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Aufklärung kann den Vormarsch des Kommunismus aufhalten

Eine Umfrage aus dem Jahr 2025 unter amerikanischen Erwachsenen im Alter von 30 Jahren und jünger ergab, dass 62 Prozent dem Sozialismus positiv gegenüberstanden. Bei derselben Umfrage standen 34 Prozent dem Kommunismus positiv gegenüber.

Befürwortung durch Propaganda?

Es wäre ein Fehler, diese Statistiken als Reaktion auf die derzeitige Regierung zu interpretieren. Umfragen verschiedener Organisationen, die in den vergangenen fünf Jahren durchgeführt wurden, liegen im Rahmen dieser Zahlen.
Diejenigen von uns, die den Kommunismus als böse betrachten, sind entsetzt über diese Zahlen. Wissen diese jungen Menschen, dass Kommunisten in den vergangenen 100 Jahren mehr als 100 Millionen Menschen getötet haben?
Sind sie sich der gebrochenen Versprechen des Kommunismus in Diktaturen wie Kuba, Nordkorea und China bewusst? Ist ihnen nicht klar, dass unter einer kommunistischen Regierung ihr Leben vom Staat diktiert würde, sofern sie nicht zum inneren Kreis der Partei gehören? Können sie Sozialismus und Kommunismus überhaupt definieren?
Die Antwort auf diese und andere Fragen ist nur mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Entweder wissen sie nichts von diesen Ungeheuerlichkeiten des 20. Jahrhunderts oder sie sind Opfer von Propaganda. Kein vernünftig erzogener Mensch würde zustimmen, ein Sklave des Staates zu werden.

„Alle lebten in Angst“

Am Montag, 18. Mai, zeigten mir eine Lehrerin der fünften Klasse und ein römisch-katholischer Priester einen Weg, wie wir dieser Fehlentwicklung entgegenwirken können.
Am Sonntag erwähnte Lara Purciel, die Lehrerin und auch eine Freundin von mir, dass sie Pater Tom Shepanzyk eingeladen hatte, vor ihrer Klasse an der Padre-Pio-Akademie über den Kommunismus zu sprechen. Pater Shepanzyk lebte in seiner Jugend unter dem Kommunismus in Polen, bevor er in die Vereinigten Staaten ging. Lara bemerkte mein Interesse und lud mich daraufhin ein, zuzuhören.
Etwas mehr als 1 Stunde lang fesselte Pater Shepanzyk die Aufmerksamkeit dieser Klasse und der hinzugekommenen Achtklässler. Er sprach darüber, wie sein Leben als gläubiger katholischer Jugendlicher in einem System aussah, das Religion verachtete und verspottete.
Pater Shepanzyk erzählte seinem jungen Publikum von den Stunden, die er in Schlangen vor Lebensmittelgeschäften verbrachte, um nur das Nötigste zum Leben zu kaufen. Ebenso berichtete er von der Propaganda in den Schulen und auf den allgegenwärtigen Plakaten in den Straßen, vom staatlich kontrollierten Fernsehen und von der Angst, von den falschen Leuten belauscht zu werden, was die freie Meinungsäußerung einschränkte.
„Alle lebten in Angst“, sagte Pater Shepanzyk. „Alle hatten Angst.“

Kommunisten zielen auf die Jugend ab

Einige seiner Geschichten trafen sicherlich einen Nerv. Als ihnen gesagt wurde, dass eines Tages die ganze Welt kommunistisch sein und alles „dem Volk“ gehören würde, scherzten er und seine Klassenkameraden: „Werden unsere Socken dann privat sein?“ Er erklärte, dass er nur einmal im Jahr eine Orange bekommen habe, und: „Als ich in die Vereinigten Staaten kam, aß ich Tag und Nacht Orangen.“
An einer Stelle sagte Pater Shepanzyk zu den Schülern: „Die Kommunisten haben es immer auf die Jugend abgesehen.“ Sie tun dies, indem sie an ihren Idealismus appellieren und sie über die Realitäten einer sozialistischen beziehungsweise kommunistischen Regierung im Vergleich zu diesem Idealismus in die Irre führen.
Und genau hier liegt die Lehre, die ich aus dieser Unterrichtsstunde gezogen habe. Genau wie die Linken müssen wir uns um die Jugend bemühen. Viele unserer Schulen, Universitäten und kulturellen Einflussnehmer tun genau das. Sie verstehen – und haben schon seit Jahrzehnten verstanden –, dass ein Kampf um die Herzen und Köpfe unserer jungen Menschen tobt.

Wie kann man aufklären?

Ein altes Sprichwort besagt: „Wir müssen Feuer mit Feuer bekämpfen.“ Insbesondere durch Geschichten müssen wir unseren jungen Menschen die Übel des Marxismus aufzeigen.
Die gute Nachricht ist, dass wir die Mittel dafür haben. Sucht man online nach „Wie viele Opfer des Kommunismus leben in den Vereinigten Staaten?“, findet man Angaben, dass die Zahlen schwer genau zu bestimmen sind, aber insgesamt in die Millionen gehen. Diese Zahl erhöht sich noch weiter, wenn man die Kinder und Enkelkinder berücksichtigt, die aus diesen Flüchtlingen vor dem Marxismus hervorgegangen sind.
Genau wie Pater Shepanzyk es in jenem Klassenzimmer tat, benötigen wir diese Männer und Frauen, die mit unseren jungen Menschen über die Misshandlungen und das Leid sprechen, das sie miterlebt haben, über die grausame Unterdrückung von Würde und persönlichen Ambitionen. Diese Geschichten können dann als Gegenmittel gespeichert werden, um dem Gift der kommunistischen und sozialistischen Propaganda entgegenzuwirken.
Lehrer können einfach Laras Beispiel folgen und einen oder mehrere dieser Zeitzeugen einladen, vor ihren Klassen zu sprechen. Homeschooling-Gruppen und andere Jugendorganisationen könnten dasselbe tun. Sicherlich gibt es genug Osteuropäer, Vietnamesen, Chinesen und andere Staatsangehörige, die bereit wären, sich diesem Anliegen anzuschließen.

