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Gesund altern: Fünf weniger bekannte Biomarker können dabei helfen


In Kürze:

  • Starke Hände sind ein Prädikator für eine gute Immunabwehr sowie ein gesundes Herz und Gehirn.
  • Auch der Ruhepuls und Cortisolspiegel sind wichtige Messwerte bei Gesundheit und Langlebigkeit.
  • Zudem lassen uns ein gutes Verhältnis von Taille zu Körpergröße und ausreichend Nährstoffe langsamer altern und verlängern unser Leben.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, alle Indikatoren zu messen und zu verbessern.

 
Wussten Sie, dass bestimmte Biomarker bereits Jahre vor dem Auftreten von Symptomen auf eine Erkrankung hinweisen können? Doch schon kleine, messbare Veränderungen dieser Werte können sowohl die Lebenserwartung als auch die Lebensqualität entscheidend verbessern.
Hier sind fünf Werte, die es sich zu beobachten lohnt – und was Sie tun können, um sie in die richtige Richtung zu lenken.

1. Griffkraft

Die Griffkraft ist die Kraft, die Muskeln in Hand und Unterarm ausüben, wenn wir etwas festhalten.
Studien zufolge ist diese Kraft ein wichtiger Biomarker, der eine Vielzahl von Faktoren widerspiegelt. Dazu gehören der allgemeine Gesundheitszustand, kognitive Beeinträchtigungen und die Gesamtmortalität.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 steigt mit jedem Rückgang der Griffkraft um 5 Kilogramm
  • das allgemeine Sterberisiko um 16 Prozent,
  • das Risiko für einen kardiovaskulären Tod um 17 Prozent,
  • das Risiko für einen nicht-kardiovaskulären Tod um 17 Prozent.
Demnach erweist sich die Griffkraft als stärkerer Prädiktor für die kardiovaskuläre Mortalität als der Blutdruck.
Der Zusammenhang ist umgekehrt proportional und konsistent: Mit nachlassender Griffkraft steigt das Risiko. Eine stärkere Griffkraft ist hingegen mit einer besseren Immunfunktion, Herz-Kreislauf-Gesundheit und kognitiver Leistungsfähigkeit sowie niedrigerer Gesamtsterblichkeit verbunden.

Praktische Tipps für mehr Griffkraft

Die Griffkraft lässt sich verbessern, und zwar ganz praktisch mit passivem Hängen, im Sportjargon auch Dead Hang genannt. Dabei hängt man, solange es geht, mit gestreckten Armen und entspannten Schultern mit dem ganzen Körpergewicht an einer Stange. Das ist schwieriger, als es klingt.
Deswegen langsam anfangen, ein paar Sekunden reichen schon. Die Dauer mit der Zeit auf zwei Minuten steigern. Wie lange man hängen kann, hängt von Alter, Geschlecht und Fitnessniveau ab.
Andere Übungen, um verschiedene Griffarten und die damit verbundenen Muskeln zu trainieren, sind:
  • schwere Gegenstände beim Gehen tragen, wie zum Beispiel alle Einkaufstüten auf einmal,
  • einen Ball drücken,
  • Handmuskeltrainer verwenden,
  • Klettern,
  • Armdrücken.

2. Ruhepuls

Der Ruhepuls ist ein weiterer Messwert, der einen signifikanten Prädiktor für Gesundheit und Langlebigkeit darstellt. Er umfasst die Anzahl der Herzschläge pro Minute im Ruhezustand.
Mehrere großangelegte Langzeitstudien haben gezeigt, dass ein höherer Ruhepuls ein unabhängiger Risikofaktor für die Sterblichkeit ist, da er aus verschiedenen Gründen erhöht sein kann. Diese Gründe umfassen unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und viele andere chronische Erkrankungen.
„Er kann auch ein Indikator nicht nur für körperlichen, sondern auch für psychischen Stress sein“, sagte Studienautor Dr. Magnus T. Jensen gegenüber Epoch Times. Jensen ist ein dänischer Kardiologe und Professor und beschäftigt sich in seiner Forschung unter anderem mit dem Ruhepuls.
In einer Studie aus dem Jahr 2013 stellten Jensen und seine Kollegen fest, dass Männer mit einem Puls von über 90 Schlägen pro Minute im Vergleich zu Männern mit sehr niedrigem Puls – unter 50 Schlägen pro Minute – ein etwa dreimal so hohes Sterberisiko hatten. Letztlich fanden sie heraus, dass das Sterberisiko mit jedem Anstieg des Ruhepulses um 10 Schläge pro Minute um etwa 16 Prozent zunahm.
Als die Autoren die Ergebnisse um Fitness, körperliche Aktivität und andere Risikofaktoren bereinigten, blieb der Zusammenhang bestehen: Selbst unter Menschen mit dem gleichen Fitnesslevel hatten Personen mit einem höheren Ruhepuls ein höheres Risiko für einen vorzeitigen Tod.
Bei Erwachsenen liege der Ruhepuls normalerweise zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute, könne aber sehr individuell sein, so Jensen.
„Sie sind Ihr eigener Maßstab“, sagte er. „Wenn Sie also wissen, dass Ihr Ruhepuls bei 60 liegt und Ihr Puls erhöht ist, dann wissen Sie: OK, hier stimmt etwas nicht, oder?“

