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SPD-Präsidium erteilt „zukunftsfeindlicher“ Sparpolitik vor Kabinettsklausur eine Absage

Kurz vor der Kabinettsklausur der schwarz-roten Koalition hat die SPD-Spitze einer „zukunftsfeindlichen“ Sparpolitik eine Absage erteilt und die aus ihrer Sicht positive Wirkung des 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens hervorgehoben. In einem Präsidiumsbeschluss, der der „Rheinischen Post“ vorliegt, heißt es mit Blick auf Kritik aus Reihen des Koalitionspartners Union: „Mit Sparpolitik ist jetzt Schluss.“
Die SPD kritisiert insbesondere jene, die sich gegen die Aufnahme von Schulden für Investitionen aussprechen. Das seien dieselben Kräfte, die jahrelang aus ideologischen Gründen eine Sparpolitik zulasten der Infrastruktur und der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts betrieben hätten. Die „fatalen und teuren Folgen“ dieser Politik spürten Bürger und Unternehmen heute.
Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil betonte: „Unsere Investitionen wirken, sie kommen vor Ort an.“ Von den 500 Milliarden Euro des Sondervermögens seien bereits „mehr als 50 Milliarden Euro auf dem Weg“. Das Tempo solle hochgehalten werden, damit in Bund, Ländern und Kommunen schnell geplant und gebaut werde.

Kabinett berät über Wirtschaft und Reformen

Die Kabinettsklausur findet am Dienstag und Mittwoch auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg statt. Bei dem Treffen will die Bundesregierung ihre Pläne für die kommenden Monate festzurren. Unter anderem geht es um die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätze.
Zuletzt hatte die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seiner Regierung aus Wirtschaft, Opposition und den eigenen Reihen teils deutlich zugenommen. Merz wies die Kritik zurück und kündigte eine schnelle Umsetzung von Reformen sowie umfassende Entlastungen für die Wirtschaft an.
Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität umfasst 500 Milliarden Euro und läuft über zwölf Jahre. Es soll den Investitionsstau bei Verkehr, Energie, Digitalisierung und Klimaschutz abbauen.

Wirtschaftsrat fordert Bürokratieabbau

Der Wirtschaftsrat der CDU fordert unterdessen mehr Anstrengungen beim Bürokratieabbau. Deutschland brauche „dringend eine Verwaltung, die digital, schnell, nutzerorientiert und verlässlich ist“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der „Augsburger Allgemeinen“.
Zudem müsse die Bundesregierung entschlossener eine rasche Senkung der Strompreise vorantreiben. Auch an der Rentenreform dürfe nicht mehr gerüttelt werden. Die Stiftung Familienunternehmen und Politik forderte ebenfalls einen entschiedenen Bürokratieabbau.

Mittelstand verlangt wieder Innovationsförderung

Auch der Mittelstand erhöht den Druck auf die Bundesregierung. Der Antragsstopp bei der Förderung von Forschung und Entwicklung müsse aufgehoben werden. Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) werde „in einer Phase ausgebremst, in der Deutschland mehr Investitionen, mehr Forschung und mehr Wachstum dringend benötigt“, heißt es laut „Neue Osnabrücker Zeitung“ in einem Schreiben des Verbands BVMW an Klingbeil und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Seit dem 7. Juli können nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vorübergehend keine Anträge für Zuschüsse im Rahmen des ZIM angenommen werden.

Streit über Hitzeschutz

Bei der Kabinettsklausur soll es außerdem um das Streitthema Hitzeschutz gehen. Der Deutsche Landkreistag spricht sich gegen eine neue Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen für Klimaanpassung im Grundgesetz aus.
Landkreistagspräsident Achim Brötel sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, notwendig seien „klare Regelungen und nicht noch mehr organisierte Verantwortungslosigkeit“.
Die sozialdemokratisch geführten Ministerien hatten angesichts der Hitzewellen in diesem Sommer einen Aktionsplan vorgelegt. Darin wird unter anderem gefordert, Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen im Grundgesetz zu verankern. Bei den Koalitionspartnern CDU und CSU sorgte der SPD-Vorstoß für Irritationen.  (afp/red)
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17. August: Zoff in Thüringen | Niedriger Gasspeicherstand | Neue Russland-Sanktionen

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Zoff in Thüringen

Im BSW verschärft sich der Konflikt zwischen dem Bundesvorstand und der Thüringer Fraktion. Die Landespolitiker halten an der Koalition mit CDU und SPD sowie an Ministerpräsident Mario Voigt fest. Die Bundesspitze um Sahra Wagenknecht hingegen fordert seinen Rücktritt wegen der Aberkennung seines Doktortitels.

Niedriger Gasspeicherstand

Die deutschen Gasspeicher füllen sich weiterhin nur langsam. Der bundesweite Füllstand liegt bei knapp 50 Prozent. Aus Sicht des Gasspeicherverbandes INES steuere Deutschland auf erhebliche Risiken in der Gasversorgung zu. Eine Prognose nach aktuellen und zum Vorjahr vergleichbaren Daten zeigt eine vollständige Entleerung der Speicher im März – bei einem durchschnittlichen Winter.

Neue Russland-Sanktionen

Im Ukrainekrieg ist kein Ende in Sicht. Die Ukraine meldet einen Raketenangriff auf eine russische Raumfahrtanlage und Russland weitere Geländegewinne im Osten. Wobei beide Seiten von zivilen Opfern sprechen. Unterdessen plant die EU neue Sanktionen gegen Moskau. Gespräche zwischen Russland und den USA sind weiterhin nicht terminiert.

Bundeswehrpersonal auf 13-Jahres-Hoch

Die Bundeswehr hat mit rund 186.700 Soldaten den höchsten Personalstand seit 13 Jahren erreicht. Auch die Zahl der Bewerbungen und Einstellungen stieg weiter an. Rund 47.300 Menschen bewarben sich allein im Juli, wobei 15.400 davon neu eingestellt wurden. Damit erreicht die personelle Stärke den Zielkorridor für das Jahr 2026.

Hitzeschutzplan

Die SPD will das Grundgesetz ändern, damit der Bund Länder und Kommunen stärker bei Klimaanpassung und Hitzeschutz unterstützen kann. Umwelt-, Sozialverbände und Gewerkschaften unterstützen den Vorstoß. Bundeskanzler Merz wollte sich hingegen noch nicht festlegen. Die Regierung werde nun zunächst intern beraten.
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12.08.2026 | Schneider will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern | Stahlträger stürzt auf A81 – Autobahn gesperrt | Sonnenfinsternis-Staus in Spanien

HEUTE14:04 Uhr

Sonnenfinsternis-Staus in Spanien

Spaniens Behörden rechnen heute mit 400.000 bis 1,5 Millionen zusätzlichen Autofahrten wegen der Sonnenfinsternis. Auf den Zufahrtsstraßen nach Norden und Osten sowie zu den Balearen werden lange Staus erwartet. Es gilt ein Sonderplan mit zusätzlichen Kontrollen und Hinweistafeln. Autofahrer dürfen weder auf der Fahrbahn noch auf dem Seitenstreifen anhalten, um das Schauspiel zu beobachten. Während der Verdunkelung muss mit Abblendlicht gefahren werden.
HEUTE13:46 Uhr

Griechenland: Mehr als 280 Menschen wegen Brandstiftung festgenommen

In Griechenland wird 252 Menschen, die seit Januar festgenommen wurden, fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen. 29 weitere sollen die Feuer laut Feuerwehrbehörde vorsätzlich gelegt haben. In Thessaloniki wurde auch ein 59-Jähriger verhaftet, der an fünf Bränden binnen zwei Wochen beteiligt gewesen sein soll. Für Brandstiftung sind Freiheitsstrafen bis 20 Jahren sowie Geldstrafen bis 200.000 Euro möglich.

Hubschrauber löschen am 4. August 2026 in Psatha, Griechenland, einzelne Brandherde Am 2. August kollidierten zwei Hubschrauber, die bei der Bekämpfung der Brände im Einsatz waren, in der Luft, wobei zwei Crewmitglieder ums Leben kamen.

Foto: Byron Smith/Getty Images

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HEUTE13:31 Uhr

Libanon: Parlament beschließt Amnestie

Das libanesische Parlament hat ein umfassendes Amnestie-Gesetz verabschiedet. Todes- oder lebenslangen Haftstrafen sollen auf 17 Jahre Haft reduziert sowie Menschen, die seit mehr als zwölf Jahren ohne Anklage in Haft sitzen, freigelassen werden. Davon könnten Tausende profitieren. Eine solche Amnestie war seit Jahren von verschiedenen politischen Lagern im Libanon gefordert worden. Es ist die erste seit 1991.

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HEUTE13:19 Uhr

Norwegischer Staatsfonds macht wieder Gewinn

Nach einem Verlust von 58 Milliarden Euro im 1. Quartal ergab sich für den norwegischen Staatsfond im ersten Halbjahr ein Plus von 160 Milliarden Euro. Die Rendite lag im 2. Quartal bei 9,4 Prozent. Ende Juni verwaltete er knapp 2,07 Billionen Euro. Der Fonds hält Anteile an rund 8.500 Unternehmen weltweit und gilt als größter Aktionär der Welt. Treiber waren Aktien, besonders asiatische Technologiewerte.

