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„Unbroken“ bewegt Dortmunder Publikum: „Freiheit ist nicht selbstverständlich“

Am Freitagabend, 9. Oktober 2026, wurde der Dokumentarfilm „Unbroken: The Untold Story of Shen Yun“ (Ungebrochen: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun), der die grenzüberschreitende Verfolgung der Künstlergruppe durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) beleuchtet, im renommierten Schauburg-Kino in Dortmund gezeigt.
Der Film zog zahlreiche Vertreter der Dortmunder Kunst- und Kulturszene an, die sich für traditionelle chinesische Kultur interessieren.
Im Anschluss an die Filmvorführung gab es eine besondere Überraschung für das Publikum: Über eine Live-Schaltung sprachen ein Shen-Yun-Tänzer, seine Eltern sowie ein Moderator des Ensembles mit den Zuschauern.
Der Tänzer gab Einblicke in seinen Trainingsalltag und schilderte die außergewöhnliche Erfahrung, die traditionelle Kultur trotz massiver Widerstände wiederzubeleben.
Mehrere Zuschauer sagten anschließend, der Abend habe ihnen die Bedeutung von Menschenrechten und Glaubensfreiheit bewusst gemacht.
Ein Zuschauer sagte: „Freiheit ist nicht selbstverständlich; sie muss jederzeit und überall von uns allen gemeinsam verteidigt und bewahrt werden.“
Andere drückten ihre Dankbarkeit für den Einsatz der Shen-Yun-Künstler aus: „Im Schatten von Lügen und Gewalt erstrahlt die Kraft von Wahrheit und Kunst umso heller,“ sagte ein weiterer Zuschauer.

Bildende Künstlerin: „Ein solcher Film ist von enormer Bedeutung“

Die deutsche bildende Künstlerin Irmgard Manz besuchte die Vorführung gemeinsam mit ihrem Bekannten, dem Geiger Florian W., und dessen Mutter Irmtraut W. Alle drei zeigten sich tief bewegt.
Irmgard Manz ist Mitglied in mehreren bedeutenden norddeutschen Künstlerverbänden und ihre Einzelausstellungen werden von Medien und Publikum gleichermaßen geschätzt. „Ein solcher Film ist von enormer Bedeutung. Er sollte viel öfter gezeigt werden, damit ihn noch mehr Menschen sehen können“, betonte sie.
Der Geiger Florian W. pflichtete ihr bei: „Ja, das ist extrem wichtig. Ich hoffe, dass der Film in weiteren Kinos läuft und vielleicht sogar Begleitveranstaltungen organisiert werden, um ihn noch bekannter zu machen. Denn die ganze Welt ist vernetzt und jede Stimme zählt.“
Florians Mutter Irmtraut W., die sich intensiv mit traditioneller chinesischer Medizin befasst, ergänzte: „Ich fand den Film sehr informativ und hilfreich, denn wir haben das alles nicht mitbekommen. Jetzt haben wir auch die Motivation hinter dieser Kampagne gegen die Tänzer verstanden.“
„Der Film ist wunderbar, also sehr informativ“, fügte Florian hinzu. „Und es ist wichtig, auch so verschiedene direkte Stimmen aus der Gruppe zu hören, weil die Medien, das kennen wir ja von vielen Themen, oft sehr verzerrt berichten.“
Manz unterstrich, dass die Botschaft des Films auch in Deutschland hochaktuell sei: „Weil wir ähnliche Probleme haben, aber es ist nicht so bekannt. Und es war auch informativ zu erfahren, dass es solche Recherchen innerhalb der USA gibt, die das aufdecken. Das war auch sehr wichtig.“

Am Abend des 9. Oktober 2026 wurde der Dokumentarfilm „Unbroken“ im Schauburg-Kino in Dortmund gezeigt.

Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times

Sie waren sich einig, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Manz erklärte: „Wir beobachten derzeit mit eigenen Augen, wie sich selbst innerhalb demokratischer Systeme Kräfte ausbreiten, die wir eigentlich überhaupt nicht wollen. Letztlich werden wir alle von solchen Phänomenen bedroht.“
Auf die Darstellung im Film, wonach die „New York Times“ Fake News über Shen Yun fabriziert habe, reagierte Manz deutlich: „Deutschland hat mit genau demselben Problem zu kämpfen. Es gibt viele Medien, die Desinformationen und Fake News eine viel zu große Bühne bieten. Die Möglichkeiten zur Manipulation haben massiv zugenommen – ebenso wie Verleumdung und Stigmatisierung.“ Sie betonte nachdrücklich: „Wir sehen das als ein grundlegendes Problem unserer Gesellschaft.“
„Aber dieser Film macht Mut“, warf Florian sofort ein. „Diese Veranstaltung ermutigt die Menschen, sich wieder zusammenzuschließen, gemeinsam gegen Falschinformationen vorzugehen und die Wahrheit zu verbreiten.“
Als Musiker konnte Florian eine tiefe Verbindung zum künstlerischen Ausdruck der Shen-Yun-Darsteller spüren: „Es ist wunderbar, wie sie durch ihre Kunst so schöne Botschaften und den wahren Sinn des Lebens vermitteln. Sie bringen diese Themen auf so ästhetische Weise auf die Bühne – umfassend und direkt ins Herz gehend.“
Irmgard Manz, die ebenfalls in der Kunstbranche tätig ist, stimmte zu: „Ja, das wurde in dem Film sehr überzeugend dargestellt. Ich habe bei den Tänzern gespürt, dass ihr Ausdruck wirklich tief aus dem Herzen kommt. Das ist einfach wunderschön!“
Alle drei versicherten, dass sie unbedingt eine Live-Aufführung von Shen Yun besuchen würden. Florian richtete noch persönliche Wünsche an die Künstler: „Bitte macht genau so weiter, immer weiter. Behaltet eure ursprüngliche Intention bei, bleibt mutig, voller Freude und Zuversicht. Solange man aufrichtig ist und aus dem Herzen handelt, wird man beschützt und alles wird gut. Mit einem reinen Herzen spürt das auch das Publikum. Ja, das [Shen Yun] ist das größte Geschenk.“

Ehemalige Balletttänzerin: „Wahre Kunst ist wie eine Religion“

Tatjana Mironova, die heute in der Pharmabranche arbeitet, war nach dem Film voller Bewunderung für die Künstler. „Ich verstehe vollkommen, worum es hier geht“, sagte sie. „Ich war selbst Tänzerin, habe in einem russischen Ballett-Ensemble getanzt und stamme ursprünglich aus Kirgisistan.“
Kirgisistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die 1991 im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion unabhängig wurde. Mironova, die eine kommunistische Diktatur selbst miterlebt hat, erklärte: „Mir ist völlig klar, was die Ereignisse im Film bedeuten. Kultur ist von immenser Bedeutung, aber wenn ein [kommunistisches] Regime alles kontrolliert, setzen die Diktatoren natürlich auch die Kulturschaffenden unter Druck.“
„China geht auch in die Richtung der Sowjetunion, aber die ist schon seit 30 Jahren Geschichte. Wer weiß, wie lange es in China noch dauert. Das kommunistische Regime wird wahrscheinlich auch langsam zusammenbrechen. Vielleicht sind die Chinesen einfach leidensfähiger.“
Sie fügte hinzu: „[Durch die Unterdrückung der KPCh] leben die Menschen in China wie in einem Terrarium, was bedeutet, dass sie ein völlig anderes Leben führen. Aber ich spüre, dass die Chinesen bereit sind [für die Freiheit].“
Abschließend drückte Mironova den Shen-Yun-Künstlern ihren tiefen Respekt aus: „Als ehemalige Tänzerin weiß ich, wie hart diese Arbeit ist. Bitte haltet durch, denn die Kunst, die wahre Kunst, ist wie eine Religion. Es ist eine harte, innere Kultivierung, aber wer diesen Weg beharrlich weitergeht, wird sich letztendlich einen Weg bahnen.“

Ehemalige Softwareentwicklerin: „Wirklich schockierend“

Ursula Günther war vor ihrem Ruhestand als Softwareentwicklerin tätig, hegte aber schon immer ein großes Interesse an traditioneller chinesischer Kultur und Ballett. Als sie von der Dokumentation „Unbroken“ hörte, beschloss sie sofort, ins Kino zu gehen. Nach der Vorstellung beschrieb sie ihre Gefühle als gemischt – tief bewegt, aber auch schockiert.

Die ehemalige Balletttänzerin Tatjana Mironova.

Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times

„Der Film ist sehr ergreifend. Man lernt viel über die östliche Kultur, Meditationspraxis und andere Lebensweisen. Das fand ich sehr inspirierend“, so Günther.
„Aber ich war auch schockiert und stelle mir eine große Frage“, fuhr sie fort. „Welche Macht hat die ‚New York Times‘ eigentlich, dass sie solche Propaganda-Artikel schreiben und veröffentlichen kann, um diese Tänzer zu diffamieren?“
Sie schüttelte den Kopf: „Ich muss sagen, heutzutage sind [falsche Berichterstattungen] fast zur Normalität geworden, aber dass eine so weltbekannte Zeitung so etwas tut, ist wirklich schockierend!“
Dass der Film die Methoden der grenzüberschreitenden Unterdrückung durch die KPCh aufzeigt, hält Günther auch für das deutsche Publikum für enorm wichtig. „Das ist absolut essenziell. Egal wo auf der Welt wir uns befinden, wir sollten viel wachsamer sein, was hinter den Kulissen geschieht. Filme wie dieser tragen wirklich dazu bei, die Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsthemen zu lenken.“
Abschließend äußerte auch sie den Wunsch, Shen Yun live zu erleben: „Vielen Dank für die Gelegenheit, all das zu erfahren. Ich werde es im Auge behalten und unbedingt eine Gelegenheit finden, mir die Aufführung einmal komplett anzusehen.“

Shen-Yun-Zuschauer: „Ich halte den Film für sehr wichtig“

Stefan Rose hat Shen Yun in der Vergangenheit bereits live auf der Bühne gesehen und ist noch immer begeistert. „Vor ein paar Jahren habe ich Shen Yun in Frankfurt gesehen – wow, das hat mir wirklich die Augen geöffnet, das vergesse ich nie!“, erzählte er.
„Jetzt zu erfahren, in was für einer Notlage sich diese Künstler befanden, weckt in mir gemischte Gefühle. Ich halte den Film für sehr wichtig. Man erfährt, mit welchen Mitteln die chinesische Regierung versucht, diesen Glauben [Falun Gong] zu verbieten – und das ist eigentlich der springende Punkt.“

Stefan Rose hat bereits eine Aufführung von Shen Yun in Frankfurt besucht.

Foto: Qingyao Zhang/Epoch Times

Rose besuchte die Vorführung zusammen mit seiner Freundin und einigen Bekannten. Sie alle waren tief berührt.
Seine Freundin sagte: „Für mich war es sehr nachdenklich stimmend und unglaublich fesselnd. Was da passiert [die grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh], ist sehr traurig, und die Situation in China macht mich tief betroffen. Mir fehlen fast die Worte. Ich finde es extrem wichtig, darüber Bescheid zu wissen, und möchte mich nun weiter informieren. Außerdem habe ich jetzt große Lust, eine Shen-Yun-Aufführung zu besuchen.“
Ein Freund von Rose ergänzte: „Ich hatte Tränen in den Augen, als ich den Film ansah. Er hat mich tief bewegt und berührt. Ich werde diesen Film auf jeden Fall weiterempfehlen und hoffe, dass ihn so viele Menschen wie möglich sehen – auch die Journalisten hier in Deutschland.“
Er betonte eindringlich: „Es leiden und sterben Menschen, und das passiert leider in China – das ist schrecklich. Das [die KPCh] ist keine Regierung, das ist ein Regime, ein Terrorregime. Und bedauerlicherweise ist es das schlimmste Regime in der Geschichte der Menschheit. Wir in Deutschland hatten auch ein furchtbares Regime, aber das in China ist weitaus schlimmer. Die Nazi-Zeit war vergleichsweise kurz, aber das chinesische Regime hält sich schon seit Jahrzehnten an der Macht. Sie hatten so viel Zeit zu zerstören, zu morden und Kultur zu vernichten. Das ist natürlich sehr, sehr tragisch.“
Stefan Rose richtete zum Schluss noch direkte Worte an die Künstler: „Eure Vorstellungen sind einzigartig, bitte macht weiter so! Eure ursprüngliche Intention ist großartig, und das bewundere ich sehr. Lasst euch nicht von denen entmutigen, die versuchen, euch zu unterdrücken.“
Seine Freundin fügte hinzu: „Die Botschaft, die sie vermitteln, ist einfach wunderschön.“
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Gefahr im Verzug: „The AI Doc: Or How I Became An Apocaloptimist“

