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ADAC rechnet wegen Ferienbeginn in drei Bundesländern mit Reisewelle und Staus

Wegen des Ferienbeginns in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland rechnet der ADAC am kommenden Wochenende mit einer ersten großen Sommerreisewelle. Auf vielen Autobahnen sei mit deutlich mehr Verkehr und längeren Staus zu rechnen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. Zusätzlich beginnen auch in mehreren europäischen Nachbarländern die Sommerferien, etwa in Teilen der Schweiz, in Polen und Dänemark.
Zu den besonders belasteten Staustrecken gehören die klassischen Reiserouten in Richtung Süden sowie die Strecken zur Nord- und Ostsee. Bereits ab Freitagmittag sei dort mit starkem Reiseverkehr zu rechnen. Am Samstag komme zusätzlicher Ausflugsverkehr in die Naherholungsgebiete hinzu, während am Samstag- und Sonntagabend verstärkt Rückreisewellen einsetzen dürften.
Auf Mitglieder des ADAC kommen zum Jahreswechsel höhere Beiträge zu. (Symbolbild)

Der ADAC. (Symbolbild)

Foto: Martin Schutt/dpa

Baustellen und Auslandverkehr

Belastungen ergeben sich laut ADAC auch durch bundesweit mehr als tausend Autobahnbaustellen. Dort sei vermehrt mit stockendem Verkehr und Staus zu rechnen.
Auch auf den wichtigen Urlaubsrouten im Ausland sei Geduld gefragt. Besonders gefährdet sind demnach unter anderem die Problemstrecken Tauern-, Fernpass-, Inntal-, Brenner- und Gotthardroute.
In Norwegen, Schweden und Finnland laufen die Sommerferien zudem bereits. Dies erhöhe den Reiseverkehr auf den internationalen Urlaubsrouten zusätzlich. (afp/red)
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Alkoholverbot in Teilen Frankreichs wegen Hitzewelle

Angesichts der extremen Hitze gilt in Teilen Frankreichs, darunter der Hauptstadt Paris, während der in dem Land groß gefeierten „Fête de la musique“ ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen. Davon betroffen sind insbesondere 35 Départements, für die der französische Wetterdienst Météo France ab 12 Uhr die höchste Hitze-Warnstufe Rot verhängte.
Die französische Regierung hatte mitgeteilt, dass die Präfekte dieser Verwaltungsbezirke Verbote für Alkoholkonsum im öffentlichen Raum erlassen würden. Damit sollen Rettungsdienste entlastet werden. Mancherorts wurden die Feierlichkeiten zu dem Musikfest abgesagt.
Die rote Hitzewarnung könnte in den nächsten Tagen auf weitere Départements ausgeweitet werden, so Météo France. Die erwarteten Spitzenwerte von bis zu 41 Grad am Sonntag sollen demnach noch weiter nach oben klettern. Außerdem warnte der Wetterdienst vor einer hohen Waldbrandgefahr in einigen Gebieten.

Schließung von mehr als 800 Schulen angekündigt

Die Hitzewelle trifft auch die französischen Schülerinnen und Schüler: Wie Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray laut Medien ankündigte, werden am Montag 845 Grund- und Mittelschulen in Frankreich geschlossen.
Diese Einrichtungen würden keine Schüler aufnehmen oder nur einen minimalen Betrieb gewährleisten, erklärte er demnach. Etwa 1.800 weitere Einrichtungen würden ihre Stundenpläne anpassen und die Schüler am frühen Nachmittag nach Hause schicken.
Selbst der französische Staatspräsident Emmanuel Macron rief auf der Plattform X dazu auf, angesichts der hohen Temperaturen wachsam zu sein. „Lasst uns gemeinsam auf unsere älteren Mitmenschen, unsere Kinder und auf alleinstehende oder schutzbedürftige Menschen achten“, schrieb er.
Bahnchef und Ex-Premierminister Jean Castex empfahl laut Medienberichten „vulnerablen“ Personen, auf das Zugfahren zu verzichten. (dpa/red)
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Tödliches Zugunglück bei London

Schweres Zugunglück in Großbritannien: Bei der Kollision zweier Personenzüge in der Nähe von Bedford nördlich von London kam ein Mensch ums Leben. Zahlreiche weitere Menschen sind verletzt.
Von den mehr als 80 Verletzten sind nach Angaben der Polizei noch 28 in Krankenhäusern, neun von ihnen seien in „kritischem Zustand“. Die Unfallursache blieb zunächst weiter unklar.
Bilder in Onlinediensten vom Unfallort zeigten zwei ineinander verkeilte Züge. Dutzende Rettungswagen waren im Einsatz, zudem sechs Hubschrauber sowie Spezialkräfte.
Nach Angaben des Bahnunternehmens East Midlands Railway (EMR) waren die beiden Züge am späten Freitagnachmittag auf dem selben Gleis in Richtung London unterwegs. Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen der beiden Lokführer.

Die britische Verkehrspolizei teilte am 20. Juni 2026 mit, dass bei einem Zusammenstoß zweier Züge nördlich von London am 19. Juni ein Lokführer ums Leben gekommen sei.

Foto: Justin Tallis/AFP via Getty Images

RAIB im Einsatz

Verkehrsministerin Heidi Alexander kündigte eine Untersuchung zur Klärung der Unfallursache an „und um sicherzustellen, dass die richtigen Lehren daraus gezogen werden, damit sich ein solcher Vorfall nie wieder ereignet“. Experten der Polizei und der Bahnaufsichtsbehörde Rail Accident Investigation Branch (RAIB) waren dafür im Einsatz.
König Charles III. äußerte sein Bedauern über den Unfall und sprach den Verletzten und Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Premierminister Keir Starmer erklärte, seine Gedanken seien bei den betroffenen Menschen und deren Familien. „Ich bin den Rettungskräften für ihre schnelle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall dankbar“, betonte Starmer.
Das Bahnunternehmen sprach von einem „zutiefst traurigen Tag für die Bahn-Gemeinschaft“. Die Ermittlungen zu dem Unfall würden „in vollem Umfang“ unterstützt, sagte EMR-Chef Will Rogers.

Passagiere berichten

Der Fahrgast Pete Knapp berichtete der Nachrichtenagentur Press Association, wie er den Unfall erlebte. „Wir wurden plötzlich auf den gegenüberliegenden Sitz geschleudert, und dann sah ich Rauch“, sagte Knapp. „Menschen stöhnten und schrien – sie standen unter Schock und wirkten benommen.“
Der Passagier Paul Cavin sagte dem Sender BBC: „Unser Zug hielt, und plötzlich wurden wir von hinten heftig gerammt.“ Auch in seinem Wagen seien Passagiere zu Schaden gekommen. Er habe viele Verletzte gesehen, einige hätten nach dem Zusammenstoß „zertrümmerte Nasen“ gehabt.

Auf der Ampthill Road in der Nähe des Unfallortes: Mehr als 30 Rettungsfahrzeuge, ein Einsatzteam für Gefahrenbereiche und ein Rettungshubschrauber sind vor Ort, um zahlreiche Verletzte zu versorgen.

