Christian Lundgaard, Fahrer des Arrow McLaren Chevrolet mit der Startnummer 7, bereitet sich am 22. August 2026 in Washington, DC, auf das Rennen im Rahmen der NTT INDYCAR Freedom 250-Serie vor. - Foto: Finn Gomez/Getty Images
HEUTE6:56 Uhr
Medaille für Marathon-Läufer in Sydney zeigt Münchner Allianz-Arena
Bei der Vorstellung der Medaille für den Sydney-Marathon am 30. August räumen die Organisatoren einen Fehler ein. Sie zeigt Sehenswürdigkeiten an der Laufstrecke, darunter das Opernhaus, die Harbour Bridge – und die Allianz-Arena in München. Die Münchner nahmen auf Instagram das Missgeschick mit Humor. Die Medaille wird an alle Teilnehmer überreicht, gerechnet wird mit über 40.000 Läufern.
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HEUTE6:37 Uhr
„Spektakuläre Kulisse“: Fahrer bereiten sich auf Autorennen in Washington vor
Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit absolvierten 25 IndyCar-Fahrer Training und Qualifikation in Washington. Die US-Rennsportserie ähnelt der europäischen Formel 1. US-Präsident Trump soll in „The Beast“ eine Ehrenrunde drehen und das Rennen starten. Erwartet werden bis zu 100.000 Besucher, die Fahrer absolvieren mit bis zu 298 Stundenkilometern 147 Runden.
Autos versammeln sich in der Boxengasse für den „First Freedom 250 Grand Prix“ am 22. August 2026 in Washington, DC. US-Präsident Donald Trump hat das Autorennen am Wochenende als Teil der einjährigen Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten ins Leben gerufen.
Foto: Finn Gomez/Getty Images
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HEUTE6:19 Uhr
EVG droht mit Streiks im Regionalverkehr
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft droht mit bundesweiten Streik im Regionalverkehr im Januar – falls das Gesetz für härtere Strafen bei Angriffen auf auf Sanitäter, Feuerwehrleute, Ärzte und Pflegernicht noch in diesem Jahr in den Bundestag kommt. Die Regierung stellte im Februar in Aussicht, dass Bahnmitarbeiter als besonders gefährdete Berufsgruppe hinzugefügt werden sollen. Ob das geschieht, ist offen. Das Justizministerium sieht den Entwurf in Abstimmung.
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HEUTE6:00 Uhr
Linnemann will Rentenansprüche für pflegende Angehörige sichern
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will geplante Einsparungen bei Rentenansprüchen für pflegende Angehörige stoppen. Geplant ist, dass für künftige Rentenansprüche noch 70 Prozent der entsprechenden Beträge gezahlt werden sollen. Die Rentenpunkte sollen erhalten bleiben. Die Koalition müsse dafür einen Gegenfinanzierung finden.
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HEUTE5:45 Uhr
US-Konzerne fordern neue Gespräche zwischen den USA und Kanada im Zollstreit
Die einflussreiche US-Managervereinigung Business Roundtable hat die Regierungen in Washington und Ottawa im Zollstreit zwischen den beiden Nachbarländern zu neuen Gesprächen aufgerufen. Die neuen Zölle drohten die Kosten für US-Unternehmen in die Höhe zu treiben, erklärte die Lobbygruppe, in der die Chefs von rund 200 großen Konzernen zusammengeschlossen sind. Auch Verbraucher würden getroffen.
Carney spricht von intensiven Verhandlungen. (Archivfoto) - Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa
Im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada ist trotz intensiver Verhandlungen keine Einigung erzielt worden. Kurz vor Ablauf der von US-Präsident Donald Trump gesetzten Frist scheiterten die Gespräche.
Damit traten in der Nacht zum Samstag neue US-Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Waren in Kraft.
Betroffen sind kanadische Produkte im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Zu den Waren gehören unter anderem Wein, Milchprodukte, Möbel, Hockeyschläger, Zement und weitere Konsumgüter. Die neuen Abgaben treffen damit auch kleinere Hersteller, Einzelhändler und Baustofflieferanten.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer machte Kanada für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. Kanada habe Bedingungen abgelehnt, die zuvor bereits vereinbart worden seien. Neue Forderungen der kanadischen Seite hätten das in den vergangenen Tagen erzielte Verhandlungsgleichgewicht wieder verändert.
US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer spricht am 16. März 2026 nach Handelsgesprächen mit China in Paris mit Journalisten. Im Hintergrund: US-Finanzminister Scott Bessent.
Foto: Ludovic MARIN/AFP via Getty Images
Kanadas Premierminister Mark Carney wies diese Darstellung zurück. Die zuletzt von den USA vorgelegten Bedingungen seien unfair und wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen. Die kanadischen Unterhändler hätten bis zur letzten Minute an einem Abkommen gearbeitet, Kanada wolle jedoch keinen Vertrag um jeden Preis oder unter dem Druck einer bestimmten Frist abschließen.
Kanada kündigt Gegenzölle an
Als Reaktion auf die neuen US-Zölle kündigte Carney Gegenzölle in gleicher Höhe an. Kanada wolle damit Beschäftigte und Unternehmen im eigenen Land schützen. Die kanadische Regierung hatte bereits bei früheren US-Zöllen mit Gegenmaßnahmen reagiert.
Auch mehrere kanadische Provinzen hatten in der Vergangenheit Maßnahmen gegen US-Produkte ergriffen. Dazu gehörten unter anderem der Verkauf von US-Alkohol aus bestimmten Regalen sowie Aufrufe an Verbraucher, verstärkt heimische Produkte zu kaufen.
Neue Zölle treffen weitere Branchen
Die aktuellen Zölle weiten den Handelskonflikt auf Bereiche aus, die bisher weniger stark betroffen waren. Frühere Zollrunden konzentrierten sich vor allem auf Stahl, Aluminium, Automobile und Holz. Nun geraten auch kleinere Hersteller, Konsumgütermarken, Einzelhändler und Unternehmen aus der Baustoffbranche stärker unter Druck.
Für kanadische Unternehmen wird der Export in die USA dadurch teurer. Experten rechnen damit, dass die zusätzlichen Kosten langfristig dazu führen könnten, dass bestimmte kanadische Waren weniger in die USA verkauft werden.
Besonders brisant ist, dass erstmals auch Waren betroffen sind, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA fallen. Das Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko bildet seit Jahren die Grundlage für den engen wirtschaftlichen Austausch zwischen den drei Ländern.
Die USA und Kanada verhandeln gleichzeitig über die Zukunft dieses Abkommens. Ein Scheitern der Gespräche über die aktuellen Zölle könnte die ohnehin schwierigen Verhandlungen zusätzlich belasten.
Trump kündigt neue Zölle gegen Nachbar Kanada an. (Archivbild)
Foto: Jonathan Hayward/The Canadian Press/AP/dpa
Handelsbeziehungen zunehmend angespannt
Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada haben sich seit Trumps Amtsantritt deutlich verschlechtert. Neben den Zollstreitigkeiten sorgen auch politische Auseinandersetzungen für Spannungen. Trump hatte wiederholt die Idee geäußert, Kanada könne zum 51. Bundesstaat der USA werden. Die kanadische Regierung weist solche Vorstellungen entschieden zurück.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Konflikts ist erheblich, da die beiden Nachbarländer eng miteinander verbunden sind. Die neuen Zölle erhöhen nun den Druck auf beide Regierungen, eine langfristige Lösung zu finden.
Gleichzeitig drohen höhere Preise, steigende Kosten für Unternehmen und weitere Belastungen für den Handel zwischen den USA und Kanada. (dpa/afp/red)
Kinder und digitale Medien. - Foto: iStock/dolgachov
Im Streit mit der US-Justiz um Verstöße gegen die Privatsphäre von Kindern hat sich das Videoportal TikTok zur Zahlung von 400 Millionen Dollar (gut 340 Millionen Euro) bereiterklärt.
Im Gegenzug solle das entsprechende Verfahren eingestellt werden, teilte am Freitag das US-Justizministerium mit. Es handele sich um „eine der höchsten jemals erzielten Zahlungen“ in einem Fall des Datenschutzes für Minderjährige im Internet.
Die Zahlungen sollen von TikTok und seiner Muttergesellschaft ByteDance geleistet werden. Dabei geht es auch um Verstöße des TikTok-Vorgängers Musical.ly.
Nutzerdaten von unter 13-Jährigen
Das Justizministerium und die Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) hatten den Betreibern vorgeworfen, seit 2019 gegen den Children’s Online Privacy Protection Act zum Datenschutz bei Kindern verstoßen zu haben.
Das Gesetz verbietet es Betreibern von Websites, persönliche Daten von Nutzern unter 13 Jahren zu sammeln, ohne dafür die Zustimmung ihrer Eltern einzuholen.
Bei der App TikTok hätten jedoch auch im „Kindermodus“ erstellte Konten für Nutzer unter 13 Jahren E-Mail-Adressen und andere persönliche Informationen gesammelt, kritisierten das Ministerium und die FTC bei der Einreichung der Klage im Jahr 2024.
„TikTok hat wissentlich und wiederholt die Privatsphäre von Kindern verletzt und damit die Sicherheit von Millionen Kindern im ganzen Land gefährdet“, erklärten die Kläger. TikTok hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Das Justizministerium hatte TikTok 2024 in der Amtszeit von Joe Biden im Weißen Haus verklagt. Der Vorwurf war, die Plattform habe zugelassen, dass Kinder im Alter unter 13 Jahren ohne Zustimmung ihrer Eltern Accounts anlegten. Damit habe der Dienst gegen das Gesetz zum Datenschutz bei Kindern verstoßen, argumentierte die Behörde.
Amerikanische Online-Plattformen legten wegen des Gesetzes ein generelles Mindestalter von 13 Jahren fest. Zugleich kommt es immer wieder vor, dass Kinder Profile mit Angabe eines falschen Geburtsdatums einrichten. Kritiker werfen den Unternehmen vor, nicht entschieden genug dagegen vorzugehen.
US-Präsident Trump hatte durchgesetzt, dass das US-Geschäft von TikTok Anfang 2026 mehrheitlich an eine neue Firma mit amerikanischen Investoren ging. Damit wurde die Zukunft des Dienstes in den USA nach einer rund einjährigen Hängepartie gesichert.
Nach einem US-Gesetz musste sich der in China ansässige TikTok-Eigentümer Bytedance zumindest von dem Geschäft in den USA trennen, damit die App in dem Land weiterhin aktiv sein durfte. Im Rest der Welt ist weiterhin Bytedance am Steuer. (afp/dpa/red)
In der nächsten Woche beginnt ein Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“, das Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“ ist. - Foto: Manuel Ernst/Alfred-Wegener-Institut, Helmhol/dpa
In Kürze:
Erste Truppen sind bereits vor Ort und sollen bis 2028 einsatzbereit sein.
Es ist die erste Brigade Norwegens seit dem Ende des Kalten Krieges.
Das Land hat seine Verteidigungsausgaben von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 3,17 Prozent angehoben.
Ein Manöver mit den USA und Großbritannien beginnt am 26. August.
Norwegen hat seine Arktis-Brigade um drei neue Untereinheiten erweitert. Damit setzt Oslo den Ausbau seiner Verteidigungspräsenz zur Unterstützung der NATO fort. Die norwegischen Streitkräfte teilten in einer Erklärung vom 20. August mit, dass sie die Finnmark-Brigade um ein Artilleriebataillon, eine Flugabwehrbatterie und eine kombinierte Kompanie erweitert hätten.
Dem Gegner Verluste zufügen
Die ersten Truppen und ein Teil der Ausrüstung seien bereits vor Ort, so die Streitkräfte. Sie fügten hinzu, dass die Armee bei der Aufstellung des Artilleriebataillons dem Zeitplan voraus sei und davon ausgegangen werde, dass die wichtigsten Elemente 2028 einsatzbereit sein würden.
„Russlands illegaler Angriffskrieg gegen die Ukraine und die sich verschlechternde Sicherheitslage unterstreichen die Notwendigkeit, die Finnmark-Brigade so schnell wie möglich aufzubauen“, erklärten die norwegischen Streitkräfte.
Die neuen Untereinheiten sollen „unter anderem die Fähigkeit stärken, zu führen, sich selbst zu schützen und einem Gegner Verluste zuzufügen“.
Moskau hat zuvor zurückgewiesen, eine Bedrohung für die NATO darzustellen, und angekündigt, im Falle eines Angriffs durch europäische Streitkräfte mit defensiven Maßnahmen zu reagieren.
Die im vergangenen Jahr gegründete Finnmark-Brigade hat ihren Hauptsitz in Porsangmoen im norwegischen Teil der Arktis. Sie ist die zweite Brigade des Landes und die erste, die seit dem Ende des Kalten Krieges aufgestellt wurde.
Porsangmoen liegt etwa 110 Meilen (ca. 177 km) von der norwegischen Grenze zur Russischen Föderation entfernt, in der Nähe einer Region, in der Russland bedeutende militärische Einrichtungen unterhält, unter anderem für seine Nordflotte.
Eine der Hauptaufgaben der Finnmark-Brigade besteht darin, die 123 Meilen (ca. 198 km) lange Grenze zwischen Norwegen und Russland zu patrouillieren und zu überwachen.
Es wird erwartet, dass die Finnmark-Brigade bis 2033 vollständig aufgestellt sein wird. Sie soll dann 4.000 Soldaten umfassen, darunter sowohl Berufssoldaten als auch Reservisten.
Europäische NATO-Mitglieder erhöhen ihre Ausgaben
Verteidigungsminister Tore O. Sandvik erklärte, Norwegen baue seine Verteidigungsfähigkeiten aus und stärke durch den Aufbau der Finnmark-Brigade seine Abschreckungsfähigkeit im Norden.
Dies sei ein Meilenstein und verdeutliche, „wie der Verteidigungssektor nun erhöhte Budgets in Verteidigungsfähigkeiten umsetzt“, erläuterte Sandvik. „Das ist wichtig für die Sicherheit des Landes in turbulenten Zeiten.“
Wie andere nordische Länder hat auch Norwegen sein Militärbudget erhöht – sowohl als Reaktion auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Europa solle mehr zu seiner eigenen Verteidigung beitragen, als auch auf den Krieg zwischen der Ukraine und Russland.
Oslos Verteidigungsausgaben stiegen laut den neuesten NATO-Zahlen von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 auf 3,17 Prozent des BIP im Jahr 2026.
Dänemark erhöhte seine Ausgaben im gleichen Zeitraum ebenfalls von 1,37 Prozent des BIP auf 3,49 Prozent.
Übung in der Arktis
Die norwegischen Streitkräfte gaben am 21. August bekannt, dass sie vom 26. August bis 4. September mit britischen und amerikanischen Streitkräften auf der Insel Jan Mayen ein Manöver absolvieren werden.
Das Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“ ist Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“. Die Verbündeten wollen dabei durch Übungen ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit unter den schwierigen Bedingungen in der Arktis verbessern.
„Durch den gemeinsamen Einsatz mit unseren Verbündeten zeigen wir, dass wir sowohl die Fähigkeit als auch den Willen haben, das norwegische Hoheitsgebiet zu verteidigen“, sagte Vizeadmiral Rune Andersen, Chef des operativen Hauptquartiers der norwegischen Streitkräfte. „Dazu gehören die arktischen Inseln, das Hochland und die Hoheitsgewässer.“
„Arctic Sentry“ wurde im Februar ins Leben gerufen und konzentriert sich auf die kollektive Verteidigung der Arktis und des Hohen Nordens. Die NATO erklärt, dass die Arktis für das Bündnis wichtig sei. Sie stelle als Tor zum Nordatlantik eine lebenswichtige Route für Handel, Kommunikation und Transport zwischen Europa und Nordamerika dar.
Chinas Interesse an Arktis wächst
Das Bündnis erkennt die Region zudem als einen Raum zunehmender strategischer Konkurrenz mit Russland an, das laut NATO seine militärischen Aktivitäten in diesem Gebiet verstärkt hat.
