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Das Ei-Dilemma: Was passiert, wenn Sie jeden Tag ein Ei essen – und der fatale Irrtum übers Cholesterin


In Kürze:

  • Wer regelmäßig Eier isst, unterstützt viele Körperfunktionen wie etwa die Knochengesundheit.
  • Eier sind eine Protein- und Nährstoffbombe, die unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und viele Vitamine enthalten.
  • Empfehlenswert sind Eier aus Freilandhaltung, die nicht zu wenig und nicht zu lange gekocht werden.
  • Bestimmte Personen sollten mit dem Eierverzehr vorsichtig sein oder ihn ganz pausieren.

 
Eier sind voller Nährstoffe. Ein mittelgroßes Ei liefert 60 Kalorien, etwa 10 Prozent des täglichen Proteinbedarfs und ein ganzes Spektrum an Mikronährstoffen.
Die Liste ist lang: 
  • Kalzium, 
  • Kalium, 
  • Phosphor,
  • Selen,
  • Zink,
  • Kupfer,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • die Vitamine A, E, D und B.
Bei regelmäßigem Verzehr unterstützen Eier viele Körperfunktionen. Nachfolgend sind fünf davon aufgeführt.

1. Eier versorgen den Körper effizient mit Energie

Wie oben erwähnt, liefern Eier viele Nährstoffe, die unser Körper benötigt, um gesund zu bleiben.
„Sie gehören zu den nährstoffreichsten und effizientesten Vollwertnahrungsmitteln, die wir haben. Sie sind reich an hochwertigem Protein, essentiellen Fetten, Cholin und fettlöslichen Vitaminen, die alles von der Gehirnfunktion bis zum Hormonhaushalt unterstützen“, sagte Laurie White, Naturheilpraktikerin und Spezialistin für funktionelle Medizin und funktionelle Ernährungstherapie, gegenüber Epoch Times.

2. Eier unterstützen Muskelregeneration und -wachstum

Eier sind eine hervorragende Quelle für hochwertiges Protein. Dieses ermöglicht es dem Körper, Gewebe wie Knochen, Muskeln, Haare und Haut aufzubauen und zu reparieren. Sie enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Das macht sie zu einer vollständigen Proteinquelle.
„Wenn Sie Eier essen, nehmen Sie nicht nur Protein zu sich – Sie lösen auch hormonelle Kaskaden aus, die dabei helfen, Muskeln und Knochen zu erhalten und aufzubauen sowie den Appetit zu regulieren“, meinte Dr. Christine Najjar zu Epoch Times. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin und Inhaberin einer auf Ernährung spezialisierten Praxis.
Zudem weise das Protein in Eiern eine hohe Bioverfügbarkeit auf, sodass der Körper es leicht aufnehmen und verwerten könne.
Studien zufolge hat Eiprotein eine Absorptionsrate von 97 Prozent – höher als bei Milchprodukten mit 95 Prozent und Fleisch mit 94 Prozent. Pflanzliche Proteine werden nur zu 45 bis 80 Prozent resorbiert, was Eier zu einer der besten natürlichen Proteinquellen macht. Das Kochen erhöht die Bioverfügbarkeit von Eiprotein zusätzlich, indem es dieses teilweise aufspaltet. Dadurch kann der Körper es leichter aufnehmen und verdauen.
Daher unterstützt der regelmäßige Verzehr von ganzen Eiern – Eiweiß und Eigelb – die Muskulaturgesundheit. Protein hilft uns beim Aufbau und Erhalt von Muskeln, steigert die Kraft und kann Sarkopenie vorbeugen, dem allmählichen Rückgang von Muskelmasse, Kraft und Funktion, der mit dem Altern einhergeht.