Leicht zugänglicher Indikator

Der Ruhepuls sei zudem ein nützlicher Indikator für Gesundheit und Langlebigkeit, da er von jedem leicht gemessen werden könne, so der Kardiologe weiter.
„Man kann ihn am Handgelenk, am Hals oder mit einem tragbaren Gerät messen – er ist also sehr leicht zugänglich“, meinte er.
Wie kann man den Ruhepuls am wirksamsten senken? „Durch Bewegung“ ist Jensens Antwort. Auch andere Lebensstilfaktoren würden eine Rolle spielen, wie Rauchen, Alkoholkonsum und Stress – sowohl körperlicher als auch psychischer Art, fügte er hinzu.

3. Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße

Jahrzehntelang war der Body-Mass-Index (BMI) in der Medizin der Standardmaßstab für die Körperzusammensetzung. Der BMI hat jedoch ein grundlegendes Manko: Er kann nicht zwischen Muskeln und Fett unterscheiden und sagt nichts darüber aus, wo sich das Fett befindet.
Diese Unterscheidung ist enorm wichtig, denn viszerales Fett – das Bauchfett, das sich um unsere inneren Organe ansammelt – ist weitaus gefährlicher als das Fett, das der Körper an anderen Stellen speichert. Es steht in engem Zusammenhang mit Entzündungen, Insulinresistenz, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Funktionsverlust und vorzeitigem Tod.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verhältnis von Taille zu Körpergröße und körperlicher Leistungsfähigkeit. Demnach funktionierten die körperlichen Systeme bei Personen mit höheren Werten tendenziell schlechter.
Es zeigte sich auch, dass das Verhältnis von Taille zu Körpergröße bei Männern, Frauen, allen ethnischen Gruppen und Kindern über 5 Jahren ein besserer Prädiktor für die Sterblichkeit ist als der BMI. Das ist das Forschungsergebnis der Ernährungswissenschaftlerin Margaret Ashwell, die dazu beitrug, das Verhältnis von Taille zu Körpergröße zu einem weltweit anerkannten Indikator für Gesundheit und Langlebigkeit zu machen.

Das Maßband herausholen

Um diesen Biomarker zu messen, braucht es nur ein Maßband. Dazu den Taillenumfang unterhalb der Rippen und oberhalb der Hüftknochen in Zentimetern messen und die Zahl durch die Körpergröße in Zentimetern teilen.
Idealerweise sollte der Bauchumfang weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen. Optimal sei ein Wert zwischen 0,4 und 0,5, so Ashwell zu Epoch Times.
Wer außerhalb dieses Bereichs liege oder seinen Bauchumfang um ein paar Zentimeter reduzieren möchte, sollte genauso vorgehen wie beim Abbau jeder anderen Art von Fett, so die Ernährungswissenschaftlerin weiter.

4. Cortisol

Cortisol ist ein Steroidhormon, das der Körper als Reaktion auf körperlichen und emotionalen Stress ausschüttet. In kurzen Schüben ist es gesund und notwendig, da es die Konzentration schärft und Energie liefert, wenn wir sie am dringendsten brauchen. Wenn der Cortisolspiegel jedoch chronisch hoch oder schlecht reguliert ist, kann dies langfristig den Körper „abnutzen“ – ein Prozess, der als allostatische Belastung bezeichnet wird.
Die nachgelagerten Auswirkungen können schwerwiegend sein: Ein ständig erhöhter Cortisolspiegel kann
  • die Telomere (die Schutzkappen an den Enden unserer DNA) verkürzen und die Zellalterung beschleunigen,
  • chronische Entzündungen begünstigen,
  • die Immunfunktion unterdrücken,
  • Muskeln abbauen,
  • den Blutzucker erhöhen,
  • das viszerale Fett vermehren,
  • die Alterung des Gehirns beschleunigen, wodurch wir anfälliger für neurodegenerative Erkrankungen werden.
Neben den Cortisolspitzen sind auch die Cortisolschwankungen im Laufe des Tages wichtig. Bei einem gesunden Verlauf erreicht der Cortisolspiegel morgens seinen Höchstwert, sinkt dann allmählich ab, und erreicht gegen Mitternacht seinen Tiefpunkt. Ungesunde Cortisolwerte sind auch solche, die den ganzen Tag über niedrig bleiben oder nachts ansteigen.