Foto: Brook Mitchell/Getty Images

Eine weitere Insassin berichtete der BBC von einem „großen Knall“. „Ich öffnete die Augen, und da sah ich Menschen auf dem Boden liegen – überall war Blut.“
Ein weiterer Passagier, Brett Byatt, äußerte in der BBC am Tag nach dem Unglück, dass er „wütend“ sei. „Ich weiß nicht auf wen“, sagte Byatt. „Aber es geht darum, dass wir eines der ältesten Bahnnetze haben und es häufig zu Signalstörungen kommt.“
Zugunglücke passieren in Großbritannien relativ selten. Im September 2023 kollidierten in Aviemore in Schottland zwei Züge. Im August 2020 entgleiste ein Zug auf der Strecke von Aberdeen nach Glasgow, wobei drei Menschen ums Leben kamen. (afp/red)
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Tirol: Demonstration am Fernpass am 27. Juni – Staus erwartet

Nach der Brenner-Blockade Ende Mai folgt die nächste Einschränkung auf einer wichtigen Alpenroute.
Wegen einer Demonstration wird die Fernpassstraße in Tirol an mindestens einem, möglicherweise auch zwei Samstagen in den Sommerferien vormittags für zwei Stunden gesperrt.
Am Samstag, 27. Juni, wird die B179 von 10:00 bis 12:00 Uhr zwischen Reutte und Nassereith für den Verkehr komplett gesperrt. Eine weitere zweistündige Demo am Fernpass haben Bürgerinitiativen für den 1. August angemeldet. Tirol will erst die Erfahrungen der ersten Demo abwarten und dann über den 1. August entscheiden.
Auch am Fernpass klagen Anwohner über den Transitverkehr.

Auch am Fernpass klagen Anwohner über den Transitverkehr.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Anwohner demonstrieren am Fernpass

Grund ist am 27. Juni eine Anwohner-Demonstration aus Protest gegen die Verkehrsflut und geplante Tunnelprojekte. Vorbild: die Brennerdemo am 30. Mai. Die Komplettsperre an einem der wichtigsten Alpenpässe hatte für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Ein Gericht hatte erstmals eine Demonstration direkt auf der Autobahn genehmigt. Nach massiven Stauwarnungen hatten die meisten Autofahrer wohl ihre Reisen verschoben – die Straßen blieben unerwartet leer.

Staugefahr ist hoch

Der Termin fällt auf den Beginn der Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Vor allem am Samstagvormittag wird auf der Strecke entsprechend Reiseverkehr erwartet.
Anders als bei der ganztägigen Brenner-Sperre handelt es sich am Fernpass um eine zweistündige Unterbrechung. Dennoch könnten sich schon vor Beginn der Sperre Staus bilden, auch nach der Freigabe sei mit Verzögerungen zu rechnen, hieß es beim ADAC.
Schleichwege sind für den Transitverkehr tabu. Die Sommerfahrverbote für den Ausweichverkehr gelten in Tirol am 27. Juni von 7.00 bis 19.00 Uhr. Nur Anrainer oder Reisende mit konkretem Ziel sind ausgenommen. Dasselbe gilt in Bayern entlang der A7. Die Polizei hat angekündigt, die Abfahrverbote engmaschig zu kontrollieren.

Polizei rät von Autofahrten ab

„Von nicht unbedingt erforderlichen Fahrten in Richtung Tirol rät die Polizei an diesem Tag ab“, mahnt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West und warnt: „Die Ausweichrouten werden nach derzeitigem Erkenntnisstand stark belastet sein.“
Auch der Tipp des ADAC Südbayern lautet: am besten zeitlich ausweichen. Wer die Reise früh am Morgen antritt oder auf einen anderen Zeitpunkt verlegt, hat demnach die größten Chancen, gut durchzukommen.
Wer dennoch just zu der Zeit fahren muss, sollte großräumig ausweichen. Ein Rat lautete schon bei der Brenner-Sperrung: Ausreichend Getränke und Proviant mitnehmen und den Wagen volltanken.
Ab in den Süden - auch der Fernpass ist hier eine beliebte Route.

Ab in den Süden – auch der Fernpass ist hier eine beliebte Route.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Am 27. Juni will der ADAC Südbayern voraussichtlich nicht extra Stauberater losschicken. Sollte der Fernpass am 1. August erneut für zwei Stunden zu sein, sollen aber die ohnehin wegen des Ferienbeginns in Bayern eingesetzten Stauberater die Lage beobachten. Denn nun haben alle deutschen Bundesländer Sommerferien.

Hinweise an Autobahnkreuzen

Die Autobahn-Gesellschaft des Bundes unterstütze die Polizei und werde unter anderem am Autobahnkreuz Memmingen sowie am Autobahndreieck Allgäu auf Anzeigetafeln auf die Sperre hinweisen, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahn Südbayern.
Sollte Tirol hinter dem Grenztunnel Füssen den Verkehr stark dosieren und damit für Staus vor dem Tunnel auf deutscher Seite sorgen, könnte die Polizei notfalls den Verkehr ausleiten und zurückschicken.
„Es ist nicht annähernd vergleichbar mit der langen Sperre am Brenner“, erläutert Seebacher. Der Fernpass sei nicht die einzige Möglichkeit, ins Inntal nach Tirol zu kommen.
Hinzu komme, dass sich in den Pfingstferien, als der Brenner dicht war, der Verkehr ballt, während er sich in den großen Ferien zeitlich mehr verteilt. Zudem dauert die Sperre nur zwei Stunden. „Ab drei Stunden Stau macht man sich Gedanken, wie man die Menschen in den Fahrzeugen versorgt.“

Ausweichrouten

Je nach Ausgangsort und Reiseziel kommen vor allem zwei großräumige Umfahrungen infrage:
Das ist zum einen die Route über Vorarlberg und den Arlberg. Sie führt über die A96 Richtung Lindau und weiter über die österreichische Rheintalautobahn A14 Richtung Tirol und Westösterreich.
Zweite Variante: Über die Autobahn A8 von München bis zum Inntal-Dreieck und dann über die A93 bei Kiefersfelden auf die Inntalautobahn A12. Wer weiter nach Italien will, kann die Brennerautobahn Richtung Südtirol nehmen. Die Brennerroute ist also dieses Mal grundsätzlich eine mögliche Ausweichstrecke.
Laut dem Land Tirol wird die Polizei an der Grenze zu Deutschland bei Vils/Füssen kontrollieren und Informationen zur Sperre geben. Einsatzfahrzeuge könnten passieren, Ausnahmen für Anwohner gibt es nicht.
Ende Mai war mitten wegen einer Demo die Brenner-Autobahn von morgens bis abends gesperrt. (Archivfoto)

Ende Mai war mitten wegen einer Demo die Brenner-Autobahn von morgens bis abends gesperrt. (Archivfoto)

Foto: Peter Kneffel/dpa

Muss man künftig häufiger mit solchen Sperren rechnen?

Es gibt Befürchtungen, dass das Beispiel Schule macht. „Wir hoffen, dass von den Kundgebungen keine Signalwirkung ausgeht“, sagt Miriam Melanie Köhler, Sprecherin des ADAC Südbayern.
Die Genehmigung von Demonstrationen sei stets eine Einzelfallentscheidung und dürfe nicht automatisch als Blaupause für weitere Sperrungen auf wichtigen Alpenrouten verstanden werden. Auswirkungen auf Autofahrer, Logistik und Wirtschaft müssten berücksichtigt werden.
Demonstrationen schafften kurzfristig Aufmerksamkeit, lösten aber die Probleme des Transitverkehrs im Alpenraum nicht, mahnte Köhler. Dafür seien langfristige, gemeinsame und europäisch abgestimmte Lösungen notwendig. (dpa/red)
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Doppel-Unfall auf A5: zwei Frauen sterben am Unfallort