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HEUTE13:09 Uhr

Schneider will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern

Bundesumweltminister Carsten Schneider hält es für zwingend notwendig, dass das Grundgesetz für den Hitzeschutz geändert wird. Dieser soll gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Er will im 2. Halbjahr dazu einen Vorschlag unterbreiten. Für eine Änderung ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag notwendig.
HEUTE12:48 Uhr

Greenpeace: Ölkonzerne machen im Juli Rekordübergewinne mit Sprit

Mineralölkonzerne hätten im Juli täglich 31,4 Millionen Euro „Übergewinn“ erzielt, sagt Greenpeace. Insgesamt wären es 976 Millionen Euro. Für die Berechnungen wurde der Rohölpreis seit Beginn des Irankrieges mit den Tankstellenpreisen für Diesel und Benzin verglichen. Das Statistische Bundesamt benennt Energiepreise als zentrale Preistreiber, Kraftstoffe verteuerten sich binnen eines Monats um 11,2 Prozent.

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HEUTE12:33 Uhr

Umweltminister gegen Vertiefung von Flüssen wegen Niedrigwassers

Eine Vertiefung von Flüssen für die Schifffahrt ist für Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) nicht die Antwort auf die gegenwärtige Situation. Er plädiert für einen „Rückbau“ der Flüsse, „weg von Kanälen hin zu natürlichen Flüssen mit mäandernden Flussarmen“ Das könne mehr Wasser in der Fläche halten. Verkehrsminister Steffen Bilger setzt auf einen weiteren Ausbau der Wasserstraßen.

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HEUTE12:11 Uhr

Krankenkasse: Anteil der Kinder mit Bewegungsstörungen massiv gestiegen

Bei KKH-Versicherten zwischen 6 und 18 Jahren stieg der Anteil einer diagnostizierten Bewegungsstörung auf 3,1 Prozent (+32 Prozent zu 2014). Besonders stark war die Steigerung bei den 15- bis 18-Jährigen (+67 Prozent). Ursachen seien zum einen das stundenlange passive Konsumieren von Medien, zum anderen der durchgetaktete Alltag ohne freies Bewegungsspiel. 2024 wurden bei 4.100 Jungen und 1.600 Mädchen Bewegungsstörungen (F28 nach ICD-10) diagnostiziert.

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HEUTE11:54 Uhr

Nordseeküstenfischer beantragen Förderung für Betriebseinstellung

Krabben, Scholle, Seezunge, Flunder: 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben finanzielle Unterstützung vom Bund für die Aufgabe ihrer Nordsee-Fischerei beantragt. 19 von ihnen können laut dem Landwirtschaftsministerium eine Förderung erhalten. 12 Millionen Euro stehen dafür bereit, wenn sie ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027 stilllegen. Ziel ist eine kleinere Fangflotte.

Auch Krabbenfischer unterliegen Fangquoten.

Foto: Sina Schuldt/dpa

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HEUTE11:45 Uhr

Rod Stewart legt Pause ein – restliche Tournee abgesagt

Nach einem medizinischen Eingriff wird der britische Popstar Rod Stewart (81) vier Wochen pausieren – er sagt die verbleibenden Termine seiner aktuellen Tournee ab. Er habe sich einem routinemäßigen Eingriff am Herzen unterzogen, der erfolgreich verlaufen sei. Geplant waren unter anderem Konzerte in Las Vegas, Des Moines und Kansas City. Im September sollte er in Mexiko auftreten.

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HEUTE11:41 Uhr

Lauterbach äußert sich im Rentenstreit

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisiert die Abschaffung der „Rente mit 63“. Geringverdiener und Menschen ohne Studium zahlten oft länger ein, bezögen aber kürzer Rente als Akademiker. Kanzler Friedrich Merz will die Vorschläge der Rentenkommission in vollem Umfang umzusetzen, der Widerstand wächst.

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HEUTE11:36 Uhr

Arbeitszeit pro Kopf sinkt leicht – Ältere arbeiten mehr

Die Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland ist zuletzt leicht gesunken. Während sie bei Jüngeren und Menschen mittleren Alters zurückging, nahm sie bei den über 60-Jährigen nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung weiter zu. Ein Grund dafür ist das schrittweise steigende Renteneintrittsalter.

Senioren soll ermöglicht werden, länger zu arbeiten – es fehlen viele Arbeitskräfte.

Foto: Pressmaster/iStock

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HEUTE11:16 Uhr

Grünen-Chef Banaszak wird zum Taxifahrer

Für den Wahlkampf chauffiert Grünen-Chef Felix Banaszak potenzielle Wähler durch die Gegend. Wer sich vom Co-Chef der Grünen kutschieren lassen und dabei mit ihm ins Gespräch kommen möchte, kann über eine Website sein Interesse bekunden.

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HEUTE10:37 Uhr

Spotify schränkt KI-Musik in Empfehlungen deutlich ein

Der Musikstreaming-Dienst Spotify kennzeichnet Profile, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, als „AI Personas“. Ab Mitte September werden diese systematisch aus allen automatischen Playlist-Empfehlungen und Radiostreams verbannt. Die Maßnahmen beziehen sich nicht auf die Art und Weise, wie menschliche Musiker ihre Werke erschaffen.

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HEUTE10:22 Uhr

Ehefrau angezündet – BGH bestätigt Mordurteil

Der Bundesgerichtshof hat die Revision eines Angeklagten verworfen, der vom Landgericht Braunschweig wegen Mordes an seiner Ehefrau zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Er hatte seine schlafende Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet, sie starb wenige Stunden später an den Verletzungen. Das Urteil vom 9. Januar 2026 ist nun rechtskräftig (Beschluss vom 4. August 2026 – 6 StR 261/26).

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HEUTE10:11 Uhr

Ätna kommt nicht zur Ruhe – Flughafen bleibt dicht

Der Flughafen von Catania bleibt wegen des Ausbruchs des Ätna und der Sperrung des Luftraums noch mindestens bis 18:00 Uhr geschlossen. Tausende Urlauber auch aus dem Ausland sind davon betroffen. Bei der Abreise versuchen nun viele, auf den Flughafen der Inselhauptstadt Palermo oder auf den Zug auszuweichen.
HEUTE9:56 Uhr

Stahlträger stürzt auf A81 – Autobahn bei Bad Dürrheim gesperrt

Im Schwarzwald-Baar-Kreis (Ba-Wü) zwischen Bad Dürrheim und Geisingen stürzte der Stahlträger einer Brücke auf die A81. Eine Person wurde schwer verletzt. Die Autobahn ist bei Bad Dürrheim in Richtung Singen und Stuttgart gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Geisingen und am Autobahndreieck Bad Dürrheim umgeleitet, auch die A864 ist einbezogen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

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HEUTE9:52 Uhr

Pakistan meldet drei Tote bei Huthi-Angriff auf pakistanisches Schiff

Bei einem Huthi-Angriff auf ein pakistanisches Schiff im Roten Meer kamen drei Menschen ums Leben, einer wurde nach Angaben der Regierung in Islamabad verletzt. Tags zuvor meldete der Jemen ebenfalls  einen Angriff auf einen Frachter. Die von Teheran unterstützten Huthis hatten Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Land angegriffen. 
HEUTE9:24 Uhr

Großeinsatz auf See: Fährunglück zwischen Bali und Lombok

Bei einem Fährunglück zwischen Bali und Lombok konnten alle rund 130 Menschen an Bord der in Brand geratenen „Putri Yasmin“ gerettet worden. Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz. Die Brandursache wird noch untersucht, laut lokalen Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Ein Sprecher der indonesischen Marine sagte, die Fähre sei auf Grund gelaufen und der Strom ausgefallen.

Rettungskräfte bergen am 12. August 2026 im Hafen von Lembar auf West-Lombok einen evakuierten Passagier von einem Such- und Rettungsschiff.

Foto: AFP via Getty Images

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HEUTE9:09 Uhr

IW: Lockerung des Lkw-Sonntagsfahrverbots bringt wenig

Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw dürfte die Folgen des Niedrigwassers am Rhein kaum abfedern. Ökonom Thomas Puls vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet keine messbare Verlagerung auf die Straße: Ein Binnenschiff ersetze je nach Größe bis zu 150 Lkw. Zudem fehlen Spezialfahrzeuge für Güter wie Sand, Kies, Erz oder Chemikalien. Branchenverbände schätzen, dass 100.000 Fahrer fehlen.

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HEUTE8:56 Uhr

Studie: Deutschland in arabischen Ländern gut angesehen

Deutschland hat in einigen arabischen Ländern einen guten Ruf, am stärksten in Syrien mit 73 Prozent und Tunesien mit 70 Prozent. Laut der Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung gilt Israel als größte Bedrohung für die Region. In den palästinensischen Gebieten wird die Zweistaatenlösung nur von rund ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren unterstützt.

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HEUTE8:28 Uhr

Bilger will private Investoren für Infrastruktur-Sanierung

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will für die Sanierung der Infrastruktur in Deutschland verstärkt private Investoren aktivieren. Öffentlich-private Partnerschaften sollen ausgebaut werden. Private Betreiber könnten dafür Haushaltsmittel für die Bereitstellung und den Erhalt eines Autobahnabschnitts erhalten. 

