Rettungskräfte sind am Tatort im Einsatz, nachdem am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses mehrere Schüsse in schneller Folge gefallen sind. Präsident Trump soll sich zu diesem Zeitpunkt im Weißen Haus aufgehalten haben, um an einem Friedensabkommen mit dem Iran zu arbeiten. - Foto: Andrew Leyden/Getty Images
In der Nähe des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump hat ein Mann auf Sicherheitskräfte des Secret Service geschossen. Nach dem Angriff in der Nähe des Weißen Hauses in Washington hätten die Beamten am Samstag (Ortszeit) zurückgeschossen und den mutmaßlichen Schützen tödlich verletzt, teilte der Kommunikationschef des Secret Service, Anthony Guglielmi, mit.
Nach den Schüssen riegelte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften weiträumig das Weiße Haus ab, in dem sich Trump aufhielt.
Der US-Präsident sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, erklärte Guglielmi. Demnach hatte gegen 18:00 Uhr Ortszeit (24:00 Uhr MESZ) ein Mann unweit der Sicherheitszone rund um das Weiße Haus „eine Waffe aus seiner Tasche gezogen und begonnen zu schießen“.
Am Tatort am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses.
Foto: Andrew Leyden/Getty Images
Secret Service schoss zurück – auch ein Passant getroffen
Guglielmi führte aus, die Beamten des für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service hätten zurückgeschossen, „trafen den Verdächtigen, der in ein Krankenhaus in der Gegend gebracht wurde, wo er für tot erklärt wurde“.
Bei dem Schusswechsel wurde demnach außerdem ein Passant getroffen. Zu seinem Zustand äußerte sich der Secret Service nicht. Seine Beamten blieben unverletzt. Es blieb zunächst unklar, ob der Verdächtige oder Agenten des Secret Service dafür verantwortlich waren.
Mehrere US-Medien berichteten, bei dem Angreifer habe es sich um den 21-jährigen Nasire B. aus dem Bundesstaat Maryland gehandelt.
CNN berichtete, es handle sich um einen 21 Jahre alten Mann. Mit Verweis auf eine Quelle der Justizbehörden hieß es weiter, dass dieser bereits zuvor mit dem Secret Service aneinandergeraten sei: Im Sommer 2025 soll er eine Zufahrt zum Weißen Haus blockiert haben und dann zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sein. Dem Sender zufolge soll ein Richter ihm später verboten haben, sich dem Gelände des Weißen Hauses zu nähern.
US-Präsident Trump hatte sich während des Vorfalls im Weißen Haus aufgehalten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb der 79-jährige Staatschef in Washington, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs zu arbeiten, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.
Dutzende Schüsse fielen
Zahlreiche Sicherheitskräfte riegelten den Amtssitz des US-Präsidenten nach den Schüssen weiträumig abgeriegelt.
Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, erklärte im Onlinedienst X, Beamte seiner Behörde unterstützten nach den Schüssen „in der Nähe des Geländes des Weißen Hauses“ vor Ort den Secret Service. Mitglieder der Nationalgarde verwehrten den Zugang zu einer Gegend im Zentrum von Washington, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses „20 bis 25“ Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten – „aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt“.
Polizeifahrzeuge und bewaffnete Secret-Service-Agenten sind am 23. Mai 2026 in der Nähe des Weißen Hauses in Washington, D.C..
Foto: Alex Wroblewski/AFP via Getty Images
Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten im Onlinedienst X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang, die zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Video für Onlinenetzwerke aufnahm, schrieb auf X: „Es klang wie Dutzende Schüsse.“
Republikaner: Trump ist in Sicherheit
Der „Fox-News“-Moderator Bret Baier sagte unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, der Schütze habe sich der Westseite des Weißen Hauses genähert und drei Mal geschossen. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, in den Sicherheitsbereich rund um das Weiße Haus einzudringen.
„Dank sei Gott, Präsident Trump ist in Sicherheit“, erklärten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf X nach den Schüssen. „Endlose Dankbarkeit gegenüber dem Secret Service für seine sofortige heldenhafte Reaktion. Die politische Gewalt muss aufhören“, hieß es in der Erklärung weiter.
Schon mehrere Angriffe auf Trump
Erst am 25. April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen.
Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden, kam dem US-Präsidenten oder anderen Gästen aber nicht zu nahe. Bei der Festnahme des Angreifers fielen mehrere Schüsse. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.
Trump war in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten an der Ohrmuschel.
Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt. (afp/dpa/red)
Rettungskräfte sind am Tatort im Einsatz, nachdem am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses mehrere Schüsse in schneller Folge gefallen sind. Präsident Trump soll sich zu diesem Zeitpunkt im Weißen Haus aufgehalten haben, um an einem Friedensabkommen mit dem Iran zu arbeiten. - Foto: Andrew Leyden/Getty Images
In der Nähe des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump hat ein Mann auf Sicherheitskräfte des Secret Service geschossen. Nach dem Angriff in der Nähe des Weißen Hauses in Washington hätten die Beamten am Samstag (Ortszeit) zurückgeschossen und den mutmaßlichen Schützen tödlich verletzt, teilte der Kommunikationschef des Secret Service, Anthony Guglielmi, mit.
Nach den Schüssen riegelte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften weiträumig das Weiße Haus ab, in dem sich Trump aufhielt.
Der US-Präsident sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, erklärte Guglielmi. Demnach hatte gegen 18:00 Uhr Ortszeit (24:00 Uhr MESZ) ein Mann unweit der Sicherheitszone rund um das Weiße Haus „eine Waffe aus seiner Tasche gezogen und begonnen zu schießen“.
Am Tatort am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses.
Foto: Andrew Leyden/Getty Images
Secret Service schoss zurück – auch ein Passant getroffen
Guglielmi führte aus, die Beamten des für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service hätten zurückgeschossen, „trafen den Verdächtigen, der in ein Krankenhaus in der Gegend gebracht wurde, wo er für tot erklärt wurde“.
Bei dem Schusswechsel wurde demnach außerdem ein Passant getroffen. Zu seinem Zustand äußerte sich der Secret Service nicht. Seine Beamten blieben unverletzt. Es blieb zunächst unklar, ob der Verdächtige oder Agenten des Secret Service dafür verantwortlich waren.
Mehrere US-Medien berichteten, bei dem Angreifer habe es sich um den 21-jährigen Nasire B. aus dem Bundesstaat Maryland gehandelt.
CNN berichtete, es handle sich um einen 21 Jahre alten Mann. Mit Verweis auf eine Quelle der Justizbehörden hieß es weiter, dass dieser bereits zuvor mit dem Secret Service aneinandergeraten sei: Im Sommer 2025 soll er eine Zufahrt zum Weißen Haus blockiert haben und dann zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sein. Dem Sender zufolge soll ein Richter ihm später verboten haben, sich dem Gelände des Weißen Hauses zu nähern.
US-Präsident Trump hatte sich während des Vorfalls im Weißen Haus aufgehalten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb der 79-jährige Staatschef in Washington, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs zu arbeiten, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.
Dutzende Schüsse fielen
Zahlreiche Sicherheitskräfte riegelten den Amtssitz des US-Präsidenten nach den Schüssen weiträumig abgeriegelt.
Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, erklärte im Onlinedienst X, Beamte seiner Behörde unterstützten nach den Schüssen „in der Nähe des Geländes des Weißen Hauses“ vor Ort den Secret Service. Mitglieder der Nationalgarde verwehrten den Zugang zu einer Gegend im Zentrum von Washington, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses „20 bis 25“ Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten – „aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt“.
Polizeifahrzeuge und bewaffnete Secret-Service-Agenten sind am 23. Mai 2026 in der Nähe des Weißen Hauses in Washington, D.C..
Foto: Alex Wroblewski/AFP via Getty Images
Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten im Onlinedienst X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang, die zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Video für Onlinenetzwerke aufnahm, schrieb auf X: „Es klang wie Dutzende Schüsse.“
Republikaner: Trump ist in Sicherheit
Der „Fox-News“-Moderator Bret Baier sagte unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, der Schütze habe sich der Westseite des Weißen Hauses genähert und drei Mal geschossen. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, in den Sicherheitsbereich rund um das Weiße Haus einzudringen.