„Auch Chinas Interesse an der Arktis wächst, weil Peking Zugang zu Energie, kritischen Mineralien und maritimen Kommunikationswegen anstrebt“, erklärte die NATO in einem Informationsblatt zur Sicherheit in der Arktis. „Darüber hinaus hat die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Russland und China strategische und operative Auswirkungen auf die Abschreckungs- und Verteidigungsposition der NATO in der Region.“
„Vor diesem Hintergrund richtet die NATO ihr Augenmerk verstärkt auf den Hohen Norden und sorgt dafür, dass die Bündnispartner in der Arktis vor allen Bedrohungen geschützt werden und die Seewege für Kommunikation und Verstärkung offen bleiben.“
In der nächsten Woche beginnt ein Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“, das Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“ ist. - Foto: Manuel Ernst/Alfred-Wegener-Institut, Helmhol/dpa
In Kürze:
Erste Truppen sind bereits vor Ort und sollen bis 2028 einsatzbereit sein.
Es ist die erste Brigade Norwegens seit dem Ende des Kalten Krieges.
Das Land hat seine Verteidigungsausgaben von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 3,17 Prozent angehoben.
Ein Manöver mit den USA und Großbritannien beginnt am 26. August.
Norwegen hat seine Arktis-Brigade um drei neue Untereinheiten erweitert. Damit setzt Oslo den Ausbau seiner Verteidigungspräsenz zur Unterstützung der NATO fort. Die norwegischen Streitkräfte teilten in einer Erklärung vom 20. August mit, dass sie die Finnmark-Brigade um ein Artilleriebataillon, eine Flugabwehrbatterie und eine kombinierte Kompanie erweitert hätten.
Dem Gegner Verluste zufügen
Die ersten Truppen und ein Teil der Ausrüstung seien bereits vor Ort, so die Streitkräfte. Sie fügten hinzu, dass die Armee bei der Aufstellung des Artilleriebataillons dem Zeitplan voraus sei und davon ausgegangen werde, dass die wichtigsten Elemente 2028 einsatzbereit sein würden.
„Russlands illegaler Angriffskrieg gegen die Ukraine und die sich verschlechternde Sicherheitslage unterstreichen die Notwendigkeit, die Finnmark-Brigade so schnell wie möglich aufzubauen“, erklärten die norwegischen Streitkräfte.
Die neuen Untereinheiten sollen „unter anderem die Fähigkeit stärken, zu führen, sich selbst zu schützen und einem Gegner Verluste zuzufügen“.
Moskau hat zuvor zurückgewiesen, eine Bedrohung für die NATO darzustellen, und angekündigt, im Falle eines Angriffs durch europäische Streitkräfte mit defensiven Maßnahmen zu reagieren.
Die im vergangenen Jahr gegründete Finnmark-Brigade hat ihren Hauptsitz in Porsangmoen im norwegischen Teil der Arktis. Sie ist die zweite Brigade des Landes und die erste, die seit dem Ende des Kalten Krieges aufgestellt wurde.
Porsangmoen liegt etwa 110 Meilen (ca. 177 km) von der norwegischen Grenze zur Russischen Föderation entfernt, in der Nähe einer Region, in der Russland bedeutende militärische Einrichtungen unterhält, unter anderem für seine Nordflotte.
Eine der Hauptaufgaben der Finnmark-Brigade besteht darin, die 123 Meilen (ca. 198 km) lange Grenze zwischen Norwegen und Russland zu patrouillieren und zu überwachen.
Es wird erwartet, dass die Finnmark-Brigade bis 2033 vollständig aufgestellt sein wird. Sie soll dann 4.000 Soldaten umfassen, darunter sowohl Berufssoldaten als auch Reservisten.
Europäische NATO-Mitglieder erhöhen ihre Ausgaben
Verteidigungsminister Tore O. Sandvik erklärte, Norwegen baue seine Verteidigungsfähigkeiten aus und stärke durch den Aufbau der Finnmark-Brigade seine Abschreckungsfähigkeit im Norden.
Dies sei ein Meilenstein und verdeutliche, „wie der Verteidigungssektor nun erhöhte Budgets in Verteidigungsfähigkeiten umsetzt“, erläuterte Sandvik. „Das ist wichtig für die Sicherheit des Landes in turbulenten Zeiten.“
Wie andere nordische Länder hat auch Norwegen sein Militärbudget erhöht – sowohl als Reaktion auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Europa solle mehr zu seiner eigenen Verteidigung beitragen, als auch auf den Krieg zwischen der Ukraine und Russland.
Oslos Verteidigungsausgaben stiegen laut den neuesten NATO-Zahlen von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 auf 3,17 Prozent des BIP im Jahr 2026.
Dänemark erhöhte seine Ausgaben im gleichen Zeitraum ebenfalls von 1,37 Prozent des BIP auf 3,49 Prozent.
Übung in der Arktis
Die norwegischen Streitkräfte gaben am 21. August bekannt, dass sie vom 26. August bis 4. September mit britischen und amerikanischen Streitkräften auf der Insel Jan Mayen ein Manöver absolvieren werden.
Das Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“ ist Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“. Die Verbündeten wollen dabei durch Übungen ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit unter den schwierigen Bedingungen in der Arktis verbessern.
„Durch den gemeinsamen Einsatz mit unseren Verbündeten zeigen wir, dass wir sowohl die Fähigkeit als auch den Willen haben, das norwegische Hoheitsgebiet zu verteidigen“, sagte Vizeadmiral Rune Andersen, Chef des operativen Hauptquartiers der norwegischen Streitkräfte. „Dazu gehören die arktischen Inseln, das Hochland und die Hoheitsgewässer.“
„Arctic Sentry“ wurde im Februar ins Leben gerufen und konzentriert sich auf die kollektive Verteidigung der Arktis und des Hohen Nordens. Die NATO erklärt, dass die Arktis für das Bündnis wichtig sei. Sie stelle als Tor zum Nordatlantik eine lebenswichtige Route für Handel, Kommunikation und Transport zwischen Europa und Nordamerika dar.
Chinas Interesse an Arktis wächst
Das Bündnis erkennt die Region zudem als einen Raum zunehmender strategischer Konkurrenz mit Russland an, das laut NATO seine militärischen Aktivitäten in diesem Gebiet verstärkt hat.
„Auch Chinas Interesse an der Arktis wächst, weil Peking Zugang zu Energie, kritischen Mineralien und maritimen Kommunikationswegen anstrebt“, erklärte die NATO in einem Informationsblatt zur Sicherheit in der Arktis. „Darüber hinaus hat die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Russland und China strategische und operative Auswirkungen auf die Abschreckungs- und Verteidigungsposition der NATO in der Region.“
„Vor diesem Hintergrund richtet die NATO ihr Augenmerk verstärkt auf den Hohen Norden und sorgt dafür, dass die Bündnispartner in der Arktis vor allen Bedrohungen geschützt werden und die Seewege für Kommunikation und Verstärkung offen bleiben.“
In der nächsten Woche beginnt ein Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“, das Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“ ist. - Foto: Manuel Ernst/Alfred-Wegener-Institut, Helmhol/dpa
In Kürze:
Erste Truppen sind bereits vor Ort und sollen bis 2028 einsatzbereit sein.
Es ist die erste Brigade Norwegens seit dem Ende des Kalten Krieges.
Das Land hat seine Verteidigungsausgaben von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 3,17 Prozent angehoben.
Ein Manöver mit den USA und Großbritannien beginnt am 26. August.
Norwegen hat seine Arktis-Brigade um drei neue Untereinheiten erweitert. Damit setzt Oslo den Ausbau seiner Verteidigungspräsenz zur Unterstützung der NATO fort. Die norwegischen Streitkräfte teilten in einer Erklärung vom 20. August mit, dass sie die Finnmark-Brigade um ein Artilleriebataillon, eine Flugabwehrbatterie und eine kombinierte Kompanie erweitert hätten.
Dem Gegner Verluste zufügen
Die ersten Truppen und ein Teil der Ausrüstung seien bereits vor Ort, so die Streitkräfte. Sie fügten hinzu, dass die Armee bei der Aufstellung des Artilleriebataillons dem Zeitplan voraus sei und davon ausgegangen werde, dass die wichtigsten Elemente 2028 einsatzbereit sein würden.
„Russlands illegaler Angriffskrieg gegen die Ukraine und die sich verschlechternde Sicherheitslage unterstreichen die Notwendigkeit, die Finnmark-Brigade so schnell wie möglich aufzubauen“, erklärten die norwegischen Streitkräfte.
Die neuen Untereinheiten sollen „unter anderem die Fähigkeit stärken, zu führen, sich selbst zu schützen und einem Gegner Verluste zuzufügen“.
Moskau hat zuvor zurückgewiesen, eine Bedrohung für die NATO darzustellen, und angekündigt, im Falle eines Angriffs durch europäische Streitkräfte mit defensiven Maßnahmen zu reagieren.
Die im vergangenen Jahr gegründete Finnmark-Brigade hat ihren Hauptsitz in Porsangmoen im norwegischen Teil der Arktis. Sie ist die zweite Brigade des Landes und die erste, die seit dem Ende des Kalten Krieges aufgestellt wurde.
Porsangmoen liegt etwa 110 Meilen (ca. 177 km) von der norwegischen Grenze zur Russischen Föderation entfernt, in der Nähe einer Region, in der Russland bedeutende militärische Einrichtungen unterhält, unter anderem für seine Nordflotte.
Eine der Hauptaufgaben der Finnmark-Brigade besteht darin, die 123 Meilen (ca. 198 km) lange Grenze zwischen Norwegen und Russland zu patrouillieren und zu überwachen.
Es wird erwartet, dass die Finnmark-Brigade bis 2033 vollständig aufgestellt sein wird. Sie soll dann 4.000 Soldaten umfassen, darunter sowohl Berufssoldaten als auch Reservisten.
Europäische NATO-Mitglieder erhöhen ihre Ausgaben
Verteidigungsminister Tore O. Sandvik erklärte, Norwegen baue seine Verteidigungsfähigkeiten aus und stärke durch den Aufbau der Finnmark-Brigade seine Abschreckungsfähigkeit im Norden.
Dies sei ein Meilenstein und verdeutliche, „wie der Verteidigungssektor nun erhöhte Budgets in Verteidigungsfähigkeiten umsetzt“, erläuterte Sandvik. „Das ist wichtig für die Sicherheit des Landes in turbulenten Zeiten.“
Wie andere nordische Länder hat auch Norwegen sein Militärbudget erhöht – sowohl als Reaktion auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Europa solle mehr zu seiner eigenen Verteidigung beitragen, als auch auf den Krieg zwischen der Ukraine und Russland.
Oslos Verteidigungsausgaben stiegen laut den neuesten NATO-Zahlen von 1,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 auf 3,17 Prozent des BIP im Jahr 2026.
Dänemark erhöhte seine Ausgaben im gleichen Zeitraum ebenfalls von 1,37 Prozent des BIP auf 3,49 Prozent.
Übung in der Arktis
Die norwegischen Streitkräfte gaben am 21. August bekannt, dass sie vom 26. August bis 4. September mit britischen und amerikanischen Streitkräften auf der Insel Jan Mayen ein Manöver absolvieren werden.
Das Manöver mit dem Codenamen „Operation Atlantic City“ ist Teil der NATO-Operation „Arctic Sentry“. Die Verbündeten wollen dabei durch Übungen ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit unter den schwierigen Bedingungen in der Arktis verbessern.
„Durch den gemeinsamen Einsatz mit unseren Verbündeten zeigen wir, dass wir sowohl die Fähigkeit als auch den Willen haben, das norwegische Hoheitsgebiet zu verteidigen“, sagte Vizeadmiral Rune Andersen, Chef des operativen Hauptquartiers der norwegischen Streitkräfte. „Dazu gehören die arktischen Inseln, das Hochland und die Hoheitsgewässer.“
„Arctic Sentry“ wurde im Februar ins Leben gerufen und konzentriert sich auf die kollektive Verteidigung der Arktis und des Hohen Nordens. Die NATO erklärt, dass die Arktis für das Bündnis wichtig sei. Sie stelle als Tor zum Nordatlantik eine lebenswichtige Route für Handel, Kommunikation und Transport zwischen Europa und Nordamerika dar.
Chinas Interesse an Arktis wächst
Das Bündnis erkennt die Region zudem als einen Raum zunehmender strategischer Konkurrenz mit Russland an, das laut NATO seine militärischen Aktivitäten in diesem Gebiet verstärkt hat.
„Auch Chinas Interesse an der Arktis wächst, weil Peking Zugang zu Energie, kritischen Mineralien und maritimen Kommunikationswegen anstrebt“, erklärte die NATO in einem Informationsblatt zur Sicherheit in der Arktis. „Darüber hinaus hat die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Russland und China strategische und operative Auswirkungen auf die Abschreckungs- und Verteidigungsposition der NATO in der Region.“
„Vor diesem Hintergrund richtet die NATO ihr Augenmerk verstärkt auf den Hohen Norden und sorgt dafür, dass die Bündnispartner in der Arktis vor allen Bedrohungen geschützt werden und die Seewege für Kommunikation und Verstärkung offen bleiben.“
Der US-Außenminister Marco Rubio. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Die seit Januar geltende Regelung sei „rechtswidrig“, zudem habe Außenminister Marco Rubio mit ihrer Anordnung seine gesetzlichen Befugnisse überschritten, entschied Richterin Jeannette Vargas am Freitag in New York.
Betroffen waren Visa, die einen dauerhaften Aufenthalt in den USA ermöglichen. Die Regelung galt unter anderem für Staatsangehörige Afghanistans, Brasiliens, Ägyptens, Irans, des Irak, Nigerias, Russlands, Somalias, Thailands und des Jemen. Visa für vorübergehende Aufenthalte waren nicht betroffen.
Das US-Außenministerium hatte die Maßnahme damit begründet, verhindern zu wollen, dass Einwanderer aus Ländern mit einem angeblich besonders hohen Risiko unrechtmäßig Sozialleistungen bezögen oder der Allgemeinheit finanziell zur Last fielen. Im Rahmen der Regelung waren Konsularmitarbeiter angewiesen worden, Anträge allein wegen der Herkunft der Antragsteller abzulehnen – selbst wenn diese ansonsten die Voraussetzungen für ein Visum erfüllten und voraussichtlich nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen wären.
Vargas hob alle Visa-Ablehnungen auf, die ausschließlich auf dieser Regelung beruhten. Die US-Regierung kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen. (afp/red)
Apple bezahlt in Deutschland im Vergleich zu Irland wenig Steuern. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
Apple hat im Rahmen neuer Transparenzvorschriften der Europäischen Union erstmals offengelegt, wie viel Gewinn und Steuern der US-Konzern in den einzelnen Mitgliedstaaten verbucht. Aus einem frisch veröffentlichten Steuerbericht für das Ende September 2025 abgeschlossene vergangene Geschäftsjahr geht hervor, dass Apple in Deutschland bei einem Vorsteuergewinn von rund 209 Millionen US-Dollar (aktuell 178 Mio Euro) Ertragsteuern in Höhe von 153,5 Millionen Dollar (131,2 Mio Euro) zahlte.
Der Gesamtumsatz der deutschen Geschäftseinheiten von Apple belief sich laut dem Bericht auf 2,72 Milliarden Dollar (2,33 Mrd Euro). Bundesweit beschäftigte das Unternehmen 4.089 Mitarbeiter, davon mehr als 2.000 Ingenieure am „European Silicon Design Center“ in München, Apples größtem Entwicklungsstandort in Europa.
In der Gesamtbilanz für die EU sticht vor allem Irland hervor: Dort wies Apple für das abgelaufene Geschäftsjahr tatsächlich gezahlte Steuern (Income tax paid) in Höhe von 17,08 Milliarden Dollar (14,60 Mrd Euro) aus. Der Konzern begründet diese enorme Summe im Bericht explizit mit der Auflösung des Treuhandkontos infolge der Beihilfe-Entscheidung der EU-Kommission und des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).
Apple hatte im September 2024 einen jahrelangen Rechtsstreit mit der EU-Kommission verloren. Hintergrund waren Steuervergünstigungen, die Apple in Irland lange gewährt worden waren. Die EU-Kommission hielt dieses Vorgehen für wettbewerbsverzerrend und forderte Apple auf, insgesamt 13 Milliarden Euro Steuern plus Zinsen zu zahlen.
