Categories
etplus ticker wissen

Krokodil unter Katze, schwimmende Ohren und spontane Selbstentzündung

Kann Boden Informationen wie ein Computer verarbeiten?

Feuchtigkeit, Mikroorganismen, Wärme, Mineralstoffe. Der Boden unter unseren Füßen enthält eine Menge Informationen. Forscher um Catherine Merchant, Doktorandin der University of Cambridge, England, sehen darin mehr als nur einen passiven Datenspeicher, sogar mehr als einen Lebensraum. Indem Boden Stoffe unterschiedlich weiterleitet, verändert oder speichert, gleiche er einem Computer. Von einem Bio-Prozessor ist man aber noch weit entfernt und die gezielte Verarbeitung von Umweltreizen nicht belegt. Dies erfordere zudem eine Auswertung, die zunächst lernen muss, die veränderten Zustände zu interpretieren. Als Nächstes sollen Gedächtniseffekte und Informationsübertragung quantitativ gemessen, innere Prozesse abgebildet werden und erste Rechendemonstrationen folgen. Was sie bedeuten und wozu sie später dienen können, bleibt vorerst offen. (ts)

„Doppelagent“ versteckte verbotene Bücher

Im England des 15. Jahrhunderts konnte der Besitz einer Übersetzung der Bibel tödlich enden: Während der Reformation und Gegenreformation ließen die Oberen zahlreiche religiöse Werke vernichten. Einer, der dies im Auftrag Heinrich VIII. ausführte, war Sir John Gage (1479–1556). Oder tat er es doch nicht? Forscher der Universitäten Sussex und Cambridge identifizierten sechs Seiten aus einem Manuskript von Nicholas Love aus dem Jahr 1409, einem jener Werke, das Cage hätte vernichten sollen. Die Notizen auf der Rückseite deuten jedoch vielmehr darauf hin, dass er das Werk – nachdem es wohl im Besitz eines Klosters war – an sich nahm und sicher verwahrte. Einen Beweis dafür gibt es nicht. Die Signatur von einem Mann, der zudem trotz seines königlichen Auftrags, Klöster in England aufzulösen, katholisch blieb, zeugt jedoch von widersprüchlichen Loyalitäten. (kms)

Mit Lichtschwert nach Hause telefonieren

Sie sind meist groß, sperrig oder schwer und auch wenn es sie im Mikroformat gibt, erfordern Antennen eine feste Struktur. Noch. Prya Darshni und Kollegen von der North Carolina State University haben erstmals eine Plasma-Antenne genutzt. Den dafür nötigen haarfeinen Plasmafaden erzeugte ein Laser, der mit ultrakurzen Impulsen die Luft auf etwa 20 Zentimeter Länge ionisierte. Als die Forscher ein Funksignal in diese Laserschwert-ähnliche Antenne einkoppelten, erhöhte sich die Signalstärke im Nahbereich um rund 150 Prozent. Da die Antenne keine festen Bestandteile enthält, lässt sie sich – so die Theorie – an beliebige Frequenzen anpassen und könnte künftig die Raumfahrt bereichern. Der Weg dahin ist aber noch weit. Laut Darshni war es „der erste Schritt“. Jetzt, da es möglich sei, könne man „beginnen, ihre Leistung zu verbessern“. (ts)

Darshnis Plasmaantenne erinnert an ein Lichtschwert. Da sie keine metallischen Teile erfordert, können Eigenschaften, wie Länge und Richtung, der Antenne später gezielt verändert werden.

Foto: Prya Darshni/North Carolina State University

Ausgestorbenes Krokodil mit Verbindungen zu großer Katze

Neu ist der Fund nicht: In den 1920er Jahren bargen Forscher in Ägypten einen fast vollständigen Schädel eines vermeintlichen Scheingavials, einem Krokodil mit ungewöhnlich langer Schnauze. Im Rahmen neuer Untersuchungen kommen Dr. Paul Burke vom Swedish Museum of Natural History und Kollegen zu dem Schluss, dass es sich um eine eigenständige Art handelte, die in dem rund 45 Millionen Jahre alten Gestein steckt und gaben ihr den Namen Herugavialis cairensis. Der Name bezieht sich auf Heru oder Horus, den Altägyptischen Gott des Himmels und des Horizonts. Horus gilt auch als Personifikation der aufgehenden Sonne, die sich in der Großen Sphinx von Gizeh wiederfindet. Zudem bildet der Kalkstein der Mokattam-Formation, aus der das Fossil stammt, den Grundstein der größten Katze der Welt. Und während der die Nase fehlt, fehlt dem Fossil des Horus-Gavials die Spitze der Schnauze. (kms)

