Obwohl das Universum Milliarden Jahre alt ist, wartet es noch immer mit zahlreichen Überraschungen auf: sowohl in unserer Galaxie, als auch in unserem Sonnensystem. - Foto: zhengzaishuru/iStock, Epoch Times
Eifelvulkan war unschuldig
Am Ende der letzten Eiszeit vor fast 13.000 Jahren stiegen die Temperaturen stetig, Gletscher zogen sich zurück und die Vegetation breitete sich in der kargen Landschaft aus. Dieses Erblühen kam jedoch plötzlich zum Stillstand als sich das Klima erneut für fast ein Jahrtausend abkühlte. Als Grund galt bislang der Vulkanausbruch am Laacher See in der Eifel. Bohrproben aus Schweden, entnommen von Wissenschaftlern der University of South Carolina, lassen ein weiteres Szenario zu: über einer Schicht aus Asche, die sicher vom Ausbruch des Eifelvulkans stammt, lag eine etwa 150 Jahre jüngere Schicht mit platinreichen Nanopartikeln. Genau diese jüngeren Ablagerungen entstanden Datierungen zufolge zu jener Zeit, als das Klima deutlich kälter und feuchter wurde. Die Forscher vermuten daher vielmehr, dass ein außerirdischer Einschlag oder eine atmosphärische Explosion hinter der Abkühlung steckt. (kms)
Schon lange gilt beim Essen Omas Devise: in Maßen nicht in Massen. Wie viel zu viel ist, hängt letztlich vom Lebensmittel und dem eigenen gesundheitlichen Zustand ab. Ein 82-jähriger US-Amerikaner musste jüngst am eigenen Leib erfahren, dass fast drei Kilogramm Rote Bete pro Woche und das Trinken des Kochsuds eine lebensgefährliche Überdosis sein kann. Wie Ärzte in ihrer aktuellen Studie berichten, wurde der Mann mit niedrigem Blutdruck, schiefergrauer Haut und einer Methämoglobinämie in die Notaufnahme eingeliefert. Als Auslöser dafür vermuten die Mediziner, dass die große Menge an pflanzlichem Nitrat aus der Roten Bete zusammen mit einem Medikament des herzkranken Mannes dazu führten, dass der Körper überlastet war. Bei gesunden Menschen bestünde diese Gefahr nicht. (ger)
Für herzkranke Menschen kann der übermäßige Verzehr von Roter Bete bedenklich sein.
Foto: Lesyy/iStock
KI schreibt unsere Erinnerungen um
Im Rahmen zweierStudien am Massachusetts Institute of Technology sahen 200 Teilnehmer zunächst echte Fotos sowie später entweder dieselben echten Fotos oder darauf basierende, von KI bearbeitete Bilder. Vor allem wer KI-generierte Videos auf Grundlage KI-generierter Versionen der Originalfotos zu sehen bekam, „erinnerte“ sich bis über dreimal häufiger an Details, die nie existierten, und war auch eine Woche später deutlich überzeugter von seiner falschen Erinnerung. Eine weitere Studie der Universitäten Georgetown und Washington zeigte, dasss auch die Zusammenfassung eines Ereignisses durch einen KI-Chatbot die Erinnerung trübt – und selbst die Auflösung, dass die Zusammenfassung von KI verzerrt wurde, die Erinnerungen nicht korrigiert. Ob KI auch Erinnerungen an echte, eigene Erlebnisse beeinflusst, ist offen. (ts)
Kaum eine Straße wurde an einem Tag von Anfang bis Ende gepflastert, die Milchstraße als unsere Heimatgalaxie ist da keine Ausnahmen: Forscher des Instituto de Astrofísica de Canarias identifizierten anhand des Alters und der Position von Millionen Sternen zwei „Bauabschnitte“. Demnach verfügte die junge Galaxie über eine breite, turbulente Gasscheibe, in der sich Sterne weit verstreut bilden konnten. Bis vor etwa 10,8 Milliarden Jahren hatte sich dieses Baumaterial jedoch soweit beruhigt und gesetzt, dass neue Sterne seither nur in einer vergleichsweise flachen Scheibe entstehen können. Laut Hauptautor David Mirabal löst das ein klassisches Problem der Astrophysik, denn erstmals würden „klare Beweise aus Beobachtungen“ eine der zwei bisher gängigen Theorien zur Entstehung der Milchstraße favorisieren. (ts)
Blick auf den Nachthimmel inklusive Milchstraße am Lake Tahoe in den USA.
Foto: heyengel/iStock
Ältestes Schiffswrack der Welt?