In dem aktuellen Steuerreport betont das Unternehmen nun: „Apple gehört kontinuierlich zu den größten Steuerzahlern der Welt und wir sind stolz auf die Beiträge, die wir für die Länder und Gesellschaften leisten, in denen wir tätig sind.“
Apple erklärte, dass Körperschaftsteuern nach internationalem Standard dort anfallen, wo wesentliche Entwicklungs- und Unternehmensrisiken gesteuert werden – bei Apple primär in den USA sowie über die europäische Drehscheibe im irischen Cork, die Kunden in über 120 Ländern betreut.
Große multinationale Konzerne mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro sind nach einer EU-Richtlinie (Public CbCR) verpflichtet, ihre Ertragsteuerinformationen aufgeschlüsselt nach Ländern öffentlich zugänglich zu machen. Bislang mussten diese Daten nur vertraulich an Finanzbehörden übermittelt werden. (dpa/red)
Nach einem Regentag erschien am 31. Mai 2026 im Yellowstone-Nationalpark ein doppelter Regenbogen durch eine Wolkenlücke. Das Wetter im Park ist im Mai und Juni oft sehr unbeständig, die Sommer hingegen sind in der Regel warm und trocken. - Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
YELLOWSTONE, Wyoming – Das gleichmäßige „Wisch-Wisch“ der Scheibenwischer war trotz des unaufhörlichen Prasselregens auf der Windschutzscheibe zu hören, während sich das Auto langsam dem Eingang des Yellowstone-Nationalpark näherte.
Das Erreichen der Parkgrenze war nur ein kurzlebiger Erfolg.
Schon wenige Meilen innerhalb des Parks staute sich der Verkehr erneut auf der zweispurigen Straße, weil die Besucher neugierig am Straßenrand nach Bisons Ausschau hielten. Auch Sichtungen von Elchen und Bären führten im gesamten Park zu ähnlichen Verkehrsbehinderungen.
Ganz schön gefährlich …
Der Westeingang verläuft parallel zum Madison River, der bei jedem Wetter herrlich anzusehen ist. Riesige Felsbrocken liegen malersich an seinen Ufern verstreut, sodass man sich leicht vorstellen kann, wie legendäre Riesen aus alter Zeit sie genau so angeordnet haben.
Hier ist es kurz vor Sommeranfang kalt, die Temperaturen liegen unter zehn Grad Celsius, der Himmel ist regenschwer. Nebel verhüllt saftig grünes Gras und einen rauschenden, indigoblauen Fluss – erhaben in seiner traumhaften Schönheit.
Doch diese wilde Landschaft kann ebenso gefährlich wie schön sein. Berichte über Angriffe von Bären und Bisons sowie über Besucher, die durch Geysire, Schlammtöpfe oder heiße Quellen starben oder schwere Verbrennungen erlitten, unterstreichen die Gefahren des Parks.
Yellowstone, eine zeitlose Kathedrale der Natur, flüstert den Besuchern zu: So war es einst. So sollte es bleiben.
Während Amerika sein 250-jähriges Bestehen feiert, erinnert Yellowstone an den Pioniergeist der Nation.
Daniel Williams, ein Parkbesucher aus Arizona, erklärte dies gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times folgendermaßen: „Das Nationalparksystem passt wirklich gut zu der Freiheit, die wir in Amerika haben, zu reisen, Abenteuer zu erleben, dieses Land frei zu durchqueren und all das zu sehen, was es zu bieten hat.“
Vor etwa 150 Jahren beflügelte die Pracht des Yellowstone die Fantasie der Nation.
(Links) Autos fahren am 31. Mai 2026 auf der Panoramastraße zwischen Canyon Village und Tower-Roosevelt im Yellowstone-Nationalpark. (Mitte) Ein Regenbogen erscheint am 31. Mai 2026 durch eine Wolkenlücke im Yellowstone-Nationalpark. (Rechts) Ein Bison überquert am 31. Mai 2026 die US 212 im Yellowstone-Nationalpark.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
„Go West, young man“ war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein beliebter Spruch. Die Amerikaner glaubten an das „Manifest Destiny“, dass sich ihre Nation von Meer zu Meer erstrecken sollte.
Im Jahr 1872 wurde der Yellowstone zum ersten Nationalpark Amerikas und der Welt, nachdem Präsident Ulysses S. Grant den „Yellowstone National Park Protection Act“ unterzeichnet hatte.
Doch es war Präsident Teddy Roosevelt, der den Park 1903 bekannt machte. Der als Großwildjäger bekannte Präsident ließ Reporter und den Großteil seines Gefolges zurück, um zwei Wochen lang im Park zu zelten. Eine kleine Abteilung von Soldaten der US-Kavallerie begleitete ihn, zusammen mit Parkführern, einem Naturforscher und dem Parkleiter.
Roosevelt staunte über den Reichtum an Wildtieren und bestand einmal darauf, allein wandern zu gehen, um eine Elchherde, die er am Vortag gesichtet hatte, aus nächster Nähe zu betrachten. Es gelang ihm, bis auf 50 Yards (etwa 46 Meter) an sie heranzukommen; anschließend kehrte er zum Lager zurück und hatte damit eine 18-Meilen-Solo-Wanderung (rund 29 Kilometer) durch die Wildnis absolviert.
Das Nationalparksystem nimmt in der amerikanischen Seele einen besonderen Platz ein. Diese weiten, offenen Landschaften stehen für den ungebrochenen Individualismus der amerikanischen Vorfahren.
Heute umfasst der Park rund 8.900 Quadratkilometer Fläche und ist damit fast halb so groß wie das Bundesland Sachsen. Er nimmt einen beträchtlichen Teil des Nordwestens von Wyoming ein und erstreckt sich von dort bis nach Montana und Idaho.
Eine Karte zeigt den Yellowstone-Nationalpark und seine Umgebung. Der Park umfasst mehr als 3.400 Quadratmeilen.
Foto: jldeines/iStock
Seit 2015 besuchen jährlich mehr als vier Millionen Menschen aus aller Welt den Park – mit Ausnahme des Pandemie-Jahres 2020 während COVID-19. In den besucherstärksten Monaten – Juli und August – können bis zu eine Million Besucher gezählt werden.
Das amerikanische Nationalparksystem, das mit dem Yellowstone begann, umfasst mittlerweile insgesamt 63 Parks im ganzen Land. Zuletzt kam der New River Gorge National Park in West Virginia hinzu.
Der Roosevelt-Bogen ragt am 1. Juni 2026 im Yellowstone-Nationalpark majestätisch empor. Das 15 Meter hohe Denkmal am Nordeingang wurde 1903 von Präsident Theodore Roosevelt eingeweiht.
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„Feuer und Schwefel“
Amerika war gerade erst etwas mehr als 30 Jahre alt, als sich „Mountain Man“ John Colter in die Wildnis wagte, um Pelze zu jagen. Schließlich erreichte das einstige Mitglied der Lewis-und-Clark-Expedition die Yellowstone-Region.
Colters Abenteuer könnten direkt aus dem Drehbuch des Films „The Revenant – Der Rückkehrer“ aus dem Jahr 2015 stammen. Einmal, nachdem er von einer Gruppe der Blackfeet gefangen genommen worden war, wurde er nackt ausgezogen und musste um sein Leben rennen, während Krieger ihn verfolgten. Er schaffte es zu überleben, indem er sich unter einem Floß aus Treibholz im Fluss versteckte.
Im Winter 1807–1808 machte er sich allein auf den Weg, um Handelsbeziehungen mit dem Stamm der Crow aufzubauen. Sein Weg führte ihn zum Yellowstone-See, wo es heiße Quellen und Geysire gibt. Wissenschaftler stufen den Yellowstone heute als Supervulkan ein, der bei einem Ausbruch genug Partikel in die Atmosphäre schleudern könnte, um einen vulkanischen Winter auszulösen.
Für frühe Besucher wirkte es surreal, ein Land aus „Feuer und Schwefel“, so Colter, der erste Weiße, der das Gebiet erkundete. Zeitgenossen spotteten über seine Beschreibung und taten sie als Lügengeschichte ab.
Ein Schild warnt Besucher im Yellowstone-Nationalpark am 31. Mai 2026 davor, auf den Wegen zu bleiben, wenn sie hydrothermale Stätten besichtigen. Berichte über Bären- und Bisonangriffe sowie über Besucher, die an Geysiren, Schlammtöpfen oder heißen Quellen starben oder schwere Verbrennungen erlitten, unterstreichen die Gefahren des Parks.
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Andere folgten Colter. Im Jahr 1869 war die Cook–Folsom–Peterson-Expedition die erste organisierte, privat finanzierte Gruppe, die das Gebiet kartografierte.
Doch viele blieben skeptisch.
Charles Cook schickte einen Bericht über die Reise an das „Lippincott’s Magazine“ in Philadelphia, das antwortete: „Vielen Dank, aber wir drucken keine Fiktion.“
Cooks Expedition führte 1870 zur Washburn-Langford-Doane-Expedition und ein Jahr später zur Hayden-Geologischen Vermessung. Die Hayden-Expedition von 1871 war die erste staatlich finanzierte Erkundung und wissenschaftliche Vermessung des Yellowstone.
Die Route der Expedition führte das 32-köpfige Team zum Yellowstone River, dem sie bis zu den Tower Falls folgten. Sie reisten auch ins Lamar Valley, bevor sie nach Westen in Richtung des Grand Canyon of the Yellowstone abbogen, der von dem gleichnamigen Fluss geformt wurde.
Der Geologe Ferdinand Hayden nahm Fotografen und Maler mit, um die Region zu dokumentieren und die Bundesregierung von ihrer Legitimität und Einzigartigkeit zu überzeugen. Dies führte dazu, dass der Yellowstone zum ersten Nationalpark wurde.
Mitglieder des US-amerikanischen Hayden Geological Survey essen am 24. August 1870 in ihrem Lager in Red Buttes, Wyoming-Territorium, zu Mittag. Am Tisch, dem Betrachter zugewandt, sitzt der Geologe Ferdinand Vandeveer Hayden; rechts daneben der offizielle Fotograf des Surveys, William Henry Jackson. Die von Hayden geleitete Gruppe erkundete die Region im Nordwesten Wyomings, die später zum Yellowstone-Nationalpark wurde.
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Wintervergnügen Ende Mai
Unterhalb des Mount Washburn tobte die Schlacht. Die Kinder schrien vor Freude, als sie am letzten Tag im Mai auf dem Parkplatz nahe dem Dunraven Pass herumtollten und lachende Erwachsene mit Schneebällen bewarfen.
Der Winter lacht den Sommer im Yellowstone aus, wohl wissend, dass die Wärme der Sonne bald schwinden wird. Am Fuß des Wanderwegs lag die Temperatur um vier Grad Celsius. Der Gipfel des Mount Washburn ragt noch mehr als 600 Meter höher empor.
Als Kevin Silvestrini-Cordero und Michelle O’Keeffe im späten Frühling auf einem Wanderweg den Berg hinaufgingen, begann es zu schneien.
Reste des Winterschnees lagen noch auf dem Weg und machten ihn stellenweise tückisch. Dann klärte der Himmel wieder auf, während noch einige große Flocken die Wipfel der Kiefern küssten – ein wunderschöner Anblick.
Es war der erste Ausflug des Paares in den Park. Sie befanden sich auf einer Reise, bei der sie mehr von Amerika sehen wollten.
„Ich habe das Gefühl, dass der Yellowstone-Nationalpark wirklich alles vereint“, sagte Silvestrini-Cordero gegenüber der Epoch Times und fügte hinzu, dass es einer der schönsten Orte der Welt sei.
Silvestrini-Cordero sagte, ihr Besuch im ersten Nationalpark der Nation habe sie beide noch stolzer gemacht, Amerikaner zu sein.
Als sie etwa eine Meile vom Ausgangspunkt des Wanderwegs entfernt fuhren, glaubte das Paar aus New Jersey, einen schwarzen Wolf gesehen zu haben. Als sie umdrehten, um genauer hinzuschauen, war er verschwunden – in den Schatten versunken.
In dieser Höhe erfüllt der Duft frischer Kiefern die kühle Luft, und der Wald ist so tief und dunkel wie in einem Märchen.
Die Stille des Waldes weckt Erinnerungen an Lagerfeuergeschichten von Ungeheuern mit lodernden gelben Augen und fernem Heulen in der Nacht.
Ganz in der Nähe des Aussichtspunkts der Washburn Hot Springs hielt der Pensionär Michael Melton aus Georgia an. Ein schneidender Wind fegte über die Ausflügler hinweg, was Melton zu der Bemerkung veranlasste, es sei ein schöner Ort für einen Besuch, während er sich nach den 27 Grad Wärme zu Hause sehnte.
„Wunderschön. Es ist einfach ein wunderschöner Ort für einen Besuch“, sagte er gegenüber der Epoch Times.
Der 67-jährige Michael Melton aus Georgia lacht, als er am 31. Mai 2026 im Yellowstone-Nationalpark eine Geschichte erzählt. Melton durchquerte Yellowstone im Rahmen einer großen Rundreise durch die USA, die ihn über Branson (Missouri), den Nordwesten der USA, den Grand Canyon und das Monument Valley an der Grenze zwischen Arizona und Utah führte.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
Yellowstone stand auf seiner Wunschliste, als er quer durch Amerika reiste. Er machte eine große Rundreise durch das Land – über Branson in Missouri, den Nordwesten, den Grand Canyon und das Monument Valley – all die Orte, die er schon als Kind sehen wollte.
Ebenso freute er sich darauf, Orte wie Tombstone zu sehen, „wo John Wayne all die alten Schwarzweißfilme gedreht hat“.
Die heißen Quellen und Schlammgruben, die er im Yellowstone sah, beeindruckten ihn sehr.
„Ich habe mich immer gefragt, was der erste Mensch wohl über diese Schlammgruben hier gedacht hat“, sagte er.
Melton vermutete, dass der erste Mensch, der diese nach Schwefel riechenden heißen Quellen erblickte, vielleicht befürchtet hatte, der Teufel sei hinter ihm her.
„Der hat wohl gedacht, er ist gestorben und in der Hölle gelandet oder so“, scherzte Melton.
Melton war froh, dass die amerikanischen Gründerväter es für angebracht hielten, Teile des Landes zu erhalten, damit sich jeder daran erfreuen kann. Er wies darauf hin, dass das Okefenokee National Wildlife Refuge nicht allzu weit von seinem Zuhause in Georgia entfernt sei.
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Dampf steigt am 31. Mai 2026 aus der Silex-Quelle im Yellowstone-Nationalpark auf. Für frühe Entdecker wirkte der Park surreal, ein Land aus „Feuer und Schwefel“.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
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Besucher verlassen den Dampf nach einer Tour durch das Lower Geyser Basin im Yellowstone-Nationalpark am 31. Mai 2026. Der Park beherbergt über 500 aktive Geysire.
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Ein Besucher fotografiert am 31. Mai 2026 den Morning Geyser im Yellowstone-Nationalpark. Obwohl er selten aktiv ist, schießt der Morning Geyser bei einem Ausbruch Wasser 45 bis 60 Meter hoch in die Luft.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
Die amerikanische Serengeti
Die Straße ins Lamar Valley schlängelte sich in die Ferne, ein dunkles Band vor sanften, grünen Hügeln, die denen in J.R.R. Tolkiens Mittelerde in nichts nachstanden.
Der Abstieg in das weitläufige Tal, das sich bis in die Ferne erstreckte und in dem Hunderte von Bisons auf den Frühlingswiesen grasten, war atemberaubend.
Ausflügler sprangen aus ihren Fahrzeugen, um das grandioses Schauspiel zu bewundern. Kälber saugten an den Eutern ihrer Mütter und schienen die gaffenden Menschen kaum zu bemerken. Es fiel nicht schwer, sich vorzustellen, wie es vor mehr als 150 Jahren gewesen sein musste, als der Westen noch wild war und die Stämme der amerikanischen Ureinwohner diese Gebiete noch beherrschten.
Das Lamar Valley im Nordosten und das zentraler gelegene Hayden Valley gelten als die besten Orte, um Bären und Wölfe zu beobachten – und Bisons, die man auch amerikanische Büffel nennt.
