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Entzündungshemmende Kohlenhydrate, die in Ihrer Ernährung möglicherweise fehlen


In Kürze:

  • Kohlenhydrate aus verarbeiteten Brot- und Nudelprodukten sind Entzündungsauslöser.
  • Bezieht man sie hingegen aus nährstoffreichen Lebensmitteln können sie Entzündungen lindern.
  • Vollwertlebensmittel wie Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte und Buchweizen sind nur wenige Beispiele für Kohlenhydrate, die Entzündungen entgegenwirken.
  • Drei einfache Rezepte können uns helfen, gesunde Kohlenhydratquellen zu genießen.

 
Einer der hartnäckigsten Mythen in der Ernährungswissenschaft ist, dass Kohlenhydrate von Natur aus entzündungsfördernd sind. Das entspricht nicht ganz der Wahrheit.
Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte, Buchweizen – all diese nährstoffreichen Lebensmittel gelten als Kohlenhydratquellen. Und Kohlenhydrate aus Vollwertkost können Entzündungen laut Untersuchungen sogar lindern.

Zwei Gründe, warum Kohlenhydrate Entzündungen hemmen können

Ein wichtiger Grund ist ihr Ballaststoffgehalt. Eine höhere Zufuhr von Ballaststoffen steht mit einem geringeren Risiko für chronisch-entzündliche Erkrankungen in Verbindung. Diese Stoffe fördern unter anderem ein gesünderes Darmmikrobiom, was systemische Entzündungen verringern kann.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil einiger Kohlenhydrate ist resistente Stärke. Diese Art von Stärke gelangt unverdaut durch den Dünndarm in den Dickdarm, wo Darmbakterien sie vergären. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, das über verschiedene Stoffwechselwege im Körper entzündungshemmend wirkt.
Warum werden Kohlenhydrate manchmal pauschal als Entzündungsauslöser abgestempelt? Schuld daran seien stark verarbeitete und haltbargemachte Brot- und Nudelprodukte, sagte die ganzheitliche Ernährungsberaterin Jaz Robbins gegenüber Epoch Times. Diese seien es, die zu Entzündungen beitragen.

Wo man entzündungshemmende Kohlenhydrate findet

Wurzelgemüse

An erster Stelle steht das Wurzelgemüse – Süßkartoffeln, Sellerie, Pastinaken, Steckrüben. „Ich liebe Süßkartoffeln – sie sind wohltuend, farbenfroh und unglaublich vielseitig. Ihre natürliche Süße und ihr Fruchtfleisch machen jedes Gericht nährstoffreicher“, meinte die staatlich geprüfte Ernährungsberaterin Jessica Clancy Strawn zu Epoch Times.
Wie sie weiter erklärte, enthalten sie Ballaststoffe und Antioxidantien, die einen stabilen Blutzuckerspiegel unterstützen, oxidativen Stress reduzieren und entzündungshemmend wirken.

Kartoffeln

Kartoffeln, die in unserer Ernährung häufiger vorkommen und botanisch gesehen kein Wurzelgemüse, sondern Sprossknollen sind, enthalten ebenfalls viele Verbindungen, die bei Entzündungen helfen können. Dazu gehören unter anderem Ballaststoffe, resistente Stärke und Anthocyane – die natürlichen Verbindungen, die einigen Sorten ihre rote, violette oder blaue Farbe verleihen.

Hülsenfrüchte

Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sind reich an löslichen Ballaststoffen. Diese seien eines der wirksamsten entzündungshemmenden Lebensmittel, über die wir verfügen, sagte Clancy Strawn. 
Dies ist dem hohen Gehalt an Polyphenolen (Tannine, Phenolsäuren, Flavonoide) zu verdanken, die nicht nur Entzündungen hemmen können, sondern auch antioxidativ wirken.

Buchweizen

Eine weitere gängige Art entzündungshemmender Kohlenhydrate sind Vollkornprodukte. „Buchweizen ist der Geheimtipp, von dem ich am meisten begeistert bin“, meinte Clancy Strawn.
Trotz des Namens ist Buchweizen kein Weizen. Es handelt sich um einen glutenfreien Samen, den man wie ein Getreide verwenden kann. Dadurch eignet er sich als Getreideersatz für Personen, die Gluten meiden. Außerdem enthält er den sekundären Pflanzenstoff Rutin, der dazu beiträgt, die Blutgefäße gesund zu erhalten und die Blutzirkulation zu fördern.
„Das ist besonders wichtig, da unser Gefäßsystem die Hauptverkehrsader ist, die Blut und Nährstoffe zu jedem Organ transportiert“, so die staatlich geprüfte Ernährungsberaterin weiter.

Quinoa

Auch Quinoa wird als Getreide behandelt, ist aber ebenfalls ein Samen. Seine Kombination aus Ballaststoffen und Eiweiß hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Das macht Quinoa zu einem hervorragenden entzündungshemmenden Grundnahrungsmittel.
Quinoa unterstützt zudem ein gesundes Gleichgewicht der Darmbakterien und der Darmschleimhaut, die beide eng mit Entzündungen im Körper verbunden sind.

3 einfache Rezepte, um gesunde Kohlenhydrate zu genießen

Letztendlich geht es nicht darum, Kohlenhydrate zu meiden. Vielmehr geht es darum, die Richtigen auszuwählen und sie als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu genießen. Die folgenden Rezepte können als Inspirationsquelle dienen.

