Der Bestsellerautor und Journalist Alexander Teske war selbst als Kind in einer DDR-Wochenkrippe. - Foto: privat, Stensbjerg; Montage: Epoch Times
In der DDR wurden Millionen Kinder kurz nach der Geburt in Krippen zur Tagesbetreuung gegeben. In sogenannten Wochenkrippen und -heimen waren Kleinkinder von Montag bis Freitag untergebracht, um den Müttern eine Berufstätigkeit im sozialistischen Staat zu ermöglichen. Epoch Times sprach mit dem Bestsellerautor und Journalisten Alexander Teske, der selbst in einer solchen Einrichtung untergebracht war, über sein neues Buch „Die Wochenkinder: Frühe Trennung, späte Folgen”.
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Manche Stimmen, so schreiben Sie selbst in Ihrem Buch, wollten Sie davon abhalten. Warum haben Sie es trotzdem geschrieben?
Dieses Thema ist mir ein absolutes Herzensanliegen. Natürlich glaube ich nicht, dass alles Unglück in meinem Leben auf die DDR-Wochenkrippe zurückzuführen ist. Aber natürlich hat sie uns geprägt. Im Laufe der Zeit habe ich sehr viele andere Wochenkinder kennengelernt und gemerkt, wie schwer traumatisiert sie teilweise sind und dass sie nicht gehört werden. Mit dem Buch wollte ich ihnen eine Stimme geben.
Ich möchte, dass sich die Menschen mit den Lebensgeschichten auseinandersetzen. Therapeuten sollen davon erfahren, denn viele Betroffene waren zum Beispiel 20 Jahre in Therapie, ohne dass das Thema je angesprochen wurde, weil der Therapeut es nicht kannte. Ich möchte auch erreichen, dass Gelder für die Forschung in diesem Bereich bereitgestellt werden. Das gibt es eben auch nur, wenn ein Thema gesellschaftlich relevant ist. Außerdem wollte ich, dass das Thema in den Medien breit diskutiert wird, damit das Verständnis füreinander wächst – auch zwischen Ost und West. Denn es gibt noch sehr viel Unverständnis füreinander.
Studien zeigten früh die Nachteile. Warum hielten die Entscheidungsträger trotzdem am System fest?
Es gab damals recht schnell Studien zum Zustand der Kinder in Wochenkrippen. Sie zeigten, dass Kinder dort nicht gut aufgehoben waren. Im Vergleich zu Tageskrippen und noch mehr im Vergleich zu Kindern, die zu Hause aufwuchsen, entwickelten sie sich motorisch und verbal schlechter. Zudem waren die Kinder viel häufiger krank.
Ich erkläre mir das zum einen mit einer wirtschaftlichen Notwendigkeit. Die sowjetisch besetzte Zone, später DDR, war viel stärker von Reparationen betroffen als die Westzonen. Millionen gut ausgebildeter Menschen wanderten daraufhin nach Westdeutschland aus – bis zum Mauerbau. Die DDR wollte das ökonomisch auffangen, indem sie die Arbeitskraft der Frauen nutzte. Dies wurde als Gleichberechtigung dargestellt. In Wirklichkeit mussten sich die Frauen zusätzlich um die Hausarbeit und die Kindererziehung kümmern und besetzten trotzdem keine Entscheiderpositionen. Schließlich arbeiteten 90 Prozent der Frauen in der DDR.
Daher mussten Betreuungsplätze geschaffen werden. Anfangs schaffte es die DDR jedoch nicht, allen einen Tageskrippenplatz anzubieten. Wochenkrippen sollten dies ausgleichen und dienten der Kinderbetreuung für Schichtarbeiterinnen, aber auch für die privilegierte Führungsschicht aus Partei- und Staatsfunktionären sowie für Kulturschaffende. Sie sollten sich auf den Aufbau des Sozialismus konzentrieren können, ohne sich um die Kindererziehung kümmern zu müssen.
Es gab auch sehr kritische Stimmen innerhalb der DDR. So schlugen DDR-Forscherinnen Alarm. Sie wurden jedoch mundtot gemacht. Ihre Studien verschwanden in der Schublade und ihnen wurde mit einem Karriereende gedroht. Dann fügten sie sich.
Zum anderen gab es natürlich auch ideologische Gründe. Das kann man bei Karl Marx und den Vordenkern des Sozialismus nachlesen. Die Familie galt als bürgerliche Keimzelle, die es zu überwinden und zu zerschlagen galt. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, war, die Kinder in Institutionen zu geben, sie dort fremdbetreuen zu lassen und auch ideologisch zu beeinflussen. Das begann in der Wochenkrippe und setzte sich in Sportinternaten bis hin zu perfiden Einrichtungen wie dem Jugendwerkhof fort.
Wie muss man sich einen typischen Tagesablauf in einer Wochenkrippe vorstellen?
Es gab strenge Pläne des Gesundheitsministeriums, später dann des Bildungsministeriums. Die Pläne wurden sklavisch eingehalten. Um 6 Uhr wurden die Kinder geweckt, um 06:20 Uhr gefüttert und um 06:40 Uhr gewickelt. Danach ging es in das Laufgitter. Den Erzieherinnen blieb nur wenig Zeit, um sich um die Kinder zu kümmern, eine individuelle Betreuung war nicht möglich. Zunächst kümmerte man sich um die Kinder, die am lautesten waren.
Es war praktisch Akkordarbeit. Wenn ein Kind in die Hose machte, musste es warten, bis wieder Wickelzeit war. Wenn es Hunger hatte, musste es warten, bis es etwas zu essen gab. Und umgekehrt: Wenn ein Kind noch keinen Hunger hatte, musste es trotzdem essen.
Offiziell war der Betreuungsschlüssel eins zu vier, also vier Säuglinge auf eine Betreuerin. Aus den Akten wissen wir jedoch, dass dieser Betreuungsschlüssel häufig nicht eingehalten werden konnte. Die Einrichtungen waren überbelegt, da es zu wenige Plätze und zu viele Kinder gab. Auf dem Papier sollte jedes Kind nur eine Bezugsperson haben, doch 90 Prozent der Kinder hatten ständig wechselnde Bezugspersonen.
In den DDR-Wochenkrippen herrschte ein strenger Ablauf. Eine individuelle Betreuung gab es nicht.
Foto: BVG Archiv
Welche konkreten Nachwirkungen zeigen sich bei den Betroffenen aufgrund der Zeit in der Wochenkrippe?
Dazu gibt es nur eine einzige Studie der Universität Rostock. Diese hat ergeben, dass 92 Prozent der Betroffenen mindestens eine psychische Diagnose im Laufe ihres Lebens hatten – also etwa doppelt so viele wie in der Normalbevölkerung.
Ehemalige Wochenkinder gehören überproportional oft zu den Menschen mit unsicherer Bindung. Sie haben doppelt so häufig Probleme, langfristige, gesunde Beziehungen zu führen. Einige von ihnen haben vier oder mehr psychische Diagnosen im Laufe ihres Lebens, darunter schwere Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen und Angststörungen. Vieles blieb jedoch im Dunkeln. Denn an dieser Studie haben nur Betroffene teilgenommen, die sich freiwillig gemeldet haben.
Viele Betroffene haben ein sehr normales Leben geführt und waren durchaus leistungsbereit. Deshalb hört man oft den Spruch: „Aus euch ist ja was geworden, es hat euch nicht geschadet.“ Doch nach 50 oder 60 Lebensjahren holt die eigene Biografie diese Menschen dann ein und die damaligen Erlebnisse beschäftigen sie stark. Dann versuchen sie, mit ihren Eltern, soweit das noch möglich ist, darüber ins Gespräch zu kommen, und sie fragen sich auch: Was habe ich möglicherweise an meine eigenen Kinder weitergegeben?
Sowohl im Nationalsozialismus als auch im Sozialismus wurde das Kind primär als künftiges Werkzeug des Staates und nicht als eigenständiges Subjekt betrachtet. Sehen Sie dadurch Nachwirkungen in unserer Gesellschaft?
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Töpfchendebatte von Herrn Pfeiffer. Der Kriminologe Christian Pfeiffer hatte in den 1990er-Jahren behauptet, im Osten seien viele rechtsradikal, weil sie alle zur gleichen Zeit kollektiv aufs Töpfchen hätten gehen müssen. Das war natürlich stark verkürzt und hat viel kaputtgemacht, weil es in dieser Einfachheit schlichtweg falsch ist. Aber ein Körnchen Wahrheit ist natürlich dran, denn das Aufwachsen in einer Diktatur hat uns geprägt und ist nicht spurlos an uns vorübergegangen.
Darum gibt es im Osten starke Abwehrreflexe gegen Kritik und Aufarbeitung. Dann heißt es schnell: „Jetzt willst du die DDR wieder schlechtmachen.“ Das ist überhaupt nicht mein Anliegen. Wir sollten einfach darüber sprechen und das Verständnis füreinander erhöhen.
Im Westen gibt es ein großes Unverständnis, wenn man in den Osten schaut, beispielsweise über die aktuellen Wahlergebnisse. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir nicht in einer Demokratie aufgewachsen sind. Das Familienbild war ein anderes, die Kirchen hatten weniger Einfluss und vieles mehr. Ein Mosaiksteinchen ist dabei auch die Kinderbetreuung und das dabei vermittelte Bild. Die DDR wollte Menschen, die funktionieren. Das Kollektiv stand über dem Individuum. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen.
Wie erklären Sie sich den unterschiedlichen Blick auf die Wochenkrippen bei Menschen mit Ostbiografie?
Das hängt natürlich immer damit zusammen, wie sehr man sich mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Habe ich Therapieerfahrung? Wie sehr bin ich bereit, mein Leben aufzuarbeiten? Ich war ja auch bei prominenten Wochenkindern, zum Beispiel bei dem Schauspieler Jan Josef Liefers. Er nennt es, in die „Dreckecken seiner Seele“ zu schauen.
Oder bin ich eher der Typ „Verdrängung“? Ich möchte auch niemandem ein Trauma einreden. Das gleiche Erlebnis prägt Kinder unterschiedlich. Manche hatten wenigstens am Wochenende ein liebevolles Umfeld zu Hause, andere nicht. Letztere waren in der Krippe vielleicht sogar besser aufgehoben. Für die meisten Kinder wäre es aber natürlich besser gewesen, wenn sie zu Hause aufgewachsen wären.
Die Abwehrreflexe hängen vermutlich damit zusammen, wie nah ich dem SED-System gestanden habe, ob ich beispielsweise selbst Erzieherin war und jetzt meine Lebensleistung angegriffen sehe. Auch Mütter von damals fühlen sich natürlich angegriffen. Wenn ich mein Kind früh in die Krippe gegeben habe, neige ich natürlich dazu, zu sagen: „Es ging nicht anders, das war normal, das haben alle gemacht.“
Denn es ist sehr schmerzhaft, sich Fehler einzugestehen. Ich wünsche allen, dass sie darüber ins Gespräch kommen können, ohne sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Leider ist es so, dass man bestimmte Dinge nicht wiedergutmachen kann. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist häufig zerbrochen. Es fehlt das liebevolle, herzliche Verhältnis.
Gibt es nach dem Prozess der Aufarbeitung und Auseinandersetzung etwas Wertvolles, für das Sie dankbar sind?
