Welche alltäglichen Lebensmittel die Abwehrkräfte stärken können. - Foto: sebastianosecondi/ iStock
Die Tage werden kürzer und die Morgen kälter, vielleicht hustet ja schon jemand in Ihrem Büro. Die Erkältungs- und Grippesaison steht vor der Tür, und die Gewohnheiten, die Sie sich jetzt aneignen, können Ihrem Körper helfen, diese Zeit besser zu überstehen.
Der Faktor Stress
Der Herbst lädt dazu ein, innezuhalten und den Blick nach innen zu richten. Es ist der ideale Zeitpunkt, um ehrlich zu hinterfragen: Ist Stress in Ihrem Alltag vielleicht zu einem Dauerzustand geworden?
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Während kurzer, akuter Stress die Immunabwehr sogar anregen kann, kehrt sich dieser Effekt bei Wochen oder Monate andauernder Belastung ins Gegenteil um: Das Immunsystem wird geschwächt. Die dauerhafte Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol fördert chronische Entzündungsprozesse und senkt die Zahl der weißen Blutkörperchen, genau jener Abwehrzellen, die der Körper zur Abwehr von Krankheitserregern benötigt.
Stressauslöser lassen sich im Alltag oft nicht vollständig vermeiden, wohl aber unser Umgang mit ihnen. Methoden wie Meditation, Yoga, das Schreiben von Tagebüchern oder ein Gebet können helfen, die eigene Mitte wiederzufinden, den Blick für das Wesentliche zu schärfen und Stress nachhaltig zu bewältigen.
Zu den wirksamsten Helfern aus der Naturheilkunde zählen sogenannte Adaptogene. Diese pflanzlichen Wirkstoffe unterstützen den Organismus dabei, sich an Belastungssituationen anzupassen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen und die körperliche wie mentale Widerstandskraft zu stärken. Sie lassen sich flexibel in den Alltag integrieren, beispielsweise als Tee, Tinktur, Pulver oder in Form von Kapseln.
Zu den bekanntesten Adaptogenen gehören:
Ashwagandha
Schisandra
Rhodiola
Süßholz
Heiliges Basilikum (Tulsi)
Ginseng
Eine Studie mit 58 Teilnehmern ergab, dass Erwachsene, die täglich Ashwagandha-Wurzelextrakt einnahmen, von einer deutlichen Verringerung des empfundenen Stresses und der Angstgefühle berichteten sowie einen niedrigeren morgendlichen Cortisolspiegel hatten. Zudem zeigten sie Verbesserungen der Schlafqualität.
Ein unterschätzter Schlüssel für ein starkes Immunsystem und langfristige Gesundheit ist erholsamer Schlaf. Studien belegen: Chronischer Schlafmangel schwächt die Immunabwehr, macht anfälliger für Infekte und verstärkt entzündliche Prozesse im Körper.
Mit dem Einzug der kälteren Jahreszeit verändert sich auch unser natürlicher Biorhythmus. Während regelmäßige Bewegung weiterhin essenziell bleibt, fordert der Körper im Herbst und Winter ganz natürlich etwas mehr Ruhe und Regeneration. Diesem Bedürfnis nachzugeben und dem Körper mehr Schlaf zu gönnen, schont die Kraftreserven und schützt die Gesundheit.
Das ist im durchgetakteten Alltag oft leichter gesagt als getan. Doch schon kleine Anpassungen zeigen Wirkung: Wer ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen Bildschirmzeiten reduziert und das Licht dimmt, regt die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin an und signalisiert dem Organismus, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen.
Heilmittel aus der Küche
Frische Kräuter und aromatische Gewürze sind weit mehr als nur Geschmacksträger: Viele von ihnen enthalten hochwirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem gezielt unterstützen und den Körper spürbar gegen typische Herbst- und Winterinfekte wappnen können.
Knoblauch: Ein Allrounder für die Abwehrkräfte
Ein echter Klassiker unter den natürlichen Immunhelfern ist Knoblauch. Die Knolle ist nicht nur erschwinglich und überall erhältlich, sondern zeichnet sich durch ein breites Spektrum an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen aus. Wer möchte, kann Knoblauch sogar mit wenig Aufwand im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen.
Knoblauch wirkt stark antibakteriell, antiviral, antimykotisch, antiparasitär und entzündungshemmend, wodurch er sich hervorragend zur Stärkung der Immunabwehr und zur Vorbeugung von Krankheiten eignet.