Berichte über Opfer des Kommunismus

Eine weitere großartige Ressource ist die Victims of Communism Memorial Foundation. Ihr Witness Project und Voices for Freedom enthalten Interviews mit Menschen aus aller Welt, die unter kommunistischen Regimen inhaftiert, gefoltert und ihrer natürlichen Rechte beraubt wurden.
Lehrer und Eltern können den Jugendlichen auch Bücher und Filme näherbringen, die Totalitarismus und Kollektivismus anprangern. Ältere Teenager könnten sich „Mr. Jones“ ansehen, den erschütternden Film über den Holodomor, was „Tod durch Hunger“ bedeutet, durch den die Sowjetunion Millionen Ukrainer verhungern ließ.
Der ab 16 Jahren freigegebene Film „Das Leben der Anderen“ zeigt uns die Schattenseiten des ostdeutschen Polizeistaats und dessen Überwachung privater Gespräche. Bücher wie Lois Lowrys antikollektivistischer Roman „The Giver“, George Orwells Klassiker „Animal Farm“ und „1984“ sowie James Clavells weitgehend vergessener, aber wichtiger Roman „The Children’s Story“ können helfen, Schutz vor den giftigen Einflüssen der extremen Linken zu bieten.
Unsere jungen Menschen müssen wissen, bevor sie auf die Hochschule gehen oder ins Berufsleben eintreten, dass der Kommunismus die Seele und oft auch den Körper tötet, dass er seine Versprechen nicht einhält, dass es unter einem kommunistischen Regime keine unveräußerlichen Rechte gibt, kein Leben, keine Freiheit und kein Streben nach Glück.
Und es liegt an uns, ihnen diese Dinge beizubringen.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Telling Stories Can Reverse the Rise of Communism“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: mf)
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„Genug gearbeitet“ – Orientierung: Menschen können nicht liefern, wenn Richtung fehlt

„Die wissen doch, was zu tun ist.“ Dieser Satz fällt oft dann, wenn etwas nicht läuft. Aufgaben bleiben liegen, Entscheidungen werden zurückgespielt und Ergebnisse passen nicht. Die Führungskraft ärgert sich. Das Team wirkt passiv. Und doch fehlt häufig nicht der Wille, sondern Orientierung.
Orientierung ist mehr als Information. Eine Mail ist noch keine Orientierung. Eine Ansage ist noch keine Orientierung. Ein Ziel auf einer Folie ist noch keine Orientierung. Orientierung entsteht erst, wenn Menschen wissen, worauf es ankommt, wie sie entscheiden dürfen und woran gute Arbeit erkannt wird.
Viele Führungskräfte unterschätzen, wie viel unausgesprochen bleibt. Sie tragen das Bild im Kopf, aber das Team sieht nur Ausschnitte. Dann entstehen Rückfragen, Reibung und Vorsicht. Wer im Nebel arbeitet, bewegt sich langsamer – nicht aus Faulheit, sondern aus Selbstschutz.
Ein Projektleiter erzählte mir: „Ich will nicht ständig fragen. Aber ich will auch nicht wieder hören, dass es anders gemeint war.“ Dieser Satz zeigt den Kern. Unklare Führung erzeugt nicht Selbstständigkeit. Sie erzeugt taktische Vorsicht.
Orientierung braucht vier einfache Elemente:
  • Richtung: Was soll am Ende anders sein?
  • Grenze: Was gehört nicht dazu?
  • Spielraum: Was darf eigenständig entschieden werden?
  • Maßstab: Woran erkennen wir Qualität?
Eine Geschäftsführerin begann, neue Aufgaben nicht mehr mit „Kümmern Sie sich mal“ zu übergeben. Stattdessen nutzte sie drei Sätze: „Das Ziel ist … Der Entscheidungsspielraum ist … Mir ist wichtig, dass …“ Es dauerte kaum länger. Aber die Rückfragen veränderten sich. Sie wurden weniger und präziser.
Genug gearbeitet. Denn viel Arbeit entsteht dadurch, dass Menschen erst arbeiten und danach klären, was eigentlich gemeint war.
Besonders gefährlich ist Orientierungslosigkeit in Phasen von Veränderung. Wenn neue Technik, KI, neue Prozesse oder veränderte Kundenanforderungen hinzukommen, reicht es nicht, Aufgaben zu verteilen. Dann braucht es Einordnung: Warum machen wir das? Was bleibt? Was ändert sich? Was ist verhandelbar und was nicht?
Führungskräfte müssen nicht alles wissen. Aber sie müssen sagen, was sie wissen, was sie noch nicht wissen und bis wann entschieden wird. Das schafft mehr Ruhe als jede Beschwichtigung.
Ein hilfreicher Satz lautet: „Ich weiß noch nicht alles, aber das ist unser nächster klarer Schritt.“ Dieser Satz ist ehrlich und führend zugleich.
Wenn Sie Orientierung testen wollen, fragen Sie drei Menschen im Team: „Was ist gerade unser wichtigstes Ziel?“ Wenn drei unterschiedliche Antworten kommen, haben Sie kein Motivationsproblem. Sie haben ein Führungsproblem.
Genug gearbeitet. Wo erwarten Sie Eigenverantwortung, obwohl die Richtung nicht klar genug ist?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit
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Umgestürzte Bäume und Überschwemmungen: Weiterhin Unwetter und Gewitter

Erst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst auch heftiger ausfallen.
Die Hitze setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad.
Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. „Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher“, sagte Meteorologe Christian Herold.
„Ab Wochenmitte deutet sich allerdings an, dass sich die Hitze auch wieder auf den Norden ausdehnt“, teilte der DWD mit. „Hinweise auf eine Abkühlung liefert die Modellwelt nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende.“
Am 21. Juni ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags sehen Meteorologen die heftigsten Gewitter in der Mitte und später im Südosten.

Umgestürzte Bäume und Überschwemmungen

Polizei und Feuerwehr hatten deswegen bereits am Wochenende viel zu tun: Umgestürzte Bäume beschädigten Autos und Häuser. Flüsse traten über die Ufer, zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Größere Schäden blieben aber aus. Oft musste die Feuerwehr ausrücken, weil es heftig gestürmt hat.
Auf dem Schützenfestgelände in Ostfriesland stürzte ein Baum auf einen Schaustellerwagen, laut Feuerwehr wurde niemand verletzt.
Die Feuerwehr aus der Gemeinde Ihlow berichtete von einem Einsatz bei einer Hochzeitsfeier. Dort sei das Zelt einer Hochzeitsgesellschaft durch den Sturm auf ein Scheunendach geweht worden. Von den etwa 50 Feiernden sei niemand verletzt worden.

Festivals und Gewitter

Am 19. Juni wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher wieder tanzen und feiern.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern räumten die Behörden in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sind 13 Menschen nach dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände.
Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt gab es neun Verletzte. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht zum 19. Juni mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine Details vor. In Lebensgefahr schwebt niemand.
Im ostfriesischen Moormerland bei Leer musste nach Angaben der Polizei ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt werden. Zusammen mit der Feuerwehr wurden die Kinder nach Hause gebracht oder von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt. Alle blieben unverletzt. In mehreren Bundesländern mussten Feuerwehren ausrücken.
Gewitter, Stürme und Hitze zeigten am Wochenende bereits erste Spuren.