Die üblichen Verdächtigen

Regulierungsstörungen treten oft schon Jahre vor einer klinischen Diagnose auf. Der Cortisolspiegel lässt sich allerdings durch Änderungen des Lebensstils beeinflussen. Wichtig dafür sind
  • Stressbewältigung,
  • ausreichend Schlaf,
  • eine gesunde Ernährung,
  • regelmäßige Bewegung,
  • positive Beziehungen,
  • ausreichend Flüssigkeit, da Flüssigkeitsmangel den Spiegel vorübergehend erhöhen kann.
Normalerweise kann ein Arzt den Cortisolspiegel über Blut, Urin oder Speichel messen lassen. Doch es gibt auch Cortisoltests für zu Hause, wobei in der Regel Speichel über den Tag verteilt entnommen wird, um den Spiegel zu verfolgen. Diese Tests können dabei helfen, einen Überblick über den Cortisolspiegel zu bekommen und zu zeigen, wann man sich an einen Arzt wenden sollte.

5. Nährstoffmangel

Ein Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen – darunter Vitamine, Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren – kann uns anfälliger für Krankheiten machen und vorzeitig altern lassen.
Dabei sollte man zwischen Mangel und Unterversorgung unterscheiden, meinte Matt Kaeberlein, Langlebigkeitsforscher und Professor für Pathologie, zu Epoch Times.
Ein echter Mangel führe zu klinisch erkennbaren Funktionsstörungen. Eine Unterversorgung hingegen – also suboptimale, aber nicht kritisch niedrige Werte – könne die Gesundheit über Jahre oder Jahrzehnte hinweg unbemerkt beeinträchtigen, ohne eine offensichtliche Diagnose auszulösen.
Ihm zufolge gebe es einige Nährstoffe, auf die wir achten sollten, sowohl wegen ihrer Auswirkungen auf die Langlebigkeit als auch weil viele von uns nicht genug davon zu sich nehmen. Dazu gehören Vitamin D, Omega-3 und Magnesium.
  • Ein Mangel an Vitamin D kann die Telomere verkürzen und altersbedingte DNA-Schäden verstärken. Außerdem erhöht er das Risiko für altersbedingte Krankheiten und einen vorzeitigen Tod.
  • Omega-3-Fettsäuren können die Langlebigkeit fördern, indem sie den biologischen Alterungsprozess verlangsamen, chronische Entzündungen senken und die kardiovaskuläre sowie kognitive Gesundheit verbessern.
  • Magnesium ist unerlässlich für die DNA-Replikation und -Reparatur. Zudem senkt es Entzündungen, unterstützt die Mitochondrienfunktion, stärkt das Herz-Kreislauf-System und fördert die Stoffwechselgesundheit, was es für ein langes, gesundes Leben entscheidend macht.

Ernährung vor Ergänzung

„Das Ziel sollte eine wohlüberlegte Nahrungsergänzung sein, die auf der Ernährung, den Risikofaktoren und – sofern möglich – geeigneten Biomarker-Tests basiert“, sagte Kaeberlein dazu.
Er empfiehlt eine abwechslungsreiche, hochwertige Ernährung. Diese reiche bei den meisten Menschen aus, um den Bedarf an den meisten Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. „Generell sollte die Ernährung an erster Stelle stehen“, so der Langlebigkeitsforscher.
Manche Personen bedürfen einer Nahrungsergänzung. Es sei allerdings am besten, diese erst nach einer Untersuchung durchzuführen, fügte er hinzu.

Fazit

Die meisten dieser Messgrößen erfordern weder ein Labor noch teure Tests und können zu Hause erfasst werden. Sie alle reagieren auf dieselben grundlegenden Maßnahmen: regelmäßige Bewegung, guten Schlaf, eine nährstoffreiche Ernährung, Stressbewältigung und die konsequente Beobachtung, wie sich der Körper im Laufe der Zeit verändert.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „5 Lesser-Known Health Metrics That Can Help Predict Longevity“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Sitzsteifheit trotzen: 5 einfache Übungen für eine entspannte Hüfte


In Kürze:

  • Langes Sitzen macht Muskeln und Gelenke steif, so auch die Hüfte.
  • Halten wir sie regelmäßig in einer statischen Position, kann das langfristig unsere Beweglichkeit und Lebensqualität beeinträchtigen.
  • Fünf einfache Dehnübungen können helfen, die Hüfte zu lockern und eine bestmögliche Funktionsfähigkeit zu bewahren.

