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Ebola-infizierter US-Bürger wird nach Deutschland gebracht – Anstieg der Totenzahl im Kongo

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am Dienstag, 19. Mai: Ein Ebola-infizierter US-Bürger wird zur Behandlung nach Deutschland verlegt.

Im Kongo stieg die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben derweil auf mehr als 190. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich in Genf „sehr besorgt“ über das „Ausmaß und die Geschwindigkeit“ der Ebola-Ausbreitung.

Infizierter US-Bürger wird in Deutschland behandelt

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am Dienstag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP, die US-Behörden hätten „die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat“.
Dazu würden nun Vorkehrungen getroffen. Weitere Details wollte das Ministerium zunächst nicht nennen, verwies aber darauf, dass Deutschland für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten über ein bundesweites Expertennetzwerk verfüge.

US-Bürger infizierte sich bei Arbeitseinsatz in Kongo mit Ebola

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Montag erklärt, dass ein US-Bürger sich „im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo“ mit dem Ebola-Virus infiziert habe.
Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, führte Satish Pillai aus, der bei der CDC für den Umgang mit Ebola zuständig ist. Bereits am Wochenende hatte die CDC erklärt, dass sie daran arbeite, eine kleine Zahl von „direkt von dieser Epidemie betroffenen“ US-Bürgern heimzuholen.

WHO ruft internationale Notlage aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Epidemie am Wochenende eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Alarmstufe.
Das Epizentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der DR Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Für Dienstag berief die WHO am Morgen eine Krisensitzung zu der Epidemie ein.

131 Tote und 513 Verdachtsfälle durch Bundibugyo-Ebola

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba informierte in der Nacht zu Dienstag über einen deutlichen Anstieg der mutmaßlich durch Ebola verursachten Todesopfer.
131 mit dem Virus infizierte Menschen starben demnach mittlerweile, insgesamt gebe es 513 Verdachtsfälle. Zuletzt waren aus der DR Kongo 91 Tote und 350 Ansteckungen gemeldet worden.
Die gegenwärtige Ebola-Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.

Lauterbach fordert verstärkte Impfstoffforschung gegen Ebola-Virus

Karl Lauterbach (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat angesichts des neuen Ebola-Ausbruchs in Afrika eine verstärkte Impfstoffforschung gegen das Virus gefordert.
„Für die Unternehmen, die hier die Forschung machen, ist das nicht lukrativ“, sagte er in einem Podcast des Magazins „Stern“ laut Mitteilung vom Dienstag. Vor allem die US-amerikanische Regierung unter Donald Trump habe viel Schaden angerichtet.
Die von den US-Amerikanern finanzierte Impfstoffforschung sei stark eingebrochen. Vor Ort fehlten die amerikanischen Spezialisten. „Die amerikanischen Experten, die werden wirklich weltweit vermisst“, sagte Lauterbach. Die Amerikaner hätten mit die besten Pandemieexperten der Welt.
In Deutschland gebe es eine geringe Gefahr eines Ebola-Ausbruchs. „In Deutschland selbst sehe ich im Moment kein Risiko, aber es muss uns natürlich zu denken geben, wenn solche Zoonosen, also von Tieren auf den Menschen übertragenen Erreger und Krankheiten, zunehmen“, sagte er. Der aktuelle Ausbruch sei für Deutschland und Europa nicht gefährlich. (afp/red)
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Ebola-infizierter US-Bürger wird in Deutschland behandelt

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, dass ein Ebola-infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland verlegt wird. Die US-Behörden hätten „die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat“.

Dazu würden nun Vorkehrungen getroffen. Weitere Details wollte das Ministerium zunächst nicht nennen, verwies aber darauf, dass Deutschland für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten über ein bundesweites Expertennetzwerk verfüge.

Im Kongo stieg die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben derweil auf mehr als 190. Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich in Genf „sehr besorgt“ über das „Ausmaß und die Geschwindigkeit“ der Ebola-Ausbreitung.

