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Sanddorn: Unterschätzter Schatz für Gesundheit und Vitalität


In Kürze:

  • Sanddorn wird seit Jahrhunderten in verschiedenen traditionellen Medizinsystemen verwendet.
  • Seine Beeren enthalten zahlreiche Vitamine und bioaktive Substanzen wie Vitamin C, Carotinoide, Flavonoide und ungesättigte Fettsäuren.
  • Die Inhaltsstoffe verleihen den Beeren antioxidative, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften.
  • Die Beeren können die Abwehrkräfte stärken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und Blutfettwerte verbessern.

 
Der Sanddorn beeindruckt besonders im Herbst mit seinen dicht aneinander stehenden, leuchtend orangeroten Beeren. Sie zählen zu den Früchten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt im Norden und werden deshalb auch „Zitrone des Nordens“ genannt.
Die Beeren, die eigentlich zu den beerenartigen Steinfrüchten zählen, sind außerdem reich an Carotinoiden, Flavonoiden und gesunden Fettsäuren. Seit Jahrhunderten kommt Sanddorn in der traditionellen tibetischen, mongolischen, chinesischen und eurasischen Volksmedizin vielfach zum Einsatz, etwa bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Leberleiden, Milzschwäche, Hautleiden, Erschöpfung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die moderne Forschung untermauert viele der traditionellen Anwendungen. Sie stellte unter anderem antioxidative, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften der Beeren fest, die bei der Vorbeugung von Krankheiten helfen und die allgemeine Gesundheit unterstützen können.

Vorkommen und botanische Eigenschaften

Ursprünglich stammt Sanddorn wahrscheinlich aus dem tibetischen Hochland, von wo aus er sich über weite Teile Asiens und fast ganz Mittel- und Nordeuropa verbreitete. Natürliche Bestände finden sich in Teilen Frankreichs, Skandinavien sowie im Alpenraum, dort, wo er sandigen, kiesigen Boden oder freiliegende Schotterflächen und volle Sonne vorfindet. Sanddorn trotzt Kälte und Wind, zudem ist er salztolerant, weswegen er auch an den Küsten von Nord- und Ostsee häufig zu finden ist.
Botanisch zählt Sanddorn (Hippophae rhamnoides) zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Seine schmalen Blätter ähneln denen der Weide, mit der er jedoch nicht verwandt ist. Der kleine bis mittelgroße Strauch – er kann auch baumförmig wachsen – hat dornige und sparrige Äste und Zweige, an denen die farbenfrohen, bis einen Zentimeter großen, säuerlich schmeckenden Früchte wachsen.

Hoher Vitamingehalt und wertvolle Carotinoide

Sanddornbeeren sind besonders reich an Vitamin C. In 100 Gramm der frischen Früchte stecken durchschnittlich etwa 400 Milligramm des Vitamins. Damit übertreffen sie Südfrüchte wie die Zitrone um Längen, sie kommt auf lediglich 53 Milligramm.
Sanddornbeeren eignen sich daher ideal zur Vorbeugung von Erkältungen und Infektionskrankheiten, etwa als Saft oder Mus, und bieten vor allem im Herbst eine wunderbare Möglichkeit, den Vitaminbedarf zu decken und die Abwehrkräfte zu stärken. Zudem besitzen die Beeren antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die den Körper in Zeiten erhöhter Infektanfälligkeit unterstützen.
Sanddornbeeren enthalten außerdem Vitamin E und K sowie B-Vitamine. Der Gesamtvitamingehalt kann allerdings je nach Herkunft, Sorte, Reifegrad und Verarbeitung der Beeren stark variieren.
Des Weiteren befinden sich in den Beeren reichlich Carotinoide wie Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, das für die Sehkraft, gesunde Haut und Schleimhäute wichtig ist, sowie Lutein, Zeaxanthin und Beta-Cryptoxanthin. Carotinoide können die Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen. Sie sind antioxidativ wirksam und können verschiedenen Krankheiten wie Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenerkrankungen oder Krebs vorbeugen.