3. Eier stärken die Augengesundheit

Zusätzlich zu den oben genannten Nährstoffen enthalten Eier auch Lutein und Zeaxanthin. Das sind starke Antioxidantien, die sich in der Netzhaut anreichern und unsere Augen schützen. Sie helfen dabei, blaues Licht zu filtern, die Sehkraft zu verbessern und reaktive Sauerstoffspezies abzufangen.
Zudem steht der Verzehr von Eiern mit einem verringerten Risiko für altersbedingte Makuladegeneration, eine unheilbare Netzhauterkrankung, und Grauen Star in Verbindung. 
Der größte Teil der Nährstoffe eines Eies befindet sich im Eigelb – einer reichhaltigen, bioverfügbaren Quelle für Lutein und Zeaxanthin, mit natürlichen Fetten, die deren Aufnahme verbessern.
Laut Studien erhöht der tägliche Verzehr eines Eies den Lutein- und Zeaxanthin-Spiegel deutlich. Ferner steigert regelmäßiger Eierkonsum die Dichte des Makulapigments im Auge. Dies steht mit einer verbesserten Sehkraft und einem verringerten Risiko für Sehverlust in Zusammenhang.

4. Eier helfen, Appetit und Blutzucker zu regulieren

Eier sorgen für ein Sättigungsgefühl, sodass wir insgesamt weniger essen. Das habe mit der Kombination aus Eiweiß und gesunden Fetten zu tun, die in Eiern zu finden sind, meinte White. 
„Den Tag mit Eiern zu beginnen, kann helfen, den Blutzucker zu stabilisieren, Heißhunger zu senken und eine gleichmäßigere Energieversorgung zu fördern. Das macht es einfacher, ein gesundes Gewicht zu halten, ohne auf Willenskraft angewiesen zu sein“, so die Naturheilpraktikerin.
Das Nährstoffprofil von Eiern unterstütze außerdem wichtige Stoffwechselprozesse, darunter die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel. Diese seien entscheidend, um ein gesundes Gewicht aufrechtzuerhalten, sagte sie.

5. Eier unterstützen die Gehirnfunktion und das Gedächtnis

Eier sind eine der reichhaltigsten Nahrungsquellen für Cholin, das fast ausschließlich im Eigelb vorkommt.
Cholin ist notwendig, um Acetylcholin zu bilden – einen wichtigen Neurotransmitter für Gedächtnis und Konzentration. Ferner ist es unerlässlich für den Aufbau von Zellmembranen, für die Gehirnentwicklung bei Babys sowie für die Leberfunktion und den Fettstoffwechsel.
„Interessanterweise zeigen Untersuchungen, dass die Mehrheit der Menschen ihren täglichen Cholinbedarf nicht deckt. Der regelmäßige Verzehr von Eiern ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, diese Lücke zu schließen. Studien brachten zudem eine höhere Cholinaufnahme mit einer verbesserten kognitiven Funktion und einem besseren Gedächtnis in Verbindung“, erklärte White.
Eine höhere Cholinaufnahme steht auch mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit und einem verringerten Risiko für Alzheimer in Verbindung.

Wie viele Eier sollten wir essen?

Frühere Ernährungsrichtlinien empfahlen, die Cholesterinaufnahme über die Nahrung zu begrenzen – wobei Eier als Hauptverursacher galten. Das Argument war einfach: Cholesterin aus der Nahrung erhöht den Cholesterinspiegel im Blut, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. 
Aktuelle Studien haben diese Behauptungen jedoch nicht bestätigt. Ihnen zufolge sind Eier ein sicheres, nachhaltiges Lebensmittel, das Energie und lebenswichtige Nährstoffe liefert.
Was die Frage angeht, wie viele Eier wir bedenkenlos essen können, sind sich Dr. Najjar und White einig. Ihnen zufolge müssen die meisten gesunden Menschen ihren Eierverzehr nicht einschränken.
„Eier sind seit jeher Teil der traditionellen menschlichen Ernährung. Historisch gesehen aßen die Menschen sie je nach Verfügbarkeit und Appetit, nicht nach festgelegten Grenzen“, so Dr. Najjar. „Im Allgemeinen rate ich den Menschen, sich beim Verzehr von ihrem Appetit leiten zu lassen“, fügte sie hinzu.