Zwei Frauen starben noch an der Unfallstelle, wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte. Beide Unfälle standen demnach in Zusammenhang miteinander: Der erste Unfall auf der Autobahn zwang nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu starkem Bremsen, was dann wiederum den für die beiden Frauen tödlichen zweiten Unfall verursachte. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.
Zunächst waren zwei Autos nach Polizeiangaben seitlich bei hoher Geschwindigkeit kollidiert, nachdem eines von ihnen den Fahrstreifen gewechselt hatte. Beide Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und kamen schließlich auf der Fahrbahn zum Stillstand. Einer von ihnen wurde dabei schwer verletzt.
Dies zwang laut Polizei die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu starken Bremsmanövern. In diesem Kontext ereignete sich dann ein weiterer schwerer Verkehrsunfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen. Während die Insassen von vier der fünf beteiligten Pkw unverletzt blieben, kam für zwei Frauen in einem Smart jede Hilfe zu spät. Die Nordfahrbahn der A5 wurde laut Polizei vollständig gesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. (afp/red)
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Großbritannien: Ein Toter und mehr als 80 Verletzte bei Kollision zweier Züge

Nach Angaben des Bahnunternehmens East Midlands Railway kollidierten am späten Freitagnachmittag zwei Personenzüge, die auf dem selben Gleis in Richtung London unterwegs waren. Einer der beiden Lokführer kam dabei ums Leben.
Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. 33 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, elf von ihnen mit schweren Verletzungen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Weitere 56 Menschen wurden leicht verletzt und vor Ort behandelt.
Bilder in Onlinediensten zeigten zwei ineinander verkeilte Züge und auf den Gleisen stehende Fahrgäste. Verkehrsministerin Heidi Alexander erklärte, es sei noch zu früh für Aussagen über die Unfallursache. „Wir werden sicherstellen, dass es eine gründliche Untersuchung gibt, um zu klären, wie es zu diesem Zusammenstoß kam, und um sicherzustellen, dass die richtigen Lehren daraus gezogen werden, damit sich ein solcher Vorfall nie wieder ereignet“, sagte die Ministerin.
Der Fahrgast Pete Knapp berichtete der Nachrichtenagentur Press Association, wie er den Unfall erlebte. „Wir wurden plötzlich auf den gegenüberliegenden Sitz geschleudert, und dann sah ich Rauch“, sagte Knapp. „Menschen stöhnten und schrien – sie standen unter Schock und wirkten benommen.“
Der Fahrgast Paul Cavin sagte dem Sender BBC: „Unser Zug hielt, und plötzlich wurden wir von hinten heftig gerammt.“ Auch in seinem Wagen seien Passagiere zu Schaden gekommen. Er habe viele Verletzte gesehen, einige hätten nach dem Zusammenstoß „zertrümmerte Nasen“ gehabt. Eine weitere Insassin berichtete der BBC von einem „großen Knall“. „Ich öffnete die Augen, und da sah ich Menschen auf dem Boden liegen – überall war Blut.“
Premierminister Keir Starmer erklärte, seine Gedanken seien bei den betroffenen Menschen und deren Familien. „Ich bin den Rettungskräften für ihre schnelle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall dankbar“, betonte Starmer.
Zugunglücke passieren in Großbritannien relativ selten. Im September 2023 waren mehrere Menschen verletzt worden, als in Aviemore in Schottland zwei Züge kollidierten. Im August 2020 entgleiste ein Zug auf der Strecke von Aberdeen nach Glasgow, wobei drei Menschen ums Leben kamen. (afp/red)
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Umfrage: Mehrheit für weitere Entlastungen nach Tankrabatt

Vor dem vorgesehenen baldigen Ende des Tankrabatts befürwortet laut einer Umfrage eine Mehrheit weitere Erleichterungen von hohen Preisen. Dass es danach „auf jeden Fall“ neue Entlastungsmaßnahmen geben sollte, finden 49 Prozent der Befragten, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zumindest „eher ja“ dazu sagen weitere 21 Prozent. Folge-Entlastungen für tendenziell nicht angebracht halten dagegen 22 Prozent der Befragten.
Der seit Anfang Mai geltende Tankrabatt soll nach dem Willen der schwarz-roten Koalitionsfraktionen nicht über das geplante Ende (30. Juni) hinaus fortgesetzt werden. Eine Verlängerung sehr sinnvoll oder eher sinnvoll fänden der Umfrage zufolge 62 Prozent. Als gar nicht oder eher nicht sinnvoll sehen dies 30 Prozent an. Für die Umfrage wurden 2.154 Menschen ab 18 Jahren vom 12. bis 15. Juni repräsentativ befragt. Sie lief damit teilweise schon, als am 14. Juni bekannt wurde, dass im Iran-Krieg mit Folgen für Energiepreise ein Abkommen in Sicht kommen könnte.

Spritpreise, Stromsteuer, Lebensmittel

Auf größere Zustimmung stoßen andere Entlastungsmaßnahmen, über die auch aktuell diskutiert wird. Eine Obergrenze für Spritpreise halten laut Umfrage 75 Prozent für tendenziell sinnvoll und 18 Prozent für tendenziell nicht sinnvoll. Eine Senkung der Stromsteuer wäre für 86 Prozent sinnvoll, nicht sinnvoll fänden dies 9 Prozent. Eine Senkung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel trifft auf 89 Prozent Zustimmung, tendenziell nicht sinnvoll fänden dies 8 Prozent.
Die persönliche Bilanz des Tankrabatts fällt laut der Umfrage eher gemischt aus. Dass er ihnen eine deutliche Entlastung gebracht hat, gaben 9 Prozent der Befragten an. Eine leichte Entlastung sehen 40 Prozent, gar keine Entlastung 27 Prozent. Dass sie nicht tanken oder kein Auto nutzen, gaben 22 Prozent an. (dpa/red)
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Bahnstrecke Hannover-Berlin: Lange Umwege ab Oktober

Pendler müssen sich ab Oktober auf bis zu 80 Minuten längere Fahrzeiten im Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover einstellen. Grund ist die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lehrte bei Hannover, die von Oktober 2026 bis Dezember 2027 dauern wird.
Aktuell brauchen die ICE-Züge von Berlin nach Hannover (Hauptbahnhof bis Hauptbahnhof) planmäßig rund 100 Minuten. Betroffen sind auch Fahrgäste, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen unterwegs sind.
Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wird der Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Fallersleben (bei Wolfsburg) von Oktober bis Dezember 2026 und erneut im gleichen Zeitraum 2027 komplett gesperrt.
In diesen Zeiträumen fahren der Bahn zufolge die Fernzüge zwischen Hannover und Berlin eine Umleitung. Sie halten abwechselnd in Braunschweig und Magdeburg.

Unterschiedliche Bauabschnitte, unterschiedliche Auswirkungen

„Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich um 60 bis 80 Minuten“, hieß es in der Mitteilung des bundeseigenen Konzerns. Die Züge zwischen Amsterdam und Berlin werden demnach über Hamburg umgeleitet, was zu einer etwa 70 Minuten längeren Fahrzeit führt.
Zwischen diesen beiden Bauphasen gibt es unter anderem von Februar bis Juli 2027 eine Totalsperrung zwischen Lehrte und Fallersleben. Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 rollen die Fernzüge in Richtung Hannover über Wolfsburg. In Richtung Berlin fahren sie weiterhin die Umleitung über Magdeburg.

Fahrpläne ab Ende Juni abrufbar

„Nahverkehrszüge werden, wo immer es möglich ist, bis dicht an den gesperrten Streckenabschnitt geführt, sodass den Fahrgästen möglichst die gewohnten Verbindungen auf der Schiene bestehen bleiben“, teilte die Bahn mit. Wo keine Regionalzüge fahren können, werde ein Ersatzverkehr mit purpurfarbenen Bussen eingesetzt.
Ab Ende Juni können Fahrgäste der Bahn zufolge die Fahrpläne für die erste Bauphase, die bis 12. Dezember 2026 andauern soll, im DB Navigator oder den Apps der Verkehrsverbünde einsehen.

