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Gefragtes Brennmaterial: So viel Kohle wie noch nie verbrannt


In Kürze:

  • In diesem Jahr ist die Kohlenachfrage laut dem neuen Halbjahresbericht zur Kohle der IEA gestiegen.
  • Grund sind die gestiegenen Öl- und Gaspreise durch die Blockade der Straße von Hormus.
  • Wie sich die Kohlenachfrage 2027 entwickelt hängt von der Entwicklung an der Straße von Hormus ab.
  • Die weltweite Kohleproduktion ist zudem rückläufig.

 
Der bereits seit Ende Februar andauernde Konflikt im Nahen Osten hat zu Störungen bei Lieferketten und Versorgungsengpässen auf den Energiemärkten geführt. Das hat die weltweite Kohlenachfrage in diesem Jahr in die Höhe getrieben, wie die Internationale Energieagentur (IEA) berichtet.
Die Organisation prognostiziert, dass die weltweite Kohlenachfrage im Jahr 2026 um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen werde. Dadurch dürfte der weltweite Verbrauch auf einen Rekordwert von insgesamt 8,94 Milliarden Tonnen ansteigen. Im Zuge der Dekarbonisierungspläne vieler Staaten war ursprünglich ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Anstieg im Osten, Rückgang im Westen

Chinas Kohlenachfrage werde nach dem Aufwärtstrend früherer Prognosen im Jahr 2026 voraussichtlich um ein Prozent auf fünf Milliarden Tonnen steigen, so der neue Halbjahresbericht zur Kohle von der IEA. Das Land in Fernost sei damit der mit Abstand größte Kohlekonsument weltweit. Ebenso sei ein Anstieg in Indien, dem zweitgrößten Konsumenten, zu erwarten.
Anders im Westen: In den USA dürfte die Kohlenachfrage dem Bericht zufolge dieses Jahr um sieben Prozent auf 381,8 Millionen Tonnen zurückgehen. Ebenso setzte die EU voraussichtlich den Rückgang ihres Kohlebedarfs fort. Für dieses Jahr hat die IEA für die Europäische Union einen Bedarf von 276,4 Millionen Tonnen prognostiziert. Das wären 15,4 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Weltweiter Kohleverbrauch von 2024 bis 2027 nach Ländern und Staatenbündnissen im Megatonnen.

Starker Preisanstieg bei Gas und Öl

Ebenso habe der starke Anstieg der Erdgas- und Ölpreise die Länder dazu veranlasst, auf alternative Energiequellen zurückzugreifen – darunter auch die Kohle.
Im Zentrum des Konflikts liege die Sperrung der Straße von Hormus. Die Meerenge gilt als wichtige Handelsroute für Container- und Frachtschiffe, die im Normalfall auch Öl oder Gas in die ganze Welt transportieren. Seit Monaten passiert kaum ein Schiff diese wichtige Handelsroute. Kohlelieferungen seien laut der IEA von dieser Blockade praktisch nicht betroffen, da der Nahe Osten weder ein bedeutender Kohleproduzent noch -verbraucher sei.
Die Blockade habe dennoch die Kohlemärkte beeinflusst, indem sie die Erdgaspreise aufgrund des massiven Rückgangs der Flüssigerdgas-Lieferungen (LNG) durch die Straße in die Höhe getrieben hätten. Das wiederum hat laut der IEA Länder, die über Gaskraftwerke und freie Kohlekraftwerkskapazitäten verfügen, veranlasst, ihren Strom verstärkt durch Kohle zu erzeugen.
Die Folge sei ein gestiegener Kohleverbrauch in Europa, Japan, Korea, China und anderen Märkten, als zuvor erwartet. Zudem habe China wegen der gestiegenen Ölpreise seinen Kohleverbrauch zur Herstellung chemischer Produkte gesteigert.

Erhebliche Unsicherheiten für 2027

Die Energieagentur hält es für möglich, dass die gestiegene Kohlenachfrage im kommenden Jahr wieder abebbt. In dem Bericht ist jedoch die Rede von „erheblichen Unsicherheiten“ hinsichtlich der Aussichten.
Ein möglicher Nachfragerückgang sei primär abhängig von der Situation an der Straße von Hormus. Sollten die LNG-Lieferungen durch die Meerenge wieder anziehen und die Erdgaspreise auf das Vorkriegsniveau fallen, könne die weltweite Kohlenachfrage 2027 zurückgehen. In diesem Szenario nimmt die Energieagentur für 2027 einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 8,91 Milliarden Tonnen Kohle an. Das wäre somit jedoch immer noch mehr als 2025.
Bleibt die Meerenge für LNG-Transporte weiterhin vollständig oder größtenteils gesperrt, könne die Kohlenachfrage weiter in Richtung 9 Milliarden Tonnen ansteigen.

