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Private Pflegeversicherung lehnt SPD-Forderung nach finanziellem Ausgleich ab

Der Verband der privaten Kranken- und Pflegeversicherungen (PKV) hat die SPD-Forderung nach einem finanziellen Ausgleich zur Stützung der gesetzlichen Pflegekassen abgelehnt.
Ein Finanzausgleich oder die Übertragung von Alterungsrückstellungen zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung wären „verfassungsrechtlich nicht haltbar“, erklärte der PKV-Vorstandsvorsitzende Thomas Brahm in Berlin.
Er rief die Bundesregierung auf, „mutige Strukturreformen“ umzusetzen, damit die gesetzlichen Pflegeversicherung wieder finanzierbar werde.

Privatversicherte zahlen mehr Beiträge für den Pflegefall

„Gerade in diesen turbulenten Zeiten darf es keinen Eingriff in die private Vorsorge geben, das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und die Eigentumsgarantie darf nicht geschwächt werden“, erklärte Brahm.
„Ein solcher Schritt wäre zudem ungerecht, weil Privatversicherte heute schon durchschnittlich mehr zahlen als Versicherte in der umlagefinanzierten Sozialen Pflegeversicherung: Sie zahlen nämlich Beiträge für den Pflegefall und für die Demografievorsorge. Ein willkürlicher Finanztransfer hier würde das Vertrauen in die kapitalgedeckte Vorsorge insgesamt erschüttern.“

Mehr Eigenverantwortung und Prävention

Eine tiefgreifende Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung sei unabwendbar, erklärte Brahm, der Deutschland an einem „pflegepolitischen Scheideweg“ sah. Dabei wären immer höhere Beiträge „ein fatales Signal für Erwerbstätige, Arbeitgeber und den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Eine zukunftssichere Pflegeversicherung braucht einen effizienteren Umgang mit ihren Ressourcen, mehr Eigenverantwortung und stärkere präventive Elemente.“ Ihre Leistungen müssten dorthin ausgerichtet werden, „wo sie am dringendsten benötigt werden“.
Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Die Koalition will deshalb eine große Pflegereform auf den Weg bringen. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) wollte seinen Gesetzentwurf dazu am Mittwoch vom Kabinett beschließen lassen.
Die Pläne stießen jedoch auf breite Kritik. Die SPD droht mit einer Blockade des Kabinettsbeschlusses, für Montag sind deshalb weitere Gespräche innerhalb der Koalition.(afp/red)
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Studie untersucht: Kann man ab 75 Jahren die Einnahme von Statinen einstellen?

Eine französische Studie, die im Juli in „The Lancet Healthy Longevity“ veröffentlicht wurde, liefert neue Gedankenanstöße dazu, wie sicher es sein kann, die Einnahme von Statinen ab einem bestimmten Alter einzustellen, wenn man zuvor noch nie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat.
Französische Forscher fanden heraus, dass Erwachsene ab 75 Jahren, die die Einnahme des Medikaments beendeten, in den folgenden drei Jahren nicht häufiger starben als diejenigen, die es weiterhin einnahmen.
Entgegen den Erwartungen vieler Ärzte und Patienten führte das Absetzen jedoch auch nicht zu einer Verbesserung des Wohlbefindens; ihre Lebensqualität, ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie ihre Symptome blieben in etwa gleich wie bei denjenigen, die das Medikament weiter einnahmen.

Was geschah, als sie das Medikament absetzten?

Die Forscher begleiteten 1.160 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von etwa 80 Jahren, von denen keiner eine diagnostizierte Herzerkrankung in der Vorgeschichte hatte. Die Hälfte wurde nach dem Zufallsprinzip der Gruppe zugeordnet, die das Statin weiter einnahm, die andere Hälfte setzte das Medikament ab.
Nach drei Jahren zeigten die beiden Gruppen sehr ähnliche Ergebnisse: 7,2 Prozent der Personen, die die Einnahme von Statinen beendet hatten, waren verstorben, verglichen mit 7,9 Prozent derjenigen, die das Medikament weiterhin einnahmen – ein Unterschied, der so gering war, dass die Forscher das Absetzen als „nicht unterlegen“ gegenüber der Fortsetzung der Einnahme einstuften, was bedeutet, dass es das Sterberisiko nicht statistisch relevant über einen zuvor festgelegten Schwellenwert hinaus erhöhte.
Die Forscher stellten auch keinen nennenswerten Unterschied in der Lebensqualität fest. Diejenigen, die die Einnahme abbrachen, berichteten nicht, dass sie weniger Nebenwirkungen wahrnahmen oder sich körperlich oder geistig besser fühlten als diejenigen, die das Medikament weiter einnahmen.
Auch die Häufigkeit von Muskelproblemen, Diabetes, kognitiven Beeinträchtigungen und schweren Infektionen unterschied sich zwischen den Gruppen nicht ausschlaggebend.
Ein Wert veränderte sich jedoch deutlich: Das Low-Density-Lipoprotein (LDL), das umgangssprachlich oft vereinfachend als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet wird und zur Plaquebildung in den Arterien beitragen kann, stieg bei denjenigen, die das Medikament absetzten, um etwa 50 Prozent, von rund 115 Milligramm auf 171 Milligramm pro Deziliter über einen Zeitraum von drei Jahren. Auch Herzinfarkte traten in der Gruppe, die das Medikament absetzte, etwas häufiger auf, wobei der Unterschied als nicht signifikant eingestuft wurde: 2,1 Prozent erlitten einen Herzinfarkt, verglichen mit 1,4 Prozent derjenigen, die die Einnahme fortsetzten. Die Studiengröße reichte jedoch nicht aus, um eindeutig festzustellen, ob dieser Unterschied einen tatsächlichen Anstieg des Risikos widerspiegelte oder lediglich auf Zufall zurückzuführen war.
„Die einfachste Art, diese Studie falsch zu interpretieren, ist die Annahme, dass es ab dem 75. Lebensjahr keine Rolle mehr spielt, ob jemand ein Statin einnimmt“, sagte Dr. Michael Nanna, Kardiologe an der Yale School of Medicine und korrespondierender Autor eines begleitenden Kommentars, der in „The Lancet Healthy Longevity“ veröffentlicht wurde, gegenüber der Epoch Times per E-Mail.

Warum 75 keine magische Grenze ist

Statine senken das LDL-Cholesterin, was im Laufe der Zeit die Ablagerung von Fettplaques in den Arterien verlangsamen und das Risiko verringern kann, dass eine dieser Plaques einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslöst.
Allerdings dauert es Jahre, bis sich dieser Schutz rentiert, und wie viel er wert ist, hängt zum Teil davon ab, wie lange eine Person voraussichtlich noch leben wird und welche anderen Gesundheitsprobleme sie möglicherweise zuerst betreffen.
Denn ältere Erwachsene unterscheiden sich stärker in ihrem Gesundheitszustand. Studien zeigen, dass bei älteren Menschen größere individuelle Unterschiede bestehen als bei Menschen mittleren Alters oder jüngeren Menschen. Ein aktiver 85-Jähriger mit hohem kardiovaskulären Risiko kann möglicherweise mehr davon profitieren, weiterhin ein Statin einzunehmen, als ein 75-Jähriger mit fortgeschrittener Erkrankung oder schwerer Gebrechlichkeit.
„Die Entscheidung sollte auf die Person zugeschnitten sein, nicht auf ihr Geburtsdatum“, sagte Nanna.
Die Forscher betonen, dass ihre Ergebnisse in größeren Studien mit längerer Nachbeobachtungszeit sowie bei älteren Erwachsenen mit höherem kardiovaskulären Risiko oder schlechterem Gesundheitszustand als die Teilnehmer dieser Studie bestätigt werden müssen.

Wann ein Absetzen sinnvoll sein kann

Zu wissen, wann ein präventives Medikament abgesetzt werden sollte, ist eine der schwierigeren Entscheidungen in der Altersmedizin, und diese Studie gilt nicht für alle. Denn ausgeschlossen aus der Studie wurden Personen, die bereits einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine andere nachgewiesene Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten; für diese Patienten sprechen nach wie vor stärkere Argumente für die Fortsetzung der Statintherapie.
Für einige ältere Erwachsene, die sich für ein Absetzen entscheiden, kann die Einnahme eines Medikaments weniger den Einnahmeplan vereinfachen und das Risiko von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten verringern. Und Nanna sagte, das Gespräch sollte in beide Richtungen gehen: Ärzte sollten „die Unsicherheit ehrlich erklären und fragen, was für den Patienten am wichtigsten ist“.
Bei Menschen, die Statine zur Vorbeugung eines ersten kardiovaskulären Ereignisses einnehmen, wägen Ärzte Faktoren wie Diabetes, Blutdruck, Rauchverhalten, Cholesterinwerte, Nierenerkrankungen und Familienanamnese ab – manchmal in Verbindung mit bildgebenden Untersuchungen, die zeigen, wie viel Plaque sich gegebenenfalls in den Arterien eines Patienten angesammelt hat.
Sie berücksichtigen außerdem, wie gut eine Person das Medikament verträgt, ob es mit anderen eingenommenen Medikamenten Wechselwirkungen geben könnte, wie viele andere Medikamente eingenommen werden, ob die Person gebrechlich ist und wie gut ihr körperlicher und geistiger Gesundheitszustand ist.
„Für jemanden im Alter von 75 Jahren oder älter, der noch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat, aber aufgrund eines erhöhten Risikos bereits vor dem 75. Lebensjahr ein Statin einnehmen musste, ist die Fortsetzung der Statin-Therapie sinnvoll, sofern keine lebensverkürzende Erkrankung vorliegt“, schrieb hingegen Dr. Ariela Orkaby, Geriaterin und Forscherin am Brigham and Women’s Hospital, die nicht an der Studie beteiligt war, gegenüber Epoch Times in einer E-Mail.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Can You Stop Taking Statins After Age 75? Study Offers Some Reassurance.“ (deutsche Bearbeitung kr)
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Trend „Nonna Maxxing“: Zurück zum einfachen Leben

Rosella Mercuri rollt gekonnt den Nudelteig aus, immer und immer wieder, bis er so dünn ist, dass man durchschauen kann. „Ich mache alles selbst“, sagt die 78-jährige Italienerin. „Schon immer.“ Sie gibt gerade einen Kochkurs: „Nudeln machen mit Oma“ heißt er und zieht Touristen an, die in Rom von „Nonna Rosi“ lernen wollen.
Der Lebensstil von italienischen Omas ist gerade beliebt. Auf sozialen Netzwerken wie Instagram und TikTok trendet der Begriff „Nonna Maxxing“ (auch Nonnamaxxing geschrieben) – also „Oma-Maximierung“. Es geht darum, das eigene Leben möglichst so zu gestalten wie das einer italienischen Oma (einer Nonna).
Gerade junge Frauen posten viel dazu. Eine Nutzerin schreibt etwa „forget hot girl summer, I want happy italian nonna summer“ (Vergessen wir den Hot-Girl-Sommer-Trend, ich will den Sommer einer glücklichen italienischen Oma).

Das Nonna-Maxxing

Wieso ist es plötzlich cool, wie eine 70-Jährige zu leben? Friederike Herrmann ist Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Sie sagt: „Ich würde Nonna-Maxxing zunächst als Gegenentwurf zu den Vorstellungen von Selbstoptimierung und Sichtbarkeit verstehen, die insbesondere auf Social Media transportiert werden.“ Allerdings lasse sich der Trend auch als ein seit Generationen vertrautes Muster verstehen: „Die Sehnsucht nach dem einfachen und nicht entfremdeten Leben, als Alternative zu Kapitalismus und Leistungsgesellschaft.“
Rosella Mercuri zeigt bei einem Kochkurs, wie man Nudeln macht.

Rosella Mercuri zeigt bei einem Kochkurs, wie man Nudeln macht.