„Dank sei Gott, Präsident Trump ist in Sicherheit“, erklärten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf X nach den Schüssen. „Endlose Dankbarkeit gegenüber dem Secret Service für seine sofortige heldenhafte Reaktion. Die politische Gewalt muss aufhören“, hieß es in der Erklärung weiter.
Schon mehrere Angriffe auf Trump
Erst am 25. April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen.
Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden, kam dem US-Präsidenten oder anderen Gästen aber nicht zu nahe. Bei der Festnahme des Angreifers fielen mehrere Schüsse. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.
Trump war in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten an der Ohrmuschel.
Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt. (afp/dpa/red)
Rettungskräfte sind am Tatort im Einsatz, nachdem am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses mehrere Schüsse in schneller Folge gefallen sind. Präsident Trump soll sich zu diesem Zeitpunkt im Weißen Haus aufgehalten haben, um an einem Friedensabkommen mit dem Iran zu arbeiten. - Foto: Andrew Leyden/Getty Images
In der Nähe des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump hat ein Mann auf Sicherheitskräfte des Secret Service geschossen. Nach dem Angriff in der Nähe des Weißen Hauses in Washington hätten die Beamten am Samstag (Ortszeit) zurückgeschossen und den mutmaßlichen Schützen tödlich verletzt, teilte der Kommunikationschef des Secret Service, Anthony Guglielmi, mit.
Nach den Schüssen riegelte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften weiträumig das Weiße Haus ab, in dem sich Trump aufhielt.
Der US-Präsident sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, erklärte Guglielmi. Demnach hatte gegen 18:00 Uhr Ortszeit (24:00 Uhr MESZ) ein Mann unweit der Sicherheitszone rund um das Weiße Haus „eine Waffe aus seiner Tasche gezogen und begonnen zu schießen“.
Trump dankt Secret Service
Donald Trump bedankte sich später bei seinen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. „Vielen Dank an unseren großartigen Secret Service und die Strafverfolgung für ihr schnelles und professionelles Eingreifen heute Abend“, schrieb Trump auf Truth Social.
Der Angreifer habe eine gewalttätige Vergangenheit gehabt und sei „möglicherweise von dem meist geschätzten Bauwerk unseres Landes besessen“ gewesen, so der Präsident.
Trump hatte sich während des Vorfalls im Weißen Haus aufgehalten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb er in Washington, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs zu arbeiten, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.
Am Tatort am 23. Mai 2026 in Washington, DC, in der Nähe des Weißen Hauses.
Foto: Andrew Leyden/Getty Images
Secret Service schoss zurück – auch ein Passant getroffen
Secret Service-Mitarbeiter Guglielmi führte aus, die Beamten des für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service hätten zurückgeschossen, „trafen den Verdächtigen, der in ein Krankenhaus in der Gegend gebracht wurde, wo er für tot erklärt wurde“.
Bei dem Schusswechsel wurde außerdem ein Passant getroffen. Zu seinem Zustand äußerte sich der Secret Service nicht. Seine Beamten blieben unverletzt. Es blieb unklar, ob der Verdächtige oder Agenten des Secret Service dafür verantwortlich waren.
Mehrere US-Medien berichteten, bei dem Angreifer habe es sich um den 21-jährigen Nasire B. aus dem Bundesstaat Maryland gehandelt.
CNN berichtete, es handle sich um einen 21 Jahre alten Mann. Mit Verweis auf eine Quelle der Justizbehörden hieß es weiter, dass dieser bereits zuvor mit dem Secret Service aneinandergeraten sei: Im Sommer 2025 soll er eine Zufahrt zum Weißen Haus blockiert haben und dann zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sein. Dem Sender zufolge soll ein Richter ihm später verboten haben, sich dem Gelände des Weißen Hauses zu nähern.
Dutzende Schüsse fielen
Zahlreiche Sicherheitskräfte riegelten den Amtssitz des US-Präsidenten nach den Schüssen weiträumig abgeriegelt.
Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, erklärte im Onlinedienst X, Beamte seiner Behörde unterstützten nach den Schüssen „in der Nähe des Geländes des Weißen Hauses“ vor Ort den Secret Service. Mitglieder der Nationalgarde verwehrten den Zugang zu einer Gegend im Zentrum von Washington, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses „20 bis 25“ Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten – „aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt“.
Polizeifahrzeuge und bewaffnete Secret-Service-Agenten sind am 23. Mai 2026 in der Nähe des Weißen Hauses in Washington, D.C..
Foto: Alex Wroblewski/AFP via Getty Images
Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten im Onlinedienst X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen.
Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang, die zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Video für Onlinenetzwerke aufnahm, schrieb auf X: „Es klang wie Dutzende Schüsse.“
Republikaner: Die „politische Gewalt muss aufhören“
Der „Fox-News“-Moderator Bret Baier sagte unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, der Schütze habe sich der Westseite des Weißen Hauses genähert und drei Mal geschossen. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, in den Sicherheitsbereich rund um das Weiße Haus einzudringen.
„Dank sei Gott, Präsident Trump ist in Sicherheit“, erklärten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf X nach den Schüssen. „Endlose Dankbarkeit gegenüber dem Secret Service für seine sofortige heldenhafte Reaktion. Die politische Gewalt muss aufhören“, hieß es in der Erklärung weiter.
Schon mehrere Angriffe auf Trump
Erst am 25. April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen.
Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden, kam dem US-Präsidenten oder anderen Gästen aber nicht zu nahe. Bei der Festnahme des Angreifers fielen mehrere Schüsse. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.
Trump war in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten an der Ohrmuschel.
Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt. (afp/dpa/red)
Elon Musk fordert nach dem Tod des 18-jährigen Studenten Henry Nowak in Großbritannien Konsequenzen gegen die Polizeibeamten. (Archivbild) - Foto: Godofredo A. Vásquez/AP/dpa
In Kürze:
Elon Musk unterstützt mögliche juristische Aufarbeitung des Polizeieinsatzes
Henry Nowak wurde nach einer Messerattacke zunächst gefesselt, medizinische Hilfe erst später
Staatsanwaltschaft wirft angeklagtem Vickrum Digwa Totschlag und unerlaubtes Tragen einer Waffe vor
Im Zusammenhang mit dem Tod des 18-jährigen Erstsemesterstudenten Henry Nowak in den frühen Morgenstunden des 3. Dezember 2025 in Southampton hat Elon Musk eine mögliche Prozessfinanzierung in Aussicht gestellt.
Nach bisherigen Angaben der Ermittlungen soll die britische Polizei nach einer körperlichen Auseinandersetzung Hinweise des 18-Jährigen auf eine mutmaßliche Stichverletzung zunächst nicht ausreichend berücksichtigt haben. Stattdessen sei er nach Angaben von Kritikern zunächst festgenommen worden, nachdem sein Kontrahent ihm vorgeworfen hatte, ihn angegriffen und rassistisch beleidigt zu haben. Erst später hätten die Einsatzkräfte Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst alarmiert.
Musk vergleicht Vorgehen der Polizei mit dem Fall George Floyd
Dabei geht aus öffentlich verfügbaren Berichten bislang nicht eindeutig hervor, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Ereignissen vergangen ist. Medienberichten zufolge war Nowak jedoch bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte verletzt und hatte stark geblutet. Da der Student zudem angegeben haben soll, er könne nicht atmen, verglich Musk das Vorgehen der Beamten mit dem Todesfall von George Floyd im Mai 2020 in Minneapolis.
Musk sprach in diesem Zusammenhang von „doppelten Standards“ in beiden Fällen. Die an dem tödlichen Polizeieinsatz gegen Floyd beteiligten Beamten seien zu langen Haftstrafen verurteilt worden, während es für die Einsatzkräfte im Fall Nowak bislang keine bekannten Konsequenzen gebe.
