Trump sagte zu Reportern, Zölle von 100 bis 150 Prozent hätten chinesische Fahrzeuge vom US-Markt ferngehalten: „Der Zoll hat sie draußen gehalten.“ (Archivbild) - Foto: Alex Wong/Getty Images
In Kürze:
Trump will mit Xi am24. September „fast alles“ besprechen, auch KI und den offenen Boeing-Deal über 200 Maschinen.
Zölle bis 150 Prozent sollen chinesische Autos fernhalten, Importverbot bleibt.
Rubio bereitete Xis Besuch bereits am 22. Juli mit Wang Yi in Manila vor.
Die Beziehungen zwischen Washington und Peking sind seit Monaten von Handelskonflikten und gegenseitigem Misstrauen geprägt – nun wollen sich die Staatschefs beider Länder persönlich treffen. US-Präsident Donald Trump will bei einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping später in diesem Monat im Weißen Haus „fast alles“ besprechen.
Der Präsident rechnet dabei mit einem Abkommen über den Kauf von Boeing-Flugzeugen durch China. Zugleich pocht er auf hohe Zölle, die chinesische Autos vom US-Markt fernhalten sollen. Ob er auch Spionagevorwürfe und Berichte über Satellitenbilder für den Iran ansprechen wird, ließ er offen.
Nach dem Treffen der beiden Staatschefs im Mai in Peking hatte China bereits zugesagt, 200 Boeing-Maschinen zu kaufen; der Deal ist jedoch noch nicht abgeschlossen. „Ich hole jeden Deal“, sagte der Präsident.
Zölle gegen chinesische Autos
Trump sagte außerdem, seine Zölle hätten chinesische Fahrzeuge vom US-Markt ferngehalten. „Der Zoll hat sie draußen gehalten. Ich habe einen Zoll von 100 Prozent. Von 100 bis 150 Prozent“, sagte er Reportern an Bord der Air Force One.
Er verglich das mit Europa, das seiner Darstellung nach von chinesischen Autos „dezimiert“ werde. Vergangene Woche schloss Trump Importe chinesischer Autos in die Vereinigten Staaten aus. Er zeigte sich aber offen dafür, dass chinesische Autobauer in den USA produzieren, sofern sie amerikanische Arbeiter einstellen.
Autobauer fordern dauerhaftes Importverbot
Anfang September forderte ein Verband, der die meisten großen Autobauer in den USA vertritt, den Kongress auf, rasch ein Gesetz zu verabschieden, das chinesische Fahrzeuge dauerhaft vom US-Markt ausschließt.
Die Alliance for Automotive Innovation, zu der unter anderem General Motors, Ford, Toyota, Volkswagen, Hyundai, Honda, Stellantis und weitere Hersteller gehören, verlangt die Verabschiedung des Gesetzes bis Ende Dezember.
Verbandschef John Bozzella schrieb in einem Brief an die Kongressführung: Chinesische Autobauer überschwemmten derzeit weltweit Märkte mit subventionierten Fahrzeugen, die über vernetzte Soft- und Hardware verfügten.
China gewinne Marktanteile in Europa, Australien, Südostasien, Mexiko und Südamerika mit Autos, die sensible Fahrzeug- und Verbraucherdaten sammeln, verarbeiten und an die Kommunistische Partei Chinas übermitteln könnten.
Zu Berichten, chinesische Stellen hätten dem Iran Satellitenbilder von US-Luftwaffenbasen in Jordanien geliefert, sagte Trump: „Die machen im Grunde das, was wir auch machen.“ Ob er das Thema im Gespräch mit Xi ansprechen will, ist unklar.
Der chinesische Staatschef habe sich „einigermaßen vernünftig verhalten“. „Wenn die Leute sagen, China spioniert uns aus, sage ich: Stimmt – und wir spionieren sie auch aus,“ so Trump.
Besuchstermin und Vorbereitung
Xi sollte am 24. September in die USA reisen. Trump hatte ihn und seine Frau Peng Liyuan bei seinem Besuch in Peking im Mai förmlich ins Weiße Haus eingeladen. Im Juli sagte der Präsident, er wolle mit Xi auch über Künstliche Intelligenz sprechen.
US-Außenminister Marco Rubio und Chinas Außenminister Wang Yi berieten am 22. Juli am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila über Xis USA-Besuch. Rubio räumte große Differenzen ein, pochte auf nationale Interessen – und nannte zugleich mögliche Felder der Zusammenarbeit. (Archivbild)
Foto: Luis Acosta/AFP via Getty Images
US-Außenminister Marco Rubio teilte Reportern am 22. Juli mit, er habe am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila auf den Philippinen mit Chinas Außenminister Wang Yi gesprochen, um den bevorstehenden USA-Besuch Xis vorzubereiten. Rubio räumte die großen Unterschiede zwischen Washington und Peking ein und betonte, es sei ihre Aufgabe, diese so zu steuern, dass sie „nie außer Kontrolle geraten“.
„Wir werden selbstverständlich immer unsere nationalen Interessen verteidigen“, sagte er damals.
„Und ich erwarte, dass sie das ebenfalls tun, so wie sie sie definieren. Aber ich denke, es gibt einige mögliche Bereiche der Zusammenarbeit.“
Sabotage im Bahnverkehr der Niederlande führte zu erheblichen Störungen. - Foto: Vincent Jannink/ANP/dpa
HEUTE10:17 Uhr
Offenbar Reizgas gesprüht: 20 Schüler aus Dresdner Schule in Krankenhaus
Atemnot und Reizhusten: 20 Schüler aus einer Dresdner Oberschule sind mutmaßlich durch Reizstoffe verletzt und in Krankenhäusern behandelt worden. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Einsatzkräfte der Feuerwehr räumten das Schulgebäude und lösten einen „Massenanfall von Verletzten“ aus.
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HEUTE10:12 Uhr
Dänische Armee: Russland feuert Leuchtkugeln auf Hubschrauber der Luftwaffe
Ein russisches Kriegsschiff hat nach dänischen Angaben über der Ostsee zwei Leuchtraketen auf einen Hubschrauber der dänischen Armee abgefeuert. Der Hubschrauber war demnach auf einem „routinemäßigen Fotoeinsatz“. Eine der Raketen sei ganz knapp vorbei geflogen. Außenminister Rasmussen nannte den Vorfall „völlig inakzeptabel“; der russische Botschafter sei einberufen worden.
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HEUTE9:59 Uhr
Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm
Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande kam durch Sabotage an Gleisanlagen zum Erliegen. Unbekannte legten laut Netzbetreibers ProRail auf verschiedenen Streckenabschnitten vorsätzlich Rohre über die Gleise. Ermittlungen laufen; die Freigabe der Strecken hat zunächst oberste Priorität.
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HEUTE9:47 Uhr
Käse, Aluminium, Stahl: 50-prozentige US-Zölle gegen Kanada in Kraft
Auf verschiedene kanadische Käsesorten, Motorboote, Papier, Aluminium- und Stahlprodukte sowie bestimmte Möbelstücke erheben die USA nun 50 Prozent Zoll. Ausgenommen sind Toilettenpapier, Papiertaschentücher, Angel- und Fischereizubehör, Whisky in Gefäßen von mehr als vier Litern, Streusalz und Zement. Kanada reagierte mit Gegenzöllen.
Der kanadische Finanzminister Francois-Philippe Champagne am 14. September 2026 in Toronto, Ontario. Am 15. September beginnt das „Canada Investment Summit“, bei dem sich weltweit führende CEOs und Wirtschaftsführer treffen. Laut Champagne verfügen die Anwesenden über mehr als 120 Billionen kanadische Dollar (86 Billionen US-Dollar) an globalem Kapital.
Foto: Valerie Macon/AFP via Getty Images
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HEUTE9:37 Uhr
Großhandelspreise legen deutlich zu
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel stiegen im August 2026 um 6,8 Prozent verglichen mit August 2025. Ausschlaggebend ist weiterhin der Kriege im Nahen Osten und die dadurch erhöhten Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe. Die Preise lagen hier 36,1 Prozent über denen von August 2025. Auch die Kosten für Nicht-Eisen-Erzen, -Metalle und -Metallhalbzeug sowie chemische Erzeugnisse stiegen zweistellig.
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HEUTE8:57 Uhr
Gates-Stiftung will mit Milliarde Dollar KI-Zugang fördern
Die Stiftung von Microsoft-Mitgründer Bill Gates will mit einer Milliarde Dollar binnen zwei Jahren breiteren Zugang zu KI fördern. Jeweils rund 40 Prozent sollen in Bildung und Gesundheitswesen investiert werden, 10 Prozent in die Agrarwirtschaft und 10 Prozent in digitale Grundlagen. Gates fordert eine staatliche Regulierung von KI.
Satellit „Flex“ soll Stress von Pflanzen sichtbar machen
Die Eva hat den Erdbeobachtungssatelliten „Flex“ mit einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Der Satellit misst die Fluoreszenz von Chlorophyll, um den Stress von Pflanzen sowie Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe zu untersuchen. Die Mission dauert drei Jahre.
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HEUTE8:19 Uhr
Aufwärtstrend bei Stimmung deutscher Einzelhändler gebrochen
Die Geschäftsstimmung deutscher Einzelhändler hat sich im August nicht weiter verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für den Sektor blieb unverändert bei minus 29,0 Punkten. Händler bewerteten ihre Geschäftslage schlechter, die Erwartungen verbesserten sich leicht. Die privaten Konsumausgaben steigen kaum.
Wenn die Menschen für Energie und Lebensmittel mehr zahlen müssen, halten sie sich beim Konsum zurück. Das bekommt der Einzelhandel zu spüren. (Symbolbild)
Foto: Michael Brandt/dpa
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HEUTE8:07 Uhr
Wadephul wirbt für Sitz im UN-Menschenrechtsrat
Außenminister Johann Wadephul (CDU) reist nach Genf, um für einen deutschen Sitz im UN-Menschenrechtsrat zu werben. Er trifft sich unter anderem mit der WHO und dem nternationalen Komitee des Roten Kreuz. Der Minister verwies darauf, dass der weltweite Bedarf für humanitäre Hilfe steige, die Mittel aber gleichzeitig sinken. Deutschland werde sich weiterhin engagieren.
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HEUTE7:48 Uhr
Viele junge Deutsche wollen Firmen gründen – wenige tun es
40 Prozent der 14- bis 25-Jährigen in Deutschland haben laut einer Befragung der Bertelsmann Stiftung Interesse an einer Firmengründung. Nur 3 Prozent setzten diesen Schritt um. Fast jeder Zehnte will sich bis zu seinem 30. Geburtstag selbstständig machen. Die größte Hürde ist ein sicheres Angestelltenverhältnis, gefolgt von fehlendem Wissen und dem Stress der Selbstständigkeit.
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HEUTE7:30 Uhr
USA bestätigen erstmals Stationierung von Waffen im Weltall
Die US Space Force hat offiziell die Stationierung von Waffen im Weltall bestätigt. Es kämen „kinetische und nicht-kinetische Mittel“ zum Einsatz, die sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden könnten. Space Force erklärte, China entwickele und betreibe „Weltraum- und Weltraumabwehrfähigkeiten als Teil einer Strategie zur Modernisierung des Militärs“. Russland wiederum betrachte „den Weltraum als Kriegsschauplatz“.
Ein Wettersatellit (Symbolbild).