Regelmäßiger Teekonsum reduziert Gefäßkrankheiten

Dass Rauchen der Gesundheit schadet und körperliche Aktivität sie fördert, sollte hinlänglich bekannt sein. Neu ist, dass regelmäßiges Teetrinken die Blutgesundheit verbessert. Das zeigt die Auswertung der Gesundheitsdaten von fast einer halben Million Chinesen. Als regelmäßiger Teekonsum galten dabei bereits drei Tee-Tage pro Woche, was dazu führte, dass Teetrinker im Schnitt elf Prozent seltener unter Erkrankungen des Herz-Kreislaufs, der Hirngefäße, Gefäßleiden im Lungenkreislauf und peripheren Gefäßerkrankungen litten. Werte für einzelne Krankheiten weichen davon ab, auch Teesorte und Trinktemperatur beeinflussen das Ergebnis. Wie viel Tee tatsächlich getrunken wurde, wie sich die Gewohnheiten während der Beobachtungsdauer von durchschnittlich neun Jahren veränderte sowie ob und welche andere Faktoren eine Rolle spielen, zeigen die Daten nicht. (ger)

Mond hatte vor 4,2 Milliarden Jahren ein Magnetfeld

Kalt, leer und unbewohnt, so beschreiben Hamburger Musiker den Mond. Ob es schon immer so war, ist ungeklärt. Zumindest was ein frühes Magnetfeld anbelangt, haben Schweizer Forscher neue Erkenntnisse: Stark magnetisiertes Gestein deutet auf die Existenz eines eben solchen. Während das irdische Magnetfeld maßgeblich auf der Bewegung flüssigen Metalls im Erdkern beruht, ist umstritten, ob es diese Dynamik auch im Mond gab. Vorausgesetzt die gemessene Magnet- und Schwerkraftanomalie geht auf dieselbe geologische Ursache zurück, könnte unter der Mondrückseite eine fast zehn Kilometer mächtige, rund 60 Kilometer breite, erstarrte Magmablase liegen. Die darüber liegenden Krater deuten auf ein Alter von über 4,2 Milliarden Jahren und die Magnetisierung auf einen „länger andauernden, im Kern erzeugten Dynamo“. Die Frage lautet nun also nicht mehr, ob es ihn gab, sondern wie er funktionierte. (ts)

Mondwirbel wie Reiner-Gamma (helle Struktur auf dunklem Grund, Bildmitte) deuten auf ein lokale Magnetfeld, welches die Verwitterung durch den Sonnenwind bremst. Strukturen unter der Mondoberfläche lassen auf ein globales Magnetfeld schließen.

Foto: NASA | gemeinfrei

Hören mit dem ganzen Körper

Haare auf dem Körper haben verschiedene Funktionen – eine der unscheinbarsten übernehmen dabei haartragende Sinneszellen im Innenohr. Diese reagieren auf feinste mechanische Bewegungen der Luft, leiten ihre Signale an das Nervensystem weiter und ermöglichen uns so das Hören. Ein ähnliches und doch völlig verschiedenes Organ ermöglicht Tieren, unter Wasser Strömungen wahrzunehmen. Kalmare bilden dabei keine Ausnahme. Doch während Fische diese Fähigkeit vor allem ihrem Seitenlinienorgan verdanken, sind derartige Sensorflächen bei den Kopffüßern offenbar erheblich größer. Das ist das Ergebnis von Forschern der Case Western Reserve University um Brian M. McDermott. Während menschliche Ohren also Schwingungen der Luft zunächst in die Hörschnecke leiten, könnten Kalmare auf ähnliche Art und Weise mit dem ganzen Körper Bewegungen des Wassers „hören“. (kms)

Ist Dunkle Materie wirklich „natürlich“?

Ein großer Teil der Phänomene im Weltraum lässt sich mit der bekannten Physik nicht oder nur dann erklären, wenn Faktoren wie Dunkle Materie einbezogen werden. Was sie ist und wie ihr Nachweis gelingt, ist ebenso unbekannt wie ihre Entstehung. Für Letztere existieren verschiedene Theorien, die unterschiedlich „natürlich“ erscheinen. Die Natürlichkeit steht hier als Maß für Schwankungen, wenn einzelne Parameter verändert werden: je kleiner die Abweichung, desto natürlicher. Stefano Profumo, Physiker der University of California, Santa Cruz untersuchte auf dieser Grundlage existierende Theorien und kommt zu dem Ergebnis, dass weder frühe Schwarze Löcher noch unentdeckte Elementartelchen per se (un)natürlich sind, vielmehr hänge es vom Entstehungsmodell ab. Eine Erklärung für Dunkle Materie liefert Profumo nicht, auch nicht, ob die eine oder andere Art besser geeignet ist, den vermutlich größten Teil der Materie im Kosmos zu erklären. (ts)