Im Lamar Valley berichteten Silvestrini-Cordero und O’Keeffe von dem Nervenkitzel, eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten des Yellowstone-Nationalpark zu sehen – Bären in ihrem natürlichen Lebensraum. Ein Tierkadaver lockte mehrere Raubtiere an, darunter einen Grizzlybären und später einen Schwarzbären.
Eine Karte zeigt die Eingänge zum Yellowstone-Nationalpark sowie die ungefähre Lage von Naturwundern und Gebieten, in denen häufig Wildtiere beobachtet werden.
Foto: National Park Service
Artenschutz im Yellowstone
Doch es gab auch eine Zeit, in der einige Großtiere im Park fast bis an den Rand des Aussterbens getrieben wurden.
Einst durchstreiften 30 Millionen Bisons Nordamerika, doch die meisten wurden bis zur Wende zum 20. Jahrhundert ausgerottet. Auch innerhalb des Parks waren die Büffel fast vollständig ausgerottet. Bis Ende der 1880er Jahre hatten nur noch zwei Dutzend überlebt.
Die heutige Bisonpopulation von etwa 5.400 Tieren im Yellowstone gilt als Nachkomme der letzten wilden Herde des Westens.
Bisons grasen am 31. Mai 2026 im Lamar Valley im Yellowstone-Nationalpark. Yellowstone ist der einzige Ort in den Vereinigten Staaten, an dem Bisons seit prähistorischen Zeiten ununterbrochen leben.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
Umstrittener war jedoch die Wiederansiedlung von Grauwölfen im Yellowstone, nachdem diese durch die Jagd fast vollständig ausgerottet worden waren.
Grauwölfe, die schwarz, grau und hellbraun sein können, wurden 1995 in den Yellowstone-Nationalpark gebracht. Bis 2017 wurden sie in Montana, Idaho und Wyoming aus dem Artenschutzgesetz gestrichen. Mittlerweile leben etwa 84 Wölfe im Park.
Da es jedoch keine Zäune gibt, die sie im Park halten, jagen Wölfe, die in die Umgebung streifen, häufig Vieh und Haustiere der Rancher.
Während Wölfe im Park geschützt sind, dürfen sie in Montana, Wyoming und Idaho legal geschossen und gefangen werden.
(Links) Ein Schwarzbär schnüffelt am 1. Juni 2026 im Yellowstone-Nationalpark. Zwei Bärenarten leben im Yellowstone: Schwarzbären und Grizzlybären. (Mitte) Ein Kojote erkundet am 1. Juni 2026 ein Camp im Yellowstone-Nationalpark. Kojoten sind häufige Raubtiere im Yellowstone und werden oft in den Wiesen und Tälern des Parks beobachtet. (Rechts) Ein Bison säugt am 31. Mai 2026 sein Kalb im Lamar Valley im Yellowstone-Nationalpark. Das Tal in der nordöstlichen Ecke des Parks gilt als einer der besten Orte, um Bären, Wölfe und Bisons zu beobachten.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
Roosevelt-Bogen
Am Ende des Campingausflugs von Roosevelts – um die Wende zum 20. Jahrhundert hin – hielt er eine Rede bei der Freimaurerzeremonie zur Grundsteinlegung für das, was später der steinerne Torbogen am nördlichen Eingang des Parks werden sollte. Heute ist das ein beliebtes Touristenziel.
Die Ehrfurcht des Präsidenten vor der einzigartigen Schönheit des Parks war während seiner Rede deutlich zu spüren. „Die Geysire, die außergewöhnlichen heißen Quellen, die Seen, die Berge, die Canyons und die Wasserfälle vereinen sich und machen diese Region zu etwas, das weltweit seinesgleichen sucht“, sagte Roosevelt. „Sie muss zum Wohle und zur Freude von uns allen erhalten bleiben.“
Richard Feltes, ein 77-jähriger Rentner aus Nashville, besuchte den Park mit Familienangehörigen. Für ihn war es etwas Besonderes, den Park aufzusuchen, während Amerika einen bedeutenden historischen Meilenstein erreichte.
„Was für ein Nervenkitzel, zum 250. Jubiläum hier zu sein“, sagte er gegenüber der Epoch Times.
Feltes’ ältere Brüder und sein Vater dienten beide im Zweiten Weltkrieg. Er selbst erkrankte kurz vor der Einführung eines Impfstoffs im Jahr 1955 an Kinderlähmung. Später vertrat er dennoch sein Land als Mitglied der US-amerikanischen Rollstuhl-Olympiamannschaft.
Er reiste um die ganze Welt und nahm an Wettkämpfen in Europa, im Nahen Osten und in Südamerika teil. Allerdings, so sagte er, gebe es keinen anderen Ort wie Amerika.
„Wir schätzen alles, was unser Land zu bieten hat“, sagte er.
Er lobte die Barrierefreiheit des Parks für Rollstuhlfahrer und erklärte, er habe die Attraktionen und historischen Stätten besuchen können.
„Roosevelt war hier, um das Bewusstsein der Führungsebene für den Park und alles, was er den Amerikanern zu bieten hat, wirklich zu unterstreichen“, sagte er am Torbogen.
Richard und seine Frau Anita schauen sich abends gerne gemeinsam mit ihren Enkelkindern Sonderbeiträge über den Yellowstone-Nationalpark an. Dann befragen sie sie zu dem, was sie während ihrer Reise gelernt haben.
Sein Enkel Jonathan (9) erklärte der Epoch Times freudig, Old Faithful (ein bekannter Geysir) – „hat gestern funktioniert“ und die Schluchten, Wasserfälle und bunten heißen Quellen seien „cool“.
Vor dem Park konnten sie „America 250“-Medaillen kaufen, die später an der Kühlschranktür ihren Platz finden sollten.
Im Park wurden Flaggen zu Ehren von America 250 gehisst, und online gab es Fanartikel zum Nationalfeiertag – doch eine beiläufige Suche in den Parkläden nach Gedenk-Souvenirs blieb erfolglos. Ein Parkranger erklärte gegenüber der Epoch Times, dass die meisten Feierlichkeiten des Parksystems an der Ostküste geplant seien.
Am 1. Juni 2026 wehte im Yellowstone Tower General Store im Yellowstone-Nationalpark eine Flagge zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten. Der Park wurde 1872 als erster Nationalpark Amerikas gegründet.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
Staunende Menschen am Old Faithful-Geysir
Hunderte von Menschen warteten Anfang Juni geduldig auf den Ausbruch von Old Faithful. Sie plauderten in allen möglichen Fremdsprachen miteinander, während sie gespannt auf die Show warteten, die sich etwa alle 90 Minuten ereignet.
Studien zufolge kommen jedes Jahr etwa 600.000 bis 700.000 Besucher, hauptsächlich aus Deutschland, China, den Niederlanden und Kanada. Das sind etwa 15 Prozent der Gesamtbesucherzahl des weltweit ersten Nationalparks.
Als der berühmte Geysir dann plötzlich in den Himmel schoss, applaudierte die Menschenmenge und rief staunend „Ooh“ und „Aah“.
Kanzul Fatima, eine pakistanische Dokumentarfilmerin und Expertin für Extended Reality, lebte in Los Angeles, bevor sie nach Deutschland zog. Sie besuchte den Park zum ersten Mal und war mit ihrer Schwester und ihren Eltern extra für diesen Moment 13 Stunden lang mit dem Auto aus Colorado angereist.
(Links) Der Kegelgeysir Old Faithful bricht am 2. Juni 2026 im Yellowstone-Nationalpark aus. Er ist der aktivste große Geysir des Parks. (Oben rechts) Zuschauer beobachten den Ausbruch des Kegelgeysirs Old Faithful am 2. Juni 2026 im Yellowstone-Nationalpark. Ein Ausbruch kann bis zu fünf Minuten dauern. (Mitte rechts) Ein Zuschauer fotografiert Old Faithful am 2. Juni 2026 im Yellowstone-Nationalpark. Die Mitglieder der Washburn-Expedition von 1870, die die Region kartierten, nannten den Geysir „Uhr der Ewigkeit“. (Unten rechts) Kanzul Fatima (rechts) und ihre Schwester dokumentieren den Ausbruch des Geysirs Old Faithful im Yellowstone-Nationalpark am 2. Juni 2026. Der Geysir schleudert bei seinem Ausbruch Wasser 27 bis 56 Meter hoch in die Luft.
Foto: Bobby Sanchez/Epoch Times
„Yellowstone, die Redwoods und Yosemite stehen alle für den amerikanischen Westen“, bemerkte sie und fügte hinzu, dass ihre Mutter gesagt habe, diese Orte erinnerten sie an Hollywood-Filme, die sie in ihrer Kindheit gesehen habe.
„Ich würde sagen, es ist ziemlich ikonisch“, erklärte sie gegenüber der Epoch Times. „Die Weite dieses Parks kommt mir geradezu unwirklich vor.“
Auf die Frage, was sie davon halte, dass die Nation ihr 250-jähriges Jubiläum feiere, sagte Fatima, Amerika stehe für die Chance, dass sich jeder verwirklichen könne.
„Ich glaube, man kann erkennen, was Amerika so lange bestehen lässt“, sagte sie. „Weil es ein Schmelztiegel der Kulturen ist, aber auch so ein Ort, an dem man so groß träumen kann, wie man nur träumen kann.“
„Ich schätze, deshalb wandern immer noch so viele Menschen hierher ein. Ich will nicht sagen, dass es keine Herausforderungen gibt und keine Bruchpunkte, wie die meisten Demokratien sie haben – aber es hat länger gehalten als viele andere.“
Der Firehole River schlängelt sich am Mittleren Geysir-Becken (Midway Geyser Basin) vorbei, der Heimat der Grand Prismatic Spring einer der größten Thermalquellen der Welt. Der Fluss wurde so wegen des aufsteigenden Dampfes benannt, der aufgrund thermischer Abflüsse von seiner Oberfläche aufsteigt.
Heißer Nebel wehte über sprudelnde, türkisfarbene Becken, die von leuchtendem Gelb, Orange und Grün umrandet waren. Der Dampf zischte und war zeitweise so dicht, dass er die Menge der Besucher verdeckte, die eine Landschaft bestaunten, die die Zeit vergessen hatte.
Williams, ein Besucher aus Arizona, der mit einer Gruppe unterwegs war, sagte, Yellowstone und die Nationalparks stünden für den amerikanischen Geist, der auch nach 250 Jahren weiterlebe.
„Er symbolisiert diese Idee von Freiheit, die wir in diesem Land haben“, sagte er.
Roosevelt sei einzigartig gewesen, meinte Williams. „Er galt als liberal, wissen Sie, und ich denke, ehrlich gesagt könnten beide Parteien viel von ihm lernen, denn er hatte die Fähigkeit, beide Seiten zu betrachten und zu erkennen, dass beide notwendig waren“, fügte er hinzu.
Roosevelt war nicht nur ein bekannter Jäger, sondern auch ein Naturschützer, der fünf neue Nationalparks gründete: Crater Lake in Oregon, Wind Cave in South Dakota, Mesa Verde in Colorado und Platt in Oklahoma, das heute Teil der Chickasaw National Recreation Area ist. Ebenso wurde Sullys Hill in North Dakota zunächst in das Parksystem aufgenommen, später jedoch in ein Wildschutzgebiet umgewandelt.
Williams zeigte sich optimistisch, dass die USA trotz aller Herausforderungen „die freieste Gesellschaft der Welt“ bleiben würden.
„250 Jahre freie Gesellschaft, freie Regierung, eine Nation, die auf biblischen Prinzipien gegründet wurde … Ich denke, das hat einen sehr starken Einfluss darauf gehabt, wo wir heute stehen und warum wir immer noch eine Regierung haben, die so funktioniert, wie sie es tut“, sagte er.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping (l.) und US-Präsident Donald Trump besuchen am 14. Mai 2026 den Himmelstempel in Peking. Trump war der erste amtierende US-Präsident seit fast einem Jahrzehnt, der Peking besuchte. - Foto: Brendan Smialowski/Pool/Getty Images.
In Kürze:
Peking plant laut Insidern mehrere Gegenmaßnahmen für den Umgang mit den USA.
Bei einer weiteren Eskalation könnte Xi Jinping seine USA-Reise absagen.
China könnte mit Maßnahmen bei Seltenen Erden, Lieferketten und Exporten reagieren.
Das chinesische Regime hat in den vergangenen Tagen verschiedene Strategien für den Umgang mit Washington im Vorfeld der geplanten Reise von Staatschef Xi Jinping in die USA vorbereitet. Dazu könnte auch eine Absage der Reise gehören, wie Insider gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times berichteten.
US-Präsident Donald Trump hatte im Juli angekündigt, dass Xi voraussichtlich am 24. September die Vereinigten Staaten besuchen werde. Bei dem Treffen sollen unter anderem Themen wie Künstliche Intelligenz erörtert werden.
Am 14. Mai 2026 besuchen Chinas Staatschef Xi Jinping (r.) und US-Präsident Donald Trump den Himmelstempel in Peking.
Foto: Brendan Smialowski/Pool/Getty Images
Peking bereitet mögliche Gegenmaßnahmen vor
Insider innerhalb des Systems der regierenden Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erklärten, dass Peking vor Xis Besuch in den Vereinigten Staaten zusätzliche US-Sanktionen, Untersuchungen gegen chinesische Unternehmen und Exportbeschränkungen zunächst tolerieren könnte. Sollte die Trump-Regierung bei Taiwan, Finanzsanktionen, dem Auslandsvermögen hochrangiger KPCh-Funktionäre oder Einschränkungen des Zugangs zu kritischen Technologien härter vorgehen, könnte Peking Xis Besuch absagen.
Zhen Liang, eine Quelle mit Verbindungen zum diplomatischen und wirtschaftlichen System der KPCh, die aus Angst vor Repressalien ein Pseudonym verwendet, erklärte gegenüber Epoch Times, dass die Möglichkeit einer Absage von Xis Reise in internen Diskussionen der KPCh enthalten sei.
„China verfügt auch über Seltene Erden, pharmazeutische Vorprodukte und andere knappe Rohstoffe, die eingesetzt werden können, um auf die Vereinigten Staaten Druck auszuüben“, sagte er.
Kürzlich habe das chinesische Handelsministerium die Einleitung einer Untersuchung zur nationalen Sicherheit bei importierten Produkten angekündigt. Diese werde laut Zhen nur begrenzte Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten und den Westen haben. „Der derzeitige Schwerpunkt der Außenhandelsabteilung der KPCh liegt weiterhin darauf, einen Handelsüberschuss zu erzielen und mehr US-Dollar zu verdienen“, sagte er.
China setzt auf Seltene Erden und Exportkontrollen
Anfang dieses Monats kündigte Chinas Handelsministerium strengere Exportkontrollen für drohnenbezogene Güter an, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können und für die Vereinigten Staaten bestimmt sind.
Das Ministerium erklärte, die Maßnahmen seien eine Reaktion auf jüngste Schritte der Vereinigten Staaten. Dazu zählen ein Verbot für den Import chinesischer Drohnen sowie die Entscheidung des US-Heimatschutzministeriums, 43 chinesische Unternehmen auf eine Schwarze Liste zu setzen und deren Importe aufgrund mutmaßlicher Verbindungen zu Zwangsarbeit in Xinjiang zu verbieten.
Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums erklärte, Chinas Gegenmaßnahmen seien „insgesamt zurückhaltend“ und China „schätze die mühsam erreichte Stabilität der chinesisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen“. Nach der Einleitung der Gegenmaßnahmen habe Peking Zurückhaltung betont und damit Raum für Xis Besuch in den Vereinigten Staaten und anschließende Verhandlungen gelassen, sagte Zhen.
Der Insider sagte außerdem, dass die KPCh zwar versuche, Seltene Erden und Lieferketten einzusetzen, um die Vereinigten Staaten zu Zugeständnissen zu zwingen, es aber nicht wage, eine vollständige wirtschaftliche Entkopplung zu riskieren.