 
In vielen Berufen verbringen wir heutzutage viel Zeit im Sitzen. Zu Hause angekommen, verleiten uns der Fernseher, soziale Medien und andere Online-Angebote oft dazu, weiterhin inaktiv zu bleiben.
Solch ein sitzender Lebensstil kann chronische Gesundheitsprobleme wie etwa Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich bringen. Darüber hinaus gibt es noch ein weiteres ernstes Problem: Verspannungen. 
Langes Sitzen hält die Hüfte in der Regel in einer statischen Position. Und dieses lange Verweilen in einer Position bekommt den Muskeln und Gelenken überhaupt nicht.
Wenn unsere Hüfte lange genug stillhält, kann sie pathologisch steif werden – eine Gefahr für unsere Mobilität, funktionelle Unabhängigkeit und allgemeine Lebensqualität.

Fünf Übungen gegen Sitzsteifheit und für eine entspannte Hüfte

Die folgenden Übungen helfen, Verspannungen in der Hüfte zu lösen. Der Beckenbereich dehnt und lockert sich, was uns hilft, die bestmögliche Flexibilität, Funktionsfähigkeit und größere Unabhängigkeit zu erreichen.

1. 90/90-Sitz

Diese Übung ist eine äußerst effektive Hüftdehnung. Um ihre Wirkung zu entfalten, nutzt sie Drehbewegungen und bestimmte Körperhaltungen. Zudem eignet sie sich gut, um Verspannungen zu lindern, die durch langes Sitzen entstehen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf dem Boden sitzen; die Füße stehen etwa 90 Zentimeter auseinander. Hüfte und Knie um 90 Grad beugen und die Fersen auf den Boden stellen.
Schritt 2: Die Fersen nicht bewegen und den Körper dabei nach rechts drehen und die Beine absenken, bis sie den Boden berühren. Der Körper rollt dabei auf die Seite der Beine.
Schritt 3: Die rechte Hand auf den Boden legen, sich sanft nach vorn beugen und die Hüftmuskeln stark dehnen. Diese Position etwa 10 Sekunden lang halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren.
Schritt 4: Auf die linke Seite rollen und die Bewegung wiederholen. Das Vorbeugen und Halten auf der rechten und dann auf der linken Seite zählt als eine Wiederholung.
Schritt 5: Drei Wiederholungen durchführen und dabei auf jeder Seite verweilen.
Abwandlungen: Wer bei dieser Dehnung nicht ganz bis zum Boden kommt, kann seine Knie zunächst so weit wie möglich nach vorn bringen und die Position nicht 10, sondern etwa 20 Sekunden lang halten. Dies ermöglicht es oft, dass sich verspannte Muskeln und Gelenke etwas besser lockern können.

2. Figur-4-Dehnung auf dem Stuhl 

Diese Übung sorgt für eine tiefe Dehnung des Musculus piriformis, eines birnenförmigen Gesäßmuskels, der für die Außenrotation der Hüfte zuständig ist. Dies kann zusätzliche Beweglichkeit in der Hüfte schaffen und auch Hüftschmerzen drastisch lindern.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf die Mitte oder die Vorderkante eines stabilen Stuhls setzen. Das rechte Bein über das linke Bein kreuzen, wobei sich der rechte Knöchel direkt hinter dem linken Knie befindet. Wer die Position nicht leicht einnehmen kann, kann sein Bein mit den Armen bewegen. Den Knöchel an Ort und Stelle halten und das rechte Knie so weit wie möglich nach unten sinken lassen.
Schritt 2: Langsam aus der Hüfte so weit wie angenehm nach vorn beugen und dabei den Rücken gerade halten. Diese Dehnung eine Minute lang – oder so lange, wie man sie bequem aushalten kann – halten. Dann in die Ausgangsposition zurückkehren und die Dehnung auf der linken Seite wiederholen.
Schritt 3: Pro Seite drei einminütige Dehnungen ausführen.
Abwandlungen: Wer nicht tief in die Dehnung kommt, kann sich einfach so weit wie möglich hineinbewegen und die Dehnung halten, wobei der Rücken gerade bleibt. Mit etwas Übung gewinnt man an Flexibilität.

3. Siegeskniebeuge (Victory squat)

Diese sowohl herausfordernde als auch lohnende Halteübung ist auch als Göttinnenpose bekannt. Sie ist ein wahres Wundermittel für die Hüfte.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Die Beine stehen etwa 90 Zentimeter auseinander, die Füße sind um etwa 45 Grad zur Seite gedreht.
Schritt 2: So tief wie angenehm in die Hocke gehen und darauf achten, dass die Knie in die gleiche Richtung wie die Füße zeigen. Gleichzeitig die Arme in einer „V“-Form über den Kopf heben.
Schritt 3: Die Hocke etwa 60 Sekunden oder so lange wie möglich halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren. Jede gehaltene Hocke zählt als ein Satz.
Schritt 4: Jeweils drei Sätze zu je 60 Sekunden durchführen.
Abwandlungen: Wer nicht sehr tief gehen kann, geht einfach so tief, wie es möglich ist. Darauf achten, dass die Knie während der Kniebeugedehnung nach außen zeigen, anstatt nach innen zu knicken, was für die Hüfte unangenehm sein kann.