Der CDU-Politiker Steffen Bilger wurde erst kürzlich als neuer Verkehrsminister eingesetzt.

Foto: Michael Kappeler/dpa

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HEUTE8:17 Uhr

Inflationsrate von 2,8 Prozent im Juli bestätigt

Das Statistische Bundesamt bestätigt für Juli 2026 eine Inflationsrate von 2,8 Prozent (Juni: 2,3 Prozent). Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 8,3 Prozent, Kraftstoffe um 23 Prozent, Leichtes Heizöl um 34,7 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel steigen um 0,4 Prozent – am stärksten Rind- und Kalbfleisch sowie Süßwaren. Günstiger wurden Butter, Speisefette und -Öle.

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HEUTE7:51 Uhr

Junge Union NRW will mit Ukraine bei Drohnenabwehr kooperieren

Die Junge Union NRW fordert nach dem Drohnenvorfall in Leipzig einen engeren Austausch deutscher Sicherheitsbehörden mit der Ukraine. Künftig sollen Polizei-, Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden dauerhaft zusammenarbeiten. Geplant sind regelmäßige Hospitationen, gemeinsame Fortbildungen und ein strukturierter Austausch unter anderem zum Erkennung von Drohnen, Schutz und Warnsysteme für die Bevölkerung. Die Staatskanzlei unterstützt dies.
HEUTE7:30 Uhr

Nach 45 Versicherungsjahren: Jede 2. Frau erhält weniger als 1.450 Euro Rente

53,6 Prozent der Frauen und 21,5 Prozent der Männer, die 45 Jahre lang in die Rente eingezahlt haben, erhalten weniger als 1.450 Euro monatlich. Ohne weiteres Einkommen liegt dies unterhalb der Armutsgrenze. Bei Männern waren es in Sachsen-Anhalt und Sachsen fast 40 Prozent beziehungsweise 45 Prozent, in NRW 15,3 Prozent.

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HEUTE7:22 Uhr

Bilger fordert Rücknahme der Cannabis-Teillegalisierung

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) fordert angesichts der Zunahme der Verkehrstoten in Deutschland die Rücknahme der Teillegalisierung von Cannabis. Mit Blick auf die Verkehrssicherheit sei das ein „großer Fehler“. Die vereinbarte Evaluierung solle durchgeführt werden.

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HEUTE6:46 Uhr

Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten im MDR-Gespräch

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellen sich die Spitzenkandidaten von CDU, AfD, SPD, Grünen, Linkspartei, FDP und BSW am Mittwochabend im MDR den Bürgern (21:00 Uhr). In der Sendung „Fakt ist! Wahlarena aus Magdeburg“ werden auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD) live Fragen beantworten.

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HEUTE6:31 Uhr

Warken verteidigt Geheimdienstreform – Scharfe Kritik von Kubicki

Das Bundeskabinett will heute die Geheimdienstreform verabschieden. Laut Kanzleramtschefin Nina Warken ist dies die umfangreichste Reform der Nachrichtendienste seit ihrem Bestehen. Ziel sei, Verfassungsschutz und BND zu stärken und mehr Möglichkeiten zu geben. FDP-Chef Wolfgang Kubicki nennt dies einen „historischen Tabubruch“ und will in Deutschland keine Geheimpolizei.

Radarkuppeln (Radome) auf dem Gelände der Station bei Bad Aibling in Bayern – hier hat auch der BND Möglichkeiten.

Foto: Andreas Gebert / Archiv/dpa

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HEUTE6:18 Uhr

Polizei: Waldbrand in Südhessen war offenbar Brandstiftung

Der Waldbrand bei Rodenbach in Südhessen nahe der Landesgrenze zu Bayern dürfte laut Ermittlern vorsätzlich ausgelöst worden sein. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen und sicherte verdächtige Spuren. Nach mehreren Feuern wurden die Menschen zum Wassersparen aufgerufen, um genug Reserven für die Löscharbeiten zu haben.

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HEUTE6:05 Uhr

EU-Regeln verbieten PFAS in Fast-Food-Verpackungen

Ab heute dürfen in der EU keine fettabweisenden Burger-Boxen oder Gebäckpapiere mit bestimmten Schadstoffen mehr auf den Markt gebracht werden – es gelten neue Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Was in Lagern liegt, darf noch verwendet werden. Die Stoffe stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Ab 2030 greifen weitere Verpackungsregeln.

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HEUTE5:45 Uhr

Rund 40 Staaten warnen vor Gefahren unangekündigter Tests ballistischer Raketen

Die USA und rund 40 weitere Staaten warnen gemeinsam vor den Gefahren unangekündigter Tests atomwaffenfähigen ballistischer Raketen. Sie erhöhten das Risiko von Fehleinschätzungen und bedrohten Frieden und Sicherheit. Ohne China direkt zu nennen, verweisen sie auf „jüngste Raketentests“ im Pazifik, bei denen Standards „nicht eingehalten“ worden seien. Gefordert wird, derartige Tests mindestens 24 Stunden zuvor anzukündigen.

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HEUTE5:34 Uhr

Sachsen-Anhalt: BSW für überparteilichen Ministerpräsidenten – AfD lehnt ab

Das BSW schlägt einen überparteilichen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt vor. Konkrete Namen fielen nicht. Sollten die anderen Parteien dieses Modell ablehnen, „werden wir uns im dritten Wahlgang enthalten“, sagte Wagenknecht in Bezug auf die Wahl eines Ministerpräsidenten im Landtag. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wies den Vorschlag zurück.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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12.08.2026 | Schneider will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern | Stahlträger stürzt auf A81 – Autobahn gesperrt | Grünen-Chef fährt Taxi

HEUTE13:46 Uhr

Griechenland: Mehr als 280 Menschen wegen Brandstiftung festgenommen

In Griechenland wird 252 Menschen, die seit Januar festgenommen wurden, fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen. 29 weitere sollen die Feuer laut Feuerwehrbehörde vorsätzlich gelegt haben. In Thessaloniki wurde auch ein 59-Jähriger verhaftet, der an fünf Bränden binnen zwei Wochen beteiligt gewesen sein soll. Für Brandstiftung sind Freiheitsstrafen bis 20 Jahren sowie Geldstrafen bis 200.000 Euro möglich.

Hubschrauber löschen am 4. August 2026 in Psatha, Griechenland, einzelne Brandherde Am 2. August kollidierten zwei Hubschrauber, die bei der Bekämpfung der Brände im Einsatz waren, in der Luft, wobei zwei Crewmitglieder ums Leben kamen.

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HEUTE13:31 Uhr

Libanon: Parlament beschließt Amnestie

Das libanesische Parlament hat ein umfassendes Amnestie-Gesetz verabschiedet. Todes- oder lebenslangen Haftstrafen sollen auf 17 Jahre Haft reduziert sowie Menschen, die seit mehr als zwölf Jahren ohne Anklage in Haft sitzen, freigelassen werden. Davon könnten Tausende profitieren. Eine solche Amnestie war seit Jahren von verschiedenen politischen Lagern im Libanon gefordert worden. Es ist die erste seit 1991.

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HEUTE13:19 Uhr

Norwegischer Staatsfonds macht wieder Gewinn

Nach einem Verlust von 58 Milliarden Euro im 1. Quartal ergab sich für den norwegischen Staatsfond im ersten Halbjahr ein Plus von 160 Milliarden Euro. Die Rendite lag im 2. Quartal bei 9,4 Prozent. Ende Juni verwaltete er knapp 2,07 Billionen Euro. Der Fonds hält Anteile an rund 8.500 Unternehmen weltweit und gilt als größter Aktionär der Welt. Treiber waren Aktien, besonders asiatische Technologiewerte.

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Schneider will Grundgesetz für Hitzeschutz ändern

Bundesumweltminister Carsten Schneider hält es für zwingend notwendig, dass das Grundgesetz für den Hitzeschutz geändert wird. Dieser soll gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen werden. Er will im 2. Halbjahr dazu einen Vorschlag unterbreiten. Für eine Änderung ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag notwendig.
HEUTE12:48 Uhr

Greenpeace: Ölkonzerne machen im Juli Rekordübergewinne mit Sprit

Mineralölkonzerne hätten im Juli täglich 31,4 Millionen Euro „Übergewinn“ erzielt, sagt Greenpeace. Insgesamt wären es 976 Millionen Euro. Für die Berechnungen wurde der Rohölpreis seit Beginn des Irankrieges mit den Tankstellenpreisen für Diesel und Benzin verglichen. Das Statistische Bundesamt benennt Energiepreise als zentrale Preistreiber, Kraftstoffe verteuerten sich binnen eines Monats um 11,2 Prozent.

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Umweltminister gegen Vertiefung von Flüssen wegen Niedrigwassers

Eine Vertiefung von Flüssen für die Schifffahrt ist für Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) nicht die Antwort auf die gegenwärtige Situation. Er plädiert für einen „Rückbau“ der Flüsse, „weg von Kanälen hin zu natürlichen Flüssen mit mäandernden Flussarmen“ Das könne mehr Wasser in der Fläche halten. Verkehrsminister Steffen Bilger setzt auf einen weiteren Ausbau der Wasserstraßen.

