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Experiment im Labor: Zeit läuft vorwärts, langsamer oder steht still


In Kürze:

  • „Was ist Zeit?“ ist eine der ältesten Fragen, der Menschen seit mehr als 2.000 Jahren nachgehen.
  • Ein britischer Forscher hat in seinem Labor ein kleines Universum erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen.
  • Anhand 24.000 ultrakalter Atome erkannte er, dass Zeit vorwärts und langsamer laufen, aber auch stillstehen kann – je nachdem, wie viel Aufmerksamkeit wir ihr schenken.

 
Kennen Sie auch diesen Moment? Sie sitzen vor einer unangenehmen Aufgabe oder sehnen sich nach etwas, ein Blick zur Uhr, doch die Zeiger wollen sich einfach nicht bewegen. Es scheint fast, als stünde die Zeit still. Andererseits verfliegt sie, wenn man nicht ihr, sondern den schönen Dingen seine Aufmerksamkeit schenkt. Als wäre die Zeit, wie Albert Einstein glaubte, relativ.
Doch was ist eigentlich Zeit? Dies ist eine der größten Fragen der Wissenschaft, auf die Naturforscher, Philosophen und Theologen seit Jahrtausenden eine Antwort suchen. Um aus physikalischer Sicht einen Beitrag zu dieser Thematik zu liefern, hat ein Wissenschaftler der Universität Birmingham in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen. Damit zeigt er, wie man den Fluss der Zeit messen kann, ohne dabei eine Uhr zu verwenden, und indirekt, wie sie sich verhält.

Die Frage aller wissenschaftlichen Fragen

Seit der Mensch seine Umgebung und ihre Gesetze erforscht, gibt es unterschiedliche Vorstellungen vom Wesen der Zeit. Zunächst sahen Gelehrte wie Platon (427–347 v. Chr.) oder Augustinus von Hippo (354–430) darin eine irdische „Erfindung“, womit die Zeit mit der Welt entsteht und vergeht. Diese Vorstellung ist auch im christlichen Glauben mit dem Tag des Jüngsten Gerichtes vertreten.
Später entwickelte sich die Idee hin zu einer absoluten Zeit, wie Isaac Newton (1643–1727) und Immanuel Kant (1724–1804) sie vertraten, wonach diese unabhängig von Mensch und Erde existiert.
Mit den technischen Fortschritten lieferten Naturwissenschaftler zahlreiche neue Theorien zur Zeit. Einer von ihnen war der Schweizer Physiker Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie. Er entdeckte, dass aufgrund unterschiedlich starker Bewegungen oder Gravitationsfelder die Zeit gefühlt und je nach Blickpunkt mal langsamer und mal schneller laufen kann.
Albert Einstein um 1921 in Wien

Für Albert Einstein war Musik ein wichtiger Teil in seinem Leben. Nicht nur ihr Empfinden, sondern auch ihre zeitliche Abfolge ist relativ.

Die Quantenmechanik scheint diese Theorie, dass Zeit relativ ist, zu unterstützen. So vergeht das Leben eines Menschen, der aus unzähligen Atomen besteht, im Laufe eines Jahrhunderts, während die winzigen Atome selbst nicht altern und zeitlos sind. Doch wie sieht das außerhalb der Erde aus?

Besitzt das Universum so etwas wie Zeit?

Einige physikalische Theorien, wie etwa die Wheeler-DeWitt-Gleichung (eine Kombination aus Quantenmechanik und Relativitätstheorie), legen nahe, dass dem Universum auf seiner tiefsten Ebene keine Zeit innewohnt.
Stattdessen existiere der Kosmos als einziger, unveränderlicher Quantenzustand, wo Teilchen sowohl wellenartige als auch teilchenartige Eigenschaften aufweisen. Dabei wird das Universum als Ganzes ohne externe Uhr betrachtet.
Jegliches Zeitgefühl müsse sich demnach aus den internen Beziehungen zwischen den Teilen ergeben, was auch als relationale Zeit bezeichnet wird. Diese Theorie war zwar nicht neu, jedoch noch nie direkt im Labor getestet worden. Das wollte Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham in England, mit seinem Mini-Universum im Labor ändern.
Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham, hat in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen. Foto: University of Birmingham

Giovanni Barontini, Professor für Physik an der Universität Birmingham, hat in seinem Labor ein „Mini-Universum“ erschaffen und erstmals Zeit ohne Uhr gemessen.