Menschen mit psychopathischen Merkmalen zeigen andere Sprachmuster

Psychopathen werden oft als emotionslos und stumpf mit entsprechender Sprache dargestellt. Ky Bray, Doktorand der University of Mississippi kommt zu einem anderen, erheblich differenzierterem Ergebnis. Demnach ist psychopathische Sprache nicht, wie oft dargestellt, hohl oder gefühlskalt, sondern vielmehr abhängig von Kontext und Ausprägung. Wie Bray betont, geht es dabei nicht darum, Psychopathie anhand der Sprache zu diagnostizieren, sondern zu zeigen, wie sich psychopathische Merkmale in alltäglichen, und selbst subtilen Dingen, wie der Sprache niederschlagen: Enthemmung führe tendenziell zu negativem Ton und Kühnheit, wie erwartet, zu weniger Angstbegriffen. Gefühlskälte hingegen gehe mit positiver und belohnungsbezogener Sprache einher. Das sei deshalb interessant, weil am Ende „jeder ein gewisses Maß an Gefühlskälte, Kühnheit und Enthemmung hat“. (ger)

Schon gewusst? Fledermäuse haben ihren Ursprung in Europa

Wenn es im Sommer dunkler wird, sind sie unterwegs und jagen mit tollkühnen Manövern Insekten über unseren Köpfen: Fledermäuse, oder passend zur aktuellen Jahreszeit, von Kindern mitunter auch Halloween-Amseln genannt. Mit über 1.500 Spezies stellen sie mehr als ein Fünftel aller lebenden Säugetierarten. Die bislang umfassendste Genomanalyse des Fledermausstammbaums zeigt dabei, dass die Tiere nicht, wie bisher angenommen, aus Asien, Afrika oder Nordamerika stammen, sondern aus Europa – und dass bereits die ersten ihrer Art Flug und Echoortung beherrschten. In den vergangenen 65 Millionen Jahren haben sie sich auf der ganzen Welt verbreitet und übernehmen eine bedeutende Rolle als Bestäuber und Schädlingsbekämpfer. Ihre außergewöhnliche Langlebigkeit und Krankheitsresistenz stellt Forscher bis heute vor Rätsel. (kms)

Außerirdische Einflüsse auf Erdbeben

Angetrieben von der Anziehungskraft des Mondes läuft zweimal am Tag ein Wasserberg um die Erde, während Küsten und Kontinente scheinbar in ihrer Lage verharren. Scheinbar, denn auch die Erde unter unseren Füßen kann sich der Kraft der kosmischen Begleiter nicht entziehen. Geowissenschaftler um Yishuo Zhou von Université Paris Sciences et Lettres haben sich dies genauer angeschaut und festgestellt, dass Sonne und Mond, zwar keine heftigen Erdstöße verursachen, die Bewegung der Erde aber ebenso beeinflussen, indem sie die natürliche Verschiebung bremsen oder beschleunigen. Am größten sei dieser Einfluss, wenn die Anziehungskräfte aufgrund der Drehung der Erde wiederholt auf Teile von Platten wirkten und so Kraft und Drift in Resonanz gerieten. Eine Erklärung für alle Beben bietet die Studie nicht, wohl aber einen Ansatz, warum manche Störung besonders empfindlich auf die Gezeitenkräfte reagiert. (ts)

Spontane Selbstentzündung aus der Tiefsee

Tief unter der Meeresoberfläche schlummern Schätze, die Begehrlichkeiten wecken. Nein, keine gruseligen Schiffswracks voller Gold und Edelsteinen, sondern Rohstoffe wie Eisen, Kupfer und Zink. Besonders an unterseeischen heißen Quellen lagern sich Minerale ab und stellen ein vielversprechendes Ziel für den Tiefseebergbau dar – und eine große Gefahr, wie Forscher des U.S. Geological Survey feststellen mussten. Als sie Erze aus dem Escanaba-Trog im Nordostpazifik im Labor untersuchten, entzündeten sich zwei von insgesamt 57 Proben von selbst. Chemische Analysen wiesen Eisensulfide nach, die aufgrund ihrer besonderen Kristallstruktur bei Kontakt mit Sauerstoff unter starker Wärmeentwicklung reagieren. Das Phänomen ist aus dem Bergbau an Land bekannt, stellt für die mögliche Förderung und Verarbeitung auf See aber eine besondere Herausforderung dar, die bislang wenig Beachtung fand. (ts)
Categories
etplus ticker vital wissen

Von Zeit vor dem Urknall bis weniger Deutsche

Erdkruste ist viermal verrutscht

Als Globus ist unsere Erde fest eingespannt und die Rotationsachse eindeutig. Im All ist sie hingegen weit weniger fest, als das Modell vermuten lässt. Vor allem im Zeitraum von Hunderten Millionen Jahren zeigt sich die sogenannte echte Polwanderung, sprich die Verschiebung der Rotationsachse gegenüber der Erdkruste, deutlich. Wie schnell Pole und Achse wanderten, war jedoch lange strittig. Forscher der Universität von Oslo identifizierten jüngst vier Phasen – im geologischem Maßstab – besonders schneller Polwanderung. Während der Superkontinent Pangäa im späten Karbon und Perm wohl nicht zu einer Verschiebung führte, kam es vor allem in der Kreidezeit „wiederholt zu schnellen Bewegungen“. Sowohl Ursachen als auch Folgen bleiben unklar. (kms)