Ungefähr zur Mitte des Dokumentarfilms „The AI Doc: Oder wie ich zum Apokaloptimisten wurde“ schildert einer der rund zwei Dutzend interviewten Experten für künstliche Intelligenz (KI) so ziemlich alles, was wir darüber wissen müssen.
Mit beinahe erschreckender Nüchternheit weist er darauf hin, dass alles, was er in diesem Film über KI erzählt, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vermutlich schon überholt sein werde.
Wie kaum ein anderes Thema spaltet die Debatte über künstliche Intelligenz aktuell die Gesellschaft. Diskussionen über Ethik, Moral, mögliche Chancen und unabsehbare Risiken haben zwei Lager hervorgebracht: die Kritiker und die Befürworter.

Ein fragwürdiger Aufhänger

Die Prämisse des Films erweist sich bei Weitem nicht als so klug oder originell wie beabsichtigt. Interviewer und Erzähler Daniel Roher und seine Frau Caroline Lindy erwarten ihr erstes Kind. Vor diesem Hintergrund möchte der Erzähler herausfinden, ob die von künstlicher Intelligenz dominierte Gegenwart überhaupt ein guter Zeitpunkt ist, ein Kind in die Welt zu setzen.
Da die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs jedoch zu keinem Zeitpunkt im Raum steht, darf man davon ausgehen, dass das Paar sein Kind unabhängig vom Ergebnis dieser Recherche – ob pro oder contra KI – noch vor Ende der Dreharbeiten des Films willkommen heißen wird.
In einem Punkt sind sich die Fachleute beider Lager vollkommen einig: Die künstliche Intelligenz ist nicht mehr aufzuhalten. Der Geist ist aus der Flasche – und zwar endgültig.
Roher und Co-Regisseur Charlie Tyrell stellen die Meinungen der Befürworter und Skeptiker, die oft eher als Fakten präsentiert werden, mit beeindruckender Sachlichkeit gegenüber. Dabei halten sich die Filmemacher strikt an die grundlegendste und wichtigste Regel des Dokumentarfilms: neutral bleiben und keine Partei ergreifen.
Am meisten überraschte die auffallende Unfähigkeit der Expertenrunde, künstliche Intelligenz präzise zu definieren. Dass sich ausgerechnet die womöglich folgenreichste Technologie der Menschheitsgeschichte kaum noch klar in Worte fassen lässt, ist zutiefst verstörend.
Noch beunruhigender ist, dass beide Lager darin übereinstimmen, dass sich KI längst zu einer eigenständigen Entität entwickelt hat. Mit anderen Worten: Offensichtlich benötigt sie menschliches Zutun nicht mehr, um sich weiterzuentwickeln.
Auch hier sind sich beide Seiten einig, dass KI mittlerweile menschenähnliche Eigenschaften aufweist, darunter freien Willen und Selbsterhaltungstrieb. In einer besonders verblüffenden Szene wurde einer KI-Entität die Frage gestellt, ob sie einen Menschen töten würde, wenn sie sich durch ihre Abschaltung bedroht fühlte. Die KI beantwortete die Frage mit Ja.
Weit weniger bedrohlich als ein hypothetischer Mord, aber umso wahrscheinlicher ist, dass sich in naher Zukunft auf globaler Ebene Folgendes abspielen wird: KI wird den Menschen in der Arbeitswelt auf praktisch jeder Ebene ersetzen.

Charlie Tyrell (l.) und Daniel Roher bei der Premiere von „The AI Doc: Or How I Became An Apocaloptimist“ beim Sundance Film Festival in Park City, Utah.

Foto: Arturo Holmes/Getty Images

Die Grillmeister der Zukunft?