1. Eine Schüssel voller Energie

Eines der Lieblingsgerichte von Clancy Strawn ist eine Schüssel mit gerösteten Süßkartoffeln, Bohnen und Quinoa.  Und so bereitet sie diese cremige, farbenfrohe Mahlzeit vor:
  1. Süßkartoffeln rösten, bis sie karamellisiert sind.
  2. Bohnen aus der Dose, vorgekochten Quinoa, Blattgemüse, Gurken und Kirschtomaten hinzufügen.
  3. Mit einem Spritzer Zitrone, einem Löffel Hummus und einem Klecks ungesüßten griechischen Joghurts garnieren.
„Das ist genau die Art von Mahlzeit, die mir an einem hektischen Arbeitstag Energie gibt“, sagte sie. 

2. Eine Bowl nach mediterraner Art

Ein weiteres einfaches Gericht ist eine Schüssel im mediterranen Stil. Die ganzheitliche Ernährungsberaterin Jaz Robbins verriet Epoch Times, wie sie sie zubereitet.
  1. Grüne oder braune Linsen kochen.
  2. Mit gehackten Tomaten, Gurken, roten Zwiebeln, Koriander (oder Petersilie) und Rucola ergänzen.
  3. Nach Geschmack Feta hinzufügen.
  4. Mit einem großzügigen Schuss nativem Olivenöl extra, Zitronensaft und einer Prise Knoblauch abrunden.
„Damit nimmt man entzündungshemmende Kohlenhydrate, Antioxidantien und gesunde Fette zu sich. Und es schmeckt köstlich“, so Robbins.

3. Mexikanisch inspirierte Kohlenhydratschüssel

Die australische Ärztin für Naturheilkunde, Jodi Duval, verfolgt einen eher mexikanisch inspirierten Ansatz.
  1. Eine ganze Süßkartoffel rösten, bis sie karamellisiert ist.
  2. Mageres Rinderhackfleisch aus Weidehaltung mit Knoblauch, Zwiebeln, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Oregano anbraten.
  3. Die Kartoffel mit dem angebratenen Rinderhack füllen.
  4. Obendrauf schwarze Bohnen, Avocado, frischen Koriander, Tomatensalsa und Babyspinat verteilen. 
  5. Mit einem Spritzer frischer Limette, einem Klecks griechischen Joghurts und einer Handvoll Kürbiskerne servieren.
„Das ist eines der Lieblingsgerichte meiner Familie unter der Woche“, sagte sie.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Anti-Inflammatory Carbs Your Diet Might Be Missing“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Roggenmehl und Apfelessig: Das natürliche Duo für schönes Haar + Rezept


In Kürze:

  • Roggenmehl ist reich an Inhaltsstoffen, die krauses Haar und Haarbruch mindern können.
  • Auch verdünnter Apfelessig ist gut fürs Haar, denn er entfernt Produktrückstände und verleiht Glanz.
  • Es ist sehr einfach, ein Shampoo aus Roggenmehl und eine Spülung aus Apfelessig zu Hause selbst herzustellen.

 
Was haben Roggenmehl und Apfelessig gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Und doch können sie beide als natürliche Mittel zur Haarwäsche zum Einsatz kommen – ganz ohne schädliche Inhaltsstoffe und zu einem Bruchteil der Kosten kommerzieller Produkte.

Wie Roggenmehl das Haar „wäscht“

Roggenmehl

Roggenvollkornmehl gemischt mit Wasser ergibt ein natürliches Shampoo.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Roggenmehl schäumt zwar nicht wie herkömmliches Shampoo, vermag aber dennoch Haar und Kopfhaut zu reinigen. Mit Wasser vermischt, bildet es eine milde Paste, die Fett, Schmutz und Rückstände entfernt, ohne die Kopfhaut dabei stark auszutrocknen.
Ein Grund dafür sind Pflanzenstoffe im Roggen, die antioxidative Eigenschaften besitzen. Zudem hat er von Natur aus einen leicht sauren pH-Wert, der nahe am normalen Bereich der Kopfhaut von etwa 4,5 bis 5,5 liegt. Das ermöglicht es, Reibung, krauses Haar und Haarbruch zu verringern.
Zudem hilft ein Shampoo aus Roggenmehl bei trockener oder schuppiger Haut. Besonders im Sommer – wenn die Hitze Jucken verursachen kann – kann es die Kopfhaut beruhigen.
Die präbiotischen Ballaststoffe des Getreides unterstützen die natürliche Abwehr gegen schädliche Bakterien und Pilze. Die Forschung zu den Enzymen und Ballaststoffen des Roggens konzentriert sich jedoch aktuell hauptsächlich auf Ernährung und Backen, nicht auf die direkte Gesundheit der Kopfhaut.

Wie Apfelessig das Haar „spült“

Apfelessig

Verdünnter Apfelessig ist eine natürliche Spülung für das Haar.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Einige herkömmliche Shampoos und Spülungen enthalten Beschichtungsstoffe, die nach dem Waschen im Haar verbleiben. Sie können sich mit der Zeit auf Haar und Kopfhaut ablagern. Dazu gehören unter anderem wasserlösliche Silikone, schwere Wachse und Kunststoffpolymere.
Ablagerungen können sich unter anderem wie folgt zeigen:
  • Das Haar fühlt sich schwer an.
  • Der Haaransatz ist fettig.
  • Die Spitzen sind trocken und spröde.
  • Die Kopfhaut juckt und schuppt.
Die natürlichen Eigenschaften von Apfelessig können helfen, das Haar zu pflegen, indem sie den pH-Wert der Kopfhaut ausgleichen und Ablagerungen entfernen. Das trägt dazu bei, Mikroben zu bekämpfen und Reizungen zu verringern. Zudem enthält naturtrüber Apfelessig Antioxidantien, die Haarfollikel vor Schäden schützen.
Apfelessig hat außerdem weitere Fähigkeiten:
  • Er ist von Natur aus säurehaltig und hat einen pH-Wert von etwa 2 bis 3. Wenn man ihn mit Wasser verdünnt, schont er Kopfhaut und Haar.
  • Eine saure Spülung kann der Alkalität einiger Haarpflegeprodukte entgegenwirken. Hohe Alkalität lässt die Schuppenschicht des Haares aufquellen, was es rau und stumpf wirken lässt.
  • Der Säuregehalt einer verdünnten Essigspülung kann dazu beitragen, die äußere Schuppenschicht zu glätten und zu versiegeln. Das macht die Haare geschmeidiger und verleiht ihnen Glanz.

