnte deshalb auch unter den chinesischen Autokonzernen selbst perspektivisch zu einer Marktbereinigung kommen. Für die selbst mit strukturellen Problemen belasteten deutschen und europäischen Anbieter ist das möglicherweise nur ein schwacher Trost.
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Deutsche Isar-Aerospace-Rakete erfolgreich ins All gestartet

Die Spectrum-Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace ist erfolgreich zu ihrem zweiten Testflug ins All gestartet. Die Rakete hob um 22.12 Uhr vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya ab, wie auf einem Livestream zu sehen war. Nach zehn Minuten riss die Videoübertragung zum Boden ab, nachdem die Rakete die maximale Reichweite der Verbindung überschritten hatte. Beim ersten Versuch im März 2025 waren nur 30 Sekunden bis zum Absturz vergangen.

Großer Erfolg für ein Jungunternehmen

Das in Ottobrunn bei München ansässige Unternehmen feierte damit nach monatelangen Verzögerungen und viermaliger Verschiebung des zweiten Testflugs einen großen Erfolg. Nach Angaben der Moderatoren bei der Live-Übertragung erreichte die Rakete knapp vier Minuten nach dem Start eine Flughöhe von etwa 100 Kilometern über dem Erdboden – die sogenannte Karman-Linie, die die gedachte Grenze zum All markiert. Bei der Live-Übertragung zu sehen war unter anderem das Abstoßen der ersten Stufe. Als Nutzlast hatte die Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment geladen. Ob auch die Satelliten erfolgreich in die Umlaufbahn ausgesetzt wurden, war nicht unmittelbar klar.
Ursprünglich hätte die Spectrum-Rakete bereits im Januar abheben sollen. Doch der erste Termin wurde wegen eines defekten Ventils verschoben, beim zweiten Anlauf im März kam ein norwegischer Fischer dazwischen, der mit seinem Boot die Sicherheitszone in den Gewässern vor der Startbasis nicht rechtzeitig verlassen hatte. Im April wurden die Startvorbereitungen wegen eines leckenden Druckbehälters abgebrochen, im Juni gab es erneut ein Problem. Isar Aerospace will in diesem Jahre weitere Starts folgen lassen, der Bau der dritten Spectrum-Rakete ist bereits weit fortgeschritten.
Als Nutzlast hatte die Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment geladen.

Als Nutzlast hatte die Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment geladen.

Foto: -/Isar Aerospace/dpa

Erfolg des Unternehmens von strategischer Bedeutung für Europa

Die Spectrum soll nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen wenige hundert Kilometer über dem Erdboden bringen, geplant ist die Produktion von 40 Raketen im Jahr. Sowohl die Bundesregierung als auch EU und andere europäische Staaten haben ein strategisches Interesse am Erfolg des Unternehmens mit seinen guten 400 Mitarbeitern. Isar Aerospace hat nach Firmenangaben bislang über eine halbe Milliarde Euro Investorengelder eingeworben. Zuletzt hatte das Jungunternehmen einen Vertrag über 200 Millionen Euro mit der Europäischen Weltraumbehörde ESA unterzeichnet – Teil eines ESA-Programms, das die Entwicklung europäischer Trägerraketen beschleunigen soll.

Abhängigkeit von US-Technik und SpaceX soll schwinden

Grund ist die derzeitige weitgehende Unfähigkeit Europas, Satelliten mit eigener Technik ins All zu schießen. Seit langem wird die große Mehrheit der europäischen Satelliten von SpaceX ins All befördert. Das ist bei europäischen Raumfahrtunternehmen nicht zuletzt deswegen unpopulär, weil die Auftraggeber in den USA die technischen Spezifikationen ihrer Satelliten offenlegen müssen. Nach Angaben von Isar Aerospace starteten die USA im vergangenen Jahr 198 Raketen, Europa lediglich acht.
Rund 60 Prozent der Anfragen an Isar Aerospace kommen mittlerweile aus dem militärischen Bereich, wie Vorstandschef Daniel Metzler im Frühjahr berichtet hatte. Laut Unternehmen ist Isar Aerospace jetzt schon mit Aufträgen über mehrere hundert Millionen Dollar bis zum Jahr 2028 ausgebucht, obwohl die Rakete nicht serienreif ist. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte das der Gelände in Andøya am 13. März gemeinsam mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støhre besucht.

