Die deutsche bildende Künstlerin Irmgard Manz (links), der Geiger Florian W. (rechts) und seine Mutter Irmtraut W. besuchten am 9. Oktober 2026 gemeinsam die Vorführung des Dokumentarfilms „Unbroken“ in Dortmund. - Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times
Am Freitagabend, 9. Oktober 2026, wurde der Dokumentarfilm „Unbroken: The Untold Story of Shen Yun“ (Ungebrochen: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun), der die grenzüberschreitende Verfolgung der Künstlergruppe durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) beleuchtet, im renommierten Schauburg-Kino in Dortmund gezeigt.
Der Film zog zahlreiche Vertreter der Dortmunder Kunst- und Kulturszene an, die sich für traditionelle chinesische Kultur interessieren.
Im Anschluss an die Filmvorführung gab es eine besondere Überraschung für das Publikum: Über eine Live-Schaltung sprachen ein Shen-Yun-Tänzer, seine Eltern sowie ein Moderator des Ensembles mit den Zuschauern.
Der Tänzer gab Einblicke in seinen Trainingsalltag und schilderte die außergewöhnliche Erfahrung, die traditionelle Kultur trotz massiver Widerstände wiederzubeleben.
Mehrere Zuschauer sagten anschließend, der Abend habe ihnen die Bedeutung von Menschenrechten und Glaubensfreiheit bewusst gemacht.
Ein Zuschauer sagte: „Freiheit ist nicht selbstverständlich; sie muss jederzeit und überall von uns allen gemeinsam verteidigt und bewahrt werden.“
Andere drückten ihre Dankbarkeit für den Einsatz der Shen-Yun-Künstler aus: „Im Schatten von Lügen und Gewalt erstrahlt die Kraft von Wahrheit und Kunst umso heller,“ sagte ein weiterer Zuschauer.
Bildende Künstlerin: „Ein solcher Film ist von enormer Bedeutung“
Die deutsche bildende Künstlerin Irmgard Manz besuchte die Vorführung gemeinsam mit ihrem Bekannten, dem Geiger Florian W., und dessen Mutter Irmtraut W. Alle drei zeigten sich tief bewegt.
Irmgard Manz ist Mitglied in mehreren bedeutenden norddeutschen Künstlerverbänden und ihre Einzelausstellungen werden von Medien und Publikum gleichermaßen geschätzt. „Ein solcher Film ist von enormer Bedeutung. Er sollte viel öfter gezeigt werden, damit ihn noch mehr Menschen sehen können“, betonte sie.
Der Geiger Florian W. pflichtete ihr bei: „Ja, das ist extrem wichtig. Ich hoffe, dass der Film in weiteren Kinos läuft und vielleicht sogar Begleitveranstaltungen organisiert werden, um ihn noch bekannter zu machen. Denn die ganze Welt ist vernetzt und jede Stimme zählt.“
Florians Mutter Irmtraut W., die sich intensiv mit traditioneller chinesischer Medizin befasst, ergänzte: „Ich fand den Film sehr informativ und hilfreich, denn wir haben das alles nicht mitbekommen. Jetzt haben wir auch die Motivation hinter dieser Kampagne gegen die Tänzer verstanden.“
„Der Film ist wunderbar, also sehr informativ“, fügte Florian hinzu. „Und es ist wichtig, auch so verschiedene direkte Stimmen aus der Gruppe zu hören, weil die Medien, das kennen wir ja von vielen Themen, oft sehr verzerrt berichten.“
Manz unterstrich, dass die Botschaft des Films auch in Deutschland hochaktuell sei: „Weil wir ähnliche Probleme haben, aber es ist nicht so bekannt. Und es war auch informativ zu erfahren, dass es solche Recherchen innerhalb der USA gibt, die das aufdecken. Das war auch sehr wichtig.“
Am Abend des 9. Oktober 2026 wurde der Dokumentarfilm „Unbroken“ im Schauburg-Kino in Dortmund gezeigt.
Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times
Sie waren sich einig, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Manz erklärte: „Wir beobachten derzeit mit eigenen Augen, wie sich selbst innerhalb demokratischer Systeme Kräfte ausbreiten, die wir eigentlich überhaupt nicht wollen. Letztlich werden wir alle von solchen Phänomenen bedroht.“
Auf die Darstellung im Film, wonach die „New York Times“ Fake News über Shen Yun fabriziert habe, reagierte Manz deutlich: „Deutschland hat mit genau demselben Problem zu kämpfen. Es gibt viele Medien, die Desinformationen und Fake News eine viel zu große Bühne bieten. Die Möglichkeiten zur Manipulation haben massiv zugenommen – ebenso wie Verleumdung und Stigmatisierung.“ Sie betonte nachdrücklich: „Wir sehen das als ein grundlegendes Problem unserer Gesellschaft.“
„Aber dieser Film macht Mut“, warf Florian sofort ein. „Diese Veranstaltung ermutigt die Menschen, sich wieder zusammenzuschließen, gemeinsam gegen Falschinformationen vorzugehen und die Wahrheit zu verbreiten.“
Als Musiker konnte Florian eine tiefe Verbindung zum künstlerischen Ausdruck der Shen-Yun-Darsteller spüren: „Es ist wunderbar, wie sie durch ihre Kunst so schöne Botschaften und den wahren Sinn des Lebens vermitteln. Sie bringen diese Themen auf so ästhetische Weise auf die Bühne – umfassend und direkt ins Herz gehend.“
Irmgard Manz, die ebenfalls in der Kunstbranche tätig ist, stimmte zu: „Ja, das wurde in dem Film sehr überzeugend dargestellt. Ich habe bei den Tänzern gespürt, dass ihr Ausdruck wirklich tief aus dem Herzen kommt. Das ist einfach wunderschön!“
Alle drei versicherten, dass sie unbedingt eine Live-Aufführung von Shen Yun besuchen würden. Florian richtete noch persönliche Wünsche an die Künstler: „Bitte macht genau so weiter, immer weiter. Behaltet eure ursprüngliche Intention bei, bleibt mutig, voller Freude und Zuversicht. Solange man aufrichtig ist und aus dem Herzen handelt, wird man beschützt und alles wird gut. Mit einem reinen Herzen spürt das auch das Publikum. Ja, das [Shen Yun] ist das größte Geschenk.“
Ehemalige Balletttänzerin: „Wahre Kunst ist wie eine Religion“
Tatjana Mironova, die heute in der Pharmabranche arbeitet, war nach dem Film voller Bewunderung für die Künstler. „Ich verstehe vollkommen, worum es hier geht“, sagte sie. „Ich war selbst Tänzerin, habe in einem russischen Ballett-Ensemble getanzt und stamme ursprünglich aus Kirgisistan.“
Kirgisistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die 1991 im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion unabhängig wurde. Mironova, die eine kommunistische Diktatur selbst miterlebt hat, erklärte: „Mir ist völlig klar, was die Ereignisse im Film bedeuten. Kultur ist von immenser Bedeutung, aber wenn ein [kommunistisches] Regime alles kontrolliert, setzen die Diktatoren natürlich auch die Kulturschaffenden unter Druck.“
„China geht auch in die Richtung der Sowjetunion, aber die ist schon seit 30 Jahren Geschichte. Wer weiß, wie lange es in China noch dauert. Das kommunistische Regime wird wahrscheinlich auch langsam zusammenbrechen. Vielleicht sind die Chinesen einfach leidensfähiger.“
Sie fügte hinzu: „[Durch die Unterdrückung der KPCh] leben die Menschen in China wie in einem Terrarium, was bedeutet, dass sie ein völlig anderes Leben führen. Aber ich spüre, dass die Chinesen bereit sind [für die Freiheit].“
Abschließend drückte Mironova den Shen-Yun-Künstlern ihren tiefen Respekt aus: „Als ehemalige Tänzerin weiß ich, wie hart diese Arbeit ist. Bitte haltet durch, denn die Kunst, die wahre Kunst, ist wie eine Religion. Es ist eine harte, innere Kultivierung, aber wer diesen Weg beharrlich weitergeht, wird sich letztendlich einen Weg bahnen.“
Ehemalige Softwareentwicklerin: „Wirklich schockierend“
Ursula Günther war vor ihrem Ruhestand als Softwareentwicklerin tätig, hegte aber schon immer ein großes Interesse an traditioneller chinesischer Kultur und Ballett. Als sie von der Dokumentation „Unbroken“ hörte, beschloss sie sofort, ins Kino zu gehen. Nach der Vorstellung beschrieb sie ihre Gefühle als gemischt – tief bewegt, aber auch schockiert.
