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Warum Knochen- und Muskelschwund nicht nur eine Folge des Alterns sind


In Kürze:

  • Osteoporose und Sarkopenie – also Knochen- und Muskelschwund – nehmen bereits in jüngeren Jahren ihren Anfang.
  • Knochen und Muskeln wachsen durch Belastung. Fehlt diese, verkümmern sie.
  • Auch die Biochemie von Knochen und Muskeln bestimmt, ob sie schwinden oder wachsen.
  • Doch gesunde Knochen und Muskeln brauchen nicht nur Sport und eine gute Ernährung, sondern auch Energie in den Zellen.

 
Der Abbau von Knochen, Muskeln und Kraft gehört zu den folgenschwersten Aspekten des Alterns. Denn Gebrechlichkeit ist einer der stärksten Prädiktoren für Pflegebedürftigkeit und Tod nach dem 65. Lebensjahr. 
Doch glücklicherweise kann man diesem Abbau sehr gut entgegenwirken und ihn sogar umkehren. Personen, die ihre muskuloskelettale Kraft erhalten, sind laut Studien weitaus besser in der Lage, auch vieles andere länger zu bewahren: Unabhängigkeit, Gleichgewicht, Stoffwechsel und sogar die kognitive Widerstandsfähigkeit, die sich aus körperlicher Leistungsfähigkeit ergibt.
Um diesen Verfall umzukehren, bedarf es einer umfassenderen Perspektive. In meiner Praxis prüfe ich jeden Patienten anhand des ACES-Modells für Gesundheit und Medizin. Dieses Modell beschreibt vier Dimensionen, die beeinflussen, wie der Körper im Laufe der Zeit seine Struktur bewahrt oder verliert – Anatomie, Chemie, Energie und Seele.
Knochen- und Muskelschwund ist selten auf ein Versagen in nur einer dieser Dimensionen zurückzuführen. Die Behandlung von nur einer oder zwei Dimensionen – hier ein Rezept, dort ein Nahrungsergänzungsmittel – kann oftmals nicht verhindern, dass viele ältere Patienten immer wieder stürzen und Belastungen des Alltags nicht mehr gewachsen sind.

Anatomie: Der Körper wird durch das geformt, was man von ihm verlangt

Knochen und Muskeln sind lebendes Gewebe und reagieren direkt auf Belastung: Widerstand, Stöße und Gewicht, die das Gewebe wirklich herausfordern.
Nimmt man das weg, erhalten die Osteoblasten – die Zellen, die Knochen aufbauen – einfach keinen Befehl mehr, zu arbeiten.
Für die Muskeln gilt dieselbe Regel, mit einer gravierenden Ergänzung: Der Körper baut aktiv Gewebe ab, das er als entbehrlich einstuft. Ab etwa dem 40. Lebensjahr werden die Muskeln zunehmend unempfänglich für die Signale, die sie einst aufgebaut haben, wie etwa Bewegung oder Protein aus der Nahrung. Dieses Phänomen wird in der Fachsprache als anabole Resistenz beschrieben. 
Das bedeutet vereinfacht, dass dasselbe Protein und Training, die mit 30 noch zum Muskelaufbau führten, mit 60 nicht mehr ausreichen. Wer den Reiz nicht verstärkt, verliert jedes Jahr ein wenig mehr an Muskelmasse.
Das moderne Leben beschleunigt all diese physiologischen Veränderungen. Der durchschnittliche Erwachsene sitzt heute ungefähr zehn Stunden pro Tag. Die Hüftbeuger verkürzen sich, die Gesäßmuskeln werden inaktiv, der obere Rücken rundet sich nach vorne und die hintere Muskelkette, also die gesamte Muskulatur der Körperrückseite – das strukturelle Rückgrat der menschlichen Bewegung sozusagen –, verkümmert.

