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Hitze ist kein Damoklesschwert: 12 Tipps für Auto und Fahrer


In Kürze:

  • Bei sonnigen 30 Grad Celsius können es im Auto schnell 50 °C oder mehr werden. Das macht Mensch und Maschine zu schaffen.
  • Lack, Reifen, Motor und Batterie leiden still, dennoch geht der Schutz des Lebens vor Schutz des Materials.
  • Etwas Pflege vorab und einfache Maßnahmen während der nächsten Hitzewelle können die Belastung zuverlässig reduzieren.
  • Geschickte Parkplatzwahl und cleveres Lüften helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.
  • Ladung nicht vergessen: Bei 35 °C entwickelt Käse eine ganz neue Geruchsnote und auch Brillen können Schaden nehmen.

 
30 – 50 – 70 sind keine Idealmaße, sondern eine geradezu brandheiße Warnung an alle Autofahrer und Fahrzeughalter: Bei sonnigen 30 °C Außentemperatur kann es im Auto schnell 50 °C heiß werden. Dunkle Flächen am, im und um das Auto können sich noch deutlich stärker aufheizen.
Lack und Straßenoberfläche, aber auch Armaturenbrett, Lenkrad, Sitze und Gurte samt Gurtschlössern können so Temperaturen erreichen, die ausreichen, um Eier zu braten. Das ist nicht nur ein Verletzungsrisiko, sondern auch eine Gefahr für die Haltbarkeit des mobilen Untersatzes.
Oft lassen sich Schäden mit einfachen Mitteln vorbeugen oder zumindest verringern. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel. Zuallererst gilt es jedoch, die Insassen zu schützen:

Schutz des Lebens vor Schutz des Materials

Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen sinken die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit bei über 35 °C im Fahrzeuginnern auf ein Niveau, das einem Blutalkoholpegel von 0,5 Promille entspricht. Dadurch steige das Unfallrisiko um rund 20 Prozent bezogen auf „optimale 22 °C“.
Sommerliche Temperaturen, insbesondere in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, machen zudem dem Kreislauf zu schaffen. Hier kann eine funktionierende Klimaanlage im Zweifelsfall Leben retten. Die Temperatur sollte laut TÜV SÜD jedoch nicht mehr als 8 °C unter der Außentemperatur liegen, sonst drohten beim Aussteigen Kreislaufbeschwerden und Erkältungen. Ferner empfiehlt es sich, nicht dringende Fahrten zu vermeiden oder in die kühleren Morgenstunden zu verlegen.
Auch Haustiere leiden unter hohen Temperaturen, da sie nicht wie wir schwitzen können. Typische Warnzeichen eines drohenden Hitzschlags bei Tieren sind starkes Hecheln, übermäßiger Speichelfluss und Erbrechen, sowie Unruhe und Taumeln.
Unser Körper verfügt über verschiedenen Methoden, die Temperatur zu regulieren.

Unser Körper verfügt über verschiedene Methoden, um die Temperatur zu regulieren.

Foto: ts/Epoch Times nach ttsz/iStock

Besonders im stehenden Auto genügen dabei mitunter Minuten, um einen medizinischen Notfall auszulösen. Lassen Sie daher keine Mitfahrer, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, im geschlossenen Auto zurück. Auch nicht, wenn Sie „nur mal schnell etwas holen“ oder auf die Toilette müssen.
Schon wenige Minuten in der Sonne lassen die Temperaturen im Auto in die Höhe Schnellen. Offene Fenster helfen dagegen kaum.

Schon wenige Minuten in der Sonne lassen die Temperaturen im Auto in die Höhe schnellen. Offene Fenster helfen dagegen kaum.

Sollten Sie in die Situation kommen und ein Kind oder ein Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug entdecken, wählen Sie den Notruf. Das Einschlagen einer Scheibe ist nicht empfehlenswert, kann aber im Notfall gerechtfertigt sein, wenn ausdrücklich keine andere Rettungsmöglichkeit besteht. Denken Sie dabei auch an die Gefahr von Glassplittern für Sie und die zu rettende Person oder das Tier. Dokumentieren Sie den Vorgang, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Die Sache mit dem Käse – Ladung nicht vergessen!

Zu heiß werden kann es im Auto auch für die Ladung. Besonders wärmeanfällig sind Medikamente, wobei – unter anderem – Augentropfen und Insulin erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Problematisch ist hier in erster Linie, dass Arzneimittel ihre Wirkung teilweise oder gänzlich verlieren können, ohne dass dies sichtbar wird. Medikamente sollten am besten in Kühlbehältern transportiert und nicht im Auto gelassen werden.
Asthmasprays zählen ebenfalls zur Kategorie der empfindlichen Medikamente, sind jedoch auch aufgrund ihrer Eigenschaften als Spray gefährdet. Sprühdosen stehen unter Druck. Jenseits von 50 °C steigt dieser so weit, dass die Behälter Schaden nehmen oder bersten können. Für viele Deodorants sowie Haar-, Sonnen- und Insektensprays besteht dasselbe Risiko. Auch klassische Feuerzeuge stehen unter Druck und gehören daher nicht in ein überhitztes Fahrzeug.
Dass Schokolade bei 60 °C sprichwörtlich zerfließt, sollte bekannt sein. Auch viele andere Lebensmittel mögen Wärme nicht – Bakterien dafür umso mehr. Kühltaschen können hier Abhilfe schaffen, aber glauben Sie mir: Wer im Sommer einmal Weichkäse gekauft hat und dann „noch kurz“ ein paar Besorgungen machen musste, vergisst den Geruch, der auch Wochen später noch im Auto haftet, nie wieder.

Brandgefahr durch Ballast

Und dann sind da noch die diversen Gegenstände, die bewusst oder unbewusst im Auto mitgeführt werden: Getränkeflaschen, Brillen, Powerbanks.
Bezüglich ersterer kursieren verschiedene Warnungen. Nicht alle sind berechtigt und belegt. So spielen Bakterien und Keime bei ungeöffneten Flaschen im Regelfall keine Rolle, da sie erst mit dem ersten Schluck an den Flaschenhals gelangen. Glasflaschen, die wegen der Verletzungsgefahr nicht zum Trinken während der Fahrt empfohlen werden, und volle Plastikflaschen können Licht bündeln. Spektakuläre Brände sind indes selten, eher entstehen Schmorspuren. Wer Getränke mitnimmt, wenn er das Auto verlässt, umgeht beide Risiken.
Brillengläser sind nichts anderes als Linsen; im Brillenetui sind sie jedoch dahingehend harmlos. Dennoch können Beschichtungen und Vergütungen unter übermäßiger Wärme leiden. Dadurch entstehen feinste Risse, die Brille wird milchig oder sie verliert stellenweise ihre Zusatzfunktionen wie Verdunklung oder Entspiegelung. Das bedingt kühlere Handschuhfach oder die geschlossene Mittelkonsole sind daher für Brillen besser geeignet als offene Ablagen auf dem Armaturenbrett.
Ähnlich wie Medikamente haben auch Batterien ein ideales Temperaturfenster. Für Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) liegt dieses je nach Quelle zwischen 5 und 40 °C. Jenseits dieser Temperaturen laufen chemische Prozesse anders ab, als vorgesehen. Wärme allein zerstört die meisten Akkus nicht, beschleunigt jedoch ihre Alterung. In der Folge sinken Leistung, Kapazität und Lebensdauer.
Thermisches Durchgehen (Thermal Runaway) und Brände sind hingegen selten und stehen oft im Zusammenhang mit weiteren Belastungen wie Vorschäden oder gleichzeitigem Laden; dennoch sind dies Gründe, digitale Endgeräte wie Smartphones, Kameras und Laptops sowie Powerbanks und Werkzeugakkus nicht im Auto zu lassen – zusätzlich zum Diebstahlschutz.
Was für kleine Batterien gilt, gilt prinzipiell auch für große. Welche Schäden Starter- oder Antriebsbatterien nehmen und wie Sie sie schützen können, dazu gleich mehr.

Wie Wärme alten und neuen Autos zu schaffen macht

Zunächst zur Karosserie. Der Sonne beziehungsweise einem Übermaß an Sonne ausgesetzte Lacke bleichen mit der Zeit aus, besonders die Lacke vieler Oldtimer. Im schlimmsten Fall führt die hohe UV-Belastung zu einem Ablösen des Klarlacks. Ein Phänomen, das nicht auf das automobile Kulturerbe beschränkt ist.
Die gute Nachricht lautet, dass das Blech zunächst weiterhin geschützt ist. Die schlechte Nachricht ist, dass es nicht mehr schön aussieht und sich das Lacksterben auf die weiteren Lackschichten ausdehnen kann. Da hier vor allem die UV-Strahlung eine Rolle spielt, kann bereits das Parken im Schatten dem Aussehen des eigenen Autos helfen.
Doch allein mit einem guten Parkplatz ist es nicht getan: Vogelkot, Blütenstaub oder verendete Insekten brennen sich bei über 70 °C sprichwörtlich in den geschwächten Lack – auch im Innenraum. Regelmäßiges Reinigen hilft hier Wunder. Aber bei hohen Außentemperaturen und Sonne gilt es, den abrupten Temperaturschock mit kaltem Waschwasser auf dem Lack zu vermeiden. Greifen Sie daher am besten morgens zu Eimer mit Wasser und Lappen, um Anhaftungen schonend zu entfernen.
Besonders betroffen von zu viel UV-Belastung sind auch einige Cabrio-Stoffverdecke. Sie können unschön ausbleichen, ihre Nähte können schrumpfen und letztlich undicht werden. Bekannt dafür sind das Käfer-Cabrio und der Triumph TR6. Wie beim Lack gilt: Neuere Modelle sind oft weniger empfindlich, aber nicht immun.
Auch Gummidichtungen verhärten unter zu viel Sonne, werden spröde und schrumpfen. Bei Oldtimern, bei denen die Heckscheiben beispielsweise noch nicht verklebt sind, kann dies zum Wassereintritt in den Kofferraum führen. In beiden Fällen – Schutz vor Sonne und Schutz vor Regen – hilft ein überdachter Stellplatz.

Vorbeugen ist die beste Pflege

Den Scheiben können weder hohe Temperaturen noch UV-Strahlung etwas anhaben, doch auch hier lauert Gefahr. Wenn im Winter die Luft aus der voll aufgedrehten Heizung auf einen Steinschlag in der eiskalten Scheibe trifft, können die Spannungen so groß werden, dass sie reißt. Eiskalte Klimaanlagenluft im Sommer kann denselben Effekt haben. Die Empfehlung ist daher klar: Lassen Sie Steinschläge möglichst zeitnah reparieren. In der Regel übernimmt die Versicherung die Kosten.
Im Innenraum gilt es beim Kauf wie auch bei der Pflege, vor allem alter Autos, zuallererst auf den Zustand des Armaturenbretts zu achten, da dieses bei vielen Fahrzeugen durch zu viel Hitze und UV-Einwirkung zur Rissbildung neigt. Verformte Türverkleidungen und verblasste Kunststoffteile gehören ebenfalls zu den Folgen. Besonders bekannt hierfür sind der BMW E21, der Golf I und die Mercedes-Baureihe W123.
Hochpreisige Oldtimer mit reichlich Chrom und Holzfurnier im Innenraum leiden insbesondere unter der Kombination aus extremer UV-Bestrahlung und wechselnder Luftfeuchtigkeit. Beides zusammen führt oft zur Ablösung des Klarlacks auf den Furnieren. Hier sind Oldtimer der Marken Jaguar, Rolls-Royce oder auch der Mercedes Ponton zu nennen. Eine kostengünstige Abhilfe kann ein Sonnenschutz für die Front- (und Heck-)scheibe bieten. Etwas kostenintensiver ist eine Wachsversiegelung für den Lack. Letztere ist übrigens keine Einmalausgabe, sondern von Zeit zu Zeit empfehlenswert.

Jetzt aber ab unter die Motorhaube!

Ein Verbrennungsmotor, ganz gleich welchen Alters, benötigt vor allem zweierlei: Schmierung und Kühlung. Gerade Oldtimer sind ihren Eignern gar nicht böse, wenn sie die Ölwechselintervalle noch unterhalb der Herstellerangabe durchführen und dabei natürlich vor allem auf die vorgeschriebene Viskosität des Öls achten. SAE 10W40 oder SAE 10W50 dürften den allermeisten Anforderungen gerecht werden – es sei denn man möchte im Januar durch Sibirien und im Juli mit Höchstgeschwindigkeit durchs Death Valley fahren.
Sind Sie sich nicht sicher, schauen Sie unter der Motorhaube nach. Nicht selten hängt in der Nähe des Ölmessstabes oder des Nachfüllstutzens ein Zettel mit der passenden Bezeichnung. Wenn das auch nicht hilft, empfiehlt sich der Rat der Autolegende Irv Gordon:
„Tu, was das Handbuch verlangt, nicht, was der Händler verlangt. Die Leute, die das Auto gebaut haben, haben das Handbuch geschrieben.“
Gordon muss wissen, wie ein Auto lange hält. Er fuhr mit seinem roten Volvo P1800 in 52 Jahren unglaubliche 5,23 Millionen Kilometer.
Natürlich sollte auch immer wieder der Ölstand geprüft werden. Sinkt er unerwartet rasch, ohne dass sich unterhalb des Fahrzeugs ein Hinweis auf die Ursache findet, sollte der Blick dem Deckel des Ölnachfüllstutzens gelten. Ist er von unten hellbraun-sahnig oder einfach nur bernsteinfarben oder dunkel? Im ersteren Fall gehört das Fahrzeug in fachkundige Hände.