Foto: University of Birmingham

Mini-Universum im Labor

Prof. Barontini nutzte dafür eine Wolke aus 24.000 ultrakalten Atomen, auch Bose-Einstein-Kondensat genannt. Sie weist eine Temperatur von nur wenigen Milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt auf. Damit erschuf der Physiker ein hermetisch abgeschlossenes Quantensystem, das ein einfaches „Universum“ nachahmt.
Die Teilchen wurden mit einer durch einen Laserstrahl gebildeten dünnen Barriere eingefangen und geteilt, um einen beobachteten („hellen“) und einen unbeobachteten („dunklen“) Bereich zu erzeugen. Die Atome konnten sich zwischen dem „hellen“ und dem „dunklen“ Bereich bewegen, ansonsten war das System jedoch von der Außenwelt isoliert. Damit hatte es auch nichts, was als Uhr dienen konnte.

Die „Wolke“ im Inneren der Glaszelle ist eine magnetooptische Falle für Atome. Hier herrschen Temperaturen von etwa 0,0001 Grad über dem absoluten Nullpunkt.

Foto: University of Birmingham

Die Atome im „hellen“ Bereich bewegten sich in der Falle hin und her und flossen in regelmäßigen Abständen über die Barriere hinaus. Barontini bezeichnete diese Momente als „Urknall“. Kamen die Atome jedoch wieder zurück in die Barriere, bezeichnete der Physikprofessor dies als „Big Crunch“. Dabei handelt es sich um ein hypothetisches Szenario, bei dem sich die Expansion des Kosmos umkehrt.
Anschließend verfolgte er, wie Entropie – ein Maß für Unordnung oder Streuung der Atome und ihrem Verhalten innerhalb eines Systems – zwischen den beiden Hälften ausgetauscht wurde, während die Atome die Barriere überquerten. Anstatt eine Uhr im Labor zur Ordnung der Ereignisse heranzuziehen, entwickelte er eine „entropische Zeit“. Diese war ausschließlich dadurch definiert, wie viel Entropie zwischen den beiden Hälften des Systems floss.

Die drei Phasen der Zeit

Professor Barontini testete die Theorie der „entropischen Zeit“ anhand seines Universums im Labor und fand überraschend drei Phasen der Zeit:
  • floss Entropie, also nahm die Streuung der Teilchen im hellen Bereich zu oder ab, lief die Zeit vorwärts
  • verlangsamte sich der Austausch der Atome, verlangsamte sich auch die Uhr
  • erreichten beide Hälften ein Gleichgewicht, also gab es keinen Entropiefluss mehr, stand die Zeit still
„Die Studie liefert den ersten kontrollierten experimentellen Beweis dafür, dass ‚Zeit‘ durch Veränderungen innerhalb eines Systems definiert werden kann und nicht als die externe ‚tickende Uhr‘, die wir als Zeit verstehen“, erklärte Prof. Barontini.