Tipps, was Sie tun können

Geben Sie Ihrem Skelett und Ihren Muskeln einen Anreiz, zu bleiben. Für die meisten Erwachsenen heißt das: Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche. Das bedeutet,  große Muskelgruppen mit einem sinnvollen Gewicht, gepaart mit einer leichten Stoßbelastung, zu trainieren. Selbst etwas so Einfaches wie auf den Zehenspitzen oder Fersen stehen, kann den Knochen dazu anregt, sich zu erneuern. 
Sie müssen die Belastung im Laufe der Zeit steigern, denn Muskeln und Knochen passen sich an den Reiz an, nicht an Wiederholungen. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Krafttraining haben, beginnen Sie unter Anleitung eines Trainers oder Physiotherapeuten, der Ihnen sichere Übungen empfehlen kann.

Chemie: Was Ihr Blut Ihnen verrät

Die Biochemie von Knochen und Muskeln wird selten eingehend untersucht – da sie normalerweise über die Standard-Laboruntersuchungen hinausgeht.

Vitamin D

Der optimale Serumspiegel von Vitamin D liegt zwischen 30 und 50 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Unterhalb dieses Wertes stockt die Kalziumaufnahme. Um die Funktion des Bewegungsapparats aufrechtzuerhalten, empfehle ich allerdings 50 bis 80 ng/ml.
Schnell zuckende Fasern brauchen Vitamin D. Mit ihm sind sie schnell und stark genug, um uns aufzufangen, wenn wir stolpern. Deshalb äußert sich ein Vitamin-D-Mangel nicht nur in Knochenschwund, sondern auch in echter Muskelschwäche und -unsicherheit, was zu einem deutlich höheren Sturzrisiko führt.

Vitamin K2 

Vitamin K2 leitet Kalzium in die Knochen und weg von den Blutgefäßen. Ein Patient, der Kalzium und Vitamin D ohne K2 einnimmt, baut möglicherweise schwache Knochen auf und lässt gleichzeitig seine Arterien verkalken.

Magnesium

Der Körper benötigt Magnesium, um Vitamin D zu aktivieren und Muskeln anzuspannen. Gleichzeitig hilft Magnesium, den Spiegel des Hormons Parathormon zu regulieren, der den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel steuert. 
Ein subtiler Mangel äußert sich in Krämpfen, unruhigem Schlaf und unerklärlicher Müdigkeit.

Protein

Protein brauchen wir, um die Muskelmasse zu erhalten. Erwachsene über 40 benötigen etwa 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Dabei ist nicht nur die Gesamtzufuhr wichtig, sondern auch, dass wir das Protein über den Tag verteilt und nicht in einer großen Mahlzeit aufnehmen.

Hormone

Hormone sind für den Erhalt von Knochen und Muskeln unerlässlich, nehmen aber im mittleren Alter ab. Dazu gehören unter anderem IGF-1 (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1), Wachstumshormon, DHEA (Baustein für die Produktion wichtiger männlicher und weiblicher Sexualhormone, darunter Testosteron und Östrogen) sowie Schilddrüsenhormone.
Den Hormonhaushalt zu bestimmen und – sofern klinisch angebracht – wiederherzustellen, kann zu Ergebnissen führen, die kein Trainingsprogramm allein erreichen kann.

Tipps, was Sie tun können

Bitten Sie Ihren Arzt um eine Untersuchung, die über das Wesentliche hinausgeht: Vitamin D, Magnesium (idealerweise Magnesium in den roten Blutkörperchen) und, je nach Ihrer Krankengeschichte, die relevanten Hormone. 
Beziehen Sie den Großteil Ihres Proteins aus proteinreichen Vollwertnahrungsmitteln. Eine gute Quelle sind unter anderem
  • Eier,
  • Geflügel, 
  • Rinderfleisch, 
  • frischer oder konservierter Thunfisch oder Lachs,
  • griechischer Joghurt. 
Essen Sie bei jeder Mahlzeit proteinreiche Lebensmittel und versuchen Sie nicht, die benötigte tägliche Proteinmenge nur bei einer Mahlzeit zu sich zu nehmen.
Betrachten Sie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D und K2 sowie Magnesium als gezielte Korrektur gemessener Mangelzustände und nicht als wahlloses Einnehmen von Tabletten. Gehen Sie eine Hormontherapie als eine sorgfältige Entscheidung an, die Sie gemeinsam mit einem sachkundigen Arzt treffen.

