Der englische Nationaltrainer Thomas Tuchel vor dem Spiel um den dritten Platz der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und England im Miami Stadium am 18. Juli 2026 in Miami Gardens, Florida. - Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
Zwischen Thomas Tuchels Wandlung vom Buhmann zum Helden lagen nicht einmal zwei Stunden. Es waren allerdings spektakuläre, ja historische 100 Minuten Fußball, die Englands Nationaltrainer wieder eine Perspektive und vor allem das Wohlwollen der Öffentlichkeit verschafften.
Das Ergebnis des kleinen Finals bei dieser WM gegen Frankreich hätte auch drei Fußminuten weiter südlich auf einer Anzeigetafel stehen können. Dort, wo in Miami jedes Jahr das Tennisturnier ausgetragen wird.
Mit 6:4 besiegte das in der ersten Halbzeit entfesselt spielende England die als WM-Favorit gestarteten Franzosen. Der dritte Platz ist die größte WM-Leistung einer englischen Mannschaft seit dem Titelgewinn 1966.
Thomas Tuchel lächelt wieder.
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Buhrufe vor dem Anpfiff
„Das ist die erste Medaille seit 60 Jahren, die erste Medaille im Ausland. Ich hoffe, die Spieler sehen das“, sagte Tuchel. Vor dem Anpfiff waren noch Buhrufe durch das Stadion gehallt, als das Foto des 52-Jährigen am Ende der Mannschaftsaufstellung auf der Anzeigetafel gezeigt worden war.
Eine Halbzeit später stand es bereits 4:0. Und am Ende schrieb der „Daily Star“, dass die ganze Welt von dem Spiel gefesselt worden sei. Tuchel entschied, „den Anker zu liften, und England überrollte ein lustloses Frankreich.“
Der „Guardian“ urteilte, das Spiel „zählte zu den Höhepunkten des Turniers“ und es sei „wirklich fantastisch“ gewesen.
Doch so wenig sich Tuchel nach dem Argentinien-Spiel auf die Schwarzmalerei einlassen wollte, so sehr verweigerte er sich nun den Lobeshymnen.
„Wir erlauben es uns fast nicht, damit zufrieden zu sein, weil wir so ehrgeizig sind. Wir wollten ins Finale kommen, deshalb schmerzt es“, sagte Tuchel. „Es gibt vieles, auf das man stolz sein kann, aber dennoch werden viele von uns nicht glücklich sein.“
Die englische Nationalmannschaft posiert für ein Foto, nachdem sie nach ihrem 6:4-Sieg im Spiel um den dritten Platz der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und England am 18. Juli 2026 im Miami Stadium in Miami Gardens, Florida, die Bronzemedaillen entgegengenommen hat.
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Hendersons Rede
Bei der Ehrung für den dritten Platz wurde noch einmal deutlich, wie richtig Tuchel mit seiner Nominierung lag. Kopfschütteln hatte er im besten Fall geerntet, als er den hochbegabten Phil Foden und Cole Palmer kein WM-Ticket gegeben hatte.
Stattdessen schaffte es der 36 Jahre alte Jordan Henderson in den Kader, der beim Mittelklasseclub Brentford spielt. An diesem schwülen Sommerabend in Miami war es dann Henderson, der den nur zu Trainingszwecken mit in die USA gereisten Torwart Jason Steele zum Podest rief und ihm seine Medaille umhängte.
Die englischen Fans hinter dem Tor feierten begeistert. Es war kein Zufall, dass Jude Bellingham nach seinem Tor zum Endstand direkt zu Henderson gelaufen war und ihm einen Kuss auf die Stirn gegeben hatte.
Marcus Rashford (#11) aus England feiert gemeinsam mit Jordan Henderson (#14) nach dem vierten Tor seiner Mannschaft im Spiel zwischen England und Kroatien im Dallas Stadium am 17. Juni 2026 in Dallas, Texas.
Foto: Michael Steele/Getty Images
Auch vor dem Anpfiff spielte der erfahrene Ex-Liverpooler eine Schlüsselrolle.
„Jordan Henderson hat eine großartige Rede im Hotel gehalten, um uns in die richtige Stimmung zu bringen“, berichtete Tuchel. „Es gibt noch eine Lücke zu den Top Drei der Welt und die wollen wir schließen. Damit haben wir heute angefangen.“
Tuchel: „Den nächsten Sieg holen“
Verteidiger Djed Spence, der auf seiner Position zu den Entdeckungen des Turniers zählt, sieht in dem dritten Platz den Beginn von etwas Großem. „Es ist das beste Ergebnis seit 1966. Ich denke, das kann ein Sprungbrett für uns sein. Und im nächsten Turnier bringen wir hoffentlich etwas nach Hause.“
Das nächste Turnier ist die EM 2028 in Großbritannien und Irland. Bis dahin dürfte Tuchel Ruhe haben, wenn die Ergebnisse stimmen.
Auf Scharmützel mit den zahlreichen und wortgewaltigen Ex-Nationalspielern wird er sich weiterhin nicht einlassen. „Das Beste, was du tun kannst, ist auf dem Platz zu reagieren und den nächsten Sieg holen“, sagte er.
„Alles andere ist nur reden und das bringt dir keine Punkte. Ich bin froh über die Reaktion und wie wir gespielt haben.“ (dpa/red)
Holt er sich wie 2022 in Katar wieder den Pokal? Lionel Messi. (Archivbild) - Foto: Tom Weller/dpa
Spanien gegen Argentinien. Zwei Schwergewichte kämpfen um den wichtigsten Pokal im Weltfußball. Das Finale in East Rutherford heute hat noch viel mehr zu bieten als das Duell der Superstars Lionel Messi und Lamine Yamal.
Was für den Titelverteidiger spricht – und was für den Europameister:
Das spricht für Spanien
Defensivstärke: Gerade mal ein Gegentor haben die Iberer auf dem Weg ins Endspiel kassiert – beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Zuvor war Keeper Unai Simón 649 Minuten ohne Gegentreffer geblieben und hatte damit einen WM-Rekord aufgestellt.
Vor allem Linksverteidiger Marc Cucurella ragt als unermüdlicher Kämpfer aus dem Defensivverbund heraus. Aber auch sein Pendant auf der Gegenseite, Pedro Porro, hat großen Einfluss auf das Spiel und erzielte bei dieser WM seine ersten beiden Länderspiel-Tore. Wie die Spanier im Halbfinale die Zauber-Offensive der Franzosen abkochten, war beeindruckend.
Flexibilität: Spaniens Spiel ist auf Ballbesitz und Kontrolle ausgerichtet – aber nicht nur. Wenn sein Team für etwas bekannt sei, dann dafür, dass es sich je nach Situation anpassen könne, sagte Kapitän Rodri vor dem Finale.
„Wir sind eine sehr komplette Mannschaft und deshalb sind wir hier“, betonte der Mittelfeldstar. Gegen Argentinien erwarte er ein extrem physisches Spiel, so der 30-Jährige. Ruhen die Spanier weiter so in sich wie bisher, dürften sie aber auch mögliche Provokationen der Südamerikaner nicht aus dem Tritt bringen.
Oyarzabal: Alle sprechen über Messi und Yamal. Aber die Spanier haben noch einen weiteren Trumpf. Stürmer Mikel Oyarzabal hat bei diesem Turnier bereits fünf Tore erzielt. Und er ist ein echter Final-Experte.
In jedem seiner bislang sechs Endspiele als Profi hat der 29-Jährige getroffen: mit Real Sociedad San Sebastián in zwei spanischen Pokalfinals, mit der Nationalmannschaft in zwei Nations-League-Endspielen sowie entscheidend im EM-Finale 2024, mit der Olympia-Auswahl im Endspiel von Tokio vor fünf Jahren. Eine famose Bilanz.
Messi: Zu alt? Ein Lionel Messi ist offenbar nie zu alt. Der 39-Jährige spielt eine herausragende WM, hat bereits acht Tore und vier Vorlagen auf dem Konto. Er trägt diese Mannschaft, er trägt die ganze Nation.
Sicher: Er nimmt sich auf dem Platz seine Auszeiten. Aber: Er ist zur Stelle, wenn es darauf ankommt. Die Mitspieler schauen zu ihm auf und suchen ihn, wenn es eng wird. So dürfte es auch im Finale sein – dem mutmaßlich letzten WM-Spiel des Ausnahmekönners.
Mentalität: Das Spiel der Südamerikaner lebt von den Emotionen. Sie treten mit unglaublich viel Herz und Leidenschaft auf. Die glücklichen Gesichter auf den Tribünen oder in der Heimat würden sie beflügeln und berühren, erklärte Trainer Lionel Scaloni.
Die Unterstützung half den Argentiniern in der kniffligen K.o.-Phase, mehrere brenzlige Situationen zu überstehen. Gegen Kap Verde und die Schweiz mussten sie in die Verlängerung, gegen Ägypten und England retteten sie sich mit späten Toren.
Erfahrung: Spanien tritt mit dem Selbstbewusstsein eines Europameisters auf. Aber: In Argentiniens Kader stehen tatsächlich noch 17 Weltmeister von 2022.
Wichtige Stützen der Startelf, die im Finale von Katar damals gegen Frankreich gewann, haben auch diesmal tragende Rollen: Torhüter Emiliano Martínez etwa, Offensiv-Star Messi natürlich, aber auch Stürmer Julián Álvarez.
Trainer Scaloni ist ein echter Titelsammler: Neben dem WM-Pokal gewannen die Argentinier in seiner Amtszeit auch schon zweimal die Copa América (2021 und 2024). (dpa/red)
Auch der DFB-Präsident wird das WM-Finale nicht im Stadion verfolgen. (Archivbild) - Foto: Christian Charisius/dpa
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die deutschen Fußball-Spitzenfunktionäre verzichten auf einen Besuch des WM-Endspiels.
Wie der Deutsche Fußball-Bund auf dpa-Anfrage mitteilte, wird kein Verbandsvertreter und somit auch nicht Neuendorf oder dessen Stellvertreter Hans-Joachim Watzke die Partie zwischen Argentinien und Spanien in der Arena in East Rutherford verfolgen.
Neuendorf hätte als Mitglied des FIFA-Councils um Weltverbandschef Gianni Infantino einen reservierten Platz auf der Ehrentribüne. Watzke gehört als deutsches Mitglied der UEFA-Exekutive ebenfalls zum Führungszirkel der internationalen Fußball-Funktionäre.
Das Top-Event zum Abschluss der XXL-WM, das auch US-Präsident Donald Trump als Ehrengast im Stadion verfolgt, ist ein Stelldichein der wichtigste Entscheider im Weltfußball.
Bereits nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Zwischenrunde durch das 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay und der schnellen Rückkehr nach Deutschland hatte es vom DFB geheißen, dass Neuendorf keine WM-Spiele mehr besuchen werde. Dies gilt nun auch für das Finale.
Gewöhnlich saßen mehrere Council-Mitglieder bei den Partien auf den VIP-Tribünen. In dieser Woche hatte der DFB bestätigt, dass er im Gegensatz zu der überragenden Mehrheit der nationalen Fußball-Verbände bisher kein Unterstützerschreiben für die angestrebte Wiederwahl von FIFA-Boss Infantino im März 2027 unterzeichnet hat.
Neuendorf und Watzke waren in der Vorwoche nochmals nach New York geflogen – allerdings nicht um Fußball zu schauen, sondern um in einem Flughafenhotel mit Top-Kandidat Jürgen Klopp über das von allen Seiten erhoffte Engagement als Bundestrainer zu sprechen.
Klopp wird im Gegensatz zum deutschen Fußball-Führungszirkel auch beim WM-Finale live dabei sein – als Experte von „MagentaTV“.
In Per Mertesacker trifft er dort auf einen ZDF-Kollegen, der als möglicher Kandidat für einen Posten rund um die Nationalmannschaft, zum Beispiel als DFB-Geschäftsführer, gilt.
Mertesacker hatte bislang aus dem ZDF-Studio in Deutschland die WM analysiert, ist beim Finale aber mit seinem Kollegen Christoph Kramer in den USA dabei. (dpa/red)
Die französische Nationalmannschaft wärmt sich vor einer Trainingseinheit einen Tag vor dem Spiel um den dritten Platz bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und England am 17. Juli 2026 in Miami, Florida, auf. - Foto: Buda Mendes/Getty Images
Das nächste Spiel (Spiel um Platz 3) findet am Samstag, den 18. Juli, um 23:00 Uhr zwischen Frankreich und England statt.
Vorbereitungen auf Finalspiel Spanien gegen Argentinien
Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft kämpfen Spanien und Argentinien am Sonntag (21:00 Uhr MESZ) um den Titel – das Spiel wird zugleich zur Bühne für zahlreiche Musikstars.
Im MetLife-Stadion im US-Bundesstaat New Jersey findet 90 Minuten vor Anpfiff zunächst die Abschlusszeremonie der WM statt, zu der unter anderen der für seine Stunts bekannte Hollywoodstar Tom Cruise, der Sänger Robbie Williams und der Rapper Post Malone erwartet werden.
Angekündigt ist zudem eine Halbzeitshow mit Stars wie Madonna, Justin Bieber, der K-Pop-Band BTS und Shakira. Die Pause dürfte wegen des Auf- und Abbaus der Bühne länger ausfallen als die üblichen 15 Minuten.
HEUTE15:43 Uhr
Spaniens Trainer: Yamal „in optimaler Form“
Im Halbfinale erhielt Yamal noch einen schmerzhaften Schlag auf den Oberschenkel, für das Endspiel soll Spaniens Topstar laut Trainer de la Fuente aber topfit sein.
„Das war schmerzhaft für ihn, aus Vorsicht haben wir ihm Minuten zur Erholung gegeben. Es geht ihm gut heute, er hat mit der Mannschaft trainiert und er ist in optimaler Form“, sagte de la Fuente vor dem Finale.
Yamal war im Halbfinale gegen Frankreich im Strafraum gefoult worden und hatte so den Elfmeter zur 1:0-Führung für Spanien ermöglicht.
HEUTE12:43 Uhr
Argentiniens Torwart spielt mit gebrochenem Finger
Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft kurz vor dem WM-Finale noch mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand.
„Meine Hand tut immer noch jeden Tag weh“, sagte der 33-Jährige. Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt. Er brach sich den Ringfinger an der rechten Hand.
Dennoch gewann er mit Aston Villa gegen den SC Freiburg. Jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hat, habe ihm gesagt, dass eine Operation nötig sei. Er habe sich aber dazu entschieden, sie hinauszuzögern, berichtete Martínez.
HEUTE11:39 Uhr
Trump als Fußball-Kommentator: Kritik an Englands Defensivtaktik im WM-Halbfinale
Mit Fußballtaktik kennt sich Donald Trump nach eigener Aussage zwar nicht aus – und dennoch hat er Kritik an Englands Ausrichtung im verlorenen WM-Halbfinale gegen Argentinien geübt. „Sie sind in Führung gegangen und haben ihren besten Spieler genommen und ihn in die Defensive gestellt“, sagte Trump bei einem Empfang mit Fifa-Präsident Gianni Infantino in New York. Er bezog sich damit auf Englands Stürmer Harry Kane.
Trump schloss sich damit der Schar von Kritikern an, die die Mauertaktik des England-Trainers Thomas Tuchel in der letzten Phase des Halbfinal-Spiels angeprangert haben. Das englische Team war in der zweiten Halbzeit zunächst in Führung gegangen, kassierte dann aber in den Schlussminuten zwei Tore und schied aus.
„Man muss ein bisschen offensiv sein, oder?“ sagte Trump dazu. Er fügte aber sogleich hinzu: „Was weiß ich schon von der Trainerarbeit?“ Den englischen Mannschaftskapitän Kane nannte der US-Präsident „großartig“ und erinnerte daran, dass er mit Kane vor anderthalb Jahren im US-Bundesstaat Florida Golf gespielt hatte.
HEUTE14:40 Uhr
Die Teams bereiten sich vor
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Kritik von Medien und Ex-Spielern nach dem WM-Scheitern im Halbfinale gekontert. Wenn wir gewinnen, ist es „das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren. Es ist alles eine Frage der Perspektive“, sagte der Schwabe.
Der Weltmeister von 1966 trifft in Miami Gardens im Spiel um Platz drei am Samstag auf Frankreich.
Tuchel räumte ein, dass England zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Nachholbedarf habe. „Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu schließen.“
Didier Deschamps, Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft, am Tag vor dem Spiel um den dritten Platz der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und England im Miami Stadium am 17. Juli 2026 in Miami Gardens, Florida.
Foto: Jamie Squire/Getty Images
Thomas Tuchel, Trainer der englischen Nationalmannschaft, im Vorfeld des Spiels um den dritten Platz zwischen Frankreich und England im Miami Stadium am 17. Juli 2026 in Miami Gardens, Florida.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
GESTERN21:04 Uhr
Mehr als 200 Unterstützerschreiben für Infantino
Im Gegensatz zum Deutschen Fußball-Bund hat sich eine überwältigende Mehrheit der FIFA-Mitgliedsverbände für eine Wiederwahl von Gianni Infantino ausgesprochen. Der amtierende Präsident des Weltverbands habe trotz des Wirbels um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Profi Folarin Balogun die formale Unterstützung von mehr als 200 Ländern erhalten, berichtete der „Guardian“.
Demnach habe nur eine Handvoll der 211 Verbände kein Unterstützungsschreiben unterschrieben. Die Größenordnung deckt sich mit dpa-Informationen.
Der DFB hatte zuletzt bestätigt, kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl Infantinos unterzeichnet zu haben. Infantino darf sich zum jetzigen Stand seiner erneuten Wiederwahl beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat sicher sein.
Muss das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in East Rutherford bei New York am Sonntag wegen Waldbrand-Rauchs verschoben oder verlegt werden? Diese Frage hat am Freitag die US-Regierung und den Fußball-Weltverband Fifa beschäftigt. Die Organisatoren beobachteten die Lage genau, sagte der WM-Verantwortliche im Weißen Haus, Andrew Giuliani, am Freitag vor Journalisten in New York.
Giuliani sagte weiter, er werde die Frage mit Fifa-Präsident Gianni Infantino diskutieren. Präsident Donald Trump wurde am Freitag ebenfalls in New York erwartet, wo er im Trump-Tower an einem Fifa-Empfang teilnehmen wollte. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird ebenfalls erwartet.
Gesundheitsgefährdender Waldbrand-Rauch aus Kanada hatte in den vergangenen Tagen US-Millionenstädte wie New York und Chicago erreicht. Am Freitag gaben die Behörden auch in der Hauptstadt Washington eine Gesundheitswarnung wegen einer sehr hohen Feinstaubbelastung aus.
GESTERN8:26 Uhr
Dankert beim Finale, Milei verzichtet
Beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien ist zumindest doch noch ein Deutscher dabei. Der Fußball-Weltverband FIFA nominierte Bastian Dankert als Video-Assistenten für das Endspiel am Sonntag in East Rutherford (21.00 Uhr MESZ/ZDF). Der 46-Jährige wird den Slowenen Slavko Vinčić unterstützen, der sein erstes WM-Finale als Schiedsrichter leiten wird.
Argentiniens Präsident Javier Milei verzichtet hingegen auf den Besuch des Endspiels, damit seine „Glücksroutine“ nicht unterbrochen wird.
Britischer Minister fordert Fifa-Ermittlungen gegen Argentinien – Falkland-Transparent bei WM
Die britische Regierung hat den Fußballweltverband Fifa zu Ermittlungen gegen die argentinische Nationalmannschaft wegen eines Transparents zu den Falkland-Inseln aufgefordert. Wirtschaftsminister Peter Kyle sprach am Donnerstag, den 16. Juli, von einem „eklatanten Verstoß“ gegen das Verbot politischer Botschaften auf dem Spielfeld. Das Büro von Premierminister Keir Starmer unterstützte die Forderung. Argentiniens Präsident Javier Milei stellte sich hingegen hinter die argentinische Nationalmannschaft.
„Die Weltmeisterschaft gehört vielleicht nicht uns, aber die Falkland-Inseln ganz sicher“, erklärte eine Regierungssprecherin in London. Wirtschaftsminister Kyle forderte die Fifa auf, den Vorfall „gründlich“ zu untersuchen. Der Weltverband äußerte sich zunächst nicht.
Argentinische Spieler hatten nach ihrem 2:1-Sieg gegen England im WM-Halbfinale am Mittwoch in Atlanta ein Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malwinen sind argentinisch“) gezeigt. Politische Botschaften von Spielern und Offiziellen sind nach den Fifa-Regeln verboten.
Argentiniens Giovani Lo Celso zeigt nach dem WM-Halbfinalsieg gegen England, am 15. Juli nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale, ein Banner zum Falklandinsel-Konflikt.
Foto: Shaun Botterill/Getty Images
16. Juli8:49 Uhr
Argentinien: „Spielen wie Achtjährige“
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni sagt nach dem Sieg über England: „Es gibt nichts Vergleichbares. Die Jungs hatten keine Angst, sie fühlten die Last der Verantwortung nicht.“
Und Argentinien hatte Lionel Messi, der erneut entscheidenden Anteil an dem Sieg hatte. Der 39-Jährige bereitete beide Treffer vor. „Messi in den letzten 20 Minuten – da konnte er machen, was er wollte“, sagt Scaloni.
Das Erfolgsgeheimnis sei: „Sie spielen wie Achtjährige. Sie denken nicht daran, ob sie vorbeischießen oder in das Finale kommen. Sie wollen nur Fußball spielen.“
Schon vor der Partie war das Halbfinal-Duell in Atlanta aufgrund der politischen Vergangenheit aufgeladen gewesen. Inmitten der Siegesfeier zeigten argentinische Spieler dann ein Plakat mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“).
Mit dem Spruch will Argentinien seine Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Falklandinseln in Argentinien heißen, erklären.
Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Inseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1.000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Der Weltverband FIFA verbietet rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit eine Strafe drohen.
Argentinien Spieler feiern ihren Sieg mit einem umstrittenen Plakat, das Ihnen noch eine Strafe einfahren könnte. Darauf steht „Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien“. Besagte Inseln waren 1982 Kriegsschauplatz zwischen den beiden Ländern.
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15. Juli23:05 Uhr
Argentinien schlägt England
Im zweiten Halbfinale der Fußball-WM 2026 hat sich Argentinien mit 2:1 gegen England durchgesetzt. Das Spiel begann zunächst mit viel Druck der Engländer, die den Argentiniern im Spielaufbau kaum Luft zum Atmen ließen. Beide Teams zeigten von Beginn an eine aggressive Spielweise, was zu zahlreichen Fouls und Unterbrechungen führte. In der ersten Halbzeit gab es letztendlich keine Tore, aber die Partie war von einer hitzigen Atmosphäre geprägt.
Nach dem Seitenwechsel brachte Anthony Gordon die Engländer schnell in Führung (55.). Im Anschluss erhöhte Titelverteidiger Argentinien zunehmend den Druck und kam zu mehreren gefährlichen Chancen. Doch der englische Torwart Pickford verhinderte lange den Ausgleich.
Argentinien versuchte es mit mehreren Wechseln, um die Offensive zu beleben. Kurz vor Ende machte sich die Wechsel bezahlt und Enzo Fernández erzielte das Ausgleichtor (85.). Sieben Minuten später traf dann Martinez per Kopf und beendete damit den englischen Traum von der ersten Finalteilnahme seit 1966.
Im Endspiel treffen die Argentinier am Sonntag um 21:00 Uhr auf Spanien. England muss sich dagegen mit dem Spiel um Platz 3 gegen Frankreich begnügen, welches am Samstag um 23:00 Uhr startet.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 15.7.). Argentinien schafft mit einem Sieg gegen England den Einzug ins WM-Finale und trifft dort am Sonntag auf Spanien. bereits am Samstag spielen Frankreich und England um den 3. Platz.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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Lionel Messi (#10, Argentinien) und Harry Kane (#9, Engalnd) sorgten zwar für spannende Zweikämpfe, blieben aber beide torlos.
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Anthony Gordon (#18, England) bringt England in der 55. Minute aus kurze Distanz in Führung. Weitere Tore musste Emiliano Martinez (#23, Argentinien) jedoch nicht rechtfertigen.
Foto: Juan Mabromata/AFP via Getty Images
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Enzo Fernandez (#24, Argentinien, nicht im Bild) überrascht den englischen Torhüter Jordan Pickford (#1) und erzielt kurz vor Ende der zweiten Halbzeit (85.) den Ausgleich.
Foto: Elsa/Getty Images
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Lautaro Martinez (#22, Argentinien) verhindert mit dem 2:1 in der Nachspielzeit (90+2.) die Verlängerung. Damit steht Argentinien im WM-Finale und trifft dort am Sonntag auf Spanien. England speilt am Samstag gegen Frankreich um Platz 3.
Foto: Richard Pelham/Getty Images
15. Juli20:05 Uhr
Argentiniens Vizepräsidentin bezeichnet Engländer als „Piraten“
Vor dem Halbfinale zwischen Argentinien und England um 21:00 Uhr hat die argentinische Vizepräsidentin Victoria Villarruel die Engländer als „Piraten“ bezeichnet. Das Spiel gegen England sei „nicht einfach nur ein weiteres Spiel“, erklärte Villarruel im sozialen Medium „X“.
Hintergrund ist der Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien im Jahr 1982 um die zum britischen Kolonialreich gehörenden Inseln vor dem argentinischen Festland, der mit einer Kapitulation Argentiniens endete.
Die Äußerungen der argentinischen Vizepräsidentin standen im starken Kontrast zu denen des argentinischen Nationaltrainers Lionel Scaloni und mehrerer Spieler, die versucht hatten, die politische und historische Bedeutung des Spiels herunterzuspielen. „Es ist ein Fußballspiel, ganz einfach“, erklärte Scaloni. „Das mit Politik zu vermischen, wäre Wahnsinn.“
15. Juli19:45 Uhr
Keine Beschlüsse bei Sitzung zu Klopp
Die Sitzung der DFB-Spitzenfunktionäre zum erhofften Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist ohne konkrete Ergebnisse beendet worden. Nach dpa-Informationen hatte die digital abgehaltene Zusammenkunft des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG einen reinen Informationscharakter.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf berichtete demnach über die in den vergangenen Tagen geführten Gespräche mit Klopp in New York und Oliver Mintzlaff, dem Chef von dessen derzeitigem Arbeitgeber Red Bull, in München.
Ein Knackpunkt für eine finale Einigung mit Klopp sind demnach vor allem dessen diverse private Werbeverträge. Hier muss der DFB mit eigenen Partnern eine Lösung anstreben, inwiefern der 59-Jähriger als künftiger Bundestrainer eventuell auch für Konkurrenzunternehmen aktiv sein kann.
