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Trump mobilisiert republikanische Wähler bei Parteitag in Dallas – mit kühnem Versprechen


In Kürze

  • Trump verspricht bei Parteitag in Dallas 5.000 US-Dollar für jeden erwachsenen Bürger, falls die Republikaner den Kongress halten.
  • Er hebt wirtschaftliche Erfolge hervor und sagt nach den Midterms sinkende Ölpreise voraus.
  • Trump warnt vor einem „kommunistischen“ Kongress, sollten die Demokraten gewinnen.

 
US-Präsident Donald Trump bezeichnete am Mittwochabend seine zweite Amtszeit  als „die besten zwei Jahre in der Geschichte der Präsidentschaft“ und rief die Wähler bei einem historischen Midterm-Parteitag in Dallas dazu auf, die Republikaner bei den bevorstehenden Wahlen zu unterstützen.
Trump versprach eine Dividende von 5.000 US-Dollar (rund 4.300 Euro) für jeden erwachsenen Bürger, sollten die Republikaner ihre Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat behalten.
„Eure Stimme wird entscheiden, ob unser Land am Startpunkt der nächsten 250 Jahre stolpert oder nach vorn stürmt und nie wieder zurückblickt“, sagte Trump zu Beginn seiner Rede.
„Wählt die Republikaner, und wir werden die Welt für Generationen hinter uns lassen.“
Der zweitägige Parteitag begann am 9. September, weniger als zwei Monate vor der Novemberwahl, im Rahmen von Trumps Bemühungen, den Republikanern in knappen Rennen Rückenwind zu geben und der Partei zu helfen, den Kongress zu halten.
In seiner Rede hob der Präsident seine Politik hervor und skizzierte zentrale Erfolge der Republikaner unter seiner Führung, darunter eine stärkere Grenzsicherung, weniger Kriminalität, eine gestiegene Energieproduktion und Steuersenkungen für Arbeitnehmer. „Das 401(k)-Konto des typischen Amerikaners ist um fast 50.000 US-Dollar (rund 43.000 Euro) gestiegen, und die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung haben den niedrigsten je verzeichneten Stand erreicht“, sagte Trump.
Sämtliche Steuersenkungen, so Trump, „werden durch die Decke gehen, wenn ihr am 3. November die Demokraten an die Macht bringt“.

US-Präsident Donald Trump betritt am 9. September 2026 die Bühne, um am ersten Tag des Republikaner-Parteitags 2026 im American Airlines Center in Dallas, Texas, zu sprechen.

Foto: Tasos Katopodis/Getty Images

Ölabkommen mit Venezuela

Trump hob das jüngste Ölabkommen mit Venezuela hervor und erklärte, die Vereinigten Staaten seien nun stärker als die OPEC.
„Jetzt sind wir der größte Ölproduzent der Welt, und das ohne Venezuela, das wir gerade zu unserem kleinen Vorrat hinzugefügt haben“, sagte Trump. Er fügte hinzu, dass durch das Abkommen 65 Milliarden Barrel an nachgewiesenen venezolanischen Reserven nun den Vereinigten Staaten gehörten.
Vor seiner Abreise nach Dallas sagte der Präsident gegenüber Journalisten, republikanische Kongressmitglieder sollten „einfach weiterkämpfen und einfach weiter erklären, wie gut es unserem Land geht“.
„Unser Land steht jetzt besser da als je zuvor“,, sagte er.
Trump sagte, der Iran liege „momentan in Trümmern“, und sagte voraus, dass die Ölpreise nach den Midterms sinken würden.
„Direkt nach der Wahl werden die Ölpreise fallen“, sagte er gegenüber Journalisten. „Sie werden fallen, und wir werden dafür sorgen. Ich denke, wir werden den Benzinpreis unter 2 US-Dollar (rund 1,70 Euro) pro Gallone drücken.“
Da der Iran-Konflikt die Benzinpreise hochhält, belasteten angespannte Haushaltsbudgets weiterhin das Wirtschaftsthema, das die Wähler vor den Midterms am meisten beschäftigt.
Am 9. September stieg der internationale Ölpreis-Referenzwert Brent auf über 100 US-Dollar (rund 86 Euro) pro Barrel.
Der landesweite Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin lag am Mittwoch bei 4,22 US-Dollar (rund 3,63 Euro), verglichen mit 3,19 US-Dollar (rund 2,74 Euro) vor einem Jahr.

US-Präsident Donald Trump begrüßt die Teilnehmer, während er am 9. September 2026 die Bühne betritt, um am ersten Tag des Republikaner-Parteitags 2026 im American Airlines Center in Dallas, Texas, zu sprechen.

Foto: Justin Sullivan/Getty Images

Iranischer Einfluss

Trump sagte zudem, das iranische Regime versuche verzweifelt, die US-Zwischenwahlen zu beeinflussen.
„Ich glaube, der Krieg wird unmittelbar nach der Wahl enden, weil sie nicht länger durchhalten können“, sagte der Präsident am selben Tag gegenüber Journalisten mit Blick auf die Führung des iranischen Regimes.
Trump wiederholte dieselbe Botschaft während seiner Parteitagsrede und merkte an, Teheran hoffe, dass die Demokraten die Kontrolle übernehmen und dem Regime damit erlauben würden, nach Atomwaffen zu streben. Der Präsident kündigte zudem an, die Straße von Hormus umzubenennen.
„Wir werden sie die Trump-Straße nennen, und ich bin sicher, die iranische Führung wird davon begeistert sein“, sagte er.
Bevor er seine Rede beendete, kritisierte Trump die demokratischen Kandidaten, die sich selbst als Sozialisten bezeichnen.
Er behauptete, sie wollten Bücher von Lenin und Stalin in jede Bibliothek stellen, damit alle Kinder sie lesen und studieren würden.
„Sollten sie gewinnen, wird das größte gesetzgebende Organ in der Geschichte zum ersten Mal überhaupt von einer kommunistischen Fraktion kontrolliert“, sagte er.
„Alles, worum ich bei dieser Wahl bitte, ist, dass ihr an meiner Seite steht. Gemeinsam werden wir den Kommunismus in Amerika ein für alle Mal besiegen.“
Trump verwies auf 35 hart umkämpfte Kongress- und Senatswahlen. Er kündigte an, Wahlkampfveranstaltungen in wichtigen Wahlbezirken und Bundesstaaten abzuhalten und einen weiteren Halt in Texas einzulegen, um Ken Paxtons Senatskandidatur zu unterstützen.
Vor dem Parteitag nahm Trump an einem Treffen von MAGA Inc. in einem Luxushotel in der Innenstadt von Dallas teil.
Am 4. September erklärte er, sein Super-PAC werde bis zu 500 Millionen US-Dollar (rund 430 Millionen Euro) bereitstellen, um republikanische Kandidaten für das Repräsentantenhaus und den Senat zu unterstützen.

US-Präsident Donald Trump auf dem Weg zur Bühne am ersten Tag des Republikaner-Parteitags 2026 im American Airlines Center in Dallas, Texas, am 9. September 2026.

Foto: Tasos Katopodis/Getty Images

Erster Parteitag der Republikaner zur Zwischenwahl

Trotz Temperaturen von über 37 Grad Celsius (100 Grad Fahrenheit) nehmen führende republikanische Politiker, Kandidaten, Social-Media-Influencer und politische Organisationen an dem Parteitag in Dallas teil.
Trump soll am heutigen, letzten Abend des Parteitags erneut sprechen. Vizepräsident JD Vance wird die Teilnehmer ebenfalls am Donnerstag ansprechen.
Am Donnerstagabend wird es außerdem eine Gedenkveranstaltung für den konservativen politischen Kommentator Charlie Kirk geben, der im September 2025 ermordet wurde.
Im Vorfeld der Rede verschickte das Weiße Haus eine Liste von Trumps Errungenschaften per E-Mail.
„In weniger als zwei Jahren hat Präsident Donald J. Trump die folgenreichste Phase des Regierens in der modernen amerikanischen Geschichte vorangetrieben“, hieß es in der E-Mail. „Er erbte ein Desaster – und verwandelte es in ein historisches Comeback.“
Beide Parteien halten traditionell in Präsidentschaftswahljahren große Parteitage ab, um ihre Kandidaten zu nominieren. Im vergangenen Jahr hatte Trump vorgeschlagen, vor den Zwischenwahlen eine ähnliche Veranstaltung abzuhalten. Während die Demokraten in den 1970er- und 1980er-Jahren mehrere Midterm-Parteitage abhielten, ist der Parteitag in Dallas der erste Midterm-Parteitag der Republikaner.
Einige Kongressmitglieder haben sich entschieden, nicht am Parteitag teilzunehmen, da ihnen die Teilnahmegebühr von 25.000 US-Dollar (rund 21.500 Euro) zu hoch sei.
Der demokratische Senator John Fetterman aus Pennsylvania trat am Mittwochabend überraschend mit einer Videobotschaft beim Parteitag auf, unterstützte darin den republikanischen Senator Dave McCormick aus Pennsylvania und lobte Trump für dessen Unterstützung von U.S. Steel, einem Unternehmen aus Pittsburgh.
„Ja, ich bin Senator John Fetterman aus Pennsylvania. Ja, ich bin Demokrat. Warum stehe ich heute hier und spreche zu euch? Weil ich, nun ja, ein Demokrat mit gesundem Menschenverstand bin“, sagte Fetterman in seiner Videobotschaft.
„Ich werde immer zu Amerika stehen. Ich werde die Extreme des Sozialismus und diese antiamerikanische Lebensweise immer ablehnen“, sagte Fetterman.
Nathan Worcester und Joseph Lord haben zu diesem Bericht beigetragen.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Rallies GOP Voters at Dallas Convention, Makes a Bold Promise“. (deutsche Bearbeitung: zk)
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Venezuela unterzeichnet milliardenschwere Verträge mit Chevron, ENI und GE Vernova

Im Beisein von US-Energieminister Chris Wright haben die Ölkonzerne Chevron und ENI sowie das Energieunternehmen GE Vernova milliardenschwere Verträge mit Venezuela unterzeichnet.
Die Verträge lösten Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich aus. Sie seien „entscheidend, um den Prozess des Friedens, der Chancen und des Wohlstands“ für die Venezolaner in Gang zu setzen, sagte Wright am Mittwoch in Caracas an der Seite der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez.
Die USA sollen die Mehrheitskontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel des Öls in Venezuela übernehmen. Es wird mit US-Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von bis zu 100 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Venezuela verfügt über die größten Öl-Reserven der Welt. Caracas rechnet mit Einnahmen in Höhe von 209 Milliarden Dollar (180 Milliarden Euro) über einen Zeitraum von 25 Jahren.

(l-r) US-Energieminister Chris Wright, Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez und Venezuelas Ministerin für Erdöl und Kohlenwasserstoffe Paula Henao am 2. September 2026 in Caracas, Venezuela, bei einer Pressekonferenz zu dem zwischen der US-Regierung und Venezuela geschlossenen Ölabkommen.

Foto: Jesus Vargas/Getty Images

Es war erwartet worden, dass bei Wrights Besuch ein Ölvertrag unterzeichnet wird, der den USA die Kontrolle über etwa ein Fünftel der riesigen Reserven des südamerikanischen Landes einräumt.
Rodríguez erklärte, dass dieses Abkommen bereits am 28. August geschlossen worden sei, als US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung verkündet hatte. Sie dankte Trump am Mittwoch für die Vereinbarung, die zum „Wohlstand“ ihres Landes beitragen werde.

US-Energieminister: Gewinne, Lizenzen und Steuern gehen an Venezuela

Energieminister Chris Wright wies Vorwürfe zurück, Washington würde das Öl des südamerikanischen Landes „stehlen“. „Das stimmt natürlich überhaupt nicht“, sagte Wright am Mittwoch vor Journalisten am Flughafen von Caracas. Er fügte hinzu: „Tatsächlich gehört das Öl in Venezuela dem venezolanischen Volk.“
Wright äußerte sich, nachdem die Ölkonzerne Chevron und ENI sowie das Energieunternehmen GE Vernova in seinem Beisein die Verträge in Milliardenhöhe mit der venezolanischen Regierung unterzeichnet hatten.
„Private Unternehmen stellen das Geld für die Ölförderung bereit, aber die Gewinne, die Lizenzgebühren und die Steuern fließen alle an die venezolanische Regierung und das venezolanische Volk“, sagte er.