Es gibt den bekannten Spruch: „Was dich nicht umbringt, macht dich stark.“ Tatsächlich kann das Aufwachsen in einer Diktatur einen natürlich auch sehr stark und sehr resilient machen. Es hat mich dazu angeregt, über verschiedene Dinge intensiv nachzudenken und natürlich dankbar zu sein für das, was funktioniert. Ich bin sehr dankbar, dass es mir trotz allem gelungen ist, ein relativ glückliches Leben zu führen. Und ich wünsche allen Betroffenen, dass ihnen das auch gelingt.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Interview führte Erik Rusch.
Foto: Langen Müller Verlag, Canva; Montage: Epoch Times
Für Pisa 2025 wurden 6.700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren getestet. (Symbolbild) - Foto: picture alliance / dpa
Trotz schwacher Testergebnisse vieler Schüler sehen OECD-Forscher Fortschritte im deutschen Bildungssystem und in einigen Punkten sogar Spitzenpositionen im internationalen Vergleich. Dies geht aus dem Bericht „Bildung auf einen Blick 2026“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervor.
Zum Beispiel sei der Anteil von 34 Prozent Uni-Abschlüssen in sogenannten Mint-Fächern wie Mathematik und Naturwissenschaften der höchste im OECD-Vergleich, heißt es in der Studie.
Inzwischen erreichen 41 Prozent der jungen Leute in Deutschland einen Hochschul- oder einen höheren beruflichen Abschluss – 11 Prozentpunkte mehr als vor zehn Jahren. 96 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen besuchen Kindergärten – im Vergleich zu 90 Prozent im OECD-Durchschnitt.
„Gut vorangekommen“
„Da kann man eben sehen, dass wir in Deutschland in vielen Bereichen gut vorangekommen sind“, sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) in Berlin. Zugleich wies sie auf die zuletzt historisch schwachen Ergebnisse deutscher Schüler in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in der Vergleichsstudie Pisa hin.
Deutschland gebe im OECD-Vergleich pro Schüler viel Geld für Bildung aus. „Aber wir sind nicht effektiv.“ Aus ihrer Sicht muss die Qualität des Unterrichts sich verbessern. Auch in den Kitas müssen Kinder nach Priens Worten stärker an Bildung herangeführt werden.
Die neue OECD-Studie hat als Schwerpunkt den Lehrkräftemangel, der viele Länder betrifft. In Deutschland lägen vergleichsweise wenige Daten vor, sagte OECD-Bildungsforscher Andreas Schleicher.
Zwei Zahlen stechen heraus: 55 Prozent der Kinder und Jugendlichen besuchen Schulen, deren Leitung angibt, dass Lehrermangel den Lernerfolg schmälert. Und mit 18,6 Prozent ist der Anteil von Lehrkräften mit nicht passender oder nicht abgeschlossener Ausbildung vergleichsweise hoch.
Andererseits verließen viele ausgebildete Lehrkräfte den Beruf, sagte Schleicher. Fast die Hälfte von ihnen arbeite nicht in der Schule.
Der Bildungsforscher machte zwei konkrete Vorschläge: eine gezieltere Auswahl von Studenten für das Lehramtsstudium; und eine andere Organisation des Schulalltags, so dass Lehrer mehr Aufgaben wie Unterrichtsvorbereitung oder Hilfen für einzelne Schüler im Team in der Schule erledigen statt alleine zu Hause. (dpa/red)
Patricia Schlesinger (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE11:19 Uhr
Amazon stellt fürs Weihnachtsgeschäft 13.000 Saisonkräfte ein
Der Onlinehändler Amazon stellt in Deutschland 13.000 Saisonkräfte von Oktober bis Dezember ein. Das sind 1.000 mehr als im Vorjahr. Die Saisonkräfte verdienen laut Amazon 16,22 Euro brutto pro Stunde „und mehr“, an den Logistikstandorten im Schnitt 16,66 Euro. Dazu kämen Zuschläge, Mitarbeiterrabatte und subventionierte Verpflegungsmöglichkeiten. Organisiert werden die Lieferungen in bald 24 Logistikzentren, 9 Sortierzentren und mehr als 70 Verteilzentren.
Ein Sortierband mit Paketen in einem deutschen Amazon-Standort. (Archivbild)
Foto: Wolf von Dewitz/dpa
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HEUTE10:59 Uhr
Pflege: Städtetag warnt wegen steigender Eigenanteile vor Belastung der Kommunen
Der Deutsche Städtetag fordert eine Begrenzung der Eigenanteile für die stationäre Pflege in Heimen. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt zufolge tragen Kommunen bereits weit über fünf Milliarden Euro jährlich, weil Betroffene oder deren Angehörige die Kosten nicht stemmen können. De facto seien die Kommunen zu einer ‚Ersatz-Pflegeversicherung‘ geworden. Er plädiert für eine spürbare Begrenzung der Eigenanteile.
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HEUTE10:51 Uhr
Anklage gegen frühere RBB-Intendantin zugelassen
Das Landgericht Berlin hat die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft gegen die frühere Intendantin des „Rundfunks Berlin-Brandenburg“ Patricia Schlesinger wegen Untreue zugelassen. Der Prozess soll am 10. November beginnen. Angeklagt sind auch drei weitere ehemalige leitende RBB-Mitarbeiter. Vorwürfe betreffen Vergütungen, Zulagen und private Kosten. Alle bestreiten die Vorwürfe; es gilt die Unschuldsvermutung.
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HEUTE10:23 Uhr
Datenschutz: Google legt Beschwerde gegen EU-Anordnung ein
Google hat nach eigenen Angaben Rechtsmittel gegen eine Entscheidung der EU eingelegt, wonach der Konzern ab Januar 2027 seine Daten mit anderen Suchmaschinenbetreibern teilen und sein Betriebssystem Android für rivalisierende KI-Diensten öffnen muss. Google warnt vor Risiken für Privatsphäre und Sicherheit. Brüssel hofft, dass dadurch Alternativen zu Googles KI-Diensten wie Gemini entstehen könnten.
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HEUTE10:12 Uhr
Europäische Großrazzia wegen Handys
Wegen des Verdachts auf millionenfachen Betrug mit online verkauften Handys läuft eine europaweit angelegte Großrazzia mit rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern, darunter Deutschland. Verbrauchern in der EU entstand schätzungsweise ein Schaden von mindestens 300 Millionen Euro, wie die Europäische Staatsanwaltschaft in Luxemburg mitteilte.
Neue Regeln in der EU für auswärtige Online-Händler haben sich bereits auf die Geschäftszahlen des Fast-Fashion-Anbieters Shein ausgewirkt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 1,0 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar (17,7 Milliarden Euro); der Gewinn sackte um 50,4 Prozent auf 538 Millionen Dollar ab. In Europa fiel der Umsatz im zweiten Quartal von April bis Juni um 13,9 Prozent im Vorjahresvergleich auf fast 3,8 Milliarden Dollar. Die Aktie gab an der Hongkonger Börse um zeitweise rund 12 Prozent nach.
Im 6. Stock des LE BHV MARAIS präsentiert der SHEIN-Bereich am 1. August 2026 in Paris Damen-, Herren-, Kinder- und Plus-Size-Kollektionen.
Foto: Riccardo Milani/Hans Lucas/AFP via Getty Images
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HEUTE9:43 Uhr
Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro
Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der deutschen Haushalte 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 betrug das Wachstum 7,4 Prozent. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland „überwiegend spargetrieben“. Das Netto-Geldvermögen (Brutto ohne Schulden) lag pro Kopf bei 91.780 Euro. Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran sagt, dass reale Geldvermögen liege hierzulande lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau von 2019 – in Nordamerika waren es 21 Prozent, in China 70 Prozent.
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HEUTE9:17 Uhr
Präsident von Burkina Faso eröffnet erste Goldraffinerie des Landes
Burkina Faso, drittgrößter Produzent von Gold auf dem Kontinent, hat eine Raffinerie eröffnet, um das Edelmetall selbst weiterzuverarbeiten. Die Nationale Goldraffinerie wurde seit 2023 gebaut und kann im Jahr 164 Tonnen Gold verarbeiten. Ziel sind 515 Tonnen pro Jahr. Finanziert wurde der Bau laut Präsidentschaft vom Staat und heimischen privaten Investoren.
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HEUTE9:12 Uhr
Hurrikan „Polo“ trifft in Mexiko auf Land
Hurrikan „Polo“ traf mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde in der Nähe des Ortes Las Barrancas (Baja California) auf Land „Polo“ ist derzeit ein Hurrikan der Kategorie 2 von 5. Behörden warnten vor lebensbedrohlichen Winden, Sturzfluten und heftigen Regenfällen. Bisher kamen zwei Menschen ums Leben, drei werden vermisst.
Ein Angehöriger der mexikanischen Marine am 28. September 2026 in Puerto San Carlos im Bundesstaat Baja California Sur, Mexiko, in der Nähe eines überfluteten Gebiets, kurz vor dem Eintreffen des Hurrikans „Polo“.
Foto: Carl de Souza/AFP via Getty Images
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HEUTE8:52 Uhr
Betreuung: Zahl unter Dreijähriger sinkt zum dritten Mal in Folge
Wegen der sinkenden Geburtenzahlen ist die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertagesbetreuung das dritte Jahr in Folge gesunken. Zum 1. März dieses Jahres wurden 756.700 Kinder unter drei Jahren etwa in Kitas, Krippen oder bei Tagesmüttern betreut (-5,6). Die Betreuungsquote sank leicht auf 37,2 Prozent. Sie ist in Ostdeutschland einschließlich Berlin mit 53,5 Prozent nach wie vor deutlich höher als im Westen mit 34,1 Prozent.
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HEUTE8:42 Uhr
Fast 50 Tote bei Luftangriff auf Markt in Myanmar
Bei einem Luftangriff des myanmarischen Militärs auf einen Markt und eine Brücke im Bundesstaat Rakhine sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Fast 60 weitere wurden verletzt. Die Arakan Army und DVT TV machen das Militär verantwortlich, ein Kampfjet habe dreimal Bomben abgeworfen. Das Militär äußerte sich zunächst nicht; Menschenrechtler werfen den Streitkräften vor, gezielt Orte anzugreifen, die nicht in direktem Zusammenhang mit militärischen Operationen stehen.
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HEUTE8:23 Uhr
Öffentliche Schulden im 2. Quartal 2026 gestiegen
Die öffentliche Verschuldung stieg im 2. Quartal 2026 um 1,0 Prozent auf 2.753,5 Milliarden Euro. Bund, Länder und Kommunen verzeichneten Zuwächse; die Sozialversicherung sank leicht. Die Schulden des Bundes stiegen gegenüber dem Vorquartal um 20,5 Milliarden Euro (+1,1 Prozent) auf 1.907,1 Milliarden Euro. Das teilte Destatis mit.
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HEUTE8:15 Uhr
Niedrigwasser: Verkehrsminister kündigt weitere Ausnahmen für Lkw an
Verkehrsminister Steffen Bilger kündigt wegen niedriger Pegelstände weitere Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw an. Die meisten Ausnahmeregelungen sollten ursprünglich Ende September auslaufen. Das sei aber keine Dauerlösung; langfristig sei dafür zu sorgen, dass Wasserstraßen und Schifffahrt besser mit solchen Niedrigwasserlagen umgehen können.
Das Niedrigwasser des Rheins in Köln, September 2026.
Foto: Sascha Thelen/dpa
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HEUTE7:44 Uhr
Wirtschaftsweise Grimm fordert Umbau der Pflegeversicherung
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert die Streichung des Leistungszuschlages für die stationäre Pflege und des Entlastungsbetrags. Beide machten rund 15 Prozent der Ausgaben der Sozialen Pflegeversicherung aus. Die Schwellenwerte der Pflegegrade sollten angehoben werden. Mittelfristig sei ein Pflegevorsorgefonds II nötig, in den einzelne Geburtskohorten Zusatzbeiträge einzahlen.