Jürgen Klopp ist und bleibt der Wunsch-Bundestrainer der DFB-Spitze. (Archivbild)
Foto: Jan Woitas/dpa
15. Juli5:05 Uhr
Tuchel sucht Trick gegen Messi
Für die Chance auf das erste englische WM-Finale seit 1966 hat Trainer Thomas Tuchel sogar überlegt, ein veraltetes taktisches Mittel einzusetzen. „Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, für ihn auf die gute alte Manndeckung zu setzen“, sagte der 52-Jährige über Argentiniens Superstar Messi. Die beiden Rivalen treffen heute in Atlanta im zweiten Halbfinale aufeinander.
Der 39 Jahre alte Messi bringt Tuchel besonders ins Grübeln. „Jeder kennt die Räume, die er mag. Aber er sieht Dinge früher als anderer. Dann hat er die zwei Meter, die er für seinen unglaublichen linken Fuß braucht“, sagte Englands Nationaltrainer. Er habe aber einige Muster im Spiel der Argentinier ausgemacht.
15. Juli0:05 Uhr
Spiel am Mittwoch
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Halbfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: England gegen Argentinien in Atlanta, USA (Übertragung: ARD)
14. Juli23:05 Uhr
Spanien gewinnt gegen Frankreich
Spanien hat sich im Halbfinale der Fußball-WM 2026 mit einem 2:0-Sieg gegen Frankreich durchgesetzt und sich damit das Finalticket gesichert. Spanien übernahm von Beginn an die Kontrolle und zeigte sich ballsicher. In der 22. Minute brachte Mikel Oyarzabal die Iberer per Elfmeter in Führung. Frankreich versuchte, über Umschaltmomente ins Spiel zu finden, blieb jedoch weitgehend ungefährlich.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Spanien den Druck und belohnte sich in der 58. Minute durch Pedro Porro mit dem zweiten Treffer. Frankreich bemühte sich, ins Spiel zurückzufinden, scheiterte jedoch immer wieder an der gut organisierten spanischen Defensive. Trotz der Bemühungen von Kylian Mbappé und seinen Teamkollegen gelang es den Franzosen nicht, den Rückstand aufzuholen.
Spanien erreicht somit das Finale und wird dort auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen England und Argentinien treffen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 14.7.). Spanien setzte sich im ersten Halbfinale gegen Frankreich durch und spielt am kommenden Samstag um den WM-Titel. Der Gegner ermittelt sich heute Abend im Spiel zwischen England und Argentinien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
Der Franzose Maxence Lacroix (#26) köpft den Ball gegen Rodri (#16) aus Spanien während des Halbfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und Spanien im Dallas Stadium am 14. Juli 2026 in Arlington, Texas.
Foto: Shaun Botterill/Getty Images
14. Juli21:06 Uhr
26 WM-Spiele: Deschamps löst Schön als Rekordtrainer ab
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön als Rekord-Trainer bei Fußball-Weltmeisterschaften abgelöst. Das Halbfinale gegen Spanien im Dallas-Stadion ist Deschamps 26. WM-Spiel als Cheftrainer. Der 57-Jährige übernahm die Bestmarke von Schön – der seinen letzten Einsatz vor 48 Jahren bei der WM 1978 hatte – am Nationalfeiertag der Franzosen.
Seit 2012 ist der Ex-Profi als französischer Nationaltrainer im Amt. Nach dieser WM wird er es abgeben – dem Vernehmen nach an Zinédine Zidane. 1998 holte Deschamps den WM-Titel als Spieler, 2018 als Trainer. Lediglich Franz Beckenbauer und Mário Zagallo gelang ebenfalls ein solches Double. Gleich zwei WM-Titel als Coach holte bisher nur Vittorio Pozzo: 1934 und 1938 mit Italien.
In Deschamps‘ 26 WM-Partien ist auch das Gruppenspiel gegen Norwegen mitgerechnet. Der Franzose stand bei dieser Partie allerdings nicht an der Seitenlinie, weil er nach dem Tod seiner Mutter in die Heimat geflogen war. Von der FIFA wird die Begegnung (4:1) dennoch in Deschamps‘ offizieller WM-Statistik aufgeführt.
14. Juli10:59 Uhr
Frankreich: Spanien ist der Favorit
Bei der Fußball-WM wächst die Anspannung vor dem ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien. Trotz der Offensivmacht seines Teams schiebt Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Favoritenrolle für das heutige Duell in Arlington Spanien zu.
Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, sagte er vor der Partie nun erneut.
„Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Es könne ein „spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte er.
14. Juli6:03 Uhr
Spanien und Yamal
Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige.
Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Der Jungstar stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht“, betonte der Flügelspieler des FC Barcelona.
Lamine Yamal (l) bekam für seine Aktionen den lautesten Applaus im Stadion.
Foto: Andre Penner/AP/dpa
14. Juli0:05 Uhr
Spiel am Dienstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Halbfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Frankreich gegen Spanien in Dallas, USA (Übertragung: ZDF)
13. Juli22:02 Uhr
Empfang für Norwegens Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir
Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden, Stürmerstar Haaland präsentierte dabei ein Faible für ausgefallene Souvenirs. Der 25-Jährige stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche.
Erling Haaland und sein Waschbär.
Foto: Jan Langhaug/NTB Scanpix/AP/dpa
Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König.
Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern.
Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.
12. Juli21:21 Uhr
Klopp trifft sich mit Mintzlaff Ende der Woche
In der fast geklärten Bundestrainer-Frage um Wunschkandidat Jürgen Klopp soll sich die DFB-Spitze am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen.
Wie der „Kicker“ berichtet, soll dann eine vorzeitige Ausstiegsmöglichkeit aus Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer des Konzerns besprochen werden. Ende der Woche soll sich in New York Mintzlaff dann mit Klopp treffen. Offizielle Angaben lagen zunächst nicht vor.
Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen um Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bei einem Gipfeltreffen in den USA erzielt, wo der frühere Dortmunder und Liverpooler Coach als TV-Experte für MagentaTV arbeitet. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus.
Beim Spiel Norwegen gegen England in Miami kam es zu einer unerwarteten Szene vor dem 1:1 – dem Ausgleichstreffer von England. Nach dem Abstoß von Norwegens Torwart Örjan Nyland wird der Ball von einem gespannten Kamerakabel in der Luft gestoppt.
Er fällt wie ein Stein herunter und gelangt vor die Füße von Anthony Gordon – der daraufhin das Tor einleitet. Der Weltverband FIFA besteht darauf, dass der Chip im Ball keine Berührung aufgezeichnet habe.
Die Norweger und auch die TV-Aufnahmen scheinen einen anderen Rückschluss zuzulassen. „Also ich würde eher den Norwegern glauben als der FIFA“, sagte Englands Ex-Nationalspieler Gary Neville.
Bellinghams Tor ermöglichte die Verlängerung und ein Patzer von Nyland dort den zweiten Treffer des Stars von Real Madrid.
12. Juli5:12 Uhr
Argentinien-Schweiz endet 3:1
Argentinien hat das Viertelfinale gegen die Schweiz nach Verlängerung mit 3:1 gewonnen. Die Partie begann mit einem frühen Tor für Argentinien durch Alexis Mac Allister (10.). Die Schweiz zeigte sich jedoch unbeeindruckt und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der zweiten Halbzeit gelang Dan Ndoye für die Schweiz der Ausgleich (67.).
Die zweite Halbzeit war geprägt von intensiven Zweikämpfen und taktischen Fouls, was zu mehreren Gelben Karten führte. Der Schweizer Breel Embolo sah in der 72. Minute nach einer Schwalbe Gelb-Rot, was die Eidgenossen in Unterzahl brachte. Trotz der numerischen Unterlegenheit hielt die Schweiz tapfer dagegen und rettete sich in die Verlängerung.
Dort verteidigten die Schweizer leidenschaftlich, konnten den Führungstreffer durch Julian Alvarez (112.) aber nicht verhindern. Lautaro Martinez machte dann kurz vor Schluss den Deckel drauf (120.+1).
Spielbaum der WM 2026 (Stand 12.7.). England konnte sich gegen Norwegen behaupten und trifft im Halbfinale auf Argentinien, die ihren Einzug in Halbfinale erst in der Verlängerungen sicherten. Damit sind Norwegen und die Schweiz ausgeschieden.
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Alexis Mac Allister (#20, Argentinien) trifft in der 10. Minute zum 1:0 für Argentinien.
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Nahuel Molina (#26, Argentinien) und Dan Ndoye (#11, Schweiz) im Zweikampf.
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Torhüter Emiliano Martinez (#23, Argentinien) verhindert das Gegentor von Breel Embolo (#7, Schweiz).
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Torlos aber Kartenreich: Breel Embolo (#7, Schweiz) sah Gelb-Rot von Schiedsrichter Joao Pinheiro und musste in der 67. Minute das Spielfeld verlassen. Trotz Unterzahl gelang den Argentiniern kein weiteres Tor in der regulären Spielzeit.
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Julian Alvarez (#9, Argentinien) trifft zum 2:1 in der Verlängerung. Kurz darauf klingelt es im Kasten von Gregor Kobel (#1, Schweiz) erneut, als Lautaro Martinez (#22, Argentinien) zum 3:1 Endstand trifft.
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12. Juli2:05 Uhr
Spiele am Sonntag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Viertelfinale gegeneinander an:
03:00 Uhr: Argentinien gegen Schweiz in Kansas City, USA
12. Juli1:50 Uhr
England besiegt Norwegen
Bei der Fußball-WM hat England das Viertelfinale gegen Norwegen nach Verlängerung mit 2:1 gewonnen. Die erste Halbzeit begann äußerst zäh, erst in den letzten zehn Minuten nahm die Partie Fahrt auf: Andreas Schjelderup brachte zunächst Norwegen in Führung (36.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Jude Bellingham der Ausgleich für England.
In der zweiten Halbzeit dominierte Norwegen das Spielgeschehen und hatte mehrere Chancen, erneut in Führung zu gehen – doch ohne sich zu belohnen. England hingegen fand nur selten den Weg in den norwegischen Strafraum und blieb in der Offensive weitgehend harmlos.
Gleich zu Beginn der Verlängerung erzielte schließlich Jude Bellingham das entscheidende Tor (93.). Damit trifft England am Mittwoch im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Argentinien-Schweiz.
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Andreas Schjelderup (#21, Nowegen) brachte die Skandinavier in der 36. Minute in Führung.
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Martin Odegaard (#10, Norwegen) sorgt dafür, dass seine Teamkollegen zum Torschützen Andreas Schjelderup (#21) aufblicken müssen.
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Jude Bellingham (#10 England) setzt sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gegen die Wikinger durch, erzielt den Ausgleich und erzwingt die Verlängerung in der er nochmal trifft.
Foto: Elsa/Getty Images
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Auch das ist Fußball: Norwegens Stürmer Erling Haaland (#9) gratuliert Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham (#10) zu seinem zweiten Tor.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
11. Juli20:18 Uhr
Norwegen und seine Fans bereiten sich vor
Das 3. Viertelfinale beginnt 23 Uhr MEZ, es spielt Norwegen gegen England. Tagsüber versammelten sich norwegische Fußballfans zum „Ro“ auf dem Ocean Drive:
Miami Beach just got a taste of Norway’s matchday tradition 🇳🇴👏 (via IG/clubeleven) pic.twitter.com/8hplkKCJHq
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11. Juli16:48 Uhr
DFB-Führung grundsätzlich einig mit Klopp
Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Südafrikanischer Profi-Fußballer Adams kurz nach WM-Teilnahme gestorben
Der südafrikanische Profi-Fußballer Jayden Adams ist kurz nach seiner Teilnahme an der derzeitigen Weltmeisterschaft gestorben. Die Nachricht vom Tod des 25-Jährigen am Samstag habe ihn schwer getroffen, erklärte der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie.
„Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren.“ Die Todesursache nannte McKenzie nicht. Der afrikanische Fußballverband CAF brachte im Onlinedienst X ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck.
Die südafrikanische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf, nachdem im Raum Kapstadt die Leiche eines 25-jährigen Mannes gefunden worden war. „Die Umstände dieses Vorfalls werden untersucht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mittelfeldspieler Adams hatte bei allen drei Gruppenspielen Südafrikas in der laufenden WM gespielt. Im K.-o.-Spiel gegen Kanada, bei dem Südafrika aus dem Wettbewerb ausschied, stand Adams nicht auf dem Platz.
Jayden Adams, hier im Einsatz beim WM-Eröffnungsspiel gegen Mexiko. (Archivbild)
Foto: Tom Weller/dpa
11. Juli11:52 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens WM-Fußballer Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
Drohungen nach Fehlschuss gegen die Schweiz: Jaminton Campaz. (Archivbild)
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
11. Juli0:10 Uhr
Spiele am Samstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am Samstag im Viertelfinale gegeneinander an:
23:00 Uhr: Norwegen gegen England in Miami, USA
10. Juli23:02 Uhr
Spanien gewinnt 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale auf Frankreich
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien im Viertelfinale gegen Belgien mit 2:1 durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer dominanten Phase der Spanier, die in der 30. Minute durch Fabián Ruiz in Führung gingen. Belgien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich in der 41. Minute durch Charles De Ketelaere aus.
In der zweiten Halbzeit drängte Spanien auf die erneute Führung, während Belgien sich auf Konterchancen konzentrierte. Die Spanier erhöhten den Druck, doch es dauerte bis zur 88. Minute, bis der eingewechselte Mikel Merino nach einem abgewehrten Schuss von Pau Cubarsí zur Stelle war und den Ball zum 2:1-Endstand einschob.
Damit trifft Spanien im Halbfinale am Dienstag in Dallas auf Frankreich.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Spanien gewinnt dank einem späten 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale am Dienstag auf Frankreich. Als nächstes Spielen Norwegen und England um den Einzug in die Runde der letzten Vier.
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10. Juli22:15 Uhr
Spanien und Belgien gehen mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden in die Kabine
Das Drama begann für Belgien bereits beim Aufwärmen: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich unerwartet und musste extrem kurzfristig passen. Für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf – ein herber mentaler Rückschlag für das Team von Rudi Garcia, das sich davon aber nicht einschüchtern ließ.
Nach einer halben Stunde belohnte sich die Selektion für ihren Aufwand: Der für Pedri in die Startelf rotierte Fabián Ruiz nutzte eine seltene Lücke in der belgischen Hintermannschaft eiskalt aus und hämmerte den Ball in der 30. Spielminute zur 1:0-Führung in die Maschen!
Wer dachte, die Belgier würden nun einbrechen, sah sich komplett getäuscht. Angetrieben von einem unermüdlichen Manchester-City-Wirbelwind Jérémy Doku, der die spanische Abwehr über die linke Seite immer wieder vor logistische Probleme stellte, schlugen die Roten Teufel noch vor der Pause zurück.
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Die vergoldete Bronzeskulptur des Prometheus und eine 27 Fuß hohe Nachbildung des Weltmeisterschaftspokals, die von der LEGO-Gruppe erbaut wurde, blicken am 10. Juli 2026 im „NYNJ World Cup 26 26 Fan Village“ im Rockefeller Center in New York auf die Fans herab, die das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Belgien auf Großbildschirmen verfolgen.
Foto: TIMOTHY A. CLARY / AFP via Getty Images
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Der Belgier Charles De Ketelaere (Nr. 17) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium am 10. Juli 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere (Mitte), erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Frederic J. Brown / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, und der spanische Verteidiger Nr. 14, Aymeric Laporte, kämpfen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood um den Ball während des Viertelfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien.
Foto: Etienne LAURENT / AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Nr. 08, Fabian Ruiz, jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Patrick T. Fallon / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: ETIENNE LAURENT / AFP via Getty Images
10. Juli18:37 Uhr
Spanischer Beton gegen Belgiens Offensiv-Wucht
Die Auswahl von Luis de la Fuente hat in diesem Turnier Maßstäbe gesetzt. Spanien ist das defensivstärkste Team dieser Weltmeisterschaft und hat im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert.
Torhüter Unai Simón steht mit 609 Minuten ohne Gegentreffer über zwei Weltmeisterschaften hinweg mittlerweile bei einer historischen Marke. Mit einer eingespielten Viererkette um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte erstickt La Roja gegnerische Umschaltmomente im Keim.
Kurz vor seinem 19. Geburtstag brennt der 18-jährige Wunderknabe Lamine Yamal darauf, diesem Viertelfinale seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken.
Belgien reist mit massivem Rückenwind und einer gehörigen Portion Euphorie nach Los Angeles. Nach einem holprigen Turnierstart fegten die Männer von Rudi Garcia die US-amerikanischen Gastgeber im Achtelfinale mit 4:1 aus dem Stadion. Leandro Trossard präsentiert sich als genialer Geist und hat im bisherigen Turnierverlauf bereits 17 Großchancen kreiert.
Romelu Lukaku lauert als physische Naturgewalt auf der Bank, um in der Schlussphase müde gespielte Spanier zu knacken. Die Belgier müssen den verletzungsbedingten Ausfall von Amadou Onana (Kreuzbandriss) verkraften. Dies hat die Mannschaft jedoch mental noch enger zusammengeschweißt.
Fans strömen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, vor dem Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien ein.
Foto: Luke Hales/Getty Images
10. Juli11:29 Uhr
DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet.
Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten.
10. Juli5:38 Uhr
Mbappé nicht verletzt
Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab hinterher Entwarnung, ein Ausfall im Halbfinale droht wohl nicht. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid, der bei der Feier vor den Fans scheinbar problemlos wieder hüpfen konnte.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé nicht nur „einen Schmerz“ an der Ferse verspürt, sondern auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach: „Aber wir konnten sehr gut auswechseln.“
Tat sich weh gegen Marokko: Kylian Mbappé.
Foto: Tom Weller/dpa
10. Juli0:30 Uhr
Spiele am Freitag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Spanien gegen Belgien in Los Angeles, USA (Übertragung: ZDF)
10. Juli0:14 Uhr
Titelfavorit erreicht wieder Halbfinale
Frankreich hat das WM-Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 gewonnen. Die Franzosen dominierten das Spiel von Beginn an und hätten bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, doch Kylian Mbappé verschoss einen Elfmeter.
In der zweiten Halbzeit erreichten die Tricolore schließlich die ersehnte Führung durch Mbappé (60.). Ousmane Dembélé erhöhte wenig später auf 2:0 (66.). Marokko hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und konnte dagegen nur wenige gefährliche Aktionen verzeichnen. Die Nordafrikaner versuchten in der zweiten Halbzeit, mehr Druck aufzubauen, doch die Franzosen blieben die spielbestimmende Mannschaft.
Mit diesem Sieg hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Ihre nächste Partie wird am Dienstag gegen den Gewinner des Spiels Spanien-Belgien sein.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Frankreich hat sich mit einem 2:0 gegen Marokko den ersten Platz im Halbfinale gesichert. Wer der Gegner wird entscheidet sich heute Abend im Spiel Spanien gegen Belgien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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1:0 – für den Torhüter: Yassine Bounou (#1, Marokko) hält den Foul-Elfmeter von Kylian Mbappe (#10, Frankreich) und verhindert die Führung in der ersten Halbzeit.
Foto: Lars Baron/Getty Images
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Falsche Sportart? Bilal El Khannouss (#23, Marokko) scheint Volleyball zu spielen, hat den Fußball aber unter Kontrolle.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Noussair Mazraoui (#3, Marokko) spielt den Ball, während Ayyoub Bouaddi (#6, Marokko) versucht einen Lutballon zu Zerplatzen.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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In der zweite Hälfte (60.) versenkt Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe (#10) den Ball in den Maschen und bringt Frankreich in Führung.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
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Nur sechs Minuten später erhöht Ousmane Dembele (#7, Frankeich) auf den 2:0-Endstand.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
9. Juli19:14 Uhr
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
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9. Juli8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Foto: Martin Meissner/AP/dpa
9. Juli7:00 Uhr
Spiele am Donnerstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Marokko gegen Frankreich in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Argentiniens Allstar Lionel Messi (#10) trifft im WM-Finale auf Spaniens Ausnahmetalent Lamine Yamal (#19). Yamal wurde mit 16 Jahren als jüngster Spieler in die Nationalmannschaft aufgenommen und feierte während der WM seinen 19. Geburtstag. Messi ist mit 39 Jahren doppelt so alt wie Yamal und hat bereits bei sechs Weltmeisterschaften gespielt. - Foto: ts/Epoch Times nach Roberto Schmidt, Etienne Laurent/AFP via Getty Images
In Kürze:
Das WM-Finale findet am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit im MetLife Stadium in East Rutherford, nahe New York City, statt. Das ZDF berichtet bereits ab 90 Minuten vor Anpfiff live.
Um die Fußballkrone spielen zwei amtierende Meister: Argentinien, Weltmeister von 2022, und Spanien, Europameister von 2024.
Lionel Messi gilt weithin als einer der besten Spieler in der Fußballgeschichte – und einer der ältesten Aktiven.
Lamine Yamal wurde bereits mit 16 Jahren in die Nationalmannschaft aufgenommen und prägt den spanischen Fußball.
Spätestens am frühen Montagmorgen wissen wir, ob Argentinien oder Spanien gewonnen hat, ob dramatischer Chaos- oder eleganter Zen-Fußball zum Sieg geführt hat.
Das MetLife Stadium ist die Heimspielstätte der beiden US-Football-Mannschaften New York Giants und New York Jets. Es wurde eigens für die Fußballweltmeisterschaft umgebaut. Mit rund 82.500 Plätzen zählt das Stadion zu den größten Arenen der diesjährigen WM. Hier verlor die deutsche Nationalelf am 26. Juni mit 1:2 gegen Ecuador. Moderiert wird die ZDF-Übertragung von Jochen Breyer und den beiden deutschen Weltmeistern von 2014, Christoph Kramer und Per Mertesacker.
Ein kleiner Trost für die Deutschen: Die DFB-Elf ist weiter als ein Drittel der Mannschaften gekommen – 16 sind nach der Vorrunde ausgeschieden. 16 Mannschaften und damit ebenfalls ein Drittel der Mannschaften sind genauso weit gekommen wie die Deutschen und im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Das übrige Drittel ist weitergekommen als die Deutschen.
Zum ersten Mal wurde dieses Jahr eine Fußballweltmeisterschaft von drei Ländern ausgerichtet: die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Mexiko, verteilt auf 16 Städte. Das Turnier begann mit 48 Mannschaften – so viele wie noch nie zuvor bei einer Weltmeisterschaft. In jeder Runde schieden weltbekannte Spitzenmannschaften aus, darunter Portugal mit Cristiano Ronaldo und Brasilien mit Neymar.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 15.7.). Argentinien schafft mit einem Sieg gegen England den Einzug ins WM-Finale und trifft dort am Sonntag auf Spanien. bereits am Samstag spielen Frankreich und England um den 3. Platz.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
Das erste Mal, dass ein WM-Finale in den USA ausgetragen wurde, war im Jahr 1994, als im kalifornischen Pasadena Brasilien gegen Italien gewann.
Ob Argentiniens Starstürmer und Kapitän, Lionel Messi, am Sonntag sein letztes Spiel bei Weltmeisterschaften bestreiten wird, steht offen. Er ist zwar bereits 39 Jahre alt, hat aber noch kein Wort über einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft geäußert. Messi gilt weithin als einer der besten Spieler in der Fußballgeschichte.
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Argentiniens Stürmer Lionel Messi
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Lionel Messi (#10) jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Spiel der Gruppe J der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und Algerien im Kansas City Stadium am 16. Juni 2026 in Kansas City, Missouri.
Foto: Charlotte Wilson/Getty Images
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Lionel Messi (#10) aus Argentinien kämpft gegen Sidny Lopes Cabral (#13) aus Kap Verde um den Ball während des Achtelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und Kap Verde im Miami Stadium am 3. Juli 2026 in Miami Gardens, Florida.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
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Lionel Messi (#10, Argentinien) und Harry Kane (#9, Engalnd) sorgten zwar für spannende Zweikämpfe, blieben aber beide torlos.
Foto: Elsa/Getty Images
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Messi küsst den FIFA-WM-Pokal 2022 in Katar, während er den „adidas Golden Boot“-Preis in den Händen hält. Julian Finney/Getty Images
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Messi hat als einziger Fußballer bisher bei sechs Weltmeisterschaften gespielt (v.o.l.n.u.r): 2006 in Deutschland, 2010 in Südafrika, 2014 in Brasilien, 2018 in Russland, 2022 in Katar und 2026 in den USA.
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Lionel Messi von Inter Miami CF posiert mit seiner Frau und seinen drei Söhnen nach dem Sieg im Audi 2025 MLS Cup-Finale am 6. Dezember 2025.
Foto: Maddie Meyer/Getty Images
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Lionel Messi mit seinem Ballon d’Or am 30. Oktober 2023. Die Auszeichnung ehrt den besten Fußballer der Saison 2022.
Foto: Pascal Le Segretain/Getty Images
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Lionel Messi begrüßt die Fans seines damaligen Teams Paris Saint-Germain vor dem Spiel gegen Straßburg im Augaust 2021.
Foto: David Rogers/Getty Images
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Messi unter Druck im Dreikampf mit Gylfi Sigurdsson und Aron Gunnarsson (Island) i, Vorrundenspield er Gruppe D bei der WM in Russland 2018.
Foto: Clive Rose/Getty Images
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Der argentinische Stürmer Lionel Messi (#10) vom FC Barcelona im Dreikampf mit zwei Spielern des FC Sevilla während des UEFA-Supercup-Finales vom 11. August 2015.
Foto: Kirill Kudryavtsev/AFP via Getty Images
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WM 2014: Lionel Messi bereitet den Freistoß Argentiniens gegen Nigeria vor, der zum 2:0 führte.
Foto: Ian Walton / Getty Images
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Argentiniens damaliger Trainer Diego Maradona mit Lionel Messi.
Foto: Cameron Spencer/Getty Images
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Lionel Messi (#10) vom FC Barcelona im Zweikampf mit einem Spieler des RCD Espanyol im September 2008.
Foto: Jasper Juinen/Getty Images
Er hat als einziger Spieler bislang an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen. Im Jahr 2022 führte er in Katar seine Mannschaft gegen Frankreich zum dritten Weltmeistertitel – nach 1978 und 1986. Bei der nächsten Weltmeisterschaft im Jahr 2030 wäre Messi 43 Jahre alt. Möglicherweise hängt seine Entscheidung an Sieg oder Niederlage an diesem Sonntag in New Jersey.
