Tag: Automobilindustrie
Schluckt Musks SpaceX Tesla?
Mehr Auslieferungen

Mitarbeiter von SpaceX feiern am 12. Juni 2026 in New York City am Nasdaq Marketsite den Börsenschluss des Börsengangs (IPO) von SpaceX. SpaceX wurde unter dem Tickersymbol SPCX notiert.
Foto: Spencer Platt/Getty Images
Quartalsgewinn sinkt
Unklarheit über Robotaxi-Flotte
In Kürze:
- Ungarn entwickelt sich zum bevorzugten Produktionsstandort deutscher Autobauer, und das nicht nur wegen niedriger Lohnkosten.
- Entscheidend sind eine langfristige Industriepolitik, der Ausbau von Zulieferern und Batteriefertigung sowie schnelle Investitionsprozesse.
- Die Elektromobilität verändert die Standortwahl. Neue Werke entstehen dort, wo Produktion, Lieferketten und Infrastruktur optimal zusammenspielen.
Mehr als niedrige Löhne

Ein Mercedes-Benz GLB ist anlässlich des Starts der Serienproduktion im Werk in Kecskemét, Ungarn, am 19. Januar 2026 zu sehen.
Foto: Attila Kisbenedek/AFP via Getty Images
Das industrielle Ökosystem
Ein neuer Wettbewerb
Was Ungarn anders macht
In Kürze:
- Seit dem 1. Juli ist in neu zugelassenen Pkw in der EU das kamerabasierte Innenraumüberwachungssystem ADDW vorgeschrieben.
- Es soll Ablenkungen des Fahrers reduzieren, kann nach Einschätzung von Kritikern jedoch selbst eine Ablenkung darstellen.
- Je nach Kalibrierung genügen schon geringe Blickabweichungen des Fahrers, und das System schlägt Alarm.
- Datenschützer sehen derzeit keine grundsätzlichen Datenschutzprobleme, schließen Verstöße gegen Datenschutzvorschriften im Einzelfall jedoch nicht aus.
- Die Sicherheitssysteme stellen eine finanzielle Mehrbelastung dar.
Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf „nahe Null“ zu senken. Das entsprechende Konzept trägt den Namen „Vision Zero“.
Wie funktioniert die Innenraumüberwachung ADDW?

In modernen Autos schlägt ein Überwachungssystem Alarm, wenn ein Fahrer abgelenkt ist, wenn er etwa während der Fahrt sein Handy bedient.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Werden die Fahrer jetzt permanent überwacht?
- Das System darf die Bilddaten in Echtzeit nur rein lokal im Fahrzeug verarbeiten. Sobald das System eine Warnung ausgegeben oder verworfen hat, muss es die Rohdaten sofort und unwiderruflich löschen.
- Übertragungen in die Cloud, an den Autohersteller, Versicherungen oder Behörden sind verboten.
- Eine biometrische Gesichtserkennung zur Ablenkungswarnung ist ausdrücklich untersagt. Das ADDW-System erkennt nicht, welche Person genau hinter dem Steuer sitzt.
Kann die Überwachung die Unfallzahlen wirklich reduzieren?
Ist der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt, kann es schnell zu einem Auffahrunfall kommen.
Foto: Robert vt Hoenderdaal/iStock
Darf man das System abschalten, wenn es nervt?
Warum gibt es so viel Kritik?

Immer größere Touchscreens in Autos stellen eine Ablenkungsmöglichkeit des Fahrers dar.
Foto: Alexander Shapovalov/iStock
Was sagen Datenschützer zur Innenraumüberwachung?
Zusätzliche Kosten für Autofahrer?
In Kürze:
- Seit dem 1. Juli ist in neu zugelassenen Pkw in der EU das kamerabasierte Innenraumüberwachungssystem ADDW vorgeschrieben.
- Es soll Ablenkungen des Fahrers reduzieren, kann nach Einschätzung von Kritikern jedoch selbst eine Ablenkung darstellen.
- Je nach Kalibrierung genügen schon geringe Blickabweichungen des Fahrers, und das System schlägt Alarm.
- Datenschützer sehen derzeit keine grundsätzlichen Datenschutzprobleme, schließen Verstöße gegen Datenschutzvorschriften im Einzelfall jedoch nicht aus.
- Die Sicherheitssysteme stellen eine finanzielle Mehrbelastung dar.
Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf „nahe Null“ zu senken. Das entsprechende Konzept trägt den Namen „Vision Zero“.
Wie funktioniert die Innenraumüberwachung ADDW?