Die ehemalige Balletttänzerin Tatjana Mironova.
Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times
„Der Film ist sehr ergreifend. Man lernt viel über die östliche Kultur, Meditationspraxis und andere Lebensweisen. Das fand ich sehr inspirierend“, so Günther.
„Aber ich war auch schockiert und stelle mir eine große Frage“, fuhr sie fort. „Welche Macht hat die ‚New York Times‘ eigentlich, dass sie solche Propaganda-Artikel schreiben und veröffentlichen kann, um diese Tänzer zu diffamieren?“
Sie schüttelte den Kopf: „Ich muss sagen, heutzutage sind [falsche Berichterstattungen] fast zur Normalität geworden, aber dass eine so weltbekannte Zeitung so etwas tut, ist wirklich schockierend!“
Dass der Film die Methoden der grenzüberschreitenden Unterdrückung durch die KPCh aufzeigt, hält Günther auch für das deutsche Publikum für enorm wichtig. „Das ist absolut essenziell. Egal wo auf der Welt wir uns befinden, wir sollten viel wachsamer sein, was hinter den Kulissen geschieht. Filme wie dieser tragen wirklich dazu bei, die Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsthemen zu lenken.“
Abschließend äußerte auch sie den Wunsch, Shen Yun live zu erleben: „Vielen Dank für die Gelegenheit, all das zu erfahren. Ich werde es im Auge behalten und unbedingt eine Gelegenheit finden, mir die Aufführung einmal komplett anzusehen.“
Shen-Yun-Zuschauer: „Ich halte den Film für sehr wichtig“
Stefan Rose hat Shen Yun in der Vergangenheit bereits live auf der Bühne gesehen und ist noch immer begeistert. „Vor ein paar Jahren habe ich Shen Yun in Frankfurt gesehen – wow, das hat mir wirklich die Augen geöffnet, das vergesse ich nie!“, erzählte er.
„Jetzt zu erfahren, in was für einer Notlage sich diese Künstler befanden, weckt in mir gemischte Gefühle. Ich halte den Film für sehr wichtig. Man erfährt, mit welchen Mitteln die chinesische Regierung versucht, diesen Glauben [Falun Gong] zu verbieten – und das ist eigentlich der springende Punkt.“
Stefan Rose hat bereits eine Aufführung von Shen Yun in Frankfurt besucht.
Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times
Rose besuchte die Vorführung zusammen mit seiner Freundin und einigen Bekannten. Sie alle waren tief berührt.
Seine Freundin sagte: „Für mich war es sehr nachdenklich stimmend und unglaublich fesselnd. Was da passiert [die grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh], ist sehr traurig, und die Situation in China macht mich tief betroffen. Mir fehlen fast die Worte. Ich finde es extrem wichtig, darüber Bescheid zu wissen, und möchte mich nun weiter informieren. Außerdem habe ich jetzt große Lust, eine Shen-Yun-Aufführung zu besuchen.“
Ein Freund von Rose ergänzte: „Ich hatte Tränen in den Augen, als ich den Film ansah. Er hat mich tief bewegt und berührt. Ich werde diesen Film auf jeden Fall weiterempfehlen und hoffe, dass ihn so viele Menschen wie möglich sehen – auch die Journalisten hier in Deutschland.“
Er betonte eindringlich: „Es leiden und sterben Menschen, und das passiert leider in China – das ist schrecklich. Das [die KPCh] ist keine Regierung, das ist ein Regime, ein Terrorregime. Und bedauerlicherweise ist es das schlimmste Regime in der Geschichte der Menschheit. Wir in Deutschland hatten auch ein furchtbares Regime, aber das in China ist weitaus schlimmer. Die Nazi-Zeit war vergleichsweise kurz, aber das chinesische Regime hält sich schon seit Jahrzehnten an der Macht. Sie hatten so viel Zeit zu zerstören, zu morden und Kultur zu vernichten. Das ist natürlich sehr, sehr tragisch.“
Stefan Rose richtete zum Schluss noch direkte Worte an die Künstler: „Eure Vorstellungen sind einzigartig, bitte macht weiter so! Eure ursprüngliche Intention ist großartig, und das bewundere ich sehr. Lasst euch nicht von denen entmutigen, die versuchen, euch zu unterdrücken.“
Seine Freundin fügte hinzu: „Die Botschaft, die sie vermitteln, ist einfach wunderschön.“
Die Weltpremiere von „Unbroken: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“ fand am 24. März 2026 im AMC Theater am Lincoln Square in New York City statt. - Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
Die meisten Tanzkompanien und Orchester haben bereits genug damit zu tun, ihre Proben, Pressetermine und Tourneen zu koordinieren. Für die in New York ansässige Kunstkompanie Shen Yun Performing Arts kommen jedoch weitere Herausforderungen hinzu.