Gewinnt Argentinien, könnte die Chance groß sein, dass Messi 2030 erneut antritt, denn die nächste WM wird noch gigantischer als die jetzige: Sie wird mit bis zu 64 Mannschaften in sechs Ländern auf drei Kontinenten ausgetragen, einschließlich in Argentinien, wo eines der Auftaktspiele geplant ist.
Die Verlängerungssieger
Soweit die Spekulationen um Messis Zukunft. Was ist von den (übrigen) Argentiniern jetzt zu erwarten? Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie neben Messi nicht über die besten Spieler verfügt, aber über einen herausragenden Kampfgeist.
Im Sechzehntelfinale taten sich die „Albicelestes“, nach ihren Nationalfarben die Weiß-Himmelblauen genannt, gegen den „Fußballzwerg“ Kap Verde überraschend schwer und gewannen 3:2 erst in der Verlängerung. Ein gleiches Ergebnis erzielte die Mannschaft vom Rio de La Plata gegen den totalen Außenseiter Ägypten im Viertelfinale.
Auch gegen die Schweiz drohte ein Scheitern. Ebenfalls erst in der Verlängerung gelang ein 3:1-Sieg. Und im Halbfinale lag Argentinien gegen England zunächst zurück, bis in letzter Minute (85. + 90+2.) der 2:1-Sieg gegen die englischen „Drei Löwen“ gelang. So war bei dieser WM nahezu jedes Spiel der Argentinier ein mit Spannung geladenes Drama, das sich zumeist erst im letzten Moment zu ihren Gunsten in unbändige Freude verwandelte.
Kampfgeist größer als Können
Was die Argentinier bisher also zeigten, war kein Weltklassefußball im eigentlichen Sinn, sondern ein unbändiger, kämpferischer Teamgeist. Und die Weiß-Himmelblauen scheuten sich nicht, genau das umzusetzen, was der Weltmeister Toni Kroos der deutschen Nationalelf vor dem dann verlorengegangenen Spiel gegen Paraguay empfohlen hatte:
„Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind, gut und eklig zu verteidigen.“
Mit ihrer Aggressivität und für den Gegner ekligen Spielzügen machten die Argentinier bisher ihr mangelndes technisches Fußballkönnen wett. Ihre Zweikämpfe sind manchmal unerträglich mit anzusehen. Sie gehen „in die Vollen“ und versuchen damit den Gegner einzuschüchtern.
Diese „Taktik“, sofern man dies so nennen kann, konnte man im Spiel gegen England deutlich und häufig erkennen, als die argentinischen Spieler die englischen Stars, die ihnen eigentlich überlegen waren, so hart attackierten, dass es gelang, deren Rhythmus zu stören.
Spaniens Eleganz-Fußball
Das spanische Team hingegen gilt als Inbegriff von Eleganz auf dem Fußballplatz. Die „La Roja“ – „die Roten“ wird genannte Mannschaft „das Spiel dominieren, versuchen, Argentinien mit Pässen zu zermürben, und darauf aus sein, jeden Konzentrationsfehler auszunutzen“, glaubt der CNN-Sportreporter Ben Church. Rodri sei „der Mann, der dies im Mittelfeld vorantreiben wird – ein Mittelfeldspieler, der so gut ist, dass er das Tempo des Spiels ganz allein bestimmen kann“, so Church.
Rodri heißt eigentlich Rodrigo Hernández Cascante und gilt als einer der weltbesten defensiven Mittelfeldspieler. Seit 2019 spielt er für Manchester City, wo er mit seiner Mannschaft 2023 die Champions-League gewann. Mit der spanischen Nationalmannschaft schaffte er zudem 2024 den EM-Titel.
Bereits jetzt Rekordhalter
Doch im spanischen Team steht ein anderer im Mittelpunkt. Was der alte, erfahrene Messi für Argentinien ist, ist der gerade erst am 17. Juli 19 Jahre alt gewordene Newcomer Lamine Yamal für „La Roja“. Er wurde mit 16 Jahren als jüngster Spieler in die spanische Nationalmannschaft aufgenommen.
Allerdings: Sein erstes Tor in dieser WM schoss er erst im Gruppenspiel gegen den schwachen Gegner Saudi-Arabien. Dennoch wird Yamal von der größten amerikanischen Sportzeitung „ESPN“ bescheinigt, er verfüge „vor allem über Beständigkeit beim Dribbeln aus engen Situationen heraus“ das „entscheidend dazu beigetragen“ habe, „dem spanischen Angriff eine neue Dimension der Torgefährlichkeit zu geben“.
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Lamine Yamal aus Spanien während einer Trainingseinheit im Juli 2026.
Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images
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Der spanische Stürmer Lamine Yamal (#19) betritt das Spielfeld vor dem Spiel der Runde der letzten 32 der Fußball-Weltmeisterschaft
Foto: Frederic J. Brown/AFP via Getty Images
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Lamine Yamal (#19) aus Spanien jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft während des Spiels der Gruppe H der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Saudi-Arabien im Atlanta Stadium am 21. Juni 2026 in Atlanta, Georgia.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Der österreichische Verteidiger Kevin Danso (#3) und der spanische Stürmer Lamine Yamal (#19) kämpfen um den Ball.
Foto: Etienne Laurent/AFP via Getty Images
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Der österreichische Mittelfeldspieler Konrad Laimer (#20) läuft mit dem Ball am spanischen Stürmer Lamine Yamal (#19) vorbei.
Foto: von Patrick T. Fallon/AFP via Getty Images
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Lamine Yamal posiert mit seiner Laureus World Sports Trophäe für den besten jungen Sportler des Jahres 2026. Der Award wurde im April 2026 das erste Mal verliehen.
Foto: Angel Martinez/Getty Images for Laureus
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Der spanische Stürmer Lamine Yamal (#10) vom FC Barcelona nach seinem Tor im Viertelfinalspiel der UEFA Champions League gegen Club Atlético de Madrid im April 2026.
Foto: Javier Soriano/AFP via Getty Images
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Lamine Yamal vom FC Barcelona jubelt über das dritte Tor seiner Mannschaft im Spiel gegen den RCD Espanyol de Barcelona am 11. April 2026.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Lamine Yamal begleitet von drei Spielern des RCD Espanyol im April 2026.
Foto: Alex Caparros/Getty Images
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Lamine Yamal (l.) vom FC Barcelona während der Erwärmung vor dem Halbfinalspiel des spanischen Supercups zwischen Barcelona und dem Athletic Club im Januar 2026.
Foto: Yasser Bakhsh/Getty Images
In der Gruppenphase starteten die Spanier schwach mit einem 0:0 gegen Kap Verde. Ihr bestes Spiel gelang ihnen im Halbfinale mit einem 2:0-Sieg gegen Frankreich. Allerdings sagen die Spanier über sich: Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Turniere – ihre Finalteilnahme zeigt, dass diese Taktik bislang aufging.
Tatsächlich blieb das Team in sechs der bisher sieben WM-Spiele ohne Gegentor – ein neuer WM-Rekord. Außerdem ist die spanische Nationalelf nunmehr seit 37 Länderspielen in Folge ungeschlagen. 2010 gelang es der „Roja“ erstmals, Weltmeister zu werden.
Ex-Leipziger Olmo „fußballerisches Genie“
Der NDR-Sportreporter Tobias Knaack lobte die Spanier bereits vor zwei Jahren für „ihr schnörkelloses Kurzpassspiel, technische Finesse und herausragende Spielintelligenz“. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der „Große Blonde“ – Dani Olmo – etwa führt den Ball mit besonderer Leichtigkeit. Er liefere „im Schatten von Yamal ab“ und bringe andere Spieler seines Teams „zum Leuchten“, schwärmt die Sportjournalistin Victoria Kunzmann von „Euro Sport“.
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Dani Olmo während des Achtelfinalspiels der WM 2026 zwischen Portugal und Spanien.
Foto: Molly Darlington/Getty Images
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Dani Olmo (#10) aus Spanien beim Halbfinalspiel der WM 2026 zwischen Frankreich und Spanien in Aktion.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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Der irakische Mittelfeldspieler Zaid Ismael (#24) im Zweikampf mit den spanischen Mittelfeldspieler Daniel Olmo (#10) beim WM-Spiel im Juni 2026.
Foto: Ander Gillenea/AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Daniel Olmo (#20) vom FC Barcelona während eines Spiels der spanischen Liga im Februar 2026.
Foto: Manaure Quintero/AFP via Getty Images
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Dani Olmo (#07) von RB Leipzig feierte im April 2024 den 1:0 Sieg gegen den VfL Wolfsburg.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
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Dani Olmo im Zweikampf mit einem Spieler aus Costa Rica während der WM 2022 in Katar.
Foto: Elsa/Getty Images
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Der spanische Fußballer Dani Olmo hält den Siegerpokal der U21-Europameisterschaft 2019 in den Händen. Spanien gewann das Endspiel gegen Deutschland.
Foto: Miguel Medina/AFP via Getty Images
Der inzwischen 28-jährige Olmo spielte von 2020 bis 2024 für den RB Leipzig. Der einstige spanische Weltklassespieler Cesc Fàbregas bezeichnete den Mittelfeldspieler Olmo nach dem Einzug ins WM-Finale gar als „Spaniens besten Spieler“. Auch das zeigte sich im bisherigen Turnierverlauf. Am 14. Juli im Halbfinale gegen Frankreich war der aus Katalonien stammende Olmo zeitweilig von vier (!) französischen Spielern förmlich umzingelt und band diese derart, dass die übrigen spanischen Spieler reichlich Raum hatten für den letztlich 2:1-Sieg gegen die Franzosen.
Folglich ist auch der spanische National-Coach Luis de la Fuente begeistert. Die katalanische Tageszeitung „ARA“ zitiert de la Fuente in einem Onlinebeitrag mit den Worten: „Er ist ein brillanter Fußballer, außergewöhnlich auf seiner Position. […] Dani ist ein fußballerisches Genie.“ Dabei saß der Hochgelobte bei der Weltmeisterschaft am Tag des schwachen Auftaktspiels gegen Kap Verde auf der Auswechselbank.
Aberglaube, Prinzessin und Chaos- gegen Zen-Fußball
Und jenseits des Feldes? Der argentinische Präsident Javier Milei hatte am 16. Juli erklärt, er werde „unter keinen Umständen“ am Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA teilnehmen, sondern lieber weiterhin von seinem Präsidentenpalast „Olivos“ aus zu Hause das Spiel der Nationalmannschaft verfolgen. Dies sagte Milei in einem Interview mit dem Radiosender „El Observador“. Er werde nicht von seinem „Glücksritual“ abweichen. Verbreitet wurde dieses Interview weltweit. Unter anderem berichtete die „Buenos Aires Times“ darüber.
Argentiniens Präsident verzichtet auf einen Finalbesuch – aus Aberglauben. (Archivbild)
Foto: Kena Betancur/AP/dpa
Seinen Aberglauben erklärte Milei damit, dass er einen Overall des staatlichen Energieunternehmens YPF als Glücksbringer für die Spiele trage. „Am Tag des Spiels gegen die Schweiz wurde mir richtig heiß. Sobald ich ihn auszog, schossen sie ein Tor gegen uns, also zog ich ihn wieder an und habe ihn seitdem während eines Spiels nicht mehr ausgezogen“, verriet er.
König Felipe VI. von Spanien wird indes laut der argentinischen Zeitung das Finale im MetLife Stadium zusammen mit Königin Letizia und ihren beiden Töchtern, Prinzessin Leonor und Infantin Sofía, vor Ort verfolgen.
König Felipe VI. von Spanien (l.) wird mit Königin Letizia (r.), Prinzessin Leonor (o.l.) und Infantin Sofía (o.l.) das WM-Finale im Stadion bei New York live sehen. (Archivbild).
Foto: Oscar Del Pozo/AFP via Getty Images
Die US-Sportzeitung ESPN kommt in der unmittelbaren Gegenüberstellung beider Nationalmannschaften zu einem ungewöhnlichen, aber treffenden Vergleich: Argentiniens Chaosspielweise werde am Sonntag durch die wie Zen-Fußball wirkende Spielweise Spaniens „auf die ultimative Probe gestellt“. Ob die Kraft zum Sieg tatsächlich in der Ruhe liegt oder sich am Ende das Chaos durchsetzen wird, wissen wir spätestens am frühen Montagmorgen. Epoch Times wird berichten.
Lamine Yamal (links) und Lionel Messi in WM 2026. (KOMBOBILD) - Foto: Charly Triballeau und Roberto Schmidt / AFP via Getty Images
Lamine Yamal sitzt in einer kleinen Plastikwanne und wird von Lionel Messi gebadet. Klingt erst mal etwas kurios. Das Ganze liegt auch schon fast 19 Jahre zurück. Und genau das macht die Geschichte noch unglaublicher. Deshalb kommt sie jetzt, vor dem Duell der beiden Fußball-Stars im WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford, natürlich auch wieder auf den Tisch.
Gemeinsame Fotos jahrelang unter Verschluss
„Ich bin ein bisschen gewachsen seitdem“, sagte der sichtlich amüsierte Yamal, als er in einem Interview kürzlich an das mittlerweile legendäre Fotoshooting im Dezember 2007 erinnert wurde. Yamal war damals gerade ein paar Monate alt, Messi schon Profi beim FC Barcelona und in der argentinischen Nationalelf.
Die Bilder wurden für einen Wohltätigkeitskalender gemacht, auch das Kinderhilfswerk Unicef war beteiligt. Mehrere Barça-Spieler posierten mit Kindern. Dass Messi und Yamal zusammen abgelichtet wurden: reiner Zufall. Oder doch eine Form von Karma? Jahrelang blieben die Bilder unter Verschluss, ehe Yamals Vater 2024 bei Instagram doch auf sie aufmerksam machte. Nun stehen sich Yamal und Messi im WM-Finale gegenüber. Von der Badewanne auf die größte Bühne des Weltfußballs – es ist klingt eigentlich zu absurd, um wahr zu sein.
Messi überstrahlt diesmal alle – auch Ronaldo
Doch die Fotos von einst sind nur eine Facette dieses Duells, das die Sportwelt vor dem großen Showdown des XXL-Turniers in den USA, Kanada und Mexiko elektrisiert. Messi gegen Yamal. Der 39-Jährige gegen den 19-Jährigen.
Seit rund zwei Jahrzehnten prägt Messi die Fußballwelt wie kein anderer. Von seinem portugiesischen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo, der bei dieser WM allerdings deutlich im Schatten des Argentiniers stand, mal abgesehen. Prägt Yamal die nächsten zwei Dekaden? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – dieses Duell bringt alles zusammen. Wer seift, um im Bild zu bleiben, am Sonntag wen ein?
Ein Schleicher, aber immer noch ein Magier
Messi, der achtmalige Weltfußballer, hat die Kritiker bei dieser WM schon jetzt eindrucksvoll widerlegt. Acht Tore und vier Vorlagen stehen für ihn zu Buche. Er hat die Führung in der ewigen WM-Torjägerliste übernommen, wird womöglich auch Torschützenkönig des Turniers. So oft wurde es im Verlauf der K.-o.-Phase eng für die Argentinier, so oft war Messi – und sei es als Vorbereiter – zur Stelle.
„Es ist verrückt, was wir gerade erleben“, sagte der Routinier nach dem Halbfinal-Drama gegen England. „Jetzt wird es so kommen, wie Gott es will.“
Solange er selbst es wolle, bleibe Messi der Beste, sagte Trainer Lionel Scaloni. „Natürlich wird es einen Zeitpunkt geben, an dem er aufhört. Aber so lange will er der Beste bleiben.“ Und solange laufen die Teamkollegen für ihr Idol auch gern mal ein paar Meter mehr. Messi ist längst nicht mehr der Tempodribbler von einst, phasenweise sogar eher ein Schleicher. Aber immer noch ein Magier. Wenn’s darauf ankommt, schüttelt er den Zauberball aus dem Fußgelenk.
Yamals großer Tag genau zur rechten Zeit?
Yamal hat dieser WM, seiner ersten wohlgemerkt, sportlich noch nicht den großen Stempel aufgedrückt. Bei einem Tor und einer Vorlage steht Spaniens Youngster vor dem Finale. Es sind eher andere, die den Europameister bis ins Endspiel vor den Toren New Yorks getragen haben: die starke Defensive inklusive Keeper Unai Simón, der fünffache Torschütze Mikel Oyarzabal und Spielmacher Dani Olmo. Was Yamal aber trägt, ist die Last der ganzen Nation.
„Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM“, sagte Trainer Luis de la Fuente vor dem souveränen Halbfinal-Sieg gegen Frankreich voller Überzeugung. Vielleicht ja genau zur rechten Zeit. Der Jungspund selbst zeigt sich von all dem Trubel und den Erwartungen an ihn jedenfalls unbeeindruckt.
Yamal weiß genau, dass seine Finten im von Ballbesitz und Kontrolle geprägten Spiel der Iberer den Unterschied machen können. Und sei es nur in einem einzigen Moment. Nicht nur was das betrifft, ist der Spanier ein Mini-Messi.
Die Rekordjäger aus der Barça-Schmiede
Wie sein großes Vorbild wurde Yamal in der berühmten Talentschmiede des FC Barcelona ausgebildet. Wie der Argentinier ist er ein Rekordjäger. Und wie einst Messi, der unter anderem viermal die Champions League und zehnmal die spanische Meisterschaft gewann, will er mit den Katalanen Titel abräumen.
Als 15-Jähriger debütierte Yamal für Barças Profis. Als 17-Jähriger wurde er als aufgehender Stern mit Spanien 2024 Europameister, dazu jüngster Spieler und Torschütze der EM-Geschichte. Was für Zahlen. Und übrigens: Auch Messi, als 18-Jähriger bei der WM 2006, spielte sein erstes großes Turnier in Deutschland.
Nun also das direkte Duell der beiden Ballvirtuosen. Auf der einen Seite Messi, der mit dem Gewinn des WM-Titels vor vier Jahren den letzten Makel in seiner Karriere beseitigt und die Bürde des womöglich unvollendeten Erben von Diego Maradona abgelegt hat. Auf der anderen Yamal, der sich nach kometenhaftem Aufstieg vielleicht schon als Teenager Europa- und Weltmeister nennen darf. Was für eine Geschichte. Sie begann vor knapp 19 Jahren an einer Badewanne. (dpa/red)
Der argentinische Stürmer Nr. 10, Lionel Messi (l), und der englische Stürmer Nr. 09, Harry Kane (r), nach dem Halbfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen England und Argentinien im Atlanta Stadium in Atlanta am 15. Juli 2026. - Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
Harry Kane stand regungslos am Mittelkreis, die Hände in die Hüften gestützt. Sein Blick stur auf die andere Seite des Platzes gerichtet, wo sich Lionel Messi und dessen argentinische Teamkollegen für den Einzug in das WM-Finale feiern ließen.
Die von Kapitän Kane angeführten Engländer waren so nah dran am ersten Endspiel seit dem Triumph 1966. Bis zur 85. Minute führten die Three Lions durch den Treffer von Anthony Gordon – und fielen dann völlig auseinander.
„Wir spielen eine Stunde so gut und führen verdient. Aus irgendeinem Grund verlieren wir dann das Momentum. Das zieht sich nun schon durch die letzten vier, fünf Turniere“, sagte der Bayern-Stürmer konsterniert.
Der englische Stürmer Nr. 09, Harry Kane, und seine Teamkollegen nach der Niederlage.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
Das Warten geht weiter
Enzo Fernandez und Lautaro Martinez stürzten England durch ihre von Lionel Messi vorbereiteten Tore in eine Schockstarre. „Je schöner die Reise, desto herzzerreißender ist das Ende“, resümierte Jude Bellingham.
Nun gerät aber erst einmal Trainer Thomas Tuchel in die Schusslinie der englischen Öffentlichkeit. Auf dem Papier ist er nicht besser als sein Vorgänger Gareth Southgate, der 2018 im Halbfinale in der Verlängerung an Kroatien gescheitert war.
Ex-Stürmer Chris Sutton nannte Tuchels Entscheidung, nach der Führung in der Defensive von einer Vierer- auf eine Fünferkette umzustellen eine „Coaching-Katastrophe“ und warf die Frage auf, ob der Deutsche noch der richtige Mann für den Job sei. Der „Mirror“ polterte: „Tuchels Wechsel gehen nach hinten los.“
Tuchel selbst nahm das alles äußerlich gelassen zur Kenntnis. „Es ist die Natur des Spiels. Sobald man verliert, wird man kritisiert“, sagte der 52-Jährige. „Keiner weiß, was bei anderen Entscheidungen passiert wäre. Es hat keinen Sinn, sich da zu beteiligen.“
Erst im Februar hatte Tuchel seinen Vertrag mit dem englischen Verband FA bis nach der Heim-EM 2028 verlängert. Nach dem WM-Aus erhielt er umgehend Unterstützung von Verbandsboss Mark Bullingham.
„Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben“, befand der Funktionär. Tuchel meinte: „Wir machen weiter bis zur EM.“ Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll er dafür auch weiterhin das Vertrauen des Verbands genießen.
Das Turnier bescherte den Three Lions auch durchaus positive Erinnerungen. England gewann in einem epischen Achtelfinale bei Co-Gastgeber Mexiko im Aztekenstadion.
In der Hitze von Miami schoss man die Norweger in der Verlängerung aus dem Turnier. Die Mannschaft habe eine Mentalität, die man in Flaschen abfüllen und verkaufen könne, sagte Trainer Tuchel.
Der Trainer glaubte, die Spieler glaubten, ganz England erlebte bis zum Mittwoch einen euphorischen Jahrhundertsommer und glaubte an den Titel. Glaubte an das Ende von 60 Jahren Schmerz. Am Ende konnte auch Tuchel England nicht erlösen. „Wir müssen vier weitere Jahre warten“, sagte der Schwabe.
Tränen und Schweigen in der Kabine
Tuchel ist jedenfalls davon überzeugt, dass er das Problem in den Griff bekommt, obwohl England immer in dasselbe Muster verfällt. „Ich glaube nicht an einen Fluch oder dass sich Geschichte wiederholt. Es sind andere Spieler, andere Trainer, andere Gegner“, sagte Tuchel. Es sei auf dem Feld lösbar.
Zu einem anderen Schluss, als dass es ein mentales Problem ist, kann man momentan aber nicht kommen. Zwischen der Führung durch Gordon in der 55. Minute und dem Siegtor von Martinez (90.+2) hatte England sagenhaft schwache zwölf Prozent Ballbesitz.
(COMBO) Diese Bilderserie zeigt den argentinischen Stürmer Nr. 10, Lionel Messi, am 27. Juni 2026 in Arlington (l) sowie den englischen Stürmer Nr. 09, Harry Kane, am 17. Juni 2026 in Arlington.
Foto: Paul Ellis/AFP via Getty Images
Das Team habe das Momentum einfach nicht zurückbekommen, resümierte Tuchel. Englands Spieler hatten plötzlich etwas zu verlieren – und zerbrachen an diesem Druck.
Schweigend verschwand die Mannschaft in der Kabine. Dort flossen Tränen, viele Worte fielen nicht. So beschrieb es Verteidiger Dan Burns. „Nichts, was man da sagt, kann die Enttäuschung und den Schmerz nehmen“, sagte Tuchel.
Also gab er der Mannschaft mit, dass sie alles gegeben habe und zurückkommen werde. Wie man das im Sport eben so macht. (dpa/red)
Lionel Messi wird auf Schultern getragen. - Foto: Tom Weller/dpa
Dass dieses dramatische WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England viel mehr als nur ein Fußball-Spiel war, war nach dem Schlusspfiff in großen schwarzen Buchstaben zu lesen. Während Lionel Messi vor den euphorisierten Fans tanzte, zeigten seine Mitspieler hinter ihm ein Banner: „Die Malvinas sind argentinisch“ war dort zu lesen.
Da war sie also, die politische Dimension, der Falkland-Krieg von 1982, der diesem Duell weitere Brisanz verlieh. Das Banner war während des 2:1 auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen.
Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären.
Das Falkland-Banner im argentinischen Fanblock.
Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa
Mit einer Strafe des Weltverbandes FIFA ist zu rechnen, doch davon war an diesem Abend in Atlanta erst einmal keine Rede.
Im Mittelpunkt stand der unfassbare Wille der Argentinier, die bis zur 85. Minute durch ein Tor von Anthony Gordon zurücklagen – und dann durch die Treffer von Enzo Fernandez und Lautaro Martinez doch noch in das Endspiel gegen Spanien einzogen.
Scaloni und das richtige Adjektiv
„Episch? Historisch? Wie sollen wir es nennen?“, fragte Trainer Lionel Scaloni auf der Suche nach dem richtigen Adjektiv. „Es gibt nichts Vergleichbares. Die Jungs hatten keine Angst, sie fühlten die Last der Verantwortung nicht.“
Und Argentinien hatte Lionel Messi, der erneut entscheidenden Anteil an dem Sieg hatte. Der 39-Jährige bereitete beide Treffer vor. „Messi in den letzten 20 Minuten – da konnte er machen, was er wollte“, sagt Scaloni und verriet das Erfolgsgeheimnis:
„Sie spielen wie Achtjährige. Sie denken nicht daran, ob sie vorbeischießen oder in das Finale kommen. Sie wollen nur Fußball spielen.“
Langsam muss man sich dennoch fragen, wie lange das noch gutgehen soll. Wie viele Leben hat diese Mannschaft? Schon im Sechzehntelfinale mühte sich der Titelverteidiger zu einem 3:2 gegen Kap Verde.
Eine Runde später lag der Titelverteidiger gegen Ägypten bis zur 79. Minute 0:2 zurück und siegte in der Nachspielzeit durch ein kontroverses Tor, da ein Ägypter zuvor gefoult worden war. Im Viertelfinale gegen die Schweiz musste man wieder über die Verlängerung gehen.
„Dieses Team spielt am besten in schwierigen Situationen“, sagte Scaloni. Sein englischer Amtskollege Thomas Tuchel stimmte dem zu: „Sie spielen am besten, wenn sie in Rückstand sind. Dann gehen sie mehr Risiko. Sie hatten nichts mehr zu verlieren und investierten mehr.“
Doch wie ist das immer wieder möglich? Neben Messi sind die Fans ein enormer Faktor. In Atlanta war die englische Hymne nicht zu verstehen, weil argentinische Pfiffe diese übertönten. Es habe sich angefühlt wie ein Auswärtsspiel, sagte Tuchel.