Gewitter, Stürme und Hitze zeigten am Wochenende bereits erste Spuren.

Foto: Patrick Pleul/dpa

Schäden auf der Autobahn

In Brandenburg haben die Temperaturen zu Straßenschäden geführt. Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kommt es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde zu Behinderungen wegen Fahrbahnschäden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Verkehrsclub ADAC meldete, der Asphalt blähe sich auf.
Schäden gab es auch auf der Fahrbahn der A1 in Richtung Lübeck zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Als Notfallmaßnahme sei der beschädigte Fahrstreifen gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit.

Höchste Warnstufe in Paris, Waldbrand in Griechenland

Auch im übrigen Europa ächzen die Menschen unter den hohen Temperaturen. In Frankreich verhängte der Wetterdienst Météo France für Sonntag nahezu im gesamten Land die höchste oder zweithöchste Warnstufe – mit erwarteten Spitzentemperaturen zwischen 38 und 41 Grad. Für 35 Departements, darunter Paris, gilt die höchste Warnstufe Rot.
In Griechenland kämpfte die Feuerwehr auf der Insel Euböa am Samstag gegen den ersten großen Waldbrand des Jahres: 120 Einsatzkräfte, 35 Löschzüge, sieben Hubschrauber und acht Flugzeuge waren im Einsatz. Starker Wind trieb die Flammen in der Nähe der Ortschaften Mesochoria und Raptei an; zwei Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert.
In Spanien erwartet der staatliche Wetterdienst für Sonntag in großen Teilen Andalusiens Temperaturen von 40 Grad. Dort sowie in anderen Bereichen des Landes wie etwa dem Süden Mallorcas, wo es 39 Grad werden könnten, wurde die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen.
In Teilen des Baskenlandes, das an heißes Wetter weniger angepasst ist, wurde die höchste Alarmstufe Rot ausgelöst. (dpa/red)
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ausland gesellschaft

Polizei findet bei Drogenrazzia Picasso-Gemälde

Spektakulärer Zufallsfund bei einer Razzia in einem Vorort von Paris: Bei der Durchsuchung eines Hauses in Champigny-sur-Marne entdeckte die Polizei ein Gemälde des spanischen Jahrhundertmalers Pablo Picasso.
„Dieser Fund erfolgte im Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen des Handels mit Rauschmitteln“, teilte die Staatsanwaltschaft von Créteil am Samstag mit. Nach dem überraschenden Fund seien Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei eingeleitet worden.

Gefunden bei einer Razzia am 15. Juni

Das Gemälde wurde als echter Picasso bestätigt, die Staatsanwaltschaft machte aber keine näheren Angaben über das Werk. Laut der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ hatte die Kriminalpolizei am 15. Juni ein Haus in der östlich von Paris gelegenen Gemeinde durchsucht.
Dabei fanden die Ermittler neben dem Picasso auch Haschisch, Luxuskleider und mehrere tausend Euro in bar. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden vier Verdächtige am Freitag einem Richter vorgeführt.

Stammt es aus einem Kunstdiebstahl von 2010?

„Le Parisien“ spekulierte darüber, ob es sich bei dem Bild um das Picasso-Werk „Pigeon aux petits pois“ („Taube mit grünen Erbsen“) aus dem Jahr 1911 handeln könnte. Es wurde 2010 bei einem aufsehenerregenden Kunstdiebstahl gemeinsam mit anderen Meisterwerken aus dem städtischen Museum für moderne Kunst in Paris gestohlen.
2017 wurde der als „Spiderman“ bekannt Kunstdieb Vjéran Tomic dafür zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, der Picasso blieb indes verschollen. (afp/red)
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Los Angeles ruft Ausnahmezustand wegen Brand aus

Wegen Rauchbildung durch einen seit Tagen nicht zu bändigenden Brand in einem Lagerhaus haben die Behörden in der US-Metropole Los Angeles den Ausnahmezustand ausgerufen.
Damit werde sichergestellt, „dass der Stadt die Ressourcen zur Verfügung stehen, die sie benötigt“, erklärte die Bürgermeisterin der zweitgrößten Stadt der USA, Karen Bass, am Samstag.
Das Feuer war am Mittwoch in einem Lagerhaus für Tiefkühlwaren ausgebrochen und füllt seitdem die Luft mit beißendem, schwarzem Rauch.

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat für Los Angeles County den Notstand ausgerufen – als Reaktion auf den Brand im Lagerhaus von Lineage Logistics, der am 17. Juni im Stadtteil Boyle Heights ausgebrochen war.

Foto: Mario Tama/Getty Images

Brennende Isolierung, ein vermutetes Ammoniakleck und schmelzende Soldarpanels

Das Feuer ist auf das Lagerhaus begrenzt, stößt jedoch Dämpfe aus, die nach brennendem Plastik riechen. „Der Rauch hat weite Teile der Stadt erreicht, und wir empfehlen allen, sich dem so wenig wie möglich auszusetzen“, erklärte die Feuerwehr von Los Angeles im Onlinedienst Facebook.
Anfangs waren die Bewohner des Gebiets rund um das Lagerhaus in dem Stadtteil Boyle Heights aufgefordert worden, sich in ihren Häusern aufzuhalten, die Fenster zu schließen und das Einatmen der Außenluft zu vermeiden. Später hob die Feuerwehr diese Anordnungen wieder auf.

Am 20. Juni 2026 in Los Angeles, Kalifornien – der Brand in dem Tiefkühllager ist noch nicht gelöscht.

Foto: Mario Tama/Getty Images

Der Rauch sei weder giftig, noch unterscheide er sich von dem eines normalen Gebäudebrands. Die Luftqualitätsbehörden riefen die Menschen in den betroffenen Gebieten dennoch dazu auf, Aktivitäten im Freien zu vermeiden.
Die Löscharbeiten in dem rund 46.000 Quadratmeter großen Lagerhaus werden den Behörden zufolge durch brennende Schaumisolierung, ein vermutetes Ammoniakleck und schmelzende Solarpanels erschwert. (afp/red)
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gesellschaft wirtschaft

Online-Shopping wird für Händler riskanter – Kriminelle rekrutieren Einkäufer

Der Online-Handel weltweit leidet unter einer wachsenden Zahl betrügerischer Kunden. Nach einer Analyse des US-Cybersicherheits-Dienstleisters LexisNexis Risk Solutions tragen dazu sowohl die Konjunkturflaute als auch die organisierte Kriminalität bei.
Internationale Banden werben demnach gezielt Menschen an, die beim Online-Shopping betrügen oder Kriminellen ihre Identität zur Verfügung stellen.
Das Unternehmen betreibt ein „Digital Identity Network“ zur Überprüfung von Online-Identitäten und -Einkäufen, Grundlage der Analyse waren demnach 116 Milliarden Transaktionen im vergangenen Jahr.