Zweitlängste Generalsanierung

Nach Hamburg-Berlin ist die Strecke mit 221 Kilometern die zweitlängste Achse, auf der umfangreiche Bauarbeiten stattfinden sollen, wie die Bahn mitteilte. Auf der Strecke fahren demnach täglich mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs und etwa 90 Güterzüge.
Während der Sanierung sollen unter anderem mehr als 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert werden. Entlang der Strecke sollen zudem 25 Bahnhöfe modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut werden.
Um pünktlicher und zuverlässiger zu werden, modernisiert die Bahn derzeit nach und nach stark befahrene Schienenkorridore. Bis Mitte der 2030er Jahre sollen rund 40 Strecken grundlegend saniert werden.
Das Konzept der Generalsanierungen mit längeren Sperrungen gilt angesichts des schlechten Zustands der Schieneninfrastruktur als alternativlos. Im Vergleich zu Bauarbeiten während des laufenden Betriebs können so deutlich umfangreichere Modernisierungen umgesetzt werden. (dpa/red)
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Flugzeugabsturz: Privatjet stürzt in Texas auf Highway – ein Toter

Bei der Bruchlandung eines Kleinflugzeugs auf einer Autobahn nahe Laredo im US-Bundesstaat Texas ist ein Mensch ums Leben gekommen. Nach ersten Informationen befanden sich sechs Menschen in der privaten Maschine.
Ein Großaufgebot von Rettungskräften war am Dienstagabend (Ortszeit) im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher in einem Video der Behörden. In welchem Zustand sich die anderen Insassen befinden, war zunächst unklar.

Die Cessna brannte

In sozialen Medien geteilte Aufnahmen einer Augenzeugin zeigen, wie neben ersten Polizeikräften weitere Menschen zur Unglücksmaschine eilten und halfen, Insassen aus dem brennenden Jet zu befreien.
Nach Angaben des Polizeisprechers meldete der Tower des örtlichen Flughafens kurz vor 22:00 Uhr einen Privatjet mit technischen Schwierigkeiten. Kurz darauf sei das Flugzeug auch schon abgestürzt.
Bei dem Flugzeug soll es sich um einen für Geschäftsflüge genutzten Jet des Herstellers Cessna handeln, berichtete der US-Sender „Fox News“ unter Berufung auf Daten der Tracking-Webseite FlightAware. Demzufolge war die Maschine um 18:19 Uhr vom mexikanischen Flughafen Los Cabos gestartet.

Ersthelfer mit Rauchvergiftung im Krankenhaus

Den Polizeiangaben nach wurde ein Auto auf der Fahrbahn von der Maschine getroffen. Dessen Insassen seien im Krankenhaus und ihr Zustand stabil, hieß es. Auch einige der Ersthelfer würden aktuell im Krankenhaus behandelt, weil sie bei ihren Rettungsbemühungen giftigen Rauch eingeatmet hätten, sagte der Sprecher.
Auf dem auf Facebook veröffentlichten Polizeivideo war zu sehen, wie die Feuerwehr im Hintergrund weiter das auseinandergebrochene Wrack löschte, dessen Vorderteil bäuchlings über die Betonbegrenzung auf die Fahrbahn ragte.
Laredos Polizei bat die Öffentlichkeit darum, für die Untersuchungen des Unglücks etwaige Aufnahmen mit den Behörden zu teilen. Der betroffene Highway-Abschnitt Loop 20 wurde beidseitig gesperrt. Zur Brandbekämpfung kamen auch spezielle Löschmittel zum Einsatz. (dpa/red)
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Neue Rechte für Fluggäste? Was sich ändert

Nach jahrelangen Verhandlungen um Fluggastrechte in der EU ist klar: Es bleibt bei den bisherigen Entschädigungszahlungen bei Verspätungen.
Reisende haben damit ab drei Stunden Verspätung unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Geld. Vertreter von Europaparlament und EU-Staaten haben sich aber auf einige Änderungen verständigt. Was geplant ist.

Das soll sich unter anderem ändern

  • beim Suchen: Fluganbieter müssen der Einigung zufolge künftig standardmäßig den Preis mit Handgepäck anzeigen. Das soll Verbrauchern den Preisvergleich erleichtern, sagt ein hochrangiger EU-Diplomat. Der deutsche Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen (FDP) erklärt dazu: „Das ändert nichts daran, dass Airlines günstige Tickets anbieten können.“ Aber für Verbraucher sei klar, dass keine weiteren Kosten für Handgepäck dazukommen.
  • bei Gepäck: Musiker sollen ihre Instrumente dem Diplomaten zufolge an Bord mitnehmen dürfen. Die EU-Abgeordneten wollten ursprünglich auch festlegen, dass Fluggäste immer ohne zusätzliche Kosten ein kleines Handgepäckstück (etwa einen kleinen Koffer) mit an Bord nehmen dürfen, zusätzlich zum persönlichen Gegenstand. Damit konnten sie sich nicht durchsetzen.
  • bei Gebühren: Kinder dürfen im Flugzeug neben ihren Eltern sitzen, ohne dass Geld für die Sitzplatzreservierung fällig werden. Das gilt auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Fluggesellschaften müssen Schreibfehler in Namen auf Tickets kostenlos korrigieren.
  • bei Problemen: Die Airline muss Passagiere laut einem hochrangigen EU-Diplomaten innerhalb von 96 Stunden schriftlich darüber informieren, was ihre Rechte sind und wie sie diese geltend machen können. Man lege außerdem klare Fristen fest, bis wann sie darauf reagieren muss.
Die Regeln betreffen Flüge von EU-Fluggesellschaften sowie solche von außereuropäischen Unternehmen, deren Maschinen in der EU abheben.

Das soll bei Verspätungen gelten

Über die Regeln für Verspätungen wurde lange gestritten. Die Staaten wollten ursprünglich, dass Passagiere künftig erst ab vier Stunden Verspätung eine Entschädigung bekommen und weniger Geld als bisher.
Wenn die Einigung formell angenommen wird, bleiben die Bedingungen nun im Wesentlichen gleich: Reisende haben Anspruch auf eine Entschädigung, wenn ihr Flug mindestens drei Stunden Verspätung hat. Gestaffelt nach Entfernung sind es 250 Euro (bei 1.500 Kilometer Entfernung), 400 Euro (bei bis zu 3.500 Kilometer Entfernung), 600 Euro (bei mehr als 3.500 Kilometer Entfernung).
Voraussetzung ist stets, dass die Airline die Verspätung zu verschulden hat. Mit der Reform soll auch aufgelistet werden, was außergewöhnliche Umstände sind, bei denen die Fluggesellschaft nicht schuld ist.

Das sagt Deutschland dazu

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begrüßte die Einigung. „Das Ziel Deutschlands bei der Überarbeitung war immer, eine Regelung zu treffen, die eine Balance zwischen den Interessen des Verbraucherschutzes und den wirtschaftlichen und betrieblichen Erfordernissen der Luftverkehrswirtschaft herstellt“, teilte er mit. Deutschland hatte sich dafür eingesetzt, dass Reisende bei Verspätungen weiter ab drei Stunden eine Entschädigung bekommen und dazu Anfang Juni nach dpa-Informationen zusammen mit Frankreich einen gemeinsamen Vorschlag eingebracht.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zeigte sich ebenfalls zufrieden und verwies auf mehrere Verbesserungen für Verbraucherinnen und Verbraucher, etwa den leichteren Preisvergleich beim Handgepäck und bessere Informationen. Dass die Höhe der Entschädigung bei Verspätung nicht angetastet werde, nannte sie einen wichtigen Verhandlungserfolg.
Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, teilte mit, die Fluggastrechte seien damit weiter ein „positives Beispiel für erfolgreiche EU-Verbraucherpolitik“. „Die deutsche Bundesregierung und das Europäische Parlament haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Schutzniveau für Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten bleibt.“ Die EU müsse als nächstes Individualreisende besser vor den Folgen von Insolvenzen der Fluggesellschaften schützen, forderte Pop.