Ölplattformen in Cabimas, südlich des Maracaibo-Sees, Bundesstaat Zulia, Venezuela, am 31. Januar 2026. Venezuela besitzt selbst viel Öl – doch die Förderanlagen zerfallen.

Foto: Maryorin Mendez/AFP via Getty Images

Chevron erschließt zwei neue Förderstätten

Der US-Konzern Chevron erklärte, mit Venezuela sei ein Vertrag im Wert von sieben Milliarden Dollar (rund sechs Milliarden Euro) über die Erschließung von zwei weiteren Ölfeldern im Orinoco-Gürtel geschlossen worden. Innerhalb von fünf Jahren soll dies demnach eine Verdopplung der derzeitigen Fördermenge ermöglichen.
Wie Chevron ausführte, soll das venezolanische Gemeinschaftsunternehmen Petroindependencia, an dem der US-Konzern zu 49 Prozent beteiligt ist, zwei neue Förderstätten nahe bereits bestehender Förderanlagen im Orinoco-Gürtel erschließen. Die Fördermenge soll so perspektivisch auf rund 600.000 Barrel pro Tag steigen. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.
Die Modernisierung der venezolanischen Ölindustrie erfordert Milliarden-Investitionen. (Archivbild)

Die Modernisierung der venezolanischen Ölindustrie erfordert Milliarden-Investitionen. (Archivbild)

Foto: Jesus Vargas/dpa

Chevron hat seine Produktion in Venezuela bereits seit Januar ausgeweitet. Damals nahmen US-Streitkräfte den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro auf Befehl von US-Präsident Trump gefangen. Er hält sich in New York auf, wo ihm 2027 Jahr wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll.
Der italienischen Konzern ENI sicherte sich nach eigenen Angaben die Exklusivrechte für die Erkundung des riesigen Ölfelds Junin 5. Das US-Unternehmen GE Vernova schloss Verträge zum Ausbau der Energieinfrastruktur.

Trump gegen baldige Wahlen

US-Außenminister Marco Rubio kündigte derweil an, dass in rund zehn Tagen eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der venezolanischen Übergangsregierung und der Opposition stattfinden werde.
Trump schloss baldige Wahlen in Venezuela aus. „Ich glaube einfach nicht, dass sie schon so weit sind“, sagte der US-Präsident. „Wir haben sie aus einer Diktatur befreit, und wir kommen mit der Regierung hervorragend zurecht“, fügte er mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas hinzu.
Rodríguez sagte bei dem Treffen mit US-Energieminister Wright, es werde Wahlen geben, sobald „Venezuela bereit ist“. (afp/red)
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30.08.2026 | Fährunglück vor Zypern | Mindestens sieben Verletzte nach Gewalttat in Niedersachsen | Klingbeil bei G20-Finanztreffen in den USA

GESTERN22:12 Uhr

Hunderte demonstrieren gegen zunehmende Schusswaffengewalt in Brüssel

Hunderte Menschen demonstrierten am Sonntag im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles gegen Schusswaffengewalt und Drogenkriminalität. Laut Staatsanwalt Julien Moinil gab es seit 2025 rund 170 Schusswaffenvorfälle, 69 davon in diesem Jahr; die meisten standen mit Drogenkriminalität in Verbindung.

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GESTERN22:05 Uhr

Mindestens sieben Verletzte nach Gewalttat in Niedersachsen

Bei einer Auseinandersetzung in Hessisch Oldendorf sind mindestens sieben Menschen teils schwer verletzt worden. Nach Zeugenaussagen gab es Stich- und Schussverletzungen; mehrere Menschen wurden von Autos angefahren. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen; laut Polizei stehen sie mutmaßlich in Beziehung zu den Opfern.

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GESTERN21:56 Uhr

Vierter WM-Titel: Hockey-Herren feiern historischen Erfolg

Deutschlands Hockey-Herren haben in Wavre das WM-Finale gegen Spanien durch Michel Struthoffs Treffer (44.) mit 1:0 gewonnen. Es ist der vierte WM-Titel und der Ausgleich mit Rekordsieger Pakistan. Die Damen wurden Sechste; der DHB trennte sich von Bundestrainerin Janneke Schopmann.

Deutschland ist zum vierten Mal Hockey-Weltmeister.

Deutschland ist zum vierten Mal Hockey-Weltmeister.

Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

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GESTERN21:24 Uhr

Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen – Acht Tote

Nach dem Fährunglück vor Zypern wurden Kapitän und sieben Crewmitglieder festgenommen. Die Zahl der Toten stieg auf acht, nach weiteren Menschen wird gesucht. Die Fähre mit 267 Menschen an Bord kenterte kurz nach dem Auslaufen aus Kyrenia auf dem Weg nach Mersin.

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GESTERN20:56 Uhr

Merz: Regierung hat Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig weitgehend festgelegt

Die Bundesregierung will in den nächsten Tagen ihre Reaktion auf die Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig verkünden. Kanzler Merz sagte, die Ermittlungen würden abgeschlossen; die Reaktion werde mit EU und Nato abgestimmt. Ob Russland verantwortlich ist, ließ er offen.

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GESTERN20:38 Uhr

Frankreichs Ex-Premier Philippe will konservative Parteien in neuem Bündnis einen

Frankreichs Mitte-Rechts-Kandidat Édouard Philippe wirbt acht Monate vor der Präsidentschaftswahl für ein Bündnis oder eine neue Partei der Konservativen. Für die Parlamentswahl fordert er gemeinsame Kandidaten. Umfragen sehen Marine Le Pen vorn; Gérald Darmanin unterstützt Philippe.

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GESTERN20:19 Uhr

WM-Ticket fast sicher: Schröder-Team mit Zittersieg in Polen

Deutschlands Basketballer haben in Polen 96:94 nach Verlängerung gewonnen. Mit sieben Siegen aus acht Spielen kann das Team am 27. November in Lettland die Qualifikation für die WM 2027 in Katar sichern. Dennis Schröder erzielte 18 Punkte.

Die deutschen Basketballer um Johannes Thiemann (r) hatten in der WM-Qualifikation in Polen große Schwierigkeiten.

Die deutschen Basketballer um Johannes Thiemann (r) hatten in der WM-Qualifikation in Polen große Schwierigkeiten.

Foto: Adam Warzawa/PAP/dpa

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GESTERN19:52 Uhr

König Harald wird am 9. September beigesetzt

Das Begräbnis des norwegischen Königs Harald V. findet am 9. September in Oslo statt. Nach der Trauerfeier im Dom wird er in der Kirche von Akershus beigesetzt. Bis zum Vortag können Besucher in der Schlosskapelle Abschied nehmen.

Die Beisetzung von König Harald V. - hier ein Gedenkgottesdienst - findet am 9. September statt.

Die Beisetzung von König Harald V. – hier ein Gedenkgottesdienst – findet am 9. September statt.

Foto: Cornelius Poppe/NTB/dpa

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GESTERN19:27 Uhr

Nach Schüssen bei Rave-Event: Polizei hat drei Hypothesen zur Tat

Nach Schüssen am Rand einer Rave-Veranstaltung in Aarau ist die Täterschaft weiter nicht gefasst. Eine 22-Jährige wurde getötet, fünf weitere Menschen verletzt; niemand schwebte zuletzt in Lebensgefahr. Die Polizei prüft Terrorakt, Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu.

GESTERN18:46 Uhr

Klingbeil berät mit G20-Finanzministern im US-Bundesstaat North Carolina

Klingbeil nimmt ab Montag in Asheville (USA) am zweitägigen G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker teil. Geplant sind Gespräche mit den Finanzministern Kanadas und Indiens sowie ein BMW-Werkbesuch. Die USA wollen Irans Isolation und Sanktionen thematisieren.

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GESTERN17:42 Uhr

1. Bundesliga: Freiburg feiert deutlichen Sieg gegen Bremen

Der SC Freiburg hat Werder Bremen im ersten Sonntagsspiel der neuen Bundesliga-Saison 4:1 besiegt. Yuito Suzuki traf dreimal, Igor Matanovic einmal; Dariusz Stalmach erzielte Bremens Ehrentreffer. Am Samstag spielt Freiburg in Paderborn, Bremen gegen Leipzig.

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GESTERN17:28 Uhr

Erstes Ministertreffen von neuem Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan beraten am Montag erstmals in Istanbul über ihr Militärbündnis. Geplant ist ein Strategie-Ausschuss; zudem geht es um Verteidigungsfähigkeiten, Rüstungskooperation und die Kompatibilität der Armeen. Bei einem Angriff besteht Beistandspflicht.

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GESTERN17:05 Uhr

Streit über Russland-Kurs: Opposition fordert Aufklärung

Die Bundesregierung will Russland laut Regierungskreisen diese Woche öffentlich für den versuchten Sprengstoffdrohnen-Anschlag in Leipzig verantwortlich machen und nationale Schritte sowie neue EU-Sanktionen einleiten. Linke und AfD warnen vor Vorverurteilung und Aufrüstung, SPD und Grüne fordern Konsequenzen.

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GESTERN16:13 Uhr

Österreich verzeichnet für Juni und Juli mehr Hitzetote als je zuvor

In Österreich wurden im Juni und Juli 646 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet – mehr als je zuvor. Die Ages berechnete die Zahl anhand eines statistischen Modells; der bisherige Höchstwert lag 2024 bei 570 Fällen.

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GESTERN15:10 Uhr

Fähre vor Zypern gekentert – mindestens sieben Tote

Vor Zypern ist eine Fähre mit 267 Menschen an Bord kurz nach dem Auslaufen aus Kyrenia auf dem Weg nach Mersin gekentert. Mindestens sieben Menschen starben, 172 wurden gerettet; die Rettungsaktion läuft. Warum Wasser eindrang, war zunächst unklar.
Die türkische Küstenwache hilft bei der Rettung. (Archivbild)

Die türkische Küstenwache hilft bei der Rettung. (Archivbild)

Foto: John Macdougall/dpa

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GESTERN14:49 Uhr

Neues Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman“ ist gestartet

Nasa hat das Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman“ mit einer Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX von Cape Canaveral gestartet. Es soll in etwa einem Monat seine 1,6 Millionen Kilometer entfernte Umlaufbahn erreichen und ab Anfang 2027 Exoplaneten, explodierende Sterne und Schwarze Löcher erforschen.

Das Weltraumteleskop wurde nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der Nasa benannt.

Das Weltraumteleskop wurde nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der Nasa benannt.

Foto: John Raoux/AP/dpa

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GESTERN13:33 Uhr

Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert

Eine Fähre mit 267 Menschen an Bord ist vor Nordzypern in Seenot geraten. Küstenwache und Rettungsteams sind im Einsatz, sagte der nordzyprische Verkehrsminister Erhan Arikli. Auf Bildern von „CNN Türk“ war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Die Fähre kenterte in stürmischer See etwa zwei Kilometer nach dem Ablegen von Kyrenia in Richtung des türkischen Hafens Tasucu.

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GESTERN13:16 Uhr

Erneute Demonstration gegen Massentourismus auf Mallorca

1.000 Einheimische protestieren auf Mallorca erneut gegen den Massentourismus auf der Insel protestiert. Sie bildeten eine Sitzkette von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer und hielten Plakate wie „Your paradise, our hell“ (Euer Paradies, unsere Hölle), „Waiting line for a rent in Palma“ (Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma) oder auch „Tourist go home“. Für den Protest zeichneten die Umweltverbände GOB und Terraferida verantwortlich.

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GESTERN12:48 Uhr

Gedenkgottesdienst mit Königsfamilie für Harald V.

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat seines verstorbenen Vaters Harald V. mit dem Besuch eines Trauergottesdienstes gedacht. Viele Menschen reihten sich an der Kirche von Asker bei Oslo auf, um einen Blick auf den 53-Jährigen und die königliche Familie werfen zu können. Im ganzen Land fanden Trauergottesdienste statt. Harald V. hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens.