In modernen Autos schlägt ein Überwachungssystem Alarm, wenn ein Fahrer abgelenkt ist, wenn er etwa während der Fahrt sein Handy bedient.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Werden die Fahrer jetzt permanent überwacht?
- Das System darf die Bilddaten in Echtzeit nur rein lokal im Fahrzeug verarbeiten. Sobald das System eine Warnung ausgegeben oder verworfen hat, muss es die Rohdaten sofort und unwiderruflich löschen.
- Übertragungen in die Cloud, an den Autohersteller, Versicherungen oder Behörden sind verboten.
- Eine biometrische Gesichtserkennung zur Ablenkungswarnung ist ausdrücklich untersagt. Das ADDW-System erkennt nicht, welche Person genau hinter dem Steuer sitzt.
Kann die Überwachung die Unfallzahlen wirklich reduzieren?
Ist der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt, kann es schnell zu einem Auffahrunfall kommen.
Foto: Robert vt Hoenderdaal/iStock
Darf man das System abschalten, wenn es nervt?
Warum gibt es so viel Kritik?

Immer größere Touchscreens in Autos stellen eine Ablenkungsmöglichkeit des Fahrers dar.
Foto: Alexander Shapovalov/iStock
Was sagen Datenschützer zur Innenraumüberwachung?
Zusätzliche Kosten für Autofahrer?
VDA: Besonders negativ zulasten deutscher Hersteller ausgewirkt
Chinesischer Verband: Zusätzliche Belastung für deutsche Hersteller
Was die deutschen Hersteller dazu sagen
In Kürze:
- VW-Beschäftigte und Unterstützer demonstrierten in Emden gegen die Sparpläne des Konzerns.
- Oberbürgermeister Tim Kruithoff warnt vor massiven wirtschaftlichen Folgen einer möglichen Werksschließung.
- Als möglicher Wachstumsmotor gilt künftig auch die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Mögliche Schließung des VW-Werks als Worst-Case-Szenario für Emden
Rückläufige Entwicklung des Absatzes seit Corona
Pistorius in Emden – OB wirbt um Marinehafen
Höhe des Personalabbaus steht noch nicht fest
Blume: Intelligente Lösungen sind besser als Werkschließungen
Alternative Lösungen werden geprüft
Hannovers Oberbürgermeister fordert Bekenntnis zum Standort
Warum gerade in Ungarn?
Ein deutsches Cluster mitten in Europa
Auch Zulieferer schätzen Ungarn
„Die Produktionsverlagerung ist noch nicht am Ende“
Kostenvorteil mit Verfallsdatum?
Vorstand will weiter umbauen
Zukunft Elektroflotte, aber schlechte Weltlage
Vertrauensverlust bei Beschäftigten
Schlechtere Verkaufszahlen – Sorge um Absatz in China
In Kürze:
- Volkswagen will seine Modellpalette bis 2030 um bis zu 50 Prozent verkleinern und Produktionskapazitäten reduzieren.
- Berichte über bis zu 100.000 wegfallende Arbeitsplätze und vier gefährdete Werke sind bislang nicht offiziell bestätigt.
- Betriebsrat, IG Metall und das Land Niedersachsen lehnen mögliche Werksschließungen ab und verlangen mehr Transparenz.
Volkswagen will die Produktpalette deutlich verschlanken
Gewerkschaft geht bei Jobabbau von bis zu 50.000 Stellen aus – doch nun ist von mehr die Rede
Betriebsrat fordert von VW-Vorstand klare Aussagen
Ministerpräsident für Volkswagen-Umbau ohne Werksschließungen
In Kürze:
- Der Bundestag debattiert auf Antrag von CDU/CSU und SPD über die Zukunft der deutschen Autoindustrie.
- Die Bundesregierung sieht hohe Standortkosten als zentrales Problem und fordert mehr Technologieoffenheit.
- Die Opposition streitet über die Ursachen der Krise – von Energiewende bis Transformation zur Elektromobilität.
- Einigkeit besteht darin, dass die Branche vor tiefgreifenden wirtschaftlichen Herausforderungen steht.
Autoindustrie investiert dreistellige Milliardensummen in Forschung und Standorte