Zeitgefühl erklärt durch Unwissenheit oder Schrödingers Katze

Sowohl die Zeit selbst als auch die Richtung, in die eine Zeit fließt (sogenannte Zeitpfeil), könnten demnach aus einer Quelle stammen: einem Beobachter, der auf Informationen verzichtet.
Als Barontini beschloss, den dunklen Bereich nicht zu betrachten, verzichtete er auf das Wissen über diese Hälfte des Systems. Dieser Akt der Unwissenheit, der in der Entropie kodiert ist, war es, der in der anderen Hälfte die Zeit entstehen ließ. Dies erinnert stark an Schrödingers Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist – je nachdem, ob man in den Karton sieht oder nicht.
„Sowohl die Zeit als auch der Pfeil der Zeit – vielleicht entstehen sie einfach aus Unwissenheit“, resümiert Barontini. „Um Zeit zu haben und zu beobachten, muss man auf gewisse Freiheitsgrade verzichten.“
Schenken wir in unliebsamen Momenten den Uhren also keine Aufmerksamkeit, können wir uns vielleicht künftig schneller den schönen Momenten im Leben widmen.
Die Studie erschien am 11. Juni 2026 in der Fachzeitschrift „Physical Review Research“.
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Zeitpunkt verpasst – und ein Leben lang kinderlos

Ich war eine karriereorientierte junge Frau, geprägt von feministischer Ideologie. Ich arbeitete hart, kämpfte hart und konnte mich schließlich in der männerdominierten Welt der Restaurants und Profiküchen durchsetzen. Heute denke ich, es hätte leicht passieren können, dass ich ungewollt kinderlos geblieben wäre.
Ich bekam mein erstes Kind erst mit 37. Und irgendwie schaffte ich es trotzdem noch, vier Kinder zu bekommen. Aber wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umschaue – und im erweiterten Familienkreis –, erkenne ich, dass mein Leben auch völlig anders hätte verlaufen können.

Wenn sich das Zeitfenster leise schließt

Es ist nicht so, dass ich überall sehen würde, dass Frauen die Mutterschaft bewusst ablehnen. Sie schieben sie auf: Karriere zuerst, Stabilität zuerst, Reisen zuerst, finanzielle Freiheit zuerst, Selbstentwicklung zuerst. Doch dann beginnt sich das Fruchtbarkeitsfenster leise zu schließen.
Einige meiner engen Freundinnen fanden nach 40 liebevolle Partner, aber Kinder kamen nie. Andere heirateten in ihren späten 30ern in der Annahme, dass Kinder ganz natürlich folgen würden, nur um Jahre und enorme Summen an Geld für Fruchtbarkeitsbehandlungen auszugeben, die letztendlich scheiterten.
Einige sagen, sie hätten überhaupt nie Kinder gewollt. Vielleicht ist das für manche wirklich wahr. Aber ich vermute, dass viele Frauen einfach gelernt haben, eine Sehnsucht zu unterdrücken, von der ihnen beigebracht wurde, sie als weniger wichtig anzusehen als die individuelle Leistung.
Ich weiß auch, dass es außergewöhnliche Frauen ohne Kinder gibt, die ein zutiefst erfülltes Leben führen, und ich weiß, dass es nicht für jede Frau möglich ist, Mutter zu werden. Aber ich möchte hier darüber sprechen, was ich bei mir selbst, bei meinen Freunden und in meiner Generation beobachtet habe.
Ich sage das ohne Wertung, weil ich es zutiefst verstehe. Ich habe dieses Leben auch gelebt.

Mein Haus, mein Auto, mein Job…

Ich hatte das große Haus in einer geplanten Lebensgemeinschaft, das teure Auto, den schönen Pool, finanziellen Komfort, endlose soziale Möglichkeiten und eine Karriere, die mir Lob und Identität einbrachte. Ich dachte, ich sei zufrieden. Und in vielerlei Hinsicht war ich das auch.
Blick von oben auf ein Projektmeeting. Foto: master1305/iStock

Blick von oben auf ein Projektmeeting.

Foto: master1305/iStock

Aber nichts davon ist mit Kindern zu vergleichen.
Nichts ist vergleichbar mit dem Gefühl, das Wort „Mama“ an einen selbst gerichtet zu hören. Nichts ist vergleichbar damit, Leben zu schenken, es in sich zu tragen, es zu ernähren, es zu beschützen. Und zu beobachten, wie Teile von einem selbst durch einen anderen Menschen in die Welt treten.
Für mich war die Mutterschaft das, was mich schließlich erwachsen fühlen ließ. Ich weiß, dass manche Kinderlose das ungern hören werden, aber es ist die Wahrheit meiner eigenen Erfahrung.
Eine Sache, die ich selten ehrlich diskutiert höre, ist, wie schwierig es sein kann, sich spät im Leben an die Mutterschaft anzupassen.