Organisierte Banden haben den Online-Handel entdeckt

Echte Kunden – im Gegensatz zu Tätern, die mit gestohlenen beziehungsweise gefälschten Identitäten arbeiten oder anderweitig betrügen – machten demnach 2025 weltweit 38,8 Prozent aller Betrugsfälle aus, knapp zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. In Europa liegt die Quote dieser sogenannten first party-Betrugsfälle nun bei knapp 52 Prozent.
„Einerseits treibt die Krise manche Leute dazu, nach Betrugsmöglichkeiten zu suchen“, sagt Jason Lane-Sellers, Cyberbetrugsexperte bei dem Unternehmen.
„Und es gibt Gruppen, die von Kriminellen gezielt angesprochen werden, etwa Menschen mit schlechter Bonität oder Studenten. Die Täter zahlen 50 Euro extra und weisen die Leute ein.“

Mancher ist unwissend beteiligt

Das trifft auch den deutschen Online-Handel. Ein Sprecher des E-Commerce-Verbands BEVH bestätigt die Einschätzung des britischen Cyber-Experten: „Tatsächlich ist es so, dass Studenten oder Rentner für die Betrugsmasche angeworben werden. Viele wissen gar nicht, dass sie Teil eines Betrugs werden sollen, sondern bekommen einfach ein Geldangebot, wenn sie ihre Daten zur Verfügung stellen.“
Betrug sei ein wachsendes und erhebliches Problem, sagt auch Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern. „Der Online-Handel boomt und legt auch dieses Jahr weiter zu. Da gibt es einige, die sich vom Kuchen ein Stück abschneiden wollen, und nicht nur auf legale Weise.“
Eine gängige Masche: Auf Rechnung oder Kredit gelieferte Ware wird nicht bezahlt, beziehungsweise als nicht bestellt reklamiert. „Leute, die die neuesten Sportschuhe bestellen und anschließend behaupten, die Ware sei nie eingetroffen, oder sie hätten nie bestellt“, sagt Lane-Sellers.

Günstige Kreditangebote Anreiz für Kriminelle

Das trifft auch die Finanzbranche, die mit günstigen Kreditangeboten Kunden wirbt: „Es ist heute möglich, teure Mobiltelefone mit einem Zwei-Jahres-Kreditvertrag ohne Anzahlung zu bestellen“, sagt der Fachmann.
„Viele dieser Attacken treffen Finanzdienstleister. Die größten Auswirkungen sehen wir bei Dienstleistungen wie „Buy now pay later“ und Ein- oder Zwei-Jahres-Kreditverträgen.“
Zudem kommt es nach Lane-Sellers Worten häufig vor, dass unehrliche Käufer für angeblich nicht gelieferte Ware Rückzahlung ihres Geldes fordern. „Solange ein Unternehmen nicht nachweisen kann, dass ein Kunde vorsätzlich betrogen hat, ist es sehr schwierig, betrügerische Rückerstattungsansprüche anzufechten.“
Die Beweislast liegt beim Händler, wie auch Ohlmann vom Handelsverband Bayern sagt. Im Online-Betrug erschwindelte – oder auch in einem stationären Laden gestohlene – Ware landet dann häufig wieder im Netz.
„Geklaute Ware wird massenhaft online verscherbelt.“
Die Zunahme von Betrugsfällen durch echte Kunden bedeutet allerdings nicht, dass Identitätsdiebstahl oder die kriminelle Übernahme von Online-Accounts auf dem Rückzug wären. In dieser Hinsicht verlegen sich die Banden laut LexisNexis Risk Solutions mittlerweile wieder häufiger auf Attacken gegen Desktop-Computer.
Unternehmen könnten in Apps für Mobilgeräte mehr Signale und Daten auslesen, was potenziell bessere Sicherheitsprofile zur Betrugsdetektion ermögliche, sagt Lane-Sellers. „Während Kunden möglicherweise glauben, dass traditionelle Desktop-Rechner für höherwertige Transaktionen sicherer sind als ihre mobilen Geräte.“ (dpa/red)
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Mehrere Verletze bei Brand in Hotel in Hamburg

Bei einem Brand in einem Hamburger Hotel sind 14 Menschen verletzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde eine Person schwer verletzt, alle anderen erlitten leichte Verletzungen. Der Brand wurde kurz nach Mitternacht gemeldet.
Ersten Erkenntnissen zufolge brach das Feuer im Keller des Gebäudes aus und drohte, auf die anderen Stockwerke überzugreifen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Gäste das Hotel nicht mehr eigenständig verlassen. Die Feuerwehr setzte zur Evakuierung Drehleitern ein.
Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Zur Brandursache und zum Sachschaden konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. (dpa/red)
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Polizei erschießt Mann bei Messerangriff

Bei einem Polizeieinsatz in Krefeld ist am Samstagabend ein 41-Jähriger ums Leben gekommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht auf Sonntag mitteilten, war der Krefelder zunächst schwer verletzt worden und kurz darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.
Gegen 20 Uhr waren die Beamten zu einer Körperverletzung im Stadtteil Uerdingen gerufen worden. Dort soll es zwischen dem Mann und Familienmitgliedern zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt.
Beim Eintreffen der Beamten soll der Mann diese mit einem Messer angegriffen haben, erklärten die Behörden. Ein Polizist eröffnete das Feuer und verletzte den 41-jährigen Krefelder schwer. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die beiden Polizeibeamten blieben den Angaben zufolge unverletzt. Die Polizei Gelsenkirchen hat die Ermittlungen aus Gründen der Neutralität übernommen. (dts/red)
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Unwetter und Gewitter drohen

Erst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst auch heftiger ausfallen.
Die Hitze setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad.
Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. „Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher“, sagte Meteorologe Christian Herold.
Am Sonntagvormittag – dem Tag des kalendarischen Sommerbeginns – ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags sehen Meteorologen die heftigsten Gewitter in der Mitte und später im Südosten der Republik.