4. Happy-Baby-Pose

Diese Pose des „glücklichen Babys“ macht Spaß und ist intuitiv. Zudem ist sie sehr stabil und effektiv.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine feste, stützende Unterlage legen; Hüfte und Knie sind angewinkelt, die Füße flach auf dem Boden und die Arme an den Seiten.
Schritt 2: Die Knie so hoch wie möglich anheben und die Außenseiten der Füße fassen. Die Hüfte anwinkeln und die Knie hochhalten. Dabei die Füße sanft auseinander und so weit nach unten ziehen, wie es angenehm ist. Diese Position 10 Sekunden lang halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren. Jedes Halten der Dehnung zählt als eine Wiederholung.
Schritt 3: Insgesamt fünf Wiederholungen ausführen.
Abwandlungen: Wer die Knöchel nicht ganz erreichen kann, kann so weit wie möglich an seinem Bein nach unten greifen. Als Variante kann er die Hände auch an der Innenseite der Füße über den Fußgewölben platzieren – einfach ausprobieren, was am besten funktioniert. Wer noch mehr Freude in die Übung bringen möchte, kann gern von einer Seite zur anderen schaukeln.

5. Froschstellung

Diese Übung sorgt für eine wunderbare, tiefe Dehnung und lässt sich hervorragend abwandeln.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf Händen und Knien beginnen. Die Knie so weit wie möglich spreizen, ohne dass es unangenehm wird. Die Füße sind noch etwas weiter auseinander.
Schritt 2: Den Unterkörper in Position halten und auf die Ellbogen hinuntergehen. Man sollte eine gute Dehnung spüren, die in der Hüfte und den inneren Oberschenkeln beginnt. Dies betrachten wir als Ausgangsposition.
Schritt 3: Nun die Dehnung verstärken. Dafür den Körper aus der aktuellen Position nach hinten bewegen, um sich tiefer in die Dehnung zu „setzen“. So weit nach hinten gehen, wie es angenehm ist, und die Dehnung etwa 10 Sekunden lang halten. Danach wieder in die Ausgangsposition zurückkehren. Jedes „Sitzen“ und Halten zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Fünf Wiederholungen durchführen.
Abwandlungen: Genau auf seine Bewegungen achten und weder die Haltezeiten noch die Bewegungen überstürzen. Nur so tief in die Dehnung gehen, wie es angenehm ist. Es kann hilfreich sein, während der „Sitzphase“ tief zu atmen, um sich zu entspannen.
Bei Bedarf kann man zur Entlastung Polster, wie zum Beispiel gefaltete Handtücher, unter die Knie legen. Ruhig mit der Fußposition experimentieren.

Drei- bis idealerweise fünfmal pro Woche ausführen

Zusammen können diese Übungen helfen, eine steife Hüfte zu lockern und einem die nötige Beweglichkeit und Unabhängigkeit zu geben. 
Ich empfehle, sie mindestens dreimal pro Woche durchzuführen, idealerweise fünfmal. Ich ermutige Sie, sie auszuprobieren, denn ich glaube, sie werden Ihnen gefallen. Viel Erfolg, und ich hoffe, sie tun Ihnen gut.
Über das Fitnessmodel: Aerowenn Hunter ist Gesundheitsredakteurin und Fitnessmodel für die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times. Sie ist seit 30 Jahren zertifizierte Yogatherapeutin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Hip to Be Square: 5 Hip-Opening Exercises to Help Undo a Day of Sitting“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Verursacht die Sonne Krebs – oder verhindert sie ihn?

In den letzten Jahrzehnten ist das Bewusstsein für die Gefahren durch Sonnenstrahlung stark gewachsen. Die Risiken, vor allem Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Grauer Star, sind heute vielen Menschen bekannt.
Doch ein angemessenes Maß an Sonnenlicht bringt wichtige Vorteile für unsere Gesundheit und immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen zu wenig Sonne und einem erhöhten Risiko für andere Krebsarten wie beispielsweise Darmkrebs oder Brustkrebs.

Sonnenexposition erhöht das Hautkrebsrisiko – aber was ist mit anderen Krebsarten?