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GESTERN11:21 Uhr

Ukrainisches Munitionslager lag in einem Wohngebiet – 38 Tote

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew liegt die Zahl der Toten bei 38, vier Menschen werden noch vermisst. Erst gestern wurde bekannt, dass das Munitionslager in einem Wohngebiet liegt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. 
Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Foto: Dan Bashakov/AP/dpa

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GESTERN11:14 Uhr

Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet unplanmäßig in Paris

Wegen Dampfentwicklung aus einer Bordküche ist der Flug EW 590 einer Boeing 737 mit 131 Passagieren von Köln-Bonn nach Mallorca am 29. August außerplanmäßig auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris gelandet. Die Passagiere erhielten Hotelübernachtungen, die nötigen Transfers und Umbuchungen. Die Landung sei vorsorglich und unter dem Status „normal“ erfolgt; die Sicherheit war nicht gefährdet.

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GESTERN10:22 Uhr

Russland kündigt Vergeltung an

Russland hat „massive Angriffe“ gegen „Einrichtungen des Energiesektors“ in der Ukraine als Vergeltung für die Attacken Kiews auf zivile Infrastruktur und den russischen Öl- und Energiekomplex angekündigt. Die russische Armee griff ein Asbest- und Zementkombinat an, in dessen Räumen laut Moskau Sprengstoffe lagerten, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition. Die Ukraine griff mit Drohnen eine Ölraffinerie im Nordosten an, was zu einem Brand führte.

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GESTERN10:10 Uhr

Oberbayern: 31 Jahre alte Britin in Bahnhof in Rosenheim erstochen

Im Rosenheimer Bahnhof ist eine 31 Jahre alte Britin erstochen worden. Die Polizei nahm einen 27 Jahre alten tatverdächtig Mann fest, zum Motiv des aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammenden Angreifers machten Ermittler keine Angaben. Die Frau kam noch ins Krankenhaus, dort erlag sie ihren  Verletzungen. 

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GESTERN9:56 Uhr

Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten einen Zusammenhang mit politischen Fragen zum Gazakrieg. Die Festivalleitung bestritt in einer Anfrage des US-Magazins „Deadline“, dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem „Terminkonflikt“.
Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa

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GESTERN8:52 Uhr

Island-Referendum: Gegner kurz vor Auszählungsende vorne

Beim Referendum in Island über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU liegen die Gegner kurz vor dem Ende der Auszählungen vorne. Sie lagen am Sonntag laut Online-Auszählung mit 51,8 Prozent vor den Befürwortern, die auf 48,2 Prozent kamen. Es standen nur noch einige Stimmen aus zwei von Islands sechs Wahlkreisen aus.

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GESTERN8:16 Uhr

Ein Anführer des Drogenkartells Tren de Aragua festgenommen

Laut der peruanischen Regierung wurde Ibelmery Adon Colina Maldonado in Lima festgenommen – ein Anführer des venezolanischen Drogenkartells Tren de Aragua. Er gilt als Anführer des Kartells in Chile. Die Organisation ist für Menschenhandel, Mord, Entführungen, Raub, Drogenhandel und Erpressung bekannt. Bei Fahndung und Festnahme arbeiteten die peruanische Polizei, das FBI und die chilenische Polizei zusammen.

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GESTERN7:35 Uhr

ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski warnt wegen derzeit nur zur Hälfte gefüllten Gasspeicher vor einer möglichen Gasmangellage in Deutschland. Er fordert zusätzliches LNG, etwa aus den USA oder Norwegen. Man könne auch zeitweise stärker Kohle einsetzen. Brzeski rechnet mit Gaspreisen von rund 70 Euro je Megawattstunde, beim Öl ungefähr 90 Dollar je Barrel und eine Inflationsrate im August von über Drei Prozent.

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GESTERN7:26 Uhr

Schüsse bei Techno-Festival in der Schweiz – mehrere Opfer

In Aarau im Schweizer Kanton Aargau hat die Polizei in der Nacht einen Großeinsatz gestartet, nachdem bei einer Pferderennbahn Schüsse auf eine Menschenmenge abgefeuert worden sind. Laut Polizei gibt es „mehrere Opfer“. Ob darunter Tote sind, blieb unklar. Zum dem Zeitpunkt fand dort das Techno-Festival „Aarau Rave VOL. 7“ statt.
GESTERN6:56 Uhr

Präsidentin: Venezuela behält Souveränität über seine Öl-Ressourcen

Venezuela behält im Rahmen des US-Ölabkommens die Kontrolle über seine Ölvorkommen, sagt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Das Abkommen soll Kapital und Technologie bringen. Mit über 303 Milliarden Barrel hat das Land die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit. US-Energiekonzerne reagierten bislang zurückhaltend – wegen der schlechten Infrastruktur und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.

Ölplattformen in Cabimas, südlich des Maracaibo-Sees, Bundesstaat Zulia, Venezuela, am 31. Januar 2026. Venezuela besitzt viel Öl – die Förderanlagen zerfielen unter der verstaatlichten Wirtschaft.

Foto: Maryorin Mendez/AFP via Getty Images

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GESTERN6:34 Uhr

Medien: Bahn investiert 210 Millionen Euro in „XXL-Waschprogramm“

Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein „XXL-Waschprogramm“ für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die „BILD am Sonntag“. Auch die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, soll auf 220 verdoppelt werden.

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GESTERN6:19 Uhr

USA stellen 3,6 Millionen Dollar für Katastrophenregion in Nepal bereit

Die USA haben 3,6 Millionen Dollar (3,11 Millionen Euro) an Hilfen für die Menschen in der Katastrophenregion in Nepal nach der Sturzflut bereit gestellt. Das Außenministerium teilte mit, mit dem Geld würden auch „bis zu drei Monate Nothilfe mit Lebensmitteln für bis zu 10.000 von Überschwemmungen betroffene Haushalte“ finanziert.

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GESTERN6:00 Uhr

San José: Deutscher Konsul in Costa Rica verunglückt

In Costa Rica ist der deutsche Konsul Mario Genz (53) im Freizeitzentrum am Ufer der Lagune Río Cuarto in der Provinz Alajuela verunglückt. Er geriet beim Schwimmen in der Lagune aus ungeklärter Ursache in Not, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Genz sei „ein zertifizierter Taucher“ und ein häufiger Besucher der Lagune Río Cuarto gewesen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Mehr Öl für die USA – Trump und der Venezuela-Deal

Die USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela. Es ist ein weiterer Schritt von US-Präsident Donald Trump nach der Gefangennahme des Ex-Staatschefs Nicolás Maduro, direkt in die Ölindustrie des südamerikanischen Landes einzugreifen.
Das Öl-Geschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Das Land verfügt über die größten Ölreserven der Welt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel. Fragen und Antworten zum Deal:

Was ist zwischen Caracas und Washington vereinbart worden?

Die USA erlangen nach Worten Trumps die mehrheitliche Kontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel an Ölreserven. Das entspräche rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.
Damit verdoppeln die Vereinigten Staaten ihre amerikanischen Ölreserven und erhöhen die Versorgungsmöglichkeit erheblich. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Ölreserven von 46 Milliarden Barrel. Bereits jetzt sind die USA der größte Produzent von Erdöl weltweit mit täglich durchschnittlich fast 14.000 Millionen Barrel Rohöl.

Gibt es schon Details zu dem Deal?

Nach Darstellungen der venezolanischen Regierung geht es um 17 Ölfelder. Nach US-Angaben sollen mehr als 100 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen in die Ölindustrie fließen. Venezuela erwartet daraus Steuereinnahmen von mehr als 209 Milliarden US-Dollar.
Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte dem US-Sender CNN, die USA sollten 55 Prozent der effektiven Produktion eines neuen privaten Gemeinschaftsunternehmens erhalten.
Dies solle über eine Beteiligung an dem Unternehmen und garantierte Abnahmen des geförderten Öls zum Selbstkostenpreis erfolgen. Für die betroffenen Ölfelder sind demnach Vereinbarungen mit einer Laufzeit von 100 Jahren vorgesehen.
Bei Venezuelas Reserven handelt es sich vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann. An der US-Golfküste sind Raffinerien auf solches Rohöl spezialisiert. Laut einem CNN-Bericht könnte eine Zunahme der venezolanischen Ölimporte die Effizienz der Raffinerien steigern.

Was hat Venezuela davon?

Für Venezuela bedeutet das vor allem die Aussicht auf Investitionen und eine höhere Ölproduktion. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hofft auf einen Neustart der seit Jahren maroden Industrie und damit auf Arbeitsplätze, höhere Einkommen und einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Rodríguez sagte, die Vereinbarung werde die Beschäftigung stärken und auch Handel, Bauwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen beleben.
Ob diese Entwicklung tatsächlich bei der Bevölkerung ankommt, ist allerdings offen. Die venezolanische Wirtschaft hat seit Jahren unter der Krise und dem Einbruch der Ölproduktion gelitten.
Die Regierung setzt deshalb darauf, dass ausländisches Kapital und Know-how die Förderung wieder deutlich steigern können. Ein venezolanischer Ölexperte sagte der Zeitung „El Nacional“, ohne ausländische Investitionen könnten die betroffenen Felder möglicherweise noch 10 oder 15 Jahre ungenutzt bleiben.

Was bringt Trump der Deal?

Platt gesagt: Er kann im eigenen Land einen Erfolg präsentieren. Er verspricht: Den amerikanischen Steuerzahler hat der Deal keinen Penny gekostet. Und er verspricht niedrigere Preise an den Zapfsäulen der Amerikaner, die mit dem Iran-Krieg nach oben schnellten.
Eine Nachricht, die die Position der USA im weltweiten Energiemarkt stärken könnte, kommt gelegen. Der Präsident steht im eigenen Land wegen des zäh verlaufenden Iran-Kriegs massiv unter Druck. Im November stehen die wichtigen Zwischenwahlen im US-Parlament an, wo die Partei Trumps – die Republikaner – ihre Mehrheiten in beiden Kammern verlieren könnten.

Seit wann hat Trump das Öl im Blick?

Schon länger. Viele Demokraten hatten dem Präsidenten vorgeworfen, Venezuela nur wegen seiner Ölreserven angegriffen zu haben. Wenige Tage nach der Gefangennahme Maduros schwenkte Trump auf das Öl um und hatte angekündigt, den venezolanischen Öl-Verkauf „auf unbestimmte Zeit“ in die Hände der USA zu nehmen. US-Konzerne sollen investieren und die marode Ölindustrie in Venezuela wieder aufbauen.
Trump versprach im eigenen Land immer wieder Aufschwung und bekannte sich zur fossilen Energie. Er gab den Leitspruch aus: „Drill Baby Drill“ („Bohre, Baby, Bohre“).

Was wird sich perspektivisch verändern?

Trump könnte versuchen, die Position Amerikas auf dem Ölmarkt weiter auszubauen. Schon vor längerem animierte er Staaten, die unter der im Krieg blockierten Straße von Hormus leiden, künftig US-Öl zu kaufen.
Die USA könnten zudem auf lange Sicht das Venezuela-Öl dazu nutzen, um eigene Reserven zu stärken. Wie wichtig die Speicher sind, zeigte der Iran-Krieg: Wegen des Konflikts versuchte die Trump-Regierung mit der Freigabe von Reserven, den Markt mit nach oben geschnellten Preisen zu beruhigen.

Was bedeutet der Deal für die Beziehung der beiden Länder?

Für das Verhältnis zwischen beiden Staaten bedeutet der Deal einen deutlichen Kurswechsel. Nach Jahren der Konfrontation und dem Vorgehen gegen Maduro setzt die Regierung Rodríguez nun auf eine Zusammenarbeit mit Washington, um die venezolanische Ölindustrie wieder aufzubauen.
Rodríguez spricht von einem „Weg der Diplomatie“ und stellt die Vereinbarung als Möglichkeit dar, Venezuela wieder zu einer bedeutenden Energiemacht zu machen.
Gleichzeitig versucht die Regierung in Caracas, den Eindruck einer Preisgabe nationaler Interessen zu vermeiden. Rodriguez betont, Venezuela behalte „Eigentum und Souveränität“ über seine Ölressourcen.
Das zeigt das politische Dilemma: Caracas ist auf ausländisches Kapital angewiesen, um die Ölindustrie wiederzubeleben, öffnet damit aber zugleich den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes weit für US-Interessen. (dpa/red)
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30.08.2026 | Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert | Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet außerplanmäßig in Paris

HEUTE13:33 Uhr

Fähre mit 267 Menschen vor Zypern gekentert

Eine Fähre mit 267 Menschen an Bord ist vor Nordzypern in Seenot geraten. Küstenwache und Rettungsteams sind im Einsatz, sagte der nordzyprische Verkehrsminister Erhan Arikli. Auf Bildern von „CNN Türk“ war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Die Fähre kenterte etwa zwei Kilometer nach dem Ablegen von Kyrenia in Richtung des türkischen Hafens Tasucu.

