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UFO-Forscher: Ans Licht bringen, was andere im Schatten halten


In Kürze:

  • Ein neues Buch des Autors und ehemaligen US-Beamten Jay Stratton beschäftigt sich mit UFOs und außerirdischen Lebensformen.
  • Seiner Aussage nach hätten gewisse Kreise der Öffentlichkeit rund 80 Jahre lang das Wissen vorenthalten.
  • Ein Astrophysiker bemängelt jedoch, dass Stratton keinerlei Beweise für seine Aussagen vorlege.

 
Seit jeher fragen sich die Menschen, ob es wirklich außerirdisches intelligentes Leben im Weltraum gibt. Brisante Antworten dazu will ein neues Buch aus den USA liefern. Es trägt den Titel „Out of the Shadows: Revealing the Truth About Non-Human Intelligent Life“ (auf Deutsch etwa: Aus dem Schatten heraus – Die Enthüllung der Wahrheit über nicht-menschliches intelligentes Leben).
Die am 13. Oktober offiziell erschienene Autobiografie stammt von Jay Stratton. Er war nach Angaben des Verlags der ranghöchste Beamte der US-Regierung im Bereich der Untersuchung von UFOs und UAPs sowie von außerirdischem intelligentem Leben. Seit einigen Jahren verwenden US-Behörden zunehmend den Begriff UAP (Unidentified Anomalous Phenomena, unbekannte anomale Phänomene) anstelle des geläufigen Begriffs UFO (Unidentified Flying Object, unbekanntes Flugobjekt).
Stratton war Mitbegründer des ersten offiziellen UAP-Untersuchungsprogramms der US-Regierung seit 1969. Über 32 Jahre lang diente er den USA auf dem Schlachtfeld und als hochrangiges Mitglied der Nationalen Geheimdienstgemeinschaft.
UFO-Forscher

Jay Stratton nimmt am 18. November 2025 in New York City an einer Veranstaltung teil.

Foto: Dia Dipasupil/Getty Images

Laut der Beschreibung erzählt Stratton in dem Buch, wie er in seiner Laufbahn auf ein Video eines hochentwickelten Flugobjekts über einem Nuklearwaffenstandort gestoßen sei. Es habe Manöver ausgeführt, die zur damaligen Zeit nicht nachvollziehbar gewesen seien. Daraufhin habe er sich plötzlich mit der Untersuchung der bedeutendsten Bedrohung für die nationale Sicherheit konfrontiert gesehen, mit der er je zu gehabt habe.
Im Rahmen der Geheimhaltung der Luft- und Raumfahrtprogramme soll Stratton allmählich erfahren haben, dass es ein streng geheimes Programm zur Bergung und zum Reverse Engineering, also der Nachkonstruktion von nicht verständlicher Technologie, abgestürzter UAP gebewissenschaftlichen. Dieses Programm und die dahinterstehenden Kreise würden seit nunmehr 80 Jahren die Existenz von außerirdischem intelligentem Leben verheimlichen und vertuschen. Nicht einmal der US-Kongress und der Präsident wüssten darüber Bescheid.
Im Jahr 2024 wies jedoch das US-Verteidigungsministerium die Vorwürfe, die Wahrheit über UFOs vertuschen zu wollen, zurück. Demnach lägen nach verschiedenen Überprüfungen seit 1945 keine Beweise vor, wonach die US-Regierung oder private Unternehmen außerirdische Technologie heimlich geborgen oder Reverse Engineering betrieben hätten.