Im Kreis um sich selbst drehen

Bis viele Frauen heute Kinder bekommen, haben sie fast zwei Jahrzehnte damit verbracht, ein Leben aufzubauen, das sich ausschließlich um sie selbst dreht. Ihre Zeitpläne, Karrieren, Reisen, der Schlaf, Routinen, Ambitionen, Finanzen und Wohnungen drehen sich um persönliche Autonomie und Selbstbestimmung.
Dann kommt plötzlich ein winziger Mensch an, der vollkommen abhängig, wild, ineffizient, zutiefst bedürftig und völlig unbekümmert um deinen Zeitplan, deinen Schlaf, deine Karriereziele oder deine emotionale Bandbreite ist.
Kinder unterbrechen alles.
Und vielleicht ist das ein Teil ihres Zwecks.
Die moderne Welt fragt immer häufiger: „Wie bewahre ich mir meine Freiheit?“ Kinder stellen die gegenteilige Frage: „Wer zu werden bist du – für jemand anderen – bereit ?“
Die Mutterschaft hat mich auf wunderschöne Weise verändert, aber auch auf eine Art, die nicht unbedingt angenehm war. Sie hat mich gezwungen, weniger egozentrisch zu werden. Weniger besessen von meinem eigenen Komfort, meinen Ambitionen, meinem Image und meiner Kontrolle.
Kinder verlangen endloses Geben. Kein darstellerisches Geben. Echtes Geben. Geben um 3 Uhr morgens, geben, wenn man krank ist, geben, wenn niemand einem applaudiert. Geben, auch wenn es unmittelbar keine Gegenleistung dafür gibt.

Leise Fragen aus tiefstem Herzen

Und ich frage mich manchmal, ob die moderne Gesellschaft uns von dieser Art der Aufopferung weggezerrt hat.
Leise Gespräche finden an den seltsamsten Orten statt.
Vielleicht telefoniere ich gerade mit einer Anwältin, die eine geschäftliche Angelegenheit regelt, und sie sagt leise zu mir: „Darf ich Sie etwas fragen? Ich habe gerade meine Eizellen einfrieren lassen. Wie alt waren Sie, als Sie Ihr letztes Kind bekamen?“
Vielleicht ist es eine Flugbegleiterin, die meinen Schwangerschaftsbauch mit 44 Jahren bemerkt, sich sanft vorbeugt und fragt: „Ich hoffe, das ist nicht unhöflich, aber wie alt sind Sie?“ Wenn ich es ihr dann sage, faltet sie die Hände zusammen und sagt: „Sie geben den Frauen da draußen Hoffnung.“
Oder vielleicht ist es eine Frau hinter dem Tresen in einer Tierarztpraxis, die leise zugibt: „Ich bin über 40 und hoffe immer noch, eines Tages Kinder zu haben.“
Ich habe Versionen dieser Gespräche immer und immer wieder geführt. Frauen, die nach Beweisen suchen, dass es immer noch passieren kann.
Und es kann passieren.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen möglich und wahrscheinlich.

