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Wacholder – Würze und Heilkraft aus dem Wald


In Kürze:

  • Wacholder zählte früher zu den bedeutenden Heil- und Schutzpflanzen.
  • Das immergrüne Nadelgehölz bringt blauschwarze Beeren hervor, die als Gewürz- und Heilmittel geschätzt werden.
  • Sie sind in der Küche vielseitig einsetzbar und können auch verräuchert werden.

 
Vor dem Wacholder zog man früher ebenso den Hut wie vor dem Holunder. Seit der Antike ist er als bedeutende Heil- und Würzpflanze bekannt. Man machte Räucherungen mit Wacholderzweigen, um sich vor Infektionen zu schützen und negative Energien abzuwehren.
Heute weiß man aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass verschiedene Inhaltsstoffe im Wacholder, die beim Erhitzen in die Luft gelangen, eine antimikrobielle Wirkung besitzen. Wacholder kommt überdies bei Harnwegsleiden und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Wacholderbeeren sind zudem ein beliebtes Gewürz, insbesondere für Fleisch- und Wildgerichte und für Sauerkraut.

Ein feiner aber lebenswichtiger Unterschied

Aus botanischer Sicht gehört der Wacholder (Juniperus) zur Familie der Zypressengewächse, die zahlreiche Arten umfassen. Nur zwei davon sind in Mitteleuropa heimisch: der Gemeine/Echte Wacholder (Juniperus communis) und der Sadebaum (Juniperus sabina), wobei der Sadebaum – im Volksmund auch als Segenbaum bekannt – in allen Pflanzenteilen giftig ist.
Der Gemeine Wacholder gedeiht auf der gesamten Nordhalbkugel und wächst bevorzugt in trockenen Heidegebieten, lichten Wäldern und an Berghängen. Im Volksmund trägt er auch Namen wie Kranewitt oder Machangel. Das immergrüne Nadelgehölz wächst als Strauch oder Baum und hat unscheinbare Blüten, aus denen sich die bekannten Wacholderbeeren entwickeln. Sie sind anfangs grün und reifen im zweiten oder dritten Jahr dunkelblau bis schwarzblau ab. Man findet daher meist gleichzeitig grüne und reife Beeren am Wacholdergehölz. Doch eigentlich sind sie keine Beeren, sondern die weiblichen Samenzapfen des Gemeinen Wacholder.
Ein Unterscheidungsmerkmal der zwei Wacholderarten sind ihre Blätter: Die Blätter des Gemeinen Wacholder sind hart, nadelförmig, spitz und stachelig und stehen meist zu dritt in sternförmigen Quirlen. Sie besitzen an der Oberseite einen weißen Längsstreifen. Der Sadebaum trägt dagegen an älteren Trieben überwiegend kleine, eher weiche, schuppenförmig anliegende Blätter. Allerdings können junge Sadebäume auch nadelförmige Jugendblätter tragen.

Heilsame Inhaltsstoffe

Wacholderbeeren enthalten zahlreiche bioaktive Pflanzenstoffe. Zu den wichtigsten zählen ätherische Öle, die bis zu zwei Prozent ausmachen können. Sie sind für die antimikrobiellen Eigenschaften des Wacholders verantwortlich. Ihr Duft ist aromatisch bis leicht fruchtig und gilt als aufmunternd.
Weiterhin befinden sich verschiedene Polyphenole in den Beeren wie Quercetin, Flavanole wie Catechine und Procyanidine sowie Anthocyane. Diese Polyphenole werden insbesondere mit den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Wacholders in Verbindung gebracht. Darüber hinaus enthalten Wacholderbeeren Zucker, Harze, organische Säuren und weitere sekundäre Pflanzenstoffe.
Das Zusammenspiel all dieser Inhaltsstoffe verleiht den Beeren harntreibende, verdauungsfördernde, leberschützende, antidiabetische und schmerzstillende Eigenschaften, die in einer wissenschaftliche Übersichtsarbeit von 2022 beschrieben werden. Diese beruhen jedoch überwiegend auf In-vitro- und Tierstudien. Ausreichende Humanstudien, die eine therapeutische Anwendung beim Menschen bestätigen, fehlen noch.

