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ver.di kündigt Warnstreiks bei Kaufland an

Im Tarifkonflikt im Handel hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Donnerstag, 25. Juni, Tausende Beschäftigte vor allem von Kaufland zu Warnstreiks aufgerufen.
Die Gewerkschaft rechne mit rund 6500 Streikenden bundesweit, sagte die ver.di-Bundesfachgruppenleiterin für den Einzel- und Versandhandel, Corinna Groß, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Schwerpunkt sind laut ver.di „unter anderem Filialen des Handelskonzerns Kaufland, der zur Schwarz-Gruppe gehört“.
„Bei diesem Konzern wird das Missverhältnis zwischen hohen Gewinnen und niedrigen Löhnen besonders deutlich: Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb Kaufland seine Beschäftigten nicht mit fairen Entgeltsteigerungen am Erfolg beteiligt“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.
Kaufland-Vertreter säßen in vielen Landesbezirken mit an den Verhandlungstischen, daher habe das Unternehmen „ein großes Gewicht in den Arbeitgeberkommissionen und ist für das bisherige inakzeptable Angebot der Arbeitgeber mit Nullmonaten und Reallohnverlusten mitverantwortlich“.
ver.di fordert für die Beschäftigten im Handel sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächsten Verhandlungstermine sind am Freitag für den Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie für den Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg. (afp/red)
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Tarifrunde bei der Postbank: Weitere Warnstreiks in dieser Woche

Nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 9.000 Beschäftigten der Postbank hat die Gewerkschaft ver.di für Mittwoch bis Samstag zu weiteren Warnstreiks aufgerufen.
Von 28. bis 30. Mai sollen die Beschäftigten der Postbank-Filialen sowie der Callcenter streiken, wie ver.di mitteilte. Zusätzlich rufe die Gewerkschaft zu einer Protestdemonstration anlässlich der Hauptversammlung der Postbank-Mutter Deutsche Bank am 28. Mai in Frankfurt am Main auf.

Gewerkschaft fordert 8 Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung.
Darüber hinaus setze sich ver.di für verbindliche Zusagen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten sowie verbindliche Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der fortschreitenden Einführung von Künstlicher Intelligenz im Deutsche-Bank-Konzern ein, teilte die Gewerkschaft mit.

Arbeitgeber bieten 2,4 Prozent mehr

Die Arbeitgeberseite bot den Angaben zufolge bislang eine Erhöhung der Gehälter um 2,4 Prozent in diesem und um 2,3 Prozent im kommenden Jahr.
„Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank nur die Aktionäre profitieren sollen, während die Bank in der Tarifrunde einen Reallohnverlust durchdrücken will“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 15. Juni in Frankfurt am Main geplant.  (afp/red)
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Tarifrunde bei der Telekom: ver.di ruft zu drei Tagen Warnstreik auf

Im Rahmen der Tarifverhandlungen für die rund 60.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft ver.di für Dienstag bis Donnerstag zu neuen Warnstreiks aufgerufen. Zudem fänden Kundgebungen und Aktionen an acht Orten statt, teilte Verdi am Montagabend mit.
Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen, ein „deutlich nachgebessertes Angebot“ vorzulegen.
Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt sie die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr; auch die Ausbildungsvergütungen sollen steigen.
Bereits in der vergangenen Wochen hatte ver.di die Beschäftigten mehrmals zu Warnstreiks aufgerufen. Beteiligt hätten sich insgesamt 32.000 Beschäftige, teilte die Gewerkschaft mit. Die vierte Verhandlungsrunde ist in der kommenden Woche am Dienstag und Mittwoch geplant. (afp/red)