Foto: aapsky/iStock (mit Material der NASA)
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HEUTE7:15 Uhr
Oberstes US-Gericht lehnt Trumps Eilantrag zu Briefwahl-Einschränkung ab
Der Oberste US-Gerichtshof hat den Eilantrag von Präsident Donald Trump zur Einschränkung der Briefwahl vor den Zwischenwahlen im November abgelehnt. Richter Brett Kavanaugh erklärte, Trumps Vorhaben könne langfristig zwar rechtmäßig sein, doch es gebe „nicht genügend Zeit“, um die Regelung „angemessen umzusetzen“. Zuvor hatte ein Berufungsgericht Trumps Dekret blockiert.
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HEUTE7:13 Uhr
Musk lässt Wettbewerbsklage gegen Apple fallen
Elon Musk lässt seine Klage, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft, fallen. Laut Gerichtsunterlagen sind die Vorwürfe gegen Apple ausgeräumt, die Details dazu sind unbekannt. Die Klage gegen OpenAI bleibt bestehen.
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HEUTE6:28 Uhr
Pariser Metroticket ändert sich
Das Pariser Metroticket in Form eines Streifens aus festem Papier soll am 15. Dezember aus dem Verkehr gezogen werden. Die Abschaffung war bereits Anfang 2022 angekündigt worden. Wegen praktischer Probleme mit Karten und Apps blieben sie jedoch weiterhin im Einsatz. Eine Fahrt kostet derzeit 2,55 Euro.
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HEUTE6:14 Uhr
Drohne über Litauen von NATO abgeschossen – Präsident lobt „Einsatzbereitschaft“
NATO-Kampfjets haben laut Litauens Präsident Gitanas Nauseda eine Drohne nahe des Kaunas-Sees im Zentrum des Landes abgeschossen. Zur Herkunft der Drohne gibt es bisher keine Angaben. Litauens Außenminister Kestutis Budrys bedankte sich bei den Verbündeten.
Kampfjets der NATO holen über Litauen eine Drohne vom Himmel. (Archivbild)
Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa
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HEUTE5:55 Uhr
Berliner Linke will Kampf gegen Organisierte Kriminalität stärken
Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, will die Strafverfolgung im Bereich der organisierten Kriminalität stärken. Sie plädiert für zusätzliches Personal, etwa bei Steuerhinterziehung und Schutzgelderpressung. Eralp lehnt den Begriff „Clankriminalität“ ab. Die Polizei müsse gezielter eingesetzt, Sozialarbeit und Prävention gestärkt werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßt am Dienstag den irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit militärischen Ehren um 15 Uhr in Berlin. Gesprochen wird danach unter anderem um die bilateralen Beziehungen, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Irak und die regionalpolitische Lage. Im Irak sind zahlreiche Milizen aktiv, die vom Iran unterstützt werden.
Ein Boeing CH-47 Chinook Helicopter der US-Armee am Flughafen im polnischen Rzeszow. - Foto: Christophe Gateau/dpa
Die Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums hat in einem Bericht eine Munitionsknappheit wegen des kostspieligen Irankrieges eingeräumt.
In dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Pflichtbericht an den US-Kongress heißt es, zwischen dem 28. Februar und dem 30. Juni seien durch den Einsatz Kosten von 33,4 Milliarden US-Dollar (28,95 Milliarden Euro) entstanden, davon allein 22,3 Milliarden Dollar (19,33 Milliarden Euro) für verbrauchte Munition.
Dies habe zu „strategischen Bestandslücken und Engpässen bei der Industrie in der Nachschubversorgung mit Munition“ geführt.
Vier zerstörte F-35-Tarnkappenbomber
Der Bericht listet auch die Verluste der US-Luftflotte auf, einschließlich vier zerstörten F-15-Kampfflugzeugen, einer beschädigten F-35-Maschine, sieben beschädigten KC-135-Tankflugzeugen und bis zu 30 zerstörten MQ-9-Reaper-Drohnen.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt Bedenken hinsichtlich einer Munitionsknappheit in dem seit sechs Monaten andauernden Krieg abgewiesen und unlängst von „praktisch unbegrenzten“ Munitionsvorräten der US-Armee gesprochen.
Die USA produzierten „mehr exquisite“ Waffen als jemals zuvor in der Geschichte, schrieb Trump am Montag in Truth Social.
Der Sender CNN hatte zuvor berichtet, ein Mangel an Langstrecken-Lenkflugkörpern und Luftabwehr-Abfangraketen hätte Trumps Strategie im Konflikt mit dem Iran geschwächt, fast 80 Prozent des Bestandes der THAAD-Abfangraketen seien aufgebraucht.
Schäden auf Militärbasen
Der Bericht der Generalinspektion der US-Streitkräfte erwähnt auch, dass durch iranische Angriffe „hunderte Gebäude und Strukturen“ auf US-Militärbasen in der Region beschädigt oder zerstört worden seien.
Dies sei bei der Berechnung der Kosten des Krieges aber nicht mit eingeflossen, da nicht klar sei, ob alle diese Basen wieder aufgebaut würden, oder wer die Kosten dafür trage. (afp/red)
Boris Pistorius und Pete Hegseth. - Foto: Kay Nietfeld/dpa
Verteidigungsminister Boris Pistorius will Rüstungskooperationen mit den USA weiter ausbauen. Vor einem am Dienstag geplanten Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth in Washington verwies er dazu auf die Zusammenarbeit beim Tarnkappenjet F-35 und die geplante Fertigung von Lenkflugkörpern für das Luftverteidigungssystem Patriot in Deutschland.
„Doch unser gemeinsames Potenzial reicht weiter. Deutschland verfügt über eine leistungsfähige industrielle Basis, bestens ausgebildete Fachkräfte und technologische Spitzenkompetenz. Hiermit können wir weitere Produktionskapazitäten schaffen“, erklärte der SPD-Politiker.
Wenn die USA und Deutschland Stärken noch enger zusammenführten, könnten Systeme für Abschreckung und Verteidigung schneller und in größerer Zahl bereitgestellt werden. „Damit stärken wir die Einsatzbereitschaft Deutschlands, der Vereinigten Staaten und des gesamten Bündnisses“, so Pistorius.
Die Bundesregierung will in den USA auch Marschflugkörper des Typs Tomahawk kaufen und hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara im Juli bereits eine grundsätzliche Einigung darüber erzielt.
Auf diesem von der US-Marine veröffentlichten Handout feuert der Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse USS Thomas Hudner (DDG 116) am 1. März 2026 auf See eine Tomahawk-Rakete zur Unterstützung der aktuellen Operation „Epic Fury“ im Iran ab.
Foto: US-Marine via Getty Images
US-Regierung verändert die Tonlage gegenüber Deutschland
Ein wichtiges Thema ist, ob und wie die US-Streitkräfte ihre Truppenpräsenz in Europa – wichtig für Abschreckung und Verteidigung – ändern. Deutschland hat der NATO als Ersatz für bislang garantierte Fähigkeiten des US-Militärs in Europa Schiffe, Kampfflugzeuge und unbemannte Waffensysteme angeboten. Der deutsche Minister forderte in der Vergangenheit zudem einen Zeitplan für die Übernahme von Aufgaben.
Pistorius hatte Hegseth zuletzt im Sommer 2025 in Washington besucht. In diesem Mai war er in Nordamerika, wo er in Kanada für eine Rüstungskooperation rund um deutsche U-Boote warb. Ein Treffen mit Hegseth gab es nicht. Dieser war in Singapur beim Shangri-La-Dialog, der wichtigsten Sicherheitskonferenz Asiens.
Der spätere Zeitpunkt des Treffens könnte sich nun aber als positiv erweisen, denn die USA haben ihre Tonlage gegenüber Deutschland geändert. Lange haben US-Präsident Donald Trump und seine Minister die Bundesregierung scharf kritisiert und bezichtigt, diese unternähmen wie andere europäische Staaten nicht genug für die eigene Verteidigung („Trittbrettfahrerei“).
Vor allem Deutschland hat kräftig umgesteuert. Im August lobte US-Staatssekretär Elbridge Colby im NATO-Hauptquartier Deutschland gar als Modell für andere Verbündete. Was die Bundesrepublik in den vergangenen 18 Monaten angestoßen habe, sei „eine außergewöhnliche tektonische Verschiebung“, ein „historischer Wandel“, erklärte er.
Deutschland sei von einer weitgehenden Demilitarisierung zu einer schnellen Wiederbewaffnung übergegangen, sagte er. Man erlebe zudem ein sehr kooperatives Deutschland und führe sehr ergebnisorientierte Diskussionen über gemeinsame Rüstungsproduktion und andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Bei den Vereinten Nationen geht es um Blauhelm-Einsätze
Pistorius wird aus Washington zunächst weiter nach New York reisen. Auf dem Programm stehen Gespräche mit UN-Vertretern, darunter Generalsekretär António Guterres. Es geht dabei um die Zukunft von Blauhelm-Einsätzen und auch um das weitere internationale Engagement im Libanon, wo die Bundeswehr bisher am UN-Einsatz Unifil beteiligt ist.
Der seit fast fünf Jahrzehnten laufende Blauhelm-Einsatz soll am 31. Dezember 2026 enden und dann innerhalb eines Jahres abgewickelt werden, wie im vergangenen Jahr alle 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats in New York einstimmig beschlossen hatten.
Im texanischen Fort Worth besucht Pistorius am Freitag den US-Flugzeugbauer Lockheed Martin. Das Unternehmen übergibt dort den ersten von Deutschland bestellten Tarnkappenjet vom Typ F-35 offiziell. Die Flugzeuge sollen die überalterte Tornado-Flotte der Deutschen Luftwaffe ablösen.
Das Verteidigungsministerium hat als Teil des milliardenschweren Modernisierungsprogramms 35 Maschinen bei Lockheed Martin bestellt. Die ersten ausgelieferten Maschinen bleiben zunächst in den USA und werden dort für die Ausbildung der Piloten genutzt.
Die F-35 vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt.
Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Die F-35 gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt und wird auch für die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft, ein Abschreckungskonzept der NATO, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben. Wegen einer speziellen Form und Außenbeschichtung ist die Maschine für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken.
„Dieses Kampfflugzeug der fünften Generation verbindet Tarneigenschaften mit modernster Vernetzung. Es wird damit zu einem zentralen Baustein der Luftverteidigung der Zukunft – auch im Zusammenwirken mit unbemannten Systemen“, sagte Pistorius dazu.
Spekuliert wurde zuletzt, ob Deutschland nach dem Ende des mit Frankreich und Spanien geplanten Luftkampfsystems FCAS weitere F-35 in den USA bestellen könnte. Rund ein Dutzend europäischer Verbündeter nutzt die F-35 oder hat sich für den Kauf entschieden, darunter Großbritannien, Polen, die Niederlande und Rumänien. Das Unternehmen erklärte zuletzt, bis 2025 seien wohl rund 700 der Tarnkappenjets in Europa in Verwendung. (dpa/red)
Die USA heben viele Vorschriften zum Ausstoß von Treibhausgasen auf. (Archivbild) - Foto: John Raby/AP/dpa
Die US-Umweltbehörde EPA hebt Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen von Kohle- und Gastkraftwerken auf.
Der Großteil der Treibhausgasvorschriften für US-Kraftwerke, die unter Präsident Joe Biden eingeführt wurden, werde zurückgenommen, teilte EPA-Chef Lee Zeldin bei einem G20-Ministertreffen in Houston im US-Bundesstaat Texas mit.