Anwendungen in der Volksmedizin

Traditionell anerkannt ist die Anwendung von Wacholderbeeren bei Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen, beispielsweise als Tee, um die Urinmenge zu erhöhen und die Harnwege zu spülen. Allerdings soll Wacholder bei schweren Nierenerkrankungen nicht angewendet werden.
Ebenso gebräuchlich ist die Verwendung bei Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl, Sodbrennen sowie Magen- und Darmkrämpfen. Diese Wirkung wird durch eine neue Humanstudie aus 2025 untermauert. Des Weiteren gelten Wacholderbeeren als stoffwechselanregend und kommen bei reinigenden Frühjahrskuren zum Einsatz.
In der Volksmedizin wird ätherisches Wacholderöl auch in Salben und Einreibungen verwendet. Aufgrund seiner durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkungen soll es bei Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen und Rheuma für Linderung sorgen.
Wacholderbeeren können auch verräuchert werden. Sie verbreiten einen warmen und angenehmen Waldduft, der die Lebensenergie stärken soll.

Wacholderbeeren in der Küche

Wacholderbeeren haben ein harzig-würziges, leicht bitteres Aroma mit einer dezenten süßlich bis zitrusartigen Note. Sie sind ein beliebtes Gewürz für die Zubereitung von Sauerkraut, Wildgerichten, Rind- und Sauerbraten, Rotkrautsalat sowie Suppen und Eintöpfen. Dabei harmonieren sie gut mit Lorbeerblättern und Kümmel sowie kräftigen Gewürzen wie Majoran und Thymian. Sie machen Speisen nicht nur bekömmlicher sondern tragen auch zu ihrer Haltbarkeit bei. Daher werden sie auch als klassisches Einlegegewürz geschätzt.
Da Wacholderbeeren einen intensiven Geschmack besitzen, ist es besser, sie zunächst sparsam zu verwenden und bei Bedarf nachzuwürzen. Für ein kräftiges Aroma werden die Beeren zerdrückt, beispielsweise für Wild, Marinaden oder Sauerbraten. Ganze Wacholderbeeren kommen in Schmorgerichten, Sauerkraut und Brühen zum Einsatz.
Darüber hinaus werden Wacholderbeeren zum Aromatisieren von alkoholischen Getränken verwendet, insbesondere für Gin, Bier oder Likör.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Der Echte Lorbeer: Mehr als nur ein Gewürz


In Kürze:

  • Echter Lorbeer ist eine alte Ritual- und Heilpflanze.
  • Die moderne Wissenschaft stellte antibakterielle, antioxidative, entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften im Lorbeer fest.
  • In der Volksmedizin kommt Lorbeer bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Muskel- und Gelenkschmerzen zum Einsatz.
  • In der Küche ist Lorbeer als vielseitiges Gewürz und Konservierungsmittel einsetzbar.