Festivals und Gewitter

Am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher wieder tanzen und feiern.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern räumten die Behörden in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sind 13 Menschen nach dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände.
Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt gab es neun Verletzte. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine Details vor. In Lebensgefahr schwebt niemand.
Im ostfriesischen Moormerland bei Leer musste nach Angaben der Polizei ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt werden. Zusammen mit der Feuerwehr wurden die Kinder nach Hause gebracht oder von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt. Alle blieben unverletzt. In mehreren Bundesländern mussten Feuerwehren ausrücken.

Schäden auf der Autobahn

In Brandenburg haben die Temperaturen zu Straßenschäden geführt. Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kommt es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde zu Behinderungen wegen Fahrbahnschäden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Verkehrsclub ADAC meldete, der Asphalt blähe sich auf.
Schäden gab es auch auf der Fahrbahn der A1 in Richtung Lübeck zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Als Notfallmaßnahme sei der beschädigte Fahrstreifen gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit.

Höchste Warnstufe in Paris, Waldbrand in Griechenland

Auch im übrigen Europa ächzen die Menschen unter den hohen Temperaturen. In Frankreich verhängte der Wetterdienst Météo France für Sonntag nahezu im gesamten Land die höchste oder zweithöchste Warnstufe – mit erwarteten Spitzentemperaturen zwischen 38 und 41 Grad. Für 35 Departements, darunter Paris, gilt die höchste Warnstufe Rot.
In Griechenland kämpfte die Feuerwehr auf der Insel Euböa am Samstag gegen den ersten großen Waldbrand des Jahres: 120 Einsatzkräfte, 35 Löschzüge, sieben Hubschrauber und acht Flugzeuge waren im Einsatz. Starker Wind trieb die Flammen in der Nähe der Ortschaften Mesochoria und Raptei an; zwei Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert.
In Spanien erwartet der staatliche Wetterdienst für Sonntag in großen Teilen Andalusiens Temperaturen von 40 Grad. Dort sowie in anderen Bereichen des Landes wie etwa dem Süden Mallorcas, wo es 39 Grad werden könnten, wurde die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen.
In Teilen des Baskenlandes, das an heißes Wetter weniger angepasst ist, wurde sogar die höchste Alarmstufe Rot ausgelöst. (dpa/red)
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Unwetter, Verletzte und Straßenschäden

Erst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst auch heftiger ausfallen.
Die Hitze setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad.
Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. „Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher“, sagte Meteorologe Christian Herold.
Am Sonntagvormittag – dem Tag des kalendarischen Sommerbeginns – ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags sehen Meteorologen die heftigsten Gewitter in der Mitte und später im Südosten der Republik.

Festivals und Gewitter

Am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher wieder tanzen und feiern.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern räumten die Behörden in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sind 13 Menschen nach dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände.
Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt gab es neun Verletzte. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine Details vor. In Lebensgefahr schwebt niemand.
Im ostfriesischen Moormerland bei Leer musste nach Angaben der Polizei ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt werden. Zusammen mit der Feuerwehr wurden die Kinder nach Hause gebracht oder von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt. Alle blieben unverletzt. In mehreren Bundesländern mussten Feuerwehren ausrücken.

Schäden auf der Autobahn

In Brandenburg haben die Temperaturen zu Straßenschäden geführt. Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kommt es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde zu Behinderungen wegen Fahrbahnschäden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Verkehrsclub ADAC meldete, der Asphalt blähe sich auf.
Schäden gab es auch auf der Fahrbahn der A1 in Richtung Lübeck zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Als Notfallmaßnahme sei der beschädigte Fahrstreifen gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit. (dpa/red)
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Ubisoft-Mitgründer stirbt bei Flugzeugabsturz in Frankreich

Beim Absturz eines Propellerflugzeugs in der westfranzösischen Gemeinde La Baule sind zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter der Mitgründer der weltweit bekannten Videospielfirma Ubisoft.
Das Kleinflugzeug sei am Freitagabend auf einem Feld abgestürzt, als es sich im Anflug auf den Flugplatz in La Baule befand, teilte die zuständige Staatsanwältin mit.
Ubisoft schrieb, dass es mit großer Trauer vom Tod von Claude Guillemot erfahren habe, „der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist.“ Das französische Unternehmen ist für Spiele wie „Assasin’s Creed“ bekannt und betreibt auch in Deutschland Entwicklungsstudios.

Staatsanwaltschaft: Es könnte Claude Guillemot sein

Die Staatsanwältin bestätigte, dass es sich bei einem der Toten des Unglücks „nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen“ um Claude Guillemot handeln könnte.
Die Maschine startete demnach aus Rennes, wo Guillemot wohnte. Er sei der Eigentümer des Flugzeugs. Es seien Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eingeleitet worden, hieß es weiter. Die genauen Umstände und Ursachen des Unfalls stehen bislang nicht fest.
Der 69-jährige Guillemot hatte Ubisoft 1986 gemeinsam mit seinen Brüdern gegründet. Zuletzt war er Chef der Guillemot Corporation, die unter anderem Zubehör für Computerspiele vertreibt.
Die beigeordnete Ministerin für künstliche Intelligenz und Digitalisierung in Frankreich, Anne Le Hénanff, schrieb auf der Plattform X: „Die französische Videospielbranche verliert heute einen ihrer Pioniere.“ (dpa/red)
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gesellschaft

Doppel-Unfall auf A5: zwei Frauen sterben am Unfallort

Zwei Frauen starben noch an der Unfallstelle, wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte. Beide Unfälle standen demnach in Zusammenhang miteinander: Der erste Unfall auf der Autobahn zwang nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu starkem Bremsen, was dann wiederum den für die beiden Frauen tödlichen zweiten Unfall verursachte. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.
Zunächst waren zwei Autos nach Polizeiangaben seitlich bei hoher Geschwindigkeit kollidiert, nachdem eines von ihnen den Fahrstreifen gewechselt hatte. Beide Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und kamen schließlich auf der Fahrbahn zum Stillstand. Einer von ihnen wurde dabei schwer verletzt.
Dies zwang laut Polizei die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu starken Bremsmanövern. In diesem Kontext ereignete sich dann ein weiterer schwerer Verkehrsunfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen. Während die Insassen von vier der fünf beteiligten Pkw unverletzt blieben, kam für zwei Frauen in einem Smart jede Hilfe zu spät. Die Nordfahrbahn der A5 wurde laut Polizei vollständig gesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. (afp/red)
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Geheimes Netzwerk „Dialog“: Datenleck enthüllt Teilnehmerliste


In Kürze:

  • Datenleck veröffentlicht 222 Teilnehmer eines geheimen Netzwerks
  • Unter den Gästen: Militärs, US-Politiker und Tech-Investoren
  • Diskussionen drehen sich um KI, Zukunftstechnologien und Gesellschaft

 

Ein geheimes Treffen einflussreicher Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Tech-Branche ist durch ein Datenleck öffentlich geworden. Dabei wurden erstmals umfangreiche Teilnehmerlisten des Netzwerks „Dialog“ bekannt.