Eine Anklage richtet sich bislang nur gegen den anderen Beteiligten der Auseinandersetzung, den 23-jährigen Vickrum Digwa. Auch dessen Mutter steht unter Anklage, da ihr vorgeworfen wird, sie habe in Kenntnis der Situation die Tatwaffe vom Tatort entfernt. Bei dem sogenannten Shastar-Messer mit einer Klingenlänge von 21 Zentimetern soll es sich um die mutmaßliche Tatwaffe handeln, die später im Haus der Familie gefunden wurde. Laut einem Bericht der BBC soll es zudem Videoaufnahmen geben, die zeigen, wie die Mutter Digwas das Messer vom Tatort entfernt.
Staatsanwaltschaft bestätigt: Erste Hilfe erst nach Kollaps von Henry Nowak
Auch Staatsanwalt Nicholas Lobbenberg bestätigt in den der Anklage zugrundeliegenden Feststellungen, dass die anwesenden Polizeibeamten Nowak zunächst Handschellen anlegten. Erste Hilfe sei erst geleistet worden, nachdem er kollabiert war.
Die BBC zitiert den Ankläger mit den Worten: „Kurz darauf wurde Henry bewusstlos, dann begann die Polizei, ihm Erste Hilfe zu leisten und einen Krankenwagen zu rufen. Ein Arzt flog mit dem Hubschrauber herbei, aber es konnte nichts getan werden, um Henry zu retten. Anschließend wurde er für tot erklärt.“
Lobbenberg sieht die Hauptverantwortung für den Tod des 18-Jährigen jedoch bei Digwa. In der Anklage gegen ihn heißt es: „Er hat keine Hilfe für den Mann geholt, den er zuvor mit einem Messer von erheblicher Größe verletzt hatte. Stattdessen warf er ihm vor, ihn in betrunkenem Zustand rassistisch beleidigt und angegriffen zu haben.“
Digwa habe zudem das Telefon des 18-Jährigen an sich genommen. Teile des Ablaufs der Konfrontation zwischen den beiden jungen Erwachsenen sind durch Aufnahmen dokumentiert, der genaue Hergang ist jedoch nicht vollständig rekonstruierbar.
Wortwechsel auf dem Heimweg von einer Zechtour eskaliert
Nach bisherigen Erkenntnissen war der 18-jährige Student der Finanzwissenschaften auf dem Heimweg von einer Lokalrunde, als er auf Vickrum Digwa traf. Nowak habe zuvor noch Videos auf Snapchat an seine Freunde versendet; sein Alkoholisierungsgrad habe dabei unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte für den Straßenverkehr gelegen.
Inwieweit der Konfrontation mit Digwa eine Vorgeschichte zugrunde lag oder weitere relevante Aspekte eine Rolle spielten, ist bislang nicht bekannt. Aus den Videoaufnahmen geht jedoch hervor, dass Nowak Digwa angesprochen haben soll: „Ist er nicht ein schlechter Mensch, was für ein schlechter Mensch. Du bist ein schlechter Mensch, los, sag, dass du ein schlechter Mensch bist.“
Digwa soll ein sehr großes Messer offen über seiner Kleidung getragen haben, was der 23-Jährige bestreitet. Aus dem Video geht hervor, dass er auf die Ansprache mit „Ich bin ein schlechter Mensch“ geantwortet habe.
Digwa spricht von Notwehr gegen rassistisch motivierten Angriff
Über den weiteren Verlauf der Auseinandersetzung, der nicht mehr auf Video dokumentiert ist, gehen die Darstellungen auseinander. Digwa gibt an, Nowak habe ihn rassistisch beleidigt und angegriffen. Dabei habe er dem Angehörigen der Sikh-Gemeinde den Turban vom Kopf gestoßen und ihn an den Haaren gezogen.
Digwa erklärte, er habe durch seine Haare zeitweise nichts sehen können und zweimal mit einem Kirpan zugestochen – einem zeremoniellen Dolch, der zur religiösen Ausstattung männlicher Mitglieder der Sikh-Gemeinde gehört. Da Nowak den Dolch gesehen habe, habe er befürchtet, dieser könne ihm die Waffe entreißen und ihn damit angreifen.
Die Zahl der rassistisch motivierten Hassverbrechen ist in den vergangenen Jahren in Großbritannien wieder stark angestiegen. Zuletzt verzeichneten Behörden jährlich fünfstellige Zahlen. Auch Angehörige und Einrichtungen der Sikh-Gemeinde sind diesen ausgesetzt – häufig auch, weil die Angreifer sie mit Muslimen verwechseln.
Musk will Polizisten zur Rechenschaft ziehen
Die Staatsanwaltschaft bezweifelt jedoch, dass dies auch im Fall Henry Nowak zutraf. Vickrum Digwa ist des Totschlags sowie des unerlaubten Tragens einer Waffe angeklagt. Staatsanwalt Lobbenberg betont, er sei mit der religiösen Verpflichtung von Sikhs vertraut, einen Kirpan bei sich zu tragen. Dieses Gebot habe Digwa erfüllt, indem er ein kleineres Messer um den Hals und unter der Kleidung getragen habe.
Unabhängig davon habe er sich jedoch „dafür entschieden, auf den Straßen von Southampton ein sehr großes, 21 Zentimeter langes Messer mit Klinge zu führen“. Zudem habe er Nowak proaktiv verfolgt; dieser habe versucht, über einen Zaun zu fliehen. Dafür lägen Zeugenaussagen sowie Videoaufnahmen vor.
Seine Darstellung sei zudem unglaubwürdig, da Digwa auf Aufnahmen, die Nowak am Zaun zeigen, mit zusammengebundenen Haaren zu sehen sei. Erst beim Eintreffen der Polizei habe er diese offen getragen.
Es gilt die Unschuldsvermutung, der Staatsanwalt betont, dass die Geschworenen auch die Notwehrversion zu prüfen hätten. Elon Musk will nun ein Verfahren gegen die Polizeibeamten erzwingen – und klären lassen, inwieweit deren Handeln eine Rettung des Lebens oder zumindest das Spenden der Sterbesakramente an den katholischen Studenten verhindert hat.
Peru kämpft seit Jahren mit einem starken Anstieg von Gewaltkriminalität und organisierten Banden. (Archivbild) - Foto: Ernesto Benavides/AFP via Getty Images
Auf seinem Weg zur Arbeit ist ein Bürgermeister in Peru von Auftragskillern erschossen worden.
Der 44-jährige Victor Febre wurde am Donnerstag, 21. Mai (Ortszeit), in der nördlichen Region Piura ermordet, wie die Behörden des südamerikanischen Landes mitteilten. Es handelt sich bereits um den dritten Mord an einem peruanischen Lokalpolitiker seit Jahresbeginn.
Angreifer flüchteten auf Motorrad
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flüchteten die mit Helmen vermummten Angreifer auf einem Motorrad, nachdem sie zahlreiche Schüsse auf den Politiker abgefeuert hatten. Eine Morduntersuchung sei eingeleitet worden.
Peru erlebte zuletzt einen massiven Anstieg von durch kriminelle Banden verübten Gewalttaten. Von 2018 bis 2025 stieg die Zahl der gemeldeten Morde von 1000 auf 2600 pro Jahr. Die Erpressungsfälle verachtfachten sich in diesem Zeitraum auf 26.500.
Kriminalität prägt Wahlkampf
Der Kampf gegen die Gewaltkriminalität ist ein bedeutendes Thema im Wahlkampf um die Präsidentschaft. Am 7. Juni stehen sich bei einer Stichwahl die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori und der linksgerichtete Roberto Sánchez gegenüber.
Fujimori verspricht, die Kriminalität mit „harter Hand“ zu bekämpfen. Sánchez stellt eine Verfassungsreform in Aussicht, um die Streitkräfte im Kampf gegen die Kriminalität zu unterstützen. (afp/red)
Das Londoner Rathaus stoppt einen Deal der Met Police mit Palantir. (Symbolbild) - Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
Ein 50 Millionen Pfund schwerer Deal zwischen dem US-Technologieunternehmen Palantir und der Londoner Metropolitan Police ist nach einem Veto des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan ins Wasser gefallen. Umgerechnet sind das mehr als 57 Millionen Euro.