 
Schon die alten Römer schmückten siegreiche Feldherren mit einem Kranz aus Lorbeerblättern. Auch heute gelten Lorbeeren noch als Symbol für Lob, Ruhm und Anerkennung. Ebenso beliebt sind Lorbeerblätter in der Küche als aromatisches Gewürz und als Heilmittel in der Volksmedizin. Sie dürfen in keinem Sauerkraut fehlen und geben vielen herzhaften Gerichten wie Eintöpfen, Suppen, Fisch oder Wildgerichten eine würzige Note. In der Naturheilkunde kommen Lorbeerblätter bei Erkältungen, Blähungen, Schmerzen und zur Insektenabwehr zum Einsatz.
Ursprünglich stammt der Echte Lorbeer (Laurus nobilis) aus Vorderasien und hat sich über den Mittelmeerraum verbreitet, wo er in vielen Gärten und wild in der Natur zu finden ist. Hierzulande gedeiht der wärmeliebende Lorbeerbaum oder -strauch am besten in Topfkultur an einem geschützten, sonnigen bis halbschattigen Standort. Da er nur bis etwa minus 5 °C verträgt, benötigt Lorbeer im Winter Frostschutz, ideal ist die Überwinterung im Glashaus oder Wintergarten.
Der Lorbeer trägt das ganze Jahr über grüne Blätter, die frisch oder getrocknet verwendet werden. Weniger bekannt ist, dass auch die schwarzen Früchte des Lorbeers als Gewürz und Heilmittel Verwendung finden. Allerdings sind nur die Beeren des Echten Lorbeer genießbar, die Früchte anderer Lorbeerarten wie die Kirschlorbeeren sind giftig.

Heilsame Inhaltsstoffe

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Echten Lorbeer zählen unter anderem ätherische Öle, die ihm seinen frisch-würzigen, leicht eukalyptusartigen und blumigen Duft verleihen. Sie besitzen antimikrobielle, schleimlösende sowie antioxidative Eigenschaften. Den Hauptanteil des ätherischen Öles bildet 1,8-Cineol (Eukalyptol), des Weiteren sind Terpentinol, Linalool und Eugenol enthalten.
Lorbeer enthält zudem phenolische Verbindungen wie Catechine (Gerbstoffe), Vanillinsäure sowie weitere bioaktive Substanzen. Eine neuere Studie zeigt, dass diese Stoffe starke antioxidative Wirkungen sowie hemmende Eigenschaften auf Enzyme, die mit Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer in Verbindung stehen, besitzen. Eine blutzuckersenkende Wirkung von Lorbeerblattpulver wurde bereits in einer früheren Studie nachgewiesen. Allerdings fehlen größere angelegte klinische Studien, die eine mögliche therapeutisch Anwendung beim Menschen bestätigen.
Darüber hinaus befinden sich Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone) im Lorbeer, die gemeinsam mit den enthaltenen ätherischen Ölen die Bildung von Verdauungssäften unterstützen und gleichzeitig antibakteriell, pilzfeindlich und entzündungshemmend wirken.

Volksheilkundliche Anwendungen

In der Volksmedizin der Ursprungsländer kommt Lorbeer vor allem bei Erkältungen als schleimlösendes und schweißtreibendes Mittel zum Einsatz, beispielsweise als Tee oder Aufguss für Inhalationen. Außerdem ist Lorbeer ein traditionelles Mittel bei Blähungen, Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit. In der iranischen Volksmedizin wird Lorbeer auch bei Epilepsie, Nervenschmerzen und Parkinson verwendet. Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl wird zudem in der Parfüm- und Seifenindustrie eingesetzt. Darüber hinaus kommt es bei der Behandlung von Hämorrhoiden und rheumatischen Schmerzen zum Einsatz.
Aus den frischen Früchten des Lorbeers kann ein Pflanzenöl gepresst werden, das auch als Lorbeerbutter bekannt ist. Es kommt traditionell als pflegendes Hautöl bei trockener, rissiger und beanspruchter Haut sowie als Massagebalsam und für Einreibungen bei Gelenk- und Muskelschmerzen zum Einsatz. Ferner ist Lorbeeröl Bestandteil von Aleppo-Seifen. Das sind traditionell hergestellte Naturseifen aus Olivenöl und Lorbeerbutter, die ursprünglich in der syrischen Stadt Aleppo hergestellt wurden. Sie sind besonders für die Pflege irritierter Haut mit Ekzemen und zarter Babyhaut geeignet.
Lorbeer ist darüber hinaus ein bewährtes Kraut zum Räuchern. Sein angenehm warm-würziger, leicht balsamischer Duft wirkt reinigend und klärend. Er soll stagnierende Energien vertreiben und die Konzentration fördern.

