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Wie man sein Idealgewicht dank der passenden Routinen das ganze Jahr über halten kann

„Wann machst du denn Mittagspause? Ich bin seit ein paar Tagen hier und es ist so traurig, alleine zu essen.“ Das war das Erste, was Arianna, eine italienische Austauschstudentin, zu mir sagte, als wir uns  in der Küche an unserem Praktikumsplatz trafen. Für sie war ein gemeinsames Mittagessen selbstverständlich, anstatt schnell nebenbei vor dem Computer zu essen, aber in ihrer Abteilung hatte sie niemanden gefunden, der sich die Zeit dafür nahm.
Wir waren beide noch Studentinnen und hatten einen stressigen Alltag zwischen Vorlesungen, Praktikum, ohne geregelten Pausen und arbeiteten eigentlich gar nicht direkt zusammen, aber seit diesem Tag verbrachten wir unsere Mittagspause oft gemeinsam.
Neben der Universität, wo wir arbeiten, gab es viele Lokale und Streetfood –  mit Essen zum Mitnehmen in vielen Varianten. Während ich mir dort regelmäßig etwas holte, blieb Arianna konsequent. Aus ihrer Tasche zauberte sie täglich ein Glasgefäß mit hausgemachter Pasta oder Lasagne – variiert mit Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch oder Gemüse. Jede Portion stammte aus ihrer eigenen Küche, abgemessen nach der „Finger-Kreis-Methode“ für Spaghetti, die laut ihr zum italienischen Allgemeinwissen gehört. Zutaten von hoher Qualität, oft im Paket von den Eltern aus Italien geschickt, waren für sie selbstverständlich. Auch trendige Spezialkaffees oder saisonale Werbe-Hits wie Pumpkin-Spice-Latte der großen Ketten kosteten sie nur ein mitleidiges Lächeln über ihre Espressotasse hinweg.
Studiendaten zeigen, dass bei einem Großteil der Menschen Ernährungsumstellungen und Gewichtsabnahme nicht von Dauer sind, weil sie es nicht schaffen, diese langfristig in ihren Alltag zu integrieren.
So ergab beispielsweise eine Meta-Analyse mit 27 Studien und mehr als 7000 Teilnehmern, dass durchschnittlich 36 Wochen nach einer erfolgreichen Diät die Gewichtszunahme wieder einsetzt. Eine andere Übersichtsstudie, die 22 verschiedene Abnehmstrategien beleuchtete, zeigte, dass durchschnittlich nach einem Jahr knapp die Hälfte des Ursprungsgewichts wieder zugenommen wurde. Ein weiterer Review untersuchte die Langzeiteffekte von verschiedenen Diäten nach drei Jahren und kam zu dem Schluss: Der durchschnittliche Gewichtsverlust lag nur noch bei knappen 3,5 Prozent des Ausgangsgewichtes vor der Gewichtsreduktion.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 zeigte, dass auch bei medikamentösen Interventionen mit Semaglutid (dem Wirkstoff in Ozempic oder Wegovy), nach dem Absetzen ein Großteil des abgenommenen Gewichts wieder zugenommen wird. Bereits innerhalb eines Jahres hatten die Studienteilnehmer durchschnittlich wieder knapp 60 Prozent ihres Ursprungsgewichts.
Während unterschiedliche Ernährungskonzepte und Diäten im Detail leichte Unterschiede zeigen und ein kleiner Teil der Teilnehmer sein Gewicht besser halten konnte als der Durchschnitt, kann man den durchgehenden Trend hinter den Daten schwer ignorieren: Sich gesund zu ernähren und sein Idealgewicht langfristig zu halten, scheint ohne das Finden von wirklich passenden Routinen, die man langfristig beibehalten kann, kaum möglich.

Wie man persönliche, optimierte Routinen findet, die langfristig klappen können

Das Praktische, aber auch Gefährliche an Routinen ist, dass Abläufe so oft wiederholt werden, dass sie einfach selbstverständlich werden. Haben sich schlechte Routinen eingeschlichen, ist es dadurch schwer sie zu durchbrechen. Schafft man es aber gute Routinen zu etablieren, braucht man dafür keine extra Motivation mehr und man reduziert die tägliche Entscheidungslast. Je nach Person und Schwierigkeit der Umstellung dauert es laut Untersuchungen zwischen 18 und 256 Tagen, bis etwas zur Routine wird – im Durchschnitt 66 Tage.
Als ich selbst nach Routinen suchte, um gesünder zu essen, öfter frisch zu kochen und gleichzeitig mein Gewicht zu halten, stieß ich auf die üblichen Tipps aus der medizinischen Fachwelt oder Lifestyle-Gesellschaft.
Die meisten sind allgemein bekannt und reichen von mediterraner Ernährung, fünfmal täglich buntem regionalen Obst und Gemüse, verschiedenen Fastenintervallen, mehr Proteinen, dem Meiden verarbeiteter Lebensmittel, dem Achten auf versteckten Zucker und Fruchtzucker sowie verschiedenen Lifestyle-Produkten von Shakes über Nahrungsergänzungsmittel, die länger satt machen oder den Stoffwechsel ankurbeln sollen.
Möglichkeiten, Tipps und spezialisierte Produkte gibt es mehr als genug. Wie findet man aber ein Konzept, das man nicht nach wenigen Wochen wieder hinwirft, sondern das langfristigen Erfolg beibehält? Etwas, das Routine wird, und zwar eine, die so gut zu einem passt, dass sie einfach selbstverständlich wird – so wie es für Arianna war?

Schritt 1: Die ungefilterte Problemanalyse

Was keiner der Ernährungs- und Diät-Tipps beinhaltet, ist eine ehrliche Antwort darauf, was mich persönlich davon abhält, gute Ernährungstipps und Konzepte tatsächlich umzusetzen.
Meiner Ansicht nach: Eine solche Problemanalyse, dieses genaue, ungefilterte Hinschauen und Aufschlüsseln, muss man selbst machen. Ernährungsberater, medizinisches Fachpersonal, Influencer, der Ehepartner, die beste Freundin oder ein KI-Chat-Bot können dabei vielleicht unterstützen, aber eine ehrliche, individuelle Problemanalyse ist der unvermeidliche erste Schritt. Dabei sollte man versuchen so konkret wie möglich zu sein, denn davon hängt ab, wie gut die anschließende Problemlösung wird.
Wie schon Albert Einstein gesagt haben soll:
„Das Problem zu erkennen ist wichtiger als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung“.
Für mich waren es beispielsweise diese drei wesentlichen Probleme, die zwischen mir und meinen Ernährungszielen standen:
 
  1. Zu oft Takeout und Fertiggerichte (inklusive Geschmacksverstärker, verstecktem Zucker und Standardportionsgrößen, die oft größer sind, als man sonst gegessen hätte) anstatt selbst zu kochen aus Bequemlichkeit und schlechtem Zeitmanagement, getarnt als „zu viel Stress und keine Zeit“.
  2. Snacks zwischendurch (versteckte Kalorien, die nicht satt machen), um Hungerphasen zu überbrücken oder aus eingeschlichenen schlechten Gewohnheiten.
  3. Zu oft auf das geschickte Marketing hineinzufallen, dass der trendige Kaffee oder Smoothie zum Mitnehmen vom beliebtesten Café der Straße eine verdiente Belohnung in meiner Pause oder nach der Arbeit sei. Tatsächlich enthalten sie oft mehr Zucker und Kalorien als eine vollständige Mahlzeit und die Extraportion Mikroplastik aus dem To-go-Becher bringt mich dem Ziel, mich gesünder zu ernähren, auch nicht wirklich näher.
 

Schritt 2: Probleme tatsächlich lösen

Bei der Problemlösung macht es Sinn, tatsächliche Lösungskonzepte zu finden und sich nicht selbst Schlagwörter als Lösung zu verkaufen.
Wenn man beispielsweise sagt: „Ich will weniger Fertiggerichte essen und koche deshalb einfach öfter frisch zuhause“, ist das kein Konzept, sondern nur ein Wunsch.
Hilfreicher ist es, konkrete Schritte zu definieren, die man tatsächlich umsetzen kann. Nicht nur an einem guten Tag, wenn alles nach Plan läuft, nicht nur, wenn man motiviert ist, auch nicht nächsten Monat, sondern sobald sie definiert sind, jeden Tag.

Problemlösung 1: Takeout und Fertiggerichte überflüssig machen

Am leichtesten zu etablieren war für mich eine Frühstücksroutine, weshalb ich damit startete. Persönlich finde ich ein proteinreiches Frühstück die beste Wahl, weshalb ich zwei Frühstücksvarianten etablierte: Ich kaufe überhaupt kein Frühstück mehr unterwegs, sondern nehme mir Zeit zuhause vorzubereiten:
  • Variante Eins (griechischer Joghurt mit etwas Honig, saisonalen, regionalen Früchten und Rosinen) oder in der kalten Jahreszeit
  • Variante Zwei bestehend aus warmen Eiern, Schinken und etwas Brot
Wenn ich einen sehr frühen Arbeitstermin habe und es zu knapp wird, um in Ruhe zuhause frühstücken zu können, nehme ich mir in einem Glasgefäß die passende Portionengröße mit und frühstücke bei der ersten Gelegenheit nach dem Termin.
Da ich es auf zwei einfache Varianten beschränkt habe, die ich leicht einkaufen kann, und ich zusätzlich einen Notfallplan habe, falls das Zeitmanagement mal doch wieder nicht funktioniert, war es nicht schwierig, die Routine einzuführen und beizubehalten. Mittlerweile habe ich dabei den „Arianna-Zustand“ erreicht – selbst im Urlaub oder auf Dienstreise, egal wie groß das Frühstücksbuffet ist, nehme ich mir trotzdem meine Frühstücksvariante 1 oder 2, genau wie zuhause.

Die Frühstücksroutine auf den Rest des Tages ausweiten

Für das Abendessen, habe ich meine Familie mit ins Boot geholt und das gemeinsame Familienabendessen als Fixpunkt definiert, nach dem sich unser normales Arbeitsende wenn es nicht eine große Ausnahme ist oder Notfallüberstunden gibt, richten muss. Da aber vor allem nach einem Arbeitstag nicht nur der Zeitfaktor, sondern auch die Überwindung der Bequemlichkeit eine Rolle spielen, haben wir zuerst ein paar Wochen mit einer Kochbox 3-mal die Woche gestartet, um die Routine zu starten.
Das hat den Vorteil, dass man alle Zutaten geliefert bekommt und man muss sie zudem mit dem mitgelieferten Rezept verkochen, bevor sie schlecht werden. Finanziell und geschmacklich lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, aber es sorgt für einen schrittweisen Übergang von Fertiggerichten und Takeout und es fühlt sich nicht an wie eine riesengroße Veränderung, die man dann doch nicht durchhalten kann.
Aufbauend darauf haben wir mit der Zeit Folgendes etabliert: Essensplanung und Einkauf immer für drei oder vier Tage durchgehend, Lieblingsgerichte, die wenig Aufwand sind, wenig Kochgeschirr benötigen und die wir alle, inklusive unseres kleinen Sohnes, gerne essen, werden unter der Woche ungefähr im Zwei- bis Dreiwochentakt wiederholt. Lieblingsgerichte ändern sich je nach Saison, aber pro Woche sind normalerweise einmal Pastagericht, einmal Suppe, einmal Fischgericht fix eingeplant. Aufwändigere Gerichte (alles, was mehr als 2 Töpfe oder 2 Pfannen benötigt oder mehr als 40 Minuten Kochzeit) oder wenn wir etwas Neues ausprobieren wollen, werden auf das Wochenende ausgelagert.
Eine Routine für das Mittagessen, das ich entweder alleine zuhause esse oder in der Mittagspause bei der Arbeit, die nicht immer zur gleichen Zeit möglich ist, war schwieriger, aber nach einiger Zeit auch notwendig.
Denn eine Konsequenz dieser Problemlösung ist: Wenn man vieles aus guten Produkten selbst macht, gewöhnt man sich nicht nur an die Qualität, sondern auch an den Geschmack. Fertiggerichte werden dadurch mit der Zeit immer ungenießbarer. Takeout beginnt wie ein Kompromiss zu schmecken und der Gedanke „Das hätte ich zuhause besser und günstiger machen können“ wird ebenfalls zur Routine. Das trägt zwangsläufig dazu bei, dass diese Problemlösung langfristig Erfolg hat.
Seit wir beispielsweise Pizza inklusive Pizzateig zuhause selbst machen, mit dem Belag, den wir am liebsten mögen, in der genau für uns richtigen Randstärke und Ofenzeit, wäre jede Fertigpizza eine Riesenenttäuschung, die Bequemlichkeit einfach nicht mehr wert ist. Was Arianna schon als junge Studentin wusste, habe ich mit der Zeit also auch gelernt.

Problemlösung 2: Snacks überflüssig machen oder durch bessere Routinen ersetzen

Als Snacks oder Essen zwischendurch zähle ich alles, was nicht zu meinen drei Hauptmahlzeiten gehört. Ein Proteinriegel hier, ein paar Nüsse dort, ein Stück Kuchen zur Kaffeepause, Chips vorm Fernseher oder während man am Laptop arbeitet, summieren sich kalorientechnisch oft unbemerkt.
Ein theoretisches Rechenbeispiel: Der Kalorienbedarf einer Frau meines Alters, moderat aktiv mit Bürojob und einem Normalgewicht von 56 Kilogramm, liegt ungefähr zwischen 1750 bis 1950 kcal pro Tag. Wenn ich über den Tag verteilt einen Proteinriegel, eine Handvoll Nüsse und eine halbe Packung Chips essen würde, wären dies bereits ungefähr 900 kcal. Das wäre die Hälfte meines Tagesbedarfs – ohne dass ich eine einzige richtige Mahlzeit gehabt hätte.
Es ist schwer, sich das Essen zwischendurch abzugewöhnen, wenn es schon zur Gewohnheit geworden ist. Aber so wie in meinem Fall: Durch das Einführen einer guten Frühstücksroutine wurden alle Snacks bis zum Mittagessen automatisch unnötig, da ich mich gut gesättigt fühlte und dadurch ein Heißhunger auf einen Snack zwischendurch gar nicht mehr aufkam.
Um die Gewohnheit, Chips zu essen, während ich abends noch am Laptop Dinge erledigte oder mir etwas anschaute, habe ich zu einem kleinen Trick gegriffen.
Nämlich die ungesunde Routine zu durchbrechen, indem ich sie gezielt durch eine bessere ersetzte: Noch bevor ich zum Laptop ging und an die Chips denken konnte, habe ich begonnen, mir einen Kräutertee zuzubereiten, der geschmacklich überhaupt nicht zu meinen Lieblingschips passte. Wenn ich mich schließlich hinsetzte, war der Tee schon bereit und nach ein paar Schlucken hatte sich der Wunsch nach Chips von selbst erledigt. Mittlerweile ist der Tee zu meiner Routine geworden, an die mein Gehirn denkt, wenn ich mich abends noch an den Laptop setze.

