Mahjong Spielübersicht. - Foto: Illustration The Epoch Times, Shutterstock
Während viele Menschen im Alter mit Einsamkeit und einem kleiner werdenden sozialen Umfeld kämpfen, entsteht in den USA eine ungewöhnliche Gemeinschaft rund um ein jahrhundertealtes Spiel aus China: Mahjong. In einem Vorort von Memphis treffen sich Frauen regelmäßig zum gemeinsamen Spielen, Lachen und Austauschen – nicht nur wegen der Spielsteine, sondern vor allem wegen der Verbindung untereinander.
Es ist ein Donnerstagnachmittag in einem Barbecue-Restaurant. Dutzende Frauen sitzen an Tischen, vor sich Reihen kleiner Spielsteine, und legen konzentriert Muster. Sie lachen, sprechen miteinander und bleiben ständig in Bewegung. „Lunch and Play“ nennt die Gruppe MahJ Squad 901 dieses gemeinsame Ritual.
Gegründet wurde die Gemeinschaft von den Schwestern Patricia Ford und Sandy Sissom kurz nach der Corona-Pandemie in der Nähe von Memphis. „Wir haben einfach angefangen zu spielen, und die Runde wurde immer größer und größer“, sagt Sissom. Heute bringen sie Mahjong auch anderen Menschen in der gesamten Region Mid-South näher.
Der Anstoß dafür kam aus einer persönlichen Erfahrung innerhalb der eigenen Familie. Die Schwestern beobachteten, wie ihre Mutter im Alter immer mehr Freunde verlor. „Wenn man älter wird, wird der Kreis kleiner“, sagt Sissom. Deshalb wollten sie eine Gemeinschaft schaffen, die groß und vielfältig genug ist, damit niemand das Gefühl hat, am Ende allein zurückzubleiben.
Mahjong ist dabei weniger das eigentliche Ziel als vielmehr das verbindende Element. Das Spiel schafft einen festen Anlass für regelmäßige Treffen, gemeinsame Erlebnisse und neue soziale Kontakte.
Mahjong – ausgesprochen etwa „Ma-dschong“ – entstand im China des 19. Jahrhunderts, vermutlich in der Region um Ningbo und Shanghai gegen Ende der Qing-Dynastie. Der Name bedeutet wörtlich „Sperling“. Einer verbreiteten Erklärung zufolge geht die Bezeichnung auf das Geräusch der Spielsteine beim Mischen zurück, das an das Klappern und Zwitschern einer aufgescheuchten Spatzenschar erinnert.
Mitglieder des MAHJ Squad 901 spielen Mahjong in einem Gemischtwarenladen in Memphis, Tennessee. Die Gruppe wurde von zwei Schwestern nach der COVID-19-Pandemie gegründet, um soziale Kontakte zu etablieren.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
In Memphis wird allerdings nicht die klassische chinesische Variante gespielt, sondern American Mah Jongg, eine im 20. Jahrhundert in den USA entwickelte Form des Spiels. Sie unterscheidet sich unter anderem durch zusätzliche Jokersteine und eine jährlich wechselnde Spielkarte, auf der die gültigen Gewinnkombinationen festgelegt sind. Gespielt wird in der Regel zu viert. Ziel ist es, eine Hand aus 14 Steinen zusammenzustellen, die exakt einer der vorgegebenen Kombinationen auf der Karte entspricht.
Was zunächst einfach klingt, erfordert viel Übung und Konzentration. Da die Karte jedes Frühjahr erneuert wird, können sich die Spielerinnen nicht dauerhaft auf einmal gelernte Muster verlassen. Mit jeder neuen Saison müssen sie neue Kombinationen verstehen, Strategien anpassen und sich wieder auf die veränderten Regeln einstellen.
Ordnung aus dem Chaos
Am Anfang jeder Partie steht der sogenannte „Charleston“: Dabei geben die Spielerinnen reihum nicht benötigte Steine weiter – drei nach rechts, drei an die gegenüberliegende Spielerin und drei nach links. Dieses kreisförmige Tauschen dient dazu, die eigene Hand zu ordnen und erste Strategien zu entwickeln, bevor der eigentliche Wettkampf mit Ziehen und Ablegen der Steine beginnt.