Das Büro des Bürgermeisters für den Bereich Polizei und Kriminalität (MOPAC) erklärte britischen Medien zufolge, Palantir sei der einzige Anbieter gewesen, den die Met Police ernsthaft in Betracht gezogen habe.
Die Polizei habe keine Beschaffungsstrategie zur Genehmigung vorgelegt, was einen „klaren und schwerwiegenden Verstoß“ gegen die Verfahrensregeln darstelle.
Bürgermeister äußert ethische Bedenken
Sowohl die Polizei als auch Palantir kritisierten die Entscheidung. Die Met Police müsse sich modernisieren und dafür die bestmögliche Technologie nutzen, sagte ein Sprecher der Met Police laut der BBC.
Bürgermeister Sadiq Khan ist nach Angaben eines Sprechers der Ansicht, die Londoner Bevölkerung wolle nur öffentliche Gelder für Unternehmen, „die die Werte der Stadt teilen“, doch das derzeitige Vergaberecht lasse dies nicht zu, heißt es bei der BBC.
Demnach dürfen ethische Bedenken keinen Einfluss auf die Ablehnung eines Deals haben. Khan wolle dies „zu gegebener Zeit bei der Regierung zur Sprache bringen“.
Palantir-Software auch in Deutschland
Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefert unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militärinformationen analysiert werden. Die Polizeibehörden in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben sich etwa für das Palantir-Analysetool „Gotham“ entschieden.
Angesichts der Spannungen im transatlantischen Verhältnis wächst unter IT-Fachleuten die Sorge, dass politischer Druck eines Tages auch durch gesperrte Zugänge zu Daten, Datenabfluss oder eine Fernabschaltung von US-Software ausgeübt werden könnte. (dpa/red)
Bei einer Demonstration in La Paz am 18. Mai 2026 setzt die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die den Rücktritt des bolivianischen Präsidenten Rodrigo Paz fordern. - Foto: Aizar Raldes/AFP via Getty Images
Bei Protesten gegen Boliviens Präsident Rodrigo Paz ist es in der Verwaltungshauptstadt La Paz zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.
Tausende Bauern, Bergleute, Lehrer, Arbeiter und Angehörige indigener Gemeinschaften forderten am 18. Mai den Rücktritt des Mitte-rechts-Präsidenten sowie höhere Löhne, wirtschaftliche Stabilität und ein Ende von Privatisierungen.
Proteste in Richtung Regierungspalast
Demonstranten versuchten nach AFP-Beobachtungen, auf die Plaza Murillo vorzudringen, an der der Regierungspalast liegt. Sie warfen Steine und Sprengsätze, die Polizei setzte Tränengas ein. Ein Büro einer Behörde wurde nach Regierungsangaben geplündert.
Möbel, Computer und andere Ausrüstungsgegenstände wurden entwendet. Die Behörden meldeten zunächst keine Verletzten, AFP sah jedoch mindestens zwei verletzte Demonstranten.
Die Bereitschaftspolizei setzt bei einer Demonstration in La Paz am 18. Mai 2026 Tränengas gegen Demonstranten ein, die den Rücktritt des bolivianischen Präsidenten Rodrigo Paz fordern.
Foto: Azar Raldes/AFP via Getty Images
Die Staatsanwaltschaft erließ nach eigenen Angaben einen Haftbefehl gegen Mario Argollo, den Generalsekretär des größten Gewerkschaftsdachverbands COB. Ihm würden unter anderem Terrorismus und öffentliche Anstiftung zu Straftaten vorgeworfen, sagte Generalstaatsanwalt Roger Mariaca.
La Paz ist seit mehr als zwei Wochen durch Straßenblockaden weitgehend vom Rest des Landes abgeschnitten. Am 16. Mai war bei Zusammenstößen im Zuge der Blockaden ein Demonstrant ums Leben gekommen.
Die staatliche Straßenverwaltung meldete gestern mindestens 28 Blockaden auf den Fernstraßen des Landes. Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff werden inzwischen knapp. Die Regierung bringt seit dem 10. Mai Nahrungsmittel per Luftbrücke in die Hauptstadt.
Am 16. Mai 2026 werden ferngesteuerte Roboter zur Bekämpfung von Unruhen auf der Plaza Murillo in der Nähe der Regierungsgebäude in La Paz eingesetzt.
Foto: Aizar Raldes/AFP via Getty Images
Bolivien steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit vier Jahrzehnten. Die Jahresinflation erreichte im April 14 Prozent. Staatschef Paz hatte nach seinem Amtsantritt im vergangenen November die seit rund zwei Jahrzehnten bestehenden Treibstoffsubventionen gestrichen, die die Dollarreserven des Landes stark belastet hatten. (afp/red)
Die Explosion zerstörte den Imbisswagen vollständig und beschädigte mehrere Gebäude in der Umgebung. (Symbolbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Explosion eines Imbisswagens im nordrhein-westfälischen Goch hat am Montag Schäden an mehreren Häusern verursacht.
Trümmerteile flogen bis zu 30 Meter durch die Luft und landeten teils in Vorgärten und auf der Straße, wie die Polizei in Kleve und die freiwillige Feuerwehr in Goch mitteilten.
Die Polizei ging von einem technischen Defekt aus. Menschen wurden nicht verletzt.
Anwohner in der Gocher Innenstadt waren kurz vor 05.00 Uhr durch den lauten Knall aufgeschreckt worden. Der am Straßenrand abgestellte Imbisswagen wurde durch die Explosion komplett zerstört.
Beschädigt wurden laut Polizei fünf Häuser, eine Garage und ein geparktes Auto. An den Häusern entstanden demnach Schäden an Fenstern, Jalousien und Dachverkleidungen. (afp/red)
Bei der Attacke einer Kuhherde ist eine 67-Jährige in Österreich ums Leben gekommen. (Symbolbild) - Foto: Lino Mirgeler/dpa
Eine Frau ist in Österreich beim Angriff einer Kuhherde ums Leben gekommen.
Die 67-Jährige und ihr 65 Jahre alter Mann seien am Sonntag in Tirol von den Kühen attackiert worden, teilte die Polizei mit. Der 65-Jährige sei mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden.
Nach Polizeiangaben befanden sich dutzende Kühe mehrerer Bauern zusammen auf der Weide.
Bereits im September wurde ein 85-Jähriger beim Wandern in Österreich von einer Kuhherde attackiert, er starb kurz darauf im Krankenhaus.
Im Sommer 2024 war eine Frau, die zwei kleine Hunden dabei hatte, beim Wandern im Bundesland Salzburg von einer Kuhherde angegriffen und getötet worden.
Ähnliche Vorfälle gab es auch schon 2017 und 2014. Damals hatten die österreichischen Behörden Tipps zum richtigen Umgang mit Weidetieren herausgegeben: Wanderer sollen Abstand halten und ihre Hunde an der kurzen Leine führen. Im Falle eines Angriffs sollen Hunde aber sofort von der Leine gelassen werden. (afp/red)
Die Polizei beendete den Einsatz nach dem Entkommen des Tigers mit tödlichen Schüssen auf das Tier. (Symbolbild) - Foto: John MACDOUGALL / AFP via Getty Images
Tiger-Alarm bei Leipzig: Die Polizei hat in Schkeuditz (Nordsachsen) einen entlaufenen Tiger erschossen.
Das Tier war aus einer privaten Anlage entkommen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ein 73 Jahre alter Mann sei dabei schwer verletzt worden. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr mehr, hieß es am Nachmittag.
Gegen 12.50 Uhr sei der Notruf bei der Polizei eingegangen, dass ein Tiger entlaufen sei, berichtete Polizeisprecherin Susanne Lübcke. „Der Tiger hat sein Gehege verlassen. Er konnte dann von Polizeikräften im Bereich einer Gartenanlage angetroffen werden.“
Um jede Gefahr für die Öffentlichkeit zu beseitigen, sei der Tiger von Einsatzkräften erschossen worden.