Was heiß wird, will gekühlt werden

Anders als der VW Käfer besitzen die meisten Fahrzeuge einen Kühlwasserkreislauf mit einem Ventilator, der bei Bedarf zugeschaltet wird. Viel hat sich da bis heute nicht verändert. Ebenso wenig hat sich die Physik geändert, die besagt, dass die Kühlung mit warmer Sommerluft weniger effektiv ist. Ein zusätzlicher Blick kann daher nicht schaden – weder dem Oldtimer noch dem Neuwagen.
Letztere melden Fehler häufig mit zahlreichen Warnungen, die mehr oder weniger bunt sind und/oder mit akustischem Nachdruck direkt im Sichtfeld des Fahrers erscheinen. Bei anderen muss der Fahrer selbst aktiv werden.
Sichere Zeichen sind eine schnell steigende Kühlmitteltemperatur und Dampfentwicklung aus den Spalten der Motorhaube. Auch eine unerwartet steigende Öltemperaturanzeige – so etwas haben vor allem die älteren Fahrzeuge – deutet auf Probleme im Kühlkreislauf hin und ist ein Grund, die Fahrt zu unterbrechen und den Wagen im Leerlauf noch ein paar Minütchen weiterlaufen zu lassen. Im besten Fall ist es nur ein fehlerhaftes Thermostat. Andernfalls empfiehlt es sich, die Reiseplanung anzupassen.
Ob der Kühlwasserstand passt, können Sie von außen am Kühlwasserausgleichsbehälter erkennen. Den sollten Sie gelegentlich auch einmal öffnen, aber als Laie unbedingt ausschließlich bei kaltem Motor. Verbrennungsgefahr! Was man dann im Inneren sieht, sollte halbwegs klar sein, egal ob ein wenig farbig oder nicht. Blickt man auf eine braune Brühe und riecht man oben am Einfüllstutzen so etwas wie Abgase, ist ebenfalls eine Fahrt zum fachkundigen Schrauber angesagt.
Alle Schläuche, die mit der Kühlung zu tun haben, sollten auf spröde Stellen, festen Sitz und Leckagen überprüft werden. Darüber hinaus atmet jedes in die Jahre gekommene Fahrzeug durch, wenn man gelegentlich alles erneuert, was „Filter“ im Namen trägt. Das kostet nicht viel und trägt zur Betriebssicherheit bei. Ebenso wie der gelegentliche Austausch der Keil- beziehungsweise Treibriemen für Lichtmaschine, Wasserpumpe und andere im Motorraum verbaute Helferlein.
Wenn der Verbrauch des Fahrzeugs steigt, sonderbare, klackernde Geräusche aus dem Motorraum zu hören sind, die Maschine heißer als gewohnt wird oder die Leistung nachlässt, kann auch ein Blick auf die Steuerung der Ventile im Zylinderkopf nicht schaden. Wer eine klassische Fühlerlehre im Werkzeugkasten hat und nicht zwei linke Hände, erledigt das mit Freude selbst.

Oft aufwendigere Kühlung im E-Auto

Heute hat nicht mehr jedes Auto einen Verbrennungsmotor, Kühlung ist jedoch auch bei E-Autos eine wichtige Komponente. Vielleicht sogar noch wichtiger, denn was für kleine Batterien im Innenraum gilt, trifft auch auf die Starterbatterie beim Verbrenner und die Antriebsbatterie eines E-Autos zu: Bei Hitze laufen die chemischen Reaktionen anders ab – und vor allem schneller.
Tiefe Temperaturen gelten vielfach als batterieschädlich, jedoch zeigen sich lediglich die Schäden im Winter, wenn die Batterien stärker beansprucht werden. Die elektrochemischen Ursachen liegen hingegen fast immer in der warmen Jahreszeit.
In der Chemie spricht man davon, dass um 10 °C höhere Temperaturen zu einer Vervielfachung der Reaktionsgeschwindigkeit führen. Das gilt im weitesten Sinn für die Versprödung von Gummi, die Zersetzung und Viskosität (Zähflüssigkeit) von Motoröl, aber eben auch die Batteriechemie.
In klassischen Starterbatterien korrodieren dann die Bleigitter schneller, die Selbstentladung steigt und die Kapazität sinkt. Anzeichen für eine schwache Batterie sind unter anderem träges Starten des Motors und unerwartet schwächer werdende Instrumenten- und Innenraumbeleuchtung. Hier hilft im Sommer erneut ein Schattenparkplatz und im Winter notfalls ein Starthilfekabel. Bei E-Autos ist zumindest Letzteres keine Option.
Um das recht enge Temperaturfenster moderner Lithium-Ionen-Batterien einzuhalten, verfügen E-Autos über fein abgestimmte Systeme, die die Batterien je nach Bedarf kühlen oder wärmen. Das kostet zusätzlich Energie und reduziert die Reichweite – bei einigen Modellen mehr, bei anderen weniger.
Besonders schädlich ist die Kombination aus konstant hohem Ladezustand und hohen Umgebungstemperaturen, die die Batterien schneller altern lässt. Beabsichtigen Sie, Ihr E-Auto eine Zeit lang nicht zu fahren, stellen Sie es daher lieber mit halb vollem Akku ab. Empfehlenswert ist eine Restladung zwischen 40 und 80 Prozent.
Schnellladen belastet den Akku auch bei normalen Temperaturen, da hierbei selbst hohe Temperaturen auftreten können. Um die Batterien nicht zusätzlich zu belasten, drosseln daher viele Batteriemanagementsysteme die Lade- und gegebenenfalls Fahrleistung, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Im Sommer höherer Verbrauch?

In der Betrachtung fehlt noch eine tragende Komponente: die Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Reifen sind dabei ebenfalls doppelter Belastung ausgesetzt. Einerseits lässt Wärme die Gummimischung weicher werden. Dadurch erhöht sich die sogenannte Walkarbeit, also die Verformung des Reifens, und infolgedessen auch der Rollwiderstand. Andererseits verändern sich die Straßenbedingungen – bis hin zur explosionsartigen Bildung von Kanten und Schlaglöchern.
Weicher Reifengummi trifft dabei zugleich auf einen erhöhten Druck, denn was für Spraydosen gilt, gilt prinzipiell auch für luftgefüllte Reifen. Steigt die Temperatur um 10 °C, erhöht sich der Reifendruck um etwa 0,1 bar. Ein zu niedriger Luftdruck erhöht wiederum die Walkarbeit und damit den Verbrauch. Im schlimmsten Fall drohen Profilablösungen und Reifenplatzer. Es genügt daher nicht, den Reifendruck einmal im Jahr zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Dies sollte dennoch nicht nach einer längeren Fahrt geschehen, sondern vorher am „kalten“ Reifen.
Apropos kalte Reifen. Dass man im Winter keine Sommerreifen nutzt, sollte klar sein. Umgekehrt ist es aber auch nicht besser. Die von Haus aus weichere Gummimischung von Winterreifen verstärkt die genannten Probleme und sie verschleißt im Sommer erheblich schneller.
Sinnvoll ist deshalb, auch und gerade bei nur wenig gefahrenen Oldtimern, immer einmal den Zustand der Reifen zu überprüfen: die Profiltiefe, vor allem aber auch das Alter der Reifen. 7 Millimeter Profiltiefe und ein Alter von zwölf Jahren wären ein Grund, die Pneus durch neue zu ersetzen, falls sich im Gummi Versprödungen zeigen.
Übrigens: Natürlich benötigt auch die Klimaanlage Energie, sodass sich ihr Betrieb an der Zapf- oder Ladesäule bemerkbar macht. Im Stadtverkehr müssen Fahrer laut ADAC mit rund 20 Prozent Mehrverbrauch und auf Autobahnen mit rund 6 Prozent mehr rechnen. In älteren Fahrzeugen kann der Mehrverbrauch auch höher ausfallen und mehrere Liter pro 100 Kilometer betragen.

Weiche Fahrbahn, harte Kanten

Hitzeschäden an Straßen richten sich in erster Linie nach dem Fahrbahnbelag: Asphalt reagiert anders als Beton. Während ersterer weich wird und unter Belastung allmählich Spurrinnen und Verformungen bildet, neigt letzterer zu sogenannten Blow-Ups, also plötzlichen Aufwerfungen. Grund ist hier, dass Beton seine Steifigkeit behält, sich aber, wie nahezu alle Stoffe, bei Wärme ausdehnt. Um das zu kompensieren, verfügen Betonstraßen in regelmäßigen Abständen über Dehnungsfugen.
Ziehen sich die Betonplatten im Winter zusammen, gelangt Dreck in die Fugen. Dehnen sich die Platten im Sommer dann wieder aus, besteht sprichwörtlich kein Raum, um thermische Spannungen abzufedern. Wechselnde Verkehrslasten setzen der angespannten Oberfläche zusätzlich zu. Wird die Last zu hoch, bricht die Betondecke ohne sichtbare Vorwarnung in die einzige mögliche Richtung auf – nach oben.

Einen kühlen Kopf bewahren

Manche Dinge lassen sich nicht beeinflussen. Dazu gehören das Wetter und der Straßenbelag. Was wir ändern können, ist, wie wir damit umgehen:
  1. Was sich nicht aufheizt, muss nicht gekühlt werden. Weder heller Lack noch geöffnete Fenster verhindern zuverlässig das Aufheizen des Fahrzeugs an sonnigen Tagen, ein Schattenparkplatz schon.
  2. Haben Sie keinen überdachten Parkplatz, achten Sie auf den aktuellen und späteren Sonnenstand. Verwenden Sie einen Sonnenschutz.
  3. Lassen Sie niemals Personen oder Haustiere in geschlossenen, in der Sonne abgestellten Fahrzeugen zurück. Lebensgefahr!
  4. Ein Fahrzeug von 60 °C herunterzukühlen ist auch für die modernste Klimaanlage Schwerstarbeit. Öffnen Sie daher vor Fahrtantritt alle Türen oder fahren Sie die ersten Meter mit offenen Fenstern, um einen Großteil der Wärme herauszulassen.
  5. Verlegen Sie Fahrten in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
Außerdem können wir vorsorgen:
  1. Reifendruck (am kalten Reifen) und Flüssigkeiten (Kühlwasser nur bei kaltem Motor) regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.
  2. Verunreinigungen schonend beseitigen, Temperaturschocks vermeiden, Dichtgummis und Verdeck prüfen und pflegen.
  3. Ein offenes Ohr und Auge für Ihr Fahrzeug können Schäden frühzeitig andeuten. Zögern Sie Reparaturen nicht unnötig hinaus, da geschwächte Strukturen (Scheibe, Reifen, Schläuche) zu größeren Problemen werden können.
  4. Klimaanlagen verlieren pro Jahr rund 10 Prozent ihres Kühlmittels. Veranlassen Sie daher von Zeit zu Zeit auch die Wartung der Klimaanlage.
  5. Nicht nur Autos, auch Ladung und Ballast leiden unter hohen Temperaturen. Nehmen Sie empfindliche Gegenstände mit, wenn Sie das Auto verlassen.
  6. Bei E-Autos auf den Ladestand der Batterie achten. Nicht vollgeladen für längere Zeit abstellen.
  7. Im Auto angemessene Kleidung tragen: Für die (Bei)Fahrerin im Auto könnte das bedeuten Midi-Kleid statt Mini-Rock – oder Sitzbezug und Kissen. Das hilft auch dem Mann gegen Verbrennung an empfindlichen Körperteilen.
Alles in allem hängt weder Sommer noch Winter wie ein Damoklesschwert über der automobilen Freiheit. Was wirklich schadet, ist Vernachlässigung. Historische Fahrzeuge benötigen dabei auch nichts anderes als moderne Karossen, nämlich eine regelmäßige Wartung. Dank zumeist simpler, wenig störanfälliger Technik und im Vergleich zu heute ungemein robuster ausgelegter Motoren kann ein Oldtimer mit gesunder, rostfreier Substanz Generationen von Neufahrzeugen überleben.
Dieser Artikel ersetzt weder Beratung noch Wartung durch einen qualifizierten Kfz-Mechaniker. Sicherheit im Straßenverkehr sowie bei Arbeiten in und am Fahrzeug haben höchste Priorität, um Fahrer, Mechaniker und Dritte nicht zu gefährden. Der Autor und Epoch Times übernehmen keinerlei Haftung für Verletzungen und Schäden.
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Kiew: Russland will weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea für Ukraine-Krieg