Es war ein stürmischer Tag auf See. Der Eigner eines kleinen Handelsschiffes suchte in den windgeschützten Buchten vor Kekova in der Türkei Schutz vor den Naturgewalten. Doch auch das half nicht: das Schiff prallte gegen einen Felsen und sank mitsamt seiner Ladung auf den Boden des Mittelmeeres. So könnte sich das Unglück um ein antikes Schiff abgespielt haben, auf dessen geladene Tongefäße lokale Seeleute im Jahr 2024 zufällig stießen, denn vom Holz selbst ist kaum etwas übrig. Ersten Schätzungen zufolge könnte das Boot zwischen 2700 und 2400 v. Chr. gesunken sein. Stimmt das vorläufige Datum, wäre dies das älteste Schiffswrack der Welt, da der bisherige Rekordhalter vor der Küste Griechenlands etwa 300 Jahre jünger ist. (kms)
Immer mehr Menschen weltweit leiden an Diabetes Typ 2. Anders als Typ 1 ist diese Form häufig mit Übergewicht, Bewegungsmangel und langfristig einer zu hohen Energiezufuhr verbunden. Um dieses Problem zu lösen, haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ein neuartiges Implantat entwickelt. Ein integrierter Sensor misst den Glukosewert im Gewebe und schaltet bei einem Überschuss den verbauten Katalysator ein, der die Glukose in Glukonat umwandelt. Letzteres wird schließlich über den Urin ausgeschieden. Auf diese Weise wird der überzählige Zucker dem weiteren Stoffwechsel entzogen, wodurch gleichzeitig die Gewichtszunahme der Erkrankten reduziert wird. Wann das Implantat als Ersatz für die bisherigen Diabetes-Medikamente auf den Markt kommt, ist noch offen. (ger)
Zum Einsatz kommen soll das Implantat mit seinem Graphitfilz, nanometergroßen Goldflocken und noch kleineren Platinpartikeln wie die bisher üblichen Blutzuckersensoren, die Diabetiker bereits an ihrem Arm tragen.
Foto: Alvaro Moreno Perez/iStock
Manuskript enthüllt Schrödingers wahre Gedanken zur Quanten-Katze
Wohl jeder kennt Schrödingers Katze, die in ihrem Karton gleichzeitig tot und lebendig ist. Dahinter steht die Überlegung, dass ein Quantenteilchen gleichzeitig mehrere Zustände annehmen kann und erst durch den Beobachter in einem davon „gefangen“ wird. Ein bislang unveröffentlichtes, erstmals transkribiertes Manuskript des österreichischen Physikers ergänzt sinngemäß, dass, was für eine Katze gilt, auch für andere Katzen gelten könnte – ohne das Schrödinger davon einhunderprozentig überzeugt war. Die zweite Katze wird dabei als womöglich unvollständiger Gegenbeweis für eine quantenphysikalische Behauptung seiner Zeit gesehen, wobei Schrödinger, wie aus seinen Notizen hervorgeht, der Möglichkeit, dass beide Katzen tatsächlich rein zufällig ähnlich sind, ausdrücklich offen gegenüberstand. (ts)
Kaffee, frische Wäsche und Omas Sonntagsbraten verströmen einen besonderen Duft, den wir sofort in der Nase haben, wenn wir sie nur sehen. Doch das Geruchsfernsehen ist kein Science-Fiction mehr. Teleportiert wird dabei nicht, vielmehr nimmt eine „olfaktorische Schnittstelle“, sprich eine künstliche Nase, Gerüche wahr und wandelt sie in digitale Signale um. Eine Duftstation beim Empfänger setzt die entsprechenden Chemikalien frei und erzeugt so nahezu in Echtzeit den passenden Duft. Als Sender und Empfänger genügen Armband oder Halskette, beschränken sich bislang aber auf fünf Gerüche, einschließlich Kuchen, Rotwein und Orangen. Auch die Übertragung von Geschmacksaromen, konkret Bier und Kaffee, war schon erfolgreich. Wann uns die volle Brise Bauernhof aus dem Fernseher entgegenweht, ist offen. (ts)
Eine der ersten „Duftrichtungen“ im Geruchsfernsehen war unter anderem Kaffee.
Foto: Anna Kim/iStock
Mikroplastik reagiert chemisch im Körper
Kunststoffe gelten chemisch als wenig reaktionsfreudig, weshalb sie häufig zur Verpackung von Lebensmitteln oder zur Herstellung von Kinderspielzeug verwendet werden. Zerfällt ein großes Stück in kleine Teilchen, geschieht aber etwas Wichtiges: bezogen auf die Oberfläche ist mehr Material der Umgebung ausgesetzt. Das dies nicht unbedenklich ist, zeigen US-amerikanische Forscher in ihrer Studie. Denn: Sobald die Partikel mit Wasser in Kontakt kommen, entstehen hochenergetische, reaktive Radikale (kurz ROS). Und diese Moleküle können nachweislich tierisches und menschliches Gewebe schädigen. Gleiches passiert laut den Forschern, wenn Plastikpartikel in den Blutkreislauf gelangen, da menschliches Blut größtenteils aus Wasser besteht. In den Augen der Forscher könnte dies eine Ursache für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Demenz sowie Hirntumore sein. (ger)
Fingerabdrücke zeigen Erbauer der Terrakotta-Armee
Über 7.000 Krieger stehen in Reih und Glied und bewachen dass Grab ihres Herrschers. Nur sind diese Wachen nicht aus Fleisch und Blut, sondern teils überlebensgroß und aus Ton. Doch wer war(en) der oder die Erbauer der 1974 entdeckte Terrakotta-Armee? Bekannt ist nur, dass der chinesische Kaiser Qin Shihuangdi (259–210 v. Chr.) die ewige Streitmacht in Auftrag gab. Mögliche Namen der vermutlich zur Zwangsarbeit verpflichteten Handwerker sind nicht erhalten – dafür aber ihre Fingerabdrücke. Forscher der chinesischen Shandong University haben gleich 79 dieser Spuren an den Tonkriegern entdeckt. Sie zeigen, dass die Armee nicht nur von erwachsenen Männern, sondern auch von Frauen und Jugendlichen gefertigt wurde. Mit Fingerspitzengefühl und ihrer Handwerkskunst schufen sie ein Meisterwerk, das bis heute die Menschen beeindruckt. (kms)
Die Terrakotta-Armee nahe Xi’an ist Teil des Mausoleums des chinesischen Kaisers Qin Shihuangdis.