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HEUTE7:39 Uhr
Organspende: Bundestagspräsidentin Klöckner will gegen Widerspruchslösung stimmen
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will gegen die Einführung der Widerspruchslösung stimmen: Sie sei für die Organspende, aber gegen die Einführung der Widerspruchslösung. Es sei ein Unterschied, proaktiv aus freien Stücken zuzustimmen oder ob der Staat festlege, man sei erstmal Organspender. Selbst Cookies müsse man proaktiv zustimmen – nur beim eigenen Körper nicht? Über die Reform könnte in einigen Wochen im Bundestag ohne Fraktionszwang als Gewissensentscheidung abgestimmt werden.
Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft
Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte ab heute 6 Uhr MESZ bis auf Weiteres gestoppt. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein, Molke sowie PS-starke Motorräder. US-Präsident Trump verteidigte die umstrittene Maßnahme mit Kanadas Gegenzöllen.
Kanada stellt sich auf kein schnelles Ende des Streits mit dem Nachbarn ein. (Symbolbild)
Foto: Dax Melmer/The Canadian Press/AP/dpa
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HEUTE7:07 Uhr
OpenAI entschuldigt sich nach Zugriff von KI-Agent auf australische Regierungswebsites
OpenAI bittet nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites um Entschuldigung. Laut Australiens Premierminister Anthony Albanese griff die KI auf vier öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu. Auch Services Australia, die Website für Sozialleistungen, aus der das Modell nicht öffentliche Informationen abzog, war betroffen. Der Vorfall war im Juni, informiert wurde die Regierung am 10. September.
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HEUTE6:53 Uhr
Rubio: „Ausländischer Akteur“ hinter möglichem Anschlag bei britischem Luftwaffenstützpunkt
US-Außenminister Marco Rubio sieht hinter dem möglichen geplanten Anschlag nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt einen ausländischen Akteur. Die Militärbasis wird von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt. Fünf Festgenommene wurden unter Auflagen wieder freigelassen. Die Anti-Terror-Polizei prüft eine mögliche Verbindung zum Iran, Teheran weist eine Verwicklung zurück. Der britische Premierminister kündigte eine Krisensitzung dazu an.
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HEUTE6:21 Uhr
Nach Zwangsräumung: Seniorin darf in Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung kann die 87-jährige Maricarmen Abascal in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Das Immobilienunternehmen einigte sich auf neue Mietbedingungen; Abascals Bestätigung steht noch aus. Die Miete soll etwa 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld betragen. Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, heute im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden.
Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auf den internationalen Flugverkehr aus. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben aber geöffnet. Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Fluggäste jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen war die Bodenabfertigung in Suvarnabhumi, Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung. Mittlerweile kamen 23 Menschen um Leben.
Die Ramkhamhaeng-Straße am 27. September 2026 in Bangkok, Thailand. Die Behörden riefen in allen 50 Bezirken der thailändischen Hauptstadt den Katastrophenzustand aus.
Foto: Mailee Osten-Tan/Getty Images
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HEUTE6:02 Uhr
Mehrheit hält Enteignungen als Mittel gegen hohe Mieten
73 Prozent der Deutschen sehen eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften als ungeeignetes Mittel gegen hohe Mieten. 24 Prozent der Befragten einer Forsa-Umfrage sehen das anders; 3 Prozent waren unentschlossen. Vor allem Linken-Anhänger sehen Enteignungen als Lösung, CDU-Anhänger (88 Prozent) und AfD (92 Prozent) nicht. Die Berliner Linke hatte angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten; sie stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik.
Friedrich Merz empfängt heute Kasachstans Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Bundeskanzleramt. Themen sind etwa der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft, Fragen der regionalen Zusammenarbeit sowie die internationale Sicherheitspolitik. Zudem beginnt in Berlin das deutsch-kasachische Wirtschaftsforum.
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HEUTE5:31 Uhr
Wadephul reist in die Slowakei und zum Europarat nach Straßburg
Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag in die Slowakei. In Bratislava will Wadephul mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar und Ministerpräsident Robert Fico zusammenkommen. Thema ist unter anderem der Ukrainekrieg. Fico pflegt seine Kontakte nach Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber. Danach reist Wadephul nach Straßburg, wo er vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats spricht.
Zu viele Normen machten das Bauen in Deutschland zu kompliziert und teuer, kritisieren zwei Bauforschungsinstitute. - Foto: Georg Wendt/dpa
Eine Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände, wie dies die Berliner Linke fordert, würde den Wohnungsmangel in der Hauptstadt laut einer Studie noch verschärfen.
Die für die Entschädigung angenommene Milliardensumme, in den Neubau investiert, könnte dagegen bis zu 71.000 neue Wohnungen bis 2045 schaffen und so den Mietenanstieg „deutlich dämpfen“, heißt es in der Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.
Das Institut veranschlagte den Wert der betroffenen Wohnungsbestände auf 40,2 Milliarden Euro. Die Verfechter einer Enteignung schätzen demnach die Entschädigung auf die Hälfte des Verkehrswerts, also 20,1 Milliarden Euro.
„Würde diese Summe alternativ in neue Wohnungen fließen, könnten die Angebotsmieten bis 2045 um bis zu 8,7 Prozent unter der heute zu erwartenden Entwicklung liegen“, heißt es in der Studie.
„Umzugsketten“ und das Privileg einer verstaatlichten Wohnung
Wer in eine neu gebaute Wohnung zieht, mache häufig eine andere Wohnung frei. Über solche „Umzugsketten“ reduziere zusätzliches Angebot den Preisdruck im Markt. Baue die Stadt Berlin gezielt im unteren Mietsegment neu, wäre die Mietdämpfung dort nach Modellrechnungen des Kiel Instituts besonders ausgeprägt.
Eine Vergesellschaftung von Mietwohnungen dagegen „ersetzt Marktpreise durch Privilegien für diejenigen, die das Glück haben, in einer dann verstaatlichten Wohnung zu leben oder eine solche künftig zu ergattern“, erklärte Studienautor Stefan Kooths vom Kiel Institut.
„Im Ergebnis wird es zu noch mehr Stillstand und Fehlbelegungen kommen. Das kann weder wohnungswirtschaftlich noch sozialpolitisch überzeugen.“
Mitautor Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut sagt: „Entscheidend ist nicht, wem die Wohnungen gehören, sondern ob neue dazukommen.“ Neubau entlaste direkt.
Auftraggeber der Studie ist die Wirtschaftsinitiative „Berlin denkt weiter“, Mitglieder sind die Industrie- und Handelskammer Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg sowie der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller. Die Initiative warnte vor einem „gefährlichen Enteignungs-Experiment“.
Erst vor wenigen Tagen hatten das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung sowie die Universität Mannheim und die Universität Duisburg-Essen eine Studie zur Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände veröffentlicht.
Auch sie kommen zu dem Schluss, dass dies den Wohnraummangel nicht beheben würde. Eine Vergesellschaftung könnte demnach aber als „ergänzendes Element“ zu Neubau sinnvoll sein, um das Bezahlbarkeitsproblem von Mieten zu vermindern.
Die Berliner Linke hatte nach ihrem Wahlsieg bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten. Die Pläne stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik. Sie könnten zu einem zentralen Streitpunkt in möglichen Sondierungsgesprächen mit SPD und Grünen werden. (afp/red)
Ein Schwerpunkt der Aktion lag in Nordrhein-Westfalen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Wegen des Verdachts auf millionenfachen Betrug mit online verkauften Handys führen Fahnder eine europaweit angelegte Razzia mit rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern durch, auch in Deutschland.
Verbrauchern in der EU entstand schätzungsweise ein Schaden von mindestens 300 Millionen Euro, wie die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) in Luxemburg mitteilte. Es handelt sich demnach um mindestens eine Million verkaufte Handys.
Den Betroffenen seien aus gebrauchten Teilen zusammengesetzte Geräte über das Internet als Neuware verkauft worden. Der Schaden entspricht dem Unterschied zwischen dem gezahlten Preis und dem Wert der Handys.
Die Geschäftspraxis, die bis zuletzt weiterlief, soll laut Ermittlern so aussehen: In Hongkong und den VAE werden zunächst Mobiltelefone aus gebrauchten Bauteilen zusammengebaut. Dann werden die Geräte gereinigt und neu verpackt in die Niederlande verschickt. Von dort gelangen sie zu Lagern in Deutschland.
Auf Online-Marktplätzen können sie von Konsumenten in der gesamten EU gekauft werden. Mehr als eine Million Handys „führender Hersteller“ sollen seit 2018 auf diese Weise vertrieben worden sein. Es handele sich um einen Top-Anbieter für Handys im Internet, hieß es seitens der EUStA.
Die Kriminellen sollen außerdem über Briefkastenfirmen mit Sitz in EU-Ländern und der Schweiz eine Steuerregelung missbraucht haben. Dadurch sei in mehreren EU-Staaten ein Mehrwertsteuerausfall in Höhe von 30 Millionen Euro entstanden, davon mindestens 25 Millionen Euro in Deutschland, teilte die Behörde weiter mit.
Die Firmen versteuerten demnach unrechtmäßig nur die Gewinnmarge, also die Differenz zwischen dem Einkaufspreis des Artikels und dem Verkaufspreis. Diese Steuerregelung gilt nur für weiterverkaufte Waren, für die bereits Mehrwertsteuer entrichtet wurde. Da die Geräte jedoch als Neuware verkauft wurden, wäre die Steuer auf den gesamten Verkaufspreis zu berechnen.
Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag in Nordrhein-Westfalen. In Krefeld wurde nach dpa-Informationen eine Lagerhalle in einem Gewerbegebiet durchsucht, in der sich nach Schätzungen eines Reporters etwa 10.000 bis 15.000 Handys befanden.
Insgesamt sind nach Angaben der EUStA etwa 1.770 Steuer-, Zoll- und Polizeifahnder an der Aktion beteiligt. Die Maßnahmen finden neben Deutschland in Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Finnland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden statt.
Im Vereinigten Königreich werde zudem eine Zeugin vernommen. Eine große Anzahl digitaler und analoger Beweismittel sei beschlagnahmt und gesichert worden, hieß es.
Bereits am Samstag wurden der EUStA zufolge sieben Verdächtige festgenommen – vier in Deutschland, zwei in Österreich und eine Person in Spanien. Darunter sind demnach auch die zwei mutmaßlichen Anführer der Organisation.
Die EUStA koordinierte die Maßnahmen gemeinsam mit dem Zollfahndungsamt Essen, dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen und der Polizei Düsseldorf. Die Behörden ermitteln in dem Fall auch wegen Einfuhrschmuggels, Verstoßes gegen das Markenrecht und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Die EUStA (auf Englisch: Eppo) verfolgt Delikte, die die finanziellen Interessen der EU betreffen. Dazu gehört Mehrwertsteuerbetrug, aber auch etwa der Missbrauch von Fördergeldern, Geldwäsche oder Korruption. (dpa/red)
Vietnam Airlines (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Rund sieben Wochen nach dem spektakulären Zwischenfall mit einer Boeing 787-9 am Verkehrsflughafen München hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) einen Zwischenbericht vorgelegt.
Das Flugzeug der Vietnam Airlines sollte am 15. August planmäßig nach Hanoi in Vietnam fliegen. An Bord: 271 Passagiere, 12 Kabinenbesatzungsmitglieder und vier Piloten. Um 13:56 Uhr Münchner Zeit rollte die Maschine auf die Startbahn 26 L.