Russland will nach ukrainischen Angaben weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea im Ukraine-Krieg einsetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky warnte vor einer „Bedrohung“ nicht nur für die Ukraine.
Nach dem Abschuss einer weiteren Drohne im Luftraum über dem EU- und Nato-Mitglied Rumänien machten Bukarest und die Nato Russland verantwortlich. Ukraine und Russland meldeten derweil insgesamt mehr als 20 Todesopfer bei neuen gegenseitigen Angriffen am Wochenende.
Hinsichtlich der mutmaßlich von Russland angeforderten 30.000 nordkoreanischen Soldaten erklärte Selenskyj am Samstagabend im Onlinedienst X: „Seit Juni laufen in der russischen Region Woronesch Vorbereitungen für ihre Aufnahme“. Außerdem bereite Nordkorea die Lieferung weiterer Raketenabschussrampen vor.
„Russland hilft Nordkorea dabei, das Führen von Krieg zu erlernen, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung zu sammeln“, erklärte Selenskyj. Dies stelle „eine Bedrohung für alle Menschen in Asien dar, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden“.
Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus bei dessen Krieg gegen die Ukraine und hat Russland tausende Soldaten und Waffen bereitgestellt.
Im Gegenzug versorgt Russland das international weitgehend isolierte Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen. Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hatte vor wenigen Tagen Moskau besucht und wurde von Staatschef Wladimir Putin empfangen.
Unterdessen gingen die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine am Sonntag weiter. Bei neuen ukrainischen Angriffen auf Ortschaften in der von Russland kontrollierten Ostukraine und in der Region Cherson sowie auf ein russisches Grenzdorf wurden russischen Behörden zufolge sechs Menschen getötet.
Ukrainische Behörden meldeten am Sonntag einen Toten bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Charkiw. Bereits am Samstag waren in beiden Ländern insgesamt mindestens 20 Menschen getötet worden.
Sowohl Kiew als auch Moskau haben ihre gegenseitigen Angriffe in den vergangenen Wochen verstärkt. Die von den USA angeführten diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe waren zuletzt auch wegen des Iran-Kriegs ins Stocken geraten.
Am Samstag kamen die Forderungen nach einem Ende des Ukraine-Krieges von unerwarteter Seite: Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew forderte Kremlchef Putin bei einem gemeinsamen Termin zu einem Stopp der Kämpfe auf. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat aber nie Unterstützung für Moskaus Krieg gegen die Ukraine signalisiert.
Bei einem russisch-kasachischen Gipfel im sibirischen Omsk schlug Tokajew ein „Einfrieren“ des Konflikts vor. Putin antwortete darauf, er werde Tokajew über „die Details“ des Krieges informieren.
Im Ukraine-Krieg kommen nach Angaben aus Kiew auch iranische Drohnen zum Einsatz. Eine solche Drohne wurde am Freitag laut Rumäniens Präsidentschaft auch im Luftraum Rumäniens abgeschossen. Auch am Samstag und Sonntag wurde laut Bukarest jeweils eine weitere Drohne abgeschossen, die in rumänischen Luftraum eingedrungen waren.
Rumäniens Präsident Nicusor Dan erklärte, gemäß einer Untersuchung handele es sich bei der am Freitag abgeschossenen Drohne um ein Modell des vom Iran entwickelten Typs „Schahed“, „das von der Russischen Föderation in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt wird“.
Dan bezeichnete es auf X als „inakzeptabel und unerträglich, dass die Russische Föderation weiterhin den Luftraum Rumäniens verletzt – einen Luftraum, der zugleich jener der Nato und der Europäischen Union ist“. Die Untersuchungen zu den am Samstag und Sonntag abgeschossenen Drohnen waren demnach noch im Gange.
Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O’Donnell erklärte derweil, auch die am Sonntag abgeschossene Drohne „scheint russischen Ursprungs zu sein“. Rumäniens Außenministerium wollte nach den „wiederholten Verletzungen“ den russischen Botschafter einbestellen.
Rumänien und die Ukraine teilen eine etwa 600 Kilometer lange Grenze, sie ist Teil der Nato-Außengrenze. Im Verlauf des seit fast viereinhalb Jahren andauernden Kriegs drangen wiederholt Drohnen in den rumänischen Luftraum ein. Einige davon stürzten ab, bis Freitag wurde jedoch keine abgeschossen.
Der Iran warf der Ukraine am Sonntag vor, am Vortag ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer attackiert zu haben. Das Schiff sei dadurch „explodiert“, ein Mensch sei getötet worden, erklärte das Außenministerium in Teheran und drohte, der Vorfall werde nicht ohne Reaktion bleiben. Laut dem iranischen Staatsfernsehen wurde der ukrainische Geschäftsträger in Teheran einbestellt.
Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien „sehr solide Ergebnisse“ durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, „die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff“. (afp/red)
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Zwei Nächte in Folge keine US-Angriffe im Iran: Teheran stoppt seine Attacken

Im Krieg mit dem Iran hat das US-Militär zwei Nächte in Folge keine Ziele mehr in dem Land angegriffen. Die iranische Armee kündigte daraufhin am Sonntag an, ihre Attacken in der Region ebenfalls einzustellen.
Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormus ist dagegen weiter umkämpft. Auseinandersetzungen gab es auch zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien.
Das Ausbleiben der US-Angriffe auf das iranische Festland kam überraschend, nachdem US-Präsident Donald Trump noch am Freitag neue, massivere Attacken erwogen hatte. Washington spreche allerdings derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen „von Tag zu Tag ernsthafter“ werde, hatte Trump erklärt. Ohne Abkommen werde es aber ein „weitaus höheres Niveau“ der Angriffe geben.
Die „New York Times“ hatte dagegen berichtet, dass es innerhalb der US-Regierung große Sorgen über die schwindenden Bestände an Militärmaterial gebe. Dies betreffe vor allem Ausrüstung der Golfstaaten zur Abwehr iranischer Angriffe, wie zum Beispiel Patriot-Abfangraketen.
Auch der Sender CNN berichtete, dass die USA die Angriffe aus diesem Grund „auf Eis gelegt“ hätten. Insbesondere US-Vizepräsident JD Vance und der US-General Dan Caine hätten dem Sender zufolge Bedenken gegen eine Fortführung der Angriffe geäußert.
Daraufhin kündigte die iranische Armee am Sonntag an, ihre Attacken ebenfalls einzustellen. „Da unsere Strategie im Wesentlichen auf Vergeltung beruhte, haben auch wir unsere Vergeltungsmaßnahmen gestoppt“, erklärte Armeesprecher Mohammed Akraminia. Die USA befänden sich in einer „schwierigen und instabilen“ Lage und suchten wahrscheinlich nach „einer neuen Strategie“, fügte er hinzu.
Entscheidende Bedeutung für das Verhalten der US-Armee könnte ein Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Dienstag in der US-Hauptstadt Washington haben. Die US-Armee hatte die Angriffe auf den Iran Ende Februar zusammen mit Israel begonnen.
Dazu erklärte Akraminia, dass der Iran den Konflikt „geografisch ausweiten“ werde, wenn sich die US-Regierung erneut von Israel „in die Irre führen lasse“ und „auf der Fortsetzung des Krieges beharrt“.
Weitere Auseinandersetzungen gab es in der Straße von Hormus. Hier beschossen die US-Streitkräfte am Freitag einen Tanker, der nach US-Angaben vier Mal versucht hatte, die US-Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen.
Am Sonntag erklärten die iranischen Streitkräfte, sie hätten binnen 24 Stunden sechs Schiffe an der Durchfahrt gehindert, die eine „illegale und unsichere Route“ genommen hätten.
Der Iran hatte zuletzt mehrere Tanker angegriffen, die nahe der Küste des Oman durch die Meerenge fuhren. Teheran versucht damit, Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen.
Eine solche Gebühr hatte der Iran im Juni angekündigt und immer wieder auch in den Verhandlungen mit den USA ins Spiel gebracht – nach eigenen Angaben, um die Kriegsschäden zu bezahlen.
Da die Fahrtrouten der Schiffe durch omanische und iranische Gewässer führen, verhandelt Teheran mit Maskat nach eigenen Angaben seit Wochen über eine künftige Maut. Am Sonntag teilte der Iran dazu mit, in den Gesprächen mit dem Oman Fortschritte „zu gemeinsamen Prinzipien und operativen Mechanismen“ der Schifffahrt in der Meerenge gemacht zu haben.
Unterdessen erklärte die mit dem Iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz, eine mit Waffen bestückte saudiarabische Drohne abgeschossen zu haben. Die „Aufklärungsdrohne aus türkischer Produktion“ sei auf „feindlicher Mission“ unterwegs gewesen, erkärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Sonntag.
Bereits am Samstag hatten die Huthis nach eigenen Angaben Anlagen des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco in Dschisan und Janbu am Roten Meer mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Militärsprecher der Miliz drohte in einer Videoerklärung mit einer „Eskalation in den kommenden Stunden und Tagen“. Ein von der Nachrichtenagentur AFP überprüftes Video zeigte dunklen Rauch über der Aramco-Raffinerie in Dschisan.
Die Huthi-Attacke folgte wiederum auf saudiarabische Angriffe im Jemen. Nach Angaben einer jemenitischen Sicherheitsquelle trafen die saudiarabischen Angriffe unter anderem einen Marinestützpunkt in der Hafenstadt Hodeida und ein Militärlager auf der Insel Kamaran. Huthi-Medien meldeten zwei Verletzte.
Die von Teheran unterstützte Miliz hatte am Montag eine Blockade gegen saudiarabische Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden angekündigt und anschließend zwei Schiffe angegriffen. Weil die Straße von Hormus ebenfalls weitgehend gesperrt ist, bleiben Riad nur noch wenige Möglichkeiten zum Export von Rohöl und Erdgas.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi rief angesichts der Kämpfe zum Dialog auf. Es gebe „keine militärische Lösung“ für den Konflikt im Jemen und um die Meerenge Bab-al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden, sagte er der staatlichen Zeitung „Iran Daily“.
Die Entwicklung könne nicht dem Iran zugeschrieben werden, sondern wurzele in alten Streitigkeiten zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien.
Im Jemen wütet seit über einem Jahrzehnt ein bewaffneter Konflikt. Saudi-Arabien unterstützt seit 2015 die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis.
Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen. Der Konflikt hatte hunderttausende Todesopfer verursacht und eine schwere humanitäre Krise ausgelöst.(afp/red)
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„Es ist die Hölle“: Waldbrände bedrohen Großstadt Bordeaux


In Kürze:

  • Die Großstadt Bordeaux ist von heftigen Waldbränden bedroht.
  • Die Einsatzkräfte haben laut dem Innenminister mehrere Brände in ganz Frankreich nicht unter Kontrolle.
  • Evakuierte in einer Notunterkunft berichten von ihren persönlichen Erlebnissen.

 
Die beispiellosen Brände in Frankreich und Spanien haben bis zum Wochenende mehr als 300.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Zahlreiche Familien kommen in Notaufnahmezentren unter.

Familien in der Notunterkunft

Zwischen Feldbetten, Kartons mit Lebensmitteln und persönlichen Gegenständen richten sich die Evakuierten in einer Notunterkunft in Bordeaux im Südwesten Frankreichs ein. Viele kommen mitten in der Nacht an. Sie schlafen auf Luftmatratzen oder Isomatten. Manche bleiben wach.
Vor dem Gebäude spielen Kinder mit einem Ball oder Badminton. Sie versuchen, sich die Zeit zu vertreiben. Die Familien kommen aus dem Arcachon-Becken oder aus Gemeinden in der Nähe von Bordeaux.
Unter den Betroffenen ist auch der 38-jährige Olivier Stewart. Er verließ die westlich von Bordeaux gelegene Gemeinde Mérignac zusammen mit seiner Familie nach einem Alarm. „Vor allem die Kinder sind gestresst. Sie glauben, das Feuer würde das Haus niederbrennen, aber uns geht es gut“, erklärte er.

Ein Beamter des französischen republikanischen Sicherheitskorps (CRS – Compagnies Républicaines de Sécurité) spricht am 25. Juli 2026 in Saint-Médard-en-Jalles am Stadtrand von Bordeaux mit einem Anwohner, nachdem die Anwohner eine Evakuierungsanordnung erhalten hatten.

Foto: Romain Perrocheau / AFP via Getty Images

Hilfsmaßnahmen für Betroffene

Eine Ärztin, Marie Decroix, geht von Familie zu Familie. Sie macht sich Notizen. „Ich erfasse die Bedürfnisse, vor allem die der Kinder, und weise auf die Anzeichen von Dehydrierung hin“, schilderte sie.
Die Einsatzkräfte richten eine Hilfsstation ein. Sie organisieren ein System, um Medikamente aus der Apotheke zu holen. Busse bringen ältere Menschen zu einem eigens dafür vorgesehenen Ort.
Laut dem Bürgermeister von Bordeaux, Thomas Cazenave, finden zwischen 5.000 und 6.000 Menschen in den Hallen Zuflucht. Er betonte, man könne die Zahl der Unterbringungsplätze heute problemlos von 5.000 auf 10.000 erhöhen und so eine deutlich größere Zahl Betroffener versorgen, falls die Evakuierung auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden müsste.

„Wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch“

Die Menschen erhalten von den Einsatzkräften auf Wunsch Atemschutzmasken. Zwar liegt noch immer Rauch in der Luft, doch die Belastung ist geringer als am Vortag.
Der 70-jährige Frédéric Tavitian berichtete am Samstag von seiner Anreise. „Wir sind gestern (Freitag) gegen 19 Uhr angekommen. Wir haben etwa vier Stunden gebraucht, um hierherzukommen, weil es Staus gab.“ Er beschrieb die Evakuierung: „Um 15 Uhr wurde uns gesagt: ‚Ihr müsst evakuieren.‘ Wir haben Rauchwolken gesehen, wie bei einem Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand. Und dann sind wir losgefahren.“
Die Situation sei „wirklich hart“, erzählte er. „So ist es eben. Man muss damit klarkommen“. Er sei müde, weil er wegen des „ständigen Lärms“ nicht schlafen konnte.
In der Halle frühstücken einige. Andere stehen Schlange, um einen Kaffee zu bekommen.

Hilfsbereitschaft in der Not

Die 75-jährige Nuala Kelly aus Irland schilderte ebenfalls ihre Erfahrungen. Sie sagte: „Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas erlebt. Dabei bin ich schon um die ganze Welt gereist und habe alle möglichen Situationen erlebt.“ Sie fügte hinzu: „Alle sind sehr nett, wir müssen dankbar sein.“
Mehrere Einwohner von Bordeaux haben ihre Hilfe angeboten. Darunter meldete sich auch der 55-jährige David Duval freiwillig. „Ich habe ein freies Zimmer, ich kann eine Familie bei mir unterbringen“, teilte er mit. „Es geht mir richtig ans Herz, wenn ich all diese Menschen in Not sehe. Man muss darüber nachdenken, was jeder Einzelne tun kann.“

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Brände breiten sich „unkontrolliert“ weiter aus

Derweil breitete sich das Feuer in Südwestfrankreich nahe Bordeaux laut Innenminister Laurent Nuñez „unkontrolliert“ weiter aus. Am Sonntag rückten die Flammen bis auf 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt heran. Das Feuer sei in der Nacht wieder „äußerst intensiv und unberechenbar“ geworden, so der Innenminister.
Bürgermeister Thomas Cazenave schloss am Sonntag eine Evakuierung der Großstadt vorerst aus. Er fügte hinzu: „Wir sind sehr wachsam. Wir sind auf alles vorbereitet“. Die Behörden forderten zuvor 8.000 am Stadtrand lebende Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.
Nach Angaben der Behörden wurden seit Mittwoch in der Gironde, dem Verwaltungsbezirk rund um Bordeaux, rund 220.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der größte Waldbrand der Region hat inzwischen rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört.
Damit zählen die Brände in der Gegend zu den größten in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. 1949 hatte ein Großbrand im Gebiet der Gascogne etwa 50.000 Hektar zerstört.
Frankreichs Regierung entsandte am Wochenende weitere 500 Soldaten für die Löscharbeiten. Auch zahlreiche Flugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz, darunter ein Militärflugzeug vom Typ A400M.