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HEUTE13:16 Uhr

Erneute Demonstration gegen Massentourismus auf Mallorca

1.000 Einheimische protestieren auf Mallorca erneut gegen den Massentourismus auf der Insel protestiert. Sie bildeten eine Sitzkette von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer und hielten Plakate wie „Your paradise, our hell“ (Euer Paradies, unsere Hölle), „Waiting line for a rent in Palma“ (Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma) oder auch „Tourist go home“. Für den Protest zeichneten die Umweltverbände GOB und Terraferida verantwortlich.

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HEUTE12:48 Uhr

Gedenkgottesdienst mit Königsfamilie für Harald V.

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat seines verstorbenen Vaters Harald V. mit dem Besuch eines Trauergottesdienstes gedacht. Viele Menschen reihten sich an der Kirche von Asker bei Oslo auf, um einen Blick auf den 53-Jährigen und die königliche Familie werfen zu können. Im ganzen Land fanden Trauergottesdienste statt. Harald V. hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens.

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HEUTE11:21 Uhr

Ukrainisches Munitionslager lag in einem Wohngebiet – 38 Tote

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew liegt die Zahl der Toten bei 38, vier Menschen werden noch vermisst. Erst gestern wurde bekannt, dass das Munitionslager in einem Wohngebiet liegt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. 
Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Das Munitionslager hätte nach Angaben ukrainischer Behörden nicht in einem Wohngebiet angelegt werden dürfen.

Foto: Dan Bashakov/AP/dpa

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HEUTE11:14 Uhr

Dampf aus der Küche – Boeing 737 landet unplanmäßig in Paris

Wegen Dampfentwicklung aus einer Bordküche ist der Flug EW 590 einer Boeing 737 mit 131 Passagieren von Köln-Bonn nach Mallorca am 29. August außerplanmäßig auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris gelandet. Die Passagiere erhielten Hotelübernachtungen, die nötigen Transfers und Umbuchungen. Die Landung sei vorsorglich und unter dem Status „normal“ erfolgt; die Sicherheit war nicht gefährdet.

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HEUTE10:22 Uhr

Russland kündigt Vergeltung an

Russland hat „massive Angriffe“ gegen „Einrichtungen des Energiesektors“ in der Ukraine als Vergeltung für die Attacken Kiews auf zivile Infrastruktur und den russischen Öl- und Energiekomplex angekündigt. Die russische Armee griff ein Asbest- und Zementkombinat an, in dessen Räumen laut Moskau Sprengstoffe lagerten, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition. Die Ukraine griff mit Drohnen eine Ölraffinerie im Nordosten an, was zu einem Brand führte.

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HEUTE10:10 Uhr

Oberbayern: 31 Jahre alte Britin in Bahnhof in Rosenheim erstochen

Im Rosenheimer Bahnhof ist eine 31 Jahre alte Britin erstochen worden. Die Polizei nahm einen 27 Jahre alten tatverdächtig Mann fest, zum Motiv des aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammenden Angreifers machten Ermittler keine Angaben. Die Frau kam noch ins Krankenhaus, dort erlag sie ihren  Verletzungen. 

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HEUTE9:56 Uhr

Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten einen Zusammenhang mit politischen Fragen zum Gazakrieg. Die Festivalleitung bestritt in einer Anfrage des US-Magazins „Deadline“, dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem „Terminkonflikt“.
Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa

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HEUTE8:52 Uhr

Island-Referendum: Gegner kurz vor Auszählungsende vorne

Beim Referendum in Island über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU liegen die Gegner kurz vor dem Ende der Auszählungen vorne. Sie lagen am Sonntag laut Online-Auszählung mit 51,8 Prozent vor den Befürwortern, die auf 48,2 Prozent kamen. Es standen nur noch einige Stimmen aus zwei von Islands sechs Wahlkreisen aus.

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HEUTE8:16 Uhr

Ein Anführer des Drogenkartells Tren de Aragua festgenommen

Laut der peruanischen Regierung wurde Ibelmery Adon Colina Maldonado in Lima festgenommen – ein Anführer des venezolanischen Drogenkartells Tren de Aragua. Er gilt als Anführer des Kartells in Chile. Die Organisation ist für Menschenhandel, Mord, Entführungen, Raub, Drogenhandel und Erpressung bekannt. Bei Fahndung und Festnahme arbeiteten die peruanische Polizei, das FBI und die chilenische Polizei zusammen.

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HEUTE7:35 Uhr

ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski warnt wegen derzeit nur zur Hälfte gefüllten Gasspeicher vor einer möglichen Gasmangellage in Deutschland. Er fordert zusätzliches LNG, etwa aus den USA oder Norwegen. Man könne auch zeitweise stärker Kohle einsetzen. Brzeski rechnet mit Gaspreisen von rund 70 Euro je Megawattstunde, beim Öl ungefähr 90 Dollar je Barrel und eine Inflationsrate im August von über Drei Prozent.

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HEUTE7:26 Uhr

Schüsse bei Techno-Festival in der Schweiz – mehrere Opfer

In Aarau im Schweizer Kanton Aargau hat die Polizei in der Nacht einen Großeinsatz gestartet, nachdem bei einer Pferderennbahn Schüsse auf eine Menschenmenge abgefeuert worden sind. Laut Polizei gibt es „mehrere Opfer“. Ob darunter Tote sind, blieb unklar. Zum dem Zeitpunkt fand dort das Techno-Festival „Aarau Rave VOL. 7“ statt.
HEUTE6:56 Uhr

Präsidentin: Venezuela behält Souveränität über seine Öl-Ressourcen

Venezuela behält im Rahmen des US-Ölabkommens die Kontrolle über seine Ölvorkommen, sagt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Das Abkommen soll Kapital und Technologie bringen. Mit über 303 Milliarden Barrel hat das Land die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit. US-Energiekonzerne reagierten bislang zurückhaltend – wegen der schlechten Infrastruktur und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.

Ölplattformen in Cabimas, südlich des Maracaibo-Sees, Bundesstaat Zulia, Venezuela, am 31. Januar 2026. Venezuela besitzt viel Öl – die Förderanlagen zerfielen unter der verstaatlichten Wirtschaft.

Foto: Maryorin Mendez/AFP via Getty Images

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HEUTE6:34 Uhr

Medien: Bahn investiert 210 Millionen Euro in „XXL-Waschprogramm“

Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein „XXL-Waschprogramm“ für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die „BILD am Sonntag“. Auch die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, soll auf 220 verdoppelt werden.

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HEUTE6:19 Uhr

USA stellen 3,6 Millionen Dollar für Katastrophenregion in Nepal bereit

Die USA haben 3,6 Millionen Dollar (3,11 Millionen Euro) an Hilfen für die Menschen in der Katastrophenregion in Nepal nach der Sturzflut bereit gestellt. Das Außenministerium teilte mit, mit dem Geld würden auch „bis zu drei Monate Nothilfe mit Lebensmitteln für bis zu 10.000 von Überschwemmungen betroffene Haushalte“ finanziert.

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HEUTE6:00 Uhr

San José: Deutscher Konsul in Costa Rica verunglückt

In Costa Rica ist der deutsche Konsul Mario Genz (53) im Freizeitzentrum am Ufer der Lagune Río Cuarto in der Provinz Alajuela verunglückt. Er geriet beim Schwimmen in der Lagune aus ungeklärter Ursache in Not, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Genz sei „ein zertifizierter Taucher“ und ein häufiger Besucher der Lagune Río Cuarto gewesen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Trump: USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela

Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Das entspräche rund einem Fünftel der Vorkommen, die sich Schätzungen zufolge in Venezuela befinden.
Wie Trump weiter mitteilte, wurde die Vereinbarung in Absprache mit der geschäftsführenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geschlossen. Zudem sei die Privatwirtschaft an der Vereinbarung beteiligt. Auf der US-Seite seien Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio bei den Verhandlungen dabei gewesen, teilte Trump mit. Nähere Angaben zum Inhalt der Übereinkunft machte Trump nicht.
Durch die Vereinbarung wachse die Menge des den USA potenziell zur Verfügung stehenden Öls auf mehr als das Doppelte an, so Trump. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird. Bereits jetzt sind die USA der größte Produzent von Erdöl weltweit.

Venezuela spricht von Wiederaufbau der Ölindustrie

Die venezolanische Regierung bestätigte die Vereinbarung später und stellte sie als Abkommen zur Wiederbelebung und zum Wiederaufbau der Ölindustrie dar. Vorgesehen sei die Entwicklung von 17 strategischen Ölfeldern durch private Betreiber, erklärte die geschäftsführende Präsidentin Rodríguez. Diese verfügten über ein nachgewiesenes Potenzial von 65 Milliarden Barrel. Geplant seien Investitionen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar und Steuereinnahmen von mehr als 209 Milliarden US-Dollar für den venezolanischen Staat, sagte Rodríguez weiter und bezeichnete das Abkommen als „historisch“.
Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte dem US-Sender CNN, die USA sollten 55 Prozent der effektiven Produktion eines neuen privaten Gemeinschaftsunternehmens erhalten. Dies solle über eine Beteiligung an dem Unternehmen und garantierte Abnahmen des geförderten Öls zum Selbstkostenpreis erfolgen. Für die betroffenen Ölfelder sind demnach Vereinbarungen mit einer Laufzeit von 100 Jahren vorgesehen.

Hohe Benzinpreise setzen Trump unter Druck

Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann.
Trotz der enormen Reserven liegt die venezolanische Ölproduktion derzeit bei etwa einer Million Barrel pro Tag. Vor rund 20 Jahren waren es noch fast drei Millionen Barrel täglich. Zum Vergleich: Die USA fördern mehr als 13 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und sind damit der größte Ölproduzent der Welt.
Trump steht zudem innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Der durchschnittliche Preis für bleifreies Benzin lag am Donnerstag bei 4,09 Dollar pro Gallone. Seit Beginn des Krieges ist er damit um über ein Drittel gestiegen. Laut dem Automobilverband AAA dürfte es für Autofahrer in den USA der teuerste August der Geschichte werden.
Wie andere Nationen wollen die USA die angespannte Lage am Ölmarkt abfangen, indem sie ihre eigenen strategischen Reserven anzapfen. Dabei handelt es sich nicht um Ölvorkommen in der Erde, sondern um bereits gefördertes Öl. Die US-Reserve ist seit Beginn des Krieges allerdings bereits rapide geschrumpft und befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit etwa 44 Jahren.
Trump teilte dazu mit, die „historische Transaktion“ verbessere die Ölversorgung der USA erheblich und werde die Benzinpreise für alle Amerikaner senken. Den Steuerzahlern in den USA entstünden durch das Geschäft keine Kosten. (dpa/red)
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Venezuela: Über 2500 Tote – 43-Jähriger nach acht Tagen lebend aus Trümmern gerettet

Die Zahl der Todesopfer durch das verheerende Doppel-Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 2500 gestiegen. Es seien bisher 2595 Todesopfer gemeldet worden, sagte am Donnerstag, 2. Juli (Ortszeit), Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez auf einer Pressekonferenz.
Zudem seien 12.400 Menschen verletzt worden.
Zugleich versicherte die Übergangspräsidentin, dass Rettungskräfte weiter nach Überlebenden suchen werden. Zur Zahl der noch Vermissten machte sie keine Angaben. Die Behörden des südamerikanischen Landes haben es bisher vermieden, sich dazu zu äußern.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl der Vermissten aber bei bis zu 50.000 liegen.
Am Mittwoch vergangener Woche hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert.
Die im Laufe der folgenden Tage immer weiter abnehmende Hoffnung, noch Überlebende zu bergen, hatte am Donnerstag neue Nahrung bekommen: Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben holten Rettungskräfte im stark zerstörten Ort Catia La Mar einen Mann lebend aus den Trümmern.