Eierqualität, Sicherheit und Zubereitungsmethoden

Wer regelmäßig Eier isst, sollte auf ihre Qualität achten. Naturheilpraktikerin White empfiehlt Eier aus Freilandhaltung – idealerweise von einem lokalen Bauern.
Dr. Najjar rät dazu, sich zum einen von seinem Budget leiten zu lassen. Doch wer seine Mikronährstoffversorgung optimieren möchte, sollte ihr zufolge auch Eier von lokalen Hühnern beziehen.
White merkte an, dass es auch Situationen gebe, in denen man vorübergehend den Eierkonsum einschränken oder vollständig pausieren sollte, wie zum Beispiel bei
  • einer echten Eiallergie, 
  • einer aktiven Darmentzündung oder erhöhter Durchlässigkeit,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • einer Histaminempfindlichkeit.
Sobald das zugrunde liegende Ungleichgewicht behoben sei, könnten Eier in den meisten Fällen wieder in den Speiseplan aufgenommen werden, fügte sie hinzu.
Was die Zubereitung von Eiern angeht, sollte man laut Dr. Najjar Extreme vermeiden. „Ein leicht gekochtes Ei mit weichem oder flüssigem Eigelb ist oft ein guter Mittelweg. Es bewahrt Nährstoffe und ist dennoch sicher zu verzehren“, so die Ernährungswissenschaftlerin.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „What Happens to Your Body When You Eat Eggs Regularly“. (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Die Wirkung von Astaxanthin: Was die aktuelle Forschung tatsächlich belegt

Das Pigment, das Wildlachs seine rote Farbe verleiht, wird heute in Flaschen abgefüllt und als eines der stärksten Antioxidantien der Welt vermarktet. Die Aussage ist bemerkenswert, doch die wissenschaftliche Beweislage ist deutlich differenzierter.
Astaxanthin ist ein marines Carotinoid, das von Mikroalgen wie Haematococcus pluvialis gebildet wird und über die Nahrungskette von Krill und Garnelen bis hin zu Fischen wie Forellen und Lachs gelangt.
Die Wellnessbranche hat es aufgegriffen und bewirbt es als Antioxidans, das in Labortests angeblich 6.000-mal stärker als Vitamin C sein soll, verbunden mit Vorteilen wie glatterer Haut, besserem Sehvermögen, weniger Entzündungen und verbesserter Gehirngesundheit.
Als Wissenschaftlerin für klinische Ernährung halte ich die Forschungsergebnisse für interessant, sehe aber zugleich, dass Marketing die wissenschaftlichen Nuancen und die tatsächliche Datenlage beim Menschen häufig vereinfacht darstellt.
Die Wirkung hängt stark von der Aufnahme ab und variiert je nach Dosierung, Darreichungsform und der Frage, ob Astaxanthin über natürliche Lebensmittel oder als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt wird.

Lachs vs. Nahrungsergänzungsmittel

Die grundlegende Frage: Ist Wildlachs besser als ein Nahrungsergänzungsmittel für Astaxanthin?
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist eine hochwertige Vollwertnahrungsquelle für den menschlichen Körper überlegen.
Wildlachs, insbesondere Rotlachs, liefert Astaxanthin in einer synergistischen Matrix, die unsere Zellen erkennen, zusammen mit Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Selen und anderen Nährstoffcofaktoren, die die Aufnahme unterstützen.
Omega-3-Fettsäuren helfen dabei, Astaxanthin besser aufzunehmen, da es fettlöslich ist, Protein unterstützt den Transport im Körper und Selen wirkt zusammen mit Astaxanthin für einen stärkeren antioxidativen Schutz.
Zuchtlachs aus dem Atlantik enthält in der Regel deutlich weniger Astaxanthin, was auf Unterschiede bei Futtermitteln und algenbasierten Zusatzstoffen zurückzuführen ist.
Weitere nützliche Nahrungsquellen sind Regenbogenforelle, Rotbrasse und Schalentiere wie Garnelen, Krill, Krabben und Krebse, wobei sich das Pigment bei Schalentieren hauptsächlich in der Schale und nicht im essbaren Fleisch konzentriert.

Natürliche Astaxanthinquellen: Regenbogenforelle, Rotbrasse und Schalentiere wie Garnelen, Krill und Krabben. Das Pigment steckt bei Schalentieren vor allem in der Schale.