Wer als Erste eine gültige Kombination vervollständigt, ruft „Mahjong“ und gewinnt die Runde. Spielerinnen vergleichen das Spiel häufig mit einer Mischung aus Schach, Bridge und Rommé – kombiniert mit der sozialen Atmosphäre eines regelmäßigen Treffens, bei dem Strategie, Austausch und Geselligkeit zusammenkommen.
Die Schauspielerin Julia Roberts, die Mahjong bereits lange vor dem aktuellen Trend für sich entdeckte, beschrieb den Reiz des Spiels einmal als den Versuch, aus zufällig gezogenen Steinen Ordnung zu schaffen. Da sich die Spielsituation mit jedem Zug verändert, erfordert jede Runde neue Entscheidungen, Anpassungsfähigkeit und Konzentration.
Mahjong-Spielerinnen in einem Restaurant in Memphis, Tennesse, am 19.Juni 2026.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Patricia Ford, Jacki Thrapp/The Epoch Times
Mahjong hat Amerika schon einmal erobert
Dass ausgerechnet Mahjong diese Rolle übernimmt, ist in den USA nicht neu. Als das Spiel in den 1920er-Jahren nach Amerika gelangte, löste es eine landesweite Begeisterung aus, die den heutigen Aufschwung noch deutlich übertraf.
Joseph Park Babcock, ein Vertreter des Ölkonzerns Standard Oil, gehörte zu den Personen, die Mahjong in den Vereinigten Staaten populär machten. Er vereinfachte die Regeln für amerikanische Spieler und trug dazu bei, dass das Spiel schnell in wohlhabenden Gesellschaftskreisen Fuß fasste. Selbst im Weißen Haus spielten Präsident Warren G. Harding und seine Frau Mahjong.
Auch in Hollywood fand das Spiel Anhänger. Berichten zufolge gehörten Stummfilmstars wie Mildred Davis und Bessie Love zu den begeisterten Spielerinnen. In Los Angeles veranstaltete ein Gastronom für seine prominenten Gäste sogar eigene „Mahjong-Tees“, für die sie zeitgenössischen Berichten zufolge teilweise ihre Studioverpflichtungen unterbrachen.
Der Import nahm bald enorme Ausmaße an. Im Jahr 1923 waren Mahjong-Sets aus Shanghai das sechstgrößte Exportgut der Stadt in die Vereinigten Staaten. Die Nachfrage war so hoch, dass sogar Rinderknochen aus Kansas und Chicago nach China geliefert wurden, um daraus Spielsteine für den amerikanischen Markt herzustellen.
Der Revenue Act von 1924 belegte Mahjong-Sets mit einer zehnprozentigen Steuer. Diese Maßnahme sorgte für Unmut in der Branche. Die Bostoner Spielefirma Hillson legte sogar eine Petition dagegen ein – jedoch ohne Erfolg.
Doch die große Mahjong-Welle verschwand fast so schnell, wie sie entstanden war. Mit dem Börsencrash von 1929 und der folgenden Weltwirtschaftskrise verlor das Spiel seinen Status als gesellschaftliches Symbol der Wohlhabenden. Teure Spielsets und aufwendige Mahjong-Abende passten nicht mehr in eine Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mahjong verschwand jedoch nie vollständig. Es überlebte in kleineren Gemeinschaften, besonders unter jüdischen Frauen in New York. Dort wurde es nicht als vorübergehender Trend, sondern als soziales Ritual über Generationen hinweg weitergegeben. Man traf sich regelmäßig, spielte gemeinsam, tauschte sich aus und pflegte Freundschaften.