Kohleproduktion nimmt ab

Im vergangenen Jahr erreichte die weltweite Kohleproduktion mit 9,1 Milliarden Tonnen einen Rekordwert. Für 2026 erwartet die Energiebehörde ein Rückgang, auch wenn sie voraussichtlich das dritte Jahr in Folge über 9 Milliarden Tonnen liegen wird. Dafür sei maßgeblich ein Produktionsrückgang in China, dem weltweit größten Kohleproduzenten, verantwortlich, der auf einen Bergbauunfall im Mai zurückzuführen ist.
Demzufolge verringert sich der Vorsprung zwischen der Produktionsmenge und der Verbrauchsmenge. In der Folge dürfte sich der in den vergangenen Jahren zu beobachtende, starke weltweite Aufbau von Kohlevorräten abschwächen. Allerdings rechnet die IEA damit, dass die weltweite Kohleproduktion 2027 wieder leicht ansteigen wird, da China seine Produktion erneut hochfahren dürfte.
Gleichzeitig geht der Bericht davon aus, dass die Nachfrage nach Kohle auf den internationalen Märkten stärker steigen wird als bisher erwartet. Dies begründet sich mit einer geringeren Produktion in China und der höheren Nachfrage aus importabhängigen Ländern wie Japan und Korea, wo der Kohleverbrauch infolge des Anstiegs der Erdgaspreise zugenommen hat.
Zusammen mit der angespannten Versorgungslage würden diese Faktoren weltweit zu höheren Kohlepreisen beitragen. Kostete die Tonne Kohle Mitte April noch rund 89 Euro, stieg der Preis inzwischen auf aktuell rund 121 Euro an.
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Gefragtes Brennmaterial: So viel Kohle wie noch nie verbrannt


In Kürze:

  • In diesem Jahr ist die Kohlenachfrage laut dem neuen Halbjahresbericht zur Kohle der IEA gestiegen.
  • Grund sind die gestiegenen Öl- und Gaspreise durch die Blockade der Straße von Hormus.
  • Wie sich die Kohlenachfrage 2027 entwickelt hängt von der Entwicklung an der Straße von Hormus ab.
  • Die weltweite Kohleproduktion ist zudem rückläufig.

 
Der bereits seit Ende Februar andauernde Konflikt im Nahen Osten hat zu Störungen bei Lieferketten und Versorgungsengpässen auf den Energiemärkten geführt. Das hat die weltweite Kohlenachfrage in diesem Jahr in die Höhe getrieben, wie die Internationale Energieagentur (IEA) berichtet.
Die Organisation prognostiziert, dass die weltweite Kohlenachfrage im Jahr 2026 um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen werde. Dadurch dürfte der weltweite Verbrauch auf einen Rekordwert von insgesamt 8,94 Milliarden Tonnen ansteigen. Im Zuge der Dekarbonisierungspläne vieler Staaten war ursprünglich ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Anstieg im Osten, Rückgang im Westen

Chinas Kohlenachfrage werde nach dem Aufwärtstrend früherer Prognosen im Jahr 2026 voraussichtlich um ein Prozent auf fünf Milliarden Tonnen steigen, so der neue Halbjahresbericht zur Kohle von der IEA. Das Land in Fernost sei damit der mit Abstand größte Kohlekonsument weltweit. Ebenso sei ein Anstieg in Indien, dem zweitgrößten Konsumenten, zu erwarten.
Anders im Westen: In den USA dürfte die Kohlenachfrage dem Bericht zufolge dieses Jahr um sieben Prozent auf 381,8 Millionen Tonnen zurückgehen. Ebenso setzte die EU voraussichtlich den Rückgang ihres Kohlebedarfs fort. Für dieses Jahr hat die IEA für die Europäische Union einen Bedarf von 276,4 Millionen Tonnen prognostiziert. Das wären 15,4 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Weltweiter Kohleverbrauch von 2024 bis 2027 nach Ländern und Staatenbündnissen im Megatonnen.