Energie: Die Kraft zum Wiederaufbau

Selbst ein makelloses Training und eine perfekte Ernährung können scheitern, wenn dem Körper die zelluläre Energie fehlt, um darauf zu reagieren. Der Aufbau von Knochen und Muskeln ist stoffwechseltechnisch aufwendig und hängt von gesunden Mitochondrien ab – den Kraftwerken unserer Zellen.
Personen mit chronischer Müdigkeit, anhaltenden postviralen Syndromen oder erheblicher toxischer Belastung verlieren laut Untersuchungen schneller an Muskel- und Knochenmasse. Das kommt dadurch, dass die zelluläre Energie für deren Wiederaufbau beeinträchtigt ist.
Der Wiederaufbau findet im Schlaf statt, denn der Körper schüttet Wachstumshormone vor allem im Tiefschlaf aus. Genau während dieser Zeit baut der Körper Muskelproteine auf, baut altes Knochengewebe ab und ersetzt es durch neues.
Sechs Stunden Schlaf können nicht das leisten, was acht Stunden ermöglichen, ganz gleich, wie diszipliniert Ihr Training auch sein mag.

Tipps, was Sie tun können

Stellen Sie sicher, dass sie ausreichend schlafen: 
  • Halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein, 
  • sorgen Sie für ein dunkles und kühles Schlafzimmer,
  • verzichten Sie spätabends auf Bildschirme und auf Alkohol, da beides den Tiefschlaf beeinträchtigt. 
Wenn Ihre Müdigkeit in keinem Verhältnis zu Ihrem Leben zu stehen scheint, nehmen Sie sie ernst, anstatt sie einfach zu ignorieren. Fragen Sie Ihren Arzt zusätzlich nach Schilddrüsen-, Eisen- und B12-Werten sowie – sofern Ihre Vorgeschichte dies nahelegt – nach umweltbedingten und stoffwechselbedingten Faktoren.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Why Bone and Muscle Loss Is More Than Just Aging“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Als Start in den Tag: 5 sanfte Übungen mit einem Kissen

Wer SEIN Kissen gefunden hat, lässt es sich im Reich der Träume gut gehen. Doch Kissen haben noch eine weitere großartige Verwendungsmöglichkeit – und zwar als Trainingsgerät. Und das dank folgender Eigenschaften:
  • man kann sie nicht kaputt machen;
  • sie richten keinen Schaden an, wenn sie herunterfallen;
  • sie lassen sich leicht halten und handhaben;
  • so gut wie jeder von uns hat zu Hause mehrere davon zur Auswahl. 
Übungen mit Kissen können ein erstaunliches Training bieten. Die Übungen, die ich für Sie ausgewählt habe, sind sinnvoll, effektiv und können Ihnen echte Fortschritte bringen. Das Beste daran? Wer nach dem Training müde ist, kann sich das Kissen einfach unter den Kopf legen und ein Nickerchen machen.

Fünf einfache Übungen mit Kissen, die die Gesundheit auf Vordermann bringen

Ich finde die folgenden Übungen sehr praktisch. Auch sorgen sie für ein sicheres und effektives Training. Sie funktionieren gut bei meinen Patienten und ich mache sie ebenfalls regelmäßig. 
Ich empfehle, für diese Übungen normale Kissen und keine langen Körperkissen zu verwenden – obwohl ich unweigerlich schmunzeln muss, wenn ich mir vorstelle, wie jemand während des Trainings mit einem solchen Kissen ringt. Die meisten Kissen sind geeignet, solange sie nicht zu groß und unhandlich sind, so auch Zierkissen oder Dekokissen. Das beste Kissen ist das, das für Sie am besten funktioniert.