Die KPCh glaube fälschlicherweise, sie könne ihren Markt und ihre Rohstoffe nutzen, um den Westen zum Nachgeben zu zwingen, während sie in Wirklichkeit die westlichen Staaten dazu bringe, ihre Abhängigkeit von China zu verringern, sagte er. „Dieser Ansatz kommt einer Selbstsabotage gleich; die chinesische Wirtschaft weiterhin politischen Auseinandersetzungen zu unterwerfen, wird letztlich chinesischen Unternehmen und gewöhnlichen Bürgern schaden, während die KPCh selbst wahrscheinlich kein gutes Ende nehmen wird.“
Rao Yiming, ein weiterer Insider innerhalb des KPCh-Systems, der aus Angst vor Repressalien ein Pseudonym verwendet, erklärte gegenüber Epoch Times, dass die Partei derzeit drei mögliche Strategien und Szenarien im Hinblick auf die Vereinigten Staaten diskutiere.
„Die erste Option sieht vor, dass Xi Jinping seinen Besuch in den Vereinigten Staaten wie geplant durchführt. Peking würde seine Gegenmaßnahmen so abstimmen, dass Streitpunkte den Gipfel nicht zum Scheitern bringen, und gleichzeitig versuchen, Zugeständnisse zu erreichen – etwa bei Handelsabkommen, der Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Maßnahmen gegen Fentanyl und Seltene Erden oder einem erweiterten Marktzugang für Unternehmen –, um eine Lockerung bestimmter US-Sanktionen gegen China zu erreichen“, sagte Rao.
Ein zweites Szenario bestehe darin, dass „Xi Jinping die Vereinigten Staaten wie geplant besucht, aber keine substanziellen Ergebnisse anstrebt. Treffen mit Trump könnten stattfinden, aber wahrscheinlich nur symbolische Dokumente hervorbringen, mit wenig Fortschritt bei Themen wie Taiwan, Chips und strategischer Sicherheit. Peking würde weiterhin Maßnahmen wie Unternehmenslisten, Exportkontrollen und Sicherheitsuntersuchungen auf den Weg bringen, diese jedoch nicht alle auf einmal umsetzen“, sagte er.
Das dritte Szenario betreffe eine weitere Verschärfung der US-Sanktionen, sagte Rao. „Sollten die Vereinigten Staaten ihre Maßnahmen in Bezug auf Taiwan, Finanzsanktionen, die Vermögenswerte hochrangiger KPCh-Funktionäre oder Blockaden kritischer Technologien verschärfen, könnte die KPCh Xis Besuch verschieben oder absagen und ihre Gegenmaßnahmen gegen Seltene Erden, Drohnen, Lieferketten und in China tätige US-Unternehmen ausweiten.“
Eine in China hergestellte DJI-Mavic-2-Pro-Drohne schwebt am 15. Dezember 2021 in Miami. US-Behörden werfen dem aus China stammenden Yinpiao Zhou vor, im November 2024 mit einer ähnlichen Drohne den für die nationale Sicherheit geschützten Luftraum über der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien überflogen zu haben.
Foto: Joe Raedle/Getty Images
Entscheidung liegt letztlich bei Xi
Rao sagte, ob diese drei Vorschläge die Zustimmung der obersten Führungsebene erhalten, hänge vom Abschluss des Beidaihe-Treffens ab, eines im Küstenkurort Beidaihe jährlich stattfindendes und geheim gehaltenes Treffen der Führungskräfte der KPCh.
„Die Zentrale Kommission für Auswärtige Angelegenheiten, der Staatsrat, das Handelsministerium und andere Behörden müssen zunächst ihre Ansichten vorlegen, wobei die endgültige Entscheidung bei Xi Jinping liegt“, sagte er.
Windräder haben laut einer neuen Studie keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit.
Dafür haben Forscher Daten von über 120.000 US-Haushalten aus den Jahren 2011 bis 2023 ausgewertet.
Die Entfernungen der Turbinen zu Wohnhäusern sind in den USA teils geringer als in Deutschland, der mittlere Abstand im Rahmen der Studie liegt aber bei 6 Kilometern.
Eine Fachärztin erinnert an die Berücksichtigung des Schalldruckpegels und die größeren Ausmaße heutiger Anlagen.
Die Uni Augsburg verweist für Deutschland auf eine andere, ähnlich aufgebaute Untersuchung – und mit ähnlichen Problemen.
Brummtöne, Schlagschatten, Infraschall: Immer wieder klagen mancherorts Anwohner und Windkraftgegner über störende oder gar gesundheitsbeeinträchtigende Auswirkungen von großen Windkraftanlagen.
Eine Studie unter Beteiligung der Universität Augsburg kam kürzlich allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis. „Windräder verursachen keine nachweisbaren Gesundheitsschäden“, schreibt die Bildungseinrichtung.
Zugrunde liegt eine über 12 Jahre währende Längsschnittuntersuchung, die sich mit der Wohnnähe zu Windrädern und der Gesundheit der Anwohner befasst hat. Es soll sich um eine der bislang umfangreichsten Studien zu diesem Thema weltweit handeln.
Die Autoren sind die WirtschaftswissenschaftlerNiklas Rott,Douglas Almond und Osea Giuntella. Rott ist an der Uni Augsburg tätig, während Almond an der Columbia Universität und Giuntella an der Universität von Pittsburgh arbeiten.
Woher stammen die Daten?
Zunächst das Wichtigste: Die Forscher erhielten die Daten aus dem sogenantnen NielsenIQ Ailments Survey, einer jährlich durchgeführten Umfrage. Daraus extrahierten sie Selbstauskünfte von über 120.000 US-Haushalten aus den Jahren 2011 bis 2023 zu Gesundheitsbeschwerden wie Schlaflosigkeit, Depression, Angst und Kopfschmerzen. Diese Haushalte befanden sich in der Nähe von rund 75.000 Windkraftanlagen.
Eine Ölförderanlage am 4. Oktober 2023 im US-Bundesstaat Texas in der Nähe eines Windparks. Die Windkraft soll auch in den Vereinigten Staaten die Nutzung fossiler Brennstoffe reduzieren.
Foto: Brandon Bell/Getty Images
Die Studienautoren bezogen ebenso das Kaufverhalten der Bewohner mit ein. Wer nach der Windradinstallation mehr Schlaftabletten oder Schmerzmittel kauft, hinterlässt objektive Spuren, die auf Gesundheitsprobleme hinweisen – unabhängig von subjektiven Einschätzungen.
Im direkten Vergleich standen somit jeweils die Daten der Haushalte vor und nach der Installation nahegelegener Windräder. Bei diesem sogenannten Event-Study-Design wird jeder Haushalt mit sich selbst verglichen. Die Betrachtungszeiträume liegen in den Jahren vor und nach der Inbetriebnahme des nahegelegenen Windrades.
Störfaktoren wie Einkommen, Alter, Haushaltsgröße oder regionale Trends unterlagen laut der Uni einer statistischen Kontrolle. Die Studie selbst durchlief im Rahmen der Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PNAS einen Peer-Review und damit eine Prüfung durch unbeteiligte Wissenschaftler.
Ergebnis: Keine messbaren negativen Gesundheitseffekte
Laut der Uni Augsburg konnte das Forscherteam keine statistisch nachweisbaren Zusammenhänge bezüglich der Gesundheitsangaben oder des Kaufverhaltens der Anwohner und des Baus neuer Windräder feststellen.
Ebenso zeigten sich keine Veränderungen in der Zeitverwendung, etwa hinsichtlich Schlaf, Sport oder Zeit im Freien, noch in Ausgaben für Alkohol, Tabak und allgemeine Medikamente. Das Ergebnis bleibe stabil für alle untersuchten Subgruppen: Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsgrad und ethnische Zugehörigkeit. Hierzu teilte Rott mit:
„Windkraftanlagen stehen immer wieder im Fokus gesundheitlicher Bedenken. Die bisherige Evidenz dazu ist jedoch teils uneinheitlich und häufig durch kleine Stichproben oder rein korrelative Analysen begrenzt. Unsere Analysen unter Verwendung umfangreicher US-Haushaltsdaten zeigen keine messbaren negativen Gesundheitseffekte bei typischen Entfernungen zwischen Windrädern und Wohngebieten.“
Im Rahmen der Studie ermittelter Zusammenhang zwischen Windraderrichtung und Gesundheitszustände der Anwohner.
Dennoch betonen die Autoren, dass lokale Belastungen wie Lärm oder Schattenwurf die Lebensqualität der Anwohner beeinflussen. Ebenso bestehe die Möglichkeit, dass sie die Akzeptanz von Windkraftprojekten verringern – auch ohne nachweisbare gesundheitliche Folgen.
Sie empfehlen, Debatten über Windkraft stärker auf evidenzbasierte Lärmgrenzwerte, faire Kostenverteilung und transparente Planungsverfahren zu fokussieren, anstatt auf nicht belegte Gesundheitsrisiken.
Die Uni Augsburg spricht bei den Ergebnissen von „üblichen Abstandsdistanzen“ der Windkraftanlagen zu Wohngebieten. Welche Abstände in den USA „üblich“ sind, teilte sie allerdings nicht mit. Auch auf Anfrage der Epoch Times erhielten wir hierzu keine direkte Antwort. Die Uni schrieb: „Über die veröffentlichten Forschungsergebnisse hinaus geben wir grundsätzlich keine weitergehenden fachlichen Bewertungen oder Empfehlungen zu allgemeinen oder praktischen Fragestellungen ab.“
Auch die Bitte, uns die Studie zuzusenden, blieb von der Uni unbeantwortet. Erst durch Kontaktaufnahme mit dem Nationalen Büro für Wirtschaftsforschung, kurz NBER, erhielten wir das vorab veröffentlichte Arbeitspapier. NBER ist eine überparteiliche Nonprofit-Forschungsorganisation in Massacusetts in den USA.
Der Einblick in das Arbeitspapier brachte schließlich die Antwort. Für die untersuchten Gebiete beträgt die „Entfernung von den Windkraftanlagen zu den Postleitzahlen-Zentren“ im Schnitt 6 Kilometer (km). Der Quartilsabstand, also die mittleren 50 Prozent, umfasst den Bereich von 3 bis 10 km. Da die Messung auf Postleitzahlbereichen basiert, könnten einzelne Haushalte innerhalb eines Bereichs näher oder weiter entfernt liegen.
Dabei ist zu erwähnen, dass in den Vereinigten Staaten kein einheitlicher Mindestabstand einer Windkraftanlage zu einem Wohngebiet existiert. Jeder Landkreis und jede Gemeinde erlässt ihre eigenen Abstandsvorschriften. Diese liegen meist bei der 1,1- bis 2,5-Fachen Distanz der Anlagengesamthöhe zur Grundstücksgrenze eines Wohngebäudes. Die meisten Behörden schreiben den 1,5-fachen Wert der Höhe vor. Demnach müsse eine 150 Meter hohe Anlage mindestens 225 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt sein.
Aus dem Arbeitspapier geht indes nicht hervor, wie nah die Distanzen im kürzesten Quartil waren. Darüber hinaus lassen die Daten weder Rückschlüsse auf die Lage der Haushalte innerhalb der Postleitzahlenbereiche zu, noch über die tatsächlichen Abstände von Wohngebäuden und Windkraftanlagen.
Ein Windrad in der Nähe eines Wohngebäudes in Texas am 28. Juni im US-Bundesstaat Texas.
Foto: Brandon Bell/Getty Images
Vergleichbar mit Deutschland?
Auch in Deutschland gibt es keine bundeseinheitliche pauschale Mindestabstandsregel. Relevant ist hierzulande der Immissionsschutz oder Schallschutz durch die TA Lärm und das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Diese führen typischerweise zu Mindestabständen von 600 bis 1.000 Metern zu Wohngebieten, mehr als in den USA.
Entscheidend ist zudem die Windraddichte der beiden Länder. Zwar stehen in den USA mit rund 77.400 Windräder an Land aktuell rund 2,6 Mal mehr Windturbinen als in der Bundesrepublik. Dafür verfügen die Vereinigten Staaten über rund 30 Mal mehr Landesfläche.
Dementsprechend liegt die Windraddichte in Deutschland bei 82 Anlagen pro 1.000 Quadratkilometer (km²), während auf der gleichen Fläche in den USA nur 8,5 Anlagen stehen. Sprich: Die Bundesrepublik hat auf der gleichen Fläche fast zehnmal mehr Windräder als die Vereinigten Staaten. Somit ist es in Übersee viel einfacher, geeignete Flächen zu finden, die weit genug von Wohngebieten entfernt liegen. Auch die Einwohnerzahl pro km² ist in den USA mit rund 38 deutlich geringer als in Deutschland mit rund 235.
Auf die Entwicklung der Anlagenhöhe wies die Fachärztin Dr. med. Ursula Bellut-Staeck hin. Ihrer Aussage nach seien „die Windkraftturbinen vor zehn Jahren nicht mit den deutschen Großwindanlagen heutiger Zeit zu vergleichen“. Seit 2011 sind Rotordurchmesser und Anlagenhöhe deutlich gestiegen. Auch nach 2023 sind Windräder zu immer größeren Höhen angewachsen, was mindestens die Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anwohner weiter erhöht.
Weiter sagte Bellut-Staeck: „Es gilt auch immer zu bedenken, dass aufgrund des Nichtwissens sowohl zum Schalldruckpegel in dB(A), als auch der extraaurikulären [Anm. d. Red.: außerhalb des Gelenks] Wahrnehmung, sowohl der Infraschall nicht adäquat beurteilt werden kann, als auch seine Auswirkungen auf der zellulären Ebene.“ In diesem Zusammenhang warnt die Fachärztin besonders vor großen Windkraftanlagen mit mehr als 7 Megawatt Nennleistung.
Ein Kritiker der Forschungsarbeit ist auch Theologe und Mitglied der Bürgerinitiative „Kein Windpark in den Westlichen Wäldern“ Mario Weidele. Gegenüber Epoch Times sagte er: „Erkenntnis der Studie: Infraschall macht nicht krank – wohlgemerkt: in Amerika. Mit diesem Hauptgedanken der Pressemitteilung hat sich in Deutschland eine katastrophale Außenwirkung breit gemacht.“
Er warnte davor, dass mit der Verbreitung der Ergebnisse aus den USA in Deutschland die Assoziation entstehe, dass der Ausbau der Windkraft in Deutschland bedenkenlos weitergehen könne. Eine Beschwerde der BI zur Pressemitteilung der Uni Augsburg beim bayerischen Wissenschaftsministerium wurde abgelehnt. Argument sei gewesen, dass es an der Wissenschaftlichkeit nichts auszusetzen gebe.
„Kein Wort zur Pragmatik, zur Platzierung einer ‚veralteten‘ amerikanischen Studie in den Kontext der gegenwärtigen Windkraftdiskussion in Deutschland“, beklagte Weidele. „Die Pressemitteilung vereinfacht den Diskurs auf zwielichtige Weise, denn jetzt werden Äpfel mit Birnen verglichen.“
Immer mehr installierte Windkraftleistung
Somit ist festzuhalten, dass das Forschungsergebnis wohl für die Situation in den USA Richtigkeit besitzt – zumindest für den Zeitraum von 2011 bis 2023. Die Übertragbarkeit auf Deutschland bleibt offen.
Im Zuge der Energiewende und dem fortwährenden Boom der „erneuerbaren“ Energien steigt die Anzahl der Windkraftanlagen und die installierte Windkraftleistung von Jahr zu Jahr. Lag die gesamte installierte Windleistung in den USA 2011 noch bei 46,9 Gigawatt (GW), sind es nun schon 159,7 GW (Stand: Ende 2025). Nur wenige GW davon stammen von Anlagen auf See, bis 2027 sollen das insgesamt 6 GW sein.
Windkraftanlagen erzeugen am 14. August 2022 im US-Bundesstaat Wyoming Strom. Aufgrund der großen Landflächen stören sich viele Menschen nicht an den Turbinen.
Foto: Patrick Fallon/AFP via Getty Images
Deutschland verfügt hingegen heute über eine gesamte installierte Windleistung von 81,5 GW, also rund die Hälfte wie die viel größeren Vereinigten Staaten. Davon befinden sich 70,5 GW an Land.
