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Sitzsteifheit trotzen: 5 einfache Übungen für eine entspannte Hüfte


In Kürze:

  • Langes Sitzen macht Muskeln und Gelenke steif, so auch die Hüfte.
  • Halten wir sie regelmäßig in einer statischen Position, kann das langfristig unsere Beweglichkeit und Lebensqualität beeinträchtigen.
  • Fünf einfache Dehnübungen können helfen, die Hüfte zu lockern und eine bestmögliche Funktionsfähigkeit zu bewahren.

 
In vielen Berufen verbringen wir heutzutage viel Zeit im Sitzen. Zu Hause angekommen, verleiten uns der Fernseher, soziale Medien und andere Online-Angebote oft dazu, weiterhin inaktiv zu bleiben.
Solch ein sitzender Lebensstil kann chronische Gesundheitsprobleme wie etwa Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich bringen. Darüber hinaus gibt es noch ein weiteres ernstes Problem: Verspannungen. 
Langes Sitzen hält die Hüfte in der Regel in einer statischen Position. Und dieses lange Verweilen in einer Position bekommt den Muskeln und Gelenken überhaupt nicht.
Wenn unsere Hüfte lange genug stillhält, kann sie pathologisch steif werden – eine Gefahr für unsere Mobilität, funktionelle Unabhängigkeit und allgemeine Lebensqualität.

Fünf Übungen gegen Sitzsteifheit und für eine entspannte Hüfte

Die folgenden Übungen helfen, Verspannungen in der Hüfte zu lösen. Der Beckenbereich dehnt und lockert sich, was uns hilft, die bestmögliche Flexibilität, Funktionsfähigkeit und größere Unabhängigkeit zu erreichen.

1. 90/90-Sitz

Diese Übung ist eine äußerst effektive Hüftdehnung. Um ihre Wirkung zu entfalten, nutzt sie Drehbewegungen und bestimmte Körperhaltungen. Zudem eignet sie sich gut, um Verspannungen zu lindern, die durch langes Sitzen entstehen.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf dem Boden sitzen; die Füße stehen etwa 90 Zentimeter auseinander. Hüfte und Knie um 90 Grad beugen und die Fersen auf den Boden stellen.
Schritt 2: Die Fersen nicht bewegen und den Körper dabei nach rechts drehen und die Beine absenken, bis sie den Boden berühren. Der Körper rollt dabei auf die Seite der Beine.
Schritt 3: Die rechte Hand auf den Boden legen, sich sanft nach vorn beugen und die Hüftmuskeln stark dehnen. Diese Position etwa 10 Sekunden lang halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren.
Schritt 4: Auf die linke Seite rollen und die Bewegung wiederholen. Das Vorbeugen und Halten auf der rechten und dann auf der linken Seite zählt als eine Wiederholung.
Schritt 5: Drei Wiederholungen durchführen und dabei auf jeder Seite verweilen.
Abwandlungen: Wer bei dieser Dehnung nicht ganz bis zum Boden kommt, kann seine Knie zunächst so weit wie möglich nach vorn bringen und die Position nicht 10, sondern etwa 20 Sekunden lang halten. Dies ermöglicht es oft, dass sich verspannte Muskeln und Gelenke etwas besser lockern können.