Schwer bewaffnete Polizisten vor Ort
Die Polizei war mit zahlreichen, teilweise schwer bewaffneten Kräften vor Ort. Da es sich um einen ausgewachsenen Tiger gehandelt habe, seien auch Langwaffen im Einsatz gewesen, sagte die Sprecherin. Weitere Tiere seien nicht entkommen.
Im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig hält eine Tiger-Dompteurin in einem Gewerbegebiet Großkatzen – jetzt sollen dort noch acht Tiger leben. Die Dompteurin reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage.
Nach Medienberichten hatte es gegen die Dompteurin in der Vergangenheit immer wieder Vorwürfe wegen der Tiger-Haltung gegeben.
„Das Gehege muss weg“
Der Dölziger Ortsvorsteher Thomas Druskat forderte nach dem Vorfall Konsequenzen. „Das Gehege muss weg“, zitierte ihn die „Leipziger Volkszeitung“.
„Man darf gar nicht daran denken, wenn auch noch andere Menschen zu Schaden gekommen wären.“ Er forderte, die Tiere in eine andere Haltungsform zu überführen.
Bei dem schwer verletzten Mann handelt es sich laut Polizei um eine Art Helfer. Er habe sich berechtigterweise in der Anlage aufgehalten, sagte die Sprecherin.
Die Polizei überprüfe jetzt, wie es dazukommen konnte, dass der Tiger ausgebrochen ist. Ob sich daraus auch noch Ermittlungen wegen einer Straftat ergeben, war zunächst offen.
2016 gab es einen Löwen-Ausbruch im Leipziger Zoo
Der Ausbruch weckte Erinnerung an einen anderen dramatischen Fall vor zehn Jahren in Leipzig. Im September 2016 brachen im städtischen Zoo zwei Löwen aus ihrem Gehege aus. Sie übersprangen einen Wassergraben, möglicherweise durchschwammen sie ihn auch – das blieb unklar, weil niemand den Ausbruch beobachtete.
Ein Tier konnte zurückgedrängt werden, das andere wurde erschossen. Danach wurde der Wassergraben am Löwengehege des Zoos Leipzig deutlich verbreitert. (dpa/red)
Am 16. Mai 2026 rücken Bereitschaftspolizisten mit Tränengas einen Hang hinauf, während es in Lipari im Departement La Paz, Bolivien, zu Zusammenstößen mit Demonstranten aus ländlichen Gebieten kommt. - Foto: Azar Raldes/AFP via Getty Images
In Bolivien sind Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgegangen, die Zufahrten zur Verwaltungshauptstadt La Paz blockieren. Die Sicherheitskräfte setzten am Samstag unter anderem Tränengas ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Medienberichten zufolge nahmen an dem Einsatz rund 3.500 Polizisten und Soldaten teil. Nach offiziellen Angaben gab es mindestens 57 Festnahmen. Viele Blockaden wurden nach dem Abzug der Sicherheitskräfte wieder aufgenommen.
Proteste wegen der schweren Wirtschaftskrise
Arbeiter, Bauern, Lehrer und Indigene blockieren schon seit zwei Wochen die Zufahrten zu La Paz, dem Regierungssitz des südamerikanischen Andenstaats. Sie fordern angesichts der schweren Wirtschaftskrise höhere Löhne, eine Stabilisierung der Wirtschaft und einen Verzicht auf Privatisierungen.
Die Regierung des im vergangenen Oktober gewählten konservativen Präsidenten Rodrigo Paz konnte Vereinbarungen mit einigen Protestgruppen abschließen. Andere Gruppen riefen dazu auf, die Blockaden zu verstärken, die eine Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Gütern nach La Paz verhindern.
Bolivien befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit vier Jahrzehnten. Dem Land fehlen unter anderem Devisen und Treibstoff. Präsident Paz hat als eine Maßnahme Subventionen für Treibstoff gestrichen. (afp/red)
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. - Foto: Matthias Röder/dpa
Vor der Final-Show des streng bewachten Eurovision Song Contest (ESC) und den angekündigten Demonstrationen in Wien hat ein Polizeisprecher die Lage als „sehr ruhig“ bezeichnet. Das sei schon während der ganzen ESC-Woche so gewesen und habe sich bislang nicht geändert, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Die Polizei war dennoch auch am Samstag mit einem deutlich sichtbaren Großaufgebot an Beamten und Spezialkräften im Einsatz. Für Samstagnachmittag ist bei Regenwetter und niedrigen Temperaturen eine propalästinensische Demonstration mit einigen tausend Teilnehmern angemeldet. Sie richtet sich gegen die Teilnahme Israels am ESC. Aber auch eine Kundgebung gegen Antisemitismus und Antizionismus wird erwartet.
Sperrgebiet um Wiener Stadthalle
Beide Protestveranstaltungen sollen räumlich voneinander getrennt in der Nähe der Stadthalle stattfinden, wo das ESC-Finale am Abend über die Bühne geht. Direkt zum Veranstaltungsort dürfen die Demonstranten allerdings nicht. Denn dort wurde eine Sperrzone eingerichtet, zu der nur ESC-Beteiligte, Zuschauer und Anwohner Zutritt haben. Im Umkreis der Veranstaltungsorte herrscht zudem ein Drohnen-Flugverbot.
Das Innenministerium hat für Österreich die vierthöchste von fünf Terrorwarnstufen festgelegt – aber nicht erst vor dem ESC, sondern bereits seit Oktober 2023, als Hamas-Extremisten und andere Terrorgruppen ein Massaker in Israel verübten und danach die Lage im Gazastreifen eskalierte. Ein mutmaßlich geplanter und vereitelter Anschlagsversuch rund um ein Taylor-Swift-Konzert im Jahr 2024 in Wien hatte das Risikopotenzial bei Großveranstaltungen noch verdeutlicht. (dpa/red)
Ein Telefonbetrüger hat einen älteren Mann in Schleswig-Holstein um mehr als hunderttausend Euro gebracht.
Wie die Polizei in Itzehoe am Freitag, 15. Mai, mitteilte, erhielt der Mann aus Hohenaspe am Mittwoch einen Anruf von einem vermeintlichen Amtsgerichtsmitarbeiter.
Dieser teilte ihm demnach mit, dass die Tochter des Geschädigten verhaftet worden sei und in der Ukraine ins Gefängnis müsse, falls nicht eine Kaution von 145.000 Euro bezahlt werde.
Auf das Telefonat folgten zwei Geldübergaben an unterschiedlichen Orten. Der Täter erlangte dabei einmal 68.000 Euro und dann weitere 40.000 Euro in bar. Nach den Geldübergaben flüchtete er zu Fuß. (afp/red)
Das Archivbild zeigt eine gesperrte Gasse des Magdeburger Weihnachtsmarktes. Nach der Terrorfahrt eines saudi-arabischen Arztes im Dezember 2024 waren sechs Menschen tot, über 300 weitere teils schwer verletzt. Ein U-Ausschuss im Landtag beschäftigt sich mit den politischen Verantwortlichkeiten. - Foto: Heiko Rebsch/dpa
Der Anschlag auf Besucher des Magdeburger Weihnachtsmarkts vom 20. Dezember 2024 hätte womöglich verhindert werden können, wenn alle Behörden sauber gearbeitet hätten. Zu diesem Zwischenfazit sind die Mitglieder des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses gelangt, den der Landtag von Sachsen-Anhalt im Februar 2025 zur Aufarbeitung des Geschehens eingesetzt hatte.
„Schwächen und Fehler im Handeln von Behörden haben es dem Täter – zusammen betrachtet – leicht gemacht, diese Überfahrttat zu begehen“, heißt es in einem 110 Seiten starken Berichtsentwurf, der bislang nur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) hatte eigenen Angaben zufolge als erstes Medium darüber berichtet.
Politische Verantwortung „überwiegend bei der Stadt“
Die Autoren des Abschlussberichts sähen die politische Verantwortung demnach „ganz überwiegend bei der Stadt Magdeburg“. Dessen Ordnungsamt habe es nach Meinung des U-Ausschusses an Kompetenz gefehlt. So sei der Markt nicht „ordentlich abgesichert gewesen“, wie der U-Ausschuss kritisiert habe.