Auch die verspätete Ariane 6 soll in Schwung kommen

Größere Höhen im All wird die bayerische Spectrum-Rakete jedoch auch dann nicht ansteuern können, wenn sie eines Tages die Serienreife erreicht. Daran arbeitet die französisch-deutsche ArianeGroup, die in diesem Jahr insgesamt sieben bis acht Raketen des jahrelang verzögerten Typs Ariane 6 starten lassen will. Bisher gab es nach Zählung des Fachportals „European Spaceflight“ vier Ariane-Starts in diesem Jahr. Anders als die Spectrum ist die Ariane eine große Trägerrakete, die weit schwerere Nutzlast auch in geostationäre Umlaufbahnen knapp 36.000 Kilometer über dem Erdboden befördern kann. (dpa/red)
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Wenn Helfer Jahre später erkranken – Die Folgen von 9/11

Achtmal hat sich Curt Andrews schon Hautkrebs entfernen lassen müssen. Im Gesicht, am Kopf und auf der Brust. Es sind die Stellen seines Körpers, die vor 25 Jahren dem Staub ausgesetzt waren, den die Anschläge auf die Türme des World Trade Centers verursacht haben. Der freiwillige Feuerwehrmann aus dem US-Bundesstaat Connecticut verbrachte eine Woche in der Katastrophenzone, die als Ground Zero in die Geschichte einging. Was damals kaum jemand überblickte: Über die Luft und die Haut nahmen die Helfer einen hochgiftigen Cocktail aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen auf.
„Wir alle wussten, dass dort Tausende und Abertausende Menschen arbeiteten. Also sagte ich mir: Ich muss da hin, um zu helfen“, sagt Andrews, der sich damals kurzerhand mit einer für zwei Wochen gepackten Tasche und weiteren Feuerwehrmännern ins Auto setzt, um ins anderthalb Stunden entfernte New York zu fahren.
Die Türme sind bereits zusammengestürzt als er ankommt. Er watet durch eine Art Asche, die ihm bis zum Knie reicht. „Es war, als würde man durch Schnee laufen“, sagt er. Die Straßen rund um das World Trade Center sind voller Trümmer.

„Wir waren da, um anderen zu helfen“

Andrews erwartet, Menschen aus den Trümmern zu retten, und Hilferufe unter den kollabierten Türmen. Aber das Einzige, was er hört, sind Pieper. Vor dem Einsturz waren die Feuerwehrleute der gesamten Stadt zum World Trade Center gerufen worden. Mehr als 300 Feuerwehreinsatzkräfte sterben, als die Türme zusammenstürzen. Die Geräte piepen, wenn sie länger nicht bewegt werden. Ein Notsignal. Irgendwann sind die Batterien leer.
„Um 11.00 Uhr kurz vor Mitternacht fanden wir dann aber jemanden – einen Mann, der noch am Leben war. Ein Stahlträger hatte sich in seinen Arm gebohrt. Wir ließen Ärzte zu ihm kommen, die ihm Morphin verabreichten. Anschließend mussten wir seinen Arm amputieren und ihn aus dem Trümmerhaufen bergen. Er hat überlebt“, erzählt Andrews. Es soll der einzige Überlebende sein, den er innerhalb einer Woche findet. Schutzmasken tragen er und seine Kollegen nach seiner Erinnerung nicht. „Wir waren da, um anderen zu helfen. Um uns selbst haben wir uns keine Gedanken gemacht.“
Seine Augen seien gereizt gewesen und er habe viel gehustet. Die erste Nacht verbrachte der damals 41-Jährige auf einem Bordstein. „Wir hatten keine Gelegenheit zu duschen, die ganze Zeit, die wir dort unten waren. Wir waren also völlig mit diesem Staub bedeckt.“