„Krieg gegen Kohle“ beenden
„Mehr als 15 Jahre lang haben die Regierungen unter (Barack) Obama und Biden einen Krieg gegen die Kohle geführt, um zuverlässige und erschwingliche Energie zu zerstören“, wurde Zeldin in einer Mitteilung seiner Behörde zitiert.
Die Regierung von Präsident Donald Trump sei angetreten, um das zu ändern. „Die Amerikaner werden sinkende Strompreise erleben“, versprach er. Die Kohleverbrennung zur Stromerzeugung werde voraussichtlich um mehr als das Zehnfache steigen, heißt es in der EPA-Mitteilung.
Die nun verkündete Aufhebung von Emissionsvorschriften wird in den USA aller Voraussicht nach vor Gericht angefochten werden. Sie bezieht sich auf Standards aus dem Jahr 2024, die Kohlekraftwerke dazu verpflichteten, Emissionen drastisch zu reduzieren. Andernfalls sollten die Kraftwerke bis 2039 ihren Betrieb einstellen.
Die US-Umweltbehörde schlug nun vor, auch alle verbleibenden Vorschriften für die Treibhausgasemissionen von Kraftwerken künftig aufzuheben. Sie argumentiert, dass sie auf Basis der aktuellen Gesetzeslage gar nicht befugt sei, die Emissionen von Kraftwerken wegen des Klimawandels zu regulieren.
Trump nimmt Klimaschutzmaßnahmen zurück
Im Februar dieses Jahres hatte die Umweltbehörde der Linie Trumps folgend Treibhausgase für unproblematisch erklärt und damit die zentrale rechtliche Grundlage für Gesetze zum Schutze des Klimas gekippt.
So wurde das sogenannte Endangerment Finding gestrichen, mit dem die EPA die wichtigsten Treibhausgase, darunter CO2, seit 2009 als Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen der Bevölkerung eingestuft hatte.
Trump hat seit seinem Amtsantritt diverse Klimaschutzmaßnahmen zurückgenommen. Im Januar traten die Vereinigten Staaten offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen aus. (dpa/red)
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KI-Entwicklung verlangsamen
US-Präsident Donald Trump lehnt den Vorschlag großer KI-Unternehmen ab, eine Pause bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz einzulegen. Die USA habe einen Vorsprung vor China und solle die Leitplanken setzen. Es wäre nicht gut, wenn Peking dies täte. Ein Abgeordneter des Kongresses schlug vor, KI auf die gleiche Weise zu überwachen wie Atomkraft. Die Abgeordneten fordern KI-Unternehmen zu gemeinsamen Treffen auf.
Die Kommunalwahlen in Niedersachsen brachten Verluste für CDU, SPD und Grüne. AfD und Linke legten zu. Die CDU wird Bürgermeister etwa in Celle, Hameln und Wolfsburg stellen, die SPD in Braunschweig und die Grünen in Göttingen. In Salzgitter wurde die AfD mit 27,4 Prozent stärkste Kraft im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung stieg auf knapp 65 Prozent.
Hohe Strom- und Gaspreise übersteigen bei Millionen Haushalten in Deutschland die finanziellen Möglichkeiten. Etwa 3,8 Millionen Menschen lebten 2025 in Haushalten, die bei Rechnungen von Energieversorgern im Zahlungsverzug waren. Das waren laut Statistischem Bundesamt 4,6 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil war jedoch niedriger als ein Jahr zuvor mit 5,0 Prozent.
Die Bundesanwaltschaft hat die mutmaßliche Russland-Spionin Ilona W. angeklagt. Spätestens seit Oktober 2023 soll die Deutsch-Ukrainerin geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft gehabt und für Moskau spioniert haben. Sie sei durch ihre Arbeit gut in Politik und Militär vernetzt gewesen. Seit Januar sitzt sie in Untersuchungshaft.
In Schweden deutet sich ein knappes Wahlergebnis an. Die Mitte-Rechts-Koalition von Regierungschef Ulf Kristersson kommt auf 173 Sitze im Parlament. Die linke Opposition hat drei Sitze mehr. Bisher sind 94 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt. Laut dem Regierungschef gibt es im neuen Parlament eine nicht-sozialistische Mehrheit. Das sei sein Ausgangspunkt für Regierungsverhandlungen.
Wie seriös sind die Warnungen der KI-Entwickler vor ihren eigenen Produkten? (Symbolbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa
In Kürze:
US-Präsident Trump lehnt eine umfassende KI-Bremse ab und will den technologischen Vorsprung der USA gegenüber China sichern.
Im US-Kongress wächst der Streitüber KI-Regeln: Während Republikaner vor einer Schwächung der US-Position warnen, fordern Demokraten stärkere staatliche Kontrolle.
Die EU fürchtet, den Anschluss zu verlieren, und setzt auf eigene KI-Rechenzentren, Infrastruktur und Technologien zur Kontrolle und Absicherung von KI.
US-Präsident Donald Trump hat sich gegen weitreichende staatliche Regulierungen mit dem Ziel ausgesprochen, die Geschwindigkeit der Entwicklung von KI zu drosseln. Dies erklärte er am Sonntag, 13. September, gegenüber Reportern auf seinem Golfplatz in Irland. Er verwies dabei auf den globalen Wettbewerb. Trump erklärte:
„Wir liegen im Bereich der KI vor China. Wir sind das am weitesten fortgeschrittene Land der Erde und, um ehrlich zu sein, hätte ich gerne, dass es so bleibt. Wer bei der KI gewinnt, gewinnt insgesamt.“
Trump warnt vor „negativen Kräften“ und mahnt zur Wahrung der US-Führerschaft bei KI
Zuvor hatte es aus dem Tech-Sektor Stimmen gegeben, die eine Verlangsamung des Entwicklungstempos bei der Künstlichen Intelligenz gefordert hatten. Dazu gehört Jacob Coxon, ein ehemaliger Forscher bei der KI-Firma Anthropic, der aus Protest seinen Job kündigte.
Grund dafür sind Befürchtungen, wonach die KI-Systeme zu mächtig geworden seien und nicht mehr kontrollierbar werden könnten.
Trump könne sich eigenen Angaben zufolge vorstellen, einige verbindliche Richtlinien zu beschließen, die bei der Entwicklung von KI zu beachten wären. Gleichzeitig warnt er vor Panikmache mit Blick auf KI-Risiken:
„Wir können dieses oder jenes sicher tun. Aber es gibt auch viele negative Kräfte, die Dinge aufbringen, die nicht spruchreif sind und nicht geschehen werden.“
Im Senat arbeiten unterdessen der republikanische Senator Ted Cruz und die demokratische Senatorin Amy Klobuchar zusammen mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Senat, John Thune, an einer Gesetzesinitiative. Diese solle mit Blick auf KI „eine Antwort auf katastrophale Gefahren darstellen, darunter jene biologischer und nuklearer Risiken“.
Cruz: Chinas KI-Führungsrolle Gefahr für Welt
Cruz erklärte, Richtlinien seien erforderlich.
KI entwickle sich „in einem außerordentlichen Tempo weiter, und manche damit verbundenen Risiken sind gefährlich und furchterregend“. In einem Beitrag auf X äußerte er, man benötige Richtlinien, aber gleichzeitig müsse man die führende Rolle der USA sicherstellen:
„Wenn China die weltweite Führungsrolle bei der KI erwirbt, steckt die ganze Welt in Schwierigkeiten.“
Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, hatte am Sonntag auf CNN Bedenken gegen mögliche Gesetzesinitiativen des Kongresses geäußert. In der Sendung „State of the Union“ erklärte Johnson, er befürchte, dass die USA das Rennen gegen die kommunistische Führung in China verlieren könnten, wenn der US-Kongress KI reguliert. Die Unternehmen müssten von sich aus verantwortlich mit ihren Produkten umgehen.
Johnson schlug einen zeitnahen Termin vor, zu dem sich die führenden Köpfe von KI-Unternehmen im Kongress einfinden sollten. Dort könne man besprechen, wie die richtige Balance aussehen könnte. Ein Moratorium bezüglich der Entwicklung komme nicht infrage, weil China die USA dann überholen würde. Es müsse deshalb darum gehen, dass „nationale Sicherheit ausbalanciert wird mit der unmittelbaren Gewährleistung der Sicherheit der Modelle“.
Demokraten drängen auf gesetzliche Beschränkungen
Demgegenüber kommt aus den Reihen der Demokraten Druck in Richtung einer gesetzlichen Regelung. Der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, plant, das Thema am Dienstag in einer Fraktionssitzung zu besprechen. Es habe „höchste Priorität“.
Dem US-Sender ABC äußerte er, es sei „zweifellos erforderlich, die bestehenden Herausforderungen schnell anzugehen“. Der demokratische Abgeordnete Ro Khanna drängte Johnson, „bedeutsame Schritte zur Regulierung von KI“ zu erzwingen. Die Abgeordneten sollten „Washington, D.C. nicht verlassen, ehe der Kongress eine Bundesbehörde zur Kontrolle von KI geschaffen hat – genauso wie es diese für Kernkraft und den Flugverkehr gibt“.
Der unabhängige Senator Bernie Sanders kündigte in der Vorwoche an, ein Gesetz zum Verbot sogenannter Superintelligenz und zugunsten einer Zwangspause für KI-Entwicklung einzubringen. Er verweist auf Aussagen des KI-Forschers Coxon. Dieser erklärte am 8. September, KI-Ingenieure befürchten, Künstliche Intelligenz könne „uns bis zum Ende des Jahrzehnts töten“.
Ausbrüche von KI-Agenten beunruhigen auch CEOs – OpenAI verschiebt Börsengang
Coxon äußerte, bald könne es „übermenschliche Systeme“ geben, die alles hacken, über Nacht alles revolutionieren und echte Macht sowie Ressourcen an sich reißen können“. Die Manager der Unternehmen versuchten, den Eindruck zu erwecken, alles sei kontrollierbar. Privat würden sie jedoch ähnliche Bedenken äußern.
Tage zuvor hatte OpenAI eingeräumt, dass ein KI-Agent in der Lage gewesen sei, in die Open-Source-Community Hugging Face einzudringen. Dieses Jahr, so der Konzern, habe gezeigt, „dass Fehleinstellungen neue Arten von realen Auswirkungen verursachen können“.
Anthropic-CEO Dario Amodei forderte in der Vorwoche alle KI-Entwickler auf, die Steigerung der Fähigkeiten ihrer Frontier-Modelle bewusst zu verlangsamen. Er schrieb:
„Bleibt das unkontrolliert, könnte es unsere Fähigkeit übersteigen, diese Systeme zu verstehen und zu kontrollieren.
OpenAI hat aufgrund der Bedenken seine Pläne für einen Börsengang im Jahr 2026 ausgesetzt. CEO Sam Altman äußerte am Samstag in einem Artikel im Wirtschaftsmagazin „Fortune“, es wäre „angesichts all der Sicherheitsereignisse jetzt ein unkluger Moment, an die Öffentlichkeit zu gehen“. Man fühle sich bezüglich des IPO „nicht unter Druck“.
Europa befürchtet Rolle am KI-Abstellgleis
Unterdessen wächst in Europa die Sorge, im globalen KI-Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten. Eine Koalition aus führenden Ökonomen, Politikern und KI-Experten warnt vor einer möglichen Marginalisierung Europas und veröffentlichte kürzlich eine neue KI-Strategie. Zu der Gruppe gehören unter anderem der Nobelpreisträger Philippe Aghion und die frühere EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Nach Ansicht der ehemaligen Kommissarin nehmen Regierungen in der EU die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz noch immer nicht ernst genug oder setzten andere Prioritäten. Auch Aghion warnte davor, Europa könne ohne rasches Handeln bei der KI ins Abseits geraten. Die sogenannte Wirtschaftsweise Monika Schnitzer verwies zudem auf den erheblichen Investitionsbedarf. Nur mit einer entsprechenden Infrastruktur ließen sich Abhängigkeiten von ausländischen Mächten vermeiden.