Vielseitiges Gewürz in der Küche

Traditionell wird Lorbeer für deftige Speisen wie Sauerbraten, Wildgerichte aber auch für Fischgerichte und -soßen verwendet. Ebenso verleiht er Gemüsesuppen, Bohneneintöpfen oder Grillgerichten eine aromatische Würze. Besonders beliebt sind Lorbeerblätter bei der Herstellung von Sauerkraut und zum Einlegen von Gurken oder anderem Gemüse. Sie verleihen nicht nur Aroma und Geschmack, sondern verbessern aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung auch die Haltbarkeit.
Auch die Früchte des Echten Lorbeer sind als Gewürz nutzbar, allerdings kommen diese weitaus seltener zum Einsatz. Sie werden getrocknet und gemahlen und in einigen Regionen des Mittelmeerraums ebenso zum Würzen von Fleisch, Wurst und Eintöpfen verwendet.
Der Duft des Gewürzes wirkt außerdem abschreckend auf Insekten. Daher können Lorbeerblätter auch in Vorratsschränke gelegt werden, um Schädlinge abzuwehren. Da sich der Duft mit der Zeit verflüchtigt, sollten die Blätter immer wieder ausgetauscht werden.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Heilpflanze und Küchengemüse – unterschätzte Kraft des Selleries


In Kürze:

  • Sellerie kann vielfältig in Küche und Ernährung verwendet werden.
  • Er ist eine alte Heil- und Kulturpflanze.
  • Sellerie ist reich an Vitalstoffen, die die Gesundheit unterstützen können.
  • In der Volksmedizin kommt Sellerie bei Rheuma, Harnwegsproblemen und nervöser Unruhe zum Einsatz.

 
Sellerie ist weit mehr als nur ein klassisches Suppengemüse. Er schmeckt roh im Salat, püriert oder gebacken als Beilage sowie verarbeitet zu Saft und Smoothies. Ferner enthält das würzige Gemüse zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten können.
Die Wildform des Selleries (Apium graveolens) stammt aus feuchten Regionen des mediterranen Mittelmeerraums und wurde bereits im alten Ägypten und im antiken Griechenland als Heilpflanze verwendet. Erst durch Züchtung ab dem 17. Jahrhundert wurden die Bitterstoffe im Sellerie so weit reduziert, dass er zunehmend als Gemüse an Bedeutung gewann.
Sellerie zählt zur Familie der Doldenblütler und zeichnet sich durch seine leicht salzige, würzige Note aus. Von der Pflanze gibt es drei verschiedene Kulturformen: den Knollensellerie, den Stangensellerie – auch Stauden- oder Bleichsellerie genannt – und den Schnittsellerie. Obwohl sich die Inhaltsstoffe der Sorten größtenteils gleichen, variieren die enthaltenen Mengen sowie ihre Einsatzbereiche.