1. Knie mit dem Kissen berühren und Beine nach oben strecken

Das ist eine großartige Übung für den Start in den Tag. Sie ist nicht übermäßig anstrengend und bietet zudem ein hervorragendes Aufwärmtraining für die folgenden Übungen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine stützende Unterlage legen und die Arme gerade in Richtung Kopfteil oder Wand hinter sich ausstrecken. Das Kissen zwischen den Händen halten. Die Oberschenkel befinden sich senkrecht zum Boden, die Knie sind gebeugt.
Schritt 2: Den Kopf auf die Unterlage drücken und die Arme in Richtung der Beine führen. Gleichzeitig die Beine strecken und in einem etwa 75-Grad-Winkel zum Boden halten.
Schritt 3: Mit dem Kissen die Knie berühren und wieder in die Ausgangsposition zurückkehren. Das Berühren der Knie mit dem Kissen zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit jeweils 15 Wiederholungen absolvieren.

2. Kissen zwischen Händen und Füßen hin- und herreichen

Nun haben wir uns aufgewärmt und können zu einer Übung übergehen, die den Körper vom Kopf bis zu den Knien noch stärker fordert.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich flach auf den Rücken legen und ein Kissen zwischen beiden Händen halten. Die Arme so weit wie möglich gerade in Richtung Kopfteil oder Wand hinter sich ausstrecken; die Beine liegen gestreckt auf der Unterlage.
Schritt 2: Arme und Beine gleichzeitig zueinanderführen und das Kissen von den Händen zu den Füßen reichen. Das Kissen zwischen den Füßen halten und Arme und Beine sofort wieder in die Ausgangsposition absenken.
Schritt 3: Arme und Beine erneut anheben. Das Kissen diesmal zurück zu den Händen reichen und Arme und Beine wieder absenken. Eine Übergabe des Kissens zwischen Händen und Füßen zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit je zwölf Wiederholungen durchführen.
Abwandlungen: Wem es schwerfällt, Arme und Beine über den gesamten Bewegungsbogen zu führen, kann sie einfach so weit bewegen, wie es ihm möglich ist. Mit der Zeit wird er den Bewegungsbogen möglicherweise vergrößern können.

3. Gesäßbrücke mit Kissen

Eine Gesäßbrücke, auch glute bridge genannt, ist eine großartige Übung, die den Rumpf hervorragend stärkt. Ein Kissen verleiht der Übung Pep und beansprucht zusätzlich die Beinadduktoren, die oft zu kurz kommen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf einer ebenen Fläche liegen. Die Arme liegen neben dem Körper, die Knie sind auf etwa 90 Grad gebeugt und die Füße flach auf dem Boden. Ein Kissen zwischen die Knie legen.
Schritt 2: Das Kissen fest mit den Knien zusammendrücken und langsam die Hüften anheben, bis der Körper eine gerade Linie zwischen Knien und Schultern bildet. Diese Position 15 Sekunden lang halten und in die Ausgangsposition zurückkehren. Das Anheben und anschließende Absenken zählt als eine Wiederholung.
Schritt 3: Drei Sätze mit jeweils fünf Wiederholungen durchführen.
Abwandlung: Wer seinen Oberkörper nicht ganz nach oben bewegen kann, kann ihn einfach so weit anheben, wie es ihm möglich ist.

4. Auf dem Rücken liegen und ein Kissen um die Beine führen

Nachdem wir uns nun gründlich mit dynamischen Auf- und Abwärtsbewegungen aufgewärmt haben, probieren wir eine Halteübung aus. Diese fördert die Rumpfstabilität und erfordert umfangreiche Armbewegungen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine Unterlage hinlegen. Die Oberschenkel befinden sich senkrecht zum Boden und die Knie sind in einem 90-Grad-Winkel gebeugt.
Schritt 2: Die Schultern vom Boden heben, die Position halten und das Kissen um die Oberschenkel herum von einer Hand zur anderen reichen. Wenn das Kissen die Beine einmal umrundet, zählt das als eine Wiederholung.
Schritt 3: Drei Sätze zu je 15 Wiederholungen ausführen.
Abwandlung: Wer seine Beine nicht ganz auf 90 Grad Hüft- und Kniebeugung anheben kann, hebt sie einfach so weit an, wie es geht.