Viele Menschen verbinden Sonnenexposition sofort mit Hautkrebs. Das ist verständlich, da Hautkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung ist. Davon entfällt ein Großteil der Diagnosen auf den sogenannten weißen oder hellen Hautkrebs, bei dem die durchschnittliche Sterberate laut Daten des Robert-Koch-Instituts über 10 Jahre unter einem Prozent liegt. Allerdings steht intensive Sonnenexposition mit einem erhöhten Risiko für den gefährlicheren schwarzen Hautkrebs in Verbindung, an dem in Deutschland jährlich etwa 3000 Menschen sterben.
Mittlerweile zeigt die Krebsforschung jedoch ein differenzierteres Bild: Zu wenig Sonnenlicht steht wiederum mit einem erhöhten Risiko für andere Krebsarten in Verbindung.
Bevor wir tiefer in dieses spannende Paradoxon eintauchen, lohnt es sich, erst einmal zu verstehen, wie Sonnenlicht eigentlich in unserem Körper wirkt, vor allem über Vitamin D.
Die Energie der Sonne erreicht die Erde in vielen Formen: als sichtbares Licht, Wärme (Infrarot), ultraviolette Strahlung (UV), aber auch als Radiowellen, Röntgen- und Gammastrahlen.
Von der ultravioletten Strahlung erreichen uns zwei Arten, nämlich UVA und UVB. Die dritte Art, UVC, wird bereits in der Atmosphäre herausgefiltert.
Besonders wichtig ist das UVB-Licht: Es trifft auf die Haut und wandelt dort eine Vorstufe von Cholesterin in Vitamin D3 um. Danach wird es in zwei Schritten aktiviert: Erst baut die Leber es in die Speicherform (Calcidiol) um, und die Nieren machen daraus schließlich das aktive Vitamin D (Calcitriol).
Dieser Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und Vitamin-D-Produktion scheint der Kern der krebshemmenden Wirkung des Sonnenlichts zu sein.
Im Jahr 2022 ergab eine in der Fachzeitschrift Nutrientsveröffentlichte Studie, dass moderate Sonnenexposition mit einem geringeren Erkrankungs- und Sterberisiko für bis zu 23 Krebsarten, darunter Darmkrebs, Brustkrebs oder Prostatakrebs, in Zusammenhang steht.
Laut einer weiteren Studie in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives“ haben Menschen in hohen Breitengraden mit wenig Sonne ein höheres Risiko, an bestimmten Krebsarten zu sterben, als Menschen in sonnenreichen Regionen. Dazu gehörten laut den Studienautoren unter anderem das Hodgkin-Lymphom sowie Darm-, Brust-, Eierstock-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Laut einer umfassenden Studie in Nutrients haben Metaanalysen mehrerer Beobachtungsstudien gezeigt, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen höheren 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegeln im Blut und einer geringeren Krebsinzidenz besteht.
US-Forscher haben eine Metaanalyse aus zwei randomisierten klinischen Studien und einer großen Kohortenstudie durchgeführt.
Bei insgesamt 5.038 Frauen zeigte sich folgendes Ergebnis: Frauen mit dem höchsten Vitamin-D-Spiegel (≥ 60 ng/ml) hatten ein um 82 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko als Frauen mit dem niedrigsten Spiegel (unter 20 ng/ml).
Nach Bereinigung der Daten um Alter, Body-Mass-Index, Raucherstatus und die Einnahme von Calciumpräparaten wies die gleiche Gruppe immer noch ein um 80 Prozent geringeres Risiko auf, an Brustkrebs zu erkranken, als diejenigen mit der niedrigsten 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration.
Eine weitere Metaanalyse ergab, dass Brustkrebspatientinnen mit der höchsten 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration eine um etwa die Hälfte geringere Sterblichkeitsrate aufwiesen als jene mit der niedrigsten Konzentration.
In einer klinischen Studie nahmen mehr als 2.300 Frauen im Alter von 55 Jahren und älter mit Wohnsitz in Nebraska täglich 2.000 IE Vitamin D3 – das Zwei- bis Vierfache der empfohlenen Tagesdosis – und 1.500 Milligramm Calcium zu sich.
Die Ergebnisse zeigen, dass in den folgenden zwei bis vier Jahren Personen, die eine 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration im Blut von 55 ng/ml erreichten, ein um 35 Prozent geringeres Risiko hatten, an Krebs zu erkranken, als diejenigen mit einer Konzentration von 30 ng/ml.
Eine Metaanalyse von fünf Studien ergab, dass Personen mit einer 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration von 12 ng/ml oder weniger ein um 50 Prozent höheres Risiko für Darmkrebs hatten als diejenigen mit einer Konzentration von 33 ng/ml oder mehr.