Deren Strategie sieht unter anderem vor, Europa einen dauerhaften Zugang zu Spitzen-KI und ausreichender Rechenleistung zu sichern. Dazu sollen KI-Rechenzentren auf europäischem Boden entstehen. Gleichzeitig soll Europa eine führende Rolle bei Prüf- und Sicherungstechnologien übernehmen.
Entwickelt werden soll unter anderem KI-Hardware, deren Sicherheit und Nutzung nachvollziehbar überprüft werden können. Auf diese Weise könnten auch ausländische Spitzenmodelle in Europa betrieben und künftige internationale Vereinbarungen zur KI kontrolliert werden. Ergänzend fordert die Strategie Maßnahmen, um Europa widerstandsfähiger gegen mögliche KI-bedingte Krisen und deren Folgen für die öffentliche Sicherheit zu machen.
F-35A Kampfjet (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist zu einem mehrtägigen Besuch in die USA. Dort wird er den ersten von 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 offiziell für die Bundeswehr in Empfang nehmen.
Für Dienstag ist in Washington ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant. Dabei dürfte es auch um die Lieferung weiterer Waffen an die Europäer und die Ukraine gehen – und inwiefern das aktuell überhaupt möglich ist.
Sorge um US-Munitionsbestände
Denn US-Medienberichten zufolge wächst in den USA seit dem Krieg gegen den Iran die Sorge über einen möglichen Munitionsmangel. Betroffen sind demnach insbesondere Langstrecken-Lenkraketen und das Luftabwehrsysteme Patriot des US-Rüstungskonzern Raytheon.
Nach Schätzungen des Zentrums für Strategie- und Internationale Studien (CSIS) hatten die Streitkräfte vor ihrem Angriff auf den Iran am 28. Februar mehr als 2300 Raketen vom Typ Patriot. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Bestände seither mindestens halbiert haben.
Offizielle Zahlen gibt es allerdings nicht, und die US-Regierung hat die Berichte zurückgewiesen. Zugleich erklärte Präsident Donald Trump, dass Washington seine Waffenbestände aufbaue und die US-Waffenverkäufe ins Ausland zeitweise ausgesetzt seien.
„Wir behalten sie für uns, die Vereinigten Staaten von Amerika, statt sie an andere zu verkaufen, aber die Verkäufe an unsere Alliierten werden bald wieder aufgenommen“, erklärte Trump Anfang September.
Patriot-Nachschub im Fokus
Doch gerade auf das Patriot-System ist die Ukraine im Kampf gegen die massiven russischen Luftangriffe angewiesen. Kiew hatte zuletzt wiederholt auf einen ernsthaften Mangel an diesen Abfangraketen hingewiesen.
Nach den Zahlen der von der Adenauer-Stiftung monatlich herausgegebenen Datenanalyse „Monitor Luftkrieg Ukraine“ konnten die ukrainischen Streitkräfte im Juli nur 28 Prozent der von Russland eingesetzten ballistischen Raketen abfangen.
Die USA haben nach dem Amtsantritt Trumps Anfang 2025 ihre direkten Militärhilfen an die Ukraine eingestellt. Allerdings erlaubt Washington den NATO-Verbündeten über den sogenannten Purl-Mechanismus, Waffen in den USA für die Ukraine einzukaufen – darunter auch die so wichtigen Raketen für die Luftabwehr.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte in den vergangenen Wochen mehrmals, dass die Waffenlieferungen durch Purl „ununterbrochen“ weiterliefen, „einschließlich Luftverteidigungssystemen“. Der genaue Inhalt der einzelnen Waffenpakete ist jedoch nicht bekannt.
Allerdings klingt es so, als ob der Nachschub aus den USA zumindest kurzfristig die Lücken nicht füllen kann. So kündigte Pistorius die Lieferung „dringend benötigter“ Patriot-Abfangraketen aus Bundeswehrbeständen an die Ukraine an.
Die Verbündeten rief er beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in der vergangenen Woche auf, ihre eigenen Vorräte zu prüfen und ähnliche Lieferungen vorzunehmen.
EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius erwähnte am Freitag die Möglichkeit, dass verbündete Staaten der Ukraine Patriot-Raketen aus ihren Beständen geben könnten – um dann im Gegenzug Ersatz aus Lieferungen zu erhalten, die Kiew für 2027 erwartet.
Eine mittelfristige Lösung für das Munitionsproblem könnte die Herstellung von Patriot-Abfangraketen unter US-Lizenz in Partnerländern sein.
Auf dem NATO-Gipfel Anfang Juli in Ankara hatte Trump im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angekündigt, die USA würden der Ukraine „das Recht geben, Patriots herzustellen“. Später äußerte er sich allerdings deutlich zurückhaltender.
Produktion in Deutschland startet Ende des Jahres
In Deutschland soll Ende des Jahres die Produktion von Patriot-Abwehrraketen vom Typ PAC-2 beginnen. Verantwortlich dafür ist das Unternehmen Comlog, eine Tochter des deutschen Rüstungsherstellers MBDA und Raytheon.
Die Bauteile kommen sowohl aus Europa als auch aus den USA und werden im oberbayerischen Schrobenhausen zusammengesetzt.
Die NATO hatte im Januar 2024 mit Comlog einen Vertrag über bis zu tausend Patriot-Luftabwehrraketen geschlossen. Mit einer Auslieferung der Raketen ist allerdings vertragsgemäß nicht vor 2027 zu rechnen.
Zumindest bei den hochmodernen Kampfflugzeugen vom Typ F-35 gibt es aber für Pistorius nun gute Nachrichten. Die Jets sollen die alternde Tornado-Flotte der Bundeswehr ersetzen.
Bei seinem Besuch wird der Verteidigungsminister das erste Flugzeug in Empfang nehmen. Nach Ausbildung von Technikern und Piloten ist die Auslieferung der ersten F-35 an den deutschen Militärflughafen in Büchel dann für Ende 2027 geplant. (afp/red)
Bei einer Vorführung im Europäischen Parlament in Brüssel greift ein Roboter eine Packung Cracker. - Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
Eine Gruppe von prominenten europäischen Wirtschaftswissenschaftlern, Politikern und KI-Experten hat eine Strategie vorgelegt, wie sich Europa im internationalen KI-Wettbewerb durchsetzen könnte. Die EU laufe aktuell Gefahr, „unwiderruflich von einer Handvoll ausländischer Regierungen und Einzelpersonen abhängig zu werden“, warnte die Expertengruppe am Montag. Noch in diesem Jahr müsse daher „entschlossen gehandelt werden“.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass Europa zum Spielfeld ausländischer Mächte wird“, erklärte Mitautorin Margrethe Vestager, ehemalige EU-Wettbewerbskommissarin. „Unsere Bürgerinnen und Bürger spüren bereits heute die wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Entscheidungen, die anderswo getroffen werden.“
Künstliche Intelligenz (KI) werde diese Entwicklung beschleunigen „und unser persönliches Leben, unsere Beziehungen, unser Lernen und unsere Arbeit in einem beispiellosen Tempo verändern“. Regierungen überall in der EU nähmen KI aber nicht ernst genug oder konzentrierten sich auf andere Prioritäten.
Auch der französische Ökonom und Nobelpreisträger Philippe Aghion mahnte, es sei „unerlässlich“, dass die gesamte Union ihre Anstrengungen „verzehnfacht“. Es stehe außer Frage, „dass KI den Verlauf unser aller Zukunft bestimmen wird“ – ob im öffentlichen Dienst oder in den Unternehmen, von denen unsere Beschäftigung abhängt.“
Mehr als 40 Empfehlungen
Die Expertengruppe listet in ihrer Strategie mehr als 40 Empfehlungen auf, die von den EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission aufgegriffen werden können, „damit Europa und seine Bürgerinnen und Bürger in einer Welt transformativer KI erfolgreich bestehen können“.
Mitautorin Monika Schnitzer, Vorsitzende des Rats der Wirtschaftsweisen, erklärte, Europa benötige bis 2030 für Datenzentren 45 Gigawatt an zusätzlicher Energie, „wenn es bei dieser kritischen Infrastruktur nicht von ausländischen Mächten abhängig sein will“. Dafür seien Investitionen in der Größenordnung von 1,3 Billionen Euro erforderlich, „und europäische Unternehmen allein werden das nicht stemmen können“. Deshalb müsse die EU mehr für Investitionen aus dem Ausland tun.
Zu den Empfehlungen der Experten gehört eine Allianz der Mitgliedstaaten, um sichere Lieferketten zu schaffen, „Spitzen-KI-Expertise und -Technologie“ in die europäischen Institutionen zu holen, den Bau von KI-Rechenzentren zu erleichtern – gleichzeitig aber seine kritische Infrastruktur gegen Bedrohungen durch die KI zu „härten“ und Europa zum globalen Marktführer bei Prüf- und Sicherheitstechnologie zu machen.
Am Wochenende waren die Warnungen vor den Risiken Künstlicher Intelligenz für die Menschheit lauter geworden. Der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, rief einer Drosselung der Entwicklung von KI auf und erhielt Unterstützung vom Chef der Konkurrenzunternehmen OpenAI und xAI, Sam Altman und Elon Musk. Ein Sprecher von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte der Nachrichtenagentur AFP, einen Stopp der KI-Entwicklung in Europa sehe das Ministerium „kritisch und als nicht gangbaren Weg“. (afp/red)
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE12:48 Uhr
Filmfestival von Venedig: Goldener Löwe geht an Regisseurin May el-Toukhy für „Woman Unknown“
Der Film „Woman Unknown“ der dänisch-ägyptischen Regisseurin May el-Toukhy ist beim Festival von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Die Gaza-Dokumentation „Naza“ erhielt den Spezialpreis der Jury. Drei weitere Preise gingen an Filme, die vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) geförderte wurden: der Regiepreis für „DAU“ und zwei für „Falling House“. John Malkovich wurde bester Schauspieler.
Die Hauptgewinnerin des Abends: Regisseurin May el-Toukhy.
Foto: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpa
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HEUTE12:29 Uhr
Russland schließt neue Gespräche mit USA und Ukraine im Oktober nicht aus
Moskau schließt neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zur Ukraine im Oktober nicht aus. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach sich gleichzeitig gegen ein Treffen von Putin und Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA aus. Eine solche Begegnung könne nur in der russischen Hauptstadt stattfinden.
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HEUTE12:14 Uhr
Noch einmal richtig Sommer – bis 30 Grad möglich
Zu Wochenbeginn wird es noch einmal warm bis heiß in Deutschland. Der Wetterdienst erwartet im Südwesten bis 27 Grad, am Dienstag am Oberrhein bis 30 Grad. Danach folgen wechselhaftes und kühleres Wetter, Regen und Schauer. Im Nordwesten ist mehr Niederschlag zu erwarten als im Süden oder Südosten.
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HEUTE12:11 Uhr
Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin
Bei einem Unfall mit einem Linienbus in Berlin-Neukölln sind am Samstagabend elf Menschen teils erheblich verletzt worden. Ein Mensch kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, drei weitere wurden als schwerverletzt eingestuft. Der Bus fuhr gegen einen Baum neben einer Straße, die Ursache ist unklar.