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Krankenkasse: Anteil der Kinder mit Bewegungsstörungen massiv gestiegen

Bei KKH-Versicherten zwischen 6 und 18 Jahren stieg der Anteil einer diagnostizierten Bewegungsstörung auf 3,1 Prozent (+32 Prozent zu 2014). Besonders stark war die Steigerung bei den 15- bis 18-Jährigen (+67 Prozent). Ursachen seien zum einen das stundenlange passive Konsumieren von Medien, zum anderen der durchgetaktete Alltag ohne freies Bewegungsspiel. 2024 wurden bei 4.100 Jungen und 1.600 Mädchen Bewegungsstörungen (F28 nach ICD-10) diagnostiziert.

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Nordseeküstenfischer beantragen Förderung für Betriebseinstellung

Krabben, Scholle, Seezunge, Flunder: 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben finanzielle Unterstützung vom Bund für die Aufgabe ihrer Nordsee-Fischerei beantragt. 19 von ihnen können laut dem Landwirtschaftsministerium eine Förderung erhalten. 12 Millionen Euro stehen dafür bereit, wenn sie ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027 stilllegen. Ziel ist eine kleinere Fangflotte.

Auch Krabbenfischer unterliegen Fangquoten.

Foto: Sina Schuldt/dpa

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Rod Stewart legt Pause ein – restliche Tournee abgesagt

Nach einem medizinischen Eingriff wird der britische Popstar Rod Stewart (81) vier Wochen pausieren – er sagt die verbleibenden Termine seiner aktuellen Tournee ab. Er habe sich einem routinemäßigen Eingriff am Herzen unterzogen, der erfolgreich verlaufen sei. Geplant waren unter anderem Konzerte in Las Vegas, Des Moines und Kansas City. Im September sollte er in Mexiko auftreten.

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Lauterbach äußert sich im Rentenstreit

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisiert die Abschaffung der „Rente mit 63“. Geringverdiener und Menschen ohne Studium zahlten oft länger ein, bezögen aber kürzer Rente als Akademiker. Kanzler Friedrich Merz will die Vorschläge der Rentenkommission in vollem Umfang umzusetzen, der Widerstand wächst.

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HEUTE11:36 Uhr

Arbeitszeit pro Kopf sinkt leicht – Ältere arbeiten mehr

Die Arbeitszeit pro Kopf in Deutschland ist zuletzt leicht gesunken. Während sie bei Jüngeren und Menschen mittleren Alters zurückging, nahm sie bei den über 60-Jährigen nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung weiter zu. Ein Grund dafür ist das schrittweise steigende Renteneintrittsalter.

Senioren soll ermöglicht werden, länger zu arbeiten – es fehlen viele Arbeitskräfte.

Foto: Pressmaster/iStock

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Grünen-Chef Banaszak wird zum Taxifahrer

Für den Wahlkampf chauffiert Grünen-Chef Felix Banaszak potenzielle Wähler durch die Gegend. Wer sich vom Co-Chef der Grünen kutschieren lassen und dabei mit ihm ins Gespräch kommen möchte, kann über eine Website sein Interesse bekunden.

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HEUTE10:37 Uhr

Spotify schränkt KI-Musik in Empfehlungen deutlich ein

Der Musikstreaming-Dienst Spotify kennzeichnet Profile, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, als „AI Personas“. Ab Mitte September werden diese systematisch aus allen automatischen Playlist-Empfehlungen und Radiostreams verbannt. Die Maßnahmen beziehen sich nicht auf die Art und Weise, wie menschliche Musiker ihre Werke erschaffen.

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Ehefrau angezündet – BGH bestätigt Mordurteil

Der Bundesgerichtshof hat die Revision eines Angeklagten verworfen, der vom Landgericht Braunschweig wegen Mordes an seiner Ehefrau zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Er hatte seine schlafende Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet, sie starb wenige Stunden später an den Verletzungen. Das Urteil vom 9. Januar 2026 ist nun rechtskräftig (Beschluss vom 4. August 2026 – 6 StR 261/26).

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Ätna kommt nicht zur Ruhe – Flughafen bleibt dicht

Der Flughafen von Catania bleibt wegen des Ausbruchs des Ätna und der Sperrung des Luftraums noch mindestens bis 18:00 Uhr geschlossen. Tausende Urlauber auch aus dem Ausland sind davon betroffen. Bei der Abreise versuchen nun viele, auf den Flughafen der Inselhauptstadt Palermo oder auf den Zug auszuweichen.
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Stahlträger stürzt auf A81 – Autobahn bei Bad Dürrheim gesperrt

Im Schwarzwald-Baar-Kreis (Ba-Wü) zwischen Bad Dürrheim und Geisingen stürzte der Stahlträger einer Brücke auf die A81. Eine Person wurde schwer verletzt. Die Autobahn ist bei Bad Dürrheim in Richtung Singen und Stuttgart gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Geisingen und am Autobahndreieck Bad Dürrheim umgeleitet, auch die A864 ist einbezogen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

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Pakistan meldet drei Tote bei Huthi-Angriff auf pakistanisches Schiff

Bei einem Huthi-Angriff auf ein pakistanisches Schiff im Roten Meer kamen drei Menschen ums Leben, einer wurde nach Angaben der Regierung in Islamabad verletzt. Tags zuvor meldete der Jemen ebenfalls  einen Angriff auf einen Frachter. Die von Teheran unterstützten Huthis hatten Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Land angegriffen. 
HEUTE9:24 Uhr

Großeinsatz auf See: Fährunglück zwischen Bali und Lombok

Bei einem Fährunglück zwischen Bali und Lombok konnten alle rund 130 Menschen an Bord der in Brand geratenen „Putri Yasmin“ gerettet worden. Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz. Die Brandursache wird noch untersucht, laut lokalen Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Ein Sprecher der indonesischen Marine sagte, die Fähre sei auf Grund gelaufen und der Strom ausgefallen.

Rettungskräfte bergen am 12. August 2026 im Hafen von Lembar auf West-Lombok einen evakuierten Passagier von einem Such- und Rettungsschiff.

Foto: AFP via Getty Images

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HEUTE9:09 Uhr

IW: Lockerung des Lkw-Sonntagsfahrverbots bringt wenig

Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw dürfte die Folgen des Niedrigwassers am Rhein kaum abfedern. Ökonom Thomas Puls vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet keine messbare Verlagerung auf die Straße: Ein Binnenschiff ersetze je nach Größe bis zu 150 Lkw. Zudem fehlen Spezialfahrzeuge für Güter wie Sand, Kies, Erz oder Chemikalien. Branchenverbände schätzen, dass 100.000 Fahrer fehlen.

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HEUTE8:56 Uhr

Studie: Deutschland in arabischen Ländern gut angesehen

Deutschland hat in einigen arabischen Ländern einen guten Ruf, am stärksten in Syrien mit 73 Prozent und Tunesien mit 70 Prozent. Laut der Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung gilt Israel als größte Bedrohung für die Region. In den palästinensischen Gebieten wird die Zweistaatenlösung nur von rund ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren unterstützt.

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HEUTE8:28 Uhr

Bilger will private Investoren für Infrastruktur-Sanierung

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will für die Sanierung der Infrastruktur in Deutschland verstärkt private Investoren aktivieren. Öffentlich-private Partnerschaften sollen ausgebaut werden. Private Betreiber könnten dafür Haushaltsmittel für die Bereitstellung und den Erhalt eines Autobahnabschnitts erhalten. 

Der CDU-Politiker Steffen Bilger wurde erst kürzlich als neuer Verkehrsminister eingesetzt.

Foto: Michael Kappeler/dpa

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HEUTE8:17 Uhr

Inflationsrate von 2,8 Prozent im Juli bestätigt

Das Statistische Bundesamt bestätigt für Juli 2026 eine Inflationsrate von 2,8 Prozent (Juni: 2,3 Prozent). Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 8,3 Prozent, Kraftstoffe um 23 Prozent, Leichtes Heizöl um 34,7 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel steigen um 0,4 Prozent – am stärksten Rind- und Kalbfleisch sowie Süßwaren. Günstiger wurden Butter, Speisefette und -Öle.

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HEUTE7:51 Uhr

Junge Union NRW will mit Ukraine bei Drohnenabwehr kooperieren

Die Junge Union NRW fordert nach dem Drohnenvorfall in Leipzig einen engeren Austausch deutscher Sicherheitsbehörden mit der Ukraine. Künftig sollen Polizei-, Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden dauerhaft zusammenarbeiten. Geplant sind regelmäßige Hospitationen, gemeinsame Fortbildungen und ein strukturierter Austausch unter anderem zum Erkennung von Drohnen, Schutz und Warnsysteme für die Bevölkerung. Die Staatskanzlei unterstützt dies.
HEUTE7:30 Uhr

Nach 45 Versicherungsjahren: Jede 2. Frau erhält weniger als 1.450 Euro Rente

53,6 Prozent der Frauen und 21,5 Prozent der Männer, die 45 Jahre lang in die Rente eingezahlt haben, erhalten weniger als 1.450 Euro monatlich. Ohne weiteres Einkommen liegt dies unterhalb der Armutsgrenze. Bei Männern waren es in Sachsen-Anhalt und Sachsen fast 40 Prozent beziehungsweise 45 Prozent, in NRW 15,3 Prozent.

