Category: kultur
In Kürze:
- Andy Serkis lehnt eine Besetzung nach reinen Diversitätskriterien ab.
- Für „The Hunt for Gollum“ soll die Geschichte über politischen Vorgaben stehen.
- Hollywood setzt bei vielen Produktionen zunehmend auf vielfältigere Besetzungen.
Andy Serkis: Keine Besetzung nach politischen Vorgaben

Eine Statue von Gollum aus „Der Herr der Ringe“ während der New York Comic Con 2025 im Jacob K. Javits Convention Center in New York City.
Foto: Roy Rochlin/Getty Images für ReedPop
„Kein politisch korrektes Recasting“
Diversität ist in Hollywood zum Standard geworden

(v. l. n. r.) Emma Thomas, Christopher Nolan, Zendaya, Samantha Morton und Elliot Page besuchen die Weltpremiere von „The Odyssey“ im Odeon Luxe Leicester Square in London.
Foto: Gareth Cattermole/Getty Images
Australien setzt ebenfalls auf mehr Vielfalt
Das eigene Leben
fruchtbar werden,
muss es oft alleine gehn,
muss oft gegen viele stehn,
welche breite Straßen ziehn.
ob‘s nur tut, was auch gefällt,
oder ob‘s an allen Tagen
zu der eignen Antwort hält.
auch aus reinem Herzen kommt,
ob nicht Eitelkeit und Habsucht
ihm diktiert,
was ihm dann frommt.
fruchtbar werden, muss es lernen,
zu gehorchen dem, was tief
im Innern wohnt.
In Kürze:
- Odysseus ist einer der bekanntesten Helden der griechischen Mythologie.
- Seine Irrfahrt nach dem gewonnenen Krieg gegen Troja erzählt der griechische Dichter Homer in dem Epos „Odyssee“.
- Auf seiner zehnjährigen Reise begegnet Odysseus nicht nur Riesen, Monstern, Sirenen und einer Zauberin, sondern auch der Konsequenz.
- Jeder Fehltritt von ihm und seinen Männern endet mit einer göttlichen Bestrafung und lehrt früher wie heute, wie wir richtig handeln sollten.
Wer war Odysseus?

Diese Marmorstatue soll den griechischen Helden Odysseus darstellen.
Foto: gemeinfrei
Die „Odyssee“ – das Vorbild heutiger Romane
„Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn und Sitte gelernt hat
Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet,
Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.
Aber die Freunde rettet’ er nicht, wie eifrig er strebte;
Denn sie bereiteten selbst durch Missetat ihr Verderben […]“

Odysseus ist wieder in Ithaka und beseitigt die Freier in seinem Zuhause.
Foto: gemeinfrei
Zehn Jahre Irrfahrt – und ihre Lehren daraus

Ungefähre Reiseroute von Odysseus gemäß der Erzählung „Odyssee“ von Homer und Lokalisierungsversuchen von Forschern.
Foto: Epoch Times; dikobraziy/iStock
1. Troja

„Blick auf das brennende Troja“, ein Gemälde von Johann Georg Trautmann (1713–1769).
Foto: gemeinfrei
2. Land der Kikonen
3. Land der Lotophagen

Odysseus bringt seine von Lotusfrüchten beeinflussten Männer zu seinen Schiffen.
Foto: gemeinfrei
4. Insel der Kyklopen

„Odysseus und Polyphem“, gemalt von Arnold Böcklin (1827–1901).
Foto: gemeinfrei
„Vater! Erderschütterer und Meeresgott! Hier ist dein Sohn Polyphem. Möge Odysseus niemals den Weg nach Hause finden. Sollten die Erinnyen aber verlangen, dass er zu seiner Familie zurückkehrt, soll ihm das nur nach Jahren der Tortur und des Leids gelingen, ganz allein mit all seinen Schätzen, nachdem er seine Gefährten und Schiffe verloren hat.“
5. Insel des Aiolos

„Aiolos überreicht Odysseus die Winde“, gemalt von Isaac Moillon (1614–1673).
Foto: gemeinfrei
6. Land der Laistrygonen

Diese künstlerische Darstellung zeigt Odysseus bei den Laistrygonen.
Foto: gemeinfrei
7. Insel Aiaia der Zauberin Kirke

Das Fresko von Giovanni Battista Trotti (1555–1619) zeigt die Zauberin Kirke, die Odysseus’ Männern ihre menschliche Gestalt zurückgibt.
Foto: gemeinfrei
8. Die Unterwelt