US-Bürger infizierte sich bei Arbeitseinsatz in Kongo mit Ebola

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte gestern gesagt, dass ein US-Bürger sich „im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo“ mit dem Ebola-Virus infiziert habe.
Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, führte Satish Pillai aus, der bei der CDC für den Umgang mit Ebola zuständig ist. Bereits am Wochenende hatte die CDC erklärt, dass sie daran arbeite, eine kleine Zahl von „direkt von dieser Epidemie betroffenen“ US-Bürgern heimzuholen.

WHO ruft internationale Notlage aus

Die WHO hat wegen der Epidemie am Wochenende eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Alarmstufe.
Das Epizentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der DR Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Für Dienstag berief die WHO am Morgen eine Krisensitzung zu der Epidemie ein.
Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba informierte über einen deutlichen Anstieg der mutmaßlich durch Ebola verursachten Todesopfer.
131 mit dem Virus infizierte Menschen starben mittlerweile, insgesamt gebe es 513 Verdachtsfälle. Zuletzt waren aus der DR Kongo 91 Tote und 350 Ansteckungen gemeldet worden.

Lauterbach fordert verstärkte Impfstoffforschung gegen Ebola-Virus

Karl Lauterbach (Archiv)

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat angesichts des neuen Ebola-Ausbruchs in Afrika eine verstärkte Impfstoffforschung gegen das Virus gefordert.
„Für die Unternehmen, die hier die Forschung machen, ist das nicht lukrativ“, sagte er in einem Podcast des Magazins „Stern“ laut Mitteilung vom Dienstag. Vor allem die US-amerikanische Regierung unter Donald Trump habe viel Schaden angerichtet.
Die von den US-Amerikanern finanzierte Impfstoffforschung sei stark eingebrochen. Vor Ort fehlten die amerikanischen Spezialisten. „Die amerikanischen Experten, die werden wirklich weltweit vermisst“, sagte Lauterbach. Die Amerikaner hätten mit die besten Pandemieexperten der Welt.
In Deutschland gebe es eine geringe Gefahr eines Ebola-Ausbruchs. „In Deutschland selbst sehe ich im Moment kein Risiko, aber es muss uns natürlich zu denken geben, wenn solche Zoonosen, also von Tieren auf den Menschen übertragenen Erreger und Krankheiten, zunehmen“, sagte er. Der aktuelle Ausbruch sei für Deutschland und Europa nicht gefährlich. (afp/red)
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WHO-Versammlung: Mehr Geld, Klimafokus und Forderung nach neuen Notstandsregeln


In Kürze:

  • Deutschland hat WHO-Beitrag nach US-Austritt erhöht
  • WHO sieht Klimawandel als strategische Kernaufgabe
  • Expertenkommission fordert neue WHO-Notstandsregeln

 
In Genf hat am Montag, 18. Mai, die 79. Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begonnen. Delegierte aus 193 Mitgliedstaaten beraten bis Samstag über die künftigen Prioritäten und gesundheitspolitischen Ziele der Organisation.
Die WHO bietet für Interessierte einen Livestream an, über den sie die Beratungen im Plenum mitverfolgen können. Die Redebeiträge werden in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Simultanübersetzung zur Verfügung stehen.