Problemlösung 3: Wie zu Omas Zeiten statt Instagram-Trends

Trendige Kaffees zum Mitnehmen, Smoothies oder andere sogenannte Lifestyle-Getränke sind allgegenwärtig.
Für mich war es lange Zeit normal, mir in der Pause einen solchen Kaffee oder einen Smoothie zum Mitnehmen zu holen.
In Wahrheit sind sie teuer, kalorienreich und zuckerhaltig, fühlen sich dank gutem Marketing jedoch oft wie eine Belohnung an, die einem das Gefühl gibt, im Trend zu sein.
Sobald ich diese Erkenntnis wirklich verinnerlicht hatte, wurde es leichter, die schlechte Gewohnheit loszulassen. Mein Mann und ich investierten ein bisschen Zeit in unsere Kaffeemaschine zuhause – optimierten den Mahlgrad und fanden den Bohnenkaffee mit dem für uns optimalen Geschmack und der optimalen Stärke. Dann begann ich, mir konsequent meinen eigenen Kaffee von zu Hause mitzunehmen – schwarz, mit einem kleinen Schuss A2-Vollmilch vom Hofladen in meiner Nähe, ohne versteckten Zucker, ohne Sirupzusätze – in einem Edelstahlbecher ohne Mikroplastik.
Zum Vergleich: Ein solcher Kaffee (250 ml mit ungefähr 30 ml Vollmilch) hat 20 kcal. Ein Pumpkin-Spice-Latte, der mit der bald kommenden Herbstsaison wieder zum Trend wird, hat in der normalen Größe ungefähr 300 kcal, also 15-mal so viel. Ein klassischer großer Cappuccino hat immer noch ungefähr 120 kcal.
Für eine Nachmittagserfrischung in der Arbeitspause im Sommer habe ich Smoothies durch – wie zu Omas Zeiten – meist einen geriebenen Apfel mit Karotte und etwas Orangensaft ersetzt. In geriebener Form haben sie nicht nur mehr Ballaststoffe als ein gemixter Saft, was zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels führt, sondern dieser Snack erinnert mich auch an die Sommerferien in meiner Kindheit bei Oma. Wenn eine Routine gute Erinnerungen hervorruft, ist es noch einfacher, sie zu etablieren.

Fazit und Motivation

Viele Ernährungskonzepte und Diäten funktionieren, um sich gesund zu ernähren, Gewicht zu verlieren oder sein Idealgewicht zu halten, aber es ist oft schwierig, sie in den Alltag zu integrieren und über Jahre hinweg beizubehalten. Persönliche Routinen, die man gezielt für den eigenen Alltag optimiert, fühlen sich nicht wie Verzicht an und benötigen, nachdem sie einmal etabliert sind, keine extra Motivation. Dadurch können sie nicht nur das ganze Jahr, sondern über viele Jahre hinweg Erfolg haben.
Ein letzter Vorteil: Gute Routinen verzeihen auch gelegentliche Ausreißer. Ein üppiges Weihnachtsessen, die extra Portion Eis im Urlaub oder der eine Pumpkin-Spice-Latte, den man sich zur Begrüßung der Herbstsaison gönnt, können guten Routinen, die man an den restlichen Tagen des Jahres lebt, nichts anhaben.
Auch wenn man gelegentlich nach dem Urlaub oder nach der Weihnachtszeit das eine oder andere Kilo mehr auf die Waage bringt, kann sich das Gewicht durch eine gute Routine innerhalb kurzer Zeit wieder regulieren. Ich bin selbst nach einer großen Gewichtszunahme – 17 Kilogramm in der Schwangerschaft – ungefähr ein Jahr später wieder exakt bei meinem Ursprungsgewicht gelandet – ohne Diät, ohne zusätzlichen Sport, ohne Tricks – einfach nur durch diese Routinen.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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„Genug gearbeitet“ – Selbstführung: Warum der Kopf zuerst aufgeräumt werden muss

Führung beginnt selten im Team. Sie beginnt im Kopf der Führungskraft. Das klingt schlicht, ist aber im Alltag unbequem. Denn es ist leichter, über unklare Mitarbeiter, politische Rahmenbedingungen, Bürokratie, Kunden oder Technik zu sprechen als über die eigene innere Ordnung.
Viele Führungskräfte sind nicht fachlich überfordert. Sie sind mental überfüllt. Zu viele offene Schleifen. Zu viele unausgesprochene Erwartungen. Zu viele Entscheidungen, die innerlich schon getroffen, aber äußerlich noch nicht ausgesprochen sind.
Diese innere Unordnung bleibt nicht privat. Sie wirkt. Im Ton. In der Geduld. In der Art, wie Aufgaben übergeben werden. In der Neigung, zu kontrollieren oder Gespräche zu vermeiden.
Ein Unternehmer sagte: „Ich merke, dass ich schneller genervt bin, aber ich weiß nicht warum.“ Wir schauten nicht zuerst auf sein Team, sondern auf seinen Kopf. Dort lagen: ein ungeklärtes Personalthema, drei nicht priorisierte Projekte, ein Konflikt mit einem Kunden und die Angst, im Herbst nicht genug Tempo zu haben. Kein Wunder, dass kleine Rückfragen plötzlich groß wirkten.
Genug gearbeitet. Genug im Außen repariert, wenn innen keine Klarheit ist.
Selbstführung ist keine Wellness. Sie ist Führungsfähigkeit. Drei Fragen helfen:
  • Was beschäftigt mich, ohne dass ich es entschieden habe?
  • Wo reagiere ich aus Müdigkeit statt aus Haltung?
  • Welche Erwartung habe ich nie klar ausgesprochen?
Ein kurzes Ritual kann reichen: freitags 20 Minuten Führungsinventur. Was ist offen? Was muss entschieden werden? Welches Gespräch ist fällig? Was muss nächste Woche nicht passieren?
Das klingt unspektakulär. Aber es verhindert, dass Führung zur Reaktion wird.
Selbstführung zeigt sich besonders unter Druck. Wenn die Politik neue Anforderungen bringt, Kunden unruhig werden, Mitarbeiter Orientierung suchen und KI zusätzliche Fragen aufwirft, braucht es Führungskräfte, die nicht nur funktionieren, sondern sich selbst sortieren können.
Ein starker Satz lautet: „Ich nehme mir Zeit zum Sortieren, damit ich nicht unsortiert führe.“ Dieser Satz wirkt zunächst wie Luxus. In Wahrheit ist er Verantwortung.
Wer sich selbst nicht führt, führt andere oft aus Reflex. Und Reflexe sind selten strategisch.
Genug gearbeitet. Welche Entscheidung liegt zuerst in Ihrem eigenen Kopf, bevor sie im Unternehmen wirksam werden kann?
Rolf Hempel | www.b-steps.de/summit | b-steps summit
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188.000 Firmenschließungen: Warum viele Unternehmen ohne Insolvenz aufgeben


In Kürze:

  • Untersuchung von Creditreform: Rund 188.000 Unternehmen schlossen 2025 in Deutschland – 10 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Nur rund 13 Prozent der Schließungen waren Insolvenzen; häufig spielen auch wirtschaftliche Entscheidungen oder fehlende Nachfolger eine Rolle.
  • Die Zahl allein zeigt nicht, wie viel wirtschaftliche Leistung verloren geht – zugleich entstehen neue Unternehmen und bestehende Betriebe übernehmen Beschäftigte, Kunden oder Aufträge.

 
In Deutschland haben 2025 deutlich mehr Unternehmen aufgegeben als im Jahr zuvor. Creditreform nennt rund 188.000 Schließungen, 10 Prozent mehr als 2024 und so viele wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Die Zahl stammt nach Angaben von Creditreform aus einer gemeinsamen Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
Doch hinter dieser Zahl stehen keineswegs nur Firmen, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Lediglich rund 13 Prozent der erfassten Schließungen waren Insolvenzen. Bei fast neun von zehn Fällen ging der Aufgabe also kein Insolvenzverfahren voraus.
Noch ein Befund fällt auf: Die 2024 und 2025 geschlossenen Unternehmen hatten im Durchschnitt eine bessere Bonität als Firmen, die in früheren Jahren aufgaben. Mit Bonität ist die Kreditwürdigkeit gemeint, also die Einschätzung, wie wahrscheinlich ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Nach Angaben des ZEW waren zuletzt auch Firmen unter den Schließungen, die noch nicht in unmittelbaren Finanzierungsschwierigkeiten steckten.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Deutschland 188.000 wirtschaftlich gesunde Unternehmen verloren hat. Ein Betrieb kann noch alle Rechnungen bezahlen, aber trotzdem zu wenig Gewinn abwerfen. Andere schließen, weil der Eigentümer in den Ruhestand geht, kein Nachfolger gefunden wird oder persönliche Gründe eine Fortführung verhindern.
Gleichzeitig sind die Unternehmensinsolvenzen gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) registrierten die deutschen Amtsgerichte 2025 insgesamt 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 10,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2024 hatte der Anstieg noch 22,4 Prozent betragen.

Wie die 188.000 Schließungen ermittelt werden

Die Untersuchung beruht auf dem Mannheimer Unternehmenspanel. Dahinter steht eine große Unternehmensdatenbank von Creditreform, die das ZEW wissenschaftlich aufbereitet. Erfasst werden auch Kleinstunternehmen und selbstständige Freiberufler.
Wichtig für die Einordnung ist: Die 188.000 Schließungen sind keine reine Zählung behördlich gemeldeter Geschäftsaufgaben. Rund 43 Prozent entfallen auf Abmeldungen und von Creditreform recherchierte Geschäftsaufgaben ohne Insolvenz, etwa 13 Prozent auf Insolvenzen. Weitere rund 43 Prozent betreffen Unternehmen, die nach einem statistischen Verfahren als nicht mehr wirtschaftlich aktiv gelten.
Dieser letzte Teil betrifft vor allem kleinere Unternehmen, bei denen sich eine Geschäftsaufgabe nicht unmittelbar feststellen lässt. Bleiben über längere Zeit neue Informationen über ihre Tätigkeit aus, berechnet das ZEW die Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgegeben wurden. Für die Jahre 2024 und 2025 weist das ZEW bei den statistisch geschätzten Schließungen selbst auf eine „hohe Unsicherheit“ hin.
Zudem wurde die Berechnungsmethode geändert: Bei Firmen im Handelsregister gilt nun bereits der von Creditreform festgestellte Zeitpunkt der Geschäftsaufgabe, wenn dieser vor der offiziellen Löschung liegt.
Zuvor war das Löschdatum im Handelsregister maßgeblich. Nach Angaben des ZEW führt diese Änderung zu einer Verschiebung der Zeitreihe. Die 188.000 sind daher als wissenschaftlich ermittelte Größenordnung zu verstehen und nicht als Zahl von ebenso vielen amtlich bestätigten Schließungen.

Warum Firmen ohne Insolvenz aufgeben

Eine Firma muss nicht zahlungsunfähig sein, um ihren Betrieb einzustellen. Steigen die Kosten, sinkt die Nachfrage oder bleibt dauerhaft zu wenig Gewinn übrig, kann sich ein Eigentümer gegen eine Fortführung entscheiden.
Das ZEW nennt außerdem eine gescheiterte Unternehmensnachfolge sowie Alter, Krankheit und andere persönliche Gründe. Das unterscheidet eine Geschäftsaufgabe von einer Insolvenz. Bei einer Insolvenz sind die finanziellen Probleme so groß, dass ein gesetzlich geregeltes Verfahren notwendig wird. Eine Schließung ohne Insolvenz sagt dagegen zunächst wenig darüber aus, wie gut oder schlecht das Unternehmen zuvor wirtschaftlich dastand.
Das zeigt die Bonitätsentwicklung. Geschlossene Unternehmen wurden von Creditreform früher im Durchschnitt mindestens mit einer schwachen Bonität bewertet. Für 2024 und 2025 liegt die durchschnittliche Einstufung dagegen bei „mittlerer Bonität“. Von einem massenhaften Verlust „gesunder Unternehmen“ zu sprechen, wäre dennoch zu weitgehend. Eine mittlere Kreditwürdigkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine Firma profitabel arbeitet oder langfristig gute Aussichten hat.

Wenn der Unternehmer in Rente geht

Ein weiterer Grund gewinnt an Bedeutung: Viele deutsche Firmeninhaber erreichen das Rentenalter. Unter den freiwillig geschlossenen eigentümergeführten Familienunternehmen hatten 2025 rund 29 Prozent einen Inhaber im Alter von mindestens 65 Jahren. 2002 waren es erst 14 Prozent. Nach Angaben des ZEW sind rund 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland eigentümergeführte Familienunternehmen.
Auch die staatliche Förderbank KfW sieht einen wachsenden Generationenwechsel. Nach ihrem Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 sind 57 Prozent der mittelständischen Unternehmer mindestens 55 Jahre alt. Bis Ende 2029 planen nach KfW-Berechnungen Eigentümer von rund 569.000 mittelständischen Unternehmen, ihren Betrieb stillzulegen. Das wären im Durchschnitt etwa 114.000 Unternehmen pro Jahr. Gleichzeitig streben rund 545.000 Mittelständler von insgesamt 3,87 Millionen eine Übergabe an einen Nachfolger an.
Für die deutsche Wirtschaft kann das Folgen haben. Wird etwa ein Handwerksbetrieb oder spezialisierter Zulieferer geschlossen, können Arbeitsplätze, Kundenbeziehungen und über Jahre erworbenes Fachwissen verloren gehen. Findet sich ein Nachfolger, können diese Strukturen dagegen erhalten bleiben.

Industrie, Bau und Gastronomie mit mehr Schließungen

Die Anzahl der Schließungen stieg 2025 in zahlreichen Branchen. Im Verarbeitenden Gewerbe – dazu gehören die meisten Industriebetriebe – gaben gut 11.000 Unternehmen auf, 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Baugewerbe waren es rund 24.000, ein Anstieg von 12 Prozent.
Innerhalb der Industrie gibt es deutliche Unterschiede. Bei energieintensiven Branchen, etwa Teilen der Chemie-, Papier-, Glas- und Metallindustrie, sank die Zahl der Schließungen leicht um 0,2 Prozent. Im Fahrzeugbau registrierte das ZEW dagegen rund 360 Schließungen. Das seien 57 Prozent mehr als 2024, so das ZEW.
Besonders stark war der Anstieg im Gastgewerbe. Rund 15.000 Gaststätten und Beherbergungsunternehmen schlossen, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Handel relativiert der langfristige Vergleich den jüngsten Anstieg. 2025 stieg die Zahl der Schließungen zwar um 8 Prozent auf rund 37.000. Zwischen 2003 und 2011 waren es jedoch durchschnittlich rund 55.000 pro Jahr. Seit 2020 liegt der Durchschnitt bei etwa 35.000.