2006 gehörte der Tech-Milliardär und Investor Peter Thiel zu den Mitbegründern des Netzwerks. Wer an den alljährlichen Treffen teilnahm, blieb stets geheim. Nun ist dank eines Datenlecks die Teilnehmerliste öffentlich geworden, wie zuerst das amerikanische Magazin WIRED berichtete.

Insgesamt sind 222 Namen aufgetaucht, die an den Treffen beteiligt waren, was laut Bericht auf eine außergewöhnliche Konzentration von Macht hinweist.

Jens Spahn war bisher fünfmal dabei

So ist General Alexus Grynkewich, seit Juli 2025 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa und Chef des US-Europakommandos, seit 2021 regelmäßig bei den Treffen dabei. Neben zwei US-Senatoren und einem ehemaligen Geheimdienstchef für den Nahen Osten stehen auch sechs Mitglieder der sogenannten „PayPal-Mafia“ auf der Liste. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus ehemaligen Gründern und Mitarbeitern des Zahlungsdienstleisters PayPal, die später einflussreiche Investoren wurden. Thiel gehört dazu, ebenso Elon Musk.
Mit dem Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn taucht auch ein deutscher Politiker immer wieder auf den Gästelisten auf. Sein Büro bestätigte die Teilnahme und erklärte, Spahn nehme regelmäßig „an unterschiedlichen nationalen und internationalen Konferenzen und Veranstaltungen teil“. Ihm sei der Austausch „unterschiedlicher Perspektiven“ stets wichtig. Zudem trete er auf Einladung als Redner oder „Panel-Diskutant“ auf.
Der CDU-Politiker war während seiner Amtszeit als Bundesgesundheitsminister 2018 in Irland sowie 2019 in Italien bei den Treffen dabei. Auch in den Jahren 2022 bis 2024, als die Treffen in Irland, Portugal und Deutschland stattfanden, stand Spahn auf der Gästeliste. Für das Treffen im August in Irland habe er ebenfalls eine Einladung erhalten, werde jedoch nicht teilnehmen.
Was die Teilnehmer verbindet, ist laut WIRED die Beschäftigung mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Langlebigkeit und der nahen Zukunft. In Anmeldeformularen tauchte dabei immer wieder die Erwartung auf, dass KI Arbeit, Kriege, Bildung und Glauben innerhalb weniger Jahre grundlegend verändern werde.

Zwischen KI-Zukunft und Partnervermittlung: Visionen und Funktionen des Netzwerks

Einige prophezeien Massenentlassungen und eine Rückkehr zu Gewerkschaften und staatlichen Programmen. Andere erwarten einen starken Einbruch bei der Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz („KI-Winter“), Terroranschläge auf Rechenzentren, Angeklagte, die sich künftig für KI-Anwälte statt für Pflichtverteidiger entscheiden oder eine durch die Umwälzungen ausgelöste religiöse Erneuerung.
Das Netzwerk „Dialog“ fungiert auch als Partnervermittler. In der Teilnahmefunktion werden registrierte Nutzer gefragt, ob sie „auf der Suche nach Liebe“ sind, und können als „Single Mann“, „Single Frau“ oder „Andere“ für eine künftige Partnervermittlung registriert werden. Auf einer separaten Internetseite – dating.dialog.org – wird zudem eine App angeboten, die „bedeutungsvolle Verbindungen für außergewöhnliche Menschen“ verspricht.
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München: Zwei Güterwaggons fallen von Brücke auf Straße – ein Mensch getötet

Das Unglück ereignete sich demnach in der Nacht gegen 01.40 Uhr im Stadtteil Milbertshofen. Zwei Güterwaggons entgleisten nach dem Zusammenstoß und rutschten zum Teil über den Rand der Brücke nach unten, wo sie auf die Schleißheimer Straße prallten.
Menschen kamen auf der Straße nicht zu Schaden: Nach Polizeiangaben fuhr zum Zeitpunkt des Unglücks ein Linienbus auf der Straße, der durch einen herabfallenden Gegenstand beschädigt wurde. An Bord war nur der Fahrer, der unverletzt blieb.
Ein Großaufgebot der Feuerwehr und des Rettungsdienstes war am Unglücksort im Einsatz. Die Straße war mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt, was laut Polizei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Keine Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr

Wann die Waggons geborgen werden, war zunächst unklar. „Von einer Bergung sind wir noch weit entfernt“, sagte der Polizeisprecher. Möglicherweise bleibe die Unglücksstelle im Stadtteil Milbertshofen noch bis Sonntag gesperrt.
Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt werde. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es nicht. (dpa/afp)
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Hitzewelle bringt Unwetter, Verletzte und Straßenschäden

Erst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch heftiger ausfallen. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfestes in Baden-Württemberg gab es bereits mehrere Verletzte. Der Hitze geht die Puste derweil vorerst noch nicht aus. Und das sorgt für Probleme.

Wie es mit dem Wetter weitergeht

Die Hitze setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad. Der DWD warnt vor starker bis teils extremer Wärmebelastung. Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. „Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher“, sagte Meteorologe Christian Herold.
Doch nicht nur Hitze macht den Menschen zu schaffen, auch Gewitter. Am Sonntagvormittag – dem Tag des kalendarischen Sommerbeginns – ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags werden die heftigsten Gewitter dann in der Mitte und später im Südosten der Republik erwartet.

Bei Gewittern kann es gefährlich werden

Bei Gewittern und Unwettern ist generell Vorsicht angesagt – besonders aber, wenn sie über Großveranstaltungen unter freiem Himmel hinwegziehen. Am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher und Besucherinnen wieder tanzen und feiern.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern wurde in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände. Gleich mehrere Großveranstaltungen laufen an diesem Wochenende.

Was noch vorgefallen ist

Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt wurden neun Menschen verletzt. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine Details vor. In Lebensgefahr schwebt jedoch niemand.
Im ostfriesischen Moormerland bei Leer musste nach Angaben der Polizei ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt werden. Zusammen mit der Feuerwehr wurden die Kinder nach Hause gebracht oder von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt. Alle blieben unverletzt. In mehreren Bundesländern mussten Feuerwehren ausrücken.