Foto: Malin Wunderlich/dpa

Von wegen Entspannung: „Ich habe einen Haufen Jobs gemacht“

Doch die romantische Vorstellung des Dolce Vita geht oft an der Realität vorbei. Das Leben von Mercuri, wie auch von vielen anderen Frauen ihrer Generation, war und ist alles andere als entspannt.
Einfach mal nichts tun war für sie nicht drin: Schon als Jugendliche war sie Erntehelferin, hat Trauben, Pfirsiche und Oliven gepflückt. Danach bekam sie einen Job in einem Obstladen, dann in einer Pilzhandlung.
Von Job zu Job lebte sie. Die Arbeitszeiten überschritten oftmals zwölf Stunden am Tag. „Ich habe einen Haufen Jobs gemacht, sehr viel gearbeitet“, sagt Mercuri.
„Aber mich hat das nicht ermüdet.“ Mercuri hält sich beschäftigt. „Ich mache alles Mögliche.“ Sie sei gerne unter Menschen. Deshalb steht sie auch jetzt, im Alter von 68 noch in der Küche und werkelt – sei es zu Hause oder im Colleggio Bistrot vor Touristen.
Die vermeintliche Gelassenheit der italienischen Omas kann Mercuri bestätigen. „Die Erfahrung macht viel.“ Früher habe sie sich zu viele Sorgen gemacht und sich weniger getraut, alles in sich hineingefressen. „Heute sage ich, was ich denke.“ Man müsse sich von der Seele reden, was einen beschäftigt. Sie sieht die Vorteile des Alters.

„Früher war man nie alleine“

Deshalb freut sich Mercuri auch über den Trend: Junge Leute sollten ruhig etwas mehr wie die Nonna leben, öfter mal das Handy weglegen. „Heutzutage chatten immer alle nur noch. Damit kann ich nichts anfangen. Ich will die Menschen sehen und ihre Stimmen hören.“
Früher, in Rosis Dorf, musste man nur vor die Tür gehen und schon waren da Freundinnen. „Es war alles viel familiärer.“ In der Stadt sei das aber schwieriger. Dennoch, Rosi geht auf die Leute zu. „In meinem Wohnhaus kennen mich alle.“
Mercuris Ratschlag an junge Menschen: „Na ja, ich würde sagen, man sollte im Grunde alles von der Oma lernen, denn im Leben weiß man ja nie, ob man Arbeit hat oder nicht, ob man Geld verdient oder nicht.“
Sie habe von klein auf gelernt, in allem etwas Nützliches zu sehen. „Ich werfe nie etwas weg.“ Aus überschüssigem Obst wird Marmelade, die Auberginen, die nicht mehr ganz so knackig sind, werden paniert und gebraten, aus der übriggebliebenen Karotte macht sie Brühe.
Bei Mercuri ist diese Art zu denken und zu leben aus einer Notwendigkeit geboren: „Wenn man alles kann, reicht einem auch ein kleiner Job, bei dem man wenig verdient.“

Der Oma-Trend: emanzipiert oder rückständig?

Bei den jungen Frauen, die dem Vorbild der Nonna nacheiferten, gehe das unter, meint Herrmann.
„Aus feministischer Perspektive muss man einwenden, dass hier einmal mehr die Arbeit von Frauen unsichtbar bleibt, nicht als Arbeit wahrgenommen wird. Hausarbeit, Kochen und Fürsorge waren und sind für viele Frauen keine entspannenden Hobbys, sondern unbezahlte und harte Arbeit. Ökonomische Abhängigkeit und Rechtlosigkeit verschwinden aus diesem Bild.“
Es störe sie, „dass dieser Trend anscheinend vor allem von jungen Frauen aufgenommen wird und an ein sehr traditionelles Weiblichkeitsbild anknüpft, dessen problematische Seiten ausgeblendet bleiben“.
Mercuri sagt, sie habe gelernt, alles selbst zu können, gerade, damit sie sich ihre Unabhängigkeit erhalte. Für sie ist ihr Lebensstil freilich kein Trend. Doch sie ist zufrieden: „Ich würde nichts ändern.“ (dpa/red)
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28.09.2026 | Elif Eralp stellt Strafanzeige gegen Dobrindt | Steinmeier hat Tankrabatt unterzeichnet | Walkadaver sorgt für Hai-Alarm

HEUTE12:15 Uhr

Steinmeier hat Tankrabatt unterzeichnet

Der Tankrabatt ist endgültig auf dem Weg und kann am 1. Oktoberstarten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Gesetz unterzeichnet. Der Tankrabatt wurde als Reaktion auf die aktuell ausgesprochen hohen Spritpreise beschlossen. Er sieht vor, die Energiesteuer auf Diesel und Benzin für Oktober, November und Dezember um 14 Cent zu senken. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt das eine Steuererleichterung um knapp 17 Cent.

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HEUTE12:11 Uhr

Mehr als 100 Tote bei Überschwemmungen in Indien und Nepal

Schwere Regenfälle infolge eines Monsuntiefs haben im Norden Indiens und Nepal Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht. Mehr als 100 Menschen kamen bisher ums Leben. Vielerorts stürzten Gebäude und Brücken ein, Straßen und Ernten wurden beschädigt oder zerstört, Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Auch Lawinen gingen ab.

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HEUTE11:52 Uhr

Walkadaver sorgt für Hai-Alarm am Stadtstrand von Perth

Ein angespülter Walkadaver sorgt am Stadtstrand der westaustralischen Metropole Perth für Aufregung und eine Sperrung. Nachdem mehrere Haie, darunter zwei Weiße Haie von etwa vier und fünf Metern Länge, nahe dem Ufer gesichtet wurden, warnten die Behörden vor dem Schwimmen und Gassigehen. Der Kadaver soll entfernt werden.
Um welche Walart es sich handelt, war zunächst unklar.

Um welche Walart es sich handelt, war zunächst unklar.

Foto: Aaron Bunch/AAP/dpa

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HEUTE11:02 Uhr

RN erzielt Zugewinne bei französischen Senats-Teilwahlen

Bei den Teilwahlen für den französischen Senat hat das Rassemblement National (RN) mit Marine Le Pen 9 Senatoren hinzugewonnen. Damit kann stellt der RN erstmals zusammen mit der Partnerpartei UDR künftig 14 Senatoren und bildet eine eigene Fraktion im Senat. Der französische Senat hat insgesamt 348 Sitze.

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HEUTE10:23 Uhr

Iranische Medien: Teheran plant keine Gespräche mit USA in New York

Teheran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche der iranischen Delegation mit den USA über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus in New York. Die iranische Delegation werde am 29. September nach Teheran zurückkehren. US-Präsident Donald Trump sagte zuvor, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen.

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HEUTE10:01 Uhr

Vor leeren Rängen: Irland besiegt Israel bei Nations-League-Spiel

Irland gewann das Nations-League-Spiel gegen Israel mit 3:0. Während der israelischen Nationalhymne senkten die irischen Nationalspieler im ungarischen Debrecen die Köpfe und verweigerten den üblichen Handschlag. Die Partie wurde fast ohne Zuschauer ausgetragen. Israels Außenminister Gideon Saar warf Irland vor, „auf der falschen Seite der Geschichte“ zu stehen. Irland ist einer der stärksten Kritiker des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.

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HEUTE9:53 Uhr

CDU droht SPD bei Links-Bündnis in Berlin mit „Reaktionen“

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnt die SPD vor Belastungen der schwarz-roten Koalition im Bund, sollte die Partei in Berlin ein Bündnis mit der Linken und den Grünen eingehen. SPD und Grüne müssten sich überlegen, welchen Weg sie gehen wollten. „Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen.“

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HEUTE9:31 Uhr

Nutzfahrzeuge-Chef: VW in Hannover könnte Fahrzeuge für Verteidigungsbereich bauen

VW könnte in Hannover Fahrzeuge für den Verteidigungssektor bauen, erwogen wird laut der „Automobilwoche“, leicht gepanzerte Truppentransporter zu entwickeln und zu fertigen. Hannover ist neben Emden, Zwickau und Neckarsulm einer der vier Volkswagen-Standorten, deren Fortbestand ab 2030 nicht gesichert ist, weil es noch keine Aufträge gibt.
Die Zukunft von vier VW- und Audi-Standorte ist weiter ungewiss: Emden, Hannover, Zwickau und - hier im Bild - Neckarsulm. (Archivbild)

Die Zukunft von vier VW- und Audi-Standorte ist weiter ungewiss: Emden, Hannover, Zwickau und – hier im Bild – Neckarsulm.

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

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HEUTE9:16 Uhr

Ölpreis steigt

Die Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges hat den Ölpreis steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet derzeit im asiatischen Handel 107 Dollar (+3). Die US-Sorte WTI liegt bei 94 Dollar (+2).

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HEUTE8:52 Uhr

Wüst will „neues Kapitel“ mit Türkei aufschlagen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst will bei einer dreitägigen Türkei-Reise ein „neues Kapitel“ in den deutsch-türkischen Beziehungen aufzuschlagen. Hauptanlass ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens, mit dem die Zuwanderung hunderttausender türkischer Arbeitskräfte eingeleitet wurde. Begleitet wird Wüst von einer Wirtschaftsdelegation und mehr als 30 Journalisten. Es ist der erste Türkei-Besuch eines NRW-Regierungschefs.
HEUTE8:46 Uhr

Venezolanische Oppositionsvertreterin Macero in ihre Heimat zurückgekehrt

Die venezolanische Oppositionsvertreterin Claudia Macero ist aus dem zweijährigen Exil nach Caracas zurückgekehrt und wurde von hunderten Anhängern empfangen. Die 34-Jährige gilt als wichtigste Stellvertreterin der Oppositionsführerin María Corina Machado. Machado lebt im Exil in Panama, ihr wird weiterhin die Einreise nach Venezuela untersagt. Die Opposition fordert Neuwahlen.

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HEUTE8:35 Uhr

Weniger Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessur

Im Jahr 2024 hat ein Professor an einer deutschen Universität durchschnittlich 325.400 Euro Drittmittel eingeworben – 2,1 Prozent oder 6.800 Euro weniger als im Vorjahr. An der Spitze lag die Technische Hochschule Aachen mit 1,16 Millionen Euro, gefolgt von der TU München mit 891.100 Euro und der Universität Stuttgart mit 860.500 Euro. Bei der Gesamtsumme führte die TU München mit 436 Millionen Euro.

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HEUTE8:24 Uhr

Eine neue Balance: US-Truppen ziehen aus dem Irak ab

Mehr als 20 Jahre nach dem Sturz von Saddam Hussein im Irak ziehen die letzten US-Soldaten aus dem Irak ab. Am Mittwoch soll der Abzug formell abgeschlossen sein. Der Kampfeinsatz endete 2021, seither waren noch rund 2.500 Soldaten als Berater und Ausbilder im Einsatz. Kritiker fürchten mehr iranischen Einfluss.
Der US-Abzug aus dem Irak wurde schon 2024 beschlossen. (Archivbild)

Der US-Abzug aus dem Irak wurde schon 2024 beschlossen.

Foto: Ameer Al Mohammedaw/dpa

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HEUTE8:18 Uhr

Südkorea wirft Ukraine Verstoß gegen vertrauliche Vereinbarung vor

Südkorea wirft der Ukraine vor, gegen eine vertrauliche Vereinbarung zur Überstellung nordkoreanischer Kriegsgefangener verstoßen zu haben. Seoul fordert eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung. Selenskyj sagte, sein Land habe zwei nordkoreanische Soldaten an Südkorea überstellt und es sei „nicht einfach gewesen, sie lebend gefangen zu nehmen“. Das südkoreanische Präsidialamt prüft weitere Maßnahmen.

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HEUTE8:06 Uhr

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt – Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet um 11 Uhr in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auc Frank-Walter Steinmeier und Friedrich Merz (CDU) erwartet. Unter den mehr als tausend Gästen sind auch 400 Bürger sowie der aktuelle Präsident des Bundesrats, Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sowie Julia Klöckner (CDU).

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HEUTE7:37 Uhr

Taylor Swift erhält drei Preise bei MTV Musikvideo Awards

US-Popstar Taylor Swift hat bei den MTV Video Music Awards drei Auszeichnungen erhalten, darunter den Preis für das beste Video, und ist nun die Künstlerin mit den meisten Trophäen in dem Wettbewerb. Sie erhielt bei der Verleihung in Los Angeles auch den neu eingeführten Sonderpreis für Regiearbeit. Der Preis für die Künstlerin des Jahres ging an Madonna.