Heute sind Zehntausende krank

An den Rettungs- und Aufräumarbeiten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 waren Zehntausende Helfer beteiligt. 25 Jahre danach ist die durch sie ausgelöste Gesundheitskrise noch in vollem Gange.
Neben dem toxischen Staub verpesteten Feuer, die bis zum Dezember in den Trümmerbergen am sogenannten Ground Zero brannten, zusätzlich monatelang die Luft. Die Umweltschutzbehörde der USA erklärt am 18. September 2001, die Luft sei nicht gesundheitsschädlich – eine Einschätzung, die sie später zurücknehmen muss. Hunderttausende waren da bereits an ihre Arbeitsplätze, in Schulen und in ihre Wohnungen zurückgekehrt und der giftigen Luft ausgesetzt. Die nahe gelegene New Yorker Börse öffnete schon am 17. September wieder.
Lila Nordstrom ist damals Schülerin an einer am World Trade Center gelegenen Schule, die Anfang Oktober wieder öffnet. Die Aufräumarbeiten sind da noch in vollem Gange. Kurz darauf klagen viele Schüler über Atemwegsbeschwerden. Neben einer Verschlimmerung ihres Asthmas entwickelte die Schülerin eine Refluxkrankheit und eine posttraumatische Belastungsstörung durch das Erleben des Anschlags. Sie war in der Schule, als die entführten Flugzeuge in die Türme krachten.
Die zentrale Gesundheitsbehörde der USA (CDC) verzeichnet bisher mehr als 57.000 Fälle von Krebs infolge der Anschläge. Am häufigsten ist es Hautkrebs, gefolgt von Prostata- und Brustkrebs. Allein in den zwölf Monaten vor Juni 2026 verzeichnete das Programm mehr als 10.000 weitere Krebsfälle. Weitere typische Krankheiten infolge der Anschläge sind laut CDC unter anderem chronischer Reflux, Asthma und posttraumatische Belastungsstörungen. Bis 2026 haben sich mehr als 150.000 Menschen in einem staatlichen Gesundheitsprogramm für durch die Anschläge Geschädigte registriert. Dabei wird geprüft, ob Erkrankung, Ausmaß der damaligen Belastung und zeitlicher Verlauf festgelegte wissenschaftliche Kriterien erfüllen. Ist das der Fall, wird die Erkrankung als 9/11-bedingt anerkannt.

Mehr Tote durch Spätfolgen als durch Anschlag selbst

Experten weisen im Oktober 2001 mehr als 350 chemische Substanzen in dem Staub nach – pulverisierter Beton, Isoliermaterial, Kerosin, elektrische Geräte und eine hohe Konzentration von Glaspartikeln. Der Staub habe etwa direkt die Nebenhöhlen und den Magen-Darm-Trakt angegriffen. Unmittelbar nach dem Anschlag ging ein Foto von Marcy Borders um die Welt, die als Staub-Frau bekannt wurde. Sie starb 2015 mit 42 Jahren an Magenkrebs. Sie machte den Staub dafür verantwortlich.
Eine exakte Zahl der Menschen, die seit den Anschlägen vom 11. September 2001 an durch die Katastrophe bedingten Erkrankungen gestorben sind, wird von den US-Behörden nicht ausgewiesen. Experten gehen aber davon aus, dass es mehr sind als die in direkter Folge durch den Anschlag getöteten 3.000 Menschen.

20 Jahre lang kehrte Andrews nicht nach New York zurück

Feuerwehrmann Andrews kennt viele solcher Geschichten. Einer seiner Kollegen aus Connecticut sei 2018 an Leberkrebs gestorben, ein anderer habe sich jahrelang wegen einer Quecksilbervergiftung behandeln lassen. Dass Andrews seinen Einsatz mit gleich mehrfachen Krebserkrankungen bis heute bezahlt, lässt ihn keine Reue spüren. „Ich würde 100 Prozent wieder so handeln. Ich bin dankbar, dass ich helfen konnte.“
Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, bis Andrews an den Ground Zero zurückkehren konnte. 2023 überredet ihn ein Freund, der sich den Ort von Andrews zeigen lassen wollte. Es habe auch Jahre gebraucht, bis er sich ein Bild der in eine amerikanische Flagge gehüllten Zwillingstürme auf den Unterarm tätowieren lassen konnte. Darunter steht „Never Forget“ – „Vergiss niemals“. (dpa/red)
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Warum Ihr Immunsystem altert und wie Sie den Alterungs-Prozess verlangsamen können