Auch „ein funktionierendes und gut geübtes Bedrohungs- und Gefährdungsmanagement unter Einbeziehung wichtiger nicht-polizeilicher Institutionen und forensischer Experten“ habe es nicht gegeben, zitiert die MZ aus dem vorläufigen Bericht. All das wäre nach Meinung der U-Ausschussmitglieder aber zwingend nötig gewesen, um den Anschlag vielleicht verhindern zu können.
Außerdem hätten sowohl das Genehmigungsverfahren zur Ausrichtung des Weihnachtsmarkts als auch die dazugehörigen Sicherheits- und Einsatzkonzepte sowie deren praktische Umsetzung die Todesfahrt „begünstigt oder ermöglicht“, schrieben die Berichterstatter laut MZ. Auf Kritik sei im U-Ausschuss insbesondere der Umstand gestoßen, dass die Betonabsperrungen nicht alle am richtigen Platz und mit zu weitem Abstand aufgestellt gewesen wären.
U-Ausschuss: „Keine Seite fühlte sich verantwortlich“
Da neben der Stadt auch der Veranstalter und das Polizeirevier mit der Organisation zu tun gehabt hätten, war es nach Auffassung der parlamentarischen Berichterstatter letztlich „zu einer Verantwortungsdiffusion“ gekommen: „Keine Seite fühlte sich verantwortlich“, heiße es im Entwurfspapier des U-Ausschuss. „Oberflächlichkeit in der Sicherheitsbewertung“ sei die Folge gewesen.
Der Polizei habe es an der „nötigen Übersicht“ gefehlt, um „sichere Gesamtumstände“ durchzusetzen, so der Bericht. Insofern habe der U-Ausschuss der Polizei „Verantwortungsbeiträge“ attestiert.
Eine „gewisse politische Mitverantwortung“ habe auch das Land Sachsen-Anhalt zu tragen, weil es trotz der erst acht Jahre zurückliegenden Erfahrungen vom Berliner Breitscheidplatz keine klareren Zuständigkeitsregeln aufgestellt habe.
Nach Angaben der MZ soll sich der Untersuchungsausschuss am kommenden Montag weiter mit der Finalisierung seines Berichts auseinandersetzen. Zu Beginn ihrer Ausschussarbeit hatten die Landtagsabgeordneten geplant, ihren Abschlussbericht im Sommer 2026 vorzulegen.
Todesfahrer wegen Mordes angeklagt
Am 20. Dezember 2024 war der aus Saudi-Arabien stammende Arzt Taleb Al-Abdulmohsen mit einem PS-starken Mietwagen mehrere hundert Meter weit über den Weihnachtsmarkt gerast. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge kamen dabei ums Leben. Mehr als 300 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Beim Bundesopferbeauftragten Roland Weber hatten sich in den Tagen danach noch weit mehr Betroffene gemeldet.
Der Prozess gegen Al-Abdulmohsen vor dem Landgericht Magdeburg läuft seit November 2025 in einem eigens errichteten Gebäude, das nach Abschluss des Verfahrens wieder abgebaut werden soll.
Der Mordverdächtige Taleb Al-Abdulmohsen hat bereits gestanden, seine Fahrt über den Magdeburger Weihnachtsmarkt geplant zu haben. Gezielt überfahren habe er aber niemanden.
Die Anklage lautet auf Mord. Dem Todesfahrer droht lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Die Staatsanwaltschaft sieht nicht politischen Fanatismus als Tatmotiv, sondern persönliche Kränkung und ein hohes Geltungsbedürfnis.
Schon am zweiten Verhandlungstag hatte Al-Abdulmohsen gestanden, seine Fahrt geplant und absichtlich angegriffen zu haben. Er bestritt jedoch, Menschen gezielt überfahren zu haben. Anfang Juni könnte es nach Informationen der MZ zu den ersten Plädoyers kommen.
Die Polizei in Berlin geht mit einer Razzia gegen illegalen Waffenbesitz und Bandenkriminalität vor. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa
Mit einer umfangreichen Razzia geht die Berliner Polizei gegen organisierte Kriminalität und die Verbreitung von Schusswaffen vor.
Zahlreiche Polizisten durchsuchen seit dem frühen Morgen Wohnungen und andere Räume in verschiedenen Stadtteilen. Genauere Informationen sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden, sagte ein Polizeisprecher.
Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ sind mehrere Hundert Polizisten im Einsatz. Darunter sollen auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) sein.
Wegen der verbreiteten Gewaltkriminalität in Berlin mit zahlreichen Schießereien seit mehr als einem Jahr gründete das Landeskriminalamt im November 2025 eigens die Sondereinheit „Ferrum“. Auch die Staatsanwaltschaft setzte eine extra Ermittlungsgruppe „Telum“ ein. (dpa/red)
Der Bundespolizist kam bei einem Schießtraining ums Leben. - Foto: Markus Scholz/dpa
Bei einem Schießtraining auf dem Truppenübungsplatz Putlos der Bundeswehr bei Oldenburg in Holstein ist ein Angehöriger von Spezialkräften der Bundespolizei am Montagabend tödlich verletzt worden.
Erste Erkenntnisse deuten auf einen Unfall hin, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Noch am Abend seien Ermittlungen eingeleitet worden.
Details etwa zu Alter und Wohnort gaben die Behörden mit Verweis auf die aktuelle Ermittlungsphase nicht. Auch zu welcher Einheit der Mann gehörte und zu der Frage, was für ein Schießtraining stattfand, sagten die Ermittler aus Schleswig-Holstein nichts.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem sehr tragischen Unfall bei einer Schießübung der GSG 9. „Dabei ist ein Polizist der GSG 9 ums Leben gekommen. Ich bin tief erschüttert über dieses schreckliche Ereignis.“ Seine Gedanken und Gebete seien bei der Familie des verstorbenen Polizisten. Die GSG 9 ist eine Spezialeinheit zur Bekämpfung von Terrorismus.
Weitläufiges Gelände mit Vielzahl an Schießmöglichkeiten
Auch die Bundespolizei in Berlin teilte mit, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Auskünfte erteilt würden. Sie verwies darauf, dass die Polizei des Landes Schleswig-Holstein die Ermittlungen führe.
Der Truppenübungsplatz Putlos der Bundeswehr unweit der Insel Fehmarn ist nach Angaben der Bundeswehr flach und nur leicht hügelig mit geringem Baumbestand.
Er umfasst zudem Strandgebiete und Steilküsten. Hier können Einsatzkräfte demnach komplexe Lagen trainieren und verschiedene Schießtrainings absolvieren.
Tödliche Schüsse bei Trainings sind selten, kommen aber vor
Tödliche Schüsse bei Übungen und Trainings gelten als seltene Ausnahmen – doch immer wieder haben Missverständnisse, Unachtsamkeit oder Fehler schwere Folgen.
In Putlos etwa kam es im Juni 2022 bereits einmal zu einem Vorfall mit einer Waffe. Damals traf ein Ausbilder während eines Trainings unbeabsichtigt einen Polizeischüler am Oberarm. Dieser wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Im Februar 2019 wurde ein 21 Jahre alter Polizeischüler in einer Kaserne in Würzburg (Bayern) von einem Kollegen erschossen. Beide hätten aus Spaß einen Schuss simuliert. Dem damals 19-Jährigen sei nicht bewusst gewesen, dass sich eine Kugel im Lauf der Waffe befand. Wegen fahrlässiger Tötung erhielt der Polizeischüler eine Jugendstrafe auf Bewährung und eine Geldstrafe.