Auch Brände in Spanien

Heftige Waldbrände wüten ebenso im Nachbarland Spanien. Dort gab das Innenministerium neue Evakuierungsaufrufe für die Provinz Toledo südwestlich der Hauptstadt Madrid heraus. „Die Lage ist komplex“, sagte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Journalisten. „Heute sind wir etwas pessimistischer als gestern“, fügte er hinzu. Die Wetterbedingungen hätten „überhaupt nicht geholfen“.
Zwei von drei Bränden westlich von Madrid waren nach Behördenangaben zuvor zu einem Großfeuer verschmolzen, das sich mit einem weiteren Waldbrand in der benachbarten Region Kastilien und León verbinden könnte. Der größte Brand in Spanien in der Provinz Guadalajara nordöstlich von Madrid loderte am Samstag weiter. Dort vernichteten die Flammen bislang etwa 32.000 Hektar Land.

Feuergefahr auch in Italien

Die Feuerwehr in Italien kämpft ebenfalls gegen zahlreiche Brände. Allerdings haben die Feuer längst nicht das Ausmaß wie in Frankreich und Spanien. Betroffen sind insbesondere Regionen auf dem Festland im Süden sowie Italiens größte Inseln Sizilien und Sardinien. Auf Sardinien musste in der Umgebung der Inselhauptstadt Cagliari ein Altersheim evakuiert werden. Auf Sizilien bereitet Probleme, dass die Feuer durch den Wüstenwind Scirocco angefacht werden, der über das Mittelmeer aus Afrika kommt.
(Mit Material der französischen Epoch Times und Nachrichtenagenturen)
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UNBROKEN: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun

„UNBROKEN: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“ begleitet das weltbekannte Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, Shen Yun Performing Arts, auf seinem Weg zu internationalem Ruhm – während die Künstler gleichzeitig Einschüchterungen und Gewaltandrohungen ausgesetzt sind. Durch die Augen zweier Brüder und ihrer Tanzkollegen erzählt der Film eine außergewöhnliche Reise: von einer g…
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Veraltete Infrastruktur Grund für Wasserknappheit in München?

München muss Wasser sparen: Seit dem 15. Juli ist die private Entnahme von Wasser tagsüber eingeschränkt. Bei Verstößen drohen bis zu 50.000 Euro Strafe. Doch was ist der Grund?
„Also die Stadt München verbraucht im Schnitt …
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TICKER | Dobrindt spricht von „islamistischem Terroranschlag“ – weitere Details über den Täter

Die deutsche Polizei fahndete am 26. Juli 2026 nach einem Verdächtigen, der vermutlich Verbindungen zu islamistischen Kreisen hat. Gestern raste ein Auto in der Nähe der Berliner Gay-Pride-Feierlichkeiten in eine Menschenmenge.
Eine Frau kam ums Leben, die Zahl der Verletzten wird derzeit mit 25 angegeben. In der Nacht sagten die CSD-Veranstalter zwei für Sonntag geplante Veranstaltungen ab.

 
HEUTE14:45 Uhr

Dobrindt stuft Bluttat als „islamistischen Terroranschlag“ ein

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als „islamistischen Terroranschlag“ eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute „alles“ hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es „29 Verletzte und Schwerstverletzte“, sagte der Minister.
Dobrindt kündigte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen an – etwa für CSD-Kundgebungen in anderen Bundesländern. Dazu sei der Bund bereits in Gesprächen mit den Ländern. „Man kann nicht ausschließen, dass auch solche schrecklichen Taten, solche terroristischen Anschläge auch Nachahmer finden“, sagte der Minister. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten „im Zweifelsfall auch deutlich erhöht werden“.
 
HEUTE14:39 Uhr

Dobrindt nennt weitere Details zum Täter

Innenminister Dobrindt nannte auch weitere Details zum Täter. Demnach handelt es sich bei dem 21-jährigen Tatverdächtigen um einen deutschen Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund. Er wurde 2005 in Deutschland geboren, die Mutter wurde im Jahr 2002 eingebürgert. Er sei in der Vergangenheit durch eine „Vielzahl an Straftaten“ aufgefallen, so Dobrindt. In Berlin wurde er zuletzt zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Gegen die Bewährung hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.
 
HEUTE13:32 Uhr

Bericht: Mutmaßlicher Beifahrer nach CSD-Anschlag festgenommen

Einem Medienbericht zufolge soll es bereits in der Nacht zum Sonntag eine Festnahme gegeben haben. Wie der RBB unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, soll es sich um einen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft handeln. Die Festnahme wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.
Nach dem 21-jährigen Tatverdächtigen Abdul B. wird derweil weiter mit Hochdruck gefahndet. Die Behörden sprechen davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen.
HEUTE13:11 Uhr

Charité: Die von uns versorgten Patienten sind außer Lebensgefahr

Die Patienten, die in der Berliner Universitätsklinik Charité versorgt worden, außer Lebensgefahr.
Wie das Klinikum am Sonntag mitteilte, wurden in der Nacht acht der verletzten Menschen versorgt. Vier konnten demnach inzwischen entlassen werden.
Vier weitere Patienten werden aktuell noch auf Intensivstationen behandelt – es besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr. Insgesamt sollen bei dem Anschlag 25 Menschen verletzt worden sein, eine Frau wurde getötet.
HEUTE12:59 Uhr

Mutmaßlicher CSD-Attentäter war bereits verurteilt

Der 21-jährige Abdul B. soll den Behörden bereits als Anhänger des Islamischen Staates (IS) aufgefallen sein. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eigene Informationen.
Die Berliner Ermittler warfen ihm nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren. Das Gericht habe es jedoch bei einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung belassen.
Die Ermittler sollen dann vor wenigen Wochen einen Hinweis bekommen haben, dass Abdul B. im Netz das Foto einer Waffe gepostet habe. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung habe die Polizei aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden.
HEUTE12:43 Uhr

Zahl der Verletzten steigt

Die Zahl der gemeldeten Verletzten ist gestiegen. Wie die „BILD“ unter Berufung auf eigene Informationen schreibt, sollen mindestens 25 Personen verletzt worden sein.
Drei Personen befinden sich weiterhin in Lebensgefahr. Eine Frau war bei der Attacke ums Leben gekommen.
HEUTE12:23 Uhr

Gab es noch Messerangriffe?

„Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte noch in der Nacht ein Polizeisprecher.
Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Die Polizei prüft die Angaben. Demnach gibt es auch unterschiedliche Aussagen dazu, ob es einen oder mehrere Täter gab.
Noch ist unklar, ob der Verdächtige wirklich das weiße Auto steuerte und wem es gehört. Es handele sich um ein Privatfahrzeug, nicht um einen Mietwagen, so die Polizei.
HEUTE12:18 Uhr

Ermittlungen an Bahnhöfen laufen auf Hochtouren

Entsprechende Einsätze liefen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagte Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. „Natürlich laufen unsere Maßnahmen auf Hochtouren und in alle Richtungen.“
Bei den Einsätzen an Bahnhöfen gingen die Einsatzkräfte unter anderem etwaigen Hinweisen nach, erläuterte der Sprecher. „Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen.“
HEUTE11:35 Uhr

Erste Rufe nach Konsequenzen

Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, fordert nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin die sofortige Verabschiedung aller Sicherheitsgesetze nach der Sommerpause.
Er sagte dem „Tagesspiegel“, Schwarz-Rot arbeite die Versäumnisse der Vergangenheit auf, als Datenschutz wichtiger gewesen sei als das Sicherheitsinteresse der Bürger. Genau das werde jetzt umgekehrt. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag ein Sicherheitspaket verabredet.
HEUTE11:17 Uhr

Tatverdächtiger war als islamistischer „Gefährder“ eingestuft

Wie WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichten, soll der 21-jährige Abdul B. als islamistischer „Gefährder“ eingestuft gewesen sein. Die Sicherheitsbehörden schätzten ihn demnach als radikalisiert und gewaltbereit ein.
Er soll versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Demnach soll er Ende 2025 bei einer Rückreise aus dem Libanon am Berliner Flughafen BER festgenommen worden sein.
Wie die drei Medien weiter unter Berufung auf Ermittlerkreise berichten, soll er wegen des Verdachts auf „Vorbereitung einer terroristischen Straftat“ bis Mai 2026 in Untersuchungshaft gesessen haben.
HEUTE11:03 Uhr

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass der Täter ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Der Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen.
Nach dem mutmaßlichen Täter wird mittlerweile europaweit gefahndet Das BKA soll die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht haben, berichtet „Focus Online“.
HEUTE10:17 Uhr

Polizei verbreitet Foto

Die Ermittler verbreiteten ein Foto des 21-jährigen Gesuchten. Sie baten um Hinweise. Demnach handelt es sich um einen mutmaßlichen Islamisten. Laut Polizei ist nicht abschließend klar, ob es weitere Täter geben könnte.
Die Beamten schalteten auch ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei.
HEUTE9:32 Uhr

Behörden schließen Mittäter nicht aus

Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.
Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Ob er einen Mittäter hatte, ist noch unklar.
Die Behörden sprechen mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein.
HEUTE6:43 Uhr

Durchsuchung einer Wohnung in Schöneberg

In den Stunden nach der Attacke gab es nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Polizeieinsätze in Berlin, die im Zusammenhang mit der Tat standen.
Dazu gehörte eine Durchsuchung gegen 1:10 Uhr in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg. Da dort niemand angetroffen wurde, habe es auch keine Festnahme gegeben, so die Polizei.
HEUTE7:16 Uhr

Anschlag gegen 22:00 Uhr

Beim Christopher Street Day in der deutschen Hauptstadt war am 25. Juli gegen 22:00 Uhr im Bereich des Tiergartens ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hatte einen Menschen getötet.
In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert hat. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Mehrere Menschen sollen zudem durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Insgesamt wurden 16 weitere Menschen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Das Geschehen löste bundesweit viel Entsetzen und den Ruf nach politischen Konsequenzen aus.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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Wenn Autos Waffen werden: folgenschwere Taten in Deutschland

Autos werden in Deutschland seit Jahren immer wieder als Waffe gegen unbeteiligte Menschen eingesetzt. Die Täter kennen ihre Opfer dabei in der Regel nicht. Es handelt sich nicht nur um Terroranschläge, die Motive sind sehr unterschiedlich. Mehr als 30 Menschen kamen seit 2018 vor dem aktuellen Angriff auf dem Berliner CSD dabei ums Leben. Eine Übersicht:
Berlin. Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche – 19. Dezember 2016: Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland sterben zwölf Menschen, Dutzende werden zum Teil schwer verletzt. Der tunesische Attentäter Anis Amri lenkt am Abend einen gestohlenen Lastwagen auf den gut besuchten Weihnachtsmarkt.
Den polnischen Fahrer, den 13. Toten, hatte er zuvor erschossen. Amri, 24 Jahre alt und Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), entkommt zunächst. Einige Tage später wird er auf seiner Flucht von italienischen Polizisten erschossen.
Magdeburg. Weihnachtsmarkt – 20. Dezember 2024: Taleb Al-Abdulmohsen aus Saudi-Arabien rast mit einem PS-starken Mietwagen durch eine Lücke zwischen Betonabsperrungen auf den belebten Weihnachtsmarkt. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge sterben, Hunderte Menschen werden verletzt.
Im Juni 2026 wird der 51-Jährige, der seit 2006 in Deutschland lebt und als Arzt im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter arbeitete, zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts handelte der Täter aus einem komplexen Motivbündel, zu dem unter anderem Rachefantasien gegenüber Deutschland und deutschen Behörden gehörten. Ein psychiatrischer Sachverständiger bescheinigte ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Trier. Fußgängerzone – 1. Dezember 2020: Ein 51-jähriger Deutscher fährt mit seinem Geländewagen zur Mittagszeit mit hoher Geschwindigkeit durch die belebte Fußgängerzone in der Innenstadt. Dabei steuerte er seinen Pkw in der Absicht, möglichst viele Menschen zu töten, gezielt auf verschiedene Menschen und Gruppen zu.
Sechs Menschen sterben, darunter ein neun Wochen altes Baby. Mehr als 20 Menschen werden teils schwer verletzt. Laut Gerichtsurteil litt der Mann aufgrund einer paranoiden Schizophrenie an Wahnvorstellungen. Er verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Leipzig. Zentrum – 4. Mai 2026: Ein 33-jähriger Deutscher fährt in der Leipziger Innenstadt mit einem weißen Auto in eine Menschenmenge. Zwei Menschen sterben, weitere werden verletzt. Die Ermittler gehen von einer Amokfahrt ohne politisches Motiv aus. Der Täter wird in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
Mannheim. Rosenmontagszug – 3. März 2025: Ein 40-jähriger Deutscher aus Rheinland-Pfalz fährt in der Mannheimer Innenstadt mit seinem Auto in den Rosenmontagszug. Zwei Menschen kommen ums Leben, mehrere werden verletzt. Ein religiöser oder politischer Hintergrund wird ausgeschlossen.
München. Zentrum – 13. Februar 2025: Der 24-jährige Afghane Farhad N. steuert seinen Kleinwagen bewusst in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi mit rund 1.400 Teilnehmern. Eine Mutter und ihre zwei Jahre alte Tochter sterben, mehr als 40 weitere Menschen werden verletzt. Die Bundesanwaltschaft geht von islamistischem Terrorismus aus. Seit Januar 2026 läuft der Prozess am Oberlandesgericht München.
Berlin, Zentrum – Juni 2022: Ein 29-jähriger Deutsch-Armenier fährt am Kurfürstendamm mit dem Auto seiner älteren Schwester in eine Schülergruppe aus Bad Arolsen (Hessen). Eine Lehrerin wird dabei getötet, mehrere Menschen werden zum Teil schwer verletzt.
Für die Staatsanwaltschaft gibt es keinen Anhaltspunkt für einen terroristischen Hintergrund, sie geht von einer psychischen Erkrankung aus. Der Mann kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus.
Witzenhausen – Oktober 2021: In der nordhessischen Kleinstadt fährt ein 31-jähriger Mann vor einer Kita in eine Kindergruppe. Ein achtjähriges Mädchen stirbt im Krankenhaus. Das Gericht stellt fest, dass der Täter an einer paranoiden Schizophrenie litt und unter Verfolgungswahn stand. Er kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus.
Volkmarsen – Februar 2020: Am Rosenmontag steuert ein 29 Jahre alter Deutscher sein Auto bei einem Karnevalsumzug absichtlich in die Menge. Mindestens 88 Menschen, darunter 26 Kinder, werden teils schwer verletzt. Der Fahrer wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
Bottrop und Essen – Januar 2019: Kurz nach dem Jahreswechsel steuert ein Rechtsradikaler sein Auto an beiden Orten in Feiernde, die er für Ausländer hält. Es gibt 14 Verletzte. Der Deutsche kommt in die geschlossene Psychiatrie.
Münster, Zentrum – April 2018: Ein 48-jähriger Deutscher fährt mit seinem Campingbus in eine Gruppe von Menschen vor einer Gaststätte und erschießt sich nach der Tat. Zwei Menschen sterben, 20 werden zum Teil schwer verletzt. Laut Polizei war der Täter psychisch labil und suizidgefährdet. (dpa/red)
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TICKER CSD-Anschlag | Bericht: Mutmaßlicher Beifahrer festgenommen