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HEUTE7:15 Uhr

Bericht: Bund verzögert möglichen Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS

Der mögliche Verkauf des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde an den Rüstungskonzern KNDS verzögert sich und könnte scheitern. Laut „Handelsblatt“ macht KNDS den Kauf von der bislang ausstehenden milliardenschwere Bestellung von Panzerfahrzeugen der Bundeswehrplanung unter dem Namen „Arminius“ abhängig. Deren Umfang ist offen. Sollte KNDS das Werk nicht kaufen, müsste sich Mercedes um eine Alternative bemühen oder das Werk abwickeln.
Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS. (Archivbild)

Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS. (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/dpa

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HEUTE7:03 Uhr

Solarstromproduktion übertrifft Vorjahreswert

Bis zum 27. September wurden in Deutschland 90,2 Terawattstunden Solarstrom produziert, mehr als im Gesamtjahr 2025 mit 90,0 Terawattstunden. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft lag das an ungewöhnlich vielen Sonnenstunden und dem weiteren Ausbau der Photovoltaik.

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HEUTE6:54 Uhr

Streit über Antisemitismusvorwurf: Elif Eralp zeigt Dobrindt an

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp und ihr Landesverband haben Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gestellt. Er soll eine Aussage über Eralp als „Antisemitin“ übernommen haben, was Anwalt Jasper Prigge als Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung wertet. Dabei geht es um eine Passage der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“, in der es zu Wortgefechten zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek kam.

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HEUTE6:42 Uhr

ING will bei großen Bankfusionen in Europa als Käufer auftreten

Die niederländische Großbank ING will bei großen, grenzüberschreitenden Bankenfusionen als Käufer auftreten, nicht als Übernahmeziel. ING-Chef Steven van Rijswijk sagte, Banken stünden nach der Finanzkrise und der Negativzinsphase inzwischen besser da. Auch bei Investitionen in Digitalisierung, KI und ein besseres Kundenerlebnis helfe Größe. Die Bank sieht sich auch in Deutschland nach Zukäufen um.

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HEUTE6:20 Uhr

Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

Wegen einer brennenden Powerbank landete eine Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon außerplanmäßig in Lyon. Die Crew sicherte den Akku umgehend in einem speziellen Lithium-Sicherheitsbeutel. Der Airbus A321-200 landete sicher, alle 198 Passagiere verließen das Flugzeug regulär über die Treppen. Es gab keine Verletzten. Wegen des Nachtflugverbots wurden die Passagiere in Hotels untergebracht und später auf andere Flüge umgebucht.

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HEUTE6:00 Uhr

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Grundsätzlich wird es bei dem Treffen darum gehen, in welchen Bereichen die EU ihre Unterstützung Kiews noch verstärken kann. Ein weiteres Thema des Treffens ist der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU, den die Europäische Verteidigungsagentur erstellt hat.
Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Foto: Gregory Bull/AP/dpa

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HEUTE5:28 Uhr

Hurrikan „Polo“: Zwei Tote und drei Vermisste in Mexiko

Der pazifische Hurrikan „Polo“ hat in Mexiko bereits vor Erreichen der Küste mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen werden in Jalisco drei weitere Menschen vermisst. Der Sturm soll am Montagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten Mexikos treffen.

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HEUTE5:08 Uhr

Dutzende Festnahmen bei Demo für Palestine Action in England

Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action am Rande des Parteitags der britischen Labour-Partei hat die Polizei in Liverpool über 50 Menschen festgenommen. Rund 250 Menschen versammeln sich. Palestine Action wurde 2025 als terroristisch eingestuft, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.

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HEUTE5:00 Uhr

RN erzielt Zugewinne bei Senats-Teilwahlen

Bei den Teilwahlen für den französischen Senat hat das Rassemblement National (RN) mit Marine Le Pen neun Senatoren hinzugewonnen. Damit stellt der RN erstmals zusammen mit der Partnerpartei UDR künftig 14 Senatoren und bildet eine eigene Fraktion im Senat. Der französische Senat hat insgesamt 348 Sitze.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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28.09.2026 | Elif Eralp stellt Strafanzeige gegen Dobrindt | Walkadaver sorgt für Hai-Alarm | Letzte US-Truppen ziehen aus dem Irak ab

HEUTE11:52 Uhr

Walkadaver sorgt für Hai-Alarm am Stadtstrand von Perth

Ein angespülter Walkadaver sorgt am Stadtstrand der westaustralischen Metropole Perth für Aufregung und eine Sperrung. Nachdem mehrere Haie, darunter zwei Weiße Haie von etwa vier und fünf Metern Länge, nahe dem Ufer gesichtet wurden, warnten die Behörden vor dem Schwimmen und Gassigehen. Der Kadaver soll entfernt werden.
Um welche Walart es sich handelt, war zunächst unklar.

Um welche Walart es sich handelt, war zunächst unklar.

Foto: Aaron Bunch/AAP/dpa

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HEUTE11:02 Uhr

RN erzielt Zugewinne bei französischen Senats-Teilwahlen

Bei den Teilwahlen für den französischen Senat hat das Rassemblement National (RN) mit Marine Le Pen 9 Senatoren hinzugewonnen. Damit kann stellt der RN erstmals zusammen mit der Partnerpartei UDR künftig 14 Senatoren und bildet eine eigene Fraktion im Senat. Der französische Senat hat insgesamt 348 Sitze.

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HEUTE10:23 Uhr

Iranische Medien: Teheran plant keine Gespräche mit USA in New York

Teheran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche der iranischen Delegation mit den USA über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus in New York. Die iranische Delegation werde am 29. September nach Teheran zurückkehren. US-Präsident Donald Trump sagte zuvor, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen.

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HEUTE10:01 Uhr

Vor leeren Rängen: Irland besiegt Israel bei Nations-League-Spiel

Irland gewann das Nations-League-Spiel gegen Israel mit 3:0. Während der israelischen Nationalhymne senkten die irischen Nationalspieler im ungarischen Debrecen die Köpfe und verweigerten den üblichen Handschlag. Die Partie wurde fast ohne Zuschauer ausgetragen. Israels Außenminister Gideon Saar warf Irland vor, „auf der falschen Seite der Geschichte“ zu stehen. Irland ist einer der stärksten Kritiker des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.

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HEUTE9:53 Uhr

CDU droht SPD bei Links-Bündnis in Berlin mit „Reaktionen“

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnt die SPD vor Belastungen der schwarz-roten Koalition im Bund, sollte die Partei in Berlin ein Bündnis mit der Linken und den Grünen eingehen. SPD und Grüne müssten sich überlegen, welchen Weg sie gehen wollten. „Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen.“

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HEUTE9:31 Uhr

Nutzfahrzeuge-Chef: VW in Hannover könnte Fahrzeuge für Verteidigungsbereich bauen

VW könnte in Hannover Fahrzeuge für den Verteidigungssektor bauen, erwogen wird laut der „Automobilwoche“, leicht gepanzerte Truppentransporter zu entwickeln und zu fertigen. Hannover ist neben Emden, Zwickau und Neckarsulm einer der vier Volkswagen-Standorten, deren Fortbestand ab 2030 nicht gesichert ist, weil es noch keine Aufträge gibt.
Die Zukunft von vier VW- und Audi-Standorte ist weiter ungewiss: Emden, Hannover, Zwickau und - hier im Bild - Neckarsulm. (Archivbild)

Die Zukunft von vier VW- und Audi-Standorte ist weiter ungewiss: Emden, Hannover, Zwickau und – hier im Bild – Neckarsulm.

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

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HEUTE9:16 Uhr

Ölpreis steigt

Die Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges hat den Ölpreis steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet derzeit im asiatischen Handel 107 Dollar (+3). Die US-Sorte WTI liegt bei 94 Dollar (+2).

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Wüst will „neues Kapitel“ mit Türkei aufschlagen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst will bei einer dreitägigen Türkei-Reise ein „neues Kapitel“ in den deutsch-türkischen Beziehungen aufzuschlagen. Hauptanlass ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens, mit dem die Zuwanderung hunderttausender türkischer Arbeitskräfte eingeleitet wurde. Begleitet wird Wüst von einer Wirtschaftsdelegation und mehr als 30 Journalisten. Es ist der erste Türkei-Besuch eines NRW-Regierungschefs.
HEUTE8:46 Uhr

Venezolanische Oppositionsvertreterin Macero in ihre Heimat zurückgekehrt

Die venezolanische Oppositionsvertreterin Claudia Macero ist aus dem zweijährigen Exil nach Caracas zurückgekehrt und wurde von hunderten Anhängern empfangen. Die 34-Jährige gilt als wichtigste Stellvertreterin der Oppositionsführerin María Corina Machado. Machado lebt im Exil in Panama, ihr wird weiterhin die Einreise nach Venezuela untersagt. Die Opposition fordert Neuwahlen.

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HEUTE8:35 Uhr

Weniger Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessur

Im Jahr 2024 hat ein Professor an einer deutschen Universität durchschnittlich 325.400 Euro Drittmittel eingeworben – 2,1 Prozent oder 6.800 Euro weniger als im Vorjahr. An der Spitze lag die Technische Hochschule Aachen mit 1,16 Millionen Euro, gefolgt von der TU München mit 891.100 Euro und der Universität Stuttgart mit 860.500 Euro. Bei der Gesamtsumme führte die TU München mit 436 Millionen Euro.

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HEUTE8:24 Uhr

Eine neue Balance: US-Truppen ziehen aus dem Irak ab

Mehr als 20 Jahre nach dem Sturz von Saddam Hussein im Irak ziehen die letzten US-Soldaten aus dem Irak ab. Am Mittwoch soll der Abzug formell abgeschlossen sein. Der Kampfeinsatz endete 2021, seither waren noch rund 2.500 Soldaten als Berater und Ausbilder im Einsatz. Kritiker fürchten mehr iranischen Einfluss.
Der US-Abzug aus dem Irak wurde schon 2024 beschlossen. (Archivbild)

Der US-Abzug aus dem Irak wurde schon 2024 beschlossen.

Foto: Ameer Al Mohammedaw/dpa

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HEUTE8:18 Uhr

Südkorea wirft Ukraine Verstoß gegen vertrauliche Vereinbarung vor

Südkorea wirft der Ukraine vor, gegen eine vertrauliche Vereinbarung zur Überstellung nordkoreanischer Kriegsgefangener verstoßen zu haben. Seoul fordert eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung. Selenskyj sagte, sein Land habe zwei nordkoreanische Soldaten an Südkorea überstellt und es sei „nicht einfach gewesen, sie lebend gefangen zu nehmen“. Das südkoreanische Präsidialamt prüft weitere Maßnahmen.

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HEUTE8:06 Uhr

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt – Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet um 11 Uhr in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auc Frank-Walter Steinmeier und Friedrich Merz (CDU) erwartet. Unter den mehr als tausend Gästen sind auch 400 Bürger sowie der aktuelle Präsident des Bundesrats, Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sowie Julia Klöckner (CDU).

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HEUTE7:37 Uhr

Taylor Swift erhält drei Preise bei MTV Musikvideo Awards

US-Popstar Taylor Swift hat bei den MTV Video Music Awards drei Auszeichnungen erhalten, darunter den Preis für das beste Video, und ist nun die Künstlerin mit den meisten Trophäen in dem Wettbewerb. Sie erhielt bei der Verleihung in Los Angeles auch den neu eingeführten Sonderpreis für Regiearbeit. Der Preis für die Künstlerin des Jahres ging an Madonna.