2. Figur-4-Dehnung auf dem Stuhl 

Diese Übung sorgt für eine tiefe Dehnung des Musculus piriformis, eines birnenförmigen Gesäßmuskels, der für die Außenrotation der Hüfte zuständig ist. Dies kann zusätzliche Beweglichkeit in der Hüfte schaffen und auch Hüftschmerzen drastisch lindern.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf die Mitte oder die Vorderkante eines stabilen Stuhls setzen. Das rechte Bein über das linke Bein kreuzen, wobei sich der rechte Knöchel direkt hinter dem linken Knie befindet. Wer die Position nicht leicht einnehmen kann, kann sein Bein mit den Armen bewegen. Den Knöchel an Ort und Stelle halten und das rechte Knie so weit wie möglich nach unten sinken lassen.
Schritt 2: Langsam aus der Hüfte so weit wie angenehm nach vorn beugen und dabei den Rücken gerade halten. Diese Dehnung eine Minute lang – oder so lange, wie man sie bequem aushalten kann – halten. Dann in die Ausgangsposition zurückkehren und die Dehnung auf der linken Seite wiederholen.
Schritt 3: Pro Seite drei einminütige Dehnungen ausführen.
Abwandlungen: Wer nicht tief in die Dehnung kommt, kann sich einfach so weit wie möglich hineinbewegen und die Dehnung halten, wobei der Rücken gerade bleibt. Mit etwas Übung gewinnt man an Flexibilität.

3. Siegeskniebeuge (Victory squat)

Diese sowohl herausfordernde als auch lohnende Halteübung ist auch als Göttinnenpose bekannt. Sie ist ein wahres Wundermittel für die Hüfte.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Die Beine stehen etwa 90 Zentimeter auseinander, die Füße sind um etwa 45 Grad zur Seite gedreht.
Schritt 2: So tief wie angenehm in die Hocke gehen und darauf achten, dass die Knie in die gleiche Richtung wie die Füße zeigen. Gleichzeitig die Arme in einer „V“-Form über den Kopf heben.
Schritt 3: Die Hocke etwa 60 Sekunden oder so lange wie möglich halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren. Jede gehaltene Hocke zählt als ein Satz.
Schritt 4: Jeweils drei Sätze zu je 60 Sekunden durchführen.
Abwandlungen: Wer nicht sehr tief gehen kann, geht einfach so tief, wie es möglich ist. Darauf achten, dass die Knie während der Kniebeugedehnung nach außen zeigen, anstatt nach innen zu knicken, was für die Hüfte unangenehm sein kann.

4. Happy-Baby-Pose

Diese Pose des „glücklichen Babys“ macht Spaß und ist intuitiv. Zudem ist sie sehr stabil und effektiv.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Sich auf eine feste, stützende Unterlage legen; Hüfte und Knie sind angewinkelt, die Füße flach auf dem Boden und die Arme an den Seiten.
Schritt 2: Die Knie so hoch wie möglich anheben und die Außenseiten der Füße fassen. Die Hüfte anwinkeln und die Knie hochhalten. Dabei die Füße sanft auseinander und so weit nach unten ziehen, wie es angenehm ist. Diese Position 10 Sekunden lang halten und dann in die Ausgangsposition zurückkehren. Jedes Halten der Dehnung zählt als eine Wiederholung.
Schritt 3: Insgesamt fünf Wiederholungen ausführen.
Abwandlungen: Wer die Knöchel nicht ganz erreichen kann, kann so weit wie möglich an seinem Bein nach unten greifen. Als Variante kann er die Hände auch an der Innenseite der Füße über den Fußgewölben platzieren – einfach ausprobieren, was am besten funktioniert. Wer noch mehr Freude in die Übung bringen möchte, kann gern von einer Seite zur anderen schaukeln.

5. Froschstellung

Diese Übung sorgt für eine wunderbare, tiefe Dehnung und lässt sich hervorragend abwandeln.
Video: Ceridwen Hunter/The Epoch Times
Schritt 1: Auf Händen und Knien beginnen. Die Knie so weit wie möglich spreizen, ohne dass es unangenehm wird. Die Füße sind noch etwas weiter auseinander.
Schritt 2: Den Unterkörper in Position halten und auf die Ellbogen hinuntergehen. Man sollte eine gute Dehnung spüren, die in der Hüfte und den inneren Oberschenkeln beginnt. Dies betrachten wir als Ausgangsposition.
Schritt 3: Nun die Dehnung verstärken. Dafür den Körper aus der aktuellen Position nach hinten bewegen, um sich tiefer in die Dehnung zu „setzen“. So weit nach hinten gehen, wie es angenehm ist, und die Dehnung etwa 10 Sekunden lang halten. Danach wieder in die Ausgangsposition zurückkehren. Jedes „Sitzen“ und Halten zählt als eine Wiederholung.
Schritt 4: Fünf Wiederholungen durchführen.
Abwandlungen: Genau auf seine Bewegungen achten und weder die Haltezeiten noch die Bewegungen überstürzen. Nur so tief in die Dehnung gehen, wie es angenehm ist. Es kann hilfreich sein, während der „Sitzphase“ tief zu atmen, um sich zu entspannen.
Bei Bedarf kann man zur Entlastung Polster, wie zum Beispiel gefaltete Handtücher, unter die Knie legen. Ruhig mit der Fußposition experimentieren.