Stratton: Wir sind nicht allein im Universum

Am 13. Oktober ließ sich Stratton von dem Moderator Bret Baier des US-amerikanischen Nachrichtensenders „Fox News“ interviewen. Eine der ersten Fragen von Baier lautete schlicht: „Sind wir allein?“ Die direkte Antwort von Stratton:
„Nein, das sind wir nicht. Die Menschheit ist nicht die einzige intelligente Lebensform im Universum. Ebenso wissen wir nicht, zu welchem Zweck nicht-menschliche intelligente Lebensformen hierherkommen, und das gibt Anlass zur Sorge.“
Stratton erklärte dem Moderator, er habe nicht-menschliche Lebewesen und nicht-menschliche Flugobjekte mit eigenen Augen gesehen. Diese Flugobjekte befänden sich im Besitz der US-Regierung und einiger privater Auftragnehmern. Seiner Ansicht nach verfügten auch China und Russland über nicht-menschliche Flugobjekte und betrieben ebenfalls Reverse Engineering.
„Dieses Buch ist mir sehr wichtig, ich möchte den Menschen davon berichten“, schilderte Stratton in dem Interview. „Ich habe fast 20 Jahre lang hinter den Kulissen zu UAPs recherchiert, und jetzt möchte ich an die Öffentlichkeit treten, damit die Menschen erfahren, dass die Welt ein Recht darauf hat, die Wahrheit über UAPs und die Existenz nicht-menschlicher intelligenter Lebensformen zu erfahren.“
Stratton erklärte gegenüber mehreren Medien, dass er 1989, als er mit 17 Jahren zur Armee gegangen sei, nicht im Traum daran gedacht habe, dass sein Lebensweg ihn dazu führen würde, UAPs aufzuspüren. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2022 war er mindestens 16 Jahre lang an der UAP-Forschung des Verteidigungsministeriums und der Geheimdienste beteiligt.

Kritik von erfahrenem Wissenschaftler

Avi Loeb ist Astrophysiker an der Harvard University und Vorsitzender des neu gegründeten wissenschaftlichen UAP-Beirates der US-Regierung. Er veröffentlichte einen Artikel, in dem er Strattons Aussagen infrage stellte. Der Astrophysiker verlangte von Stratton konkrete Beweise. Loeb schrieb:
„Bitte legen Sie digitale Daten oder Sachbeweise vor – wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der man Menschen allein mit mündlichen Aussagen überzeugen kann. Wir wollen Beweise sehen – Beweise, die plausibel belegen, dass UAPs von außerirdischer Technologie stammen.“
Loeb sagte, es stehe außer Frage, dass Stratton über umfangreiche Erfahrung und hohes fachliches Ansehen verfüge, „aber seine Aussagen werden nicht durch öffentlich zugängliche, überprüfbare Daten gestützt“. Der Astrophysiker fuhr fort: „Wir müssen die Flugobjekte, die Jay angeblich gesehen hat […], mit eigenen Augen sehen, bevor wir seine Aussagen akzeptieren können.“
Loeb fügte hinzu, dass er Stratton vor über einem Monat zu einem Treffen mit Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats für UAP eingeladen habe, jedoch keine Antwort von Stratton erhalten habe.

Viele UFO-Videos noch nicht analysiert

US-Präsident Trump erteilte im Februar dieses Jahres Anweisungen zu UAP-bezogenen Phänomenen und forderte die US-Regierung auf, Regierungsunterlagen zum Thema UAP, UFO und außerirdisches Leben ausfindig zu machen, zu prüfen, freizugeben und zu veröffentlichen.
Da viele dieser Unterlagen noch nicht analysiert und verifiziert wurden, können sie keine direkten und schnellen Antworten darauf liefern, ob außerirdisches Leben und außerirdische Technologien die Erde bereits besucht haben. Das US-Kriegsministerium hat bei einigen Videos bereits die Schlussfolgerung gezogen, dass es sich um „Ballons“, „Vögel“ oder andere für den Menschen erkennbare Objekte handle, doch viele Videos befinden sich weiterhin im Status „zur Analyse ausstehend“.
Ein im August von Forschern des wissenschaftlichen UAP-Beirats veröffentlichter wissenschaftlicher Bericht besagt jedoch, dass vielen der veröffentlichten Videos entscheidende Daten fehlten. Somit bleibt das Rätsel um UFOs vorerst noch ungelöst, doch das Interesse der Menschen daran ist ungebrochen.

Enthüllungsfilm vor dem Enthüllungsbuch

Stratton hat sich vor diesem Buch bereits im 2025 erschienenen Dokumentarfilm „The Age of Disclosure“ (Das Zeitalter der Enthüllung) zur Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen geäußert. In diesem Dokumentarfilm kamen neben Stratton weitere 33 ranghohe Persönlichkeiten aus den USA zu Wort und äußerten ähnliche Erfahrungen. Dazu zählen US-Kongressabgeordnete, hochrangige Vertreter der US-Geheimdienste, des Verteidigungsministeriums und des Militärs, Wissenschaftler, technische Berater, Personen aus UAP-Projekten sowie Augenzeugen.
Strattons neues Buch gleicht einem Bericht aus erster Hand. Es soll dem Leser Enthüllungen hinter den Kulissen offenbaren. Zudem werden darin Begegnungen dargelegt, die Strattons Verständnis vom Platz der Menschheit im Universum tiefgreifend verändert und einen beunruhigenden Tribut von ihm und seiner Familie gefordert hätten.