Wertvolle Inhaltsstoffe und ihre gesundheitliche Wirkung

Vitamine und Mineralien
Sellerie liefert eine Vielzahl an Vitaminen wie Vitamin K, Folsäure, B-Vitamine und Carotinoide. Vitamin K hilft, Calcium in den Knochen einzubauen. Der Vitamin-B-Komplex sorgt für einen aktiven Energiestoffwechsel in unseren Körperzellen und stärkt gleichzeitig Nerven und Gehirn.
Darüber hinaus ist Sellerie reich an Mineralstoffen, vor allem an Kalium und Natrium sowie Calcium, Magnesium und Phosphor. Natrium und Kalium wirken im Körper als Gegenspieler. Während Natrium vorwiegend außerhalb der Zellen vorkommt, ist Kalium der wichtigste Elektrolyt innerhalb der Zelle. Gemeinsam regulieren sie den Flüssigkeitshaushalt und sind für die Weiterleitung von Nervenimpulsen unerlässlich. Kalium hilft außerdem dabei, überschüssiges Wasser auszuscheiden und den Blutdruck zu senken. Das enthaltene Calcium stärkt zusammen mit Magnesium und Phosphor Knochen und Zähne.
Überdies ist Sellerie ballaststoffreich, was die Verdauung und die Darmgesundheit fördert. Als kalorienarmes Gemüse ist der Verzehr von Sellerie zudem ideal, um überschüssige Kilos zu verlieren.
Ätherische Öle
Sellerie enthält einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, die dem Gemüse seinen typischen Geschmack und sein Aroma verleihen. Einen wichtigen Anteil daran haben die sogenannten Phthalide, die auf die Muskulatur der Blutgefäße entspannend wirken können und so zur Senkung des Blutdrucks beitragen. Hinzu kommen Terpene, die die Pflanze während des Wachstums anreichert, um sich gegen Bakterien und Pilze zu wehren. Studien zeigen, dass diese ätherischen Öle antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.
Studien zeigen, dass Sellerieextrakte antibakterielle Eigenschaften besitzen und insbesondere gegen Erreger von Harnwegsinfekten wirksam sein können. Zudem wurden antimykotische Eigenschaften entdeckt, die das Wachstum von Hefepilzen wie Candida albicans hemmen können. Diese Effekte wurden vor allem in Laboruntersuchungen nachgewiesen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sellerie enthält Bitterstoffe und ätherische Öle, die die Bildung von Verdauungssäften und Enzymen anregen und Blähungen sowie Verdauungsbeschwerden entgegenwirken. Bioaktive Substanzen wie die Flavonoide Apigenin und Luteolin wirken antioxidativ und entzündungshemmend und können der Entstehung bestimmter Krebserkrankungen vorbeugen. Besonders große Mengen an Apigenin befinden sich in den Stängeln des Stangenselleries.

Verwendung in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde wurde Sellerie vor allem als harntreibendes und verdauungsförderndes Mittel eingesetzt, aber auch zur Behandlung von Beschwerden wie Rheuma, Gicht und Harnwegsproblemen. Darüber hinaus ist die Verwendung als beruhigendes Mittel bei nervöser Unruhe sowie als allgemeines Mittel zur Blutreinigung überliefert.

Verwendung in der Küche

Mit seinem kräftigen Aroma ist Knollensellerie eine unverzichtbare Zutat in Suppen, Eintöpfen und in Suppenwürzen. Fein geraspelt schmeckt die Knolle als Rohkostsalat, besonders in Kombination mit Obst wie Äpfeln oder Ananas und Walnüssen. Als Püree, häufig gemeinsam mit Kartoffeln, ist das Wurzelgemüse eine schmackhafte Beilage zu Fleisch- oder Gemüsegerichten. Auch im Ofen gebacken oder als veganes „Steak“ in der Pfanne oder auf dem Grill zubereitet, macht die Sellerieknolle eine gute Figur. Knollensellerie ist vor allem ein Herbst- und Wintergemüse.
Stangensellerie ist im Geschmack deutlich milder als Knollensellerie und überzeugt durch seine knackige Frische. Er schmeckt roh, fein gewürfelt im Salat oder in Sticks geschnitten als Snack. Außerdem verleiht er Gemüseeintöpfen und Suppen ein würziges Aroma. Besonders beliebt ist Stangensellerie auch in Form von Saft oder als Bestandteil von Smoothies. Frischer Stangensellerie ist ab Juli regional erhältlich.
Schnittsellerie ist der ursprünglichen Wildform des Selleries am ähnlichsten und wird wie Petersilie verwendet. Seine Blätter enthalten besonders viele ätherische Öle und sind daher sehr aromatisch. Das intensive Aroma bleibt auch nach dem Trocknen erhalten. Er wird vor allem als Suppengrün und zum Würzen von Salaten und Soßen verwendet und kann ab Juni im Garten geerntet werden.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.