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Streit in Supermarkt: 29-Jähriger mit Messer getötet

Bei einem Streit in einem Supermarkt in Hamburg ist ein 29-Jähriger mit einem Messer tödlich verletzt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, starb der Mann in einem Krankenhaus. Tatverdächtig ist ein 31-Jähriger.
Beide sollen am Montagabend gegen 21:30 Uhr im Bezirk Altona vor dem Supermarkt aneinander geraten sein.
Der Streit verlagerte sich kurz darauf in den Supermarkt, wo der Tatverdächtige den 29-Jährigen mit einem Messer angriff. Dabei erlitt das Opfer mehrere Schnitt- und Stichverletzungen am Oberkörper, an denen er später starb.

Angreifer festgenommen

Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Angreifer noch am Tatort fest. Der 31-Jährige kam anschließend in ein Untersuchungsgefängnis. Die Entscheidung eines Haftrichters über einen möglichen Haftbefehl stand noch aus.
Das mutmaßliche Tatmesser wurde beschlagnahmt. Zu den Hintergründen der Tat lagen zunächst keine Angaben vor. Die Ermittlungen einer Mordkommission dauerten an. (afp/red)
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Tram entgleist: Drei Schwerverletzte bei Unfall in Berlin

Bei einem Straßenbahnunfall in Berlin sind am Dienstag 20 Menschen verletzt worden.
Dabei handelte es sich um 17 Leicht und drei Schwerverletzte, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Insgesamt zwölf Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht.
Laut Feuerwehr entgleiste die Straßenbahn im Stadtteil Neu-Hohenschönhausen. Medienberichten zufolge war sie in einer Kurve gegen einen Masten gestoßen. An einer Seite riss die Straßenbahn auf, der letzte Wagen entgleiste.

Unfallursache unklar

Die Feuerwehr war mit 59 Einsatzkräften vor Ort. Die Bergung der Bahn wird voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Tramlinien M5 und M17 sind unterbrochen, die Berliner Verkehrsbetriebe richteten einen Schienenersatzverkehr ein.
Eine Straßenbahn in Neu Hohenschönhausen ist entgleist. Bei dem Unfall gab es viele Verletzte.

Eine Straßenbahn in Neu Hohenschönhausen ist entgleist. Bei dem Unfall gab es viele Verletzte.

Foto: Christophe Gateau/dpa

Der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk machte sich am Vormittag an der Unfallstelle ein Bild von der Lage.
„Unter dem Eindruck der Bilder hier vor Ort sind wir tief betroffen“, teilte er anschließend mit. „In Gedanken sind wir beiden Verletzten und unseren Fahrgästen.“
Zur Unfallursache machte er keine Angaben. Es sei aber „klar“, dass die BVG intensiv zur Aufklärung beitragen werde. (afp/red)
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30-Meter-Beton-Vordach auf Sylt stürzt ab

Im Zentrum von Westerland ist das Beton-Vordach eines Mehrfamilienhauses mit Geschäften auf den Bürgersteig gestürzt. Es sei niemand verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin.
Unter anderem seien Notarzt, Feuerwehr und THW im Einsatz gewesen. Das Vordach sei auf einer Länge von etwa 30 Metern abgebrochen.
Das Gebäude wird als kombinierter Komplex mit Einzelhandel im Erdgeschoss sowie Ferienwohnungen in den oberen Etagen genutzt.

Bewohner kurzzeitig evakuiert

Die Bewohner seien vorsorglich kurzzeitig evakuiert worden, konnten anschließend aber in ihre Wohnungen zurückkehren. Für Menschen, die sich dort nicht mehr sicher gefühlt hätten, seien alternative Unterkünfte bereitgestellt worden.
Ein Statiker habe unterdessen festgestellt, dass keine Gefahr für das Haus und die Bewohner bestehe. Auf dem Gehweg lagen dicke, abgebrochene Betonplatten.
Die Polizei geht derzeit von Baumängeln als Ursache für den Einsturz aus. Der Schaden wird nach ersten Schätzungen im fünf- bis sechsstelligen Bereich vermutet.

Gegenüber ist das Freizeitbad

„Sylt1-TV“ berichtete, ein lauter Knall habe Anwohner in der Dr.-Nicolas-Straße in zentraler Lage aufgeschreckt. Der Vorfall geschah direkt gegenüber dem Freizeitbad „Sylter Welle“ – unweit vom Strand.
Wie der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet, verschaffte sich auch der Ordnungsamtsleiter ein Bild von der Lage. Er wohne in der Nähe. (dpa/red)
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Hammer- und Axtangriff in ICE: 21-Jähriger vor Gericht

Nach einem Axtangriff in einem ICE auf dem Weg von Hamburg nach Wien im vergangenen Juli steht seit Dienstag ein 21-Jähriger vor dem Landgericht Regensburg.
Das Sicherungsverfahren habe mit der Verlesung der Antragsschrift begonnen, teilte ein Gerichtssprecher in der bayerischen Stadt mit. Anschließend sei eine erste Zeugin vernommen worden.

Angriff auf Fahrgäste

Der damals 20-jährige Syrer soll während der Fahrt zwischen Obertraubling und Passau unvermittelt vier Fahrgäste – drei davon ebenfalls aus Syrien – angegriffen haben.
Er soll mit einer Axt und einem Hammer bewaffnet zunächst durch den Zug gegangen sein und zwei Passagiere mit feindlichem Blick fixiert haben.
Als einer der beiden, ein 39 Jahre alter Mann, den Notruf wählte, soll der Angreifer ihm unvermittelt mit der Axt auf den Kopf geschlagen haben. Der 39-Jährige erlitt dabei einen Bruch des Stirnbeins und wurde bewusstlos.
Anschließend soll der Angreifer einen 25 Jahre alten Syrer mit der Axt zu töten versucht haben, was dessen 51 Jahre alte Mutter verhindern konnte, indem sie sich schützend vor ihren Sohn warf. Die Frau erlitt einen offenen Bruch ihres Schädels.

Schuldunfähig, Angeklagte will Unterbringung in Psychiatrie

Als der 15 Jahre alte zweite Sohn der Frau schützend eingreifen wollte, sei er durch Schläge, Tritte und Bisse des Angreifers verletzt worden. Letztlich konnte der 25-jährige Sohn den Angreifer überwältigen, wobei auch weitere Passagiere halfen.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der Mann strafrechtlich des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wegen seiner psychischen Erkrankung aber schuldunfähig. Die Anklagebehörde beantragte eine dauerhafte Unterbringung des Angreifers in der Psychiatrie. (afp/red)
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gesellschaft vital

Mehrheit der Erwachsenen ist übergewichtig – Männer mehr als Frauen

Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland bringt zu viele Kilos auf die Waage. Im Jahr 2025 waren rund 53,4 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Männer waren deutlich häufiger übergewichtiger als Frauen. Knapp zwei Drittel der Männer (62,6 Prozent) waren im vergangenen Jahr übergewichtig. Bei den Frauen waren es 43,8 Prozent.

