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Nach zwei Jahren Pause wieder kommerzieller Walfang in Island

Nach zwei Jahren Pause hat das isländische Walfangunternehmen Hvalur Medienberichten zufolge den Walfang in dieser Saison wieder aufgenommen.
Die beiden Walfangschiffe des Unternehmens legten am Freitagabend vom Hafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik ab. Das berichteten der Sender RUV und die Zeitung „MBL“.
Beim Auslaufen der Schiffe kettete sich an einem der Masten ein Aktivist fest, um gegen den Walfang zu protestieren. Am Abend kletterte er wieder herunter, die Polizei führte ihn ab.
Island ist eines von drei Ländern, in denen noch Wale gefangen werden. Auch in Norwegen und Japan gibt es die Waljagd noch – was Tierschützer kritisieren.

Begrenzung auf 150 Finnwale

In den vergangenen zwei Jahren setzte Island den kommerzielle Walfang, der zwischen Mitte Juni und Mitte September stattfindet, aufgrund einer schwierigen wirtschaftlichen Lage aus. Ein weiterer Grund dafür waren Tierschutzbedenken sowie die sinkende Rentabilität.
Laut einer Empfehlung des isländischen Instituts für Meeres- und Süßwasserforschung für dieses Jahr sollten nicht mehr als 150 Finnwale erlegt werden. Im Herbst soll in Island ein Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs eingebracht werden.
Joanna Swabe von der NGO Humane World for Animals bezeichnete es als „zutiefst entmutigend zu sehen, wie das isländische Walfangschiff den Hafen verlässt, um eine neue Walfangsaison zu beginnen“. Dabei seien die Beweise dafür „erdrückend, dass es keine humane Art gibt, einen Wal zu töten“. (afp/red)
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ZDF korrigiert Nachrichtensendung nach Abmahnung

Mainz/London. Das ZDF hat nach einer juristischen Intervention von US-Unternehmer Elon Musk eine Nachrichtensendung im Nachgang geändert.

In der Online-Mediathek wurde die Anmoderation der Sendung „ZDFheute live“ vom vergangenen Freitag gekürzt, wie der Sender am Dienstag, 16. Juni, mitteilte.

Das ZDF bezeichnete die eigenen Formulierungen im Nachgang als „unpräzise und deshalb missverständlich“.

Der Vorwurf und die juristischen Konsequenzen

In der besagten Sendung zu den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Nordirland hatte die Moderatorin behauptet, Musk habe gemeinsam mit einem britischen Rechtsextremisten dazu aufgerufen, „Jagd auf Migranten“ zu machen.

Musks Medienanwalt Joachim Steinhöfel mahnte das ZDF daraufhin wegen einer „ehrabschneidenden und verleumderischen Unterstellung“ ab und forderte eine Unterlassungserklärung.

Musk selbst hatte auf der Plattform X angekündigt, gegen die Behauptungen des öffentlich-rechtlichen Senders gerichtlich vorzugehen.

Hintergrund der Social-Media-Aktivitäten

Auslöser der Debatte sind die schweren Unruhen in Belfast. Musk, dessen Vermögen nach dem jüngsten SpaceX-Börsengang weiter massiv gestiegen ist, hatte zuvor Beiträge des Aktivisten Tommy Robinson geteilt und seine eigenen Follower auf X zu Protesten in Großbritannien aufgerufen.

Den Vorwurf, er habe direkt zu Gewalt oder einer „Jagd“ aufgerufen, weist die Gegenseite jedoch als drastischen Verstoß gegen journalistische Grundsätze zurück.

Das ZDF strich die umstrittene Passage nun aus der Online-Fassung. (afp/red)