Licht und Schatten der Hitze

Profiteure der hohen Temperaturen dürften zum Beispiel Freibäder und Eisverkäufer sein. Gut auch, wer klimatisiert im Auto, Bus oder mit der Bahn reisen kann. Die Deutsche Bahn meldete bis Samstagmittag kaum Störungen.
Hitze kann sich aber auch auf die Fahrbahnen auswirken und Fahrzeuge ausbremsen. In Brandenburg hat sie beispielsweise zu Straßenschäden geführt. Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kommt es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde zu Behinderungen wegen Fahrbahnschäden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Verkehrsclub ADAC meldete, der Asphalt blähe sich auf.
Schäden gab es auch auf der Fahrbahn der A1 in Richtung Lübeck zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Als Notfallmaßnahme sei der beschädigte Fahrstreifen gesperrt worden, teilte die Autobahn GmbH mit.

Hitzewellen mit der Klimakrise häufiger geworden

Obwohl die Temperaturen außergewöhnlich hoch sind, wurden in den vergangenen Tagen noch keine Rekordwerte geknackt. Die insgesamt höchste Temperatur in Deutschland wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen: 41,2 Grad zeigte das Thermometer damals an. Der höchste jemals im Monat Juni gemessene Wert wurde ebenfalls 2019 gemessen: 39,6 Grad registrierten die Wetterexperten am 30. Juni in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
Hitzewellen sind im Zuge des Klimawandels häufiger und intensiver geworden. Besonders Ältere, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen sind dadurch gefährdet. (dpa/red)
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Fund einer Babyleiche: Was die Ermittler jetzt klären müssen

Nach dem Fund einer Babyleiche in Renningen bei Stuttgart müssen die Ermittler viele offene Fragen klären. Allen voran geht es darum, ob es sich dabei wirklich um den vermissten Säugling handelt, nach dem seit dem späten Donnerstagabend stundenlang gesucht worden war.
Die Polizei hatte die Suchaktion nach dem Leichenfund beendet. Sie erklärte aber, es liefen noch Maßnahmen, um das tote Kind zu identifizieren. Am Samstagmittag gab es dazu auf Nachfrage bei der Polizei keine neuen Informationen.
Unklar war zunächst auch, wo und unter welchen Umständen der Leichnam gefunden worden war. Ferner machten Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben zu einer mutmaßlichen Todesursache und dazu, ob das tote Kind obduziert wird.

Leichenspürhunde bei Suche

Seit dem späten Donnerstagabend galt ein drei Monate alter Junge als verschollen. Die Eltern hätten die Vermisstenanzeige gestellt, hieß es. Der Säugling war nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht aus seinem Kinderwagen verschwunden. Unklar war, wo das Kind sein könnte. Konkrete Hinweise zum Verbleib gab es zunächst nicht.
Es folgte eine Suchaktion, an der sich Dutzende Kräfte der Polizei beteiligten. Suchhunde des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschrauber, Drohnen mit Wärmebildkameras und Leichenspürhunde waren im Einsatz.
Gegen 13.45 Uhr fand die Polizei am Freitag dann die Babyleiche. Den Umständen nach dürfte es sich um das vermisste Kind handeln, hieß es zunächst. Die Identität müsse aber noch überprüft werden.

Fragen rund um das Verschwinden

Auch rund um das Verschwinden stellen sich noch viele Fragen – zum Beispiel wo genau und in welchem Zeitraum das Baby aus dem Kinderwagen verschwand. Die Behörden haben sich auch noch nicht öffentlich dazu geäußert, unter welchen Umständen das Baby unbeaufsichtigt war, wo die Eltern waren und ob es Zeugen, Videoaufnahmen oder andere Spuren gibt. Unklar ist außerdem, ob die Polizei gegen jemanden ermittelt. (dpa/red)
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Blitzschlag trifft Sportfest: Ein Mensch schwer verletzt

Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests in Rastatt sind neun Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Unter den Verletzten befindet sich ein 13-jähriger Jugendlicher, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Im Zuge eines Handballfests zelteten in der Nacht mehrere Kinder und Erwachsene auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Sechs der Verletzten kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus. In Lebensgefahr schwebt laut Polizei niemand.

Auch Blitzeinschlag bei Reutlingen

Während des Unwetters schlug ein weiterer Blitz auf einem Fest in Münsingen im Landkreis Reutlingen ein und verletzte eine Frau leicht. Sie bereitete laut Polizei auf einem Sportgelände in einem Festzelt Speisen zu. Als der Blitz unmittelbar neben dem Zelt einschlug, erlitt die 71-Jährige einen Stromschlag. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus.
Auch unweit des Bodensees zog eine Unwetterfront auf. Das Southside-Festival mit Zehntausenden Besuchern in Neuhausen ob Eck musste am Freitagabend wetterbedingt unterbrochen werden. Die Besucher wurden aufgefordert, Schutz in ihren Fahrzeugen zu suchen und dabei auch anderen Menschen Platz anzubieten. Nach rund zwei Stunden setzten die Veranstalter das Programm wieder fort.

Wo es am Samstag noch gewittern könnte

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Samstag mit weiteren Gewittern. Vor allem über dem Schwarzwald und der Alb können sich demnach einzelne Gewitter entwickeln. Dazu kündigte der DWD Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter und Stunde und Hagel mit Korngrößen von einem bis zwei Zentimetern an.
Auch am Sonntag ziehen laut den Wetterexperten nach viel Sonne Schauer und „örtlich kräftige Gewitter“ auf. (dpa/red)
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Drogenbeauftragter will höhere Steuern auf Tabak und Alkohol

Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), dringt auf höhere Steuern für Alkohol und Tabak. Gemessen an den Schäden, die sie verursachten, seien Tabak und Alkohol in Deutschland zu billig, sagte Streeck der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
Die Gewinne entstünden beim Verkauf. Die Folgekosten landeten später bei allen, den Versicherten, Arbeitgebern, Familien, in den Kliniken und im Gesundheitssystem, so Streeck. Deshalb brauche es höhere Steuern auf Tabak und Alkohol nach dem Verursacherprinzip. Das sei keine Symbolpolitik, sondern faire Prävention.