5. Bauchtwist (Russian Twist) mit Kissen

Ein Kissen verleiht dieser klassischen Bauchmuskelübung einen zusätzlichen Elan, macht sie aber auch etwas umständlich – und genau das ist eigentlich beabsichtigt. Keine Sorge, je öfter man diese Übung macht, desto besser wird man.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf den Boden setzen und die Knie auf etwa 45 Grad anwinkeln. Der Oberkörper ist aufrecht, die Füße sind auf dem Boden und das Kissen wird mit beiden Händen auf dem Schoß gehalten.
Schritt 2: Das Kissen nach rechts bewegen und gleichzeitig den Oberkörper in die gleiche Richtung drehen. Mit dem Kissen den Boden neben sich berühren.
Schritt 3: Danach den Oberkörper sofort nach links drehen und mit dem Kissen den Boden links neben sich berühren. Sich einmal drehen und den Boden berühren, zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Drei Sätze mit jeweils 20 Wiederholungen absolvieren.
Abwandlungen: Wer sich nicht sehr weit drehen kann, dreht sich einfach so weit, wie es ihm möglich ist. Man kann auch die Sätze und Wiederholungen gern so anpassen, wie sie für einen optimal funktionieren. Wer die Übung etwas anspruchsvoller gestalten möchte, kann seine Füße während der Bewegung vom Boden heben.

Motiviert in den Tag starten

Werden diese Kissenübungen regelmäßig durchgeführt, können sie mehr Kraft, Flexibilität und Ausdauer wecken und dazu beitragen, Ihre Lebensqualität zu verbessern. Ich empfehle, sie mindestens dreimal pro Woche zu machen, idealerweise fünfmal. 
Ich finde, fünf Tage pro Woche sind ein leicht zu erreichendes Ziel, da man im Grunde jeden Tag mit einem Kissen in Reichweite aufwacht. Und wenn man es sofort für die Übungen nutzt, braucht man später keine Kraft mehr aufzuwenden, um sich zu motivieren. Viel Erfolg, und ich hoffe, diese Übungen helfen Ihnen weiter.
Über das Fitnessmodel: Aerowenn Hunter ist Gesundheitsredakteurin und Fitnessmodel für die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times. Sie ist seit 30 Jahren zertifizierte Yogatherapeutin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Your Bedroom Gym: 5 Gentle Exercises You Can Do With a Pillow“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Das Ei-Dilemma: Was passiert, wenn Sie jeden Tag ein Ei essen – und der fatale Irrtum übers Cholesterin


In Kürze:

  • Wer regelmäßig Eier isst, unterstützt viele Körperfunktionen wie etwa die Knochengesundheit.
  • Eier sind eine Protein- und Nährstoffbombe, die unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und viele Vitamine enthalten.
  • Empfehlenswert sind Eier aus Freilandhaltung, die nicht zu wenig und nicht zu lange gekocht werden.
  • Bestimmte Personen sollten mit dem Eierverzehr vorsichtig sein oder ihn ganz pausieren.

 
Eier sind voller Nährstoffe. Ein mittelgroßes Ei liefert 60 Kalorien, etwa 10 Prozent des täglichen Proteinbedarfs und ein ganzes Spektrum an Mikronährstoffen.
Die Liste ist lang: 
  • Kalzium, 
  • Kalium, 
  • Phosphor,
  • Selen,
  • Zink,
  • Kupfer,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • die Vitamine A, E, D und B.
Bei regelmäßigem Verzehr unterstützen Eier viele Körperfunktionen. Nachfolgend sind fünf davon aufgeführt.