Robert war schon immer der Gesunde gewesen. Mit 71 Jahren spielte er immer noch zweimal pro Woche Golf, benötigte keine regelmäßigen Medikamente und hatte die lebenslange Angewohnheit, jede Erkältung oder Grippe, die grassierte, einfach abzuschütteln. Jedoch in den zwei Jahren seit dem Tod seiner Frau schien etwas in ihm nicht mehr zu funktionieren.
Eine Schürfwunde am Schienbein, die eigentlich innerhalb einer Woche verheilt sein sollte, brauchte nun einen Monat, um zu heilen. Erkältungen, die er früher einfach abgetan hätte, warfen ihn nun völlig aus der Bahn. Dann kam die Gürtelrose, eine Viruserkrankung, die schon einmal in seinen Fünfzigern ausgebrochen war.
Sein Internist führte die Standarduntersuchungen durch: ein großes Blutbild, ein Stoffwechselprofil. Alle Werte waren normal.
Um zu verstehen, was mit Robert geschah, betrachtete ich ihn durch die vier Dimensionen, mit denen ich jedes alternde System beurteile. Ich nenne diesen Ansatz das ACES-Modell: Anatomie, Chemie, Energie und Seele.
Die Struktur des Körpers beherbergt seine Abwehrkräfte. Die Chemie entzündet oder dämpft sie. Energie treibt sie an. Und die unverarbeitete Last im Leben eines Menschen – Trauer, Isolation und Verlust – kann die Abwehrkräfte auf eine Weise schwächen, die kein Standard-Blutbild erfassen kann. Von allen Organsystemen des Körpers ist das Immunsystem vielleicht dasjenige, bei dem diese vierte Dimension am stärksten ins Gewicht fällt.

Die alternde Armee

Das Immunsystem ist die stehende Armee des Körpers: ein riesiges Netzwerk, das Eigenes von Fremdem unterscheidet, sich an alte Feinde erinnert, beschädigtes Gewebe repariert und entartete Zellen beseitigt.
Diese Armee stützt sich auf Organe, die man selten als solche wahrnimmt. Das Knochenmark produziert die weißen Blutkörperchen für die Front. Der Thymus, eine Drüse hinter dem Brustbein, bildet die T-Zellen aus, welche die Abwehr koordinieren. Milz und Lymphknoten filtern das Blut nach Erregern, während die Darmschleimhaut als größte Schutzmauer zur Außenwelt den Großteil des Immunsystems beherbergt.
Mit den Jahren schrumpft diese Armee jedoch nicht einfach, sie verändert ihren Charakter. Sie reagiert träger auf neue Bedrohungen, entzündet sich schneller und wird vergesslicher.
Wissenschaftler nennen diesen langsamen Verfall „Immunoseneszenz“. Das deutlichste Beispiel liefert der Thymus: Er beginnt schon nach der Pubertät zu schrumpfen und besteht im Alter fast nur noch aus Fettgewebe. Dass ältere Menschen schlechter auf neue Infektionen oder Impfstoffe ansprechen, liegt schlicht daran, dass das Organ kaum noch neue Abwehrzellen produziert, also unbeschriebene Blätter, die schnell lernen können, einen bisher unbekannten Erreger zu erkennen.

Gleichzeitig wird die Darmschleimhaut durchlässiger, und das Knochenmark verändert seine Strategie: Es produziert vorrangig Zellen für die grobe Immunantwort. Diese erzeugen flächendeckende Dauerentzündungen, anstatt den Erreger passgenau zu bekämpfen.

Das schwelende Feuer der Entzündung

Für den chemischen Wandel des alternden Immunsystems gibt es einen Fachbegriff: Inflammaging.

Im Alter neigt der Körper dazu, in eine chronische, leichtgradige Entzündung abzugleiten. Gemeint ist nicht die nützliche Abwehrreaktion, die bei einer Verletzung kurz aufflammt und wieder vergeht. Es ist ein dauerhaftes, leises Feuer, das im Hintergrund weiterbrennt.

Geschürt wird dieser Brand vor allem durch vier Faktoren:

  • Bauchfett: Tief sitzendes Bauchfett (viszerales Fett), das Entzündungen begünstigt.
  • Schlafmangel: Fehlende Regeneration treibt die Entzündungswerte hoch.
  • Ernährung: Zucker und stark verarbeitete Produkte liefern ständig Brennstoff.
  • Stress: Chronische Seelenlast gießt direkt Öl ins Feuer.

