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Deutschlands größter Batteriepark mit über 700 MWh bald am Netz


In Kürze:

  • Der Batteriepark Förderstedt geht in Kürze mit einer Teilinbetriebnahme ans Netz.
  • Rein rechnerisch kann die Anlage bis zu 500.000 Haushalte mit Strom versorgen – jedoch nur für rund zwei Stunden.
  • Die Kosten liegen bei rund 250 Millionen Euro.

 
In Sachsen-Anhalt entsteht momentan Deutschlands größter Stromspeicher mit mehr als 600.000 Batteriezellen. Der Batteriepark Förderstedt hat inzwischen vollständig Gestalt angenommen: Laut der Betreiberfirma ECO STOR GmbH sind alle Batteriecontainer und Wechselrichter bereits installiert.

Erst 100 MW, später 300 MW

Die Leistung der Gesamtanlage beläuft sich auf 300 Megawatt (MW), die Speicherkapazität auf 718 Megawattstunden (MWh). Die Inbetriebnahme soll in drei Phasen mit je 100 MW erfolgen. In Kürze soll die erste Teilinbetriebnahme stattfinden.
Baustart des Batterieparks war im dritten Quartal 2025. Die kommerzielle Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Auch wenn die weißen Container bereits alle stehen, muss die Baufirma für jeden Abschnitt die technische Anbindung an die Anlagensteuerung sowie dessen technische Inbetriebnahme durchführen. Erst wenn diese eher unsichtbaren Arbeiten abgeschlossen sind, können die Großbatterien ans Netz gehen.

Was bringt die Anlage?

Hierzulande entstehen immer mehr Stromspeicher. Sie sind ein wichtiges Element, die die deutsche Energiewende effizienter machen sollen. Der Fokus auf die wetterabhängigen Energiequellen Solar und Windkraft hat Stunden mit Stromüberschüssen und Stunden mit Strommangel im deutschen Stromerzeugungsportfolio hervorgebracht.
Stromspeicher sollen diese Diskrepanz harmonisieren. Sie nehmen überschüssigen Strom auf. Beim nächsten Strommangel, meist am Abend und nachts, stellen sie den gespeicherten Strom den Verbrauchern zur Verfügung. Das kann teure Stromimporte aus dem Ausland reduzieren.
Der endgültig fertiggestellte Batteriepark Förderstedt soll mit seiner Leistung künftig rechnerisch bis zu 500.000 Haushalte für rund zwei Stunden mit Strom versorgen. Möglich wäre auch eine Versorgung von 250.000 Haushalte für rund vier Stunden. Das Projekt tangiert somit die Versorgung auch außerhalb der Region und hat somit eine bundesweite Bedeutung.
Dazu müssen die Batterien allerdings komplett voll aufgeladen sein. An vielen Tagen im Jahr ist ausreichend Überschussstrom von Windkraft- und Photovoltaikanlagen vorhanden, besonders in den Sommermonaten. Bei einer sogenannten Dunkelflaute kann der Überschussstrom allerdings über mehrere Tage hinweg komplett ausbleiben. Dann müssen Reservekraftwerke, primär Kohle- und Gaskraftwerke, einspringen und – zusammen mit Stromimporten – die Versorgung sichern.
Weitere, ähnlich große Projekte, ebenfalls von ECO STOR, befinden sich entweder im Bau oder sind in Planung. Dazu zählen der Batteriepark Wengerohr in Rheinland-Pfalz und der Batteriepark Weigheim-Trossingen in Baden-Württemberg.

Finanzierung ohne Förderung

Nach Angaben des Agrar-Fachmagazins „Agrar Heute“ hat der Betreiber die Kosten des Batterieparks zuletzt zum Projektstart auf 250 Millionen Euro beziffert. Dabei soll das Projekt vollständig ohne öffentliche und staatliche Fördergelder auskommen. Das habe auch der Wissenschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann (SPD), bestätigt.
Stattdessen ist die Anlage privat finanziert. Das Eigenkapital stammt von den Investoren Nature Infrastructure Capital (NIC) und dem Entwickler „erneuerbarer“ Energien X-Elio.
Dabei dürfte eine solche Anlage nach nur wenigen Jahren die Investitionen wieder erwirtschaftet haben. Aus Branchenkreisen heißt es, dass die Amortisationszeit eines großen Batterieparks normalerweise 5 bis 6 Jahre beträgt.
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Mega-Batteriespeicher nahe dem Kernkraftwerk Grohnde geplant


In Kürze:

  • Am ehemaligen Kernkraftwerk Grohnde soll der Energiecluster Emmerthal entstehen.
  • Mit bis zu 1.870 Megawatt Leistung ist er größer als bisher alle Stromspeicherprojekte Deutschlands.
  • Trotz höherer Leistung als das benachbarte ehemalige Kraftwerk ist der Jahresenergieertrag des Speichers deutlich geringer.
  • Derweil geht der Rückbau des Kernkraftwerks weiter voran. Bis 2037 soll das KKW Grohnde verschwinden.