Enzo Fernández (Nr. 24) und Lionel Messi (Nr. 10) aus Argentinien applaudieren den Fans nach dem 2:1-Sieg im Halbfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen England und Argentinien im Atlanta Stadium am 15. Juli 2026 in Atlanta, Georgia.
Foto: Shaun Botterill/Getty Images
Messi: Die Mannschaft geht immer einen Schritt weiter
Selbst Messi ist die ganze Sache nicht geheuer. „Es ist verrückt, was wir gerade erleben und wie sich die Dinge entwickeln“, sagte der Superstar.
„Vielleicht hatten die Leute Zweifel, weil wir mit Spielern an der Leistungsgrenze und mit Problemen hierhergekommen sind. Aber wenn diese Mannschaft zusammenhält, geht sie immer noch einen Schritt mehr und das überträgt sich auf alle.“
Fans feiern am 15. Juli 2026 in Ushuaia, Argentinien, neben dem Denkmal für die Veteranen des Malvinas-Kriegs (Falklandkrieg) den Sieg Argentiniens über England im Halbfinale.
Foto: Cristian Urrutia / AFP via Getty Images
Scaloni möchte als Weltmeister abreisen
Und in diesem sechsten WM-Duell mit England spielte bei der Albiceleste der Falkland-Krieg eine zusätzlich motivierende Rolle. Wie schon im Viertelfinale 1986, nachdem Diego Maradona von Rache gesprochen hatte.
„Wir haben versucht, unser Land und all jene zu repräsentieren, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte erlebt haben, damit sie sich mit uns identifizieren können und wir ein positives Bild vermitteln“, sagte Mittelfeldstratege Leandro Paredes.
Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln.
Im Finale gegen Spanien muss es nun einen anderen Faktor geben. Denn das Ziel ist klar. „Ich möchte hier als Weltmeister abreisen“, sagte Scaloni und betonte die Bedeutung von äußeren Einflüssen: „Fußball ist manchmal mehr als Taktik.“ (dpa/red)
Klopp soll neuer Bundestrainer werden. (Archivbild) - Foto: Tom Weller/dpa
Diese Aussage vom designierten Bundestrainer Jürgen Klopp lässt erahnen, worauf er einen wesentlichen Schwerpunkt in der Ausbildung der Nationalspieler für die Zukunft legen wird.
„Wir müssen den Bolzplatz ins Training packen, sonst wird nicht genug gekickt“, lautet die auf der DFB-Seite prominent und in großer Schrift platzierte Klopp-Forderung. „Dass das jetzt organisiert dargestellt werden muss im Kinder- und Jugendtraining, ist der Zeit geschuldet, in der wir uns befinden.“
Die Aussagen vom Internationalen Trainerkongress 2024 beschreiben einen Kerngedanken der „Trainingsphilosophie Deutschland“, mit der der Deutsche Fußball-Bund seine Talente entwickeln will. Nach drei enttäuschenden WM-Turnieren ist diese 2023 vorgestellte Strategie ein wesentlicher Baustein auf dem angestrebten Weg zurück in die Spitze.
Der Erfolg der Reformen wird sich letztlich nicht an Jugendtiteln messen lassen, sondern daran, wie viele Spieler in einigen Jahren Stammkräfte in Bundesliga und A-Nationalmannschaft sind.
Was fehlt im deutschen Fußball?
Deutschland bringt derzeit zu wenige außergewöhnliche Individualisten hervor. Die Taktisierung des Fußballs und gegnerorientierte Mannschaftstaktiken haben in den letzten Jahren die Entwicklung der Talente gebremst.
Ziel der Trainingsphilosophie ist: In kleinen Spielformen mit vielen Fußballaktionen, hoher Intensität und mutigem Handeln sollen junge Spieler Spielfreude, Entscheidungsverhalten und Individualität entwickeln. Durch die vielen direkten Duelle werden auch Zweikämpfe in den Vordergrund gestellt – wie es eben auch früher auf dem Bolzplatz war.
„Wir haben an den Realitäten vorbeitrainiert. Deshalb haben wir auch Positionen verloren“, sagte DFB-Direktor Hannes Wolf schon in der Anfangsphase des Projekts. Wolf ist die Schlüsselfigur der Reform.
Wie lange wird es dauern, bis Deutschland wieder Weltklasse ist?
Maßnahmen im Jugendbereich brauchen immer Zeit. Ein Musterbeispiel sind die Weltmeister von 2014. Anderthalb Jahrzehnte zuvor war das EM-Fiasko der Nationalmannschaft beim Vorrundenaus im Jahr 2000 der Startschuss für die Nachwuchsleistungszentren.
14 Jahre später wurde Deutschland mit reihenweise NLZ-Absolventen Weltmeister. Und danach? „Wir haben sicherlich nach dem WM-Titel 2014 den Fehler gemacht, dass wir dann den Schalter nicht umgelegt haben“, sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig bereits im vergangenen Jahr. Passenderweise bei einem Termin zur Trainingsphilosophie.
Wie sieht es im Nachwuchs aus?
Es gibt sie, die Talente. Das unterstreichen etwa EM- und WM-Titel der U17 im Jahr 2023. Doch der Weg in den Profibereich bleibt hart. Finn Jeltsch ist der am weitesten entwickelte Feldspieler und hat sich beim VfB Stuttgart bereits in der Bundesliga etabliert.
Der damalige Kapitän Noah Darvich soll nach seiner Leihe zu Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg den nächsten Schritt machen. Viele Weltmeister spielen noch in Regionalligen, zweiten Mannschaften oder pendeln zwischen Nachwuchs- und Profikader.
Woran hapert es?
U21-Nationalcoach Antonio Di Salvo spricht oft über eine Basis: Jungprofis brauchen Spielzeit. Deutschland scheitert nicht daran, Talente hervorzubringen. Sondern daran, aus ihnen Top-Profis zu machen.
Di Salvo wies einst auf den fallenden Anteil junger deutscher Spieler in der Bundesliga hin – und auf den Anstieg des Anteils ausländischer U23-Spieler. „Das muss sich ändern, wenn wir mit den Nationalteams wettbewerbsfähig bleiben wollen“, forderte er.
Bundesliga-Geschäftsführer Marc Lenz mahnte am Ende der vergangenen Saison Besserungsbedarf an. „Die Nachwuchsarbeit in Deutschland ist gut, aber wir sehen da Luft nach oben“, sagte Lenz. Nur neun deutsche Clubs sind laut Liga unter den Top-100-Akademien in Europa. Die Anzahl der Talente in der Bundesliga sei „signifikant geringer“ als im Ausland.
Wie entwickelt sich die Einsatzzeit?
Während Deutschland 2021/22 bei den Einsatzzeiten heimischer U20- und U21-Spieler noch auf Platz fünf hinter Frankreich, England, Spanien und Italien lag, belegt es laut aktuellen Zahlen inzwischen Rang drei hinter Spanien und Frankreich.
Oft wird die These in den Raum gestellt, dass es Profitrainern an Mut mangele, die Toptalente einzusetzen. Ist es nur das?
„Wenn ein 19-Jähriger nicht mindestens so gut ist wie der 28-Jährige, dann wird ihn kein Trainer aufstellen“, betonte Wolf wiederholt. Deshalb müsse der 19-Jährige so gut ausgebildet werden, dass er besser als der 28-Jährige ist. Dann wird er spielen.
Was machen andere Nationen besonders gut?
Frankreich profitiert von einer riesigen Talentbasis und gibt jungen Spielern früh Verantwortung im Männerfußball. Spanien setzt seit Jahrzehnten auf Technik und Spielintelligenz, integriert Talente früh in seine Spielphilosophie.
England hat seine Nachwuchsausbildung mit dem EPPP (Elite Player Performance Plan) professionalisiert; die hohen Investitionen der Premier League in Akademien und Trainer haben die Entwicklung beschleunigt.
„Ich finde es grundsätzlich schwierig, sich zu viel an anderen zu orientieren“, erklärte Wolf wiederholt. Deutschland müsse bei seinen Rahmenbedingungen den eigenen Weg gehen.
Wie kann der neue U21-Wettbewerb helfen?
Dieser soll für Spieler im Übergang zwischen Nachwuchs- und Profifußball helfen, kann fehlende Bundesliga-Einsätze aber nicht ersetzen. „Orte zu schaffen, wo man spielen und sich entwickeln kann, das macht unglaublich Sinn“, sagte Wolf. Interessant: Er wendete sich bei seinen Worten im März auch an Klopp.
„Ich habe Jürgen schon gratuliert. Das ist wahrscheinlich die am schnellsten eingeführte Liga in der deutschen Fußballgeschichte.“ Klopp kennt ein solches Modell aus England, empfahl es Deutschland – und er zählt zu den prominentesten Unterstützern der Reform. (dpa/red)
Jürgen Klopp kann nur mit Einverständnis von Red-Bull-Chef Mintzlaff (r.) Bundestrainer werden. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa
Auch die größte Hürde auf dem Weg zum Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist genommen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat nach dpa-Informationen beim Gipfeltreffen mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff eine Einigung erzielt.
Details zu den Resultaten des Termins der Bosse in München wurden bisher nicht bekannt. Aber die letzten Hindernisse eines Klopp-Wechsels von Red Bull zum Deutschen Fußball-Bund sind demnach aus dem Weg geräumt.
Klopp kann den Top-Job übernehmen, der nach dem frühen WM-Aus gegen Paraguay und dem folgenden Rücktritt von Julian Nagelsmann vakant ist. Er würde damit der 13. Chefcoach der Nationalmannschaft werden. Vor einer offiziellen Verkündung müssen allerdings noch die zuständigen DFB-Gremien zustimmen.
Jürgen Klopp ist bald neuer Bundestrainer.
Foto: Tom Weller/dpa
„Ein möglicher Vertrag muss final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden“, hatte der Verband bereits nach dem Treffen von Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Klopp am vergangenen Samstag in New York klargemacht.
Kompensation für Red Bull noch nicht bekannt
Mit Mintzlaff dauerte die Klärung nur einen Sitzungstag. Zu welchen Bedingungen Red Bull Klopp aus dem bis 2029 datierten Vertrag als Head of Global Soccer entlassen wird, ist noch nicht bekannt. Zur Diskussion steht, inwiefern Klopp auch als Bundestrainer für das Unternehmen tätig sein kann oder ob eine Ablöse fällig wird. Diese wollte der DFB möglichst vermeiden.
Zuletzt hatte es geheißen, dass es nicht um eine Abfindung in Millionenhöhe für Red Bull ginge, sondern eher symbolhafte Aktivitäten mit Klopp als Repräsentant möglich wären. Ein entsprechendes Statement ließ nach dem persönlichen Treffen von Neuendorf mit Mintzlaff vorerst auf sich warten.
Die Zusammenkunft mit dem Top-Manager war der nächste Schritt im ausgemachten Klopp-Fahrplan des DFB. „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.
„Eckpunkte“-Einigung mit Klopp: Bernd Neuendorf (l) und Hans-Joachim Watzke haben in New York ihr Ziel erreicht. (Archivbild)
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Klopp-Treffen mit Mintzlaff beim WM-Finale
Erwartet wird auch noch eine direkte Zusammenkunft von Klopp mit Mintzlaff. Diese dürfte allerdings nicht mehr maßgeblich für ein grundsätzliches Zustandekommen des großen Sommer-Deals sein. Red-Bull-Geschäftsführer Mintzlaff soll zum WM-Finale reisen, das am Sonntag in East Rutherford vor den Toren von New York stattfindet.
Eine finale Einigung scheint schon vorher möglich. Auch eine Präsentation Klopps als Bundestrainer könnte schon in der kommenden Woche nach dessen Rückkehr nach Deutschland stattfinden.
BVB-Chef: Klopp als „Rundum-Problemlöser-Paket“
Sportchef Lars Ricken von Klopps ehemaligen Arbeitgeber Borussia Dortmund sieht nach der erneut verkorksten Weltmeisterschaft besonders die Bundesliga-Vereine in der Pflicht. Klopp als wahrscheinlich künftiger Bundestrainer sei zwar das „Rundum-Problemlöser-Paket“. Doch könne er allein nicht Heilsbringer des deutschen Fußballs sein, sagte Ricken beim BVB-Trainingsauftakt.
„Der Nationaltrainer ist dafür verantwortlich, dass die Spieler, die er zur Verfügung hat, das maximale Ergebnis rausholen“, führte Ricken aus. „Für die Ausbildung der Spieler kann der DFB natürlich gewisse Leitplanken vorgeben. Aber letztendlich sind wir als Vereine dafür verantwortlich und in der Pflicht, die Spieler so auszubilden, dass sie auch bei einer Weltmeisterschaft den Unterschied machen.“
Erfolgreich von Mainz bis Liverpool
Klopp war nach vielen Jahren als Vereinstrainer seit Januar 2025 für Red Bull tätig. Der Job des Nationaltrainers wäre Neuland für ihn. Klopp führte den FSV Mainz 05 in die Bundesliga (2004). Mit Dortmund wurde er zweimal deutscher Meister (2011, 2012) und einmal DFB-Pokalsieger (2012).
2015 wechselte er nach England und übernahm den FC Liverpool. Auch die Reds leitete er als Chefcoach zum Meistertitel (2020) und Pokalsieg (2022). Der größte Triumph gelang ihm 2019 mit dem Gewinn der Champions League, dem sportlich bedeutendsten Titel im Club-Fußball.
Die ersten vier Länderspiele in der kommenden Saison finden innerhalb von zehn Tagen zwischen dem 24. September und 4. Oktober mit den Partien der Nations League in den Niederlanden, zweimal gegen Griechenland und gegen Serbien statt. Klopp hätte also noch ausreichend Zeit, mit potenziellen Stützen des Neustarts wie DFB-Kapitän Joshua Kimmich zu sprechen. (dpa/red)
Spanien hat sich den Weg ins Finale als Team erarbeitet. - Foto: Sam Hodde/AP/dpa
Spanien greift 16 Jahre nach dem ersten WM-Titel wieder nach dem ganz großen Triumph – und das auf eine Art, die so gar nicht zur Dominanz der Superstars bei diesem XXL-Turnier passen will. Wo andere Mannschaften sich auf die ganz großen Namen verlassen, hat sich der Fußball-Europameister die Rückkehr in ein WM-Finale auf seine ganz eigene Art erarbeitet. Das sind die Gründe:
Der Star ist die Mannschaft
Natürlich, kein Spanier bekommt derart viel Aufmerksamkeit von Fans und Medien wie Lamine Yamal. Der 19-Jährige, der am Tag vor dem 2:0 gegen Frankreich seinen Geburtstag feierte und sich dann mit dem erhofften Final-Trip nach New York beschenken konnte, ist der größte Star seiner Mannschaft. Aber er dominiert sie bei weitem nicht so, wie ein Lionel Messi Argentinien, Harry Kane und Jude Bellingham England und Erling Haaland die Norweger. Und auch nicht so sehr wie Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé das Spiel der Franzosen.
„Wir haben gegen eine der besten Nationalmannschaften gespielt, aber die mussten gegen die beste Mannschaft antreten. Wir sind ein Team“, sagte Trainer Luis de la Fuente nach der Demonstration spanischer Überlegenheit im gigantischen Dallas-Stadion.
Spanien steht im WM-Finale – und ihr bekanntester Spieler steht bei der mageren Ausbeute von einem Tor und einer Vorlage. Entscheidend auf dem Weg ins Endspiel waren ein Mikel Oyarzabal, für den der Elfmeter-Treffer zur Führung gegen Frankreich schon das fünfte Tor dieser WM war. Der Profi von Real Sociedad würde aber vermutlich in keiner Liste der bekanntesten Stürmer einen Platz in den Top Ten bekommen. Oder der Ex-Dortmunder Mikel Merino mit Last-Minute-Treffern gegen Portugal und Belgien – als Einwechselspieler.
„Wir arbeiten alle für das gleiche Ziel und nicht nur für das eines Individuums. Ich habe noch nie eine so vorbildliche Gruppe erlebt, auf dem Platz und neben dem Platz. In 47 Tagen zusammen hatten wir nicht ein einziges Problem“, lobte de la Fuente.
Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Titel
Das WM-Finale ist das achte Spiel Spaniens bei dieser XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Gegentore bislang: eins. War das 0:0 gegen Kap Verde zum Start ins Turnier noch Anlass für Hohn und Spott, hat die Welt längst eingesehen, dass der Europameister ein defensiv herausragendes Turnier spielt. Einzig Belgien hat es im Viertelfinale einige Male geschafft, Spaniens Verteidiger zu stressen – und als einziges Team getroffen. Und wie heißt es so schön? Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Titel.
Torwart Unai Simon stellte mit 649 Minuten ohne Gegentreffer einen WM-Rekord auf, die 36 Jahre alte Bestmarke von Walter Zenga überbot er deutlich. Der oft in der Kritik stehende Baske von Athletic Bilbao musste auch gegen Frankreich erst in der Schlussphase selbst aktiv werden, weil seine Vorderleute um Rodri und den erst 19 Jahre alten Pau Cubarsi alles abräumen und kaum Chancen zulassen.
Ein Trainer mit der Aura eines Unbesiegbaren
Seit Amtsbeginn im Januar 2023 hat Luis de la Fuente 48 Länderspiele Spaniens verantwortet. Verloren hat er davon: drei. Und bei Europa- oder Weltmeisterschaften: keins. Seit dem 0:2 gegen Schottland in der EM-Qualifikation im März 2023 hat Spanien in Pflichtspielen nur noch das Finale der Nations League im vorigen Sommer gegen Portugal verloren – im Elfmeterschießen. Aus dem Spiel heraus ist der Europameister mit de la Fuente an der Seitenlinie seit mehr als drei Jahren unbezwungen.
„Ich bin immer wieder erstaunt, zu was dieses Team in der Lage ist. Wir verbessern uns immer wieder, von einem Spiel zum nächsten, von einem Wettbewerb zum nächsten“, schwärmte de la Fuente. „Das ist nicht nur Glück, das ist Einsatz, Talent, Verzicht und der Wille eine noch bessere Version unserer selbst zu werden.“
Verantwortlich für diese Einstellung ist de la Fuente selbst. Er arbeitet schon seit 13 Jahren für den spanischen Verband und hatte mit zahlreichen aktuellen Nationalspielern bereits als Nachwuchscoach zu tun. Dabei vermittelte er den Spielern seine Werte, als sie noch Teenager waren. Mit Rodri und Merino beispielsweise holte er 2015 den EM-Titel als Chef der U19-Nationalmannschaft. Oyarzabal und Dani Olmo standen vier Jahre später in der Startaufstellung, als Spanien die deutsche U21 im EM-Finale 2:1 besiegte.
Rechtsverteidiger Pedro Porro, der mit dem Tor zum 2:0 alle Zweifel an einem spanischen Erfolg beseitigt hatte, sagte nach dem Einzug ins Finale: „Natürlich hätte ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, eine Weltmeisterschaft wie diese zu spielen. Aber das habe ich auch meinen Mitspielern zu verdanken und dem Trainer, der mir vom ersten Moment an vertraut hat. Nicht erst bei dieser Weltmeisterschaft, sondern schon seit meinem Debüt bei ihm in der U21.“
Der französische Torhüter Nr. 16, Mike Maignan, wehrt einen Schuss des spanischen Mittelfeldspielers Nr. 15, Alex Baena, während des Halbfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und Spanien im Dallas Stadium in Arlington am 14. Juli 2026 ab. - Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Halbfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Frankreich gegen Spanien in Dallas, USA (Übertragung: ZDF)
Spanien hat sich im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit einem 2:0-Sieg gegen Frankreich durchgesetzt und sich damit das Finalticket gesichert. Die Tore für die Spanier erzielten Mikel Oyarzabal in der 22. Minute per Elfmeter und Pedro Porro in der 58. Minute nach einem Doppelpass mit Dani Olmo.
Spanien übernahm von Beginn an die Kontrolle und zeigte sich ballsicher. In der 22. Minute brachte Mikel Oyarzabal die Iberer per Elfmeter in Führung, nachdem Lucas Digne Yamal im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Frankreich versuchte, über Umschaltmomente ins Spiel zu finden, blieb jedoch weitgehend ungefährlich.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Spanien den Druck und belohnte sich in der 58. Minute mit dem zweiten Treffer. Pedro Porro schloss einen sehenswerten Angriff nach einem Doppelpass mit Dani Olmo ab und überwand den französischen Torhüter Mike Maignan mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck. Frankreich bemühte sich, ins Spiel zurückzufinden, scheiterte jedoch immer wieder an der gut organisierten spanischen Defensive.
Trotz der Bemühungen von Kylian Mbappé und seinen Teamkollegen gelang es den Franzosen nicht, den Rückstand aufzuholen. Spanien zeigte sich bis zum Schluss als die spielbestimmende Mannschaft und ließ keine Zweifel an ihrem verdienten Einzug ins Finale aufkommen. Dort treffen die Iberer auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen England und Argentinien.
Der Franzose Maxence Lacroix (#26) köpft den Ball gegen Rodri (#16) aus Spanien während des Halbfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und Spanien im Dallas Stadium am 14. Juli 2026 in Arlington, Texas.
Foto: Shaun Botterill/Getty Images
HEUTE21:06 Uhr
26 WM-Spiele: Deschamps löst Schön als Rekordtrainer ab
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön als Rekord-Trainer bei Fußball-Weltmeisterschaften abgelöst. Das Halbfinale gegen Spanien im Dallas-Stadion ist Deschamps 26. WM-Spiel als Cheftrainer. Der 57-Jährige übernahm die Bestmarke von Schön – der seinen letzten Einsatz vor 48 Jahren bei der WM 1978 hatte – am Nationalfeiertag der Franzosen.
Seit 2012 ist der Ex-Profi als französischer Nationaltrainer im Amt. Nach dieser WM wird er es abgeben – dem Vernehmen nach an Zinédine Zidane. 1998 holte Deschamps den WM-Titel als Spieler, 2018 als Trainer. Lediglich Franz Beckenbauer und Mário Zagallo gelang ebenfalls ein solches Double. Gleich zwei WM-Titel als Coach holte bisher nur Vittorio Pozzo: 1934 und 1938 mit Italien.
In Deschamps‘ 26 WM-Partien ist auch das Gruppenspiel gegen Norwegen mitgerechnet. Der Franzose stand bei dieser Partie allerdings nicht an der Seitenlinie, weil er nach dem Tod seiner Mutter in die Heimat geflogen war. Von der FIFA wird die Begegnung (4:1) dennoch in Deschamps‘ offizieller WM-Statistik aufgeführt.
HEUTE10:59 Uhr
Frankreich: Spanien ist der Favorit
Bei der Fußball-WM wächst die Anspannung vor dem ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien. Trotz der Offensivmacht seines Teams schiebt Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Favoritenrolle für das heutige Duell in Arlington Spanien zu.
Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, sagte er vor der Partie nun erneut.
„Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Es könne ein „spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte er.
HEUTE6:03 Uhr
Spanien und Yamal
Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige.
Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Der Jungstar stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht“, betonte der Flügelspieler des FC Barcelona.
Lamine Yamal (l) bekam für seine Aktionen den lautesten Applaus im Stadion.
Foto: Andre Penner/AP/dpa
GESTERN22:02 Uhr
Empfang für Norwegens Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir
Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden, Stürmerstar Haaland präsentierte dabei ein Faible für ausgefallene Souvenirs. Der 25-Jährige stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche.
Erling Haaland und sein Waschbär.
Foto: Jan Langhaug/NTB Scanpix/AP/dpa
Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König.
Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern.
Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.
12. Juli21:21 Uhr
Klopp trifft sich mit Mintzlaff Ende der Woche
In der fast geklärten Bundestrainer-Frage um Wunschkandidat Jürgen Klopp soll sich die DFB-Spitze am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen.
Wie der „Kicker“ berichtet, soll dann eine vorzeitige Ausstiegsmöglichkeit aus Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer des Konzerns besprochen werden. Ende der Woche soll sich in New York Mintzlaff dann mit Klopp treffen. Offizielle Angaben lagen zunächst nicht vor.
Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen um Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bei einem Gipfeltreffen in den USA erzielt, wo der frühere Dortmunder und Liverpooler Coach als TV-Experte für MagentaTV arbeitet. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus.
Beim Spiel Norwegen gegen England in Miami kam es zu einer unerwarteten Szene vor dem 1:1 – dem Ausgleichstreffer von England. Nach dem Abstoß von Norwegens Torwart Örjan Nyland wird der Ball von einem gespannten Kamerakabel in der Luft gestoppt.
Er fällt wie ein Stein herunter und gelangt vor die Füße von Anthony Gordon – der daraufhin das Tor einleitet. Der Weltverband FIFA besteht darauf, dass der Chip im Ball keine Berührung aufgezeichnet habe.
Die Norweger und auch die TV-Aufnahmen scheinen einen anderen Rückschluss zuzulassen. „Also ich würde eher den Norwegern glauben als der FIFA“, sagte Englands Ex-Nationalspieler Gary Neville.
Bellinghams Tor ermöglichte die Verlängerung und ein Patzer von Nyland dort den zweiten Treffer des Stars von Real Madrid.
12. Juli5:12 Uhr
Argentinien-Schweiz endet 3:1
Argentinien hat das Viertelfinale gegen die Schweiz nach Verlängerung mit 3:1 gewonnen. Die Partie begann mit einem frühen Tor für Argentinien durch Alexis Mac Allister (10.). Die Schweiz zeigte sich jedoch unbeeindruckt und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der zweiten Halbzeit gelang Dan Ndoye für die Schweiz der Ausgleich (67.).
Die zweite Halbzeit war geprägt von intensiven Zweikämpfen und taktischen Fouls, was zu mehreren Gelben Karten führte. Der Schweizer Breel Embolo sah in der 72. Minute nach einer Schwalbe Gelb-Rot, was die Eidgenossen in Unterzahl brachte. Trotz der numerischen Unterlegenheit hielt die Schweiz tapfer dagegen und rettete sich in die Verlängerung.
Dort verteidigten die Schweizer leidenschaftlich, konnten den Führungstreffer durch Julian Alvarez (112.) aber nicht verhindern. Lautaro Martinez machte dann kurz vor Schluss den Deckel drauf (120.+1).
Spielbaum der WM 2026 (Stand 12.7.). England konnte sich gegen Norwegen behaupten und trifft im Halbfinale auf Argentinien, die ihren Einzug in Halbfinale erst in der Verlängerungen sicherten. Damit sind Norwegen und die Schweiz ausgeschieden.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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Alexis Mac Allister (#20, Argentinien) trifft in der 10. Minute zum 1:0 für Argentinien.