43-Jähriger lebend aus Trümmern gerettet

Jubelnde Helfer und überglückliche Angehörige: Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen.
Gils Ehefrau Gusbimar González sprach von einem „Wunder“ und dankte den hunderten an dem Einsatz beteiligten Helfern.
Hernán Gil wurde auf einer Trage zu einem Rettungswagen gebracht, der ihn zur Behandlung in die Hauptstadt Caracas bringen sollte. Nach der erfolgreichen Rettung des 43-Jährigen fielen sich die daran beteiligten Rettungskräfte in die Arme, wie AFP-Journalisten vor Ort berichteten.
Gil habe als Wachmann in dem Gebäude gearbeitet, berichteten Anwesende. Als dieses einstürzte, sei er in seinem Wachhäuschen verschüttet worden. Rettungskräfte aus sieben Ländern hatten mehr als drei Tage lang versucht, zu dem Verschütteten vorzudringen und ihn gleichzeitig mit Wasser und Sauerstoff versorgt.
Dass ihr Mann noch lebe, sei „wirklich ein Wunder“, hatte Gils Ehefrau Gusbimar González vor der geglückten Rettung gesagt. Sie sei „völlig überwältigt“, dass Menschen aus so vielen Ländern zusammengekommen seien, „um einen einzigen Menschen zu retten“. Die beteiligten Rettungsteams kamen aus Venezuela, Chile, Costa Rica, El Salvador, Mexiko, Portugal und den USA und arbeiteten rund um die Uhr.
Tagelang trugen sie vorsichtig Trümmer ab, um weitere Einstürze in dem Schuttberg zu verhindern. In einem dramatischen Finale setzten sie am Donnerstag dann einen Presslufthammer ein, um eine letzte Betonplatte zu durchbrechen, weil ein benachbartes Gebäude einzustürzen drohte.
Er habe noch nie einen „so schwierigen“ Einsatz erlebt, sagte einer der Helfer, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Ich weiß nicht, ob es jemals zuvor eine so lange Rettungsaktion dieser Art gegeben hat.“
In der letzten Phase des Einsatzes waren etwa 30 Menschen auf dem Parkplatz des Gebäudes damit beschäftigt, Trümmer zu beseitigen, während zwei Rettungskräfte einen drei Meter langen Tunnel gruben. „Es war nicht einfach, genau die Stelle zu erreichen, an der sich das Opfer befand“, sagte Cristian Vera, der Leiter des chilenischen Rettungsteams, AFP.

Auch Überlebende haben alles verloren

Fachleuten zufolge sind nach einer Naturkatastrophe die ersten 72 Stunden entscheidend, um noch Überlebende zu finden.
Zwar gab es einige spektakuläre Rettungsaktionen – so wurde sechs Tage nach dem Beben ein dreijähriger Junge gefunden. Doch die Hoffnung, noch viele weitere Überlebende zu finden, ist mehr als eine Woche nach der Katastrophe nahezu aussichtslos.
Für diejenigen, die der Katastrophe entronnen sind, geht es nun ums Überleben.
Viele Menschen haben alles verloren. Ihr Zuhause liegt in Trümmern, Verwandte, Nachbarn und Freunde sind tot oder werden vermisst. Auf einem Fußballplatz schickte sich die 33-jährige Maria Arteaga am Mittwochabend an, in einer provisorischen Unterkunft aus Planen und einer venezolanischen Flagge zu übernachten. „Wir haben alles verloren, außer unserem Leben. Wir sind sogar barfuß“, sagte die Mutter von vier Kindern AFP.
Laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez sind 13.000 Menschen obdachlos geworden. Viele von ihnen schlafen in Zelten auf den Straßen, in Parks und auf Brachflächen. Einer vorläufigen Satellitendaten-Auswertung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wurden fast 60.000 Gebäude beschädigt oder zerstört.
Zudem werden Lebensmittel und Wasser langsam knapp, die Krankenhäuser sind bis zur Grenze ausgelastet. Experten warnen vor der Gefahr von Krankheitsausbrüchen.
Angehörige, Freiwillige und Rettungskräfte konzentrieren sich nun größtenteils darauf, die Toten zu bergen. In Catia La Mar, wo nun Hernán Gil lebend gefunden wurde, kämpfte sich etwa ein Dutzend Menschen durch einen sechs Meter hohen Trümmerhaufen – die Überreste eines achtstöckigen Gebäudes, das laut dem Kranführer Manuel Alejos „wie ein Sandwich aus Betonplatten“ eingestürzt war.
„Wir brechen uns Platte für Platte durch, um die Leichen zu bergen“, sagt er AFP. Dies sei für die Familien enorm wichtig – damit sie sich „von ihren Angehörigen verabschieden können“. (afp/red)
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Wunderrettung in Venezuela: „In den dunkelsten Momenten gab mir mein Sohn Hoffnung zu leben“


In Kürze:

  • Mutter und Neugeborenes überleben 32 Stunden unter Trümmern
  • Rettung nach Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5
  • Tausende Tote und Vermisste in Venezuela

 
Das verheerende Erdbeben in Venezuela Ende Juni hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Während die Zahl der Todesopfer und Vermissten weiter steigt, gibt es nur wenige Geschichten, die Hoffnung vermitteln. Eine davon ist die Rettung der jungen Mutter Dayana Patiño und ihres erst 18 Tage alten Sohnes Juan David.
Die beiden wurden beim Einsturz ihres Wohnhauses unter den Trümmern verschüttet, konnten jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Opfern lebend gerettet werden. Fast 32 Stunden harrten sie unter Beton und verbogenem Metall aus, bevor Rettungskräfte sie schließlich bargen.
Ihre Rettung am Abend des 25. Juni in La Guaira gilt als Symbol der Hoffnung – inmitten einer Katastrophe, deren Opferzahl weiter steigt.

Überleben inmitten des Chaos

Das Drama begann, als Dayana in ihrer Wohnung im achten Stock gerade den Abwasch erledigte. Um 18:04 Uhr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region. Nur 39 Sekunden später folgte ein noch stärkeres Beben der Stärke 7,5.
Das Wohnhaus stürzte teilweise ein und begrub die junge Mutter und ihr Neugeborenes unter einer gewaltigen Masse aus Beton und verbogenem Metall. Während Sirenen heulten und verzweifelte Rufe die Straßen von La Guaira erfüllten, begann für Anwohner, örtliche Rettungskräfte und internationale Helfer ein Wettlauf gegen die Zeit, um Überlebende zu finden.
In einem Bericht der französischen Zeitung „Le Parisien“ schildert Dayana Patiño die Stunden unter den Trümmern, in denen sie glaubte, sterben zu müssen. Eingeklemmt in einer kleinen Luftblase wusste sie nicht, ob ihr Sohn noch am Leben war.
Nach ihren Worten gab ihr Juan David die Kraft, durchzuhalten. Jede Bewegung und jedes Stöhnen des Babys wurden für sie zu einem Zeichen der Hoffnung in der Dunkelheit und im Staub. „Selbst in den dunkelsten Momenten gab mir mein Sohn die Hoffnung zu leben“, sagt sie. Währenddessen arbeiteten sich die Rettungskräfte Meter für Meter durch die Trümmer, um Mutter und Kind zu erreichen.

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Bewegende Rettung in La Guaira

Von Internetnutzern verbreitete und von mehreren Medien veröffentlichte Bilder zeigen den bewegenden Moment der Rettung: Einsatzkräfte bergen den in eine Decke gewickelten Säugling aus den Trümmern und reichen ihn von Hand zu Hand aus dem klaffenden Loch, das der Einsturz des Gebäudes hinterlassen hatte.
Zunächst wurde das Baby gerettet, rund eine Stunde später konnten die Helfer auch die Mutter lebend aus den Trümmern bergen.

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Weitere Videos zeigen, wie die Mutter mit Verletzungen an den Beinen auf eine Trage gehoben wird, während medizinische Einsatzkräfte sie noch vor Ort versorgen und ihren Zustand stabilisieren.
Nach ersten medizinischen Einschätzungen, über die die BBC berichtete, befinden sich sowohl Dayana Patiño als auch ihr Sohn in einem stabilen Zustand. Beide konnten inzwischen wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden.

Ein „Wunder“ eines schwer getroffenen Landes

Diese Rettung ereignete sich vor dem Hintergrund einer nationalen Katastrophe. Nach Angaben von Jorge Rodríguez, Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, kamen bei den Erdbeben inzwischen 2.295 Menschen ums Leben. Zudem wurden 11.267 Verletzte registriert. Die aktualisierten Zahlen gab Rodríguez am 2. Juli in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Lagebesprechung bekannt.
Am Strand von Los Cocos, ebenfalls im Bundesstaat La Guaira, zeigen Luftaufnahmen das Ausmaß der Zerstörung: Ganze Reihen eingestürzter Gebäude und stark beschädigte Bauwerke prägen das Bild der Küstenregion.
Zwischen den Trümmern sind Einsatzkräfte weiterhin im Einsatz. Sie durchsuchen die Ruinen noch Tage nach den Erdbeben systematisch nach möglichen Überlebenden und bergen zugleich die Toten aus den eingestürzten Strukturen.

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Inmitten der Trümmer wird die Rettung von Dayana Patiño und ihrem Baby von Medien und religiösen Vertretern als „Wunder“ bezeichnet und steht stellvertretend für die wenigen Überlebensgeschichten, die aus der Katastrophe hervorgehen.
Rettungskräfte äußern sich deutlich zurückhaltender. Für sie zeigt die Rettung einerseits, dass die Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Teams funktioniert, andererseits aber auch, wie groß die noch bevorstehenden Aufgaben sind. Nach wie vor gelten rund 50.000 Menschen als vermisst, zudem besteht durch instabile Gebäude weiterhin Einsturzgefahr.
Ein von „Euronews“ zitierter Rettungsleiter sagte: „Jedes gerettete Leben zählt, aber wir wissen, dass viele Familien noch immer auf Nachrichten von ihren Angehörigen warten.“ Er rief dazu auf, die Suche trotz Erschöpfung und hoher Risiken konsequent fortzusetzen.
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Wunderrettung in Venezuela: Mutter und 18 Tage altes Baby nach Erdbeben aus Trümmern geborgen


In Kürze:

  • Mutter und Neugeborenes überleben 32 Stunden unter Trümmern
  • Rettung nach Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5
  • Tausende Tote und Vermisste in Venezuela

 
Das verheerende Erdbeben in Venezuela Ende Juni hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Während die Zahl der Todesopfer und Vermissten weiter steigt, gibt es nur wenige Geschichten, die Hoffnung vermitteln. Eine davon ist die Rettung der jungen Mutter Dayana Patiño und ihres erst 18 Tage alten Sohnes Juan David.
Die beiden wurden beim Einsturz ihres Wohnhauses unter den Trümmern verschüttet, konnten jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Opfern lebend gerettet werden. Fast 32 Stunden harrten sie unter Beton und verbogenem Metall aus, bevor Rettungskräfte sie schließlich bargen.
Ihre Rettung am Abend des 25. Juni in La Guaira gilt als Symbol der Hoffnung – inmitten einer Katastrophe, deren Opferzahl weiter steigt.

Überleben inmitten des Chaos

Das Drama begann, als Dayana in ihrer Wohnung im achten Stock gerade den Abwasch erledigte. Um 18:04 Uhr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region. Nur 39 Sekunden später folgte ein noch stärkeres Beben der Stärke 7,5.
Das Wohnhaus stürzte teilweise ein und begrub die junge Mutter und ihr Neugeborenes unter einer gewaltigen Masse aus Beton und verbogenem Metall. Während Sirenen heulten und verzweifelte Rufe die Straßen von La Guaira erfüllten, begann für Anwohner, örtliche Rettungskräfte und internationale Helfer ein Wettlauf gegen die Zeit, um Überlebende zu finden.
In einem Bericht der französischen Zeitung „Le Parisien“ schildert Dayana Patiño die Stunden unter den Trümmern, in denen sie glaubte, sterben zu müssen. Eingeklemmt in einer kleinen Luftblase wusste sie nicht, ob ihr Sohn noch am Leben war.
Nach ihren Worten gab ihr Juan David die Kraft, durchzuhalten. Jede Bewegung und jedes Stöhnen des Babys wurden für sie zu einem Zeichen der Hoffnung in der Dunkelheit und im Staub. „Selbst in den dunkelsten Momenten gab mir mein Sohn die Hoffnung zu leben“, sagt sie. Währenddessen arbeiteten sich die Rettungskräfte Meter für Meter durch die Trümmer, um Mutter und Kind zu erreichen.