Immer mehr Gegenkräfte wirken

Die moderne Medizin hat die Fruchtbarkeit auf bemerkenswerte Weise verlängert, aber sie kann die Biologie nicht vollständig außer Kraft setzen. Gleichzeitig werden wir ständig mit endokrinen Schadstoffen, verarbeiteten Lebensmitteln, chronischem Stress, Mikroplastik, Pestiziden und Umweltchemikalien bombardiert. Viele Forscher glauben, dass sie zum Rückgang der Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen beitragen.
In vielerlei Hinsicht verlängern wir die Fruchtbarkeit technologisch, während wir sie gleichzeitig verschlechtern.
Die Wahrheit ist, dass sich die Biologie nicht gänzlich der Ideologie, dem Karrierezeitpunkt, der finanziellen Bereitschaft oder dem modernen Lebensstil beugt. Unsere besten Chancen liegen im Allgemeinen immer noch in der Jugend, auch wenn unsere Kultur die Jugend zunehmend als eine Zeit exklusiv für Selbstfindung und Unabhängigkeit behandelt.
Männer sind an diesem Wandel ebenfalls nicht unschuldig. Das moderne Erwachsenenalter dreht sich für beide Geschlechter zunehmend um persönliche Freiheit, endloses Verweilen in der Adoleszenz, Konsum, Erlebnisse und Selbstkonstruktion.
Die viele Zeit, die ich mit Tieren verbringe, hat diese Beobachtungen für mich nur noch vertieft. Wenn man Kühe Jahr für Jahr beobachtet, dreht sich ihr gesamter biologischer Rhythmus um Fortpflanzung, Geburt, Fürsorge und den Neubeginn. Die Natur selbst orientiert sich ständig am Fortbestehen.
Menschliche Wesen sind möglicherweise die einzigen Säugetiere, die in der Lage sind, diesen Instinkt vollständig außer Kraft zu setzen.
Zwei engverbundene Seelen... Foto: morrowlight/iStock

Zwei eng verbundene Seelen…

Foto: morrowlight/iStock

Fehlgeleitete Mutter-Energie?

Manchmal frage ich mich, wo stattdessen all diese Energie hinfließt.
Ich sehe oft, insbesondere unter meinen progressiveren Freunden, wie dieser Instinkt in Richtung Aktivismus, sozialer Anliegen und Schutz der Schwachen umgeleitet wird. Ich bezweifle nicht, dass viele dieser Bemühungen aus ehrlichem Mitgefühl und guten Absichten entstehen. Aber ich denke auch, dass einiges davon zu einer fehlgeleiteten mütterlichen Energie werden kann, die von der Familie losgelöst und nach außen auf die Gesellschaft allgemein umgeleitet wird.
Wenn der Instinkt zu nähren, zu schützen, zu verteidigen und zu opfern nicht mehr Kinder oder die Familie im Zentrum behält, verschwindet diese Energie nicht einfach. Sie bricht sich oft politisch, sozial und ideologisch Bahn.
Manchmal konstruktiv, manchmal destruktiv, manchmal auf eine Weise geschehend, bei der es weniger darum zu gehen scheint, tatsächlich schutzbedürftigen Menschen zu helfen. Vielmehr handelt es sich um eine Suche nach Sinn, Identität und moralischer Bedeutung – und dies in einer Welt, die zunehmend von Familie und Gemeinschaft entkoppelt ist.
Vor Kurzem haben wir für ein Paar ein Rehearsal Dinner ausgerichtet, gleich nach der Generalprobe für die Hochzeit. Die beiden waren 22 und 25 Jahre alt und Absolventen der Texas A&M University, tief katholisch, offen familienorientiert und fest entschlossen, ein Leben an gemeinsamen Werten orientiert aufzubauen, statt endloser Selbstoptimierung. Ihre Tischdekoration bestand aus wiederverwendeten Dosen, die mit lebenden Pflanzen gefüllt und Bildern von Heiligen dekoriert waren.
Als ich 22 war, waren meine Prioritäten ganz andere.
Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass diese jungen Leute vielleicht die richtige Idee haben.
Unsere Kultur erzählt jungen Menschen, sie sollen die Ehe aufschieben, Bindungen vermeiden, die Freiheit maximieren, reisen, Karrieren aufbauen und die Jugend genießen, solange sie können. Kinder werden oft als Einschränkung dargestellt, anstatt als Erfüllung.
Ich frage mich zunehmend, ob unsere Kultur Freiheit mit Erfüllung verwechselt, nur damit viele von uns erst zu spät entdecken, dass beides nicht immer dasselbe ist.
Junge Mutter mit Baby übt Gymnastik. Foto: Maryviolet/iStock

Junge Mutter mit Baby übt Gymnastik.

Foto: Maryviolet/iStock

Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Accidentally Childless“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)