Am einfachsten ist es, Knoblauch zu den Mahlzeiten hinzuzufügen.
Hacken oder zerdrücken Sie rohe Zehen und lassen Sie sie vor dem Kochen etwa 10 Minuten ruhen. So kann sich Allicin, der Hauptwirkstoff des Knoblauchs, bilden. Nehmen Sie ihn roh zu sich, wenn Sie spüren, dass sich eine Erkältung ankündigt. Zerdrücken Sie eine oder zwei Zehen, lassen Sie sie 10 Minuten ruhen und schlucken Sie sie zusammen mit einer Mahlzeit.
Wer den intensiven Geschmack oder Geruch der frischen Knolle meiden möchte, kann auf hochwertige Knoblauch-Kapseln zurückgreifen.
Ziehen Sie schwarzen Knoblauch für einen zusätzlichen Gesundheitsschub in Betracht; er wird so lange fermentiert, bis er zäh und süß wird. Berichten zufolge wird er in Thailand, Südkorea und Japan schon seit Jahrhunderten verwendet.
Die klinische Kräuterkundlerin, Akupunkteurin und Fachärztin für funktionelle Medizin Kerry Adams, die seit fast 50 Jahren praktiziert, berichtet, wie sie selbst Knoblauch einsetzt: „Ich gebe ihn gerne in Thymian- und Ingwertee, die beide wärmend wirken und die Durchblutung fördern“, erklärte sie gegenüber der Epoch Times per E-Mail. „Außerdem mische ich ihn oft mit Zwiebeln und Honig als Hustensaft“, fügte sie hinzu.
Wenn Sie Medikamente einnehmen oder wegen chronischer Erkrankungen in Behandlung sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Knoblauch in therapeutischen Dosen einnehmen. Da Knoblauch ein wärmendes Kraut ist, warnt Adams vor der Anwendung, wenn bereits Anzeichen von Hitze wie Fieber, rote Augen und ein gerötetes Gesicht bestehen. Sie fügt hinzu, dass Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder in der Vergangenheit an Magengeschwüren oder Gastritis litten, beim Verzehr von Knoblauch Vorsicht walten lassen sollten.
Cayennepfeffer
Cayennepfeffer ist ein weiteres Gewürz, das viele in ihrem Gewürzregal oder Küchenschrank haben. Wenn Sie scharfes Essen mögen, kann dies eine gute Möglichkeit sein, den Körper zu stärken. Er ist sehr nährstoffreich und reich an Vitamin C. Außerdem enthält er Vitamin E, Vitamin A und B-Vitamine, die alle für ein gesundes Immunsystem benötigt werden.
Das in Cayenne enthaltene Vitamin A hilft dem Körper beim Aufbau gesunder Schleimhäute in Nase, Mund und Lunge und trägt so dazu bei, Mikroben fernzuhalten.
Zum Ausprobieren eignet sich eine Prise getrockneter Cayennepfeffer in Suppen, Eintöpfen oder Tees. Die Menge kann je nach Bedarf erhöht werden.
Cayennepfeffer gilt in Lebensmitteln allgemein als unbedenklich, aber vermeiden Sie ihn, wenn Sie Anzeichen von Hitzeempfindlichkeit haben, und setzen Sie ihn ab, falls er Magenbeschwerden oder Reizungen verursacht.
Honig
Honig hat wegen seiner antibakteriellen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften eine lange Tradition in der medizinischen Anwendung.
Laut einer Laborstudie kann Honig etwa 60 Bakterienarten sowie einige Pilz- und Virusarten hemmen. Forschungsergebnisse aus weiteren Zellstudien deuten zudem darauf hin, dass er Immunzellen stimulieren könnte. Zudem ist er ein Bestandteil in verschiedenen pflanzlichen Hausmitteln, darunter auch eines Hustensafts, wenn er mit Zwiebelscheiben kombiniert wird.
Rohhonig ist die bessere Wahl. Viele handelsübliche Honigsorten sind pasteurisiert, das heißt, sie wurden auf hohe Temperaturen erhitzt, wodurch viele ihrer nützlichen Inhaltsstoffe zerstört werden können. Rohhonig hingegen kommt direkt aus dem Bienenstock und behält die meisten dieser wertvollen Stoffe. Ein Löffel Honig täglich während der Erkältungs- und Grippesaison ist eine hervorragende Möglichkeit, Ihr Immunsystem zu stärken.