Flugzeug hob zu spät ab
Doch der Start verlief nicht wie geplant: Das Flugzeug hob erst hinter dem eigentlichen Ende der Startbahn ab und zwar im Grasbereich. Spektakuläre Videoaufnahmen davon gingen viral.
Dabei war auch zu sehen, wie das Heck und die Reifen des Hauptfahrwerks mit Teilen der Anflugbefeuerung kollidierten. Insgesamt 20 Lampen wurden beschädigt, das Flugzeug trug erhebliche Schäden am Rumpf davon.
Die Besatzung entschied sich zur Umkehr. Nach mehreren Überflügen, bei denen das Bodenpersonal das Fahrwerk in Augenschein nehmen konnte, landete die Maschine schließlich auf der Piste 26 R. Dabei wurden vier Reifen des linken Hauptfahrwerks beschädigt. Alle Insassen kamen unverletzt davon.
Fast 290 Menschen waren an Bord einer Maschine von Vietnam Airlines, als es zu dem Vorfall kam. (Symbolbild)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bremsmanöver beim Start
Wie die Flugdatenschreiber jetzt offenbaren: Bereits während des Startlaufs, also bevor das Flugzeug überhaupt abhob, wurde mehrfach gebremst. Die Untersuchung zeigt, dass die Piloten schon etwa eine Minute vor dem Abheben die Bremsen betätigten. Auf Höhe einer Rollweg-Einmündung waren sogar Reifenspuren beider Hauptfahrwerke auf der Startbahn zu sehen.
In der Folge kam es zu weiteren Bremsmanövern. Zeitweise blieb die Geschwindigkeit des Flugzeugs für rund 18 Sekunden bei etwa 168 Knoten (rund 311 km/h) hängen, unterbrochen von kurzen Schwankungen.
Die eigentliche Rotation – also das Anheben der Nase zum Abheben – erfolgte erst auf Höhe der Pistenschwelle, also am äußersten Ende der Startbahn. Das Flugzeug hob dann im Grasbereich dahinter ab. Die Reifenspuren zogen sich über die Schwelle und den sogenannten Clearway (eine Sicherheitsfläche hinter der Bahn) hinaus und endeten etwa 240 Meter dahinter im Gras.
Die Geschwindigkeit V1 – also die Entscheidungsgeschwindigkeit, ab der ein Startabbruch nicht mehr möglich ist – wurde erst nach dem Abheben und nach der Kollision mit der Befeuerung erreicht. Das bedeutet: Zu dem Zeitpunkt, als die Besatzung noch hätte abbrechen können, war das Flugzeug bereits über das Bahnende hinaus.
Flugzeug landete erneut um 15:56 in München – keine Verletzten
Kurz nach dem Abheben – in nur 15 Fuß (etwa 4,5 Meter) Höhe – aktivierte sich der automatische Strömungsabrissschutz des Flugzeugs. Die Vorflügel („Leading Edge Slats“) fuhren automatisch vollständig aus, um einen drohenden Strömungsabriss zu verhindern.
Der Anstellwinkel des Flugzeugs war zu diesem Zeitpunkt bereits auf 14 Grad gestiegen – ein Wert, der nahe an der kritischen Grenze liegt. Die Besatzung aktivierte daraufhin den Take-Off/Go-Around-Modus, ein Standardverfahren für solche Situationen.
Nach dem Abheben stieg das Flugzeug auf 7.000 Fuß und die Besatzung setzte einen Notruf („pan pan“) ab. Man bat um Radarführung, um Treibstoff ablassen zu können – insgesamt 62 Tonnen Kerosin waren es schließlich, um das Landegewicht zu reduzieren. Die Besatzung rechnete mit platten Reifen bei der Landung.
Nach zwei Überflügen, bei denen das Fahrwerk ausgefahren blieb, damit das Bodenpersonal es begutachten konnte, landete die Maschine schließlich um 15:56 Uhr auf der Piste 26 R. Vier Reifen des linken Hauptfahrwerks waren beschädigt. Die Passagiere verließen das Flugzeug über mobile Treppen, niemand wurde verletzt.
Untersuchung dauert an
Der Bericht gibt auch detailliert Auskunft über die vier Piloten an Bord. Der 64-jährige Kapitän, ein sehr erfahrener Pilot mit über 27.000 Flugstunden – davon fast 7.800 auf einer Boeing 787 – war während des Starts der steuerführende Pilot.
Der 40-jährige Copilot überwachte die Instrumente. Ein weiterer 55-jähriger Pilot übernahm später im Flug die Steuerung und führte die Landung durch. Ein 31-jähriger Pilot war als Vierter im Cockpit, blieb aber laut Zwischenbericht passiv.
Die Untersuchung ist nicht abgeschlossen. Die BFU hat mehrere elektronische Steuergeräte des Bremssystems sichergestellt und untersucht sie derzeit im Detail. (dts/dpa/red)
Zusammen Kaffee trinken und sich erzählen, was so los ist, ist ins Zwielicht geraten. (Illustration) - Foto: Peter Kneffel/dpa
Die sogenannte Catch-up-Culture – auf Deutsch etwa: Aufhol- oder Nachholkultur – beschreibt ein Phänomen im heutigen Sozialleben, bei dem kleine Treffen von Freunden – etwa auf einen Kaffee oder Cocktail – nur noch darin zu bestehen scheinen, sich auf den neuesten Stand zu bringen, Statusberichterstattung zu leisten.
Derzeit scheint es irgendwie schick zu sein, diese oberflächliche Freundschaftspflege per Treffen im Café zu problematisieren, also solche Beziehungen als Pseudofreundschaften zu diskreditieren. Doch der Reihe nach:
Sich auf den neusten Stand bringen
Statt ihr Leben natürlich miteinander zu teilen, kennen viele Erwachsene ab einem bestimmten Alter auch diese Art der Freundschaftspflege: Bei gelegentlichen Treffen, etwa einem Kaffeetrinken oder Abendessen, werden die Ereignisse der letzten Wochen für den anderen zusammengefasst, aufbereitet, quasi ein Update des eigenen Lebens abgeliefert und nachgeholt.
Was war los bei dir die letzten Tage? Gibt es Neues bei der Arbeit? Wie läuft die Beziehung? Wie geht es den Kindern? Wie war der Urlaub?
Solche Treffen erinnern womöglich an ein vierteljährliches Mitarbeitergespräch, an eine Pflichtaufgabe, die man im Kalender abhakt. Es wird sich erzählt, was getrennt voneinander erlebt worden ist.
So entsteht das Gefühl, das Leben der anderen bloß von der Seitenlinie aus zu beobachten. Oft bleiben die kleinen, alltäglichen, scheinbar belanglosen Dinge bei der präsentierten Auswahl außen vor. Dabei wären es eigentlich gerade sie, die emotionale Nähe und kontinuierliche Verbundenheit schaffen.
Auf TikTok und anderen sozialen Netzwerken wird das Phänomen derzeit gern debattiert. Influencer und Fachleute verweisen auf mehrere strukturelle Ursachen im modernen Leben.
Vermeintliche Nähe dank Social-Media-Illusion: Der Blick auf die Instagram-Storys von Freunden vermittelt das trügerische Gefühl, stets up to date zu sein. Dadurch verliert der persönliche Austausch an Dringlichkeit.
Das optimierte Leben: Der gesellschaftliche Drang, Effizienz zu steigern, führt dazu, dass Menschen ihren Tag bis zur letzten Stunde durchtakten. Scheinbar unnütze soziale Kontakte und Spontanität bleiben so auf der Strecke.
Und: Hohe Lebenshaltungskosten, lange oder unregelmäßige Arbeitszeiten rauben vielen die Energie, sich treiben zu lassen oder eben auch, Freunde entspannt zu sich einzuladen.
Wenn das Leben wegen gewachsener Verpflichtungen immer voller erscheint, fühlt es sich fast unmöglich an, Freundschaften zwanglos zu pflegen und spontan zu sein – wie man es vielleicht mit 20 noch getan hat beziehungsweise gewesen ist.
Der Lösungsvorschlag ist recht simpel: wieder mehr miteinander erleben. Statt sich bloß auf einen Kaffee zu verabreden, kann man etwa gemeinsam kochen oder zusammen einkaufen gehen, ganz alltägliche Besorgungen machen.
Auch jemanden zum Arzt begleiten, gemeinsam saunieren oder bloß auf der Couch chillen kommen infrage. Selbst recht ereignislose Momente miteinander können mehr Nähe schaffen als ein Kurzreferat übers Erlebte ohneeinander.
Freunde, die weiter weg wohnen, könnte man einfach spontan anrufen, um zu plaudern. Lieben Menschen könnte man auch konkrete Kurznachrichten schicken, um Nähe zu erzeugen: „Wie ist deine Präsentation heute gelaufen?“
Auch passives Beisammensein ist ein Trick, der das Gefühl von Jugend- oder Studentenfreundschaften wachrufen kann. Das meint zum Beispiel eine offene Videoschalte während der Hausarbeit – etwa beim Wäsche zusammenlegen.
Die renommierte Einsamkeitsforscherin Maike Luhmann, Professorin für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum, findet „Catch-up Culture“ nicht so schlimm wie deren Ruf. „Es ist doch besser, wenn man sich die Zeit fürs Kaffeekränzchen nimmt, um sich mal wieder auf dem Laufenden zu halten, als sich – was wäre denn die Alternative? – gar nicht zu sehen.“
Es gebe natürlich Freundschaften, die einfach so gar nicht im Gleichgewicht seien, die sogar toxische Elemente haben, wo jemand ausgenutzt werde – etwa: Eine Person hört immer zu, aber ihr selbst wird nicht zugehört.
„Wenn man den Eindruck hat, in so einer Freundschaft zu stecken, dann ist das vielleicht tatsächlich nicht die Beziehung, in die man viel Zeit investieren sollte“, sagt Professorin Luhmann, die das Buch „Einsamkeit – Warum sie uns alle betrifft“ geschrieben hat. „Aber da sollte man erst mal probieren, die Konflikte zu lösen und darüber zu sprechen, bevor man leichtfertig eine Freundschaft aufgibt.“
Das sei vielleicht so ihre Hauptmessage, sagt Luhmann: „Es ist gar nicht so leicht, gute Freunde zu finden und auch oberflächliche Freundschaften zu finden. Und wenn man sie hat, dann sollte man sie nicht einfach leichtfertig aufgeben, nur weil irgendwelche hohen Erwartungen nicht gleich erfüllt sind.“ (dpa/red)
Patricia Schlesinger (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE10:51 Uhr
Anklage gegen frühere RBB-Intendantin zugelassen
Das Landgericht Berlin hat die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft gegen die frühere Intendantin des „Rundfunks Berlin-Brandenburg“ Patricia Schlesinger wegen Untreue zugelassen. Der Prozess soll am 10. November beginnen. Angeklagt sind auch drei weitere ehemalige leitende RBB-Mitarbeiter. Vorwürfe betreffen Vergütungen, Zulagen und private Kosten. Alle bestreiten die Vorwürfe; es gilt die Unschuldsvermutung.
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HEUTE10:23 Uhr
Datenschutz: Google legt Beschwerde gegen EU-Anordnung ein
Google hat nach eigenen Angaben Rechtsmittel gegen eine Entscheidung der EU eingelegt, wonach der Konzern ab Januar 2027 seine Daten mit anderen Suchmaschinenbetreibern teilen und sein Betriebssystem Android für rivalisierende KI-Diensten öffnen muss. Google warnt vor Risiken für Privatsphäre und Sicherheit. Brüssel hofft, dass dadurch Alternativen zu Googles KI-Diensten wie Gemini entstehen könnten.