Gefiederter Sieger im Energieaufwand

Ein Kondor und ein Schwan wiegen beide etwa elf Kilogramm. Dennoch legt der Kondor jeden Kilometer seiner Flugstrecke mit etwa einem Fünftel des Energieaufwands des Schwans zurück. Doch warum ist das so? Eine Studie von Max-Planck-Forscher belegt, dass der Unterschied in der Luft liegt. Während der Kondor Aufwinde nutzt und kaum Flügelschläge benötigt, ist der Schwan 99 Prozent der Zeit mit Schwingbewegungen beschäftigt. Damit zeigt sich, dass Fliegen mit der passenden Dynamik der Atmosphäre die energetisch günstigste Fortbewegungsart ist. In den Augen der Forscher könnte dies erklären, wie wetterbedingte Veränderungen beeinflussen, wohin und wann Tiere wandern. (kms)

Zwei der schwersten flugfähigen Vögel der Welt, der Andenkondor (l.) und der Trompeterschwan (r.), haben zwar etwa die gleiche Masse, aber einen sehr unterschiedlichen Energieaufwand beim Fliegen.

Foto: kms/Epoch Times; nach Donyanedomam, Gerald DeBoer/iStock

81,8 Millionen Deutsche bis 2045

2019 sprach das Berlin-Institut von einem „demografischen Zwischenhoch“. Deutschland wuchs, die Bevölkerung sollte auf absehbare Zeit weitgehend stabil bleiben. Sieben Jahre später hat sich die Perspektive verändert: Bis 2045 dürfte die Bevölkerung auf rund 81,8 Millionen Menschen sinken. Gut zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte verlieren laut neuer Prognose an Bevölkerung. Besonders im Osten entwickeln sich die Regionen immer unterschiedlicher, aber auch der Westen habe Verluste zu beklagen. Während Dahme-Spreewald, Leipzig, Potsdam, Dresden, Frankfurt am Main und Düsseldorf wachsen, werde die Bevölkerung in Suhl und im Saarland sinken. Ganz anders sieht das in Bayern aus: 18 der 20 am besten aufgestellten Kreise und Städte liegen heute im südlichen Freistaat. (ger)

Alte Salbe gegen moderne Keime

Allein im Jahr 2021 starben 4,71 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer Antibiotikaresistenz. Umso dringlicher suchen Mediziner nach einer Lösung, die womöglich in mittelalterlichen Büchern steckt. Denn: ein altes Heilmittel namens „Balds Augensalbe“ ist in der Lage, Bakterien unschädlich zu machen und sie daran zu hindern, eine Resistenz gegen die Salbe aufzubauen. Ausschlaggebend für die Wirkung ist die Kombination aus vier Naturstoffen – zwei Lauchgewächsen, Wein und Rindergalle –, welche einen starken Anti-Biofilm bilden und die Vermehrung der Bakterien verhindern. Die Forscher wollen künftig nicht die mittelalterliche Salbe in Umlauf bringen, sondern die Erkenntnisse um die Wirkungsweise von biologischen Cocktails auf moderne Wirkstoffe anwenden. (kms)

In der altenglischen medizinischen Handschrift „Bald’s Leechbook“ aus dem 10. Jahrhundert steht das Rezept für eine Augensalbe geschrieben, die noch heute gegen multiresistente Keime hilft.

Was wäre, wenn es eine Zeit vor dem Urknall gab?

Sie tickt, fliegt vorbei oder rinnt durch die Finger: Zeit ist sprachlich schwer zu fassen und in der Physik wird es noch etwas komplizierter. Doch egal, ob sie relativ ist, vorwärts oder rückwärts läuft, sie beginnt mit dem Urknall. Oder doch nicht? Was wäre, wenn der Urknall nur ein weiterer Moment in einer unendlichen Zeit ist? Im sogenannten Multiversum markiert der Urknall das Ende der unendlichen Ausdehnung in einem Raumbereich. Außerhalb dessen geht die Ausdehnung weiter und impliziert, dass es weitere Urknalls und Universen geben kann. In der sogenannten Konformen Zyklischen Kosmologie hingegen dehnt sich ein Universum nur soweit aus, bis es ein Gleichgewicht erreicht, das schließlich in einem neuen Urknall gipfelt. In beiden Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass andere Universen existieren, wir sie aber entweder aufgrund der immerwährenden Ausdehnung zwischen uns und ihnen oder der zeitlichen Abfolge nie nachweisen, geschweige denn besuchen werden können. (ts)