Das Buchcover des neuen Buches „Out of the Shadows“ vom Autor und ehemaligen ranghohen US-Beamten Jay Stratton.

Foto: Bildschirmfoto/HarperCollinsPublisher

Mit Material von epochtimes.com
Anm. d. Red.: Dieser Artikel wurde am 23. Oktober aktualisiert, um deutlich zu machen, dass Stratton pensioniert ist.
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UFO-Forscher: Ans Licht bringen, was andere im Schatten halten


In Kürze:

  • Ein neues Buch des Autors und US-Beamten Jay Stratton beschäftigt sich mit dem Thema UFOs und außerirdische Lebensformen.
  • Seiner Aussage nach hätten gewisse Kreise über 80 Jahre lang das Wissen der Öffentlichkeit vorenthalten.
  • Ein Astrophysiker bemängelt jedoch, dass Stratton keinerlei Beweise zu seinen Aussagen vorlegt.

 
Seit jeher fragen sich die Menschen, ob es wirklich außerirdisches intelligentes Leben im Weltraum gibt. Brisante Antworten dazu will ein neues Buch aus den USA liefern. Es trägt den Titel „Out of the Shadows: Revealing the Truth about non-human intelligent Life“ (auf Deutsch etwa: Aus dem Schatten heraus: Die Enthüllung der Wahrheit über nicht-menschliches intelligentes Leben).
Die am 13. Oktober offiziell erschienene Autobiografie stammt von Jay Stratton. Er war der ranghöchste Beamte der US-Regierung im Bereich der Untersuchung von UFOs und UAPs sowie von außerirdischem intelligentem Leben. Seit einigen Jahren verwenden US-Behörden zunehmend den Begriff UAP (Unidentified Anomalous Phenomena, unbekannte anomale Phänomene) anstelle des geläufigen Begriffs UFO (Unidentified Flying Object, unbekanntes Flugobjekt).
Stratton war Mitbegründer verschiedener Luft- und Raumfahrtprogramme in den USA und Leiter der Arbeitsgruppe für unidentifizierte Luftphänomene der ersten regierungsweiten UAP-Untersuchung. Über 32 Jahre lang diente er den USA auf dem Schlachtfeld und als hochrangiges Mitglied der Nationalen Geheimdienstgemeinschaft.
UFO-Forscher

Jay Stratton nimmt am 18. November 2025 in New York City an einer Veranstaltung teil.

Foto: Dia Dipasupil/Getty Images

Laut der Beschreibung erzählt Stratton in dem Buch, wie er in seiner Laufbahn auf ein Video eines hochentwickelten dreieckigen Flugobjekts über einem Nuklearwaffenstandort stieß. Es habe Manöver ausgeführt, die zur damaligen Zeit nicht nachvollziehbar gewesen seien. Daraufhin habe er sich plötzlich mit der Untersuchung der bedeutendsten Bedrohung für die nationale Sicherheit konfrontiert gesehen, mit der er je zu tun hatte.
Im Rahmen der Geheimhaltung der Luft- und Raumfahrtprogramme soll Stratton allmählich erfahren haben, dass es ein streng geheimes Programm zur Bergung und zum Reverse Engineering, also der Nachkonstruktion von nicht verständlicher Technologie, abgestürzter UAP gibt. Dieses Programm und die dahinterstehenden Kreise würden seit nunmehr 80 Jahren die Existenz von außerirdischem intelligentem Leben verheimlichen und vertuschen. Nicht einmal der US-Kongress und der Präsident wüssten darüber Bescheid.
Im Jahr 2024 wies jedoch das US-Verteidigungsministerium die Vorwürfe, die Wahrheit über UFOs vertuschen zu wollen, zurück. Demnach liegen nach verschiedenen Überprüfungen seit 1945 keine Beweise vor, wonach die US-Regierung oder private Unternehmen außerirdische Technologie heimlich geborgen oder Reverse Engineering betrieben hätten.