Menschen mit Diabetes sollten Honig aufgrund seines Zuckergehalts mit Vorsicht genießen, und Kinder unter 1 Jahr sollten wegen des Risikos von Säuglingsbotulismus durch Botulismus-Sporen niemals Honig zu sich nehmen.
Manuka-Honig wirkt anders als gewöhnlicher Honig: Seine antibakterielle Wirkung bleibt auch unter schwierigen Bedingungen stabil. - Foto: Inna Dodor / iStock
Manuka-Honig ist weit mehr als nur ein süßer Brotaufstrich. Der seltene Honig aus Neuseeland wird seit Jahren wegen seiner besonderen antibakteriellen Eigenschaften geschätzt und ist Gegenstand zahlreicher Studien.
Ob bei Halsschmerzen, der Wundheilung oder Beschwerden an Augen, Nase und Mund – immer mehr Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Manuka-Honig gesundheitliche Vorteile bieten kann. Doch was macht ihn so besonders?
Was Manuka-Honig so einzigartig macht
„Nicht jeder Honig ist gleich“, sagte Tina Alexander, staatlich geprüfte Ernährungsberaterin, gegenüber der englischsprachigen Epoch Times.
Gewöhnlicher Rohhonig bekämpft Bakterien mithilfe von Wasserstoffperoxid. Dieser Stoff zerfällt jedoch unter dem Einfluss von Hitze, Licht oder Körperflüssigkeiten relativ schnell. Manuka-Honig wirkt dagegen über einen anderen Mechanismus: Seine sogenannte peroxidfreie antimikrobielle Wirkung gilt als besonders stabil und bleibt auch unter schwierigen Bedingungen erhalten.
Gewonnen wird Manuka-Honig aus dem Nektar des Manuka-Strauchs (Leptospermum scoparium), der ausschließlich in Neuseeland wächst. Da die Pflanze nur wenige Wochen im Jahr blüht und überwiegend in abgelegenen Regionen vorkommt, ist der Honig vergleichsweise selten.
Der Manuka-Strauch (Leptospermum scoparium) wächst ausschließlich in Neuseeland und ist die Grundlage für den besonderen Honig.
Foto: MollyNZ / iStock
Das erklärt mit, warum ein Glas – je nach Reinheit – zwischen 20 und 200 Dollar kosten kann. Hinzu kommen seine außergewöhnlichen medizinischen Eigenschaften.
Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichem Honig ist der hohe Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Dieser Stoff besitzt antibakterielle, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften und gilt als entscheidend für viele der gesundheitlichen Wirkungen von Manuka-Honig.
Dazu zählen unter anderem die Unterstützung der Wundheilung sowie die Linderung von Halsschmerzen, Husten und Verdauungsbeschwerden.
Er ist in der Regel dunkler und deutlich dickflüssiger. Seine sogenannte thixotrope Eigenschaft sorgt dafür, dass er bei Raumtemperatur fest bleibt, sich beim Umrühren jedoch verflüssigt.
Wer Manuka-Honig kaufen möchte, sollte auf die UMF-Kennzeichnung (Unique Manuka Factor) achten. Dieses Bewertungssystem bestätigt die Reinheit, Wirksamkeit und Echtheit von Manuka-Honig aus Neuseeland. Die Einstufung reicht von UMF 5+ bis UMF 25+ und gibt Aufschluss über die MGO-Konzentration sowie die Stärke der antibakteriellen Wirkung.
Mögliche Vorteile für die Augen
Eine kürzlich in Frontiers in Ophthalmology veröffentlichte Studie legt nahe, dass Augentropfen auf Manuka-Honig-Basis postoperative Beschwerden wie trockene Augen besser lindern könnten als herkömmliche künstliche Tränen.
25 Patienten erhielten die Manuka-Honig-Tropfen, 28 die Standardbehandlung. Über den Zeitraum von der Operation bis einen Monat danach wurden Trockenheit, Reizungen, Rötungen, Entzündungen und die Stabilität des Tränenfilms regelmäßig untersucht.
Einen Monat nach der Operation berichteten die Patienten aus der Manuka-Honig-Gruppe über weniger Trockenheit und Reizungen sowie einen höheren Augenkomfort. Zudem zeigten sie weniger Rötungen und Entzündungen als die Vergleichsgruppe.