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HEUTE7:15 Uhr

Bericht: Bund verzögert möglichen Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS

Der mögliche Verkauf des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde an den Rüstungskonzern KNDS verzögert sich und könnte scheitern. Laut „Handelsblatt“ macht KNDS den Kauf von der bislang ausstehenden milliardenschwere Bestellung von Panzerfahrzeugen der Bundeswehrplanung unter dem Namen „Arminius“ abhängig. Deren Umfang ist offen. Sollte KNDS das Werk nicht kaufen, müsste sich Mercedes um eine Alternative bemühen oder das Werk abwickeln.
Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS. (Archivbild)

Der deutsche Staat beteiligt sich am Panzerbauer KNDS. (Archivbild)

Foto: Sven Hoppe/dpa

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HEUTE7:03 Uhr

Solarstromproduktion übertrifft Vorjahreswert

Bis zum 27. September wurden in Deutschland 90,2 Terawattstunden Solarstrom produziert, mehr als im Gesamtjahr 2025 mit 90,0 Terawattstunden. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft lag das an ungewöhnlich vielen Sonnenstunden und dem weiteren Ausbau der Photovoltaik.

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HEUTE6:54 Uhr

Streit über Antisemitismusvorwurf: Elif Eralp zeigt Dobrindt an

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp und ihr Landesverband haben Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gestellt. Er soll eine Aussage über Eralp als „Antisemitin“ übernommen haben, was Anwalt Jasper Prigge als Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung wertet. Dabei geht es um eine Passage der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“, in der es zu Wortgefechten zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek kam.

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HEUTE6:42 Uhr

ING will bei großen Bankfusionen in Europa als Käufer auftreten

Die niederländische Großbank ING will bei großen, grenzüberschreitenden Bankenfusionen als Käufer auftreten, nicht als Übernahmeziel. ING-Chef Steven van Rijswijk sagte, Banken stünden nach der Finanzkrise und der Negativzinsphase inzwischen besser da. Auch bei Investitionen in Digitalisierung, KI und ein besseres Kundenerlebnis helfe Größe. Die Bank sieht sich auch in Deutschland nach Zukäufen um.

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HEUTE6:20 Uhr

Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

Wegen einer brennenden Powerbank landete eine Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon außerplanmäßig in Lyon. Die Crew sicherte den Akku umgehend in einem speziellen Lithium-Sicherheitsbeutel. Der Airbus A321-200 landete sicher, alle 198 Passagiere verließen das Flugzeug regulär über die Treppen. Es gab keine Verletzten. Wegen des Nachtflugverbots wurden die Passagiere in Hotels untergebracht und später auf andere Flüge umgebucht.

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HEUTE6:00 Uhr

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Grundsätzlich wird es bei dem Treffen darum gehen, in welchen Bereichen die EU ihre Unterstützung Kiews noch verstärken kann. Ein weiteres Thema des Treffens ist der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU, den die Europäische Verteidigungsagentur erstellt hat.
Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Foto: Gregory Bull/AP/dpa

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HEUTE5:28 Uhr

Hurrikan „Polo“: Zwei Tote und drei Vermisste in Mexiko

Der pazifische Hurrikan „Polo“ hat in Mexiko bereits vor Erreichen der Küste mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen werden in Jalisco drei weitere Menschen vermisst. Der Sturm soll am Montagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten Mexikos treffen.

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HEUTE5:08 Uhr

Dutzende Festnahmen bei Demo für Palestine Action in England

Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action am Rande des Parteitags der britischen Labour-Partei hat die Polizei in Liverpool über 50 Menschen festgenommen. Rund 250 Menschen versammeln sich. Palestine Action wurde 2025 als terroristisch eingestuft, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.

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HEUTE5:00 Uhr

RN erzielt Zugewinne bei Senats-Teilwahlen

Bei den Teilwahlen für den französischen Senat hat das Rassemblement National (RN) mit Marine Le Pen neun Senatoren hinzugewonnen. Damit stellt der RN erstmals zusammen mit der Partnerpartei UDR künftig 14 Senatoren und bildet eine eigene Fraktion im Senat. Der französische Senat hat insgesamt 348 Sitze.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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ausland ticker

Anschlagsgefahr: Britische Behörden prüfen laut Medien Verbindung zum Iran

Im Zusammenhang mit einer möglichen Anschlagsgefahr in der Nähe eines auch von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkts in Großbritannien prüft die Anti-Terror-Polizei britischen Medienberichten zufolge eine mögliche Verbindung zum Iran.
Die Polizei war am frühen Sonntagmorgen zu dem Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen worden, nachdem in dem Gebiet „verdächtige Fahrzeuge“ beobachtet worden waren.

Verdacht der „Vorbereitung eines Terroranschlags“

Die Behörden machten bislang keine näheren Angaben zu Art und Ursprung der Bedrohung. Sie nahmen jedoch fünf Männer wegen des Verdachts der „Vorbereitung eines Terroranschlags“ und des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz fest. Die Männer waren am Montag weiter in Untersuchungshaft. Experten zur Bombenentschärfung waren vor Ort.
US-Präsident Donald Trump sagte in der Nacht zum Montag auf eine Frage nach den Festgenommenen: „Wir wissen alles über sie.“ Auf die Frage, ob es eine Verbindung zum Iran gebe, schien Trump zu nicken. „Sie werden sehr bald davon hören. Wir haben sie geschnappt“, sagte Trump.
Zuvor hatte der US-Präsident gesagt, die Verdächtigen hätten „großen Schaden“ an dem Stützpunkt anrichten wollen, auf dem auch US-Kampfflugzeuge stationiert sind.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des britischen Militärstützpunkts Fairford, der von der US-Luftwaffe genutzt wird.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des britischen Militärstützpunkts Fairford, der von der US-Luftwaffe genutzt wird.

Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa

Dorf Whelford evakuiert

Das angrenzende Dorf Whelford, in dem die Männer festgenommen wurden, war am Sonntag evakuiert worden. Es war am Montagmorgen weiter abgeriegelt, die Bewohner mussten die Nacht in anderen Unterkünften verbringen.
Eine Dorfbewohnerin hatte britischen Medien erzählt, sie habe den Notruf gewählt, nachdem sie drei Lieferwagen gesehen habe, die eine Straße blockierten, und eine Gruppe von Männern mit Kapuzen und Sturmhauben.
Die Tore zur Luftwaffenbasis waren am Montag AFP-Reportern zufolge durch schwere Baufahrzeuge blockiert.
Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting sagte, die Untersuchungen vor Ort „gehen heute weiter“.

Die britische Polizei hat am 27. September 2026 einen Großvorfall ausgerufen und die Dorfbewohner in der Nähe eines von der US-Luftwaffe genutzten Stützpunkts evakuiert, nachdem sie mehrere Männer wegen des Verdachts auf Sprengstoffdelikte festgenommen hatte.

Foto: Justin Tallis/AFP via Getty Images

US-Kampfjets und der Iran

Im März hatte die britische Regierung „defensive“ US-Aktionen gegen iranische Raketenstellungen von zwei britischen Militärbasen aus genehmigt, eine der beiden Basen ist Fairford. Seitdem wurden immer wieder US-Kampfjets und andere Flugzeuge beim Start und bei der Landung auf dem umzäunten Stützpunkt beobachtet.
Die Luftwaffenbasis Fairford war von der US-Armee schon während des Golfkriegs Anfang der 1990er Jahre und während des Irak-Krieges 2003 genutzt worden.
Das britische Innenministerium hatte dem Iran in der Vergangenheit vorgeworfen, auf Mittelsmänner zurückzugreifen, um kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium auszuführen. (afp/red)
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ticker wirtschaft

EU warnt vor niedrigen Gasspeichern und setzt auf freiwillige Einsparungen


In Kürze:

  • EU-Energiekommissar Dan Jørgensen warnt vor „außergewöhnlich niedrigen“ Gasspeicherständen, die EU-Speicher sind nur zu rund 70 Prozent gefüllt.
  • Die Sperrung der Straße von Hormus, die unsichere LNG-Versorgung aus Katar und die Konkurrenz aus Asien treiben die Preise.
  • Die EU-Kommission setzt auf freiwillige Einsparungen beim Gas- und Stromverbrauch und verweist auf nationale Notfallpläne.

 
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Mitgliedstaaten vor den möglichen Folgen „außergewöhnlich niedriger“ Füllstände in den Gasspeichern gewarnt. In einem Schreiben, das „Euronews“ vorliegt, forderte er die Regierungen der EU-Länder auf, Maßnahmen zu ergreifen oder fortzuführen, um die Einspeicherung zu stützen oder den Gas- und Stromverbrauch so lange wie nötig zu senken.
Zugleich ermutigte Jørgensen die Hauptstädte, die Spielräume der EU-Speicherregeln zu nutzen. Statt das Ziel von 90 Prozent um jeden Preis anzustreben, könne ein Füllstand von 80 Prozent ausreichen. So ließen sich Panikkäufe vermeiden, die die Preise zusätzlich in die Höhe treiben würden.

EU-Kommissar warnt vor angespannter Gasversorgung – sieht aber keine akute Gefahr

In dem Brief ist die Rede von einer „Preiskrise, die mit einer Versorgungskrise zusammenhängt“. Zu den wesentlichen Gründen dafür zählen die anhaltenden Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus. Vor Beginn des Irankriegs Ende Februar lief etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels durch die Meerenge, zudem ein großer Teil des weltweit gehandelten Flüssiggases (LNG), vor allem aus Katar. Seither passieren nur noch wenige Schiffe die Wasserstraße.
Jørgensen hatte bereits im März vor möglichen negativen Auswirkungen des Irankriegs auf die Versorgungslage in Europa gewarnt. Seither habe sich die Situation „nicht verbessert“. Derzeit sind die Gasspeicher in der EU nur zu rund 70 Prozent gefüllt, etwa 12 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Das geht aus aktuellen Daten des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe hervor.
Nach Einschätzung der EU-Kommission kann ein Füllstand von 80 Prozent unter den derzeitigen Bedingungen für die Versorgungssicherheit im Winter ausreichen. Die EU gehe zudem mit einem widerstandsfähigeren Energiesystem in den Winter als vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine, heißt es in dem Schreiben. Allerdings bleibe die Lage im Nahen Osten instabil, und es sei ungewiss, wie sich die LNG-Produktion in Katar entwickle.

Hohe Nachfrage verschärft Wettbewerb um LNG

Weitere Faktoren, die den Wettbewerb um LNG verschärften, seien die Hitzewellen des vergangenen Sommers, die steigende Nachfrage aus Asien und Wartungsarbeiten an Anlagen in Norwegen. Der europäische Referenzpreis am niederländischen Handelspunkt TTF liegt mit gut 70 Euro pro Megawattstunde etwa 40 Euro höher als vor Beginn des Irankriegs. Analysten warnen vor Preisspitzen von mehr als 100 Euro pro Megawattstunde im Winter, falls die LNG-Exporte aus der Golfregion nicht steigen oder sich die Wartungsarbeiten in Norwegen verlängern.
Die EU-Kommission empfiehlt, auf Instrumente aus der Energiekrise 2022 zurückzugreifen. Ein geringerer Verbrauch zu Spitzenzeiten sowie Anreize für Verbraucher, ihren Energieverbrauch mithilfe intelligenter Zähler und passender Tarife zu verlagern, seien auch in diesem Jahr taugliche Strategien.
Außerdem seien niedrigere Temperaturen in öffentlichen Gebäuden, Einschränkungen bei Heizstrahlern im Freien und das nächtliche Abschalten nicht notwendiger öffentlicher Beleuchtung hilfreiche Sparmaßnahmen. Ein geringerer Stromverbrauch zu Spitzenzeiten bedeute, dass Kraftwerke weniger Gas verbrennen – das entlaste sowohl die Gasversorgung als auch die Strompreise.