1. Eier versorgen den Körper effizient mit Energie

Wie oben erwähnt, liefern Eier viele Nährstoffe, die unser Körper benötigt, um gesund zu bleiben.
„Sie gehören zu den nährstoffreichsten und effizientesten Vollwertnahrungsmitteln, die wir haben. Sie sind reich an hochwertigem Protein, essentiellen Fetten, Cholin und fettlöslichen Vitaminen, die alles von der Gehirnfunktion bis zum Hormonhaushalt unterstützen“, sagte Laurie White, Naturheilpraktikerin und Spezialistin für funktionelle Medizin und funktionelle Ernährungstherapie, gegenüber Epoch Times.

2. Eier unterstützen Muskelregeneration und -wachstum

Eier sind eine hervorragende Quelle für hochwertiges Protein. Dieses ermöglicht es dem Körper, Gewebe wie Knochen, Muskeln, Haare und Haut aufzubauen und zu reparieren. Sie enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Das macht sie zu einer vollständigen Proteinquelle.
„Wenn Sie Eier essen, nehmen Sie nicht nur Protein zu sich – Sie lösen auch hormonelle Kaskaden aus, die dabei helfen, Muskeln und Knochen zu erhalten und aufzubauen sowie den Appetit zu regulieren“, meinte Dr. Christine Najjar zu Epoch Times. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin und Inhaberin einer auf Ernährung spezialisierten Praxis.
Zudem weise das Protein in Eiern eine hohe Bioverfügbarkeit auf, sodass der Körper es leicht aufnehmen und verwerten könne.
Studien zufolge hat Eiprotein eine Absorptionsrate von 97 Prozent – höher als bei Milchprodukten mit 95 Prozent und Fleisch mit 94 Prozent. Pflanzliche Proteine werden nur zu 45 bis 80 Prozent resorbiert, was Eier zu einer der besten natürlichen Proteinquellen macht. Das Kochen erhöht die Bioverfügbarkeit von Eiprotein zusätzlich, indem es dieses teilweise aufspaltet. Dadurch kann der Körper es leichter aufnehmen und verdauen.
Daher unterstützt der regelmäßige Verzehr von ganzen Eiern – Eiweiß und Eigelb – die Muskulaturgesundheit. Protein hilft uns beim Aufbau und Erhalt von Muskeln, steigert die Kraft und kann Sarkopenie vorbeugen, dem allmählichen Rückgang von Muskelmasse, Kraft und Funktion, der mit dem Altern einhergeht.

3. Eier stärken die Augengesundheit

Zusätzlich zu den oben genannten Nährstoffen enthalten Eier auch Lutein und Zeaxanthin. Das sind starke Antioxidantien, die sich in der Netzhaut anreichern und unsere Augen schützen. Sie helfen dabei, blaues Licht zu filtern, die Sehkraft zu verbessern und reaktive Sauerstoffspezies abzufangen.
Zudem steht der Verzehr von Eiern mit einem verringerten Risiko für altersbedingte Makuladegeneration, eine unheilbare Netzhauterkrankung, und Grauen Star in Verbindung. 
Der größte Teil der Nährstoffe eines Eies befindet sich im Eigelb – einer reichhaltigen, bioverfügbaren Quelle für Lutein und Zeaxanthin, mit natürlichen Fetten, die deren Aufnahme verbessern.
Laut Studien erhöht der tägliche Verzehr eines Eies den Lutein- und Zeaxanthin-Spiegel deutlich. Ferner steigert regelmäßiger Eierkonsum die Dichte des Makulapigments im Auge. Dies steht mit einer verbesserten Sehkraft und einem verringerten Risiko für Sehverlust in Zusammenhang.

4. Eier helfen, Appetit und Blutzucker zu regulieren

Eier sorgen für ein Sättigungsgefühl, sodass wir insgesamt weniger essen. Das habe mit der Kombination aus Eiweiß und gesunden Fetten zu tun, die in Eiern zu finden sind, meinte White. 
„Den Tag mit Eiern zu beginnen, kann helfen, den Blutzucker zu stabilisieren, Heißhunger zu senken und eine gleichmäßigere Energieversorgung zu fördern. Das macht es einfacher, ein gesundes Gewicht zu halten, ohne auf Willenskraft angewiesen zu sein“, so die Naturheilpraktikerin.
Das Nährstoffprofil von Eiern unterstütze außerdem wichtige Stoffwechselprozesse, darunter die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel. Diese seien entscheidend, um ein gesundes Gewicht aufrechtzuerhalten, sagte sie.