Warum das Statistische Bundesamt andere Zahlen nennt

Während die Untersuchung von ZEW und Creditreform für 2025 10 Prozent mehr Unternehmensschließungen ermittelt, meldet das Destatis einen Rückgang der Gewerbeabmeldungen um 1 Prozent. Das liegt daran, dass beide Statistiken etwas Unterschiedliches messen.
Eine Gewerbeabmeldung bedeutet nicht automatisch, dass eine Firma endgültig verschwindet. Sie kann auch erfolgen, wenn ein Betrieb verkauft oder verpachtet wird, seine Rechtsform ändert oder in einen anderen Meldebezirk umzieht. Zudem erfasst die Gewerbestatistik etwa Zweigniederlassungen, während das ZEW rechtlich selbstständige Unternehmen betrachtet.
2025 registrierte das Destatis rund 502.200 vollständige Gewerbeaufgaben. Gleichzeitig wurden etwa 640.500 Gewerbe neu gegründet. Bei Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung standen rund 130.100 Neugründungen etwa 99.900 vollständigen Aufgaben gegenüber.
Aus den 188.000 Schließungen lässt sich deshalb nicht ableiten, dass Deutschland unter dem Strich ebenso viele Unternehmen verloren hat. Während Firmen aufgeben, entstehen gleichzeitig neue. Entscheidend ist zudem, welche Unternehmen verschwinden und welche neu entstehen. Eine neu gegründete Ein-Personen-Firma ersetzt wirtschaftlich nicht automatisch einen geschlossenen Industriebetrieb mit 50 Beschäftigten. Umgekehrt kann ein junges Unternehmen wachsen und später zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Was die Zahlen offenlassen

Für die wirtschaftliche Bedeutung der 188.000 Schließungen reicht die Zahl allein nicht aus. Der Datensatz zeigt, wie viele Unternehmen ihre Tätigkeit einstellen, aber nicht, welches Gewicht diese Firmen hatten. Ein Betrieb mit wenigen Beschäftigten geht ebenso als eine Schließung in die Statistik ein wie ein größerer Arbeitgeber.
Damit bleibt auch offen, wie viele Arbeitsplätze, Produktionskapazitäten oder Investitionen mit den geschlossenen Unternehmen tatsächlich verschwinden. Ebenso wenig lässt sich aus der Zahl erkennen, ob Kunden, Beschäftigte und Aufträge von anderen Unternehmen übernommen werden. Eine Geschäftsaufgabe muss deshalb nicht im gleichen Umfang einen Verlust wirtschaftlicher Leistung bedeuten.
Gerade bei altersbedingten Schließungen dürfte entscheidend sein, ob grundsätzlich tragfähige Betriebe mangels Nachfolgern vom Markt verschwinden. Die ZEW-Daten liefern dafür mit dem steigenden Alter der Inhaber einen Hinweis, erlauben aber keine Aussage darüber, wie viele dieser Unternehmen bei erfolgreicher Nachfolge tatsächlich fortgeführt worden wären.
Für die Bewertung des Standorts Deutschland ist deshalb die reine Zahl der Schließungen nur ein Teil des Bildes. Aussagekräftiger wäre, welche Unternehmen aufgeben, wie viele Beschäftigte betroffen sind und ob ihre wirtschaftliche Tätigkeit an anderer Stelle fortgeführt wird. Diese Fragen beantwortet die Untersuchung nicht.
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Nach Schüssen: Deutsche unter Verletzten des Schweizer Technofestivals

Nach Schüssen bei einem Technofestival in der Schweiz läuft die Fahndung auf Hochtouren. Auch Stunden nach der Tat in Aarau mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten wollten sich die Ermittler weiterhin nicht festlegen, ob sie einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu untersuchen – und ob es einen oder mehrere Täter gibt.
Die Schüsse waren in der Nacht zum Sonntag gefallen. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet.
Vier Schweizer Männer und eine deutsche Frau erlitten leichte bis schwere Verletzungen, wie die Aargauer Kantonspolizei nach Angaben der Nachrichtenagentur „Keystone-SDA“ am späten Abend mitteilte. Die Verletzten im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die Schüsse am frühen Sonntagmorgen waren nach Angaben der Ermittler aus mindestens zwei Waffen abgegeben worden. Es seien unterschiedliche Hülsen von Patronen gefunden worden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passten.
Ob das auf zwei Täter hindeute oder ein Schütze beide Waffen nutzte, ließ die Polizei offen. Das Motiv hinter den Schüssen ist weiterhin unklar.

Erste Notrufe kurz nach dem Ende des Raves

Kurz nach dem Ende des Raves, zu dem der Veranstalter rund 3.500 Besucher erwartet hatte, gingen bei der Polizei die ersten Notrufe ein. Augenzeugen schilderten, dass viele Schüsse gefallen seien.
Da der Ernst der Lage laut Polizei sofort deutlich wurde, rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot aus. Zum Zeitpunkt der Schüsse hielten sich demnach noch weit mehr als 100 Personen auf dem Festivalgelände auf.
Der Vorfall spielte sich bei einem seit Jahren etablierten Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins ab – etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Das italienische Todesopfer wohnte in der Region.

Deutsche Polizei an Fahndung beteiligt

Die Ermittler baten darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. An den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen war routinemäßig auch die Polizei auf deutscher Seite beteiligt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg sagte.
Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht. Der Kanton Aargau liegt an der deutschen Grenze, eine Flucht bis nach Deutschland dauert nach Polizeiangaben von Aarau aus nur etwa 40 Minuten. (dpa/red)
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In der Fremde – von Clemens Brentano

In der Fremde

Weit bin ich einhergezogen
über Berg und über Tal,
und der treue Himmelsbogen
er umgibt mich überall.
Unter Eichen, unter Buchen
an dem wilden Wasserfall
muß ich nun die Herberg suchen
bei der lieb Frau Nachtigall.
Die im brünst’gen Abendliede
ihre Gäste wohl bedenkt,
bis sich Schlaf und Traum und Friede
auf die müde Seele senkt.
Und ich hör‘ dieselben Klagen
und ich hör‘ dieselbe Lust
und ich fühl‘ das Herz mir schlagen
hier wie dort in meiner Brust.
Aus dem Fluß, der mir zu Füßen
spielt mit freudigem Gebraus
mich dieselben Sterne grüßen
und so bin ich hier zu Haus.
Clemens Brentano (1778–1842)
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30.08.2026 | Fährunglück vor Zypern | Mindestens sieben Verletzte nach Gewalttat in Niedersachsen | Klingbeil bei G20-Finanztreffen in den USA

GESTERN22:12 Uhr

Hunderte demonstrieren gegen zunehmende Schusswaffengewalt in Brüssel

Hunderte Menschen demonstrierten am Sonntag im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles gegen Schusswaffengewalt und Drogenkriminalität. Laut Staatsanwalt Julien Moinil gab es seit 2025 rund 170 Schusswaffenvorfälle, 69 davon in diesem Jahr; die meisten standen mit Drogenkriminalität in Verbindung.

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GESTERN22:05 Uhr

Mindestens sieben Verletzte nach Gewalttat in Niedersachsen

Bei einer Auseinandersetzung in Hessisch Oldendorf sind mindestens sieben Menschen teils schwer verletzt worden. Nach Zeugenaussagen gab es Stich- und Schussverletzungen; mehrere Menschen wurden von Autos angefahren. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen; laut Polizei stehen sie mutmaßlich in Beziehung zu den Opfern.

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GESTERN21:56 Uhr

Vierter WM-Titel: Hockey-Herren feiern historischen Erfolg

Deutschlands Hockey-Herren haben in Wavre das WM-Finale gegen Spanien durch Michel Struthoffs Treffer (44.) mit 1:0 gewonnen. Es ist der vierte WM-Titel und der Ausgleich mit Rekordsieger Pakistan. Die Damen wurden Sechste; der DHB trennte sich von Bundestrainerin Janneke Schopmann.

Deutschland ist zum vierten Mal Hockey-Weltmeister.

Deutschland ist zum vierten Mal Hockey-Weltmeister.

Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

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GESTERN21:24 Uhr

Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen – Acht Tote

Nach dem Fährunglück vor Zypern wurden Kapitän und sieben Crewmitglieder festgenommen. Die Zahl der Toten stieg auf acht, nach weiteren Menschen wird gesucht. Die Fähre mit 267 Menschen an Bord kenterte kurz nach dem Auslaufen aus Kyrenia auf dem Weg nach Mersin.

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GESTERN20:56 Uhr

Merz: Regierung hat Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig weitgehend festgelegt

Die Bundesregierung will in den nächsten Tagen ihre Reaktion auf die Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig verkünden. Kanzler Merz sagte, die Ermittlungen würden abgeschlossen; die Reaktion werde mit EU und Nato abgestimmt. Ob Russland verantwortlich ist, ließ er offen.

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GESTERN20:38 Uhr

Frankreichs Ex-Premier Philippe will konservative Parteien in neuem Bündnis einen

Frankreichs Mitte-Rechts-Kandidat Édouard Philippe wirbt acht Monate vor der Präsidentschaftswahl für ein Bündnis oder eine neue Partei der Konservativen. Für die Parlamentswahl fordert er gemeinsame Kandidaten. Umfragen sehen Marine Le Pen vorn; Gérald Darmanin unterstützt Philippe.

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GESTERN20:19 Uhr

WM-Ticket fast sicher: Schröder-Team mit Zittersieg in Polen

Deutschlands Basketballer haben in Polen 96:94 nach Verlängerung gewonnen. Mit sieben Siegen aus acht Spielen kann das Team am 27. November in Lettland die Qualifikation für die WM 2027 in Katar sichern. Dennis Schröder erzielte 18 Punkte.

Die deutschen Basketballer um Johannes Thiemann (r) hatten in der WM-Qualifikation in Polen große Schwierigkeiten.

Die deutschen Basketballer um Johannes Thiemann (r) hatten in der WM-Qualifikation in Polen große Schwierigkeiten.

Foto: Adam Warzawa/PAP/dpa

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GESTERN19:52 Uhr

König Harald wird am 9. September beigesetzt

Das Begräbnis des norwegischen Königs Harald V. findet am 9. September in Oslo statt. Nach der Trauerfeier im Dom wird er in der Kirche von Akershus beigesetzt. Bis zum Vortag können Besucher in der Schlosskapelle Abschied nehmen.

Die Beisetzung von König Harald V. - hier ein Gedenkgottesdienst - findet am 9. September statt.

Die Beisetzung von König Harald V. – hier ein Gedenkgottesdienst – findet am 9. September statt.

Foto: Cornelius Poppe/NTB/dpa

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GESTERN19:27 Uhr

Nach Schüssen bei Rave-Event: Polizei hat drei Hypothesen zur Tat

Nach Schüssen am Rand einer Rave-Veranstaltung in Aarau ist die Täterschaft weiter nicht gefasst. Eine 22-Jährige wurde getötet, fünf weitere Menschen verletzt; niemand schwebte zuletzt in Lebensgefahr. Die Polizei prüft Terrorakt, Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu.

GESTERN18:46 Uhr

Klingbeil berät mit G20-Finanzministern im US-Bundesstaat North Carolina

Klingbeil nimmt ab Montag in Asheville (USA) am zweitägigen G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker teil. Geplant sind Gespräche mit den Finanzministern Kanadas und Indiens sowie ein BMW-Werkbesuch. Die USA wollen Irans Isolation und Sanktionen thematisieren.

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GESTERN17:42 Uhr

1. Bundesliga: Freiburg feiert deutlichen Sieg gegen Bremen

Der SC Freiburg hat Werder Bremen im ersten Sonntagsspiel der neuen Bundesliga-Saison 4:1 besiegt. Yuito Suzuki traf dreimal, Igor Matanovic einmal; Dariusz Stalmach erzielte Bremens Ehrentreffer. Am Samstag spielt Freiburg in Paderborn, Bremen gegen Leipzig.

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GESTERN17:28 Uhr

Erstes Ministertreffen von neuem Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan beraten am Montag erstmals in Istanbul über ihr Militärbündnis. Geplant ist ein Strategie-Ausschuss; zudem geht es um Verteidigungsfähigkeiten, Rüstungskooperation und die Kompatibilität der Armeen. Bei einem Angriff besteht Beistandspflicht.

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GESTERN17:05 Uhr

Streit über Russland-Kurs: Opposition fordert Aufklärung

Die Bundesregierung will Russland laut Regierungskreisen diese Woche öffentlich für den versuchten Sprengstoffdrohnen-Anschlag in Leipzig verantwortlich machen und nationale Schritte sowie neue EU-Sanktionen einleiten. Linke und AfD warnen vor Vorverurteilung und Aufrüstung, SPD und Grüne fordern Konsequenzen.

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GESTERN16:13 Uhr

Österreich verzeichnet für Juni und Juli mehr Hitzetote als je zuvor

In Österreich wurden im Juni und Juli 646 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet – mehr als je zuvor. Die Ages berechnete die Zahl anhand eines statistischen Modells; der bisherige Höchstwert lag 2024 bei 570 Fällen.

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GESTERN15:10 Uhr

Fähre vor Zypern gekentert – mindestens sieben Tote

Vor Zypern ist eine Fähre mit 267 Menschen an Bord kurz nach dem Auslaufen aus Kyrenia auf dem Weg nach Mersin gekentert. Mindestens sieben Menschen starben, 172 wurden gerettet; die Rettungsaktion läuft. Warum Wasser eindrang, war zunächst unklar.
Die türkische Küstenwache hilft bei der Rettung. (Archivbild)

Die türkische Küstenwache hilft bei der Rettung. (Archivbild)

Foto: John Macdougall/dpa

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GESTERN14:49 Uhr

Neues Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman“ ist gestartet

Nasa hat das Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman“ mit einer Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX von Cape Canaveral gestartet. Es soll in etwa einem Monat seine 1,6 Millionen Kilometer entfernte Umlaufbahn erreichen und ab Anfang 2027 Exoplaneten, explodierende Sterne und Schwarze Löcher erforschen.

Das Weltraumteleskop wurde nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der Nasa benannt.

Das Weltraumteleskop wurde nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der Nasa benannt.

Foto: John Raoux/AP/dpa

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GESTERN13:33 Uhr

Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert

Eine Fähre mit 267 Menschen an Bord ist vor Nordzypern in Seenot geraten. Küstenwache und Rettungsteams sind im Einsatz, sagte der nordzyprische Verkehrsminister Erhan Arikli. Auf Bildern von „CNN Türk“ war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Die Fähre kenterte in stürmischer See etwa zwei Kilometer nach dem Ablegen von Kyrenia in Richtung des türkischen Hafens Tasucu.

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GESTERN13:16 Uhr

Erneute Demonstration gegen Massentourismus auf Mallorca

1.000 Einheimische protestieren auf Mallorca erneut gegen den Massentourismus auf der Insel protestiert. Sie bildeten eine Sitzkette von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer und hielten Plakate wie „Your paradise, our hell“ (Euer Paradies, unsere Hölle), „Waiting line for a rent in Palma“ (Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma) oder auch „Tourist go home“. Für den Protest zeichneten die Umweltverbände GOB und Terraferida verantwortlich.

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GESTERN12:48 Uhr

Gedenkgottesdienst mit Königsfamilie für Harald V.

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat seines verstorbenen Vaters Harald V. mit dem Besuch eines Trauergottesdienstes gedacht. Viele Menschen reihten sich an der Kirche von Asker bei Oslo auf, um einen Blick auf den 53-Jährigen und die königliche Familie werfen zu können. Im ganzen Land fanden Trauergottesdienste statt. Harald V. hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens.

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GESTERN11:21 Uhr

Ukrainisches Munitionslager lag in einem Wohngebiet – 38 Tote

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew liegt die Zahl der Toten bei 38, vier Menschen werden noch vermisst. Erst gestern wurde bekannt, dass das Munitionslager in einem Wohngebiet liegt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. 
Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Foto: Dan Bashakov/AP/dpa

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GESTERN11:14 Uhr

Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet unplanmäßig in Paris

Wegen Dampfentwicklung aus einer Bordküche ist der Flug EW 590 einer Boeing 737 mit 131 Passagieren von Köln-Bonn nach Mallorca am 29. August außerplanmäßig auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris gelandet. Die Passagiere erhielten Hotelübernachtungen, die nötigen Transfers und Umbuchungen. Die Landung sei vorsorglich und unter dem Status „normal“ erfolgt; die Sicherheit war nicht gefährdet.