Die Rückkehr
Nach der Corona-Pandemie nahm die Begeisterung für Mahjong erneut zu. Gruppen wie jene in Memphis trafen offenbar ein Bedürfnis vieler Frauen, ihre sozialen Kontakte wieder auszubauen und regelmäßige persönliche Begegnungen zurück in ihren Alltag zu holen.
Im April 2026 ermittelte die Spieleplattform Bam Good Time anhand öffentlicher Verzeichnisse 1.026 Mahjong-Clubs in den gesamten Vereinigten Staaten. Private Spielrunden und kleinere Gruppen dürften in dieser Zahl allerdings nicht vollständig erfasst sein.
Neben dem sozialen Aspekt bietet Mahjong auch eine geistige Herausforderung. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass ältere Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung nach zwölf Wochen regelmäßigem Mahjong-Spielen bei Tests zu exekutiven Funktionen bessere Ergebnisse erzielten als eine Vergleichsgruppe.
Mit der wachsenden Popularität entdecken auch Händler und Luxusmarken das Potenzial des Spiels. Marken wie Tiffany & Co., Prada und Coach bieten eigene Mahjong-Sets an. Hermès verkaufte beispielsweise Sets aus Palisanderholz und Kalbsleder für 42.000 US-Dollar. Louis Vuitton bietet ein handgefertigtes „Vanity Mahjong“-Set aus Corian und Holz für rund 63.000 US-Dollar an, das ausschließlich über einen Concierge-Service erhältlich ist.
Für die Freude am Spiel ist solcher Luxus jedoch nicht notwendig. Ein ansprechendes Set für vier Personen ist in den USA bereits ab etwa 50 US-Dollar und in Deutschland ab etwa 40 Euro erhältlich. Der eigentliche Wert von Mahjong liegt ohnehin weniger im Material der Steine als in der Regelmäßigkeit, mit der Menschen zusammenkommen.
„Es ist nicht nur etwas für alte Damen“, sagt Sissom und lacht. „Wir bringen es vielen jungen Frauen bei.“
Jüngere Spielerinnen lernen die Regeln von erfahrenen Mahjong-Spielerinnen, neue Teilnehmerinnen kommen hinzu – und aus einem einfachen Treffen an einem Donnerstagnachmittag entsteht allmählich ein festes Ritual.
Auch in Deutschland gibt es Freunde des chinesischen Gesellschaftsspiels Mahjong (oder auch Mah-Jongg geschrieben).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Mahjong in Deutschland
Viele Menschen in Deutschland verbinden mit Mahjong vor allem ein Computerspiel, bei dem gleiche Steine paarweise vom Bildschirm entfernt werden. Mit dem traditionellen Mahjong, das von vier Personen mit Spielsteinen gespielt wird, hat diese digitale Variante jedoch nur wenig gemeinsam.
In Deutschland ist Mahjong bislang vor allem durch Vereine, Regionalgruppen und den Turnierbetrieb sichtbar. Seit 2002 gibt es die Deutsche Mah-Jongg Liga, die neue Spielrunden fördern und verschiedene Spielvarianten vermitteln möchte. Eine mit den USA vergleichbare Welle gemeinschaftlicher Mahjong-Treffen ist derzeit zwar nicht erkennbar, aber auch nicht ausgeschlossen – denn private Spielrunden erscheinen in keiner offiziellen Statistik.
Ob die neue amerikanische Begeisterung für Mahjong auch nach Deutschland überspringt, bleibt abzuwarten. Gesellschaftsspiele erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, und für eine Partie braucht es nicht viel: vier Spieler, einen Satz Steine und die Bereitschaft, einige Stunden gemeinsam ohne Bildschirm zu verbringen.
In East Memphis wird derweil weiter gemischt, getauscht und überlegt. Aus den Steinen entstehen neue Kombinationen – und aus einzelnen Spielerinnen wächst eine Gemeinschaft.
Was die Botschaft angeht, ist „Toy Story 5“ vielleicht der beste Teil der Reihe. Er greift alle in „Toy Story 4“ angesprochenen Themen auf und ist ein bemerkenswert aktuell relevanter Film – ehrlich, nachdenklich und durchaus witzig, der Kinder-Blockbuster des Sommers 2026.