Die deutsche Polizei fahndete am 26. Juli 2026 nach einem Verdächtigen, der vermutlich Verbindungen zu islamistischen Kreisen hat. Gestern raste ein Auto in der Nähe der Berliner Gay-Pride-Feierlichkeiten in eine Menschenmenge.
Eine Frau kam ums Leben, die Zahl der Verletzten wird derzeit mit 25 angegeben. In der Nacht sagten die CSD-Veranstalter zwei für Sonntag geplante Veranstaltungen ab.

 
HEUTE13:32 Uhr

Bericht: Mutmaßlicher Beifahrer nach CSD-Anschlag festgenommen

Einem Medienbericht zufolge soll es bereits in der Nacht zum Sonntag eine Festnahme gegeben haben. Wie der RBB unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, soll es sich um einen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft handeln. Die Polizei geht demnach offenbar davon aus, dass er als Beifahrer mit im Auto saß.
Nach dem 21-jährigen Tatverdächtigen Abdul B. wird derweil weiter mit Hochdruck gefahndet. Die Behörden sprechen davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen.
HEUTE13:11 Uhr

Charité: Die von uns versorgten Patienten sind außer Lebensgefahr

Die Patienten, die in der Berliner Universitätsklinik Charité versorgt worden, außer Lebensgefahr.
Wie das Klinikum am Sonntag mitteilte, wurden in der Nacht acht der verletzten Menschen versorgt. Vier konnten demnach inzwischen entlassen werden.
Vier weitere Patienten werden aktuell noch auf Intensivstationen behandelt – es besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr. Insgesamt sollen bei dem Anschlag 25 Menschen verletzt worden sein, eine Frau wurde getötet.
HEUTE12:59 Uhr

Mutmaßlicher CSD-Attentäter war bereits verurteilt

Der 21-jährige Abdul B. soll den Behörden bereits als Anhänger des Islamischen Staates (IS) aufgefallen sein. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eigene Informationen.
Die Berliner Ermittler warfen ihm nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren. Das Gericht habe es jedoch bei einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung belassen.
Die Ermittler sollen dann vor wenigen Wochen einen Hinweis bekommen haben, dass Abdul B. im Netz das Foto einer Waffe gepostet habe. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung habe die Polizei aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden.
HEUTE12:43 Uhr

Zahl der Verletzten steigt

Die Zahl der gemeldeten Verletzten ist gestiegen. Wie die „BILD“ unter Berufung auf eigene Informationen schreibt, sollen mindestens 25 Personen verletzt worden sein.
Drei Personen befinden sich weiterhin in Lebensgefahr. Eine Frau war bei der Attacke ums Leben gekommen.
HEUTE12:23 Uhr

Gab es noch Messerangriffe?

„Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte noch in der Nacht ein Polizeisprecher.
Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Die Polizei prüft die Angaben. Demnach gibt es auch unterschiedliche Aussagen dazu, ob es einen oder mehrere Täter gab.
Noch ist unklar, ob der Verdächtige wirklich das weiße Auto steuerte und wem es gehört. Es handele sich um ein Privatfahrzeug, nicht um einen Mietwagen, so die Polizei.
HEUTE12:18 Uhr

Ermittlungen an Bahnhöfen laufen auf Hochtouren

Entsprechende Einsätze liefen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagte Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. „Natürlich laufen unsere Maßnahmen auf Hochtouren und in alle Richtungen.“
Bei den Einsätzen an Bahnhöfen gingen die Einsatzkräfte unter anderem etwaigen Hinweisen nach, erläuterte der Sprecher. „Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen.“
HEUTE11:35 Uhr

Erste Rufe nach Konsequenzen

Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, fordert nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin die sofortige Verabschiedung aller Sicherheitsgesetze nach der Sommerpause.
Er sagte dem „Tagesspiegel“, Schwarz-Rot arbeite die Versäumnisse der Vergangenheit auf, als Datenschutz wichtiger gewesen sei als das Sicherheitsinteresse der Bürger. Genau das werde jetzt umgekehrt. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag ein Sicherheitspaket verabredet.
HEUTE11:17 Uhr

Tatverdächtiger war als islamistischer „Gefährder“ eingestuft

Wie WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichten, soll der 21-jährige Abdul B. als islamistischer „Gefährder“ eingestuft gewesen sein. Die Sicherheitsbehörden schätzten ihn demnach als radikalisiert und gewaltbereit ein.
Er soll versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Demnach soll er Ende 2025 bei einer Rückreise aus dem Libanon am Berliner Flughafen BER festgenommen worden sein.
Wie die drei Medien weiter unter Berufung auf Ermittlerkreise berichten, soll er wegen des Verdachts auf „Vorbereitung einer terroristischen Straftat“ bis Mai 2026 in Untersuchungshaft gesessen haben.
HEUTE11:03 Uhr

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass der Täter ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Der Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen.
Nach dem mutmaßlichen Täter wird mittlerweile europaweit gefahndet Das BKA soll die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht haben, berichtet „Focus Online“.
HEUTE10:17 Uhr

Polizei verbreitet Foto

Die Ermittler verbreiteten ein Foto des 21-jährigen Gesuchten. Sie baten um Hinweise. Demnach handelt es sich um einen mutmaßlichen Islamisten. Laut Polizei ist nicht abschließend klar, ob es weitere Täter geben könnte.
Die Beamten schalteten auch ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei.
HEUTE9:32 Uhr

Behörden schließen Mittäter nicht aus

Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.
Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Ob er einen Mittäter hatte, ist noch unklar.
Die Behörden sprechen mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein.
HEUTE6:43 Uhr

Durchsuchung einer Wohnung in Schöneberg

In den Stunden nach der Attacke gab es nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Polizeieinsätze in Berlin, die im Zusammenhang mit der Tat standen.
Dazu gehörte eine Durchsuchung gegen 1:10 Uhr in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg. Da dort niemand angetroffen wurde, habe es auch keine Festnahme gegeben, so die Polizei.
HEUTE7:16 Uhr

Anschlag gegen 22:00 Uhr

Beim Christopher Street Day in der deutschen Hauptstadt war am 25. Juli gegen 22:00 Uhr im Bereich des Tiergartens ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hatte einen Menschen getötet.
In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert hat. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Mehrere Menschen sollen zudem durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Insgesamt wurden 16 weitere Menschen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Das Geschehen löste bundesweit viel Entsetzen und den Ruf nach politischen Konsequenzen aus.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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26.07.2026 | Massenkarambolage auf A9 | Waldbrand 15 Kilometer vor Bordeaux | Iran stellt Angriffe ein

HEUTE13:33 Uhr

Iran stellt Angriffe ein

Nach zwei Nächten ohne US-Angriffe hat der Iran nach eigenen Angaben seine Attacken auf Ziele in der Region ebenfalls eingestellt. US-Präsident Donald Trump sagte vor zwei Tagen, er erwäge neue, massivere Angriffe auf den Iran. Washington spreche allerdings derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen „von Tag zu Tag ernsthafter“ werde.

Am 26. Juli 2026 im Dorf Zawtar al-Gharbiyeh im Südlibanon (Symbolbild).

Foto: Mahmoud Zayyat/AFP via Getty Images

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HEUTE13:06 Uhr

Erfolgreicher Testflug von SpaceX-Rakete

SpaceX absolvierte den ersten erfolgreichen Testflug seiner Starship-Rakete seit dem Börsengang im Juni. Die 124 Meter lange Rakete sei intakt und setzte sicher im Indischen Ozean auf – das erste Mal. Die Unterstufe stürzte nach Triebwerksproblemen in den Golf von Mexiko.

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HEUTE12:52 Uhr

Waldbrand 15 Kilometer vor Bordeaux – Großraum soll nicht evakuiert werden

Der Waldbrand nahe Bordeaux rückt bis 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt heran. Eine Evakuierung der rund eine Million Einwohner „kommt aber nicht in Frage“, sagte der Bürgermeister. Bis zur Stadtgrenze seien es noch 25 bis 30 Kilometer. In der Nacht nahm das Feuer zu, es erzeuge seinen eigenen Wind und „breitet sich unkontrolliert in Richtung des Großraums Bordeaux aus“, so der Innenminister.
HEUTE11:43 Uhr

Rumänische Armee schießt nächste Drohne ab

Rumänien hat den dritten Tag in Folge eine Drohne abgeschossen. Sie wurde am Sonntag über dem Schwarzen Meer von einem Kampfjet F-16 abgefangen und fünf Minuten nach Eindringen in der Luftraum zerstört. Die Herkunft wird untersucht.

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HEUTE11:25 Uhr

Neues Weltkulturerbe: D-Day-Strände

Auch die fünf D-Day-Strände in der Normandie wurden von der Unesco als Weltkulturerbe aufgenommen, dort landeten die Alliierten im Juni 1944. Einen Eintrag in die Liste erhielten auch die sogenannten Katharerburgen im Süden Frankreichs, die als Festungen des Languedoc bekannt sind.

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HEUTE10:38 Uhr

Spanien: Neuer Waldbrand bei Valencia – 15.000 Menschen sollen flüchten

Wegen eines neuen Waldbrandes in der Nähe der ostspanischen Großstadt Valencia wurden 15.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. „Das Feuer übersteigt unsere Löschkapazitäten; es hat einen Umfang von etwa 21 Kilometern“, erklärte Regionalpräsident Juanfran Pérez Llorca.

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HEUTE10:08 Uhr

Massenkarambolage: Mehr als 30 Verletzte auf Autobahn in Thüringen

Bei einer Massenkarambolage auf der A9 bei Bad Lobenstein in Thüringen wurden am Samstagabend etwa 34 Menschen verletzt – dabei fuhr ein Wohnmobil auf ein Stauende auf. Neun Fahrzeuge seien beschädigt, darunter zwei Kleinbusse einer Kinderreisegruppe. Auslöser des Staus war ein umgekippter Pferdeanhänger. Die Autobahn blieb stundenlang gesperrt.

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HEUTE10:01 Uhr

Iran wirft Ukraine Angriff auf Frachtschiff vor

Der Iran macht die Ukraine für den Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer verantwortlich. Dabei starb ein Crewmitglied, ein weiteres wurde verletzt. Teheran bestellte den ukrainischen Geschäftsträger ein und kündigte eine Reaktion an.