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GESTERN10:22 Uhr

Russland kündigt Vergeltung an

Russland hat „massive Angriffe“ gegen „Einrichtungen des Energiesektors“ in der Ukraine als Vergeltung für die Attacken Kiews auf zivile Infrastruktur und den russischen Öl- und Energiekomplex angekündigt. Die russische Armee griff ein Asbest- und Zementkombinat an, in dessen Räumen laut Moskau Sprengstoffe lagerten, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition. Die Ukraine griff mit Drohnen eine Ölraffinerie im Nordosten an, was zu einem Brand führte.

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GESTERN10:10 Uhr

Oberbayern: 31 Jahre alte Britin in Bahnhof in Rosenheim erstochen

Im Rosenheimer Bahnhof ist eine 31 Jahre alte Britin erstochen worden. Die Polizei nahm einen 27 Jahre alten tatverdächtig Mann fest, zum Motiv des aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammenden Angreifers machten Ermittler keine Angaben. Die Frau kam noch ins Krankenhaus, dort erlag sie ihren  Verletzungen. 

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GESTERN9:56 Uhr

Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten einen Zusammenhang mit politischen Fragen zum Gazakrieg. Die Festivalleitung bestritt in einer Anfrage des US-Magazins „Deadline“, dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem „Terminkonflikt“.
Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa

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GESTERN8:52 Uhr

Island-Referendum: Gegner kurz vor Auszählungsende vorne

Beim Referendum in Island über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU liegen die Gegner kurz vor dem Ende der Auszählungen vorne. Sie lagen am Sonntag laut Online-Auszählung mit 51,8 Prozent vor den Befürwortern, die auf 48,2 Prozent kamen. Es standen nur noch einige Stimmen aus zwei von Islands sechs Wahlkreisen aus.

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GESTERN8:16 Uhr

Ein Anführer des Drogenkartells Tren de Aragua festgenommen

Laut der peruanischen Regierung wurde Ibelmery Adon Colina Maldonado in Lima festgenommen – ein Anführer des venezolanischen Drogenkartells Tren de Aragua. Er gilt als Anführer des Kartells in Chile. Die Organisation ist für Menschenhandel, Mord, Entführungen, Raub, Drogenhandel und Erpressung bekannt. Bei Fahndung und Festnahme arbeiteten die peruanische Polizei, das FBI und die chilenische Polizei zusammen.

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GESTERN7:35 Uhr

ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski warnt wegen derzeit nur zur Hälfte gefüllten Gasspeicher vor einer möglichen Gasmangellage in Deutschland. Er fordert zusätzliches LNG, etwa aus den USA oder Norwegen. Man könne auch zeitweise stärker Kohle einsetzen. Brzeski rechnet mit Gaspreisen von rund 70 Euro je Megawattstunde, beim Öl ungefähr 90 Dollar je Barrel und eine Inflationsrate im August von über Drei Prozent.

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GESTERN7:26 Uhr

Schüsse bei Techno-Festival in der Schweiz – mehrere Opfer

In Aarau im Schweizer Kanton Aargau hat die Polizei in der Nacht einen Großeinsatz gestartet, nachdem bei einer Pferderennbahn Schüsse auf eine Menschenmenge abgefeuert worden sind. Laut Polizei gibt es „mehrere Opfer“. Ob darunter Tote sind, blieb unklar. Zum dem Zeitpunkt fand dort das Techno-Festival „Aarau Rave VOL. 7“ statt.
GESTERN6:56 Uhr

Präsidentin: Venezuela behält Souveränität über seine Öl-Ressourcen

Venezuela behält im Rahmen des US-Ölabkommens die Kontrolle über seine Ölvorkommen, sagt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Das Abkommen soll Kapital und Technologie bringen. Mit über 303 Milliarden Barrel hat das Land die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit. US-Energiekonzerne reagierten bislang zurückhaltend – wegen der schlechten Infrastruktur und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.

Ölplattformen in Cabimas, südlich des Maracaibo-Sees, Bundesstaat Zulia, Venezuela, am 31. Januar 2026. Venezuela besitzt viel Öl – die Förderanlagen zerfielen unter der verstaatlichten Wirtschaft.

Foto: Maryorin Mendez/AFP via Getty Images

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GESTERN6:34 Uhr

Medien: Bahn investiert 210 Millionen Euro in „XXL-Waschprogramm“

Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein „XXL-Waschprogramm“ für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die „BILD am Sonntag“. Auch die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, soll auf 220 verdoppelt werden.

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GESTERN6:19 Uhr

USA stellen 3,6 Millionen Dollar für Katastrophenregion in Nepal bereit

Die USA haben 3,6 Millionen Dollar (3,11 Millionen Euro) an Hilfen für die Menschen in der Katastrophenregion in Nepal nach der Sturzflut bereit gestellt. Das Außenministerium teilte mit, mit dem Geld würden auch „bis zu drei Monate Nothilfe mit Lebensmitteln für bis zu 10.000 von Überschwemmungen betroffene Haushalte“ finanziert.

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GESTERN6:00 Uhr

San José: Deutscher Konsul in Costa Rica verunglückt

In Costa Rica ist der deutsche Konsul Mario Genz (53) im Freizeitzentrum am Ufer der Lagune Río Cuarto in der Provinz Alajuela verunglückt. Er geriet beim Schwimmen in der Lagune aus ungeklärter Ursache in Not, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Genz sei „ein zertifizierter Taucher“ und ein häufiger Besucher der Lagune Río Cuarto gewesen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Merz will trotz schlechter Umfragewerte an Reformkurs festhalten

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will trotz historisch niedriger Zustimmungswerte an seinem Reformkurs festhalten. Die schwache Zustimmung sei für ihn „eher eine zusätzliche Motivation“, notwendige, teils unpopuläre Entscheidungen zu treffen, sagte er mit Verweis auf die Rentenreform am Sonntag im „ARD-Sommerinterview“.
Zu den anhaltend hohen Strom- und Energiepreisen wollte sich Merz nicht auf eine Zielmarke festlegen, wann die Regierung mit Maßnahmen gegensteuere. Für die hohen Preise machte er unter anderem den von Vorgängerregierungen beschlossenen Atomausstieg sowie langfristig zugesicherte Einspeisevergütungen verantwortlich, die er nicht mehr korrigieren könne.
Als Gegenmaßnahmen nannte er Strompreisbremse, Industriestrompreis, die im Kabinett beschlossene und in Brüssel genehmigte Kraftwerksstrategie sowie langfristige Gaslieferverträge mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren.
Den zum 30. Juni ausgelaufenen Tankrabatt will die Bundesregierung nicht verlängern. Eine Subventionierung des Ölpreises sei auf Dauer nicht darstellbar.
Dieser hänge mit dem Krieg im Nahen Osten zusammen, eine Wiederöffnung der Straße von Hormus würde zu sinkenden Energiepreisen führen, so Merz. Am Kohleausstieg 2038 hält die Bundesregierung fest, über eine mögliche Verlängerung der Laufzeiten wolle man 2026 nicht diskutieren.
Merz verteidigte die stark steigenden Verteidigungsausgaben. Sicherheit und Frieden hätten Priorität vor anderen Ausgaben, so Merz: Das schönste Elterngeld nütze nichts, wenn die Freiheit verloren gehe.
Zur Kritik an angeblicher „Goldgräberstimmung“ in der Rüstungsbranche kündigte er eine Überprüfung der Beschaffungsverfahren an. Man wolle sich stärker an kosteneffizienten Ansätzen aus der Ukraine orientieren.
Das Nato-Ausgabenziel von 3,5 Prozent des BIP (plus 1,5 Prozent für Infrastruktur) könne bei veränderter Bedrohungslage wieder gesenkt werden, derzeit sehe er dafür aber keinen Anlass.
Zum Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig, für den mehrere Sicherheitsexperten Russland verantwortlich machen, kündigte Merz eine zeitnahe Reaktion an. Diese werde mit der Europäischen Union und den Nato-Partnern abgestimmt und solle „in den nächsten Tagen“ bekanntgegeben werden.
Auf die Frage nach der Leitbranche der Zukunft verwies Merz auf keine einzelne Branche, sondern auf den branchenübergreifenden Einsatz künstlicher Intelligenz. Besondere Wachstumschancen sehe er im Handwerk, im Mittelstand sowie in Medizintechnik und Pharmazie, die Gesundheitswirtschaft sei bereits heute der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig.
Zur Frage einer stärkeren Besteuerung von Kapital und Vermögen anstelle von Arbeit äußerte sich der Kanzler zurückhaltend: Er könne diese Frage angesichts der „vierten technologischen Revolution“ derzeit noch nicht beantworten.
Zur möglichen ersten Bundespräsidentin sagte Merz, das Geschlecht sei „weniger wichtig als die Persönlichkeit“. Er könne sich eine Frau im Amt aber „sehr gut vorstellen“. Über die Nachfolge entscheidet die Bundesversammlung, deren Zusammensetzung auch von den Landtagswahlen im September abhängt. (dts/red)
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Studie: Insekten können tief tauchen, ohne zu implodieren


In Kürze:

  • Die gängige Lehrmeinung besagt, dass Insekten keine tiefen Gewässer besiedeln können, weil ihr luftgefülltes Atmungssystem sonst implodieren würde.
  • In Afrika haben Forscher eine Larvenart entdeckt, die täglich Tauchgänge absolvieren, um zu überleben.
  • Ein Drucktest im Labor zeigte zudem, dass die Tiere fast die doppelte gewohnte Tiefe aushalten können.

 
Insekten haben nahezu jeden Lebensraum auf der Erde besiedelt, einschließlich der Pole, großer Höhen und Süßgewässer. In der Tiefsee fehlen sie jedoch auffallend. Eine gängige Erklärung dafür ist, dass das luftgefüllte Atmungssystem der Insekten unter dem Druck der Tiefe zusammenbrechen würde.
Biologen der University of British Columbia, Kanada, haben nun jedoch Larven gefunden, die diese Vorstellung widerlegen. Mit ihren robusten Luftsäcken erreichen die Tiere bislang ungeahnte Tiefen und eröffnen die Frage, ob im Ozean wirklich keine Insekten leben, erneut.

Täglicher Tauchgang, um dem Tod zu entgehen

Im Malawisee in Ostafrika legen Milliarden von Larven der Büschelmücke (Chaoborus edulis) einen ungewöhnlichen Weg zurück. Tagsüber sinken sie mehr als 200 Meter tief in die sauerstoffarme „tote Zone“ des Sees, um sich vor Fressfeinden zu verstecken. Nachts steigen sie auf, um sich in Sicherheit zu ernähren – doch nicht ohne eine Horde lauernder Fische zu passieren.
Eine Forschergruppe um Professor Dr. Philip Matthews wollte diese abenteuerliche Reise genauer untersuchen. Dafür setzten sie ein Sonarsystem am Grund des Sees ein, um die täglichen Tauchgänge zu kartieren.

Der Malawisee in Ostafrika ist die Heimat von tauchenden Insekten.

Foto: CapturedOnce/iStock

Bei der Untersuchung der Larven stellte das Team fest, dass diese einen Teil ihres Atmungssystems in zwei Paare winziger Luftsäcke umgewandelt hatten. Außerdem stellten sie fest, dass die Wand dieser Art Ballasttanks ein Material namens Resilin enthält. Dieses dehnt sich aus oder zieht sich zusammen, wenn die Larven den pH-Wert verändern. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Larven, das Volumen ihrer Luftsäcke aktiv zu beeinflussen und ihren Auftrieb zu steuern.

Insekten liefern unter Druck

Doch bis in welche Tiefen kann diese Art von Insekten abtauchen? Um diese Frage zu klären, setzten die Forscher die Larven verschiedenen Drücken aus – ohne ihnen zu schaden. Die Tiere zeigten sich als bemerkenswert widerstandsfähig und hielten dem Druck in einer Tiefe von umgerechnet mehr als 400 Metern stand. Das ist weit mehr als die Larven bei ihren täglichen Tauchgängen erreichen.
Was sagt das nun über andere Insektenarten aus? Und könnten den Meeresbiologen in Zukunft vielleicht unerwartet Seeinsekten ins Netz gehen? Tatsächlich besitzen auch andere Insekten nachweislich das für Tauchgänge relevante Resilin. Dort dient dieses als nahezu perfekter biologischer Kautschuk in verschleißfesten Flügelgelenken und Sehnen.
Die Studie erschien am 23. Juli 2026 im Fachmagazin „Science“.
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Vater von Asterix und Co.: „Das Lachen ist der wahre Zaubertrank“

„Ich wurde am 14. August 1926 in Paris geboren und entschloss mich anschließend, zu wachsen“ – mit diesem Satz pflegte René Goscinny gerne, mit verschmitztem Augenzwinkern, auf die Frage nach seinem Geburtsdatum zu antworten. Im Herbst 1959 hob er gemeinsam mit Albert Uderzo das Jugendmagazin „Pilote“ aus der Taufe.
Die Freude daran, sein Publikum mit überraschenden Pointen zum Schmunzeln und Lachen zu bringen, zeigt sich jedoch schon weit früher.
„Ich war der Spaßvogel der Klasse“, schreibt er über seine Zeit am französischen Gymnasium in Buenos Aires, wohin seine Eltern 1928, zwei Jahre nach seiner Geburt, gezogen waren, „aber weil ich brav büffelte, ließ man mich machen“.
Gewitzt und fleißig bleibt Goscinny sein Leben lang. Nach der Schule studiert er Literaturwissenschaften und Kunst, muss aber nach dem frühen Tod des Vaters schon bald seinen Lebensunterhalt selbst verdienen.
Zusammen mit seiner Mutter siedelt der 19-Jährige 1945 auf Einladung eines Onkels nach New York über und versucht dort, als Zeichner Fuß zu fassen. Seine Bewerbungen beim Manhattaner Büro der Disney-Studios und dem renommierten Magazin „The New Yorker“ bleiben jedoch unbeantwortet.
Mit Gelegenheitsarbeiten hält sich der junge Mann einige Zeit finanziell über Wasser, geht nach Frankreich, um dort einen einjährigen Militärdienst zu absolvieren, kehrt dann aber wieder nach New York zurück.

Weichenstellung

Endlich stellen sich hier nun für ihn entscheidende Weichen. Ende 1948 bewirbt sich Goscinny mit einer Mappe voller Zeichnungen bei einem kleinen Illustrations- und Werbestudio am Broadway und lernt dort Charlie Stern, Will Elder und Harvey Kurtzman kennen.
Nur wenige Jahre später werden diese drei das berühmte Satiremagazin MAD gründen. Doch schon jetzt fasziniert und inspiriert den jungen, neuen Mitarbeiter ihr satirisch pointierter New Yorker Humor. Aus Kollegen werden Freunde.
Zu ihnen gesellt sich kurz darauf einer der Pioniere des belgischen Comicmagazins „Spirou“, Maurice de Bévère, genannt Morris. Er ist nach Amerika gereist, um hier frische Ideen für den Helden seiner Bildgeschichten, den Cowboy Lucky Luke, zu finden, und entdeckt wie nebenbei René Goscinny.

Maurice de Bévère, genannt Morris, mit einem Album aus der Reihe „Lucky Luke“.

Foto: gemeinfrei, Hans Peters for Anefo – Nationaal Archief Fotocollectie Anefo

Er bewegt das junge Talent, nach Brüssel, ins damalige Zentrum der europäischen Comicszene, zu kommen. Mit weitreichenden Folgen.
In Brüssel taucht der Neuankömmling aus New York nicht nur in die überaus vitale belgische Comicwelt ein, sondern lernt 1951 bei einer Reise nach Paris auch den genialen Zeichner Albert Uderzo (1927–2020) kennen, der dort für die belgische Presseagentur Tandem World Press arbeitet.