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HEUTE7:22 Uhr

Bilger fordert Rücknahme der Cannabis-Teillegalisierung

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) fordert angesichts der Zunahme der Verkehrstoten in Deutschland die Rücknahme der Teillegalisierung von Cannabis. Mit Blick auf die Verkehrssicherheit sei das ein „großer Fehler“. Die vereinbarte Evaluierung solle durchgeführt werden.

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HEUTE6:46 Uhr

Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten im MDR-Gespräch

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellen sich die Spitzenkandidaten von CDU, AfD, SPD, Grünen, Linkspartei, FDP und BSW am Mittwochabend im MDR den Bürgern (21:00 Uhr). In der Sendung „Fakt ist! Wahlarena aus Magdeburg“ werden auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD) live Fragen beantworten.

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HEUTE6:31 Uhr

Warken verteidigt Geheimdienstreform – Scharfe Kritik von Kubicki

Das Bundeskabinett will heute die Geheimdienstreform verabschieden. Laut Kanzleramtschefin Nina Warken ist dies die umfangreichste Reform der Nachrichtendienste seit ihrem Bestehen. Ziel sei, Verfassungsschutz und BND zu stärken und mehr Möglichkeiten zu geben. FDP-Chef Wolfgang Kubicki nennt dies einen „historischen Tabubruch“ und will in Deutschland keine Geheimpolizei.

Radarkuppeln (Radome) auf dem Gelände der Station bei Bad Aibling in Bayern – hier hat auch der BND Möglichkeiten.

Foto: Andreas Gebert / Archiv/dpa

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HEUTE6:18 Uhr

Polizei: Waldbrand in Südhessen war offenbar Brandstiftung

Der Waldbrand bei Rodenbach in Südhessen nahe der Landesgrenze zu Bayern dürfte laut Ermittlern vorsätzlich ausgelöst worden sein. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen und sicherte verdächtige Spuren. Nach mehreren Feuern wurden die Menschen zum Wassersparen aufgerufen, um genug Reserven für die Löscharbeiten zu haben.

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HEUTE6:05 Uhr

EU-Regeln verbieten PFAS in Fast-Food-Verpackungen

Ab heute dürfen in der EU keine fettabweisenden Burger-Boxen oder Gebäckpapiere mit bestimmten Schadstoffen mehr auf den Markt gebracht werden – es gelten neue Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Was in Lagern liegt, darf noch verwendet werden. Die Stoffe stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Ab 2030 greifen weitere Verpackungsregeln.

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HEUTE5:45 Uhr

Rund 40 Staaten warnen vor Gefahren unangekündigter Tests ballistischer Raketen

Die USA und rund 40 weitere Staaten warnen gemeinsam vor den Gefahren unangekündigter Tests atomwaffenfähigen ballistischer Raketen. Sie erhöhten das Risiko von Fehleinschätzungen und bedrohten Frieden und Sicherheit. Ohne China direkt zu nennen, verweisen sie auf „jüngste Raketentests“ im Pazifik, bei denen Standards „nicht eingehalten“ worden seien. Gefordert wird, derartige Tests mindestens 24 Stunden zuvor anzukündigen.

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HEUTE5:34 Uhr

Sachsen-Anhalt: BSW für überparteilichen Ministerpräsidenten – AfD lehnt ab

Das BSW schlägt einen überparteilichen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt vor. Konkrete Namen fielen nicht. Sollten die anderen Parteien dieses Modell ablehnen, „werden wir uns im dritten Wahlgang enthalten“, sagte Wagenknecht in Bezug auf die Wahl eines Ministerpräsidenten im Landtag. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wies den Vorschlag zurück.
 
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 

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Hitze ist kein Damoklesschwert: 12 Tipps für Auto und Fahrer


In Kürze:

  • Bei sonnigen 30 Grad Celsius können es im Auto schnell 50 °C oder mehr werden. Das macht Mensch und Maschine zu schaffen.
  • Lack, Reifen, Motor und Batterie leiden still, dennoch geht der Schutz des Lebens vor Schutz des Materials.
  • Etwas Pflege vorab und einfache Maßnahmen während der nächsten Hitzewelle können die Belastung zuverlässig reduzieren.
  • Geschickte Parkplatzwahl und cleveres Lüften helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.
  • Ladung nicht vergessen: Bei 35 °C entwickelt Käse eine ganz neue Geruchsnote und auch Brillen können Schaden nehmen.

 
30 – 50 – 70 sind keine Idealmaße, sondern eine geradezu brandheiße Warnung an alle Autofahrer und Fahrzeughalter: Bei sonnigen 30 °C Außentemperatur kann es im Auto schnell 50 °C heiß werden. Dunkle Flächen am, im und um das Auto können sich noch deutlich stärker aufheizen.
Lack und Straßenoberfläche, aber auch Armaturenbrett, Lenkrad, Sitze und Gurte samt Gurtschlössern können so Temperaturen erreichen, die ausreichen, um Eier zu braten. Das ist nicht nur ein Verletzungsrisiko, sondern auch eine Gefahr für die Haltbarkeit des mobilen Untersatzes.
Oft lassen sich Schäden mit einfachen Mitteln vorbeugen oder zumindest verringern. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel. Zuallererst gilt es jedoch, die Insassen zu schützen:

Schutz des Lebens vor Schutz des Materials

Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen sinken die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit bei über 35 °C im Fahrzeuginnern auf ein Niveau, das einem Blutalkoholpegel von 0,5 Promille entspricht. Dadurch steige das Unfallrisiko um rund 20 Prozent bezogen auf „optimale 22 °C“.
Sommerliche Temperaturen, insbesondere in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, machen zudem dem Kreislauf zu schaffen. Hier kann eine funktionierende Klimaanlage im Zweifelsfall Leben retten. Die Temperatur sollte laut TÜV SÜD jedoch nicht mehr als 8 °C unter der Außentemperatur liegen, sonst drohten beim Aussteigen Kreislaufbeschwerden und Erkältungen. Ferner empfiehlt es sich, nicht dringende Fahrten zu vermeiden oder in die kühleren Morgenstunden zu verlegen.
Auch Haustiere leiden unter hohen Temperaturen, da sie nicht wie wir schwitzen können. Typische Warnzeichen eines drohenden Hitzschlags bei Tieren sind starkes Hecheln, übermäßiger Speichelfluss und Erbrechen, sowie Unruhe und Taumeln.
Unser Körper verfügt über verschiedenen Methoden, die Temperatur zu regulieren.

Unser Körper verfügt über verschiedene Methoden, um die Temperatur zu regulieren.

Foto: ts/Epoch Times nach ttsz/iStock

Besonders im stehenden Auto genügen dabei mitunter Minuten, um einen medizinischen Notfall auszulösen. Lassen Sie daher keine Mitfahrer, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, im geschlossenen Auto zurück. Auch nicht, wenn Sie „nur mal schnell etwas holen“ oder auf die Toilette müssen.
Schon wenige Minuten in der Sonne lassen die Temperaturen im Auto in die Höhe Schnellen. Offene Fenster helfen dagegen kaum.

Schon wenige Minuten in der Sonne lassen die Temperaturen im Auto in die Höhe schnellen. Offene Fenster helfen dagegen kaum.

Sollten Sie in die Situation kommen und ein Kind oder ein Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug entdecken, wählen Sie den Notruf. Das Einschlagen einer Scheibe ist nicht empfehlenswert, kann aber im Notfall gerechtfertigt sein, wenn ausdrücklich keine andere Rettungsmöglichkeit besteht. Denken Sie dabei auch an die Gefahr von Glassplittern für Sie und die zu rettende Person oder das Tier. Dokumentieren Sie den Vorgang, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Die Sache mit dem Käse – Ladung nicht vergessen!

Zu heiß werden kann es im Auto auch für die Ladung. Besonders wärmeanfällig sind Medikamente, wobei – unter anderem – Augentropfen und Insulin erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Problematisch ist hier in erster Linie, dass Arzneimittel ihre Wirkung teilweise oder gänzlich verlieren können, ohne dass dies sichtbar wird. Medikamente sollten am besten in Kühlbehältern transportiert und nicht im Auto gelassen werden.
Asthmasprays zählen ebenfalls zur Kategorie der empfindlichen Medikamente, sind jedoch auch aufgrund ihrer Eigenschaften als Spray gefährdet. Sprühdosen stehen unter Druck. Jenseits von 50 °C steigt dieser so weit, dass die Behälter Schaden nehmen oder bersten können. Für viele Deodorants sowie Haar-, Sonnen- und Insektensprays besteht dasselbe Risiko. Auch klassische Feuerzeuge stehen unter Druck und gehören daher nicht in ein überhitztes Fahrzeug.
Dass Schokolade bei 60 °C sprichwörtlich zerfließt, sollte bekannt sein. Auch viele andere Lebensmittel mögen Wärme nicht – Bakterien dafür umso mehr. Kühltaschen können hier Abhilfe schaffen, aber glauben Sie mir: Wer im Sommer einmal Weichkäse gekauft hat und dann „noch kurz“ ein paar Besorgungen machen musste, vergisst den Geruch, der auch Wochen später noch im Auto haftet, nie wieder.