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HEUTE10:12 Uhr
Europäische Großrazzia wegen Handys
Wegen des Verdachts auf millionenfachen Betrug mit online verkauften Handys läuft eine europaweit angelegte Großrazzia mit rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern, darunter Deutschland. Verbrauchern in der EU entstand schätzungsweise ein Schaden von mindestens 300 Millionen Euro, wie die Europäische Staatsanwaltschaft in Luxemburg mitteilte.
Neue Regeln in der EU für auswärtige Online-Händler haben sich bereits auf die Geschäftszahlen des Fast-Fashion-Anbieters Shein ausgewirkt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 1,0 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar (17,7 Milliarden Euro); der Gewinn sackte um 50,4 Prozent auf 538 Millionen Dollar ab. In Europa fiel der Umsatz im zweiten Quartal von April bis Juni um 13,9 Prozent im Vorjahresvergleich auf fast 3,8 Milliarden Dollar. Die Aktie gab an der Hongkonger Börse um zeitweise rund 12 Prozent nach.
Im 6. Stock des LE BHV MARAIS präsentiert der SHEIN-Bereich am 1. August 2026 in Paris Damen-, Herren-, Kinder- und Plus-Size-Kollektionen.
Foto: Riccardo Milani/Hans Lucas/AFP via Getty Images
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HEUTE9:43 Uhr
Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro
Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der deutschen Haushalte 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 betrug das Wachstum 7,4 Prozent. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland „überwiegend spargetrieben“. Das Netto-Geldvermögen (Brutto ohne Schulden) lag pro Kopf bei 91.780 Euro. Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran sagt, dass reale Geldvermögen liege hierzulande lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau von 2019 – in Nordamerika waren es 21 Prozent, in China 70 Prozent.
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HEUTE9:17 Uhr
Präsident von Burkina Faso eröffnet erste Goldraffinerie des Landes
Burkina Faso, drittgrößter Produzent von Gold auf dem Kontinent, hat eine Raffinerie eröffnet, um das Edelmetall selbst weiterzuverarbeiten. Die Nationale Goldraffinerie wurde seit 2023 gebaut und kann im Jahr 164 Tonnen Gold verarbeiten. Ziel sind 515 Tonnen pro Jahr. Finanziert wurde der Bau laut Präsidentschaft vom Staat und heimischen privaten Investoren.
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HEUTE9:12 Uhr
Hurrikan „Polo“ trifft in Mexiko auf Land
Hurrikan „Polo“ traf mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde in der Nähe des Ortes Las Barrancas (Baja California) auf Land „Polo“ ist derzeit ein Hurrikan der Kategorie 2 von 5. Behörden warnten vor lebensbedrohlichen Winden, Sturzfluten und heftigen Regenfällen. Bisher kamen zwei Menschen ums Leben, drei werden vermisst.
Ein Angehöriger der mexikanischen Marine am 28. September 2026 in Puerto San Carlos im Bundesstaat Baja California Sur, Mexiko, in der Nähe eines überfluteten Gebiets, kurz vor dem Eintreffen des Hurrikans „Polo“.
Foto: Carl de Souza/AFP via Getty Images
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HEUTE8:52 Uhr
Betreuung: Zahl unter Dreijähriger sinkt zum dritten Mal in Folge
Wegen der sinkenden Geburtenzahlen ist die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertagesbetreuung das dritte Jahr in Folge gesunken. Zum 1. März dieses Jahres wurden 756.700 Kinder unter drei Jahren etwa in Kitas, Krippen oder bei Tagesmüttern betreut (-5,6). Die Betreuungsquote sank leicht auf 37,2 Prozent. Sie ist in Ostdeutschland einschließlich Berlin mit 53,5 Prozent nach wie vor deutlich höher als im Westen mit 34,1 Prozent.
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HEUTE8:42 Uhr
Fast 50 Tote bei Luftangriff auf Markt in Myanmar
Bei einem Luftangriff des myanmarischen Militärs auf einen Markt und eine Brücke im Bundesstaat Rakhine sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Fast 60 weitere wurden verletzt. Die Arakan Army und DVT TV machen das Militär verantwortlich, ein Kampfjet habe dreimal Bomben abgeworfen. Das Militär äußerte sich zunächst nicht; Menschenrechtler werfen den Streitkräften vor, gezielt Orte anzugreifen, die nicht in direktem Zusammenhang mit militärischen Operationen stehen.
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HEUTE8:23 Uhr
Öffentliche Schulden im 2. Quartal 2026 gestiegen
Die öffentliche Verschuldung stieg im 2. Quartal 2026 um 1,0 Prozent auf 2.753,5 Milliarden Euro. Bund, Länder und Kommunen verzeichneten Zuwächse; die Sozialversicherung sank leicht. Die Schulden des Bundes stiegen gegenüber dem Vorquartal um 20,5 Milliarden Euro (+1,1 Prozent) auf 1.907,1 Milliarden Euro. Das teilte Destatis mit.
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HEUTE8:15 Uhr
Niedrigwasser: Verkehrsminister kündigt weitere Ausnahmen für Lkw an
Verkehrsminister Steffen Bilger kündigt wegen niedriger Pegelstände weitere Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw an. Die meisten Ausnahmeregelungen sollten ursprünglich Ende September auslaufen. Das sei aber keine Dauerlösung; langfristig sei dafür zu sorgen, dass Wasserstraßen und Schifffahrt besser mit solchen Niedrigwasserlagen umgehen können.
Das Niedrigwasser des Rheins in Köln, September 2026.
Foto: Sascha Thelen/dpa
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HEUTE7:44 Uhr
Wirtschaftsweise Grimm fordert Umbau der Pflegeversicherung
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert die Streichung des Leistungszuschlages für die stationäre Pflege und des Entlastungsbetrags. Beide machten rund 15 Prozent der Ausgaben der Sozialen Pflegeversicherung aus. Die Schwellenwerte der Pflegegrade sollten angehoben werden. Mittelfristig sei ein Pflegevorsorgefonds II nötig, in den einzelne Geburtskohorten Zusatzbeiträge einzahlen.
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HEUTE7:39 Uhr
Organspende: Bundestagspräsidentin Klöckner will gegen Widerspruchslösung stimmen
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will gegen die Einführung der Widerspruchslösung stimmen: Sie sei für die Organspende, aber gegen die Einführung der Widerspruchslösung. Es sei ein Unterschied, proaktiv aus freien Stücken zuzustimmen oder ob der Staat festlege, man sei erstmal Organspender. Selbst Cookies müsse man proaktiv zustimmen – nur beim eigenen Körper nicht? Über die Reform könnte in einigen Wochen im Bundestag ohne Fraktionszwang als Gewissensentscheidung abgestimmt werden.
Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft
Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte ab heute 6 Uhr MESZ bis auf Weiteres gestoppt. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein, Molke sowie PS-starke Motorräder. US-Präsident Trump verteidigte die umstrittene Maßnahme mit Kanadas Gegenzöllen.
Kanada stellt sich auf kein schnelles Ende des Streits mit dem Nachbarn ein. (Symbolbild)
Foto: Dax Melmer/The Canadian Press/AP/dpa
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HEUTE7:07 Uhr
OpenAI entschuldigt sich nach Zugriff von KI-Agent auf australische Regierungswebsites
OpenAI bittet nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites um Entschuldigung. Laut Australiens Premierminister Anthony Albanese griff die KI auf vier öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu. Auch Services Australia, die Website für Sozialleistungen, aus der das Modell nicht öffentliche Informationen abzog, war betroffen. Der Vorfall war im Juni, informiert wurde die Regierung am 10. September.
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HEUTE6:53 Uhr
Rubio: „Ausländischer Akteur“ hinter möglichem Anschlag bei britischem Luftwaffenstützpunkt
US-Außenminister Marco Rubio sieht hinter dem möglichen geplanten Anschlag nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt einen ausländischen Akteur. Die Militärbasis wird von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt. Fünf Festgenommene wurden unter Auflagen wieder freigelassen. Die Anti-Terror-Polizei prüft eine mögliche Verbindung zum Iran, Teheran weist eine Verwicklung zurück. Der britische Premierminister kündigte eine Krisensitzung dazu an.
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HEUTE6:21 Uhr
Nach Zwangsräumung: Seniorin darf in Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung kann die 87-jährige Maricarmen Abascal in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Das Immobilienunternehmen einigte sich auf neue Mietbedingungen; Abascals Bestätigung steht noch aus. Die Miete soll etwa 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld betragen. Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, heute im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden.
Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auf den internationalen Flugverkehr aus. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben aber geöffnet. Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Fluggäste jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen war die Bodenabfertigung in Suvarnabhumi, Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung. Mittlerweile kamen 23 Menschen um Leben.
Die Ramkhamhaeng-Straße am 27. September 2026 in Bangkok, Thailand. Die Behörden riefen in allen 50 Bezirken der thailändischen Hauptstadt den Katastrophenzustand aus.
Foto: Mailee Osten-Tan/Getty Images
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HEUTE6:02 Uhr
Mehrheit hält Enteignungen als Mittel gegen hohe Mieten
73 Prozent der Deutschen sehen eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften als ungeeignetes Mittel gegen hohe Mieten. 24 Prozent der Befragten einer Forsa-Umfrage sehen das anders; 3 Prozent waren unentschlossen. Vor allem Linken-Anhänger sehen Enteignungen als Lösung, CDU-Anhänger (88 Prozent) und AfD (92 Prozent) nicht. Die Berliner Linke hatte angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten; sie stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik.
Friedrich Merz empfängt heute Kasachstans Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Bundeskanzleramt. Themen sind etwa der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft, Fragen der regionalen Zusammenarbeit sowie die internationale Sicherheitspolitik. Zudem beginnt in Berlin das deutsch-kasachische Wirtschaftsforum.
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HEUTE5:31 Uhr
Wadephul reist in die Slowakei und zum Europarat nach Straßburg
Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag in die Slowakei. In Bratislava will Wadephul mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar und Ministerpräsident Robert Fico zusammenkommen. Thema ist unter anderem der Ukrainekrieg. Fico pflegt seine Kontakte nach Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber. Danach reist Wadephul nach Straßburg, wo er vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats spricht.
Menschen versammeln sich neben einem Transparent: „Keine weitere Maricarmen“. Die 87-Jährige wurde aus ihrer Madrider Wohnung vertrieben. Die Demonstranten campieren am 27. September 2026 vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid auf der Puerta del Sol in Madrid, um gegen Zwangsräumungen und die Wohnungskrise zu protestieren. - Foto: Thomas Coex/AFP via Getty Images
HEUTE9:43 Uhr
Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro
Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der deutschen Haushalte 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 betrug das Wachstum 7,4 Prozent. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland „überwiegend spargetrieben“. Das Netto-Geldvermögen (Brutto ohne Schulden) lag pro Kopf bei 91.780 Euro. Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran sagt, dass reale Geldvermögen liege hierzulande lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau von 2019 – in Nordamerika waren es 21 Prozent, in China 70 Prozent.
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HEUTE9:17 Uhr
Präsident von Burkina Faso eröffnet erste Goldraffinerie des Landes
Burkina Faso, drittgrößter Produzent von Gold auf dem Kontinent, hat eine Raffinerie eröffnet, um das Edelmetall selbst weiterzuverarbeiten. Die Nationale Goldraffinerie wurde seit 2023 gebaut und kann im Jahr 164 Tonnen Gold verarbeiten. Ziel sind 515 Tonnen pro Jahr. Finanziert wurde der Bau laut Präsidentschaft vom Staat und heimischen privaten Investoren.
