Categories
china

China schickt neue Besatzung zur Raumstation

China hat drei neue Raumfahrer auf den Weg zu seiner Raumstation „Tiangong“ gebracht. Das Raumschiff „Shenzhou 23“ hob mit einer Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 2F“ vom Raumfahrtzentrum Jiuquan im Nordwesten Chinas ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
An Bord sind die Astronauten Zhu Yangzhu, Zhang Zhiyuan und Li Jiaying. Li Jiaying ist nach Angaben der chinesischen Raumfahrtbehörde CMSA die erste Person aus der Sonderverwaltungsregion Hongkong, die an einer chinesischen Raumfahrtmission teilnimmt.
Die Crew soll auf der Raumstation die derzeitige Besatzung mit Zhang Lu, Wu Fei und Zhang Hongzhang ablösen. Nach dem Start sollte das Raumschiff voraussichtlich innerhalb weniger Stunden an der Station andocken.

Erstmals für ein ganzes Jahr auf der Station

Erstmals soll zudem ein chinesischer Raumfahrer rund ein Jahr im All auf der Station bleiben. Welches Mitglied der neuen Crew dafür ausgewählt wird, soll erst im Verlauf der Mission im Orbit entschieden werden.
China will mit dem längeren Aufenthalt unter anderem untersuchen, wie sich Langzeitmissionen auf den menschlichen Körper auswirken.
Die Mission ist Teil des regelmäßigen Besatzungswechsels auf der chinesischen Raumstation. Die nun abzulösende Crew hat nach Angaben der Behörden bereits 203 Tage im All verbracht und dürfte damit einen Rekord für die längste Einzeleinsatzdauer einer chinesischen Astronautencrew aufstellen. (dpa/red)
Categories
deutschland

Deutscher Astronaut soll ab Artemis-5-Mission zum Mond fliegen

Die Bundesregierung rechnet fest mit der Teilnahme eines deutschen Astronauten an den künftigen US-Mondmissionen.
Allerdings dämpfte Forschungsministerin Dorothee Bär allzu hohe Erwartungen an den ersten Flug: Zwar sei sicher, dass der erste Europäer auf dem Weg zum Mond aus Deutschland stammen werde, sagte Bär den Sendern RTL und ntv. Ob er als Bonus auch auf dem Mond aussteigen dürfe, habe man noch nicht versprochen.
Die Pläne seien nach den jüngsten Umstellungen durch die NASA zeitlich angepasst worden. Bär sagte: „Realistisch ist es, dass wir ab der Artemis-5-Mission mit an Bord sein können.“
Dass sich Deutschland bei der Vergabe der Astronauten-Plätze durchsetzen konnte, liege an der starken Position innerhalb der europäischen Weltraumorganisation ESA und der Abhängigkeit der Amerikaner von europäischer Technik.
Das in Bremen gebaute European Service Module sorge maßgeblich dafür, „dass die Astronauten an Bord atmen können“, so die Ministerin.
Die NASA brauche Europa. Dennoch sei die Nominierung eines Deutschen hart umkämpft gewesen: „Wie es in der Politik üblich ist, waren das harte Kämpfe. Auch mit unseren Nachbarländern.“ (dts/red)
Categories
ausland

Norwegen stoppt mutmaßliche Satellitenspionage: Chinesin festgenommen


In Kürze:

  • Festnahme wegen Verdacht auf Satellitenspionage
  • Geplante Empfangsanlage für sensible Daten entdeckt und gestoppt
  • Ermittlungen gegen weitere Beteiligte laufen

 
In Norwegen haben die Behörden eine chinesische Staatsbürgerin wegen des Verdachts auf Spionage festgenommen. Die Festnahme erfolgte am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Vorwurf, sie habe versucht, eine Anlage zur Erfassung sensibler Satellitendaten einzurichten.
Der norwegische Inlandsnachrichtendienst PST teilte mit, dass der Fall mit einer mutmaßlichen Operation in Verbindung stehe, bei der ein in Norwegen registriertes Unternehmen als Tarnfirma für einen chinesischen staatlichen Akteur genutzt worden sei.
Laut PST wird geprüft, ob die Frau versucht hat, eine Empfangsstation zu installieren, die Daten von Satelliten in polaren Umlaufbahnen aufzeichnen kann. Diese Daten könnten demnach „grundlegende norwegische Interessen schädigen, wenn sie einem ausländischen Staat zugänglich werden“, erklärte PST-Staatsanwalt Thomas Blom.