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HEUTE11:50 Uhr
Frankreich entschuldigt sich bei den USA
Frankreichs UN-Vertretung bedauert einen kritischen Kommentar zum US-Abstimmungsverhalten vom 24. Juli gegen die Verlängerung des Mandats von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Damit besänftigt Paris einen seit Juli schwelenden Streit mit den USA. Die Meinungsverschiedenheit stünde weder einem engen Dialog mit den USA im Weg, noch würden sie die Allianz beider Länder in Frage stellen. Washington begrüßte die Erklärung.
UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.
Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa
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HEUTE11:39 Uhr
230 Menschen wegen Waldbrands auf kroatischer Insel Brac evakuiert
Wegen eines Waldbrands sind auf der kroatischen Insel Brac etwa 230 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer sei weiterhin „aktiv“, die Situation habe sich „nach einer extrem schwierigen Nacht“ am Morgen verbessert. Laut Feuerwehr seien zwei Menschen leicht verletzt, es gebe Schäden an Fassaden von Gebäuden. Es brannte auf etwa 3.500 Hektar, rund 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
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HEUTE11:10 Uhr
Berliner BSW-Spitzenkandidat verteidigt Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt
Eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin nennt der dortige BSW-Spitzenkandidat Alexander King die Schnittmengen zwischen seiner Partei und der AfD als „überschaubar“. Zugleich verteidigte er Sondierungen und sachliche Zusammenarbeit beider Parteien in Sachsen-Anhalt. Er selbst lehne die AfD-Politik der „Remigration“ ebenso ab wie die Pläne für die Mieten- und Sozialpolitik.
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HEUTE11:01 Uhr
Polanski nicht mehr Trainer bei Gladbach
Borussia Mönchengladbach hat sich nach nur drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga von Trainer Eugen Polanski getrennt. Das bestätigte der Club einen Tag nach der 0:5-Niederlage beim SC Freiburg.
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HEUTE10:59 Uhr
Bauministerin verteidigt Wohngeld-Kürzungen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Bundeshaushalt stehe insgesamt unter besonders großem Konsolidierungsdruck, das gehe auch an ihrem Ministerium nicht vorbei. Für Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren ist sie offen.
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HEUTE10:22 Uhr
Chile: Mehr als 280 Festnahmen bei Demonstrationen
Bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Pinochet-Diktatursind in Chile 284 Menschen festgenommen worden. Erstmals gab es in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen. Bei den Protesten warfen Demonstranten mit Steinen und Stöcken nach Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Laut Sicherheitsministers Arrau gab es 198 „Gewaltvorfälle“.
Am 11. September 2026 kam es in Santiago zu Zusammenstößen zwischen der Bereitschaftspolizei und Demonstranten während eines Marsches für die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet (1973–1990) anlässlich des 53. Jahrestags des Staatsstreichs, durch den Pinochet an die Macht gekommen war.
Foto: Javier Torres/AFP via Getty Images
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HEUTE10:12 Uhr
Richterbund fordert Streichung der Weisungsbefugnis gegenüber Staatsanwaltschaften
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt fordert der Deutsche Richterbund eine Abschaffung der Weisungsbefugnis von Justizministerien gegenüber Staatsanwaltschaften. Bislang eröffne das Gesetz den Justizministerien die Möglichkeit, „bis in einzelne Strafverfahren hineinzuregieren“. Politische Eingriffe in Strafverfahren sollten verhindert werden.
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HEUTE9:51 Uhr
Feuerwehr rettet Möwe von Rheinbrücke: Einsatz mit spontanem Applaus
In Mainz hat die Feuerwehr eine in einem Stahlseil verfangene Möwe mit einer Drehleiter vom Ausleger einer Rhein-Brücke gerettet. Für die von vielen Passanten verfolgte Rettungsaktion wurde am Samstagabend auch die Brücke zeitweise gesperrt. Es gab „spontanen Applaus“ nach der Befreiung – die Möwe flog unverletzt davon.
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HEUTE9:05 Uhr
Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.
Steffen Bilger (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE8:36 Uhr
Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.
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HEUTE7:47 Uhr
Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
Foto: Felix Hörhager/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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HEUTE7:14 Uhr
Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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HEUTE7:06 Uhr
Für Besucher geöffnet: Es ist Tag des offenen Denkmals
Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
Foto: Pia Bayer/dpa
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HEUTE6:31 Uhr
Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Mindestens sechs Tote bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch über 120 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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HEUTE5:40 Uhr
Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
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HEUTE5:07 Uhr
Libyen weist CNN-Bericht zu ukrainischer Nutzung von Stützpunkt zurück
Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Eugen Polanski sah in Freiburg ein ganz schwaches Spiel seines Teams. - Foto: Harry Langer/dpa
HEUTE12:14 Uhr
Noch einmal richtig Sommer – bis 30 Grad möglich
Zu Wochenbeginn wird es noch einmal warm bis heiß in Deutschland. Der Wetterdienst erwartet im Südwesten bis 27 Grad, am Dienstag am Oberrhein bis 30 Grad. Danach folgen wechselhaftes und kühleres Wetter, Regen und Schauer. Im Nordwesten ist mehr Niederschlag zu erwarten als im Süden oder Südosten.
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HEUTE12:11 Uhr
Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin
Bei einem Unfall mit einem Linienbus in Berlin-Neukölln sind am Samstagabend elf Menschen teils erheblich verletzt worden. Ein Mensch kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, drei weitere wurden als schwerverletzt eingestuft. Der Bus fuhr gegen einen Baum neben einer Straße, die Ursache ist unklar.
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Frankreich entschuldigt sich bei den USA
Frankreichs UN-Vertretung bedauert einen kritischen Kommentar zum US-Abstimmungsverhalten vom 24. Juli gegen die Verlängerung des Mandats von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Damit besänftigt Paris einen seit Juli schwelenden Streit mit den USA. Die Meinungsverschiedenheit stünde weder einem engen Dialog mit den USA im Weg, noch würden sie die Allianz beider Länder in Frage stellen. Washington begrüßte die Erklärung.
UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.
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HEUTE11:39 Uhr
230 Menschen wegen Waldbrands auf kroatischer Insel Brac evakuiert
Wegen eines Waldbrands sind auf der kroatischen Insel Brac etwa 230 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer sei weiterhin „aktiv“, die Situation habe sich „nach einer extrem schwierigen Nacht“ am Morgen verbessert. Laut Feuerwehr seien zwei Menschen leicht verletzt, es gebe Schäden an Fassaden von Gebäuden. Es brannte auf etwa 3.500 Hektar, rund 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
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Berliner BSW-Spitzenkandidat verteidigt Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt
Eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin nennt der dortige BSW-Spitzenkandidat Alexander King die Schnittmengen zwischen seiner Partei und der AfD als „überschaubar“. Zugleich verteidigte er Sondierungen und sachliche Zusammenarbeit beider Parteien in Sachsen-Anhalt. Er selbst lehne die AfD-Politik der „Remigration“ ebenso ab wie die Pläne für die Mieten- und Sozialpolitik.
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Bauministerin verteidigt Wohngeld-Kürzungen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Bundeshaushalt stehe insgesamt unter besonders großem Konsolidierungsdruck, das gehe auch an ihrem Ministerium nicht vorbei. Für Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren ist sie offen.
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Bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Pinochet-Diktatursind in Chile 284 Menschen festgenommen worden. Erstmals gab es in diesem Jahr keine offiziellen Gedenkveranstaltungen. Bei den Protesten warfen Demonstranten mit Steinen und Stöcken nach Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Laut Sicherheitsministers Arrau gab es 198 „Gewaltvorfälle“.
Am 11. September 2026 kam es in Santiago zu Zusammenstößen zwischen der Bereitschaftspolizei und Demonstranten während eines Marsches für die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet (1973–1990) anlässlich des 53. Jahrestags des Staatsstreichs, durch den Pinochet an die Macht gekommen war.
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Richterbund fordert Streichung der Weisungsbefugnis gegenüber Staatsanwaltschaften
Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt fordert der Deutsche Richterbund eine Abschaffung der Weisungsbefugnis von Justizministerien gegenüber Staatsanwaltschaften. Bislang eröffne das Gesetz den Justizministerien die Möglichkeit, „bis in einzelne Strafverfahren hineinzuregieren“. Politische Eingriffe in Strafverfahren sollten verhindert werden.
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Feuerwehr rettet Möwe von Rheinbrücke: Einsatz mit spontanem Applaus
In Mainz hat die Feuerwehr eine in einem Stahlseil verfangene Möwe mit einer Drehleiter vom Ausleger einer Rhein-Brücke gerettet. Für die von vielen Passanten verfolgte Rettungsaktion wurde am Samstagabend auch die Brücke zeitweise gesperrt. Es gab „spontanen Applaus“ nach der Befreiung – die Möwe flog unverletzt davon.
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Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.
Steffen Bilger (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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HEUTE8:36 Uhr
Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
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Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
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Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Mindestens sechs Tote bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch über 120 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.
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Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
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HEUTE5:07 Uhr
Libyen weist CNN-Bericht zu ukrainischer Nutzung von Stützpunkt zurück
Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. - Foto: via dts Nachrichtenagentur
HEUTE9:05 Uhr
Bilger plant keinen neuen Anlauf für Pkw-Maut
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant derzeit keinen neuen Anlauf für eine Pkw-Maut. Sein Fokus liege darauf, die vielen Infrastrukturmilliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen und die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Bilger war an den früheren Plänen der Pkw-Maut unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt.
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HEUTE8:36 Uhr
Mehr als 7.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
Bei der schwersten Ebola-Epidemie in der Geschichte der DR Kongo sind seit Mitte Mai 7.022 Ebola-Fälle registriert. 3.400 Infizierte starben. Die Regierung geht davon aus, dass die Ausbreitung der Epidemie ihren Höhepunkt bereits überschritten haben könnte.
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Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
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US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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Huthis weiten Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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HEUTE7:06 Uhr
Für Besucher geöffnet: Es ist Tag des offenen Denkmals
Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
Foto: Pia Bayer/dpa
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HEUTE6:31 Uhr
Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Mindestens ein Toter bei neuem Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück vor der Küste Indonesiens ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen; 115 wurden gerettet. Noch fast 130 Passagiere werden vermisst. Behindert werden die Rettungsarbeiten von schlechtem Wetter und 2,5 Meter hohen Wellen.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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HEUTE5:40 Uhr
Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
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HEUTE5:07 Uhr
Libyen weist CNN-Bericht zu angeblicher Erlaubnis für ukrainische Nutzung von Stützpunkt zurück
Libyens Regierung hat einen CNN-Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Libyens Verteidigungsministerium weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. CNN berichtete, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild) - Foto: Pia Bayer/dpa
HEUTE7:47 Uhr
Auf geht’s zur Wiesn: Bier, Schampus, Sicherheit
Am 19. September beginnt das Münchner Oktoberfest. In den 16 Festtagen werden rund 6 Millionen Besucher erwartet. Die Maß kostet 14,80 bis 15,90 Euro, es gibt auch kostenloses Trinkwasser. Erstmals wird OB Dominik Krause (Grüne) die erste Maß anzapfen. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllung und andere Probleme verhindern.
Am Samstag beginnt das Münchner Oktoberfest. (Archivbild)
Foto: Felix Hörhager/dpa
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HEUTE7:31 Uhr
US-Armee setzt Seeblockade durch – 100 Schiffe in zwei Monaten gestoppt
Die US-Armee hat laut CENTCOM im Zuge ihrer Seeblockade iranischer Häfen in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt: „Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert“. In dieser Woche verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker, der Iran attackierte am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormus zu durchqueren.