Deutschland nimmt weiter zu

Übergewicht wird nach dem sogenannten Body-Mass-Index (BMI) bestimmt, bei dem das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt wird. Die WHO stuft Erwachsene mit einem BMI über 25 als übergewichtig, und mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein.
Als stark übergewichtig beziehungsweise adipös galten den Angaben zufolge 17,9 Prozent der Menschen in Deutschland. Bei den Männern waren 19,9 Prozent stark übergewichtig, bei den Frauen 15,8 Prozent.
Dabei sind die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren im Schnitt etwas schwerer geworden. Der Durchschnittsbürger wiegt demnach 78,3 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,73 Metern. Vier Jahre zuvor lag das Durchschnittsgewicht noch bei 77,7 Kilogramm.

Musterfrau und Mustermann

Frauen sind den Angaben zufolge im Schnitt 1,66 Meter groß und wiegen 69,7 Kilogramm, Männer kommen auf 1,79 Meter und 86,5 Kilogramm.
Im Hinblick auf die Altersgruppen sind im Schnitt die 50- bis 59-jährigen Frauen und Männer mit 81,3 Kilogramm am schwersten. Die 18- bis 24-Jährigen sind mit 72,5 Kilogramm hingegen am leichtesten.
Die Angaben beruhen auf dem sogenannten Mikrozensus 2025, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Befragt wurde rund ein Prozent der Bevölkerung. (afp/red)
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Mehrheit der Erwachsenen ist übergewichtig – mehr Männer als Frauen

Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland bringt zu viele Kilos auf die Waage. Im Jahr 2025 waren rund 53,4 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Männer waren deutlich häufiger übergewichtig als Frauen. Knapp zwei Drittel der Männer (62,6 Prozent) waren im vergangenen Jahr übergewichtig. Bei den Frauen waren es 43,8 Prozent.

Deutschland nimmt weiter zu

Übergewicht wird nach dem so genannten Body-Mass-Index (BMI) bestimmt, bei dem das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt wird. Die WHO stuft Erwachsene mit einem BMI über 25 als übergewichtig, mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein.
Als stark übergewichtig beziehungsweise adipös galten den Angaben zufolge 17,9 Prozent der Menschen in Deutschland. Bei den Männern waren 19,9 Prozent stark übergewichtig, bei den Frauen 15,8 Prozent.
Dabei sind die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren im Schnitt etwas schwerer geworden. Der Durchschnittsbürger wiegt demnach 78,3 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,73 Metern. Vier Jahre zuvor lag das Durchschnittsgewicht noch bei 77,7 Kilogramm.

Musterfrau und Mustermann

Frauen sind den Angaben zufolge im Schnitt 1,66 Meter groß und wiegen 69,7 Kilogramm, Männer kommen auf 1,79 Meter und 86,5 Kilogramm.
Mit Blick auf die Altersgruppen sind im Schnitt die 50- bis 59-jährigen Frauen und Männer mit 81,3 Kilogramm am schwersten. Die 18- bis 24-Jährigen sind mit 72,5 Kilo hingegen am leichtesten.
Die Angaben beruhen auf dem sogenannten Mikrozensus 2025, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Befragt wurde rund ein Prozent der Bevölkerung. (afp/red)
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Forscher prüfen Ausrottung gefährlicher Mückenarten

Die tödlichsten Tiere der Welt sind nicht Löwen oder Giftschlangen, sondern Mücken. Sie saugen Blut und übertragen Krankheiten. Manche Arten sind so gefährlich, dass Wissenschaftler ernsthaft über ihre Ausrottung diskutieren. Laut der Forschungsplattform „Our World in Data“ sterben jährlich rund 760.000 Menschen an den Folgen eines Mückenstichs.
Mücken übertragen rund 17 Prozent aller Infektionskrankheiten, darunter Malaria, Zika, Dengue- und Gelbfieber. Längere und wärmere Sommer könnten die Gefahr durch Mücken vergrößern. Wie kann sich die Menschheit wehren? Ist es möglich, krankheitsübertragende Mücken auszurotten? Und welche Folgen hätte das für die Umwelt?

Wie gefährlich sind Mücken wirklich?

Tatsächlich müssten nicht alle Mücken vernichtet werden. Von rund 3.500 bekannten Arten stechen nur etwa 100 den Menschen. Und lediglich fünf Arten seien für rund 95 Prozent aller Infektionen verantwortlich, sagt die Biologin Hilary Ranson von der Liverpool School of Tropical Medicine.
Sie hält deren Ausrottung angesichts der verheerenden Folgen der übertragenen Krankheiten für „vertretbar“. Das hätte vermutlich keine gravierenden Auswirkungen auf das Ökosystem, argumentiert die Wissenschaftlerin. Andere, genetisch ähnliche und weniger gefährliche Arten würden ihre ökologische Rolle voraussichtlich rasch übernehmen.
Der Insektenforscher Dan Peach von der University of Georgia teilt diese Einschätzung grundsätzlich, mahnt jedoch zu Vorsicht. Über die ökologische Funktion vieler Mückenarten sei bislang zu wenig bekannt. Mücken transportieren Nährstoffe aus Gewässern in andere Lebensräume und dienen unter anderem Fischen und Insekten als Nahrung. Teilweise bestäuben sie auch Pflanzen.
Natürlich müsse es eine ethische Debatte über das Auslöschen von Arten geben, sagt Biologin Ranson. Sie verweist aber darauf, dass der Mensch bereits jetzt unbeabsichtigt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten verdrängt oder vernichtet hat.

Feldversuch von Gates gestoppt

Wie könnte die Ausrottung in der Praxis funktionieren? Zu den Ansätzen zählt die sogenannte Gene-Drive-Technologie. Dabei werden Tiere genetisch so verändert, dass bestimmte Eigenschaften an nahezu alle Nachkommen weitergegeben werden.
Forscher konnten Weibchen der Malariamücke Anopheles gambiae auf diese Weise unfruchtbar machen. Im Labor verschwand eine Population dadurch innerhalb weniger Generationen.
Das von der Gates-Stiftung finanzierte Projekt „Target Malaria“ plant bis zum Jahr 2030 erste Feldversuche in einem Malariagebiet. In Burkina Faso stoppte die Militärregierung im Jahr 2025 nach Kritik der Zivilgesellschaft einen Test mit gentechnisch veränderten Mücken.