In Bonn (Nordrhein-Westfalen) wurde im Oktober 2018 ein 23-jähriger Polizist auf dem Weg zum Schießtraining von seinem Kollegen von hinten mit der schussbereiten Dienstwaffe in den Nacken geschossen. Er erlag seiner Verletzung. Der Schütze erhielt eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung. (dpa/red)
Airbnb von Fake-Ferienhausanzeigen betroffen: Betrüger locken Urlauber mit kopierten Inseraten und Dumpingpreisen in die Falle. - Foto: Friso Gentsch/dpa
In Kürze
Gefälschte Ferienhausanzeigen auf schwedischer Website entdeckt
Urlauber zahlen an Betrüger statt an echte Eigentümer
Schäden könnten bereits Millionenhöhe erreicht haben
Ein mutmaßlich groß angelegter Betrug im Bereich der Ferienhausvermietung über die Website Premium-Bostader.com wurde aufgedeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Plattform Anzeigen von etablierten Vermietungsportalen wie Airbnb und anderen seriösen Anbietern kopieren – ohne das Wissen oder die Zustimmung der Eigentümer.
Die gestohlenen Anzeigen werden anschließend auf der eigenen Website zu deutlich niedrigeren Preisen veröffentlicht, um potenzielle Urlauber mit vermeintlichen Schnäppchenangeboten anzulocken. Das Ziel scheint es zu sein, dass Interessenten die Mietbeträge direkt an die Betreiber der Website überweisen.
Die Folgen für Betroffene könnten gravierend sein. Urlauber aus Schweden, Deutschland und anderen europäischen Ländern riskieren, zu Ferienhäusern zu reisen, die sie in Wirklichkeit niemals rechtmäßig gemietet haben. Die tatsächlichen Eigentümer haben weder eine Buchung erhalten noch Geld bekommen. In vielen Fällen wissen sie nicht einmal, dass ihre Immobilien auf der Seite angeboten werden.
Die Website Premium-Bostader.com war Stand 8. Mai nicht mehr erreichbar.
Die schwedische Ausgabe der Epoch Times hat mit mehreren Hausbesitzern im Raum Stockholm gesprochen, deren Anzeigen offenbar kopiert und auf Premium-Bostader.com veröffentlicht wurden. Sämtliche Betroffenen betonen, dass sie niemals eine Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt hätten.
Überdies weisen sie darauf hin, dass die angegebenen Mietpreise unrealistisch niedrig seien und weit unter den Preisen lägen, zu denen sie ihre Häuser tatsächlich vermieten würden.
„Wir hatten niemals Kontakt mit dem Unternehmen und würden unsere Häuser niemals zu solchen Preisen vermieten“, erklärt einer der betroffenen Eigentümer.
Nach vorliegenden Informationen bewirbt Premium-Bostader.com seine Angebote zusätzlich über Facebook-Gruppen in verschiedenen europäischen Ländern. Auf der Plattform sollen Ferienunterkünfte in mehreren Staaten angeboten werden.
Mehrere deutsche Urlauber sollen inzwischen schwedische Hausbesitzer direkt kontaktiert haben, um zu überprüfen, ob die Anzeigen überhaupt echt sind und tatsächlich von den Eigentümern stammen.
Auf der Website wird eine Adresse im Zentrum Stockholms angegeben. Eine Überprüfung der dort genannten Organisationsnummer hat ergeben, dass diese zu einem Bauunternehmen und nicht zu einem registrierten Ferienvermietungsunternehmen gehört.
Zudem sind auf der Website zwei schwedische Telefonnummern veröffentlicht. Epoch Times hat jedoch bislang erfolglos versucht, Verantwortliche der mutmaßlichen Plattform zu erreichen.
Laut vorliegenden Angaben wurde der Vorfall zur Anzeige gebracht. Auch Airbnb soll über die mutmaßlichen Betrugsanzeigen informiert worden sein.
Die betroffenen Hausbesitzer warnen nun öffentlich vor dem mutmaßlichen Betrugssystem. Personen, die bereits Geld an die Betreiber überwiesen haben, werden dringend aufgefordert, sofort ihre Bank sowie die Polizei zu kontaktieren.
Nach bisherigen Einschätzungen könnten bereits zahlreiche Menschen betroffen sein. Die finanziellen Schäden könnten sich im Vorfeld der Sommerurlaubssaison auf Millionenbeträge belaufen.
Die mutmaßliche Räuberbande wurde 2025 nahe der deutschen Grenze in Belgien festgenommen. (Archivbild) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Geiselnahme in einer Bank im rheinland-pfälzischen Sinzig ist nach Polizeiangaben ohne Verletzte beendet worden.
Die Polizei stürmte am Nachmittag die betroffene Bank sowie angrenzende Wohneinheiten.
Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilte, durchsuchten Spezialkräfte das Gebäude nach möglichen Tätern. Dabei konnten zwei Personen unverletzt aus einem verschlossenen Raum befreit werden.
Die mutmaßlichen Täter hätten sich nicht mehr am Tatort befunden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand haben der oder die Täter die beiden Personen in einen Tresorraum eingeschlossen und sich anschließend auf bislang unbekanntem Weg vom Tatort entfernt.
Die Polizei sagte, der Schutz möglicher Opfer habe von Beginn an oberste Priorität gehabt.
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Ermittlungen zu den flüchtigen Tätern dauern an.
Was wir wissen
Befreiung: Nach mehreren Stunden befreien Spezialkräfte der Polizei zwei Menschen aus einem verschlossenen Raum der Bank – von den Tätern fehlt jede Spur.
Alarmierung: Die Beamten wurden um 9.00 Uhr über den Vorfall informiert. Dabei handelte es sich laut Polizei um einen automatisierten Notruf, der bei Banken üblich sei. Der vor der Volksbank abgestellte Geldtransporter stand am Nachmittag noch da.
Opfer der Tat: Unter ihnen waren laut Polizei wohl keine Kunden. Bei einer Geisel handelte es sich um den Fahrer eines Geldtransporters, zur anderen Geisel machte die Polizei keine genauen Angaben.
Großaufgebot: Die Polizei und Rettungskräfte waren mit einem massiven Aufgebot vor Ort. Unter anderem waren Spezialkräfte und ein Verhandlungsteam der Polizei angerückt. Zu den mutmaßlichen Geiselnehmern bestand über die gesamte Zeit kein Kontakt.
Als Vorsichtsmaßnahme wurde vom DRK und vom Katastrophenschutz Ahrweiler eine Rettungsstation eingerichtet.
Keine Gefahr für Unbeteiligte: Für Bürgerinnen und Bürger, die sich außerhalb der Absperrung befinden, bestand keine Gefahr, auch nicht für Menschen, die in der Absperrung wohnten, sollten die Häuser nicht verlassen.
Für betroffene Anwohner, die nicht in ihre Wohnungen in der Sperrzone konnten, wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet.
Ort: Sinzig liegt in Rheinland-Pfalz, etwa 26 Kilometer südlich von Bonn in Nordrhein-Westfalen.
Was wir nicht wissen
Täter: Unklar ist, wie viele es genau waren. Es gibt noch keine Personenbeschreibung und keine Angaben zu Geschlecht, Alter oder Nationalitäten.
Ablauf: Wie genau lief die Tat ab? Wann flüchteten die Täter? Die Polizei will nun erst einmal ermitteln und setzt auch auf die Aussagen der beiden Opfer
Beute: Es ist unklar, ob die Täter mit Geld flüchteten.
Tatvorwurf: Der genaue Vorwurf muss nun geklärt werden – war es eine vielleicht auch kurze Geiselnahme, ein Raub, ein Banküberfall oder eine Freiheitsberaubung? Das sollen die Ermittlungen zeigen.
Waren die beiden Opfer im Tresorraum eingesperrt? Das wollte die Polizei nicht dementieren, bestätigt es aber auch nicht. Unklar ist auch, wie genau es den Opfern geht.
Vorgehen der Polizei: Dazu machten die Beamten keine Angaben.
Waffen: Über welche Waffen verfügen die Geiselnehmer? Hierzu gibt es noch keine Informationen. (dpa/dts/afp/red)
Polizeikontrollen in Frankfurt/Oder (Symbolbild). - Foto: Sean Gallup/Getty Images
Nach dem Tod eines sächsischen Polizisten bei einer Verfolgungsjagd im brandenburgischen Lauchhammer ist ein Mann zu einer Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt worden.