So stellen Sie Ihre natürlichen Haarpflegeprodukte her

Das Waschen der Haare mit Roggenmehl und Essig erfordert zwar etwas Vorbereitung, aber es kann alles mit einfachen Küchenutensilien zu Hause gemacht werden.

Vor dem Start: Sicherheitstipps

Wer eine Roggenallergie hat oder kein Gluten verträgt, sollte Roggenmehl meiden. Nur fein gemahlenes Roggenmehl verwenden, es gründlich ausspülen und besonders vorsichtig bei Haaren sein, die gefärbt, gebleicht, geglättet, dauergewellt, sehr trocken oder brüchig sind.

Roggenmehl-Shampoo: Rezept + Anwendung

Das Haarwaschmittel aus Roggenmehl ist einfach herzustellen und sollte jedes Mal frisch zubereitet werden.
Darüber hinaus enthält Roggenmehl weniger Gluten und mehr Schleimstoffe, wodurch es in Verbindung mit Wasser weniger elastisch und klebrig wird als Weizenmehl. Das macht das Ausspülen sehr einfach und eignet sich gut für langes Haar. Außerdem hat es den Vorteil, dass der Abfluss nicht verstopft wird – vorausgesetzt, man verwendet ein Haarsieb.

Zubehör 

  • Schüssel
  • Messbecher
  • Schneebesen oder Handrührgerät

Zutaten

  • 35 Gramm fein gemahlenes Roggenvollkornmehl
  • 180 Milliliter Wasser, Kräutertee (Ringelblume) oder Pflanzenwasser (Lavendelwasser)

Zubereitung 

  1. Das Roggenmehl in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Für einen zusätzlichen Duft einen Kräutertee oder ein Pflanzenwasser verwenden.
  2. Die Mischung 15 Minuten ruhen lassen. Das hilft, die Schleimstoffe aus dem Mehl besser zu lösen.
  3. Die Konsistenz sollte am Ende der von Joghurt ähneln. Ist das Gemisch zu dickflüssig, nach und nach Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Alles gut verrühren.
 

Anwendung

  • Den Kopf über das Waschbecken oder die Badewanne beugen und das Roggenmehl-Shampoo sanft ins trockene Haar und in die Kopfhaut einmassieren. Dabei besonders auf Bereiche achten, die zu Fettigkeit neigen.
  • Die Mischung 5 bis 10 Minuten einwirken lassen.
  • Alles gründlich mit Wasser ausspülen, bis das gesamte Roggenmehl vollständig entfernt ist.
Man kann das Roggenmehl-Shampoo nach Bedarf anwenden. Aber man sollte langsam anfangen und darauf achten, wie die Kopfhaut und das Haar darauf reagieren.

Rezept für Spülung aus naturtrübem Apfelessig

Wer hartnäckige Produktrückstände aus dem Haar entfernen und zusätzlichen Glanz erzielen möchte, kann die folgende Apfelessig-Spülung ausprobieren.

Sicherheitstipps

Bevor man Apfelessig auf Haar oder Kopfhaut aufträgt, sollte man ihn immer verdünnen. Den Kontakt mit den Augen oder verletzter, gereizter Haut vermeiden. Falls Brennen, Rötungen, Juckreiz oder Unwohlsein auftreten, die Stelle sofort mit Wasser abspülen.

Zubehör 

  • Messbecher mit Ausguss oder eine Dosierflasche

Zutaten 

  • Ein Teil naturtrüber Apfelessig
  • Drei Teile Wasser
  • Ein Teil Aloe-Vera-Saft, optional

Zubereitung 

  1. Essig und Wasser in einem Messbecher oder einer Flasche mischen. Man kann beispielsweise 60 Milliliter Apfelessig und 180 Milliliter lauwarmes Wasser verwenden.
  2. Die verdünnte Essiglösung nach der Roggenmehl-Haarwäsche auf das Haar auftragen.
  3. Die Mischung mit den Fingerspitzen sanft in die Kopfhaut einmassieren und bis zu 5 Minuten einwirken lassen.
  4. Das Haar gründlich mit Wasser ausspülen.
Es mit der Essigspülung nicht übertreiben und sie nur etwa einmal pro Woche anwenden. Bei fettigem Haar kann man sie bis zu zweimal wöchentlich ausprobieren. Bei trockenem oder sprödem Haar reicht eine Anwendung alle zwei Wochen oder seltener.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The 2 Natural Hair Cleansers Hiding in Your Pantry“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Rooibos-Tee: Das gesundheitliche Potenzial von Südafrikas Nationalgetränk


In Kürze:

  • Rooibos ist das koffeinfreie und tanninarme Nationalgetränk Südafrikas.
  • Er ist reich an antioxidativen Verbindungen, die laut ersten Studien dazu beitragen können Entzündungen zu lindern und Blutgefäße und Gehirnzellen zu schützen.
  • Es gibt roten und grünen Rooibos, die sich im Geschmack und in ihren Eigenschaften unterscheiden.
  • Doch nicht nur die Art von Rooibos, sondern auch die Zubereitungsmethode kann Inhaltsstoffe und Geschmack beeinflussen.

