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Entzündungshemmende Kohlenhydrate, die in Ihrer Ernährung möglicherweise fehlen


In Kürze:

  • Kohlenhydrate aus verarbeiteten Brot- und Nudelprodukten sind Entzündungsauslöser.
  • Bezieht man sie hingegen aus nährstoffreichen Lebensmitteln können sie Entzündungen lindern.
  • Vollwertlebensmittel wie Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte und Buchweizen sind nur wenige Beispiele für Kohlenhydrate, die Entzündungen entgegenwirken.
  • Drei einfache Rezepte können uns helfen, gesunde Kohlenhydratquellen zu genießen.

 
Einer der hartnäckigsten Mythen in der Ernährungswissenschaft ist, dass Kohlenhydrate von Natur aus entzündungsfördernd sind. Das entspricht nicht ganz der Wahrheit.
Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte, Buchweizen – all diese nährstoffreichen Lebensmittel gelten als Kohlenhydratquellen. Und Kohlenhydrate aus Vollwertkost können Entzündungen laut Untersuchungen sogar lindern.

Zwei Gründe, warum Kohlenhydrate Entzündungen hemmen können

Ein wichtiger Grund ist ihr Ballaststoffgehalt. Eine höhere Zufuhr von Ballaststoffen steht mit einem geringeren Risiko für chronisch-entzündliche Erkrankungen in Verbindung. Diese Stoffe fördern unter anderem ein gesünderes Darmmikrobiom, was systemische Entzündungen verringern kann.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil einiger Kohlenhydrate ist resistente Stärke. Diese Art von Stärke gelangt unverdaut durch den Dünndarm in den Dickdarm, wo Darmbakterien sie vergären. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, das über verschiedene Stoffwechselwege im Körper entzündungshemmend wirkt.
Warum werden Kohlenhydrate manchmal pauschal als Entzündungsauslöser abgestempelt? Schuld daran seien stark verarbeitete und haltbargemachte Brot- und Nudelprodukte, sagte die ganzheitliche Ernährungsberaterin Jaz Robbins gegenüber Epoch Times. Diese seien es, die zu Entzündungen beitragen.

Wo man entzündungshemmende Kohlenhydrate findet

Wurzelgemüse

An erster Stelle steht das Wurzelgemüse – Süßkartoffeln, Sellerie, Pastinaken, Steckrüben. „Ich liebe Süßkartoffeln – sie sind wohltuend, farbenfroh und unglaublich vielseitig. Ihre natürliche Süße und ihr Fruchtfleisch machen jedes Gericht nährstoffreicher“, meinte die staatlich geprüfte Ernährungsberaterin Jessica Clancy Strawn zu Epoch Times.
Wie sie weiter erklärte, enthalten sie Ballaststoffe und Antioxidantien, die einen stabilen Blutzuckerspiegel unterstützen, oxidativen Stress reduzieren und entzündungshemmend wirken.

Kartoffeln

Kartoffeln, die in unserer Ernährung häufiger vorkommen und botanisch gesehen kein Wurzelgemüse, sondern Sprossknollen sind, enthalten ebenfalls viele Verbindungen, die bei Entzündungen helfen können. Dazu gehören unter anderem Ballaststoffe, resistente Stärke und Anthocyane – die natürlichen Verbindungen, die einigen Sorten ihre rote, violette oder blaue Farbe verleihen.

Hülsenfrüchte

Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sind reich an löslichen Ballaststoffen. Diese seien eines der wirksamsten entzündungshemmenden Lebensmittel, über die wir verfügen, sagte Clancy Strawn. 
Dies ist dem hohen Gehalt an Polyphenolen (Tannine, Phenolsäuren, Flavonoide) zu verdanken, die nicht nur Entzündungen hemmen können, sondern auch antioxidativ wirken.

Buchweizen

Eine weitere gängige Art entzündungshemmender Kohlenhydrate sind Vollkornprodukte. „Buchweizen ist der Geheimtipp, von dem ich am meisten begeistert bin“, meinte Clancy Strawn.
Trotz des Namens ist Buchweizen kein Weizen. Es handelt sich um einen glutenfreien Samen, den man wie ein Getreide verwenden kann. Dadurch eignet er sich als Getreideersatz für Personen, die Gluten meiden. Außerdem enthält er den sekundären Pflanzenstoff Rutin, der dazu beiträgt, die Blutgefäße gesund zu erhalten und die Blutzirkulation zu fördern.
„Das ist besonders wichtig, da unser Gefäßsystem die Hauptverkehrsader ist, die Blut und Nährstoffe zu jedem Organ transportiert“, so die staatlich geprüfte Ernährungsberaterin weiter.