Foto: ahirao_photo/iStock

Nahrungsergänzungsmittel hingegen können viel höhere und gezieltere Dosen liefern, oft 4 bis 12 Milligramm pro Tag, was über dem liegt, was die meisten Menschen aus ein paar Portionen Lachs erhalten. Doch die Aufnahme variiert erheblich von Person zu Person.
Astaxanthin ist eine fettlösliche Verbindung, daher hängt die Aufnahme von der Produktform und davon ab, ob man es zusammen mit Nahrungsfett einnimmt.
Forschungsergebnisse zeigen, dass ölbasierte Kapseln, die zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden, effektiver aufgenommen werden als trockene Tabletten auf nüchternen Magen.
Die Qualität der Marke und die Zusammensetzung sind wichtiger als das Wort „natürlich“ auf dem Etikett, obwohl das meiste Astaxanthin in Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich aus Haematococcus pluvialis, einer für den menschlichen Verzehr zugelassenen Mikroalge, gewonnen wird.
Wildlachs, eine der reichhaltigsten natürlichen Quellen für Astaxanthin, kann in einer typischen Portion mehrere Milligramm des Pigments liefern, was einer mittleren Dosis in Nahrungsergänzungsmitteln entspricht.
Der Verzehr von Wildlachs mehrmals pro Woche ist der ideale Weg, Astaxanthin aufzunehmen, da er reich an Proteinen und gesunden Fetten ist, was aber in der täglichen Ernährung schwer umzusetzen ist.
Nahrungsergänzungsmittel eignen sich am besten als praktische Ergänzung für diejenigen, die selten Fisch essen, und nicht als Ersatz für eine gute Mahlzeit.
Für den täglichen Gebrauch kosten hochwertige Astaxanthin-Nahrungsergänzungsmittel in der Regel etwa 20 bis 50 US-Dollar pro Monat für 4 bis 12 Milligramm pro Tag.

Unterstützung für Haut und Augen

Eine der am häufigsten geäußerten Behauptungen, die ich in meiner Arbeit höre, ist, dass Astaxanthin Falten glättet und der Haut einen strahlenden Teint verleiht.
Eine kontrollierte Studie am Menschen ergab, dass die Einnahme von 4 bis 12 Milligramm Astaxanthin pro Tag über acht bis 16 Wochen Hautrötungen durch UV-Sonneneinstrahlung reduziert, die Hautfeuchtigkeit verbessert und dazu beitragen kann, die Schutzbarriere der Haut zu stärken, obwohl es bei tiefen Falten kaum einen Unterschied macht.
Astaxanthin ist kein „Botox in Tablettenform“. Im besten Fall ist Astaxanthin ein unterstützendes Nahrungsergänzungsmittel, das zusätzlich zu Sonnenschutz, einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr eingenommen werden sollte.
Es wird tiefe Falten nicht beseitigen, kann aber dazu beitragen, die Hautgesundheit in eine bessere Richtung zu lenken.
Astaxanthin kann die Hautverjüngung unterstützen und bei Sonnenschäden helfen, ist jedoch kein kosmetischer Eingriff und kein Ersatz für grundlegende Hautpflege und eine gesunde Lebensweise.
Ähnlich bescheiden, aber realistisch, ist das Bild für die Augengesundheit.
Eine Übersichtsarbeit zu den Anwendungen von Astaxanthin in der Augenheilkunde zeigt, dass die tägliche Einnahme von etwa 4 bis 9 Milligramm in Form eines Nahrungsergänzungsmittels die Augen vor oxidativem Stress schützen und den Sehkomfort verbessern kann.
Besonders bei Erwachsenen, die viele Stunden vor Bildschirmen verbringen, konnte Astaxanthin die Symptome von Augenermüdung spürbar verringern.
Man kann es sich wie eine Schutzhülle oder eine Art von Komfort für die Netzhaut vorstellen, die gleichzeitig hilft, die Ermüdung der Augen zu verringern.
Es kann helfen, den Stress durch das ständige Starren auf Bildschirme den ganzen Tag über abzufedern, ersetzt jedoch keine angemessenen Bildschirmpausen, das Blinzeln oder eine Augenuntersuchung, wenn man unter Sehproblemen leidet.