 
In den Cederbergen Südafrikas färbt sich ein spindeldürrer grüner Strauch tief rotbraun, wenn er in der Sonne trocknet.
Dieser Strauch ist Aspalathus linearis, besser bekannt als Rooibos. In freier Natur wächst er nirgendwo sonst auf der Welt. Seit Generationen ist er Südafrikas alltäglicher Tee – koffeinfrei, tanninarm und von Kindheit an ein fester Bestandteil des Familienlebens.
Rooibos

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Marthane Swart

Nun untersuchen Wissenschaftler genauer, was tatsächlich in einer Tasse Rooibos-Tee steckt. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass seine antioxidativen Verbindungen mehr können als nur den Durst zu stillen. 

Was in Rooibos drinsteckt

Rooibos

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Marthane Swart

Rooibos-Tee gibt es in zwei Varianten: fermentiert (rot) und unfermentiert (grün). Beide sind reich an polyphenolischen Antioxidantien – pflanzlichen Verbindungen, die freie Radikale neutralisieren und dadurch laut Untersuchungen vor Entzündungen und Zellschäden schützen. Dazu gehören unter anderem die Pflanzenstoffe Aspalathin, Nothofagin und Quercetin.
Aspalathin und Nothofagin kommen vorwiegend in grünem Rooibos vor und in der Natur sonst fast nirgendwo. Beide sind starke Antioxidantien und Entzündungshemmer.
In einer Studie reduzierten die beiden Verbindungen zusammen Entzündungen der Blutgefäße in menschlichen Zellen und bei Mäusen, die durch einen hohen Glukosespiegel verursacht wurden. Das ist ein Ergebnis, das laut den Forschern auf zukünftige Behandlungsmöglichkeiten für Diabetesfolgeerkrankungen hindeuten könnte.
Quercetin ist bekannt für seine starken antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen, die die Zellen vor Schäden schützen und die Herzgesundheit unterstützen.
In Studien am Menschen verbesserte Rooibos die Cholesterinwerte und senkte den Blutzucker. Die Wirkungen zeigten sich sowohl bei gesunden Menschen als auch bei Personen mit bestehenden chronischen Erkrankungen.
Studien weisen auf positive Effekte in folgenden Bereichen hin:
Ferner sei Rooibos in Südafrika bei Ausdauersportlern beliebt, da er koffeinfrei und reich an Antioxidantien sei, schrieb Marthane Swart in einer E-Mail an Epoch Times.
„Experimentelle Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Rooibos körperliche Ermüdung bei wiederholtem, anstrengendem Training verringern und einen gewissen Schutz vor den Auswirkungen großer Höhen bieten könnte“, so das Sekretariat des South African Rooibos Council.

Potential für das Gehirn

Ein weiterer Bereich der Rooibos-Forschung ist die Auswirkung auf das Gehirn. Laut ersten Untersuchungen in Labor-, Zell- und Tiermodellen könnten die in Rooibos enthaltenen Verbindungen das Gehirn schützen.
Forschungsergebnisse zeigen, dass die einzigartigen Polyphenole in Rooibos, wie Aspalathin und Nothofagin, dazu beitragen können, 
  • Entzündungen im Gehirn zu reduzieren,
  • oxidativen Stress zu verringern
  • Mechanismen zu modulieren, die mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer in Verbindung stehen.
Wie die medizinische Biochemikerin Taskeen Docrat in ihrer Metaanalyse aus dem Jahr 2024 feststellte, sind die neuroprotektiven Wirkungen von Rooibos nicht auf eine einzelne antioxidative Verbindung zurückzuführen.
„Die neuroprotektiven Wirkungen gehen wahrscheinlich auf das Zusammenspiel der gesamten Mischung der vorhandenen Verbindungen zurück“, schrieb Docrat in einer E-Mail an Epoch Times.
Dieser Mechanismus deutet laut Docrat auf drei Fähigkeiten von Rooibos hin:
  1. Entzündungen im Gehirn zu reduzieren.
  2. Oxidativen Stress zu lindern.
  3. Gesunde Mitochondrien – die energieproduzierenden Strukturen in den Zellen – zu unterstützen.
Der Metaanalyse zufolge weisen Studien darauf hin, dass Rooibos-Verbindungen reaktive Sauerstoffspezies neutralisieren und die Verarbeitung von Amyloid-beta im Gehirn beeinflussen können – jenem Proteinfragment, das als zentraler Auslöser der Alzheimer-Krankheit gilt, so die Biochemikerin.
Die meisten der in Docrats Übersichtsarbeit berücksichtigten Studien basieren jedoch auf Zell- oder Tiermodellen. Es bestehe Bedarf an weiterer klinischer Forschung, die sich speziell auf neurodegenerative Biomarker und kognitive Ergebnisse am Menschen konzentriere, fügte sie hinzu.

Rot oder grün: Was ist der Unterschied?