Drei- bis idealerweise fünfmal pro Woche ausführen

Zusammen können diese Übungen helfen, eine steife Hüfte zu lockern und einem die nötige Beweglichkeit und Unabhängigkeit zu geben. 
Ich empfehle, sie mindestens dreimal pro Woche durchzuführen, idealerweise fünfmal. Ich ermutige Sie, sie auszuprobieren, denn ich glaube, sie werden Ihnen gefallen. Viel Erfolg, und ich hoffe, sie tun Ihnen gut.
Über das Fitnessmodel: Aerowenn Hunter ist Gesundheitsredakteurin und Fitnessmodel für die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times. Sie ist seit 30 Jahren zertifizierte Yogatherapeutin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Hip to Be Square: 5 Hip-Opening Exercises to Help Undo a Day of Sitting“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Das Geheimnis, wahre Freude zu empfinden

Freude ist für uns so lebensnotwendig wie die Luft zum Atmen – und genauso schwer festzuhalten.
Jeder sucht Freude und Glück. Es liegt in unserer Natur als menschliche Wesen begründet. Aber wir haben nicht immer ein klares Bild davon, was Freude bedeutet oder was sie hervorruft. Wir erkennen sie, wenn wir ihr begegnen: ein Lebensschub in unserem Inneren, ein Sonnenstrahl, der die Seele erleuchtet. Doch dieser Strahl ist oft hinter Wolken verborgen, und die Dinge, die uns Freude versprechen, lassen uns am Ende oft mit leeren Händen zurück.
Momente der Freude sind vielfältig und unvorhersehbar: eine süße Melodie, die unerwartet ins Ohr dringt, der Anblick eines Hirsches, der in der Dämmerung durch eine Wiese schreitet, der pulsierende Rausch einer rasanten Sportart, ein Freundeskreis, mit dem man Gespräche und Gelächter genießt. Wir jagen solchen Momenten hinterher. Manchmal gewinnen wir den Preis, manchmal gehen wir leer aus. Die Unvorhersehbarkeit kann wütend machen.
Es bräuchte viele Bücher, um die Freude und ihre Auslöser vollständig zu erklären. Es gibt jedoch einige wichtige Fragen über die Freude, die im Rahmen eines kurzen Essays beantwortet werden können.

Die Freude am Guten

Eine Grundüberlegung: Ist Freude etwas, das wir erlangen, oder etwas, das wir empfangen? Die Autorin Sofia Cuddeback stellt diese Frage in ihrem Artikel „Regarding Joy“ (zu Deutsch: Über die Freude), erschienen in Band 3 des philosophisch angehauchten Lifestyle-Magazins „Hearth & Field“ (zu Deutsch: Herd/Heim & Feld/Natur). Cuddeback bietet in dem Essay keine direkte Antwort auf diese Frage an, aber sie webt eine indirekte und nuancierte Antwort zusammen, indem sie die Natur der Freude analysiert.
Verbundenheit und Großzügigkeit können das Glücksgefühl zuverlässiger steigern als individualistische oder egozentrische Aktivitäten. Foto: Halfpoint/iStock

Verbundenheit und Großzügigkeit können das Glücksgefühl zuverlässiger steigern als individualistische oder egozentrische Aktivitäten.