Wie beugt Sonneneinstrahlung Krebs vor?

„Wir glauben, dass Vitamin D eine Vielzahl von Rollen spielt, um das Risiko vieler tödlicher Krebsarten zu senken“, sagte Michael F. Holick, Professor für Pharmakologie, Physiologie und Biophysik an der Chobanian & Avedisian School of Medicine der Boston University, gegenüber Epoch Times.
Studien wie die in Nutrients veröffentlichte deuten darauf hin, dass die aktive Form von Vitamin D3 eine Vielzahl von krebshemmenden Wirkungen hat, darunter die Hemmung des Krebszellwachstums, die Induktion der Krebszellreifung und Apoptose, die Verringerung der Angiogenese sowie die Verringerung der Krebszellmetastasierung.
„Die aktive Form von Vitamin D kann verhindern, dass sich Zellen zu Krebszellen entwickeln. Und falls dies doch geschieht, kann sie auch deren Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und letztendlich zu ihrem Absterben führen, indem sie die Angiogenese unterbindet“, sagte Holick.
Aktives Vitamin D3 ist ein Hormon, das laut einer 2022 in Nutrients veröffentlichten Übersichtsstudie das Immunsystem regulieren kann, indem es auf verschiedene Immunzellen einwirkt.
Niedrige Vitamin-D-Spiegel werden oft mit einer leichten Entzündung in Verbindung gebracht, was sich in erhöhten C-reaktiven Proteinwerten widerspiegelt, die einen signifikanten Risikofaktor für Krebs darstellen.
Zellversuche haben gezeigt, dass aktives Vitamin D3 die Produktion proinflammatorischer Zytokine hemmen kann, was dazu beitragen könnte, chronische Entzündungen zu reduzieren.

Geringe Mengen an UV-Strahlung sind vorteilhaft bei der Krebsbekämpfung

Neben dem durch UV-Strahlung gebildeten Vitamin D kann auch die Strahlung selbst vorteilhaft sein.
Laut einer Übersichtsarbeit in „Progress in Biophysics and Molecular Biology“ überwiegt die schützende Wirkung von weniger intensiver solarer UV-Strahlung auf den menschlichen Körper die potenziell mutagene Wirkung der Strahlung.
Tierversuche haben zudem gezeigt, dass eine Vitamin-D-Supplementierung und die Exposition gegenüber UV-Strahlung zu einer Verringerung der Größe von Dickdarmtumoren bei Mäusen führen können.

Sonneneinstrahlung reguliert den Tagesrhythmus und erzeugt weitere aktive Substanzen

Regelmäßige Sonneneinstrahlung kann den Tagesrhythmus regulieren und die Ausschüttung verschiedener Hormone im menschlichen Körper beeinflussen.
Einige Untersuchungen legen nahe, dass Melatonin das Tumorwachstum hemmen kann und dass die Lichtexposition am Tag die hemmende Wirkung von nächtlichem Melatonin auf das Wachstum von Prostata-, Leber- und Brustkrebs verstärkt.
Der Vorläufer von Melatonin, Serotonin, wird durch die Exposition gegenüber Tageslicht beeinflusst. Es wird normalerweise tagsüber produziert und erst im Dunkeln in Melatonin umgewandelt.
Die Sonnenexposition am Morgen fördert die Ausschüttung von Serotonin, was wiederum die Produktion von Melatonin in der Nacht beschleunigt, so der Artikel in Environmental Health Perspectives“.
Das erhöhte Krebsrisiko bei Nachtarbeitern könnte auf ihren gestörten Tagesrhythmus zurückzuführen sein, der die Produktion von Melatonin beeinflusst.
Sonnenlicht führt nicht nur zur Bildung von Vitamin D3 in der Haut, sondern erzeugt auch andere Fotoprodukte aus Prävitamin D3, die zusätzliche einzigartige biologische Wirkungen haben.
„Es erzeugt eine ganze Reihe anderer Stoffe“, sagte Holick.
Eine systematische Übersicht in Dermatoendocrinology wies darauf hin, dass unzureichende Sonnenexposition viele weitere Risiken mit sich bringt, darunter eine erhöhte Gesamtmortalität, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das metabolische Syndrom, Typ-2-Diabetes, Adipositas und Alzheimer.
Sie steht auch im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko, an Multipler Sklerose, Typ-1-Diabetes, Psoriasis, rheumatoider Arthritis, nicht alkoholischer Fettlebererkrankung, Makuladegeneration, Statinunverträglichkeit und Kurzsichtigkeit zu erkranken.