Brandgefahr durch Ballast

Und dann sind da noch die diversen Gegenstände, die bewusst oder unbewusst im Auto mitgeführt werden: Getränkeflaschen, Brillen, Powerbanks.
Bezüglich ersterer kursieren verschiedene Warnungen. Nicht alle sind berechtigt und belegt. So spielen Bakterien und Keime bei ungeöffneten Flaschen im Regelfall keine Rolle, da sie erst mit dem ersten Schluck an den Flaschenhals gelangen. Glasflaschen, die wegen der Verletzungsgefahr nicht zum Trinken während der Fahrt empfohlen werden, und volle Plastikflaschen können Licht bündeln. Spektakuläre Brände sind indes selten, eher entstehen Schmorspuren. Wer Getränke mitnimmt, wenn er das Auto verlässt, umgeht beide Risiken.
Brillengläser sind nichts anderes als Linsen; im Brillenetui sind sie jedoch dahingehend harmlos. Dennoch können Beschichtungen und Vergütungen unter übermäßiger Wärme leiden. Dadurch entstehen feinste Risse, die Brille wird milchig oder sie verliert stellenweise ihre Zusatzfunktionen wie Verdunklung oder Entspiegelung. Das bedingt kühlere Handschuhfach oder die geschlossene Mittelkonsole sind daher für Brillen besser geeignet als offene Ablagen auf dem Armaturenbrett.
Ähnlich wie Medikamente haben auch Batterien ein ideales Temperaturfenster. Für Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) liegt dieses je nach Quelle zwischen 5 und 40 °C. Jenseits dieser Temperaturen laufen chemische Prozesse anders ab, als vorgesehen. Wärme allein zerstört die meisten Akkus nicht, beschleunigt jedoch ihre Alterung. In der Folge sinken Leistung, Kapazität und Lebensdauer.
Thermisches Durchgehen (Thermal Runaway) und Brände sind hingegen selten und stehen oft im Zusammenhang mit weiteren Belastungen wie Vorschäden oder gleichzeitigem Laden; dennoch sind dies Gründe, digitale Endgeräte wie Smartphones, Kameras und Laptops sowie Powerbanks und Werkzeugakkus nicht im Auto zu lassen – zusätzlich zum Diebstahlschutz.
Was für kleine Batterien gilt, gilt prinzipiell auch für große. Welche Schäden Starter- oder Antriebsbatterien nehmen und wie Sie sie schützen können, dazu gleich mehr.

Wie Wärme alten und neuen Autos zu schaffen macht

Zunächst zur Karosserie. Der Sonne beziehungsweise einem Übermaß an Sonne ausgesetzte Lacke bleichen mit der Zeit aus, besonders die Lacke vieler Oldtimer. Im schlimmsten Fall führt die hohe UV-Belastung zu einem Ablösen des Klarlacks. Ein Phänomen, das nicht auf das automobile Kulturerbe beschränkt ist.
Die gute Nachricht lautet, dass das Blech zunächst weiterhin geschützt ist. Die schlechte Nachricht ist, dass es nicht mehr schön aussieht und sich das Lacksterben auf die weiteren Lackschichten ausdehnen kann. Da hier vor allem die UV-Strahlung eine Rolle spielt, kann bereits das Parken im Schatten dem Aussehen des eigenen Autos helfen.
Doch allein mit einem guten Parkplatz ist es nicht getan: Vogelkot, Blütenstaub oder verendete Insekten brennen sich bei über 70 °C sprichwörtlich in den geschwächten Lack – auch im Innenraum. Regelmäßiges Reinigen hilft hier Wunder. Aber bei hohen Außentemperaturen und Sonne gilt es, den abrupten Temperaturschock mit kaltem Waschwasser auf dem Lack zu vermeiden. Greifen Sie daher am besten morgens zu Eimer mit Wasser und Lappen, um Anhaftungen schonend zu entfernen.
Besonders betroffen von zu viel UV-Belastung sind auch einige Cabrio-Stoffverdecke. Sie können unschön ausbleichen, ihre Nähte können schrumpfen und letztlich undicht werden. Bekannt dafür sind das Käfer-Cabrio und der Triumph TR6. Wie beim Lack gilt: Neuere Modelle sind oft weniger empfindlich, aber nicht immun.
Auch Gummidichtungen verhärten unter zu viel Sonne, werden spröde und schrumpfen. Bei Oldtimern, bei denen die Heckscheiben beispielsweise noch nicht verklebt sind, kann dies zum Wassereintritt in den Kofferraum führen. In beiden Fällen – Schutz vor Sonne und Schutz vor Regen – hilft ein überdachter Stellplatz.

Vorbeugen ist die beste Pflege

Den Scheiben können weder hohe Temperaturen noch UV-Strahlung etwas anhaben, doch auch hier lauert Gefahr. Wenn im Winter die Luft aus der voll aufgedrehten Heizung auf einen Steinschlag in der eiskalten Scheibe trifft, können die Spannungen so groß werden, dass sie reißt. Eiskalte Klimaanlagenluft im Sommer kann denselben Effekt haben. Die Empfehlung ist daher klar: Lassen Sie Steinschläge möglichst zeitnah reparieren. In der Regel übernimmt die Versicherung die Kosten.
Im Innenraum gilt es beim Kauf wie auch bei der Pflege, vor allem alter Autos, zuallererst auf den Zustand des Armaturenbretts zu achten, da dieses bei vielen Fahrzeugen durch zu viel Hitze und UV-Einwirkung zur Rissbildung neigt. Verformte Türverkleidungen und verblasste Kunststoffteile gehören ebenfalls zu den Folgen. Besonders bekannt hierfür sind der BMW E21, der Golf I und die Mercedes-Baureihe W123.
Hochpreisige Oldtimer mit reichlich Chrom und Holzfurnier im Innenraum leiden insbesondere unter der Kombination aus extremer UV-Bestrahlung und wechselnder Luftfeuchtigkeit. Beides zusammen führt oft zur Ablösung des Klarlacks auf den Furnieren. Hier sind Oldtimer der Marken Jaguar, Rolls-Royce oder auch der Mercedes Ponton zu nennen. Eine kostengünstige Abhilfe kann ein Sonnenschutz für die Front- (und Heck-)scheibe bieten. Etwas kostenintensiver ist eine Wachsversiegelung für den Lack. Letztere ist übrigens keine Einmalausgabe, sondern von Zeit zu Zeit empfehlenswert.

Jetzt aber ab unter die Motorhaube!

Ein Verbrennungsmotor, ganz gleich welchen Alters, benötigt vor allem zweierlei: Schmierung und Kühlung. Gerade Oldtimer sind ihren Eignern gar nicht böse, wenn sie die Ölwechselintervalle noch unterhalb der Herstellerangabe durchführen und dabei natürlich vor allem auf die vorgeschriebene Viskosität des Öls achten. SAE 10W40 oder SAE 10W50 dürften den allermeisten Anforderungen gerecht werden – es sei denn man möchte im Januar durch Sibirien und im Juli mit Höchstgeschwindigkeit durchs Death Valley fahren.
Sind Sie sich nicht sicher, schauen Sie unter der Motorhaube nach. Nicht selten hängt in der Nähe des Ölmessstabes oder des Nachfüllstutzens ein Zettel mit der passenden Bezeichnung. Wenn das auch nicht hilft, empfiehlt sich der Rat der Autolegende Irv Gordon:
„Tu, was das Handbuch verlangt, nicht, was der Händler verlangt. Die Leute, die das Auto gebaut haben, haben das Handbuch geschrieben.“
Gordon muss wissen, wie ein Auto lange hält. Er fuhr mit seinem roten Volvo P1800 in 52 Jahren unglaubliche 5,23 Millionen Kilometer.
Natürlich sollte auch immer wieder der Ölstand geprüft werden. Sinkt er unerwartet rasch, ohne dass sich unterhalb des Fahrzeugs ein Hinweis auf die Ursache findet, sollte der Blick dem Deckel des Ölnachfüllstutzens gelten. Ist er von unten hellbraun-sahnig oder einfach nur bernsteinfarben oder dunkel? Im ersteren Fall gehört das Fahrzeug in fachkundige Hände.