Flavonoide und positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Gesundheit und Blutfettwerte

Darüber hinaus sind Sanddornbeeren besonders reich an Flavonoiden, unter anderem Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin, die sich in Untersuchungen als entzündungshemmend erwiesen haben. Flavonoide können dazu beitragen, die Gefäßgesundheit zu verbessern und das Risiko für Arterienverkalkung, hohen Blutdruck oder Herzinfarkt zu senken. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Beeren bedeutende herzschützende Eigenschaften besitzen.
Weitere Untersuchungen zeigen, dass Sanddornbeeren erhöhte Blutfettwerte wie Cholesterin und Triglyceride positiv beeinflussen können. Interessant dazu ist das Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2023: Darin tranken 31 Frauen im Alter von 40 bis 56 Jahren mit erhöhtem Cholesterinwert vier Wochen lang täglich 50 Milliliter 100-prozentigen Biosanddornsaft. Als Folge stieg das HDL-Cholesterin signifikant an und gleichzeitig verbesserte sich das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin. Außerdem verringerten sich das Körpergewicht und der Körperfettanteil, insbesondere das viszerale Fett, signifikant. Es bedarf allerdings noch weiterer größerer Langzeitstudien, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Gesunde Fettsäuren und Sanddornöl

Sanddornbeeren enthalten sowohl in den Kernen als auch im Fruchtfleisch wertvolle Öle, die jedoch eine unterschiedliche Zusammensetzung aufweisen. Während das Öl der Samen hauptsächlich aus mehrfach ungesättigten Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren besteht, weist das Öl im Fruchtfleisch in erster Linie die selten vorkommende einfach ungesättigte Palmitoleinsäure auf, auch als Omega-7-Fettsäure bekannt. Sie ist natürlicher Bestandteil von Haut und Schleimhäuten.
Sanddornkernöl wirkt ausgesprochen hautpflegend und ist insbesondere bei trockener, empfindlicher und reifer Haut hilfreich. Auch Sanddornfruchtfleischöl gilt als besonders hautpflegend und -regenerierend. Es besitzt entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften.
In der Pflanzenheilkunde kommt Letzteres äußerlich zur Behandlung von Wunden, Ekzemen, Verbrennungen und Sonnenbrand, Sonnenallergie, Erfrierungen und bei der Narbenpflege zum Einsatz. Es strafft zudem das Hautgewebe und beugt Faltenbildung und Pigmentstörungen vor. Da das Öl aufgrund seines hohen Carotinoidgehalts stark färbt, wird es meist verdünnt mit anderen pflanzlichen Ölen oder pur aufgetragen und mit einer Kompresse bedeckt, wie zum Beispiel bei Verbrennungen.¹
Innerlich wird das Öl bei Entzündungen der Schleimhäute im Mund und im gesamten Verdauungssystem verwendet. Zudem kann das Öl innerlich eingenommen die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessern und bei Insulinresistenz und Diabetes hilfreich sein.
Quellen und Literatur
[1] Bühring, Ursel (2014): Praxis-Lehrbuch der Heilpflanzenkunde, 4. Auflage, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Gesunde Süßkartoffeln: Eines der ältesten Gemüse neu entdeckt


In Kürze:

  • Süßkartoffeln sind in vielen Ländern der Welt ein wichtiges Grundnahrungsmittel.
  • Sie liefern wertvolle Makro- und Mikronährstoffe, die die Gesundheit fördern.
  • Süßkartoffeln können dabei unterstützen, chronischen Erkrankungen vorzubeugen.
  • In der Küche sind Süßkartoffeln wahre Multitalente und vielseitig verwendbar.

 
Die Süßkartoffel zählt zu den ältesten Gemüsesorten und wurde bereits vor 5.000 Jahren in Mittel- und Südamerika kultiviert. Heute zählt die Knolle in vielen tropischen und subtropischen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. In den USA ist die Süßkartoffel eine beliebte Beilage zum Truthahnbraten am Thanksgiving-Fest.
In den vergangenen Jahren hat sie sich auch hierzulande einen festen Platz in den Küchen erobert und ist mittlerweile ganzjährig in den Supermarktregalen zu finden. Meist stammt sie aus Importen aus Spanien oder Übersee. Immer häufiger findet man allerdings auch Angebote aus regionalem Anbau. Wer der wärmeliebenden Pflanze einen sonnigen und geschützten Standort im Garten bietet, kann die vielseitige Knolle sogar selbst anbauen.
Wenngleich Süßkartoffeln in der Erde wachsen und in ihrer Konsistenz und Verarbeitungsmöglichkeiten der Kartoffel ähneln, sind sie botanisch nur sehr entfernt mit ihr verwandt. Während Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen zählen, ist die Süßkartoffel ein Windengewächs. Im Gegensatz zur Kartoffel kann man Süßkartoffeln auch roh und mit Schale essen, da sie kein giftiges Solanin enthalten. Süßkartoffeln werden auch Batate genannt.