Quinoa

Auch Quinoa wird als Getreide behandelt, ist aber ebenfalls ein Samen. Seine Kombination aus Ballaststoffen und Eiweiß hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Das macht Quinoa zu einem hervorragenden entzündungshemmenden Grundnahrungsmittel.
Quinoa unterstützt zudem ein gesundes Gleichgewicht der Darmbakterien und der Darmschleimhaut, die beide eng mit Entzündungen im Körper verbunden sind.

3 einfache Rezepte, um gesunde Kohlenhydrate zu genießen

Letztendlich geht es nicht darum, Kohlenhydrate zu meiden. Vielmehr geht es darum, die Richtigen auszuwählen und sie als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu genießen. Die folgenden Rezepte können als Inspirationsquelle dienen.

1. Eine Schüssel voller Energie

Eines der Lieblingsgerichte von Clancy Strawn ist eine Schüssel mit gerösteten Süßkartoffeln, Bohnen und Quinoa.  Und so bereitet sie diese cremige, farbenfrohe Mahlzeit vor:
  1. Süßkartoffeln rösten, bis sie karamellisiert sind.
  2. Bohnen aus der Dose, vorgekochten Quinoa, Blattgemüse, Gurken und Kirschtomaten hinzufügen.
  3. Mit einem Spritzer Zitrone, einem Löffel Hummus und einem Klecks ungesüßten griechischen Joghurts garnieren.
„Das ist genau die Art von Mahlzeit, die mir an einem hektischen Arbeitstag Energie gibt“, sagte sie. 

2. Eine Bowl nach mediterraner Art

Ein weiteres einfaches Gericht ist eine Schüssel im mediterranen Stil. Die ganzheitliche Ernährungsberaterin Jaz Robbins verriet Epoch Times, wie sie sie zubereitet.
  1. Grüne oder braune Linsen kochen.
  2. Mit gehackten Tomaten, Gurken, roten Zwiebeln, Koriander (oder Petersilie) und Rucola ergänzen.
  3. Nach Geschmack Feta hinzufügen.
  4. Mit einem großzügigen Schuss nativem Olivenöl extra, Zitronensaft und einer Prise Knoblauch abrunden.
„Damit nimmt man entzündungshemmende Kohlenhydrate, Antioxidantien und gesunde Fette zu sich. Und es schmeckt köstlich“, so Robbins.

3. Mexikanisch inspirierte Kohlenhydratschüssel

Die australische Ärztin für Naturheilkunde, Jodi Duval, verfolgt einen eher mexikanisch inspirierten Ansatz.
  1. Eine ganze Süßkartoffel rösten, bis sie karamellisiert ist.
  2. Mageres Rinderhackfleisch aus Weidehaltung mit Knoblauch, Zwiebeln, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Oregano anbraten.
  3. Die Kartoffel mit dem angebratenen Rinderhack füllen.
  4. Obendrauf schwarze Bohnen, Avocado, frischen Koriander, Tomatensalsa und Babyspinat verteilen. 
  5. Mit einem Spritzer frischer Limette, einem Klecks griechischen Joghurts und einer Handvoll Kürbiskerne servieren.
„Das ist eines der Lieblingsgerichte meiner Familie unter der Woche“, sagte sie.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Anti-Inflammatory Carbs Your Diet Might Be Missing“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Pastinake: Fast vergessenes Wurzelgemüse wieder im Trend


In Kürze:

  • Pastinaken sind ein altes Gemüse mit hohem gesundheitlichen Wert.
  • Sie sind ein traditionelles Heilmittel, das die Gesundheit von Leber, Darm und Nieren unterstützen kann.
  • Pastinaken lassen sich vielseitig zubereiten – von Suppen über Püree bis zu knusprigen Pommes oder Aufläufen.

 
Die Pastinake galt einst als wichtiges Grundnahrungsmittel, bevor sie von Kartoffel und Karotte verdrängt wurde. Heute erlebt das traditionelle Gemüse ein bemerkenswertes Comeback. Immer mehr Menschen entdecken die leicht süßliche Wurzel neu, und das aus gutem Grund: Sie ist nicht nur vielseitig einsetzbar und aromatisch, sondern auch ein echtes Nährstoffwunder. 2011 und 2012 wurde sie sogar zum Gemüse des Jahres gewählt.
Die Pastinake (Pastinaca sativa) erinnert optisch an Petersilienwurzel oder weiße Karotten. Sie gehört ebenfalls zur Familie der Doldenblütler und ist damit eng mit ihnen verwandt. Geschmacklich überzeugt sie durch ihr mildes, leicht süßliches Aroma und eine feine nussige Note. Das in Europa heimische Gemüse wird von Oktober bis in den Frühling geerntet. Pastinaken können nämlich im Beet – geschützt mit einer Schicht trockenem Laub oder Stroh – überwintern. Etwas Frost macht sie sogar noch etwas aromatischer und süßer.
Pastinaken sind nicht nur schmackhaft, sondern auch nährstoffreich und leicht bekömmlich und wurden traditionell als Heilmittel verwendet, was die moderne Forschung teilweise stützt.