Eis so hart wie Beton

Eis ist billig und reichlich vorhanden. Es hat jedoch eine große Schwäche: Risse können sich schnell ausbreiten und das Eis ohne Vorwarnung brechen lassen. Nun haben israelische Wissenschaftler „BioPykrete“ entwickelt – eine Mischung aus Eis und Zellstoff, das bereits im Zweiten Weltkrieg experimentell erforscht wurde. Das Material ist laut Studie etwa zehnmal stabiler als normales Eis, kann 70-mal mehr Energie aufnehmen und verformt sich allmählich, bevor es zerbricht. Dies soll eines Tages ein biologisch abbaubares Baumaterial für die kältesten Orte der Erde ermöglichen. (ts)

Israelische Forscher haben ein „Super-Eis“ entwickelt, dass robuster als normales Eis ist.

Foto: Chen Adar

Haut ist bei Männern und Frauen unterschiedlich

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und erneuert sich ständig, sichtbar etwa an abgestorbenen Hautschuppen. Das ist bei Männern und Frauen gleich, doch wer wie Dan Engelmann genauer hinsieht, stellt erhebliche Unterschiede fest. Gemeinsam mit Kollegen untersuchte er fünf Monate lang die Teilung und Reifung von Hautzellen. Nicht nur erkannten sie, dass Hautstammzellen sowohl neue Stammzellen als auch bisher nur in der Theorie bekannte Übergangszellen bilden, die später zu Hautzellen werden, sondern auch, dass diese Prozesse bei Männlein und Weiblein unterschiedlich schnell ablaufen. Als mögliche Ursachen nannten sie die Geschlechtshormone, wobei Testosteron maßgeblich den Reife- und Östrogen den Teilungsprozess beeinflusste. Die Unterschiede erklären, warum Wunden bei Frauen meist schneller heilen, nicht aber mögliche Auswirkungen auf Ausschläge, Hautkrebs oder andere Hautkrankheiten. (ger)

Bunter Ursprung unserer Blumen

Auf der Erde wachsen über 370.000 Pflanzenarten – 75 Prozent davon sind Bedecktsamer, auch Blütenpflanzen genannt. Doch wie und wann kam es zu dieser blühenden Vielfalt? Eine neue Studie zeigt, dass die Bedecktsamer während der Blütezeit der Dinosaurier allmählich ältere Pflanzengruppen verdrängten, die zuvor Millionen Jahre lang das Land beherrschten. Dabei spielten scheinbar Klimaveränderungen eine tragende Rolle. So ergab die Analyse versteinerte Pollen und Sporen, dass es während der beiden wärmsten Erdzeiträume sowohl zu Massenaussterben als auch zu einem explosionsartigen Anstieg der Pflanzenvielfalt kam. Wieso ausgerechnet die Blütenpflanzen dominierten, ist unklar. Die Forscher weisen darauf hin, dass das neue Wissen nicht auf die Moderne übertragen werden kann, da vor über 100 Millionen Jahren andere irdische Bedingungen herrschten. (kms)

Auf der Welt gibt es rund 300.000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen.

Foto: southtownboy/iStock

Starke Sonne machte Leben

Fünf Basen bilden die Erbsubstanz allen bekannten Lebens: Sowohl DNA als auch RNA bestehen aus Adenin, Cytosin, Guanin sowie Thymin beziehungsweise Uracil. Warum ausgerechnet diese Fünf die Basis allen Lebens bilden, ist bis heute ungeklärt. Eine mögliche Ursache sehen Forscher der University of Wisconsin–Madison in rund 150 Millionen Kilometer Entfernung: im Licht der Sonne, insbesondere im UV-Licht, das früher aufgrund fehlender Ozonschicht umso intensiver schien. Im Labor zeigten die fünf Basen indes sehr unterschiedliche Lichtbeständigkeiten und damit kein einheitliches Bild. Im Allgemeinen waren DNA-Bausteine jedoch stabiler als RNA-Bausteine, sodass Prof. Zoe R. Todd und Kollegen vermuten, dass das UV-Licht zumindest beim Übergang zur heutigen DNA-dominierten Welt eine wegweisende Rolle einnahm. (ts)

Neandertaler mit Speerwunde

Archäologen staunten nicht schlecht, als sie kürzlich das durchlochte Schulterblatt eines Neandertalers in den Händen hielten. Der Fund überdauerte beinahe unversehrt rund 75.000 Jahre unter siebeneinhalb Metern Gestein in einer irakischen Höhle. Laut den Forschern stammt das 15 mm breite Loch von einem Holzspeer, der von vorn in den Körper eindrang und Arterien und die Lunge verletzte. Das etwa 45 Jahre alte Opfer hatte keine Chance und starb an dem sehr wahrscheinlich beabsichtigten „Herzschuss“. Was zu der zwischenmenschlichen Gewalttat führte, bleibt für immer unklar. (kms)

Bereits vor 300.000 Jahren nutzten Menschen Holzspeere zum Jagen wie diese Exemplare aus Schöningen in Niedersachsen zeigen.