Wie man sich sicher und effizient der Sonne aussetzt

Die medizinische Fachwelt stellt daher eine moderate Sonnenexposition in den Mittelpunkt.
Laut der Studie in Progress in Biophysics and Molecular Biology werden unter normalen Umständen etwa 90 Prozent des für den Körper essenziellen Vitamin D durch Sonnenexposition gewonnen.
Allerdings verbringen die Menschen heute viel weniger Zeit in der Sonne, insbesondere seit der COVID-19-Pandemie.
Laut den National Institutes of Health sollte der 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel im Plasma einer Person nicht unter 20 ng/ml liegen. Schätzungen zufolge steigt der 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel im Blut pro 100 IE eingenommenem Vitamin D nur um 1 ng/ml (2,5 nmol/l).
Für die meisten Erwachsenen kann eine regelmäßige und kurze Sonnenexposition ausreichend Vitamin D liefern, was effektiver ist als die tägliche Einnahme von 1.000 IE Vitamin D3.
Holick sagte, der 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel sollte 75 nmol/l (30 ng/ml) erreichen. Der ideale Bereich liege zwischen 40 und 60 ng/ml.
Im Allgemeinen wird empfohlen, Arme, Beine und andere Körperteile mehrmals pro Woche für 10 bis 15 Minuten der Sonne auszusetzen.
Dies ist jedoch keine absolute Regel, da Faktoren wie Jahreszeit, Breitengrad, Wetter, Tageszeit, Hautpigmentierung, Kleidung, Alter, die Verwendung von Sonnenschutzmitteln und die Frage, ob das Licht durch Glas fällt, die Produktion von Vitamin D3 in der Haut beeinflussen können.
Im Winter beispielsweise trifft das Sonnenlicht in einem schrägeren Winkel auf die Atmosphäre und mehr UVB-Photonen werden von der Ozonschicht absorbiert.
In Gebieten nördlich des 37. Breitengrades auf der Nordhalbkugel kann der Rückgang der Anzahl der UVB-Photonen, die die Erdoberfläche erreichen, von November bis Februar zwischen 80 und 100 Prozent betragen.
 

Im Winter trifft das Sonnenlicht in einem schrägeren Winkel auf die Atmosphäre, sodass mehr UVB-Photonen von der Ozonschicht absorbiert werden.

Foto: choochart choochaikupt/iStock

Am Morgen oder am Abend ist der Winkel des Sonnenlichts so schräg, dass selbst im Sommer die Geschwindigkeit, mit der Vitamin D3 in der Haut von Menschen in diesen Regionen gebildet wird, sehr gering ist.
Menschen mit hellerer Haut benötigen möglicherweise nur kurze Zeit in der Sonne, um ausreichend Vitamin D zu erhalten, während Menschen mit dunklerer Haut möglicherweise mehr Zeit benötigen, um denselben Effekt zu erzielen.
Für die meisten hellhäutigen Menschen kann laut dem zuvor erwähnten Artikel in Environmental Health Perspectives“ ein halbstündiges Sonnenbad in Badekleidung in der Sommersonne innerhalb der folgenden 24 Stunden die Freisetzung von 50.000 IE (1,25 mg) Vitamin D in den Blutkreislauf auslösen, während die gleiche Sonnenexposition bei Menschen mit gebräunter Haut 20.000 bis 30.000 IE Vitamin D liefert und bei Menschen mit dunkler Haut 8.000 bis 10.000 IE Vitamin D.
Laut einer Studie der Universität Genf können durch eine 10- bis 15-minütige Sonnenexposition im Frühling und im Sommer von 22 Prozent der Haut 1.000 IE Vitamin D gebildet werden.
Im Herbst und im Winter ist es jedoch schwieriger, allein durch Sonneneinstrahlung ausreichend Vitamin D zu erhalten, da Menschen in der Regel nur 8 bis 10 Prozent ihrer Haut der Sonne aussetzen, was eine Sonnenexposition von 6,5 Stunden erfordern kann, um die gleiche Menge an Vitamin D zu erhalten.
Eine Studie mit 2.360 Erwachsenen in den USA aus dem Jahr 2022 zeigt, dass eine tägliche Sonnenexposition von etwa 35 Minuten zwischen 9 und 17 Uhr, ohne bewusst zur Mittagszeit ein Sonnenbad zu nehmen, zu idealen Vitamin-D-Serumspiegeln (unter 50 nmol/l) führen kann.
Holick rät außerdem dazu, das Gesicht, das am anfälligsten für Sonnenbrand ist, beim Sonnenbaden zu schützen. Arme, Beine, Bauch und Rücken für eine angemessene und kurze Dauer ohne Sonnenschutzmittel der Sonne auszusetzen, kann laut dem Forscher eine signifikante Menge Vitamin D erzeugen.

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Does the Sun Cause or Prevent Cancer?“. (deutsche Bearbeitung: vm)