EU verweist auf „freiwillige und gut geplante Nachfragereduktionen“ von 2022

Verbindliche Vorgaben will der EU-Kommissar jedoch nicht machen. Bereits 2022 hätten sich „freiwillige und gut geplante Nachfragereduktionen“ bewährt, auf diese Erfahrungen könne man auch in der aktuellen Lage zurückgreifen. Im äußersten Fall gebe es zudem nationale Notfallpläne mit weitergehenden Instrumenten, etwa abschaltbaren Gaslieferverträgen oder der Umstellung von Kraftwerken auf andere Brennstoffe. Jørgensen betonte in seinem Schreiben, derzeit bestünden „keine unmittelbaren Risiken für die Versorgungssicherheit“.
Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt auf eine stärkere Befüllung der Speicher. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen wurden mit dem bundeseigenen Gasimporteur SEFE und dem Energiekonzern Uniper höhere Einspeicherungen vereinbart. Einen staatlichen Gaseinkauf wie 2022 plant Reiche demnach nicht, stattdessen soll ein bestehendes Instrument, sogenannte Long Term Options, stärker genutzt werden. SEFE betonte, es handle sich um eine eigenständige kommerzielle Entscheidung, eine Anweisung des Ministeriums gebe es nicht.
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Drohende SPD-Blockade bei Pflegereform: Regierung sucht intensiv nach Lösung

Angesichts einer drohenden Blockade der Pflegereform durch die SPD haben Spitzenvertreter von Regierung und Koalition am Montag intensiv nach Lösungen gesucht.
Kompromisslinien waren aber vorerst nicht in Sicht: Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) lehnte einen von der SPD geforderten „Pflegedeckel“ zur Eigenbeteiligung an Heimkosten ab. Die SPD pochte ihrerseits auf Nachbesserungen bis zum geplanten Kabinettsbeschluss am 30. September.

Defizit von 4,4 Milliarden Euro erwartet

Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Laut dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV) könnte ihr ohne weitere Zuschüsse schon ab Oktober die Zahlungsunfähigkeit drohen. Insgesamt wird demnach dieses Jahr ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro erwartet. Für 2027 sagt der GKV Spitzenverband eine Finanzlücke von zehn Milliarden Euro voraus.
Die Koalition will deshalb eine Reform auf den Weg bringen. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) wollte seinen Gesetzentwurf dazu am Mittwoch vom Kabinett beschließen lassen. Die Pläne stießen jedoch auf breite Kritik, die SPD sieht die strukturellen Probleme durch den Entwurf Linnemanns nicht gelöst und droht mit einer Blockade des Kabinettsbeschlusses.
Hierzu waren heute Gespräche auf höchster Ebene geplant. Ein Treffen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU), Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) im Kanzleramt war aber aus Termingründen nicht möglich.
Sowohl Merz als auch Klingbeil haben über den Tag verteilt eine Reihe von Terminen. Möglich ist dem Vernehmen nach ein Telefonat oder eine Videoschalte. Auch Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) war offenbar in die Gespräche eingebunden.

Linnemann: Pflegedeckel löst Probleme nicht

„Das ist nichts Ungewöhnliches“, sagte Linnemann am 27. September in der ARD zu den Krisengesprächen vor der Kabinettssitzung. Bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung habe „man sich erst zwei Stunden vor der Kabinettsbefassung damit vertraut gemacht und geeinigt“.
Einem von der SPD geforderten Pflegedeckel für die Pflege-Eigenanteile erteilte Linnemann eine Absage. Dieser würde „das Problem nicht lösen“, sagte er.
Der CDU-Politiker plädierte stattdessen für die Einrichtung einer Kommission, die die Pflegeversicherung strukturell fit machen soll. Diese ist auch im Koalitionsvertrag vorgesehen und soll bis Frühjahr 2027 Ergebnisse vorlegen.

SPD-Politiker Pantazis sieht „eklatantes Gerechtigkeitsproblem“

Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis bekräftigte die Forderung seiner Partei, dass es bis zum 30. September Änderungen geben müsse. Bei der gesetzlichen Pflegekasse gebe es „ein eklatantes Gerechtigkeitsproblem im Vergleich zur privaten Pflegeversicherung“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im „Deutschlandfunk“.
Er forderte zumindest einen finanziellen Ausgleich zwischen beiden Systemen, „weil das gemeinsame Lebensrisiko Pflege ungleich verteilt ist“
Pantazis nannte daneben zwei weitere Stellschrauben für eine Reform: Der Bund müsse hier sicherlich finanziell einen Beitrag leisten, sagte der SPD-Politiker. Er wollte sich aber nicht darauf festlegen, ob Finanzminister Lars Klingbeil rund fünf Milliarden Euro Schulden aus der Corona-Zeit an die Pflegekassen zurückzahlt.
Pantazis verwies dabei auf die schwierige Haushaltslage. Daneben sah der SPD-Politiker auch die Länder in der Pflicht. Sie seien für Investitions- und Ausbildungskosten in der Pflege zuständig, deckten diese aber „mitnichten“.

Arbeitnehmerflügel warnt vor Spargesetz und versicherungsfremden Leistungen

Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, warnte seinerseits, die Pflegereform dürfe „nicht einfach nur wieder ein Spargesetz werden“. Nötig seien „echte strukturelle Veränderungen, damit sich die Menschen auch künftig auf das System verlassen können“, sagte er  dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Dabei müssten „gerade die versicherungsfremden Leistungen“ dabei „in den Blick genommen werden“.
Dabei geht es um Leistungen, für die die Pflegeversicherung ursprünglich nicht zuständig war und die als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden.
Genannt werden dabei immer wieder Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige, die nach Ansicht von Kritikern vollständig aus Steuermitteln finanziert werden müssten. Laut GKV Spitzenverband würde dies der Pflegeversicherung eine Entlastung von 5,3 Milliarden Euro pro Jahr bringen. (afp/red)
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Wir träumen von Reisen – von Novalis

Wir träumen von Reisen

Wir träumen von Reisen durch das Weltall –
ist denn das Weltall nicht in uns?
Die Tiefen unsers Geistes kennen wir nicht –
Nach innen geht der geheimnisvolle Weg.
In uns oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten –
die Vergangenheit und Zukunft.
Die Außenwelt ist die Schattenwelt,
sie wirft ihren Schatten in das Lichtreich.
Denn die Wahrheit bin ich selbst.
 
Novalis (1772–1801)
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EU berät über Notfall-Sicherheitsprotokoll und Europäischen Sicherheitsrat

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor weiteren hybriden Angriffen aus Russland gewarnt. Geheimdienstinformationen zufolge plane Russland „weitere Sabotageakte“ und „Angriffe auf unsere Demokratie, um unsere Gesellschaft zu spalten und unsere Gesellschaften einzuschüchtern“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel.
Sie werde daher mit den Ministern auch über das Notfall-Sicherheitsprotokoll beraten, das Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der Union vorgeschlagen hatte.
Dabei gehe es um „alles, was unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs liegt, und darum, wie wir gemeinsam mit der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten sowie dem Auswärtigen Dienst handeln können“, um „die Instrumente, die wir auf verschiedenen Ebenen nutzen können“, erläuterte Kallas.

Von der Leyen für Europäischen Sicherheitsrat

Von der Leyen hatte bei Ihrer Rede die Gründung eines Europäischen Sicherheitsrats gefordert sowie ein eigenes Notfall-Sicherheitsprotokoll analog zum Artikel 4 des NATO-Vertrags. „Wenn ein Mitgliedstaat dies auslöst, kommen alle Mitgliedstaaten zusammen und koordinieren eine europäische Antwort“, sagte sie.
Mit „hybriden“ Aktivitäten sind getarnte aggressive Handlungen gemeint – beispielsweise Cyberangriffe, Drohnenattacken, Sabotage von Unterseekabeln oder der gezielte Einsatz von Migration. Die europäischen Länder gehen davon aus, dass Moskau auf diese Weise die westlichen Unterstützer der Ukraine verunsichern will.
Der Parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann (SPD), der anstatt Verteidigungsminister Boris Pistorius nach Brüssel reiste, nannte die hybriden Angriffe Russlands „nicht hinnehmbar“ und forderte ein „gemeinsames Vorgehen von NATO und EU“. Es seien „Möglichkeiten auf dem Tisch, das ist auch abzustimmen“.
«Wir können, wenn wir wollen», sagt Verteidigungsstaatssekretär Sebastian Hartmann. (Archivbild)

„Wir können, wenn wir wollen“, sagt Verteidigungsstaatssekretär Sebastian Hartmann (SPD).

Foto: Ansgar Haase/dpa

EU-Notfallprotokoll in Arbeit

Wie ein EU-Notfallprotokoll konkret aussehen könnte, blieb zunächst unklar. Ein hochrangiger EU-Beamter sagte vergangene Woche, es gehe darum „bestehende Instrumente zu nutzen, zu bündeln“. Als Beispiele nannte er Einsatzteams im Bereich hybride Bedrohungen sowie Geldtöpfe für betroffene Mitgliedstaaten und Notfallmechanismen zum Aussetzen gewisser Regulierungen.
Bei ihrem Treffen in Brüssel wollen die Minister zudem über die weitere Unterstützung der Ukraine beraten. Dabei ist die Luftverteidigung ein wichtiges Thema. Kallas zeigte sich „insgesamt über die Produktion besorgt, weil jeder mehr Luftverteidigung braucht“. Sie appellierte an die Mitgliedstaaten, die Ukraine aus den eigenen Beständen zu versorgen und diese dann später wieder aufzufüllen.
Ein weiteres Thema ist die EU-Marinemission im Roten Meer. Angesichts der jüngsten Angriffe der vom Iran unterstützen Huthi-Miliz forderte Kallas von den EU-Ländern, mehr Schiffe für ASPIDES bereitzustellen.

Bericht zu EU-Verteidigungsbereitschaft offenbart Lücken

Ein neuer Bericht über die Verteidigungsbereitschaft der EU offenbart laut Kallas erhebliche Defizite. Es sei bereits viel getan worden und die Investitionen in die Verteidigung seien gestiegen. Gleichzeitig habe man weiter große Lücken bei den Verteidigungsfähigkeiten, die geschlossen werden müssten.
Details nannte Kallas zunächst nicht. Nach dpa-Informationen sehen die Autoren zum Beispiel signifikante Lücken bei der Luftverteidigung, bei Drohnen und bei Munitionsbeständen.
Die Bemühungen, diese zu schließen, werden als bislang nicht ausreichend dargestellt, um Europas Verteidigungsbereitschaft wie geplant bis 2030 entscheidend zu stärken. Ziel ist es dabei, sich militärisch so stark aufzustellen, dass Russland keinen Angriff auf einen EU-Staat wagt.

Bundesregierung verweist auf Fortschritte

Der deutsche Verteidigungsstaatssekretär Hartmann sagte, man komme aus einer Zeit, in der Europa der Auffassung gewesen sei, mit wenig Verteidigungsausgaben, mit wenig Innovation und wenig Zusammenarbeit den neuen Sicherheitsbedrohungen begegnen zu können. Er rief andere EU-Staaten dazu auf, ihre Verteidigungsausgaben wie Deutschland erheblich zu steigern.
„Warum sollte die europäische Verteidigungsindustrie Kapazitäten aufbauen, wenn europäische Staaten nicht klarmachen, dass sie eben entsprechende Produkte abnehmen?“ Es gebe gute Signale, aber man könne noch einen Schritt mehr gehen.
Hartmann wies zudem darauf hin, dass der künftig jährlich erstellte Bericht auch Fortschritte dokumentiere. Als Beispiele nannte der den Bereich der maritimen Fähigkeiten, die militärische Mobilität und den Landkampf.
Die von der Europäischen Verteidigungsagentur mit Unterstützung der Kommission und der EU-Außenbeauftragten erstellte Bericht soll im nächsten Schritt beim Herbstgipfel der Staats- und Regierungschefs diskutiert werden. Kallas sagte, man müsse sich jetzt darauf konzentrieren, die vorhandenen Lücken tatsächlich zu schließen. (afp/dpa/red)
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Gescheiterte Abwahl von Bürgermeister in Hessen: Ermittlungen wegen Fälschungsverdachts

In Hessen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Fälschung von Wahlunterlagen im Zusammenhang mit der Abstimmung über die Abwahl des Bürgermeisters von Raunheim.
Ein Mitarbeiter der Stadt habe nach Schließung der Wahllokale am 27. September in einem Keller des Rathauses Säcke mit Papierschnipseln gefunden, teilte die Polizei in Darmstadt am Montag mit. In den Säcken habe sich ein grauer Umschlag mit der Aufschrift „Wahlsache“ befunden.