Wolbachia-Bakterie reduziert Denguefieber

Eine weitere vielversprechende Strategie setzt auf das Bakterium Wolbachia. Werden Ägyptische Tigermücken damit infiziert, können sie Krankheiten wie Denguefieber deutlich schlechter übertragen.
Damit stellt sich die Frage, ob die Mücken überhaupt getötet werden müssen. Eine im Jahr 2025 veröffentlichte Studie zeigte, dass die Freisetzung von mit Wolbachia infizierten Mücken in der brasilianischen Stadt Niterói die Anzahl der Dengue-Fälle um 89 Prozent senkte.
Mehr als 16 Millionen Menschen in 15 Ländern seien inzwischen durch diese Methode geschützt worden – „ohne negative Folgen“, sagt Scott O’Neill, Gründer des World Mosquito Program.

Gentechnik gegen Malaria

Parallel arbeitet das Projekt „Transmission Zero“ daran, mithilfe von Gene-Drive-Technologie Anopheles gambiae so zu verändern, dass die Tiere keine Malaria mehr übertragen können. Forschungsergebnisse, die Ende vergangenen Jahres im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass dieses Ziel näher rückt.
Ein Feldversuch dazu soll im Jahr 2030 beginnen. Der Fall Burkina Faso habe jedoch gezeigt, dass solche Projekte politische Unterstützung und gesellschaftliche Akzeptanz benötigen, sagt Studienautor Dickson Wilson Lwetoijera vom Gesundheitsinstitut Ifakara in Tansania.
Statt allein auf technologische „Wunderlösungen“ zu setzen, die meist von der Gates-Stiftung finanziert werden, plädiert Biologin Ranson für einen umfassenderen Ansatz im Kampf gegen durch Mücken übertragene Krankheiten. Dazu gehörten ein besserer Zugang zu medizinischer Versorgung und Impfstoffen. Das wird durch Kürzungen bei der internationalen Hilfe schwieriger. (afp/red)
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gesellschaft

Die Nation der Kaffeetrinker: Genuss, Gewohnheit und Inflation

Gut 160 Liter Kaffee trinken die Menschen in Deutschland durchschnittlich pro Kopf und Jahr. Trotz gestiegener Preise bleibt das Getränk beliebt. Was bewegt Kaffeetrinker und wie konsumieren sie?
Antworten liefert der neue Kaffeereport von Tchibo, dem Magazin „Brand Eins“ und der Statistik-Plattform Statista. Darin enthalten ist auch eine repräsentative Umfrage. Dafür wurden im Januar 1.500 Kaffeetrinker zwischen 18 und 75 Jahren online von Statista befragt. Ein Überblick:

Mehr als drei Tassen pro Tag

Die Kaffeetrinker in Deutschland trinken im Schnitt 3,2 Tassen täglich. Die 56- bis 65-Jährigen kommen auf 3,6, Konsumenten zwischen 18 und 21 auf 2,3. Bei Männern sind es 3,4, bei Frauen 3,0.
Fast jeder Zwölfte trinkt täglich mehr als fünf Tassen. Zwei Drittel können sich ein Leben ohne Kaffee nicht vorstellen. Bei Frauen ist der Anteil etwas höher (72 Prozent) als bei Männern (62 Prozent). 18 Prozent geben an, jederzeit Kaffee trinken zu können.

Vollautomat knapp hinter Filterkaffeemaschine

47 Prozent bevorzugen Filterkaffee, gefolgt von Caffè Crema (38 Prozent), Cappuccino (34 Prozent) und Latte Macchiato (26 Prozent). Letzterer ist bei Frauen deutlich beliebter als bei Männern.
Bei den Zubereitungsgeräten steht möglicherweise eine Wachablösung bevor: 43 Prozent verwenden eine Filterkaffeemaschine, 42 Prozent einen Vollautomaten. Die Unterschiede sind regional groß.
So kommt die Filterkaffeemaschine in Ostdeutschland auf 55 Prozent, im Süden hingegen auf 35 Prozent. Der Vollautomat gewinnt seit Jahren an Bedeutung. 2015 kam er noch auf einen Anteil von 19 Prozent, die Filtermaschine auf 72 Prozent.
Tchibo-Sprecherin Karina Schneider führt die Entwicklung nicht nur auf Bequemlichkeit zurück, sondern auch auf den Trend zur Nutzung ganzer Bohnen und frischer Zubereitung sowie einen bewussteren Umgang mit dem Produkt. Beim Gerätekauf zählen für Konsumenten laut Statista vor allem einfache Reinigung, einfache Bedienung und Langlebigkeit.

Luxusgut Kaffee

Vielen Konsumenten ist es wichtig, immer genügend Kaffee zu haben. 63 Prozent haben eine bis drei Packungen als Reserve zu Hause, jeder Sechste mehr. 85 Prozent bevorraten sich gezielt, wenn Kaffee im Angebot ist. Nur vier Prozent kaufen unabhängig von Rabattaktionen.
Dass Vorräte angelegt werden, dürfte auch mit den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kaffeepreisen zusammenhängen. Grund dafür waren höhere Rohstoffpreise infolge von Trockenheit und schwachen Ernten.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kostete Bohnenkaffee im April 2026 im Schnitt 57 Prozent mehr als 2020. Zuletzt haben die großen Lebensmittelhändler die Preise ihrer Eigenmarken zwar wieder etwas gesenkt. Kaffee ist jedoch nach wie vor deutlich teurer als vor einigen Jahren. Laut Marktforscher YouGov greifen Verbraucher deshalb vermehrt zu den günstigeren Eigenmarken.
Für fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist Kaffee mittlerweile ein Luxusgut. 22 Prozent widersprechen. Knapp ein Drittel (31 Prozent) legt sich nicht eindeutig fest, räumt aber ein, inzwischen stärker auf den Preis zu achten.

Was ist ein Kilo Kaffee wert?

Gut ein Drittel (35 Prozent) ist bereit, 10 bis 12,99 Euro pro Kilo zu bezahlen, 26 Prozent würden 13 bis 15,99 Euro ausgeben, 12 Prozent 16 bis 19,99 Euro. Jeder Fünfte (21 Prozent) würde höchstens 9,99 Euro ausgeben.
Lediglich 7 Prozent würden mehr zahlen, ein Prozent davon sogar über 40 Euro pro Kilo. Knapp 40 Prozent geben allerdings an, weiterhin Kaffee zu trinken, auch wenn er teurer wäre, als ihnen lieb ist.
Wichtig beim Kaffeekauf sind Verbrauchern laut Statista vor allem Geschmack, ein niedriger Preis, die Art der Kaffeebohnen sowie die Marke.