Reich an Vitaminen und Mineralien

Pastinaken liefern zahlreiche Nähr- und Vitalstoffe. Sie enthalten unter anderem Vitamin C für das Immunsystem sowie B‑Vitamine wie B2, B6 und Folat, die Nerven und Stoffwechsel unterstützen. Zudem sind sie besonders reich an Mineralien und Spurenelementen wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.
Der hohe Kaliumgehalt kann das Herz-Kreislauf-System entlasten und den Säure-Basen-Haushalt unterstützen, während Calcium und Magnesium Knochen, Muskeln und Nerven stärken. Eisen unterstützt den Sauerstofftransport im Blut und Zink das Immun- und Hormonsystem.
Die komplexen Kohlenhydrate in Pastinaken sorgen für eine lang anhaltende Sättigung, während Ballaststoffe wie das Pektin die Verdauung fördern. Pastinaken sind zudem leicht verdaulich und sehr wohltuend für den Magen. Sie sind daher besonders für Babys und rekonvaleszente Menschen geeignet.

Heilkundliche Verwendung

Neben ihrem ernährungsphysiologischen Wert haben Pastinaken traditionell auch eine heilkundliche Bedeutung. Ihre Wurzeln, Blätter und Samen enthalten heilkräftige Wirkstoffe wie ätherische Öle, Cumarine, Furanocumarine und Gerbstoffe. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe entzündungshemmende, krampflösende, gefäßerweiternde sowie antimikrobielle und antimykotische (gegen Pilze) Eigenschaften besitzen kann.
Sehr interessant sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie koreanischer Forscher in Bezug auf Leber- und Darmgesundheit. Die Forscher stellten fest, dass Pastinaken in der Lage sind, einer Fettleber entgegenzuwirken und den Stoffwechsel zu verbessern. Zusätzlich wurden eine Verbesserung der Darmbarriere und eine Reduktion entzündungsfördernder Stoffe aus Darmbakterien festgestellt. Die Studie wurde zwar an Tiermodellen durchgeführt, die Ergebnisse lassen jedoch vermuten, dass die bioaktiven Inhaltsstoffe und Ballaststoffe auch beim Menschen gesundheitlich relevant sein könnten.
In der traditionellen Heilkunde wird bei Magen-, Gallen-, Nieren- und Blasenbeschwerden sowie bei Appetitlosigkeit Tee aus den Samen empfohlen. Tee aus den Blüten und Blättern soll bei Schlafstörungen helfen. Aber auch bei Entzündungen und Infekten kommt die Pastinake zum Einsatz. Laut Überlieferungen wurde Pastinakensaft im 14. Jahrhundert gegen die Pest verwendet, was ihr den Namen „Pestnacke“ einbrachte.

Vielseitige Verwendung in der Küche

Pastinaken sind ein äußerst vielseitiges Gemüse. Sie eignen sich hervorragend für die Zubereitung von sättigenden Cremesuppen oder feinem Püree. Ebenso bereichern sie Gemüseeintöpfe mit wertvollen Nährstoffen. Auch in Aufläufen, als Ofengemüse oder in Form von knusprigen Pommes sind sie sehr schmackhaft. Roh, fein geraspelt und kombiniert mit Apfel lassen sie sich zudem ideal als frischer Salat genießen.
Pastinaken sind somit sowohl kulinarisch als auch gesundheitlich eine echte Bereicherung.
Hinweis: Furanocumarine, wie sie in Pastinaken vorkommen, können phototoxische Reaktionen auslösen. Das bedeutet, dass beim Kontakt mit der Pflanze, insbesondere mit dem blühenden Kraut, in Verbindung mit UV-Strahlung bei empfindlicher Haut Rötungen oder Bläschen entstehen können. Daher sollten beim Umgang mit der frischen Pflanze vorsorglich Handschuhe getragen werden.

Rezept cremige Pastinakensuppe

Zutaten für 6 Personen:
  • 700 g Pastinake, geschält und grob gewürfelt
  • 1 säuerlicher Apfel, gewürfelt
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne
  • 1 EL Butter
  • 4 Blätter Salbei
  • 2 Nelken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Croutons zum Bestreuen
Zubereitung:
  1. Butter zerlassen, Pastinaken und Apfel zugeben und kurz durchschwenken. Abdecken und etwa 10 Minuten köcheln lassen, währenddessen gelegentlich umrühren.
  2. Gemüsebrühe, Salbeiblätter und Nelken zugeben. Abgedeckt etwa 15 Minuten leicht köcheln, bis die Pastinaken weich sind.
  3. Salbeiblätter und Nelken entfernen und etwas abkühlen lassen. Mit dem Stabmixer pürieren und Sahne zugeben. Nochmals langsam erwärmen, aber nicht mehr kochen. Abschmecken und mit Salbei und Croutons bestreut servieren.
  4. Guten Appetit!
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.