Der Waldbrand im südwestfranzösischen Département Gironde breitet sich nach Angaben der Behörden weiter „rasch“ aus. Grund dafür seien trockene Vegetation und böiger Wind, erklärte die zuständige Präfektur am frühen Sonntag.
In der Gironde sind mittlerweile 220.000 Menschen vom Evakuierungsaufruf betroffen. Er ist damit einer der bislang größten in Frankreich infolge von Bränden.
Die Behörden des Départements hatten zuvor 55.000 weitere Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
Autobahn gesperrt, Bahnverkehr ausgesetzt
42.000 Hektar seien in der Gironde bislang den Flammen zum Opfer gefallen, erklärte die Präfektur. Damit zählen die Brände in der Gegend zu den größten in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. 1949 hatte ein Großbrand im Gebiet der Gascogne etwa 50.000 Hektar zerstört.
Jérôme Steffe, Bürgermeister von Cestas südwestlich von Bordeaux, sagte dem Sender BFMTV, die Stadt sei „glücklicherweise menschenleer“. Es gebe allerdings einige Menschen, die ihr Haus nicht verlassen wollten. Die Stadtverwaltung stehe deswegen mit der Präfektur in Verbindung.
Feuerwehrleute legen am 25. Juli 2026 in El Tiemblo, Madrid, Spanien, neben dem Stadtteil La Atalaya eine Brandschneise an, um einen Waldbrand einzudämmen.
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Ausgebrannte Autos nach einem Waldbrand in Le Porge im Departement Gironde im Südwesten Frankreichs am 25. Juli 2026.
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Rauch, der von dem Waldbrand nördlich des Arcachon-Beckens aufsteigt, mit Blick auf einen Strand und den Atlantik in der Nähe von Légué-Cap-Ferret im Südwesten Frankreichs am 24. Juli 2026.
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Am 24. Juli 2026 liegen vor einem ausgebrannten Geschäft im Industriegebiet von Biscarrosse im Südwesten Frankreichs ausgebrannte Haushaltsgeräte, nachdem es in der Region zu einem Waldbrand gekommen war.
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25. Juli 2026: Rettungsfahrzeuge in Lacanau (Frankreich).
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Am 24. Juli 2026 legen Feuerwehrleute am Ortseingang von Biscarosse im Südwesten Frankreichs eine Pause ein.
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Die Feuerwehrleute der Region Kastilien-León bekämpfen am 25. Juli 2026 einen Brand, der das Wohngebiet La Atalaya in El Tiemblo, 80 km westlich von Madrid, umgibt.
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Anwohner helfen am 24. Juli 2026 bei der Bekämpfung eines Waldbrands in der Gegend von Cebreros in der Nähe von Ávila, 80 km westlich von Madrid.
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Ein am 24. Juli 2026 im Madrider Stadtteil Vallecas aufgenommenes Bild zeigt den Rauch der westlich der spanischen Hauptstadt wütenden Waldbrände.
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Feuer und Rauch über dem Flugplatz Castres-Mazamet in der Nähe von Labruguière im Südwesten Frankreichs. Der französische Präsident Macron mobilisierte die Armee, er bat die EU um Hilfe.
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Zum Abwerfen von Löschmittel kam in Frankreich ein speziell ausgerüsteter Airbus A400M zum Einsatz.
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Die Autobahn A63 zwischen der Großstadt Bordeaux und Spanien wurde laut der Präfektur wegen der Brände auf einer Länge von 60 Kilometern für den Autoverkehr gesperrt.
Der Bahnverkehr in Gegenden südlich von Bordeaux wurde ausgesetzt, wie die Bahngesellschaft SNCF mitteilte.
Brände außer Kontrolle
Ein Brand im Département Landes im Südwesten war am Sonntagmorgen laut der zuständigen Präfektur „besser“ eingedämmt, aber noch nicht gelöscht.
Innenminister Laurent Nuñez hatte zuvor erklärt, mehrere Brände in ganz Frankreich seien weiter nicht unter Kontrolle. Besonders stark ist der Südwesten betroffen. Aber auch im Département Var im Südosten loderten Flammen. (afp/red)