Deutsche Finanzierung hat WHO „unabhängiger und resilienter“ gemacht

Bereits am Vorabend der Eröffnung hat der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, an einem Empfang der deutschen Delegation teilgenommen. Dabei hat er sich bei Bundesgesundheitsministerin Nina Warken dafür bedankt, dass die deutsche Bundesregierung ihren Beitrag zur Organisation um weitere 10 Millionen Euro erhöht hat. Damit soll ein Teil der durch den Austritt der USA wegfallenden Mittel kompensiert werden. Für die Jahre 2024 und 2025 lag der deutsche Beitrag insgesamt bei rund 290 Millionen Euro.
Die „nachhaltige Finanzierung über viele Jahre“, die Deutschland der WHO habe zuteilwerden lassen, mache diese „unabhängiger und resilienter“. Zudem habe die deutsche Unterstützung für das WHO-Zentrum in Berlin die globale Datenlage zu Pandemien verbessert. Dadurch sei eine bessere Überwachung auf Basis verfügbarer Technologien möglich.
Die aktuellen Ausbrüche des Hantavirus und von Ebola zeigen, dass „globale Gesundheitssicherheit von globaler Zusammenarbeit abhängt“. Deutschlands Engagement sende diese Botschaft aus – gerade in einer Zeit, in der „der Multilateralismus unter Druck steht“. Tedros warb vor diesem Hintergrund erneut für das Pandemieabkommen und das darin vorgesehene System für den Zugang zu Krankheitserregern und den gerechten Vorteilsausgleich („Benefit Sharing“).

Tedros: Schrumpfungsprozess „schmerzhaft“ – Deutschland hat geholfen

Es sei „sehr schmerzhaft“ für Tedros gewesen, dass jüngst viele Kollegen die WHO verlassen mussten, weil das vergangene Jahr für die Organisation so schwierig gewesen sei. Den Einschnitt sehe man jedoch auch als Chance. Die Umstrukturierung helfe dabei, „uns neu zu priorisieren, neu auszurichten und eine schlankere Organisation zu werden“. Diese solle sich künftig „stärker auf unser Kernmandat und unseren komparativen Vorteil“ konzentrieren, sagte Tedros. Deutschland habe die WHO in diesem Prozess unterstützt.
Am Montag überbrachte WHO-Büroleiterin Razia Pendse eine Grußbotschaft des UN-Generalsekretärs. Zudem wurden vier Global Health Leaders Awards an Persönlichkeiten aus Norway, Egypt, Ireland und The Bahamas verliehen, die sich über viele Jahre in WHO-Initiativen engagiert hatten.
Nach Angaben der WHO steht die diesjährige Weltgesundheitsversammlung im Zeichen einer zunehmenden Verknüpfung von Gesundheits- und Klimapolitik. Die Tagung knüpft an die Ergebnisse des Vorjahres an. Damals hatte die Weltgesundheitsorganisation den Klimawandel erstmals als vorrangiges strategisches Ziel ihres aktuellen Arbeitsprogramms definiert.

Klimapolitik im Zentrum des diesjährigen Treffens

Entsprechend werden im Rahmen der Tagung auch mehrere Nebenveranstaltungen zu Themen wie Klima, Luftverschmutzung, Energieversorgung und Gesundheit stattfinden. Die WHO beabsichtigt außerdem, einen neuen globalen Kommunikations- und Partnerschaftsplan „Klimawandel und Gesundheit“ vorzustellen. Dieser soll bis zur nächsten Weltklimakonferenz COP31 die politische Dynamik aufrechterhalten.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Bericht der Paneuropäischen Kommission für Klima und Gesundheit, die im vergangenen Jahr vom WHO-Regionalbüro Europa eingesetzt worden war. Den Vorsitz führt die frühere isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir. Zu den Mitgliedern gehört auch der frühere deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
In ihrem Bericht bezeichnet die Kommission den Klimawandel als akute Bedrohung für Gesundheit, Versorgungssicherheit, sozialen Zusammenhalt und nationale Sicherheit. Nach Auffassung der Autoren reichen die bisherigen politischen Maßnahmen nicht aus, um dieser Entwicklung zu begegnen. Europa erwärme sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Allein im Jahr 2024 habe es rund 63.000 hitzebedingte Todesfälle gegeben.