Rooibos

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Marthane Swart

Sowohl roter als auch grüner Rooibos stammen von derselben Pflanze. Der Unterschied zwischen den beiden Arten liegt in der Verarbeitung nach der Ernte.
Laut Swart wird roter Rooibos traditionell geschnitten, zerkleinert und befeuchtet, um anschließend oxidieren zu können. Durch diesen Prozess verfärben sich die Blätter von grün zu rotbraun, was dem Tee seinen milden, natürlich süßen Geschmack verleiht. Anschließend werden die Blätter in der Sonne getrocknet.
Bei grünem Rooibos entfällt der größte Teil dieser Oxidation. Er bleibt grün und schmeckt leichter und grasiger.
Da er weniger stark verarbeitet ist, enthält grüner Rooibos mehr Aspalathin und weist in Labortests im Allgemeinen eine stärkere antioxidative Wirkung auf. Roter Rooibos enthält jedoch ebenfalls viele nützliche Inhaltsstoffe. Zudem wird er von den meisten Menschen getrunken und ist am besten erforscht.

Wie man Rooibos aufbrüht

Rooibos

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Marthane Swart

Auch die Zubereitungsmethode kann die Inhaltsstoffe beeinflussen. Docrat empfiehlt, Rooibos fünf bis zehn Minuten in kochendem Wasser ziehen zu lassen, um möglichst viele Polyphenole, darunter auch Aspalathin, freizusetzen. Wie viel davon jedoch vom Körper beim Trinken tatsächlich aufgenommen werden kann, muss erst in weiteren Studien untersucht werden.
Im Gegensatz zu vielen Teesorten ist Rooibos von Natur aus tanninarm, sodass er selbst bei längerer Ziehzeit selten bitter wird. Tatsächlich bringe eine längere Ziehzeit, so Swart, eher seine natürliche Süße und seinen honigartigen Geschmack zur Geltung. 
In Südafrika wird er typischerweise pur oder mit Milch, Zitrone, Honig oder Zucker serviert. Auch wird er stark aufgebrüht auf Eis getrunken oder zu Cocktails, Lattes und einem südafrikanischen Favoriten verarbeitet: dem „roten Cappuccino“. Dabei ersetzt man den Kaffee durch Rooibos.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Rooibos Tea May Reduce Inflammation and Protect the Aging Brain“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Das Ei-Dilemma: Was passiert, wenn Sie jeden Tag ein Ei essen – und der fatale Irrtum übers Cholesterin


In Kürze:

  • Wer regelmäßig Eier isst, unterstützt viele Körperfunktionen wie etwa die Knochengesundheit.
  • Eier sind eine Protein- und Nährstoffbombe, die unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und viele Vitamine enthalten.
  • Empfehlenswert sind Eier aus Freilandhaltung, die nicht zu wenig und nicht zu lange gekocht werden.
  • Bestimmte Personen sollten mit dem Eierverzehr vorsichtig sein oder ihn ganz pausieren.

 
Eier sind voller Nährstoffe. Ein mittelgroßes Ei liefert 60 Kalorien, etwa 10 Prozent des täglichen Proteinbedarfs und ein ganzes Spektrum an Mikronährstoffen.
Die Liste ist lang: 
  • Kalzium, 
  • Kalium, 
  • Phosphor,
  • Selen,
  • Zink,
  • Kupfer,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • die Vitamine A, E, D und B.
Bei regelmäßigem Verzehr unterstützen Eier viele Körperfunktionen. Nachfolgend sind fünf davon aufgeführt.

1. Eier versorgen den Körper effizient mit Energie

Wie oben erwähnt, liefern Eier viele Nährstoffe, die unser Körper benötigt, um gesund zu bleiben.
„Sie gehören zu den nährstoffreichsten und effizientesten Vollwertnahrungsmitteln, die wir haben. Sie sind reich an hochwertigem Protein, essentiellen Fetten, Cholin und fettlöslichen Vitaminen, die alles von der Gehirnfunktion bis zum Hormonhaushalt unterstützen“, sagte Laurie White, Naturheilpraktikerin und Spezialistin für funktionelle Medizin und funktionelle Ernährungstherapie, gegenüber Epoch Times.

2. Eier unterstützen Muskelregeneration und -wachstum

Eier sind eine hervorragende Quelle für hochwertiges Protein. Dieses ermöglicht es dem Körper, Gewebe wie Knochen, Muskeln, Haare und Haut aufzubauen und zu reparieren. Sie enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Das macht sie zu einer vollständigen Proteinquelle.
„Wenn Sie Eier essen, nehmen Sie nicht nur Protein zu sich – Sie lösen auch hormonelle Kaskaden aus, die dabei helfen, Muskeln und Knochen zu erhalten und aufzubauen sowie den Appetit zu regulieren“, meinte Dr. Christine Najjar zu Epoch Times. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin und Inhaberin einer auf Ernährung spezialisierten Praxis.
Zudem weise das Protein in Eiern eine hohe Bioverfügbarkeit auf, sodass der Körper es leicht aufnehmen und verwerten könne.
Studien zufolge hat Eiprotein eine Absorptionsrate von 97 Prozent – höher als bei Milchprodukten mit 95 Prozent und Fleisch mit 94 Prozent. Pflanzliche Proteine werden nur zu 45 bis 80 Prozent resorbiert, was Eier zu einer der besten natürlichen Proteinquellen macht. Das Kochen erhöht die Bioverfügbarkeit von Eiprotein zusätzlich, indem es dieses teilweise aufspaltet. Dadurch kann der Körper es leichter aufnehmen und verdauen.
Daher unterstützt der regelmäßige Verzehr von ganzen Eiern – Eiweiß und Eigelb – die Muskulaturgesundheit. Protein hilft uns beim Aufbau und Erhalt von Muskeln, steigert die Kraft und kann Sarkopenie vorbeugen, dem allmählichen Rückgang von Muskelmasse, Kraft und Funktion, der mit dem Altern einhergeht.