Seit 2024 sieht sich das Unternehmen jedoch eskalierenden Androhungen von Bombenanschlägen und anderer Gewalt ausgesetzt. Diese richten sich gegen den Hauptsitz und die Veranstaltungsorte weltweit. Dies sind nur einige der verdeckten Aktionen, die mit dem chinesischen Regime in Verbindung gebracht werden.
Sie reichen von Desinformation in den Medien über bezahlte Proteste bis hin zu aufgeschlitzten Reifen an Tourneebussen. All dies zielt darauf ab, die Aufführungen des Unternehmens auf den Bühnen der Welt zu stoppen.
„Unbroken“ – Shen-Yun-Künstler erzählen ihre Geschichten
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Familie Browde aus dem Großraum New York hat dies aus erster Hand erlebt. Ihre Geschichte ist ein zentraler Bestandteil des Dokumentarfilms „Unbroken: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“. Dieser wurde vom US-Sender NTD, einem Schwestermedium der Epoch Times, produziert.
Der Film greift dabei eine Reihe hochaktueller Themen auf, darunter grenzüberschreitende Menschenrechtsverletzungen, den Missbrauch juristischer Mittel sowie journalistische Ethik. Gleichzeitig bleibt der Film eine Dokumentation über darstellende Kunst.
Die Produktionen von Shen Yun vereinen traditionellen chinesischen Tanz, Musik, Kultur und Geschichte und werden von einem Orchester begleitet, das westliche und chinesische klassische Instrumente miteinander verbindet.
Levi Browde und seine Frau besuchen die Weltpremiere von „Unbroken: The Untold Story of Shen Yun“ am 24. März 2026 im AMC Theater am Lincoln Square in New York City.
Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
Gegen das Schweigen: Künstler aus aller Welt vereinigten sich
Im Gespräch mit Epoch Times verglich Familie Browde ihre Erfahrung mit dem Gefühl, an vorderster Front in einer Schlacht zu stehen. „Wir alle spüren den Druck“, sagte Browde.
Doch der Kampf hatte nicht in den Vereinigten Staaten begonnen. Er begann vor fast 27 Jahren, als die Kommunistische Partei Chinas die landesweite Verfolgung von Praktizierenden der Meditationspraxis Falun Gong startete, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht beruht.
Die Kampagne war systematisch und kombinierte Hasspropaganda, finanziellen Druck, Massenverhaftungen und Folter in einem totalen Bestreben, die Praxis vollständig zu vernichten. Unzählige Praktizierende wurden getötet, unter anderem durch den Raub ihrer Organe, um sie der lukrativen Transplantationsindustrie des Regimes zuzuführen.
Im Jahr 2006 schlossen sich chinesische Künstler aus aller Welt zusammen, um die Machenschaften des chinesischen Regimes ins Rampenlicht zu rücken. Sie wollten die im Dunkeln stattfindenden Menschenrechtsverbrechen des Regimes ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Zudem wollten sie Chinas kulturelles Erbe wiederbeleben. So entstand das, was später als Shen Yun bekannt werden sollte.
Ab 2022 verschärfte Chinas Führung die Kampagne
Seit der Gründung von Shen Yun Performing Arts war Peking zu dessen Niederschlagung entschlossen. Es setzte diplomatische und finanzielle Hebel ein, um Gastgeberländer und ihre Theater unter Druck zu setzen. Damit war es manchmal sogar erfolgreich. In den vergangenen Jahren haben sich Pekings Bemühungen jedoch noch einmal deutlich verschärft.
So erteilte Chinas Führer Xi Jinping Ende 2022 hochrangigen Beamten die Anweisung, westliche Medienorganisationen und soziale Medien als Waffen einzusetzen, um Falun Gong und von Praktizierenden gegründete Unternehmen weltweit anzugreifen. Dies berichtete die Epoch Times bereits unter Berufung auf Insiderinformationen von Personen, die Kenntnisse über das Geheimtreffen hatten.