Denn wenn Sie Ihre Kinder nicht gerade auf eine Waldorfschule geschickt haben, werden sie bemerkt haben, dass Spielzeuge immer mehr zu Wegwerfartikeln geworden sind. Das ist auch Aufhänger dieses Films.
Wird der fünfte Teil nun das Ende der Reihe markieren? Da es sich in Hollywood um Angebot und Nachfrage dreht, wird Pixar offensichtlich weiterhin Kapital daraus schlagen, sollten die Leute auch zukünftig etwas von dieser Ansammlung zunehmend nostalgischer Spielzeuge erfahren wollen.
V. l. n. r.: Mrs. Anderson (Originalsprecherin Lori Alan) und Bonnie (Originalsprecherin Scarlett Spears) werden in „Toy Story 5“ von Buzz Lightyear (Originalsprecher Tim Allen) und Woody (Originalsprecher Tom Hanks) ausspioniert.
Die kurze philosophische Zusammenfassung von „Toy Story 4“: Autonomie versus Bestimmung. Die Ethik der Empfindungsfähigkeit! Es wurde die Frage aufgeworfen, ob empfindungsfähige Wesen einen höheren Sinn, wie etwa die Betreuung von Kindern, benötigen, um Erfüllung zu finden. Darüber hinaus wurden existenzielle Fragen zu Schöpfung und Bewusstsein behandelt.
V. l. n. r.: Bullseye, Jessie (Originalsprecherin Joan Cusack), Atlas (Originalsprecher Craig Robertson), Smarty Pants (Originalsprecher Conan O’Brien) und Snappy (Originalsprecherin Shelby Rabara) in „Toy Story 5“.
Mit der wie üblich beeindruckenden Animation von Pixar (für Walt Disney Pictures) liefert „Toy Story 5“ eine Erzählung über die Bedeutung von Freundschaften, was sich bereits durch den gesamten Verlauf der Reihe zog.
Ob Menschen oder Spielzeuge, Kameradschaft ist das, was am meisten zählt. Alle Filme der Serie veranschaulichen die lebensgefährlichen Anstrengungen, die diese Spielzeuge auf sich nehmen, um sich gegenseitig und ihr menschliches Kind zu beschützen. Sie sind in guten wie in schlechten Zeiten füreinander da.
Jessie (Originalsprecherin Joan Cusack) und ihr Spielzeugpferd Bullseye stehen in „Toy Story 5“ auf dem Kopf eines echten Pferdes.
Die neuen Spielzeuge sorgen für neue Lacher, insbesondere Conan O’Brien, der einem Spielzeug zum Töpfchentraining seine Stimme verleiht. In den rein der Fantasie entstammenden Zwischenspielen sieht das Spielzeug genau wie er selbst aus: mit Hasenzähnen, nach unten gezogenen Mundwinkeln und karottenroter Tolle.
Die Hauptfiguren, die wir so lieb gewonnen haben, sind nach wie vor einfach herrlich. Woodys Rückkehr mit Bo Peep ist sehr erfreulich und die letzte Szene bringt endlich auf den Punkt, worum es in seiner Freundschaft mit Buzz schon immer ging.
Meine persönlichen Favoriten – Duke Caboom (Originalsprecher Keanu Reeves) und Forky (Originalsprecher Tony Hale) – hätten mehr zu tun bekommen können. Aber diese Nebenbemerkung gehört eigentlich zu „Toy Story 4“: Ich liebe es, wie Forky – ein zusammengebasteltes Spielzeug aus einem Plastiklöffel kombiniert mit einer Gabel, Pfeifenreinigern und Eisstielen – eine zutiefst naive, von Ängsten geplagte Persönlichkeit mit ewig weit aufgerissenen Augen und verwirrtem Blick verkörpert.
Seine urkomische, andauernde Existenzkrise wird von der festen Überzeugung angetrieben, dass er, da er aus Müll gemacht wurde, dazu bestimmt ist, auch wieder im Müll zu landen. Was für eine geniale Figur!