Das sagen Abgeordnete

Europaabgeordnete begrüßten die Einigung. Sie sei „nicht die historische Verbesserung, die sich das Parlament gewünscht hätte“, teilte Jens Gieseke (CDU), verkehrspolitischer Sprecher der konservativen EVP-Fraktion, dazu mit. „Sie ist aber eine deutliche Verbesserung des Status quo – und vor allem eine klare Absage an den Versuch einiger Mitgliedstaaten, Passagierrechte abzubauen.“ Das Parlament habe „erfolgreich verhindert, dass die Entschädigungsansprüche von Reisenden drastisch gekürzt werden“. Zudem werde es Reisenden erleichtert, ihre Rechte durchzusetzen, sodass mehr Menschen ihre Rechte geltend machen können.
Auch der Verkehrspolitiker Jan-Christoph Oetjen (FDP) wies darauf hin, das Parlament habe einen Abbau von Passagierrechten verhindert. Zugleich gebe es unter anderem Verbesserungen für Familien mit Kindern und für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität. „Und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, dass Airlines jetzt bei Verspätungen eine Nachricht an die Passagiere schicken müssen, in denen genau erklärt wird, was ihre Rechte sind und wie sie diese Rechte einfordern können.“

So geht es weiter

Im Laufe des Montags werden die Vertreter der EU-Abgeordneten voraussichtlich der Reform zustimmen. Die getroffene Einigung muss später noch vom Rat der Mitgliedstaaten und dem Plenum des Europaparlaments bestätigt werden.
Dies gilt allerdings als Formalie. Nachdem die Regeln in Kraft getreten sind, haben die Fluggesellschaften zwölf Monate Zeit, sie umzusetzen. (dpa/red)
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Flugzeugabsturz in den USA: Zwölf Tote vermutet

Nach einem Flugzeugabsturz im US-Bundesstaat Missouri wird nach Polizeiangaben befürchtet, dass alle zwölf Insassen gestorben sind.
Die Autobahnpolizei teilte auf der Plattform X mit, dass sich der tödliche Absturz in der Nähe eines Flugplatzes im Raum der Kleinstadt Butler südlich von Kansas City ereignet habe. Nach aktuellem Stand von Berichten seien alle Insassen an Bord tot.
Warum das Flugzeug in der Nähe des Butler Memorial Airport abstürzte, blieb unklar. Einsatzkräfte der Autobahnpolizei unterstützten die lokale Polizei und das Sheriff-Büro der Region Bates County.
Das Sheriff-Büro teilte auf Facebook mit, dass der Autoverkehr auf einer Straße in der Nähe des Flugplatzes gestoppt worden sei.
Der TV-Sender Fox 4 berichtete unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle, dass sich an Bord neben dem Piloten elf Fallschirmspringer befunden haben sollen. (dpa/red)
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Legendärer DDR-Schnellzug ist zurück

Dieses Schmuckstück lässt Herzen vieler Eisenbahn-Fans höherschlagen: Bahn-Enthusiasten haben in Radebeul die Rückkehr des historischen Schnellzugs SVT Görlitz gefeiert.
Das einstige Prestigefahrzeug der Deutschen Reichsbahn im internationalen Verkehr stammt aus dem Jahr 1968 und wurde über mehr als fünf Jahre hinweg aufwendig aufbereitet. Die Kosten dafür wurden mit etwa 7 Millionen Euro angegeben.
Der Zug mit stromlinienförmiger Front und markanter Nase war am Samstag im Harz unter den Augen Hunderter Schaulustiger übergeben worden und hatte dann seine Erstfahrt nach Magdeburg und zurück nach Halberstadt angetreten.
Am Sonntag fuhr er von dort über Halle und Leipzig nach Radebeul, wo er mit einem Fest willkommen geheißen wurde.

Regelmäßige Sonderfahrten geplant

Künftig soll der Zug regelmäßig bei Sonderfahrten zu erleben sein, sagte Mario Lieb von der SVT Görlitz gGmbH. Dazu zählen etwa Fahrten nach Prag und Karlsbad, ins Rheintal oder nach Hamburg und Sylt. Am 28. Juni bringt er Fans der Band Keimzeit („Kling Klang“) von Dresden zu einem Konzert nach Cottbus.
In den 1960er Jahren wurden insgesamt acht Züge dieses Typs gebaut. Der Schnelltriebwagen war für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde zugelassen. Der Zug verband einst unter anderem Berlin mit Prag und Wien. (dpa/red)
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Schweiz stimmt am Sonntag über Zuwanderungsgrenze von 10 Millionen ab


In Kürze:

  • Eine Schweizer Initiative fordert eine maßvolle Zuwanderung.
  • Ziel ist der Erhalt von Lebensqualität und Wohlstand.
  • Seit 2002 ist die Bevölkerung um 1,7 Millionen gewachsen.
  • Die Regierung warnt vor möglichen Folgen.

 
Die Schweizer stimmen am Sonntag über eine Initiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ab, die die Bevölkerung auf 10 Millionen Einwohner begrenzen will. In Umfragen liegen laut Agenturen die Gegner knapp vorn. Die Befürworter der Initiative behaupten, die Schweiz mit ihren 9,1 Millionen Einwohnern breche unter der Last der angeblichen „Massenimmigration“ zusammen. Die Regierung und die meisten anderen Parteien warnen hingegen vor katastrophalen Folgen einer Bevölkerungsobergrenze.

Fremd im eigenen Land

„Keine 10-Millionen-Schweiz!“ heißt die Volksinitiative der SVP, die sich gegen Migration und gegen eine Annäherung an die EU positioniert. Die Zuwanderung in die Schweiz sei „massiv zu hoch“, argumentieren die Initiatoren auf ihrer Internetseite. „Wohnungsnot, höhere Mieten, Zubetonierung der Landschaft, Stau und überfüllte Züge, steigende Kriminalität, ein Gesundheitswesen am Anschlag und sinkende Bildungsqualität“ seien die Folgen. Viele fühlten sich „fremd im eigenen Land“, daher „muss jetzt gehandelt werden“.
Deshalb wollen die Initiatoren eine „maßvolle, geregelte Zuwanderung, um unsere Lebensqualität und unseren Wohlstand zu wahren“. Die Bevölkerung solle daher bis 2050 nicht über 10 Millionen steigen. Ende 2025 lebten rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, heißt es auf der Website der Regierung. Somit sei die Zahl seit der Einführung der Personenfreizügigkeit im Jahr 2002 um rund 1,7 Millionen Bewohner gewachsen.
Die amtliche Statistik deutet darauf hin, dass bis 2055 rund 10,5 Millionen Menschen in der Schweiz leben werden. Sollte die Bevölkerung vor 2050 die 9,5-Millionen-Marke überschreiten, soll die Regierung der Initiative zufolge einschreiten und vor allem weniger Flüchtlinge aufnehmen sowie den Familiennachzug begrenzen, heißt es auf Seite 7 eines Flyers.  Falls die Bevölkerung vor 2050 dennoch auf über 10 Millionen wächst, soll die Schweiz ihr Abkommen mit der EU zur Personenfreizügigkeit nach zwei Jahren kündigen.