Seitdem brachte ein Bundesverfahren des US-Justizministeriums ein Bestechungskomplott ans Licht: Zwei chinesische Agenten hatten versucht, einen Beamten der Steuerbehörde IRS zu bestechen. Er sollte Ermittlungen gegen Shen Yun einleiten. Der Beamte entpuppte sich jedoch als verdeckter Ermittler des FBI.
E-Mails bedrohen auch Bundeskanzleramt
Seit 2025 berichten auch mehrere Theater in Deutschland von Drohbotschaften im Zusammenhang mit Gastspielen von Shen Yun.
Vor den geplanten Aufführungen Anfang 2026 erhielten deutsche Theater E-Mails mit offenen Drohungen. In einer davon hieß es auf Deutsch:
„Das Bundeskanzleramt und der Konzertsaal an der Spree im Bezirk Mitte wurden mit Sprengstoff und improvisierten Zündern präpariert. Um eine Explosion zu verhindern, stellen Sie bitte umgehend die Aufführungen von Shen Yun ein und kündigen Sie sämtliche Verträge und Kooperationen mit Shen Yun Performing Arts.“
In einer Drohmail wird das Bundeskanzleramt als angeblicher Anschlagsort genannt, um die Absage von Shen-Yun-Aufführungen zu erzwingen. Bildschirmfoto.
Foto: Deutscher Falun Dafa Verein
In einer weiteren Nachricht auf Englisch wurden auch Mitarbeiter des Theaters bedroht:
„Sollten die Shen-Yun-Aufführungen stattfinden, wären die Mitarbeiter des Theaters, einschließlich ihrer Familien, in Gefahr; sie könnten entführt oder in Autounfälle verwickelt werden! Natürlich würden Frauen mit Sicherheit vergewaltigt und ermordet werden! Bitte überlegen Sie sich das gut.“
Auch die Theatermitarbeiter und ihre Familien wurden bedroht. Bildschirmfoto.
Foto: Deutscher Falun Dafa Verein
Was es braucht, um die Aufführungen trotz aller Bedrohungen und Schikanen fortzusetzen, zeigt der Dokumentarfilm „Unbroken“ von Regisseurin Fiona Young.
Die Weltpremiere von „Unbroken: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“ fand am 24. März 2026 im AMC Theater am Lincoln Square in New York City statt. - Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
Die meisten Tanzkompanien und Orchester haben bereits genug damit zu tun, ihre Proben, Pressetermine und Tourneen zu koordinieren. Für die in New York ansässige Kunstkompanie Shen Yun Performing Arts kommen jedoch weitere Herausforderungen hinzu.
Seit 2024 sieht sich das Unternehmen jedoch eskalierenden Androhungen von Bombenanschlägen und anderer Gewalt ausgesetzt. Diese richten sich gegen den Hauptsitz und die Veranstaltungsorte weltweit. Dies sind nur einige der verdeckten Aktionen, die mit dem chinesischen Regime in Verbindung gebracht werden.
Sie reichen von Desinformation in den Medien über bezahlte Proteste bis hin zu aufgeschlitzten Reifen an Tourneebussen. All dies zielt darauf ab, die Aufführungen des Unternehmens auf den Bühnen der Welt zu stoppen.
„Unbroken“ – eine Geschichte unbeugsamer Künstler
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Familie Browde aus dem Großraum New York hat dies aus erster Hand erlebt. Ihre Geschichte ist ein zentraler Bestandteil des Dokumentarfilms „Unbroken: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“. Dieser wurde vom US-Sender NTD, einem Schwestermedium der Epoch Times, produziert.
Der Film greift dabei eine Reihe hochaktueller Themen auf, darunter grenzüberschreitende Menschenrechtsverletzungen, den Missbrauch juristischer Mittel sowie journalistische Ethik. Gleichzeitig bleibt der Film eine Dokumentation über darstellende Kunst.
Die Produktionen von Shen Yun vereinen traditionellen chinesischen Tanz, Musik, Kultur und Geschichte und werden von einem Orchester begleitet, das westliche und chinesische klassische Instrumente miteinander verbindet.