Ausgewogenes Nährstoffprofil

Süßkartoffeln zählen zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten, die die Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen können. Sie liefern komplexe Kohlenhydrate, die angenehm und lange sättigen. Zudem bietet das Gemüse viele Ballaststoffe, die eine gute Darmflora fördern.
Des Weiteren versorgen uns Süßkartoffeln mit einer ausgewogenen Mischung an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Sie enthält Calcium, Magnesium und Phosphor, die den Aufbau von Knochen und Zähnen fördern. Ihre großen Mengen an Kalium wirken sich positiv auf ein gestresstes Nervensystem aus und können bei der Entsäuerung des Organismus helfen. Außerdem liefern sie Eisen und Zink, die gemeinsam mit Vitamin C das Immunsystem unterstützen.
Die enthaltenen B-Vitamine und Folat unterstützen die Energiegewinnung und die Funktion des Nervensystems. Süßkartoffeln helfen daher auch in stressigen Zeiten, den Körper mit wichtigen Vitalstoffen zu versorgen.

Antioxidativ und entzündungshemmend

Besonders hervorzuheben ist ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Beta-Carotin (Provitamin A), das den Süßkartoffeln ihre tief orange Farbe verleiht. Es schützt und stärkt Haut und Schleimhäute und wirkt antioxidativ. Vitamin A ist außerdem essentiell für eine gute Sehkraft.
In violetten Süßkartoffeln befinden sich zudem farbgebende Anthocyane. Anthocyane zählen zu den Polyphenolen und sind ebenso für ihr hohes antioxidatives Potenzial und ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt sind. Laut einer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit von 2022 steht der Verzehr von violetten Süßkartoffeln in engem Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einer verbesserten kognitiven Funktion.

Süßkartoffeln für stabilen Blutzucker

Trotz ihres süßen Geschmacks lassen Süßkartoffeln den Blutzucker in der Regel weniger schnell ansteigen als herkömmliche Kartoffeln, was auf die enthaltenen Polysaccharide, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen ist. Der regelmäßige Genuss von Süßkartoffeln kann dabei helfen, Blutzuckerschwankungen und Übergewicht zu vermeiden.
Darüber hinaus befindet sich in der Schale von Süßkartoffeln der sekundäre Pflanzenstoff Caiapo. Eine Studie der Universität Wien fand heraus, dass Caiapo den Nüchternblutzuckerspiegel bei Typ-2-Diabetikern senken kann und sich gleichzeitig günstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt.

Multitalent in der Küche

Süßkartoffeln können vielseitig und kreativ zubereitet werden. Man kann sie wie Kartoffeln mit Schale kochen oder dämpfen und mit etwas Butter oder Avocado essen. Ebenso gut können sie im Ofen im Ganzen gebacken werden. Dafür die Süßkartoffel mit einer Gabel rundum einstechen. Durch das Backen intensiviert sich die Süße, die mit Gewürzen wie Zimt, Muskat oder Kreuzkümmel harmoniert.
Auch püriert als Suppe oder Püree schmeckt die Süßkartoffel hervorragend, wobei sie hierfür am besten ohne Schale verwendet wird. Besonders beliebt ist die Batate in Form von Pommes oder Wedges aus dem Ofen, die gerne als Beilage zu Burger oder Bowls gereicht werden.
Außerdem passt die Süßkartoffel in Gemüseeintöpfe und Currys, als Aufstrich oder – kalt in Scheiben geschnitten – in den Salat. Roh kann man sie wie Karotten fein raspeln und als Salat zubereiten. Aufgrund ihrer natürlichen Süße kann die Batate sogar in Süßspeisen wie Kuchen, Brownies oder Eis verarbeitet werden. Dafür werden die Süßkartoffeln zunächst gekocht oder gebacken und dann püriert. Sodann sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Wer sich Süßkartoffeln auf Vorrat kauft, sollte auf die richtige Lagerung achten. Bei kühlen Temperaturen wie im Kühlschrank werden sie zäh und verlieren an Geschmack. Am besten lagerfähig sind Süßkartoffeln an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort bei etwa 13 bis 16 Grad.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. 
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Mangold: Farbenfrohes Gemüse voller Nährstoffe


In Kürze:

  • Mangold ist eine uralte Kulturpflanze.
  • Das Gemüse ist nährstoffreich und gesund.
  • Mangold lässt sich abwechslungsreich zubereiten.