3. Eier stärken die Augengesundheit

Zusätzlich zu den oben genannten Nährstoffen enthalten Eier auch Lutein und Zeaxanthin. Das sind starke Antioxidantien, die sich in der Netzhaut anreichern und unsere Augen schützen. Sie helfen dabei, blaues Licht zu filtern, die Sehkraft zu verbessern und reaktive Sauerstoffspezies abzufangen.
Zudem steht der Verzehr von Eiern mit einem verringerten Risiko für altersbedingte Makuladegeneration, eine unheilbare Netzhauterkrankung, und Grauen Star in Verbindung. 
Der größte Teil der Nährstoffe eines Eies befindet sich im Eigelb – einer reichhaltigen, bioverfügbaren Quelle für Lutein und Zeaxanthin, mit natürlichen Fetten, die deren Aufnahme verbessern.
Laut Studien erhöht der tägliche Verzehr eines Eies den Lutein- und Zeaxanthin-Spiegel deutlich. Ferner steigert regelmäßiger Eierkonsum die Dichte des Makulapigments im Auge. Dies steht mit einer verbesserten Sehkraft und einem verringerten Risiko für Sehverlust in Zusammenhang.

4. Eier helfen, Appetit und Blutzucker zu regulieren

Eier sorgen für ein Sättigungsgefühl, sodass wir insgesamt weniger essen. Das habe mit der Kombination aus Eiweiß und gesunden Fetten zu tun, die in Eiern zu finden sind, meinte White. 
„Den Tag mit Eiern zu beginnen, kann helfen, den Blutzucker zu stabilisieren, Heißhunger zu senken und eine gleichmäßigere Energieversorgung zu fördern. Das macht es einfacher, ein gesundes Gewicht zu halten, ohne auf Willenskraft angewiesen zu sein“, so die Naturheilpraktikerin.
Das Nährstoffprofil von Eiern unterstütze außerdem wichtige Stoffwechselprozesse, darunter die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel. Diese seien entscheidend, um ein gesundes Gewicht aufrechtzuerhalten, sagte sie.

5. Eier unterstützen die Gehirnfunktion und das Gedächtnis

Eier sind eine der reichhaltigsten Nahrungsquellen für Cholin, das fast ausschließlich im Eigelb vorkommt.
Cholin ist notwendig, um Acetylcholin zu bilden – einen wichtigen Neurotransmitter für Gedächtnis und Konzentration. Ferner ist es unerlässlich für den Aufbau von Zellmembranen, für die Gehirnentwicklung bei Babys sowie für die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel.
„Interessanterweise zeigen Untersuchungen, dass die Mehrheit der Menschen ihren täglichen Cholinbedarf nicht deckt. Der regelmäßige Verzehr von Eiern ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, diese Lücke zu schließen. Studien brachten zudem eine höhere Cholinaufnahme mit einer verbesserten kognitiven Funktion und einem besseren Gedächtnis in Verbindung“, erklärte White.
Eine höhere Cholinaufnahme steht auch mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einem verringerten Risiko für Alzheimer in Verbindung.

Wie viele Eier sollten wir essen?

Frühere Ernährungsrichtlinien empfahlen, die Cholesterinaufnahme über die Nahrung zu begrenzen – wobei Eier als Hauptverursacher galten. Das Argument war einfach: Cholesterin aus der Nahrung erhöht den Cholesterinspiegel im Blut, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. 
Aktuelle Studien haben diese Behauptungen jedoch nicht bestätigt. Ihnen zufolge sind Eier ein sicheres, nachhaltiges Lebensmittel, das Energie und lebenswichtige Nährstoffe liefert.
Was die Frage angeht, wie viele Eier wir bedenkenlos essen können, sind sich Dr. Najjar und White einig. Ihnen zufolge müssen die meisten gesunden Menschen ihren Eierverzehr nicht einschränken.
„Eier sind seit jeher Teil der traditionellen menschlichen Ernährung. Historisch gesehen aßen die Menschen sie je nach Verfügbarkeit und Appetit, nicht nach festgelegten Grenzen“, so Dr. Najjar. „Im Allgemeinen rate ich den Menschen, sich beim Verzehr von ihrem Appetit leiten zu lassen“, fügte sie hinzu.

Eierqualität, Sicherheit und Zubereitungsmethoden

Wer regelmäßig Eier isst, sollte auf ihre Qualität achten. Naturheilpraktikerin White empfiehlt Eier aus Freilandhaltung – idealerweise von einem lokalen Bauern.
Dr. Najjar rät dazu, sich zum einen von seinem Budget leiten zu lassen. Doch wer seine Mikronährstoffversorgung optimieren möchte, sollte ihr zufolge auch Eier von lokalen Hühnern beziehen.
White merkte an, dass es auch Situationen gebe, in denen man vorübergehend den Eierkonsum einschränken oder vollständig pausieren sollte, wie zum Beispiel bei
  • einer echten Eiallergie, 
  • einer aktiven Darmentzündung oder erhöhter Durchlässigkeit,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • einer Histaminempfindlichkeit.
Sobald das zugrunde liegende Ungleichgewicht behoben sei, könnten Eier in den meisten Fällen wieder in den Speiseplan aufgenommen werden, fügte sie hinzu.
Was die Zubereitung von Eiern angeht, sollte man laut Dr. Najjar Extreme vermeiden. „Ein leicht gekochtes Ei mit weichem oder flüssigem Eigelb ist oft ein guter Mittelweg. Es bewahrt Nährstoffe und ist dennoch sicher zu verzehren“, so die Ernährungswissenschaftlerin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What Happens to Your Body When You Eat Eggs Regularly“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Die Wirkung von Astaxanthin: Was die aktuelle Forschung tatsächlich belegt