5. Eier unterstützen die Gehirnfunktion und das Gedächtnis

Eier sind eine der reichhaltigsten Nahrungsquellen für Cholin, das fast ausschließlich im Eigelb vorkommt.
Cholin ist notwendig, um Acetylcholin zu bilden – einen wichtigen Neurotransmitter für Gedächtnis und Konzentration. Ferner ist es unerlässlich für den Aufbau von Zellmembranen, für die Gehirnentwicklung bei Babys sowie für die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel.
„Interessanterweise zeigen Untersuchungen, dass die Mehrheit der Menschen ihren täglichen Cholinbedarf nicht deckt. Der regelmäßige Verzehr von Eiern ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, diese Lücke zu schließen. Studien brachten zudem eine höhere Cholinaufnahme mit einer verbesserten kognitiven Funktion und einem besseren Gedächtnis in Verbindung“, erklärte White.
Eine höhere Cholinaufnahme steht auch mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einem verringerten Risiko für Alzheimer in Verbindung.

Wie viele Eier sollten wir essen?

Frühere Ernährungsrichtlinien empfahlen, die Cholesterinaufnahme über die Nahrung zu begrenzen – wobei Eier als Hauptverursacher galten. Das Argument war einfach: Cholesterin aus der Nahrung erhöht den Cholesterinspiegel im Blut, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. 
Aktuelle Studien haben diese Behauptungen jedoch nicht bestätigt. Ihnen zufolge sind Eier ein sicheres, nachhaltiges Lebensmittel, das Energie und lebenswichtige Nährstoffe liefert.
Was die Frage angeht, wie viele Eier wir bedenkenlos essen können, sind sich Dr. Najjar und White einig. Ihnen zufolge müssen die meisten gesunden Menschen ihren Eierverzehr nicht einschränken.
„Eier sind seit jeher Teil der traditionellen menschlichen Ernährung. Historisch gesehen aßen die Menschen sie je nach Verfügbarkeit und Appetit, nicht nach festgelegten Grenzen“, so Dr. Najjar. „Im Allgemeinen rate ich den Menschen, sich beim Verzehr von ihrem Appetit leiten zu lassen“, fügte sie hinzu.

Eierqualität, Sicherheit und Zubereitungsmethoden

Wer regelmäßig Eier isst, sollte auf ihre Qualität achten. Naturheilpraktikerin White empfiehlt Eier aus Freilandhaltung – idealerweise von einem lokalen Bauern.
Dr. Najjar rät dazu, sich zum einen von seinem Budget leiten zu lassen. Doch wer seine Mikronährstoffversorgung optimieren möchte, sollte ihr zufolge auch Eier von lokalen Hühnern beziehen.
White merkte an, dass es auch Situationen gebe, in denen man vorübergehend den Eierkonsum einschränken oder vollständig pausieren sollte, wie zum Beispiel bei
  • einer echten Eiallergie, 
  • einer aktiven Darmentzündung oder erhöhter Durchlässigkeit,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • einer Histaminempfindlichkeit.
Sobald das zugrunde liegende Ungleichgewicht behoben sei, könnten Eier in den meisten Fällen wieder in den Speiseplan aufgenommen werden, fügte sie hinzu.
Was die Zubereitung von Eiern angeht, sollte man laut Dr. Najjar Extreme vermeiden. „Ein leicht gekochtes Ei mit weichem oder flüssigem Eigelb ist oft ein guter Mittelweg. Es bewahrt Nährstoffe und ist dennoch sicher zu verzehren“, so die Ernährungswissenschaftlerin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What Happens to Your Body When You Eat Eggs Regularly“. (redaktionelle Bearbeitung: as)