Das Happy End, bei dem sich das Mädchen Bonnie mit einem anderen kleinen Mädchen anfreundet, dessen Geist genauso kreativ ist wie sein eigener, ist ein wunderbares Beispiel für einen idealen Zustand in der Kindheit.
Bonnie (Originalsprecherin Scarlett Spears) betrachtet ihr neues Tablet namens Lilypad (Originalsprecherin Greta Lee) in „Toy Story 5“.
Dass Disney erwartungsgemäß seine typischen unterschwelligen Indoktrinationstaktiken eingebaut hat, ignoriere ich einfach mal komplett: Bonnie rennt in Regenbogensocken herum, Ernie Hudsons Machocharakter Combat Carl trägt einen Rock und Daffodil, ein lilafarbenes Spielzeugpferd im Pegasus-Stil mit seidiger pinkfarbener Mähne (angeblich gesprochen von Taylor Swift), sieht wie das Spielzeugpferd einer Dragqueen aus. Daffodil zwinkert einem dann auch demonstrativ zur Schau gestellt zu, um klarzustellen, dass „sie“ genau das ist.
Der Star von „Toy Story 5“ ist Jessie (gesprochen von Joan Cusack), eine Spielzeugfigur, die eine Hommage an Calamity Jane – eine US-amerikanische Wild-West-Heldin (circa 1856–1903) – darstellt, zusammen mit ihrem kleinen Pferd Bullseye. Das und die rein weibliche Besetzung der menschlichen Charaktere machen den gesamten Film zu einer Liebeserklärung an das Mädchensein.
Blaze Manoukian (Originalsprecherin Mykal-Michelle Harris) mit ihrem Tablet in „Toy Story 5“.
Die Kernaussage betrifft unser größtes gesellschaftliches und kulturelles Problem: Die Technologie verdrängt die Fantasie der Kinder. Kinder spielen wegen ihrer Smartphones und Tablets nicht mehr mit Spielzeug.
Dennoch unterläuft „Toy Story 5“ auf überzeugende Weise die Erwartungen bezüglich des Konzepts des Bösewichts. Lilypad (gesprochen von Greta Lee), das froschgrüne, tabletartige Gerät, welches das Potenzial hat, zum mächtigsten Bösewicht der gesamten Filmreihe zu werden, sorgt für eine fesselnde Wendung, welche die Handlung des Films nachhaltig prägt.
Das Problem sind die von Menschen hinzugefügten süchtig machenden Komponenten. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen, wenn sie nicht an irgendeiner Form von persönlicher Verbesserung arbeiten, stets mit Mäßigung zu kämpfen haben.
Kontrolle und das Setzen von Grenzen sind der Schlüssel. KI in Maßen ist eine Superkraft, aber KI, die mit bösen Absichten einhergeht, verbreitet Internetlügen wie die Beulenpest. Diese Sichtweise wird dadurch vermittelt, dass Lilypad mit guten Absichten und einem Gewissen vermenschlicht wird.
Der bewegendste Moment des Films ist jedoch, als Jessie endlich Gewissheit bekommt. All die Jahre hat sie geglaubt, dass ihr Mensch, Emily, sie einfach vergessen habe. Jessies Hintergrundgeschichte gehört zu den traurigsten der gesamten „Toy Story“-Reihe, und der Abschluss dieses Handlungsbogens schenkt ihr endlich den Frieden und die Anerkennung, die sie verdient.
Allein das ist für Kinobesucher jeden Alters Grund genug, sich „Toy Story 5“ anzusehen.
„Toy Story 5“ Regie: Andrew Stanton Mit: Joan Cusack, Tom Hanks, Tim Allen, Conan O’Brien Empfehlenswert ab circa zehn Jahren in elterlicher Begleitung Laufzeit: 1 Stunde, 42 Minuten In deutschen Kinos ab 23. Juli 2026 Bewertung: 4 von 5 Sternen