Die Ermittlungen laufen

Ob es sich bei den Papierschnipseln tatsächlich um Wahlunterlagen handle, stehe noch nicht fest, teilten die Ermittler mit. Die Säcke befanden sich demnach in einem Raum, der für Müll und Aktenvernichtung genutzt wird.
Die Abwahl von Bürgermeister David Rendel (SPD) war am Sonntag knapp gescheitert. Zwar stimmte eine klare Mehrheit der Bürger dafür, das nötige Quorum wurde aber um mehrere hundert Stimmen verfehlt.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte wegen eines nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnisses die Abwahl Rendels erreichen wollen. (afp/red)
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KI-Boom und Rüstung bringen Rekord bei Milliarden-Start-ups

Die deutsche Gründerbranche bringt trotz Konjunkturschwäche immer mehr Milliarden-Start-ups hervor – auch dank des KI-Booms.
Mit rund acht Milliarden Euro sei 2026 bis Ende September schon mehr Wagniskapital in Start-ups geflossen als im gesamten Vorjahr mit etwa 7,5 Milliarden Euro, zeigt der „Deutsche Startup Monitor“. Die Datenanalyse und Befragung von gut 1.800 Wachstumsfirmen will der Startup-Verband heute in Berlin veröffentlichen.

Zehn Start-ups über eine Milliarde Euro

Zudem sind bis Ende September zehn neue Start-ups mit einer Firmenbewertung von mindestens einer Milliarde Euro entstanden, so der Bericht, der seit 2013 erscheint und dpa vorliegt. Das seien so viele neue Milliarden-Start-ups („Unicorns“) wie seit 2021 nicht. Mit nun insgesamt 39 Unicorns gebe es einen Rekordwert.
Dazu gehören Größen wie der Online-Broker Trade Republic, die Smartphonebank N26 und die Softwarefirma Personio. Neu dazu gekommen sind dieses Jahr unter anderem die Softwarefirma Osapiens, Neura Robotics und die Rüstungsfirma Stark Defense.
„Deutschland gründet wieder – in der Breite und auf einer starken technologischen Basis“, sagte Verena Pausder, Vorstandschefin des Startup-Verbands.
Die Gründerbranche profitiert von steigenden Investitionen in Rüstungsfirmen, darunter Quantum Systems und Helsing, die viel Geld von Investoren einwerben. Ein weiterer Wachstumstreiber ist KI. Für 53 Prozent der befragten Start-ups steht die Technologie im Zentrum des Produkts – 2024 waren es erst 39 Prozent. Zugleich erleichtert KI Gründungen deutlich.
Verena Pausder, Chefin des Startup-Verbands, sieht Erfolge - dringt aber auf bessere Rahmenbedingungen. (Archivbild)

Verena Pausder, Chefin des Startup-Verbands, sieht Erfolge – dringt aber auf bessere Rahmenbedingungen. (Archivbild)

Foto: Marijan Murat/dpa

Gründerbranche wächst, aber abhängig von US-Investoren

Allerdings zeigt der Bericht auch Schwächen der Gründerbranche. So konzentriere sich das geflossene Kapital stärker an der Spitze. „In der Breite dagegen liegt die Zahl der Finanzierungsrunden rund ein Viertel unter dem Niveau von 2021.“
89 Prozent der Gründer fordern laut Umfrage mehr Wagniskapital aus Deutschland und Europa. „Das verfügbare Kapital reicht für den Sprung an die Weltspitze nicht aus“, moniert Pausder.
Auch ziehe es für einen potenziellen Börsengang die Mehrheit der Start-ups (62 Prozent) in die USA, nur 27 Prozent präferieren Deutschland. Und bei digitalen Technologien setzten 64 Prozent überwiegend oder ganz auf US-Anbieter – auch mangels europäischer Alternativen.
Die Bundesregierung müsse ihre Start-up-Strategie umsetzen und Finanzierungen erleichtern, forderte Pausder. Zudem müssten Gründungen in der EU mit der neuen Rechtsform EU Inc. vereinfacht werden.

Gründerbranche profitiert von starker Forschung

Stärken sieht der Verband in der Verbindung mit Hochschulen. So werde jedes zweite Start-up (51 Prozent) von Forschungseinrichtungen unterstützt. Bei 59 Prozent gehe das Produkt aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hervor.
Hochschulen seien die wichtigste Säule im Ökosystem, sagt Alexander Hirschfeld, Research-Experte beim Startup-Verband. „Gemessen an der Qualität der deutschen Forschungslandschaft gründen daraus aber immer noch viel zu wenige.“
Der Fachkräftemangel macht Start-ups hingegen weniger Sorgen. Nur 15 Prozent sehen ihn als große Hürde – vor zwei Jahren war es 30 Prozent. 83 Prozent planten binnen zwölf Monaten Neueinstellungen. (dpa/red)
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Viele Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte in Mangelberufen

In vielen Engpassberufen sind Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte überdurchschnittlich stark vertreten. So hatten 56 Prozent der Köche im Jahr 2025 eine Einwanderungsgeschichte, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Auf ebenfalls mehr als die Hälfte der Beschäftigten traf dies in der Lebensmittelherstellung (55 Prozent), in der Bodenverlegung (54 Prozent), im Gerüstbau (51 Prozent) sowie in der Fleischverarbeitung (51 Prozent) zu. Überdurchschnittlich hoch war der Anteil auch unter den Fahrern von Bussen und Straßenbahnen sowie unter Servicekräften in der Gastronomie (je 47 Prozent).

Rund ein Viertel hat eine Einwanderungsgeschichte

In der Gesamtwirtschaft hatte gut ein Viertel (27 Prozent) aller abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte. Sie selbst oder beide Elternteile waren also seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert. In sogenannten Engpassberufen herrscht oder droht laut Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein Fachkräftemangel.
Deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt der Anteil der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte auch in weiteren Mangelberufen.
Dazu gehören etwa die Kunststoff- und Kautschukherstellung (44 Prozent), Berufskraftfahrer im Güterverkehr (41 Prozent), Hotelservice (40 Prozent), Pflegeberufen (33 Prozent), zahnmedizinische Fachangestellte (32 Prozent) oder Bauelektrik (29 Prozent).

Im Rettungsdienst sind die Wenigsten

Der geringste Anteil an Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in einem Engpassberuf war im Rettungsdienst (7 Prozent), im Verkauf von Fleischwaren (13 Prozent) und in der Landwirtschaft (15 Prozent) zu finden.
Ähnlich stark unterrepräsentiert sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte auch in einigen Berufsgruppen, bei denen es sich nicht um Mangelberufe laut Engpassanalyse der BA handelt.
Das trifft vor allem auf den Polizeivollzugsdienst (8 Prozent), Berufe in der öffentlichen Verwaltung und in der Justizverwaltung (je 9 Prozent) sowie auf Lehrkräfte (berufsbildende Fächer: 9 Prozent; Primarstufe: 10 Prozent) zu.

Eingewanderte aus der EU integrieren sich schneller

Die Integration eingewanderter Menschen in den hiesigen Arbeitsmarkt ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Herkunftsregion sowie die Aufenthaltsdauer in Deutschland spielen eine wichtige Rolle dabei, wie schnell eine Arbeitsmarktintegration gelingt.
Eingewanderte aus EU-Staaten profitieren von der Arbeitnehmerfreizügigkeit und einer oftmals schnelleren Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen und integrieren sich entsprechend früh im Arbeitsmarkt: 89 Prozent der aus der EU eingewanderten Männer und 73 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 59 Jahren, die jeweils weniger als fünf Jahre in Deutschland lebten, waren 2025 erwerbstätig.
Für andere Gruppen ist die Arbeitsmarktmigration teilweise ein längerer Prozess. Aus Afrika eingewanderte Männer in dieser Altersgruppe, die weniger als fünf Jahre in Deutschland lebten, waren zu 79 Prozent erwerbstätig, bei den Frauen waren es 47 Prozent.
Bei Eingewanderten aus dem Nahen und Mittleren Osten waren 57 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen nach kurzem Aufenthalt erwerbstätig.
Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Frauen häufiger als Familienangehörige mit nach Deutschland ziehen und wegen familiärer Verpflichtungen dem Arbeitsmarkt länger nicht zur Verfügung stehen.

Erwerbstätigkeit bei denen, die schon länger hier leben

Höher ist der Anteil der Erwerbstätigen bei Menschen, die schon länger in Deutschland waren: Bei Eingewanderten, die 20 bis 25 Jahre in Deutschland lebten, nähern sich die Erwerbstätigenquoten etwas an – auch zwischen Männern und Frauen: Bei eingewanderten Männern aus Afrika lag die Quote bei 82 Prozent, bei Frauen betrug sie 68 Prozent.
Eingewanderte Männer aus dem Nahen und Mittleren Osten waren nach längerem Aufenthalt zu 87 Prozent erwerbstätig, Frauen zu 79 Prozent. Zum Vergleich: Bei allen 25- bis 59-Jährigen – mit oder ohne Einwanderungsgeschichte – waren Männer zu 88 Prozent und Frauen zu 81 Prozent erwerbstätig, so das Bundesamt. (dts/red)
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Platz eins weit weg: Das droht Klopp in der Nations League

Die Tabelle lügt nicht. Und sie verheißt für Jürgen Klopp nach zwei Spielen als Bundestrainer in der Nations League nichts Gutes. Die Fußball-Nationalmannschaft ist von ihrem Ziel, als Gruppensieger wie beim letzten Mal ins Viertelfinale einzuziehen, nach dem 0:1 gegen Griechenland im zweiten von sechs Vorrundenspielen weit entfernt.
Mit einem Punkt liegt die DFB-Auswahl in Gruppe 2 der Liga A nach einem Drittel der Vorrunde auf dem dritten Platz. Tabellenführer Griechenland ist nach zwei Siegen schon fünf Zähler voraus.
Die Niederlande haben als erster Verfolger auch schon vier Punkte und damit drei mehr als Deutschland. Der nächste Gegner Serbien ist ohne Zähler Schlusslicht.
„Wir haben leider nur einen Punkt geholt. Dementsprechend sind wir nicht in einer optimalen Position. Wir müssen jetzt gucken, dass wir die nächsten Spiele gewinnen, weil wir natürlich Erster oder Zweiter werden wollen. Bestenfalls wollten wir Erster werden, jetzt ist der Platz weit weg“, sagte Kapitän Joshua Kimmich zur Ausgangslage.
Doch was passiert, wenn die DFB-Elf die ersten beiden Plätze verpasst? Dann ist die Teilnahme am Viertelfinale des UEFA-Wettbewerbs nicht möglich. Und damit wäre auch die Qualifikation für das Final Four im Juni 2027, bei dem der nächste Nations-League-Sieger gekürt wird, passé.

Stattdessen gibt es dann drei andere Optionen

Als einer der besten zwei Gruppendritten würde die DFB-Elf in der A-Liga bleiben. Dann würde sie im März direkt mit der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2028 weiter machen.
Als einer der schlechtesten zwei Gruppendritten oder einer der besten zwei Gruppenvierten müsste man im März in Relegationsspiele gegen einen Tabellenzweiten der B-Liga. Nur als Sieger dieser Playoffs bliebe man in der A-Liga, sonst wäre man ein Absteiger in die B-Liga.
Als einer der schlechtesten zwei Gruppenvierten wäre der direkte Abstieg besiegelt. Die neue A-Liga der Nations League mit dann 18 statt 16 Teams fände im Herbst 2028 ohne Deutschland statt. Die DFB-Elf müsste in der zweitklassigen B-Liga ran. (dpa/red)
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Staat fördert Altersvorsorge über die Börse: Der Wettlauf um das günstigste Angebot

Die Deutsche Bank steigt in den Wettlauf um das beste Angebot für das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ein. „Lockvogelangebote sind ganz klar nicht unsere Strategie“, betonte Deutsche-Bank-Manager Raffael Gasser dpa in Frankfurt.
„Unser Ziel ist, dass Kunden genau wissen, worauf Sie sich einlassen und auch in ein paar Jahren keine negativen Emotionen entwickeln, weil wir irgendwie die Spielregeln verändern.“
Mit dem Altersvorsorgedepot sollen Sparer ab 2027 über die Anlage in Indexfonds (ETFs), Aktienfonds und Anleihen privat fürs Alter vorsorgen können. Das soll den Menschen mehr Geld für den Ruhestand bescheren, weil sie zwar mit mehr Risiko, aber chancenreicher anlegen können.
Das Gesetz, auf dem das Altersvorsorgedepot beruht, erlaubt Anbietern, ihre Preise später jederzeit zu erhöhen. Dies müssen sie nur vier Monate vorher ankündigen. Darum gibt es bereits Befürchtungen, der Preiswettbewerb könne letztlich zulasten der Kundschaft gehen.