Foto: Halfpoint/iStock

Gestützt auf die Philosophie von Thomas von Aquin argumentiert Cuddeback, dass Freude das Ruhen des Willens in einem gegenwärtigen Gut ist. Mit anderen Worten: Freude entsteht, wenn unser Herz ein gutes Ding besitzt – speziell die Art von Gut, die wir durch unseren Geist erfassen und schätzen können. (Dies unterscheidet sich von Gütern, die lediglich die Sinne ansprechen, wie etwa eine köstliche Speise.)
Cuddeback nennt einige Beispiele für Güter, die wir mit unserem Verstand oder Intellekt erfassen können: „Die Einsicht in die Schönheit der Hingabe und die Bewunderung der Tugenden eines besonderen Freundes.“ Hier sind einige weitere: das Bewusstsein für die Liebe eines anderen Menschen, die Erfahrung von etwas Schönem in der Natur, das Erfassen einer wichtigen Wahrheit, das Vollbringen eines guten Werkes oder der Genuss einer Aktivität, die unsere Vorstellungskraft und Kreativität aktiviert.
Wann immer wir eines dieser Güter erlangen, erfahren wir Freude. „Wenn wir das Objekt unseres intellektuellen Verlangens erwerben und darin ruhen“, schrieb Cuddeback, „wenn wir zulassen, achtsam darauf zu sein und darin zu sitzen – metaphorisch gesprochen – das nennt man Freude. Freude ist das, was wir erleben, wenn wir in etwas ruhen, das gut ist und das wir lieben.“

Mehr Freude durch Aufmerksamkeit

Wie Cuddeback betonte, können wir mehr Freude erfahren, indem wir unsere Aufmerksamkeit für die guten Dinge um uns herum schärfen. Hier kommt ein Geist der Dankbarkeit ins Spiel. Da wir Freude nur über Dinge empfinden, die wir bereits haben, ist es sehr schwierig, Freude zu erleben, wenn wir versäumen, die guten Dinge, die wir haben, wahrzunehmen oder dankbar dafür zu sein, während wir uns damit beschäftigen, was wir nicht haben.
Zu schnelles Übergehen von einem Gut zum nächsten kann die Freude ebenfalls sabotieren. „Wenn wir jedoch von der Sache, die wir lieben, abgelenkt werden und stattdessen zum nächsten Streben übergehen, dann ruhen wir nicht mehr in diesem Gut“, schrieb Cuddeback. Daraus würde folgen, dass ein Leben voller Freude erfordert, zu lernen, langsamer zu werden und achtsam gegenüber den Gütern zu sein, die uns umgeben.
Dankbarkeit und Achtsamkeit erschließen eine tiefere und nachhaltigere Form der Freude. Foto: AaronAmat/iStock

Dankbarkeit und Achtsamkeit erschließen eine tiefere und nachhaltigere Form der Freude.

Foto: AaronAmat/iStock

Aus all diesen Gründen rät Cuddeback dazu, Achtsamkeit und Wertschätzung für das zu üben, was wir besitzen. Sie spricht auch davon, unsere Wünsche so zu formen, dass sie sich um die Arten von Gütern zentrieren, die die höchste und dauerhafteste Freude schenken: Dinge, die wahrhaft edel, lieblich, schön, rein und so weiter sind. Schließlich sagt sie, wir sollten versuchen, uns mit solchen Dingen zu umgeben, damit wir die Freude trinken können, die aus ihnen quillt.