„Theresias erscheint dem Ulysseus [Odysseus] während der Opferung“, ein Gemälde von Johann Heinrich Füssli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
9. Insel der Sirenen

„Odysseus und die Sirenen“, ein Gemälde von Herbert James Draper (1863–1920).
Foto: gemeinfrei
10. Meerenge der Skylla und des Charybdis

„Odysseus vor Skylla und Charybdis“, ein Gemälde von Henry Fuseli (1741–1825).
Foto: gemeinfrei
11. Insel Thrinakia von Sonnengott Helios

„Die Gefährten des Odysseus rauben die Rinder des Helios“ von dem Maler Pellegrini Tibaldi (1527–1596).
Foto: gemeinfrei
12. Ogygia von Nymphe Kalypso

„Hermes befiehlt Calypso, Odysseus freizulassen“ von Gerard de Lairesse (1641–1711).
Foto: gemeinfrei
13. Scheria

„Odysseus am Hofe des Alkinoos“ von Francesco Hayez (1791–1882).
Foto: gemeinfrei

Ein Papyrus aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. mit einem Ausschnitt aus der „Odyssee“.
Foto: Zunkir/Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0
Das prophezeite Ende
Buchtipp: „Odyssee“
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-351-04212-7

Das Buch „Odyssee“ von Stephen Fry.
Foto: Verlag Aufbau
Hilfeschrei aus Serbien
Internationale Stars zur 60. Jubiläumsausgabe

Hollywoodstar Dustin Hoffman wurde bereits zu Beginn des 60. Internationalen Filmfestivals von Karlsbad (Karlovy Vary) mit dem Kristallglobus ausgezeichnet. Hoffman und seine Frau Lisa posieren bei ihrer Ankunft zur Eröffnung des Filmfestivals auf dem roten Teppich.
Foto: Michal Cizek/AFP via Getty Images
Verantwortung für das eigene Handeln und für die Geschichte
Krisen, Geld und prekäre Familienverhältnisse

11. Juli 2026: Die Schweizer Schauspielerin und Autorin Anna Schinz posiert bei der Abschlusszeremonie des 60. Internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary in Tschechien mit dem Preis als beste Schauspielerin für ihren Film „A Happy Family“.
Foto: Michal Cizek/AFP via Getty Images
Feierstimmung auf die Straße verlagert
Der Freund
ein sanft gewiegtes Kind,
kennt nicht des Lebens Tiefe,
vor süßen Träumen blind.
zu wildem Tanz und Fest,
wen hoch auf dunklen Straßen
die falsche Welt verläßt:
durch Nacht und Klippen hin
lernt er das Steuer führen
mit sichrem ernsten Sinn.
erprobt zu Luft und Pein,
der glaubt an Gott und Sterne,
der soll mein Schiffmann sein!
Albrecht Dürer

Selbstbildnis im Pelzrock, 1500, von Albrecht Dürer. Öl auf Lindenholz, 67,1 × 48,9 cm. Alte Pinakothek, München.
Foto: gemeinfrei
Leonardo da Vinci

„Porträt eines Mannes in roter Kreide“, 1517–1518, von Leonardo da Vinci. Rote Kreide auf Papier, 33,3 × 21,6 cm. Königliche Bibliothek Turin, Italien.
Foto: gemeinfrei
Catharina van Hemessen

Selbstporträt an der Staffelei, 1548, von Catharina van Hemessen. Öl auf Eichenholz, 32,4 × 25,2 cm. Kunstmuseum Basel, Schweiz.
Foto: gemeinfrei
Sofonisba Anguissola

Selbstporträt an der Staffelei, 1556, von Sofonisba Anguissola. Öl auf Leinwand, 66 × 57 cm. Schloss Łańcut, Polen.
Foto: gemeinfrei
Rembrandt van Rijn

Selbstporträt, 1660, von Rembrandt. Öl auf Leinwand, 114,3 × 94 cm. Kenwood House, London.
Foto: gemeinfrei
Sir Godfrey Kneller

Selbstporträt, 1685, von Godfrey Kneller. Öl auf Leinwand, 75,5 × 62,9 cm. National Gallery, London.
Foto: gemeinfrei
Marie-Gabrielle Capet