Staat fördert Altersvorsorge über die Börse

Der Staat fördert beim Altersvorsorgedepot Einzahlungen mit bis zu 540 Euro Zulage pro Jahr. Pro Kind gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro. Förderfähig sind Einzahlungen zwischen 120 Euro und 1.800 Euro pro Jahr.
Die Kapitalerträge werden in der Ansparphase nicht besteuert. Wer einen Riester-Vertrag hat, kann in das neue Fördersystem wechseln und angespartes Guthaben übertragen.

Vom ETF-Depot zum Dumpingpreis bis zur teureren Beratung

Die Deutsche Bank bietet zum Marktstart neben einem ETF-Depot teurere Lösungen mit Beratung an. Das von der Fondstochter DWS entwickelte Standarddepot wird nur digital verfügbar sein. Die jährlichen Kosten sollen in den ersten zwei Jahren 0,1 Prozent und danach 0,28 Prozent betragen.
Deutschlands größtes Geldhaus plant zudem ein erweitertes Vorsorgedepot mit Beratung, für das pro Jahr ein Entgelt von 0,99 Prozent erhoben wird. Ergänzend gibt es zwei mit der Zurich-Versicherung entwickelte Versicherungsprodukte, bei denen Kunden ebenfalls persönliche Beratung in Anspruch nehmen können: eins mit, eins ohne Garantie.
Dominik Hennen, der das Privatkundengeschäft von Deutscher Bank und Postbank mit insgesamt 19 Millionen Kunden verantwortet, sagt: „Es ist gut, dass das Thema Altersvorsorge jetzt einen derartigen Stellenwert bekommt. Trotzdem werden nicht plötzlich Millionen Menschen loslaufen und alles selbst abschließen. Es wird Menschen geben, die wollen und müssen bei diesem Thema beraten werden.“

Wettlauf um das günstigste Angebot

Den Preiswettbewerb hatte im August Scalable Capital eröffnet. Der Chef des Neobrokers, Erik Podzuweit, kündigte in der „BILD“ an, dass beim Standarddepot weder Gebühren für die Depotführung noch für Sparpläne, Ein- und Auszahlungen sowie Käufe und Verkäufe anfallen sollen. Die laufenden Kosten sollen bei Scalable höchstens 0,15 Prozent pro Jahr betragen.
Andere Anbieter zogen nach: Die Dekabank, die die Sparkassen mit Produkten versorgt, veranschlagt für ihr Standarddepot 0,1 Prozent Gebühren pro Jahr.

Chance oder Risiko?

Das Deutsche Aktieninstitut rechnet regelmäßig vor, dass sich langfristiges Investieren in Aktien lohnt. Demnach brachte ein Sparplan auf einen Fonds, der den Leitindex DAX abbildet, in den vergangenen 20 Jahren fast 9 Prozent Ertrag pro Jahr auf jeden angelegten Euro – trotz aller Krisen.
Bei 50 Euro im Monat seien so aus 12.000 Euro Investment gut 32.000 Euro geworden. Zwar sorgten das Platzen der Dotcom-Blase, die globale Finanzkrise und die Euro-Schuldenkrise für Einbrüche an den Börsen, doch langfristig stiegen Aktienindizes weiter.
Doch in Umfragen äußern viele Menschen regelmäßig Skepsis. In einer Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING im Sommer stimmte mehr als ein Drittel der 1.000 Erwachsenen in Deutschland der Aussage zu: „Anlegen ist wie Glücksspiel im Kasino.“
Selbst unter den Befragten, die bereits Geld in Wertpapieren anlegen, teilte mehr als jeder Fünfte diese Einschätzung.

Kommt durch die Rentenreform ein Umdenken in Gang?

Dass bei vielen Anbietern die Zahl der Wertpapierdepots steigt, darf nach Einschätzung von Dekabank-Vertriebschef Dirk Peters nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland nicht am Kapitalmarkt investiert ist:
„Stand heute legen nur 20 Prozent der Menschen über 14 Jahre ihr Geld in Aktien, Fonds, Renten oder ETFs an.“
Deutsche-Bank-Manager Gasser, der das Geschäftsfeld für wohlhabende Kunden des Dax-Konzerns in Deutschland betreut, rechnet mit einem Schub für die Aktienkultur in Deutschland durch das Altersvorsorgedepot. Sein Kollege Hennen sagt: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn das Altersvorsorgedepot nicht zum Turnaround führt – was braucht es dann noch?“
ING-Deutschland-Chef Lars Stoy sagte angesichts der Rentenreform im Sommer der Deutschen Presse-Agentur: „Das Beste, was dem Land in Sachen Altersvorsorge passieren könnte, ist, dass sich eine Bewegung in Gang setzt. Es mangelt vielen nicht an der Erkenntnis, dass sie etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen. In Deutschland tun wir uns nur manchmal schwer, ins Handeln zu kommen.“ (dpa/red)
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Energie wird teurer: Strompreis schießt vor dem Winter nach oben


In Kürze:

  • Der Strompreis für Neukunden sprang jüngst auf einen Jahreshöchstwert.
  • Gründe sind der andauernde Irankrieg und die damit verbundene angespannte Lage an den Energiemärkten.
  • Auf dem höchsten Stand des Jahres befinden sich im laufenden Monat auch die Börsenstrompreise.
  • Auch beim Erdgas steigen die Preise.

 
Der September ist in diesem Jahr bislang der Monat mit den höchsten Strompreisen. Zuletzt stieg vor allem der Strompreis für Neukunden in Deutschland deutlich.

Höherer Strompreis für Neukunden

Laut Daten des Energievergleichsportals Verivox kletterte der Neukundenstrompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) am 16. September auf 30,84 Cent/kWh am 26. September. Das entspricht einem Anstieg von 23,4 Prozent in nur zehn Tagen. Der größte Sprung in diesem Zeitraum erfolgte am 18. September auf 29,65 Cent/kWh. Mit dem aktuellen Wert liegt der Preis erstmals in diesem Jahr über der 30-Cent-Marke. Das Portal „Strom-Report“ gibt den aktuellen Neukundenstrompreis für Privathaushalte mit 30,6 Cent/kWh an.

Die Entwicklung des Neukundenstrompreises für deutsche Privathaushalte von Mitte Februar bis 27. September 2026.

Den höheren Strompreis bestätigt auch das Portal „stromauskunft.de“. Demnach liegt dort der durchschnittliche Preis im günstigsten Tarif jetzt bei 30,26 Cent/kWh. Wie das Portal angibt, ist das eine Preissteigerung von knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 10,6 Prozent zum Vorjahr.
Für Bestandskunden hat der aktuelle Preisanstieg zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen. Wer in den vergangenen Monaten einen neuen Stromvertrag für 25 Cent/kWh oder weniger abschließen konnte, behält diesen Tarif. Wie lange dieser gilt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Sinkt der Strompreis in den kommenden Monaten, kann sich ein erneuter Tarifwechsel nach Ablauf der jeweiligen Vertragsbindung beziehungsweise im Rahmen der Kündigungsfrist lohnen. Bei weiter steigenden Preisen kann es allerdings für Stromkunden teuer werden.
Grund für diesen Preissprung ist die weiterhin angespannte Lage durch den nun schon rund sieben Monate andauernden Irankrieg. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump einen möglichen Einigungsvorschlag des Iran abgelehnt. Somit bleibt die Straße von Hormus, eine wichtige Meerenge für Öl- und Gastanker, geschlossen, auch wenn einzelnen Schiffen die Durchfahrt gelingt. Hinzu kommt: Mit dem sinkenden Stromertrag aus Solaranlagen müssen jetzt wieder mehr Gaskraftwerke einspringen.
Trotz des jüngsten Preisanstiegs haben die Strompreise noch nicht das Niveau von vor vier Jahren erreicht. Durch den Ukrainekrieg stieg der Neukundenstrompreis hierzulande Anfang Oktober 2022 sprunghaft auf bis zu 70 Cent/kWh.

Höhere Börsenstrompreise

Für die Bildung der Strompreise in Deutschland ist auch der Börsenstrompreis maßgeblich. Ein Blick auf das Energieportal „Energy-Charts“ zeigt, dass der September im Schnitt die bisher höchsten Börsenstrompreise des Jahres aufweist.
Bis dato ist der deutsche Monatspreis für September mit 142,32 Euro pro Megawattstunde (Euro/MWh) angegeben. Kein Monat in diesem Jahr war bisher teurer. Es ist unwahrscheinlich, dass die noch verbleibenden drei Septembertage an dieser Spitzenposition etwas ändern – nicht zuletzt wegen des gestiegenen Preisniveaus. Dreistellig waren sonst nur der August mit 126,89 Euro/MWh und der Januar mit 110,09 Euro/MWh.

Im September erreichte der Börsenstrompreis mit bislang 142,32 Euro pro Megawattstunde ein neues Jahreshoch. Stand: 27. September 2026.

Ebenso zeigt die Europakarte des Portals ähnlich hohe oder teilweise noch höhere Börsenstrompreise in anderen europäischen Ländern. In allen italienischen Gebotszonen liegen die Preise beispielsweise über 200 Euro/MWh – ebenfalls ein Jahreshöchststand.
Laut einer kürzlich erhobenen Umfrage des Energiedienstleisters Montel könnte Deutschland in diesem Herbst sogar ähnlich hohe Börsenstrompreise erleben wie 2022.

Auch Anstieg bei Gas

Ein weiterer rapider Preisanstieg war in den vergangenen Tagen beim Erdgaspreis „Natural Gas“ zu beobachten. Er ist vor allem für den nordamerikanischen Gasmarkt maßgeblich, betrifft über die US-LNG-Lieferungen aber auch Deutschland. Im August lag er noch bei rund 2,3 bis 2,5 Euro pro MMBtu (Million British Thermal Units, eine Maßeinheit für Energie bei Erdgas). Anschließend schwankte er im September meist um 2,5 Euro pro MMBtu.
Ein stärkerer Anstieg setzte schließlich ab dem 22. September ein. Aktuell beträgt der Preis 2,81 Euro pro MMBtu. Das entspricht rund 9,6 Euro/MWh. Zeitweise lag der Preis schon bei rund 3 Euro pro MMBtu.
Dieser neuerliche Preisanstieg ist allerdings weniger auf die Entwicklung des Krieges im Nahen Osten zurückzuführen. Vielmehr liegt das an einem gestiegenen Heiz- und somit Gasbedarf in den USA aufgrund niedrigerer Temperaturen. Gleichzeitig sank dort die tägliche Produktionsmenge und die Gasexporte stiegen. Das hat das Angebot im Inland verknappt und maßgeblich zum Preissprung beigetragen.
Mit dem beginnenden Herbst steigt zudem nun auch der Heizbedarf in Deutschland. In Europa ist hingegen der Terminkontrakt Dutch TTF Natural Gas Futures ausschlaggebend. Dieser weist bereits seit Mitte Juni – von rund 41 Euro/MWh kommend – einen überwiegend steigenden Trend auf. Mitte September erreichte er sein bisheriges Hoch von rund 82,5 Euro/MWh. Zuletzt sank er wieder auf 72 Euro/MWh.
Ein weiterer Preisanstieg ist hier jedoch nicht auszuschließen, da vor allem die deutschen Gasspeicher weiterhin nur mäßig gefüllt sind. Am 25. September betrug der durchschnittliche Füllstand hierzulande 57,15 Prozent. Das sind 19,3 Prozentpunkte weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Erst kürzlich hat die Bundesregierung aufgrund dieses Rückstandes zusätzliches Gas einkaufen lassen. Die Befüllung läuft allerdings langsam: In den vergangenen Tagen stieg der Füllstand um 0,0 bis 0,08 Prozentpunkte pro Tag.
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28.09.2026 | Elif Eralp stellt Strafanzeige gegen Innenminister Dobrindt | Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

HEUTE7:03 Uhr

Solarstromproduktion übertrifft Vorjahreswert

Bis zum 27. September wurden in Deutschland 90,2 Terawattstunden Solarstrom produziert, mehr als im Gesamtjahr 2025 mit 90,0 Terawattstunden. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft lag das an ungewöhnlich vielen Sonnenstunden und dem weiteren Ausbau der Photovoltaik.