Wichtige Entscheidung

Nicht zuletzt dieses Treffen bewegt Goscinny, einen mutigen Entschluss zu fassen. Seine eigenen Ambitionen als Zeichner gibt er auf und überlässt das Zeichnen fortan „denen, die ich für besser hielt als mich selbst“, erinnert er sich einige Jahre später.
Zusätzlichen Rückenwind gibt ihm der Spott eines älteren Bekannten. „Comicszenarist?! Das kriegt doch der letzte Trottel hin!“ habe dieser zu ihm gesagt. „Da verstand ich“, erzählt Goscinny rückblickend verschmitzt, „dass ich meine Berufung gefunden hatte.“
Eine unvergleichliche Laufbahn als Comicautor nimmt ihren Lauf. Bei der Agentur Tandem World Press arbeiten Albert Uderzo und er in Paris arbeitsteilig und symbiotisch zusammen. Und auch für seinen guten Freund Morris schreibt Goscinny schon bald neue Szenarien für den „Cowboy, der schneller schießt als sein Schatten“. Die frischen Ideen des Szenaristen machen Lucky Luke zum Welterfolg.

Bild von Lucky Luke in einer Metrostation in Charleroi, Belgien.

Foto: Jmh2o, CC BY-SA 4.0

Goscinny erfindet die tollpatschigen Schurkenbrüder, die Daltons, und den ewig schläfrigen und hungrigen, sympathischen, aber auch außergewöhnlich einfältigen Hund Rataplan. Nicht weniger als 656 Figuren entspringen Goscinnys Imagination allein für die „bande dessinée“ von Lucky Luke.
Das 1.248 Seiten starke „Dictionnaire Goscinny“ aus dem Jahr 2003 listet sie und alle anderen Schöpfungen des nimmermüden und überaus kreativen Texters akribisch auf.
Für den Zeichner Jean Tabary entwickelt er die Geschichten des intriganten, karrieresüchtigen, aber immer erfolglosen Großwesirs Iznogoud. Scharfsinnig und liebevoll erwecken Goscinnys Szenarien im Zusammenspiel mit den Zeichnungen Jean-Jacques Sempés die Abenteuer des kleinen Nick zum Leben.
So erfolgreich und berühmt diese und viele weitere Comicprojekte sind, sein größtes Meisterstück gelingt René Goscinny in kongenialer Zusammenarbeit mit Albert Uderzo.
Im Sommer 1959 sitzen die beiden Freunde auf dem Balkon von Uderzos Sozialwohnung in einem Vorort von Paris zusammen, erinnert sich der Zeichner in seiner Autobiografie „Uderzo se raconte“:
„[…] Es war unerträglich heiß. René und ich suchten fieberhaft nach einer Idee für das neue Magazin ,Pilote‘, das in wenigen Wochen starten sollte. Wir tranken Pastis, rauchten eine Zigarette nach der anderen und durchstöberten die französische Geschichte. Bei den Galliern riefen wir plötzlich beide: ‚Stopp! Das ist es!‘ und brachen in einen […] Lachanfall aus. Asterix wurde buchstäblich aus diesem kolossalen Lachen geboren.“

Ausschnitt aus einem Wandgemälde in Brüssel.

Foto: Ferran Cornellà, CC BY-SA 3.0

Von nun an schreibt Goscinny die humorvollen Abenteuer des Galliers Asterix und seiner Freunde und würzt die intelligenten Szenarien ausgiebig mit Wortwitz. Schelmische Freude bereitet es ihm, sich über kulturelle Eigenheiten und menschliche Schwächen seiner Protagonisten lustig zu machen, ohne sie aber jemals zu verunglimpfen.
Uderzo entwirft hingegen die überaus dynamischen und detailreichen Zeichnungen und Layouts in geradezu unglaublicher Qualität und Geschwindigkeit.

Uderzo zeichnet Asterix. Fotograf: unbekannt, CC0

Gigantischer Erfolg

Das Ergebnis schlägt ein wie eine Bombe. Schon bald entwachsen die Abenteuer des kleinen gallischen Widerständlers und seiner wehrhaften Dorfgenossen dem Magazin „Pilote“. Über die Jahre entstehen 24 Alben aus der kreativen und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Szenarist und Zeichner.
Wer kennt sie nicht, die Redewendungen des Originals, die, in über 200 Sprachen und Dialekte übersetzt, sich nahezu weltweit im kollektiven Gedächtnis verankert haben?

Die gesamte Comicwand in Brüssel, 33 rue de la Buanderie.

Foto: Lin Mei, CC BY 2.0

„Ils sont fous, ces Romains!“, „Die spinnen, die Römer!“, variiert Goscinny munter für alle Völker und Volksgruppen, zu denen Asterix und sein bester Freund Obelix reisen. Alle sind sie auf ihre eigene sympathisch schrullige Weise ein bisschen „fou“.
Der beleibte Hinkelsteinproduzent Obelix wiederum macht immer wieder mit Nachdruck deutlich, dass er keinesfalls „dick“ sei, „nur etwas kräftig gebaut“.
Die einzige wirkliche Sorge des Dorfchefs Majestix ist dagegen, dass „der Himmel uns auf den Kopf fällt“. Die Übermacht des römischen Imperiums und ihrer bis an die Zähne bewaffneten Militärmaschinerie lässt ihn und seine Dorfgenossen dagegen völlig ungerührt.
Schon die ikonischen Zeilen auf der ersten Seite eines jeden Bandes klären zum Vergnügen von Generationen über die unverrückbare Ausgangslage auf: „Wir schreiben das Jahr 50 vor Christus“, steht dort unter der Landkarte Galliens geschrieben, auf der eine große Lupe das winzige gallische Dorf und die Römerlager hervorhebt, die es umzingeln. „Ganz Gallien ist besetzt … Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.“
Doch was ist es, das diesem Dorf und seinen eigenwilligen Bewohnern die Zuversicht schenkt, sich unverdrossen gegen seine Gegner zu stellen? Es ist das wundersame Wissen des Dorfdruiden Miraculix um ein geheimnisvolles Gebräu, das ungeahnte Zauberkräfte verleiht.
Oder ist es vielleicht so, wie es Anne Goscinny, die Tochter des Szenaristen, in einem Interview aus dem Jahr 2019 beschreibt? „Das Lachen ist der wahre Zaubertrank. Ich meine damit die Fähigkeit, die schlimmsten Bedrohungen ins Lächerliche zu ziehen und diese so zu überstehen.“

Hommage an einen Freund

Am 6. November des Jahres 1977 ist sie gerade neun Jahre alt, als ihr Vater völlig unerwartet bei einem medizinischen Belastungstest kollabiert und stirbt. Die abendliche Hauptnachrichtensendung des staatlichen französischen Fernsehens beginnt mit dieser erschütternden Nachricht. Frankreich trauert um Goscinny, wie um einen guten Freund.
Albert Uderzo, mit dem René Goscinny gerade intensiv am 24. Abenteuer des kleinen Galliers gearbeitet hatte, reagiert auf ganz eigene, berührende Weise. Nach dem Tod seines Freundes zeichnet er für dieses letzte Gemeinschaftsprojekt nur noch Bilder, auf denen es aus grauen Wolken regnet.
Beim traditionellen Festbankett der Dorfbewohner, das dieses wie jedes Abenteuer der Gallier beschließt, geht ein kleines Kaninchen, in Anspielung auf einen Kosenamen des Freundes, aus dem Bild und blickt traurig auf Goscinnys Signatur zurück.
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Moldawien offen für stufenweise EU-Integration

Moldawien zeigt sich offen für eine schrittweise Integration in die Europäische Union. Wenn zusätzliche Schritte den Weg zur Vollmitgliedschaft ergänzten, unterstütze man das, sagte Moldawiens Chefunterhändlerin Cristina Gherasimov dem Sender ntv.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte für die Ukraine eine assoziierte EU-Mitgliedschaft als Zwischenstufe vorgeschlagen und für Moldawien sowie die Westbalkanstaaten weitere Formen einer schrittweisen Integration ins Spiel gebracht.
Gherasimov sagte jedoch, Zwischenstufen dürften die Vollmitgliedschaft nicht dauerhaft ersetzen. Das Endziel müsse klar bleiben: die Vollmitgliedschaft mit allen Rechten, sagte sie.
Die moldauische Vize-Ministerpräsidentin forderte die EU-Mitgliedstaaten zugleich zu klareren politischen Entscheidungen über die nächsten Schritte im Beitrittsprozess auf.
Die nötigen politischen Entscheidungen lägen bei den 27 Mitgliedstaaten im Rat, sagte Gherasimov. Dort wünsche man sich mehr Klarheit über die nächsten Schritte. Die EU-Kommission sei für Moldau dagegen ein ausgezeichneter Partner und arbeite mit den Kandidatenländern zügig.
Moldawien sei nach Einschätzung der EU-Kommission bereit, alle sechs Verhandlungscluster zu öffnen, sagte Gherasimov. Die EU eröffnete im Juni den Cluster „Grundlegende Werte“ und im Juli den Cluster „Außenbeziehungen“; vier weitere Cluster stehen noch aus.
Die Regierung in Chisinau arbeite mit einem ehrgeizigen Zeitplan auf eine EU-Mitgliedschaft hin. Sie strebe an, den Großteil der Rechtsangleichung und der Verhandlungen 2027 abzuschließen.
Idealerweise könnten die Verhandlungen Anfang 2028 beendet und der Beitrittsvertrag bis Ende 2028 unterzeichnet werden, sagte Gherasimov. Man bitte nicht um Abkürzungen, sondern darum, dass die EU Moldawien auf halbem Weg entgegenkomme, wenn der Erweiterungsprozess tatsächlich leistungsbasiert sei.
Russland versuche nach Darstellung Gherasimovs, Moldawiens europäischen Kurs durch hybride Einflussnahme zu untergraben. „Die russischen Angriffe sind intensiver geworden, seit Moldau EU-Beitrittskandidat ist und sich im Verhandlungsprozess mit der Europäischen Union befindet“, sagte sie.
Als Beispiele nannte Gherasimov Desinformation, illegale politische Finanzierung, Cyberangriffe und die Instrumentalisierung sozialer Unzufriedenheit angesichts steigender Preise. Ziel sei nicht nur die Beeinflussung einzelner Wahlen, sondern auch, das Vertrauen in staatliche Institutionen und in den europäischen Kurs zu schwächen.
Mit Blick auf die abtrünnige, prorussisch kontrollierte Region Transnistrien sagte Gherasimov, die Regierung in Chisinau setze auf eine friedliche Wiedereingliederung.
Die Region sei zunehmend mit Moldawien und dem europäischen Markt verbunden. Von dem vertieften Freihandelsabkommen mit der EU profitierten auch die Bewohner Transnistriens. Rund 70 Prozent ihrer Exporte gingen in die EU, sagte Gherasimov.
Ein ungelöstes Problem bleibe der Abzug russischer Truppen aus Transnistrien. Die moldauische Regierung fordere Russland seit drei Jahrzehnten dazu auf, seine Truppen aus der Region abzuziehen, sagte Gherasimov.
Auch in der autonomen Region Gagausien sei russischer Einfluss weiterhin stark, sagte die Vize-Regierungschefin. Die Regierung wolle dem durch mehr Dialog, Informationen und die stärkere Einbindung der Menschen in politische Entscheidungsprozesse begegnen.
Die Autonomie Gagausiens sei gesetzlich garantiert; die gagausische Sprache und Kultur seien Teil eines europäischen Moldawiens. Eine EU-Mitgliedschaft biete aus ihrer Sicht den bestmöglichen Schutz für ethnische Minderheiten und ihre Sprachen. (dts/red)
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Mehr Öl für die USA – Trump und der Venezuela-Deal

Die USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela. Es ist ein weiterer Schritt von US-Präsident Donald Trump nach der Gefangennahme des Ex-Staatschefs Nicolás Maduro, direkt in die Ölindustrie des südamerikanischen Landes einzugreifen.
Das Öl-Geschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Das Land verfügt über die größten Ölreserven der Welt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel. Fragen und Antworten zum Deal:

Was ist zwischen Caracas und Washington vereinbart worden?

Die USA erlangen nach Worten Trumps die mehrheitliche Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel an Ölreserven. Das entspräche rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.
Damit verdoppeln die Vereinigten Staaten ihre amerikanischen Ölreserven und erhöhen die Versorgungsmöglichkeit erheblich. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Ölreserven von 46 Milliarden Barrel. Bereits jetzt sind die USA der größte Produzent von Erdöl weltweit mit täglich durchschnittlich fast 14.000 Millionen Barrel Rohöl.

Gibt es schon Details zu dem Deal?

Nach Darstellungen der venezolanischen Regierung geht es um 17 Ölfelder. Nach US-Angaben sollen mehr als 100 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen in die Ölindustrie fließen. Venezuela erwartet daraus Steuereinnahmen von mehr als 209 Milliarden US-Dollar.
Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte dem US-Sender CNN, die USA sollten 55 Prozent der effektiven Produktion eines neuen privaten Gemeinschaftsunternehmens erhalten.
Dies solle über eine Beteiligung an dem Unternehmen und garantierte Abnahmen des geförderten Öls zum Selbstkostenpreis erfolgen. Für die betroffenen Ölfelder sind demnach Vereinbarungen mit einer Laufzeit von 100 Jahren vorgesehen.
Bei Venezuelas Reserven handelt es sich vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann. An der US-Golfküste sind Raffinerien auf solches Rohöl spezialisiert. Laut einem CNN-Bericht könnte eine Zunahme der venezolanischen Ölimporte die Effizienz der Raffinerien steigern.

Was hat Venezuela davon?

Für Venezuela bedeutet das vor allem die Aussicht auf Investitionen und eine höhere Ölproduktion. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hofft auf einen Neustart der seit Jahren maroden Industrie und damit auf Arbeitsplätze, höhere Einkommen und einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Rodríguez sagte, die Vereinbarung werde die Beschäftigung stärken und auch Handel, Bauwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen beleben.
Ob diese Entwicklung tatsächlich bei der Bevölkerung ankommt, ist allerdings offen. Die venezolanische Wirtschaft hat seit Jahren unter der Krise und dem Einbruch der Ölproduktion gelitten.
Die Regierung setzt deshalb darauf, dass ausländisches Kapital und Know-how die Förderung wieder deutlich steigern können. Ein venezolanischer Ölexperte sagte der Zeitung „El Nacional“, ohne ausländische Investitionen könnten die betroffenen Felder möglicherweise noch 10 oder 15 Jahre ungenutzt bleiben.

Was bringt Trump der Deal?

Platt gesagt: Er kann im eigenen Land einen Erfolg präsentieren. Er verspricht: Den amerikanischen Steuerzahler hat der Deal keinen Penny gekostet. Und er verspricht niedrigere Preise an den Zapfsäulen der Amerikaner, die mit dem Iran-Krieg nach oben schnellten.
Eine Nachricht, die die Position der USA im weltweiten Energiemarkt stärken könnte, kommt gelegen. Der Präsident steht im eigenen Land wegen des zäh verlaufenden Iran-Kriegs massiv unter Druck. Im November stehen die wichtigen Zwischenwahlen im US-Parlament an, wo die Partei Trumps – die Republikaner – ihre Mehrheiten in beiden Kammern verlieren könnten.

Seit wann hat Trump das Öl im Blick?