Die Folgen dieser Dauerbelastung hinterlassen Spuren. Inflammaging gilt als ein wichtiger Risikofaktor für die großen Alterskrankheiten, von Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Alzheimer über Krebserkrankungen bis hin zur körperlichen Gebrechlichkeit.

Roberts Entzündungsmarker waren erhöht, wenn auch nur geringfügig. Seine häufigen Infektionen und die langsame Wundheilung waren der sichtbare Rauch, der aus dem Feuer aufstieg.

Die Immunalterung lässt sich im Standard-Blutbild nicht ablesen. Um sie sichtbar zu machen, sind spezielle Untersuchungen nötig:

  • Das Zellverhältnis: das Gleichgewicht zwischen jungfräulichen naiven T-Zellen und erfahrenen Gedächtniszellen
  • Die Viruslast: die lebenslange Spurensuche nach weit verbreiteten Erregern
  • Die Entzündungsmarker: die Konzentration von Entzündungssignalen im Blut
  • Die Impfantwort: wie träge der Körper auf Schutzimpfungen reagiert

Wer bei sich Anzeichen einer Immunalterung vermutet, sollte den Arzt um Werte bitten, die in der Routine fehlen – mindestens um das hochsensible C-reaktive Protein. Ein anhaltend erhöhter Wert ist ein klares Signal, den Lebensstil anzupassen.

Abhilfe ist möglich: Der Abbau von viszeralem Fett dämpft Entzündungsprozesse direkt. Eine Ernährung aus reichlich Gemüse, fettem Fisch und Olivenöl löscht das Feuer, das Zucker und stark verarbeitete Produkte immer wieder anfachen.

Kann der Geist zurückschlagen?

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird ein Mensch, der von Trauer zermürbt ist, zur leichten Beute für Krankheiten. Mit anderen Worten: Anhaltende Trauer schwächt die Abwehrkräfte. Die westliche Wissenschaft hat in den letzten rund 50 Jahren einen Teil dieses Zusammenhangs durch ein ganzes Forschungsgebiet bestätigt: Die Psychoneuroimmunologie, also die Erforschung der Kommunikation zwischen Geist und Immunsystem.
Eine Studie aus dem Jahr 2005 ergab, dass einsamere Studienanfänger eine schwächere Antikörperreaktion auf den Grippeimpfstoff zeigten, was Einsamkeit direkt mit einer messbaren Beeinträchtigung des Immunsystems in Verbindung brachte.
Chronische Trauer und Depressionen erhöhen Entzündungsmarker und unterdrücken genau jene Zellen, die Viren bekämpfen und nach Krebszellen suchen.
Hinterbliebene Ehepartner weisen in der Zeit nach ihrem Verlust nachweislich eine verminderte Immunfunktion sowie eine erhöhte Krankheits- und Sterblichkeitsrate auf. Ein Muster, das in der medizinischen Fachliteratur einen eigenen Namen erhalten hat: Der Witwen-Effekt. Robert war das lebende Beispiel für diese Erkenntnis.
Als ich ihn schließlich nach seiner Trauer fragte, zeichnete sich das vollständige Bild ab. Er hatte aufgehört zu kochen, denn das Kochen war etwas gewesen, das er und seine Frau gemeinsam getan hatten. Er hatte sich von seinen Freunden zurückgezogen. Er schlief auf einem Sessel statt in dem Bett, das sie sich geteilt hatten. Er war im wahrsten Sinne des Wortes schutzlos – seine Trauer zerstreute seine schützende Energie, wie es die TCM ausdrücken würde, und seine Isolation unterdrückte seine Immunzellen, wie es die moderne Forschung beschreiben würde.
Kann sich der Geist also wehren? Es gibt Hinweise darauf, die dies bejahen, und genau das ist der Teil, den ich meinen Patienten am liebsten vermitteln möchte.