„Ausländerfeindlich“ und „kontraproduktiv“

Das ist für viele eine rote Linie, da es bedeuten würde, dass zwei 1999 und 2004 mit Brüssel unterzeichnete Vereinbarungen hinfällig würden, die der Schweiz einen weitreichenden Zugang zum europäischen Binnenmarkt ermöglichen. „Die Teilnahme der Schweiz an den EU-Abkommen von Schengen und Dublin würde ebenfalls infrage gestellt, wodurch die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Asyl gefährdet wäre“, zitieren Agenturen die Regierung in Bern, die die Schweizer auffordert, am kommenden Sonntag mit Nein zu stimmen.
Die Grünen lehnen das Vorhaben als „ausländerfeindlich“ ab, die Sozialdemokraten sprechen von einer „Chaos-Initiative“, die Zentrumsparteien von einer „oberflächlichen Lösung“. „Ich kann nachvollziehen, dass manche das Ende der Personenfreizügigkeit als Wunderlösung betrachten. Aber die Aufkündigung aller Abkommen mit Europa erscheint mir völlig kontraproduktiv“, sagt Cyril Aellen, Vizepräsident der liberalen Freisinnigen Partei.
Zudem unterschätze die SVP „die sehr konkreten negativen Folgen eines Bevölkerungsrückgangs“, da Ausländer in der Schweiz auch das Sozialsystem mitfinanzierten. „Die Lebenshaltungskosten würden deutlich steigen“, behauptet Aellen.
Die deutschsprachigen Kantone der Schweiz befürworten Einwanderungsbeschränkungen im Allgemeinen eher, während der französischsprachige Westen den EU-Abkommen positiver gegenübersteht. Um angenommen zu werden, benötigt die Initiative sowohl mehr als 50 Prozent der Stimmen auf nationaler Ebene als auch die Zustimmung von mehr als der Hälfte der Kantone.

Bundesstellen begleiten Studie

Eine aktuelle Studie der Universität Genf kommt zu dem Ergebnis, dass der mit der Initiative anvisierte Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung negative wirtschaftliche Folgen hätte, da Schweizer Arbeitskräfte fehlen. Mehrere Bundesstellen haben die Studie „eng begleitet und verabschiedet“.
Demnach machten Ende 2024 Ausländer 27,4 Prozent der Schweizer Bevölkerung aus. Rund 330.000 Deutsche leben in der Schweiz. Die meisten Ausländer in dem Land stammen aus Italien.
Manche Branchen sind stark auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. So machen sie im Gastgewerbe etwa 46 Prozent aus, auf dem Bau 34 Prozent, wobei Grenzgänger noch nicht mitgerechnet sind.
Die SVP sorgte bereits 2009 und 2021 mit Initiativen für Schlagzeilen, durch die Minarette und Burkas verboten wurden. 2014 stimmten die Schweizer zudem einer SVP-Initiative zu, die Quoten für Migranten, insbesondere für Europäer, wieder einführte. Bei der späteren Umsetzung verzichtete die Regierung jedoch auf eine vollständige Wiedereinführung solcher Quoten, weshalb die SVP ihr und dem Parlament vorwirft, den Volksentscheid nicht vollständig umgesetzt zu haben.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)
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Zehn Jahre nach Brückeneinsturz von A7 immer noch Verfahren

Zehn Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke bei Schweinfurt mit einem Toten ist die juristische Aufarbeitung des Unglücks bislang nicht abgeschlossen.
Allein beim Landgericht Schweinfurt seien noch ein Strafverfahren und drei Zivilverfahren anhängig, in denen es etwa um Schadenersatz und Schmerzensgeld für die Opfer gehe, teilte eine Gerichtssprecherin mit.
Insgesamt waren am Landgericht vier Männer unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt – drei Prüfingenieure und ein Statiker.
Am 15. Juni 2016 war das Traggerüst für die neue Schraudenbach-Talbrücke auf der Autobahn 7 nahe Werneck im Norden Bayerns eingestürzt, als gerade 1.500 Tonnen Beton eingefüllt waren. Etliche Männer fielen mehr als 20 Meter in die Tiefe. Ein Bauarbeiter starb, es gab 14 Verletzte. Die meisten Geschädigten kommen nach Gerichtsangaben aus Kroatien.

Zweimal Haftstrafe

Die Strafprozesse gegen drei Angeklagte sind mittlerweile rechtskräftig abgeschlossen. Das Landgericht Schweinfurt hatte im Mai 2023 einen heute 62 Jahre alten Ingenieur wegen fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen zu einer Haftstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, ausgesetzt zur Bewährung. Seine Revision gegen diese Entscheidung hatte keinen Erfolg.
Die Vorsitzende Richterin sprach im Urteil von einer lückenhaften statischen Berechnung, die zu dem Unglück geführt habe. Das aufgebaute Traggerüst der neuen Brücke hätte die Last im betroffenen Abschnitt nie tragen können.
In dem Verfahren wurde zudem ein heute 52-Jähriger zu neun Monaten Haft, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Wegen eines Formfehlers hob der Bundesgerichtshof die Entscheidung allerdings auf und wies den Fall an eine andere Kammer des Landgerichts zurück. Ein Termin für einen neuerlichen Prozess gegen den Prüfingenieur gibt es bisher nicht.

Freispruch und Einstellung

Ein dritter Prüfingenieur, mittlerweile 68 Jahre alt, wurde freigesprochen. Der Prozess gegen den vierten Angeklagten, einen Statiker, war 2023 von den anderen Verfahren abgetrennt worden, weil seine Verteidigerin aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.
Im Mai 2025 stellte das Landgericht das Verfahren gegen den heute 54-Jährigen dann ein, weil die Kammer die Schuld des Angeklagten als geringfügig ansah. Der Mann wurde zu einer Geldauflage in Höhe von 5.000 Euro verpflichtet, zu zahlen an das Bayerische Rote Kreuz in Schweinfurt.

Mehrere Zivilverfahren anhängig

Die zivilrechtlichen Ansprüche sind von den Entscheidungen in den Strafprozessen unberührt. Die Verteidigerin des einstmals angeklagten Statikers hatte in dem Prozess von sieben zivilrechtlichen Verfahren allein gegen den 54-Jährigen gesprochen.
„Da geht’s um mehrere Millionen“, sagte die Anwältin, erwähnte allerdings die zuständigen Gerichte nicht.
Die 1965 gebaute Brücke musste unter anderem wegen ihres schlechten Zustandes erneuert werden. Die Dauerbelastung mit tonnenschweren Sattelschleppern hat auf der Autobahn 7 Spuren hinterlassen.
Der Ende 2019 fertiggestellte Neubau ist 236 Meter lang, bis zu 22 Meter hoch und kostete nach Angaben der Autobahndirektion Nordbayern etwa 18 Millionen Euro. (dpa/red)
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Ab Sonntag zwischen Berlin-Hamburg: Züge rollen im Halbstundentakt

Mit dem Ende der Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg am Sonntag (14. Juni) wird auch ein kleiner Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn wirksam.
Damit seien neue Angebote und für einige Verbindungen auch kürzere Reisezeiten verbunden, teilte die Bahn mit. Sie bat Fahrgäste, sich über die genaue Abfahrtszeit ihrer Züge zu informieren.
Für Zehntausende Pendler gehen mehr als zehn Monate Ersatzverkehr und Umleitungen auf der Strecke zwischen den beiden Millionenstädten zu Ende. Die Fernzüge fahren von Sonntag an zwischen Hamburg und Berlin wieder im Halbstundentakt, die Regionalzüge verkehren auf den üblichen Linien. Bis Ende des Monats müssen die Fernzüge teils langsamer fahren, weil Technik getestet wird.