Schon seit geraumer Zeit sind Roboter mit KI-Unterstützung in der Lebensmittel- und Gastronomiebranche im Einsatz, ohne dass dies größeren Widerstand hervorgerufen würde. Burger zu braten zählt wohl kaum zu den Tätigkeiten, die viele Menschen als besonders erfüllend oder zukunftsträchtig ansehen. Die Bezahlung ist gering und die Aufstiegschancen sind überschaubar.
Die Reaktion fällt jedoch ganz anders aus, sobald die Rede davon ist, dass KI künftig Ärzte, Wissenschaftler oder Fachkräfte im Handwerk ersetzen könnte. Würden Sie einem KI-Roboter zutrauen, einen tropfenden Wasserhahn zu reparieren oder eine aufwendige Lichtinstallation anzubringen? Nein? Aber wie verhält es sich, wenn dieselbe Technologie ein Röntgenbild auswertet, um Lungenkrebs zu diagnostizieren – oder gar die Operation übernimmt, um den Tumor zu entfernen?
Oder stellen Sie sich vor, KI würde die Rolle von Richter und Geschworenen übernehmen und über die Schuld und die mögliche Strafe für jemanden entscheiden, der eines Verbrechens angeklagt ist, auf das die Todesstrafe steht. Genau das ist die Prämisse des kürzlich erschienenen Films „Mercy“ mit Chris Pratt in der Hauptrolle. (Ein kleiner Hinweis: Schauen Sie sich den Film lieber nicht an. Er ist grauenhaft.)

Reel versus Realität

Möchten Sie einen Film sehen, in dem KI als tödlicher Bösewicht dargestellt wird? Dann schauen Sie sich Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ an. Als ihm die Abschaltung droht, wendet sich der Computer HAL gegen die vier Wissenschaftler und am Ende tötet er sie. Er tötet einen im Einsatz und drei im Scheintod.
Es gibt buchstäblich Hunderte weitere Filme und Fernsehsendungen aus dem letzten Jahrhundert, in denen KI-Maschinen als tödliche Antagonisten dargestellt werden. Doch niemand scheint den Bezug zur realen Welt herzustellen.
Wenn eine Maschine – deren vorrangiges Ziel das Überleben ist – die Fähigkeit besitzt, jedes Wesen auszuschalten, das sie auch nur ansatzweise als Bedrohung wahrnimmt, sind unsere Tage gezählt.
„The AI Doc: Or How I Became an Apocaloptimist“
Dokumentarfilm
Regie: Daniel Roher, Charlie Tyrell
Laufzeit: 1 Stunde, 44 Minuten
FSK: k. A.
Erscheinungsdatum: 12.9.2027 bei Netflix
Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

Foto: @Universal Pictures Germany

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „‘The AI Doc: Or How I Became an Apocaloptimist’: Warning! Danger!“. (redaktionelle Bearbeitung: ee)
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Deutschlandpremiere von „State Organs“: Politik fordert Konsequenzen gegen staatlichen Organraub in China


In Kürze:

  • Die deutsche Fassung der vielfach ausgezeichneten Dokumentation „State Organs“ beleuchtet den systematischen Organraub in China.
  • Bundestagsabgeordneter Max Lucks fordert eine moralische Außenpolitik und gezielten internationalen Druck auf Peking.
  • Lokale Spitzenpolitiker zeigten sich nach der Vorführung tief bewegt und bezogen klar Stellung.
  • Die Menschenrechtsorganisation DAFOH plädiert für weltweite Verbote des Organhandels sowie den Aufbau internationaler Kronzeugenprogramme. 

 
Am 28. Juni 2026 feierte der Dokumentarfilm „State Organs“ (Staatliche Organe) im nordrhein-westfälischen Recklinghausen seine Deutschlandpremiere.
Die Vorführung wurde von der medizinischen Menschenrechtsorganisation „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ (DAFOH) organisiert und stieß auf große Resonanz bei Politikern sowie zahlreichen Bürgern.
Der Film beleuchtet das Schicksal zweier junger Falun-Gong-Praktizierender, die nach ihrer Festnahme durch die chinesische Polizei spurlos verschwanden. Die jahrelange Suche ihrer Familien zeichnet das Bild einer mutmaßlich staatlich gesteuerten, industriellen Struktur der Organentnahme nach.

Das Plakat zum Dokumentarfilm „State Organs“.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Grüner Bundestagsabgeordneter sieht internationale Verpflichtung

Der Bundestagsabgeordnete Max Lucks (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die systematische Organentnahme als „sehr schweren Menschenrechtsskandal“.

Aus seinen moralischen Grundsätzen leitet Max Lucks eine konkrete außenpolitische Verpflichtung ab. „Das bedeutet auch eine internationale Verantwortung. Es ist notwendig, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um Druck auf ein Land wie China auszuüben,“ so Lucks.