Aufgrund der Platzknappheit in Deutschland haben viele Anwohner nahe Windkraftanlagen Beschwerden geäußert. In Sachsen hat ein Investor erst kürzlich eine Anlage deswegen wieder abgebaut.
Angesichts der genannten Unterschiede hat auch die Uni Augsburg gegenüber Epoch Times darauf hingewiesen, dass die Untersuchung ausschließlich auf US-Daten basiert. Sie habe „durchschnittliche Gesundheitseffekte auf Bevölkerungsebene untersucht und keine Evidenz für moderate bis große gesundheitliche Auswirkungen bei typischen Expositionsdistanzen“ gefunden.
Um mehr Klarheit zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Windrädern in Deutschland zu gewähren, verwies die Uni auf eine andere Studie. Diese trägt den Titel „Windkraftanlagennähe und gesundheitsbezogene Lebensqualität in Deutschland 2002 bis 2022“ und erschien im Juni 2026 bei der Fachzeitschrift „Nature Scientific Reports“.
Wie am Titel zu erkennen ist, wurden auch hier die Auswirkungen von meist älteren und kleineren Windrädern mit mindestens 50 Meter Nabenhöhe untersucht. Die Abstände zu Wohngebieten sind in der Studie mit 1,5 km bis 6 km angegeben, also auch eher größere Entfernungen.
Das Fazit dieser Deutschland-Studie lautet auch hier: Die Autoren „finden […] während des beobachteten Vorher-Nachher-Zeitraums keine Hinweise auf negative Veränderungen der durchschnittlichen gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Zusammenhang mit dem Vorhandensein einer Turbine im Umkreis von 6 km“.
US-Präsident Trump will ein hervorragendes Verhältnis zu Nordkoreas Machthaber Kim haben. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
In Kürze
Trump plant ein neues Treffen mit Kim Jong-un.
Nordkoreas Atomprogramm bleibt ein zentrales Sicherheitsproblem.
Die USA und Südkorea reduzieren gemeinsame Militärübungen.
US-Präsident Donald Trump plant, noch in diesem Jahr sich mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu treffen. Gleichzeitig wächst in Washington und bei den Verbündeten in der Region die Sorge über das wachsende nordkoreanische Atomwaffenprogramm.
„Er hat 57 sehr mächtige Atomwaffen“, sagte Trump vor Reportern. „Wir hätten niemals zulassen dürfen, dass es dazu kommt. Wenn ich Präsident gewesen wäre, hätte ich es nicht zugelassen, aber er hat sie.“
Trump bestätigt geplantes Treffen mit Kim
Auf die Frage eines Reporters, ob er Kim noch in diesem Jahr treffen werde, antwortete Trump knapp: „Ja, das werde ich.“
Während seiner ersten Amtszeit war Trump dreimal mit Kim zusammengetroffen. Auch in seiner zweiten Amtszeit hat er wiederholt den Wunsch nach einem persönlichen Treffen geäußert. Bisher waren entsprechende Versuche jedoch erfolglos.
Kims Schwester Kim Yo-jong wies unterdessen Trumps Aussage zurück, wonach es Anfang der Woche Kontakte zwischen Washington und dem nordkoreanischen Regime gegeben habe. Gleichzeitig ließ sie erkennen, dass Pjöngjang einem direkten Austausch zwischen Trump und Kim weiterhin offen gegenüberstehe.
„Ich weiß nichts darüber“, sagte Kim Yo-jong. „Es muss die einzige Angelegenheit sein, die die Außenpolitik der obersten Führung betrifft und von der ich nichts weiß.“ Zugleich betonte sie: „Unser Staatsoberhaupt hat gute Erinnerungen und persönliche Gefühle gegenüber Trump. Die Beziehung zwischen den beiden Staatschefs ist ausgezeichnet.“
Später wurde Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gefragt, ob die Denuklearisierung Nordkoreas weiterhin sein Ziel sei. Der Präsident sagte, er wolle „nicht darüber sprechen“.
Trump betonte stattdessen das persönliche Verhältnis zu Kim: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Kim Jong-un. Er mag mich. Ich habe mich einfach sehr gut mit ihm verstanden. Wir hatten großartige Treffen.“
Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un. (Archivbild)
Foto: 朝鮮通信社/KCNA via KNS/AP/dpa
USA und Südkorea reduzieren Militärübungen
Südkorea und die USA haben ihr jährliches Militärmanöver „Ulchi Freedom Shield“ verkleinert. Zudem wurden einige Feldübungen, die in dieser Woche begonnen hatten, reduziert, nachdem Trump das Pentagon angewiesen hatte, die Übungen zu verkürzen.
Als Grund verwies Trump auf die Haltung Südkoreas zum Irankrieg. „Ich war nicht glücklich, als Südkorea sagte, dass es nicht daran interessiert sei, uns bei der Straße von Hormus zu helfen“, sagte Trump. Zugleich erklärte er, die Militärübungen seien angesichts seines Verhältnisses nicht angemessen. „Ich empfand es als sehr beleidigend, eine massive Militärübung abzuhalten, wenn jemand während meiner Amtszeit ausgesprochen kooperativ war.“
Die Übungen sollen nun bis zum 21. August laufen und damit sechs Tage früher enden als ursprünglich geplant. Die beiden Verbündeten vereinbarten außerdem, gemeinsame Feldmanöver in kleinerem Umfang durchzuführen.
Im März hatten die USA, Südkorea und Japan dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine gemeinsame Erklärung zu Nordkoreas Atomwaffenprogramm vorgelegt.
Darin bekräftigten die drei Länder ihr Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas. Sie warnten zugleich, dass das nordkoreanische Atomprogramm die Sicherheit in der Region gefährde.
„Nordkorea baut sein illegales Atomprogramm weiter aus“, heißt es in dem Schreiben.
Zudem verweist der Brief auf Hinweise, dass der Atomreaktor in Yongbyon weiterhin betrieben wird und dort Aktivitäten zur Wiederaufbereitung stattfinden. Auch die Urananreicherungsanlagen des Landes würden ausgebaut. Ferner weist das Schreiben auf Bemühungen Nordkoreas hin, ein atomgetriebenes U-Boot zu entwickeln.
Sorge über Zusammenarbeit mit Russland
Die drei Unterzeichnerstaaten äußerten zudem „ernste Besorgnis“ über die zunehmende militärische Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland. Besonders kritisch sehen sie den Transfer ballistischer Raketen und anderer Waffen, der nach ihrer Einschätzung direkt gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstößt.
Trumps Kurs gegen den Iran nimmt neue Formen an. - Foto: Anna Moneymaker/Getty Images
In Kürze
Trump droht mit maximalen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Iran.
Unterstützer Irans sollen mit schweren wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen.
USA wollen Isolation und Blockade in der Straße von Hormus verstärken.
Die USA verschärfen ihren Kurs gegenüber dem Iran drastisch. US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen die Islamische Republik an und drohte zugleich mit einer beispiellosen wirtschaftlichen Isolation des Landes.
„Niemand hat der Islamischen Republik Iran eine größere Gelegenheit gegeben, eine Einigung zu erzielen, als ich. TRAGISCHERWEISE haben sie es versäumt, sie zu nutzen“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social. „Daher kündige ich heute die HÄRTESTE WIRTSCHAFTLICHE OPERATION AN, DIE JEMALS GEGEN EIN LAND DURCHGEFÜHRT WURDE!“
Trump machte zugleich deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht bei einzelnen Sanktionen bleiben soll. „Dies bedeutet Wirtschaftskrieg und Isolation in einem beispiellosen Ausmaß“, schrieb er.
Trump richtete seine Warnung dabei nicht nur an den Iran selbst. Auch ausländische Staaten sollen ins Visier der USA geraten, wenn ihre Finanzinstitute, Unternehmen, Flughäfen oder staatlichen Einrichtungen Teheran wirtschaftlich unterstützen oder dem Land auf andere Weise „irgendeine Art von Lebensader“ zur Verfügung stellen.
Für solche Unterstützung stellte Trump massive wirtschaftliche Konsequenzen in Aussicht. Als mögliche Ziele nannte er unter anderem „Ölschmuggel, Swap-Linien, Bargeldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister [und] Tarnfirmen“.
Ein Mann passiert am 24. Juli 2026 ein Wandbild von Ajatollah Ali Chamenei in Teheran. Iran meldete Drohnenangriffe auf US-Militärziele in Bahrain und Jordanien.
Foto: AFP via Getty Images
Trump: „Dies wird ein wirtschaftlicher D-Day sein“
Trump nannte dabei keine konkreten Länder, die von den angedrohten Maßnahmen betroffen sein könnten. Stattdessen richtete er eine deutliche Warnung an mögliche Unterstützer des Iran: Ihr „wisst, wer ihr seid“.
„Dies wird ein WIRTSCHAFTLICHER D-DAY sein, und wir brauchen alle unsere Verbündeten an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika, um die Bedrohung durch den Iran zu isolieren und zu besiegen. Diese Wahnsinnigen sind am Ende, und diese HISTORISCHEN MASSNAHMEN werden sie und ihre Fähigkeit, weltweit Terror zu verbreiten, lähmen“, so Trump.
Zugleich wiederholte der Präsident seine Einschätzung, dass die militärischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten des Iran bereits weitgehend geschwächt seien. „Ihre Marine ist verschwunden, ihre Luftwaffe ist zerstört, ihre Militärfabriken liegen in Trümmern, ihre Währung ist wertlos, und ihr Land hängt an einem seidenen Faden“, schrieb Trump.
Trump bekräftigte zugleich, dass der Iran aus seiner Sicht niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Die umfangreichen US-Militäroperationen in der Region hätten in den vergangenen Monaten nach seinen Angaben vor allem das Ziel verfolgt, das Atomprogramm des Terrorismus unterstützenden Regimes zu beenden.
Der nun angekündigte Kurs kommt zu einem Zeitpunkt, an dem diplomatische Bemühungen zwischen den Konfliktparteien wiederholt gescheitert sind. Beide Seiten werfen sich dabei Verstöße gegen bestehende Vereinbarungen und Verträge vor.
Die US-Regierung hatte einen verschärften wirtschaftlichen Kurs gegenüber Teheran bereits seit Längerem angekündigt. Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag in der Sendung „Rob Schmitt Tonight“ von „Newsmax“, Trump habe das US-Finanzministerium angewiesen, „maximalen Druck auf das iranische Regime auszuüben“.
Bessent kündigt wirtschaftliche Isolation und Blockade an
Bessent kündigte dabei eine Kombination aus wirtschaftlichem Druck und einer verschärften Blockade an. „Es wird eine Kombination aus wirtschaftlicher Isolation sein, wie die Welt sie noch nie zuvor gesehen hat, und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder aus ihnen herausgelangt“, sagte er.
Der Kurswechsel der US-Regierung folgt auf die Ankündigung der Vereinigten Arabischen Emirate, den Handel mit dem Iran einzustellen. Zuvor hatten iranische Truppen nach Angaben der Regierung zwei Raketen auf das Land abgefeuert.
Eine Impfspritze mit Moderna wird aufgezogen (Symbolbild). - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Den US-Pharmakonzernen Merck und Moderna ist möglicherweise ein Durchbruch bei mRNA-Impfstoffen gegen Krebs gelungen.
Die letzte Phase der klinischen Studien zu einem therapeutischen Impfstoff für Patienten mit schwarzem Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium habe positive Ergebnisse gezeigt, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.
„Dies ist die erste Bekanntgabe von positiven Phase-3-Ergebnissen für eine mRNA-basierte Krebstherapie“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.
mRNA-Therapie gegen Krebs
Forscher arbeiten schon seit Längerem an der Entwicklung von mRNA-Therapien gegen Krebs. Der neue Impfstoff namens Intismeran Autogene basiert auf derselben Technologie, die auch den Covid-19-Impfstoffen zugrunde liegt. Anders als vorbeugende Impfstoffe werden therapeutische Impfstoffe hingegen zur Behandlung bereits bestehender Erkrankungen genutzt.
Intismeran Autogene in Kombination mit Pembrolizumab – ein Immuntherapeutikum und die derzeitige Standardtherapie bei schwarzem Hautkrebs – verhindere das Wiederauftreten von Melanomen und die Ausbreitung des Krebses auf andere Organe, erklärten die US-Unternehmen.
Die Studie dauerte etwa ein Jahr. Dabei wurden 1137 Patienten nach der operativen Entfernung ihrer Tumore in zufällige Gruppen aufgeteilt. Zwei Drittel von ihnen bekamen die neue Therapie in Kombination mit Pembrolizumab, die anderen wurden ausschließlich mit Pembrolizumab behandelt.
„Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab hat das Potenzial, ein neues Behandlungsparadigma in der adjuvanten Melanomtherapie zu etablieren und dazu beizutragen, dass Patienten länger krebsfrei bleiben“, sagte Studienleiterin Georgina Long.
Die medizinische Direktorin des Melanoma Institute Australia sprach von einem „Meilenstein in der adjuvanten Behandlung“ von schwarzem Hautkrebs.
Die Pharma-Konzerne kündigten an, ihre Ergebnisse auf einer bevorstehenden internationalen Konferenz vorzustellen und Anträge auf Zulassung bei den zuständigen Aufsichtsbehörden einzureichen. Die Nachricht ließ die Moderna-Aktie um 128 Prozent auf 143 Dollar (rund 123 Euro) steigen. Die Merck-Aktie legte um mehr als zehn Prozent auf 149,50 Dollar zu.
Das Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bekannt, ist eine der gefährlichsten Formen von Hautkrebs. Im Jahr 2022 wurden weltweit mehr als 330.000 neue Fälle diagnostiziert. (afp/red)
Die Harvard-Universität in Cambridge, Massachusetts, USA. - Foto: Marcio Silva/iStock
Nach einem illegalen Handel mit Leichenteilen am medizinischen Institut in Harvard zahlt die US-Eliteuni den betroffenen Familien laut Medienberichten insgesamt 53 Millionen Dollar (45,64 Millionen Euro) an Abfindungen.
Ein Richter im US-Bundesstaat Massachusetts gab laut US-Medienberichten am Dienstag sein vorläufiges Einverständnis zu einer von der Universität vorgeschlagenen außergerichtlichen Verständigung. Eine endgültige Einigung wird demnach im Dezember erwartet.
Der frühere Chef der Leichenhalle in Harvard hatte Ermittlungen zufolge zwischen den Jahren 2018 und 2022 Organe und andere Teile von Leichen gestohlen, die dem Institut für die medizinische Forschung gespendet worden waren.
Ohne das Wissen der Angehörigen und seines Arbeitgebers nahm er demnach Hände, Köpfe, Gesichter und Gehirne mit nach Hause und verkaufte sie gemeinsam mit seiner Frau an Interessenten.
Der 58-Jährige wurde im Mai 2023 festgenommen und im vergangenen Dezember zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Ehefrau wurde wegen Beihilfe zu einem Jahr Haft verurteilt. Sechs Menschen bekannten sich schuldig, Leichenteile gekauft zu haben, und wurden ebenfalls verurteilt.
Die Studierendenzeitung „Harvard Crimson“ sowie der Radiosender NPR zitierten nun aus einem Brief des medizinischen Instituts. Die Fakultät will demnach zwei Entschädigungsfonds im Umfang von insgesamt 53 Millionen Dollar einrichten.
Die Taten des ehemaligen Leichenhallenchefs seien „verachtenswert, abscheulich und ein ungeheuerlicher Verrat an unseren Werten als medizinische Gemeinde“, heißt es darin.(afp/red)
Linken-Chefin Ines Schwerdtner. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE13:31 Uhr
Regen entlastet Schifffahrt leicht
Niederschläge stoppen das Absinken der Rheinpegel, der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt warnt vor übertriebenen Erwartungen. Aktuell misst Kaub 14 cm, bis Freitag werden 41 cm erwartet. Für bessere Transporte wären 77 Zentimeter hilfreich. In Duisburg steht der Pegel aktuell bei 1,34 Metern und damit fast 20 Zentimeter tiefer als 2018.
Viele Fähren sind wegen des Niedrigwassers weiterhin außer Betrieb – so die Fähre Bad Honnef.