Schon länger. Viele Demokraten hatten dem Präsidenten vorgeworfen, Venezuela nur wegen seiner Ölreserven angegriffen zu haben. Wenige Tage nach der Gefangennahme Maduros schwenkte Trump auf das Öl um und hatte angekündigt, den venezolanischen Öl-Verkauf „auf unbestimmte Zeit“ in die Hände der USA zu nehmen. US-Konzerne sollen investieren und die marode Ölindustrie in Venezuela wieder aufbauen.
Trump versprach im eigenen Land immer wieder Aufschwung und bekannte sich zur fossilen Energie. Er gab den Leitspruch aus: „Drill Baby Drill“ („Bohre, Baby, Bohre“).

Was wird sich perspektivisch verändern?

Trump könnte versuchen, die Position Amerikas auf dem Ölmarkt weiter auszubauen. Schon vor längerem animierte er Staaten, die unter der im Krieg blockierten Straße von Hormus leiden, künftig US-Öl zu kaufen.
Die USA könnten zudem auf lange Sicht das Venezuela-Öl dazu nutzen, um eigene Reserven zu stärken. Wie wichtig die Speicher sind, zeigte der Iran-Krieg: Wegen des Konflikts versuchte die Trump-Regierung mit der Freigabe von Reserven, den Markt mit nach oben geschnellten Preisen zu beruhigen.

Was bedeutet der Deal für die Beziehung der beiden Länder?

Für das Verhältnis zwischen beiden Staaten bedeutet der Deal einen deutlichen Kurswechsel. Nach Jahren der Konfrontation und dem Vorgehen gegen Maduro setzt die Regierung Rodríguez nun auf eine Zusammenarbeit mit Washington, um die venezolanische Ölindustrie wieder aufzubauen.
Rodríguez spricht von einem „Weg der Diplomatie“ und stellt die Vereinbarung als Möglichkeit dar, Venezuela wieder zu einer bedeutenden Energiemacht zu machen.
Gleichzeitig versucht die Regierung in Caracas, den Eindruck einer Preisgabe nationaler Interessen zu vermeiden. Rodriguez betont, Venezuela behalte „Eigentum und Souveränität“ über seine Ölressourcen.
Das zeigt das politische Dilemma: Caracas ist auf ausländisches Kapital angewiesen, um die Ölindustrie wiederzubeleben, öffnet damit aber zugleich den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes weit für US-Interessen. (dpa/red)
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Deutschlands größter Batteriepark mit über 700 MWh bald am Netz


In Kürze:

  • Der Batteriepark Förderstedt geht in Kürze mit einer Teilinbetriebnahme ans Netz.
  • Rein rechnerisch kann die Anlage bis zu 500.000 Haushalte mit Strom versorgen – jedoch nur für rund zwei Stunden.
  • Die Kosten liegen bei rund 250 Millionen Euro.

 
In Sachsen-Anhalt entsteht momentan Deutschlands größter Stromspeicher mit mehr als 600.000 Batteriezellen. Der Batteriepark Förderstedt hat inzwischen vollständig Gestalt angenommen: Laut der Betreiberfirma ECO STOR GmbH sind alle Batteriecontainer und Wechselrichter bereits installiert.

Erst 100 MW, später 300 MW

Die Leistung der Gesamtanlage beläuft sich auf 300 Megawatt (MW), die Speicherkapazität auf 718 Megawattstunden (MWh). Die Inbetriebnahme soll in drei Phasen mit je 100 MW erfolgen. In Kürze soll die erste Teilinbetriebnahme stattfinden.
Baustart des Batterieparks war im dritten Quartal 2025. Die kommerzielle Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Auch wenn die weißen Container bereits alle stehen, muss die Baufirma für jeden Abschnitt die technische Anbindung an die Anlagensteuerung sowie dessen technische Inbetriebnahme durchführen. Erst wenn diese eher unsichtbaren Arbeiten abgeschlossen sind, können die Großbatterien ans Netz gehen.

Was bringt die Anlage?

Hierzulande entstehen immer mehr Stromspeicher. Sie sind ein wichtiges Element, die die deutsche Energiewende effizienter machen sollen. Der Fokus auf die wetterabhängigen Energiequellen Solar und Windkraft hat Stunden mit Stromüberschüssen und Stunden mit Strommangel im deutschen Stromerzeugungsportfolio hervorgebracht.
Stromspeicher sollen diese Diskrepanz harmonisieren. Sie nehmen überschüssigen Strom auf. Beim nächsten Strommangel, meist am Abend und nachts, stellen sie den gespeicherten Strom den Verbrauchern zur Verfügung. Das kann teure Stromimporte aus dem Ausland reduzieren.
Der endgültig fertiggestellte Batteriepark Förderstedt soll mit seiner Leistung künftig rechnerisch bis zu 500.000 Haushalte für rund zwei Stunden mit Strom versorgen. Möglich wäre auch eine Versorgung von 250.000 Haushalte für rund vier Stunden. Das Projekt tangiert somit die Versorgung auch außerhalb der Region und hat somit eine bundesweite Bedeutung.
Dazu müssen die Batterien allerdings komplett voll aufgeladen sein. An vielen Tagen im Jahr ist ausreichend Überschussstrom von Windkraft- und Photovoltaikanlagen vorhanden, besonders in den Sommermonaten. Bei einer sogenannten Dunkelflaute kann der Überschussstrom allerdings über mehrere Tage hinweg komplett ausbleiben. Dann müssen Reservekraftwerke, primär Kohle- und Gaskraftwerke, einspringen und – zusammen mit Stromimporten – die Versorgung sichern.
Weitere, ähnlich große Projekte, ebenfalls von ECO STOR, befinden sich entweder im Bau oder sind in Planung. Dazu zählen der Batteriepark Wengerohr in Rheinland-Pfalz und der Batteriepark Weigheim-Trossingen in Baden-Württemberg.

Finanzierung ohne Förderung

Nach Angaben des Agrar-Fachmagazins „Agrar Heute“ hat der Betreiber die Kosten des Batterieparks zuletzt zum Projektstart auf 250 Millionen Euro beziffert. Dabei soll das Projekt vollständig ohne öffentliche und staatliche Fördergelder auskommen. Das habe auch der Wissenschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann (SPD), bestätigt.
Stattdessen ist die Anlage privat finanziert. Das Eigenkapital stammt von den Investoren Nature Infrastructure Capital (NIC) und dem Entwickler „erneuerbarer“ Energien X-Elio.
Dabei dürfte eine solche Anlage nach nur wenigen Jahren die Investitionen wieder erwirtschaftet haben. Aus Branchenkreisen heißt es, dass die Amortisationszeit eines großen Batterieparks normalerweise 5 bis 6 Jahre beträgt.
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BSW in Sachsen-Anhalt: Zusammen mit AfD gegen Hilfen für die Ukraine

Das BSW will im Fall eines Einzugs in den Landtag in Sachsen-Anhalt als erste Aktion einen Antrag gegen deutsche Ukraine-Hilfen gemeinsam mit der AfD verabschieden.
„Wir hoffen, dass es mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit für diesen Antrag im neuen Landtag geben wird“, heißt es in einem Papier der BSW-Spitzenkandidaten bei der Wahl am kommenden Sonntag, Claudia Wittig und Thomas Schulze.
Eine entsprechende Absprache dazu gebe es zwar nicht, sagte ein BSW-Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Doch die Ablehnung der Ukraine-Hilfen sei „eine bekannte Position der AfD. Deshalb gehen wir davon aus, dass sie zustimmen.“ Theoretisch sei auch denkbar, dass die Linke sich anschließt.
Das Papier der Spitzenkandidaten trägt den Titel „Sofortprogramm des BSW für ein friedliches Sachsen-Anhalt“. Wichtigstes Anliegen der Partei ist demnach, dass die neue Landesregierung sich im Bundesrat gegen „die milliardenschweren Militärhilfen“ stark macht.
Die Unterstützung für die Ukraine sei eine finanzielle Belastung und erhöhe die Gefahr, dass „der Krieg nach Deutschland getragen wird“.
„Wir wollen eine Politik, die wieder mehr an Köthen als an Kiew denkt“, erklärten Wittig und Schulze. Es dürfe „kein Cent mehr“ für den Krieg in der Ukraine überwiesen werden, erklärte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht.
„Es braucht endlich ernsthafte diplomatische Bemühungen, um das Blutvergießen zu stoppen.“ Außenpolitik sei zwar nicht Ländersache, doch das Thema habe Priorität für die Partei, sagte der Sprecher.
Nach dem verpassten Einzug in den Bundestag im vergangenen Jahr geht es für das BSW in Sachsen-Anhalt um viel. Umfragen sehen die Partei derzeit bei drei bis vier Prozent, sie muss also auch um den Einzug in den Landtag in Magdeburg bangen.
Die AfD dagegen liegt in allen Umfragen deutlich vorne und lag zuletzt bei Werten zwischen 40 und 42 Prozent.
Das BSW-„Sofortprogramm“ umfasst insgesamt sechs Anträge, die „mit wechselnden Mehrheiten – unter Einbeziehung aller Fraktionen“ verabschiedet werden sollen.
Die weiteren Positionen richten sich gegen Aufrüstung, die Wehrpflicht und Bundeswehrwerbung an Schulen. Hier erwartet die Partei nach Angaben des Sprechers eher keine Zustimmung der AfD.
Das Verhältnis zu der in weiten Teilen rechtsextremen Partei hatte zuletzt zu erheblichen Spannungen in der Partei geführt. Die BSW-Bundesführung favorisiert für Thüringen, Sachsen-Anhalt und weitere ostdeutsche Länder das Modell eines „überparteilichen Ministerpräsidenten“, der sich auf wechselnde parlamentarische Mehrheiten unter Einbindung der AfD stützt. Das Thüringer BSW, das in Erfurt an der Regierung mit CDU und SPD beteiligt ist, lehnt dies ab.
Wagenknecht macht hingegen unter anderem die Regierungsbeteiligung in Thüringen für die Probleme des BSW verantwortlich. Ihre noch junge Partei habe sich dort „von den alten Platzhirschen“ über den Tisch ziehen lassen und dadurch „kurzfristig viel Sympathie verspielt“, erklärte sie im März. Diesen Fehler werde das BSW nicht wiederholen.(afp/red)
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Dutzende Tote nach Angriff auf Munitionslager bei Kiew

Bei einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Munitionsdepot nahe Kiew haben schwere Explosionen Dutzende Menschen in einem Wohngebiet in den Tod gerissen.
Von 38 Toten und noch 4 Vermissten sprach Präsident Wolodymyr Selenskyj. In dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich von Kiew gingen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs und die Suche nach weiteren Opfern demnach weiter.
Es gebe 20 Verletzte, darunter zwei Kinder, teilte Selenskyj bei Telegram mit. „Den Rettungskräften ist es gelungen, die meisten Brände zu löschen“, sagte Selenskyj. Sprengstoffexperten seien im Einsatz, um die durch die Explosionen weggeschleuderte Munition aufzuspüren. Das kontaminierte Gelände sei groß.
Russland hatte das Depot, wo auch Granaten und Minen gelagert waren, am Freitagabend angegriffen. Erst am Samstag wurde bekannt, dass das Munitionslager – entgegen den ukrainischen Vorschriften – in einem Wohngebiet lag. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims.

Strafverfahren wegen Munitionslager in Wohngebiet eingeleitet

Der Staatschef hatte am Vortag angekündigt, die Verantwortlichen für die Nachlässigkeit zur Verantwortung zu ziehen. „Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben“, betonte er.
Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, sagte Selenskyj. Fast 400 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.
Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Juli in Wyschnewe am südwestlichen Stadtrand von Kiew. „Im fünften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen – das ist kriminelle Fahrlässigkeit“, schrieb er bei Telegram.
Nach offiziellen Angaben wurden damals bei der Explosion eines Munitionsdepots mindestens neun Menschen getötet.
Kiew und das Umland kommen seit Tagen aufgrund ständigen Luftalarms nicht zur Ruhe. Dabei wurden den Behörden zufolge am Wochenende auch ein 2 Jahre und ein 14 Jahre altes Mädchen getötet.

Selenskyj: Tausende russische Angriffe in dieser Woche

Selenskyj sagte, dass die Ukraine mehr Schutz vor russischem Terror brauche. „Insgesamt haben die Russen allein in dieser Woche fast 2.000 Angriffsdrohnen, über 1.600 Bomben und 31 Raketen verschiedener Typen, darunter nordkoreanische ballistische Raketen, gegen unsere Bevölkerung abgefeuert“, sagte er. Es gebe rund um die Uhr Angriffe auf Gemeinden in Front- und Grenzgebieten.
Zugleich wehrte sich die Ukraine mit neuen Gegenangriffen auf Ziele im russischen Hinterland. Selenskyj zog dazu erneut zufrieden Bilanz. Es seien Lager-, Vorbereitungs- und Abschussstellen für Angriffsdrohnen in den Regionen Orjol und Rostow getroffen worden.
„Es gab Treffer auf einen Militärflugplatz in Jeisk und im Schwarzen Meer“, sagte Selenskyj. Im Leningrader Gebiet sei eine Ölraffinerie Ziel gewesen, „die monatlich Millionen Dollar in den Militärhaushalt einbringt“.
„Russland muss täglich spüren, dass der Krieg dorthin zurückkehrt, woher er gekommen ist“, erklärte Selenskyj. Russland müssten die Ressourcen genommen werden für den Krieg.
Dafür brauche es auch weitere Sanktionen des Westens und einen Kampf gegen die Umgehung der Strafmaßnahmen. Russland beziehe weiter viele Komponenten, chemische Stoffe und Maschinen für seine Kriegswirtschaft aus dem Ausland, sagte Selenskyj.

Russland will nun verstärkt ukrainische Energieanlagen angreifen

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dem russischen Staatsfernsehen, dass die Ukraine mit den „terroristischen Angriffen“ auf russische wirtschaftliche Ziele selbst den Weg der Eskalation gewählt habe und darauf die Antwort bekomme.
„Jeden Tag nähert sich die Niederlage des Landes. Kiew versteht das sehr gut“, sagte Peskow. Die Schäden in dem Land durch die russischen Angriffe seien mit bloßem Auge sichtbar.
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, in der Hauptstadt Kiew sei ein Betrieb getroffen worden, in dem Bauteile und Sprengstoff für Drohnen gelagert gewesen seien. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.
Die Angriffe auf Rüstungsbetriebe würden fortgesetzt. Die russischen Streitkräfte kündigten zudem an, sich auf massive Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur zu rüsten.
Russland führt seit mehr als viereinhalb Jahren seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew wehrt sich dagegen mit westlicher Hilfe.