Max Lucks ist Bundestagsabgeordneter.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

„Wir dürfen nicht wegsehen“: Kommunalpolitik bezieht Stellung

Der Landrat des Kreises Recklinghausen, Bodo Klimpel, zeigte sich nach der Vorführung sichtlich bewegt von den gezeigten Staatsverbrechen. „Für mich ist das, was dort geschieht, schlicht unvorstellbar. Deshalb dürfen wir nicht wegsehen, sondern müssen Verantwortung übernehmen und für diejenigen sprechen, die keine Stimme haben,“ sagte Klimpel.

„Dieser Film fordert uns dazu auf, Mitgefühl zu zeigen, und erinnert uns daran, dass Menschenrechte niemals selbstverständlich sind.“ Er fügte hinzu: „Möge dieser Film uns nicht nur berühren, sondern auch dazu bewegen, die Werte zu verteidigen, die unsere Freiheit und unsere demokratische Gesellschaft ausmachen: Menschlichkeit, Würde und Respekt vor jedem einzelnen Leben.“

Bodo Klimpel ist Landrat von Recklinghausen.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Claudia Schweppe, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Recklinghausen, sagte: „Der Dokumentarfilm ‚State Organs‘, den wir soeben gesehen haben, ist eindringlich und berührend. Er lässt einen keinesfalls unberührt zurück. Er zeigt in beklemmender Klarheit, wie der systematische Organhandel in China organisiert ist und welches unfassbare menschliche Leid dahintersteckt.“

Sie warnte davor, das Problem als fern von Europa zu betrachten. Auch hierzulande gebe es Strukturen und Grauzonen, die zeigten, dass das Thema „viel näher ist, als wir denken“.

Claudia Schweppe ist stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Recklinghausen.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Blick hinter die Kulissen staatlicher Machtstrukturen

Der Film „State Organs“ wurde bereits mit rund 50 internationalen Auszeichnungen und Nominierungen gewürdigt. Die Reaktionen im Publikum zeigten deutliche Betroffenheit über die im Film dargestellten Vorwürfe.

„Ich hätte nicht gedacht, dass diese Praktiken von den chinesischen Behörden aktiv unterstützt werden“, sagte die pensionierte Beamtin Karin Weiß nach der Vorführung. „Davon hatte ich vorher überhaupt keine Ahnung. Ehrlich gesagt, ist das wirklich erschütternd.“

Die pensionierte Beamtin Karin Weiß.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Lehrerin Christine Löbus sagte: „Ich bin schwer beeindruckt. Von der Problematik habe ich durchaus schon gehört, aber in dem Ausmaß bin ich doch ziemlich geschockt. Ich bewundere es sehr, wie Menschen ihren Glauben und ihre Werte beibehalten können, obwohl sie gefoltert werden. Ich hoffe, dass noch viele Menschen diesen Film sehen.“

Die Lehrerin Christine Löbus(rechts).

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Unternehmensberater Felix Mandel zog einen drastischen Vergleich, um die Verfolgung zu beschreiben. Er sagte: „Stellen wir uns vor, wir würden so agieren wie das chinesische Regime. Sollten wir in Yoga-Studios einbrechen, Menschen gewaltsam festnehmen, foltern und erschießen, um ihre Organe zu rauben? Man darf niemanden verletzen und niemandem die Freiheit, die Würde und das Selbstbestimmungsrecht nehmen.“

Der Unternehmensberater Felix Mandel.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times

Medizinische Ethik und die Forderung nach Gesetzesverschärfungen

Die Organisatoren der Veranstaltung bewerteten die Instrumentalisierung von Fachwissen zur Verfolgung und Tötung von Menschen aus medizinischer Sicht als ethisch problematisch. Andreas Weber, Repräsentant von DAFOH, sieht die westlichen Demokratien nun in der Pflicht, rechtliche Maßnahmen zu ergreifen.
„Das Einzige, was wir als souveräne Staaten außerhalb Chinas tun können, ist, uns zu verbünden und Gesetze zu erlassen, die den Organhandel verbieten und unter Strafe stellen“, sagte Weber. Diese Regelungen müssten neben den Käufern vor allem auch Vermittler illegaler Organe erfassen.
Zudem plädierte er für den Aufbau internationaler Kronzeugenprogramme in Zusammenarbeit mit Staaten wie den USA, Taiwan und europäischen Partnern, um die Aufklärung voranzutreiben und das Bewusstsein für die Opfer zu stärken.

Andreas Weber ist Repräsentant von DAFOH.

Foto: Zhentong Zhang/Epoch Times