 
Der Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) ist eine jahrtausendealte Kulturpflanze und stammt ursprünglich aus Vorderasien. Schon früh verbreitete er sich im gesamten Mittelmeerraum, wo ihn bereits die Griechen und Römer als Lebens- und Heilmittel schätzten – etwa zur Förderung der Verdauung oder äußerlich bei Hautproblemen.
Während Mangold in der mediterranen Küche seit jeher einen festen Platz hat, wurde er hierzulande im Laufe der Zeit weitgehend vom Spinat verdrängt. Allmählich findet das vielseitige Gemüse jedoch wieder seinen Weg zurück in unsere Gärten und Küchen.
Mangold gehört zur Kulturform der Rüben und ist eng mit Roter Rübe und Zuckerrübe verwandt. Botanisch zählt er zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Grundsätzlich unterscheidet man zwei Kulturformen: Stiel- oder Rispenmangold – in der Schweiz auch Krautstiel genannt – sowie Schnitt- oder Blattmangold.
Stielmangold bildet lang gestielte, bis zu 30 Zentimeter lange Blätter aus, die sich je nach Sorte runzelig bis glatt zeigen. Ihre Farbe kann von Hellgelb bis Dunkelgrün variieren. Seine Stiele und Blattadern sind kräftig ausgebildet und beeindrucken mit ihren bunten Farben, die von Gelb, über Orange und Rot bs Grün und Weiß reichen. Schnitt- oder Blattmangold entwickelt hingegen schmalere Stiele und kleinere, spinatähnliche Blätter.

Welche Nährstoffe machen Mangold so gesund?

Ähnlich wie Spinat enthält Mangold große Mengen Betacarotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann. Vitamin A trägt nicht nur zu einer guten Sehkraft bei, sondern unterstützt auch die Bildung neuer Hautzellen und der Regeneration der Haut.
Zudem ist Vitamin A ein wichtiges Antioxidans, das unsere Zellen vor den Angriffen freier Radikale, beispielsweise durch UV-Licht, schützt. Studien zeigen, dass eine über einen längeren Zeitraum hinweg an Betacarotin reiche Ernährung den natürlichen Schutz der Haut gegenüber Sonnenstrahlen verbessert – allerdings keinesfalls den Schutz durch Sonnenschutzmittel ersetzt.
Weiterhin ist Mangold mit 80 Milligramm pro 100 Gramm ein guter Magnesiumlieferant. Magnesium ist nicht nur für Muskeln und Knochen essentiell, sondern spielt auch eine zentrale Rolle für unser Nervensystem. Es kann helfen, nervöse Unruhe, Stressresistenz und die Schlafqualität zu verbessern.
Zudem liefert Mangold nennenswerte Mengen an Kalzium für starke Knochen und Eisen für die Blutbildung. Auch Vitamin C, Vitamin E und verschiedene B-Vitamine sind enthalten und unterstützen das Immunsystem, den Zellschutz sowie den Energiestoffwechsel.
Besonders interessant ist Mangold auch für eine kalorienbewusste Ernährung: Eine Portion von etwa 150 Gramm enthält nur rund 20 Kilokalorien und kaum Fett. Gleichzeitig sorgen die enthaltenen Ballaststoffe für eine lang anhaltende Sättigung und unterstützen die Darmgesundheit.
Allerdings enthält Mangold vergleichsweise große Mengen Oxalsäure, die die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann. Menschen mit entsprechender Veranlagung sollten ihn daher nur in Maßen genießen. Zudem gilt Mangold als nitratreiches Gemüse und sollte insbesondere für Säuglinge nicht erneut aufgewärmt werden.

Tipps für Anbau und Zubereitung

Mangold lässt sich einfach im Garten, im Hochbeet oder im Topf auf dem Balkon anbauen und kann zwischen Juli und September geerntet werden. Er bevorzugt tiefgründige humose Böden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Damit er gut gedeiht, sind ausreichende und gleichmäßige Wassergaben wichtig.
Beim Stielmangold werden die äußeren Blätter mitsamt Stielen geerntet und verarbeitet. Die jungen inneren Blätter bleiben stehen und wachsen zu größeren Blättern nach. Beim Blattmangold schneidet man dagegen nur die Blätter ab, wodurch die Pflanze kontinuierlich neue Blätter nachbildet.
Mangold lässt sich sehr abwechslungsreich zubereiten. Kurz gebraten oder gedünstet und mit Gewürzen verfeinert, schmeckt das Gemüse als Beilage zu Fleisch und Fisch. Es passt aber auch als Füllung in Omelett oder Quiche sowie zu Nudelgerichten.
Die Blätter können zudem mit Reis, Pilzen oder Hackfleisch gefüllt werden. In südlichen Ländern wird Mangold häufig mit Schafskäse oder Feta serviert. Das Blanchieren vor der Verarbeitung erhält die Farbe der Blätter und verringert den Oxalsäuregehalt.
Mangold kann auch als Ofengemüse zubereitet werden. Dafür die Blätter und Stiele in Streifen schneiden, mit Öl, Zitronensaft und Gewürzen vermengen und im Ofen rösten, bis sie zart sind. Junge, zarte Mangoldblätter eignen sich außerdem hervorragend als frische Zutat für Blattsalate.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.