Starker Preisanstieg bei Gas und Öl

Ebenso habe der starke Anstieg der Erdgas- und Ölpreise die Länder dazu veranlasst, auf alternative Energiequellen zurückzugreifen – darunter auch die Kohle.
Im Zentrum des Konflikts liege die Sperrung der Straße von Hormus. Die Meerenge gilt als wichtige Handelsroute für Container- und Frachtschiffe, die im Normalfall auch Öl oder Gas in die ganze Welt transportieren. Seit Monaten passiert kaum ein Schiff diese wichtige Handelsroute. Kohlelieferungen seien laut der IEA von dieser Blockade praktisch nicht betroffen, da der Nahe Osten weder ein bedeutender Kohleproduzent noch -verbraucher sei.
Die Blockade habe dennoch die Kohlemärkte beeinflusst, indem sie die Erdgaspreise aufgrund des massiven Rückgangs der Flüssigerdgas-Lieferungen (LNG) durch die Straße in die Höhe getrieben hätten. Das wiederum hat laut der IEA Länder, die über Gaskraftwerke und freie Kohlekraftwerkskapazitäten verfügen, veranlasst, ihren Strom verstärkt durch Kohle zu erzeugen.
Die Folge sei ein gestiegener Kohleverbrauch in Europa, Japan, Korea, China und anderen Märkten, als zuvor erwartet. Zudem habe China wegen der gestiegenen Ölpreise seinen Kohleverbrauch zur Herstellung chemischer Produkte gesteigert.

Erhebliche Unsicherheiten für 2027

Die Energieagentur hält es für möglich, dass die gestiegene Kohlenachfrage im kommenden Jahr wieder abebbt. In dem Bericht ist jedoch die Rede von „erheblichen Unsicherheiten“ hinsichtlich der Aussichten.
Ein möglicher Nachfragerückgang sei primär abhängig von der Situation an der Straße von Hormus. Sollten die LNG-Lieferungen durch die Meerenge wieder anziehen und die Erdgaspreise auf das Vorkriegsniveau fallen, könne die weltweite Kohlenachfrage 2027 zurückgehen. In diesem Szenario nimmt die Energieagentur für 2027 einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 8,91 Milliarden Tonnen Kohle an. Das wäre somit jedoch immer noch mehr als 2025.
Bleibt die Meerenge für LNG-Transporte weiterhin vollständig oder größtenteils gesperrt, könne die Kohlenachfrage weiter in Richtung 9 Milliarden Tonnen ansteigen.

Kohleproduktion nimmt ab

Im vergangenen Jahr erreichte die weltweite Kohleproduktion mit 9,1 Milliarden Tonnen einen Rekordwert. Für 2026 erwartet die Energiebehörde ein Rückgang, auch wenn sie voraussichtlich das dritte Jahr in Folge über 9 Milliarden Tonnen liegen wird. Dafür sei maßgeblich ein Produktionsrückgang in China, dem weltweit größten Kohleproduzenten, verantwortlich, der auf einen Bergbauunfall im Mai zurückzuführen ist.
Demzufolge verringert sich der Vorsprung zwischen der Produktionsmenge und der Verbrauchsmenge. In der Folge dürfte sich der in den vergangenen Jahren zu beobachtende, starke weltweite Aufbau von Kohlevorräten abschwächen. Allerdings rechnet die IEA damit, dass die weltweite Kohleproduktion 2027 wieder leicht ansteigen wird, da China seine Produktion erneut hochfahren dürfte.
Gleichzeitig geht der Bericht davon aus, dass die Nachfrage nach Kohle auf den internationalen Märkten stärker steigen wird als bisher erwartet. Dies begründet sich mit einer geringeren Produktion in China und der höheren Nachfrage aus importabhängigen Ländern wie Japan und Korea, wo der Kohleverbrauch infolge des Anstiegs der Erdgaspreise zugenommen hat.
Zusammen mit der angespannten Versorgungslage würden diese Faktoren weltweit zu höheren Kohlepreisen beitragen. Kostete die Tonne Kohle Mitte April noch rund 89 Euro, stieg der Preis inzwischen auf aktuell rund 121 Euro an.
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gesellschaft

Hambacher Wald soll zu Wildnis werden: Einigung über dauerhaften Schutz

Der Hambacher Wald soll dauerhaft erhalten bleiben und sich ungestört zu einem Wildnisgebiet entwickeln. Darauf einigten sich das Land Nordrhein-Westfalen, Kommunen der Region, die RWE Power AG sowie Vertreter von Naturschutz und Landwirtschaft, wie das Umweltministerium in Düsseldorf am Dienstag, 9. Juni mitteilte.
Eine entsprechende gemeinsame Erklärung sei am gleichen Tag unterzeichnet worden.