Luft überführt Einbrecher

Diebe versuchen in der Regel nichts am Tatort zurückzulassen, weder Wertsachen noch verwertbare Spuren. Dank neuster Technik können Forensiker ihnen auch dann auf die Schliche kommen, wenn weder Fingerabdrücke noch Haare zurückbleiben. Den Beweis lieferten Forscher in Oslo und Australien mittels sogenannter eDNA. Der Begriff bedeutet Umwelt-DNA und umfasst unter anderem jene winzigen Partikel, die wir mit jedem Atemzug ausstoßen und die stundenlang in der Luft schweben können. Anhand 391 eDNA-Proben aus simulierten Testeinbrüchen beschrieben die Forscher unter welchen Bedingungen eDNA die klassischen Methoden ergänzen kann und welche Forschung noch nötig ist, damit Einbrecher künftig nur noch dann sicher sind, wenn sie gar nicht erst am Tatort erscheinen. (ts)

Fleisch ist im hohen Alter gut

Der Verzicht auf Fleisch könnte die Wahrscheinlichkeit, 100 Jahre alt zu werden, geringfügig senken – allerdings nur bei gebrechlichen, untergewichtigen Senioren. Das ergab eine 20 Jahre dauernde Beobachtungsstudie an mehr als 5.000 Ü-80-jährigen Chinesen. Im hohen Alter sei es demnach wichtiger, kräftig zu bleiben und Muskelmasse zu erhalten, als Krankheiten langfristig vorzubeugen. Ältere Menschen, die Fisch, Eier oder Milchprodukte zu sich nahmen, wurden genauso häufig Hundertjährige wie Fleischesser, was darauf hindeutet, dass wichtige Nährstoffe den Ausschlag geben könnten. Damit zeigt sich, dass sich der Nährstoffbedarf eines Menschen im Laufe seines Lebens entsprechend dem Alter signifikant ändert. (ger)

Laut einer neuen Studie ist es für Senioren vorteilhaft, regelmäßig Fisch und Fleisch sowie Eier oder Milchprodukte in ihre Ernährung zu integrieren.

Foto: vladans/iStock

Categories
ticker vital wissen

Von KI im Lügentest bis Wellen gegen Hurrikan

KI am Lügendetektor

Manchen Menschen sieht man an, wenn sie mehr wissen, als sie sagen – und kann dann gezielt nachfragen. Schwieriger wird es bei einer KI, bei der wir weder wissen, welche Infos das Programm verarbeitet, noch was es im Hintergrund alles tut. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Antworten falsch oder gezielt irreführend oder zensiert sind. David Bau von der Northeastern University und Kollegen wollen daher eine Art Lügendetektor für Sprachmodelle entwickeln, die Unstimmigkeiten zwischen Arbeitsschritten und Ausgabe erkennt. Ziel sei eine gemeinsame Grundlage für die Interpretierbarkeit von KI. Zugleich soll dies interne Rechenprozesse messbar und nachvollziehbar machen und so über einen reinen Faktencheck der Antwort hinausgehen. Von einer App, die Nutzer warnt, ist man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch weit entfernt. (ts)

Machen mehr Katzen glücklicher?

Das Wohlbefinden der Bevölkerung eines Landes wird häufig anhand eines nationalen Glücksindexes dargestellt, in den neben Einkommen auch Gesundheitskosten einfließen. Prof. Dario Maestripieri von der University of Chicago und Kollegen erweiterten diese Betrachtung jüngst um einen tierischen Faktor: die Anwesenheit von Katzen. Demnach sind Menschen in Ländern mit mehr Katzen glücklicher, während mehr Katzenparasiten, speziell Toxoplasma gondii, das Glück verringerten. Die Folgerung „mehr Katzen = mehr Parasiten“ hatte wiederum keinen Bestand, sodass der Katze-Glück-Zusammenhang am Ende doch etwas komplizierter wird. Die Studie liefert daher keine Anleitung zum Glücklichsein mit Katzen, wohl aber, dass Katzendichte und Wohlstand mit dem nationalen Glücksempfinden variieren – oder umgekehrt. (ts)

Das Streicheln einer echten Katze hat nachweislich einen langen positiven Effekt auf die Psyche.

Foto: Dima Berlin/iStock

„Phönix-Planet“ entdeckt

Die Erde und die anderen Planeten unseres Sonnensystems sind aus Material entstanden, das nach der Bildung eines Sterns übrig geblieben ist. Doch es gibt eine zweite und viel seltenere Variante der Entstehung: ein Planet, der sich aus den Resten eines Sterns bildet. Ein solcher „Phönix-Planet“, wie ihn Astronomen kürzlich entdeckten, kann durch das Element Niob nachgewiesen werden. Denn: Schwere Elemente wie dieses können nur unter den exotischen Bedingungen innerhalb sterbender Sterne entstehen. Mit den letzten Zuckungen des Sterns wird das Material ins All geschleudert, wo sich aus dem Rest ein Planet der zweiten Generation bildet – wie ein Phönix, der aus der Asche steigt. (ts)

Galileo war’s?