Gegen das Schweigen: Künstler aus aller Welt vereinigten sich
Im Gespräch mit Epoch Times verglich Familie Browde ihre Erfahrung mit dem Gefühl, an vorderster Front in einer Schlacht zu stehen. „Wir alle spüren den Druck“, sagte Browde.
Doch der Kampf hatte nicht in den Vereinigten Staaten begonnen. Er begann vor fast 27 Jahren, als die Kommunistische Partei Chinas die landesweite Verfolgung von Praktizierenden der Meditationspraxis Falun Gong startete, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht beruht.
Die Kampagne war systematisch und kombinierte Hasspropaganda, finanziellen Druck, Massenverhaftungen und Folter in einem totalen Bestreben, die Praxis vollständig zu vernichten. Unzählige Praktizierende wurden getötet, unter anderem durch den Raub ihrer Organe, um sie der lukrativen Transplantationsindustrie des Regimes zuzuführen.
Im Jahr 2006 schlossen sich chinesische Künstler aus aller Welt zusammen, um die Machenschaften des chinesischen Regimes ins Rampenlicht zu rücken. Sie wollten die im Dunkeln stattfindenden Menschenrechtsverbrechen des Regimes ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Zudem wollten sie Chinas kulturelles Erbe wiederbeleben. So entstand das, was später als Shen Yun bekannt werden sollte.
Ab 2022 verschärfte Chinas Führung die Kampagne
Seit der Gründung von Shen Yun Performing Arts war Peking zu dessen Niederschlagung entschlossen. Es setzte diplomatische und finanzielle Hebel ein, um Gastgeberländer und ihre Theater unter Druck zu setzen. Damit war es manchmal sogar erfolgreich. In den vergangenen Jahren haben sich Pekings Bemühungen jedoch noch einmal deutlich verschärft.
So erteilte Chinas Führer Xi Jinping Ende 2022 hochrangigen Beamten die Anweisung, westliche Medienorganisationen und soziale Medien als Waffen einzusetzen, um Falun Gong und von Praktizierenden gegründete Unternehmen weltweit anzugreifen. Dies berichtete die Epoch Times bereits unter Berufung auf Insiderinformationen von Personen, die Kenntnisse über das Geheimtreffen hatten.
Seitdem brachte ein Bundesverfahren des US-Justizministeriums ein Bestechungskomplott ans Licht: Zwei chinesische Agenten hatten versucht, einen Beamten der Steuerbehörde IRS zu bestechen. Er sollte Ermittlungen gegen Shen Yun einleiten. Der Beamte entpuppte sich jedoch als verdeckter Ermittler des FBI.
E-Mails bedrohen auch Bundeskanzleramt
Seit 2025 berichten auch mehrere Theater in Deutschland von Drohbotschaften im Zusammenhang mit Gastspielen von Shen Yun.
Vor den geplanten Aufführungen Anfang 2026 erhielten deutsche Theater E-Mails mit offenen Drohungen. In einer davon hieß es auf Deutsch:
„Das Bundeskanzleramt und der Konzertsaal an der Spree im Bezirk Mitte wurden mit Sprengstoff und improvisierten Zündern präpariert. Um eine Explosion zu verhindern, stellen Sie bitte umgehend die Aufführungen von Shen Yun ein und kündigen Sie sämtliche Verträge und Kooperationen mit Shen Yun Performing Arts.“
In einer Drohmail wird das Bundeskanzleramt als angeblicher Anschlagsort genannt, um die Absage von Shen-Yun-Aufführungen zu erzwingen. Bildschirmfoto.
Foto: Deutscher Falun Dafa Verein
In einer weiteren Nachricht auf Englisch wurden auch Mitarbeiter des Theaters bedroht:
„Sollten die Shen-Yun-Aufführungen stattfinden, wären die Mitarbeiter des Theaters, einschließlich ihrer Familien, in Gefahr; sie könnten entführt oder in Autounfälle verwickelt werden! Natürlich würden Frauen mit Sicherheit vergewaltigt und ermordet werden! Bitte überlegen Sie sich das gut.“
Auch die Theatermitarbeiter und ihre Familien wurden bedroht. Bildschirmfoto.
Foto: Deutscher Falun Dafa Verein
Was es braucht, um die Aufführungen trotz aller Bedrohungen und Schikanen fortzusetzen, zeigt der Dokumentarfilm „Unbroken“ von Regisseurin Fiona Young.