Die Autoren der Studie weisen allerdings darauf hin, dass die Studie klein angelegt war und nur einen kurzen Zeitraum umfasste. Die Ergebnisse seien daher lediglich „hypothesenbildend“ und müssten in größeren, längerfristigen Studien bestätigt werden.
Vorteile für die Nasengänge und Nasennebenhöhlen
Manuka-Honig wird seit Langem zur Linderung von Erkältungs- und Grippesymptomen eingesetzt. Besonders seine Wirkung auf Bakterien und Entzündungsprozesse macht ihn für die Anwendung im Bereich der Nase und Nebenhöhlen interessant.
Laboruntersuchungen zeigen, dass Manuka-Honig das Wachstum verschiedener Bakterien hemmen kann, darunter auch antibiotikaresistente Stämme.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika, die häufig über einen einzelnen Angriffspunkt wirken, greift Manuka-Honig Bakterien auf mehreren Wegen gleichzeitig an. In bisherigen Beobachtungen konnten Forscher keine Resistenzentwicklung feststellen.
Auch bei Grippeviren wurden positive Ergebnisse beobachtet. In einer weiteren Laborstudie aus dem Jahr 2014 zeigte Manuka-Honig im Vergleich zu anderen Honigsorten die stärkste Wirkung gegen das Influenzavirus und verringerte dessen Fähigkeit, sich in Zellen zu vermehren.
Wurde Manuka-Honig mit den antiviralen Medikamenten Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza) kombiniert, war für eine vergleichbare Wirkung eine deutlich geringere Medikamentendosis erforderlich – fast ein Tausendstel der normalerweise benötigten Menge.
Eine kleine klinische Studie mit 19 Personen untersuchte zudem die Wirkung von Manuka-Honig bei primärer atrophischer Rhinitis, einer chronischen Erkrankung, bei der sich Nasengewebe und schleimproduzierende Drüsen zurückbilden.
Die Teilnehmer verwendeten acht Wochen lang auf einer Nasenseite ein Spray mit 10 Prozent Manuka-Honig und auf der anderen Seite eine Kochsalzlösung. Auf der Manuka-Seite wurden deutlichere Verbesserungen festgestellt, darunter eine geringere Entzündung der Nasenschleimhaut und eine Zunahme nützlicher Bakterien im Nasenmikrobiom.
Im Handel sind verschiedene Nasensprays mit Manuka-Honig erhältlich. Sie kombinieren meist gereinigten Manuka-Honig in medizinischer Qualität mit Kochsalzlösung, um die Nasengänge mit Feuchtigkeit zu versorgen, Reizstoffe auszuspülen, Verstopfungen zu lindern und die natürliche Schutzfunktion der Nase zu unterstützen.
Die Zusammensetzung und der MGO-Gehalt unterscheiden sich je nach Produkt. Bei chronischen Infektionen sollte jedoch ein Arzt oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt hinzugezogen werden, statt sich ausschließlich selbst zu behandeln.
Vorteile für die Mundgesundheit
Dass ein süßer Stoff die Mundgesundheit unterstützen soll, klingt zunächst ungewöhnlich. Manuka-Honig unterscheidet sich jedoch von raffiniertem Zucker. Forscher sehen ihn eher als natürliche, nährstoffreiche Substanz mit besonderen Eigenschaften und nicht als gewöhnliches Süßungsmittel.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass Manuka-Honig schädliche Bakterien im Mund hemmen, die Bildung von Zahnbelag verringern und Zahnfleischentzündungen lindern kann. Auch bei Menschen mit Mundtrockenheit wurden positive Ergebnisse beobachtet.
Eine randomisierte kontrollierte Studie aus dem Jahr 2025 untersuchte 42 ältere Erwachsene mit Xerostomie (Mundtrockenheit). Dabei schnitten Mundspülungen mit Manuka-Honig besser ab als Spülungen mit normalem Honig oder Kochsalzlösung, wenn es darum ging, den Speichelfluss anzuregen. Die Teilnehmer bewerteten die Anwendung zudem als sehr zufriedenstellend.
In einer weiteren Studie zeigte Manuka-Honig eine stärkere Wirkung gegen Zahnbelag als Xylitol-Kaugummi. Gleichzeitig war die Wirkung vergleichbar mit Chlorhexidin-Mundwasser, einer antiseptischen Mundspülung, die unter anderem zur Verringerung von Zahnfleischbluten, bei Zahnfleischentzündungen und zur Unterstützung der Heilung nach zahnärztlichen Eingriffen eingesetzt wird.