Russischer Abgeordneter fordert Atomschlag gegen Ukraine

Der russische Parlamentsabgeordnete Alexej Schuraljow erwog in einer Videobotschaft einen Schlag gegen die Ukraine mit einer taktischen Atomwaffe. „Es gibt Diskussionen darüber, ob wir taktische Atomwaffen einsetzen dürfen oder nicht“, sagte er. „Im Bedarfsfall sind wir verpflichtet, sie einzusetzen.“ Die russische Armee komme zwar voran in der Ukraine. Es seien aber härtere Schläge nötig.
„Man muss so zuschlagen, dass der Feind versteht, dass er kapitulieren sollte“, sagte der Politiker der kremlnahen Partei Rodina (auf Deutsch: Heimat) wenige Wochen vor der Duma-Wahl, die vom 18. bis 20. September geplant ist. Als Beispiel nannte er den Einsatz der Atombombe durch die USA in Japan im Zweiten Weltkrieg.
Der Kreml hatte stets betont, dass Atomwaffen nur im Fall einer existenziellen Bedrohung für Russland eingesetzt werden könnten. Kremlchef Wladimir Putin hatte die Schäden durch ukrainische Angriffe zwar eingeräumt, aber als „unter Kontrolle“ heruntergespielt. (dpa/red)
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Gold, Porzellan, Edelsteine: Neue Gewalt hinter Museumseinbrüchen in Europa


In Kürze:

  • Illegaler Kunsthandel wird von der UNESCO als drittgrößter krimineller Handel der Welt eingestuft, direkt hinter dem Drogen- und Waffenhandel.
  • Täter gehen bei Einbrüchen in Museen zunehmend aggressiver vor.
  • Ein Polizeispezialist vermutet die Auftraggeber in den chinesischen Triaden.

 
Museumsdiebstähle in ganz Europa werden zunehmend gewalttätiger – Kriminelle konzentrieren sich dabei verstärkt auf drei Arten von Beute: Edelmetalle, Edelsteine und chinesische Kulturgüter. Davor warnte Europol, die Strafverfolgungsbehörde der EU, in einem am 24. August veröffentlichten Bericht.
In dem Spotlight-Bericht „Changing Tactics, Changing Targets: The Evolving Nature of Museum Heists“ („Veränderte Taktiken, veränderte Ziele: Die sich wandelnde Natur von Museumsraubüberfällen)“ stellt Europol fest, dass Museumsdiebstahl lange Zeit als gewaltfreies Verbrechen galt, bei dem die Täter vor allem unauffälliges und heimliches Vorgehen setzten.
Jüngste Fälle zeichneten jedoch ein neues Bild: Die Täter setzen Vorschlaghämmer, Äxte, Brecheisen und sogar Sprengstoff ein, um in die Räumlichkeiten und Vitrinen einzudringen. Auch Schusswaffen kommen zum Einsatz, um Wachpersonal und Besucher einzuschüchtern.

„Kriminalität als Dienstleistung“ und die gezielte Jagd auf chinesische Kulturgüter

Die Behörde sieht Anzeichen für einen neuen Typ von Tätern, die über soziale Medien angeworben werden und ihre Dienste gegen Bezahlung anbieten.
Auch die Ziele der Einbrecher ändern sich. Im Bericht heißt es: „Eine weitere Entwicklung betrifft die gezielte Beutejagd auf chinesische Kulturgüter“.
Als Beispiele für jüngste Verluste nennt Europol Porzellanteller aus dem 12. und 13. Jahrhundert, Krüge aus der Ming-Dynastie sowie emaillierte Bronzevasen aus der Ming- und Qing-Dynastie.
Solche Diebstähle zeugten von „gezielter Vorbereitung, einschließlich vorheriger Erkundung und Planung, statt wahlloser Plünderung“. Antikes chinesisches Porzellan werde „wahrscheinlich von Kunstschmugglern aus finanziellen Gründen gezielt ins Visier genommen“ und könne „wahrscheinlich leicht auf dem Kunstmarkt verkauft werden“.

Strukturiert wie organisierte Kriminalität

Illegaler Kunsthandel wird „von der UNESCO als drittgrößter krimineller Handel der Welt eingestuft, direkt hinter dem Drogen- und Waffenhandel“, erklärt der französische Journalist Luc Larriba im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
Larriba ist Autor des Buches „Art Trafficking: An Investigation Inside the OCBC“. Die OCBC ist eine spezielle französische Polizeieinheit für Kriminalität im Bereich von Kulturgütern.
Die Diebstähle seien das Werk „echter organisierter Kriminalität, die in Ebenen strukturiert ist, genau wie der Drogen- oder Waffenhandel“. Larriba sagt: „Es kann ganz oben beginnen, bei einem Auftraggeber, und sich dann über verschiedene Ebenen hinweg entfalten.“

Diebstähle in Château de Fontainebleau

Auch chinesische Kunstgegenstände und Edelmetalle in Frankreich sind schon Ziel von Diebstählen geworden.
Am 1. März 2015 brachen Einbrecher in das Chinesische Museum im Château de Fontainebleau südöstlich von Paris ein. Innerhalb von sieben Minuten waren sie wieder verschwunden. Sie erbeuteten rund 15 Kunstwerke, darunter die Krone des Königs von Siam und eine Cloisonné-Chimäre aus der Qianlong-Zeit.
Die gestohlenen Stücke wurden nie wiedergefunden und die Täter konnten bis heute nicht identifiziert werden.
Ein anderer Versuch wurde im Dezember 2019 vereitelt: Fünf Spanier und ein chinesischer Staatsangehöriger wurden in der Nähe des Schlosses festgenommen und vorläufig wegen krimineller Verschwörung und organisierten Diebstahls angeklagt.

Polizeispezialist: Auftraggeber werden in den Triaden vermutet

Ein auf solche Fälle spezialisierter französischer Polizeibeamter sagte gegenüber der französischen Zeitung „Journal du Dimanche“, der Auftraggeber der Aktion könne nur einer chinesischen Triade angehören. Diese Stücke seien auf dem Kunstmarkt unverkäuflich und für China bestimmt gewesen.
Die Ermittler fanden zudem zwei Fotos auf dem Mobiltelefon des chinesischen Staatsangehörigen. Darauf waren Gegenstände zu sehen, die bei dem Raubüberfall von 2015 gestohlen worden waren.
Im September 2025 wurden drei chinesische Porzellanobjekte, die als nationale Kulturgüter eingestuft sind, aus dem Nationalmuseum Adrien Dubouché in Limoges in Zentralfrankreich gestohlen. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur.
Weniger als zwei Wochen später erbeutete ein einzelner Einbrecher fast 6 Kilogramm Goldnuggets aus dem Nationalmuseum für Naturgeschichte in Paris. Ihren Wert bezifferte Staatsanwältin Laure Beccuau auf 1,5 Millionen Euro.
Am 30. September wurde in Barcelona eine 24-jährige Chinesin festgenommen. Sie soll versucht haben, fast ein Kilogramm eingeschmolzenes Gold aus dem Weg zu schaffen und sich auf die Rückkehr nach China vorzubereiten. Sie wurde wegen organisierten Diebstahls und krimineller Verschwörung angeklagt und bis zum Prozess inhaftiert.
„Die chinesische organisierte Kriminalität ist in diesem Bereich in Europa offensichtlich aktiv. Das ist ein offenes Geheimnis“, sagte Larriba. Ihre Netzwerke „sind äußerst diskret, können aber rücksichtslos sein“, fügte er hinzu.
„Die Grenzen zwischen Kunsthandel und Drogen- sowie Waffenhandel verschwimmen. Der Handel mit Kulturgütern eröffnet enorme Möglichkeiten zur Geldwäsche.“

Jenseits der Triaden

André Gattolin, ehemaliger französischer Senator und China-Spezialist, sieht hinter diesen Aktivitäten noch eine größere Macht. Die Triaden „dienen oft als bequemer Sündenbock“, sagte er der englischsprachigen Epoch Times und verwies dabei auf ihre – wie er es nannte – Unterordnung unter das chinesische Regime.
„Die Mafia ist mächtig, aber die Kommunistische Partei übt die Kontrolle über sie aus“, sagte er. „Auch wenn der Staat diese Diebstähle nicht unbedingt organisiert, ermöglicht er sie.“
„Die Mafia dient der Zentralregierung oft als Hilfstruppe, insbesondere außerhalb Chinas, und wird oft als Instrument transnationaler Unterdrückung eingesetzt.“
 
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Europol Warns of Violent Museum Heists as Chinese Artifacts Become Prime Targets“. (deutsche Bearbeitung ks)
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Klingbeil sucht bei G20-Treffen in USA nach neuen Handelspartnern

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will beim G20-Finanzministertreffen in den USA neue Partnerschaften knüpfen.
„Wir suchen die Kooperation mit allen, die wie wir auf offenen und regelbasierten Handel, auf Verlässlichkeit und Zusammenarbeit setzen“, erklärte Klingbeil vor seiner Abreise nach Asheville im US-Bundesstaat North Carolina am Sonntag. Er werde unter anderem mit seinen Amtskollegen aus Indien, Kanada und Großbritannien darüber beraten.
Der Irankrieg und die Sperrung der Straße von Hormus, der Krieg in der Ukraine sowie „Handelskonflikte und Wettbewerbsverzerrungen“ seien „Gift für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit“, erklärte der Vizekanzler. „Die G20 sind der richtige Rahmen, um hierüber offen zu beraten und unsere Positionen deutlich zu machen.“

G20-Treffen in Asheville

Deutschlands wichtigste Handelspartner sind bislang die USA und China. Das Verhältnis zu beiden Ländern ist stark angespannt. Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump schadet der deutschen Wirtschaft. China wird vorgeworfen, mit unfairen Mitteln wie massiven staatlichen Subventionen und der gezielten Abwertung seiner Währung eigenen Unternehmen Vorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen.
Die USA haben derzeit den Vorsitz der G20 inne. Nach Angaben eines US-Vertreters will US-Finanzminister Scott Bessent beim Treffen in Asheville die wirtschaftliche Isolation des Iran vorantreiben und deutlich machen, dass die Sanktionen gegen das Land eingehalten werden müssen.
Nach dem Willen der USA soll es unter anderem auch um die Förderung von Wirtschaftswachstum und zuverlässige Lieferketten für strategisch wichtige Ressourcen wie Energie gehen. (afp/red)
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Sturzflut im Himalaya: Erdrutsch formt neuen See – China zieht Retter in Tibet ab

Die Rettungsarbeiten in Tibet nach der tödlichen Sturzflut im Grenzgebiet zu Nepal sind am Sonntag unterbrochen worden, weil sich infolge eines Erdrutsches ein neuer See gebildet hat. Überwachungsdrohnen hätten am Samstagabend den Erdrutsch an einem Berghang knapp drei Kilometer von dem entleerten Purepuqiang-Tsangpo-Stausee entfernt entdeckt, berichtete der staatliche chinesische Sender CCTV.
Der Stausee hatte in den vergangenen Tagen die Rettungsarbeiten gefährdet. „Der Erdrutsch hat einen neuen Staudamm geformt und ein neuer Stausee baut sich auf“, hieß es in dem Bericht weiter.
Rettungsteams in der Nähe des Gyirong-Grenzübergangs seien in sicherere Gebiete abgezogen worden. Das Katastrophenschutz-Ministerium habe Fachleute einberufen, um die Lage einzuschätzen und zu analysieren.

Mindestens 750 Tote und 3.000 Vermisste

Die Behörden in Nepal und China informierten in kurzen Abständen über immer weiter steigende Zahlen von Todesopfern und Vermissten.
Der nepalesische Katastrophenschutz teilte am Sonntag mit, mindestens 734 Menschen seien in Nepal ums Leben gekommen und 2.498 Menschen würden vermisst. Zusammen mit den jüngsten Angaben der chinesischen Behörden zur Lage in Tibet stieg damit die Gesamtzahl der Toten auf 750 und die der Vermissten auf 3.044.

Arbeiter räumen am 29. August 2026 mit Baggern den Schlamm nach den Sturzfluten am Dhunge Bazaar im nepalesischen Distrikt Nuwakot weg.

Foto: Arun Sankar/AFP via Getty Images

In Nepal (30 Millionen Einwohner) sind laut Rotem Kreuz bis zu 93.000 Menschen von der Sturzflut betroffen. Ganze Ortschaften wurden weggeschwemmt, viele Familien mussten in Notunterkünften Schutz suchen.
Brücken wurden mitgerissen und 40 Kilometer Straßenverbindungen unterbrochen. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks zerstörten die Wasser- und Geröllmassen 18 Schulen und beschädigten 20 weitere. Davon sind rund 10.000 Kinder betroffen.
„Der

Der Schlamm hat Verkehrswege unter sich begraben.

Foto: Dirk Godder/dpa

97-Jährige nach Tagen gerettet

Währenddessen schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Und dennoch: Auf schier wundersame Weise hatten die Helfer in Nepal am Samstag eine 97 Jahre alte Frau aus den Trümmern eines Altenheims lebend gerettet. In einer Baggerschaufel fuhren Männer die Frau in Tupche an einen sicheren Ort.
„Als meine Großmutter hinausgehoben und auf den Bagger gesetzt wurde, lachte sie, als wäre sie eine Kriegerin, die siegreich aus dem Krieg zurückgekehrt sei“, sagte ihr Großneffe der britischen BBC. Es habe totales Chaos geherrscht, weil alles unter dem Schlamm begraben gewesen sei.
Sein Bruder und dessen Sohn hätten die Frau entdeckt. Nach einigen Stunden sei sie dann gerettet worden, erzählte der Mann.

Schicksal von Menschen in Tunnel unklar

Weiter unklar ist das Schicksal Hunderter vermisster Arbeiter an Staudammprojekten in Nepal. An einem der Wasserkraftwerke vermuteten die Behörden mögliche Opfer, die sich in einen Tunnel gerettet hatten. Für die komplizierte Such- und Bergungsoperation flogen mittlerweile Spezialtrupps aus Indien und China ein, um die Rettungsarbeiten zu unterstützen.
Am Sonntag gelang den Rettungskräften an dem Kraftwerk Upper Trishuli 3A, einen Zugang zu graben, wie ein Video in den sozialen Medien zeigte. Probleme bereitete jedoch laut offiziellen Angaben eine Flutwelle und ein damit steigender Wasserstand im Trishuli-Fluss von fünf bis zehn Metern. Am Ufer kam es deshalb zu Erosionen. Die Regierung will nach einer Prüfung schweres Gerät an den Ort schicken.

Die beschädigte Ghatbesi-Brücke über den Trishuli-Fluss nach den Sturzfluten im nepalesischen Distrikt Dhading am 30. August 2026.

Foto: Manan Vatsyayana/AFP via Getty Images

Sorge vor Engpässen

Nepals Außenminister Shishir Khanal hatte neben Hilfe in der Rettungs- und Hilfsphase auch Unterstützung beim Wiederaufbau erbeten. Die USA sagten Hilfslieferungen in Höhe von 3,6 Millionen US-Dollar zu (etwa 3,1 Millionen Euro). Darin enthalten sei bis zu drei Monate lang Nahrungsmittelhilfe für bis zu 10.000 von der Flut betroffenen Haushalte, schrieb das US-Außenministerium auf der Online-Plattform X.
Auch fernab des eigentlichen Katastrophengebietes in Norden hinterließ die Flut ihre Spuren. Wie die nepalesische Polizei berichtete, blockierte ein Erdrutsch eine Autobahn zwischen der Kathmandu und Südnepal.
Die Straße verläuft entlang eines über die Ufer getretenen Flusses und ist eine Hauptverbindung zwischen der Hauptstadt und dem Süden des Landes. Durch die Blockade entstand die Sorge möglicher Lieferengpässe in Richtung des Katastrophengebietes.

Diese Luftaufnahme zeigt den über die Ufer getretenen Trishuli-Fluss (l) und mit Schlamm bedeckte Häuser (r) nach den Sturzfluten in Baireni im nepalesischen Distrikt Dhading am 30. August 2026.