Ein sich nach hinten verjüngendes Rohr mit vier Linsen und einem aufrichtenden Okular, dessen konvexe Linsen im Abstand der doppelten Brennweite voneinander angeordnet sind: Dies ist kein Lexikoneintrag, sondern die Beschreibung des wahrscheinlich ersten Vierlinsen-Teleskops. Sie stammt aus dem Manuskript „De Tellescopiis Stellarum“ (1666) des spanischen Mönchs Ignacio Muñoz, der den Apparat als „fabricatum a Galilaeo“ bezeichnet. Für den Historiker Dr. José María Moreno Madrid von der irischen Universität Limerick ist die Entdeckung der Schrift von großer Bedeutung, denn bisherige Erwähnungen datierten die Erfindung um das Jahr 1645. Stimmt die Aussage über ihren Erfinder, muss Galileo Galilei (1564–1642) die Entwicklung des ältesten Vierlinsen-Fernrohrs schon um 1630 zugeschrieben werden. (kms)

Eine Seite aus „De Tellescopiis Stellarum“ (1666) von Ignacio Muñoz mit der Funktionszeichnung des Vierlinsen-Fernrohrs.

Foto: gemeinfrei

Antibiotika besser ohne Smoothie

Antibiotika sind dafür bekannt, Magenprobleme wie Durchfall zu verursachen. Das liegt daran, dass diese Medikamente neben der Bekämpfung von Infektionen oft auch gesunde Mikroorganismen im Darm abtöten, wodurch schädliche Bakterien die Oberhand gewinnen können. In diesen Momenten wird häufig zusätzlich geraten, leichte Nahrung wie Smoothies und Co. zu sich zu nehmen – getreu dem Motto: Hauptsache der Patient hat etwas im Magen. Eine neue Studie mit Krebspatienten zeigt jedoch, dass die Kombination von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Antibiotika toxisch ist und die Vielfalt des Darmmikrobioms stark verringern kann. Grundsätzlich raten die Forscher den Patienten daher – in Absprache mit ihrem Arzt – auf die Einnahme von Zucker während einer Antibiotikabehandlung zu verzichten. (ger)

Idefix auf dem Weg zum Mars

Wir schreiben das Jahr 2026, das ganze Sonnensystem wurde von Menschen erforscht. Das ganze Sonnensystem? Nein, ein kleiner Felsbrocken hört nicht auf, den Forschergeist zu wecken. Und die Erkundung ist nicht leicht für die beteiligten Organisationen aus Japan, Frankreich und Deutschland – und für Idefix. Der deutsch-französische Rover soll 2029 als erster Lander in der Geschichte der Raumfahrt auf dem Marsmond Phobos aufsetzen, um dessen Oberfläche aus nächster Nähe zu erkunden. Die Muttersonde der bisher größten japanischen Mission ins Sonnensystem soll anschließend selbst auf Phobos landen, Proben sammeln und 2031 erstmals Material aus dem Marssystem zur Erde zu bringen. Der Start ist für den 19. Oktober 2026 um 21:41 Uhr (MESZ) geplant und wird von der Japanischen Raumfahrtbehörde live übertragen. (ts)

Kräuterkunde bei den Elefanten

Seit den 1970er-Jahren ist bekannt, dass Tiere sich selbst behandeln können. So essen beispielsweise Schimpansen gezielt bittere Blätter gegen Darmparasiten, während Vögel ihre Nester mit insektenabwehrenden Pflanzen polstern. Nun haben Wissenschaftler des deutschen Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin nach jahrzehntelanger Arbeit das Phänomen der Zoopharmakognosie auch bei wild lebenden Afrikanischen Elefanten nachgewiesen. Die Dickhäuter suchen demnach bis zu 160 Meter tiefe Höhlen auf, um Salz und Mineralstoffe zu sich zu nehmen oder verabreichen ihrem Nachwuchs Heilpflanzen, die für ihre antibakteriellen, entzündungshemmenden oder antiparasitären Eigenschaften bekannt sind. Damit beweisen die Großsäuger einen feinfühligeren Umgang mit ihrer Natur, als unsere Redewendungen – wie ein Elefant im Porzellanladen – ihnen zuschreiben. (kms)

Sprichwörtlich sind Elefanten im Porzellanladen zu finden – mit ihrem Kräuterwissen, wären sie jedoch in einer Apotheke vermutlich besser aufgehoben.

Foto: Anna_Om/iStock

Schon gewusst?