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HEUTE6:54 Uhr

Streit über Antisemitismusvorwurf: Linke zeigt Dobrindt an

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp und ihr Landesverband haben Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gestellt. Er soll eine Aussage über Eralp als „Antisemitin“ übernommen haben, was Anwalt Jasper Prigge als Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung wertet. Dabei geht es um eine Passage der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“, in der es zu Wortgefechten zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek kam.

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HEUTE6:42 Uhr

ING will bei großen Bankfusionen in Europa als Käufer auftreten

Die niederländische Großbank ING will bei großen, grenzüberschreitenden Bankenfusionen als Käufer auftreten, nicht als Übernahmeziel. ING-Chef Steven van Rijswijk sagte, Banken stünden nach der Finanzkrise und der Negativzinsphase inzwischen besser da. Auch bei Investitionen in Digitalisierung, KI und ein besseres Kundenerlebnis helfe Größe. Die Bank sieht sich auch in Deutschland nach Zukäufen um.

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HEUTE6:20 Uhr

Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

Wegen einer brennenden Powerbank landete eine Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon außerplanmäßig in Lyon. Die Crew sicherte den Akku umgehend in einem speziellen Lithium-Sicherheitsbeutel. Der Airbus A321-200 landete sicher, alle 198 Passagiere verließen das Flugzeug regulär über die Treppen. Es gab keine Verletzten. Wegen des Nachtflugverbots wurden die Passagiere in Hotels untergebracht und später auf andere Flüge umgebucht.

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HEUTE6:00 Uhr

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Grundsätzlich wird es bei dem Treffen darum gehen, in welchen Bereichen die EU ihre Unterstützung Kiews noch verstärken kann. Ein weiteres Thema des Treffens ist der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU, den die Europäische Verteidigungsagentur erstellt hat.
Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv.

Foto: Gregory Bull/AP/dpa

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HEUTE6:28 Uhr

Hurrikan „Polo“: Zwei Tote und drei Vermisste in Mexiko

Der pazifische Hurrikan „Polo“ hat in Mexiko bereits vor Erreichen der Küste mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen werden in Jalisco drei weitere Menschen vermisst. Der Sturm soll am Montagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten Mexikos treffen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Fünf Fakten über das Bundesverfassungsgericht

Seit 75 Jahren wacht das Bundesverfassungsgericht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Bürger können sich „nach Karlsruhe“ wenden, wenn sie ihre Rechte aus der Verfassung verletzt sehen.
Außerdem entscheidet das Gericht im Streit zwischen politischen Akteuren – zum Beispiel, wenn sich Fraktionen oder einzelne Abgeordnete mit der Bundesregierung uneinig sind. Fünf Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über das höchste deutsche Gericht wussten:

1. Das Gericht untersteht keinem Ministerium

Das Bundesverfassungsgericht ist nicht nur das höchste Gericht Deutschlands, sondern auch eines der fünf Verfassungsorgane der Bundesrepublik. Als solches untersteht es anders als die Fachgerichte keinem Ministerium.
Grundsätzliche organisatorische Entscheidungen treffen die 16 Richterinnen und Richter, die sich auf zwei Senate aufteilen, selbst. Die Verwaltung leitet Gerichtspräsident Stephan Harbarth. Insgesamt sind rund 270 Personen beim Bundesverfassungsgericht angestellt.

2. Die roten Roben werden weitergereicht

Wenn am Bundesverfassungsgericht ein Urteil verkündet wird, dann von Richterinnen und Richtern in scharlachroten Roben, mit Baretts auf dem Kopf und weißem Jabot um den Hals.
Die Amtstracht ist ein Markenzeichen des Gerichts. Sie gehört den Verfassungsrichtern nicht selbst, sondern wird von Richter zu Richter weitergegeben. Eine Schneiderin aus Karlsruhe bessert die Satin-Gewänder bei Bedarf aus und passt sie bei Personalwechseln im Senat dem neuen Träger oder der neuen Trägerin an.

3. Örtliche Trennung von Justiz und Politik

Das Gesetz über den Sitz des Bundesverfassungsgerichts bestimmte 1951, dass dieser „vorerst in Karlsruhe“ ist. Das hatte vor allem praktische Gründe: Der Bundesgerichtshof saß damals schon rund ein Jahr dort. Man dachte, die Gerichte könnten sich etwa eine Verwaltung oder eine Bibliothek teilen.
Außerdem muss ein Drittel der Richter am Bundesverfassungsgericht Bundesrichter sein – da war die räumliche Nähe zum größten Bundesgericht von Vorteil. Dass die obersten Gerichte nicht in der Hauptstadt sitzen, hat eine lange Tradition. Die Justiz soll so räumlich vom Zentrum der politischen Macht getrennt werden.

Polizisten vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Foto: Thomas Kienzle/AFP via Getty Images

4. In der ersten Entscheidung ging es um Baden-Württemberg

Die allererste Entscheidung fällte das Bundesverfassungsgericht am 9. September 1951. Im Eilverfahren ordnet der Zweite Senat an, dass die für den 16. September angesetzte Volksabstimmung über die Gründung eines Südweststaates Baden-Württemberg später stattfinden muss.
Die Richter brauchten mehr Zeit, um vorher die Rechtslage zu prüfen. Am Ende gab das Gericht aber grünes Licht: Die Abstimmung wurde im Dezember 1951 nachgeholt – mit dem Ergebnis, dass Baden-Württemberg entstand.

5. Nur rund 1,5 Prozent der Verfassungsklagen haben Erfolg

Die allermeisten Verfahren, die am Bundesverfassungsgericht eingehen, sind sogenannte Verfassungsbeschwerden – im Jahr 2025 machten sie mit 4.722 rund 96 Prozent der Verfahren aus. Mit einer Verfassungsbeschwerde können sich vor allem Bürger ans Gericht wenden, wenn sie ihre Grundrechte verletzt sehen.
Die Beschwerden sind aber sehr selten erfolgreich: Die durchschnittliche Erfolgsquote der letzten zehn Jahre liegt bei 1,48 Prozent. In der Regel stellt das Gericht also keinen Verstoß gegen die Verfassung fest. (dpa/red)
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28.09.2026 | Lufthansa-Airbus landet außerplanmäßig in Lyon | EU berät über Patriot-Raketen für die Ukraine

HEUTE6:20 Uhr

Powerbank in Brand: Lufthansa-Maschine landet außerplanmäßig in Lyon

Wegen einer brennenden Powerbank landete eine Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Lissabon außerplanmäßig in Lyon. Die Crew sicherte den Akku umgehend in einem speziellen Lithium-Sicherheitsbeutel. Der Airbus A321-200 landete sicher, alle 198 Passagiere verließen das Flugzeug regulär über die Treppen. Es gab keine Verletzten. Wegen des Nachtflugverbots wurden die Passagiere in Hotels untergebracht und später auf andere Flüge umgebucht.

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HEUTE6:00 Uhr

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Grundsätzlich wird es bei dem Treffen darum gehen, in welchen Bereichen die EU ihre Unterstützung Kiews noch verstärken kann. Ein weiteres Thema des Treffens ist der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU, den die Europäische Verteidigungsagentur erstellt hat.

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HEUTE6:28 Uhr

Hurrikan „Polo“: Zwei Tote und drei Vermisste in Mexiko

Der pazifische Hurrikan „Polo“ hat in Mexiko bereits vor Erreichen der Küste mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen werden in Jalisco drei weitere Menschen vermisst. Der Sturm soll am Montagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten Mexikos treffen.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen

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Südafrika: 27 Tote bei zwei Schusswaffenangriffen bei Johannesburg und Kapstadt

Schwer bewaffnete Überfallkommandos haben in Südafrika in der Nähe der Großstädte Kapstadt und Johannesburg Lokale angegriffen und insgesamt 27 Menschen getötet.
In einer Bar westlich von Johannesburg seien 17 Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die acht Täter seien mit Sturmgewehren bewaffnet gewesen. Bei einem weiteren Schusswaffenvorfall nahe Kapstadt gab es zehn Tote und elf Verletzte. Die Hintergründe der Angriffe waren zunächst unklar.
Der Überfall in dem eher ländlichen Township Wedela westlich der Millionenmetropole Johannesburg ereignete sich am Samstagabend. Die Täter eröffneten zunächst das Feuer auf Besucher außerhalb der Bar, bevor sie im Innenraum Schüsse abgaben, wie die Polizei mitteilte. 13 Männer und vier Frauen seien erschossen worden. Vor ihrer Flucht setzten die Angreifer zwei Fahrzeuge in Brand.
Die Umgebung des Townships Wedela ist geprägt vom Bergbau. Die Regierung ging dort zuletzt gegen illegalen Bergbau vor und setzte im Kampf gegen kriminelle Netzwerke, die rund um alte Gruben aktiv sind, neben Polizisten auch Soldaten ein.
„Die Kriminellen wollen, dass wir uns daran gewöhnen, aber das kann nicht erlaubt und toleriert werden“, sagte Fred Kekana von der örtlichen Polizei. „Wir haben von den Verdächtigen klare Fotos und werden sie kriegen“, sagte er.
Vermutlich sei der Angriff eine Vergeltungstat für einen ähnlichen Vorfall in derselben Bar im vergangenen Monat, bei dem ein Mensch getötet wurde. Nach einem der nun erschossenen Opfer habe die Polizei gefahndet, sagte Kekana.
In der Nähe von Kapstadt gab es bei einem weiteren Angriff in der Nacht zum Sonntag zehn Tote und elf Verletzte. Bewaffnete Männer stürmten um 01.46 Uhr einen Barbecue-Club in Lwandle nahe Somerset West und „schossen auf die Gäste“, wie die Polizei mitteilte.
Auf in Onlinediensten veröffentlichten Videos sind Club-Besucher beim Tanzen und Trinken zu sehen, bevor eine Salve von Schüssen zu hören ist und die Menschen panisch in Deckung gehen.
Fünf der zehn Todesopfer starben am Tatort, die anderen auf dem Weg ins Krankenhaus. Unter den Toten waren laut Polizei zwei Frauen. Es gab zunächst keine Festnahmen. Erst in der vergangenen Woche hatten Bewaffnete eine Party in einem Township der östlichen Hafenstadt Durban gestürmt und elf Menschen getötet, darunter eine schwangere Frau.
Südafrika hat mit einem hohen Maß an Waffengewalt zu kämpfen, die oftmals in Verbindung mit kriminellen Banden, organisiertem Verbrechen oder Rivalitäten zwischen örtlichen Geschäftsleuten steht. Das Land mit rund 62 Millionen Einwohnern hat mit rund 60 Morden pro Tag eine der höchsten Mordraten weltweit.
Aktuell hat die Polizei in Johannesburg mit einer Mordserie an Frauen zu tun, bei der binnen zwei Monaten nach neuen Angaben elf Frauen in einem östlichen Stadtbezirk getötet wurden.
Das jüngste Opfer sei am Sonntagmittag entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Am Samstag wurde demnach eine Frauenleiche halbnackt in der Nähe eines Friedhofs gefunden. In Zusammenhang mit dieser Tat sei ein Mann festgenommen worden.
Die neun ersten Opfer der Mordserie waren überwiegend in den 20ern oder 30ern, einige waren nackt und wiesen Anzeichen sexueller Gewalt auf. Die Mordserie löste in Südafrika eine Protestwelle aus.
Geschlechtsspezifische Gewalt ist in dem Land weit verbreitet: Nach Angaben der Vereinten Nationen erlebt jede dritte Frau in Südafrika im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt. (afp/red)