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Nahuel Molina (#26, Argentinien) und Dan Ndoye (#11, Schweiz) im Zweikampf.
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Torhüter Emiliano Martinez (#23, Argentinien) verhindert das Gegentor von Breel Embolo (#7, Schweiz).
Foto: David Ramos/Getty Images
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Torlos aber Kartenreich: Breel Embolo (#7, Schweiz) sah Gelb-Rot von Schiedsrichter Joao Pinheiro und musste in der 67. Minute das Spielfeld verlassen. Trotz Unterzahl gelang den Argentiniern kein weiteres Tor in der regulären Spielzeit.
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Julian Alvarez (#9, Argentinien) trifft zum 2:1 in der Verlängerung. Kurz darauf klingelt es im Kasten von Gregor Kobel (#1, Schweiz) erneut, als Lautaro Martinez (#22, Argentinien) zum 3:1 Endstand trifft.
Foto: Luke Hales/Getty Images
12. Juli2:05 Uhr
Spiele am Sonntag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Viertelfinale gegeneinander an:
03:00 Uhr: Argentinien gegen Schweiz in Kansas City, USA
12. Juli1:50 Uhr
England besiegt Norwegen
Bei der Fußball-WM hat England das Viertelfinale gegen Norwegen nach Verlängerung mit 2:1 gewonnen. Die erste Halbzeit begann äußerst zäh, erst in den letzten zehn Minuten nahm die Partie Fahrt auf: Andreas Schjelderup brachte zunächst Norwegen in Führung (36.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Jude Bellingham der Ausgleich für England.
In der zweiten Halbzeit dominierte Norwegen das Spielgeschehen und hatte mehrere Chancen, erneut in Führung zu gehen – doch ohne sich zu belohnen. England hingegen fand nur selten den Weg in den norwegischen Strafraum und blieb in der Offensive weitgehend harmlos.
Gleich zu Beginn der Verlängerung erzielte schließlich Jude Bellingham das entscheidende Tor (93.). Damit trifft England am Mittwoch im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Argentinien-Schweiz.
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Andreas Schjelderup (#21, Nowegen) brachte die Skandinavier in der 36. Minute in Führung.
Foto: Richard Pelham/Getty Images
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Martin Odegaard (#10, Norwegen) sorgt dafür, dass seine Teamkollegen zum Torschützen Andreas Schjelderup (#21) aufblicken müssen.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Jude Bellingham (#10 England) setzt sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gegen die Wikinger durch, erzielt den Ausgleich und erzwingt die Verlängerung in der er nochmal trifft.
Foto: Elsa/Getty Images
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Auch das ist Fußball: Norwegens Stürmer Erling Haaland (#9) gratuliert Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham (#10) zu seinem zweiten Tor.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
11. Juli20:18 Uhr
Norwegen und seine Fans bereiten sich vor
Das 3. Viertelfinale beginnt 23 Uhr MEZ, es spielt Norwegen gegen England. Tagsüber versammelten sich norwegische Fußballfans zum „Ro“ auf dem Ocean Drive:
Miami Beach just got a taste of Norway’s matchday tradition 🇳🇴👏 (via IG/clubeleven) pic.twitter.com/8hplkKCJHq
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11. Juli16:48 Uhr
DFB-Führung grundsätzlich einig mit Klopp
Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Südafrikanischer Profi-Fußballer Adams kurz nach WM-Teilnahme gestorben
Der südafrikanische Profi-Fußballer Jayden Adams ist kurz nach seiner Teilnahme an der derzeitigen Weltmeisterschaft gestorben. Die Nachricht vom Tod des 25-Jährigen am Samstag habe ihn schwer getroffen, erklärte der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie.
„Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren.“ Die Todesursache nannte McKenzie nicht. Der afrikanische Fußballverband CAF brachte im Onlinedienst X ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck.
Die südafrikanische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf, nachdem im Raum Kapstadt die Leiche eines 25-jährigen Mannes gefunden worden war. „Die Umstände dieses Vorfalls werden untersucht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mittelfeldspieler Adams hatte bei allen drei Gruppenspielen Südafrikas in der laufenden WM gespielt. Im K.-o.-Spiel gegen Kanada, bei dem Südafrika aus dem Wettbewerb ausschied, stand Adams nicht auf dem Platz.
Jayden Adams, hier im Einsatz beim WM-Eröffnungsspiel gegen Mexiko. (Archivbild)
Foto: Tom Weller/dpa
11. Juli11:52 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens WM-Fußballer Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
Drohungen nach Fehlschuss gegen die Schweiz: Jaminton Campaz. (Archivbild)
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
11. Juli0:10 Uhr
Spiele am Samstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am Samstag im Viertelfinale gegeneinander an:
23:00 Uhr: Norwegen gegen England in Miami, USA
10. Juli23:02 Uhr
Spanien gewinnt 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale auf Frankreich
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien im Viertelfinale gegen Belgien mit 2:1 durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer dominanten Phase der Spanier, die in der 30. Minute durch Fabián Ruiz in Führung gingen. Belgien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich in der 41. Minute durch Charles De Ketelaere aus.
In der zweiten Halbzeit drängte Spanien auf die erneute Führung, während Belgien sich auf Konterchancen konzentrierte. Die Spanier erhöhten den Druck, doch es dauerte bis zur 88. Minute, bis der eingewechselte Mikel Merino nach einem abgewehrten Schuss von Pau Cubarsí zur Stelle war und den Ball zum 2:1-Endstand einschob.
Damit trifft Spanien im Halbfinale am Dienstag in Dallas auf Frankreich.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Spanien gewinnt dank einem späten 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale am Dienstag auf Frankreich. Als nächstes Spielen Norwegen und England um den Einzug in die Runde der letzten Vier.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
10. Juli22:15 Uhr
Spanien und Belgien gehen mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden in die Kabine
Das Drama begann für Belgien bereits beim Aufwärmen: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich unerwartet und musste extrem kurzfristig passen. Für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf – ein herber mentaler Rückschlag für das Team von Rudi Garcia, das sich davon aber nicht einschüchtern ließ.
Nach einer halben Stunde belohnte sich die Selektion für ihren Aufwand: Der für Pedri in die Startelf rotierte Fabián Ruiz nutzte eine seltene Lücke in der belgischen Hintermannschaft eiskalt aus und hämmerte den Ball in der 30. Spielminute zur 1:0-Führung in die Maschen!
Wer dachte, die Belgier würden nun einbrechen, sah sich komplett getäuscht. Angetrieben von einem unermüdlichen Manchester-City-Wirbelwind Jérémy Doku, der die spanische Abwehr über die linke Seite immer wieder vor logistische Probleme stellte, schlugen die Roten Teufel noch vor der Pause zurück.
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Die vergoldete Bronzeskulptur des Prometheus und eine 27 Fuß hohe Nachbildung des Weltmeisterschaftspokals, die von der LEGO-Gruppe erbaut wurde, blicken am 10. Juli 2026 im „NYNJ World Cup 26 26 Fan Village“ im Rockefeller Center in New York auf die Fans herab, die das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Belgien auf Großbildschirmen verfolgen.
Foto: TIMOTHY A. CLARY / AFP via Getty Images
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Der Belgier Charles De Ketelaere (Nr. 17) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium am 10. Juli 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere (Mitte), erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Frederic J. Brown / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, und der spanische Verteidiger Nr. 14, Aymeric Laporte, kämpfen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood um den Ball während des Viertelfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien.
Foto: Etienne LAURENT / AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Nr. 08, Fabian Ruiz, jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Patrick T. Fallon / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: ETIENNE LAURENT / AFP via Getty Images
10. Juli18:37 Uhr
Spanischer Beton gegen Belgiens Offensiv-Wucht
Die Auswahl von Luis de la Fuente hat in diesem Turnier Maßstäbe gesetzt. Spanien ist das defensivstärkste Team dieser Weltmeisterschaft und hat im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert.
Torhüter Unai Simón steht mit 609 Minuten ohne Gegentreffer über zwei Weltmeisterschaften hinweg mittlerweile bei einer historischen Marke. Mit einer eingespielten Viererkette um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte erstickt La Roja gegnerische Umschaltmomente im Keim.
Kurz vor seinem 19. Geburtstag brennt der 18-jährige Wunderknabe Lamine Yamal darauf, diesem Viertelfinale seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken.
Belgien reist mit massivem Rückenwind und einer gehörigen Portion Euphorie nach Los Angeles. Nach einem holprigen Turnierstart fegten die Männer von Rudi Garcia die US-amerikanischen Gastgeber im Achtelfinale mit 4:1 aus dem Stadion. Leandro Trossard präsentiert sich als genialer Geist und hat im bisherigen Turnierverlauf bereits 17 Großchancen kreiert.
Romelu Lukaku lauert als physische Naturgewalt auf der Bank, um in der Schlussphase müde gespielte Spanier zu knacken. Die Belgier müssen den verletzungsbedingten Ausfall von Amadou Onana (Kreuzbandriss) verkraften. Dies hat die Mannschaft jedoch mental noch enger zusammengeschweißt.
Fans strömen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, vor dem Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien ein.
Foto: Luke Hales/Getty Images
10. Juli11:29 Uhr
DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet.
Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten.
10. Juli5:38 Uhr
Mbappé nicht verletzt
Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab hinterher Entwarnung, ein Ausfall im Halbfinale droht wohl nicht. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid, der bei der Feier vor den Fans scheinbar problemlos wieder hüpfen konnte.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé nicht nur „einen Schmerz“ an der Ferse verspürt, sondern auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach: „Aber wir konnten sehr gut auswechseln.“
Tat sich weh gegen Marokko: Kylian Mbappé.
Foto: Tom Weller/dpa
10. Juli0:30 Uhr
Spiele am Freitag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Spanien gegen Belgien in Los Angeles, USA (Übertragung: ZDF)
10. Juli0:14 Uhr
Titelfavorit erreicht wieder Halbfinale
Frankreich hat das WM-Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 gewonnen. Die Franzosen dominierten das Spiel von Beginn an und hätten bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, doch Kylian Mbappé verschoss einen Elfmeter.
In der zweiten Halbzeit erreichten die Tricolore schließlich die ersehnte Führung durch Mbappé (60.). Ousmane Dembélé erhöhte wenig später auf 2:0 (66.). Marokko hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und konnte dagegen nur wenige gefährliche Aktionen verzeichnen. Die Nordafrikaner versuchten in der zweiten Halbzeit, mehr Druck aufzubauen, doch die Franzosen blieben die spielbestimmende Mannschaft.
Mit diesem Sieg hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Ihre nächste Partie wird am Dienstag gegen den Gewinner des Spiels Spanien-Belgien sein.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Frankreich hat sich mit einem 2:0 gegen Marokko den ersten Platz im Halbfinale gesichert. Wer der Gegner wird entscheidet sich heute Abend im Spiel Spanien gegen Belgien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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1:0 – für den Torhüter: Yassine Bounou (#1, Marokko) hält den Foul-Elfmeter von Kylian Mbappe (#10, Frankreich) und verhindert die Führung in der ersten Halbzeit.
Foto: Lars Baron/Getty Images
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Falsche Sportart? Bilal El Khannouss (#23, Marokko) scheint Volleyball zu spielen, hat den Fußball aber unter Kontrolle.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Noussair Mazraoui (#3, Marokko) spielt den Ball, während Ayyoub Bouaddi (#6, Marokko) versucht einen Lutballon zu Zerplatzen.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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In der zweite Hälfte (60.) versenkt Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe (#10) den Ball in den Maschen und bringt Frankreich in Führung.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
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Nur sechs Minuten später erhöht Ousmane Dembele (#7, Frankeich) auf den 2:0-Endstand.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
9. Juli19:14 Uhr
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
9. Juli8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Foto: Martin Meissner/AP/dpa
9. Juli7:00 Uhr
Spiele am Donnerstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Marokko gegen Frankreich in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Der französische Torhüter Nr. 16, Mike Maignan, wehrt einen Schuss des spanischen Mittelfeldspielers Nr. 15, Alex Baena, während des Halbfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und Spanien im Dallas Stadium in Arlington am 14. Juli 2026 ab. - Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Halbfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Frankreich gegen Spanien in Dallas, USA (Übertragung: ZDF)
Frankreich gegen Spanien: Nach 23 Minuten geht Spanien in Führung
Im Viertelfinalspiel Frankreich gegen Spanien verwandelte Mikel Oyarzabal in der 23. Minute einen Elfmeter. Damit geht Spanien in der ersten Halbzeit in Führung. Der vorausgegangen war ein Foul an Lamine Yamal durch den Franzosen Lucas Diane im Strafraum der Spanier.
Der Franzose Maxence Lacroix (#26) köpft den Ball gegen Rodri (#16) aus Spanien während des Halbfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Frankreich und Spanien im Dallas Stadium am 14. Juli 2026 in Arlington, Texas.
Foto: Shaun Botterill/Getty Images
HEUTE21:06 Uhr
26 WM-Spiele: Deschamps löst Schön als Rekordtrainer ab
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön als Rekord-Trainer bei Fußball-Weltmeisterschaften abgelöst. Das Halbfinale gegen Spanien im Dallas-Stadion ist Deschamps 26. WM-Spiel als Cheftrainer. Der 57-Jährige übernahm die Bestmarke von Schön – der seinen letzten Einsatz vor 48 Jahren bei der WM 1978 hatte – am Nationalfeiertag der Franzosen.
Seit 2012 ist der Ex-Profi als französischer Nationaltrainer im Amt. Nach dieser WM wird er es abgeben – dem Vernehmen nach an Zinédine Zidane. 1998 holte Deschamps den WM-Titel als Spieler, 2018 als Trainer. Lediglich Franz Beckenbauer und Mário Zagallo gelang ebenfalls ein solches Double. Gleich zwei WM-Titel als Coach holte bisher nur Vittorio Pozzo: 1934 und 1938 mit Italien.
In Deschamps‘ 26 WM-Partien ist auch das Gruppenspiel gegen Norwegen mitgerechnet. Der Franzose stand bei dieser Partie allerdings nicht an der Seitenlinie, weil er nach dem Tod seiner Mutter in die Heimat geflogen war. Von der FIFA wird die Begegnung (4:1) dennoch in Deschamps‘ offizieller WM-Statistik aufgeführt.
HEUTE10:59 Uhr
Frankreich: Spanien ist der Favorit
Bei der Fußball-WM wächst die Anspannung vor dem ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien. Trotz der Offensivmacht seines Teams schiebt Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Favoritenrolle für das heutige Duell in Arlington Spanien zu.
Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, sagte er vor der Partie nun erneut.
„Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Es könne ein „spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte er.
HEUTE6:03 Uhr
Spanien und Yamal
Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige.
Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Der Jungstar stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht“, betonte der Flügelspieler des FC Barcelona.
Lamine Yamal (l) bekam für seine Aktionen den lautesten Applaus im Stadion.
Foto: Andre Penner/AP/dpa
GESTERN22:02 Uhr
Empfang für Norwegens Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir
Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden, Stürmerstar Haaland präsentierte dabei ein Faible für ausgefallene Souvenirs. Der 25-Jährige stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche.
Erling Haaland und sein Waschbär.
Foto: Jan Langhaug/NTB Scanpix/AP/dpa
Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König.
Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern.
Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.
12. Juli21:21 Uhr
Klopp trifft sich mit Mintzlaff Ende der Woche
In der fast geklärten Bundestrainer-Frage um Wunschkandidat Jürgen Klopp soll sich die DFB-Spitze am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen.
Wie der „Kicker“ berichtet, soll dann eine vorzeitige Ausstiegsmöglichkeit aus Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer des Konzerns besprochen werden. Ende der Woche soll sich in New York Mintzlaff dann mit Klopp treffen. Offizielle Angaben lagen zunächst nicht vor.
Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen um Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bei einem Gipfeltreffen in den USA erzielt, wo der frühere Dortmunder und Liverpooler Coach als TV-Experte für MagentaTV arbeitet. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus.
Beim Spiel Norwegen gegen England in Miami kam es zu einer unerwarteten Szene vor dem 1:1 – dem Ausgleichstreffer von England. Nach dem Abstoß von Norwegens Torwart Örjan Nyland wird der Ball von einem gespannten Kamerakabel in der Luft gestoppt.
Er fällt wie ein Stein herunter und gelangt vor die Füße von Anthony Gordon – der daraufhin das Tor einleitet. Der Weltverband FIFA besteht darauf, dass der Chip im Ball keine Berührung aufgezeichnet habe.
Die Norweger und auch die TV-Aufnahmen scheinen einen anderen Rückschluss zuzulassen. „Also ich würde eher den Norwegern glauben als der FIFA“, sagte Englands Ex-Nationalspieler Gary Neville.
Bellinghams Tor ermöglichte die Verlängerung und ein Patzer von Nyland dort den zweiten Treffer des Stars von Real Madrid.
12. Juli5:12 Uhr
Argentinien-Schweiz endet 3:1
Argentinien hat das Viertelfinale gegen die Schweiz nach Verlängerung mit 3:1 gewonnen. Die Partie begann mit einem frühen Tor für Argentinien durch Alexis Mac Allister (10.). Die Schweiz zeigte sich jedoch unbeeindruckt und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der zweiten Halbzeit gelang Dan Ndoye für die Schweiz der Ausgleich (67.).
Die zweite Halbzeit war geprägt von intensiven Zweikämpfen und taktischen Fouls, was zu mehreren Gelben Karten führte. Der Schweizer Breel Embolo sah in der 72. Minute nach einer Schwalbe Gelb-Rot, was die Eidgenossen in Unterzahl brachte. Trotz der numerischen Unterlegenheit hielt die Schweiz tapfer dagegen und rettete sich in die Verlängerung.
Dort verteidigten die Schweizer leidenschaftlich, konnten den Führungstreffer durch Julian Alvarez (112.) aber nicht verhindern. Lautaro Martinez machte dann kurz vor Schluss den Deckel drauf (120.+1).
Spielbaum der WM 2026 (Stand 12.7.). England konnte sich gegen Norwegen behaupten und trifft im Halbfinale auf Argentinien, die ihren Einzug in Halbfinale erst in der Verlängerungen sicherten. Damit sind Norwegen und die Schweiz ausgeschieden.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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Alexis Mac Allister (#20, Argentinien) trifft in der 10. Minute zum 1:0 für Argentinien.
Foto: Luke Hales/Getty Images
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Nahuel Molina (#26, Argentinien) und Dan Ndoye (#11, Schweiz) im Zweikampf.
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Torhüter Emiliano Martinez (#23, Argentinien) verhindert das Gegentor von Breel Embolo (#7, Schweiz).
Foto: David Ramos/Getty Images
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Torlos aber Kartenreich: Breel Embolo (#7, Schweiz) sah Gelb-Rot von Schiedsrichter Joao Pinheiro und musste in der 67. Minute das Spielfeld verlassen. Trotz Unterzahl gelang den Argentiniern kein weiteres Tor in der regulären Spielzeit.
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Julian Alvarez (#9, Argentinien) trifft zum 2:1 in der Verlängerung. Kurz darauf klingelt es im Kasten von Gregor Kobel (#1, Schweiz) erneut, als Lautaro Martinez (#22, Argentinien) zum 3:1 Endstand trifft.
Foto: Luke Hales/Getty Images
12. Juli2:05 Uhr
Spiele am Sonntag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Spieltag im Viertelfinale gegeneinander an:
03:00 Uhr: Argentinien gegen Schweiz in Kansas City, USA
12. Juli1:50 Uhr
England besiegt Norwegen
Bei der Fußball-WM hat England das Viertelfinale gegen Norwegen nach Verlängerung mit 2:1 gewonnen. Die erste Halbzeit begann äußerst zäh, erst in den letzten zehn Minuten nahm die Partie Fahrt auf: Andreas Schjelderup brachte zunächst Norwegen in Führung (36.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Jude Bellingham der Ausgleich für England.
In der zweiten Halbzeit dominierte Norwegen das Spielgeschehen und hatte mehrere Chancen, erneut in Führung zu gehen – doch ohne sich zu belohnen. England hingegen fand nur selten den Weg in den norwegischen Strafraum und blieb in der Offensive weitgehend harmlos.
Gleich zu Beginn der Verlängerung erzielte schließlich Jude Bellingham das entscheidende Tor (93.). Damit trifft England am Mittwoch im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Argentinien-Schweiz.
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Andreas Schjelderup (#21, Nowegen) brachte die Skandinavier in der 36. Minute in Führung.
Foto: Richard Pelham/Getty Images
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Martin Odegaard (#10, Norwegen) sorgt dafür, dass seine Teamkollegen zum Torschützen Andreas Schjelderup (#21) aufblicken müssen.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Jude Bellingham (#10 England) setzt sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gegen die Wikinger durch, erzielt den Ausgleich und erzwingt die Verlängerung in der er nochmal trifft.
Foto: Elsa/Getty Images
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Auch das ist Fußball: Norwegens Stürmer Erling Haaland (#9) gratuliert Englands Mittelfeldspieler Jude Bellingham (#10) zu seinem zweiten Tor.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
11. Juli20:18 Uhr
Norwegen und seine Fans bereiten sich vor
Das 3. Viertelfinale beginnt 23 Uhr MEZ, es spielt Norwegen gegen England. Tagsüber versammelten sich norwegische Fußballfans zum „Ro“ auf dem Ocean Drive:
Miami Beach just got a taste of Norway’s matchday tradition 🇳🇴👏 (via IG/clubeleven) pic.twitter.com/8hplkKCJHq
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11. Juli16:48 Uhr
DFB-Führung grundsätzlich einig mit Klopp
Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Südafrikanischer Profi-Fußballer Adams kurz nach WM-Teilnahme gestorben
Der südafrikanische Profi-Fußballer Jayden Adams ist kurz nach seiner Teilnahme an der derzeitigen Weltmeisterschaft gestorben. Die Nachricht vom Tod des 25-Jährigen am Samstag habe ihn schwer getroffen, erklärte der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie.
„Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren.“ Die Todesursache nannte McKenzie nicht. Der afrikanische Fußballverband CAF brachte im Onlinedienst X ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck.
Die südafrikanische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf, nachdem im Raum Kapstadt die Leiche eines 25-jährigen Mannes gefunden worden war. „Die Umstände dieses Vorfalls werden untersucht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mittelfeldspieler Adams hatte bei allen drei Gruppenspielen Südafrikas in der laufenden WM gespielt. Im K.-o.-Spiel gegen Kanada, bei dem Südafrika aus dem Wettbewerb ausschied, stand Adams nicht auf dem Platz.
Jayden Adams, hier im Einsatz beim WM-Eröffnungsspiel gegen Mexiko. (Archivbild)
Foto: Tom Weller/dpa
11. Juli11:52 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens WM-Fußballer Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
Drohungen nach Fehlschuss gegen die Schweiz: Jaminton Campaz. (Archivbild)
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
11. Juli0:10 Uhr
Spiele am Samstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am Samstag im Viertelfinale gegeneinander an:
23:00 Uhr: Norwegen gegen England in Miami, USA
10. Juli23:02 Uhr
Spanien gewinnt 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale auf Frankreich
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien im Viertelfinale gegen Belgien mit 2:1 durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer dominanten Phase der Spanier, die in der 30. Minute durch Fabián Ruiz in Führung gingen. Belgien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich in der 41. Minute durch Charles De Ketelaere aus.
In der zweiten Halbzeit drängte Spanien auf die erneute Führung, während Belgien sich auf Konterchancen konzentrierte. Die Spanier erhöhten den Druck, doch es dauerte bis zur 88. Minute, bis der eingewechselte Mikel Merino nach einem abgewehrten Schuss von Pau Cubarsí zur Stelle war und den Ball zum 2:1-Endstand einschob.
Damit trifft Spanien im Halbfinale am Dienstag in Dallas auf Frankreich.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Spanien gewinnt dank einem späten 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale am Dienstag auf Frankreich. Als nächstes Spielen Norwegen und England um den Einzug in die Runde der letzten Vier.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
10. Juli22:15 Uhr
Spanien und Belgien gehen mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden in die Kabine
Das Drama begann für Belgien bereits beim Aufwärmen: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich unerwartet und musste extrem kurzfristig passen. Für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf – ein herber mentaler Rückschlag für das Team von Rudi Garcia, das sich davon aber nicht einschüchtern ließ.
Nach einer halben Stunde belohnte sich die Selektion für ihren Aufwand: Der für Pedri in die Startelf rotierte Fabián Ruiz nutzte eine seltene Lücke in der belgischen Hintermannschaft eiskalt aus und hämmerte den Ball in der 30. Spielminute zur 1:0-Führung in die Maschen!
Wer dachte, die Belgier würden nun einbrechen, sah sich komplett getäuscht. Angetrieben von einem unermüdlichen Manchester-City-Wirbelwind Jérémy Doku, der die spanische Abwehr über die linke Seite immer wieder vor logistische Probleme stellte, schlugen die Roten Teufel noch vor der Pause zurück.
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Die vergoldete Bronzeskulptur des Prometheus und eine 27 Fuß hohe Nachbildung des Weltmeisterschaftspokals, die von der LEGO-Gruppe erbaut wurde, blicken am 10. Juli 2026 im „NYNJ World Cup 26 26 Fan Village“ im Rockefeller Center in New York auf die Fans herab, die das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Belgien auf Großbildschirmen verfolgen.
Foto: TIMOTHY A. CLARY / AFP via Getty Images
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Der Belgier Charles De Ketelaere (Nr. 17) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium am 10. Juli 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere (Mitte), erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Frederic J. Brown / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, und der spanische Verteidiger Nr. 14, Aymeric Laporte, kämpfen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood um den Ball während des Viertelfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien.
Foto: Etienne LAURENT / AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Nr. 08, Fabian Ruiz, jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Patrick T. Fallon / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: ETIENNE LAURENT / AFP via Getty Images
10. Juli18:37 Uhr
Spanischer Beton gegen Belgiens Offensiv-Wucht
Die Auswahl von Luis de la Fuente hat in diesem Turnier Maßstäbe gesetzt. Spanien ist das defensivstärkste Team dieser Weltmeisterschaft und hat im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert.
Torhüter Unai Simón steht mit 609 Minuten ohne Gegentreffer über zwei Weltmeisterschaften hinweg mittlerweile bei einer historischen Marke. Mit einer eingespielten Viererkette um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte erstickt La Roja gegnerische Umschaltmomente im Keim.
Kurz vor seinem 19. Geburtstag brennt der 18-jährige Wunderknabe Lamine Yamal darauf, diesem Viertelfinale seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken.