Auch eine kleine Pilotstudie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Teilnehmer, die dreimal täglich nach den Mahlzeiten zehn Minuten lang auf einem „Leder“ aus Manuka-Honig kauten, hatten nach 21 Tagen weniger Zahnbelag und Zahnfleischbluten als die Vergleichsgruppe, die zuckerfreien Kaugummi verwendete.
Neben der Mundpflege wird Manuka-Honig häufig auch bei Halsschmerzen eingesetzt. Seine dickflüssige Konsistenz legt sich schützend über die Schleimhaut, kann gereiztes Gewebe beruhigen und wirkt gegen Bakterien, die häufig an Halsschmerzen beteiligt sind, darunter Streptococcus mutans. Üblicherweise wird Manuka-Honig in einer Menge von 1 bis 2 Esslöffeln eingenommen – pur oder eingerührt in warmes Wasser beziehungsweise Tee.
Dosierung und Vorsichtsmaßnahmen
Wer Manuka-Honig in den Alltag integrieren möchte, sollte einige wichtige Punkte beachten.
Als übliche Portion gelten 1 bis 2 Teelöffel. Eine deutlich größere Menge bringt laut der Ernährungsberaterin Tina Alexander keinen zusätzlichen therapeutischen Vorteil. Stattdessen kann sie den Blutzucker- und Insulinspiegel erhöhen und zusätzliche Kalorien liefern.
Auch für Manuka-Honig gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie für herkömmlichen Honig: Säuglinge unter 12 Monaten sollten ihn wegen des Risikos für Botulismus nicht erhalten. Menschen mit Diabetes sollten aufgrund des hohen Zuckergehalts vorsichtig mit dem Verzehr sein.
„Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht bleibt Honig ein zugesetzter Zucker, hauptsächlich aus Fruktose und Glukose mit einem hohen glykämischen Index“, sagte die Ernährungsberaterin Tina Alexander. Deshalb sollte Manuka-Honig ihrer Einschätzung nach eher gezielt als funktionelles Mittel eingesetzt werden und nicht als tägliches Wellness-Produkt.
Bei größeren Mengen können außerdem Beschwerden wie Blähungen oder eine leicht abführende Wirkung auftreten.
Honig wird in der traditionellen Medizin seit langer Zeit verwendet. Manuka-Honig unterscheidet sich jedoch durch seine besonderen Eigenschaften von gewöhnlichem Honig und wird deshalb häufig als besonders wirkungsvolle Variante angesehen.
Seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen ihn für viele Menschen zu einer interessanten Ergänzung in Küche und Hausapotheke.
Neue Verbraucherregeln und Preisänderungen treten im Juni in Kraft. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
In Kürze:
Die Steuervergünstigung für Sprit endet Ende Juni
Widerrufsrecht für Versicherungen und Finanzdienstleistungen beschränkt
Die Bahn wirbt mit einem Familienticket
Ein Ende der Steuerabsenkung für Benzin und Diesel steht im Juni ebenso an wie eine ganze Reihe weiterer Änderungen. So sollen Onlinekäufe leichter rückgängig gemacht werden können, und Verbraucher sollen künftig einfacher erkennen können, woher ihr Honig stammt. Nachfolgend ein Überblick:
Ende Juni müssen sich Autofahrer voraussichtlich wieder auf höhere Preise an den Zapfsäulen einstellen. Denn dann läuft die Absenkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um jeweils rund 17 Cent pro Liter nach aktuellem Stand aus. Damit enden die zwei Monate, in denen die Bundesregierung die Verbraucher bei den durch den Irankrieg deutlich gestiegenen Spritpreisen entlasten wollte.
Widerrufsbutton, Widerrufsrecht und Barrierefreiheit im Internet
Wer einen Onlinekauf oder einen im Internet abgeschlossenen Vertrag widerrufen will, kann das künftig ganz einfach tun: Ein Klick auf den Widerrufsbutton genügt. Bis zum 19. Juni müssen Anbieter dafür eine leicht auffindbare, jederzeit verfügbare und einfach nutzbare Schaltfläche auf ihren Websites bereitstellen. Verträge sollen damit genauso unkompliziert widerrufen werden können, wie sie online abgeschlossen wurden.