Zurück ins Leben

Untersuchungen belegen, dass Sinnstiftung und Zugehörigkeit (eudaimonisches Wohlbefinden) die Genaktivität des Immunsystems positiv verändern: Entzündungssignale nehmen ab, die Abwehr von Viren nimmt zu. Die Mechanismen sind dieselben: So wie Trauer den Körper schwächt, kann Sinn ihn wieder aufrichten.
Was ich mit Robert erarbeitete, war kein Rezept, sondern ein Weg zurück ins Leben.
An erster Stelle stand gesunder Schlaf als Fundament jeder Heilung. Wir brachten wieder Struktur in seine Küche: Selbst zu kochen bedeutete für ihn nun, den Körper zu nähren und sich täglich neu gegen die Verzweiflung zu behaupten. Wir gaben der Isolation keine Chance mehr – durch ein festes Abendessen mit seinen Golffreunden, die Rückkehr in den Verein und eine ehrenamtliche Aufgabe. Und wir benannten die Trauer offen, statt zuzulassen, dass sie im Hintergrund weiterzehrt.
Nach einem Jahr traten die Infekte kaum noch auf. Robert hatte nicht nur seine Immunabwehr zurückgewonnen, sondern auch ein Teil seiner Lebensfreude war zurückgekehrt.

Das Immunsystem wie eine Geschichte lesen

Roberts Internist lag mit seiner Diagnose nicht falsch: Roberts Immunsystem alterte tatsächlich. Doch die Endgültigkeit dieses Befundes übersah genau das, was sein Leiden überhaupt erst heilbar machte.

Seine Anatomie glich einer Armee, die über die Jahre geschwächt worden war. Seine Chemie zeigte das leise Feuer einer Dauerentzündung, die im Hintergrund brannte. Seine Energie offenbarte eine Abwehrkraft, die durch Trauer und gestörten Schlaf ausgelaugt war. Und seine Seele legte schließlich den Ursprung von all dem offen: einen tiefen Verlust, der seine Abwehrkräfte aktiv lähmte – über biologische Pfade, welche die Forschung heute immer besser versteht.

Hätten wir nur Roberts Symptome bekämpft, mit einem Antibiotikum nach dem anderen, hätten wir bloß den Rauch vertrieben, während der Brand im Verborgenen weiter wüten würde.

Das ACES-Modell fordert dazu auf, alle vier Dimensionen als Ganzes zu betrachten. Denn im Immunsystem greift jedes Zahnrad ins andere:

Trauer schürt Entzündungen, Entzündungen lassen Immunzellen schneller altern, Schlafmangel raubt dem Körper die Energie, und jede Umdrehung treibt die nächste an. Erst als wir an allen vier Stellschrauben gleichzeitig ansetzten, ließ sich dieser Teufelskreis durchbrechen.

Das Immunsystem altert. Diese Wahrheit gilt für uns alle. Doch unsere Abwehr ist dem Leben, das wir führen, keineswegs schutzlos ausgeliefert. Sie ist nicht irreparabel. Der Geist kann sich tatsächlich wehren. Und wenn er es tut, erwacht die älteste Armee des Körpers zu neuem Leben.

Lidan Du-Skabrin, die einen Doktortitel in Ernährungswissenschaften besitzt, hat zu diesem Artikel beigetragen. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Why Your Immune System Ages and How to Slow It Down“. (deutsche Bearbeitung kr)
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Marius Borg Høiby: Der tief gefallene Sohn der neuen Königin

Als der Sarg des verstorbenen Königs Harald V. vor wenigen Tagen während einer feierlichen Zeremonie durch die Säle des norwegischen Königsschlosses getragen wurde, erregte vor allem eines Aufsehen. Neben dem Sarg ging, gemeinsam mit den Kindern und Enkeln des Monarchen, mit starrem Blick Marius Borg Høiby. Der Sohn der neuen Königin Mette-Marit – im Juni wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Høiby beabsichtigt, es anzufechten. Aber das Signal ist klar und stark: Der Stiefsohn des neuen Königs Haakon VIII. gehört zum engsten Kreis der Familie – auch wenn er in nicht allzu ferner Zukunft ins Gefängnis wandern könnte. Die Zeremonie war eigentlich privat, doch das Königshaus entschied sich dazu, sie im Fernsehen übertragen zu lassen – und ließ damit alle Welt zusehen.
Eigentlich sitzt Høiby derzeit mit elektronischer Fußfessel im Hausarrest auf Gut Skaugum, dem bisherigen Zuhause der neuen norwegischen Königsfamilie. Für die Sargprozession bekam der 29-Jährige Ausgang. Öffentlich darüber gesprochen hat bislang kein Mitglied der Königsfamilie. Auch beim Begräbnis des norwegischen Monarchen an diesem Mittwoch darf Høiby dabei sein.