Belgien reist mit massivem Rückenwind und einer gehörigen Portion Euphorie nach Los Angeles. Nach einem holprigen Turnierstart fegten die Männer von Rudi Garcia die US-amerikanischen Gastgeber im Achtelfinale mit 4:1 aus dem Stadion. Leandro Trossard präsentiert sich als genialer Geist und hat im bisherigen Turnierverlauf bereits 17 Großchancen kreiert.
Romelu Lukaku lauert als physische Naturgewalt auf der Bank, um in der Schlussphase müde gespielte Spanier zu knacken. Die Belgier müssen den verletzungsbedingten Ausfall von Amadou Onana (Kreuzbandriss) verkraften. Dies hat die Mannschaft jedoch mental noch enger zusammengeschweißt.
Fans strömen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, vor dem Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien ein.
Foto: Luke Hales/Getty Images
10. Juli11:29 Uhr
DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet.
Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten.
10. Juli5:38 Uhr
Mbappé nicht verletzt
Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab hinterher Entwarnung, ein Ausfall im Halbfinale droht wohl nicht. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid, der bei der Feier vor den Fans scheinbar problemlos wieder hüpfen konnte.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé nicht nur „einen Schmerz“ an der Ferse verspürt, sondern auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach: „Aber wir konnten sehr gut auswechseln.“
Tat sich weh gegen Marokko: Kylian Mbappé.
Foto: Tom Weller/dpa
10. Juli0:30 Uhr
Spiele am Freitag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Spanien gegen Belgien in Los Angeles, USA (Übertragung: ZDF)
10. Juli0:14 Uhr
Titelfavorit erreicht wieder Halbfinale
Frankreich hat das WM-Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 gewonnen. Die Franzosen dominierten das Spiel von Beginn an und hätten bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, doch Kylian Mbappé verschoss einen Elfmeter.
In der zweiten Halbzeit erreichten die Tricolore schließlich die ersehnte Führung durch Mbappé (60.). Ousmane Dembélé erhöhte wenig später auf 2:0 (66.). Marokko hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und konnte dagegen nur wenige gefährliche Aktionen verzeichnen. Die Nordafrikaner versuchten in der zweiten Halbzeit, mehr Druck aufzubauen, doch die Franzosen blieben die spielbestimmende Mannschaft.
Mit diesem Sieg hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Ihre nächste Partie wird am Dienstag gegen den Gewinner des Spiels Spanien-Belgien sein.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Frankreich hat sich mit einem 2:0 gegen Marokko den ersten Platz im Halbfinale gesichert. Wer der Gegner wird entscheidet sich heute Abend im Spiel Spanien gegen Belgien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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1:0 – für den Torhüter: Yassine Bounou (#1, Marokko) hält den Foul-Elfmeter von Kylian Mbappe (#10, Frankreich) und verhindert die Führung in der ersten Halbzeit.
Foto: Lars Baron/Getty Images
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Falsche Sportart? Bilal El Khannouss (#23, Marokko) scheint Volleyball zu spielen, hat den Fußball aber unter Kontrolle.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Noussair Mazraoui (#3, Marokko) spielt den Ball, während Ayyoub Bouaddi (#6, Marokko) versucht einen Lutballon zu Zerplatzen.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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In der zweite Hälfte (60.) versenkt Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe (#10) den Ball in den Maschen und bringt Frankreich in Führung.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
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Nur sechs Minuten später erhöht Ousmane Dembele (#7, Frankeich) auf den 2:0-Endstand.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
9. Juli19:14 Uhr
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
9. Juli8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Foto: Martin Meissner/AP/dpa
9. Juli7:00 Uhr
Spiele am Donnerstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Marokko gegen Frankreich in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Noch TV-Experte, bald Bundestrainer: Jürgen Klopp. - Foto: Tom Weller/dpa
Spätestens nach der Grundsatzvereinbarung mit den DFB-Bossen beim New Yorker Gipfeltreffen erklärt Jürgen Klopp die Fußball-WM in der Finalwoche nicht mehr als TV-Experte, sondern schon als Bundestrainer.
Als „Fortbildung in Sachen Weltklassefußball“ hatte der 59-Jährige seinen Job bei MagentaTV beschrieben. Jetzt ist sie zur idealen Vorbereitung für die große Aufgabe geworden, die Nationalmannschaft wieder auf Weltniveau zu hieven.
Dass Klopp als DFB-Chefcoach mit deutlich mehr Macht als Vorgänger Julian Nagelsmann die Zukunft gestalten kann, ist seit dem Wochenende klar. Wenn auch mit einem Vorbehalt: Der Deutsche Fußball-Bund und Klopp sind sich bis auf Detailfragen über eine Zusammenarbeit bis zur WM 2030 einig – aber den nächsten Bundestrainer kürt Red Bull. Und das in Person von Oliver Mintzlaff.
DFB-Bosse erzielen Einigung auf potenziellen Vertrag
In heller Hose, Sneakern, braungebrannt und die Sonnenbrille ins Shirt gesteckt – so lässig und energiegeladen zugleich kam Klopp mit Berater Marc Kosicke zur bahnbrechenden Gesprächsrunde mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (67) in einem Hotel am John F. Kennedy Airport.
Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Bilder. Über vier Stunden dauerte das offensichtlich intensive Meeting. Als Ergebnis sehen sich beide Parteien kurz vor der Ziellinie. „Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt“, teilte der DFB mit. Und: „Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt.“
Der Zug zur Nagelsmann-Nachfolge scheint nicht mehr zu bremsen. Oder? „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können“, stand noch in der Sieben-Zeilen-Mitteilung.
Red Bull und Mintzlaff am Zug: Geht mehr Publicity?
Klopp ist als „Head of Global Soccer“ bis 2029 an den Getränke-Multi gebunden. Der DFB hat Druck aufgebaut. Die andere Lesart der Mitteilung ist: Klopp wird zum Bundestrainer von Red Bulls Gnaden. Kann es mehr Publicity und Anerkennung für die Österreicher und Geschäftsführer Mintzlaff geben?
Der Mann, den in Deutschland alle als langjährigen Macher bei RB Leipzig kennen, nimmt nun eine Schlüsselrolle ein. Alle Augen auf ihn. „Ich weiß, dass ihm der deutsche Fußball am Herzen liegt“, sagte Klopp über Mintzlaff.
Der war übrigens nach dem WM-Flop 2022 ein Mitglied jener namhaften Task Force, die Neuendorf und Watzke anschließend im DFB installierten. Jetzt könnte der mächtige Entscheider bei Red Bull einen wertvollen Beitrag nachreichen.
Klopp als Markenbotschafter – da murrt die Amateur-Basis
Ein Lösungsansatz lautet, dass Klopp als Markenbotschafter mit Red Bull verbunden bleibt. Ein Konstrukt, das den Amateurvertretern im DFB nicht behagt. Sie wollen Red Bull nicht die Tür zur Nationalmannschaft öffnen.
Entscheidend ist aber die Haltung in der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG, die eine Klopp-Anstellung letztendlich absegnen muss.
Maßgebliche Landesverbandspräsidenten wie etwa Ralph-Uwe Schaffert (Norddeutscher Verband), Peter Frymuth (Westdeutscher Verband), Hermann Winkler (Sachsen) oder auch Christoph Kern (Bayern) gehören dem Gremium an. Und sie stehen weiter fest zu Neuendorfs Klopp-Plänen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
Der Präsident informiert die DFB-Gremien „fortlaufend“. In einer Sitzung wurde Neuendorf ein erheblicher Verhandlungsspielraum für einen Deal mit Klopp eingeräumt, wenn auch „nicht um jeden Preis“, wie zu hören war.
Das wie auch immer ausgestaltete Go von Red Bull wird zeitnah erwartet. Auch Mintzlaff soll nach New York reisen, wo Klopp gerade residiert. Und dann hätte sich am Ende Geschichte wiederholt. Wieder hätte bei der Verpflichtung eines Jürgen K. als Bundestrainer ein Hauptakt in New York gespielt.
Als 2004 nach dem Vorrunden-Aus bei der EM in Portugal die Nachfolge von Rudi Völler zu regeln war, flogen der damalige DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder und Generalsekretär Horst R. Schmidt – wie jetzt Neuendorf und Watzke – aus Frankfurt in die US-Metropole zu Geheimverhandlungen mit Jürgen Klinsmann.
Jürgen K. erklärt Jürgen K. den Bundestrainer-Job
Das Anforderungsprofil für einen Nationaltrainer skizzierte in diesen WM-Tagen nun ausgerechnet Klinsmann. Der 61-Jährige, verantwortlich für das deutsche WM-Sommermärchen 2006, benannte unter anderem ein Leitmotiv für den Nationaltrainer-Posten: „Im Grunde bist du ein Menschen-Manager.“
Genau das gilt als eine große Gabe des Trainers Klopp. Dieser hat bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Vereinscoach bewiesen, dass er Teams zu Titeln führen kann und insbesondere auch aus Spielern alles herausholt.
Bis Klopp mit der Nationalmannschaft loslegen kann, dauert es freilich noch zehn Wochen. Dann startet in Herzogenaurach die Vorbereitung auf die ersten Länderspiele nach der WM; ein knackiges Programm mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen gegen die Niederlande, Serbien und zweimal Griechenland.
Dann wird sich weisen, welche Schlüsse Klopp aus seiner Tätigkeit als TV-Experte bei der WM für den Wiederaufbau der DFB-Auswahl gezogen hat. Wie sieht sein Perspektivkader für die EM 2028 aus? Welche Ü30-Akteure haben noch eine Zukunft? Joshua Kimmich? Antonio Rüdiger? Serge Gnabry?
Wer wird sein Kapitän? Wer ist die Nummer eins im Tor? Welchen Fußball lässt Klopp spielen? Power-Pressing und Umschalten statt eines statischen Ballbesitzfußballs? „Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern“, sagte Klopp nach dem WM-Aus der deutschen Titelträumer gegen Paraguay. Da sprach noch der TV-Experte zum Publikum – und nicht der nächste Bundestrainer.(dpa/red)
Das 3. Viertelfinale beginnt 23 Uhr MEZ, es spielt Norwegen gegen England. Tagsüber versammelten sich norwegische Fußballfans zum „Ro“ auf dem Ocean Drive:
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HEUTE16:48 Uhr
DFB-Führung grundsätzlich einig mit Klopp
Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat sich auf wesentliche Eckpunkte eines möglichen Vertrages mit dem Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp verständigt. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden könnten, teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.
Südafrikanischer Profi-Fußballer Adams kurz nach WM-Teilnahme gestorben
Der südafrikanische Profi-Fußballer Jayden Adams ist kurz nach seiner Teilnahme an der derzeitigen Weltmeisterschaft gestorben. Die Nachricht vom Tod des 25-Jährigen am Samstag habe ihn schwer getroffen, erklärte der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie.
„Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren.“ Die Todesursache nannte McKenzie nicht. Der afrikanische Fußballverband CAF brachte im Onlinedienst X ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck.
Die südafrikanische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf, nachdem im Raum Kapstadt die Leiche eines 25-jährigen Mannes gefunden worden war. „Die Umstände dieses Vorfalls werden untersucht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mittelfeldspieler Adams hatte bei allen drei Gruppenspielen Südafrikas in der laufenden WM gespielt. Im K.-o.-Spiel gegen Kanada, bei dem Südafrika aus dem Wettbewerb ausschied, stand Adams nicht auf dem Platz.
HEUTE11:52 Uhr
Morddrohungen gegen Kolumbiens WM-Fußballer Campaz
Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.
Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.
Drohungen nach Fehlschuss gegen die Schweiz: Jaminton Campaz. (Archivbild)
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
GESTERN23:02 Uhr
Spanien gewinnt 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale auf Frankreich
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich Spanien im Viertelfinale gegen Belgien mit 2:1 durchgesetzt. Das Spiel begann mit einer dominanten Phase der Spanier, die in der 30. Minute durch Fabián Ruiz in Führung gingen. Belgien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich in der 41. Minute durch Charles De Ketelaere aus.
In der zweiten Halbzeit drängte Spanien auf die erneute Führung, während Belgien sich auf Konterchancen konzentrierte. Die Spanier erhöhten den Druck, doch es dauerte bis zur 88. Minute, bis der eingewechselte Mikel Merino nach einem abgewehrten Schuss von Pau Cubarsí zur Stelle war und den Ball zum 2:1-Endstand einschob.
Damit trifft Spanien im Halbfinale am Dienstag in Dallas auf Frankreich.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Spanien gewinnt dank einem späten 2:1 gegen Belgien und trifft im Halbfinale am Dienstag auf Frankreich. Als nächstes Spielen Norwegen und England um den Einzug in die Runde der letzten Vier.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
GESTERN22:15 Uhr
Spanien und Belgien gehen mit einem hochverdienten 1:1-Unentschieden in die Kabine
Das Drama begann für Belgien bereits beim Aufwärmen: Kapitän Youri Tielemans verletzte sich unerwartet und musste extrem kurzfristig passen. Für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf – ein herber mentaler Rückschlag für das Team von Rudi Garcia, das sich davon aber nicht einschüchtern ließ.
Nach einer halben Stunde belohnte sich die Selektion für ihren Aufwand: Der für Pedri in die Startelf rotierte Fabián Ruiz nutzte eine seltene Lücke in der belgischen Hintermannschaft eiskalt aus und hämmerte den Ball in der 30. Spielminute zur 1:0-Führung in die Maschen!
Wer dachte, die Belgier würden nun einbrechen, sah sich komplett getäuscht. Angetrieben von einem unermüdlichen Manchester-City-Wirbelwind Jérémy Doku, der die spanische Abwehr über die linke Seite immer wieder vor logistische Probleme stellte, schlugen die Roten Teufel noch vor der Pause zurück.
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Die vergoldete Bronzeskulptur des Prometheus und eine 27 Fuß hohe Nachbildung des Weltmeisterschaftspokals, die von der LEGO-Gruppe erbaut wurde, blicken am 10. Juli 2026 im „NYNJ World Cup 26 26 Fan Village“ im Rockefeller Center in New York auf die Fans herab, die das Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Belgien auf Großbildschirmen verfolgen.
Foto: TIMOTHY A. CLARY / AFP via Getty Images
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Der Belgier Charles De Ketelaere (Nr. 17) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium am 10. Juli 2026 in Inglewood, Kalifornien.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere (Mitte), erzielt das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Frederic J. Brown / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, und der spanische Verteidiger Nr. 14, Aymeric Laporte, kämpfen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood um den Ball während des Viertelfinalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien.
Foto: Etienne LAURENT / AFP via Getty Images
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Der spanische Mittelfeldspieler Nr. 08, Fabian Ruiz, jubelt nach dem ersten Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: Patrick T. Fallon / AFP via Getty Images
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Der belgische Stürmer Nr. 17, Charles De Ketelaere, jubelt über das erste Tor seiner Mannschaft im Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien im Los Angeles Stadium in Inglewood am 10. Juli 2026.
Foto: ETIENNE LAURENT / AFP via Getty Images
GESTERN18:37 Uhr
Spanischer Beton gegen Belgiens Offensiv-Wucht
Die Auswahl von Luis de la Fuente hat in diesem Turnier Maßstäbe gesetzt. Spanien ist das defensivstärkste Team dieser Weltmeisterschaft und hat im laufenden Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert.
Torhüter Unai Simón steht mit 609 Minuten ohne Gegentreffer über zwei Weltmeisterschaften hinweg mittlerweile bei einer historischen Marke. Mit einer eingespielten Viererkette um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte erstickt La Roja gegnerische Umschaltmomente im Keim.
Kurz vor seinem 19. Geburtstag brennt der 18-jährige Wunderknabe Lamine Yamal darauf, diesem Viertelfinale seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken.
Belgien reist mit massivem Rückenwind und einer gehörigen Portion Euphorie nach Los Angeles. Nach einem holprigen Turnierstart fegten die Männer von Rudi Garcia die US-amerikanischen Gastgeber im Achtelfinale mit 4:1 aus dem Stadion. Leandro Trossard präsentiert sich als genialer Geist und hat im bisherigen Turnierverlauf bereits 17 Großchancen kreiert.
Romelu Lukaku lauert als physische Naturgewalt auf der Bank, um in der Schlussphase müde gespielte Spanier zu knacken. Die Belgier müssen den verletzungsbedingten Ausfall von Amadou Onana (Kreuzbandriss) verkraften. Dies hat die Mannschaft jedoch mental noch enger zusammengeschweißt.
Fans strömen am 10. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, vor dem Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Belgien ein.
Foto: Luke Hales/Getty Images
GESTERN11:29 Uhr
DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Fußball-Spitzenfunktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Zuerst hatten RTL und ntv über Details der Flugroute berichtet.
Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche also schon beginnen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel und folgenden Rücktritt von Nagelsmann vakanten Bundestrainer-Posten.
GESTERN5:38 Uhr
Mbappé nicht verletzt
Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab hinterher Entwarnung, ein Ausfall im Halbfinale droht wohl nicht. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid, der bei der Feier vor den Fans scheinbar problemlos wieder hüpfen konnte.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé nicht nur „einen Schmerz“ an der Ferse verspürt, sondern auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach: „Aber wir konnten sehr gut auswechseln.“
Tat sich weh gegen Marokko: Kylian Mbappé.
Foto: Tom Weller/dpa
GESTERN0:30 Uhr
Spiele am Freitag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
21:00 Uhr: Spanien gegen Belgien in Los Angeles, USA (Übertragung: ZDF)
GESTERN0:14 Uhr
Titelfavorit erreicht wieder Halbfinale
Frankreich hat das WM-Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 gewonnen. Die Franzosen dominierten das Spiel von Beginn an und hätten bereits in der ersten Halbzeit in Führung gehen können, doch Kylian Mbappé verschoss einen Elfmeter.
In der zweiten Halbzeit erreichten die Tricolore schließlich die ersehnte Führung durch Mbappé (60.). Ousmane Dembélé erhöhte wenig später auf 2:0 (66.). Marokko hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und konnte dagegen nur wenige gefährliche Aktionen verzeichnen. Die Nordafrikaner versuchten in der zweiten Halbzeit, mehr Druck aufzubauen, doch die Franzosen blieben die spielbestimmende Mannschaft.
Mit diesem Sieg hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Ihre nächste Partie wird am Dienstag gegen den Gewinner des Spiels Spanien-Belgien sein.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 10.7.). Frankreich hat sich mit einem 2:0 gegen Marokko den ersten Platz im Halbfinale gesichert. Wer der Gegner wird entscheidet sich heute Abend im Spiel Spanien gegen Belgien.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
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1:0 – für den Torhüter: Yassine Bounou (#1, Marokko) hält den Foul-Elfmeter von Kylian Mbappe (#10, Frankreich) und verhindert die Führung in der ersten Halbzeit.
Foto: Lars Baron/Getty Images
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Falsche Sportart? Bilal El Khannouss (#23, Marokko) scheint Volleyball zu spielen, hat den Fußball aber unter Kontrolle.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Noussair Mazraoui (#3, Marokko) spielt den Ball, während Ayyoub Bouaddi (#6, Marokko) versucht einen Lutballon zu Zerplatzen.
Foto: Kevin C. Cox/Getty Images
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In der zweite Hälfte (60.) versenkt Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe (#10) den Ball in den Maschen und bringt Frankreich in Führung.
Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images
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Nur sechs Minuten später erhöht Ousmane Dembele (#7, Frankeich) auf den 2:0-Endstand.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
9. Juli19:14 Uhr
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
9. Juli8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Foto: Martin Meissner/AP/dpa
9. Juli7:00 Uhr
Spiele am Donnerstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Viertelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Marokko gegen Frankreich in Boston, USA (Übertragung: ARD)
Omnipräsent bei der WM: Jürgen Klopp mit Frankreichs Topstar Kylian Mbappé. - Foto: Tom Weller/dpa
Jürgen Klopp sah aus wie ein Tourist. Helle Hose, sportliche Sneaker – und dazu die Sonnenbrille lässig ins Shirt gesteckt. So zeigten Fotos den 59-Jährigen beim ersten Bundestrainer-Gipfel mit der DFB-Spitze in New York. Direkt danach gab es weder Äußerungen der Teilnehmer, noch drangen konkrete Fakten oder gar Ergebnisse nach außen. Es gab nicht einmal Hinweise über mögliche weitere Treffen. Bleibt die DFB-Spitze länger in den USA?
Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Fotos der Zusammenkunft von DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) sowie DFB-Vize und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke (67) mit Klopp und dessen Berater Marc Kosicke (55) in einem Hotel am John F. Kennedy Flughafen. Kosicke, der Vierte im Bunde, kümmert sich seit vielen Jahren um Klopps Belange. Der Sportmanager gilt in der Fußball-Szene als gewiefter Verhandler. Er kümmert sich auch um Klopps Sponsoring-Verträge.
Das Airport-Treffen soll inklusive kurzer Pausen über vier Stunden gedauert haben. Es gab also erwartungsgemäß viel unter acht Augen zu besprechen. Klopp-Intimus Watzke hatte zuvor davon gesprochen, dass es bei der Nachfolge für den nach der nächsten vermurksten WM nicht zuletzt auf sanften Verbands-Druck zurückgetretenen Julian Nagelsmann nicht nur darum ginge, „dass man einen Namen austauscht“.
Klinsmann erklärt Klopp den Bundestrainer-Job
Das Anforderungsprofil für einen Nationaltrainer skizzierte in den WM-Tagen übrigens Jürgen Klinsmann. Der 61-Jährige, als Bundestrainer von 2004 bis 2006 verantwortlich für das deutsche WM-Sommermärchen, sprach dabei von einer Vielzahl an Rollen, die der Chefcoach bei einem Turnier zu erfüllen habe.
„Im Grunde bist du ein Menschen-Manager“, erklärte Klinsmann, angefangen beim Spieler-Puzzle, der Steuerung der Mannschaft, dem Umgang mit den Familien bis hin zum Verband.
„Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Und wenn es nicht so gut läuft, übernimmst du Verantwortung, so wie es Julian Nagelsmann getan hat. Er hat Verantwortung übernommen und gesagt: Ich habe keinen guten Job gemacht. Ich gehe und mache den Weg frei für einen anderen, für den nächsten Trainer“, schilderte Klinsmann.
Verantwortung im deutschen Fußball und als Nationaltrainer übernehmen will nun Klopp, der als Vereinscoach bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool bewiesen hat, dass er Mannschaften zu Titeln führen kann. Und dass er Menschen anleiten kann. Er würde damit die Voraussetzung des „Menschen-Managers“ erfüllen, auch wenn er noch nie ein Nationalteam geführt hat. Auch darum sieht er wohl in Ex-Teamchef Rudi Völler (66) eine echte Hilfe. Der DFB-Sportdirektor bleibt auch nach dem WM-Aus bis zur EM 2028 im Amt.
Mit Wasserstandsmeldungen über den New-York-Gipfel sollten sich alle Beteiligten am Wochenende zunächst zurückhalten. Und wenn, wäre es wohl die Aufgabe von Verbandsboss Neuendorf, ein Statement zu veröffentlichen.
Bosse fliegen aus Frankfurt ein
Neuendorf und Watzke waren am Freitag aus Frankfurt in die US-Metropole geflogen. In New York hat Klopp seine WM-Basis. Er arbeitet für MagentaTV als Experte, beobachtet vor Ort die Turnierspiele bewertet sie sportlich.
Der Austausch von Angesicht zu Angesicht galt als zentrale Voraussetzung, um zur von Verbandsseite und Klopp angestrebten Zusammenarbeit zu gelangen. Im Zuge der Nagelsmann-Trennung hatten sich beide Parteien klar und offensiv zueinander bekannt. Auch inhaltlich wurde vieles sehr schnell vorbesprochen.
Klopp soll demnach einen Vertrag bis zur WM 2030 erhalten. Dieser soll nicht viel höher dotiert sein, als der seines Vorgängers. Nagelsmann soll nach unbestätigten Medienberichten rund sieben Millionen Euro pro Jahr kassiert haben.
Ein Knackpunkt bleiben die Verhandlungen mit Red Bull über eine Auflösung des noch bis 2029 datierten Vertrages von Klopp als „Head of Gobal Soccer“. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll in der WM-Finalwoche in die USA reisen.
Wie viel Red Bull dürfte noch in Klopp stecken?
Wenn die kolportierten Details stimmen, gibt Klopp seinen Job bei dem österreichischen Getränkekonzern auf, könnte aber Markenrepräsentant bleiben. Dieses Konstrukt wird nach dpa-Informationen freilich bei den Traditionalisten innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes kritisch bewertet.
Mit einer ultralangen Hängepartie der Klopp-Personalie wird allgemein nicht gerechnet. Obwohl kein Zeitdruck besteht. Die ersten Länderspiele der DFB-Auswahl in der neuen Saison stehen erst Ende September an. Dann gibt es im ersten, neu gestalteten Länderspielfenster innerhalb von nur zehn Tagen aber gleich vier Partien gegen die Niederlande, Serbien und Griechenland (zweimal). Beim Start als Bundestrainer müsste Klopp also gleich in die Vollen gehen. (dpa/red)
A picture of Nobby Stiles, George Best and Bobby Charlton is left as a tribute to Sir Bobby Charlton CBE ahead of the UEFA Champions League match between Manchester United and F.C. Copenhagen at Old Trafford on October 24, 2023 in Manchester, England. - Foto: by Catherine Ivill/Getty Images
Der Streit um einen möglichen Zusammenhang zwischen Kopfbällen im Fußball und schweren Hirnschäden ist in Großbritannien durch neue gerichtsmedizinische Informationen zum Tod des Fußball-Weltmeisters Nobby Stiles weiter angeheizt worden.
Der Gerichtsmediziner Chris Morris sagte am Freitag vor einem Gericht im englischen Stockport, dass der im Oktober 2020 im Alter von 78 Jahren gestorbene Stiles an einer Chronisch Traumatischen Enzephalopathie (CTE) gelitten habe.
Dabei handelt es sich um eine Form der Demenz, die Mediziner mit häufigen Schlägen auf den Kopf in Verbindung bringen. Die CTE ist wiederholt bei Sportlern diagnostiziert worden. Stiles hatte dem englischen Weltmeister-Team von 1966 angehört. Sein Sohn John hat den Vorwurf erhoben, sein Vater sei durch den Fußball „getötet“ worden.
John Stiles bezog sich damit auf die vielen Kopfbälle seines Vaters im Training und in Spielen. Neben Stiles erkrankten noch weitere Mitglieder der legendären Weltmeister-Mannschaft von 1966 später an Demenz.