Stratton: Wir sind nicht allein im Universum

Am 13. Oktober ließ sich Stratton von dem Moderator Bret Baier des US-amerikanischen Nachrichtensenders „FoxNews“ interviewen. Eine der ersten Fragen von Baier lautete schlicht: „Sind wir allein?“ Die direkte Antwort von Stratton:
„Nein, das sind wir nicht. Die Menschheit ist nicht die einzige intelligente Lebensform im Universum. Ebenso wissen wir nicht, zu welchem Zweck nicht-menschliche intelligente Lebensformen hierherkommen, und das gibt Anlass zur Sorge.“
Stratton erklärte dem Moderator, er habe nicht-menschliche Lebewesen und nicht-menschliche Flugobjekte mit eigenen Augen gesehen. Diese Flugobjekte befänden sich im Besitz der US-Regierung und einigen privaten Auftragnehmern. Seiner Ansicht nach verfügen auch China und Russland über nicht-menschliche Flugobjekte und betreiben ebenfalls Reverse Engineering.
„Dieses Buch ist mir sehr wichtig, ich möchte den Menschen davon berichten“, schilderte Stratton in dem Interview. „Ich habe fast 20 Jahre lang hinter den Kulissen zu UAPs recherchiert, und jetzt möchte ich an die Öffentlichkeit treten, damit die Menschen erfahren, dass die Welt ein Recht darauf hat, die Wahrheit über UAPs und die Existenz nicht-menschlicher intelligenter Lebensformen zu erfahren.“
Stratton erklärte gegenüber mehreren Medien, dass er 1989, als er mit 17 Jahren zur Armee ging, nicht im Traum daran gedacht hätte, dass sein Lebensweg ihn dazu führen würde, UAPs aufzuspüren. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2022 war er mindestens 16 Jahre lang an der UAP-Forschung des Verteidigungsministeriums und der Geheimdienste beteiligt.

Kritik von erfahrenem Wissenschaftler

Avi Loeb ist Astrophysiker an der Harvard-Universität und Vorsitzender des neu gegründeten Wissenschaftlichen UAP-Beirates der US-Regierung. Er veröffentlichte einen Artikel, in dem er Strattons Aussagen infrage stellte. Der Astrophysiker verlangte von Stratton konkrete Beweise. Loeb schrieb:
„Bitte legen Sie digitale Daten oder Sachbeweise vor – wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der man Menschen allein mit mündlichen Aussagen überzeugen kann. Wir wollen Beweise sehen – Beweise, die plausibel belegen, dass UAPs von außerirdischer Technologie stammen.“
Loeb sagte, es stehe außer Frage, dass Stratton über umfangreiche Erfahrung und hohes fachliches Ansehen verfüge, „aber seine Aussagen werden nicht durch öffentlich zugängliche, überprüfbare Daten gestützt“. Der Astrophysiker fuhr fort: „Wir müssen die Flugobjekte, die Jay angeblich gesehen hat […] mit eigenen Augen sehen, bevor wir seine Aussagen akzeptieren können.“
Loeb fügte hinzu, dass er Stratton vor über einem Monat zu einem Treffen mit Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats für UAP eingeladen habe, jedoch keine Antwort von Stratton erhalten habe.

Viele UFO-Videos noch nicht analysiert

US-Präsident Trump erteilte im Februar dieses Jahres Anweisungen zu UAP-bezogenen Phänomenen und forderte die US-Regierung auf, Regierungsunterlagen zum Thema UAP, UFO und außerirdisches Leben ausfindig zu machen, zu prüfen, freizugeben und zu veröffentlichen.
Da diese Unterlagen noch nicht analysiert und verifiziert wurden, können sie keine direkten und schnellen Antworten darauf liefern, ob außerirdisches Leben und außerirdische Technologien die Erde bereits besucht haben. Das Verteidigungsministerium hat bei einigen Videos bereits die Schlussfolgerung gezogen, dass es sich um „Ballons“, „Vögel“ oder andere für den Menschen erkennbare Objekte handelt, doch viele Videos befinden sich weiterhin im Status „zur Analyse ausstehend“.
Ein im August von Forschern des UAP-Wissenschaftsbeirats veröffentlichter wissenschaftlicher Bericht besagt jedoch, dass vielen der veröffentlichten Videos entscheidende Daten fehlen. Somit bleibt das Rätsel um UFOs vorerst noch ungelöst, doch das Interesse der Menschen daran ist ungebrochen.