52 Fahrten pro Tag

Die Zahl der täglichen direkten Fernverkehrszüge mit ICE und Railjet RJ soll auf der Strecke von 38 auf 52 Fahrten wachsen, berichtete die Bahn. Auch Büchen (Schleswig-Holstein), Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) und Wittenberge (Brandenburg) gehen wieder ans Netz.
Täglich halten laut Bahn über 20 Fernzüge in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge. Der Umweg über Stendal, Salzwedel und Uelzen hat ein Ende.
Die Strecke Berlin–Hamburg wird mit der Wiederinbetriebnahme demnach ein zentraler Korridor auf der Dreiländer-Direktverbindung von Prag über Berlin und Hamburg nach Kopenhagen. Der Railjet fährt die Strecke dreimal täglich pro Richtung.

Was ändert sich noch?

Zwischen Hamburg und Dresden verkürzt sich die Fahrzeit um etwa 40 Minuten auf rund dreieinhalb Stunden. Die Züge verkehren täglich achtmal pro Richtung. Alle Direktverbindungen nach und von Budapest, Bratislava, Prag und Wien stehen ab Sonntag wieder zur Verfügung.
Ab Sonntag können Fahrgäste auch erstmals mit dem ICE L von Berlin nach Westerland (Sylt) fahren. Ab 11. Juli soll es ohne Umsteigen von Köln nach Sylt gehen. Ab diesem Tag fährt nach Angaben der Bahn auch ein ICE L ab Frankfurt/Main über Gießen ohne Umsteigen nach Westerland.
Zudem ist Buchungsstart für das von der DB angekündigte Familienticket für die Sommerferienwochen zum Preis von 99,99 Euro. Es gilt für Reisen zwischen dem 26. Juni und dem 14. September und ist bis zum 12. September buchbar. Eine einzelne Hin- oder Rückfahrt kostet demnach 59,99 Euro. (dpa/afp/red)
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Oberbayern: Dreiköpfige Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lastwagen ist in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben gekommen. Bei den drei Toten im Alter von 46,  44 und zwei Jahren handele es sich um Vater, Mutter sowie deren Kleinkind, sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim.
Der Unfall hatte sich am Morgen auf der Bundesstraße 12 zwischen Stammham und Marktl im Landkreis Altötting ereignet, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer des Sattelzugs habe bei dem Unfall einen Schock erlitten, sei jedoch nicht verletzt worden.
Die in Bayern wohnhafte Familie sei auf dem Weg nach München gewesen, hieß es. Am Morgen hatte die Polizei noch von einem Unfall mit mehreren Verletzten berichtet.
Laut dem Polizeisprecher wird der Unfallhergang derzeit von einem Gutachter untersucht. Nähere Informationen zur Unfallursache gab es bislang nicht. (dpa/red)
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Berlin-Hamburg: Züge rollen wieder, kleiner Fahrplanwechsel

Mit dem Ende der Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg am Sonntag (14. Juni) wird auch ein kleiner Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn wirksam. Damit seien neue Angebote und für einige Verbindungen auch kürzere Reisezeiten verbunden, teilte die Bahn mit. Sie bat Reisende, sich über die genaue Abfahrtszeit ihrer Züge zu informieren.
Für Zehntausende Pendler gehen mehr als zehn Monate Ersatzverkehr und Umleitungen auf der Strecke zwischen den beiden Millionenstädten zu Ende. Die Fernzüge fahren von Sonntag an zwischen Hamburg und Berlin wieder im Halbstundentakt, die Regionalzüge verkehren auf den üblichen Linien. Bis Ende des Monats müssen die Fernzüge teils langsamer fahren, weil Technik getestet wird.

52 Fahrten pro Tag

Die Zahl der täglichen direkten Fernverkehrszüge mit ICE und Railjet RJ soll auf der Strecke von 38 auf 52 Fahrten wachsen, berichtete die Bahn. Auch Büchen (Schleswig-Holstein), Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) und Wittenberge (Brandenburg) gehen wieder ans Netz. Täglich halten laut Bahn über 20 Fernzüge in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge. Der Umweg über Stendal, Salzwedel und Uelzen hat ein Ende.
Die Strecke Berlin–Hamburg wird mit der Wiederinbetriebnahme demnach ein zentraler Korridor auf der Dreiländer-Direktverbindung von Prag über Berlin und Hamburg nach Kopenhagen. Der Railjet fährt die Strecke dreimal täglich pro Richtung.

Was ändert sich noch?

Zwischen Hamburg und Dresden verkürzt sich die Fahrzeit um etwa 40 Minuten auf rund dreieinhalb Stunden. Die Züge verkehren täglich achtmal pro Richtung. Alle Direktverbindungen nach und von Budapest, Bratislava, Prag und Wien stehen ab Sonntag wieder zur Verfügung.
Ab Sonntag können Fahrgäste auch erstmals mit dem ICE L von Berlin nach Westerland (Sylt) fahren. Ab 11. Juli soll es ohne Umsteigen von Köln nach Sylt gehen. Ab diesem Tag fährt nach Angaben der Bahn auch ein ICE L ab Frankfurt/Main über Gießen ohne Umsteigen nach Westerland. (dpa/red)
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Hoffnung enttäuscht: Kein ICE-Anschluss am Flughafen München

Der Münchner Flughafen bleibt für Fernzüge weiter unerreichbar: Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung der Deutschen Bahn hat ergeben, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.
Auf den aktuellen, schon stark ausgelasteten Gleisen sei eine Fernverkehrsverbindung zum Flughafen nicht sinnvoll umsetzbar, teilt eine DB-Sprecherin mit. Zuerst hatte der „Münchner Merkur“ berichtet.

Ohne neue Bahnstrecke geht es laut DB nicht

Die Bahn hofft nun weiter auf den seit Jahrzehnten angedachten Bau einer neuen Trasse, auf der ICE-Züge den zweitgrößten deutschen Flughafen erreichen könnten.
Für eine stabile Anbindung sei dies unerlässlich, teilte die Sprecherin mit. „DB Fernverkehr befürwortet dies ausdrücklich, zum Beispiel im Kontext eines Ausbaus der Achse München–Ingolstadt.“

Vier Jahrzehnte Diskussion

Über die Fernverkehrsanbindung des Flughafens wird seit mittlerweile vierzig Jahren ergebnislos diskutiert. Ursprünglich wurde der Flughafen in den 1980er Jahren zwar mit Fernbahnhof – und vier Startbahnen – geplant, doch gebaut wurden schlussendlich zwei Startbahnen und eine S-Bahn-Verbindung.
Ende der 1980er Jahre fiel auch die Entscheidung für die 2006 eröffnete Schnellstrecke München-Nürnberg – ohne Stopp am Flughafen.

Das Nachsehen haben die Franken und nördlichen Oberbayern

Unpraktisch und zeitraubend ist der fehlende Fernbahnanschluss vor allem für Passagiere, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem nördlichen Oberbayern oder Franken anreisen: Obwohl der Flughafen 30 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt gelegen ist, müssen sie entweder gleich Bus fahren oder mit dem Zug bis zum Münchner Hauptbahnhof, um dort in Bus oder S-Bahn umsteigen. (dpa/red)
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Bahnstrecke Hamburg–Berlin geht wieder in Betrieb

Rund zehneinhalb Monate Ersatzverkehr und Umleitungen haben ein Ende: Am Sonntag wird die wichtige Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin auf ganzer Länge freigegeben. Um 5.34 Uhr soll am Hamburger Hauptbahnhof ein erster Fernverkehrszug Richtung Berlin starten – und die Stadt planmäßig in weniger als zwei Stunden erreichen. Schon früher sind Regionalzüge unterwegs, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte.
Was die Fahrgäste zur Wiederaufnahme der Strecke wissen müssen:

Welche Bedeutung hat die Verbindung?