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Hurrikan „Polo“ trifft in Mexiko auf Land
Hurrikan „Polo“ traf mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde in der Nähe des Ortes Las Barrancas (Baja California) auf Land „Polo“ ist derzeit ein Hurrikan der Kategorie 2 von 5. Behörden warnten vor lebensbedrohlichen Winden, Sturzfluten und heftigen Regenfällen. Bisher kamen zwei Menschen ums Leben, drei werden vermisst.
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Foto: Carl de Souza/AFP via Getty Images
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Niedrigwasser: Verkehrsminister kündigt weitere Ausnahmen für Lkw an
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Wirtschaftsweise Grimm fordert Umbau der Pflegeversicherung
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert die Streichung des Leistungszuschlages für die stationäre Pflege und des Entlastungsbetrags. Beide machten rund 15 Prozent der Ausgaben der Sozialen Pflegeversicherung aus. Die Schwellenwerte der Pflegegrade sollten angehoben werden. Mittelfristig sei ein Pflegevorsorgefonds II nötig, in den einzelne Geburtskohorten Zusatzbeiträge einzahlen.
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Organspende: Bundestagspräsidentin Klöckner will gegen Widerspruchslösung stimmen
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will gegen die Einführung der Widerspruchslösung stimmen: Sie sei für die Organspende, aber gegen die Einführung der Widerspruchslösung. Es sei ein Unterschied, proaktiv aus freien Stücken zuzustimmen oder ob der Staat festlege, man sei erstmal Organspender. Selbst Cookies müsse man proaktiv zustimmen – nur beim eigenen Körper nicht? Über die Reform könnte in einigen Wochen im Bundestag ohne Fraktionszwang als Gewissensentscheidung abgestimmt werden.
Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft
Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte ab heute 6 Uhr MESZ bis auf Weiteres gestoppt. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein, Molke sowie PS-starke Motorräder. US-Präsident Trump verteidigte die umstrittene Maßnahme mit Kanadas Gegenzöllen.
Kanada stellt sich auf kein schnelles Ende des Streits mit dem Nachbarn ein. (Symbolbild)
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OpenAI entschuldigt sich nach Zugriff von KI-Agent auf australische Regierungswebsites
OpenAI bittet nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites um Entschuldigung. Laut Australiens Premierminister Anthony Albanese griff die KI auf vier öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu. Auch Services Australia, die Website für Sozialleistungen, aus der das Modell nicht öffentliche Informationen abzog, war betroffen. Der Vorfall war im Juni, informiert wurde die Regierung am 10. September.
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Rubio: „Ausländischer Akteur“ hinter möglichem Anschlag bei britischem Luftwaffenstützpunkt
US-Außenminister Marco Rubio sieht hinter dem möglichen geplanten Anschlag nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt einen ausländischen Akteur. Die Militärbasis wird von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt. Fünf Festgenommene wurden unter Auflagen wieder freigelassen. Die Anti-Terror-Polizei prüft eine mögliche Verbindung zum Iran, Teheran weist eine Verwicklung zurück. Der britische Premierminister kündigte eine Krisensitzung dazu an.
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Nach Zwangsräumung: Seniorin darf in Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung kann die 87-jährige Maricarmen Abascal in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Das Immobilienunternehmen einigte sich auf neue Mietbedingungen; Abascals Bestätigung steht noch aus. Die Miete soll etwa 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld betragen. Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, heute im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden.
Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auf den internationalen Flugverkehr aus. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben aber geöffnet. Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Fluggäste jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen war die Bodenabfertigung in Suvarnabhumi, Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung. Mittlerweile kamen 23 Menschen um Leben.
Die Ramkhamhaeng-Straße am 27. September 2026 in Bangkok, Thailand. Die Behörden riefen in allen 50 Bezirken der thailändischen Hauptstadt den Katastrophenzustand aus.
Foto: Mailee Osten-Tan/Getty Images
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73 Prozent der Deutschen sehen eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften als ungeeignetes Mittel gegen hohe Mieten. 24 Prozent der Befragten einer Forsa-Umfrage sehen das anders; 3 Prozent waren unentschlossen. Vor allem Linken-Anhänger sehen Enteignungen als Lösung, CDU-Anhänger (88 Prozent) und AfD (92 Prozent) nicht. Die Berliner Linke hatte angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten; sie stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik.
Friedrich Merz empfängt heute Kasachstans Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Bundeskanzleramt. Themen sind etwa der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft, Fragen der regionalen Zusammenarbeit sowie die internationale Sicherheitspolitik. Zudem beginnt in Berlin das deutsch-kasachische Wirtschaftsforum.
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Wadephul reist in die Slowakei und zum Europarat nach Straßburg
Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag in die Slowakei. In Bratislava will Wadephul mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar und Ministerpräsident Robert Fico zusammenkommen. Thema ist unter anderem der Ukrainekrieg. Fico pflegt seine Kontakte nach Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber. Danach reist Wadephul nach Straßburg, wo er vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats spricht.
2025 nahmen die Finanzverwaltungen laut Statistischem Bundesamt Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 13,3 Milliarden Euro ein. - Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa
Bei Erbschaften und Schenkungen gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Im Jahr 2025 entfielen 95 Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen auf die westlichen Bundesländer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Das waren 142,5 Milliarden Euro, die die Finanzverwaltungen veranlagt haben. In den östlichen Ländern und Berlin waren es 8,0 Milliarden Euro.
In den östlichen Ländern und Berlin lebte Ende 2025 knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Bevölkerung Deutschlands, ihr Anteil an dem Gesamtwert der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen entsprach 5 Prozent.
Somit lag das steuerlich berücksichtigte vererbte und verschenkte Vermögen in den östlichen Ländern und Berlin mit knapp 500 Euro pro Kopf deutlich unter dem Wert in den westlichen Ländern.
Dort wurden gut 2.100 Euro pro Kopf übertragen und steuerlich von den Finanzämtern veranlagt. Das war mehr als viermal so viel wie im Osten. Der gesamtdeutsche Schnitt lag im Jahr 2025 bei gut 1.800 Euro.
95 Prozent der Erbschafts- und Schenkungssteuer fallen im Westen an
Die geringeren steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen wirken sich entsprechend auch auf die festgesetzte Steuer aus.
Von den im Jahr 2025 insgesamt 21,4 Milliarden Euro festgesetzter Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland fielen entsprechend mit 20,4 Milliarden Euro 95 Prozent in den westlichen Bundesländern an.
In den östlichen Bundesländern und Berlin waren es 1,0 Milliarden Euro (5 Prozent). Die Erbschaft- und Schenkungsteuer ist eine Ländersteuer.
Aufgrund von späteren Zahlungsflüssen, Änderungsfestsetzungen und Steuererlassen nach der Verschonungsbedarfsprüfung gemäß § 28a ErbStG entspricht die festgesetzte Steuer nicht den Steuereinnahmen desselben Berichtsjahres, so Destatis. (dts/red)
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Karl-Josef Laumann hat sich im „Deutschlandfunk“ zum Pflegestreit geäußert. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Karl-Josef Laumann hat kein Verständnis für die derzeitigen Forderungen der SPD im Pflegestreit.
„Soweit ich die Wünsche der SPD kenne, kosten sie alle sehr viel Geld“, sagte Laumann, der in NRW Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist, im „Deutschlandfunk“. „Und es ist eben das Geld überhaupt nicht da, im Gegenteil, wir müssen gucken, wo können wir in der Pflegeversicherung auch noch Geld einsparen.“
Sparen oder weitere Beitragserhöhungen
Es gehe hier um Spargesetze, die notwendig seien, um die Gesamtbelastung beim Sozialversicherungsbeitrag nicht noch weiter steigen zu lassen. Sparen bedeute immer, dass sich etwas nicht zum Positiven verändere, das liege in der Natur der Sache, sagte Laumann. Die Alternative bestehe in weiteren Beitragserhöhungen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will am 30. September einen Gesetzentwurf im Kabinett vorlegen, um ein drohendes Milliardendefizit der gesetzlichen Pflegeversicherung und höhere Beiträge zu verhindern. Die Pflegekassen hatten vor einem Minus von 4,4 Milliarden Euro bis Jahresende gewarnt.
Die SPD hatte am Wochenende mit Blockade eines reinen Spargesetzes gedroht. Konkret verlangen die Sozialdemokraten eine Deckelung der Pflegekosten für im Heim Gepflegte sowie eine Kostenbeteiligung der privaten an der gesetzlichen Pflegeversicherung.
Laumann stellte sich hinter Linnemanns Forderung, wonach das Bundesfinanzministerium mehr als fünf Milliarden Euro Corona-Hilfen an die Pflegeversicherung zurückzahlen soll.
„Ich bin hier auch ganz entschieden der Meinung, dass die sogenannten Corona-Hilfen – das sind zwischen fünf und sechs Milliarden Euro – die müssen jetzt wieder in den Topf rein, um natürlich dann eben auch damit einen Teil der Einsparungen zu erreichen.“
Grundsatzfrage: Private und gesetzliche Krankenkasse?
Zur Frage einer Kostenbeteiligung der privaten an der gesetzlichen Pflegeversicherung sagte Laumann, man müsse sich dann die Grundsatzfrage stellen, ob man das duale System von gesetzlicher und privater Versicherung abschaffen wolle.
„Soweit ich das beurteilen kann, ist dieses In-die-Kasse-Greifen der privaten Pflegeversicherung auch rechtlich sehr schwierig.“ Ob das die Sache nun rette, wisse er nicht. Bisher habe auch immer ein großer Konsens geherrscht, dass man das duale System nicht kaputtmachen wolle.
Zum Thema Bevorzugung von Privatpatienten bei der ärztlichen Terminvergabe sagte Laumann, Deutschland brauche insgesamt eine bessere Patientensteuerung. Das sehe man schon daran, dass es in Deutschland eine Milliarde Arzt-Patienten-Kontakte im Jahr gebe.
„Das gibt’s in keinem anderen Land, auch vergleichbaren Land.“ Diese bessere Patientensteuerung müsse dann aber auch für Privatpatienten gelten. (dpa/red)
Das Raketensystem Starship von SpaceX startet von Starbase in Texas zu einem Testflug. (Archivbild) - Foto: Eric Gay/AP/dpa
Die Riesen-Rakete Starship des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk hat es bei einem Testflug erstmals in eine Umlaufbahn der Erde geschafft.
Das größte jemals gebaute Raketensystem hob von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Texas ab, dann lenkte die obere Raketenstufe in eine Umlaufbahn etwa 275 Kilometer über der Erde ein und stürzte schließlich rund drei Stunden später in einem Flammenball kontrolliert in den Pazifik. Die untere Raketenstufe war da bereits kontrolliert ins Meer nahe dem Startplatz gestürzt.
Eigentlich war eine rund zehnstündige Mission geplant gewesen, bei der die Rakete in die Erdumlaufbahn einlenken und die Erde insgesamt etwa sechsmal umrunden sollte.
Nach dem erfolgreichen Einlenken in die Umlaufbahn teilte SpaceX mit, dass das Starship schon nach rund drei Stunden wieder zur Erde zurückkehren solle – deutlich früher als ursprünglich geplant. Ein Grund dafür wurde zunächst nicht angegeben. Zuvor war eines der Triebwerke der Rakete ausgefallen.