4,50 Euro: Schmerzgrenze für einen Espresso

Im Restaurant liegt die Schmerzgrenze für einen Espresso bei 4,50 Euro. 46 Prozent würden darauf verzichten, wenn er teurer wäre. Bei 66- bis 75-Jährigen liegt die Grenze bei 4 Euro, bei 18- bis 21-Jährigen sind es 5 Euro.
Innerhalb der EU variieren die Preise stark. In Italien kostet ein Cappuccino im Restaurant laut der Datenbank Numbeo im Schnitt 1,74 Euro, in Dänemark hingegen 5,65 Euro. In Finnland und Schweden sind es 4,37 Euro. Deutschland liegt mit 3,57 Euro im oberen Mittelfeld. In fast allen 27 EU-Staaten sind die Preise höher als 2025.

Ein Kaffee-Wunsch frei

„Wenn Sie eine Sache verändern könnten – was wäre Ihnen beim Kaffee am wichtigsten?“ – das wurden die Teilnehmer der Umfrage gefragt.
Das Ergebnis: 20 Prozent wünschen sich, dass Kaffee insgesamt günstiger wird, jeweils 16 Prozent erschwinglichere Preise für nachhaltigen Kaffee und bessere Arbeitsbedingungen in den Anbauländern. 11 Prozent nennen höhere Verdienste für Kaffeefarmer, 10 Prozent besseren Geschmack und höhere Qualität.
Schmeckt Kaffee aus einem Trinkgefäß besser als aus einem anderen? Drei Vierteln der Befragten ist es wichtig, Kaffee aus ihrer Lieblingstasse zu trinken. 20 Prozent sagen sogar, dass er ohne nicht richtig schmeckt. Lediglich 11 Prozent ist die Tasse nicht wichtig.
Was, wenn der Kaffee mal ausgeht? 51 Prozent würden zu Tee greifen, 32 Prozent zu Wasser, 22 Prozent zu Kakao oder heißer Schokolade und 20 Prozent zu Cola oder anderen koffeinhaltigen Softdrinks.

Kaffee ans Bett liefern – oder als Pille?

Nur etwa jeder Dritte (32 Prozent) würde sich Kaffee morgens mit einem Lieferdienst direkt ans Bett bringen lassen. 36 Prozent wären bereits, einen Kaffee zu probieren, den eine künstliche Intelligenz gemischt hat.
20 Prozent würden einen Kaffee trinken, der nicht natürlich gewachsen ist, sondern im Labor hergestellt wurde. 15 Prozent können sich vorstellen, auf das Kaffeetrinken zu verzichten und Koffein stattdessen etwa über eine Tablette aufzunehmen. Bei den 18- bis 35-Jährigen gibt das mehr als jeder Dritte an. (dpa/red)
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Vier Tote bei Frontalcrash in Thüringen

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen in Thüringen sind am Montagnachmittag vier Menschen ums Leben gekommen.
Wie die Polizei mitteilte, waren eine 20-jährige Autofahrerin, ihre 25-jährige Beifahrerin sowie zwei etwa anderthalb Jahre alte Kinder in dem Unfallfahrzeug.
Die junge Frau war aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrspur geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammengestoßen.
Der 63-jährige Lkw-Fahrer habe noch versucht auszuweichen, konnte die Kollision aber nicht mehr verhindern. Alle vier Insassen des Pkw wurden in dem Fahrzeug eingeklemmt und erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.
Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Landstraße war während der Unfallaufnahme für mehr als vier Stunden voll gesperrt. (dts/red)
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Mutmaßliches Gewaltverbrechen an Berliner Unternehmer: Zweiter Verdächtiger in Haft

Nach dem mutmaßlichen gewaltsamen Tod eines in Berlin verschleppten Unternehmers haben Ermittler einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen.
Es handelt sich um einen 32-Jährigen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag, 1. Juni, in der Hauptstadt mitteilten. Der Verdächtige kam demnach bereits am Freitag in Untersuchungshaft.
Ein 40-jähriger erster Verdächtiger war bereits Mitte Mai festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden.

Unternehmer seit April vermisst

Hintergrund ist die mutmaßliche Entführung eines Unternehmers, der nach Ermittlerangaben am 23. April in einem Waldstück in Berlin von mehreren Männern in einen Transporter gezerrt und anschließend vermisst wurde.
Etwa einen Monat später wurde in einem Wald nahe der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam ein Leichnam gefunden, bei dem es sich um den mutmaßlich Entführten handeln könnte.
Die Identitätsfeststellung dauere aber weiterhin an, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Diese sei ein Bestandteil der weiterhin laufenden Ermittlungen. (afp/red)
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Bahn: 61,3 Prozent der Fernzüge im Mai pünktlich

Die Pünktlichkeit der Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) hat sich im Mai weiter stabilisiert, wenn auch auf niedrigem Niveau. 61,3 Prozent aller ICEs und ICs kamen im vergangenen Monat pünktlich an ihr Ziel.
Das geht aus internen Daten der Deutschen Bahn hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet und die der Konzern auf Nachfrage bestätigte.

Werte besser als im Vorjahr

Damit liegen die Werte für den Mai zwar unter jenen für März (62,1 Prozent) und April (64,4 Prozent), sie sind aber nicht wie im vergangenen Jahr vielfach unter die 60-Prozent-Schwelle gerutscht.
Auch der Wert für das Gesamtjahr 2026 kratzt nun mit 59,9 Prozent an der 60-Prozent-Marke. Zuletzt hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mehrfach zu Protokoll gegeben, er sei schon froh, wenn am Ende des Jahres bei der Pünktlichkeit „vorne eine 6“ stehe.