 
Deutschland wandelt seine einstigen Kernkraftstandorte zunehmend in Standorte für Stromspeicher um. Nach Philippsburg, Brokdorf und Gundremmingen folgt nun auch der niedersächsische Ortsteil Grohnde diesem Plan.
Hier soll in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kernkraftwerks Grohnde bis 2028 einer der größten Stromspeicher der Bundesrepublik entstehen: der Energiecluster Emmerthal.
Dafür vorgesehen sind bis zu drei große Batteriespeichersysteme (BESS) auf einer Fläche von insgesamt 35 Hektar. Die Betreiber dieser Batterieparks sind die Betreiber Green Energy Storage Initiative (GESI), FRV Deutschland und Elements Green. Wenn das Projekt fertiggestellt ist, dürfte es das größte Batterieprojekt Deutschlands sein. In unmittelbarer Umgebung existieren weitere Energieprojekte und -anlagen
Laut dem Lageplan der Gemeinde Emmerthal ist in diesem Rahmen auch eine neue Photovoltaikanlage geplant. Daneben befindet sich ein bestehender Windpark mit acht Windkraftanlagen. Eine überregionale Stromtrasse verläuft ebenfalls durch das Gebiet. Ebenso sind auf dem Plan zwei weitere BESS eingezeichnet, wozu es aber keine genauen Informationen gibt.

Standortplan des Energieclusters Emmerthal und der Batteriespeicherprojekte (BESS), Stand: 01.03.2026.

Mehr Leistung als das Kernkraftwerk?

Laut den Angaben wird der künftige Energiecluster eine Leistung von mindestens 1.470 Megawatt (MW) aufweisen, die sich aus dem Batteriepark von GESI und FRV Deutschland ergibt. Diese beiden sind bereits festgelegt.
Wenn auch der Speicher von Elements Green eine Baugenehmigung erhält, steigt die Gesamtleistung auf rund 1.870 MW und die gesamte Speicherkapazität auf rund 7.800 Megawattstunden (MWh). Das ist mehr als die aktuell bestehende bundesweite Großspeicherkapazität von 5.380 MWh.
Die Leistungen und Kapazitäten der einzelnen Projekte sehen wie folgt aus:
  • GESI: 870 MW Leistung / 3.840 MWh Kapazität
  • FRV Deutschland („Grohnde III“): 600 MW/2.400 MWh (plus benachbarte Solaranlage)
  • Elements Green: bis zu 400 MW (noch nicht final festgelegt)
Die Gesamtleistung liegt damit klar über der des im Jahr 2021 stillgelegten Kernkraftwerks, das eine Leistung von 1.360 MW hatte.

Batterien sind keine Kraftwerke

Doch das ist der einzige technische Punkt, in dem der geplante Energiecluster das KKW übertrifft. Während der Druckwasserreaktor seine Leistung – bis auf seltene Wartungen – dauerhaft und grundlastfähig abgeben konnte, beinhaltet der Prozess der Batteriespeicher Lade- und Entladezyklen.
Das bedeutet, dass der Energiecluster Emmerthal nur für wenige Stunden seine Leistung abgeben kann. Anschließend müssen die Akkus erneut geladen werden – vorzugsweise mit überschüssigem Strom aus Wind- oder Photovoltaikkraftwerken. Diesen Strom geben die Speicher zeitversetzt ab.
Die Batterieparks von GESI und FRV sind sogenannte 4-Stunden-Anlagen, bezogen auf die Dauer für ihre komplette Entladung bei Volllast. Bei halber Last, also wenn sie konstant statt 1.470 MW nur 735 MW abgeben, würde die vollgeladene Anlage 8 Stunden bis zur Entladung laufen.
In Emmerthal setzt GESI auf moderne LiFePO4-Großspeicher, also Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren. Die theoretische Anzahl ihrer Ladezyklen liegt bei 3.000 bis 6.000. Damit  übertreffen sie andere Batterietypen teilweise um ein Vielfaches. Die tatsächliche Zyklenzahl hängt allerdings vom Betriebsmodus ab.
Wenn der Energiecluster sich einmal pro Tag auf- und entlädt, hält die Anlage 8,2 bis 16,4 Jahre. Allerdings gibt es über das Jahr immer wieder einige Tage am Stück, in denen es keinen Überschussstrom gibt. Diese summieren sich auf mehrere Wochen im Jahr. Bleiben die Batterieparks leer, können sie auch nicht zur Energieversorgung beitragen.

Wie viel Strom bringt der Energiecluster pro Jahr?