Der Gesetzgeber begrenzt auch das sogenannte „ewige Widerrufsrecht“ für neue Verträge. Für die meisten Finanzdienstleistungen endet das Widerrufsrecht künftig spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Beginn der Frist. Für Lebensversicherungen gilt eine Sonderfrist von 24 Monaten und 30 Tagen.
Die Neuregelung tritt am 19. Juni 2026 in Kraft. Für Verträge, die vor diesem Datum geschlossen wurden, bleibt die bisherige Rechtslage grundsätzlich erhalten.
Ausnahmen bleiben bestehen: Fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsbelehrung vollständig oder enthält sie gravierende Fehler, die den Anforderungen nicht genügen, bleibt ein unbefristetes Widerrufsrecht bestehen. Die verkürzten Fristen greifen nur, wenn die Belehrung zumindest in der vorgeschriebenen Form erteilt wurde.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist am 28. Juni 2025 in Kraft getreten. Die Anforderungen werden gestaffelt umgesetzt und müssen bis zum 28. Juni 2026 abgeschlossen sein. Ab dann müssen Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei nutzbar sein. Damit setzt der Gesetzgeber die europäische Richtlinie 2019/882 in deutsches Recht um. Unternehmen sollen ihre digitalen Angebote so gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen diese ohne zusätzliche Hürden nutzen können.
Onlineshops, Apps und digitale Kundendienste müssen eine klare Navigation, ausreichende Kontraste, Tastaturbedienbarkeit und Screenreader-Kompatibilität bieten. Banken müssen Geldautomaten, Onlinebanking-Oberflächen und andere digitale Dienste barrierefrei bereitstellen. Auch Ticket- und Check-in-Automaten, E-Reader, Smartphones, Computer und Betriebssysteme fallen unter die neuen Vorgaben, sofern sie sich an Verbraucher richten. Die Regeln betreffen sowohl die technische Gestaltung als auch die Bereitstellung verständlicher Informationen.
Mehr Transparenz bei Honig
Auf Honiggläsern müssen künftig genauere Angaben zum Ursprungsland gemacht werden. Ab dem 14. Juni greift die Reform der sogenannten EU-Frühstücksrichtlinien, die für mehr Transparenz für Verbraucher sorgen soll. Die Angabe „Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ reicht dann nicht mehr aus. Das Etikett muss Auskunft darüber geben, wie viel Prozent des Honigs aus welchem Land stammen. Das Gesetz sieht zudem einen geringeren Zuckergehalt für Marmelade sowie eine neue Kennzeichnung für Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz vor.
Bis zum 7. Juni muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Ihr Ziel ist es, durch verpflichtende Angaben Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern zu verringern und so für mehr Fairness am Arbeitsmarkt zu sorgen. Arbeitgeber müssen demnach unter anderem Gehaltsspannen in Stellenanzeigen angeben.
Günstig in die Sommerferien mit der Bahn
Überschüssiger Solarstrom soll künftig einfacher an Nachbarn weitergegeben werden können. Ab dem 1. Juni gelten neue Regeln, die dieses sogenannte Energy Sharing ermöglichen. Dafür ist eine vertragliche Vereinbarung mit dem Nachbarn oder der Hausgemeinschaft sowie die Ausstattung mit einem Smart Meter nötig. Laut Verbraucherschützern kann das Modell für Betreiber von Solaranlagen eine zusätzliche Einnahmequelle sein und die Abhängigkeit vom Energiemarkt verringern.
Für die Sommerferienwochen in allen Bundesländern – also von Ende Juni bis Mitte September – bietet die Deutsche Bahn (DB) ein günstiges Familienticket an: Eine Familie kann zum Pauschalpreis von 99,99 Euro mit Fernverkehrszügen hin und zurück reisen. Die Sitzplatzreservierung ist demnach inklusive. Das Angebot ist „ab Mitte Juni“ buchbar. Das Familienticket gilt für bis zu fünf Reisende.
Von Mitte Juni bis Ende September ist zudem die Jugend BahnCard 25 kostenlos erhältlich. Damit gibt es ein Jahr lang 25 Prozent Rabatt auf alle Super Spar-, Spar- und Flexpreise der 1. und 2. Klasse im ICE sowie im IC/EC. Die Jugend-BahnCard 25 kostet regulär 7,90 Euro.