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HEUTE9:30 Uhr

Medien: Europaweite Fahndung nach CSD-Tatverdächtigen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD fahnden die Ermittler mittlerweile europaweit nach dem 21-jährigen Abdul B. Das BKA habe die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht, berichtet „Focus Online“.
HEUTE8:52 Uhr

Taifun „Noul“ trifft in China auf Land

Taifun „Noul“ traf am Sonntagmorgen nahe Pinghai in Guangdong mit bis zu 162 Stundenkilometern auf Land. Mehr als 340.000 Menschen wurden evakuiert. Hongkong meldete neun Verletzte und mindestens 350 gestrichene Flüge. Der Sturm zieht weiter in die Regionen Jiangxi, Hunan und Hubei.
HEUTE7:48 Uhr

Vorbereitungen auf ESC 2027

Nach Bulgariens erstem Sieg im Eurovision Song Contest soll der Wettbewerb im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden. Im Finale der Standortwahl stehen die Hauptstadt Sofia und die maritime Partyzone Burgas. Die Entscheidung soll bei Ende Juli fallen.
Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

HEUTE6:52 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen fünf Bundeswehrsoldaten. Sie werden verdächtigt, während der Evakuierungsmission in Afghanistan am Flughafen in Kabul Diebstähle begangen zu haben. Ein erster Verdacht auf Plünderung wurde ausgeräumt.
HEUTE6:27 Uhr

Deutlicher Anstieg der Fälle von West-Nil-Fieber

Die Europäische Gesundheitsbehörde registrierte 2026 bis 22. Juli 81 in Europa erworbene West-Nil-Fälle, davon 46 in Italien. Dort sind 20 Regionen betroffen. In Deutschland wurden zwei Fälle nach Auslandsreisen erfasst. Das Virus wird laut WHO meist zwischen Mücken und Vögeln übertragen.
HEUTE6:18 Uhr

USA: So viele Masern-Fälle wie seit 35 Jahren nicht mehr

In diesem Jahr sind in den USA bereits mehr als 2.300 Masernfälle in 45 Bundesstaaten dokumentiert – mehr als im gesamten Jahr 2025. Mehr als die Hälfte betraf Kinder und Jugendliche. Auch Kanada verzeichnet eine deutliche Zunahme der Krankheit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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TICKER CSD-Anschlag | Mindestens 25 Verletzte | Behörden schließen Mittäter nicht aus

Die deutsche Polizei fahndete am 26. Juli 2026 nach einem Verdächtigen, der vermutlich Verbindungen zu islamistischen Kreisen hat. Gestern raste ein Auto in der Nähe der Berliner Gay-Pride-Feierlichkeiten in eine Menschenmenge.
Eine Frau kam ums Leben, die Zahl der Verletzten wird derzeit mit 25 angegeben. In der Nacht sagten die CSD-Veranstalter zwei für Sonntag geplante Veranstaltungen ab.

 
 
HEUTE12:59 Uhr

Mutmaßlicher CSD-Attentäter war bereits verurteilt

Der 21-jährige Abdul B. soll den Behörden bereits als Anhänger des Islamischen Staates (IS) aufgefallen sein. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eigene Informationen.
Die Berliner Ermittler warfen ihm nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren. Das Gericht habe es jedoch bei einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung belassen.
Die Ermittler sollen dann vor wenigen Wochen einen Hinweis bekommen haben, dass Abdul B. im Netz das Foto einer Waffe gepostet habe. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung habe die Polizei aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden.
HEUTE12:43 Uhr

Zahl der Verletzten steigt

Die Zahl der gemeldeten Verletzten ist gestiegen. Wie die „BILD“ unter Berufung auf eigene Informationen schreibt, sollen mindestens 25 Personen verletzt worden sein.
Drei Personen befinden sich weiterhin in Lebensgefahr. Eine Frau war bei der Attacke ums Leben gekommen.
HEUTE12:23 Uhr

Gab es noch Messerangriffe?

„Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte noch in der Nacht ein Polizeisprecher.
Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Die Polizei prüft die Angaben. Demnach gibt es auch unterschiedliche Aussagen dazu, ob es einen oder mehrere Täter gab.
Noch ist unklar, ob der Verdächtige wirklich das weiße Auto steuerte und wem es gehört. Es handele sich um ein Privatfahrzeug, nicht um einen Mietwagen, so die Polizei.
HEUTE12:18 Uhr

Ermittlungen an Bahnhöfen laufen auf Hochtouren

Entsprechende Einsätze liefen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagte Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. „Natürlich laufen unsere Maßnahmen auf Hochtouren und in alle Richtungen.“
Bei den Einsätzen an Bahnhöfen gingen die Einsatzkräfte unter anderem etwaigen Hinweisen nach, erläuterte der Sprecher. „Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen.“
HEUTE11:17 Uhr

Tatverdächtiger war als islamistischer „Gefährder“ eingestuft

Wie WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichten, soll der 21-jährige Abdul B. als islamistischer „Gefährder“ eingestuft gewesen sein. Die Sicherheitsbehörden schätzten ihn demnach als radikalisiert und gewaltbereit ein.
Er soll versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Demnach soll er Ende 2025 bei einer Rückreise aus dem Libanon am Berliner Flughafen BER festgenommen worden sein.
Wie die drei Medien weiter unter Berufung auf Ermittlerkreise berichten, soll er wegen des Verdachts auf „Vorbereitung einer terroristischen Straftat“ bis Mai 2026 in Untersuchungshaft gesessen haben.
HEUTE11:03 Uhr

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass der Täter ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Der Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen.
Nach dem mutmaßlichen Täter wird mittlerweile europaweit gefahndet Das BKA soll die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht haben, berichtet „Focus Online“.
HEUTE10:17 Uhr

Polizei verbreitet Foto

Die Ermittler verbreiteten ein Foto des 21-jährigen Gesuchten. Sie baten um Hinweise. Demnach handelt es sich um einen mutmaßlichen Islamisten. Laut Polizei ist nicht abschließend klar, ob es weitere Täter geben könnte.
Die Beamten schalteten auch ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei.
HEUTE9:32 Uhr

Behörden schließen Mittäter nicht aus

Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.
Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Ob er einen Mittäter hatte, ist noch unklar.
Die Behörden sprechen mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein.
HEUTE6:43 Uhr

Durchsuchung einer Wohnung in Schöneberg

In den Stunden nach der Attacke gab es nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Polizeieinsätze in Berlin, die im Zusammenhang mit der Tat standen.
Dazu gehörte eine Durchsuchung gegen 1:10 Uhr in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg. Da dort niemand angetroffen wurde, habe es auch keine Festnahme gegeben, so die Polizei.
HEUTE7:16 Uhr

Anschlag gegen 22:00 Uhr

Beim Christopher Street Day in der deutschen Hauptstadt war am 25. Juli gegen 22:00 Uhr im Bereich des Tiergartens ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hatte einen Menschen getötet.
In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert hat. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Mehrere Menschen sollen zudem durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Insgesamt wurden 16 weitere Menschen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Das Geschehen löste bundesweit viel Entsetzen und den Ruf nach politischen Konsequenzen aus.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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Mehr als 35 Grad – es wird wieder heiß in Deutschland

Noch ein mal durchlüften vor der Hitze: Ab Dienstag wird es in Deutschland mit Temperaturen von mehr als 30 Grad wieder heiß.
Die Nacht zum Dienstag sei noch „angenehm kühl“ und lade zum Durchlüften ein, teilte Jacqueline Kernn von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach mit.
Ab Dienstag breitet sich von Südwesten her mit dem Hochdruckgebiet „Olaf“ wieder heiße Luft aus Afrika über Deutschland aus.
Am Dienstag liegen die Temperaturen im Norden zwischen 21 und 26 Grad, im Rest des Landes gebe es bei 26 bis 31 Grad viel Sonnenschein. Am Oberrhein seien bis zu 33 Grad möglich.
„Bereits am Mittwoch ist es verbreitet heiß. Höchstwerte unter 30 Grad gibt es nur noch unmittelbar an den Küsten“, erklärt Kernn. Laut Vorhersage liegen die Temperaturen dann zwischen 30 und 35 Grad, am Rhein bei bis zu 37 Grad.

Weniger Abkühlung in den Nächsten

In der Nacht zu Donnerstag wird es sich dann auch nicht mehr so stark abkühlen: In Ballungszentren sinken die Temperaturen laut Wetterdienst auf etwa 22 Grad, ansonsten auf 20 bis 16 Grad.
Am Donnerstag seien in weiten Teilen Deutschlands Höchstwerte über 35 Grad wahrscheinlich, so Kernn.
In den Nächten kühle es nur noch auf Werte zwischen 23 und 17 Grad ab. Die Expertin fügte hinzu: „Durchlüften und Auskühlen der Innenräume auf natürlichem Wege sind deutlich reduziert. Damit steigt die Wärmebelastung.“ (dpa/red)
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Europa und die verlorenen Kinder


In Kürze

  • Die Zahl der Geburten ist auf einen historischen Tiefstand gefallen.
  • Der Rückgang ist in ganz Europa zu erkennen.
  • Familienförderung konnte den Trend bisher nicht stoppen.
  • Als Ursachen gelten wirtschaftliche Unsicherheit, späte Familiengründung und gesellschaftliche Veränderungen.
  • Auch Unfruchtbarkeit durch COVID-Impfstoffe wird diskutiert.

Wenn Luise an ihre Kindheit denkt, denkt sie zuerst an Lärm. An einen Esstisch, der nie groß genug war, an fünf Kinder, die sich ein Badezimmer teilten, an Ferien, in denen immer jemand weinte, lachte oder lautstark protestierte. Luise wuchs mit vier Geschwistern auf – eine Familiengröße, die in den 1970er-Jahren als „kinderreich“ galt, an der aber nichts Ungewöhnliches war.
Heute ist Luise über fünfzig. Kinder hat sie keine. Ihre ältere Schwester ebenfalls nicht. Der älteste Bruder bekam zwei Kinder. Ihr jüngerer Bruder wurde erst mit 50 Jahren Vater. Die jüngste Schwester brachte mit fast 40 ihre Tochter zur Welt. Aus fünf Geschwistern wurden am Ende vier Kinder – und die meisten kamen deutlich später zur Welt als noch eine Generation zuvor.
Luises Familie steht für einen Trend, der sich in den amtlichen Statistiken widerspiegelt. Deutschland bekommt immer weniger Nachwuchs. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts lag die zusammengefasste Geburtenziffer 2025 bei nur noch 1,32 Kindern je Frau. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem weiteren Rückgang um 2,7 Prozent. Bereits seit 2022 sinkt die Geburtenrate kontinuierlich. Ein ähnlich niedriges Niveau wurde zuletzt 2006 erreicht. Noch niedriger lag sie lediglich nach der Wiedervereinigung Deutschlands in den 1990er-Jahren mit 1,24 Kindern je Frau.
Kurt Starke, ehemaliger Forschungsdirektor am Zentralinstitut für Jugendforschung Leipzig, analysiert dies in der „Berliner Zeitung“:
„1991 wurden in den neuen Bundesländern 40 Prozent weniger Kinder als 1990 geboren; 1992 auf 1991 nochmals 19 Prozent weniger. Der Rückgang der ostdeutschen Geburtenrate seit 1990 übertraf also den in den beiden Weltkriegen bei weitem.“
Damals gingen viele Ostdeutsche Frauen in den Westen und Kinderkriegen stand nicht mehr so hoch im Kurs. Die Kinder der 1990er sind heute selbst im typischen Alter für eine Familiengründung – eine vergleichsweise kleine Generation, was den Rückgang zusätzlich verstärkt.
Das Statistische Bundesamt notiert dazu:
„Die Zahl der Geburten war im Jahr 2025 infolge dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken: Nach endgültigen Ergebnissen wurden im Jahr 2025 in Deutschland 654 241 Kinder geboren.“

Teure Familienpolitik

Zu den möglichen Gründen der sinkenden Geburten sagt Katharina Spieß, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), gegenüber „Tagesschau“:
„Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten, Inflation und andere Belastungen führen dazu, dass viele Menschen verunsichert sind und sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Das kann dazu führen, dass sie ihre Kinderwünsche aufschieben oder gar nicht umsetzen.“
Längere Ausbildungszeiten, hohe Wohnkosten, berufliche Unsicherheit und veränderte Lebensentwürfe verschieben den Kinderwunsch. Manche verzichten bewusst auf Kinder, andere können ihren Kinderwunsch aufgrund biologischer oder persönlicher Faktoren nicht verwirklichen.
Kindergeld, Elterngeld, steuerliche Freibeträge, der Ausbau der Kinderbetreuung und der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz – Deutschland gibt jedes Jahr Milliarden für Familienpolitik aus und leistet sich eines der teuersten Familienfördersysteme Europas.
Dennoch werden so wenige Kinder geboren wie seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Das legt die Frage nahe, ob die Maßnahmen an den eigentlichen Problemen vorbeigehen.
Doch so wenig, wie Luises Familie für Deutschland ein Einzelfall ist, steht Deutschland mit seiner Entwicklung in Europa allein. Von Lissabon bis Helsinki, von Dublin bis Bukarest werden weniger Kinder geboren. Fast alle europäischen Staaten liegen inzwischen deutlich unter der sogenannten Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 Kindern je Frau.
Was lange als nationales Problem einzelner Länder galt, hat sich zu einer gesamteuropäischen Thematik entwickelt.

COVID-Impfstoffe als Ursache?

Der ehemalige Pfizer-Toxikologe Helmut Sterz zieht als Erklärung auch Unfruchtbarkeit durch mRNA-COVID-Impfstoffe in Erwägung. In der Corona-Enquete-Kommission des Bundestages erklärte er, die Geburtenrate habe seit der Impfkampagne in allen EU-Ländern im Mittel um 17 Prozent abgenommen.
Der ehemalige SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärte gegenüber Epoch Times, die Aussage von Sterz sei eine Einzelmeinung und wissenschaftlich nicht anerkannt.
Bei einer Sachverständigenanhörung in der Enquete-Kommission „Pandemie“ im sächsischen Landtag verwies Prof. Dr. Werner Bergholz als Experte für Qualitätsmanagement auf tschechische Untersuchungen von geimpften Frauen im gebärfähigen Alter. Laut den Ergebnissen hätten diese Frauen in Tschechien 60 Prozent ihrer Fruchtbarkeit im Vergleich zu ungeimpften Frauen eingebüßt.
Die Antworten der Politik auf die Geburtenkrise sind unterschiedlich. Sexualwissenschaftler Kurt Starke wundert sich, warum das Thema bisher so wenig in Politik und Öffentlichkeit reflektiert wird. Er fasst es kurz:
„Deutschland stirbt aus!“
Sparpläne der Bundesregierungen sehen sogar eine Verkürzung der Bezugsdauer des Kindergeldes vor (künftig von 14 auf zwölf Monate).
Als Vorreiter einer offensiven Familienpolitik gilt Ungarn. Der ehemalige Ministerpräsident Viktor Orbán hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als 30 familienpolitische Maßnahmen eingeführt. So sind Frauen mit mindestens drei Kindern lebenslang von der Einkommensteuer befreit. Schrittweise soll diese Regelung auch für Mütter mit zwei Kindern geltend gemacht werden. Hinzu kommen zinsgünstige Darlehen, Wohnbauförderungen und weitere finanzielle Vergünstigungen.