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Bewegende Rettung in La Guaira

Von Internetnutzern verbreitete und von mehreren Medien veröffentlichte Bilder zeigen den bewegenden Moment der Rettung: Einsatzkräfte bergen den in eine Decke gewickelten Säugling aus den Trümmern und reichen ihn von Hand zu Hand aus dem klaffenden Loch, das der Einsturz des Gebäudes hinterlassen hatte.
Zunächst wurde das Baby gerettet, rund eine Stunde später konnten die Helfer auch die Mutter lebend aus den Trümmern bergen.

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Nach ersten medizinischen Einschätzungen, über die die BBC berichtete, befinden sich sowohl Dayana Patiño als auch ihr Sohn in einem stabilen Zustand. Beide konnten inzwischen wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden.

Ein „Wunder“ eines schwer getroffenen Landes

Diese Rettung ereignete sich vor dem Hintergrund einer nationalen Katastrophe. Nach Angaben von Jorge Rodríguez, Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, kamen bei den Erdbeben inzwischen 2.295 Menschen ums Leben. Zudem wurden 11.267 Verletzte registriert. Die aktualisierten Zahlen gab Rodríguez am 2. Juli in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Lagebesprechung bekannt.
Am Strand von Los Cocos, ebenfalls im Bundesstaat La Guaira, zeigen Luftaufnahmen das Ausmaß der Zerstörung: Ganze Reihen eingestürzter Gebäude und stark beschädigte Bauwerke prägen das Bild der Küstenregion.
Zwischen den Trümmern sind Einsatzkräfte weiterhin im Einsatz. Sie durchsuchen die Ruinen noch Tage nach den Erdbeben systematisch nach möglichen Überlebenden und bergen zugleich die Toten aus den eingestürzten Strukturen.

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Inmitten der Trümmer wird die Rettung von Dayana Patiño und ihrem Baby von Medien und religiösen Vertretern als „Wunder“ bezeichnet und steht stellvertretend für die wenigen Überlebensgeschichten, die aus der Katastrophe hervorgehen.
Rettungskräfte äußern sich deutlich zurückhaltender. Für sie zeigt die Rettung einerseits, dass die Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Teams funktioniert, andererseits aber auch, wie groß die noch bevorstehenden Aufgaben sind. Nach wie vor gelten rund 50.000 Menschen als vermisst, zudem besteht durch instabile Gebäude weiterhin Einsturzgefahr.
Ein von „Euronews“ zitierter Rettungsleiter sagte: „Jedes gerettete Leben zählt, aber wir wissen, dass viele Familien noch immer auf Nachrichten von ihren Angehörigen warten.“ Er rief dazu auf, die Suche trotz Erschöpfung und hoher Risiken konsequent fortzusetzen.
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Satellitendaten: Mehr als 58.000 Gebäude in Venezuela beschädigt oder zerstört

Durch die schweren Erdbeben sind in Venezuela vermutlich mehr als 58.000 Gebäude beschädigt oder zerstört worden. Das ergab eine vorläufige Auswertung von Satellitendaten, die von der US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlicht wurde.
Bei dem Doppel-Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 starben in der vergangenen Woche mindestens 1.700 Menschen. Zehntausende weitere Menschen werden vermisst. Es handelte sich um das schwerste Erdbeben in den südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert.

„Rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört“

„In der betroffenen Region wurden wahrscheinlich rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört“, erklärten die Wissenschaftler Corey Scher und Jamon Van Den Hoek von der Oregon State University auf Grundlage von Satellitendaten vom 25. Juni – dem Tag nach den Beben.
Sie bezogen sich auf Daten der hochauflösenden radargestützen Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-1 der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA.
Es handele sich um eine vorläufige, schnelle Einschätzung, betonten die Wissenschaftler. „Sie deutet auf eine plötzliche Veränderung der Oberfläche hin, die mit Schäden vereinbar ist.“ Die Zahl sei lediglich ein Anhaltspunkt und nicht vor Ort überprüft worden.
Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, hatte am Montag mitgeteilt, dass 855 Gebäude zerstört worden seien. 189 seien „komplett eingestürzt“.
Die NASA erklärte, ihre Satelliten seien eine „entscheidende Unterstützung, indem sie Bilder und Daten erfassen, um Teams vor Ort bei der Schadensermittlung und der Koordination der Hilfsmaßnahmen zu helfen“. (afp/red)
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Venezuela: Opferzahl auf 1.700 gestiegen – USA verdoppelt Hilfen auf 300 Millionen Dollar

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch das Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 1.700 gestiegen. Inzwischen wurden 1.719 Tote und 5.034 Verletzte verzeichnet, wie der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Montag mitteilte. Zuvor lag die offizielle Zahl der Todesopfer bei mindestens 1.450.
Es ist allerdings zu befürchten, dass die Zahl noch weiter steigt. Fünf Tage nach dem verheerenden Doppel-Beben gelten weiterhin zehntausende Menschen als vermisst.

UNO stellt 10.000 Leichensäcke bereit

Auch die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Opferzahl noch deutlich ansteigen könnte. Der UN-Koordinator für Venezuela, Gianluca Rampolla del Tindaro, sagte am Montag, die UNO stelle Venezuela in Absprache mit den örtlichen Behörden 10.000 Leichensäcke bereit. „Das ist sehr traurig. Wir hoffen wirklich, dass die Zahl tatsächlich geringer ausfallen wird.“

US-Militär: Hafen im zerstörten La Guaira wieder in Betrieb

Nach Reparaturarbeiten durch Spezialisten des US-Militärs ist der Hafen der zerstörten Stadt La Guaira wieder in Betrieb genommen worden.
Wie das US-Südkommando am Montag in Washington mitteilte, steuert das Marineschiff USS Fort Lauderdale den Hafen nun an, um Hilfsgüter und Ausrüstung in die Katastrophenregion zu bringen.
Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor gesagt, ein Team von Marineinfanteristen arbeite „Tag und Nacht daran, den Hafen zu reparieren und so die Anlieferung lebenswichtiger Güter auf dem Seeweg zu ermöglichen“.

USA verdoppelte zugesagte Hilfen auf 300 Millionen Dollar

Das US-Außenministerium verdoppelte die für Venezuela zugesagten Hilfen auf 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro).
„Diese Mittel werden es ermöglichen, dringend nötige medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasser- und Sanitärdienste, Unterkünfte sowie logistische Unterstützung bereitzustellen“, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben vom 24. Juni hatten die USA mehrere hundert Soldaten nach Venezuela entsandt, darunter drei Hundestaffel-Brigaden, die bei der Suche nach Überlebenden zum Einsatz kamen.

Ein Motorradfahrer fährt am 29. Juni 2026 in Caraballeda im Bundesstaat La Guaira, Venezuela, an einem großen Riss in einer beschädigten Straße vorbei. Verheerende Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich am 24. Juni kurz nacheinander nahe der karibischen Küste des Landes.

Foto: Juan Barreto/AFP via Getty Images

Die US-Hilfe erfolgt vor dem Hintergrund der Annäherung der beiden Staaten in den vergangenen Monaten. Vorausgegangen war die Entmachtung des langjährigen sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar durch das US-Militär.
Die zwei Beben hatten im Abstand von 39 Sekunden die Region westlich von Caracas erschüttert. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab dutzende Nachbeben. (afp/red)
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300 Millionen Dollar: USA verdoppeln Erdbebenhilfe für Venezuela

Die USA haben Venezuela nach dem verheerenden Erdbeben Hilfsgelder in Höhe von mehr als 300 Millionen Dollar (rund 262 Millionen Euro) zugesagt und damit die zuvor angekündigten Hilfen von 150 Millionen Dollar verdoppelt.

Millionen für Versorgung und Rettung

Durch die Gelder würden „medizinische Notfallversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen, Unterkünfte, Schutzmaßnahmen sowie logistische Unterstützung gewährleistet“, teilte das Außenministerium in Washington am Montag mit.
Die Gelder würden durch Partnerorganisationen wie die UN-Organisation für Migration (IOM), das Welternährungsprogramm (WFP), die Samariter und das Rote Kreuz weitergeleitet werden, hieß es in der Mitteilung.
Washington habe zudem vier Such- und Rettungsteams aus mehr als 300 Rettungskräften und fast zwei Dutzend Suchhunden nach Venezuela entsandt.
Venezuela war in der vergangenen Woche von einem Doppel-Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Offiziellen Angaben zufolge kamen mindestens 1450 Menschen ums Leben. Mehr als 50.000 Menschen werden nach UN-Angaben noch vermisst. Besonders stark war der an der Karibikküste gelegene Bundesstaat La Guaira betroffen.
Das Beben zerstörte zahlreiche Gebäude und beschädigte den internationalen Flughafen Simón Bolívar der Hauptstadt Caracas. Der Flughafen wurde am Samstag teilweise wiedereröffnet. Dabei half auch die US-Armee mit.

US-Soldaten unterstützen Infrastruktur

Zahlreiche US-Soldaten waren im Einsatz, um den Verkehr an dem Flughafen sowie auch am Seehafen von La Guaira wieder in Gang zu bringen, wie das US-Südkommando Southcom am Sonntag mitteilte.
Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela haben sich in den vergangenen Monaten verbessert. Nach der Festnahme des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz Anfang Januar begann die Regierung von US-Präsident Donald Trump, mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez zusammenzuarbeiten. (afp/red)
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Venezuela: Keine deutschen Opfer bekannt – Deutschland schickt weitere Helfer

Nach der Erdbeben-Katastrophe in Venezuela gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer. Das sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Nach seinen Angaben hat sich eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums eingetragen. Wie viele Deutsche tatsächlich in dem südamerikanischen Land sind, ist allerdings unklar, weil für sie keine Meldepflicht besteht.
Bei zwei schweren Beben waren in Venezuela nach offiziellen Angaben mindestens 1.450 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende werden noch vermisst.
Nach Regierungsangaben sind in Venezuela bereits zwei deutsche Such- und Rettungsteams im Einsatz – eines vom Technischen Hilfswerk und eines von der deutschen Organisation @fire. Zudem bereite sich gerade ein medizinisches Notfallteam der Johanniter auf seinen Einsatz vor, um Verletzte vor Ort mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Temporäre Basis eingerichtet

Um Personal und Hilfsgüter ins Katastrophengebiet zu bringen, hat die deutsche Luftwaffe eine temporäre Basis auf der Karibikinsel Aruba errichtet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Seit Freitag seien bereits fünf Flugzeuge abgehoben, weitere Hilfsflüge seien in Planung.
Bereits am Donnerstagabend waren die ersten deutschen Helfer nach Venezuela aufgebrochen.
Unterstützt von speziell ausgebildeten Suchhunden sowie technischer Ausrüstung wie Akustikmikrofonen, Kameras und sogenannten Searchcams suchen sie nach Überlebenden unter den Trümmern.

Rettungskräfte beobachten am 28. Juni 2026 von einem beschädigten Gebäude aus einen Hubschrauberflug über das Gebiet nach dem Erdbeben, das Venezuela und andere Regionen der Karibik  in Carabellada, La Guaira, Venezuela, erschütterte.