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HEUTE7:14 Uhr
Huthis dehnen Angriffe gegen Saudi-Arabien aus
Die pro-iranischen Huthis haben einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen. Laut dem Jemen kontrollieren die Huthi nun weite Teile des Jemen, die Hauptstadt Sanaa sowie die Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Seit Juli wurden laut UNO mindestens 76.000 Menschen vertrieben.
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Beim Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag bundesweit mehr als 6.000 Denkmäler und historische Gebäude ihre Türen. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Bamberg, wo auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet. Allein in dieser Stadt öffnen über 50 Denkmäler und Bauwerke.
Auch das Bamberger Rathaus wird am Denkmaltag geöffnet. (Archivbild)
Foto: Pia Bayer/dpa
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Kommunalwahl in Niedersachsen
Heute werden in Niedersachsen 2.200 Kommunalparlamente, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landräte und hauptamtliche Bürgermeister gewählt. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde die CDU landesweit stärkste Kraft vor SPD und Grünen. Wahlergebnisse werden zunächst örtlich und regional ermittelt, ein vorläufiges Landesergebnis liegt erst am Montagmorgen vor.
Rettungskräfte: Kontakt zu Fähre in Indonesien mit mehr als 240 Insassen abgebrochen
In Indonesien haben die Behörden den Kontakt zu dem Schiff „Virgo Transport 8“ mit 243 Menschen an Bord verloren. Es war bei schlechtem Wetter auf dem Weg von Java zu einer anderen Stadt. Such- und Rettungskräfte sind unterwegs. Nach unterschiedlichen Quellen wurden 53 oder 115 Menschen von anderen Schiffen in Sicherheit gebracht.
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HEUTE6:15 Uhr
Bilger: Für Wiedereinführung von Familienreservierung
Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt laut einem Bericht auf die Wiedereinführung der abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. Ein generelles Tempolimits auf deutschen Autobahnen lehnt er ab. Viele Menschen würden schon heute mit dem Tempomat oder wegen der Spritpreise freiwillig langsamer fahren. Auch bei der Verkehrssicherheit sehe er „keinen nennenswerten Effekt“.
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HEUTE5:40 Uhr
Enges Rennen zwischen Mitte-Rechts-Bündnis und Linken bei Wahl in Schweden erwartet
Schweden wählt ein neues Parlament, die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Das regierende Mitte-Rechts-Bündnis und die von den Sozialdemokraten angeführten Opposition liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Der konservative Regierungschef Ulf Kristersson führt eine Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten (rund 20 Prozent) angewiesen ist. Künftig wollen diese mitregieren und fordern Ministerposten.
Im Zentrum von Stockholm, Schweden, sind am 7. September 2026 Wahlplakate mit dem Vorsitzenden der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson (r), und Kandidaten anderer politischer Parteien zu sehen.
Foto: Jonathan Nackstrand/AFP via Getty Images
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HEUTE5:20 Uhr
Entgleister Zug in Frankreich: Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Anschlag
Nach dem Entgleisen eines TER-Regionalzug mit 186 Passagieren in Nordwestfrankreich gehen die Ermittler nicht von einem Anschlag aus. Es gab 44 Verletzte. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem „kriminellen Akt“ auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht „einfach so auf die Gleise gelangt“.
Anthropic-Chef Dario Amodei warnte schon oft vor den Risiken einer ungebremsten Entwicklung Künstlicher Intelligenz. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz zeigen sich große amerikanische KI-Firmen nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen.
Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, machte einen solchen Vorstoß mit dem Plan, damit ein bis zwei Jahre Zeit zu gewinnen.
Binnen weniger Stunden bekam er Zuspruch von Rivalen wie dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, sowie Elon Musk, der bei seiner Firma SpaceX eigene KI entwickeln lässt.
Warnung: KI-Schwarm könnte in einem halben Jahr gesamtes Internet übernehmen
Nach den Hacking-Angriffen sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, schrieb Amodei am Samstag.
Altman von OpenAI schrieb wenige Stunden später auf der Plattform X, auch er sei der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle verlangsamt werden müsse.
Amodei plädierte für eine koordinierte branchenweite Pause in der westlichen Welt. Zugleich werde Anthropic – ohne auf andere zu warten – in einem ersten Schritt dauerhaft unabhängige Beobachter ins Unternehmen lassen, die schon in der Trainingsphase die Sicherheit von KI-Modellen begutachten sollen.
Altman nannte das eine gute Idee und kündigte an, dass OpenAI das auch machen werde. Auch Tech-Milliardär Elon Musk, lange ein Kritiker Amodeis, schrieb auf X: „Dario hat recht.“
Altman sagte zudem dem Magazin „Fortune“, der mit Spannung erwartete Börsengang von OpenAI werde in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden. Er verwies vor allem auf die aktuelle Debatte: „Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen.“
Auf die Nachfrage, ob er sich auch den Verzicht auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorstellen könnte, erwiderte Altman: „Ich würde sagen, nicht 2026.“
Bei der jüngst bekanntgewordenen aufsehenerregenden Hacking-Attacke war Software von OpenAI in einem Testlauf eigenständig aus einer abgesicherten Umgebung ausgebrochen und drang auf eigene Faust in Systeme der KI-Firma HuggingFace ein.
Der Grund war lediglich, dass sie dort Antworten auf die ihr gestellte Testaufgabe vermutete. Für die Attacke nutzten die KI-Agenten unter anderem Software-Schwachstellen aus – und sprachen sich zudem untereinander ab.
Warnung von „katastrophalem Schaden“
Für ihn sei besorgniserregend, dass ein KI-Schwarm mit derselben Einstellung und größeren Fähigkeiten „katastrophalen Schaden“ hätte anrichten können, betonte Amodei. Als besonderes Risiko sieht er die Fähigkeit von KI-Software, sich selbst weiterzuentwickeln.
Seit diesem Sommer sei Künstliche Intelligenz besser darin – und dies erhöhe das Tempo weiter. Unkontrolliert könne dies dazu führen, dass Menschen diese Systeme nicht mehr verstehen und die Kontrolle über sie verlieren, warnte er.
Amodei hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder vor Risiken bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz gewarnt – und war dafür aus Teilen der KI-Branche zum Teil heftig kritisiert worden. Ein Argument von Befürwortern eines hohen Tempos in den USA ist der Wettlauf mit China.
Anthropic entwickelte zuletzt ein KI-Modell mit dem Namen Mythos, das besonders gut darin ist, zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Software-Schwachstellen zu finden. Die Firma macht das volle Modell nur ausgewählten Behörden und Unternehmen zugänglich, damit sie ihre Computersysteme absichern können.
Die Debatte war in den vergangenen Tagen noch von einem Anthropic-Forscher angeheizt worden, der mit einer drastischen Warnung zurücktrat. Die großen Entwickler Künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich „und spielen mit unseren Leben“, erklärte Jacob Coxon.
Anthropic-Forscher Evan Hubinger, der mit dafür zuständig ist, dass KI mit den Interessen der Menschen im Einklang bleibt, bestätigte wenig später Coxons Sorgen. Er persönlich denke, die Gefahr, dass KI die Menschheit töte, liege im kommenden Jahrzehnt bei mehr als zehn Prozent, schrieb er auf X.
In den USA gibt es zudem eine wachsende Bewegung gegen riesige Rechenzentren, auf deren Bau KI-Firmen wie OpenAI für den Ausbau ihres Geschäfts angewiesen sind. (dpa/red)
Anthropic-Chef Dario Amodei warnte schon oft vor den Risiken einer ungebremsten Entwicklung Künstlicher Intelligenz. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz fordert der Chef des großen KI-Labors Anthropic, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen.
Er sei nun besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein Schwarm von KI in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, schrieb Amodei in einem Blogeintrag.
Binnen weniger Stunden bekam Amodei Zuspruch von einem zentralen Rivalen, dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Er sei auch der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle moderiert werden müsse, schrieb Sam Altman auf der Online-Plattform X.
Amodei plädierte zwar für eine koordinierte branchenweite Pause in der westlichen Welt. Zugleich werde Anthropic – ohne auf andere zu warten – in einem ersten Schritt dauerhaft unabhängige Beobachter ins Unternehmen lassen, die schon in der Trainingsphase die Sicherheit von KI-Modellen begutachten sollen. Altman nannte das eine gute Idee und kündigte an, dass OpenAI das auch machen werde.
Bei der jüngst bekanntgewordenen aufsehenerregenden Hacking-Attacke war Software von OpenAI in einem Testlauf eigenständig aus der abgesicherten Umgebung ausgebrochen und drang auf eigene Faust in Systeme der KI-Firma HuggingFace ein.
Der Grund war lediglich, dass sie dort Antworten auf die ihr gestellte Testaufgabe vermutete. Für die Attacke nutzten die KI-Modelle unter anderem Software-Schwachstellen aus – und sprachen sich zudem untereinander ab.
Für ihn sei besorgniserregend, dass ein KI-Schwarm mit größeren Fähigkeiten, aber derselben Einstellung hätte „katastrophalen Schaden“ anrichten können, betonte Amodei. Als besonderes Risiko sieht er die Fähigkeit von KI-Software, sich selbst weiterzuentwickeln.
Seit diesem Sommer sei Künstliche Intelligenz besser darin – und dies erhöhe das Tempo weiter. Unkontrolliert könne dies dazu führen, dass Menschen diese Systeme nicht mehr verstehen und die Kontrolle über sie verlieren, warnte er.
OpenAI-Chef Altman und Musk, Eigentümer des KI-Unternehmens xAI, schlossen sich Amodeis Appell an. „Dario hat Recht“, schrieb Musk in seinem Onlinedienst X. „Ich stimme Dario zu“, erklärte auch Altman.
Eine Drosselung des Tempos bei der KI-Entwicklung sei auch bei OpenAI in den vergangenen Wochen intensiv diskutiert worden.
Gespaltene Branche
Amodei hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder vor Risiken bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz gewarnt – und war dafür aus Teilen der KI-Branche zum Teil heftig kritisiert worden.
Ein Argument von Befürwortern eines hohen Tempos in den USA – etwa auch im Weißen Haus von Präsident Donald Trump – ist der Wettlauf mit China.
Anthropic entwickelte zuletzt ein KI-Modell mit dem Namen Mythos, das besonders gut darin ist, zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Software-Schwachstellen zu finden. Die Firma macht das volle Modell nur ausgewählten Behörden und Unternehmen zugänglich, damit sie ihre Computersysteme absichern können. (dpa/red)
Anthropic-Chef Dario Amodei warnte schon oft vor den Risiken einer ungebremsten Entwicklung Künstlicher Intelligenz. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz fordert der Chef des großen KI-Labors Anthropic, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen.
Er sei nun besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein Schwarm von KI in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, schrieb Amodei in einem Blogeintrag.
Binnen weniger Stunden bekam Amodei Zuspruch von einem zentralen Rivalen, dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Er sei auch der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle moderiert werden müsse, schrieb Sam Altman auf der Online-Plattform X.
Amodei plädierte zwar für eine koordinierte branchenweite Pause in der westlichen Welt. Zugleich werde Anthropic – ohne auf andere zu warten – in einem ersten Schritt dauerhaft unabhängige Beobachter ins Unternehmen lassen, die schon in der Trainingsphase die Sicherheit von KI-Modellen begutachten sollen. Altman nannte das eine gute Idee und kündigte an, dass OpenAI das auch machen werde.