Um nun die Jahresenergiemenge zu ermitteln, ist die Kapazität relevant. Bekannt sind nur die Daten der Speicherprojekte von GESI und FRV. In Summe kommen sie auf 6.240 MWh. Angenommen, diese Batterieparks hätten 350 Vollzyklen pro Jahr, würde sich daraus eine jährliche Energiemenge von 2.184.000 MWh oder 2.184 Gigawattstunden ergeben.
Davon sind rund 10 Prozent als Verluste abzuziehen, da der Wirkungsgrad einer Großbatterie bei rund 90 Prozent liegt. Somit dürfte die Jahresenergie dieser beiden Batterieparks voraussichtlich knapp 2 Millionen MWh betragen.
Während seiner 32-jährigen Betriebsdauer hat der Kernreaktor Grohnde pro Jahr rund 10 Millionen MWh Grundlastkapazität bereitgestellt. Das ist fünfmal mehr Energie, als beim Energiecluster zu erwarten ist. Diese Lücke könnte auch der dritte Batteriespeicher nicht schließen.

Nutzen für die Energiewende

Wie Kernkraftwerke zuvor zur stabilen Stromversorgung beigetragen haben, sollen auch die Batteriespeicher für mehr Netzstabilität sorgen. Sie können Stromspitzen reduzieren und können so die Nutzbarkeit von Windkraft- und Solaranlagen erhöhen.
Aktuell müssen die Netzbetreiber diese Anlagen bei viel Strom regelmäßig drosseln oder komplett abschalten, um einen Zusammenbruch der Netze zu vermeiden. Der teils hohe Überschuss an Strom drückt zudem immer öfter den Börsenstrompreis nach unten. Auch Minusstunden kommen bei viel Sonnenschein in den Sommermonaten vermehrt vor.
Den gespeicherten Überschussstrom können die Batterien in den Abendstunden abgeben. Bei diesem zweiten Tageshochpunkt beim bundesweiten Verbrauch kommt oftmals zu wenig Strom von den deutschen Kraftwerken. Diesen Strommangel gleichen die Netzbetreiber häufig mit teuren Stromimporten aus.

Rückbau des Kernkraftwerks läuft weiter

Währenddessen hat Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) am Freitag, 15. Mai, dem Betreiber PreussenElektra die zweite und letzte Rückbaugenehmigung für den Atommeiler symbolisch übergeben.
Somit seien laut dem Energieunternehmen alle rechtlichen Voraussetzungen für den weiteren Rückbau erfüllt. PreussenElektra geht davon aus, dass die Rückbauarbeiten der Anlage noch bis zum Jahr 2037 andauern. Ab Herbst ist vorgesehen, mit der Demontage der Einbauten des Reaktordruckbehälters anzufangen.
Der Rückbau begann Ende 2023 an Komponenten des primären Kühlkreislaufs. Bei den Abbauarbeiten ist bereits schwach und mittel radioaktiver Atommüll angefallen. Dieser darf auf dem Kraftwerksgelände lagern, da das vorgesehene Endlager Konrad noch nicht fertiggestellt ist.
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19. Mai: AfD-Chefin beliebter als Söder | E-Auto-Förderung gestartet | Trump verschiebt Angriffspläne

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AfD-Chefin beliebter als Söder

Alice Weidel ist im aktuellen INSA-Politikerbarometer beliebter als Markus Söder. Im Vergleich zur Vorwoche verbessert sich die AfD-Chefin um vier Plätze und erreicht Rang 4. Das Ergebnis der Umfrage steht damit im Einklang mit den jüngsten politischen Trends in Deutschland. An der Spitze bleibt alles unverändert: Boris Pistorius führt weiterhin vor Cem Özdemir und Hendrik Wüst.

E-Auto-Förderung gestartet

Wer ein neues Elektroauto kauft, kann jetzt staatliche Förderung beantragen. Die Bundesregierung stellt drei Milliarden Euro bereit, um die kriselnde Branche zu stützen. Es gibt jedoch auch Kritik: Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält die Kaufprämie für Steuerverschwendung. Die Nachfrage nach E-Autos steige ohnehin, der Markt hätte sich seiner Einschätzung nach selbst reguliert.

Trump verschiebt Angriffspläne

US-Präsident Donald Trump hat einen geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig gestoppt. Grund sei die Einschätzung, dass ein „Deal mit Teheran“ zustande kommen könnte. Trump machte jedoch deutlich: Scheitern die Gespräche, seien militärische Schritte weiterhin möglich.

Neuer Standort für Stromspeicher

Am ehemaligen niedersächsischen Kernkraftwerk Grohnde soll ein neuer Batteriepark entstehen. Bis 2028 soll er leistungsmäßig der größte Stromspeicher Deutschlands werden. Währenddessen schreitet der Rückbau des Kernkraftwerks weiter voran. Bis 2037 soll das KKW Grohnde vollständig zurückgebaut sein.

KI-Gefahr für Jugendliche

Das Kompetenzzentrum für Jugendschutz hat 2025 über 15.000 Verstöße im Internet registriert – zum Großteil im Bereich sexualisierte Gewalt. Neue KI-Funktionen schafften auf jugendaffinen Plattformen Risiken in einer neuen Dimension, sagte ihr Leiter, Stefan Glaser. Problematisch seien vor allem frei gestaltbare KI-Gesprächspartner, die Minderjährige beraten, coachen oder mit ihnen Beziehungen simulieren.