Kommission legt WHO 17 Empfehlungen vor – darunter „Klimanotstand“

Die Kommission formulierte 17 Empfehlungen, die sie an Regierungen und die WHO selbst richtete. Sie umfassen unter anderem einen Umbau der Gesundheitssysteme mit stärkerer Ausrichtung auf Klimaresilienz, aber auch einen Ausbau erneuerbarer Energien und eine schrittweise Abkehr von Subventionen für fossile Brennstoffe.
Klimaindikatoren sollen künftig in die Bewertung nationaler Gesundheitssysteme einfließen. Die WHO solle zudem ein Informationszentrum einrichten, das Daten und Argumentationshilfen gegen „Klimaleugner“ bereitstellt. Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Organisation alle zwei Jahre die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Anpassung ihrer Gesundheitssysteme an den Klimawandel überprüft.
Darüber hinaus fordert die Kommission, die WHO solle ihre Regularien so anpassen, dass sie auch bei starken Hitzewellen oder anderen klimabedingten Gesundheitsgefahren einen Notstand ausrufen kann. Dies solle koordinierte Gegenmaßnahmen erleichtern. Bisher seien die Regelungen vor allem auf zeitlich begrenzte Epidemien ausgerichtet; langfristige klimabedingte Gesundheitsgefahren würden dadurch nicht ausreichend abgedeckt.
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Ebola-Virus im Kongo – Warken: Deutschland zur Unterstützung bereit

Deutschland ist nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereit, der Demokratischen Republik Kongo beim Kampf gegen das Ebola-Virus zu helfen. Zwar gebe es noch kein offizielles Ersuchen des Landes, „aber wir wären auf jeden Fall vorbereitet“, sagte Warken am Montag dem Sender rbb.
Das Robert-Koch-Institut stehe ebenso zur Hilfe bereit wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.
„Dort könnten zum Beispiel mobile Labore gestellt werden, die dann vor Ort eingesetzt werden“, sagte Warken. Das gelte ebenso für geschultes Personal, das „Unterstützung in der Kommunikation darüber, wie man sich vor Ansteckung schützen kann“, leisten könne.
„Wir stehen auf jeden Fall bereit“, betonte die Ministerin. Sie äußerte die Erwartung, dass es in den nächsten Tagen ein Ersuchen um Unterstützung geben könnte.

Bislang 88 Tote

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens 88 Menschen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gestorben. Von dem Krankheitsausbruch betroffen ist auch das benachbarte Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Warnstufe.
Warken bezeichnete die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“ als „nahezu ausgeschlossen“.
Die von der WHO ausgerufene internationale Gesundheitsnotlage diene vor allem dazu, die Behörden vor Ort zu unterstützen. Für Deutschland sieht die Ministerin derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. „Das Risiko für die deutsche Bevölkerung ist als äußerst gering einzuschätzen“, betonte Warken,
Der Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo wird wie der Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff die Debatten bei der Weltgesundheitsversammlung bestimmen. Das wichtigste Entscheidungsgremium der WHO kommt am Montag in Genf zu einer einwöchigen Sitzung zusammen, an der auch Warken teilnimmt. Am Sonntag traf sie in Genf bereits WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. (afp/red)
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Ebola-Virus – Warken: Deutschland zur Unterstützung im Kongo bereit

Deutschland ist nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereit, der Demokratischen Republik Kongo beim Kampf gegen das Ebola-Virus zu helfen. Zwar gebe es noch kein offizielles Ersuchen des Landes, „aber wir wären auf jeden Fall vorbereitet“, sagte Warken am Montag dem Sender rbb.
Das Robert-Koch-Institut stehe ebenso zur Hilfe bereit wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.
„Dort könnten zum Beispiel mobile Labore gestellt werden, die dann vor Ort eingesetzt werden“, sagte Warken. Das gelte ebenso für geschultes Personal, das „Unterstützung in der Kommunikation darüber, wie man sich vor Ansteckung schützen kann“, leisten könne.
„Wir stehen auf jeden Fall bereit“, betonte die Ministerin. Sie äußerte die Erwartung, dass es in den nächsten Tagen ein Ersuchen um Unterstützung geben könnte.