Gitta Connemann (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
AfD: Energiewende ist „Standortpolitik für China“
SPD für „maßvolle“ Anpassung der EU-Flottenregeln – Grüne: „Verbrenner hat keine Bedeutung mehr“

Dunkle Wolken über Wolfsburg. Der VW-Konzen hat 2025 einen drastischen Gewinneinbruch erlitten.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Linke für Ausbau der Landesbeteiligung an VW
Union will Technologieoffenheit für Autoindustrie bewahren
Vier Werken soll die Schließung drohen
IG Metall will Widerstand leisten
Auftakt in Osnabrück
Komplizierte Situation im Aufsichtsrat
Es wird schon gespart
Steuervergünstigungen fielen weg
Minus in allen Weltregionen
Nur 911er mit Zuwächsen
- Macan: rund 35.300 Fahrzeuge (minus 22 Prozent)
- Panamera: rund 9.300 Fahrzeuge (minus 38 Prozent)
- 718 (Boxster und Cayman): rund 2.800 Fahrzeuge (minus 73 Prozent)
- Taycan: rund 6.200 Fahrzeuge (minus 25 Prozent).
Absatz in der Abwärtsbewegung
In Kürze:
- Deutsche Autobauer stehen unter Druck, sind laut dem Ex-Kommunikationschef von BMW aber weiterhin wettbewerbsfähig.
- Richard Gaul: China ist weniger Bedrohung als oft dargestellt; entscheidend sind Kosten, Märkte und Strukturen.
- Gaul: Die Branche muss lokaler denken, flexibler produzieren und Technologieoffenheit bewahren.
Herr Gaul, wie ernst ist die Lage der deutschen Automobilindustrie? Erleben wir lediglich eine schwierige Phase oder verändert sich die Branche grundlegend?
Die deutsche Automobilindustrie galt über Jahrzehnte hinweg als eine der erfolgreichsten Branchen des Landes. Was ist von diesem Erfolgsmodell geblieben?
Lange Zeit war China der wichtigste Wachstumsmarkt der deutschen Hersteller. Heute kommen von dort einige ihrer stärksten Konkurrenten. Haben die deutschen Autobauer diese Entwicklung unterschätzt?
Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller auf den europäischen Markt. Was machen sie besser als ihre deutschen Konkurrenten?
Woran liegt das?
Kann die deutsche Automobilindustrie verlorene Marktanteile in China zurückgewinnen?
Was ist der Unterschied?
Deutschland wollte bei der Elektromobilität einmal Vorreiter sein. Heute entsteht häufig der Eindruck, dass chinesische Hersteller und Tesla das Tempo bestimmen. Was ist schiefgelaufen?
Dennoch stehen gerade deutsche Hersteller bei der Elektromobilität unter erheblichem Druck.
Wurde der Verbrennungsmotor politisch und strategisch zu früh abgeschrieben? Oder halten die deutschen Hersteller zu lange an dieser Technologie fest?
Bei Verbrennungsmotoren hatten die deutschen Hersteller einen technologischen Vorsprung. Beginnt der Wettbewerb mit dem Elektroauto wieder bei null?
Lange hieß es, das Auto der Zukunft werde zum „Smartphone auf Rädern“.
Angenommen, Sie müssten heute über den Bau eines neuen Werkes entscheiden. Würden Sie es in Deutschland errichten?
Warum nicht?
China unterstützt seine Industrie strategisch, die Vereinigten Staaten schützen ihren Markt. Deutschland und Europa setzen stark auf Regulierung. Ist die Politik im globalen Wettbewerb zu naiv?
Welchen Anteil haben die Manager der deutschen Autokonzerne selbst an der heutigen Situation?
Wird es Unternehmen wie BMW, Mercedes und Volkswagen in 20 Jahren noch geben?
Gleichzeitig müssen die Hersteller ihre Fahrzeuge stärker an einzelne Märkte anpassen. Ist die Idee vom „Weltauto“ damit gescheitert?
Die Automobilindustrie muss also lokaler und zugleich globaler werden?
Müssen wir uns dann um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie keine Sorgen machen?
Vielen Dank für das Gespräch!
In Kürze:
- BYD hat einen ehemaligen Ferrari-Standort im oberbayerischen Starnberg übernommen und baut damit sein Vertriebsnetz in Deutschland aus.
- Der chinesische Autobauer plant weitere Produktionskapazitäten in Europa und prüft die Übernahme bestehender Werke in Spanien oder Frankreich.
- Die Expansion erfolgt vor dem Hintergrund von EU-Zöllen und industriepolitischen Vorgaben, die eine stärkere lokale Produktion begünstigen sollen.
- Während chinesische Hersteller investieren, reagieren deutsche Autobauer wie Mercedes mit Standortverkäufen, Sparmaßnahmen und einer Debatte über Arbeitskosten und Wettbewerbsfähigkeit.
Harmony übernimmt ehemaligen Ferrari-Standort
Mieter der rund 2.500 Quadratmeter großen Flächen ist das Unternehmen Harmony New Energy Auto Service Germany, das dort künftig Fahrzeuge des chinesischen Herstellers BYD vertreibt. In einer Erklärung sprach Projektentwickler Concrete Capital von einem „großen Vermietungserfolg“. Mit der langfristigen Vermietung an Harmony gewinne man einen „starken, international erfahrenen Partner für diesen Standort“. Die Ansiedlung bestätige die Attraktivität der Immobilie und unterstreiche die Qualität des Standorts.
BYD will Produktion in Europa ausbauen
Langfristig will BYD rund 70 Prozent der in Europa verkauften Fahrzeuge auch dort produzieren. Dabei bevorzugt das Unternehmen die Übernahme bestehender Werke gegenüber dem Bau neuer Fabriken. Die Strategie steht im Zusammenhang mit den von der EU eingeführten Zusatzzöllen auf Elektrofahrzeuge aus China sowie weiteren geplanten industriepolitischen Maßnahmen.
Mercedes verkauft Standorte und verschärft Sparkurs
In Kürze:
- Volkswagen plant offenbar einen deutlich umfassenderen Konzernumbau als noch Ende 2024 vereinbart, mit möglichen weiteren Stellenstreichungen und Werksschließungen.
- Schwache Quartalszahlen, sinkende Erträge in China und hoher Wettbewerbsdruck veranlassen den Vorstand, das Geschäftsmodell und die Konzernstrukturen grundlegend zu überdenken.
- Der Aufsichtsrat entscheidet am 9. Juli über das neue „Zielbild 2030“, eine Richtungsentscheidung für die Zukunft des größten deutschen Automobilherstellers.