Das Landgericht Cottbus sprach den 27-Jährigen am Mittwoch des verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig, wie ein Gerichtssprecher in der brandenburgischen Stadt sagte. In die Gesamtfreiheitsstrafe wurden frühere Urteile mit einbezogen.
Verfolgungsjagd mit der Polizei
Laut Anklage hatte der 27-Jährige im Januar 2025 mit weiteren Beschuldigten ein Auto gestohlen und sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei über die sächsisch-brandenburgische Landesgrenze hinweg geliefert.
Nachdem die Beamten die Diebe in Brandenburg zunächst stoppten, erfasste der Beschuldigte den 32-jährigen Polizeibeamten mit hoher Geschwindigkeit, als dieser gerade einen Stoppstick auf der Fahrbahn auslegen wollte.
Der Beamte starb noch an der Unfallstelle. Er hinterließ eine Lebensgefährtin und eine kleine Tochter. Sein Tod sorgte bundesweit für Bestürzung.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft handelte der Beschuldigte in der Absicht, den Autodiebstahl zu verdecken. Sie sah daher das Mordmerkmal der Verdeckungsabsicht erfüllt. Sie beantragte in dem Prozess, der im Januar begonnen hatte, eine lebenslange Freiheitsstrafe. Dem schloss sich auch die Nebenklage an.
Die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und Gefährdung des Straßenverkehrs. Unter Einbeziehung der früheren Urteile beantragte sie eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als achteinhalb Jahren. (afp/red)
Aufnahme verboten? Die digitale Verbreitung von Videos voller grüner Züge in China kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. - Foto: Hector Retamal/AFP via Getty Images
In Kürze:
Mehrere Personen wegen Videosüber überfüllte Züge festgenommen
Behörden sprechen von Manipulation und Störung der öffentlichen Ordnung
Günstige Züge stark nachgefragt – Hinweis auf wirtschaftlichen Druck
Die chinesischen Behörden haben mehrere Bürger festgenommen, nachdem diese Videos von überfüllten Zügen der Economy-Klasse während des chinesischen Neujahrs in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatten. Die Aufnahmen zeigten dicht gedrängte Reisende in alten, grünen Zügen – viele standen in den Gängen oder saßen auf dem Boden. In den sozialen Medien wurden die Bilder als Ausdruck wirtschaftlicher Belastungen gewertet.
Zum wichtigsten Feiertag des Landes, dem Mondneujahr am 17. Februar, kommt es traditionell zu massivem Reiseverkehr. Auch in diesem Jahr verbreiteten sich entsprechende Videos von Reisenden rasch im Netz und lösten breite Diskussionen aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die starke Nachfrage nach besonders günstigen Zugverbindungen ein Hinweis auf die angespannte wirtschaftliche Lage ist.
Behörden: Öffentliche Ordnung gestört
Chinesische Staatsmedien berichteten am 17. Februar, fünf Personen seien wegen der Veröffentlichung solcher Videos festgenommen und ihre Social-Media-Konten geschlossen worden. Die Polizei wirft ihnen vor, falsche Informationen verbreitet und die öffentliche Ordnung gestört zu haben. Konkret hätten sie angeblich ältere Aufnahmen zusammengeschnitten und Zeitstempel verändert.
Offiziell betont die kommunistische Führung des Landes, die wirtschaftliche Entwicklung verlaufe stabil und positiv. Kritische Darstellungen, die ein anderes Bild vermitteln könnten, stehen daher besonders im Fokus der Behörden.
Bereits Anfang Februar hatten große chinesische Medien über die wieder zunehmende Beliebtheit der „grünen Züge“ berichtet. Diese prägten in den 1980er- und 1990er-Jahren den Fernverkehr und gelten als deutlich langsamer und weniger komfortabel als moderne Hochgeschwindigkeitszüge.
Wie die digitale Zeitung „The Paper“ berichtete, wurden die günstigen grünen Züge während der diesjährigen Reisewelle zur ersten Wahl für Millionen Heimreisende. Viele Verbindungen waren kurz nach Verkaufsstart ausgebucht.
Im Vergleich zu Hochgeschwindigkeitszügen kosten Tickets für grüne Züge oft nur ein Viertel oder weniger. Besonders Menschen mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen, Wanderarbeiter und Studenten greifen daher auf diese Option zurück. Das Nachrichtenportal „163.com“ meldete zudem, zahlreiche Nutzer hätten in sozialen Medien von finanziellen Schwierigkeiten berichtet.
Passagiere steigen am 29. Januar 2009 am Hauptbahnhof in Shanghai in einen grünen Zug.
Dem Bericht zufolge greifen seit mehreren Jahren zunehmend mehr Reisende für ihre Heimfahrten auf die günstigen grünen Züge zurück. Als Kontrast wurden Bilder von vergleichsweise wenig ausgelasteten Hochgeschwindigkeitszügen verbreitet.
Zitiert wurde unter anderem ein Mann, der von Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong in seine Heimatprovinz Shandong reisen wollte. Er sagte: „Die Fahrkarte für einen Hochgeschwindigkeitszug kostet 800 Yuan (98,20 Euro), aber der grüne Zug kostet nur 200 Yuan (24,55 Euro)?“
In sozialen Medien wurde die Entwicklung teils als Indikator für wirtschaftliche Probleme gewertet. Beiträge verwiesen darauf, dass Hochgeschwindigkeitszüge während des wirtschaftlichen Aufschwungs stark ausgelastet gewesen seien, während nun günstigere Verbindungen überfüllt wirkten. Andere Nutzer schrieben, angesichts sinkender Einkommen nähmen viele eine längere und unbequemere Reise in Kauf, um Kosten zu sparen.
Ein weiterer Kommentar lautete sinngemäß, die Entscheidung für die alten Züge sei weniger Ausdruck größerer Sparsamkeit als vielmehr Folge finanzieller Einschränkungen.
Verschärfte Kontrollen
Wang Jiamin, ein Jurist aus der Provinz Hebei, erklärte am 19. Februar gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times, dass die Behörden in vergleichbaren Fällen bislang meist lediglich die veröffentlichten Inhalte gelöscht hätten. Eine unmittelbare Inhaftierung sei eher unüblich gewesen.
Nun werde für das Veröffentlichen von Videos über überfüllte grüne Züge Verwaltungshaft verhängt. Dies stelle eine deutlich strengere Maßnahme dar und zähle zu den schwereren Sanktionen im Bereich der öffentlichen Sicherheit, so Wang.
Zugleich verwies er darauf, dass laut Polizeidarstellung ältere Aufnahmen zusammengeschnitten worden seien. Das bloße Zusammenfügen vorhandenen Materials sei jedoch nicht zwangsläufig mit einer Fälschung gleichzusetzen. Juristisch beziehe sich die Verbreitung von Gerüchten in der Regel auf das Erfinden neuer Tatsachen, nicht allein auf eine veränderte zeitliche Einordnung. Zwischen „Zusammenfügen“ und „Fälschen“ müsse daher rechtlich klar unterschieden werden.
Liu, ein Medienvertreter aus der Provinz Shaanxi, der aus Sicherheitsgründen nur mit seinem Nachnamen genannt werden möchte, erklärte gegenüber der Epoch Times, der Reiseansturm zum Mondneujahr stehe jedes Jahr unter besonderer Beobachtung. In dieser Phase reagierten die Behörden besonders sensibel auf Diskussionen im Internet. Bei größeren Menschenansammlungen bestehe die Sorge, dass sich öffentliche Debatten rasch verbreiten könnten. Häufig werde zunächst eingegriffen und erst anschließend über Inhalte gesprochen.
Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit und wachsender sozialer Spannungen wertet Liu die öffentliche Bekanntgabe der Festnahmen als mögliches Signal der Abschreckung.
Wenn Diskussionen als potenziell ordnungsrelevant eingestuft würden, befänden sich die Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft. Er schilderte zudem verstärkte Kontrollen selbst bei Warteschlangen vor Geschäften im Vorfeld des Neujahrsfests – ein Vorgehen, das er in dieser Form bislang nicht beobachtet habe.