Schutzgebiet statt Braunkohle

Nach der Vereinbarung sollen der Hambacher Wald und benachbarte Waldflächen unter Schutz gestellt und in öffentliches Eigentum überführt werden.
Spätestens bis 2035 soll der Wald offiziell als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen werden. Bereits zuvor werde RWE den Angaben zufolge die forstwirtschaftliche Nutzung einstellen, damit sich der Wald ungestört entwickeln könne.
Geplant seien zudem zwei breite Waldstreifen, die den Hambacher Wald mit benachbarten Waldgebieten verbinden sollen. Ziel sei eine großflächige ökologische Vernetzung der Lebensräume, hieß es weiter.

Historischer Tag für den Wald

Die vereinbarten Eckpunkte sollen demnach bis Ende des Jahres in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag verbindlich festgeschrieben werden.
Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) sprach von einem „historischen Tag“ für den Hambacher Wald. „Er wird nun dauerhaft zu einem Ort des Schutzes, der Vielfalt und der Verantwortung für kommende Generationen“, erklärte er.
Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) wertete die Einigung als „Ergebnis harter Arbeit“, in deren Folge der Hambacher Wald nun in eine „sichere Zukunft überführt“ werde.

RWE gibt Wald an öffentliche Hand

Der Vorstand der Sparte RWE Power, Frank Weigand, sprach von einem verlässlichen Beitrag des Unternehmens für die Region. Mit den vereinbarten Eckpunkten bekräftige RWE die Bereitschaft, „den Hambacher Forst in die öffentliche Hand zu übertragen“, betonte Weigand.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland begrüßte die Einigung. Damit bestehe die Chance, „die ökologische Wiederbelebung der durch die Tagebaue geschundenen Region“ voranzubringen, erklärte der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Holger Sticht.
Zugleich forderte Sticht eine zügige Umsetzung der Vereinbarungen.

Die Geschichte des Widerstands

Chronik des Widerstands: Seit der ersten Besetzung im Jahr 2012 und trotz einer polizeilichen Räumung 2018 erstritten Aktivisten den gerichtlichen Rodungsstopp. (Archivbild).

Foto: SASCHA SCHUERMANN/AFP via Getty Images

Der Hambacher Wald im Rheinischen Revier zwischen Köln und Aachen war durch Proteste von Umweltschützern zum Symbol für den Kampf gegen die Kohleverstromung geworden.
Ab 2012 besetzten Aktivisten Teile des Walds, um dessen Abholzung für den Braunkohletagebau zu verhindern.
Die Proteste gingen auch nach einer Räumungsaktion durch die Polizei im Jahr 2018 weiter. Es kam unter anderem zu gewaltsamen Konfrontationen. Im selben Jahr verhängte das Oberverwaltungsgericht in Münster einen Rodungsstopp. (afp/red)
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ausland wirtschaft

Trump startet 700-Millionen-Dollar-Offensive für Amerikas Kohleindustrie


In Kürze

  • 700 Millionen US-Dollar für Kohlekraftwerke, Minen und Exportprojekte.
  • Regierung erwartet niedrigere Strompreise und den Erhalt von mehr als 14.000 Arbeitsplätzen.
  • Umweltverbände kritisieren das Programm und bereiten rechtliche Schritte vor.

 
US-Präsident Donald Trump kündigte am 4. Juni im Rahmen einer Zeremonie im Oval Office Bundesinvestitionen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar (rund 610 Millionen Euro) an, mit denen amerikanische Kohlekraftwerke und Kohleexporte unterstützt werden sollen.
„Heute ergreifen wir historische Maßnahmen, um mit der Kraft sauberer, schöner Kohle die Energiepreise und die Lebenshaltungskosten für alle Amerikaner zu senken“, sagte Trump bei der Veranstaltung. „Was die Energieerzeugung betrifft, gibt es wirklich nichts Vergleichbares.“

14.000 Arbeitsplätze unterstützen – Stromkosten senken

Laut Angaben des Präsidenten sollen die Investitionen 42 Kohleminen und mehr als 14.000 Arbeitsplätze unterstützen und den Amerikanern zugleich über 50 Milliarden US-Dollar (rund 44 Milliarden Euro) an Stromkosten ersparen.
Die Bundesregierung stellt dafür 485 Millionen US-Dollar (rund 423 Millionen Euro) bereit, um mehr als ein Dutzend bestehende Kohlekraftwerke in zehn Bundesstaaten zu erhalten: Arizona, Arkansas, Indiana, Kentucky, North Carolina, North Dakota, Oklahoma, Tennessee, West Virginia und Wisconsin.
„Diese Maßnahme wird es diesen Anlagen ermöglichen, in Modernisierungen zu investieren, die ihre Betriebsdauer um Jahrzehnte verlängern und zugleich die Zuverlässigkeit unseres Stromnetzes stärken“, sagte Trump.