Enthüllungsfilm vor dem Enthüllungsbuch

Stratton hat sich vor diesem Buch bereits im 2025 erschienenen Dokumentarfilm „The Age of Disclosure“ (Das Zeitalter der Enthüllung) zur Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen geäußert. In diesem Dokumentarfilm kamen neben Stratton weitere 33 ranghohe Persönlichkeiten aus den USA zu Wort und äußerten ähnliche Erfahrungen. Dazu zählen US-Kongressabgeordnete, hochrangige Vertreter der US-Geheimdienste, des Verteidigungsministeriums und des Militärs, Wissenschaftler, technische Berater, Personen aus UAP-Projekten sowie Augenzeugen.
Strattons neue Buch gleicht einem Bericht aus erster Hand. Es soll es dem Leser Enthüllungen hinter den Kulissen offenbaren. Zudem werden darin Begegnungen dargelegt, die Strattons Verständnis vom Platz der Menschheit im Universum tiefgreifend verändert und einen beunruhigenden Tribut von ihm und seiner Familie gefordert hätten.

Das Buchcover des neuen Buches „Out of the Shadow“ vom Autor und ranghohen US-Beamten Jay Stratton.

Foto: Bildschirmfoto HarperCollinsPublisher

Mit Material von epochtimes.com
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„Auf Bestellung getötet“: Wie Peking mit politischen Häftlingen eine Organindustrie aufgebaut hat


In Kürze:

  • Jan Jekieleks neues Buch „Killed to Order“ ist am 17. März erschienen.
  • Der Epoch-Times-Moderator hat Beweise über Chinas Organraub an Gewissensgefangenen über zwei Jahrzehnte hinweg zusammengestellt.
  • Laut Schätzung wurden in den 2000er-Jahren jährlich bis zu 90.000 Organtransplantationen in China durchgeführt.

 
Seit mehr als 20 Jahren laufen die internationalen Bemühungen, die systematische Zwangsentnahme von Organen durch das chinesische kommunistische Regime zu beenden, weitgehend ins Leere. Experten sagen, dies liege teilweise an der schwer vorstellbaren Dimension des Verbrechens sowie daran, dass für eine lange Zeit nur bruchstückhaft verfügbare Beweise vorlagen.
„Als ich das zum ersten Mal hörte, wollte ich es nicht glauben. Ich empfand einfach nur Abscheu“, sagte Jan Jekielek, leitender Redakteur bei der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times und Moderator der EpochTV-Interviewsendung „American Thought Leaders“. In der Folge nahm er zum ersten Mal den Platz eines Interviewpartners ein. Die vom US-amerikanischen Schauspieler und Komiker Rob Schneider moderiert wurde.
„Ich wusste im Großen und Ganzen, wozu die Kommunistische Partei Chinas fähig ist. Aber ich wollte nicht akzeptieren, dass so etwas tatsächlich geschehen könnte – weil es so extrem ist“, sagte Jekielek.
Jekieleks neues Buch „Killed to Order: China’s Organ Harvesting Industry and the True Nature of America’s Biggest Adversary“ (auf Deutsch etwa: Getötet auf Bestellung: Chinas Organhandelsindustrie und das wahre Wesen von Amerikas größtem Gegner) erscheint im Original am Dienstag, 17. März. Darin hat er die überzeugendsten Beweise zusammengetragen, die er über zwei Jahrzehnte gesammelt hat, um ein Verbrechen zu beleuchten, das immer größere Ausmaße annimmt.
Was als Projekt zur Verlängerung des Lebens der Elite der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) begann, nahm eine unheilvolle Wendung, als der damalige Diktator Jiang Zemin die „Ausrottung“ einer friedlichen spirituellen Disziplin anordnete, die Ende der 1990er-Jahre von jedem dreizehnten Chinesen praktiziert wurde.
Damit verfügte das Regime plötzlich über eine große Anzahl politischer Gefangener. Zu der Zeit stand Peking bereits unter Verdacht, ethisch fragwürdige medizinische Experimente durchzuführen.