Was heiß wird, will gekühlt werden

Anders als der VW Käfer besitzen die meisten Fahrzeuge einen Kühlwasserkreislauf mit einem Ventilator, der bei Bedarf zugeschaltet wird. Viel hat sich da bis heute nicht verändert. Ebenso wenig hat sich die Physik geändert, die besagt, dass die Kühlung mit warmer Sommerluft weniger effektiv ist. Ein zusätzlicher Blick kann daher nicht schaden – weder dem Oldtimer noch dem Neuwagen.
Letztere melden Fehler häufig mit zahlreichen Warnungen, die mehr oder weniger bunt sind und/oder mit akustischem Nachdruck direkt im Sichtfeld des Fahrers erscheinen. Bei anderen muss der Fahrer selbst aktiv werden.
Sichere Zeichen sind eine schnell steigende Kühlmitteltemperatur und Dampfentwicklung aus den Spalten der Motorhaube. Auch eine unerwartet steigende Öltemperaturanzeige – so etwas haben vor allem die älteren Fahrzeuge – deutet auf Probleme im Kühlkreislauf hin und ist ein Grund, die Fahrt zu unterbrechen und den Wagen im Leerlauf noch ein paar Minütchen weiterlaufen zu lassen. Im besten Fall ist es nur ein fehlerhaftes Thermostat. Andernfalls empfiehlt es sich, die Reiseplanung anzupassen.
Ob der Kühlwasserstand passt, können Sie von außen am Kühlwasserausgleichsbehälter erkennen. Den sollten Sie gelegentlich auch einmal öffnen, aber als Laie unbedingt ausschließlich bei kaltem Motor. Verbrennungsgefahr! Was man dann im Inneren sieht, sollte halbwegs klar sein, egal ob ein wenig farbig oder nicht. Blickt man auf eine braune Brühe und riecht man oben am Einfüllstutzen so etwas wie Abgase, ist ebenfalls eine Fahrt zum fachkundigen Schrauber angesagt.
Alle Schläuche, die mit der Kühlung zu tun haben, sollten auf spröde Stellen, festen Sitz und Leckagen überprüft werden. Darüber hinaus atmet jedes in die Jahre gekommene Fahrzeug durch, wenn man gelegentlich alles erneuert, was „Filter“ im Namen trägt. Das kostet nicht viel und trägt zur Betriebssicherheit bei. Ebenso wie der gelegentliche Austausch der Keil- beziehungsweise Treibriemen für Lichtmaschine, Wasserpumpe und andere im Motorraum verbaute Helferlein.
Wenn der Verbrauch des Fahrzeugs steigt, sonderbare, klackernde Geräusche aus dem Motorraum zu hören sind, die Maschine heißer als gewohnt wird oder die Leistung nachlässt, kann auch ein Blick auf die Steuerung der Ventile im Zylinderkopf nicht schaden. Wer eine klassische Fühlerlehre im Werkzeugkasten hat und nicht zwei linke Hände, erledigt das mit Freude selbst.

Oft aufwendigere Kühlung im E-Auto

Heute hat nicht mehr jedes Auto einen Verbrennungsmotor, Kühlung ist jedoch auch bei E-Autos eine wichtige Komponente. Vielleicht sogar noch wichtiger, denn was für kleine Batterien im Innenraum gilt, trifft auch auf die Starterbatterie beim Verbrenner und die Antriebsbatterie eines E-Autos zu: Bei Hitze laufen die chemischen Reaktionen anders ab – und vor allem schneller.
Tiefe Temperaturen gelten vielfach als batterieschädlich, jedoch zeigen sich lediglich die Schäden im Winter, wenn die Batterien stärker beansprucht werden. Die elektrochemischen Ursachen liegen hingegen fast immer in der warmen Jahreszeit.
In der Chemie spricht man davon, dass um 10 °C höhere Temperaturen zu einer Vervielfachung der Reaktionsgeschwindigkeit führen. Das gilt im weitesten Sinn für die Versprödung von Gummi, die Zersetzung und Viskosität (Zähflüssigkeit) von Motoröl, aber eben auch die Batteriechemie.
In klassischen Starterbatterien korrodieren dann die Bleigitter schneller, die Selbstentladung steigt und die Kapazität sinkt. Anzeichen für eine schwache Batterie sind unter anderem träges Starten des Motors und unerwartet schwächer werdende Instrumenten- und Innenraumbeleuchtung. Hier hilft im Sommer erneut ein Schattenparkplatz und im Winter notfalls ein Starthilfekabel. Bei E-Autos ist zumindest Letzteres keine Option.
Um das recht enge Temperaturfenster moderner Lithium-Ionen-Batterien einzuhalten, verfügen E-Autos über fein abgestimmte Systeme, die die Batterien je nach Bedarf kühlen oder wärmen. Das kostet zusätzlich Energie und reduziert die Reichweite – bei einigen Modellen mehr, bei anderen weniger.
Besonders schädlich ist die Kombination aus konstant hohem Ladezustand und hohen Umgebungstemperaturen, die die Batterien schneller altern lässt. Beabsichtigen Sie, Ihr E-Auto eine Zeit lang nicht zu fahren, stellen Sie es daher lieber mit halb vollem Akku ab. Empfehlenswert ist eine Restladung zwischen 40 und 80 Prozent.
Schnellladen belastet den Akku auch bei normalen Temperaturen, da hierbei selbst hohe Temperaturen auftreten können. Um die Batterien nicht zusätzlich zu belasten, drosseln daher viele Batteriemanagementsysteme die Lade- und gegebenenfalls Fahrleistung, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Im Sommer höherer Verbrauch?

In der Betrachtung fehlt noch eine tragende Komponente: die Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Reifen sind dabei ebenfalls doppelter Belastung ausgesetzt. Einerseits lässt Wärme die Gummimischung weicher werden. Dadurch erhöht sich die sogenannte Walkarbeit, also die Verformung des Reifens, und infolgedessen auch der Rollwiderstand. Andererseits verändern sich die Straßenbedingungen – bis hin zur explosionsartigen Bildung von Kanten und Schlaglöchern.
Weicher Reifengummi trifft dabei zugleich auf einen erhöhten Druck, denn was für Spraydosen gilt, gilt prinzipiell auch für luftgefüllte Reifen. Steigt die Temperatur um 10 °C, erhöht sich der Reifendruck um etwa 0,1 bar. Ein zu niedriger Luftdruck erhöht wiederum die Walkarbeit und damit den Verbrauch. Im schlimmsten Fall drohen Profilablösungen und Reifenplatzer. Es genügt daher nicht, den Reifendruck einmal im Jahr zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Dies sollte dennoch nicht nach einer längeren Fahrt geschehen, sondern vorher am „kalten“ Reifen.
Apropos kalte Reifen. Dass man im Winter keine Sommerreifen nutzt, sollte klar sein. Umgekehrt ist es aber auch nicht besser. Die von Haus aus weichere Gummimischung von Winterreifen verstärkt die genannten Probleme und sie verschleißt im Sommer erheblich schneller.
Sinnvoll ist deshalb, auch und gerade bei nur wenig gefahrenen Oldtimern, immer einmal den Zustand der Reifen zu überprüfen: die Profiltiefe, vor allem aber auch das Alter der Reifen. 7 Millimeter Profiltiefe und ein Alter von zwölf Jahren wären ein Grund, die Pneus durch neue zu ersetzen, falls sich im Gummi Versprödungen zeigen.
Übrigens: Natürlich benötigt auch die Klimaanlage Energie, sodass sich ihr Betrieb an der Zapf- oder Ladesäule bemerkbar macht. Im Stadtverkehr müssen Fahrer laut ADAC mit rund 20 Prozent Mehrverbrauch und auf Autobahnen mit rund 6 Prozent mehr rechnen. In älteren Fahrzeugen kann der Mehrverbrauch auch höher ausfallen und mehrere Liter pro 100 Kilometer betragen.

Weiche Fahrbahn, harte Kanten

Hitzeschäden an Straßen richten sich in erster Linie nach dem Fahrbahnbelag: Asphalt reagiert anders als Beton. Während ersterer weich wird und unter Belastung allmählich Spurrinnen und Verformungen bildet, neigt letzterer zu sogenannten Blow-Ups, also plötzlichen Aufwerfungen. Grund ist hier, dass Beton seine Steifigkeit behält, sich aber, wie nahezu alle Stoffe, bei Wärme ausdehnt. Um das zu kompensieren, verfügen Betonstraßen in regelmäßigen Abständen über Dehnungsfugen.
Ziehen sich die Betonplatten im Winter zusammen, gelangt Dreck in die Fugen. Dehnen sich die Platten im Sommer dann wieder aus, besteht sprichwörtlich kein Raum, um thermische Spannungen abzufedern. Wechselnde Verkehrslasten setzen der angespannten Oberfläche zusätzlich zu. Wird die Last zu hoch, bricht die Betondecke ohne sichtbare Vorwarnung in die einzige mögliche Richtung auf – nach oben.