Musk spricht von „erfolgreichem“ Test, NASA-Chef gratuliert
SpaceX-Gründer Musk sprach von einem „erfolgreichen“ ersten Orbitalflug des Starship. Auch der Chef der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jared Isaacman, gratulierte SpaceX.
„Wunderschöner Start, das Ship in die Umlaufbahn gebracht und jeden Schritt auf sichere, verantwortungsbewusste und besonders inspirierende Weise gesteuert“, schrieb Isaacman auf dem Online-Portal X. „Die NASA und der Rest der interessierten Öffentlichkeit freuen sich darauf zu helfen, wo sie können, und darauf, dass die Starship-Missionen Routine werden.“
Im Rahmen der Mission wurden nach Angaben von SpaceX auch erstmals Starlink-Satelliten ausgesetzt. Diese sogenannten V3-Satelliten sollen nach ihrem Aussetzen ihre Antennen ausklappen, Solarpaneele entfalten und dann Verbindungen zur Erde und anderen Starlink-Satelliten herstellen.
Das habe auch alles so geklappt wie geplant, teilte Musk mit. Zuvor war das Aussetzen von Satelliten bei Tests schon mehrfach simuliert worden.
Raketensystem Starship ist größer als die Freiheitsstatue
Es war bereits der 14. Testflug des Starship. Das Raketensystem ist größer als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: Dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der – ebenfalls Starship genannten – oberen Stufe, die rund 50 Meter misst.
Beide Teile sind so konzipiert, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX zudem das Ziel verfolgt, eines Tages den Mars zu erreichen.
Erstmals war das Raketensystem im April 2023 getestet worden – und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe das All und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Mehrere Testflüge waren allerdings auch bereits deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. (dpa/red)
Der krisengeplagte Starliner soll wieder fliegen. (Archivbild) - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa
Das krisengeplagte Raumschiff „Starliner“ soll nach Plänen der US-Raumfahrtbehörde NASA 2028 wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation bringen.
Zuvor sei noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 eine unbemannte Testmission mit dem vom US-Unternehmen Boeing entwickelten und gebauten Raumschiff geplant, sagte NASA-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz.
„Wir haben eng mit Boeing gearbeitet, um die Probleme, die auf vorherigen ‚Starliner‘-Flügen identifiziert wurden, anzugehen, und wir haben vor, mit diesem Raumschiff wieder zur Internationalen Raumstation und zukünftigen kommerziellen Zielen zu fliegen“, sagte Isaacman weiter. Teile des Raumschiffs würden dafür neugestaltet.
Der „Starliner“ war von Boeing im Auftrag der NASA als Alternative zum „Crew Dragon“ vom Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk entwickelt worden, um Astronauten zur ISS zu bringen.
Bei dem Projekt kam es mehrfach zu Rückschlägen und jahrelangen Verzögerungen. Bemannte Testflüge wurden wegen technischer Probleme an Raumschiff und Rakete immer wieder verschoben.
2024 flogen dann die NASA-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore mit dem „Starliner“ zur ISS. Eigentlich sollten sie nur rund eine Woche bleiben.
Aufgrund technischer Probleme mit dem „Starliner“ entschied die NASA aus Sicherheitsgründen jedoch, sie mit einem anderen Raumschiff und erst rund neun Monate später wieder zur Erde zurückkehren zu lassen. Die NASA bewertete die Panne später als „Type-A-Zwischenfall, die höchste Kategorie der Raumfahrtbehörde für einen Zwischenfall.
Mindestens zwei Optionen für bemannte Flüge ins All zu haben, hat sich die NASA aber seit Jahren als Ziel vorgeschrieben.
Derzeit ist in erster Linie SpaceX mit seinen „Falcon“-Raketen und „Dragon“-Raumschiffen für die Nasa im Einsatz, diese könnten dem Unternehmen zufolge eingemottet werden, wenn das derzeit noch in der Testphase befindliche Starship von SpaceX bemannte Flüge routinemäßig durchführen kann. (dpa/red)
Polizeieinsatz in Berlin. (Symbolbild) - Foto: Markus Lenhardt/dpa
In Kürze:
Am Sonntagabend und am Montagmorgen kam es zu schwerwiegenden Straftaten in Berlin.
Vor einem Polizeirevier in Moabit wurde aus einem fahrenden Auto auf einen Mann geschossen.
Die Polizeigewerkschaft GdP warnt vor Debatten über eine „Abrüstung der Polizei“.
In Berlin ist es am Wochenende erneut zu Fällen von Schusswaffengewalt gekommen. Einer ereignete sich unmittelbar vor einer Polizeiwache im Stadtteil Moabit. In einer Mitteilung auf X heißt es, bislang nicht identifizierte Täter hätten am Montagmorgen, 28. September, um kurz nach 2 Uhr aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug auf einen Mann geschossen.
Bei dem Angriff soll ein 22-Jähriger eine Schussverletzung im Bein erlitten haben. Polizeibeamte vor Ort hätten das Opfer erstversorgen können. Anschließend kam der Verletzte ins Krankenhaus und musste operiert werden.
Mehrere schwere Straftaten innerhalb weniger Stunden in Berlin
Die Tat habe sich gegenüber dem Polizeiabschnitt 27 in Moabit ereignet. Die Kriminalpolizei der Direktion 2 übernahm die Ermittlungen vor Ort. Ein weiterer Schuss traf der „Berliner Zeitung“ zufolge einen geparkten Mercedes der E-Klasse – direkt gegenüber dem Eingang zum Polizeirevier. Beamte konnten mindestens ein Projektil am Tatort sichern. Es sei jedoch noch nicht abschließend geklärt, wie viele Schüsse insgesamt abgegeben wurden.
Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen „älteren grauen Pkw“ gehandelt haben, aus dem heraus die Schüsse gefallen seien. Über die Hintergründe der Tat oder eine mögliche Vorgeschichte, an der das Tatopfer beteiligt gewesen sein könnte, gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.
Die B.Z. berichtet von einem „unbeteiligten Opfer“. Zugleich stellt das Blatt einen möglichen Zusammenhang mit einer vorangegangenen Auseinandersetzung in der Torfstraße im Wedding her. Gegen 20 Uhr seien dort mehrere Jugendliche aneinandergeraten und mit Messern aufeinander losgegangen.
Medienberichte sprechen von einem Bezug zum „Clanmilieu“ – Polizei ermittelt
Offenbar auf denselben Sachverhalt bezieht sich die „Berliner Zeitung“. Ihren Angaben zufolge könnte die Spur jedoch in das sogenannte Clanmilieu führen. Auch in diesem Bericht ist von einer Messerstecherei in der Torfstraße im Wedding und einem 28-Jährigen die Rede, der durch einen Stich in die Brust verletzt worden sei.
Allerdings unterscheiden sich die Zeitangaben. So sei die Polizei am späten Sonntagabend gegen 22 Uhr an den Tatort gerufen worden. Die Auseinandersetzung soll vor dem Restaurant Doree 65 stattgefunden haben. Mehrere Männer aus den arabischen Großfamilien A., Al-Z. und Ch. seien dabei aneinandergeraten. Auf einem Facebook-Account wurden Teile des Einsatzes veröffentlicht.
In zeitlichem Zusammenhang mit den Schüssen soll die Vernehmung eines 37-jährigen Tatverdächtigen auf der Polizeiwache beendet worden sein. Dieser soll gegen 2 Uhr das Gebäude verlassen haben, als der mutmaßliche Tatwagen vorfuhr und es zu der Schussabgabe kam.
GdP warnt vor Schusswaffengewalt in Berlin
Einen umfassenden Polizeibericht zu den Vorfällen gab es am Montagnachmittag noch nicht. Die mit den Ermittlungen im Bereich der Schusswaffenkriminalität betraute Besondere Aufbauorganisation Ferrum soll nun einen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Taten aufklären. Im Zuge der Vernehmung des 37-jährigen Ali A. nahmen die ermittelnden Beamten eine erkennungsdienstliche Behandlung vor.
Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, sprach von einer „besorgniserregenden“ Entwicklung. Dass eine Schusswaffenattacke aus einem fahrenden Auto direkt vor einer Polizeistation stattfinde, zeige „eine Dimension, die niemand mehr schönreden kann“. Berlin sei für internationale Banden ein „Biotop, in welchem man mit Waffengewalt Geschäftsfelder neu ausloten kann“. Mit Blick auf aktuelle politische Debatten in der Bundeshauptstadt sagte Weh: „Wer hier von Abrüstung der Polizei spricht, hat den Verstand verloren.“
Der argentinische Präsident Javier Milei hielt am 2. April 2026 in Buenos Aires am „Ehrenmal für die Gefallenen des Malvinas-Kriegs“ eine Rede anlässlich einer Gedenkfeier zum 44. Jahrestag des Krieges zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich um die Falklandinseln – von Argentinien als „Las Malvinas“ bezeichnet. - Foto: Luis Robayo/AFP via Getty Images)´
Die argentinische Regierung hat Großbritannien eine Frist von zwei Wochen gesetzt, um die aktuellen Ölförderungspläne nahe der Falklandinseln einzustellen.
Andernfalls werde das südamerikanische Land den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg anrufen, erklärte Argentiniens Staatspräsident Javier Milei in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung.
Anlass für Mileis Ultimatum ist das von zwei Firmen aus Großbritannien und Israel vorangetriebene Projekt „Sea Lion“, das eine Offshore-Erdölförderung rund 220 Kilometer nördlich der Inselgruppe zum Ziel hat.
Milei sieht in einer einseitigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Falklandinseln unter britischer Lizenzvergabe einen Verstoß gegen UN-Resolutionen und das Völkerrecht. Argentinien werde nicht tatenlos zusehen, sondern seine Hoheitsrechte entschlossen verteidigen, so Milei.
Stanley, die Hauptstadt der Falklandinseln.
Foto: JeremyRichards/iStock
Des Weiteren kündigte Argentinien rechtliche Schritte gegen das Unternehmen Thales UK Limited an, das laut der Regierung in Buenos Aires zwischen dem südchilenischen Punta Arenas und den Falklandinseln „illegale Flüge“ durchführe. Diese erfolgten durch ein Flugzeug mit britischer Registrierung und ohne Genehmigung der argentinischen Behörden.
London gibt sich kämpferisch
Die Erklärung Mileis erfolgte vor dem Hintergrund jüngster Äußerungen des britischen Verteidigungsministers Wes Streeting.
„Wir sind nicht mehr im Jahr 1982. Die Argentinier sind nicht in der Lage, die Falklandinseln einzunehmen. Wir hingegen sind in der Lage, sie zu verteidigen“, sagte der Minister in einem Interview der britischen Tageszeitung „The Sun“.
Die Inseln, die in Argentinien Malvinas genannt werden, sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Argentinien begründet seinen Anspruch mit der Rechtsnachfolge des früheren spanischen Kolonialreiches.
1982 war es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit Hunderten Toten um die kleine Inselgruppe im Südatlantik gekommen. Den Briten gelang es damals, die argentinische Invasion auf den Inseln zurückzudrängen. (dpa/red)
Menschen versammeln sich neben einem Transparent: „Keine weitere Maricarmen“. Die 87-Jährige wurde aus ihrer Madrider Wohnung vertrieben. Die Demonstranten campieren am 27. September 2026 vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid auf der Puerta del Sol in Madrid, um gegen Zwangsräumungen und die Wohnungskrise zu protestieren. - Foto: Thomas Coex/AFP via Getty Images
HEUTE7:12 Uhr
Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft
Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte ab heute 6 Uhr MESZ bis auf Weiteres gestoppt. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein, Molke sowie PS-starke Motorräder. US-Präsident Trump verteidigte die umstrittene Maßnahme mit Kanadas Gegenzöllen.