Historischer Tiefstand aus 2025 wirkt nach

Als verspätet gilt ein Zug hierzulande, sobald er mehr als 5 Minuten und 59 Sekunden hinter der im Fahrplan hinterlegten Zeit ankommt.
Die Pünktlichkeit im Fernverkehr der DB befindet sich seit 2020 in einem rasanten Sinkflug.
Kamen im Corona-Jahr noch 81,8 und im Folgejahr immerhin 75,2 Prozent aller Züge so an, wie es der Fahrplan vorgab, ist der Wert in den darauffolgenden Jahren sukzessive gesunken.
2025 erreichte er schließlich mit 60,1 Prozent einen historischen Tiefstwert. (dts/red)
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170.000 Euro wert: Gestohlene Handtücher in Hamburger Lager entdeckt

In einer Lagerhalle in Hamburg haben Ermittler gestohlene Handtücher mit einem Verkaufswert von knapp 170.000 Euro entdeckt.
Bei der Durchsuchung am Freitag wurden in der Halle auch eine tatverdächtige 49-jährige Frau und ihr mutmaßlicher 68-jähriger Komplize angetroffen, wie die Polizei am Montag, 1. Juni, in der Hansestadt mitteilte.

Ware auf Europaletten gelagert

Die 21.000 Gastronomiehandtücher waren auf sechs Europaletten sowie in 44 Umzugskartons verpackt.
Die Handtücher waren im November 2025 von einem Geschäftsführer eines Restpostenhandels als gestohlen gemeldet worden. Sie waren aus seinem Lager verschwunden. Die Ermittlungen führten schließlich zu der 49-Jährigen. (afp/red)
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15-jähriger Rollerfahrer stirbt nach Kollision mit Auto in Köln

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Köln-Mülheim ist ein 15 Jahre alter Rollerfahrer tödlich verletzt worden.
Nach ersten Ermittlungen kam es am Sonntagabend zu einer Kollision zwischen dem Roller und einem in gleicher Richtung fahrenden Auto, wie die Polizei am Montag, 1. Juni, mitteilte.
Ein 14-jähriger Mitfahrer des Jugendlichen sowie ein 45 Jahre alter Autofahrer wurden schwer verletzt.
Der 15-Jährige erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen und starb später im Krankenhaus. Er war nach Angaben der Polizei ohne Helm unterwegs.
Eine Überprüfung des Rollers ergab zudem, dass dieser Anfang Mai gestohlen worden war. Der 15-Jährige verfügte zudem nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis.
Die Polizei sicherte vor Ort Spuren und nahm Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf. (afp/red)
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Obduktion von Timmy: Vorbereitungen am Strand

Auf der dänischen Insel Anholt laufen die Vorbereitungen für die Untersuchung von Buckelwal Timmy. Ein Bergungsteam hatte seinen Kadaver Wochenende mit einem Stahlseil aus dem flachen Wasser auf den Strand gezogen. Mit Hilfe eines Radladers wurde nun der sandige Untergrund rund um den Wal geglättet. Anschließend wurden einige Metallplatten ausgelegt.
Donnerstagnachmittag wollen Tierärzte und Wal-Experten den Kadaver untersuchen. Die Obduktion soll etwa sechs Stunden dauern. Ziel ist, herauszufinden, woran das Tier gestorben ist.
Ursprünglich hatten die dänischen Behörden versucht, den Kadaver in einen Hafen zu ziehen. Weil das missglückte, soll Timmy nun direkt am Strand obduziert werden. Absperrband rund um den Kadaver soll bis dahin Schaulustige fernhalten. Die Behörden hatten immer wieder vor Ansteckungsgefahr gewarnt. (dpa/red)
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Nettozuwanderung nach Deutschland geht deutlich zurück

Die Nettozuwanderung nach Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gesunken. 2025 wanderten rund 235.000 mehr Menschen nach Deutschland ein als aus, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vorjahr lag die Nettozuwanderung noch bei rund 430.000 Menschen, nachdem 2022 ein Höchststand von 1,462 Millionen erreicht worden war.
Insgesamt wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1,48 Millionen Zuzüge und 1,25 Millionen Fortzüge erfasst. Die Zahl der Zuzüge sank gegenüber 2024 um 13 Prozent. Die Zahl der Fortzüge verringerte sich leicht um 2,0 Prozent.
Eine Ursache war laut Statistikern die geringere Zuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden. So kamen aus Syrien 67 Prozent weniger Menschen als 2024 und aus der Türkei sowie aus Afghanistan jeweils 41 Prozent weniger.
Auch die Nettozuwanderung aus der Ukraine war 21 Prozent niedriger als 2024. Geflüchtete aus der Ukraine müssen in Deutschland keinen Asylantrag stellen, sondern erhalten eine Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz.

EU-Länder: Deutlich weniger Zuzüge aus Polen und Bulgarien

Ein weiterer Grund für die sinkende Nettozuwanderung war eine weiter rückläufige Zuwanderung aus den Staaten der Europäischen Union. Demnach zogen 2025 rund 54.000 Menschen mehr in andere EU-Staaten, als von dort nach Deutschland kamen.
Besonders deutlich war der Rückgang bei den Zuzügen aus Polen und Bulgarien. Eine Zunahme des Wanderungssaldos im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Niederlande und Rumänien.
Bei deutschen Staatsbürgern war 2025 erneut ein Wanderungsverlust von 97.000 Menschen festzustellen. Die meisten zogen in die Schweiz, Österreich und Spanien.
Innerhalb Deutschlands wurden 2025 knapp eine Million Wanderungen über die Bundeslandgrenzen erfasst. Das war rund ein Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei verzeichnete Brandenburg mit einem Plus von 9.000 Menschen den größten Wanderungsgewinn, gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein. Die größten Wanderungsverluste gab es hingegen in Berlin mit 12.000 Menschen. Es folgten Thüringen und Nordrhein-Westfalen. (afp/red)
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Gebrauchte Elektroautos kommen aus der Nische

In den Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos kommt Bewegung. Er habe sich in bemerkenswertem Tempo „vom Nischensegment zu einem etablierten Markt mit wachsendem Angebot, transparenten Preisen und verlässlichen Qualitätsstandards entwickelt“, sagt Patrick Plötz vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).
Vor fünf bis sechs Jahren seien noch kaum gebrauchte Fahrzeuge verfügbar gewesen, doch die hohen Neuzulassungszahlen der Jahre 2020 und 2021 führten nun zu einem substanziellen Angebotsanstieg.
Das deckt sich mit Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes: In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wechselten bundesweit knapp 120.000 gebrauchte Stromer den Eigentümer. Das waren fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2025 und fast dreimal so viele wie von Januar bis April 2024.
„Die typischen Nutzungszyklen betragen drei bis vier Jahre“, erklärt Plötz. Daher kämen die Autos vom Anfang des Jahrzehnts nun auf dem Gebrauchtwagenmarkt an.