Nicht nur Sonne und Mond haben einen Einfluss auf die Gezeiten, sondern auch die Form von Küsten. Jede Bucht hat einen natürlichen Rhythmus, in dem ihr Wasser hin und her schwappt und der durch ihre Form und Tiefe bestimmt wird. Wenn dieser Rhythmus mit dem der örtlichen Gezeiten übereinstimmt, verstärkt jede Bewegung die nächste. Gleichzeitig können auch Unterwasserberge und -grate die Gezeiten beeinflussen, indem sie die Wasserbewegung abbremsen oder deren Energie wie eine Feder wieder abgeben. So kann sich der mittlere Tidenhub von Region zu Region unterscheiden, wie die Beispiele Rotterdam (~1,90 Meter), Hamburg (~3,90 Meter) und Kimberley-Küste in Westaustralien (über 10 Meter) zeigen. (ts)

Wellen gegen Hurrikan

Flugzeuge erheben sich dank Aerodynamik in die Lüfte, Rennautos bleiben dank ihr am Boden, aber auch an Häusern entstehen bei starken Winden Druck- und Sogkräfte. Vor allem an Ecken und Kanten lösen sich die Luftströmungen – wie bei einem Heckspoiler – leicht vom Gebäude, erzeugen Wirbel und einen Unterdruck. So entsteht ein Druckgefälle und die Luft im Raum „drückt“ Wände und Dach nach außen. Damit Bauwerke dennoch Winden trotzen, kommen bisher vor allem kleine Rundungen oder stärkerer Materialien zum Einsatz. Besonders letzteres schlägt sich dabei leicht in den Kosten nieder. Erheblich günstiger könnte es durch eine Entdeckung von Wissenschaftlern um Pedro Fernández-Cabán, Assitenzprofessor für Bauingenieurwesen in den USA, werden. Ihnen zufolge können wellenförmige Flächen die Windlasten um bis zu 60 Prozent reduzieren, bislang allerdings nur in der Theorie. (ts)

Schlechte Augen wegen schlechter Luft

Glaukom (Grüner Star) und Katarakt (Grauer Star) gelten als altersbedingte Krankheiten. Einer neuen Studie zufolge könnte diese Erklärung jedoch zu kurzsichtig sein. Ahmed Alnabihi und Team einer Augenklinik in Riad, Saudi-Arabien, trugen dafür Daten von Millionen Menschen sowie der sie umgebenden Luft zusammen, konkret Feinstaub, Stick- und Schwefeloxide sowie Ozon und Kohlenstoffmonoxid. Dabei stellten sie fest, dass Gebiete mit höheren Schadstoffkonzentrationen mit mehr Augenleiden korrelieren. Da unsere Augen direkt der Außenluft ausgesetzt sind, „ist es biologisch plausibel, dass die Luftverschmutzung hier besonders schädigend wirken kann“, so Alnabihi. Die vorliegenden Daten können diesen Zusammenhang jedoch weder belegen noch andere Ursachen ausschließen. (ger)

Kein Weg zu weit

Die Osterinsel und Hawaii trennen rund 7.000 Kilometer voneinander. Für diese Entfernung würden wir heute mit einer kleinen Motoryacht etwa zehn Tage benötigen. Im 11. Jahrhundert besaßen die Menschen jedoch nur Paddel und Segel – und trotzdem meisterten sie diese lange Fahrt erfolgreich, wie eine neue Studie zeigt. So belegt eine DNA-Analyse gemeinsame Vorfahren der heutigen Bewohner von Rapa Nui und Hawaii deren Wurzeln bis nach Mangareva, Französisch Polynesien, zurückreichen. Dies beweist die Existenz einer alten Kultur, die zu wiederholten, weitreichenden Seereisen über den Pazifik fähig war – ohne Kompass und Motor, aber dafür mit Wille und Sterne. (kms)

So sehen traditionelle Boote der Polynesier aus.

Foto: Leamus/iStock

Galaktisch-gute Lage

Leben, wie wir es kennen, erfordert unter anderem flüssiges Wasser, dass nicht auf allen Planeten vorkommt. Befindet sich ein Himmelskörper zu nah an seinem Stern, ist es zu heiß; ist er zu weit draußen, ist es zu kalt. Dazwischen liegt die sogenannte zirkumstellare habitable Zone, also jener Bereich um einen Stern, in dem Leben prinzipiell die richtigen Bedingungen vorfinden könnte. Eine Studie von Forschern der Western Sydney University um Dr. Luke A. Barnes besagt, dass es diese auch im galaktischen Maßstab gibt – und unsere Milchstraße sich in einer ebensolchen Zone befindet, in der die Bedingungen über kosmisch relevante Zeiträume erhalten bleiben. Eine Zone, in der ausreichend schwere Elemente aus der früheren Sternenentstehung existieren, um Welten zu erschaffen, die Gefahren, die Leben und Welten vernichten können, aber (noch) selten sind. (ts)