Braunkohle-Abbau.

Foto: FEDERICO GAMBARINI/AFP/Getty Images

Neue Kohlekraftwerke und Exportterminal geplant

Zu den Bemühungen, neue Anlagen zu errichten und bestehende wieder in Betrieb zu nehmen, gehören 185 Millionen US-Dollar (rund 161 Millionen Euro), die private Investitionen für die ersten neuen Kohlekraftwerke in den Vereinigten Staaten seit 2013 in Alaska und West Virginia ergänzen sollen.
Ein seit Langem geplantes Kohleexportterminal im Hafen von Oakland in Kalifornien erhält 75 Millionen US-Dollar (rund 65 Millionen Euro), um seine Eröffnung zu beschleunigen.
Innenminister Doug Burgum betonte die Bedeutung der neuen Exportanlage: „Wir können saubere, erneuerbare Energie an unsere Verbündeten verkaufen, insbesondere an die im Pazifikraum“, sagte Burgum.

Kohle als Frage der nationalen Sicherheit

Der Schritt folgt auf Trumps Durchführungsverordnung vom April, mit der Kohlevorräte und Stromerzeugung unter Berufung auf den Defense Production Act von 1950 zu einer Frage der nationalen Sicherheit erklärt wurden.
Vertreter der Regierung hatten der Kohleindustrie unmittelbar nach der Amtsübernahme im Januar 2025 Priorität eingeräumt, als der Präsident kurz nach seiner Amtseinführung einen „nationalen Energienotstand“ ausrief.
Seitdem koordinieren Kabinettsmitglieder und Behördenleiter ihre Maßnahmen zum Ausbau der Kohleindustrie, deren Marktanteil laut Daten der Energy Information Administration (Energieinformationsverwaltung) von einem Höchststand von rund 50 Prozent der US-Stromerzeugung im Jahr 2008 auf etwa 15 Prozent im Jahr 2026 gesunken ist.

Kohle-Verladehafen in Powhatan: In Ohio hofft die Kohleindustrie auf Donald Trump.

Foto: Andreas Hoenig/dpa

Energieminister kritisiert Wind- und Solarenergie

„Ohne saubere, schöne Kohle gibt es keine moderne Welt“, sagte Energieminister Chris Wright während der Veranstaltung und verwies dabei auf einen von ihm beschriebenen Zusammenhang zwischen dem Ausbau von Wind- und Solarenergie und steigenden Strompreisen.
„Die Amerikaner sind über hohe Strompreise verärgert. Geben Sie die Schuld der Schließung bestehender, zuverlässiger und sicherer Kraftwerke und deren Ersatz durch subventionierte, unzuverlässige Anlagen – ein garantierter Weg, die Strompreise in die Höhe zu treiben.“

Kohleindustrie begrüßt die Maßnahmen

Vertreter der Branche begrüßten die Ankündigung.
„Die Stromerzeugung aus Kohle schützt Verbraucher vor den Auswirkungen volatiler Energiepreise und Versorgungsengpässen; sie ist ein wesentlicher Bestandteil einer soliden Energiestrategie, die darauf ausgelegt ist, die Herausforderungen des heutigen, durch Künstliche Intelligenz getriebenen Nachfragewachstums im Kontext des Konflikts im Nahen Osten zu bewältigen“, erklärte Rich Nolan, Präsident und CEO der National Mining Association, in einer Stellungnahme.
„Die Regierung unterstützt diese Strategie mit entschlossenem Handeln im Inland, um sicherzustellen, dass bestehende Energieanlagen modernisiert werden und amerikanische Kohle über die Häfen weiterhin den weltweiten Bedarf decken kann.“

Umweltgruppen kündigen Widerstand an

Kritiker des Investitionspakets, darunter Umweltorganisationen, kündigten an, rechtliche Schritte einzuleiten.
„Es ist widerwärtig und verwerflich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten unsere Steuergelder an teure und schädliche Kohlekraftwerke verteilt, die die Amerikaner kränker machen und die Strompreise weiter erhöhen werden“, erklärte Patrick Drupp, Direktor für Klimapolitik beim Sierra Club, in einer Stellungnahme.
„Der Sierra Club wird alles in seiner Macht Stehende tun, um gegen dieses rücksichtslose Vorhaben vorzugehen und unsere Gemeinden vor weiter steigenden Kosten und Umweltverschmutzung zu schützen.“
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Unveils $700 Million Investment in Coal Industry“. (deutsche Bearbeitung: zk)