Foto: Vadim_Nefedov/iStock
Neuer Zwerg entdeckt
Astronomen könnten die offizielle Planetenliste unseres Sonnensystems um einen neuen Zwerg erweitern. Wie Forscher kürzlich bekannt gaben, entdeckten sie mithilfe des Vera C. Rubin-Observatoriums jenseits von Pluto ein großes, helles Objekt, das die vorläufige Bezeichnung „ED138“ erhielt. Der etwa 46 Astronomischen Einheiten entfernte, eisige Himmelskörper ist um fast 25 Grad gegenüber der Ebene des Sonnensystems geneigt und könnte ersten Schätzungen zufolge einen Durchmesser von 600 bis 1.500 Kilometern haben. Sollte sich dies in künftigen Untersuchungen bestätigen, wäre ED138 einer der größten in diesem Bereich des Sonnensystems entdeckten Zwergplaneten und würde sich zu Pluto, Ceres, Eris, Haumea und Makemake gesellen. (ts)
In einer Aufgabe mussten Krähen erkennen, ob sich bewegte Punkte auf einem Touch-Monitor überwiegend nach links oder rechts bewegten. Die Tiere zeigten ihre Entscheidung dadurch an, dass sie auf einen Punkt links oder rechts vom Punktemuster pickten. Und das taten sie laut den Forschern Philipp Schmidbauer und Professor Andreas Nieder der Universität Tübingen mit hoher Präzision und Schnelligkeit. Ihre beiden Aaskrähen benötigten dafür durchschnittlich 235 Millisekunden – und waren damit doppelt so schnell wie ein Mensch. Dies komme ihnen bei schnellen und präzise zu steuernden Flugmanövern sowie bei der Nahrungssuche zugute. Welche Mechanismen den Zeitvorteil ermöglichen, müssten weitere Untersuchungen klären. (kms)
Krähen beweisen immer wieder, das sie schnelle und intelligente Tiere sind.
Foto: Wirestock/iStock
Schon gewusst? Hormon macht Haare dunkler
Beim Durchblättern der Familienalben gibt es immer wieder Erstaunliches zu erblicken: seien es Hinweise auf künftige Berufe, Sünden aus der Kindheit oder ein optisches Kontrastprogramm. Denn nicht selten hatten weibliche und männliche Brünetten früher eine strahlend blonde Mähne. Aber warum ist das so? Unsere Haarfarbe entsteht durch das Pigment „Melanin“, das in den Haarfollikeln produziert wird. Doch es gibt zwei Hauptarten von Melanin: Eumelanin, das braune und schwarze Farbtöne erzeugt, und Pheomelanin, das dem Haar gelbe und rote Töne verleiht. Menge und Art des produzierten Melanins bestimmen so maßgeblich die Farbe der Haare. In der Pubertät kommt es zu einer erhöhten Produktion von Eumelanin, weshalb bei vielen Blondinen die Verdunkelung ab zehn bis 13 Jahren einsetzt. Wie genau Hormone diese Veränderung bewirken beziehungsweise welche Gene den Prozess steuern, ist nach wie vor ein Rätsel. (ger)
Mäßig kalte Temperaturen können bei Tieren die Lebensdauer verlängern und den altersbedingten Abbau verlangsamen. Wie dieser Effekte ausgelöst wird und ob dies auch für Menschen gilt, war bislang unklar. Im Rahmen ihrer Studie entdeckten Kölner Forscher um Professor Dr. David Vilchez, das dabei verstärkt der Metabolit BH2 in den Muskeln produziert, gespeichert und anschließend in das Gewebe angegeben wird, wo es die Bildung der Aminosäure Tyrosin auslöst. Diese unterstützt die zelluläre Maschinerie, sodass Proteine nicht verklumpen, Zellen nicht beeinträchtigt und altersbedingte Krankheiten reduziert werden. Letztlich zeigt die Studie nicht, dass Baden in 15 Grad Celsius kaltem Wasser das Leben verlängert, aber das es den Zellen bei ihrer Arbeit hilft. (ger)
Es muss kein Eisbad im Winter sein, um seinen Körper gesundheitlich zu unterstützen.