Rezepte für’s Kinderkriegen

Italien verfolgt einen anderen Ansatz. Die Regierung von Giorgia Meloni – die Ministerpräsidentin ist die erste Frau und Mutter in diesem Amt – hat Familienpolitik zu einem ihrer Schwerpunkte erklärt.
Familien sollen unter anderem durch Steuererleichterungen und kostenlose Kita-Plätze ab dem zweiten Kind entlastet werden. Die bezahlte Elternzeit wurde auf zehn Monate ausgedehnt und ein „Geburtenbonus“ von 1.000 Euro pro Geburt eingeführt.
Besonders weit geht die Türkei. Präsident Recep Tayyip Erdoğan fordert seit Jahren, Familien sollten mindestens drei Kinder bekommen. 2025 erklärte seine Regierung zum „Jahr der Familie“.
Neben zinslosen Krediten und Geldhilfen für junge Familien wurde in privaten Kliniken ein Verbot medizinisch nicht notwendiger Kaiserschnitte eingeführt. Die Regierung begründet dies unter anderem damit, dass Frauen nach einer natürlichen Geburt schneller erneut schwanger werden könnten.
Auch in Schweden ist der Geburtenrückgang inzwischen zu einem politischen Thema geworden. Die bürgerlich-konservative Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson hat die Familien- und Fruchtbarkeitspolitik im Vorfeld der Parlamentswahl in den Mittelpunkt gerückt und erklärt, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch stärker zu unterstützen.

Der rechtsbürgerliche Ministerpräsident von Schweden, Ulf Kristersson, macht Familienpolitik zum Wahlkampfthema. Der Schwedische Reichstag soll am 13. September neu gewählt werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Die Regierung hat die Zahl der staatlich finanzierten künstlichen Befruchtungen (IVF-Behandlungen) für Paare ohne Kinder von bislang drei auf sechs Versuche verdoppelt. Für den Fall einer Wiederwahl kündigte Kristersson zudem an, die Kostenübernahme künftig auch auf Behandlungen für weitere Kinder auszuweiten.

„Demografische Aufrüstung“ in Frankreich

Staatliche Priorität hat die Geburtenrate auch in Frankreich. Präsident Emmanuel Macron kündigte 2024 eine „demografische Aufrüstung“ an. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa hat Frankreich eine relativ hohe Geburtenrate. Das Land betreibt seit längerer Zeit eine aktive Familienpolitik. Dazu gehören Prämien für Familien mit mindestens zwei Kindern oder Steuervorteile. Neu ist, dass die französische Regierung jungen Menschen eine Fruchtbarkeits­untersuchung bezahlt.
Den französischen „Plan National Fertilité“, die staatliche Strategie, die dem Rückgang der Geburtenzahlen entgegenwirken soll, hat Samir Hamamah, 71, Gynäkologe und Professor für Reproduktionsmedizin am Universitätsspital Montpellier, mitentwickelt. Für den Mediziner ist die Babykrise „eine der größten Gefahren unserer Zeit“, wie er im Interview mit der „Aargauer Zeitung“ erklärt. Hamamah stellt sich grundsätzliche Fragen:
„Wer wird die Gesellschaft tragen? Wer wird in Zukunft die Renten finanzieren? Wer wird in den Spitälern arbeiten? Wer wird Lebensmittel produzieren, Häuser bauen oder Maschinen bedienen?“

Migration als Lösung?

Migration zu fördern, um fehlende Arbeitskräfte auszugleichen, reicht für den Mediziner als Antwort auf die demografische Krise nicht aus. Es verlagere nur das Problem, so Hamamah, und entziehe anderen Ländern die kostspielig ausgebildeten Fachkräfte.
Migration kann zwar Folgen des demografischen Wandels kurzfristig abmildern, ersetzt aber keine langfristige Lösung für dauerhaft niedrige Geburtenraten. Denn auch bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sinken die Geburtenzahlen seit Jahren – auch in Deutschland.
Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2025 im Schnitt 1,20 Kinder. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag die Geburtenrate bei 1,78 Kindern. Im Jahr zuvor lag sie noch um 3,3 Prozent höher bei 1,84. Das Bundesamt für Statistik fasst zusammen:
„Die Geburtenhäufigkeit der ausländischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurück.“
Der demografische Wandel lässt sich nicht nur in den Statistiken der Behörden ablesen. Er ist auch sichtbar im Esszimmer von Luise. Wenn heute ihre Familie zu Festen zusammenfindet, braucht sie den Esstisch nicht mehr auszuziehen.
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26.07.2026 | Massenkarambolage auf A9 in Thüringen | 21-Kilometer-Feuer in Spanien | Rumänische Armee schießt nächste Drohne ab

HEUTE11:43 Uhr

Rumänische Armee schießt nächste Drohne ab

Rumänien hat den dritten Tag in Folge eine Drohne abgeschossen. Sie wurde am Sonntag über dem Schwarzen Meer von einem Kampfjet F-16 abgefangen und fünf Minuten nach Eindringen in der Luftraum zerstört. Die Herkunft wird untersucht.

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HEUTE11:25 Uhr

Neues Weltkulturerbe: D-Day-Strände

Auch die fünf D-Day-Strände in der Normandie wurden von der Unesco als Weltkulturerbe aufgenommen, dort landeten die Alliierten im Juni 1944. Einen Eintrag in die Liste erhielten auch die sogenannten Katharerburgen im Süden Frankreichs, die als Festungen des Languedoc bekannt sind.

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HEUTE10:38 Uhr

Spanien: Neuer Waldbrand bei Valencia – 15.000 Menschen sollen flüchten

Wegen eines neuen Waldbrandes in der Nähe der ostspanischen Großstadt Valencia wurden 15.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. „Das Feuer übersteigt unsere Löschkapazitäten; es hat einen Umfang von etwa 21 Kilometern“, erklärte Regionalpräsident Juanfran Pérez Llorca.

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HEUTE10:08 Uhr

Massenkarambolage: Mehr als 30 Verletzte auf Autobahn in Thüringen

Bei einer Massenkarambolage auf der A9 bei Bad Lobenstein in Thüringen wurden am Samstagabend etwa 34 Menschen verletzt – dabei fuhr ein Wohnmobil auf ein Stauende auf. Neun Fahrzeuge seien beschädigt, darunter zwei Kleinbusse einer Kinderreisegruppe. Auslöser des Staus war ein umgekippter Pferdeanhänger. Die Autobahn blieb stundenlang gesperrt.

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HEUTE10:01 Uhr

Iran wirft Ukraine Angriff auf Frachtschiff vor

Der Iran macht die Ukraine für den Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer verantwortlich. Dabei starb ein Crewmitglied, ein weiteres wurde verletzt. Teheran bestellte den ukrainischen Geschäftsträger ein und kündigte eine Reaktion an.

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HEUTE9:30 Uhr

Medien: Europaweite Fahndung nach CSD-Tatverdächtigen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD fahnden die Ermittler mittlerweile europaweit nach dem 21-jährigen Abdul B. Das BKA habe die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht, berichtet „Focus Online“.
HEUTE8:52 Uhr

Taifun „Noul“ trifft in China auf Land

Taifun „Noul“ traf am Sonntagmorgen nahe Pinghai in Guangdong mit bis zu 162 Stundenkilometern auf Land. Mehr als 340.000 Menschen wurden evakuiert. Hongkong meldete neun Verletzte und mindestens 350 gestrichene Flüge. Der Sturm zieht weiter in die Regionen Jiangxi, Hunan und Hubei.
HEUTE7:48 Uhr

Vorbereitungen auf ESC 2027

Nach Bulgariens erstem Sieg im Eurovision Song Contest soll der Wettbewerb im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden. Im Finale der Standortwahl stehen die Hauptstadt Sofia und die maritime Partyzone Burgas. Die Entscheidung soll bei Ende Juli fallen.
Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

HEUTE6:52 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen fünf Bundeswehrsoldaten. Sie werden verdächtigt, während der Evakuierungsmission in Afghanistan am Flughafen in Kabul Diebstähle begangen zu haben. Ein erster Verdacht auf Plünderung wurde ausgeräumt.
HEUTE6:27 Uhr

Deutlicher Anstieg der Fälle von West-Nil-Fieber

Die Europäische Gesundheitsbehörde registrierte 2026 bis 22. Juli 81 in Europa erworbene West-Nil-Fälle, davon 46 in Italien. Dort sind 20 Regionen betroffen. In Deutschland wurden zwei Fälle nach Auslandsreisen erfasst. Das Virus wird laut WHO meist zwischen Mücken und Vögeln übertragen.
HEUTE6:18 Uhr

USA: So viele Masern-Fälle wie seit 35 Jahren nicht mehr

In diesem Jahr sind in den USA bereits mehr als 2.300 Masernfälle in 45 Bundesstaaten dokumentiert – mehr als im gesamten Jahr 2025. Mehr als die Hälfte betraf Kinder und Jugendliche. Auch Kanada verzeichnet eine deutliche Zunahme der Krankheit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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Waldsiedlung Zehlendorf wird Unesco-Welterbe

Ein weiteres Kapitel deutscher Architekturgeschichte hat weltweite Anerkennung erfahren: Die Waldsiedlung Zehlendorf im Berliner Südwesten ist in die begehrte Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Dies beschloss das Unesco-Komitee während seiner Sitzung im südkoreanischen Busan.
Es handelt sich dabei um keinen neuen Eintrag in die Welterbeliste, sondern eine Erweiterung des bereits 2008 anerkannten Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“.
Zu dieser zählen nun insgesamt sieden Siedlungen, darunter die bekannte Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln und die Weiße Siedlung in Reinickendorf.
„Mit ihrer einzigartigen Verbindung von Architektur, Waldlandschaft und urbaner Infrastruktur erweitert die Waldsiedlung Zehlendorf das bestehende Welterbe um eine ganz eigene Facette“, sagte die deutsche Unesco-Botschafterin Kerstin Pürschel über die Entscheidung in Busan.
Die Wohnsiedlung gilt mittlerweile als sehr gut instandgesetzt.

Die Wohnsiedlung gilt mittlerweile als sehr gut instandgesetzt.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Visionäre Wohnkonzepte

Laut Maria Böhmer, Präsidentin der deutschen Unesco-Kommission zeigen die Siedlungen der Berliner Moderne bis heute, worauf es bei gutem, bezahlbarem und gesundem Wohnen ankommt.
„Die Erweiterung um die Waldsiedlung Zehlendorf macht deutlich, wie visionär diese Wohnkonzepte vor hundert Jahren waren – und wie aktuell sie noch immer sind“, sagte Böhmer.
Erbaut wurde die Waldsiedlung Zehlendorf von 1926 bis 1932 unter der federführenden Planung von Architekt Bruno Taut gemeinsam mit Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg. Die Gebäude im Bauhausstil lösten während ihrer Entstehung heftige Widerstände innerhalb politisch konservativer Kreise aus.

Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“

Unter dem Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“ stellt die Waldsiedlung die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen während einer Zeit in den Mittelpunkt, als dies noch kaum üblich war.
Bruno Tauts Vision verbindet moderne, offene Architektur in einem von Grünflächen und Bäumen geprägten Umfeld. Ebenfalls wollte man bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten schaffen.
Eine Besonderheit der Waldsiedlung ist, dass sie flächenmäßig die größte aller Siedlungen der Berliner Moderne ist. Inmitten der Waldsiedlung befindet sich auch die Ladenstraße im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte – das revolutionäre Konzept, ein Einkaufszentrum direkt an einen Bahnhof anzubinden, war damals weltweit einmalig.
Wegen der bunten Fassaden wird die Siedlung auch Papageiensiedlung genannt.

Wegen der bunten Fassaden wird die Siedlung auch Papageiensiedlung genannt.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Spitzname Papageiensiedlung

Hinzukommen die bunten Wände – gelbe, blaue, grüne oder bordeauxrote Fassaden, dreifarbige Fensterrahmen, farbenfrohe Eingangstüren -, die der Waldsiedlung auch den Spitznamen Papageiensiedlung im Volksmund verliehen haben.
Etliche Prominente haben einst in der Siedlung gewohnt, darunter Schauspieler Theo Lingen oder der SPD-Politiker Julius Leber.
Von den 4.000 Menschen, die heute in der Waldsiedlung Zehlendorf beheimatet sind, freut sich allerdings nur ein Teil über die Entscheidung des Unesco-Komitees.
So sind einige Anwohner besorgt darüber, dass mit der Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe die Mieten steigen könnten sowie die ohnehin bereits hohen Denkmalschutzauflagen noch weiter verschärft werden könnten.
Das Unesco-Welterbekomitee tagt noch bis zum 29. Juli im südkoreanischen Busan, Südkorea. Insgesamt hat das Gremium über rund 30 Nominierungen für die Welterbeliste entschieden.
Ein weiteres Thema ist die Erhaltung von bestehenden Kultur- und Naturstätten, die von kriegerischen Konflikten, Naturkatastrophen und zunehmend von den Folgen des Klimawandels gefährdet werden. Etwa 60 Welterbestätten gelten derzeit als bedroht. In Deutschland befinden sich insgesamt 55 Welterbestätten. (dpa/red)
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Spionagevorwurf: NATO-Praktikantin chinesischer Herkunft in Belgien festgenommen

Eine kanadische Staatsbürgerin chinesischer Herkunft, die im strategischen Militärhauptquartier der NATO in Belgien tätig war, wurde am 24. Juli festgenommen. Laut der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft steht sie „im Verdacht, im Auftrag eines Drittstaates Spionage betrieben zu haben und Mitglied einer kriminellen Vereinigung zu sein“.
Die NATO nannte im Zusammenhang mit der Festnahme kein Land.