Das Pigment, das Wildlachs seine rote Farbe verleiht, wird heute in Flaschen abgefüllt und als eines der stärksten Antioxidantien der Welt vermarktet. Die Aussage ist bemerkenswert, doch die wissenschaftliche Beweislage ist deutlich differenzierter.
Astaxanthin ist ein marines Carotinoid, das von Mikroalgen wie Haematococcus pluvialis gebildet wird und über die Nahrungskette von Krill und Garnelen bis hin zu Fischen wie Forellen und Lachs gelangt.
Die Wellnessbranche hat es aufgegriffen und bewirbt es als Antioxidans, das in Labortests angeblich 6.000-mal stärker als Vitamin C sein soll, verbunden mit Vorteilen wie glatterer Haut, besserem Sehvermögen, weniger Entzündungen und verbesserter Gehirngesundheit.
Als Wissenschaftlerin für klinische Ernährung halte ich die Forschungsergebnisse für interessant, sehe aber zugleich, dass Marketing die wissenschaftlichen Nuancen und die tatsächliche Datenlage beim Menschen häufig vereinfacht darstellt.
Die Wirkung hängt stark von der Aufnahme ab und variiert je nach Dosierung, Darreichungsform und der Frage, ob Astaxanthin über natürliche Lebensmittel oder als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt wird.

Lachs vs. Nahrungsergänzungsmittel

Die grundlegende Frage: Ist Wildlachs besser als ein Nahrungsergänzungsmittel für Astaxanthin?
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist eine hochwertige Vollwertnahrungsquelle für den menschlichen Körper überlegen.
Wildlachs, insbesondere Rotlachs, liefert Astaxanthin in einer synergistischen Matrix, die unsere Zellen erkennen, zusammen mit Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Selen und anderen Nährstoffcofaktoren, die die Aufnahme unterstützen.
Omega-3-Fettsäuren helfen dabei, Astaxanthin besser aufzunehmen, da es fettlöslich ist, Protein unterstützt den Transport im Körper und Selen wirkt zusammen mit Astaxanthin für einen stärkeren antioxidativen Schutz.
Zuchtlachs aus dem Atlantik enthält in der Regel deutlich weniger Astaxanthin, was auf Unterschiede bei Futtermitteln und algenbasierten Zusatzstoffen zurückzuführen ist.
Weitere nützliche Nahrungsquellen sind Regenbogenforelle, Rotbrasse und Schalentiere wie Garnelen, Krill, Krabben und Krebse, wobei sich das Pigment bei Schalentieren hauptsächlich in der Schale und nicht im essbaren Fleisch konzentriert.

Natürliche Astaxanthinquellen: Regenbogenforelle, Rotbrasse und Schalentiere wie Garnelen, Krill und Krabben. Das Pigment steckt bei Schalentieren vor allem in der Schale.

Foto: ahirao_photo/iStock

Nahrungsergänzungsmittel hingegen können viel höhere und gezieltere Dosen liefern, oft 4 bis 12 Milligramm pro Tag, was über dem liegt, was die meisten Menschen aus ein paar Portionen Lachs erhalten. Doch die Aufnahme variiert erheblich von Person zu Person.
Astaxanthin ist eine fettlösliche Verbindung, daher hängt die Aufnahme von der Produktform und davon ab, ob man es zusammen mit Nahrungsfett einnimmt.
Forschungsergebnisse zeigen, dass ölbasierte Kapseln, die zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden, effektiver aufgenommen werden als trockene Tabletten auf nüchternen Magen.
Die Qualität der Marke und die Zusammensetzung sind wichtiger als das Wort „natürlich“ auf dem Etikett, obwohl das meiste Astaxanthin in Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich aus Haematococcus pluvialis, einer für den menschlichen Verzehr zugelassenen Mikroalge, gewonnen wird.
Wildlachs, eine der reichhaltigsten natürlichen Quellen für Astaxanthin, kann in einer typischen Portion mehrere Milligramm des Pigments liefern, was einer mittleren Dosis in Nahrungsergänzungsmitteln entspricht.
Der Verzehr von Wildlachs mehrmals pro Woche ist der ideale Weg, Astaxanthin aufzunehmen, da er reich an Proteinen und gesunden Fetten ist, was aber in der täglichen Ernährung schwer umzusetzen ist.
Nahrungsergänzungsmittel eignen sich am besten als praktische Ergänzung für diejenigen, die selten Fisch essen, und nicht als Ersatz für eine gute Mahlzeit.
Für den täglichen Gebrauch kosten hochwertige Astaxanthin-Nahrungsergänzungsmittel in der Regel etwa 20 bis 50 US-Dollar pro Monat für 4 bis 12 Milligramm pro Tag.