John Stiles hat zusammen mit anderen Angehörigen früherer Fußballer sowie auch ehemaligen Spielern den englischen Fußballverband FA und andere Fußballvereinigungen verklagt. Sie werfen ihnen vor, die Spieler nicht ausreichend vor den Schäden durch Kopfbälle geschützt zu haben.
Der Gerichtsmediziner Morris sagte nun, ein eingeschalteter Hirnspezialist habe die CTE bei Stiles aufgrund der Auswertungen von Proben und medizinischen Akten festgestellt. Aufgrund dieses Zwischenergebnisses wurde eine umfänglichere gerichtsmedizinische Untersuchung angesetzt, die am kommenden Mittwoch stattfinden soll.
Im März hatten FA-Anwälte vor Gericht argumentiert, dass es keine wissenschaftlichen Belege für die Verursachung dauerhafter Hirnschäden durch Kopfbälle gebe.
Zuvor war aber in einer im Januar veröffentlichten gerichtsmedizinischen Untersuchung zum Tod des ehemaligen schottischen Nationalspielers Gordon McQueen ebenfalls CTE diagnostiziert worden. Kopfbälle hätten „wahrscheinlich“ zu dieser Hirnerkrankung beigetragen, hieß es in dem Untersuchungsbericht.(afp/red)
Zuschauer feiern vor dem MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, vor dem FIFA-WM-Spiel zwischen Frankreich und Schweden am 30. Juni 2026. Am Ende zählt nicht nur das Spiel, sondern der Gesamteindruck aus Stadion, Essen, Verkehr und sicherheit – und der überzeugte viele Fans. - Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
In Kürze:
Spielerisch sind die USA im Achtelfinale ausgeschieden. Als WM-Gastgeber spielen sie aber weiter an der Weltspitze.
Über eine Million Fans erleben ein vielseitiges Land mit großen Stadien, Städten und Events – und teils hohen Preisen.
Essen, Gastfreundschaft und regionale Besonderheiten sorgen für vielfach bleibende Eindrücke bei Gästen und Einheimischen
Die Weltmeisterschaft stärkt kulturelle Verbindungen zwischen Fußballfans aus aller Welt.
Von Hummerbrötchen und Barbecue bis zu beeindruckenden Skylines und riesigen Stadien: Fußballfans aus aller Welt entdecken die besondere Atmosphäre in den USA. In der „Stadt der brüderlichen Liebe“ – Philadelphia – trafen Anhänger der größten und leidenschaftlichsten Rivalitäten des Weltfußballs in einer FIFA-Fanzone zusammen, um gemeinsam ein Bier zu trinken, zu feiern und bei einem lockeren Fußballspiel neue Freundschaften zu schließen.
Rory Prenter aus Belfast in Nordirland trug stolz ein US-Trikot, als er bei einem WM-Fan-Fest gemeinsam mit seinem Vater Paul, seinen Brüdern Patrick und Oliver sowie neu gewonnenen internationalen Freunden an einem Mini-Fußballspiel teilnahm. „Es ist unglaublich“, sagte Rory, der zusammen mit seinem Bruder Oliver im Nachwuchsbereich für Nordirland spielt. „Ich liebe es hier.“
Obwohl sich Nordirland nicht für das Turnier qualifizieren konnte, genießen die Prenters die WM-Atmosphäre in den USA. Vater Paul zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie eine Metropole mit riesigen Wolkenkratzern und beeindruckender Größe gleichzeitig so herzlich und persönlich wirken könne.
„Clare und ich haben unseren Kindern vor Jahren versprochen, dass wir eines Tages für eine Weltmeisterschaft irgendwohin reisen würden“, sagte er gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times. „Ich bin froh, dass wir uns für diese entschieden haben.“
Am 30. Juni verbrachte die Familie im Philadelphia FIFA-Fan-Festival im Lemon Hill Park einen unvergesslichen Tag. Die kostenlose Veranstaltung bot zahlreiche Fußballspiele, interaktive Simulatoren, Live-Unterhaltung und Übertragungen der WM-Partien auf großen Bildschirmen – ein Treffpunkt für Fans aus aller Welt.
(V. l. n. r.) Paul, Clare, Patrick, Oliver und Rory Prenter berichten nach einem Kleinfeld-Fußballspiel beim FIFA Fan Festival in Philadelphia am 30. Juni 2026 von ihren Erlebnissen während ihrer USA-Reise. Rory und Oliver spielen im Nachwuchsbereich für ihre Heimat Nordirland.
Foto: Aaron Gifford/The Epoch Times
Die Prenters gehören zu den Millionen Besuchern, die anlässlich der WM-Spiele und der zahlreichen Veranstaltungen in die Vereinigten Staaten reisen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für unzählige Erlebnisse von Reisenden aus aller Welt, die von ihren Entdeckungen in Amerika berichten – und davon, wie sehr sie ganze Städte und deren besondere Atmosphäre schätzen und teilweise regelrecht ins Herz schließen.
In den sozialen Medien verbreiten sich zahlreiche Beiträge ausländischer Fans, die von typisch amerikanischen Erlebnissen begeistert sind: vom texanischen Barbecue, über die gigantischen Reisezentren von Buc-ee’s und riesige Einkaufswelten bis hin zu außergewöhnlich großen Essensportionen – samt Ranch-Dressing – und beeindruckenden Stadien.
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Barbecue auf texanisch Art: Rinderrippe, Rinderbrust, Bratwurst sowie Pulled Lamm und Beilagen stellen nicht selten eine einzelne Portion dar.
Foto: Ant DM/iStock
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Zuschauer strömen in das Dallas Stadium in Arlington, Texas, zum Spiel Elfenbeinküste-Norwegen.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Für viele Fans ist der Besuch im Stadion unvergesslich – auch wenn die Lieblingsmannschaft nicht gewinnt und der nächste Titel noch warten muss.
Foto: Jewel Samad/AFP via Getty Images
Nicht nur die USA: Auch Fans hinterlassen bleibenden Eindruck
Halvor Francke und drei seiner Söhne waren in ihren norwegischen Nationaltrikots unterwegs, als sie in Philadelphia einen Touristenbus bestiegen. Für umgerechnet 4,40 Euro konnten Fahrgäste den ganzen Tag unbegrenzt mitfahren. Zum Vergleich: In Berlin kostet ein Tagesticket das Doppelte. Zuvor hatte die Familie bereits New York City und Boston besucht, wo sie das Spiel Norwegen gegen Frankreich verfolgte. Ihr letzter Stopp führte sie nach Washington, um dort die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli mitzuerleben.
„Boston kann man hervorragend zu Fuß erkunden und die Stadt hat tatsächlich ein eher europäisches Flair“, sagte Francke gegenüber der Epoch Times. „Außerdem gibt es dort wirklich sehr freundliche Menschen.“
Boston entwickelte sich auch für eine andere Fangruppe zur Lieblingsstadt in den USA: die schottische Tartan Army. Zwar schieden die Schotten bereits in der Gruppenphase aus, doch ihre Fans verwandelten „Beantown“ mit Dudelsäcken, Kilts und ausgelassener Stimmung in eine große Fußballparty. Pubs wie der Sam Adams Taproom waren erfüllt von Gesängen und feiernden Fans unterschiedlicher Nationen. Zahlreiche Statuen wurden mit Verkehrshütchen geschmückt, während Straßen spontan zu Fanmeilen und Paraderouten wurden. Die Stadt schloss ihre Besucher schließlich ins Herz – und Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu ernannte Glasgow zur neuen Partnerstadt, was die Schotten ihrerseits unterstützen.
Zurück in Philadelphia zeigte sich Francke begeistert vom sonnigen Wetter und den warmen Temperaturen. Auch der Regen während des Spiels konnte seine Stimmung nicht trüben. Die amerikanischen Stadien seien deutlich größer als alles, was er aus Norwegen und England kenne, und auch die gesamte Show rund um die Spiele sei etwas, an das man sich erst gewöhnen müsse, sagte er.
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Mitglieder der „Tartan Army“ auf dem Weg zum Südbahnhof von Boston, um zum Stadion etwas außerhalb der Stadt zu gelangen.
Foto: Joseph Prezioso/AFP via Getty Images
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In Schottland ist es Tradition Statuen Verkehrskegel aufzusetzen, hier bekam die 1844 errichtete Reiterstatue des Duke of Wellington einen Hut. Während der WM blieb auch Boston davon nicht verschont.
Foto: tomspix/iStock
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In der Heimat feierten die restlichen Mitgleider der „Tartan Army“. Auch beim Public Viewing in Glasgow zum Spiel gegen Marokko sind Verkehrskegel und Schottenröcke an der Tagesordnung.
Foto: Jeff J Mitchell/Getty Images
„In Europa sorgen die Fans selbst für die Unterhaltung – hier braucht es keine Unterstützung“, erklärte er. Dort würden Anhänger Gesänge anstimmen und Vereinslieder singen, die teilweise seit mehr als hundert Jahren bestehen. „Hier ist es etwas stärker inszeniert. Auf der großen Anzeigetafel erscheint zum Beispiel eine Aufforderung wie: ‚Macht Lärm.‘“
Auch ihre norwegischen Landsleute ließen sich nicht lange bitten und sorgten selbst für Unterhaltung. Die reisende nordische Fangruppe wurde weltweit bekannt, indem sie an verschiedenen Orten in den Gastgeberstädten auftauchte – unter anderem am Times Square in New York City – und dort ihren inzwischen legendären „Ro!“-Rudergesang aufführte.
„Es ist anders hier, aber wirklich schön“, sagte Francke. „Amerika war großartig.“
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Norwegens Held mit Wikinger-Helm: Erling Haaland.
Foto: Jessica Tobias/AP/dpa
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Gibt den Takt für Norwegens Jubelfeier vor: Martin Ödegaard.
Foto: Sam Hodde/AP/dpa
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Auf den Tribünen wurde von norwegischen Fans wieder gerudert.
Foto: Jessica Tobias/AP/dpa
Auch Besucher Alejandro Barrantes sammelte in New York City und Miami unvergessliche Eindrücke. Zusätzlich wird er die WM-Austragungsorte Philadelphia und Dallas besuchen.
Barrantes stammt aus Kolumbien und lebt in Mexiko. Er sagte, dass er sich vorstellen könne, eines Tages in den Vereinigten Staaten zu leben und zu arbeiten. Viele Menschen in Lateinamerika, erklärte er, sähen die USA als ein Land voller Möglichkeiten.
„Man kann alles erreichen, was man möchte, und man spürt diese Energie, dass man tatsächlich dazu fähig ist“, sagte er gegenüber der Epoch Times während seines Aufenthalts in New York City. „Genau das ist die größte Magie dieser Stadt.“
Fußball und Kulinarik
Die Möglichkeit, Amerika zu besuchen und Teil des globalen Turniers zu sein, lockte auch Besucher an, die nicht ihrer eigenen Nationalmannschaft folgten.
David Ozga, professioneller Trainer und ehemaliger Spieler des polnischen Vereins Górnik Zabrze, reiste gemeinsam mit seiner Frau Patricia aus Polen in die Region Philadelphia, um mit amerikanischen Verwandten die Weltmeisterschaft zu feiern. Sie unterstützten Frankreich, nachdem Polen an der Qualifikation für das Turnier gescheitert ist.
Die Familie nutzte die Gelegenheit, die historische erste Hauptstadt der Vereinigten Staaten kennenzulernen. Dazu gehörte auch ein Besuch der berühmten 72 steinernen „Rocky Steps“ am Philadelphia Museum of Art sowie die erste Kostprobe eines klassischen Philly Cheesesteaks.
„Fettig“, sagte Patricia Ozga gegenüber der Epoch Times, „aber gut.“
David Ozga freute sich außerdem über die Nachricht, dass Robert Lewandowski, der als einer der größten polnischen Fußballspieler aller Zeiten gilt, zu Chicago Fire in die Major League Soccer wechseln könnte. Dies stärke die Verbindung vieler Polen zu den Vereinigten Staaten, sagte er – besonders in einer Stadt mit einer großen polnischstämmigen Gemeinschaft.
„Ich habe es hier geliebt“, sagte er. „Alles daran.“
Die Familie Ozga aus Zabrze in Polen feiert gemeinsam mit Verwandten aus New Jersey die Weltmeisterschaft beim FIFA Fan Festival in Philadelphia am 30. Juni 2026. David Ozga ist professioneller Trainer und ehemaliger Spieler des polnischen Fußballvereins Górnik Zabrze.
Foto: Aaron Gifford/The Epoch Times
Francke wiederum erklärte, Boston sei bislang seine Lieblingsstadt in den USA gewesen. Besonders die Hummerbrötchen hätten für ihn zu den besten kulinarischen Entdeckungen der Reise gehört.
Cheesesteaks und Hummerbrötchen dabei stehen stellvertretend für eine weitere große Überraschung vieler europäischer Besucher: die amerikanische Küche. Ob Waffle House, Chick-fil-A oder ein typisch amerikanischer Barbecue-Stand – zahlreiche Touristen schwärmten in sozialen Medien von Speisen, die für viele Amerikaner zum Alltag gehören. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den großen Portionen, den intensiven Geschmäckern und der Qualität der Gerichte.
Als die Gruppenphase endete und viele Fans die Heimreise antraten, wollten sie ein Stück amerikanische Esskultur mit nach Hause nehmen. Die US-Transportsicherheitsbehörde TSA veröffentlichte sogar Hinweise dazu, wie ausländische Reisende Ranch-Dressing sicher durch die Flughafenkontrolle bringen können. Gleichzeitig zeigten Videos in sozialen Medien britische Besucher, die in ihren heimischen Gärten mit Gewürzmischungen grillten, die sie aus Texas mitgebracht hatten. – Ein Geheimtipp der Amerikaner: Ranch-Dressing kann man selbst machen.
Positiv überrascht
Frankreichs 3:0-Sieg gegen Schweden am 30. Juni konnte Axel Insulanders Begeisterung für seine WM-Reise nicht schmälern. Der einzige Kritikpunkt des Schweden war der öffentliche Nahverkehr zu den Spielstätten, der deutlich teurer sei und längere Fußwege erfordere als in Europa. Überrascht zeigte er sich auch über die hohen Kosten in den großen amerikanischen Städten, die er besucht hatte – insbesondere für Hotels, Essen und Transport. Und er ist nicht der Einzige.
Nicolás Martinez, ein kolumbianischer Staatsbürger und früherer USA-Besucher, stellte ebenfalls fest, dass die Preise seit seiner letzten Reise deutlich gestiegen seien, vor allem bei Bier. Im Stadion Santa Clara nahe San Francisco kostete der halbe Liter Gerstensaft umgerechnet knapp 20 Euro.
Dennoch sei es beeindruckend, so viel Begeisterung, Fankultur und internationale Vielfalt in Restaurants und auf öffentlichen Plätzen zu erleben, sagte Martinez.
Insulander betonte wiederum, dass die Menschen in allen drei Städten äußerst freundlich gewesen seien. Besonders Boston und Philadelphia hätten ihn positiv überrascht.
„Boston fühlte sich anders an. Es war ruhiger, würde ich sagen – zumindest im Vergleich zu New York“, sagte Insulander gegenüber der Epoch Times. „Philadelphia war ebenfalls eine schöne Überraschung. Ich dachte, es würde vielleicht mehr Armut geben und eine ganz andere Atmosphäre haben.“
Das Beste daraus machen
Auch negative Erlebnisse konnten die Begeisterung mancher Besucher nicht trüben. Tara, ein kambodschanischer Reisender, der nur seinen Vornamen nannte, fiel auf einen gefälschten Online-Ticketanbieter herein, der Karten für das Spiel Portugal gegen Usbekistan anbot. Trotzdem machten er und seine Familie das Beste aus ihrer Reise durch die USA und besuchten Texas, Washington und New York City.
Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Sicherheit und der umfangreichen Organisation, die oft unbemerkt bleibe. Während der gesamten Reise hätten sie sich sicher, willkommen und gut aufgehoben gefühlt.
„Ich liebe das Essen hier“, sagte Taras Sohn Drago gegenüber der Epoch Times in New York City.
Zuschauer versammeln sich vor dem MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, vor dem FIFA-WM-Spiel zwischen Frankreich und Schweden am 30. Juni 2026. Frankreich besiegte Schweden mit 3:0.
Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
Nicht nur die großen Metropolen zogen internationale Besucher an. Freundschaftsspiele vor dem Turnier führten Fans auch in weniger bekannte Regionen wie Oxford in Mississippi und Auburn in Alabama.
11 der 16 Austragungsorte verteilten sich über die 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten. Daher entschieden sich viele Besucher, für mehrere Wochen Autos zu mieten. Zwischen den Spielen erkundeten sie Nationalparks, Strände, historische Sehenswürdigkeiten und die Einkaufstempel.
Ein australischer Besucher schrieb in sozialen Medien, dass ein Strand in Florida, den er besucht hatte, mit den schönsten Stränden seines Heimatlandes mithalten könne.
Als die Tartan Army Boston verlassen musste, um Brasilien in Miami zu unterstützen, dokumentierten die schottischen Fans ihren Roadtrip entlang der Ostküste. Sie hielten fest, wann sie die Mason-Dixon-Linie – eine historische Grenze zwischen den Nord- und Südstaaten der USA – überquerten und besuchten Sehenswürdigkeiten wie die historische Festung Fort Sumter bevor sie schließlich South Beach und Little Havana in Miami mit derselben ausgelassenen Stimmung eroberten, die sie zuvor in Boston verbreitet hatten.
Mehr als nur Fußball: Die Gastgeberrolle der Städte
Auch wenn die Vereinigten Staaten nicht über dieselbe jahrhundertealte Geschichte und traditionelle Prachtentfaltung wie viele andere Nationen verfügen, hätten sie es geschafft, eine eigene Identität für ein besonderes und komfortables Weltmeisterschaftserlebnis zu entwickeln, so die Besucher. Entscheidend sei dabei, wie stark sich amerikanische Städte von europäischen und lateinamerikanischen Metropolen unterscheiden, sagte Maurice Smith, ein in Atlanta ansässiger Experte für Reise- und Gastgewerbestrategien, gegenüber Epoch Times.
Als Beispiel nannte er seine Heimatstadt Atlanta.
Die außerhalb der WM unter dem Namen Mercedes-Benz-Stadion bekannte Spielstätte etwa biete ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Architektur, moderner Technologie und vielfältigen gastronomischen Angeboten, das weltweit seinesgleichen suche, erklärte Smith gegenüber der Epoch Times.
„Das Stadion kann selbst Teil des Erlebnisses werden – nicht nur der Ort, an dem das Spiel stattfindet“, sagte er.
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Zur WM wurden die Spielstätten umbenannt, um keinen Bezug zu Sponsoren zu zeigen. Die eigentlich Mercedes-Benz-Stadion genannte Sportarena in Atlanta trägt den Stern dennoch in der beeindruckenden Kuppel. Es ist Austragungsort von insgesamt acht WM-Spielen.
Foto: Elijah Nouvelage / AFP via Getty Images)
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Architektur und die umlaufende XXXL-Videoleinwand machen das Stadion selbst zur Attraktion. Hier mit Blick aus der Kuppel auf das Spiel Spanien gegen Kap Verde.
Foto: Justin Setterfield/Getty Images
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Zuschauer versammeln sich vor dem MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, vor dem FIFA-WM-Spiel zwischen Frankreich und Schweden am 30. Juni 2026. Bei fünf Gruppenspielen kamen dort insgesamt mehr als 400.000 Zuschauer zusammen.
Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
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Nicht überall waren die Sicherheitskräfte so sichtbar wie hier beim Public Viewing in Washington D.C. Sicher fühlten sich zahlreiche Fans dennoch.
Foto: Alex Wroblewski/AFP via Getty Images
Die Verkehrsplaner in Atlanta und den anderen Gastgeberstädten seien sich bewusst gewesen, dass internationale Fans auf zuverlässige und einfach verständliche Bus- und Bahnverbindungen angewiesen sind. Deshalb sei frühzeitig dafür gesorgt worden, möglichst viele Kräfte zu bündeln. Zusätzlich hätten zahlreiche amerikanische Fahrdienstanbieter geholfen, mögliche Lücken im Verkehrssystem zu schließen.
Auch Polizei und Sicherheitskräfte hätten eine wichtige Rolle gespielt. Sie seien präsent gewesen, ohne einschüchternd zu wirken, und hätten gemeinsam mit Verkehrspersonal und Mitarbeitern aus dem Gastgewerbe als freundliche Ansprechpartner und Botschafter der Städte fungiert, sagte Smith.
„Für Besucher aus anderen Ländern kann sichtbare Unterstützung während eines Großereignisses entscheidend sein, damit eine Stadt leichter verständlich und zugänglich wirkt. Es geht nicht nur um Sicherheit – es geht auch um Orientierung“, erklärte er.
„Meine wichtigste Erkenntnis ist, dass WM-Besucher nicht nur das Spiel bewerten, sondern das gesamte Erlebnis einer Stadt. Stadien sorgen für den ersten Wow-Effekt, aber Essen, Verkehr, Sicherheit, Service und lokale Kultur entscheiden darüber, ob Menschen mit einem positiven Eindruck nach Hause zurückkehren.“
Spannung vor Frankreich-Marokko: Aufruf zu friedlichem Feiern
Vor dem WM-Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko am Donnerstagabend haben die französischen Behörden die Fußballfans zu friedlichem Verhalten aufgerufen.
Sportministerin Marina Ferrari appellierte: „Es muss ein Fest bleiben.“ Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass keinerlei Fehlverhalten toleriert werde, und versetzte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft.
In der Vergangenheit kam es am Rande von Spielen der beiden Mannschaften wiederholt zu Ausschreitungen. Das Viertelfinale wird in Foxborough nahe Boston ausgetragen.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 9.7.). Insgesamt spielen noch sechs europäische Mannschaften um den Titel und den Pokal.
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HEUTE8:27 Uhr
Marokko ohne Saibari
Marokko muss das heutige Viertelfinale der Fußball-WM ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich (22:00 Uhr) in Foxborough. Für den angeschlagenen Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Ouahbi.
Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien berichteten zuletzt, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und auf ein schnelles Comeback hoffe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt und wird zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechseln.
Ismael Saibari (#11, l.) spielt verletzungsbedingt nicht gegen Frankreich.
Klinsmann: Kap Verde brachte Argentinien „arg in Bedrängnis“
Jürgen Klinsmann gehört während der WM zur technischen Studiengruppe der FIFA. Diese analysiert alle Spiele auf neue technische Trends. In einem Zwischenfazit der FIFA sagt er: „Wir haben viele herrliche Überraschungen erlebt. Dank der insgesamt 48 Teams gab es mehr Außenseiter, die sich gut geschlagen haben.“
Konkret nannte er Kap Verde, dessen Team Argentinien „arg in Bedrängnis“ gebracht habe. Die Mannschaften seien „aus gutem Grund“ dabei. „Wenn man sich in einer Region wie Afrika durchsetzt, muss man ein gutes Team haben. Die Debütanten sorgen bei diesem Turnier für viel Freude und viele überraschende Momente. “
Auch bei den Zuschauerzahlen sei die Bilanz fantastisch. „Alle Stadien sind ausverkauft, die Atmosphäre ist gigantisch, und überall in den USA und darüber hinaus herrscht Partystimmung.“
Er sieht die WM sowohl auf als auch neben dem Spielfeld ein riesiger Erfolg. Alle aus dem Ausland angereisten Fans sind von dem, was sie erlebt und gesehen haben, zweifellos total begeistert.“
HEUTE10:17 Uhr
2014er-Weltmeister könnten Deutschland helfen
DFB-Sportdirektor Rudi Völler wünscht sich mehrere 2014er-Weltmeister in entscheidender Rolle beim Deutschen Fußball-Bund. „Da gibt es welche, die nach mir oder auch mit mir, Thema werden können“, sagte Völler in einer Medienrunde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ in Frankfurt am Main.
„Da gibt es einige dabei, die das wollen und das wird auch so kommen“, sagte der 66-Jährige weiter und forderte: „Die Generation ist auch ein bisschen in der Pflicht, vielleicht mal Verantwortung zu übernehmen.“ Namentlich nannte der Weltmeister von 1990 Per Mertesacker, Mats Hummels, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira.
„Hoffentlich habe ich niemanden vergessen. Das sind Namen, die kann ich mir alle vorstellen, irgendwann mal beim DFB in irgendeiner Rolle, ob mit mir oder nach mir“, befand Völler, der seinen bis 2028 laufenden Vertrag beim DFB erfüllen will.
Mertesacker, der mehrere Jahre Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal war, hatte sich bereits für einen Posten beim DFB angeboten. Auch Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte Mertesacker dem DFB schon empfohlen.
Zwei Ex-Weltmeister – aber auch zwei für den DFB? Thomas Müller (l) und Mats Hummels. (Archivbild)
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GESTERN21:35 Uhr
Schweiz im Viertelfinale
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Schweiz das Achtelfinale gegen Kolumbien mit 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen. Nach 90 und nach 120 Minuten stand es 0:0. Beide Mannschaften hatten in der regulären Spielzeit Mühe, klare Torchancen zu kreieren.
Kolumbien hatte durch Gustavo Puerta die beste Gelegenheit in der ersten Halbzeit, doch der Schweizer Torhüter Gregor Kobel parierte vorbildlich. Auf der anderen Seite scheiterte Fabian Rieder mit einem gefährlichen Schuss an Kolumbiens Keeper Camilo Vargas.
In der Verlängerung erhöhte Kolumbien den Druck und kam zu mehreren Abschlüssen, doch die Schweizer Abwehr hielt stand. Im Gegenzug versuchten sie ebenfalls, zum Torerfolg zu kommen, doch die kolumbianische Defensive um Davinson Sánchez und Yerry Mina zeigte sich stabil. Im Elfmeterschießen hatten die Schweizer letztlich die besseren Nerven.
Damit trifft die Schweiz am Samstag im Viertelfinale auf Argentinien.
Spielbaum der WM 2026 (Stand 8.7.). Die Schweiz löste das letzte Viertelfinalticket nach einem 0:0-Unentschieden gege Kolumbien erst im Elfmeterschießen. Damit spielen noch sechs europäische Mannschaften um Titel und Pokal.
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Daniel Munoz (#2, Kolumbien) kämpft im Achtelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen der Schweiz und Kolumbien am 7. Juli 2026 im BC Place in Vancouver um den Ball gegen Dan Ndoye (#11, Schweiz).
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Murat Yakin, Cheftrainer der Schweiz, winkt den Fans vor dem Achtelfinalspiel der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen der Schweiz und Kolumbien im BC Place in Vancouver, British Columbia, Kanada, am 7. Juli 2026 zu.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
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Kolumbianischen Fan vor dem Achtelfinalspiel der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen der Schweiz und Kolumbien im BC Place in Vancouver, British Columbia, Kanada, am 7. Juli 2026.