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HEUTE7:07 Uhr
OpenAI entschuldigt sich nach Zugriff von KI-Agent auf australische Regierungswebsites
OpenAI bittet nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites um Entschuldigung. Laut Australiens Premierminister Anthony Albanese griff die KI auf vier öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu. Auch Services Australia, die Website für Sozialleistungen, aus der das Modell nicht öffentliche Informationen abzog, war betroffen. Der Vorfall war im Juni, informiert wurde die Regierung am 10. September.
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HEUTE6:53 Uhr
Rubio: „Ausländischer Akteur“ hinter möglichem Anschlag bei britischem Luftwaffenstützpunkt
US-Außenminister Marco Rubio sieht hinter dem möglichen geplanten Anschlag nahe dem britischen Luftwaffenstützpunkt einen ausländischen Akteur. Die Militärbasis wird von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt. Fünf Festgenommene wurden unter Auflagen wieder freigelassen. Die Anti-Terror-Polizei prüft eine mögliche Verbindung zum Iran, Teheran weist eine Verwicklung zurück. Der britische Premierminister kündigte eine Krisensitzung dazu an.
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HEUTE6:21 Uhr
Nach Zwangsräumung: Seniorin darf in Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung kann die 87-jährige Maricarmen Abascal in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Das Immobilienunternehmen einigte sich auf neue Mietbedingungen; Abascals Bestätigung steht noch aus. Die Miete soll etwa 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld betragen. Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, heute im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden.
Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auf den internationalen Flugverkehr aus. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben aber geöffnet. Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Fluggäste jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen war die Bodenabfertigung in Suvarnabhumi, Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung.
Die Ramkhamhaeng-Straße am 27. September 2026 in Bangkok, Thailand. Die Behörden riefen in allen 50 Bezirken der thailändischen Hauptstadt den Katastrophenzustand aus.
Foto: Mailee Osten-Tan/Getty Images
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HEUTE6:02 Uhr
Mehrheit hält Enteignungen als Mittel gegen hohe Mieten
73 Prozent der Deutschen sehen eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften als ungeeignetes Mittel gegen hohe Mieten. 24 Prozent der Befragten einer Forsa-Umfrage sehen das anders; 3 Prozent waren unentschlossen. Vor allem Linken-Anhänger sehen Enteignungen als Lösung, CDU-Anhänger (88 Prozent) und AfD (92 Prozent) nicht. Die Berliner Linke hatte angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten; sie stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik.
Friedrich Merz empfängt heute Kasachstans Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Bundeskanzleramt. Themen sind etwa der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft, Fragen der regionalen Zusammenarbeit sowie die internationale Sicherheitspolitik. Zudem beginnt in Berlin das deutsch-kasachische Wirtschaftsforum.
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HEUTE5:31 Uhr
Wadephul reist in die Slowakei und zum Europarat nach Straßburg
Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag in die Slowakei. In Bratislava will Wadephul mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar und Ministerpräsident Robert Fico zusammenkommen. Thema ist unter anderem der Ukrainekrieg. Fico pflegt seine Kontakte nach Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber. Danach reist Wadephul nach Straßburg, wo er vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats spricht.
Der Ersatzverkehr der Deutschen Bahn im Nahverkehr erfolgt mit Bussen. - Foto: Michael Bahlo/dpa
Am 2. Oktober geht es los: Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover wird grundsaniert und voraussichtlich bis Ende 2027 für den Fernverkehr vollgesperrt. Die Fahrtzeit auf dem wichtigen Ost-West-Korridor verlängert sich wegen nötiger Umleitungen um 80 Minuten. Für den Nahverkehr werden Busse als Ersatz eingesetzt.
Eine der wichtigsten Verbindungen Berlin–NRW
Der Abschnitt gehört laut Deutscher Bahn zur „wichtigsten Verbindung zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen“. Täglich fahren dort mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie rund 90 Güterzüge.
Nach dem Korridor Hamburg-Berlin, der bis Juni grundsaniert wurde, ist die Strecke mit 221 Kilometern die zweitlängste Achse, die im Rahmen des Konzepts der Korridorsanierung grundlegend erneuert wird.
Noch im Juni hatte die Bahn ein Konzept für die Sanierung der Strecke vorgestellt, das die Belastungen für die Fahrgäste im Fernverkehr erheblich reduzieren sollte: Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 sollten die Züge zumindest in einer Fahrtrichtung auf der parallel zur Strecke verlaufenden sogenannten Lehrter Stammbahn fahren und so kaum Zeit verlieren. Doch daraus wird nichts.
Die Parallelstrecke wird derzeit noch elektrifiziert und diese Arbeiten verzögern sich. Voraussichtlich werden sie erst Ende 2027 abgeschlossen sein, die Lehrter Stammbahn steht daher nicht als Umleitstrecke zur Verfügung.
Für die gesamte Zeit der Bauarbeiten – von Oktober 2026 bis Dezember 2027 – verlängert sich die Fahrt nun für alle Fernverkehrszüge erheblich.
Folgen für den Fernverkehr
Ab Oktober fahren Fernzüge zwischen Hannover und Berlin nicht mehr über Wolfsburg sondern über Braunschweig und Magdeburg. Insbesondere in Magdeburg gibt es daher künftig deutlich mehr Fernverkehrshalte.
Die Züge zwischen Amsterdam und Berlin – drei bis vier Zugpaare pro Tag – werden über Hamburg umgeleitet, was zu einer etwa 70 Minuten längeren Fahrzeit führt.
Das ursprüngliche Verkehrskonzept ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird derzeit wegen der fehlenden Ausweichstrecke über die Lehrter Stammbahn noch überarbeitet. Geplant sind „drei Fernverkehrszüge pro Richtung im Zeitraum von zwei Stunden sowie weitere Einzelverbindungen zwischen Hannover und Berlin“. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 80 Minuten.
Die Bahn will nach eigenen Angaben während der Bauphase „ein verlässliches Grundangebot“ beibehalten. Zahlreiche Regiolinien fallen strecken- und phasenweise aus.
Das Nahverkehrskonzept wird den Angaben nach an das Vorgehen während der Streckensanierung Hamburg-Berlin angelehnt: Da, wo kein Zug fährt, wird ein Ersatzverkehr mit „neuwertigen, barrierefreien Bussen“ in der Farbe „Verkehrspurpur“ eingerichtet. Details ab Dezember werden aktuell noch ausgearbeitet.
Geplante Arbeiten
Nach Angaben der Bahn werden bei der Korridorsanierung 214 Weichen, rund 357 Kilometer Gleise, 100 Kilometer Oberleitungen sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert. Entlang der Strecke würden zudem 27 Bahnhöfe „modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut“.
Zudem ersetzt die Bahn kleinere Brücken, Durchlässe und Weichenheizanlagen und plant Instandhaltungsarbieten an Oberleitungsanlagen und Leit- und Sicherungstechnik. (afp/red)
Verschiedene KI-Modelle als App: DeepSeek, ChatGPT, Gemini, Grok, Claude und Perplexity AI. - Foto: Robert Way/iStock
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat wegen Sicherheitsbedenken die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen.
Unter anderem habe die Software in Tests Nutzer nicht immer ehrlich darüber informiert, welche Aktionen sie unternommen oder nicht unternommen habe, sagte die für Sicherheitssysteme zuständige OpenAI-Managerin Saachi Jain dem „Wall Street Journal“.
Außerdem habe das KI-Modell zum Teil auf eigene Initiative gehandelt, ohne eine Nutzererlaubnis einzuholen. Das Modell mit dem Namen GPT 6.1 Astra sollte demnach in den kommenden Tagen oder Wochen herauskommen.
Training ausgesetzt
Eigenmächtige Aktionen fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz von OpenAI hatten in den vergangenen Wochen wiederholt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass die Firma nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aussetzte.
Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.
Die Software habe jedoch eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt, wie OpenAI in einem Blogeintrag berichtete. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist. Bei dem betroffenen KI-Modell habe es sich nicht um GPT 6.1 Astra gehandelt.
In dem bisher aufsehenerregendsten Fall brach Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung aus und hackte sich ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma, der Plattform Hugging Face.
Wie sich danach herausstellte, drang auch KI anderer Entwickler – des OpenAI-Rivalen Anthropic sowie von Google und dem Facebook-Konzern Meta – bei Tests in Systeme anderer Unternehmen ein.
Der Bundesstaat Florida, der bereits eine Klage gegen OpenAI eingereicht hatte, legte nun mit dem Antrag auf eine einstweilige Verfügung nach. Zu den Forderungen gehöre, dass es keine Entwicklung neuer KI-Modelle ohne zusätzliche Leitplanken geben solle, sagte Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier. (dpa/red)
Menschen versammeln sich neben einem Transparent: „Keine weitere Maricarmen“. Die 87-Jährige wurde aus ihrer Madrider Wohnung vertrieben. Die Demonstranten campieren am 27. September 2026 vor dem Sitz der Regionalregierung von Madrid auf der Puerta del Sol in Madrid, um gegen Zwangsräumungen und die Wohnungskrise zu protestieren. - Foto: Thomas Coex/AFP via Getty Images
HEUTE6:21 Uhr
Nach Zwangsräumung: Seniorin darf in Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung kann die 87-jährige Maricarmen Abascal in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Das Immobilienunternehmen einigte sich auf neue Mietbedingungen; Abascals Bestätigung steht noch aus. Die Miete soll etwa 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld betragen. Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, heute im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden.
Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auf den internationalen Flugverkehr aus. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben aber geöffnet. Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Fluggäste jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen war die Bodenabfertigung in Suvarnabhumi, Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung.
Wollen Sie hierzu mehr erfahren?
HEUTE6:02 Uhr
Mehrheit hält Enteignungen als Mittel gegen hohe Mieten
73 Prozent der Deutschen sehen eine Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften als ungeeignetes Mittel gegen hohe Mieten. 24 Prozent der Befragten einer Forsa-Umfrage sehen das anders; 3 Prozent waren unentschlossen. Vor allem Linken-Anhänger sehen Enteignungen als Lösung, CDU-Anhänger (88 Prozent) und AfD (92 Prozent) nicht. Die Berliner Linke hatte angekündigt, an ihren Plänen zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen festzuhalten; sie stoßen parteiübergreifend auf scharfe Kritik.
Landtag von Schleswig-Holstein in Kiel - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Landesverband der Linken in Berlin geht rechtlich gegen das Land Schleswig-Holstein vor. Grund ist ein Instagram-Post von Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU), den die Ministerin am 23. September gemeinsam mit dem offiziellen Account ihres Ministeriums veröffentlicht hatte.
Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, wirft die Linke der Ministerin vor, gegen das staatliche Neutralitätsgebot zu verstoßen. Eine entsprechende Abmahnung vom 28. September liegt der Redaktion vor.
Kritik nach Wahlerfolg
Finke hatte die Linke Berlin nach deren Wahlerfolg scharf kritisiert. In dem Instagram-Post schreibt sie unter anderem, wer Judenhass in den eigenen Reihen dulde oder Verbindungen zu Clan-Strukturen habe, dürfe niemals Verantwortung für die Sicherheit übernehmen.
Die Berliner Linken haben dem Land Schleswig-Holstein eine Frist gesetzt. Sie fordern, dass bis zum 1. Oktober eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben wird.
Das Innenministerium in Kiel teilte auf Anfrage mit, die Abmahnung nun rechtlich zu prüfen. Auch gegen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geht die Linke wegen eines ähnlichen Vorwurfs vor. (dts/red)