Foto: Jesus Vargas/Getty Images

Bislang fünf Hilfsflüge

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die Luftwaffe seit Freitag bereits fünf Hilfsflüge durchgeführt. Unter anderem brachte ein Airbus tschechisches Rettungspersonal und Hilfsgüter zunächst nach Curacao und anschließend weiter nach Caracas. Zudem wurde auf Aruba eine temporäre Luftwaffenbasis eingerichtet. Im Laufe des Tages sind weitere Versorgungsflüge geplant.
Zu möglichen Schwierigkeiten bei den Hilfseinsätzen äußerte sich die Bundesregierung zurückhaltend. Man arbeite mit „Hindernissen“, die angesichts des Ausmaßes der Naturkatastrophe jedoch erwartbar seien. Venezuela war von zwei Erdbeben mit einer Stärke von jeweils über 7 erschüttert worden. Gemeinsam mit internationalen Partnern arbeite man daran, bestehende Probleme möglichst schnell zu überwinden.
Zur Zusammenarbeit mit den venezolanischen Behörden hieß es, das Land habe das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und nehme die angebotene internationale Hilfe an. Die humanitäre Unterstützung erfolge grundsätzlich staatsfern.
Erkenntnisse zu möglichen deutschen Opfern liegen der Bundesregierung weiterhin nicht vor. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts sind nach Angaben des Ministeriums aktuell eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger in Venezuela registriert. Das Auswärtige Amt rief Deutsche vor Ort erneut dazu auf, sich in die Liste einzutragen, um im Notfall schnell kontaktiert werden zu können.
Bislang sind von den Behörden in Venezuela 1.450 Tote und 3.150 Verletzte bestätigt worden. Rund 50.000 Menschen werden allerdings noch vermisst. (dts/red)
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Deutschland schickt weitere Helfer nach Venezuela

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela schickt Deutschland weitere Hilfe.
Die Luftwaffe werde in Kürze ein medizinisches Notfallteam der Johanniter-Unfall-Hilfe in das südamerikanische Land transportieren, das in den besonders stark betroffenen Regionen eine medizinische Basisversorgung übernehmen soll, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA) am Montag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Die örtlichen Gesundheitseinrichtungen seien überlastet. Die Finanzierung erfolge über die internationale Katastrophenhilfe des AA.
Bereits am Donnerstagabend waren die ersten deutschen Helfer nach Venezuela aufgebrochen. Derzeit arbeiten zwei deutsche Such- und Rettungsteams des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der Organisation „At Fire“ in den betroffenen Gebieten.
Unterstützt von speziell ausgebildeten Suchhunden sowie technischer Ausrüstung wie Akustikmikrofonen, Kameras und sogenannten Searchcams suchen sie nach Überlebenden unter den Trümmern. Wie viele Menschen bislang gerettet werden konnten, konnte das Auswärtige Amt am Montag allerdings nicht beziffern.

Rettungskräfte beobachten am 28. Juni 2026 von einem beschädigten Gebäude aus einen Hubschrauberflug über das Gebiet nach dem Erdbeben, das Venezuela und andere Regionen der Karibik  in Carabellada, La Guaira, Venezuela, erschütterte.

Foto: Jesus Vargas/Getty Images

Bislang fünf Hilfsflüge

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die Luftwaffe seit Freitag bereits fünf Hilfsflüge durchgeführt. Unter anderem brachte ein Airbus tschechisches Rettungspersonal und Hilfsgüter zunächst nach Curacao und anschließend weiter nach Caracas. Zudem wurde auf Aruba eine temporäre Luftwaffenbasis eingerichtet. Im Laufe des Tages sind weitere Versorgungsflüge geplant.
Zu möglichen Schwierigkeiten bei den Hilfseinsätzen äußerte sich die Bundesregierung zurückhaltend. Man arbeite mit „Hindernissen“, die angesichts des Ausmaßes der Naturkatastrophe jedoch erwartbar seien. Venezuela war von zwei Erdbeben mit einer Stärke von jeweils über 7 erschüttert worden. Gemeinsam mit internationalen Partnern arbeite man daran, bestehende Probleme möglichst schnell zu überwinden.
Zur Zusammenarbeit mit den venezolanischen Behörden hieß es, das Land habe das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und nehme die angebotene internationale Hilfe an. Die humanitäre Unterstützung erfolge grundsätzlich staatsfern.
Erkenntnisse zu möglichen deutschen Opfern liegen der Bundesregierung weiterhin nicht vor. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts sind nach Angaben des Ministeriums aktuell eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger in Venezuela registriert. Das Auswärtige Amt rief Deutsche vor Ort erneut dazu auf, sich in die Liste einzutragen, um im Notfall schnell kontaktiert werden zu können.
Bislang sind von den Behörden in Venezuela 1.450 Tote und 3.150 Verletzte bestätigt worden. Rund 50.000 Menschen werden allerdings noch vermisst. (dts/red)
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Kampf gegen die Zeit – Papst zeigt Anteilnahme

In Venezuela suchen Rettungskräfte mit Spürhunden an Tag vier der Erdbebenkatastrophe ohne Pause nach Überlebenden. Papst Leo XIV. hat seine Anteilnahme für die Betroffenen ausgedrückt. Offiziell liegt die Zahl der Todesopfer bislang bei 1.430. Mehr als 3.200 Menschen sind verletzt worden. Zehntausende werden vermisst.
Eine Sechzigjährige wurde nach 86 Stunden Einsatz am Sonntag von einem internationalen Suchteam in Caraballeda, Bundesstaat La Guaira, aus den Trümmern lebend geborgen, wie der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, auf der Plattform X mitteilte.
Auch ein Team des Technischen Hilfswerks (THW/Bonn) hat seine Arbeit vor Ort aufgenommen, wie das THW am Sonntag mitteilte. Einige THW-Kräfte arbeiteten aktuell an einer Einsatzstelle, an der eine überlebende Person vermutet werde, hieß es. Parallel laufe die Suche nach Verschütteten weiter. Das 48-köpfige Team war in der Nacht zu Samstag am Flughafen Caracas eingetroffen.
Zwei schwere Beben hatten am frühen Mittwochabend Ortszeit (kurz nach Mitternacht nach deutscher Zeit) den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert. Auf das erste Beben der Stärke 7,2 folgte 39 Sekunden später das zweite, mit einer Stärke von 7,5. Schwere Schäden gab es besonders in La Guaira, wo der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen des südamerikanischen Landes liegen.

Elfjähriger gerettet, Familie von Fußballspieler tot geborgen

In La Guaira sind mehrere Menschen lebend geborgen worden, darunter ein Elfjähriger. Für andere der Betroffenen haben sich dagegen die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Der argentinische Fußballspieler Lucas Trejo etwa verlor seine Frau und seine beiden Kinder – fünf und sieben Jahre alt – bei den Erdbeben, wie sein Verein bestätigte.
Der 38 Jahre alte Spieler des Zweitligisten Sport Marítimo La Guaira hatte seit Mittwoch fieberhaft nach seiner Familie unter den Trümmern seines komplett eingestürzten Wohngebäudes in Playa Grande gesucht. Frau und Kinder wurden am Samstag tot aufgefunden. Trejo spielte zuvor unter anderem für den griechischen Verein Atromitos FC (2007-2011) und in der venezolanischen Erstliga.

„Zu Gott für die ewige Ruhe der Verstorbenen betend“

Papst Leo XIV. hat sich in die internationale Anteilnahme für die Betroffenen eingereiht. „Zu Gott für die ewige Ruhe der Verstorbenen betend, erneuere ich meine spirituelle Solidarität mit ihren Familien, den Verletzten und allen, die von dieser Tragödie erschüttert wurden“, hieß es in einem Beitrag auf den spanisch- und englischsprachigen X-Kanälen des Pontifex. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach zudem jenen seinen Dank aus, die sich an den Rettungseinsätzen und Hilfeleistungen in dem südamerikanischen Land beteiligten.

Heldenhafte Rettungsaktionen

Eindrucksvolle Videos zeigen, wie sich Helfer durch schmale Spalten zwischen den Trümmern zwängen und nach schwierigen Arbeiten Menschen daraus retten – Erwachsene, Kinder, selbst wenige Wochen alte Babys. Einem kolumbianischen Team gelang es nach einem sechsstündigen Einsatz, den elfjährigen Moisés Calzadilla lebend zu bergen, wie ein Video der kolumbianischen Katastrophenbehörde UNGRD zeigt. Auch Teams aus Ländern wie El Salvador, Ecuador und Spanien meldeten erfolgreiche Rettungen.

Chancen für Überlebende sinken rapide

Derweil schließt sich allmählich das kritische Zeitfenster, um noch Überlebende zu finden. Experten gehen davon aus, dass die Chancen der Vermissten und Verschütteten nach 72 Stunden – also drei Tagen – stark sinken.
Auf einem eigens für die Suche nach Vermissten eingerichteten Internetportal sind seither fast 79.000 Meldungen eingegangen. Nach Angaben der Betreiber gelten weiter fast 50.000 Menschen als vermisst. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. Viele Angehörige haben seit der Katastrophe nichts voneinander gehört, warten zunehmend verzweifelt auf Nachricht zum Verbleib von Familienmitgliedern. Noch immer sind Strom und Mobilfunknetz nicht überall wieder hergestellt.
Nach den Angaben von Jorge Rodríguez, nicht nur Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, sondern auch Bruder der geschäftsführenden Regierungschefin Delcy Rodríguez, sind 30.000 venezolanische Einsatzkräfte im Katastrophengebiet im Einsatz. Auch Mediziner und Psychologen zählen dazu. Zudem beteiligen sich nach Regierungsangaben mehr als 2.700 Rettungsexperten aus 24 Ländern an der Suche nach Verschütteten.
Nach den schweren Doppelbeben am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben, sagte Rodríguez. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden unterstützt worden.

Schwer beschädigte Infrastruktur, unbewohnbare Häuser

Verkehrsministerin Jacqueline Faría kündigte die teilweise Wiederaufnahme des Bahn- und U-Bahn-Betriebs ab Sonntag an, darunter von der Metro in Caracas.
Mehr als 380 Wohnhäuser sowie 13 Krankenhäuser wurden nach Angaben der Präsidentin zerstört oder schwer beschädigt. Auch Einkaufszentren und andere öffentliche Gebäude seien eingestürzt. Die medizinischen Einrichtungen, die in Betrieb sind, würden entsprechend extrem überrannt, berichteten örtliche Journalisten.
Viele Anwohner in den betroffenen Regionen haben kein festes Dach über dem Kopf. Man begleite die Familien, die wegen bestehender Risiken und Schäden nicht in ihr Zuhause zurückkehren könnten, erklärte Delcy Rodríguez auf der Plattform X. „Wir haben provisorische Unterkünfte und die notwendige umfassende Betreuung bereitgestellt, um jede Familie zu schützen.“
Journalisten, die von den Straßen in den besonders hart getroffenen Arealen berichten, widersprechen der Darstellung, dass die Regierung sich um alle kümmere: Viele Familien blieben mit ihren kleinen Kindern auf offener Straße, aus Angst, dass weitere Nachbeben Häuser zum Einsturz bringen könnten. (dpa/red)
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EU hilft Venezuela – bislang über 1.400 Tote und 50.000 Vermisste

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die EU den Europäischen  Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert, um Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleute und medizinisches Personal in das südamerikanische Land zu entsenden.
Die EU habe zudem bereits fünf Millionen Euro an Nothilfe für betroffene Gemeinden bereitgestellt, erklärte die Außenbeauftragte Kaja Kallas am Sonntag im Onlinedienst X.
Sie habe der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in einem Telefonat die europäische Solidarität zugesichert, schrieb Kallas. „Europa steht in dieser Stunde der Not an der Seite Venezuelas.“

Zahlreiche Nachbeben und bisher 1.430 Tote

Das Doppel-Beben hatte sich am Mittwoch im Abstand von nur 39 Sekunden westlich von Caracas ereignet. Die beiden Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5.
Danach gab es dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Nach Angaben der Behörden starben mindestens 1.430 Menschen, mehr als 3.200 Menschen wurden demnach verletzt.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben in Venezuela wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Der Europäische Katastrophenschutz-Mechanismus bündelt die Kapazitäten der 27 EU-Länder sowie acht weiterer Staaten: Dies sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei.
Seit seiner Einrichtung 2001 wurde das Katastrophenschutz-Verfahren über 600 Mal aktiviert, für Nothilfe innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. (afp/red)
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Venezuela riegelt Erdbebenregion militärisch ab – bislang über 1.400 Tote und 50.000 Vermisste

Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte die Zahl der Toten am Samstag (Ortszeit) auf inzwischen 1.430, weitere 3.238 Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Einige Lichtblicke gab es: Ein elfjähriger Junge und ein Baby wurden lebend aus den Trümmern geborgen.
Der Chef des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher, sagte afp am Freitag in Genf, es würden noch mehr als 50.000 Menschen vermisst.  Eine UN-Schätzung bezifferte den Sachschaden auf 6,7 Milliarden US-Dollar (knapp 5,9 Milliarden Euro), was etwa sechs Prozent von Venezuelas Bruttoinlandsprodukt entspricht.
Das Ausmaß des Verlusts an Menschenleben wird nur langsam deutlicher.

Das Ausmaß des Verlusts an Menschenleben wird nur langsam deutlicher.

Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

Bis zu 6,7 Millionen Menschen könnten Berechnungen der UN-Organisation für Migration zufolge von der Erdbebenkatastrophe betroffen sein. Sie benötigen demnach „Notunterkünfte, sicheres Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene-Versorgung, Gesundheitsversorgung, Schutz und lebensnotwendige Güter“.
„Es ist alles einfach nur sehr chaotisch, heiß und unorganisiert“, sagte der australische Feuerwehrmann Craig Demeillon, der auf eigene Faust aus den USA nach La Guaira gekommen war, um zu helfen. „Hoffentlich gibt es noch Menschen, die wir finden können.“

Gebiet militärisch abgeriegelt – Interimspräsidentin Rodríguez ausgebuht

In der Bevölkerung wächst der Zorn auf die Regierung. Yessica Mendoza musste den Leichnam ihrer Tochter eigenhändig in eine Leichenhalle in Caracas bringen, nachdem diese mit ihrem Mann in den Trümmern ihres Hauses in La Guaira ums Leben gekommen war. „Wir waren es, die sie rausgezogen haben. Es gab überhaupt keine Hilfe“, sagte die 43-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.
Die Regierung schränkte den Zugang zum Bundesstaat La Guaira ein und entsandte Militär in die Region. Freiwillige Helfer mussten für den Zugang einen Sicherheitspass beantragen.
„Man braucht eine Genehmigung, um helfen zu können, das muss man sich einmal vorstellen“, sagte der 27-jährige Carlos Itriago. Der 53 Jahre alte Ezequiel Rivero sagte, er stehe schon seit dem frühen Morgen an, um einen Pass zu bekommen. „Wieviele Leben haben wir seither verloren“, fragte er.
Interimspräsidentin Rodríguez wurde bei einem Besuch in einem Erdbebengebiet in Caracas ausgebuht. Anwohner und Angehörige von Verschütteten riefen am Freitag (Ortszeit) „Raus, raus“, wie eine AFP-Journalistin berichtete. Die Menschen warfen Rodríguez vor, aus der Katastrophe politisches Kapital schlagen zu wollen.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben in Venezuela wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

EU aktiviert Katastrophenschutz-Mechanismus

Laut Parlamentspräsident Rodríguez entsandten inzwischen 21 Länder Such- und Rettungsteams nach Venezuela.
Auch ein 48-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks ist in Caracas, wie THW-Präsidentin Sabine Lackner mitteilte. Zu dem Team gehören demnach zufolge auch Suchhunde, die dabei helfen sollen, Überlebende in den Trümmern zu finden.
Die EU hat den Europäischen  Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert, um Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleute und medizinisches Personal in das südamerikanische Land zu entsenden. Zudem wurden fünf Millionen Euro an Nothilfe für betroffene Gemeinden bereitgestellt, erklärte die Außenbeauftragte Kaja Kallas am Sonntag im Onlinedienst X.
Sie habe der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in einem Telefonat die europäische Solidarität zugesichert, schrieb Kallas. „Europa steht in dieser Stunde der Not an der Seite Venezuelas.“
Der Europäische Katastrophenschutz-Mechanismus bündelt die Kapazitäten der 27 EU-Länder sowie acht weiterer Staaten: Dies sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei.
Seit seiner Einrichtung 2001 wurde das Katastrophenschutz-Verfahren über 600 Mal aktiviert, für Nothilfe innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. (afp/red)
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EU hilft Venezuela: Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die EU den Europäischen  Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert, um Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleute und medizinisches Personal in das südamerikanische Land zu entsenden.
Die EU habe zudem bereits fünf Millionen Euro an Nothilfe für betroffene Gemeinden bereitgestellt, erklärte die Außenbeauftragte Kaja Kallas am Sonntag im Onlinedienst X.
Sie habe der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in einem Telefonat die europäische Solidarität zugesichert, schrieb Kallas. „Europa steht in dieser Stunde der Not an der Seite Venezuelas.“

Zahlreiche Nachbeben und bisher 1.430 Tote

Das Doppel-Beben hatte sich am Mittwoch im Abstand von nur 39 Sekunden westlich von Caracas ereignet. Die beiden Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5.
Danach gab es dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Nach Angaben der Behörden starben mindestens 1.430 Menschen, mehr als 3.200 Menschen wurden demnach verletzt.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben in Venezuela wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Der Europäische Katastrophenschutz-Mechanismus bündelt die Kapazitäten der 27 EU-Länder sowie acht weiterer Staaten: Dies sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei.
Seit seiner Einrichtung 2001 wurde das Katastrophenschutz-Verfahren über 600 Mal aktiviert, für Nothilfe innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. (afp/red)
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THW in Venezuela eingetroffen – Washington stellt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder zur Verfügung

Einen Tag nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela sind Helfer aus Deutschland in dem südamerikanischen Land eingetroffen.
Das 48-köpfige Team einer auf Erdbeben-Einsätze spezialisierten Bergungseinheit des Technischen Hilfswerks sei „heute Nacht“ (Ortszeit) am Flughafen Caracas eingetroffen, teilte THW- Präsidentin Sabine Lackner mit. Die Einsatzkräfte würden nun gemeinsam mit internationalen Partnern beginnen, die Lage zu erkunden.
Zu den ersten Prioritäten gehörten demnach die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen – „damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können“.
Die Zahl der Toten ist auf 1.430 gestiegen. Mehr als 3.200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit. 50.000 Menschen gelten als vermisst.

THW: Ein „Wettlauf gegen die Zeit“

Im Einsatzland starte nun „ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte die THW-Präsidentin. Das Team werde in zwei Schichten arbeiten. So sei es möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu suchen.
Mit dabei sind laut THW auch vier Suchhunde-Teams. Ziel ist es demnach, Überlebende in den Trümmern aufzuspüren.

Evakuierte Bewohner des Gebäudes „Misión Vivienda OPP 54 ‚Carlos Escarra‘“ schliefen am Paseo Los Ilustres, da ihr Haus strukturelle Schäden davongetragen hat.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Der internationale Flughafen Simón Bolívar in Venezuela wurde am Samstag teilweise wieder eröffnet. Eine der Start- und Landebahnen sei wieder in Betrieb, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Journalisten.
Demnach landeten auf dem Flughafen US-Militärtransportflugzeuge mit Hilfsgütern. Später sollten zudem mobile Krankenhäuser eintreffen.

USA gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Auch liege nun das Marineschiff „USS Fort Lauderdale“ vor der venezolanischen Küste – was weitere Rettungsflüge rund um die besonders schlimm betroffene Küstenstadt La Guaira ermöglichen würde.
Die US-Helfer seien somit „in der Lage, Menschen bei Bedarf mit Hubschraubern zu den medizinischen Einrichtungen auf diesem Schiff zu fliegen und es für die Führung, Kontrolle und Logistik sowie für den Lufttransport zu nutzen“.
Die USA gaben bereits Hilfsgelder in Höhe von rund 150 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) frei. In den kommenden Tagen erwarte er die Ankündigung eines „weiteren Hilfspakets in neunstelliger Höhe“.

27. Juni 2026: Eingestürzte Gebäude in Catia La Mar im Bundesstaat La Guaira. Es wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Star- und Landebahn aufgerissen

Laut dem Beamten ist eine der Start- und Landebahnen des internationalen Flughafens durch die Beben „vollständig aufgerissen und unbenutzbar“. Das US-Militär werde auch „bei der Koordination der Flüge im Kontrollturm helfen“. Der Flughafen ist ihm zufolge angesichts der vielen internationalen Akteure und Hilfsorganisationen „sehr überlastet“.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast sieben Millionen Menschen von den verheerenden Beben betroffen sein könnten. Dies sei nach der Auswertung verfügbarer Daten festgestellt worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration. Allein in Caracas umfassen die Schätzungen zwei Millionen Menschen.

Kritik an Regierung wächst

Angehörige und Freiwillige berichten von erheblichen Verzögerungen bei der staatlichen Hilfe. In zahlreichen betroffenen Vierteln versuchen Anwohner nach eigenen Angaben weiterhin mit bloßen Händen oder einfachen Werkzeugen, Verschüttete zu retten, da schwere Bergungsmaschinen fehlen.
Auch in der Hauptstadt Caracas nimmt die Kritik an der Regierung zu. Während eines Besuchs der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodriguez in einem zerstörten Stadtviertel protestierten zahlreiche Anwohner lautstark gegen das aus ihrer Sicht unzureichende Krisenmanagement.

Spenden, die im Sammelzentrum der Universidad Central de Venezuela eingegangen sind.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Die Regierung unterstrich hingegen ihre Erfolge: Rund 60 Prozent der Stromversorgung hätten in den besonders betroffenen Gebieten mittlerweile wiederhergestellt werden können.
Innenminister Diosdado Cabello kündigte unterdessen an, den Zugang zur besonders schwer betroffenen Region La Guaira vorübergehend einzuschränken. Damit wolle man erreichen, dass Rettungseinsätze nicht zu behindert werden, sowie epidemiologische Vorsichtsmaßnahmen einhalten. (afp/dts/red)
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THW in Caracas eingetroffen – Washington gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Einen Tag nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela sind Helfer aus Deutschland in dem südamerikanischen Land eingetroffen.
Das 48-köpfige Team einer auf Erdbeben-Einsätze spezialisierten Bergungseinheit des Technischen Hilfswerks (THW) sei „heute Nacht“ (Ortszeit) am Flughafen Caracas eingetroffen, teilte THW- Präsidentin Sabine Lackner mit.
Die Einsatzkräfte würden nun gemeinsam mit internationalen Partnern beginnen, die Lage zu erkunden.
Zu den ersten Prioritäten gehörten demnach die Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen – „damit wir so schnell wie möglich mit der Suche nach Vermissten beginnen können“.

THW: Ein „Wettlauf gegen die Zeit“

Das verheerende Doppel-Beben hatte sich am Mittwoch im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas ereignet. Die beiden
Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab zudem dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Die venezolanischen Behörden gaben die Zahl der Toten zuletzt mit mindestens 920 an. 50.000 Menschen gelten als vermisst.
Im Einsatzland starte nun „ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte die THW-Präsidentin. Das Team werde in zwei Schichten arbeiten. So sei es möglich, rund um die Uhr nach Vermissten zu suchen.
Mit dabei sind laut THW auch vier Suchhunde-Teams. Ziel ist es demnach, Überlebende in den Trümmern aufzuspüren.

Evakuierte Bewohner des Gebäudes „Misión Vivienda OPP 54 ‚Carlos Escarra‘“ schliefen am Paseo Los Ilustres, da ihr Haus strukturelle Schäden davongetragen hat.

Foto: Edilzon Gamez/Getty Images

Der internationale Flughafen Simón Bolívar in Venezuela wurde am Samstag teilweise wieder eröffnet. Eine der Start- und Landebahnen sei wieder in Betrieb, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Journalisten.
Demnach landeten auf dem Flughafen US-Militärtransportflugzeuge mit Hilfsgütern. Später sollten zudem mobile Krankenhäuser eintreffen.

USA gibt 150 Millionen Dollar Hilfsgelder frei

Auch liege nun das Marineschiff „USS Fort Lauderdale“ vor der venezolanischen Küste – was weitere Rettungsflüge rund um die besonders schlimm betroffene Küstenstadt La Guaira ermöglichen würde.
Die US-Helfer seien somit „in der Lage, Menschen bei Bedarf mit Hubschraubern zu den medizinischen Einrichtungen auf diesem Schiff zu fliegen und es für die Führung, Kontrolle und Logistik sowie für den Lufttransport zu nutzen“.
Die USA gaben bereits Hilfsgelder in Höhe von rund 150 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro) frei. In den kommenden Tagen erwarte er die Ankündigung eines „weiteren Hilfspakets in neunstelliger Höhe“.

27. Juni 2026: Eingestürzte Gebäude in Catia La Mar im Bundesstaat La Guaira. Es wird von wachsender Wut über den Mangel an offizieller Hilfe zur raschen Rettung von Überlebenden berichtet.

Foto: Federico Parra/AFP via Getty Images

Star- und Landebahn aufgerissen

Laut dem Beamten ist eine der Start- und Landebahnen durch die Beben „vollständig aufgerissen und unbenutzbar“. Das US-Militär werde auch „bei der Koordination der Flüge im Kontrollturm helfen“. Der Flughafen ist ihm zufolge angesichts der vielen internationalen Akteure und Hilfsorganisationen „sehr überlastet“.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast sieben Millionen Menschen von den verheerenden Beben betroffen sein könnten.
Dies sei nach der Auswertung verfügbarer Daten festgestellt worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag. Allein in Caracas umfassen die Schätzungen zwei Millionen Menschen. (afp/red)