Auf rund 280 Kilometern verkehren Fern-, Regional- und Güterzüge zwischen den bevölkerungsreichsten Städten des Landes. Im Fernverkehr gilt Berlin-Hamburg als wichtigste Direktverbindung zwischen zwei Städten. Rund 30.000 Fahrgäste waren vor der Generalsanierung täglich auf der Route im Fernverkehr unterwegs, darunter auch viele Pendler.

Was ändert sich nach der Sanierung für die Fahrgäste?

Die Fernzüge fahren von Sonntag an wieder im gewohnten Halbstundentakt, und die Regionalzüge verkehren wieder auf den üblichen Linien. Bis Ende des Monats müssen die Fernzüge abschnittsweise langsamer fahren, weil noch Technik getestet wird. Die Bahn erwartet, dass jede Sanierung das Gesamtnetz stabiler macht. „Das wirkt sich auf die Pünktlichkeit insgesamt aus.“ Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingestellt.

Stimmt es, dass sich die Fahrtzeit verlängert?

Die planmäßige Fahrtzeit der ICE soll sich nach Abschluss der Sanierung um zwei Minuten auf 107 Minuten verlängern. Die Änderung gilt allein für den diesjährigen Fahrplan. Eine Bahnsprecherin sagte, die Züge könnten zwar schneller fahren als geplant. Dass die Fahrzeit sich verlängert, hängt ihr zufolge damit zusammen, dass mehr Züge als zuvor unterwegs sind. Das sei wie auf der Straße. Wenn viele Autos unterwegs seien, werde langsamer gefahren.

Warum wurde saniert?

Die Strecke war laut Bahn hochbelastet und deshalb stark abgenutzt. Vor der Sanierung befuhren am Tag im Schnitt rund 470 Züge die Trasse. Die Bahn bewertete den Zustand der Strecke vor Beginn der Generalsanierung mit der Note 3,7. Nach der Sanierung prognostizierte die DB damals die Note 2,3.

Wann begann die Generalsanierung?

Das Vorhaben begann am 1. August 2025. Der Plan war, die Sanierung bis zum 30. April 2026 abzuschließen. Dass die Sanierung rund eineinhalb Monate verspätet beendet wird, begründete die Bahn mit dem Frost zu Jahresbeginn. Arbeiter konnten keine Kabelschächte ausheben, Arbeiten an Oberleitungen wurden erschwert. Einen ersten Abschnitt gab die Bahn Mitte Mai wieder frei, seitdem fahren Züge wieder durchgehend zwischen Hamburg und Schwerin.

Was wurde erneuert?

Die Bahn hat unter anderem Gleise, Weichen und Signale ausgetauscht sowie 28 Bahnhöfe modernisiert. Die Arbeiter erneuerten Toiletten und Wetterschutzhäuser und errichteten Fahrradständer. An mehreren Bahnhöfen wurden Bahnsteige verlängert, damit längere Züge sie anfahren können.

Was fehlt?

Die digitale Zugleittechnik ETCS, die nach Vorstellung der Europäischen Union Standard werden soll, kann auch nach der Sanierung nicht eingesetzt werden. Die Bahn hat allerdings Vorbereitungen für einen späteren Einsatz getroffen. „Eine Ausrüstung mit ETCS wird in den frühen 2030er-Jahren erfolgen“, teilte die Bahn mit. ETCS ermöglicht, dass Züge dichter hintereinander auf einer Strecke fahren können. An der Entscheidung der Bahn, ETCS entgegen der ursprünglichen Planung nicht zu installieren, gab es Kritik.

Was kostet die Generalsanierung?

Angedacht war, dass die Bahn 2,2 Milliarden Euro aufbringen muss. Der staatseigene Verkehrskonzern nannte auf Anfrage keine neue Summe. Die abschließende Kostenermittlung werde erst nach Ende der Bauarbeiten vorgenommen, teilte die DB mit.

Welche Auswirkungen gab es für Fahrgäste?

Im Fernverkehr wurden die Züge über Stendal und Uelzen umgeleitet. Es fuhren zudem weniger Züge, und die Fahrzeit verlängerte sich um rund 45 Minuten. Schwerer waren die Auswirkungen im Regionalverkehr: Züge entfielen oder sie fuhren nur Teilstrecken. Die Bahn setzte einen Ersatzverkehr mit mehr als 200 Bussen ein. Zeitweise gab es Streit zwischen dem Busanbieter Ecovista und der Bahn, weil Busse älter waren als vereinbart und es zu Ausfällen kam.

Welche Auswirkungen gab es auf die Wirtschaft?

Der Verband Güterbahnen beklagte Nachteile während der Sanierung. „Wenn ich eine Strecke dicht mache, müssen die Umleiter funktionieren“, sagte eine Verbandssprecherin. „Das hat in diesem Fall nicht gut funktioniert.“ Ausweichstrecken seien teils nicht ausreichend ertüchtigt gewesen, und kurzfristige Baustellen sowie Störungen der Infrastruktur auf den Umleiterstrecken führten zum Teil zu mehreren Hundert Kilometern Umweg.

Werden weitere Strecken saniert?

Die Generalsanierung ist Teil des 2022 vorgestellten Infrastrukturvorhabens Korridorsanierung Hochleistungsnetz. Bis Mitte der 2030er Jahre sollen mehr als 40 Strecken erneuert werden, so dass dort für rund fünf Jahre nicht mehr gebaut werden muss. Die Arbeiten begannen 2024. Als Erstes wurde die „Riedbahn“ Frankfurt-Mannheim saniert, anschließend die für den Güterverkehr wichtige Verbindung Emmerich-Oberhausen.

Welche Sanierungen stehen als Nächstes an?

Dieses Jahr sollen nach Plan vier weitere Generalsanierungen abgeschlossen werden – und zwar auf den Strecken Hagen-Wuppertal-Köln, Nürnberg-Regensburg, Obertraubling-Passau und Troisdorf-Wiesbaden. (dpa/red)
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Auto fährt Schülergruppe bei Fahrradausflug an – Drei Tote

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Westen der Niederlande sind zwei Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen.
Wie die Behörden der Provinz Seeland mitteilten, fuhr ein Auto auf einer Bundesstraße bei Vogelwaarde direkt in eine Radgruppe.
Die Gruppe bestand aus 14 Grundschülern der Schule in Axel und zwei Begleitern, die auf dem Weg zu einer Schulfreizeit waren.

Auto schleudert in Radweg – mehrere Kinder tot

Laut einem Bericht des Senders NOS geriet der Wagen in einer Kurve ins Schleudern, fuhr geradeaus weiter und erfasste die Radfahrer auf dem Radweg. Vier weitere Kinder erlitten bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen.
Die Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Verletzten in Kliniken nach Gent, Antwerpen und Rotterdam zu transportieren.
Fotos vom Unglücksort zeigten das schwer beschädigte Auto in einem Graben neben der Straße. Noch am Unfallort nahm die Polizei eine Person fest; ob es sich dabei um den Fahrer handelt, wurde zunächst nicht bekannt.
Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten zeigte sich tief schockiert über die Tragödie und erklärte, dass der Schulausflug – eigentlich ein Highlight für jedes Kind – in einem Alptraum geendet habe. (dpa/red)