Breite Auswahl

Und nicht nur die Zahl der Autos, auch die Vielfalt an Modellen ist gestiegen. Vom kompakten Stadtfahrzeug bis zum leistungsstarken Mittelklassemodell gebe es eine „breite Auswahl alltagstauglicher Fahrzeuge mit soliden Reichweiten und guten Ladeleistungen“.
Und ein typisches Gegenargument zu Elektroautos – höhere Preise – fällt im Gebrauchtbereich laut ISI weitgehend weg. „Gebrauchte Elektrofahrzeuge bewegen sich preislich weitgehend auf dem Niveau vergleichbarer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor“, schreibt Plötz.
Ein Grund dafür könnte sein, dass neue Elektroautos in den ersten Jahren deutlich schneller an Wert verlieren als Verbrenner, wie Zahlen des Marktbeobachters Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) zeigen.
Für den Preis spielt der Kilometerstand dabei laut Fraunhofer keine allzu große Rolle. Eine Verdopplung der jährlichen Fahrleistung führe lediglich zu einem Preisrückgang von etwa zwei Prozent, ergab die Analyse der Forscher.

Batterien sind stabil

Eine wichtige Sorge beim Kauf gebrauchter Elektroautos ist der Batteriezustand. Auch hier gibt Plötz aber Entwarnung: „Die häufig geäußerten Bedenken gegenüber der Batterie lassen sich durch aktuelle Daten weitgehend entkräften“, sagt er. „Moderne Batteriesysteme sind deutlich langlebiger und verlässlicher als lange angenommen.“
Die Kapazität sinke typischerweise nur um ein bis zwei Prozentpunkte pro Jahr. Nach fünf hätten die meisten Fahrzeuge noch mehr als 95 Prozent ihrer ursprünglichen Reichweite. (dpa/red)
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Hamburg raus: Was das für die deutschen Olympia-Pläne heißt

Für die deutschen Olympia-Planer ist das Hamburger Nein zu einer Bewerbung Stimmungsdämpfer und Warnsignal. Aus dem Vierer-Rennen um die nationale Kandidatur für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ist durch das krachende Scheitern der Befürworter in der Hansestadt ein Dreikampf geworden.
„Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die Menschen bundesweit mehrheitlich für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind“, beteuerte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zog umgehend die Bewerbung zurück. Damit dürfen sich nur noch München, die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum und Berlin Hoffnungen auf den Zuschlag durch den DOSB machen. „Es gilt jetzt, im weiteren Prozess das Konzept mit den größten Erfolgschancen zu finden und international weiter zu überzeugen“, mahnte Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU).

Wie geht es nun weiter?

Am Donnerstagabend läuft die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ab. München und Rhein-Ruhr haben sich für ihre Pläne die klare Zustimmung der Bürger gesichert. In Berlin hat das Abgeordnetenhaus mehrheitlich für eine Bewerbung gestimmt.
In den kommenden Monaten bewerten der DOSB und die Fachverbände die vorliegenden Bewerbungen mit Hilfe einer Matrix. Wichtig sind dabei vor allem die internationale Strahlkraft der Bewerbung und die Wirtschaftlichkeit. Eine Evaluierungskommission wird eine Empfehlung abgeben, ehe am 26. September einer außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden den deutschen Bewerber kürt.

Was bedeutet das Votum in Hamburg für das weitere Rennen?

„Für uns ist das so ein bisschen frustrierend nach 19 positiven Ergebnissen“, sagte DOSB-Vorstandschef Otto Fricke mit Blick auf die vorangegangenen Referenden. Dass Deutschlands zweitgrößte Stadt zum zweiten Mal nach 2015 wieder gegen Olympia stimmte, könnte auch die deutschen Bemühungen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorerst belasten.
Diesen Eindruck will der DOSB aber möglichst gar nicht erst aufkommen lassen. Hamburgs Nein sei „ein Beweis dafür, dass es der richtige Weg war, den Bewerbern erst die Möglichkeit zu Referenden und anderen Beteiligungsformaten zu geben“, versicherte Fricke. Die deutsche Dachorganisation setzt darauf, dass der Schub der zuvor erfolgreichen Bürgerentscheide am Ende stärker ist als der Gegenwind aus Hamburg.

Wer ist aktuell der Favorit im nationalen Wettlauf?

München dürfte mit breiter Brust in die finalen Wochen bis zur DOSB-Entscheidung gehen.
Die klare Mehrheit von 66,4 Prozent beim Bürgerentscheid war das erste erfolgreiche Referendum zu Sommerspielen weltweit und ein echtes Signal an die Konkurrenz. Zudem kann die bayerische Landeshauptstadt mit dem Olympia-Erbe von 1972, ihrer Wirtschaftskraft und der internationalen Bekanntheit auch dank des Oktoberfests punkten.

Wie sind die Chancen für die anderen beiden Bewerber?

Mindestens so stark wie bei München ist gewiss die internationale Strahlkraft des Tourismus-Magneten Berlin. Als Hauptstadt mit großer Historie und ikonischen Sehenswürdigkeiten könnte Berlin dem leuchtenden Beispiel von Paris 2024 folgen. Doch die Pläne der Spree-Metropole wirkten lange mutlos und gebremst. Weil Berlin aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Referendum abhielt und die Opposition im Falle des Zuschlags durch den DOSB mit einem Volksentscheid gegen Olympia droht, wäre die Wahl der Hauptstadt für die Dachorganisation ein Risiko.
Nordrhein-Westfalen dagegen holte sich beim Referendum in den Gastgeber-Kommunen eine ähnlich hohe Zustimmung wie München. Die Macher der Rhein-Ruhr-Bewerbung setzen vor allem auf den möglichen Rekord von 14 Millionen Tickets für die Sommerspiele. Die Frage ist, wie attraktiv das IOC die international eher weniger bekannte Region finden würde.

Welche Chancen hat eine deutsche Bewerbung überhaupt?

„Der Wettbewerb ist hart, und wir als Deutschland müssen bereit sein, wenn Europa wieder gefragt ist“, sagte IOC-Mitglied Michael Mronz dem „Hamburger Abendblatt“. Indien und Katar gelten als mögliche Kandidaten für 2036, in Europa haben Madrid, Budapest und Istanbul Olympia-Pläne. Der Norden Großbritanniens prüft für die Zeit ab 2040 eine Bewerbung.
Noch aber ist offen, wann und nach welchem Modus künftige Spiele vergeben werden. Die neue IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hat eine Kommission einberufen, die den aktuellen Auswahlprozess überprüfen soll. Ende Juni werden Ergebnisse erwartet, dann werden auch die Olympia-Planer in Deutschland ihr weiteres Vorgehen anpassen.

Warum bemüht sich Deutschland überhaupt um Olympia?