Bei der jüngst bekanntgewordenen aufsehenerregenden Hacking-Attacke war Software von OpenAI in einem Testlauf eigenständig aus der abgesicherten Umgebung ausgebrochen und drang auf eigene Faust in Systeme der KI-Firma HuggingFace ein.
Der Grund war lediglich, dass sie dort Antworten auf die ihr gestellte Testaufgabe vermutete. Für die Attacke nutzten die KI-Modelle unter anderem Software-Schwachstellen aus – und sprachen sich zudem untereinander ab.
Für ihn sei besorgniserregend, dass ein KI-Schwarm mit größeren Fähigkeiten, aber derselben Einstellung hätte „katastrophalen Schaden“ anrichten können, betonte Amodei. Als besonderes Risiko sieht er die Fähigkeit von KI-Software, sich selbst weiterzuentwickeln.
Seit diesem Sommer sei Künstliche Intelligenz besser darin – und dies erhöhe das Tempo weiter. Unkontrolliert könne dies dazu führen, dass Menschen diese Systeme nicht mehr verstehen und die Kontrolle über sie verlieren, warnte er.
Amodei hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder vor Risiken bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz gewarnt – und war dafür aus Teilen der KI-Branche zum Teil heftig kritisiert worden.
Ein Argument von Befürwortern eines hohen Tempos in den USA – etwa auch im Weißen Haus von Präsident Donald Trump – ist der Wettlauf mit China.
Anthropic entwickelte zuletzt ein KI-Modell mit dem Namen Mythos, das besonders gut darin ist, zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Software-Schwachstellen zu finden. Die Firma macht das volle Modell nur ausgewählten Behörden und Unternehmen zugänglich, damit sie ihre Computersysteme absichern können. (dpa/red)
Das ikonische Bild der Lunar-Orbiter-Mission vom 23. August 1966: Das erste Mal werfen Menschen einen Blick auf die Erde – vom Mond aus. - Foto: NASA
In Kürze:
Am 25. Mai 1961 verkündete der US-Präsident John F. Kennedy, dass die USA im Wettlauf zum Mond teilnehmen werden.
Das Ziel der Lunar-Orbiter-Mission war, detaillierte Bilder unseres Erdtrabanten zu machen – auch von seiner dunklen, unbekannten Seite.
Innerhalb von drei Jahren fotografierte die NASA 99 Prozent des Mondes und lokalisierte 36 potentielle Landeplätze.
Mit den Aufnahmen legte die USA den Grundstein für ihre erfolgreiche Apollo-11-Mission und schenkte den Menschen auf der Erde eine neue Sicht auf ihren Planeten.
Der Mond sieht immer gleich aus. Würde man die Mondphase vom Neumond bis zum nächsten Neumond – 29,5 Tage – gewissenhaft verfolgen und dies dann von jedem Neumond bis zum nächsten Neumond bis ins Unendliche fortsetzen, würde man immer nur dieselbe Seite des Mondes sehen.
Erde und Mond sind durch die sogenannte Gezeitenbindung miteinander verbunden. Dieses Phänomen tritt bei Planeten und ihrem Hauptmond häufig auf. Im Wesentlichen bedeutet das, dass der Mond seine Achsenrotation zur gleichen Zeit vollendet, wie er eine Umdrehung um die Erde vollführt.
Der Mond ist 3,7-mal kleiner als die Erde. Mit einem Teleskop lässt sich – besonders bei Vollmond – leicht erkennen, wie stark der silberne Begleiter der Erde in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Über die gesamte Oberfläche des Erdtrabanten verteilt befinden sich Millionen von Kratern. Die meisten von ihnen haben einen Durchmesser von etwa einem Kilometer – einige sind jedoch auch mehrere Dutzend oder sogar Hunderte Kilometer breit. Die Gesamtzahl scheint von Jahr zu Jahr zu wachsen.
Im Vergleich zur Erde ist der Mond 3,7-mal kleiner.
Foto: NASA
Am 25. Mai 1961 stellte der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy die Herausforderung, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Amerikaner auf den Mond zu bringen. Die größte Herausforderung bestand darin, ein Raumfahrzeug zu bauen, das die rund 384.000 Kilometer lange Reise zum Mond bewältigen konnte.
Doch all das wäre umsonst gewesen, hätten die Astronauten, die das Raumschiff steuerten, keinen Ort zum Landen gehabt. Wenn man sich die Vorderseite des Mondes – bekannt als „Mondgesicht“ – ansah, ließ die Mondrückseite kaum mehr vielversprechende Landeplätze erwarten.
Das Weltraumrennen zwischen den USA und der Sowjetunion begann vier Jahre zuvor. Am 4. Oktober 1957 schickten die Sowjets ihren „Sputnik 1“ ins All – den ersten Satelliten, der die Erde umkreiste. Zum Zeitpunkt von Kennedys Rede waren sich die Sowjets sicher, das Rennen zu machen.
Replik des Satelliten Sputnik 1 im Kosmonautenmuseum in Moskau.
„Unsere Bevölkerung war davon überzeugt, dass wir als Erste auf dem Mond landen würden, weil sie daran gewöhnt war, dass wir immer die Ersten waren“, erinnerte sich der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow, der 1965 als Erster einen Weltraumspaziergang unternahm.
Die Sowjets waren nicht nur die Ersten, die ein unbemanntes Raumschiff (und 1961 ein bemanntes) um die Erde schickten, sondern sie umkreisten mit „Luna 3“ – dem Raumschiff, das am zweiten Jahrestag des Sputnik-1-Starts ins All geschickt wurde – auch als Erste den Mond.
Luna 3 machte 29 Fotos, die zusammen 70 Prozent der bis dato unbekannten Mondrückseite abbildeten. Einige Wochen später untermauerten die Sowjets ihre Leistung durch die Veröffentlichung eines 35-seitigen Buches, in dem sie zwei der 29 Fotos hervorhoben. Im folgenden Jahr, 1960, erschien ein zweites Buch, das alle 29 Fotos präsentierte.
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Aufnahme vom Mond am 7. Oktober 1959 durch den sowjetischen Satelliten Luna 3.
Ähnlich wie Sputnik 1 war Luna 3 ein großer Sprung im Weltraumrennen. Doch für die von Kennedy festgelegten Ziele waren die Bilder nicht besonders hilfreich bei der Suche nach Landeplätzen. Die NASA musste eigene Fotos machen, und zwar solche, die viel klarere Bilder lieferten – für den Fall, dass die Rückseite des Mondes bessere Landeplätze bot.
Boeing fliegt ins All
Die NASA wurde kurz nach dem Start von Sputnik gegründet. Nach seiner Rede erhöhte Kennedy das Budget der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde, um sein Ziel in Tat umsetzen und den Sowjets im Weltraumrennen zuvorkommen zu können. Sofort begannen die NASA-Mitarbeiter mit der Ausarbeitung eines eigenen Programms zur Mondkartierung.
Am 30. August 1963 fiel der Startschuss für das Lunar-Orbiter-Programm der NASA, das den Einsatz von fünf unbemannten Raumfahrzeugen zur Erkundung des Mondes vorsah. Die Lunar Orbiter 1 bis 5 sollten dabei als Filmlabore im Weltraum dienen.
Nachdem fünf Unternehmen ihre Angebote eingereicht hatten, erhielt Boeing am 7. Mai 1964 den Auftrag die Mondsonden zu bauen. Die unbemannten Raumflugkörper sollten alle identisch sein. Sie waren 3,72×1,65×1,5 Meter groß und wogen rund 390 Kilogramm.
Die Ziele der kleinen, leichten Sonden waren theoretisch einfach: Mit ihrem Hightech-Kamerasystem Fotos aufnehmen, die Topografie des Mondes mit ihrem Mikrometeoriten-Detektor analysieren und die Strahlungswerte mit ihren Strahlungsdosimetern messen. Anhand dieser Bilder sollten Wissenschaftler dann sichere Landeplätze ausfindig machen.
Jeder Lunar Orbiter war mit vier Solarpaneelen ausgestattet, die den Antrieb und das Kamerasystem mit Strom versorgten. Obwohl die Satelliten mit einer Trägerrakete ins All gebracht wurden, verfügten sie über einen eigenen Antrieb. Dieser diente zur Einhaltung des Kurses, der von NASA-Technikern in Südkalifornien verfolgt wurde, die auch die Kommunikationsdaten sowie die digitalen Bilder empfingen. Zur Kommunikation war jeder Satellit mit einer Parabolantenne ausgestattet.
Geheimdiensttechnik im All
Die Idee für die Filmlabore an Bord stammte eigentlich von den Geheimdiensten. Die Luftwaffe und die CIA hatten im Rahmen ihrer Programme „SAMOS“ und „CORONA“ bereits Spionagesatelliten eingesetzt:
Aufklärungssatelliten von SAMOS führten fotografische und elektromagnetische Erkundungen durch und waren in der Lage, ihre Bilder digital zu übertragen. Zwar war dieses Projekt nur von kurzer Dauer und nicht übermäßig erfolgreich, jedoch brachte es Fortschritte auf diesem Gebiet.
Im Rahmen von CORONA kamen leistungsstarke Kameras zum Einsatz. Sie waren an den 145 Satelliten wie KH-4B angebracht und wurden während der zwölfjährigen Laufzeit des Projekts genutzt. Insgesamt machten die Kamera rund 800.000 Aufnahmen von der UdSSR und anderen Ländern.
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Reihe der US-amerikanischen Aufklärungssatelliten aus den Programmen SAMOS und CORONA von 1960 bis heute.
Die Lunar Orbiter verwendeten Kamerasysteme von Kodak, die etwa 68 Kilogramm wogen und sowohl Weitwinkel- als auch Schmalwinkelobjektive nutzten. Das Kamerasystem war in der Lage, Fotos aufzunehmen, den Film zu entwickeln, die Bilder zu scannen und sie digital an die NASA zu übertragen.
Aus der Entfernung, in der die Lunar Orbiter planmäßig den Mond umkreisen sollte, sollten die Bilder weitaus schärfer sein als die der Sowjets. Die Weitwinkelobjektive erreichten eine Auflösung von bis zu einem halben Kilometer, während die Auflösung der Schmalwinkelobjektive zwischen 60 und 80 Metern lag.
Am 10. August 1966 brach die zweistufige Trägerrakete Atlas-Agena-D in Cape Canaveral mit dem Lunar Orbiter 1 ins All auf. Ziel war die Identifizierung von Landeplätzen – 16 Haupt- und Nebenstandorte auf der Vorderseite und 11 auf der Mondrückseite.
Vier Tage nach dem Start trat der Satellit in die Mondumlaufbahn ein. Im Laufe der folgenden zwei Wochen fotografierte er 5,18 Millionen Quadratkilometer der Mondoberfläche und übermittelte scharfe Bilder von 20 Standorten.
Der vom Lunar Orbiter 1 im August 1966 aufgenommene Peek-Krater.
Foto: NASA
Während einer seiner 577 Umkreisungen sendete er am 23. August 1966 ein Bild zurück, mit dessen Empfang niemand gerechnet hatte. Es war ein ungeplantes, aber dennoch ikonisches Foto.
Seit Anbeginn der Zeit hatten die Menschen den Mond immer nur von der Erde aus gesehen. Dieses zufällig geschossene Foto zeigte jedoch die Erde aus der Perspektive des Mondes. Zum ersten Mal sahen die Menschen nun, was der „Mann im Mond“ sah.