Entzündungen und Herzgesundheit

Laborstudien zeigen, dass Astaxanthin schädliche freie Radikale wirksam neutralisiert, insbesondere im Fettgewebe, und seine antioxidative Wirkung in Reagenzglasversuchen kann weitaus höher erscheinen als die klassischer Antioxidantien wie Vitamin C.
Doch die vermarkteten Zahlen, wonach es „tausendmal stärker als Vitamin C“ sei, stammen aus chemischen Tests im Reagenzglas und lassen sich nicht direkt auf eine tausendfach stärkere Wirkung beim Menschen übertragen.
In Studien am Menschen sind die Belege bescheiden. Astaxanthin kann helfen, oxidativen Stress zu senken – was Antioxidantien tun – und Entzündungen zu reduzieren, aber die tatsächlich nachgewiesenen Vorteile sind meist gering und hängen von der Dosis, der Ernährung und dem Lebensstil ab.
Diese Studien deuten darauf hin, dass es hilft, wichtige Entzündungsmarker zu senken, mit kleinen Verbesserungen bei HDL-Cholesterin, Triglyceriden und dem diastolischen Blutdruck. Die Veränderungen bei LDL- und Gesamtcholesterin sind gering und nicht in allen Studien konsistent.
Es ist keine entzündungshemmende Pille und kein Statin zur Senkung des Cholesterinspiegels. Es mag helfen, Hintergrundentzündungen zu dämpfen und einige herzbezogene Marker in die richtige Richtung zu lenken, aber niemand sollte es anstelle von Medikamenten einnehmen, und es beseitigt nicht die Risiken einer ungesunden Ernährung oder chronischer Belastungen.
Eine Übersichtsarbeit zu marinen Carotinoiden stellte fest, dass die Form von Astaxanthin in Algen und Schalentieren dessen Stabilität und Resorption beeinflusst.
Für Nutzer von Nahrungsergänzungsmitteln kommt es vor allem darauf an, wie das Produkt hergestellt wird und ob es zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen wird. Denn Fett verbessert die Resorption erheblich, genau wie bei der natürlichen Aufnahme von Astaxanthin über den Verzehr von Meeresfrüchten, die im Allgemeinen reich an gesunden Fetten sind.

Gehirngesundheit

Der vielleicht überzeugendste neue Forschungsbereich bei Astaxanthin ist der der Neuroprotektion.
Eine Übersichtsarbeit zur Gehirnforschung zeigt, dass Astaxanthin eines der wenigen Antioxidantien ist, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann und dabei hilft, Gehirnzellen vor Schäden durch oxidativen Stress zu schützen.
Deshalb untersuchen Wissenschaftler es im Hinblick auf Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.
Kleine Studien am Menschen mit einer Dosierung von 6 bis 12 Milligramm pro Tag über acht bis zwölf Wochen ergaben leichte Verbesserungen des Gedächtnisses und der Hand-Augen-Koordination, oft verbunden mit einem geringeren Stresslevel im Körper.
Es gibt jedoch keine groß angelegten Langzeitstudien, die belegen, dass Astaxanthin Alzheimer oder einen starken kognitiven Verfall verhindert.
Derzeit ist es eher ein unterstützender, neuroprotektiver Nährstoff, der als Teil eines umfassenderen Behandlungsplans in Betracht gezogen werden sollte.
Der Hype um die antioxidative Wirkung von Astaxanthin ist real, aber ebenso real ist die Kluft zwischen dem, was die Wissenschaft belegt, und dem, was das Marketing suggeriert.
Das eigentliche Urteil hängt von der Qualität des Lachsfilets, der Dosierung und der Marke des Nahrungsergänzungsmittels sowie davon ab, wie Ihr Körper es aufnehmen kann – abhängig von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand.
Lassen Sie sich nicht von übertriebenen Wirksamkeitsversprechen täuschen. Es handelt sich laut derzeitigen Erkenntnissen lediglich um einen unterstützenden Nährstoff als Teil einer gesunden Ernährung und Lebensweise.

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Astaxanthin Benefits: What the Science Really Shows“. (deutsche Bearbeitung: vm)