Unterstützung für Haut und Augen

Eine der am häufigsten geäußerten Behauptungen, die ich in meiner Arbeit höre, ist, dass Astaxanthin Falten glättet und der Haut einen strahlenden Teint verleiht.
Eine kontrollierte Studie am Menschen ergab, dass die Einnahme von 4 bis 12 Milligramm Astaxanthin pro Tag über acht bis 16 Wochen Hautrötungen durch UV-Sonneneinstrahlung reduziert, die Hautfeuchtigkeit verbessert und dazu beitragen kann, die Schutzbarriere der Haut zu stärken, obwohl es bei tiefen Falten kaum einen Unterschied macht.
Astaxanthin ist kein „Botox in Tablettenform“. Im besten Fall ist Astaxanthin ein unterstützendes Nahrungsergänzungsmittel, das zusätzlich zu Sonnenschutz, einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr eingenommen werden sollte.
Es wird tiefe Falten nicht beseitigen, kann aber dazu beitragen, die Hautgesundheit in eine bessere Richtung zu lenken.
Astaxanthin kann die Hautverjüngung unterstützen und bei Sonnenschäden helfen, ist jedoch kein kosmetischer Eingriff und kein Ersatz für grundlegende Hautpflege und eine gesunde Lebensweise.
Ähnlich bescheiden, aber realistisch, ist das Bild für die Augengesundheit.
Eine Übersichtsarbeit zu den Anwendungen von Astaxanthin in der Augenheilkunde zeigt, dass die tägliche Einnahme von etwa 4 bis 9 Milligramm in Form eines Nahrungsergänzungsmittels die Augen vor oxidativem Stress schützen und den Sehkomfort verbessern kann.
Besonders bei Erwachsenen, die viele Stunden vor Bildschirmen verbringen, konnte Astaxanthin die Symptome von Augenermüdung spürbar verringern.
Man kann es sich wie eine Schutzhülle oder eine Art von Komfort für die Netzhaut vorstellen, die gleichzeitig hilft, die Ermüdung der Augen zu verringern.
Es kann helfen, den Stress durch das ständige Starren auf Bildschirme den ganzen Tag über abzufedern, ersetzt jedoch keine angemessenen Bildschirmpausen, das Blinzeln oder eine Augenuntersuchung, wenn man unter Sehproblemen leidet.

Entzündungen und Herzgesundheit

Laborstudien zeigen, dass Astaxanthin schädliche freie Radikale wirksam neutralisiert, insbesondere im Fettgewebe, und seine antioxidative Wirkung in Reagenzglasversuchen kann weitaus höher erscheinen als die klassischer Antioxidantien wie Vitamin C.
Doch die vermarkteten Zahlen, wonach es „tausendmal stärker als Vitamin C“ sei, stammen aus chemischen Tests im Reagenzglas und lassen sich nicht direkt auf eine tausendfach stärkere Wirkung beim Menschen übertragen.
In Studien am Menschen sind die Belege bescheiden. Astaxanthin kann helfen, oxidativen Stress zu senken – was Antioxidantien tun – und Entzündungen zu reduzieren, aber die tatsächlich nachgewiesenen Vorteile sind meist gering und hängen von der Dosis, der Ernährung und dem Lebensstil ab.
Diese Studien deuten darauf hin, dass es hilft, wichtige Entzündungsmarker zu senken, mit kleinen Verbesserungen bei HDL-Cholesterin, Triglyceriden und dem diastolischen Blutdruck. Die Veränderungen bei LDL- und Gesamtcholesterin sind gering und nicht in allen Studien konsistent.
Es ist keine entzündungshemmende Pille und kein Statin zur Senkung des Cholesterinspiegels. Es mag helfen, Hintergrundentzündungen zu dämpfen und einige herzbezogene Marker in die richtige Richtung zu lenken, aber niemand sollte es anstelle von Medikamenten einnehmen, und es beseitigt nicht die Risiken einer ungesunden Ernährung oder chronischer Belastungen.
Eine Übersichtsarbeit zu marinen Carotinoiden stellte fest, dass die Form von Astaxanthin in Algen und Schalentieren dessen Stabilität und Resorption beeinflusst.
Für Nutzer von Nahrungsergänzungsmitteln kommt es vor allem darauf an, wie das Produkt hergestellt wird und ob es zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen wird. Denn Fett verbessert die Resorption erheblich, genau wie bei der natürlichen Aufnahme von Astaxanthin über den Verzehr von Meeresfrüchten, die im Allgemeinen reich an gesunden Fetten sind.

Gehirngesundheit

Der vielleicht überzeugendste neue Forschungsbereich bei Astaxanthin ist der der Neuroprotektion.
Eine Übersichtsarbeit zur Gehirnforschung zeigt, dass Astaxanthin eines der wenigen Antioxidantien ist, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann und dabei hilft, Gehirnzellen vor Schäden durch oxidativen Stress zu schützen.
Deshalb untersuchen Wissenschaftler es im Hinblick auf Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.
Kleine Studien am Menschen mit einer Dosierung von 6 bis 12 Milligramm pro Tag über acht bis zwölf Wochen ergaben leichte Verbesserungen des Gedächtnisses und der Hand-Augen-Koordination, oft verbunden mit einem geringeren Stresslevel im Körper.
Es gibt jedoch keine groß angelegten Langzeitstudien, die belegen, dass Astaxanthin Alzheimer oder einen starken kognitiven Verfall verhindert.
Derzeit ist es eher ein unterstützender, neuroprotektiver Nährstoff, der als Teil eines umfassenderen Behandlungsplans in Betracht gezogen werden sollte.
Der Hype um die antioxidative Wirkung von Astaxanthin ist real, aber ebenso real ist die Kluft zwischen dem, was die Wissenschaft belegt, und dem, was das Marketing suggeriert.
Das eigentliche Urteil hängt von der Qualität des Lachsfilets, der Dosierung und der Marke des Nahrungsergänzungsmittels sowie davon ab, wie Ihr Körper es aufnehmen kann – abhängig von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand.
Lassen Sie sich nicht von übertriebenen Wirksamkeitsversprechen täuschen. Es handelt sich laut derzeitigen Erkenntnissen lediglich um einen unterstützenden Nährstoff als Teil einer gesunden Ernährung und Lebensweise.

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Astaxanthin Benefits: What the Science Really Shows“. (deutsche Bearbeitung: vm)