Der deutsche Sport hat es aus Sicht von Fachverbänden, Athletenvertretern und Bundesregierung dringend nötig, ein Fernziel mit großer Strahlkraft zu bekommen, um sich finanziell und strukturell besser aufzustellen.
„Unser Land will und braucht diese Spiele“, sagte Sport-Staatsministerin Schenderlein nach den jüngsten Winterspielen in Italien, bei denen das deutsche Team erneut sein Medaillenziel verfehlte.

Was spricht gegen Olympische Spiele in Deutschland?

Die Kritiker argumentieren, so ein Großevent koste viel zu viel. In die aktuellen Ausgabenrechnungen seien viele Kosten wie zum Beispiel für die Sicherheit noch gar nicht eingerechnet. Zudem melden Gegner Zweifel an, dass Olympia wirklich auch dem Breitensport hilft. (dpa/red)
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Uber und Autobrains wollen Robotaxis in München testen

Der Fahrdienstevermittler Uber und das israelische KI-Unternehmen Autobrains starten ein gemeinsames Robotaxi-Programm in München. In der bayerischen Landeshauptstadt eine Flotte autonomer Fahrzeuge der Stufe 4 aufgebaut werden, kündigten die Unternehmen am Montag auf der Technologiekonferenz GTC in Taipeh an.
Bei einem Level 4 ist keine Fahreraufmerksamkeit mehr nötig. Das Taxi kommt ohne Fahrer aus und die Passagiere können während der Fahrt schlafen, arbeiten oder Filme ansehen.
Damit werden auch Fahrzeuge ohne ein klassisches Cockpit möglich, da kein Mensch eingreifen muss. Das Fahrzeug darf aber nur in einem vorher festgelegten Bereich fahren, zum Beispiel innerhalb des mittleren Rings in München oder auf bestimmten Autobahnabschnitten. Das Projekt basiert technologisch auf der Rechenplattform des Chipgiganten Nvidia.

Abschied von teuren Spezialumbauten

Im Zentrum der strategischen Partnerschaft steht ein grundlegender Paradigmenwechsel für die kommerzielle autonome Mobilität: der Verzicht auf maßgeschneiderte Spezialfahrzeuge. Bisherige Robotaxi-Dienste, wie etwa die Google-Tochter Waymo, setzen auf hochgradig individualisierte Fahrzeugflotten mit komplexen Sensorenaufbauten auf dem Dach.
Das neue Programm in München etabliert stattdessen ein sogenanntes „OEM-agnostisches“ Modell. Damit ist gemeint, dass sich das System unkompliziert in bestehende Serienfahrzeuge verschiedenster Automobilhersteller (OEMs) wie Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen integrieren lässt.
Für die Autobranche soll sich damit die Möglichkeit eröffnen, eigene Fahrzeugplattformen ohne immensen Entwicklungsaufwand in ein autonomes Fahrdienste-Netzwerk einzubringen.

„Agentic AI“ steuert durch München

Technologisches Herzstück des Projekts ist die sogenannte „Agentic A“ von Autobrains. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ende-zu-Ende-KI-Modellen, die die gesamte Fahraufgabe als ein einziges großes System verarbeiten, zerlegt der Ansatz von Autobrains den Fahrvorgang in spezialisierte, eigenständige Software-Agenten.
Ein KI-Agent bewertet Vorfahrtsregeln, ein anderer achtet auf die Fußgänger, andere Agenten sind für Aufgaben wie den Spurwechsel zuständig. Ein übergeordnetes System bewertet diese Dimensionen des Verkehrsgeschehens parallel und trefft in Echtzeit verbindliche Entscheidungen.

München als europäisches Testlabor

München dient für das Konsortium als weltweite Launch-City. Ausschlaggebend für die Standortwahl waren neben der dichten urbanen Infrastruktur und der Nähe zu führenden Automobilkonzernen vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Das deutsche Gesetz zum autonomen Fahren erlaubt den fahrerlosen Betrieb unter bestimmten Voraussetzungen in festgelegten Geschäftsbereichen.
Der Start des kommerziellen Dienstes steht unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen. Für Uber bedeutet das Projekt in München eine strategische Doppelspitze: Der Mobilitätsriese testet in der Region bereits autonomes Fahren mit dem chinesischen Technologiepartner Momenta und baut mit dem zweiten Projekt seine Präsenz auf dem europäischen Markt für fahrerlose Mobilität damit aus.
Bei der Ankündigung in Taipeh blieben allerdings wichtige Details noch offen. So ist unklar, welche Fahrzeugmarke zuerst eingesetzt wird und wer die Flotte betreibt. Außerdem ist weiterhin nicht klar, ob es zu Beginn des Tests noch Sicherheitsfahrer im Fahrzeug geben wird und in welchem Gebiet genau und ab wann die Testfahrten absolviert werden. (dpa/red)
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Funkstandard 2G geht vom Netz

Der veraltete Mobilfunk-Standard 2G nähert sich seinem Ende. Der Handynetzbetreiber O2 Telefónica kündigte in München an, die Technologie in der zweiten Jahreshälfte 2028 in Deutschland abzuschalten. Vor mehr als 30 Jahren war 2G für Telefonate und SMS eingeführt worden, inzwischen geht es in den Handynetzen aber vor allem um Datenverkehr. Während die Anzahl der Telefonate und SMS sinkt, steigt die Datenmenge immer weiter an.
2G kann nur minimal Daten transportieren – für eine Mail ohne Anhang dürfte es reichen, für mehr nicht. 2G werde den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht, sagte O2-Technikchef Mallik Rao. „Heute bieten flächendeckende 4G- und 5G-Netze deutlich mehr Leistung für Streaming, mobiles Arbeiten und vernetzte Anwendungen.“ 2G steht für 2. Generation der Mobilfunk-Standards. Es wird auch GSM genannt, dieses Kürzel steht für „Global System for Mobile Communications“.
Die Konkurrenten Vodafone und Deutsche Telekom haben das Ende von 2G ebenfalls für 2028 angekündigt. Durch die Abschaltung werden Frequenzen frei, die die Netzbetreiber für ihre anderen Mobilfunk-Standards nutzen möchten. „So verbessern wir unsere Netze genau dort, wo Menschen und Unternehmen sie jeden Tag brauchen“, sagte Rao.