Foto: Oliver Berg/dpa
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HEUTE13:24 Uhr
Bundesregierung will sich vor IStGH stellen
Die Bundesregierung bekräftigt ihre Unterstützung für den IStGH nach neuen US-Sanktionen. Man werde das, was man tun könne, tun, um sich vor den Internationalen Strafgerichtshof zu stellen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Zu den Maßnahmen wollte der Sprecher nicht ins Detail gehen.
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HEUTE13:10 Uhr
„Burka-Gesetz“ in Portugal in Kraft
In Portugal ist ein Gesetz in Kraft getreten, das die Verhüllung des Gesichts verbietet. Kleidungsstücke, die das Gesicht verdecken oder eine Identifizierung verhindern, sind verboten. Bei Verstößen drohen bis zu 3.000 Euro Bußgeld. Ausnahmen gelten unter anderem aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen sowie in Räumen zur Religionsausübung.
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HEUTE13:02 Uhr
Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister Ben Gvir
Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern als „menschenverachtende völkerrechtswidrige Appelle“. Die EU-Außenminister sollen bei ihrem nächsten informellen Treffen Anfang September über Maßnahmen gegen „radikale Politiker“ beraten.
Immer wieder kommt es zu Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz. (Symbolbild)
Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa
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HEUTE12:51 Uhr
Moskau: Russland und Ukraine übergeben bei Gefangenenaustausch jeweils 103 Soldaten
Russland und die Ukraine haben Gefangene ausgetauscht und jeweils 103 Soldaten übergeben. Laut dem russischen Verteidigungsministerium vermittelten die Vereinten Arabischen Emirate den Austausch. Die freigelassenen russischen Soldaten befänden sich in Belarus und würden nach einer psychologischen und medizinischen Versorgung nach Russland geflogen. Kiew äußerte sich zunächst nicht.
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HEUTE12:29 Uhr
Spritpreise in Deutschland deutlich gestiegen
Laut ADAC kostete Super E10 im bundesweiten Durchschnitt zuletzt rund 2,162 Euro pro Liter, 3,7 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich auf 2,253 Euro pro Liter (plus 5,3 Cent). Der ADAC nennt das Niveau zu hoch: Niedrigwasser auf dem Rhein und der Ölpreis trugen zur Verteuerung bei, erklärten es aber nicht vollständig.
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HEUTE12:15 Uhr
Blitz und Donner – Gewitter bringen Unwettergefahr
Der Wetterdienst warnt am Abend vom Westen her vor schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Nachts ziehen diese von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen, auch südlich der Donau gibt es Gewitter. Donnerstag drohen im Norden und Süden Schauer, am Alpenrand mehrstündiger Starkregen.
Dunkle Wolken und Gewitter ziehen nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts aus Westen heran. (Archivbild)
Foto: Jan Woitas/dpa
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HEUTE11:55 Uhr
Inflation in Großbritannien im Juli wegen Gaspreisen deutlich gestiegen
Die Verbraucherpreise in Großbritannien stiegen im Juli vor allem wegen steigender Gaskosten für die Haushalte deutlich. Die Inflation im Jahresvergleich lag bei 2,9 Prozent, nach 2,6 Prozent im Juni. Laut dem Statistikamt verteuerte sich Haushaltsenergie um 13 Prozent, es sei der stärkste Anstieg der Gaspreise seit fast vier Jahren.
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HEUTE11:31 Uhr
RKI: Mehr als ein Drittel der Deutschen schläft zu wenig
Dem RKI zufolge schlafen 39 Prozent Menschen in Deutschland weniger als sieben Stunden, am Wochenende sind es 23 Prozent. Vor allem Männer zwischen 45 und 64 Jahren sind mit 53 Prozent betroffen. Aus der Untersuchung geht laut RKI auch ein Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und Risiken wie Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen hervor.
SPD-Chef Lars Klingbeil fordert, dass sich Privatversicherte künftig an der gesetzlichen Pflegeversicherung beteiligen und die Pflege mitfinanzieren.Die SPD-Bundestagsfraktion verlangt einen Strukturausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung, weil die gesetzliche Kasse mehr ältere, pflegeintensivere und kostenaufwändigere Versicherte hat.
Klingbeil reagiert auf Kritik an seinem Steuerentwurf.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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HEUTE10:46 Uhr
Bewährungsstrafen für Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in Sachsen-Anhalt
Das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt verurteilte drei Angeklagte wegen Steuerhinterziehung mit Medizinmaterial im großen Stil zu Bewährungsstrafen. Sie erhielten Strafen zwischen zehn Monaten und zwei Jahren. Das Gericht ordnete die Einziehung von über einer Million Euro an Taterträgen an.
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HEUTE10:33 Uhr
Linken-Chefin hält an Enteignungen fest: „Das müssen wir uns leisten können“
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält an der Enteignung von Wohnkonzernen fest. Die Umsetzung des „Deutschen Wohnen & Co. enteignen“-Volksentscheid müsse in der Koalition besprochen werden. Die SPD lehnt das ab. Die Bundesregierung kündigte ein Gesetz an, um den Ländern Enteignungen zu verbieten.
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HEUTE9:54 Uhr
Japan nennt US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Akane „sehr bedauerlich“
Japan hat US-Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, als „sehr bedauerlich“ bezeichnet. US-Außenminister Marco Rubio begründete die Sanktionen mit einer Politisierung des Gerichts, das seine Befugnisse „böswillig missbraucht und sein Mandat überschritten hat“. Washington sanktionierte zudem den IStGH-Ankläger Abdoulaye Seye .
US-Außenminister Marco Rubio: Die USA verhängten Sanktionen gegen IStGH-Mitarbeiter (Symbolbild).
Foto: Brendan Smialowski/POOL/AFP via Getty Images
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HEUTE9:31 Uhr
Mehr ausländische Berufe anerkannt
2025 wurden 86.600 ausländische Berufsabschlüsse anerkannt, knapp 10 Prozent mehr als 2024. Die meisten Anerkennungen kamen erneut aus der Türkei (9.800), der Ukraine (8.300), Syrien (6.100), Indien und Tunesien (je 5.400). Am häufigsten anerkannt wurden Pflegefachkräfte (32.000), Ärzte (13.900) und Ingenieure (4.600).
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HEUTE9:12 Uhr
OpenAI startet Werbung bei ChatGPT
OpenAI aktiviert am 24. August in 31 europäischen Märkten, darunter auch Deutschland, Werbung für ChatGPT. Anzeigen sollen klar von Antworten getrennt sein. Werbetreibende sollen keinen Zugriff auf Chatverläufe erhalten. Wer keine Werbung will kann auf ChatGPT Plus (monatlich 23 Euro) oder Pro (229 Euro) umsteigen.
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HEUTE9:04 Uhr
Schwertransporterunfall: Gesperrte Autobahn A2 wieder frei
Die A2 bei Kamen in NRW ist nach fast 30 Stunden wieder für den Verkehr freigegeben worden. Alle Bergungs- und Reparaturarbeiten nach einem Unfall eines Schwertransporter seien bis Mittwochmorgen um 6 Uhr beendet worden. Die Arbeiten waren laut Polizei kompliziert.
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HEUTE8:55 Uhr
Sozialverband fordert geringere Stromsteuer
Der Sozialverband Deutschland fordert wegen hoher Energiepreise eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. Vorstandschefin Michaela Engelmeier sagte, es müsse endlich ein funktionierender staatlicher Direktzahlungsmechanismus geschaffen werden.
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HEUTE8:40 Uhr
ADAC: Gelockertes Lkw-Fahrverbot hat kaum Auswirkungen auf Verkehr
Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen wegen des Niedrigwassers hatte laut ADAC kaum Auswirkungen auf den Verkehr.Auch im Vergleich zum Sonntag des Vorjahres gebe es keine Auffälligkeiten. Auch der Speditionsverband BGL sieht keine großen Folgen im Verkehr.
Der ADAC sah bisher kaum größere Staus wegen dem teilweise aufgehobenen Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen des Niedrigwassers.
Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa
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HEUTE8:24 Uhr
Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München
Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines berührte am 15. August beim Start die Piste und hob spät ab, es wurden mögliche Reifenspuren gefunden. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung untersuchen derzeit den Flugschreiber. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist noch unklar.
Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit
Laut einer ifo-Befragung im Juli fürchtet jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent), auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. 17 Prozent sehen eine Verschlechterung innerhalb der EU. Die einzige positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie – sie konnte ihre Position bei beidem verbessern.
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HEUTE7:55 Uhr
OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen.
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HEUTE7:18 Uhr
Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen
Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste.
Mychajlo Fedorow (Archivbild).
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE7:04 Uhr
Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen.Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht in strengeren Hitzeschutzvorgaben keinen Widerspruch zum Ziel einer Beschleunigung des Wohnungsbaus.
Klimageräte auf einem Dach. Mit der Zahl der Hitzetage in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Klimaanlagen kräftig gewachsen.
Foto: Martin Gerten/dpa/dpa
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HEUTE6:25 Uhr
Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab.
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HEUTE6:17 Uhr
Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus
US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement.
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HEUTE6:01 Uhr
US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant
Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.
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HEUTE5:24 Uhr
Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen
In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.
Foto: Arsenio Zurita/EUROPA PRESS/dpa
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HEUTE5:08 Uhr
Kfz-Versicherung kosten etwas mehr als 2025
Die Preise für Auto-Versicherungswechsler liegen laut Verivox im Mittel 1,3 Prozent über dem Vorjahr; verglichen wurden 33 Versicherungsgesellschaften ohne Marktführer HUK Coburg. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist demnach aktuell drei Prozent günstiger als im Vorjahr, Haftpflicht mit Teilkasko minimal teurer, Haftpflicht mit Vollkasko stieg um 2,5 Prozent. Die HUK Coburg rechnet auch 2026 mit steigenden Preisen.
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HEUTE5:00 Uhr
UN warnen vor Langzeitfolgen des Irankriegs für Hunger
Das UN-Welternährungsprogramm und das SIPRI fürchten, der Irankrieg könne Krisenregionen nachhaltig beeinträchtigen. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seien auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie forderten die Bundesregierung auf, die Ausgaben für die Bekämpfung von Hunger in der Welt deutlich zu erhöhen.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE12:26 Uhr
Spritpreise in Deutschland deutlich gestiegen
Laut ADAC kostete Super E10 im bundesweiten Durchschnitt zuletzt rund 2,162 Euro pro Liter, 3,7 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich auf 2,253 Euro pro Liter (plus 5,3 Cent). Der ADAC nennt das Niveau zu hoch: Niedrigwasser auf dem Rhein und der Ölpreis trugen zur Verteuerung bei, erklärten es aber nicht vollständig.
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HEUTE12:15 Uhr
Blitz und Donner – Gewitter bringen Unwettergefahr
Der Wetterdienst warnt am Abend vom Westen her vor schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Nachts ziehen diese von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen, auch südlich der Donau gibt es Gewitter. Donnerstag drohen im Norden und Süden Schauer, am Alpenrand mehrstündiger Starkregen.
Dunkle Wolken und Gewitter ziehen nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts aus Westen heran. (Archivbild)
Foto: Jan Woitas/dpa
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HEUTE11:55 Uhr
Inflation in Großbritannien im Juli wegen Gaspreisen deutlich gestiegen
Die Verbraucherpreise in Großbritannien stiegen im Juli vor allem wegen steigender Gaskosten für die Haushalte deutlich. Die Inflation im Jahresvergleich lag bei 2,9 Prozent, nach 2,6 Prozent im Juni. Laut dem Statistikamt verteuerte sich Haushaltsenergie um 13 Prozent, es sei der stärkste Anstieg der Gaspreise seit fast vier Jahren.
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HEUTE11:31 Uhr
RKI: Mehr als ein Drittel der Deutschen schläft zu wenig
Dem RKI zufolge schlafen 39 Prozent Menschen in Deutschland weniger als sieben Stunden, am Wochenende sind es 23 Prozent. Vor allem Männer zwischen 45 und 64 Jahren sind mit 53 Prozent betroffen. Aus der Untersuchung geht laut RKI auch ein Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und Risiken wie Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen hervor.
SPD-Chef Lars Klingbeil fordert, dass sich Privatversicherte künftig an der gesetzlichen Pflegeversicherung beteiligen und die Pflege mitfinanzieren.Die SPD-Bundestagsfraktion verlangt einen Strukturausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung, weil die gesetzliche Kasse mehr ältere, pflegeintensivere und kostenaufwändigere Versicherte hat.
Klingbeil reagiert auf Kritik an seinem Steuerentwurf.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
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HEUTE10:46 Uhr
Bewährungsstrafen für Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in Sachsen-Anhalt
Das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt verurteilte drei Angeklagte wegen Steuerhinterziehung mit Medizinmaterial im großen Stil zu Bewährungsstrafen. Sie erhielten Strafen zwischen zehn Monaten und zwei Jahren. Das Gericht ordnete die Einziehung von über einer Million Euro an Taterträgen an.
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HEUTE10:33 Uhr
Linken-Chefin hält an Enteignungen fest: „Das müssen wir uns leisten können“
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält an der Enteignung von Wohnkonzernen fest. Die Umsetzung des „Deutschen Wohnen & Co. enteignen“-Volksentscheid müsse in der Koalition besprochen werden. Die SPD lehnt das ab. Die Bundesregierung kündigte ein Gesetz an, um den Ländern Enteignungen zu verbieten.
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HEUTE9:54 Uhr
Japan nennt US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Akane „sehr bedauerlich“
Japan hat US-Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, als „sehr bedauerlich“ bezeichnet. US-Außenminister Marco Rubio begründete die Sanktionen mit einer Politisierung des Gerichts, das seine Befugnisse „böswillig missbraucht und sein Mandat überschritten hat“. Washington sanktionierte zudem den IStGH-Ankläger Abdoulaye Seye .
US-Außenminister Marco Rubio: Die USA verhängten Sanktionen gegen IStGH-Mitarbeiter (Symbolbild).
Foto: Brendan Smialowski/POOL/AFP via Getty Images
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HEUTE9:31 Uhr
Mehr ausländische Berufe anerkannt
2025 wurden 86.600 ausländische Berufsabschlüsse anerkannt, knapp 10 Prozent mehr als 2024. Die meisten Anerkennungen kamen erneut aus der Türkei (9.800), der Ukraine (8.300), Syrien (6.100), Indien und Tunesien (je 5.400). Am häufigsten anerkannt wurden Pflegefachkräfte (32.000), Ärzte (13.900) und Ingenieure (4.600).
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HEUTE9:12 Uhr
OpenAI startet Werbung bei ChatGPT
OpenAI aktiviert am 24. August in 31 europäischen Märkten, darunter auch Deutschland, Werbung für ChatGPT. Anzeigen sollen klar von Antworten getrennt sein. Werbetreibende sollen keinen Zugriff auf Chatverläufe erhalten. Wer keine Werbung will kann auf ChatGPT Plus (monatlich 23 Euro) oder Pro (229 Euro) umsteigen.
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HEUTE9:04 Uhr
Schwertransporterunfall: Gesperrte Autobahn A2 wieder frei
Die A2 bei Kamen in NRW ist nach fast 30 Stunden wieder für den Verkehr freigegeben worden. Alle Bergungs- und Reparaturarbeiten nach einem Unfall eines Schwertransporter seien bis Mittwochmorgen um 6 Uhr beendet worden. Die Arbeiten waren laut Polizei kompliziert.
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HEUTE8:55 Uhr
Sozialverband fordert geringere Stromsteuer
Der Sozialverband Deutschland fordert wegen hoher Energiepreise eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. Vorstandschefin Michaela Engelmeier sagte, es müsse endlich ein funktionierender staatlicher Direktzahlungsmechanismus geschaffen werden.
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HEUTE8:40 Uhr
ADAC: Gelockertes Lkw-Fahrverbot hat kaum Auswirkungen auf Verkehr
Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen wegen des Niedrigwassers hatte laut ADAC kaum Auswirkungen auf den Verkehr.Auch im Vergleich zum Sonntag des Vorjahres gebe es keine Auffälligkeiten. Auch der Speditionsverband BGL sieht keine großen Folgen im Verkehr.
Der ADAC sah bisher kaum größere Staus wegen dem teilweise aufgehobenen Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen des Niedrigwassers.
Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa
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HEUTE8:24 Uhr
Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München
Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines berührte am 15. August beim Start die Piste und hob spät ab, es wurden mögliche Reifenspuren gefunden. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung untersuchen derzeit den Flugschreiber. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist noch unklar.
Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit
Laut einer ifo-Befragung im Juli fürchtet jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent), auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. 17 Prozent sehen eine Verschlechterung innerhalb der EU. Die einzige positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie – sie konnte ihre Position bei beidem verbessern.
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HEUTE7:55 Uhr
OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen.
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HEUTE7:18 Uhr
Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen
Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste.
Mychajlo Fedorow (Archivbild).
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE7:04 Uhr
Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen.Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht in strengeren Hitzeschutzvorgaben keinen Widerspruch zum Ziel einer Beschleunigung des Wohnungsbaus.
Klimageräte auf einem Dach. Mit der Zahl der Hitzetage in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Klimaanlagen kräftig gewachsen.
Foto: Martin Gerten/dpa/dpa
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HEUTE6:25 Uhr
Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab.
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HEUTE6:17 Uhr
Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus
US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement.
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HEUTE6:01 Uhr
US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant
Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.
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HEUTE5:24 Uhr
Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen
In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.
Foto: Arsenio Zurita/EUROPA PRESS/dpa
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HEUTE5:08 Uhr
Kfz-Versicherung kosten etwas mehr als 2025
Die Preise für Auto-Versicherungswechsler liegen laut Verivox im Mittel 1,3 Prozent über dem Vorjahr; verglichen wurden 33 Versicherungsgesellschaften ohne Marktführer HUK Coburg. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist demnach aktuell drei Prozent günstiger als im Vorjahr, Haftpflicht mit Teilkasko minimal teurer, Haftpflicht mit Vollkasko stieg um 2,5 Prozent. Die HUK Coburg rechnet auch 2026 mit steigenden Preisen.
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HEUTE5:00 Uhr
UN warnen vor Langzeitfolgen des Irankriegs für Hunger
Das UN-Welternährungsprogramm und das SIPRI fürchten, der Irankrieg könne Krisenregionen nachhaltig beeinträchtigen. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seien auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie forderten die Bundesregierung auf, die Ausgaben für die Bekämpfung von Hunger in der Welt deutlich zu erhöhen.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE10:33 Uhr
Linken-Chefin hält an Enteignungen fest: „Das müssen wir uns leisten können“
Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält an der Enteignung von Wohnkonzernen fest. Die Umsetzung des „Deutschen Wohnen & Co. enteignen“-Volksentscheid müsse in der Koalition besprochen werden. Die SPD lehnt das ab. Die Bundesregierung kündigte ein Gesetz an, um den Ländern Enteignungen zu verbieten.
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HEUTE9:54 Uhr
Japan nennt US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Akane „sehr bedauerlich“
Japan hat US-Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, als „sehr bedauerlich“ bezeichnet. US-Außenminister Marco Rubio begründete die Sanktionen mit einer Politisierung des Gerichts, das seine Befugnisse „böswillig missbraucht und sein Mandat überschritten hat“. Washington sanktionierte zudem den IStGH-Ankläger Abdoulaye Seye .
US-Außenminister Marco Rubio: Die USA verhängten Sanktionen gegen IStGH-Mitarbeiter (Symbolbild).
Foto: Brendan Smialowski/POOL/AFP via Getty Images
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HEUTE9:31 Uhr
Mehr ausländische Berufe anerkannt
2025 wurden 86.600 ausländische Berufsabschlüsse anerkannt, knapp 10 Prozent mehr als 2024. Die meisten Anerkennungen kamen erneut aus der Türkei (9.800), der Ukraine (8.300), Syrien (6.100), Indien und Tunesien (je 5.400). Am häufigsten anerkannt wurden Pflegefachkräfte (32.000), Ärzte (13.900) und Ingenieure (4.600).
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HEUTE9:12 Uhr
OpenAI startet Werbung bei ChatGPT
OpenAI aktiviert am 24. August in 31 europäischen Märkten, darunter auch Deutschland, Werbung für ChatGPT. Anzeigen sollen klar von Antworten getrennt sein. Werbetreibende sollen keinen Zugriff auf Chatverläufe erhalten. Wer keine Werbung will kann auf ChatGPT Plus (monatlich 23 Euro) oder Pro (229 Euro) umsteigen.
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Schwertransporterunfall: Gesperrte Autobahn A2 wieder frei
Die A2 bei Kamen in NRW ist nach fast 30 Stunden wieder für den Verkehr freigegeben worden. Alle Bergungs- und Reparaturarbeiten nach einem Unfall eines Schwertransporter seien bis Mittwochmorgen um 6 Uhr beendet worden. Die Arbeiten waren laut Polizei kompliziert.
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HEUTE8:55 Uhr
Sozialverband fordert geringere Stromsteuer
Der Sozialverband Deutschland fordert wegen hoher Energiepreise eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte. Vorstandschefin Michaela Engelmeier sagte, es müsse endlich ein funktionierender staatlicher Direktzahlungsmechanismus geschaffen werden.
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HEUTE8:40 Uhr
ADAC: Gelockertes Lkw-Fahrverbot hat kaum Auswirkungen auf Verkehr
Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen wegen des Niedrigwassers hatte laut ADAC kaum Auswirkungen auf den Verkehr.Auch im Vergleich zum Sonntag des Vorjahres gebe es keine Auffälligkeiten. Auch der Speditionsverband BGL sieht keine großen Folgen im Verkehr.
Der ADAC sah bisher kaum größere Staus wegen dem teilweise aufgehobenen Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen des Niedrigwassers.
Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa
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Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München
Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines berührte am 15. August beim Start die Piste und hob spät ab, es wurden mögliche Reifenspuren gefunden. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung untersuchen derzeit den Flugschreiber. Warum der Flieger nicht ausreichend beschleunigen konnte, ist noch unklar.
Jedes vierte Unternehmen fürchtet um seine Wettbewerbsfähigkeit
Laut einer ifo-Befragung im Juli fürchtet jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25,4 Prozent), auf Märkten außerhalb der EU an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. 17 Prozent sehen eine Verschlechterung innerhalb der EU. Die einzige positive Ausnahme ist die Getränkeindustrie – sie konnte ihre Position bei beidem verbessern.
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HEUTE7:55 Uhr
OpenAI stärkt nach KI-Hacks Schutzvorkehrungen bei Tests
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests. Automatisierte Systeme sollen Aktivitäten der KI-Modelle überwachen – und bei Verdacht binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wird binnen 30 Minuten von diesen kein Fehlalarm bestätigt, stoppen die Aktivitäten. Einige Tests wurden ausgesetzt.
Frankreich erlaubt Sterbehilfe – Gesetz in Kraft gesetzt
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Sterbehilfe-Gesetz unterzeichnet; es wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Damit erhalten unheilbar kranke, volljährige Menschen in Frankreich das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Ein Arzt kann das tödliche Mittel erst nach Beratung mit anderen verschreiben, die Patienten müssen es in der Regel selbst einnehmen.
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HEUTE7:18 Uhr
Liberia will bis zu 1.200 Migranten aus den USA aufnehmen
Liberia will binnen eines Jahres bis zu 1.200 aus den USA abgeschobene Migranten aufnehmen. Eine erste Gruppe von 20 Migranten soll morgen eintreffen, teilte die liberianische Regierung mit. Sie handle aus „rein humanitären Gründen“ und habe von den USA „weder eine Entschädigung noch das Versprechen einer Gegenleistung dafür gefordert oder erhalten“.
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow ruft dazu auf, trotz des Ukrainekrieges einen Weg zu legalen Wahlen in der Ukraine zu finden. Die Demokratie dürfe nicht als Geisel genommen werden. Fedorow schied am 15. Juli nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus, was tagelange Proteste auslöste.
Mychajlo Fedorow (Archivbild).
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE7:04 Uhr
Hubig will Klimaanlagen in Mietwohnungen erleichtern
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wirbt für eine Verankerung der Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz aus. Änderungen im Mietrecht könnten zudem einen besseren Hitzeschutz bei Klimaanlagen oder Sonnenblenden ermöglichen.Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht in strengeren Hitzeschutzvorgaben keinen Widerspruch zum Ziel einer Beschleunigung des Wohnungsbaus.
Klimageräte auf einem Dach. Mit der Zahl der Hitzetage in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Klimaanlagen kräftig gewachsen.
Foto: Martin Gerten/dpa/dpa
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HEUTE6:25 Uhr
Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bis auf Weiteres den gesamten Handel, kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran aus. Anlass ist die jüngste Eskalation. Laut Emiraten feuerte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen auf das Land ab.
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HEUTE6:17 Uhr
Trump setzt geplante Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus
US-Präsident Donald Trump hat geplante Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor Inkrafttreten für drei Tage suspendiert. Bei den Gesprächen mit Kanadas Regierungschef Mark Carney sei eine Einigung erzielt worden, die nun noch finalisiert werden müsse. Betroffen waren kanadische Produkte im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar angekündigt worden, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement.
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US-südkoreanisches Manöver endet früher als geplant
Das aktuelle gemeinsame Militärmanöver von Südkorea und USA endet bereits am 21. August, statt wie geplant am 27. August. Das teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Angaben zu den Gründen wurden nicht gemacht; die Entscheidung erfolgte kurz nach Kritik des US-Präsidenten am Umfang der Militärübungen.
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HEUTE5:24 Uhr
Alhambra in Granada wegen Schäden geschlossen
In der südspanischen Stadt Granada wurde die Alhambra nach einem zweiten Erdbeben binnen weniger Tage wegen Schäden geschlossen worden. Festgestellt wurden Schäden an „nicht-tragenden Elementen“ wie Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente. Es besteht keine Einsturzgefahr.
In Granada gab es bei einem weiteren mittelschweren Erdbeben vor allem Schäden durch herabfallende Fassaden- und Dachtrümmer.
Foto: Arsenio Zurita/EUROPA PRESS/dpa
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HEUTE5:08 Uhr
Kfz-Versicherung kosten etwas mehr als 2025
Die Preise für Auto-Versicherungswechsler liegen laut Verivox im Mittel 1,3 Prozent über dem Vorjahr; verglichen wurden 33 Versicherungsgesellschaften ohne Marktführer HUK Coburg. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist demnach aktuell drei Prozent günstiger als im Vorjahr, Haftpflicht mit Teilkasko minimal teurer, Haftpflicht mit Vollkasko stieg um 2,5 Prozent. Die HUK Coburg rechnet auch 2026 mit steigenden Preisen.
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HEUTE5:00 Uhr
UN warnen vor Langzeitfolgen des Irankriegs für Hunger
Das UN-Welternährungsprogramm und das SIPRI fürchten, der Irankrieg könne Krisenregionen nachhaltig beeinträchtigen. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seien auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie forderten die Bundesregierung auf, die Ausgaben für die Bekämpfung von Hunger in der Welt deutlich zu erhöhen.
Ein Lkw überquert am 18. August 2026 in Fort Erie, Ontario, die Peace Bridge zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. - Foto: Cole Burston/AFP via Getty Images
Die USA und Kanada haben wenige Stunden vor dem geplanten Inkrafttreten neuer US-Zölle eine Grundsatzeinigung erzielt. US-Präsident Donald Trump setzte die geplanten Aufschläge etwa auf Wein und Hockeyschläger zunächst für drei Tage aus.
Die Einigung müsse nun noch finalisiert werden, erklärte er. Kanadas Regierungschef Mark Carney zeigte sich etwas vorsichtiger und betonte, dass „wichtige Arbeit“ noch ausstehe.
Es wird noch weiterverhandelt
Eigentlich sollten in der Nacht zum Mittwoch Zölle von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft treten. Trump hatte diese nach eigenen Angaben verhängt, um auf die „diskriminierende Behandlung von US-Produkten“ auf kanadischer Seite zu reagieren. Eine kanadische Delegation war noch für Verhandlungen in letzter Minute nach Washington gereist.
Am Dienstagabend schrieb Trump dann auf seiner Online-Plattform Truth Social, dass es einen „Deal“ gebe. Carney sprach von „wichtigen Fortschritten“, betonte aber, dass die Einigung noch nicht fertig sei.
Es gehe darum, „offene Handelsfragen zu klären und kanadischen Unternehmen, Arbeitnehmern, Landwirten und Familien mehr Sicherheit sowie konkrete Vorteile zu verschaffen“.
Das Büro des US-Handelsbeauftragten erklärte, dass Ottawa unter anderem „einen umfassenden Marktzugang für alle amerikanischen Waren“ zugesichert habe.
Zudem umfasse die Einigung „Verpflichtungen zur wirtschaftlichen Sicherheit, die Angleichung des digitalen Handels“ und weitere Bestimmungen. Trump erklärte zudem, dass „Kanada sich verpflichtet hat, die fraglichen Diskriminierungen“ von US-Produkten zu beseitigen.
Trump plädiert offenbar auf die Wiederaufnahme eines Pipeline-Projekts. „Die großartige Keystone-XL-Pipeline, die vor langer Zeit von Sleepy Joe Biden begraben wurde, könnte nun wieder zum Leben erweckt werden“, schrieb er.
Die Öl-Leitung sollte vom kanadischen Alberta ins Zentrum der USA führen. Bereits US-Präsident Barack Obama blockierte das Projekt wegen Umweltbedenken. In seiner ersten Amtszeit unternahm Trump Schritte, um es wiederzubeleben. Sein Nachfolger Joe Biden machte diese jedoch wieder rückgängig.
Erstmals Waren des Freihandelsabkommens betroffen
Die nun ausgesetzten Zölle wären nicht die ersten der USA gegen ihren nördlichen Nachbarn. Auch wären Produkte im Wert von nur rund 20 Milliarden Dollar betroffen – ein verhältnismäßig kleiner Teil der kanadischen Exporte in die USA.
Doch erstmals wären darunter auch Waren, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen fallen. Derzeit laufen Verhandlungen der beiden Länder über die Bedingungen einer Fortsetzung des Abkommens.
Der Handelsvertrag, den Trump in seiner ersten Amtszeit selbst ausgehandelt hatte, soll eigentlich für 16 Jahre verlängert werden, die USA weigern sich jedoch. Solange sich nicht eines der drei Länder – neben den USA und Kanada ist das noch Mexiko – explizit aus dem Abkommen zurückzieht, gilt es zunächst weiter und wird Jahr um Jahr verlängert.
Kanadische Unterhändler waren nach Washington gereist, um zum einen die neuen Zölle noch zu verhindern, und zum anderen um weitere Erleichterungen bei bisherigen Zöllen zu erreichen, die unter anderem Kanadas Automobil-, Stahl-, Holz- und Aluminiumindustrie schwer belasten.
Medienberichten zufolge bot Ottawa Zugeständnisse an. Etwa könnte die Zentralregierung Druck auf die kanadischen Provinzen ausüben, die Boykotte von alkoholischen Getränken aus den USA verhängt haben. (afp/red)
Zwei Wochen nach dem Einschlag eines vier Tonnen schweren Schrottteils einer SpaceX-Rakete auf dem Mond hat die NASA neue Aufnahmen von dem dadurch entstandenen Krater veröffentlicht.
Dieser habe einen Durchmesser von etwa 18 Metern und sei knapp knapp drei Meter tief, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Dienstag mit. Sie berief sich dabei auf ihre Berechnungen auf Grundlage des Krater-Schattenwurfs.
Die von der NASA veröffentlichten Aufnahmen wurden von der den Mond umkreisenden US-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) den Angaben zufolge am 11. und 12. August gemacht.
Sie zeigen den Einschlag, der entstand, als die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete am 5. August auf die Mondoberfläche traf. Die NASA will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig.
Falscher Kurs eine „Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“
Eine SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All.
Durch „eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“ sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, so dass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, hatte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall erklärt.
Kollissionen mit dem Mond sind eher selten
Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.
Die von der NASA nun veröffentlichten Aufnahmen sind nicht die ersten von der Einschlagstelle auf dem Mond: Die südkoreanische Raumfahrtbehörde hatte bereits am 6. August Bilder veröffentlicht. (afp/red)