Foto: Manan Vatsyayana/AFP via Getty Images

Energieversorgung und Gesundheitswesen

Fast der gesamte Strom in Nepal wird durch Wasserkraftwerke erzeugt. Nach Angaben nepalesischer Behörden mussten elf Wasserkraftwerke und ein Solarkraftwerk ihren Betrieb in Folge der Sturzflut einstellen.
Das entspricht zehn Prozent der Stromerzeugungskapazität. Darüber hinaus wurden mehrere im Bau befindliche Kraftwerke beschädigt.
2024 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei 1.200 Euro pro Kopf. Bis zu einem Drittel des BIP stammt aus Überweisungen von Nepalesen, die im Ausland arbeiten – vor allem in den Golfstaaten.
Der Tourismus trägt rund 6,4 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. In dem Bereich sind etwa 15 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt – gerade eine Bergsteiger und Trekking-Region wurde getroffen.
Durch die Sturzflut wurden zahlreiche Gesundheitseinrichtungen beschädigt, darunter auch ein Krankenhaus. Der Zugang zu einem zweiten Krankenhaus wurde nach WHO-Angaben eingeschränkt. Durch unzureichende Sanitär- und Wasseraufbereitungsmöglichkeiten drohen Seuchen. (afp/red)
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Krankschreibung ab 1. Krankheitstag: Arbeitsministerin bezweifelt Sinn – CDU-Sozialflügel kritisiert Bas

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat die Sinnhaftigkeit der mit der Union vereinbarten Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag angezweifelt und Bedingungen für die Umsetzung gestellt.
„Wenn ich eine Pflicht einführe und anschließend 95 Ausnahmen reinschreibe, stellt sich die Frage, ob man das überhaupt noch braucht“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Sie werde die Vereinbarung nur umsetzen, wenn im Gegenzug Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) weitere Regelungen vorlege.
„Es soll etwa eine Ausnahme für tarifgebundene Unternehmen geben, die andere Regelungen haben“, führte die SPD-Chefin aus. Sie forderte die Union grundsätzlich zu Gesprächen über einen Verzicht auf die umstrittene Neuregelung auf: „Ich bin koalitionstreu, aber wir sollten uns schon nochmal fragen, ob das sinnvoll ist.“

Kritik vom CDU-Sozialflügel

Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, kritisierte die SPD-Chefin. „Ich finde es fragwürdig, wenn getroffene Verabredungen nach kurzer Zeit öffentlich wieder in Frage gestellt werden“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Er sei auch nicht von allen Verabredungen der Koalition restlos begeistert, „aber was man gemeinsam entscheidet, sollte man auch gemeinsam vertreten“.
Wirtschaftsforscher erwarten derweil kaum Veränderungen durch die Attestpflicht. „Ob der Krankenstand damit sinkt, bleibt offen“, erklärte Jochen Pimpertz vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln).
Rechtlich ändere sich wenig, denn ein Attest ab dem ersten Tag könnten Arbeitgeber schon heute verlangen. Mit Blick auf den Verwaltungsaufwand könnten Betriebe auch künftig darauf verzichten.

Atteste gegen hohen Krankenstand

Union und SPD hatten sich darauf verständigt, Arbeitnehmer zu verpflichten, ein Attest bereits ab dem ersten Fehltag vorzulegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verwies insbesondere auf den hohen Krankenstand. Ursprünglich hatten CDU und CSU Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gefordert, etwa mittels eines Karenztages, was die SPD jedoch ablehnte.
Im Gegenzug habe ihre Partei „zähneknirschend der Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag zugestimmt, obwohl wir sie inhaltlich für falsch halten“, sagte Bas dazu. „Meine Sorge ist, dass dann Menschen mit einem leichten Infekt am ersten Tag zum Arzt gehen und aus einem kurzen Ausfall am Ende eine ganze Woche Krankschreibung wird.“
Als Arbeitsministerin ist Bas für die gesetzliche Umsetzung der Vereinbarung zuständig, fordert aber erst Vorschläge in anderer Sache von Gesundheitsminister Linnemann. „Die Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag ist mit einer Termingarantie bei den Ärzten und der Schlaganfallvorsorge gekoppelt“, erläuterte sie. „Das ist der Kompromiss, der ein Gesamtpaket ist.“

Karl Lauterbach fordert Termingarantie bei Ärzten

Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringt auf eine Termingarantie bei Ärzten. „Die Krankschreibung ab dem ersten Tag ist Teil eines gesamten Pakets. Wir sollten nicht ausschließlich Verschlechterungen der Versorgung beschließen, es muss auch mal eine Verbesserung geben“, sagte der SPD-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Damals hat sich die Koalition im Paket auf Verbesserungen durch eine Termingarantie bei Ärzten und ein Vorbeugegesetz geeinigt.“ So sei der Kompromiss in der Fraktion vorgestellt worden, „und so müsste er auch gleichzeitig umgesetzt werden“, forderte Lauterbach, der inzwischen Vorsitzender des Forschungsausschusses im Bundestag ist.
Zu dem Einwand, dass die Vorlage des Primärversorgungsgesetzes des Gesundheitsministers, das für die Termingarantie nötig wäre, noch Zeit in Anspruch nehme, sagte Bas: „Das liegt nicht in meiner Hand.“
Zuspruch erhielt die Arbeitsministerin vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Sie bezweifle „zu Recht die Krankschreibung ab dem ersten Tag“, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. „Niemand kann wollen, dass sich noch mehr Beschäftigte als jetzt schon krank zur Arbeit schleppen, um dort unkonzentriert und fehleranfällig zu arbeiten und obendrein noch das übrige Team anzustecken.“ (afp/red)
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Wechselhaftes Wetter mit einzelnen Gewittern

Die neue Woche startet mit wechselhaftem Wetter. In der Nacht zum Montag verlagern sich von Westen und Südwesten nach Osten teils schauerartige Regenfälle. „Örtlich ist auch Blitz und Donner mit von der Partie“, sagt Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst.
Nachdem der Regen aus der Nacht im Südosten rasch abzieht, beginnt der Montag laut DWD zunächst weitgehend trocken „Zwischendurch kommt vor allem in der Südhälfte auch die Sonne zum Vorschein.“
Im Tagesverlauf ziehen von Nordwesten teils kräftige Schauer und Gewitter auf. „Regenfeste Kleidung ist somit im Tagesverlauf vor allem in der Nordwesthälfte angebracht“, sagt Bauer.
Diese einzelnen Gewitter können vom Westen und Norden bis zur Mitte ausgreifen und mit kleinkörnigem Hagel, stürmischen Böen und vereinzelt Sturmböen aufwarten. Die Temperaturen gehen am Montag etwas zurück und erreichen zwischen 20 und 26 Grad.

Wechselhafter im Norden, wärmer im Süden

Am Dienstag setzt sich im Norden das wechselhafte Wetter fort – dort gibt es wiederholt Schauer und vereinzelt Gewitter. Im Süden bleibt es bei zeitweiligem Sonnenschein häufig trocken. An der Nordsee werden um 20, an der Donau bis 25 Grad erreicht.
„Und auch am Mittwoch bleibt uns die Zweiteilung zwischen einem wechselhaften Norden und einem freundlichen und spätsommerlich warmen Süden erhalten“, sagt Meteorologe Bauer.
So gebe es in den südlichen Mittelgebirgen und in den Alpen bestes Wanderwetter, während vor allem in Nordseenähe etwas Regen dabei sei.

Und wie geht es danach weiter?

„Ab der zweiten Wochenhälfte könnte der Sommer mit lupenreinem Badewetter im Süden nochmals sein Comeback geben. Dann gelangt nämlich im Südwesten auch wieder die 30-Grad-Marke in Reichweite“, sagte Bauer.
Zum kommenden Wochenende nähmen die Unsicherheiten in der Vorhersage deutlich zu: „Ob es sich dabei nur um ein kurzes Intermezzo oder um eine längere Phase mit teils hochsommerlichen Temperaturen handelt, ist noch ungewiss.“ (dpa/red)
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30.08.2026 | Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert | Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet außerplanmäßig in Paris

HEUTE13:33 Uhr

Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert

Eine Fähre mit 267 Menschen an Bord ist vor Nordzypern in Seenot geraten. Küstenwache und Rettungsteams sind im Einsatz, sagte der nordzyprische Verkehrsminister Erhan Arikli. Auf Bildern von „CNN Türk“ war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Die Fähre kenterte etwa zwei Kilometer nach dem Ablegen von Kyrenia in Richtung des türkischen Hafens Tasucu.

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HEUTE13:16 Uhr

Erneute Demonstration gegen Massentourismus auf Mallorca

1.000 Einheimische protestieren auf Mallorca erneut gegen den Massentourismus auf der Insel protestiert. Sie bildeten eine Sitzkette von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer und hielten Plakate wie „Your paradise, our hell“ (Euer Paradies, unsere Hölle), „Waiting line for a rent in Palma“ (Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma) oder auch „Tourist go home“. Für den Protest zeichneten die Umweltverbände GOB und Terraferida verantwortlich.

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HEUTE12:48 Uhr

Gedenkgottesdienst mit Königsfamilie für Harald V.

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat seines verstorbenen Vaters Harald V. mit dem Besuch eines Trauergottesdienstes gedacht. Viele Menschen reihten sich an der Kirche von Asker bei Oslo auf, um einen Blick auf den 53-Jährigen und die königliche Familie werfen zu können. Im ganzen Land fanden Trauergottesdienste statt. Harald V. hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens.

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HEUTE11:21 Uhr

Ukrainisches Munitionslager lag in einem Wohngebiet – 38 Tote

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew liegt die Zahl der Toten bei 38, vier Menschen werden noch vermisst. Erst gestern wurde bekannt, dass das Munitionslager in einem Wohngebiet liegt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. 
Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Foto: Dan Bashakov/AP/dpa

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HEUTE11:14 Uhr

Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet unplanmäßig in Paris

Wegen Dampfentwicklung aus einer Bordküche ist der Flug EW 590 einer Boeing 737 mit 131 Passagieren von Köln-Bonn nach Mallorca am 29. August außerplanmäßig auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris gelandet. Die Passagiere erhielten Hotelübernachtungen, die nötigen Transfers und Umbuchungen. Die Landung sei vorsorglich und unter dem Status „normal“ erfolgt; die Sicherheit war nicht gefährdet.

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HEUTE10:22 Uhr

Russland kündigt Vergeltung an

Russland hat „massive Angriffe“ gegen „Einrichtungen des Energiesektors“ in der Ukraine als Vergeltung für die Attacken Kiews auf zivile Infrastruktur und den russischen Öl- und Energiekomplex angekündigt. Die russische Armee griff ein Asbest- und Zementkombinat an, in dessen Räumen laut Moskau Sprengstoffe lagerten, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition. Die Ukraine griff mit Drohnen eine Ölraffinerie im Nordosten an, was zu einem Brand führte.

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HEUTE10:10 Uhr

Oberbayern: 31 Jahre alte Britin in Bahnhof in Rosenheim erstochen

Im Rosenheimer Bahnhof ist eine 31 Jahre alte Britin erstochen worden. Die Polizei nahm einen 27 Jahre alten tatverdächtig Mann fest, zum Motiv des aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammenden Angreifers machten Ermittler keine Angaben. Die Frau kam noch ins Krankenhaus, dort erlag sie ihren  Verletzungen. 

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HEUTE9:56 Uhr

Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten einen Zusammenhang mit politischen Fragen zum Gazakrieg. Die Festivalleitung bestritt in einer Anfrage des US-Magazins „Deadline“, dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem „Terminkonflikt“.
Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa

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HEUTE8:52 Uhr

Island-Referendum: Gegner kurz vor Auszählungsende vorne

Beim Referendum in Island über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU liegen die Gegner kurz vor dem Ende der Auszählungen vorne. Sie lagen am Sonntag laut Online-Auszählung mit 51,8 Prozent vor den Befürwortern, die auf 48,2 Prozent kamen. Es standen nur noch einige Stimmen aus zwei von Islands sechs Wahlkreisen aus.

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HEUTE8:16 Uhr

Ein Anführer des Drogenkartells Tren de Aragua festgenommen

Laut der peruanischen Regierung wurde Ibelmery Adon Colina Maldonado in Lima festgenommen – ein Anführer des venezolanischen Drogenkartells Tren de Aragua. Er gilt als Anführer des Kartells in Chile. Die Organisation ist für Menschenhandel, Mord, Entführungen, Raub, Drogenhandel und Erpressung bekannt. Bei Fahndung und Festnahme arbeiteten die peruanische Polizei, das FBI und die chilenische Polizei zusammen.

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HEUTE7:35 Uhr

ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski warnt wegen derzeit nur zur Hälfte gefüllten Gasspeicher vor einer möglichen Gasmangellage in Deutschland. Er fordert zusätzliches LNG, etwa aus den USA oder Norwegen. Man könne auch zeitweise stärker Kohle einsetzen. Brzeski rechnet mit Gaspreisen von rund 70 Euro je Megawattstunde, beim Öl ungefähr 90 Dollar je Barrel und eine Inflationsrate im August von über Drei Prozent.

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HEUTE7:26 Uhr

Schüsse bei Techno-Festival in der Schweiz – mehrere Opfer

In Aarau im Schweizer Kanton Aargau hat die Polizei in der Nacht einen Großeinsatz gestartet, nachdem bei einer Pferderennbahn Schüsse auf eine Menschenmenge abgefeuert worden sind. Laut Polizei gibt es „mehrere Opfer“. Ob darunter Tote sind, blieb unklar. Zum dem Zeitpunkt fand dort das Techno-Festival „Aarau Rave VOL. 7“ statt.
HEUTE6:56 Uhr

Präsidentin: Venezuela behält Souveränität über seine Öl-Ressourcen

Venezuela behält im Rahmen des US-Ölabkommens die Kontrolle über seine Ölvorkommen, sagt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Das Abkommen soll Kapital und Technologie bringen. Mit über 303 Milliarden Barrel hat das Land die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit. US-Energiekonzerne reagierten bislang zurückhaltend – wegen der schlechten Infrastruktur und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.

Ölplattformen in Cabimas, südlich des Maracaibo-Sees, Bundesstaat Zulia, Venezuela, am 31. Januar 2026. Venezuela besitzt viel Öl – die Förderanlagen zerfielen unter der verstaatlichten Wirtschaft.

Foto: Maryorin Mendez/AFP via Getty Images

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HEUTE6:34 Uhr

Medien: Bahn investiert 210 Millionen Euro in „XXL-Waschprogramm“

Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein „XXL-Waschprogramm“ für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die „BILD am Sonntag“. Auch die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, soll auf 220 verdoppelt werden.

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HEUTE6:19 Uhr

USA stellen 3,6 Millionen Dollar für Katastrophenregion in Nepal bereit

Die USA haben 3,6 Millionen Dollar (3,11 Millionen Euro) an Hilfen für die Menschen in der Katastrophenregion in Nepal nach der Sturzflut bereit gestellt. Das Außenministerium teilte mit, mit dem Geld würden auch „bis zu drei Monate Nothilfe mit Lebensmitteln für bis zu 10.000 von Überschwemmungen betroffene Haushalte“ finanziert.

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HEUTE6:00 Uhr

San José: Deutscher Konsul in Costa Rica verunglückt

In Costa Rica ist der deutsche Konsul Mario Genz (53) im Freizeitzentrum am Ufer der Lagune Río Cuarto in der Provinz Alajuela verunglückt. Er geriet beim Schwimmen in der Lagune aus ungeklärter Ursache in Not, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Genz sei „ein zertifizierter Taucher“ und ein häufiger Besucher der Lagune Río Cuarto gewesen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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