Foto: Carl Recine/Getty Images
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Gregor Kobel wurde zum Matchwinner der Schweiz.
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
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Viel Kampf, wenig Glanz zwischen Kolumbien und der Schweiz.
Foto: Abbie Parr/AP/dpa
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Diaz bekam es auf der linken Angriffsseite mit Zakaria zu tun.
Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa
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Wurde der Held der Schweiz: Torhüter Gregor Kobel.
Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/dpa
GESTERN19:54 Uhr
Argentinien dreht Achtelfinale gegen Ägypten
Argentinien hat im WM-Achtelfinale gegen Ägypten einen 0:2-Rückstand noch gedreht und sich mit einem 3:2-Erfolg den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Der Außenseiter erwischte am Dienstag in Atlanta den besseren Start.
Yasser Ibrahim brachte Ägypten früh per Kopf in Führung (15.). Die große Chance zum schnellen Ausgleich vergab Lionel Messi, dessen Strafstoß in der 21. Minute von Torhüter Mostafa Shoubeir gehalten wurde. Im weiteren Verlauf bestimmte der Titelverteidiger weite Strecken der Partie, scheiterte jedoch immer wieder am stark aufgelegten ägyptischen Schlussmann. Messi traf zudem mit einem Freistoß nur den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel glaubte Ägypten zunächst an das 2:0, doch ein Treffer von Mostafa Zico wurde nach Videobeweis wegen eines vorausgegangenen Fouls aberkannt. Wenige Minuten später erhöhte Zico nach einem Konter dann wirklich auf 2:0 (67.). Argentinien gab sich jedoch nicht geschlagen. Cristian Romero verkürzte nach einer Flanke von Messi per Kopf auf 1:2 (79. Minute). In der 84. Minute sorgte Messi mit seinem achten Turniertor für den Ausgleich zum 2:2.
In der Nachspielzeit gelang dem Titelverteidiger schließlich die komplette Wende: Nach einer Flanke köpfte Enzo Fernandez in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 ein. Damit spielt Argentinien im Viertelfinale gegen den Sieger der noch ausstehenden Begegnung zwischen der Schweiz und Kolumbien.
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Cristian Romero (#13, Argentinien) erzielt per Kopf das erste Tor seiner Mannschaft gegen Mostafa Shoubir (#23, Ägypten).
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Der ägyptische Mittelfeldspieler Mostafa Ziko (#11) bejubelt das zweite Tor seiner Mannschaft während des Achtelfinalspiels.
Foto: Roberto Schmidt/AFP via Getty Images
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Der ägyptische Verteidiger Yasser Ibrahim (#2) köpft den Ball und erzielt das erste Tor für seine Mannschaft gegen den argentinischen Verteidiger Lisandro Martinez (#6).
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GESTERN4:18 Uhr
Dritter Gastgeber raus
Bei der Fußball-WM hat sich Belgien mit einem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Gastgeber USA den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Die Roten Teufel zeigten in dem vom Skandal um die zurückgenommene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun überschatteten Achtelfinale von Beginn an eine starke Leistung.
Bereits früh ging Belgien durch Charles De Ketelaere in Führung (9.). Die USA konnten später durch Malik Tillman ausgleichen (31.), dessen Freistoß von Vanaken unhaltbar abgefälscht wurde. Doch nur zwei Minuten später stellte De Ketelaere mit einem Kopfball nach einer Flanke von Trossard den alten Abstand wieder her.
In der zweiten Halbzeit nutzte Belgien einen Fehler von US-Keeper Freese, der zu lange zögerte, um den Ball zu klären. Hans Vanaken traf aus 30 Metern ins leere Tor und erhöhte auf 3:1 (57.). Romelu Lukaku setzte in der Nachspielzeit nach einem Ballverlust der USA den Schlusspunkt (90.+3). Mit diesem Sieg trifft Belgien im Viertelfinale am Freitag um 21:00 Uhr auf Spanien.
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Charles De Ketelaere (#17, Belgien) bringt die Europäer im Achtelfinale gegen die USA nach knapp zehn Minuten erstmals in Führung.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Malik Tillman (#17) erzielt in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit (31.) den Ausgleich. Keine zwei Minuten später trifft Ketelaere (#17, Belgien, nicht im Bild) erneut.
Foto: David Ramos/Getty Images
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US-Stürmer Folarin Balogun (#20) durfte nach einer umstrittenen Rücknahme seiner Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale doch auf den Rasen in Seattle doch verfehlte das Tor.
Foto: David Ramos/Getty Images
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Wenn zwei sich streiten … Im Zweikampf zwischen Charles De Ketelaere (#17, Belgien) und US-Torhüter Matt Freese (#24) außerhalb des Strafraums siegte Hans Vanaken (#20, Belgien), der aus rund 30 Meter das leere Tor traf.
Foto: Alex Grimm/Getty Images
Spielbaum der WM 2026 (Stand 7.7.). Alle drei Gastgeber sind im Achtelfinale ausgeschieden, zuletzt unterlag die USA gegen Belgien. Im Favoriten-Duell Portugal-Spanien zitterte sich Spanien weiter.
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GESTERN0:05 Uhr
Spiele am Dienstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
02:00 Uhr: USA gegen Belgien in Seattle, USA (Übertragung: ARD)
18:00 Uhr: Argentinien gegen Ägypten in Atlanta, USA (Übertragung: ARD)
22:00 Uhr: Schweiz gegen Kolumbien in Vancouver, Kanada (Übertragung: ARD)
6. Juli23:21 Uhr
Spanien lässt Ronaldos WM-Traum platzen
Spanien hat sich im WM-Achtelfinale mit 1:0 gegen Portugal durchgesetzt. Das entscheidende Tor fiel erst in der Nachspielzeit durch Mikel Merino (90.+1), der nach einem Steckpass von Ferran Torres die portugiesische Defensive überlistete und mit einem Flachschuss ins kurze Eck traf.
Die Partie begann intensiv, mit Chancen auf beiden Seiten während der ersten 45 Minuten. In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel spannend, doch beide Teams taten sich schwer, klare Torchancen zu kreieren. Spanien erhöhte später den Druck und brachte frische Kräfte wie Ferran Torres und Mikel Merino, die letztlich den Unterschied machten. Mit diesem Sieg zieht Spanien ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Partie zwischen den USA und Belgien.
Für den 41-jährigen Ronaldo bleibt der WM-Titel mit Portugal verwehrt – trotz seiner beeindruckenden Karriere. Zwar hatte der mehrfache Weltfußballer seinen Abgang aus der Nationalmannschaft bislang nicht verkündet, doch eine Rückkehr von Ronaldo bei der WM 2030 als dann 45-Jähriger gilt als nahezu ausgeschlossen.
Sicher ist dagegen der Abschied von Trainer Roberto Martínez: „Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist“, so der 52-Jährige unmittelbar nach dem 0:1 gegen Spanien.
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Cristiano Ronaldo (#7, Portugal) scheitert zweimal am spanischen Torwart Unai Simon (#23) und geht torlos aus seinem letzten WM-Spiel.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Ferran Torres (#7, Spanien) spielt mit Köpfchen, um sich gegen zwei zu behaupten.
Foto: Molly Darlington/Getty Images
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Mikel Merino (#6, Spanien) trifft spät (90+1.) zum entscheidenden Treffer und sicherte Spanien den Einzug ins Viertelfinale.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
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Der Portugiese Cristiano Ronaldo (#7) reagiert nach dem verlorenen Achtelfinalspiel gegen Spanien.
Foto: Gareth Patterson/AP/dpa
6. Juli15:20 Uhr
Balogun darf gegen Belgien spielen
Die USA können im WM-Achtelfinale gegen Belgien auf Stürmer Folarin Balogun setzen. Die FIFA wies den Einspruch des belgischen Verbands gegen die ausgesetzte Rotsperre als unzulässig zurück. Damit ist der 25-Jährige für das Duell in Seattle spielberechtigt.
In 13 Absätzen erklärte der Fußball-Weltverband FIFA die umstrittene Entscheidung und die Abläufe aus ihrer Sicht. Demnach habe Baloguns Rote Karte Bestand und auch die automatische Sperre von einer Partie, die eine solche Tatsachenentscheidung nach sich zieht. Die Entscheidung zur Roten Karte wurde damit nicht zurückgezogen. Die FIFA habe aber das Recht, eine Strafe anzupassen und zur Bewährung auszusetzen.
Zum Warum, diesen Schritt zu gehen, gab es in der langen Stellungnahme nur einen Satz: „Die Aussetzung der Vollstreckung der genannten Sperre wurde unter Berücksichtigung aller besonderen Umstände des Vorfalls sowie der verfügbaren Beweismittel beschlossen.“ Was die besonderen Umstände sind und auf welche Beweismittel sich die FIFA stützte, wurde nicht mitgeteilt.
Altstar Neymar hat nach Brasiliens Achtelfinal-Aus bei der Fußball-WM seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. „Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende“, sagte der 34-Jährige nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen. „Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.“
Für die Brasilianer endete die WM so früh wie seit 36 Jahren nicht mehr. Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes.
Gegen Norwegen wurde er eingewechselt und erzielte per Foulelfmeter in der Nachspielzeit sein 80. Tor für die Seleção. Sein Debüt hatte er 2010 in einem Testspiel gegen die USA (2:0) ebenfalls in East Rutherford gefeiert – und dabei auch sein erstes Tor für die brasilianische Nationalmannschaft erzielt.
Neymar jubelt nach Brasiliens Sieg gegen Schottland.
Foto: Lynne Sladky/AP/dpa
6. Juli5:13 Uhr
England siegt 3:2
Im WM-Achtelfinalspiel hat sich England mit 3:2 gegen Co-Gastgeber Mexiko durchgesetzt. Die Partie, die aufgrund eines Gewitters mit einstündiger Verspätung begann, bot den Zuschauern im Aztekenstadion ein spannendes Duell.
Jude Bellingham brachte die Engländer zunächst mit einem Kopfball in Führung (36.). Nur zwei Minuten später erhöhte Bellingham auf 2:0, dank Vorarbeit von Harry Kane. Doch Mexiko ließ sich nicht beirren und verkürzte noch vor der Pause (42.) durch Julian Quinones auf 1:2.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel intensiv. Die Partie wurde zudem zunehmend hitziger, was sich in mehreren Gelben Karten und einer Roten Karte für Jarell Quansah zeigte. Aber England blieb auch in Unterzahl dran und erhielt in der 58. Minute einen Elfmeter, den Kane souverän zum 3:1 verwandelte. Mexiko kämpfte auch im Anschluss weiter und kam in der 69. Minute durch einen von Raul Jimenez verwandelten Strafstoß nochmal heran.
Mit dem Sieg zieht England ins Viertelfinale ein und trifft dort am Samstag um 23:00 Uhr auf Norwegen.
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Jude Bellingham (#10, England) brachte England in Mexiko-Stadt gegen Mexiko mit einem Doppelpack (36. + 38.) in Führung.
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Jude Bellinghams (#10, England) zweites Tor folgte nur Minuten später.
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Julian Quinones (#16, Mexiko) traf noch vor der Hlabzeitpause zum 1:2-Anschlusstreffer.
Foto: Darrian Traynor/Getty Images
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Nachdem Englands Verteidiger Jarell Quansah (#26) die Rote Karte sah (54.), musste England in Unterzahl spielen. Es folgten zwei Elfmeter-Tore – erst eins für England (Harry Kane, 60.), dann für Mexiko (Raul Jimenez, 69.). .
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Spielbaum der WM 2026 (Stand 6.7.). Mit Mexiko ist der zweite Gastgeber aus dem Turnier ausgeschieden. Publikumsliebling Norwegen hat seinerseits Brasilien ins Aus geschossen und trifft am Samstag, 11.7., auf England.
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6. Juli2:00 Uhr
Wieder Anpfiff verschoben
Wieder Regen und Gewitter. Wieder wird ein Spiel verschoben. Das Achtelfinale zwischen Mitgastgeber Mexiko und England wird wegen der Wetterbedingungen in Mexiko-Stadt vorerst um eine Stunde verschoben. Neue Anstoßzeit ist damit 19:00 Uhr Ortszeit (03:00 Uhr MESZ). „Die Sicherheit aller Beteiligten hat für die FIFA oberste Priorität“, hieß es im Live-Ticker des Weltverbandes.
Schon das Sechzehntelfinale gegen Ecuador im ehrwürdigen Aztekenstadion hatte aus Sicherheitsgründen wegen eines Gewitters mit 60 Minuten Verspätung begonnen. Mexiko gewann die Partie 2:0.
6. Juli1:00 Uhr
Spiele am Montag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
02:00 Uhr: Mexiko gegen England in Mexiko City, Mexiko
21:00 Uhr: Portugal gegen Spanien in Dallas, USA (Übertragung: ZDF)
6. Juli0:11 Uhr
Norwegen rudert ins Viertelfinale
Bei der Fußball-WM hat Norwegen im Achtelfinale Brasilien mit 2:1 besiegt. Nach Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Kroatien hat mit Norwegen nun zum sechsten Mal in Folge ein europäisches Team einen WM-Titel für Brasilien verhindert.
Das Spiel begann mit einer dominanten Anfangsphase der Norweger, die jedoch zunächst keine Tore erzielten. Brasilien hatte in der ersten Halbzeit die Gelegenheit, durch einen Elfmeter in Führung zu gehen, doch Bruno Guimaraes scheiterte am norwegischen Torhüter Nyland. Der vereitelte mehrere Chancen der Brasilianer.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Norwegen, schoss aber keine Tore. Brasilien versuchte, durch Einwechslungen wie Neymar und Endrick das Spiel zu beleben, fand jedoch keine Lücke in der norwegischen Abwehr. Erling Haaland beförderte schließlich mit geballter Wikinger-Kraft den Ball per Kopf in brasilianische Tor und holte die 1:0 Führung (79.). In der 90. Minute legte er per Linksschuss nach. Kurz vor Ende bekam Brasilien nochmal einen Elfmeter, den Neymar sicher verwandelte, doch das Spiel endete 2:1 für Norwegen.
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Der brasilianische Stürmer Matheus Cunha (#9) wird vom norwegischen Verteidiger Kristoffer Vassbakk Ajer (#3) gefoult.
Foto: Charly Triballeau/AFP via Getty Images
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Der brasilianische Mittelfeldspieler Bruno Guimarães (#8), nachdem er einen Elfmeter verschossen hat.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Der norwegische Torhüter Ørjan Nyland (#1) hält den Elfmeter des brasilianischen Mittelfeldspielers Bruno Guimarães.
Foto: Timothy A. Clary/AFP via Getty Images
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Erling Haaland (#9, Norwegen) erzielt das erste Tor seiner Mannschaft.
Foto: Elsa/Getty Images.
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Der norwegische Stürmer Erling Braut Haaland (#9) schießt sein zweites Tor im Spiel gegen Brasilien.
Foto: Jewel Samad/AFP via Getty Images
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Neymar Jr. (#10) aus Brasilien verwandelt einen Elfmeter zum ersten Tor für sein Team.
Foto: Dan Mullan/Getty Images
5. Juli21:08 Uhr
Das historische „Angstgegner-Phänomen“
Auf der einen Seite steht die erfolgreichste Fußballnation des Planeten, Brasilien. Auf der anderen Seite steht die skandinavische Urgewalt Norwegen, die nach 28 Jahren Abwesenheit wieder auf der größten Bühne der Welt auftrumpft.
Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, was dieses Spiel so elektrisierend macht. Norwegen ist eine der wenigen Nationalmannschaften, gegen die Brasilien noch nie gewonnen hat. In vier Begegnungen gab es zwei Unentschieden und zwei Siege für die Skandinavier. Unvergessen ist die WM 1998, als Norwegen die Seleção in der Gruppenphase sensationell mit 2:1 schlug.
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Der norwegische Stürmer Erling Braut Haaland (#9) wärmt sich vor dem Achtelfinalspiel gegen Brasilien auf.
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Gesamtansicht vor dem Achtelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Brasilien und Norwegen im New York/New Jersey Stadium in East Rutherford am 5. Juli 2026.
Foto: Charly Triballeau/AFP via Getty Images
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Norwegische Fans vor dem Spiel gegen Brasilien.
Foto: Javad Parsa/NTB/AFP via Getty Images
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Fans aus Brasilien posieren auf der Tribüne für Fotos.
Foto: Buda Mendes/Getty Images
5. Juli20:34 Uhr
US-Star Balogun darf nach Rot doch spielen
Beim Sieg über Bosnien-Herzegowina sah Folarin Balogun die Rote Karte nach einem Foul. Eigentlich sollte der wichtige Torjäger der USA gegen Belgien gesperrt sein. Doch nun kommt es anders.
Co-Gastgeber USA kann im Achtelfinale der Fußball-WM doch mit Folarin Balogun planen. Der 25-Jährige ist trotz seiner Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale im Duell mit Belgien am Dienstag (2:00 Uhr/ARD) spielberechtigt, wie der Weltverband FIFA am Sonntag bestätigte.
Als Begründung nannte die FIFA Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach Baloguns Sperre für ein Jahr zu Bewährung ausgesetzt wird. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit „einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere“ erlauben, werde die Sanktion vollstreckt. Sollte sich Balogun bei dieser WM kein weiteres Vergehen leisten, steht schon jetzt fest, dass die Strafe dann zu einem Zeitpunkt folgen würde, der nicht annähernd so wichtig ist wie nun beim Achtelfinale gegen Belgien.
Balogun darf nach seinem Platzverweis wieder spielen.
Foto: Jeff Chiu/AP/dpa
5. Juli2:00 Uhr
Spiele am Sonntag
Folgende Mannschaft tritt bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
22:00 Uhr: Brasilien gegen Norwegen in New York, USA
5. Juli1:22 Uhr
Frankreich siegt 1:0 gegen Paraguay
Bei der Fußball-WM hat Frankreich das Achtelfinale gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay knapp mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Kylian Mbappé in der 70. Minute per Elfmeter.
Die Partie begann mit einem dominanten Frankreich, das von Beginn an Druck auf die Defensive Paraguays ausübte. Paraguay beschränkte sich weitgehend auf die Verteidigung und versuchte, mit gelegentlichen Kontern für Entlastung zu sorgen. Das torlose Remis zur Halbzeitpause konnten die Mittelamerikaner klar als Triumph verbuchen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Frankreich den Druck weiter. Nach einem Foul an Désiré Doué im Strafraum entschied der Schiedsrichter nach Video-Überprüfung auf Elfmeter. Mbappé verwandelte souverän und brachte die Équipe Tricolore in Führung.
Paraguay bemühte sich in der Schlussphase um den Ausgleich, erzielte jedoch keine Treffer. Damit trifft Frankreich am Donnerstag im Viertelfinale auf das Team aus Marokko, das Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier gekegelt hat.
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Kylian Mbappe (#10, Frankreich) ist immer mittendrin statt nur dabei. Hier im Zweikampf mit Juan Jose Caceres (#4) von Paraguay.
Foto: Buda Mendes/Getty Images)
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Auch hier versucht Kylian Mbappe (#10, Frankreich) an den Ball zu kommen. Gegner: Diego Gomez (#8, Paraguay).
Foto: Buda Mendes/Getty Images
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Ein Moment der (Ball-)Kunst: Paraquays Mittefeldspieler Matias Galarza (#23) und der französische Stürmer Kylian Mbappe (#10) erscheinen, als ob sie eine Szene aus Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ nachstellen, nur sind sie in Philadelphia kurz vor der Eckfahne statt an der Decke der Sixtinischen Kapelle. Der Künstler:
Foto: Mauro Pimentel/AFP via Getty Images
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Gerangel nach einem Foul an Kylian Mbappe (#10, Frankreich) durch Andres Cubas (#14, Paraguay). Die Schiedsrichter müssen eingreifen und entscheiden für Elfmeter.
Foto: Al Bello/Getty Images
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Nach dem Foul an sich geht Kylian Mbappe (#10) selbst zum Strafstoß und bringt Frankreich in der 70. Minute in Führung – und damit ins Viertelfinale.
Foto: Al Bello/Getty Images
Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Neben Marokko (3:0 gegen Co-Gastgeber Kanada) hat auch Frankreich das Ticket für das Viertelfinale gelöst. Die beiden historisch eng verbundenen Länder treffen am Donnerstags in Boston aufeinander.
Marokko hat Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und steht als erstes Team im Viertelfinale der Fußball-WM. Die Auswahl von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi hatte beim 3:0 (0:0) in Houston mehr Mühe als erwartet. Azzedine Ounahi traf nach einer schwachen ersten Halbzeit zweimal (50. und 82. Minute). Soufiane Rahimi ließ Marokko in der Nachspielzeit noch einmal jubeln (90.+8).
Nach Platz vier bei der WM 2022 wartet auf Marokko nun im Viertelfinale entweder der große Favorit Frankreich oder Paraguay. Offen ist, ob Bayern-Neuzugang Ismael Saibari dann wieder mitspielen kann – der Offensivstar musste verletzungsbedingt in der 22. Minute ausgewechselt werden.
Für Kanada endet dagegen das Turnier – das Team von Jesse Marsch verabschiedet sich mit dem Erfolg, dank der ersten WM-Punkte überhaupt so weit gekommen zu sein wie noch nie.
Jonathan David (#10) aus Kanada schießt im Achtelfinalspiel der WM zwischen Kanada und Marokko am 4. Juli 2026 im Houston Stadium in Texas auf das Tor von Yassine Bounou (#1) aus Marokko. Das Spiel endete 3:0 für Marokko.
Foto: Alex Slitz/Getty Images
Spielbaum der WM 2026 (Stand 4.7.). Im ersten Achtelfinale der WM hat Marokko 3:0 gewonnen. Damit ist Gastgeber Kanada aus dem Turnier ausgeschieden. Im zweiten Spiel des Tages treten um 23:00 Uhr Frankreich und Paraguay gegeneinander an.
Foto: ts/Epoch Times mit Material von iStock
4. Juli16:22 Uhr
Fahrplan für Jürgen Klopp
Nach den gegenseitigen Bereitschaftsbekundungen für eine Zusammenarbeit werden zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und dem Bundestrainer-Wunschkandidaten Jürgen Klopp die nächsten Schritte geplant und abgestimmt.
Wie aus dem Verband zu vernehmen ist, soll demnach Präsident Bernd Neuendorf (64) gemeinsam mit Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (67) im Laufe der kommenden Woche in die USA reisen. Dort will das Duo direkt mit Klopp (59) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann sprechen. Das berichtete zuerst die „Bild“-Zeitung.
Klopp ist bei der Fußball-WM in Amerika weiterhin als Experte für „MagentaTV“ im Einsatz. Er hat sein WM-Quartier in New York. Darum dürfte das Treffen mit der DFB-Spitze dort stattfinden.
Ob Sportdirektor Rudi Völler (66) auch in der künftigen Sportlichen Leitung der Nationalmannschaft eine tragende Rolle einnehmen wird, hängt nach dpa-Informationen ebenfalls von der Neubesetzung des Bundestrainerpostens ab. Offenbar steht deswegen auch ein zeitnaher Austausch zwischen Völler und Klopp im Raum. Völlers DFB-Vertrag läuft noch bis zur EM 2028.
Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)
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4. Juli11:15 Uhr
Kolumbien beeindruckt weiter
Noch jeweils ein Sieg und dann treffen in Kansas City im Viertelfinale Argentinien und Kolumbien aufeinander. Es wäre eine Neuauflage des Endspiels der Copa América von 2024.
Im Achtelfinale bekommt es Kolumbien nun am 7. Juli in Vancouver mit der Schweiz zu tun. Argentinien spielt am selben Tag in Atlanta gegen Ägypten. Werden beide Teams ihrer Favoritenrolle gerecht, kommt es zum Showdown in Kansas City.
Kolumbiens Trainer Nestor Lorenzo wollte so weit noch nicht vorausschauen. Er warnte vor den Schweizern. „Die Schweizer sind wie eine geölte Maschine. Das wird nicht einfach“, sagte der Argentinier, für den ein Duell mit Lionel Messi und Co. auch persönlich ein Highlight wäre.
4. Juli6:39 Uhr
König Charles III. hasst Fußball
Dies dürfte die Millionen englischen Fußball-Fans nicht entzücken: Inmitten der Weltmeisterschaft hat Prinz William enthüllt, dass König Charles III. absolut nichts für diesen Sport übrig hat. „Mein Vater hasst Fußball“, sagte der britische Thronfolger am Freitag in einem Podcast mit US-Footballstar Travis Kelce.
Der als enthusiastischer Fußball-Fan bekannte William kündigte unter anderem an, dass er zum WM-Finale in die USA kommen werde, wenn das englische Team einzieht. Auf die Frage, ob er seine Fußballleidenschaft von seinem Vater habe, antworte der britische Kronprinz: „Absolut nicht. Mein Vater hasst Fußball.“
Schlüsselspieler im englischen Team ist Harry Kane.
Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa
4. Juli6:24 Uhr
Klopp wäre bereit
Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund für das Bundestrainer-Amt bestätigt, rechnet aber nicht mit einer kurzfristigen Einigung. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagte Klopp gegenüber „MagentaTV“. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“.
Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären, wo er derzeit Chefstratege ist. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp.
Nagelsmann hatte am Freitag – vier Tage nach dem WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay – das Amt aufgegeben. Den 38-Jährigen lobte Klopp ausdrücklich: „Julian ist ein außergewöhnlicher Trainer. Das wird er in seinem Trainerleben noch ganz oft beweisen dürfen“, sagte Klopp.
Achtelfinale zwischen England und Mexiko wird nicht verlegt
Das Achtelfinale zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden. Britische Medien berichteten am Abend, es bleibe bei der Anstoßzeit am Sonntag 18:00 Uhr (02:00 Uhr MESZ) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt.
Zuvor war über die Vorverlegung der Partie um bis zu sechs Stunden wegen der Sorge vor schweren Gewittern debattiert worden. Der Weltverband FIFA hatte diese Gespräche nicht bestätigt. Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet.
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wurde die Fußball-WM 2026 offiziell eröffnet.
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4. Juli12:00 Uhr
Spiele am Samstag
Folgende Mannschaften treten bei der Fußball-WM am heutigen Tag (deutscher Zeit) im Achtelfinale gegeneinander an:
19:00 Uhr: Kanada gegen Marokko in Houston, USA (Übertragung: ZDF)
23:00 Uhr: Paraguay gegen Frankreich in Philadelphia