Die Freude an der Selbstlosigkeit

Ein weiterer Bestandteil der Freude scheint Selbstlosigkeit zu sein. Paradoxerweise scheinen Menschen mehr echte Freude und Glück aus dem Dienen als aus dem Bedientwerden zu ziehen – obwohl es ein Leben voller vergeblicher Versuche und enttäuschter Erwartungen brauchen kann, um dies zu lernen.
Joshua Becker, ein Vertreter des modernen Minimalismus, schreibt in „Things That Matter“: „Irgendwo auf dem Weg (oder vielleicht war es schon immer so) scheint es, als hätten wir Menschen das Streben nach Glück mit dem Streben nach dem Selbst verwechselt. Als Ergebnis denken wir, wir wären am glücklichsten, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren, unsere Ressourcen für uns selbst ausgeben und unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllen – manchmal sogar auf Kosten anderer.“
Aber das ist laut Becker ein völlig falscher Ansatz. Paradoxerweise scheint die echte Freude proportional zu dem Grad zu steigen, in dem wir uns selbst vergessen und uns auf andere konzentrieren. „Der beste, direkteste Pfad zu dauerhaftem Glück und Erfüllung ist, nicht nur auf die eigenen Interessen zu schauen, sondern auch auf die Interessen anderer“, argumentiert er.

Den Pfeil ins Ziel bringen

Freude und Glück zu erlangen, ist ein bisschen wie das Schießen eines Pfeils. Wenn man direkt auf das Bullseye (Glück) zielt, wird der Pfeil sinken, bis er das Ziel erreicht, und man wird mit nichts enden. Aber wenn man auf etwas oberhalb des Glücks zielt – Sinn, Zweck, Liebe oder Opfer –, wird der Pfeil seinen Weg zur Freude finden. Becker verdeutlicht diesen Punkt, indem er den berühmten österreichischen Neurologen und Psychiater Viktor Frankl zitiert. Frankl überlebte vier NS-Konzentrationslager, darunter Auschwitz. In seinem Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ schrieb Frankl: „Denn Erfolg, wie auch Glück, kann nicht angestrebt werden; er muss sich einstellen – und das tut er nur als unbeabsichtigter Nebeneffekt der persönlichen Hingabe an eine Sache, die größer ist als man selbst, oder als Folge der Hingabe an einen anderen Menschen.“
Musik aktiviert mehrere Hirnregionen, die mit Emotionen, Erinnerungen und Belohnung in Verbindung stehen. Foto: Arianne de San Jose van Hoof/iStock

Musik aktiviert mehrere Hirnregionen, die mit Emotionen, Erinnerungen und Belohnung in Verbindung stehen.

Foto: Arianne de San Jose van Hoof/iStock

Um seinen Punkt zu beweisen, zitiert Becker zwei Studien – eine Studie der University of Pittsburgh aus dem Jahr 2017 und eine Studie der Columbia University aus dem Jahr 2018 –, die beide eine überraschende psychologische Wahrheit aufdeckten: Geben bringt tatsächlich mehr Freude als Nehmen. Teilnehmern in beiden Studien wurden Gelegenheiten geboten, entweder anderen zu helfen oder für sich selbst etwas Gutes zu tun. In beiden Studien waren die Menschen, die sich entschieden, anderen zu helfen, glücklicher und ruhiger als diejenigen, die sich entschieden, sich selbst zu begünstigen.

Woher kommt die Freude?

Also – um zu der Frage zurückzukehren, mit der wir begonnen haben – ist Freude etwas, das wir erlangen, oder etwas, das wir empfangen? Ich denke, die Antwort ist ein bisschen von beidem. Wir können Dispositionen zur Freude fördern und wir können Umstände schaffen, die es der Freude erlauben, hervorzutreten. Aber wir empfangen sie auch immer teilweise als ein geheimnisvolles Geschenk. Es ist nicht so einfach, wie bloß zu „entscheiden“, dass wir Freude haben wollen. Gleichzeitig können wir uns aber dafür entscheiden, Einstellungen zu entwickeln, die Freude erreichbarer machen. Zu diesen Einstellungen scheinen Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit und eine Wertschätzung für alles, was gut, wahr und schön ist, zu gehören.
Der Artikel erschien im Original bei theepochtimes.com mit dem Titel „Can We Achieve Joy?“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)