Bislang 88 Tote

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens 88 Menschen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gestorben. Von dem Krankheitsausbruch betroffen ist auch das benachbarte Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Warnstufe.
Warken bezeichnete die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“ als „nahezu ausgeschlossen“.
Die von der WHO ausgerufene internationale Gesundheitsnotlage diene vor allem dazu, die Behörden vor Ort zu unterstützen. Für Deutschland sieht die Ministerin derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. „Das Risiko für die deutsche Bevölkerung ist als äußerst gering einzuschätzen“, betonte Warken,
Der Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo wird wie der Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff die Debatten bei der Weltgesundheitsversammlung bestimmen. Das wichtigste Entscheidungsgremium der WHO kommt am Montag in Genf zu einer einwöchigen Sitzung zusammen, an der auch Warken teilnimmt. Am Sonntag traf sie in Genf bereits WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. (afp/red)
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WHO ruft Notlage aus: Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda

Wegen des Ausbruchs einer seltenen Ebola-Variante in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda mit Dutzenden Toten hat die WHO eine ihrer höchsten Alarmstufen ausgerufen.
Bei dem jüngsten Ausbruch der „Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus“ handele es sich um eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“, erklärte die WHO. Die Kriterien für einen Pandemie-Alarm erfülle der Ausbruch nicht.

Bisher 80 Menschen gestorben

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der DR Kongo starben bereits 80 mutmaßlich mit der Bundibugyo-Virusvariante infizierte Menschen. Insgesamt gebe es fast 250 Verdachtsfälle.
Es gebe „weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung“ gegen den Bundibugyo-Stamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am 16. Mai. „Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann.“
Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri gemeldet worden. Im benachbarten Uganda starb ebenfalls ein mit Ebola infizierter Mann, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.

Es ist nicht die erste Ebola-Epidemie

Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben.
Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.
Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.
Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der DR Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals wurden rund 2.300 Todesfälle verzeichnet. (afp/red)
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Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux unter Quarantäne: Magen-Darm-Beschwerden

Nach dem Tod eines 90 Jahre alten Passagiers und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 Passagieren ist ein Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux unter Quarantäne gestellt worden.
Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus schlossen die Gesundheitsbehörden am Mittwoch, 13. Mai, aus. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 1700 Menschen, unter ihnen gut 1200 überwiegend britische und irische Passagiere.
Das Schiff der Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren.
Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen.
Es würden jedoch noch weitere Untersuchungen gemacht, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben.
Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche.
Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich. (afp/red)
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Hantavirus: Von Kreuzfahrtschiff evakuierter Franzose hat Symptome