Er soll bis Ende 2030 an der Spitze des Konzerns bleiben und den Sparkurs vorantreiben: VW-Chef Oliver Blume. (Archivbild)
Foto: Michael Kappeler/dpa
Die wirtschaftliche Ausgangslage

Autoproduktion in Wolfsburg: Wegen hoher Nachfrage nach den hier gebauten Verbrenner setzt VW nun Sonderschichten an. (Archivfoto)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Warum das Zukunftspaket nicht mehr trägt

Das VW-Werk in Wolfsburg. (Archivbild)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das System Volkswagen
„Es gibt viele andere Hebel, die das Unternehmen zu verantworten hat. Wir müssen wettbewerbsfähige Produkte haben, uns fehlen die Einstiegsmodelle in der Elektromobilität.“
Die Antwort darauf wird nicht allein in Wolfsburg gesucht. Sollte der Vorstand seine Pläne tatsächlich in der berichteten Größenordnung vorlegen, beträfe das nicht nur den Konzern. Es ginge auch um Industriestandorte, Zuliefernetzwerke und die Rolle des Landes Niedersachsen als Anteilseigner. Gerade deshalb dürfte der Aufsichtsrat am 9. Juli nicht nur über ein weiteres Sparprogramm beraten, sondern über die Grenzen des bisherigen Volkswagen-Kompromisses.
Mehr als ein weiteres Sparprogramm
Tankrabatt läuft heute aus










