Gesundheitliche und finanzielle Folgen

Höhere Preise schützten besonders junge Menschen vor dem Einstieg und helfen, langfristig Krankheitskosten zu senken, sagte Streeck. Ein Verlust von möglichen Steuereinnahmen dürfe kein Gegenargument sein, da ein Staat nicht darauf bauen dürfe, dass Menschen rauchen, trinken, krank werden und früher sterben.
Auch eine mögliche Verschiebung hin zu einem größeren Schwarzmarkt sei kein Gegenargument. „Natürlich müssen wir den Schwarzmarkt ernst nehmen, aber wir dürfen nicht hinnehmen, dass ein Regelbruch zu einem Vetorecht wird. Gesundheit muss sich stärker lohnen als Krankheit. Das muss der politische Auftrag sein“, so Streeck.
Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hält die Verbotspläne für überfällig. (Archivbild)

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hält die Verbotspläne für überfällig. (Archivbild)

Foto: Michael Kappeler/dpa

Unterstützung aus der Ärzteschaft

Auch Ärzte mahnen eine höhere Tabak- und Alkoholsteuer an. „Aus gesundheitspolitischer Sicht ist eine höhere Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten richtig und notwendig“, sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, der Zeitung. „Rauchen bleibt eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren.“
Allein die Behandlung tabakbedingter Erkrankungen koste das Gesundheitswesen rund 30 Milliarden Euro im Jahr, sagte Reinhardt. Jeder Mensch, der nicht zu rauchen beginne oder rechtzeitig aufhöre, entlaste das Gesundheitssystem. (dts/red)
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Digitaler Euro kommt näher: So soll das neue digitale Bargeld funktionieren

Wie Bargeld, aber nicht zum Anfassen: Die Europäische Zentralbank (EZB) will digitale Euros einführen, die Verbraucher zum Bezahlen auf ihrem Handy speichern können. Dafür braucht es zuerst einen EU-weiten Rechtsrahmen, über den am Dienstag erstmals der zuständige Ausschuss im Europaparlament abstimmen soll. So soll das digitale Bargeld funktionieren:
Was ist der digitale Euro?
Ein digitales Bargeld. Das Geld liegt also nicht auf einem Bankkonto oder in einem Aktiendepot, sondern im sogenannten digitalen Geldbeutel. Dieser Geldbeutel ist in der Praxis eine App auf dem Smartphone, in der die digitalen Euros gespeichert sind. Sie sind wie Scheine und Münzen sofort verfügbar, sogar ohne Internetverbindung.
Sollen Scheine und Münzen abgeschafft werden?
Nein. Die EZB will weiter Bargeld und digitale Euros ausgeben. Verbraucher können beides parallel nutzen.
Wie bekomme ich digitale Euros?
Wer eine Banking-App nutzt, kann das Geld dort vom Konto in den digitalen Geldbeutel verschieben. Für die Bank funktioniert das genauso, als hätte der Kontoinhaber das Geld an einem Automaten abgehoben. Verbraucher können sich außerdem digitale Euros hin- und herschicken, ganz ohne Bankkonto.
Die EZB will eine Obergrenze für den digitalen Geldbeutel einführen. Sie will damit vermeiden, dass Kunden digitale Euros horten und den Banken das Geld ausgeht.
Wo kann ich damit bezahlen?
In fast allen Geschäften und im Internet. Alle Händler, die Kartenzahlungen akzeptieren, sollen auch digitale Euros annehmen. Auch bei Online-Bestellungen sollen sie standardmäßig als Zahlungsmittel möglich sein.
Bezahlen wir nicht schon häufig digital?
Ja, aber normalerweise ist ein Drittanbieter im Spiel. Bei Kredit- und Debitkarten sind das häufig die US-Anbieter Visa und Mastercard, bei Online-Zahlungen Dienstleister wie Paypal oder Klarna, die Daten der Nutzer sammeln.
Digitale Euros würden – wie Bargeld – direkt von der EZB ausgegeben. Die EU will damit unabhängiger von US-Dienstleistern werden.
Was passiert beim digitalen Euro mit meinen Daten?
Die EZB verspricht, dass beim Offline-Bezahlen keine Daten gespeichert werden. Beim Online-Bezahlen hätte die Zentralbank nach eigenen Angaben nur Zugriff auf anonymisierte Daten. Anders als private Finanzdienstleister darf die EZB keine Daten für geschäftliche Zwecke nutzen.
Banken und Ermittlungsbehörden dürften – wie heute schon – eingreifen, wenn ein Verdacht der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung besteht. Das Europaparlament und der Rat der 27 EU-Staaten müssen die Datenschutzregeln aber noch im Detail aushandeln.
Ist der digitale Euro eine Kryptowährung?
Nein. Ein digitaler Euro wäre von der EZB abgesichert und damit immer genau einen Euro wert – anders als Kryptowährungen, die nicht zentral verwaltet werden und deren Kurs oft schwankt. Digitale Euros sind außerdem ohne Internetverbindung verfügbar.
Wann will die EZB den digitalen Euro einführen?
Das kommt darauf an, wie schnell die Verhandlungen vorankommen. Die EZB bereitet sich nach eigenen Angaben darauf vor, ab 2029 die ersten digitalen Euros ausgeben zu können. (afp/red)
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Extremhochwasser droht: Warnstufe „Gefahr“ am Dörsbach ausgerufen

Warnung vor Extremhochwasser: Am Dörsbach bei Katzenelnbogen in Rheinland-Pfalz ist ein schnell und stark steigender Flusspegel gemeldet worden. Für Anliegergemeinden gilt Warnstufe „Gefahr“, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe am Abend auf seiner Internetseite mitteilte.
Die Behörde warnte davor, überflutete Räume oder Flächen zu betreten, und riet, tiefer gelegene Bereiche in Häusern zu meiden, falls bereits Wasser eingedrungen sei. In besonders exponierten Lagen sei eine Evakuierung nicht ausgeschlossen. „Durch das Hochwasser können Sie ggfs. Ihr Haus nicht mehr verlassen“, heißt es auf der Behördenseite.
„Es wird gerade intensiv geguckt, wie sich die Pegel entwickeln und welche Maßnahmen notwendig sind“, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz am späten Abend. Es sei eine Koordinierungsstelle eingerichtet worden und Kräfte stünden bereit. Das Land stehe in engem Austausch mit dem betroffenen Rhein-Lahn-Kreis.

Ritterspiele abgesagt

In Katzenelnbogen wurden die Ritterspiele für den Tag abgesagt, ein Zeltlager wird nach Behördenangaben geräumt. Bewohnerinnen und Bewohner wurden zudem aufgerufen, Nachbarn und pflegebedürftige Menschen zu unterstützen und Autofahrten im betroffenen Gebiet möglichst zu vermeiden. Aktuelle Wasserstände sind unter www.hochwasser.rlp.de abrufbar. (dpa/red)