Transplantationsboom in China

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine spirituelle Praxis, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht. Jekielek, selbst Falun-Gong-Praktizierender, beschreibt, wie die Bewegung in China rasch an Popularität gewann und anschließend verfolgt wurde. Mit Beginn der Kampagne erklärte die KPCh die Anhänger über Nacht zu Staatsfeinden.
Anfang der 2000er-Jahre berichteten inhaftierte Praktizierende, sie hätten Injektionen mit unbekannten Mitteln erhalten und seien wiederholt Bluttests unterzogen worden, als sie sich wegen ihres Glaubens in Haft befanden.
Im Jahr 2006 sorgte eine Informantin aus China für internationale Aufmerksamkeit. Sie berichtete, dass ihr Ex-Mann – ein chinesischer Chirurg – ihr gestanden habe, etwa 2.000 Hornhäute von lebenden politischen Gefangenen entnommen und transplantiert zu haben. Unabhängige Ermittler begannen daraufhin zu untersuchen, wie der plötzliche Anstieg der Organtransplantationen in China zu erklären ist.
„Ich erinnere mich, als es im Jahr 2005 bei der UN-Menschenrechtskommission einen Sonderberichterstatter für Folter gab, sein Name war Manfred Nowak“, sagte Jekielek. „Er schätze, dass etwa die Hälfte aller Gefangenen im chinesischen Gefängnissystem Falun-Gong-Anhänger waren.“
Die chinesische Transplantationsindustrie wuchs exponentiell in den frühen 2000er-Jahren. „Sie haben all das auf dem Rücken von Falun-Gong-Praktizierenden aufgebaut, es begann im Jahr 2000“, sagte Jekielek.
Schätzungen von Ermittlern zufolge wurden Ende der 2000er-Jahre jährlich zwischen 60.000 und 90.000 Organtransplantationen durchgeführt. „Das ist die plausibelste Größenordnung“, sagte Jekielek. „Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Es handelt sich um ein Staatsgeheimnis. Offizielle Statistiken gibt es nicht – sie tun so, als passiere das Ganze gar nicht.“
Zum Vergleich merkt Jekielek an, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2024 mit 48.149 Organtransplantationen einen bisherigen Rekordwert erreicht hätten.
Hinweise deuten zudem darauf hin, dass mit dem Ausbau der chinesischen Transplantationsindustrie auch andere Gruppen ins Visier geraten sein könnten. Als Beispiel nennt Jekielek die Uiguren in der chinesischen Region Xinjiang, die massiven Repressionen durch Peking ausgesetzt sind und deren Behandlung von der US-Regierung als Völkermord bezeichnet wurde.
„Ich sage das nur ungern, aber es scheint tatsächlich einen globalen Markt für sogenannte ‚Halal-Organe‘ zu geben“, sagte Jekielek.

Ein System im industriellen Maßstab

Schneider und Jekielek verglichen die systematische Zwangsentnahme von Organen der KPCh mit dem Holocaust. Sie sagten, dass Tausende Menschen beteiligt sein müssten, bevor der Chirurg das Skalpell in die Hand nehme, um ein solches Verbrechen in nationalem Ausmaß zu begehen.
„Es geht nicht nur um die Transplantationschirurgen, sondern um das gesamte System“, sagte Jekielek. „Viele Menschen müssen beteiligt sein, damit es zu einer Organtransplantation überhaupt kommen kann.“
Schneider zeigte sich erschüttert darüber, dass ein solches Programm bis heute existieren konnte.
„Die Aufdeckung dieser Missstände ist unsere einzige Chance, dem ein Ende zu setzen und Uiguren sowie Falun-Gong-Praktizierende vor weiteren erzwungenen Organentnahmen und dem Tod zu bewahren“, sagte er. „Für mich ist das eines der größten Übel, das es jemals gab.“
Besonders verstörend sei der Gedanke, dass das Überleben eines Menschen auf dem Tod eines anderen beruhe. „Das ist das Perverseste, was ich je im medizinischen Bereich gehört habe.“
Das Buch „Killed to Order“ ist am 17. März 2026 erschienen.

Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „ATL Host Jan Jekielek Launches New Book, ‘Killed to Order,’ Exposing CCP’s Organ Harvesting“. (redaktionelle Bearbeitung il)