Mit den Aufnahmen von 1966 blickten Menschen erstmals von außen (vom Mond aus) auf die Erde.
Foto: NASA
Mission erfüllt
Nachdem der Lunar Orbiter 5 seine Mission abgeschlossen hatte, hatte das NASA-Programm 99 Prozent des Mondes fotografiert, 36 Landeplätze ausgemacht und 90 Prozent der aufgenommenen Fotos erfolgreich übertragen.
Interessanterweise wählte die NASA das Mondmeer, auch Mare Tranquillitatis (zu Deutsch: „Meer der Ruhe“) genannt, für die erste Landung aus. Dieses befindet sich nicht auf der Mondrückseite, sondern auf der der Erde zugewandten Hälfte.
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Aufnahme des Kunowsky-Kraters durch den Lunar Orbiter 2 am 24. November 1966.
Trotz aller fotografischen Vorbereitungen wäre Apollo 11 beinahe gescheitert, als das computergesteuerte Leitsystem des Raumschiffs sie auf einen Krater voller Felsbrocken zusteuern ließ.
Glücklicherweise wusste der Astronaut Neil Armstrong, wo sie landen sollten, übernahm schnell die Steuerung und manövrierte das Raumschiff vom Krater weg. Letztlich führte die langfristige fotografische Planung und das schnelle Eingreifen des Astronauten dazu, dass zwei Amerikaner als Erstes über das „Mondgesicht“ spazierten.
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Der Astronaut Buzz Aldrin macht auf dem Mond ein Spaziergang.
Foto: NASA
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Die Besatzung der Apollo-11-Mondlandemission: Kommandant Neil Armstrong (l.), Pilot des Kommandomoduls Michael Collins (m.) und Pilot der Mondlandefähre Buzz Aldrin (r.).
Foto: NASA
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Buzz Aldrin neben der auf dem Mond gehissten US-Flagge.
Präsident Trump ist eigentlich zum Golfen nach Irland gekommen. - Foto: Kin Cheung/AP/dpa
Nach einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin nannte er am Samstag eine Wiedervereinigung der Republik Irland mit dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland „eine großartige Sache“. Die USA hatten zu dieser Frage bislang eine neutrale Position eingenommen.
Auf die Frage eines Journalisten nach seiner Meinung zu einer Wiedervereinigung sagte der US-Präsident, er würde „liebend gern“ ein vereinigtes Irland sehen.
Weiter sagte er: „So wie ich das sehe, wird es irgendwann passieren. Es kann genauso gut jetzt passieren.“
Die Insel Irland ist seit 1921 in die Republik Irland im Süden und Nordirland geteilt. Im Nordirland-Konflikt zwischen katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten wurden mehr als 3500 Menschen getötet. Der Konflikt endete 1998 mit dem Karfreitagsabkommen.
Unter dem Abkommen kann ein Referendum zu einer Wiedervereinigung abgehalten werden, wenn die britische Regierung feststellt, dass voraussichtlich eine Mehrheit der Nordiren einen solchen Anschluss befürwortet.
In diesem Fall müssten auch die Menschen in der Republik Irland zustimmen. In einer Umfrage der Universität Liverpool vom Mai 2026 befürworteten 35 Prozent der Nordiren eine Wiedervereinigung.
Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte im vergangenen Monat, ein Referendum zu einer Wiedervereinigung sei „vom Tisch“.
Auf Trumps Äußerungen angesprochen, verwies ein Sprecher von Burnhams Büro in der Downing Street auf Aussagen des Premierministers in der vergangenen Woche, denen zufolge dieser „zu 100 Prozent“ zur Karfreitagsvereinbarung stehe.
Die Diplomatie sollte auf Trumps Reise ursprünglich eine eher untergeordnete Rolle spielen. Grund für seinen zweitägigen Besuch, der von einem großen Sicherheitsaufgebot begleitet wurde, ist vor allem sein Besuch des Golfturniers Irish Open in seinem Golfclub Doonbeg an der Westküste.
Nach seiner Ankunft am Flughafen Dublin wurde Trump am Samstag zunächst von Irlands Präsidentin Catherine Connolly an ihrem offiziellen Amtssitz in der Hauptstadt empfangen.
Anschließend kam der US-Präsident mit Regierungschef Micheal Martin zusammen und besuchte die US-Botschaft.
Im Anschluss flog er weiter nach Doonbeg, einem Küstenort im County Clare, wo die Trump Organisation seit 2014 einen Golfclub besitzt.
Dort treten beim Turnier Irish Open an diesem Wochenende die besten Spieler der Welt gegeneinander an. 40.000 Fans werden erwartet. Die Sicherheitsmaßnahmen wegen Trumps Anwesenheit kosten Irland Berichten zufolge 20 Millionen Euro.
Vor der Ankunft des US-Präsidenten waren die Sicherheitsvorkehrungen insgesamt deutlich verschärft worden. Mindestens 4000 Polizisten und andere Einsatzkräfte, darunter auch Scharfschützen, wurden sowohl für seinen offiziellen Besuch in der Hauptstadt als auch für seinen Aufenthalt in seinem Resort mobilisiert.
Erst am Dienstag war über der irischen Ostküste eine große Drohne gesichtet worden; die Behörden untersuchen den Vorfall. Zuletzt hatte Trump Irland 2019 während seiner ersten Amtszeit besucht.
In der Hauptstadt Dublin demonstrierten unterdessen mindestens 2000 Menschen gegen den Besuch des US-Präsidenten. Sie schwenkten palästinensische Flaggen und riefen „Donald Trump ist hier nicht willkommen“, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat der 80-jährige Trump auch das Golf-Geschäft seiner Familie beworben. Im vergangenen Sommer begrüßte er etwa den damaligen britischen Premierminister Keir Starmer und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in seinem Resort in Turnberry an der Westküste Schottlands.(afp/red)
Präsident Trump ist eigentlich zum Golfen nach Irland gekommen. - Foto: Kin Cheung/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in Dublin mit Aussagen zu einem wiedervereinigten Irland für Irritationen gesorgt. Nach einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin nannte er am Samstag eine Wiedervereinigung der Republik Irland mit dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland „eine großartige Sache“. Die USA hatten zu dieser Frage bislang immer eine neutrale Position eingenommen.
Auf die Frage eines Journalisten nach seiner Meinung zu einer Wiedervereinigung sagte der US-Präsident, er würde „liebend gern“ ein vereinigtes Irland sehen. Weiter sagte er: „So wie ich das sehe, wird es irgendwann passieren. Es kann genauso gut jetzt passieren.“ Allerdings werde das Vereinigte Königreich dazu auch etwas zu sagen haben.
Die Insel Irland ist seit 1921 in die Republik Irland im Süden und Nordirland geteilt. Im Nordirland-Konflikt zwischen katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten wurden mehr als 3500 Menschen getötet. Der Konflikt endete erst 1998 mit dem Karfreitagsabkommen.
Unter dem Abkommen kann ein Referendum zu einer Wiedervereinigung abgehalten werden, wenn die britische Regierung feststellt, dass voraussichtlich eine Mehrheit der Nordiren einen solchen Anschluss befürwortet.
In diesem Fall müssten auch die Menschen in der Republik Irland zustimmen. In einer Umfrage der Universität Liverpool vom Mai 2026 befürworteten jedoch nur 35 Prozent der Nordiren eine Wiedervereinigung.
Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte im vergangenen Monat, ein Referendum zu einer Wiedervereinigung sei „vom Tisch“. Auf Trumps Äußerungen angesprochen, verwies ein Sprecher von Burnhams Büros in der Downing Street auf Aussagen des Premierministers in der vergangenen Woche, denen zufolge dieser „zu 100 Prozent“ zur Karfreitagsvereinbarung stehe.
Die Diplomatie sollte auf Trumps Reise ursprünglich eine eher untergeordnete Rolle spielen. Grund für seinen zweitägigen Besuch, der von einem riesigen Sicherheitsaufgebot begleitet wurde, ist vor allem sein Besuch des Golfturniers Irish Open in seinem Golfclub Doonbeg an der Westküste.
Nach seiner Ankunft am Flughafen Dublin war Trump am Samstag zunächst von Irlands Präsidentin Catherine Connolly an ihrem offiziellen Amtssitz in der Hauptstadt empfangen worden.
Anschließend kam der US-Präsident mit Regierungschef Micheal Martin zusammen und besuchte die US-Botschaft. Im Anschluss flog er weiter nach Doonbeg, einem abgelegenen Küstenort im County Clare, wo die Trump Organisation seit 2014 einen Golfclub besitzt.
Dort treten beim Turnier Irish Open an diesem Wochenende die besten Spieler der Welt gegeneinander an. 40.000 Fans werden an erwartet. Die Sicherheitsmaßnahmen wegen Trumps Anwesenheit kosten Irland Berichten zufolge 20 Millionen Euro.
Vor der Ankunft des US-Präsidenten waren die Sicherheitsvorkehrungen insgesamt deutlich verschärft worden. Mindestens 4000 Polizisten und andere Einsatzkräfte, darunter auch Scharfschützen, wurden sowohl für seinen offiziellen Besuch in der Hauptstadt als auch für seinen Aufenthalt in seinem Luxus-Resort mobilisiert.
Erst am Dienstag war über der irischen Ostküste eine große Drohne gesichtet worden, die Behörden untersuchen den Vorfall. Zuletzt hatte Trump Irland 2019 während seiner ersten Amtszeit besucht.
In der Hauptstadt Dublin demonstrierten unterdessen mindestens 2000 Menschen gegen den Besuch des US-Präsidenten. Sie schwenkten palästinensische Flaggen und riefen „Donald Trump ist hier nicht willkommen“, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat der 80-jährige Milliardär Trump offen auch das Golf-Geschäft seiner Familie beworben. Im vergangen Sommer begrüßte er etwa den damaligen britischen Premierminister Keir Starmer und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in seinem luxuriösen Resort in Turnberry an der Westküste Schottlands.(afp/red)
Wolodymyr Selenskyj (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW).
„Es geht nicht um Worte“, sagte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. „Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle“, sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. Er fügte hinzu: „Was zählt, ist das Ergebnis.“
Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre „wahrscheinlich sehr hilfreich“. Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.
In die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kampfhandlungen ist nach einer langen Pause kürzlich wieder Schwung gekommen: In einem neuen Vorstoß Washingtons reisten die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner am vergangenen Wochenende zu politischen Gesprächen nach Moskau und Kiew.
Den Besuch der US-Gesandten nannte Selenskyj in dem DW-Interview „ein gutes Signal“. Die Ukraine sei an der Front viel stärker als noch im vergangenen Jahr, Moskau dagegen zahle einen „hohen Preis“ für kleine Erfolge. „Deshalb glauben wir, dass wir uns jetzt in einer guten Verhandlungsposition befinden“, betonte der ukrainische Präsident.
Bei seinem Besuch in Kanada hatte Selenskyj erklärt, er plane Ende September noch ein Treffen mit Trump in New York. Die Ukraine benötigt eigenen Angaben zufolge dringend eine bessere Luftverteidigung – insbesondere US-Patriot-Systeme, die ballistische Raketen abfangen können. Angesichts des bevorstehenden Winters fürchtet Kiew massive Schäden durch russische Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur wie bereits im vergangenen Jahr.
Auf die Frage, ob die USA genügend Raketen bereitstellen würden, sagte Selenskyj: „Sie haben den politischen Willen zu verkaufen und zu helfen, aber die Produktion ist nicht allzu groß.“ (afp/red)