Ein nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ausgeflogener Franzose hat nach Angaben der französischen Regierung Krankheitssymptome.
Bei einem der fünf am Sonntagnachmittag am Flughafen Le Bourget bei Paris gelandeten Passagiere seien während des Fluges Symptome aufgetreten, erklärte Premierminister Sébastien Lecornu im Onlinedienst X.
Alle fünf wurden demnach direkt nach der Landung bis auf Weiteres unter strenge Quarantäne gestellt und isoliert. Sie sollen in einem Pariser Krankenhaus gründlich untersucht und medizinisch betreut werden.
Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten.
Vier Deutsche starteten am Nachmittag gemeinsam mit weiteren Betroffenen mit einer niederländischen Maschine in Richtung Niederlande und sollten anschließend nach Deutschland gebracht werden.
Vor Verlassen des Schiffs waren nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García alle Passagiere und Besatzungsmitglieder noch einmal untersucht und für symptomfrei befunden worden.
In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche.
Unter den rund 150 Insassen des Kreuzfahrtschiffs wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang drei weitere Infektionen mit der von Mensch zu Mensch übertragbaren Anden-Variante des Hantavirus nachgewiesen, zudem gibt es zwei Verdachtsfälle. (afp/red)
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WHO: Hantavirus-Ausbruch nicht der Beginn einer neuen Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in dem tödlichen Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff nicht den Beginn einer neuen Pandemie.
„Das ist nicht der Beginn einer Epidemie. Das ist nicht der Beginn einer Pandemie“, sagte WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerkhove am Donnerstag vor Journalisten in Genf.
„Das ist kein Covid“, fügte sie mit Blick auf das neuartige Coronavirus hinzu, nach dessen rasanter Ausbreitung die WHO 2020 eine Pandemie festgestellt hatte.
„Wir glauben, dass es sich um einen begrenzten Ausbruch handeln wird, sofern die Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit umgesetzt werden und alle Länder Solidarität zeigen“, sagte der Leiter der WHO-Abteilung für Notfallalarm und -reaktion, Abdi Rahman Mahamud.
An Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ war kürzlich das Hantavirus festgestellt worden. Nach Angaben von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gibt es im Zusammenhang mit dem Ausbruch mittlerweile fünf bestätigte Infektionsfälle, unter anderem eine Deutsche kam ums Leben.
Nachgewiesen wurde nach WHO-Angaben ein in Südamerika vorkommender Virustyp des Hantavirus, das sogenannte Andesvirus. Es ist der einzige Hantavirus-Stamm, bei dem Übertragungen von Mensch zu Mensch nachgewiesen wurden.
Gestartet war das Kreuzfahrtschiff in Argentinien. Das südamerikanische Land werde rund 2500 Testkits an Labore in fünf Länder schicken, sagte WHO-Chef Tedros.
Die Weltgesundheitsorganisation habe zudem die zwölf Länder der 29 Passagiere der „Hondius“ informiert, die am 24. April bei einem Zwischenstopp auf der britischen Insel St. Helena von Bord gegangen waren.
Bei den zwölf Ländern handele es sich um Deutschland, Kanada, Dänemark, die Niederlande, Neuseeland, St. Kitts und Nevis, Singapur, Schweden, die Schweiz, die Türkei, Großbritannien und die USA.

„Hantavirus ist nicht wie Corona“

Eine niederländische Medizinerin hat Vergleiche des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ mit dem Coronavirus klar zurückgewiesen.

Die leitende Ärztin Karin Ellen Veldkamp erklärte am Donnerstag, 7. Mai, das Hantavirus sei „weitaus weniger ansteckend“ und „nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar“. Eine Übertragung sei zwar möglich – vermutlich sei sie auf dem Schiff erfolgt –, aber „viel schwieriger“ als bei Covid.

Die Klinik in Leiden, in der ein bestätigter Patient behandelt wird, sei gut vorbereitet: Die Patienten würden in Isolationszimmern unter strengen Infektionsschutzmaßnahmen von geschultem Personal betreut. Bei Bedarf stünden weitere Kapazitäten zur Verfügung. (afp/red)

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Machtverschiebung in der WHO: Chinas wachsende Rolle nach US-Austritt


In Kürze:

  • Nach dem Austritt der USA aus der WHO strebt Peking eine führende Finanz- und Machtrolle an
  • Experten warnen vor politischer Einflussnahme und blockierter Aufklärung zum Ursprung von COVID-19
  • Auch Taiwans Ausschluss aus der WHO dürfte sich unter chinesischem Einfluss weiter verfestigen