Folgen der 2G-Abschaltung für Verbraucher

Die Nachfolgetechnologie 3G wurde bereits 2021 abgeschaltet, 2G lief als eine Art Notfall- und Minimalnetz weiter: Wo das Handy sonst nichts empfing, sollten zumindest Anrufe und Kurznachrichten möglich sein. Laut Bundesnetzagentur decken 2G-Antennen von mindestens einem Betreiber 99,78 Prozent der Fläche Deutschlands ab. Inzwischen ist der Ausbau mit modernen Antennen aber weit vorangeschritten, 4G-Antennen erreichen bereits 97,79 und 5G-Antennen 95,29 Prozent der Landesfläche.
Bis Ende 2028 dürften diese Werte weiter steigen – die Gefahr, dass Handynutzer wegen des 2G-Abschaltens im Funkloch landen, dürfte nicht allzu groß sein. Dass dies beim Waldspaziergang doch mal passiert, ist aber möglich – denn ob dort, wo aktuell noch 2G funkt, in Zukunft 4G oder 5G funkt, ist offen.
Für die meisten Verbraucher ändere sich nichts, hieß es von O2. Bis zur Abschaltung bleibe O2 nutzbar. Wer noch immer ein uraltes Handy aus den Nullerjahren nutzt, das nicht mit 4G und 5G kompatibel ist, muss allerdings doch mal neuere Technik kaufen. „Für die meisten Verbraucher ändert sich nichts und sie können dem 2G-Ende in der Regel gelassen entgegensehen“, sagte O2-Manager Rao.
Eine gewisse Bedeutung spielt 2G noch beim sogenannten Internet of Things (IoT), also vernetzten Maschinen und Anlagen. So sind bestimmte Sensoren in Logistikhallen und Industriestandorten über 2G verbunden, etwa für Alarmsysteme oder Feuermelder. Aber auch hier gibt es längst bessere Technik. Die Ankündigung der Abschaltung versteht O2 auch als Signal an Firmen. „Wer heute noch 2G in Geräten oder Anlagen nutzt, sollte die Umstellung jetzt starten“, sagte Rao. „Frühes Handeln senkt das Risiko von Ausfällen und schafft die technologische Grundlage für die nächsten Jahre.“

Vodafone macht Abschaltung in zwei Schritten

Vodafone geht einen etwas anderen Weg. Die Firma möchte 2G zwar ebenfalls 2028 runterfahren, ein Teil des 2G-Spektrums soll aber bis 2030 bestehen bleiben. Damit sollen Industriefirmen bestimmte IoT-Anwendungen doch noch über den veralteten Funkstandard nutzen können, für normale Handynutzer ist hingegen Schluss.
2030 endet das Angebot auch für die Industriefirmen. „Durch das Abschalten von 2G erhöht sich für LTE und 5G im sogenannten Low Band die verfügbare Bandbreite“, sagte der Technikchef von Vodafone Deutschland, Fabrizio Rocchio. „Daraus resultiert ein Kapazitätsgewinn von rund zehn Prozent.“ (dpa/red)
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In Italien im Stau? Ab heute gibt es Geld zurück

In Italien soll es jetzt Geld zurück geben, wenn man auf einer gebührenpflichtigen Autobahn wegen einer Baustelle lange im Stau steht. Die neue Regelung ist seit diesem Montag in Kraft, also noch vor Beginn der großen Reisewelle im Sommer. Wird die normale Fahrzeit deutlich überschritten, müssen die Autobahn-Betreiber ihren Kunden die Maut teilweise oder sogar komplett zurückzahlen.
Auf Italiens Autobahnen sind jedes Jahr auch sehr viele Deutsche unterwegs. Auf dem Weg nach Südtirol, in die Toskana oder noch weiter in den Süden wird auch in diesem Jahr reger Betrieb erwartet. Für Ausländer ist es nach dem Ärger im Stau allerdings nicht einfach, das Geld zurückzubekommen.
Die Entschädigung kann über eine App beantragt werden, in der alle Betreiber von Italiens privaten Autobahnen zusammengeschlossen sind.
Autofahrer sollen bereits Geld zurückbekommen, wenn die Fahrt auf einer Strecke von knapp 100 Kilometern zehn Minuten länger dauert als üblich. Bei längeren Strecken muss die Verspätung größer sein. Bei mehr als zwei Stunden gibt es nach den Vorgaben der Verkehrsbehörde in der Regel die gesamte Maut zurück.

Ausländer brauchen italienische Steuernummer

Die Regelung gilt grundsätzlich auch für Autofahrer aus dem Ausland. Allerdings braucht man eine italienische Steuernummer, um sich in der App registrieren zu können. Dies ist auch für Nicht-Italiener möglich, aber umständlich.
Helfen kann beispielsweise die deutsche Botschaft in Rom oder die italienische Botschaft in Berlin. Der ADAC kritisiert: „Italien zählt zu den Ländern mit den höchsten Autobahngebühren in Europa. Und kompliziert ist das System obendrein.“
Gezahlt werden muss erst, wenn der Erstattungsbetrag mehr als einen Euro beträgt. Die Autobahngesellschaft Autostrade per l’Italia rechnete beispielsweise vor, dass es 75 Prozent zurückgibt, wenn man auf einer 90 Kilometer langen Strecke 40 Minuten länger braucht als üblich. Bei einer Stunde wird dann alles erstattet. Kein Geld gibt es zurück, wenn es sich um sogenannte Notfall-Baustellen handelt, bei Unfällen oder bei wetterbedingten Störungen. Das neue System soll bis Dezember komplett einsatzbereit sein.

Verbraucherschützer sind skeptisch

Die Neuregelung wurde von der Regierung in Rom vorangetrieben. Verkehrsminister Matteo Salvini bezeichnet den Beschluss als „Wendepunkt“ für die Umsetzung von Rechten von Autofahrern. Hingegen zweifelt Italiens Verbraucherschutzverband, dass alles funktioniert.
„Es ist offensichtlich, dass es jahrelang keine echten Strafen für die geben wird, die den Nutzern einen schlechten Service bieten“, heißt es von dort. Zudem warnen Verbraucherschützer davor, dass die Betreiber ihre Kosten für die Rückerstattungen durch eine Erhöhung der Gebühren ausgleichen.
Insgesamt gibt es in Italien etwa 7.000 Kilometer Autobahnen. Im Unterschied zu Deutschland, wo die Benutzung gratis ist, muss für den allergrößten Teil Maut gezahlt werden.
Europaweit sind die Gebühren in Italien und Frankreich am höchsten: Pro gefahrenen Kilometer werden nach Angaben von Verbraucherschutzverbänden im Durchschnitt zwischen sieben und neun Cent fällig. Andere Länder wie Österreich oder die Schweiz setzen auf Vignetten, also Zeitkarten für einen bestimmten Zeitraum bis hin zu einem gesamten Jahr. (dpa/red)