Selbstporträt, um 1783, von Marie-Gabrielle Capet. Öl auf Leinwand, 77,5 × 59,5 cm. National Museum of Western Art, Tokio.
Foto: gemeinfrei
Joseph Ducreux

Selbstporträt, um 1790, von Joseph Ducreux. Öl auf Leinwand, 91 × 73 cm.
Foto: gemeinfrei

„Selbstporträt als Spötter“, um 1793, von Joseph Ducreux. Öl auf Leinwand, 91 × 72 cm. Louvre, Paris.
Foto: gemeinfrei
Charles Willson Peale

Der Künstler in seinem Museum, 1822, von Charles Willson Peale. Öl auf Leinwand, 263,5 × 202,9 cm. Philadelphia Museum of Art.
Foto: gemeinfrei
Selbstreflexion
Beobachten Sie, wie Sie mit der Welt interagieren

„Ciceros Rede gegen Catilina“ von Cesare Maccari, 1889. Das Fresko zeigt den römischen Senator Cicero, wie er im römischen Senat Catilinas Verschwörung zum Sturz der Republik anprangert.
Foto: gemeinfrei
Wahre Freunde sind ein Spiegel unserer selbst

„Aristoteles unterrichtet Alexander den Großen“, Stich von Charles Laplante aus dem Jahr 1866.
Foto: gemeinfrei
Sonett 18
Er ist wie du so lieblich nicht und lind;
Nach kurzer Dauer muß sein Glanz verbleichen,
Und selbst in Maienknospen tobt der Wind.
Oft ist verdunkelt seine goldne Bahn,
Denn alle Schönheit blüht und schwindet wieder,
Ist wechselndem Geschicke untertan.
Nie fliehn die Schönheit, die dir eigen ist,
Nie kann der Tod Macht über dich gewinnen,
Solange Menschen atmen, Augen sehn,
Lebt mein Gesang und schützt dich vor Vergehn!
Wenn sterbende Sterne wiedergeboren werden
Die Erde, fein abgestimmt auf das Leben

Die Erdatmosphäre, das Magnetfeld und das reichliche Vorkommen von flüssigem Wasser sorgen gemeinsam dafür, dass der Planet Leben ermöglicht.
Foto: NASA
Der Soundtrack des Universums
Der Herzschlag der Erde
Nein, der Mond ist nicht grau

Der Mond, geheimnisvoller Erd-Trabant.
Foto: voraorn/iStock
Die Neigung der Erdachse verursacht die Jahreszeiten
Das Geheimnis der unsterblichen Qualle

Bei ungünstigen Bedingungen oder Stress kann die adulte Turritopsis dohrnii ihre adulten Zellen wieder in Jugendzellen umwandeln. Dieser Prozess, die sogenannte Transdifferenzierung, ermöglicht es der Qualle, ihren Lebenszyklus neu zu beginnen.
Foto: Bachware , CC BY-SA 4.0
Das Wunder der Kolibris
Hörst du die Bäume flüstern?

Unterirdische Pilznetzwerke verbinden Bäume und ermöglichen ihnen den Austausch von Nährstoffen und chemischen Signalen.
Foto: audioundwerbung/iStock
Licht lässt Blumen blühen
Oktopusse sind wie Außerirdische

Oktopusse können die Farbe und Beschaffenheit ihrer Haut verändern, um sich ihrer Umgebung anzupassen.
Foto: IlyaAMT/iStock
Fotosynthese verwandelt Licht in Energie
Bäume, zahlreicher als Sterne in der Galaxy
Das ältestes Restaurant ist über 300 Jahre alt

3. März 2014: Das „Sobrino de Botín“ (Calle de los Cuchilleros, 17), das älteste Restaurant der Welt (1725), wurde von dem Franzosen Jean Botín gegründet. Ernest Hemingway besuchte das „Botín“ auf seinen Reisen nach Spanien häufig.
Foto: znm/iStock
Wie David gegen Goliath
Babys sind ein wahres Wunder

Babys kommen mit 300 Knochen zur Welt, Erwachsene hingegen haben nur 206. Viele der zusätzlichen Knochen bestehen aus Knorpel, um die Geburt zu erleichtern. Später verschmelzen sie zu den 206 Knochen eines Erwachsenen.
Foto: Irina Gutyryak/iStock
Die Organisation des menschlichen Körpers
Gehirne sind besser als Technologie?
Ihre DNA erstreckt sich über Galaxien hinweg
Die Heilkraft von Musik

Detail aus Johann Sebastian Bachs Manuskript mit dem zweiten Satz „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3.
Foto: Gemeinfrei
Gute Beziehungen bringen Gesundheit und Glück

Starke soziale Beziehungen stehen in einem nachweislichen Zusammenhang mit besserer körperlicher Gesundheit und höherer Lebenserwartung.
Foto: Jacob Wackerhausen/iStock
Unsere Herzen können sich synchronisieren
Was denken Sie über Nahtoderfahrungen (NTE)?

Nahtoderfahrungen geben einen Einblick in eine weitere Dimension des Mysteriums von Leben und Tod.
Foto: bestdesigns/iStock
Ehrfurcht liegt in unserer Reichweite
„People experience awe two to three times a week, that’s once every couple of days. They find the extraordinary in the ordinary: a friend’s generosity to a homeless person in the streets; the scent of a flower; looking at a leafy tree’s play of light and shadow on a sidewalk; hearing a song that transported them back to a first love … Everyday awe.“
Ehrfurcht zu fühlen macht uns glücklicher
Für Viele
unscheinbar verstreut;
möcht‘ ich immer mehr des inne werden;
wieviel Schönheit, die den Taglärm scheut,
in bescheidnen alt und jungen Herzen!
Ist es auch ein Duft von Blumen nur,
macht es holder doch der Erde Flur,
wie ein Lächeln unter vielen Schmerzen.

Feuerwehrfahrzeuge aus dem 19. Jahrhundert, ausgestellt im „Hall of Flame Museum of Firefighting“ in Phoenix.
Foto: Scotwriter21, Eigenes Werk | CC BY-SA 4.0

Eine aufwendig verzierte Vorderladerpistole mit elfenbeinfarbenem Griff aus dem 18. Jahrhundert, die in Lìege, Belgien, hergestellt wurde.
Foto: stitched photography/iStock
Was uns verloren gegangen ist

Heutige Straßenlaternen sind ausschließlich auf ihre Funktion ausgelegt, nicht auf Ästhetik.
Foto: Christopher Snape/iStock

Gebäude aus verschiedenen Epochen in der Innenstadt von Prag verdeutlichen die starken Veränderungen in der Architektur im Laufe der Jahre.
Foto: prill/iStock

Selbst das Automobildesign ist mittlerweile weitgehend funktionaler und weniger auf Ästhetik ausgerichtet.
Foto: Joe Morris/iStock
Die Wiederbelebung bewusster Handwerkskunst

Hochwertige Handwerkskunst kann zwar etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber dafür schafft sie wunderschöne Produkte.
Foto: Mehtap Orgun/iStock
In Kürze:
- Der italienische Bildhauer Antonio Canova galt im 18. Jahrhundert wegen seines großen Talentes als „moderner Phidias“.
- Vor allem seine Skulptur „Theseus und der Minotaur“, angelehnt an einen griechischen Mythos, machte Canova berühmt.

Selbstportrait von Antonio Canova aus dem Jahr 1790.
Foto: gemeinfrei
Eine Tragödie in Stein gehauen

Die Skulptur „Daedalus und Ikarus“ im Museo Correr, dem städtischen Museum von Venedig.
Foto: gemeinfrei

Das Gemälde „Der Sturz des Ikarus“ von Jacob Peter Gowy aus dem Jahr 1636.
Foto: gemeinfrei
Unsterblicher Ruhm und ein Minotaur

Die künstlerische Darstellung von 1861 zeigt den athenischen Prinzen Theseus im Labyrinth mit dem Minotaur.
Foto: gemeinfrei

Die Skulptur „Theseus und der Minotaur“ von Antonio Canova (1757–1822) aus dem Jahr 1782 im britischen Victoria and Albert Museum.
Programm und kultureller Hintergrund von Shen Yun

Drehbuchautor Peter Campbell bei Shen Yun im Four Seasons Centre for the Performing Arts in Toronto. Daniella Wollensak/The Epoch Times
Erfahrung des Publikums und persönliche Geschichte einer Falun-Gong-Praktizierenden

Nancy Zhang ist Moderatorin eines der insgesamt acht Shen-Yun-Ensembles und weiß, was Verfolgung in einem kommunistischen Land wie China bedeutet.
Foto: Frederico Vidovix/The Epoch Times
Internationale Einflussnahme und politische Reaktionen auf Shen Yun

Die Podcasterin Tammy Peterson sah Shen Yun im Four Seasons Center for the Performing Arts in Toronto, Kanada.
Foto: Allen Zhou/The Epoch Times
Abschluss der Aufführung und Reaktionen auf Shen Yun
Der Tulpenbaum
All seine Blumen aufgemacht,
Die weißen Sterne leuchten weit
In ihrer keuschen Herrlichkeit.
Was Liebes sie dem Tag vermacht,
Damit von ihrem Märchenglanz
Ein Schimmer leb in seinem Kranz.
Bedarf der fremden Sterne nicht,
Und bald entblättert, schnell und sacht,
Das liebliche Geschenk der Nacht.
„It is not our part to master all the tides of the world, but to do what is in us for the succour of those years wherein we are set, uprooting evil in the fields that we know so that those who come after may have clean earth to till.“
Diese wunderschönen Zeilen aus J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ geben uns sowohl Hoffnung als auch Orientierung in schweren Zeiten. Es ist leicht, sich von dem Bösen in der Welt überwältigen zu lassen, von den Problemen der Welt verwirrt und bedrängt zu werden.

Wer Einfluss auf sein Umfeld nehmen möchte, sollte in seiner eigenen Nachbarschaft beginnen.
Foto: Liudmila Chernetska/iStock
Eine bewusste Anstrengung
Vielleicht ist die Zeit gekommen, sich wieder dem eigenen Umfeld zu widmen, statt den nationalen und internationalen Schauplätzen. „Normale Menschen wollen Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen“, schreibt Dale Ahlquist in der Einleitung zu seinem Buch „Localism“ aus dem Jahr 2024, „doch sie fühlen sich zunehmend frustriert und entfremdet, weil alles außerhalb ihrer Kontrolle liegt und sie nicht einmal wissen, wer die Kontrolle ausübt. … Lokalismus bedeutet, bei den Dingen mitreden zu können, die das eigene Leben betreffen.“
„Normal people want to take responsibility for their own lives, and they are increasingly frustrated and alienated by the fact that everything is out of their control and they cannot really say who is in control. …Localism means having a say in what happens to you.“
Unser größter Einflussbereich liegt vor unserer Haustür. Dort wirken sich Entscheidungen am unmittelbarsten auf uns und unsere Familien aus. Die wahre Gestaltungskraft gewöhnlicher Menschen entfaltet sich in ihrer Gemeinde, ihrer Nachbarschaft und ihrem direkten Umfeld. Ob sie davon Gebrauch machen, liegt bei ihnen selbst.
Die „Unbesiegbaren“
„It often happens in history that things intensely small and local, or even backward and barbaric, defend themselves with great success against empires and combines, simply because they are too remote to have been overawed by mere cosmopolitan rumour and reputation. There are some fortunate communities that are too ignorant to be bullied, too superstitious to be frightened, too poor to be bribed, and too small to be destroyed. It is probably in these minute and secret places that the seed of civilization will be preserved for future ages, through the blundering anarchy of big things which seems to be coming upon us.“

Ehrenamtliches Engagement auf Gemeindeebene steht in Zusammenhang mit einem verbesserten sozialen Zusammenhalt und messbaren Vorteilen für die öffentliche Gesundheit und das Wohlbefinden.
Foto: nortonrsx/iStock
Wie sieht Lokalismus in der Praxis aus?
„By localism, we mean an economy and a political system based on the family.“
„If we begin with the dignity of providing for and protecting and loving our own families, the next natural step is to treat our neighbors with the same respect and charity so that their families can enjoy what we enjoy.“
Das Dorf braucht Dorfbewohner

Leere Gasse in Stolberg im Harz, 2024.
Foto: ChrisRinckes/iStock
„[Localism] means keeping your dollars in your community, buying from your neighbor, and thereby supporting your neighbor. It means owning your own piece of the community. It means being your own boss.“

Zusammen statt allein: vier ältere Frauen in einem italienischen Dorf.
Foto: angeluisma/iStock
Örtliche Gemeinschaften und Kultur im Mittelpunkt

Der persönliche Kontakt ist nach wie vor einer der stärksten Indikatoren für Vertrauen in der Gemeinschaft und bürgerschaftliches Engagement.
Foto: monkeybusinessimages/iStock
Selbstvertrauen
Wenn du den Kopf bewahrst, da rings die Massen
Längst kopflos sind und geben Dir die Schuld,
Dir treu sein kannst, wenn alle Dich verlassen,
Und siehst ihr Zweifeln dennoch mit Geduld;
If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you,
If you can trust yourself when all men doubt you,
But make allowance for their doubting too;

Eines der zentralen Themen Kiplings ist emotionale Stabilität – die Fähigkeit, gelassen und prinzipientreu zu bleiben, selbst wenn andere es nicht tun.
Foto: demaerre/iStock
Das Überwinden der Gefallsucht
Kannst warten du und langes Warten tragen,
Läßt dich mit Lügnern nie auf Lügen ein,
Kannst du dem Hasser deinen Hass versagen
Und doch dem Unrecht unversöhnlich sein –
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don’t deal in lies,
Or being hated, don’t give way to hating,
And yet don’t look too good, nor talk too wise:
Ziele setzen und Rückschlägen ins Auge sehen
Wenn du kannst träumen, doch kein Träumer werden,
Nachdenken und gleichwohl kein Grübler sein;
Wenn dich Triumph und Sturz nicht mehr gefährden,
Weil beide du als Schwindler kennst, als Schein;
If you can dream — and not make dreams your master,
If you can think — and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two impostors just the same;

Viktorianische Ideale von Disziplin, Pflicht und Entschlossenheit prägen das Männlichkeitsbild bis heute.
Foto: Miljan Živković/iStock
Beharrlichkeit und Mut
Kannst du die Wahrheit sehn, die du gesprochen,
Verdreht zum Köder für den Pöbelhauf,
Siehst du als Greis dein Lebenswerk zerbrochen
Und baust mit letzter Kraft es wieder auf –
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build ’em up with worn-out tools:
Wenn du auf EINES Loses Wurf kannst wagen
die Summe dessen, was du je gewannst,
es ganz verlieren und nicht darum klagen,
nur wortlos ganz von vorn beginnen kannst;
If you can make one heap of all your winnings
And risk it on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
Wenn du, ob Herz und Sehne längst erkaltet,
Sie doch zu deinem Dienst zu zwingen weißt
Und durchhältst, auch wenn nichts mehr in dir waltet
Als nur dein Wille, der „Durchhalten!“ heißt –
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: „Hold on!“

Teilzeitarbeit und Haushaltsverantwortung sind wichtige Möglichkeiten für Jungen, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit zu entwickeln.
Foto: klingsup/iStock
Tugend und Identität
Kannst du zum Volke ohne Plumpheit sprechen,
Und im Verkehr mit Großen bleibst du schlicht;
Läßt du dich nicht von Freund noch Feind bestechen,
Schätzt du den Menschen, überschätzt ihn nicht;
If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with Kings—nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you,
If all men count with you, but none too much;

Ein charakterstarker Mann identifiziert sich weder übermäßig mit seinen Erfolgen noch mit seinen Misserfolgen.
Foto: PeopleImages/iStock
Füllst jede unerbittliche Minute
Mit sechzig sinnvollen Sekunden an:
Dein ist die Erde dann mit allem Gute,
Und was noch mehr, mein Sohn: Du bist ein Mann!
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds’ worth of distance run,
Yours is the Earth and everything that’s in it,
And—which is more—you’ll be a Man, my son!
Der Hügel
der sich ans Herz der Sonne legt,
indes des Winds gehalt’ner Flügel
des Gipfels Gräser leicht bewegt.
von wilden Bienen singt die Luft
und aus der warmen Erde hebt sich
ein süßer hingeb’ner Duft.

„Selbstporträt“, 1660, von Rembrandt, Kenwood House, London.
Foto: gemeinfrei
Ein Blick in die Geschichte
Vom Schulabbrecher zum Magier

Eine der vier Szenen aus Rembrandts „Die fünf Sinne“.
Foto: gemeinfrei

„Grablegung Christi“, um 1633.
Foto: gemeinfrei
Wie „Die Nachtwache“ entstand

„Die Nachtwache“, 1642, Rembrandt van Rijn. Rijksmuseum in Amsterdam, Niederlande.
Foto: gemeinfrei
Ein mysteriöses Rätsel
Ein universelles Muster

Ein Symbol der Harmonie: die 10-Punkte-Tetraktys, die auf Pythagoras zurückgehen soll.
Foto: Gemeinfrei
Die Zehn in der Religion
Vollendung ohne Beständigkeit

Nadia Comăneci schrieb 1976 Olympiageschichte.
Foto: gemeinfrei














