 
Nach dem Rückzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat China angekündigt, der Organisation zusätzliche 500 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Die USA waren bis dato mit rund 18 Prozent des Gesamtetats der Hauptsponsor der UNO-Sonderorganisation.
Die angekündigten Mittel aus Peking würden damit einen erheblichen Teil der bisherigen US-Beiträge ersetzen. Experten sehen diesen Schritt als unmissverständliches Signal: Die regierende Kommunistische Partei Chinas (KPCh) möchte ihren Einfluss ausbauen.
Der frühere chinesische Diplomat Chen Yonglin in Australien erklärte gegenüber der englischsprachigen Epoch Times, dass er die zusätzlichen 500 Millionen Dollar mit konkreten Erwartungen Pekings verbunden sieht. Nach Chens Einschätzung könnte China seinen wachsenden Einfluss etwa dazu nutzen, die Kommunikation über die Ursprünge von COVID-19 zu steuern und WHO-Untersuchungen zu dem Virus zu beeinflussen.
Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag, 26.01., über die eingetretene Wirksamkeit des Austritts der USA aus der Organisation. Das Staatsmedium wies die Vorwürfe der USA, die chinesischen Behörden hätten den Ausbruch von COVID-19 schlecht gehandhabt, als „unbegründet“ zurück. Vielmehr seien die chinesischen Maßnahmen gegen die Pandemie „transparent und verantwortungsvoll“ gewesen.
Demgegenüber betonen die USA, China habe noch im Januar 2020, als es bereits Todesfälle im eigenen Land gegeben hatte, behauptet, COVID-19 werde nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die WHO habe diesbezügliche Darstellungen der Führung in Peking lange Zeit unkritisch weiterverbreitet. Dadurch sei wertvolle Zeit zur frühzeitigen Bekämpfung der Pandemie verloren gegangen.

Ein Muster: Einflussnahme auch in anderen UNO-Gremien

Von einer Untersuchung über die Ursprünge der Pandemie durch das dafür abgestellte Team der Weltgesundheitsorganisation sei nun nicht mehr auszugehen, meint Chen.
China hat diesem bereits bis zum jetzigen Zeitpunkt eine Reihe relevanter Dokumente nicht übergeben. Unter den Umständen chinesischer Dominanz, wie sie sich jetzt einstellten, wird auch nicht mehr danach gefragt, meint Chen:
„Die aktuelle Untersuchung wird hier einfach enden, sodass eine weitere Herkunftsverfolgung unmöglich wird.“
Chen befürchtet angesichts der chinesischen Einflusspolitik eine weitere Unterminierung der Fähigkeiten und Autorität der WHO. Dies könne sich auch negativ auf deren Kompetenz bei der Seuchenüberwachung auswirken.
Die WHO wäre nicht das erste Forum, in dem China sich proaktiv nach dem Rückzug der USA um noch stärkeren Einfluss bemühen werde. Bereits im UN-Menschenrechtsrat hat das KP-Regime Bündnispolitik betrieben und Allianzen gebildet, um internationale Kritik abzuwehren. Der Austritt der USA aus UNO-Organisationen schaffe dort eine massive Unterfinanzierung.

Taiwanische Experten plädieren für Strukturen abseits der WHO

Auch für Taiwan dürfte der Gegenwind in internationalen Organisationen noch schärfer werden. Trotz international anerkannter Leistungsfähigkeit im Gesundheitswesen bleibt das Land seit 1972 von der WHO ausgeschlossen. Eine Wiederaufnahme erscheint vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses Pekings als aussichtsloser denn je.
Tseng Chien-yuan von der Nationalen Zentraluniversität in Taipeh bewertet den Ausschluss Taiwans aus der WHO als positiv. Gegenüber der englischsprachigen Epoch Times äußerte er:
„COVID-19 hat bereits gezeigt, dass die WHO es versäumt hat, die globale Gesundheit zu schützen.“ Die Pandemie-Reaktion Taiwans sei deshalb so „erfolgreich“, weil das Land nicht in der WHO eingebunden sei.
Tseng ist der Ansicht, dass sich die freie Welt eigenständig um alternative Wege der Gesundheitszusammenarbeit jenseits der WHO bemühen müsse.
„Fortschrittliche Demokratien müssen die kompromittierte Agentur [WHO; d. Red.] umgehen, um ein transparentes, unabhängiges Krankheitsüberwachungsnetzwerk aufzubauen. Andernfalls bleibt die Welt schutzlos gegen den nächsten Ausbruch.“