Einen kühlen Kopf bewahren

Manche Dinge lassen sich nicht beeinflussen. Dazu gehören das Wetter und der Straßenbelag. Was wir ändern können, ist, wie wir damit umgehen:
  1. Was sich nicht aufheizt, muss nicht gekühlt werden. Weder heller Lack noch geöffnete Fenster verhindern zuverlässig das Aufheizen des Fahrzeugs an sonnigen Tagen, ein Schattenparkplatz schon.
  2. Haben Sie keinen überdachten Parkplatz, achten Sie auf den aktuellen und späteren Sonnenstand. Verwenden Sie einen Sonnenschutz.
  3. Lassen Sie niemals Personen oder Haustiere in geschlossenen, in der Sonne abgestellten Fahrzeugen zurück. Lebensgefahr!
  4. Ein Fahrzeug von 60 °C herunterzukühlen ist auch für die modernste Klimaanlage Schwerstarbeit. Öffnen Sie daher vor Fahrtantritt alle Türen oder fahren Sie die ersten Meter mit offenen Fenstern, um einen Großteil der Wärme herauszulassen.
  5. Verlegen Sie Fahrten in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
Außerdem können wir vorsorgen:
  1. Reifendruck (am kalten Reifen) und Flüssigkeiten (Kühlwasser nur bei kaltem Motor) regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.
  2. Verunreinigungen schonend beseitigen, Temperaturschocks vermeiden, Dichtgummis und Verdeck prüfen und pflegen.
  3. Ein offenes Ohr und Auge für Ihr Fahrzeug können Schäden frühzeitig andeuten. Zögern Sie Reparaturen nicht unnötig hinaus, da geschwächte Strukturen (Scheibe, Reifen, Schläuche) zu größeren Problemen werden können.
  4. Klimaanlagen verlieren pro Jahr rund 10 Prozent ihres Kühlmittels. Veranlassen Sie daher von Zeit zu Zeit auch die Wartung der Klimaanlage.
  5. Nicht nur Autos, auch Ladung und Ballast leiden unter hohen Temperaturen. Nehmen Sie empfindliche Gegenstände mit, wenn Sie das Auto verlassen.
  6. Bei E-Autos auf den Ladestand der Batterie achten. Nicht vollgeladen für längere Zeit abstellen.
  7. Im Auto angemessene Kleidung tragen: Für die (Bei)Fahrerin im Auto könnte das bedeuten Midi-Kleid statt Mini-Rock – oder Sitzbezug und Kissen. Das hilft auch dem Mann gegen Verbrennung an empfindlichen Körperteilen.
Alles in allem hängt weder Sommer noch Winter wie ein Damoklesschwert über der automobilen Freiheit. Was wirklich schadet, ist Vernachlässigung. Historische Fahrzeuge benötigen dabei auch nichts anderes als moderne Karossen, nämlich eine regelmäßige Wartung. Dank zumeist simpler, wenig störanfälliger Technik und im Vergleich zu heute ungemein robuster ausgelegter Motoren kann ein Oldtimer mit gesunder, rostfreier Substanz Generationen von Neufahrzeugen überleben.
Dieser Artikel ersetzt weder Beratung noch Wartung durch einen qualifizierten Kfz-Mechaniker. Sicherheit im Straßenverkehr sowie bei Arbeiten in und am Fahrzeug haben höchste Priorität, um Fahrer, Mechaniker und Dritte nicht zu gefährden. Der Autor und Epoch Times übernehmen keinerlei Haftung für Verletzungen und Schäden.
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WHO fordert mehr Hitzevorsorge in Deutschland


In Kürze:

  • Deutschland verzeichnete 2025 rund 2.500 hitzebedingte Todesfälle.
  • Neue WHO-Leitlinien empfehlen acht Bausteine für wirksamen Hitzeschutz.
  • Mehr als 150 Organisationen fordern Hitzeschutz als Teil des Katastrophenschutzes.
  • Diskussion über technische Kühlung bleibt in Deutschland weitgehend ausgeblendet.

 
Zum bundesweiten Hitzeaktionstag in Deutschland am Donnerstag, 11. Juni, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren neuen Leitfaden zum Schutz der Gesundheit vor Hitze vorgestellt.
WHO-Europadirektor Hans Kluge präsentierte in Berlin zusammen mit Bundesumweltminister Carsten Schneider und der Berliner Gesundheitssenatorin Ina Czyborra mögliche Maßnahmen zum Hitzeschutz.
Laut Kluge verfüge man über die erforderlichen Instrumente, um der Hitze entgegenzuwirken. Man müsse sie nur nutzen.

Natürlicher Schutz gegen Hitze im Vordergrund

Infolge des Klimawandels erwärme sich Europa schneller als andere Kontinente, so der WHO-Direktor – und eine höhere Anzahl an Todesfällen sei der Preis dafür.
Deutschland sei europaweit bereits an dritter Stelle der vorzeitigen Todesfälle infolge von Hitze. Die Listenersten Italien und Spanien sowie Griechenland als Vierter liegen alle im Süden des Kontinents.  Dem Robert Koch-Institut zufolge gab es im Vorjahr rund 2.500 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland.
Hauptrisikogruppen seien ältere Personen und solche mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Vorerkrankungen.
Das RKI führte hingegen kein systematisches Monitoring von kältebedingter Übersterblichkeit durch.
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der AfD-Fraktion vom August 2023 zeigt sich in den Wintermonaten eine höhere Gesamtzahl von Todesfällen im Vergleich zum Sommer. So starben von Dezember 2016 bis Februar 2017 über 270.000 Menschen, während von Juni bis August 2017 über 212.000 Menschen verschieden. Dies sei auf die in der kalten Jahreszeit weiter verbreiteten Infektionskrankheiten zurückzuführen.

Positionspapier von mehr als 150 Organisationen fordert Wege zur Resilienz

Schneider betont, dass Hitzeschutz auch eine soziale Frage sei. Wer in dicht bebauten Vierteln oder schlecht isolierten Wohnungen lebe, die sich aufheizten, sei massiv im Nachteil.
Als Maßnahmen dagegen empfiehlt er neben dem Absenken von CO₂-Emissionen auch Lösungen aus der Natur. Dazu zählen die Begrünung der Städte durch Bäume und Parks, aber auch intakte Flüsse, Wälder und Moore böten Schutz gegen Belastungen durch Hitze.
Mehr als 150 Organisationen hatten erst jüngst deutschlandweit dazu aufgerufen, Hitzeschutz systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu integrieren. Zu ihnen gehören unter anderem der GKV Spitzenverband und der Deutsche Pflegerat. Dazu haben sie auch ein Positionspapier mit Vorschlägen ausgearbeitet.
Es sei außerdem vonnöten, besonders gefährdete Menschen gezielt zu schützen und Strukturen zu stärken.
Einrichtungsspezifische Hitzeschutzpläne soll es zudem insbesondere in Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen geben. Eine weitere Forderung des Bündnisses ist die „Finanzierung von resilienten Prozessen, Belegschaften, Einrichtungen, Quartieren und Infrastrukturen“.
Dem Thema des Hitzeschutzes hatte in der Zeit der Ampelkoalition insbesondere der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu einem Schwerpunkt erhoben. So kam von ihm die Idee zu einem Nationalen Hitzeschutzplan. Dazu stieß er auch Diskussionen an, wie jene über eine Siesta, die unter anderem der Verband der Amtsärzte angeregt hatte.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt scheint das Dringlichkeitsempfinden nachgelassen zu haben: Dem Bundesumweltministerium zufolge verfügen bisher sieben Bundesländer über einen landesweiten Hitzeaktionsplan.

WHO passt bisherige Empfehlung an

Die WHO wiederum hat den Hitzeaktionstag genutzt, um aktualisierte Leitlinien für sogenannte Hitze-Gesundheits-Aktionspläne zu präsentieren.
Insgesamt nennt die Weltgesundheitsorganisation acht zentrale Bausteine, auf denen ein wirksamer Hitzeschutz nach ihrer Überzeugung aufbauen soll.
Verbesserte Hitzewarnsysteme gehören ebenso dazu wie eine gezieltere Information gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Dazu müsse es eine klare Zuständigkeitsverteilung zwischen Gesundheitsbehörden, Kommunen und Rettungsdiensten geben. Dies solle es ermöglichen, die Bevölkerung nicht erst zu schützen, wenn eine Hitzewelle da sei, sondern bereits im Vorfeld Vorsorgemaßnahmen einzuleiten.
Die WHO regt zudem an, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste auf extreme Hitzeereignisse vorzubereiten. Die demografische Entwicklung lasse zudem die Zahl der gefährdeten Menschen besonders ansteigen.

Frage der technischen Vorkehrungen zum Hitzeschutz ausgeklammert

Wie Schneider sieht auch die WHO den Städtebau als potenziell bedeutsamen Hebel, um Gefahren von Hitze gegenzusteuern. Grünflächen, Wasserflächen und schattenspendende Bäume könnten die Temperaturen in dicht bebauten Stadtgebieten spürbar senken, heißt es in den überarbeiteten Aktionsplänen.
Senatorin Czyborra betonte, Berlin nehme das Thema sehr ernst und arbeite bereits seit Jahren an einer Ausweitung städtischen Grüns.
Kein Thema waren hingegen technische Maßnahmen gegen Hitze – obwohl diese beispielsweise in Wüstengebieten und tropischen Ländern helfen, deren Folgen im Rahmen zu halten.
Zwar verfügten im Jahr 2024 knapp 20 Prozent der Haushalte in Deutschland laut einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox über eine Klimaanlage. Nicht alle davon werden jedoch auch genutzt – insbesondere aufgrund der hohen Stromkosten.
Demgegenüber verfügten im vergangenen Jahr laut „Statista“ etwa in Japan 86 Prozent, in China 77 Prozent, in Australien 72 und auf den Philippinen etwa 70 Prozent der Gebäude über eine Klimaanlage. Der EU-weite Spitzenwert liegt bei 62 Prozent in Italien.
(Mit Material der Nachrichtenagenturen)