Praktikantin im strategischen Hauptquartier

Die Frau arbeitete als Praktikantin bei SHAPE – das strategische Hauptquartier der NATO in Mons. Ermittler führten Durchsuchungen in ihrer Wohnung und am Arbeitsplatz durch, unterstützt von Partnerbehörden und der Abteilung für Computerkriminalität.
Die Bundesstaatsanwaltschaft werde sich im Rahmen der laufenden Ermittlungen nicht weiter äußern, hieß es.
Ein NATO-Vertreter sagte, dass die Sicherheit des Bündnisses nicht gefährdet sei und dass „SHAPE seine Aufgaben weiterhin ohne Unterbrechung wahrnimmt“. Das Verteidigungsministerium reagierte bisher nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
SHAPE hat die Aufgabe, militärische Operationen der NATO und andere Missionen im Einklang mit den strategischen Zielen der NATO zu planen und durchzuführen. Kanada und Belgien gehören beide zu den 32 Mitgliedstaaten des NATO-Militärbündnisses.

Brüssel ist besorgt über Chinas Ambitionen

Die NATO-Staats- und Regierungschefs sagten, sie seien besorgt über Chinas „Zwangsmaßnahmen“ und aggressive Handlungen.
„Chinas erklärte Ambitionen und sein selbstbewusstes Auftreten stellen systemische Herausforderungen für die regelbasierte internationale Ordnung und für Bereiche dar, die für die Sicherheit des Bündnisses relevant sind“, heißt es in einem gemeinsamen Kommuniqué der Staats- und Regierungschefs des Bündnisses aus dem Jahr 2021.
„China baut sein Atomwaffenarsenal rasch aus – mit mehr Sprengköpfen und einer größeren Anzahl hochentwickelter Trägersysteme –, um eine nukleare Triade zu etablieren. Die Umsetzung seiner militärischen Modernisierung und seiner öffentlich verkündeten Strategie der zivil-militärischen Verschmelzung ist undurchsichtig.“
Die Regierungschefs fügten hinzu, dass China eine militärische Zusammenarbeit mit Russland pflegt und dass sie besorgt sind über Pekings „häufigen Mangel an Transparenz und den Einsatz von Desinformation“.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Canadian NATO Intern of Chinese Origin Arrested on Espionage Charges in Belgium“. (deutsche Bearbeitung ks)
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Nach CSD-Todesfahrt: Merz verspricht schnelle Aufklärung – Politiker reagieren bestürzt

Nach der Todesfahrt beim Christopher Street Day in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schnelle Aufklärung versprochen.
„Wir sind offen und freiheitsliebend – und das werden wir auch bewahren und verteidigen“, schrieb der Kanzler am Sonntagmorgen beim Kurznachrichtendienst X. Die Tat werde aufgeklärt und „mit aller Härte“ verfolgt.
Merz sprach im Zusammenhang mit der Attacke erneut von einer „abscheulichen Tat“ in Berlin. „Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.“
Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte, Bundeskanzler Merz stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) „in engstem Kontakt“ und werde von den Sicherheitsbehörden „fortlaufend unterrichtet.
„Bundeskanzler und Innenminister sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Sie danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen.“

Berlins Bürgermeister: „Angriff auf weltoffene Gemeinschaft“

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte die Tat als einen „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“.
„Nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert“, schrieb Bürgermeister Wegner im Kurzbotschaftendienst X. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.“

Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner (m) spricht mit den Medien, während Polizeisprecher Florian Nath (l) in der Nähe des Tatorts zuhört.

Foto: Ralf Hirschberger/AFP via Getty Images

Der CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, Stefan Evers, drückte auf der Plattform X sein Entsetzen aus und schrieb: „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz.“

Parteiübergreifend verurteilen Politiker die Gewalttat

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich bereits in der Nacht zu Wort gemeldet. „Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst“, sagte er. Es wird erwartet, dass Dobrindt sich im Laufe des Tages am Tatort ein Bild von der Lage machen wird.
CSU-Chef Markus Söder sprach von einem „feigen Anschlag“ auf den Berliner CSD. „Es macht fassungslos, dass friedlich feiernde Menschen angegriffen, verletzt und sogar aus dem Leben gerissen werden“, schrieb er bei X. „Wir werden entschlossen handeln, um unsere Freiheit zu schützen. Wir werden uns dem Terror nicht beugen.“
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nannte die Attacke einen „abscheulichen Angriff auf unsere Freiheit“ und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sprach offen von einem „Terroranschlag“, bei dem es sich „um einen Angriff auf das freiheitliche Leben in Deutschland insgesamt“ handele. „Terrorismus, egal aus welcher Richtung, müssen wir mit maximaler Härte bekämpfen.“
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) erklärte: „Wer Menschen angreift, die für Vielfalt, Freiheit und gegenseitigen Respekt einstehen, greift uns alle an – unsere offene und tolerante Gesellschaft und damit das Herz unserer Demokratie.“ Die Gewalttat erschüttere sie zutiefst.

Auto fährt bei CSD in Menschenmenge am 26.07.2026

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Auch aus der AfD kamen Reaktionen. Parteichefin Alice Weidel schrieb auf X: „Meine Gedanken sind bei den Opfern und Hinterbliebenen“ des Anschlags beim CSD. Der AfD-Politiker Sven W. Tritschler erklärte, er lehne den CSD „als Schwuler“ zwar ab, betonte aber, in Deutschland müsse jeder für seine Anliegen auf die Straße gehen können. Zugleich machte er den Islamismus für die Tat verantwortlich. „Das Gift des Islamismus stellt diese Grundüberzeugungen infrage“, schrieb er.
Die Grünen-Fraktionschefinnen Britta Haßelmann und Katharina Dröge sprachen am Sonntag von einer „entsetzlichen Terrortat“ gegen „queere Menschen und ihre Freundinnen und Freunde, die für gleiche Rechte und gegen Hasskriminalität demonstriert haben“. In einer gemeinsamen Erklärung schrieben sie: „Es handle sich um einen „Angriff auf das ganzes Land, auf unseren freiheitlich-liberalen Rechtsstaat und alles, was ihn ausmacht“.
Ähnlich äußerte sich Bundestags-Vizepräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei: „Es ist ein Anschlag auf eine offene Welt“, erklärte Ramelow. Für die Betroffenen werde der Anschlag „bittere Spuren“ hinterlassen. Der Linken-Politiker forderte einen Einsatz gegen queerfeindliche Intoleranz.
Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki äußerte sich „wütend, dass die Gefahr des Islamismus in Deutschland noch immer nicht mit der notwendigen Entschlossenheit bekämpft“ werde. „Es kann nicht sein, dass wir nach solchen Anschlägen immer wieder erfahren, die Täter seien bereits ‚polizeibekannt‘ gewesen oder schon seit Längerem als Extremisten in Erscheinung getreten“, sagte Kubicki der „Bild“. „Die Diskussionen wiederholen sich – und die Taten leider auch.“
Auch aus der EU kamen Beileidsbekundungen. „Der CSD steht für Freiheit, Würde und Gleichberechtigung – die grundlegenden Werte der EU“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Jeder Mensch solle ohne Angst leben, lieben und für seine Rechte einstehen können. „Hass und Gewalt haben keinen Platz in unseren Gesellschaften. Wir stehen geschlossen an der Seite der LGBTQI+-Community.“

Polizeieinsatz am 26. Juli 2026 in der Nähe des Fahrzeugs im Berliner Tiergarten, das mutmaßlich am Vortagin eine Menschenmenge gerast war. Die Christopher-Street-Day-Parade in Berlin wurde anschließend vorfristig beendet.

Foto: Ralf Hirschberger/AFP via Getty Images

Am Samstag hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Den Abschluss bildete am Abend ein Showprogramm am Brandenburger Tor.
Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten. (afp/dpa/red)
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220.000 Menschen evakuiert: Waldbrand in der französischen Gironde breitet sich weiter rasch aus

Der Waldbrand im südwestfranzösischen Département Gironde breitet sich nach Angaben der Behörden weiter „rasch“ aus. Grund dafür seien trockene Vegetation und böiger Wind, erklärte die zuständige Präfektur am frühen Sonntag.
In der Gironde sind mittlerweile 220.000 Menschen vom Evakuierungsaufruf betroffen. Er ist damit einer der bislang größten in Frankreich infolge von Bränden.
Die Behörden des Départements hatten zuvor 55.000 weitere Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Autobahn gesperrt, Bahnverkehr ausgesetzt

42.000 Hektar seien in der Gironde bislang den Flammen zum Opfer gefallen, erklärte die Präfektur. Damit zählen die Brände in der Gegend zu den größten in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. 1949 hatte ein Großbrand im Gebiet der Gascogne etwa 50.000 Hektar zerstört.
Jérôme Steffe, Bürgermeister von Cestas südwestlich von Bordeaux, sagte dem Sender BFMTV, die Stadt sei „glücklicherweise menschenleer“. Es gebe allerdings einige Menschen, die ihr Haus nicht verlassen wollten. Die Stadtverwaltung stehe deswegen mit der Präfektur in Verbindung.
 
Die Autobahn A63 zwischen der Großstadt Bordeaux und Spanien wurde laut der Präfektur wegen der Brände auf einer Länge von 60 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt.
Der Bahnverkehr in Gegenden südlich von Bordeaux wurde ausgesetzt, wie die Bahngesellschaft SNCF mitteilte.

Brände außer Kontrolle

Ein Brand im Département Landes im Südwesten war am Sonntagmorgen laut der zuständigen Präfektur „besser“ eingedämmt, aber noch nicht gelöscht.
Innenminister Laurent Nuñez hatte zuvor erklärt, mehrere Brände in ganz Frankreich seien weiter nicht unter Kontrolle. Besonders stark ist der Südwesten betroffen. Aber auch im Département Var im Südosten loderten Flammen. (afp/red)
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Mutmaßlicher CSD-Todesfahrer soll IS-Anhänger sein

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass der Täter ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Das berichten am Sonntag mehrere Medien unter Berufung auf Behördenangaben.
Ob der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernimmt, ist unterdessen noch unklar. Er soll sich aber bereits mit den örtlichen Behörden in Verbindung gesetzt haben.
Nach dem mutmaßlichen Täter wird mittlerweile europaweit gefahndet Das BKA soll die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht haben, berichtet „Focus Online“.

Mehrere Täter und Stichwaffen möglich

Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten.
Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Ob er einen Mittäter hatte, ist noch unklar.
Die Behörden sprechen mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein.
Die Veranstaltung war nach der Tat abgebrochen worden, über eine Stunde lang war aber öffentlich kaum bekannt, was passiert war – offensichtlich sollte damit Panik vermieden werden.
Vorübergehend setzte die Polizei bei der Suche auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, dabei soll dem Vernehmen nach auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen sein. Nach letzten Angaben waren bei der Tat am Samstagabend eine Frau getötet und 16 weitere verletzt worden. (dts/red)
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26.07.2026 | Medien: Europaweite Fahndung nach CSD-Tatverdächtigen | Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten

HEUTE9:30 Uhr

Medien: Europaweite Fahndung nach CSD-Tatverdächtigen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD fahnden die Ermittler mittlerweile europaweit nach dem 21-jährigen Abdul B. Das BKA habe die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht, berichtet „Focus Online“.
HEUTE8:52 Uhr

Taifun „Noul“ trifft in China auf Land

Taifun „Noul“ traf am Sonntagmorgen nahe Pinghai in Guangdong mit bis zu 162 Stundenkilometern auf Land. Mehr als 340.000 Menschen wurden evakuiert. Hongkong meldete neun Verletzte und mindestens 350 gestrichene Flüge. Der Sturm zieht weiter in die Regionen Jiangxi, Hunan und Hubei.
HEUTE7:48 Uhr

Vorbereitungen auf ESC 2027

Nach Bulgariens erstem Sieg im Eurovision Song Contest soll der Wettbewerb im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden. Im Finale der Standortwahl stehen die Hauptstadt Sofia und die maritime Partyzone Burgas. Die Entscheidung soll bei Ende Juli fallen.
Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Dara aus Bulgarien hat mit dem Titel „Bangaranga“ den 70. ESC gewonnen.

Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

HEUTE6:52 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Elite-Soldaten

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen fünf Bundeswehrsoldaten. Sie werden verdächtigt, während der Evakuierungsmission in Afghanistan am Flughafen in Kabul Diebstähle begangen zu haben. Ein erster Verdacht auf Plünderung wurde ausgeräumt.
HEUTE6:27 Uhr

Deutlicher Anstieg der Fälle von West-Nil-Fieber

Die Europäische Gesundheitsbehörde registrierte 2026 bis 22. Juli 81 in Europa erworbene West-Nil-Fälle, davon 46 in Italien. Dort sind 20 Regionen betroffen. In Deutschland wurden zwei Fälle nach Auslandsreisen erfasst. Das Virus wird laut WHO meist zwischen Mücken und Vögeln übertragen.
HEUTE6:18 Uhr

USA: So viele Masern-Fälle wie seit 35 Jahren nicht mehr

In diesem Jahr sind in den USA bereits mehr als 2.300 Masernfälle in 45 Bundesstaaten dokumentiert – mehr als im gesamten Jahr 2025. Mehr als die Hälfte betraf Kinder und Jugendliche. Auch Kanada verzeichnet eine deutliche Zunahme der Krankheit.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen