
US-Kriegsminister Pete Hegseth (l) unterhält sich mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Ahn Gyu-back (r) und dem japanischen Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi in Singapur am 30. Mai 2026.
Foto: Mohd Rasfan/AFP via Getty Images

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Auf einer großen Fachkonferenz der American Physiological Society haben Wissenschaftler überraschende Erkenntnisse vorgestellt. Auch wenn die meisten Experimente bisher an Tieren durchgeführt wurden, werfen sie ein völlig neues Licht auf die tägliche Arbeit unserer Nieren.
Wenn wir richtig Lust auf Salziges haben, schieben wir das meistens auf das Gehirn. Doch Forscher um den Wissenschaftler Babatunde Anidu haben herausgefunden, dass die Nieren dabei ein kräftiges Wörtchen mitreden.
Die Nieren messen rund um die Uhr, wie viel Salz und Wasser sich im Körper befinden. Über eine direkte Nervenleitung schicken sie diese Informationen wie ein heißer Draht ans Gehirn. In Versuchen mit Ratten zeigte sich: Wurde diese Nervenverbindung gekappt, verloren die Tiere nach einer salzarmen Phase das Verlangen nach Salzwasser. Das zeigt: Die Nieren sind also nicht nur emotionale Beobachter, sondern steuern unser Essverhalten aktiv mit.
Dass zu viel Salz den Nieren schadet, ist bekannt. Eine weitere auf der Konferenz präsentierte Untersuchung an Ratten mit Neigung zu Bluthochdruck bringt jedoch einen weiteren Faktor ins Spiel: die Uhrzeit.
Ratten, die ihr Futter nur innerhalb eines festen täglichen Zeitfensters fressen durften (Intervallfasten), wiesen deutlich weniger Entzündungen in den Nieren auf als Tiere, die rund um die Uhr snacken konnten. Der Grund: Das zeitweilige Fasten hilft dem Körper, den Blutdruck nachts natürlich abzusenken und Salz besser auszuscheiden. Die Nieren entlasten sich dadurch gewissermaßen von selbst.
Dass Bewegung gut für Herz und Muskeln ist, weiß jeder. Doch Sport hilft den Nieren auch dabei, sich nach Verletzungen oder Durchblutungsstörungen schneller zu erholen.
In einer Untersuchung von Forscherin Sophia Sears erholten sich Mäuse, die sich regelmäßig im Laufrad bewegten, nach einer Nierenverletzung deutlich schneller. Bereits nach drei Tagen waren ihre Nierenwerte wieder nahezu normal – ganz im Gegensatz zu den inaktiven Tieren. Regelmäßiger Sport verbessert offenbar die Durchblutung der Nieren in Ruhephasen und sorgt dafür, dass körpereigene Aufräum- und Heilungszellen im Gewebe aktiv werden.
Das Immunsystem wird bei Bluthochdruck oft als Entzündungstreiber gesehen. Der Nierenforscher Josselin Nespoux hat jedoch gezeigt, dass bestimmte weiße Blutkörperchen genau das Gegenteil bewirken.
Als die Wissenschaftler diese speziellen Abwehrzellen bei Mäusen entfernten, stieg deren Blutdruck bei salzreicher Ernährung plötzlich noch stärker an. Normalerweise helfen die Zellen den Nieren dabei, Gefäße zu entspannen und überschüssiges Salz auszuscheiden. Das Immunsystem arbeitet bei Bluthochdruck also keineswegs nur gegen uns: Manche Abwehrzellen dienen als körpereigener Schutzschild.
Auch wenn diese Erkenntnisse erst noch beim Menschen bestätigt werden müssen, liefern sie spannende Impulse. Wer seinen Nieren etwas Gutes tun möchte, sollte also nicht nur auf den Salzstreuer achten, sondern auch auf regelmäßige Bewegung und ausreichende Essenspausen.
Mit Material von theepochtimes.com.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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