Im Ausland Erschütterung

Entrüstung rief der Auftritt des tief gefallenen Høiby fast ausschließlich im Ausland hervor. Die Ehrfurcht vor und die Trauer um König Harald V. lassen in diesen Tagen in norwegischen Medien kaum eine kritische Meinung zu. Die dänische Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“ schrieb dagegen von einem „erschütternden“ Signal. Høibys Opfer seien dem norwegischen Königshaus offensichtlich egal, findet die Königshaus-Korrespondentin des Blatts: „Tatsächlich entscheidet man sich dafür, ihn für seine Straftaten zu belohnen, indem man ihm einen prominenten Platz am Sarg von König Harald einräumt. Das schreit doch zum Himmel.“
In Norwegen haben viele Menschen Verständnis für den Umgang mit dem Sohn der neuen Königin: Schließlich ist Høiby, den Mette-Marit in die Ehe mit Haakon brachte, von Kindesbeinen an ein Teil der Königsfamilie. König Harald V., so heißt es, habe ihn wie seinen leiblichen Enkel behandelt. Kurz vor dessen Tod durfte sich der 29-Jährige von seinem Ziehopa im Krankenhaus verabschieden. Høibys Ankunft und Abfahrt wurden mit etlichen Fotos dokumentiert.

Die Akte Høiby

Noch vor ein paar Wochen war auch in Norwegen ein drastischeres Bild Høibys gezeichnet worden. Während des Prozesses wurde detailliert über die Vorwürfe berichtet, insgesamt wurden 40 Anklagepunkte verhandelt. Die schwersten Vorwürfe bezogen sich auf Fälle von Vergewaltigung nach norwegischem Recht, vier Frauen sind betroffen. Høiby soll sie missbraucht und gefilmt haben, während sie schliefen. Von zwei dieser Vorwürfe wurde er freigesprochen, die Taten bestritt er.
Andere Vorwürfe hatte der Sohn von Mette-Marit zugegeben. Dazu zählen Körperverletzungen, Drohungen, Verstöße gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, ein Drogendelikt und mehrere Verkehrsdelikte. Der Prozess zog sich über sechs Wochen. Stundenlang wurden mehr als 800 SMS vorgelesen, Freunde, frühere Nachbarn, Eltern, Geschwister, ein Schlafforscher, Psychologen, Ärzte, Ermittler und andere Zeugen befragt. In jedem neuen Fall kamen zunächst die mutmaßlichen Opfer zu Wort. Danach erzählte Høiby jeweils seine Version der Dinge.
Immer wieder betonte der 29-Jährige zudem, wie sehr er sich von den Medien seit seiner Kindheit verfolgt fühle und wie er darunter leide, dass er in der Öffentlichkeit stehe, ohne es sich selbst ausgesucht zu haben. Mehrfach sagte Høiby unter Tränen aus, wenn es um seine Kindheit und ungewollte Prominenz ging. In der Öffentlichkeit festigte sich das Bild eines Mannes, der ein sorgenfreies Leben hätte führen können, dieses aber durch seine Taten und sein Verhalten selbst zerstörte.

Kein Mitglied des Königshauses

Die Beziehung, aus der Høiby stammt, soll laut norwegischen Medien flüchtig gewesen sein. Mette-Marit zog ihren Sohn allein auf, bis sie Haakon traf. „Lille Marius“ wurde der Junge bei der Hochzeit der beiden 2001 liebevoll genannt. In den folgenden Jahren wurden seine Halbgeschwister geboren: die nach Haralds Tod neue Thronfolgerin, Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22), und Prinz Sverre Magnus (20).
Mitglied des norwegischen Königshauses war Haakons Stiefsohn nie, und damit auch kein Prinz. 2017 hatte Høiby ein BWL-Studium in den USA angefangen, es aber gleich wieder abgebrochen. Später war er unter anderem Praktikant bei einem Modedesigner und arbeitete als Verkäufer in einem Unternehmen, das eine Party-App entwickelt hat, sowie als Motorradmechaniker. Eine andere Rolle als die des Außenseiters dürfte er auch in Zukunft nicht spielen – vor allem dann nicht, wenn die Haftstrafe nach einer Berufung bestehen bleibt. (dpa/red)