Durchsuchungen in Nord- und Südnorwegen

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei zwei Standorte. Einer davon befand sich auf einer Insel im Norden Norwegens, wo sich auch das Andøya Spaceport befindet, ein wichtiger Standort für europäische Raumfahrtaktivitäten.
Der zweite Durchsuchungsort lag in Innlandet im Süden des Landes. Die Behörden gaben an, dass der betreffende Satellitenempfänger beschlagnahmt wurde und die geplanten Installationsarbeiten gestoppt wurden.
Außerdem teilte die Polizei mit, dass im selben Ermittlungsverfahren mehrere weitere Personen angeklagt wurden. Details zu deren Identität, Nationalität oder möglichen Festnahmen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Bewertung der Behörden

Der CEO von Andøya Space, Ketil Olsen, stellte klar, dass das Unternehmen keinerlei Verbindung zu der festgenommenen Person habe. Zudem habe man „keine Aktivitäten im Zusammenhang mit diesem Fall im Bereich der eigenen Operationen festgestellt“.
Laut Polizei besteht der Verdacht der Beteiligung an einem Versuch der schweren Spionage gegen norwegische Staatsgeheimnisse. Die Ermittlungen dauern an.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Norwegian Police Arrest a Chinese Citizen on Spying Allegations“. (deutsche Bearbeitung zk)
Categories
ausland

Erste UFO-Akten durch Pentagon veröffentlicht

Außerirdische und andere unbekannte Phänomene: Das US-Verteidigungsministerium hat damit begonnen, neue Akten zu UFOs zu veröffentlichen.
Es sei die erste Veröffentlichung bisher geheimer Akten „zu nicht identifizierten anomalen Phänomenen“, teilte das Pentagon in Washington mit. Die amerikanische Bevölkerung habe nun sofortigen Zugriff auf die Dokumente.
Auf einer Pentagon-Website zu nicht identifizierten anomalen Phänomenen finden sich neben Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Flugobjekten auch ältere Dokumente von Ministerien und Behörden. Die erste Veröffentlichung umfasst gut 160 Dateien.

Trump: „Viel Spaß und genießt es!“

US-Präsident Donald Trump hatte eine Veröffentlichung bereits vor Monaten angekündigt. Nun sei die erste Tranche zur öffentlichen Einsicht freigegeben worden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Er habe seine Regierung angewiesen, „Regierungsakten zu identifizieren und bereitzustellen, die sich auf außerirdisches Leben, nicht identifizierte Luftphänomene und nicht identifizierte Flugobjekte beziehen“.
Während es frühere Regierungen versäumt hätten, in dieser Angelegenheit Transparenz zu zeigen, könnten die Menschen mit diesen neuen Dokumenten und Videos nun selbst entscheiden: „Viel Spaß und genießt es!“, so Trump weiter.
Auch im Beitrag des Ministeriums auf der Plattform X heißt es, während frühere Regierungen versucht hätten, die amerikanische Bevölkerung zu diskreditieren oder abzuschrecken, lege Präsident Trump „großen Wert darauf, der Öffentlichkeit maximale Transparenz zu bieten, damit sie sich letztlich selbst ein Urteil über die in diesen Akten enthaltenen Informationen bilden kann.“

Trump im Februar: „hochkomplexe, äußerst interessante Themen“

Trump hatte im Februar angekündigt, Akten zu diesen und weiteren „hochkomplexen, aber äußerst interessanten und wichtigen Themen“ veröffentlichen zu lassen.
Aufgrund des „enormen Interesses“ habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und freizugeben.
An der Initiative sind neben dem Pentagon den Angaben zufolge das Weiße Haus, das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, das Energieministerium, die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, das FBI sowie weitere Abteilungen der US-Nachrichtendienste beteiligt.
Verteidigungsminister Hegseth betonte, die hinter Geheimhaltungsstufen verborgenen Akten hätten lange Zeit berechtigte Spekulationen angeheizt. „Und es ist an der Zeit, dass das amerikanische Volk sich selbst ein Bild davon macht.“
Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard sprach von einem ersten Schritt. FBI-Direktor Kash Patel betonte, die Freigabebemühungen würden mit Sorgfalt und Integrität unterstützt, Sicherheit habe oberste Priorität. (dpa/red)